Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 99008
Vorher
Blitz F14-428 AG
Eingetragen
8.4.2014
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
die Planung von Netzwerksystemen, die Herstellung, Entwicklung und der Vertrieb von Software-Produkten, insbesondere die Entwicklung und der Vertrieb der proprietären Software Empirum, sowie damit verbundene Dienstleistungen für das IT-Management im In- und Ausland sowie das Fuhrparkmanagement.

Historie

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Management

NameRolle
Alvaro Monserrat
seit 13.9.2022
Vorstandsmitglied
John Dillon
seit 18.7.2022
Prokura
Florian Obermeier
seit 18.7.2022
Vorstandsmitglied
Harald Wolz
seit 18.7.2022
Prokura
Roberto Casetta
seit 7.12.2020
Prokura
Kirsten Huber
seit 7.12.2020
Prokura
Dirk Eisenberg
seit 24.5.2018
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

matrix42 AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

MATRIX42 AG, FRANKFURT AM MAIN

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ganzheitlichen Softwarelösungen von Matrix42 unterstützen seit 1992 Organisationen dabei, die Arbeitsumgebung ihrer Mitarbeiter zu digitalisieren. Die Software für Digital Workspace Experience verwaltet Geräte, Anwendungen, Prozesse und Services einfach, sicher und richtlinienkonform. Die innovative Software integriert physische, virtuelle, mobile und cloudbasierte Arbeitsumgebungen nahtlos in vorhandene Infrastrukturen. Dadurch bringen die Software Lösungen von Matrix42 die IT Services der Matrix42 Kunden in Einklang mit ihren Prozessen und erweitern ihr Spektrum von der reinen Verwaltung des digitalen Arbeitsplatzes auf das Verbessern der digitalen Arbeit als Ganzes.

Mit der im Juni 2018 erfolgten Übernahme des deutschen Anbieters für Endpoint Security EgoSecure verschmelzen klassisches Geräte- und Softwaremanagement mit Endpoint Security. Die Lösungen werden seit jeher weltweit zusammen mit lokalen und globalen Partnern vertrieben und implementiert.

Forschungs- und Entwicklungsbericht

Im Geschäftsjahr 2019 wurden die agile Transformation und die Umstellung auf einen scrum-basierten Entwicklungsprozess für alle Entwicklungsbereiche weiter optimiert. Die neuen Entwicklungsteams arbeiten nach aktuellen Entwicklungsmethoden und haben im Geschäftsjahr 2019 dazu beigetragen die Geschwindigkeit in der Produktentwicklung weiter zu erhöhen und die Produktqualität nachhaltig zu steigern. Ebenso wird durch den scrum-basierten Entwicklungsprozess, insbesondere den standortübergreifenden Teams, die Abhängigkeit von einzelnen Personen reduziert.

So wurden beispielsweise im Geschäftsjahr 2019 die Testautomation der Produkte als auch der Kundenfeedbackprozess weiter optimiert. Des Weiteren liegt die Matrix42 Kundenzufriedenheit weiterhin auf hohem Niveau, welche durch eine hohe Erneuerungsquote bei den Wartungsverträgen reflektiert wird.

Der inhaltliche Schwerpunkt lag im Geschäftsjahr 2019 auf der Zusammenführung von IT Security und IT Automation. Der Vorteil des Kunden ist dabei, dass die IT Prozesse wesentlich flüssiger ablaufen können und daher schneller und vor Allem sicherer optimiert werden können. Daher hat die Matrix42 weitere Produktintegrationen mit der Endpoint- und Data Security Lösung von EgoSecure entwickelt. Darüber hinaus wurde die Entwicklung der neuen, webbasierten Benutzerführung nach einheitlichen Prinzipien für alle Produkte weiter ausgebaut. Diese neue grafische Benutzeroberfläche verfolgt das Ziel die gleiche Benutzererfahrung auf mobilen- und stationären Geräten zu ermöglichen. Zusätzlich soll die Bedienung aller Produkte sehr viel einfacher und intuitiver für die Benutzer erfolgen.

In 2019 wurden darüber hinaus die Funktionalitäten im Bereich Software-as-a-Service (SaaS) und der effektiveren Nutzung der Cloud weiterentwickelt, um die Möglichkeiten der Hyperscaler, wie beispielsweise Microsoft Azure besser nutzen zu können.

Wirtschaftliches Umfeld, Markt- und Branchenentwicklung

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die EZB berichtete in ihrem "Update on economic and monetary developments" vom 6. Februar 2020, dass die globale Wirtschaftstätigkeit auch 2019 moderat blieb, es aber Anzeichen einer Stabilisierung gibt. Insbesondere der globale Fertigungssektor festigte sich im letzten Quartal 2019, während der Dienstleistungssektor weitgehend stabil blieb. Die weltweiten Warenimporte nahmen in 2019 weiterhin moderat zu. Für 2019 insgesamt stiegen die Exportaufträge im Vergleich zum Vorjahr deutlich an.

Die digitale Transformation ist auch in 2019 weiter vorangeschritten. Viele Unternehmen entschieden sich 2019 den Schritt für eine integrierte digitale Strategie und Systemarchitektur zu gehen, statt lediglich auf digitalisierte Produkte und Services zu setzen. Dementsprechend verändert sich auch die Aufbaustruktur dieser Unternehmen, weg von Abteilungs-Silos und hin zu prozessorientierten Teams mit unterschiedlichen fachlichen Qualifikationen. Diese modernen Organisationsformen sind grundsätzlich sehr förderlich für den Vertrieb von integrierten Softwarelösungen.Nahezu alle Branchen und Unternehmensgrößen konnten durch die Digitalisierung die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und somit neue Einnahmequellen schaffen.

Das Thema Sicherheit wird zunehmend als integrierter Bestandteil einer Digitalisierungsstrategie gesehen. Insbesondere die Zunahme von automatisierten Cyberangriffen erfordert ein automatisiertes und integriertes Abwehrszenarium. So ist es beispielsweise für Krankenhäuser nicht mehr ausreichend nur die Tätigkeit der Visite digital zu unterstützen, solange nicht auch alle Aspekte der Datensicherheit sichergestellt sind. Daher können derartige Lösungen nur ausgerollt werden, wenn auch die Sicherheit für die digitale Arbeit von Beginn und durchgehend durch die gesamte Prozesskette an sichergestellt ist.

Der anhaltende, weltweite Trend zur Digitalisierung ist der dynamische Wachstumsmotor für die Matrix42. Er wirkt sich auf IT-Ausgaben in allen Regionen und Branchen aus, um noch produktiver zu werden. Technologiegestützes, sicheres Arbeiten wird in Folge dessen merklich zunehmen, Prozesse werden weiter automatisiert mit Hilfe von KI-Komponenten. Begleitet wird der Trend durch neue Geschäftsmodelle, welche auf Subskriptionen und Cloud-Dienste setzen, um neben der Flexibilität und Effizienz auch die Skalierbarkeit von Lösungen zu verbessern.

Marktsituation und Mitbewerber

Die Investitionsentscheidungen der Matrix42 Kunden im Bereich Workspace Management sowie das Verhalten unserer Wettbewerber werden von Megatrends wie z.B.: Digitale Transformation, Mobilisierung der Arbeitswelt, Cloud und Generationenwechsel in der Arbeitswelt sowie Employee Experience stark beeinflusst. Zudem unterliegt Matrix42 auch konjunkturellen, strukturellen und saisonalen Schwankungen der Wirtschaftsregionen, auf die sich das Geschäft konzentriert.

Sowohl das Lizenz- als auch das Dienstleistungsgeschäft richten sich stark nach der Investitionsbereitschaft unserer Kunden, die wiederum in Abhängigkeit zur wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Branche stehen. Unser branchenübergreifendes Engagement, stetig neue Produktevolutionen und Neuentwicklungen ermöglichen es aber Schwankungen einzelner Branchen auszugleichen. Zudem bildet unsere stabile Bestandskundenbasis mit planbaren Wartungserlösen eine sichere Basis.

Kunden und Partner

Die Matrix42 verfügt über eine breite und diversifizierte Kundenbasis die über Jahre gewachsen ist. Dazu gehören Großkonzerne im produzierenden Sektor, öffentliche Verwaltungen oder kleinere Unternehmen im Dienstleistungsmarkt. Neben der Anzahl der Neukunden, konnte in 2019 auch die durchschnittliche Kundengröße erneut gesteigert werden. Mit der Erweiterung des Produktportfolios, insbesondere auch um EgoSecure-Produkte, ergibt sich die Möglichkeit von Nachverkäufen dieser Produkte an Bestandskunden.

Ausschlaggebend für den Ausbau der Kundenbasis ist das ganzheitliche und integrierte Portfolio. Basierend auf der proprietären Matrix42 low-code Plattform können mittels Workflows jedwede IT Systeme bi-direktional angebunden werden. Damit weben sich die Matrix42 Produkte in die Prozesse der Kunden, auch über verschiedenste IT Systeme hinweg nahtlos ein.

Dieses Produktportfolio erlaubt den Kunden sowohl die aktuellen Arbeitsplätze, Systeme und Services zu verwalten als auch die eigene Infrastruktur auf die aktuellen und zukünftigen digitalen Arbeitsplatzanforderungen vorzubereiten und einen nahtlosen Übergang dorthin zu gewährleisten. Die Weiterentwicklung des Matrix42 Marketplace ermöglicht es den Kunden weitere Systeme und Lösungen zu integrieren, sowie wertvolle Erweiterungen (z.B. branchenspezifisch) mit minimalem Kosten- und ohne Ressourcenaufwand zu nutzen.

Der Umsatzanteil mit Partnern erhöhte sich auch im Geschäftsjahr 2019 stetig weiter. Der Fokus lag hierbei in der Neuausrichtung auf spezialisierte Partner als auch auf große Systemintegratoren, die das Matrix42 Produktportfolio für Arbeitsplatzmodernisierungs- und Service-Managementprojekte nutzen. Zur optimalen Unterstützung der Partner wurden weitere Trainings- und Zertifizierungsmöglichkeiten geschaffen. Somit werden die Spezialisierungen und die Leistungsfähigkeit der Partner auch für Kunden und Interessenten transparent.

Mitarbeiter und Organisation

Eine wichtige Ressource der Matrix42 sind zufriedene, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Die Entwicklung der Mitarbeiter sowie die Arbeits- und Unternehmenskultur im Allgemeinen haben für Matrix42 einen hohen Stellenwert. Hierzu finden quartalsweise Mitarbeiterbefragungen statt, deren Ergebnisse sehr zufriedenstellen sind.

Die Software Branche unterliegt einer höheren Volatilität als viele andere Branchen. Matrix42 verfolgt mit der Personalstrategie das Ziel, sowohl neue, qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, als auch die bereits vorhandenen Mitarbeiter weiterzuentwickeln und an das Unternehmen zu binden. Dadurch erreicht Matrix42 besser ausgebildete, zufriedene und motivierte Mitarbeiter. Zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres beschäftigte die Matrix42 im Durchschnitt 247 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 59 Mitarbeiter mehr.

Darstellung der Vermögens-, Finanz -und Ertragslage der Gesellschaft und der operativen Geschäftsentwicklung

Rohergebnis

Das Rohergebnis der Matrix42 stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von EUR 27,7 Mio. um EUR 5,4 Mio. auf EUR 33,1 Mio. Ebenso konnten die Umsatzerlöse gesteigert werden. Der Materialaufwand liegt moderat über dem Vorjahresniveau.

Die Kündigungsrate im Bereich der Wartungsverträge lag 2019 im Branchenvergleich niedrig, was die hohe Zufriedenheit der Matrix42 Kunden widerspiegelt.

Die Subskriptionsumsätze konnten erneut signifikant gesteigert werden, wobei sich hieraus auch ein positiver Effekt auf die Folgeperioden ergeben wird. Ebenso konnten die Wartungsumsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert werden.

Kostenentwicklung / Personal

Die Gesamtkosten (ohne Materialkosten/ Abschreibungen) sind im Geschäftsjahr 2019 aufgrund des Wachstums ebenfalls angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von EUR 10,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 11,1 Mio. in 2019 erhöht.

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Matrix42 durchschnittlich 228 Mitarbeiter (Vorjahr: 188). Die Personalaufwendungen sind von EUR 18,1 Mio. im Vorjahr um EUR 2,3 Mio. auf EUR 20,4 Mio. gestiegen.

Finanzergebnis

Die Finanzerträge sind auf EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: TEUR 543) angestiegen und resultieren im Wesentlichen aus Zins- und Dividendenzahlungen aus dem Verbundbereich.

Jahresüberschuss und Bilanzgewinn

Der Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) des Geschäftsjahres 2019 betrug EUR 1.799.719,17 nach Ergebnisabführung 0,00 €. Wesentliche Einflussfaktoren auf das Jahresergebnis waren neben der stabilen Entwicklung der wiederkehrenden Wartungsumsätze, der signifikante Anstieg der Umsatzerlöse bei gleichzeitigem moderaten Anstieg der Materialaufwendungen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag EUR 43,8 Mio. (Vorjahr: EUR 51,5 Mio.).

Die Finanzanlagen sind im Wesentlichen aufgrund geringerer Ausleihungen an Verbundunternehmen von EUR 19,7 Mio. auf EUR 17,1 Mio. gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von EUR 18,1 Mio. auf EUR 17,1 Mio. gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verzeichnen einen Rückgang in Höhe von EUR 4,3 Mio. auf EUR 5,9 Mio.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages beträgt das Eigenkapital zum Stichtag unverändert EUR 4,8 Mio. Die Eigenkapitalquote liegt bei 10,9 % (Vorjahr: 9,3 %). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Provisionen, ausstehende Kostenrechnungen und Rückstellungen für Wartung. Die Kreditverbindlichkeiten verringerten sich im Geschäftsjahr von EUR 3,1 Mio. auf EUR 2,9 Mio. und betreffen lediglich Girokonten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von EUR 16,9 Mio. auf EUR 8,5 Mio. gesunken. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt EUR 19,1 Mio. und hat sich aufgrund von Wartungsverlängerungen sowie dem stark wachsenden Subskriptionsgeschäft um EUR 1,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Liquidität und damit die Fähigkeit, die bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, waren jederzeit gegeben. Die liquiden Mittel zum Geschäftsjahresende betragen TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 239).

Auftragslage

Zum Geschäftsjahresende 2019 bestehen Ansprüche aus Wartungs- und Subskriptionsverträgen in Höhe von EUR 19,1 Mio. (Vorjahr: EUR 17,3 Mio.), die nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 ertragswirksam werden. Die abzugrenzenden Beträge werden unter den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite ausgewiesen.

Gesamtaussage

Matrix42 konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die gute strategische Position in ihren Kernmärkten, die insbesondere Deutschland und die Schweiz umfassen, weiter ausbauen.

Insbesondere der umfangreiche Ausbau des Subskriptionsgeschäfts hat in 2019 zu einem nachhaltigen Wachstum beigetragen, welches sich mittel- und v.a. langfristig sehr positiv auswirken wird.

In den ausländischen europäischen Märkten wurde der Fokus weiter auf die Schweiz mit Österreich, Frankreich und Italien gelegt. In den Märkten Frankreich und Italien konnten wir ein überproportionales Wachstum erwirtschaften und unsere Internationalisierung auf dem europäischen Markt so weiter vorantreiben.

Durch unseren Fokus auf Cloud basierte Lösungen konnten wir unsere Basis an Cloudkunden in allen Märkten weiter steigern.

Prognose- und Risikobericht

Prognosebericht

Matrix42 erwartet im Vergleich zu 2019, aufgrund der noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen des COVID19-Virus, gleichbleibende Umsatzerlöse, insbesondere durch die stringente Verknüpfung des bestehenden Produktportfolios mit IT-Sicherheitslösungen und der stetigen Erweiterung der Kernprodukte. Darüber hinaus wird ein Ausbau der Vertriebsaktivitäten im europäischen Raum weiter vorangetrieben.

Die nachhaltige Erzielung von Wachstum, und damit die Steigerung des Unternehmenswertes werden weiterhin als Hauptziele der Matrix42 verfolgt. Die Intensivierung des indirekten Vertriebsmodells, ohne dabei das direkte Vertriebsmodell zu vernachlässigen, sind hierbei ebenso zielführend wie der Ausbau der Kundenbasis. Die Anzahl der Neukunden konnte in 2019 nochmals gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Matrix42 ist durch den operativen Cash-Flow, die bestehenden liquiden Mittel sowie durch die eingeräumten Kreditlinien und die Unterstützung des eingeleiteten Wachstumskurses durch den Hauptaktionär in der Lage, sowohl künftige Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung als auch Investitionen im Rahmen der Wachstumsstrategie zu tätigen. Der Vorstand der Matrix42 sieht das Unternehmen auch unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Ereignisse gut aufgestellt, um seine Ziele zu erreichen und sich in einem starken Wettbewerbsumfeld weiterhin gut zu behaupten. Für das Geschäftsjahr 2020 sieht die Planung ein Rohergebnis aus operativer Tätigkeit (ohne Sondereffekte) vor, das dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2019 entspricht; das Ergebnis vor Ergebnisabführung wird ebenfalls dem Ergebnis des Vorjahres entsprechen, da unter anderem infolge weiterer Verbesserungen der Kostenstruktur sowie der ansteigenden Subskriptionsumsätze ggf. gegenläufige Effekte aus den wirtschaftlichen Folgen des COVID19-Virus kompensiert werden können.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Eines der Hauptziele der Matrix42 liegt in der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Generierung von nachhaltigem Wachstum. Dieses Ziel soll insbesondere durch die Kombination von organischem Wachstum im Kernmarkt Deutschland und Schweiz mit der Expansion in weitere europäische und internationale Märkte erreicht werden. Die Entwicklung neuer Märkte bietet die Chance auf überdurchschnittliche Wachstumsraten, welche im bestehenden Kernmarkt in dieser Form, auch bei weiterer Durchdringung des Marktes, nicht ohne weiteres realisierbar wären. Dem gegenüber steht das Risiko, dass ein neuer Markt nicht wie geplant und innerhalb der intern gesetzten Fristen entwickelt werden kann. Daraus folgt das Risiko längerer und höherer Anlaufkosten.

Vor allem über die Bereiche Mobility, Cloud und Security können neue Märkte und Kunden erschlossen werden. Matrix42 adressiert beide Bereiche mit starken Lösungen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass der Markt langfristig die Mobility Funktionalität als Standard Funktionalität erwartet, und demzufolge nicht mehr bereit wäre für ein solches Feature einen Aufpreis zu bezahlen. Allerdings wäre auch in diesem Fall das Feature unverzichtbar, da es Voraussetzung für die Erzielung von Umsätzen mit den Matrix42 Suiten wäre. Darüber hinaus könnte der Cloud-basierte Arbeitsplatz und die Marktdurchdringung dieser Technologie bei Kunden in den Matrix42 Kernmärkten länger dauern als erwartet, was ebenfalls ein Risiko für Matrix42 bedeuten würde.

Ein wesentliches Risiko stellen die aktuell noch nicht vollumfänglich absehbaren Folgen des COVID19-Virus sowohl auf die Weltwirtschaft im Allgemeinen als auch auf Matrix42 dar. Die aktuell außergewöhnlich hohe Anzahl an benötigten Heimarbeitsplätzen in allen Branchen und Bereichen der Wirtschaft, in Kombination mit einem wesentlichen Anteil an Unternehmen, die bisher nicht darauf ausgerichtet waren für eine derart große Anzahl an Mitarbeitern Heimarbeitsplätze vorzuhalten, bilden für die Matrix42 aber gleichzeitig eine mögliche Chance diese Unternehmen durch das Produktportfolio der Matrix42 bei der Digitalisierung der Arbeitsplätze zu unterstützen. Dies bildet die Chance, dass die Nachfrage nach Produkten der Matrix42 kurz- bis mittelfristig über die ursprüngliche Planung hinaussteigt und die Entwicklung positiv beeinflusst. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass sowohl bestehende als auch neue Kunden aufgrund der Folgen des COVID19-Virus nachhaltig in Schieflage geraten und nicht mehr in der Lage sind ihre Verbindlichkeiten zu bedienen. Da sowohl die Regierungen unserer Kernmärkte als auch die Regierungen unserer Expansionsmärkte bereits weitreichenden finanzielle Unterstützungen zugesagt und umgesetzt haben sehen wir das Risiko erhöhter Forderungsausfälle als moderat an.

Um Liquiditätsrisken in Folge der Auswirkungen des COVID19-Virus zu verringern, wurden im Geschäftsjahr 2020 Möglichkeiten zur Steuerstundung genutzt. Ebenso wird mit den Hausbanken aktuell die Beantragung eines Unterstützungskredits bei der KfW vorsorglich besprochen.

Die Matrix42 hat im Rahmen verschiedener Szenarioanalysen die möglichen Folgen des COVID19-Virus auf das Geschäftsmodell berechnet und kommt insgesamt zu der Prognose, dass sich die aufgezeigten Chancen und Risiken im Geschäftsjahr 2020 weitestgehend ausgleichen werden, wir aber mittel- bis langfristig einen positiven Effekt auf unser Geschäftsmodell sehen werden.

Matrix42 ist Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Um diese Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu kontrollieren und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmens einleiten zu können, verfügt Matrix42 über ein internes Management Information System. Über klar definierte Berichtswege wird der Vorstand kontinuierlich über derzeitige und künftige Chancen und Risiken sowie die aggregierte Risikostruktur informiert.

Die Reaktion auf neue Trends oder Entwicklungen auf dem stark volatilen Software Markt kann sowohl als Chance als auch als Risiko ausgelegt werden.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Das Forderungsmanagement gewährleistet die kontinuierliche Überwachung der Zahlungseingänge. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bedient.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Kontokorrentkrediten und Lieferantenkrediten sowie über den operativen Cash-Flow.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

 

Frankfurt am Main, den 30. April 2020

Oliver Bendig, Vorstandsvorsitzender

Thomas Geiger, Vorstand

Dinko Eror, Vorstand

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2019

MATRIX42 AG, FRANKFURT AM MAIN

AKTIVA

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 17.587.376,05 20.520.957,97
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 140.124,00 606.459,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 265.418,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.124,00 341.041,00
II. Sachanlagen 319.955,00 254.214,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.749,00 26.544,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.880,00 4.307,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 281.326,00 223.363,00
III. Finanzanlagen 17.127.297,05 19.660.284,97
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 196.124,82 196.124,82
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.931.172,23 19.464.160,15
B. UMLAUFVERMÖGEN 23.632.798,73 28.665.464,60
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.503.491,44 28.426.748,36
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.092.972,91 18.135.632,35
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.893.992,16 10.166.422,65
3. sonstige Vermögensgegenstände 516.526,37 124.693,36
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 129.307,29 238.716,24
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.593.225,56 2.362.417,27
43.813.400,34 51.548.839,84

PASSIVA

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. EIGENKAPITAL 4.814.825,54 4.814.825,54
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 4.759.825,54 4.759.825,54
III. Gewinnrücklagen 5.000,00 5.000,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.935.488,24 4.247.394,63
C. VERBINDLICHKEITEN 15.966.724,27 25.220.380,40
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.880.046,31 3.111.686,20
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.906.466,35 4.660.205,41
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.519.849,71 16.895.802,28
4. sonstige Verbindlichkeiten 660.361,90 552.686,51
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.096.362,29 17.266.239,27
43.813.400,34 51.548.839,84

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

2019
EUR
2018
EUR
1. Rohergebnis 33.079.517,01 27.707.432,46
2. Personalaufwand -20.394.938,99 -18.063.478,78
a) Löhne und Gehälter -17.505.511,57 -15.558.978,14
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.889.427,42 -2.504.500,64
- davon für Altersversorgung: EUR 10.901,70 (Vorjahr: EUR 10.645,72)
3. Abschreibungen -590.421,98 -1.443.771,25
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -590.421,98 -1.443.771,25
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -11.109.949,70 -10.383.751,78
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.114.359,65 534.070,34
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.114.359,65 (Vorjahr: EUR 534.070,34)
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 224,16 8.608,99
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 543,67)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -298.492,98 -155.004,06
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 199.103,38 (Vorjahr: EUR 36.538,74)
8. Ergebnis nach Steuern 1.800.297,17 -1.795.894,08
9. sonstige Steuern -578,00 -290,00
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne (Vj.: Erträge aus Verlustübernahme) -1.799.719,17 1.796.184,08
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

MATRIX42 AG, FRANKFURT AM MAIN

Anhang für das Geschäftsjahr 2019 der matrix42 AG

Allgemeines

Die matrix42 AG hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister dem Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB Nr. 99008 registriert.

Der Jahresabschluss der matrix42 AG zum 31. Dezember 2019 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Die matrix42 AG ist gem. § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert geblieben. Soweit Abweichungen in einzelnen Positionen bestehen, sind diese nachfolgend dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode verringert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 255 HGB abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter deren Anschaffungskosten nicht mehr als EUR 800,00 betragen werden sofort in voller Höhe abgeschrieben bis zu einem Erinnerungswert von EUR 1,00.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, soweit eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung eintritt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, unter Abzug gebotener Wertberichtigungen, berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Leistungsansprüche, für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag, mit dem anteiligen Nennwert der vor dem Bilanzstichtag geleisteten Vorauszahlung aktiviert.

Das gezeichnete Kapital sowie die Kapital- und Gewinnrücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Diese sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Für die Ermittlung passiver latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die entsprechenden Effekte sind beim Organträger berücksichtigt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Geschäftsjahr 2019 wurden zuvor im Vorratsvermögen ausgewiesene Salden in die Position des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens umgegliedert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die entsprechenden Vorjahresangaben ebenfalls angepasst.

Zudem wurden im Geschäftsjahr 2019 Forderungen und Verbindlichkeiten der matrix42 AG gegenüber der matrix42 Service GmbH, sowie Forderungen und Verbindlichkeiten der matrix42 AG gegenüber der matrix42 Marketplace GmbH unter Beachtung des § 387 BGB gegeneinander aufgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt.

Finanzanlagen

Anteile Eigenkapital in lokaler Währung Jahresergebnis in lokaler Währung
Matrix42 Helvetia AG 100% 802.336,72 CHF 118.597,90 CHF
Matrix42 Marketplace GmbH 100% 401.456,71 EUR 184.909,30 EUR
Matrix42 Ukraine LLC 99% 3.329.500,22 UAH 2.461.727,77 UAH
Matrix42 Development Holding GmbH 100% 11.359,66 EUR -879,71 EUR
Matrix42 Australia Pty Ltd. 100% -2.514.944,85 AUD -1.086.465,12 AUD
Silverback MDM Pty Ltd. 100% -2.979.236,00 AUD -55.158,00 AUD
Matrix42 France SARL 100% -572.470,00 EUR -161.708,00 EUR
Matrix42 B.V. 100% 99.022,25 EUR -57.662,75 EUR

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2019 resultieren in Höhe von TEUR 5.894 aus Lieferungen und Leistungen. Der Posten enthält Forderungen gegen die Aktionärin in Höhe von TEUR 817 (Vorjahr: TEUR 7.578).

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 50.000,00 und ist eingeteilt in 50.000 Inhaberaktien im Nennbetrag von EUR 1,00.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.935 (Vorjahr: TEUR 4.247) enthalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Provisionen und Boni für Mitarbeiter, Wartung, sowie ausstehende Rechnungen.

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen nachfolgend dargestellt:

bis zu 1 Jahr
TEUR
bis zu 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 2.880 0 0 2.880
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.906 0 0 3.906
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 8.520 0 0 8.520
sonstige Verbindlichkeiten 660 0 0 660
gesamt 15.966 0 0 15.966

Sicherheiten und Pfandrechte bestehen zum Bilanzstichtag keine.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Aktionärin in Höhe von TEUR 1.486 (Vorjahr: TEUR 11.950) enthalten. Der Posten enthält Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 780 (Vorjahr: TEUR 6.234).

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 263) sowie die kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr: TEUR 172) ausgewiesen.

Die Gesellschaft verfügt über eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.760; bei den Rücklagen handelt es sich um solche gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB (sonstige Zuzahlungen/ freie Rücklagen).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 92 enthalten.

Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 4.745 (Vorjahr: TEUR 4.260) an. Im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich keine aktivierten Eigenleistungen; von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände wurde, entsprechend den Vorgaben der Muttergesellschaft, seit 2016 kein Gebrauch gemacht.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 47 enthalten.

Sonstige Angaben

Mit der Matrix42 Service GmbH als herrschendem Unternehmen ist ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Die matrix42 AG als abhängiges Unternehmen ist verpflichtet, vorbehaltlich der Bildung und Auflösung von Rücklagen, seinen gesamten Gewinn/ Verlust - der ohne Gewinnabführung entstehende Jahresfehlbetrag (Vorjahr Jahresüberschuss), vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und den nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Betrag - an das herrschende Unternehmen abzuführen. Es besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der Matrix42 Service GmbH. Der Steueraufwand, der anteilig auf die Ergebnisse der Organgesellschaft entfällt, wird nicht an diese weiterbelastet. Zum Bilanzstichtag ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.800 (Vorjahr eine Verlustübernahme von TEUR 1.796).

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Leasing- und Mietverträgen (bei denen das wirtschaftliche Eigentum aus dem Miet- und Leasinggegenstand nicht der matrix42 AG zuzurechnen ist und die Gesellschaft diese Vermögensgegenstände daher nicht aktiviert hat) und betragen zum Bilanzstichtag bei den Mietverträgen TEUR 3.445 (Vorjahr: TEUR 3.838) und bei den Leasingverträgen TEUR 1.615 (Vorjahr: TEUR 1.148). Weitere Chancen und Risiken sind nicht ersichtlich.

Die Angaben zu den Gesamtbezügen des Vorstandes entfallen gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 199.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 228 Angestellte (Vorjahr: 188) beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte, davon 174 männliche und 54 weibliche Angestellte.

Konzernverhältnisse

Die Matrix42 Service GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Die matrix42 AG, Frankfurt am Main, wird in diesen einbezogen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht)

Nach Ende des Geschäftsjahres traten keine besonderen Ereignisse auf, die für die Beteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung sind.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Kai Köppen, Dipl.-Volkswirt, Aufsichtsratsvorsitzender Partner bei EMERAM Capital Partners GmbH, München

Markus Gyssler, Dipl.-Ingenieur, MBA CFO bei EMERAM Capital Partner GmbH, München

Dr. Christian Näther, Dipl-Kaufmann Partner bei EMERAM Capital Partner GmbH, München

Max Klenner, M.A. HSG in Banking and Finance / B.A. HSG in Economics München

Ulrich Prädel, Executive Advisor Holzwickede

Markus Haller, Kaufmann A-Enns

Vorstand

Oliver Bendig, Dipl.-Wirtschaftsinformatiker / MSc. in Computer Science, Vorstandsvorsitzender Heidelberg

Thomas Geiger, Dipl.-Oec, Vorstand Weinstadt

Dinko, Eror, Dipl.-Ingenieur, Vorstand Bad Vilbel (seit 15. April 2020)

 

Frankfurt am Main, den 30. April 2020

Oliver Bendig, Vorstandsvorsitzender

Thomas Geiger, Vorstand

Dinko Eror, Vorstand

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 09. Juli 2020 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.929.066,91 0,00 7,00 7.929.059,91
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.748.922,41 30.555,45 1,00 1.779.476,86
9.677.989,32 30.555,45 8,00 9.708.536,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43.754,65 14.600,46 0,00 58.355,11
2. technische Anlagen und Maschinen 70.274,31 0,00 0,00 70.274,31
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.350.557,21 144.680,07 0,00 1.495.237,28
1.464.586,17 159.280,53 0,00 1.623.866,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 196.124,82 0,00 0,00 196.124,82
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.464.160,15 0,00 2.532.987,92 16.931.172,23
19.660.284,97 0,00 2.532.987,92 17.127.297,05
30.802.860,46 189.835,98 2.532.995,92 28.459.700,52
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.663.648,91 265.411,00 0,00 7.929.059,91
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.407.881,41 231.471,45 0,00 1.639.352,86
9.071.530,32 496.882,45 0,00 9.568.412,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.210,65 5.395,46 0,00 22.606,11
2. technische Anlagen und Maschinen 65.967,31 1.427,00 0,00 67.394,31
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.127.194,21 86.717,07 0,00 1.213.911,28
1.210.372,17 93.539,53 0,00 1.303.911,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
10.281.902,49 590.421,98 0,00 10.872.324,47
NETTOBUCHWERTE
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 265.418,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.124,00 341.041,00
140.124,00 606.459,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.749,00 26.544,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.880,00 4.307,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 281.326,00 223.363,00
319.955,00 254.214,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 196.124,82 196.124,82
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.931.172,23 19.464.160,15
17.127.297,05 19.660.284,97
17.587.376,05 20.520.957,97

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die matrix42 AG, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der matrix42 AG, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der matrix42 AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 28. Mai 2020

16365/PS/CL/NL/AS

Chart

 

Christian Lehr, Wirtschaftsprüfer

Philipp Stalter, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019

der matrix42 AG mit Sitz in Frankfurt am Main

Der Aufsichtsrat der matrix42 AG hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich regelmäßig und intensiv über den Gang der Geschäfte informiert, den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft und des Konzerns beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat hat die Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns fortlaufend mit dem Vorstand erörtert und sich von der Leistungsfähigkeit der Organisation einschließlich des Risikomanagements überzeugt.

Zusammensetzung, Veränderungen und Arbeitsweise

Der Aufsichtsrat der matrix42 AG besteht seit Ablauf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 11. März 2020 aus den folgenden sechs Mitgliedern: Herrn Kai Köppen (Aufsichtsratsvorsitzender), Herrn Dr. Christian Näther (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Herrn Markus Haller, Herrn Ulrich Prädel, Herrn Max Klenner und Herrn Markus Gyssler.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum keine Ausschüsse gebildet, weil dies nach Ansicht der Mitglieder des Aufsichtsrats zu keiner Effizienzsteigerung geführt hätte. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat zeichnete sich durch Fachkompetenz und Vertrauen aus.

Veränderungen im Vorstand

Im Vorstand der Gesellschaft ergaben sich im Geschäftsjahr 2019 keine personellen Veränderungen.

Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats

Grundlage für die Informations-, Beratungs- und Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats waren schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands, weiterer Mitarbeiter des Unternehmens sowie der Abschlussprüfer und externer Berater. Dabei hat der Aufsichtsrat in Bücher und Schriften der Gesellschaft im Sinne von § 111 Abs. 2 AktG Einsicht genommen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat mit dem Vorstand auch außerhalb von Sitzungen des Aufsichtsrats in Einzelgesprächen die Lage der Gesellschaft und ihre weitere Entwicklung laufend erörtert. Hierüber wurde den anderen Mitgliedern des Aufsichtsrats berichtet.

Im Geschäftsjahr 2019 haben drei Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.

In den Aufsichtsratssitzungen vom 15.02., 24.07. und 06.11. sowie den Telefonkonferenzen vom 10.04., 08.05., 19.06. und 19.12. hat der Vorstand jeweils über die aktuelle Geschäftsentwicklung umfassend berichtet und diesbezügliche Fragen des Aufsichtsrats detailliert beantwortet. Der Vorstand berichtete daneben über die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und -strategie einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung.

Im Einzelnen bildeten die folgenden Themen den Schwerpunkt der Beratungen im Aufsichtsrat:

Sitzung vom 15.02.: Analyse der Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres (inkl. Diskussion der Finanzkennzahlen und weiterer operativer Steuerungsgrößen); Kommissionszahlungen an die Vertriebsmitarbeiter; Struktur des Vertriebs; Umsetzung der neuen Organisationsstruktur

Telefonkonferenz vom 10.04.: Diskussion der erwarteten Finanzkennzahlen des ersten Quartals; Steigerung des Vertriebs von EgoSecure-Produkten;

Telefonkonferenz vom 08.05.: Diskussion der Finanzkennzahlen des ersten Quartals; Status des Value Creation Programms

Telefonkonferenz vom 19.06.: Diskussion der Finanzkennzahlen vom April und Mai; Forecast des ersten Halbjahres; Vorstellung des Programms "New Horizon"

Sitzung vom 24.07.: Diskussion der erwarteten Finanzkennzahlen des ersten Halbjahrs; Status des Programms "New Horizon"; Vertriebsstrategie für EgoSecure-Produkte im zweiten Halbjahr

Sitzung vom 06.11.: Diskussion der Finanzkennzahlen des dritten Quartals; Status des Programms "New Horizon"

Telefonkonferenz vom 19.12.: Diskussion der Finanzkennzahlen aus Oktober und November; Diskussion des erwarteten Ergebnisses 2019; Information zu potentiellen Add-on Akquisitionen

Zusätzlich zu den Berichten des Vorstands in den Aufsichtsratssitzungen erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig Quartalsberichte mit den wesentlichen Informationen aus allen Unternehmensbereichen.

Jahresabschluss sowie gemeinsamer Lagebericht

Der Vorstand hat den Jahresabschluss sowie den gemeinsamen Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 gemäß den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.

Die von der ordentlichen Hauptversammlung 2019 vom 11. März 2020 zum Abschlussprüfer gewählte HLB Förderer, Keil & Partner GmbH, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss unter Einbeziehung der zugrundeliegenden Buchführung und des gemeinsamen Lageberichts geprüft.

Die Prüfung richtete sich nach den Vorschriften des HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) aufgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des gemeinsamen Lageberichts erteilte der Abschlussprüfer einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Die Jahresabschlussunterlagen - Bilanz zum 31. Dezember 2019, Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2019, gemeinsamer Lagebericht des Vorstands sowie der vollständige Prüfungsbericht - haben dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegen.

Der Abschlussprüfer berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand auch für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat die Jahresabschlussunterlagen in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers sowie dessen ergänzenden Erläuterungen sorgfältig geprüft und weiter den gemeinsamen Lagebericht daraufhin überprüft, ob die darin getroffenen Einschätzungen mit den Berichten des Vorstands an den Aufsichtsrat übereinstimmen und dessen eigenen Einschätzungen entsprechen. Nach dieser eigenen Prüfung ist der Aufsichtsrat zu dem abschließenden Ergebnis gekommen, dass der Jahresabschluss, wie auch der gemeinsame Lagebericht des Vorstands keinen Anlass zu Einwendungen geben.

Der Aufsichtsrat hat daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der Bilanzsitzung am 09. Juli 2020 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

 

Frankfurt am Main, im Juli 2020

matrix42 AG

Kai Köppen, Aufsichtsratsvorsitzender

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