Walter Automobiltechnik GmbH

Boxberger Straße 3, 12681 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 53935
Eingetragen
24.9.2004
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Personenkraftwagen und PersonenkraftwagenmotorenHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Gegenstand
Die Eintragung betreffend den Gegenstand ist von Amts wegen berichtigt und wird wie folgt berichtigt eingetragen: Die Herstellung und der Verkauf von Fahrzeugen und Zubehörteilen für Fahrzeuge sowie Umrüstung von Fahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Riegmann
seit 5.10.2021
Prokura
Jörg Brigg Rischling
seit 24.10.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

JBR Beteiligung GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Walter Automobiltechnik GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

Walter Automobiltechnik GmbH, Berlin

A. Allgemeines

Die Walter Automobiltechnik GmbH ist ein Entwicklungs- und Systemlieferant von Schweißbaugruppen für die Fahrzeug- und Metallbauindustrie.

Durch unseren hohen Grad an Flexibilität sowie unser umfassendes und konsequent durchgeführtes Qualitätsmanagement sind wir in der Lage, den Wünschen und Anforderungen unserer Kunden zu entsprechen. Zertifizierungen sowie die zusätzliche permanente Auditierung durch unser Qualitätsmanagementteam bieten einen zusätzlichen Garant für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Neben der eigenen Produktion arbeiten wir flexibel mit einem Netz von Partnerunternehmen zusammen. Somit können wir komplexere Produkte einsatzfertig anbieten und gleichzeitig Kapazitätsschwankungen flexibel begegnen - ganz im Sinne unserer Kunden. Dies ermöglicht es uns beispielsweise komplette Baugruppen just-in-time ans Montageband zu liefern.

Zu unseren Stärken gehört es, Projekte bereits sehr frühzeitig zu begleiten. So sind unsere Ingenieure und Techniker beispielsweise intensiv auf der Branchenplattform Catia geschult und können somit sehr kurzfristig Anfragen bearbeiten und Wünsche direkt in die Produktion umsetzen. Dies schließt auch den unternehmenseigenen Prototypen- und Werkzeugbau ein. Schließlich bietet unsere Musterteilfertigung den schnellsten Weg von einer Idee zu testfähigen Prototypen. Somit sind wir in der Lage, auf dem schnellsten Weg von einer Idee testfähige Prototypen zu fertigen.

Eine intensive Auftragsprüfung minimiert durch die Bewertung der Machbarkeit die Risiken für die eigene Unternehmung.

Der Einsatz von modernster Fertigungstechnik, wie eine Rohrlaseranlage, Schweißroboter, CNC Bearbeitungszentren und Sonderfertigungsanlagen ermöglicht eine hohe Produktivität unserer Produktion. Die Qualitätssicherung und die Schweißfachleute überwachen konstant die Fertigung, um sicherzustellen, dass die Kundenforderungen jederzeit erfüllt werden.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 zeichnete sich durch ein volatiles Geschäftsumfeld aus, das von zunehmenden (geo-)politischen Spannungen geprägt war. In vielen Märkten hatten zudem höhere Teuerungsraten, begleitet von einem gestiegenen Zinsniveau, das Konsumklima belastet. Ungeachtet dieser Faktoren blickt die Walter Automobiltechnik insgesamt auf einen positiven Geschäftsverlauf im Berichtsjahr zurück. Die Geschäftsentwicklung hat die Erwartungen der Unternehmensleitung erfüllt.

Wir waren von massiven Preissteigerungen für Material, Dienstleistungen, Strom, Leiharbeit und Personal betroffen. Durch intensive Kostenreduktion und Preisverhandlungen wurde ein positives Ergebnis erzielt.

2. Geschäftsverlauf

Es konnte in 2023 ein Rekordumsatz von 48 Mio EUR erzielt werden. Der Umsatzanteil für Serienteile lag bei 42,2 Mio EUR.

Da durch den Ukrainekonflikt die Marktpreise für Stahl und Aluminium sprunghaft gestiegen sind, haben wir unverzüglich mit unseren Hauptkunden Preisverhandlungen zum Ausgleich aufgenommen. Diese Verhandlungen zogen sich über das gesamte Jahr hinweg. Um die Kostensteigerungen zu kompensieren haben wir mit unserem Kunden eine Übernahme der Mehrkosten in Höhe von 3,8 Mio. EUR verhandelt und ab dem 4. Quartal 2023 die Serienpreise entsprechend erhöht.

Die Kosten für Wärmeenergie haben sich durch laufende Verträge im Geschäftsjahr 2023 nicht erhöht.

Unsere Serienfertigung von Aggregaterahmen für den Elektro-Mini ist Ende 2023 planmäßig ausgelaufen. Die Walter Automobiltechnik GmbH konnte zwei neue Serienaufträge aus dem Bereich Motorrad mit einem Volumen von rd. 156,9 Mio. EUR sichern. Es handelt sich hierbei um Produkte, die im Zeitraum von Mitte 2023 bis ca. 2034 geliefert werden.

Ungewöhnliche Forderungsausfälle waren nicht zu verzeichnen. Unsere Forderungen wurden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele ausgeglichen.

Die bereits seit Jahren bestehenden Managementsysteme wurden in allen Bereichen weiter ausgebaut und unterliegen einer permanenten Schwachstellenanalyse.

Das Unternehmen ist nach der ISO 9001:2015, IATF 16949:2016, DIN EN ISO 14001:2015 und der DIN EN ISO 3834-2:2021 zertifiziert.

Der starke Preisdruck in der Branche hält grds. auch im Geschäftsjahr 2024 an.

Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten beträgt incl. Auszubildender 152 (Vorjahr 149) Mitarbeiter.

C. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
TEUR % TEUR % in TEUR %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 240,5 1,4 307,8 1,4 -67,3 -21,9
Sachanlagen 9.091,9 52,2 10.330,6 47,6 -1.238,7 -12,0
Finanzanlagen 1,6 0,0 1,6 0,0 0,0 0,0
Vorräte 6.163,0 35,4 9.352,7 43,1 -3.189,7 -34,1
Forderungen 1.060,3 6,1 1.228,4 5,7 -168,1 -13,7
Sonstige Vermögensgegenstände 428,1 2,5 241,2 1,1 186,9 77,5
Flüssige Mittel/Wertpapiere 259,3 1,5 133,5 0,6 125,8 94,2
Rechnungsabgrenzungsposten 137,6 0,8 86,9 0,4 50,7 58,3
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 26,6 0,2 20,3 0,1 6,3 31,0
Summe Aktiva 17.408,9 100,0 21.702,9 100,0 -4.294,0 -19,8
Rundungsbedingte Differenz 0,0 -0,1

PASSIVA

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 6.912,3 39,7 6.757,6 31,1 154,7 2,3
Rückstellungen 1.107,7 6,4 555,0 2,6 552,7 99,6
Kreditverbindlichkeiten 1.823,4 10,5 3.358,4 15,5 -1.535,0 -45,7
Lieferverbindlichkeiten 4.186,7 24,0 6.728,7 31,0 -2.542,0 -37,8
Sonstige Verbindlichkeiten 3.378,7 19,4 4.303,2 19,8 -924,5 -21,5
Summe Passiva 17.408,9 100,0 21.702,9 100,0 -4.294,0 -19,8
Rundungsbedingte Differenz 0,1 0,0

Die für den Kauf von Maschinen und Anlagen aufgenommenen Darlehen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von rd. 1.702 TEUR zurückgeführt.

Die Eigenkapitalquote hat sich (ohne die Einlage des stillen Gesellschafters) auf 25,32 % erhöht (Vorjahr: 19,64 %).

2. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft hat sich wesentlich entspannt und ist als zufriedenstellend zu bezeichnen. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Der Cash-Flow als Indikator der Innenfinanzierungskraft ermittelt sich vereinfacht wie folgt:

2023
EUR
2022
EUR
Cashflow
Jahresüberschuss 154.638,45 -291.473,14
+ Abschreibungen 1.367.237,39 1.423.133,64
Cashflow 1.521.875,84 1.131.660,50

3. Ertragslage

01.01. bis 31.12.2023 01.01. bis 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 47.933,4 100,0 45.802,8 100,0 2.130,6 4,7
+- Bestandsveränderungen -2.796,6 -5,8 3.675,8 8,0 -6.472,4 -176,1
+ and.aktiv.Eigenleistung 0,0 0,0 38,7 0,1 -38,7 -100,0
+ sonst.betriebl.Erträge 1.072,8 2,2 181,7 0,4 891,1 490,4
- Materialaufwand 33.971,9 70,9 37.660,0 82,2 -3.688,1 -9,8
- Personalaufwand 6.698,8 14,0 6.242,6 13,6 456,2 7,3
- Abschreibungen 1.367,2 2,9 1.423,1 3,1 -55,9 -3,9
- sonst.betriebl.Aufwand 3.542,8 7,4 4.199,6 9,2 -656,8 -15,6
+ Finanzerträge 1,5 0,0 0,8 0,0 0,7 87,5
- Finanzaufwand 253,4 0,5 296,4 0,6 -43,0 -14,5
- EE-Steuern -0,0 0,0 -2,6 -0,0 2,6 100,0
Ergebnis nach Steuern 377,0 0,8 -119,4 -0,3 496,4 415,7
- sonstige Steuern 1,0 0,0 0,8 0,0 0,2 25,0
+- Erträge aus Verlustübernahme /abgeführte Gewinne -221,3 -0,5 -171,3 -0,4 -50,0 -29,2
Jahresergebnis 154,6 0,3 -291,5 -0,6 446,1 153,0

Das EBITDA hat sich gegenüber den Vorjahren erhöht.

2023
EUR
2022
EUR
2021
EUR
EBITDA (Earnings Before Interest, Ta-
xes, Depreciation and Amortization)
Jahresüberschuss 154.638,45 -291.473,14 422.828,01
+ Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8,42 -2.630,52 7,40
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 253.431,94 296.368,41 378.062,49
+ Abschreibungen 1.367.237,39 1.423.133,64 1.361.319,33
EBITDA (Earnings Before Interest, Ta-
xes, Depreciation and Amortization) 1.775.299,36 1.425.398,39 2.162.217,23

D. Risikobericht

Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit zum Teil erheblichen Risiken verbunden, die entweder aus den Geschäftsaktivitäten entstehen oder als Veränderung von Umweltbedingungen auf ein Unternehmen einwirken. Aus den Kriegen in der Ukraine sowie im Nahen Osten sowie der angespannten politischen Lage in Europa entstehen zudem weitere Risiken. Auch die Walter Automobiltechnik GmbH ist als Unternehmer einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Preisschwankungen an den weltweiten Devisen-, Geld- und Kapital- sowie Rohstoffmärkten als auch kürzere Innovationszyklen und Lieferengpässe führen insgesamt zu steigender Komplexität mit entsprechend hohen Anforderungen an Unternehmen im internationalen Wettbewerbsumfeld. Durch unsere Unternehmensstruktur ist gewährleistet, dass alle Entscheidungsträger rechtzeitig informiert werden, um entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Unser Unternehmen ist aber nicht gefeit gegen starke regionale oder weltweite Konjunktureinbrüche, insbesondere durch die Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen und politischen Entscheidungen.

Der bestehende Preisdruck, insbesondere aufgrund der Konkurrenz aus Niedriglohnländern bei gleichzeitiger Kostensteigerung im Inland, ist als langfristiger Risikofaktor zu nennen und vor dem Hintergrund der politischen Auswirkung auf den Welthandel durch den Krieg in der Ukraine neu zu bewerten.

Die in unserer Branche übliche enge Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Lieferanten verstärkt die gegenseitige Abhängigkeit ebenso wie die wirtschaftlichen Vorteile. Nicht zuletzt wegen der fortschreitenden Konsolidierung bei den Herstellern haben diese zum Teil eine erhebliche Bedeutung für unser Unternehmen. Die weiter fortschreitende Produktdiversifikation ist in diesem Zusammenhang positiv zu bewerten.

Da mit einem Kunden, wie im Vorjahr, der überwiegende Teil der Umsätze erzielt wird, besteht grundsätzlich das Risiko, dass der Wegfall des Hauptkunden zu einer Bestandsgefährdung führen könnte. Allerdings besteht hier eine gegenseitige Abhängigkeit.

Abnahmeverzögerungen, damit verbundene Zahlungsmodalität, Kurzarbeit oder Streiks bei unseren Kunden können zu Produktionsstörungen führen und dadurch die Ertragslage negativ beeinflussen.

Wir haben bereits Maßnahmen ergriffen, um den negativen Einflüssen der verunsicherten und gestörten Märkte flexibel begegnen zu können. Der bestehenden Materialknappheit und Kostensteigerung versuchen wir mit einem erweiterten Lieferanten- und Kundenmanagement und bei kritischen Bauteilen mit einer erhöhten Lagerhaltung zu begegnen.

Für das normale Risiko von Forderungsausfällen haben wir durch entsprechende Wertberichtigungen ausreichend Vorsorge getroffen. Unsere Verbindlichkeiten bezahlen wir grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele. Im Übrigen werden die sehr geringen Forderungsausfälle durch konsequente Zahlungsüberwachung minimiert.

Unser Unternehmen ist derzeit nicht in Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben.

Wie jedes Unternehmen ist auch die Walter Automobiltechnik GmbH mit Gewährleistungsansprüchen konfrontiert. Zur Absicherung gegen derartige Ansprüche haben wir ausreichend Rückstellungen gebildet.

Die in Zukunft wahrscheinlich die Fahrzeugbranche stark verändernde Einführung von Elektromotoren und Auswirkungen der Klimakrise kann in ihren Auswirkungen auf die Branche zur Zeit noch nicht vorhergesehen werden. Da wir im Bereich der Antriebstechnik nur im geringem Maße Teile fertigen, sind wir von diesen bevorstehenden Veränderungen bezüglich unser Produktpalette nur im geringen Umfang betroffen.

Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass als wesentliche Risikofaktoren der Krieg in der Ukraine, der Konflikt im Nahen Osten, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Preiserhöhungen und Lieferengpässe im Bereich des Wareneinkaufs und Energieversorgung und die Kundenstruktur zu nennen sind.

Die hier getätigten Aussagen stellen die uns derzeit bekannten wesentlichen Risiken dar, die die Entwicklung unseres Unternehmens in den nächsten Jahren beeinflussen könnten. Sie basieren auf unserem derzeitigen Informationsstand und stellen keine Garantien dar. Wie alle zukunftsbezogenen Aussagen sind sie mit Unsicherheiten und Risiken behaftet.

E. Chancen- und Prognosebericht

Eine anhaltend hohe Inflation mit hohen Zinsen und sinkenden Realeinkommen und ein damit verbundener breiter Nachfragerückgang könnten sich negativ auf das Absatzvolumen auswirken. Ein weiter andauernder Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie eine weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten könnten die Weltwirtschaft ebenfalls stark belasten. Die derzeitige Schwäche der chinesischen Wirtschaft stellt ein zusätzliches Risiko für den Absatz dar. In der Gesamtbetrachtung sieht die Geschäftsleitung weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung den Bestand des Unternehmens gefährdet. Die derzeit bestehenden Risiken werden wie im Vorjahr als beherrschbar angesehen. Der Liquiditätsbedarf ist gegenwärtig durch vorhandene Liquidität und verfügbare Finanzierungsinstrumente gedeckt. Die folgenden Ausführungen erläutern mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen (Risiken) beziehungsweise positiven (Chancen) Prognoseabweichung für die Jahre 2024 und 2025 führen können und zeigen deren Bedeutung für die Walter Automobiltechnik GmbH auf. Darüber hinaus kann es unvorhersehbare Ereignisse geben, die sich auf die Geschäftstätigkeit und somit auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Walter Automobiltechnik GmbH auswirken können.

Volkswirtschaftliche Risiken und Chancen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und somit auf das Ergebnis der Walter Automobiltechnik GmbH. Unvorhersehbare Störungen innerhalb der globalen Wirtschaftsverflechtungen können zu schwer abschätzbaren Auswirkungen führen. Das Risiko wird weiterhin als hoch klassifiziert. Im Zuge des Krieges in der Ukraine besteht die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Konfliktsituation und damit einhergehend weiterer Sanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland sowie möglicher Gegensanktionen beziehungsweise Vergeltungsmaßnahmen Russlands. Ein Wegfall der US-Unterstützung für die Ukraine könnte enorme Auswirkungen auf das Kriegsgeschehen haben. Im Falle einer weiteren Eskalation des Konflikts im Nahen Osten drohen negative Auswirkungen auf den Ölpreis, der wiederum die Inflationsraten steigen lassen könnte. Im Konflikt zwischen den USA und China verschiebt sich der Schwerpunkt von reinen Zollerhöhungen zu weiteren Import- und Exportbeschränkungen für bestimmte Technologien. Dies könnte auch die Bedingungen für Importe und Exporte der Kunden der Walter Automobiltechnik verschlechtern. Mit den derzeitigen Antidumping- und Antisubventionsverfahren gegen China (die EU prüft u.a., ob durch Subventionen für in China produzierte Elektroautos Wettbewerbsverzerrungen entstehen) erwägt auch die EU, Strafzölle gegen die Volksrepublik zu erheben, was wiederum das Risiko eines Handelskonflikts zwischen beiden Parteien erhöht. Eine Verschärfung des Konflikts könnte negative Folgen für den Handel zwischen Europa und China haben, was in der Folge sowohl zu einem Absatzrisiko als auch zu Risiken in der Lieferkette führen könnte. Ein weiteres Risiko ist eine Rezession in Europa und in den USA. In beiden Regionen wurden die Zinsen stark angehoben, um die Inflation einzudämmen. Die Inflationsraten sind inzwischen deutlich gesunken und die meisten Volkswirtschaften sind trotz der Zinsanhebungen weiter gewachsen - vor allem die Arbeitsmärkte zeigen sich sehr robust. Allerdings wirken geldpolitische Maßnahmen wie Zinserhöhungen oftmals erst mit einem gewissen Verzug und könnten daher 2024 die Konjunktur bremsen und somit ein Absatzrisiko darstellen. Die derzeitige Schwäche der chinesischen Wirtschaft stellt ebenfalls ein Risiko für den Absatz dar. Sollte sich gerade die Situation im Hinblick auf den Immobiliensektor weiter verschlechtern, wären die möglichen Auswirkungen auf die Konjunktur deutlich zu spüren. Volkswirtschaftliche Chancen, die die Ertragslage der Walter Automobiltechnik GmbH nachhaltig positiv beeinflussen können, sind aus aktueller Sicht eher unwahrscheinlich. Sollte es aufgrund von größeren fiskal- oder geldpolitischen Maßnahmen zu einer deutlich positiveren Konjunkturentwicklung in einem Markt kommen, könnte dies durchaus positive Effekte haben.

Strategische und branchenspezifische Risiken und Chancen

Ein signifikantes Risiko für die Automobilindustrie besteht in der Verschärfung von Gesetzen und Regulierungen, insbesondere in Bezug auf Emissions-, Sicherheits- und Verbraucherschutzbestimmungen sowie regionale Fahrzeugerwerbs- und -gebrauchssteuern. Auch länder- oder branchenspezifische Handelshemmnisse können sich kurzfristig verändern. Verschärfungen könnten deutlich erhöhte Investitionen und Kosten nach sich ziehen, das Kundenverhalten beeinflussen und zu Angebotsunterbrechungen führen. Als Folge von Änderungen handelspolitischer Rahmenbedingungen können kurz- bis mittelfristig auch positive Ergebniseffekte entstehen. Ein möglicher Abbau von Handelshemmnissen, Importbeschränkungen oder eine Herabsetzung von direkten Verbrauchssteuern bieten das Potenzial für günstigere Herstellkosten oder auch die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen dem Kunden günstiger anzubieten. Chancen aus Änderungen von Gesetzen und Regulierung werden als unwesentlich eingestuft.

Der stetige Wandel von Konsumentenpräferenzen oder eine geänderte Markenwahrnehmung bergen Risiken und Chancen zu gleich. So könnte die Walter Automobiltechnik GmbH beim Wandel von konventionell angetriebenen Fahrzeugen zu alternativen Antriebsarten mit kurzfristigen Verwerfungen sowohl bei Angebot als auch Nachfrage konfrontiert werden. Die Höhe des Risikos für den Eintritt von Marktrisiken ist wegen der geringen Abhängigkeit von der Antriebsart als niedrig einzustufen. Die Absatzmärkte der Walter Automobiltechnik GmbH werden kontinuierlich beobachtet, um Risiken zu minimieren, Kundenanforderungen zu erfüllen und dabei Chancen bezüglich Absatzwachstum und Preisrealisierung wahrzunehmen. Die Walter Automobiltechnik GmbH schätzt die sich daraus ergebenden Chancen als hoch ein.

Der Stillstand des eigenen Werkes und auch von Werken unserer Kunden ist das wesentliche Risiko für die Produktion der Walter Automobiltechnik GmbH. Produktionsunterbrechungen können verschiedene Ursachen haben, dazu gehören Anlagen- und Werkzeugbrüche, lieferantenbedingte Versorgungsengpässe, Knappheit oder Ausfall von Produktionsmitteln wie Gas oder Strom, aber auch Einschränkungen in der Logistik. Außerdem spielen IT-Störungen - hervorgerufen beispielsweise durch Cyberangriffe - eine immer größere Rolle bei Beeinträchtigungen der Lieferkette und der Produktion. Die Risikohöhe für den Eintritt solcher Risiken wird als hoch eingeschätzt. Sämtliche Werke unserer Kunden und unser eigenes Werk haben Maßnahmen zur Risikovermeidung und -reduzierung umgesetzt. Dazu zählt beispielsweise eine vorausschauende Instandhaltung. Das Risiko eines Produktionsausfalls aufgrund der Teileversorgung wird durch Maßnahmen in der Logistik und im Einkauf sowie den hochflexiblen Einsatz des Produktionsnetzwerks reduziert. Die Walter Automobiltechnik GmbH bildet angemessene Rückstellungen für Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen. Dennoch kann nicht völlig ausgeschlossen werden, dass auch darüber hinaus zusätzliche Kosten anfallen, die nicht oder zumindest nicht vollständig durch Rückstellungen abgedeckt sind. Solche Risiken können immer dann entstehen, wenn sich eingesetzte Materialien und Verarbeitungsprozesse trotz intensivster Qualitätssicherung - auch noch Jahre nach Produkteinführung - als unzureichend heraus stellen. Wir sehen Chancen in Produktionsprozessen vor allem in Wettbewerbsvorteilen durch die Beherrschung der Produktion von komplexen Baugruppen bei sehr hoher Qualität und Lieferfähigkeit. Die zusätzlichen Chancen werden als wesentlich für die Ertragslage der Walter Automobiltechnik GmbH bewertet.

Das größte Risiko aus dem Einkauf entsteht aus Versorgungsengpässen durch Lieferantenausfälle. Produktionsprobleme bei Lieferanten können zu erhöhten Aufwendungen bis hin zu Produktionsunterbrechungen mit entsprechender Reduzierung des Absatzes führen. Versorgungsengpässe könnten sich zudem negativ auf die Reputation auswirken, sofern die Kundennachfrage nicht wie erwartet bedient werden kann. Mögliche Gründe für den Ausfall von Lieferanten sind insbesondere die mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen, Energie und Vormaterialien, das Auftreten von Naturgefahren und Bränden, die Entwicklung der Sicherheitslage eines Landes, IT-Risiken so wie Verstöße gegen Nachhaltigkeits- oder Qualitätsstandards. Die Risikohöhe wird als hoch klassifiziert. Bei der Lieferantenauswahl erfolgt eine Prüfung von Risikokriterien, die in den Vergabeprozess mit einfließen. Weitere Risiken entstehen durch die inflationsbedingten Preisanstiege der vergangenen Jahre und die daraus resultierenden Nachforderungen der Lieferanten, die sich negativ auf das Ergebnis auswirken können. Die Walter Automobiltechnik GmbH hat durch intensives Einkaufsmanagement das Risiko von Nachforderungen erheblich minimiert und bewertet das Risiko als gering.

Die Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Automobilherstellern sind als hoch einzustufen. Die Vertriebsaktivitäten werden in 2024 erheblich verstärkt und ein Ausbau der Kunden aus anderen Branchen wird intensiv vorangetrieben.

Als produzierendes Industrieunternehmen ist die Walter Automobiltechnik GmbH Preisrisiken ausgesetzt. Dies betrifft insbesondere die für die Fahrzeugherstellung notwendigen Rohstoffe. Die Ausgangsbasis für die Analyse des Rohstoffpreisrisikos sind die geplanten Einkäufe für Rohstoffe oder Komponenten mit Rohstoffinhalten. Die Preisschwankungen für Rohstoffe werden soweit möglich durch Lieferverträge mit Preisbindungen abgesichert. Auf den Rohstoffmärkten ist die Preisentwicklung vieler Rohstoffe, insbesondere des für uns wichtigen Stahlmarktes, weiterhin von Unsicherheit gekennzeichnet und mit einem mittleren Risikoverbunden. Gegenüber dem Vorjahr ist dieses Risiko geringer, da die Preisentwicklung der Rohstoffe rückläufig war.

Der Ausbau automatisierter Fertigungseinrichtungen und der Ausbau hin zur Industrie 4.0 und der daraus resultierenden Transparenz in den Prozessen, wird intensiv weiter vorangetrieben. Insbesondere durch die hohe Qualität der Produkte und der hohen Flexibilität und Zuverlässigkeit wird der Konkurrenz weiterhin erfolgreich begegnet werden können.

Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen und einem enormen Wandel. Digitalisierung und Elektrifizierung werden die Branche in relativ kurzer Zeit erheblich verändern. Mit unseren Hauptkunden haben wir innovative Partner, die in der Lage sind, aus diesem Wandel in der Branche gestärkt hervorzugehen. Wir beobachten diesen Prozess aktiv und sind durch bereits eingeleitete Maßnahmen in der Lage, unsere Produktion, z.B. hinsichtlich neuer Technologie und neuer Materialen, auf geänderte Marktanforderungen einzurichten.

Die Auftragslage ist als gut zu bezeichnen.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzvolumen von rd. 30 Mio. Euro.

Für das Jahr 2024 gehen wir von einem ausgeglichenen Jahresergebnis aus.

Voraussetzung für diese Umsatzprognose ist, dass es nicht zu Verzögerungen bei der Abnahme der Produkte bei unseren Kunden kommt. Insoweit würde es sich um eine Verschiebung der Umsätze handeln. Wir gehen davon aus, dass die aktuellen Material-, Energie- und Personalkostensteigerungen von unseren Auftraggebern weitestgehend übernommen werden.

F. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

Unsere für die Forschung und Entwicklung zuständige Abteilung stellt sicher, dass die bestehenden und zukünftigen Marktanforderungen erfüllt werden können.

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

 

Berlin, den 26.04.2024

Die Geschäftsführung

gez. Jörg Rischling

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.333.980,60 10.639.912,72
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 240.509,50 307.780,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 240.509,50 307.780,50
II. Sachanlagen 9.091.911,10 10.330.572,22
1. technische Anlagen und Maschinen 8.306.768,00 9.337.032,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 785.143,10 874.034,60
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 119.505,12
III. Finanzanlagen 1.560,00 1.560,00
1. Genossenschaftsanteile 1.560,00 1.560,00
B. Umlaufvermögen 7.910.693,90 10.955.773,26
I. Vorräte 6.162.957,86 9.352.659,55
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.566.518,80 1.959.621,34
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.808.048,13 3.791.435,60
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.788.390,93 3.601.602,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.488.398,44 1.469.610,78
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.060.274,69 1.228.419,64
2. sonstige Vermögensgegenstände 428.123,75 241.191,14
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.400,00 1.600,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 259.337,60 133.502,93
C. Rechnungsabgrenzungsposten 137.601,30 86.885,64
davon Disagio 6.942,28 10.901,68
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 26.608,00 20.331,00
Aktiva 17.408.883,80 21.702.902,62

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.412.276,30 4.257.637,85
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Gewinnrücklagen 1.100.282,98 1.100.282,98
1. andere Gewinnrücklagen 1.100.282,98 1.100.282,98
IV. Gewinnvortrag 131.354,87 422.828,01
V. Jahresüberschuss 154.638,45 -291.473,14
B. Einlagen stiller Gesellschafter 2.500.000,00 2.500.000,00
C. Rückstellungen 1.107.722,86 554.955,15
1. sonstige Rückstellungen 1.107.722,86 554.955,15
D. Verbindlichkeiten 9.388.884,64 14.390.309,62
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.823.442,46 3.358.433,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 456.877,94 400.450,85
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.031.005,40 3.150.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.031.005,40 3.150.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.155.728,66 3.578.687,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.155.728,66 3.578.687,99
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.378.708,12 4.303.188,34
davon aus Steuern 242.799,14 337.519,79
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 24,94 3.809,18
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 631.519,42 1.532.500,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.703.896,69 2.707.544,76
Passiva 17.408.883,80 21.702.902,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 47.933.371,36 45.802.760,83
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.796.599,15 -3.675.778,24
3. andere aktivierte Eigenleistungen 38.714,18
4. sonstige betriebliche Erträge 1.072.836,94 181.683,22
5. Materialaufwand 33.971.895,02 37.659.952,01
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.814.641,28 23.181.985,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.157.253,74 14.477.966,15
6. Personalaufwand 6.698.832,92 6.242.628,44
a) Löhne und Gehälter 5.567.782,24 5.175.169,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.131.050,68 1.067.459,33
davon für Altersversorgung 42.857,84 42.183,26
7. Abschreibungen 1.367.237,39 1.423.133,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.367.237,39 1.423.133,64
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.542.794,91 4.199.636,61
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 46,80 31,20
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.498,16 758,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 253.431,94 296.368,41
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8,42 -2.630,52
13. Ergebnis nach Steuern 376.970,35 -119.362,92
14. sonstige Steuern 1.048,02 826,34
15. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 221.283,88 171.283,88
16. Jahresüberschuss 154.638,45 -291.473,14

Anhang

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Walter Automobiltechnik GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: 53935

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss der Walter Automobiltechnik GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches insbesondere unter Beachtung der §§ 264 ff. HGB, sowie nach den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 Handelsgesetzbuch.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Saldierungsgebot des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde beachtet.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten erfolgt nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB.

Aktivseite

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (Rechnungspreise zuzüglich Nebenkosten abzüglich Skonti) oder Herstellungskosten (steuerlich aktivierungspflichtige Bestandteile), vermindert um Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Bei Gegenständen mit zeitlich begrenzter Nutzung werden die planmäßigen Abschreibungssätze linear nach der zu erwartenden Nutzungsdauer ermittelt.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird eine Nutzungsdauer von 3 und 5 Jahren unterstellt.

Die Nutzungsdauer der Technischen Anlagen und Maschinen beträgt im Wesentlichen, differenziert nach Kontengruppen, zwischen 5 und 15 Jahren.

Die Nutzungsdauer von Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt im Wesentlichen, differenziert nach Kontengruppen, zwischen 3 und 13 Jahren.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu einem Betrag von 800,00 EUR netto werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam verrechnet.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - ggf. vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert - angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden grundsätzlich zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Für Risiken im Forderungsbestand und bei den sonstigen Vermögensgegenständen werden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

Passivseite

Mit den Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ggf. mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck gebildet. Der Unterschiedsbetrag (Erhöhung) aus dem Richttafelwechsel von der Richttafel 2005 G zu 2018 G beträgt 1.459,00 EUR. Den Berechnungen liegt ein Rechnungszins nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von 1,82 % p.a. zugrunde. Der Zins wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden nicht berücksichtigt, da die Pensionszusagen nicht an Gehaltssteigerungen gekoppelt sind.

Die Änderung der Bewertungsgrundsätze durch das BilMoG führte zum 01. Januar 2010 zu einem Unterschiedsbetrag von 1.840,00 EUR, der gem. Art 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB in vollem Umfang den Gewinnrücklagen zugeführt wurde.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Sofern der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens die Rückstellungen übersteigt, wird ein Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Ebenso werden die Erträge aus dem Deckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen verrechnet. Aus der Anwendung des IDW RH FAB 1.021 resultierte ein Unterschiedsbetrag zwischen Pensionsrückstellung und Zeitwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 26.608,00 EUR, der als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen wird.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Markzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt im Geschäftsjahr 0,00 EUR.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Die Bewertung von Pensionsrückstellung und Rückdeckungsversicherung erfolgte unter Berücksichtigung der Regelungen des IDW RH FAB 1.021.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlageposten ist im Anlagespiegel dargestellt.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: 2.611,70 EUR.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 11.080.681,17 EUR.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 12.445.306,86 EUR.

Die Gesellschaft hält 30 Geschäftsanteile an der Berliner Volksbank e.G..

Vorräte

Bei den Vorräten wurden Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB in Höhe von 78 TEUR (Vorjahr: 81 TEUR) vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 400,00 EUR).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten enthält einen Unterschiedsbetrag gemäß § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von 6.942,28 EUR (Vorjahr: 10.901,68 EUR).

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die ausschließlich der Altersversorgungsverpflichtung dienende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen, Rückdeckungsversicherung wird mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionszusagen saldiert unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wurden gem. § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB die fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung IDW RH FAB 1.021 zu Grunde gelegt.

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen (Planvermögen) ausgewiesen.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 78.393,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 105.001,00
verrechnete Aufwendungen 2.254,00
verrechnete Erträge 3.019,30

Eigenkapital

Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Jahresfehlbetrag 2022 in voller Höhe vorgetragen (291.473,14 EUR).

Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG gemäß der Übergangsvorschriften des EGHGB wurde der sich ergebene Differenzbetrag in die Gewinnrücklage zum 01.01.2010 eingestellt (2 TEUR). Die daraus resultierenden passiven latenten Steuern haben die Gewinnrücklage vermindert (1 TEUR).

Aufgrund des Unterschiedsbetrages aus der Vermögensverrechnung besteht eine Ausschüttungssperre (§ 268 Abs. 8 S. 3 HGB) in Höhe von 27 TEUR.

Einlage stiller Gesellschafter

Die ausgewiesene stille Beteiligung betrifft stille Beteiligungen einer Beteiligungsgesellschaft in Höhe von insgesamt 2.500.000,00 EUR, die aus dem ERP-Beteiligungsprogramm der KfW stammen. Die stillen Beteiligungen enden am 30.06.2028 bzw. 31.12.2031 und sind nur aus wichtigem Grund von der Beteiligungsgesellschaft kündbar.

Die Beteiligungsgesellschaft erhält eine gewinnabhängige Vergütung, ist an den stillen Reserven der Gesellschaft beteiligt und hat Mitbestimmungs- und Kontrollrechte. Die stille Beteiligung ist der Stellung eines Gesellschafters stark angenähert, ohne dass alle Merkmale für einen Eigenkapitalausweis erfüllt sind, daher wurde die stille Beteiligung in einem Sonderposten zwischen Eigenkapital und Rückstellungen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für noch nicht geltend gemachte Erlösminderungen (761 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (42 TEUR), für Urlaub und Überstunden (128 TEUR), für Abschluss- und Prüfungskosten (68 TEUR), für die Aufbewahrung von Unterlagen (29 TEUR) und im Folgejahr fällige Sozialversicherungsabgaben (23 TEUR).

Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahreszahlen in Klammern):

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Davon Restlaufzeit Davon besichert Art der Sicherheit
TEUR bis zu 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.823 1.325 477 21 1.823 Pfandrechte oder ähnliche Rechte an beweglichen Sachen und Sicherheitsabtretung Forderungen
(3.358) (2.173) (1.141) (44) (3.358)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.031 2.031
(3.150) (3.150)
aus Lieferungen und Leistungen 2.156 2.156
(3.579) (3.579)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.413 369 1.489 1.556 43 Pfandrechte oder ähnliche Rechte an beweglichen Sachen
(4.303) (1.586) (921) (1.796) (63)
Summe 9.423 5.881 1.965 1.577 1.886
(14.390) (10.488) (2.062) (1.840) (3.421)

In den Sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 242.799,14 EUR (Vorjahr: 337.519,79 EUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 24,94 EUR (Vorjahr: 3.809,18 EUR) ausgewiesen.

Anganben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 3.040.483,30 EUR (Vorjahr: 2.901.114,14 EUR) und beinhalten 2 Darlehen einschl. Zinsen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine Haftungsverhältnisse zu vermerken.

Latente Steuern

Gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB werden die sich insgesamt ergebenen Steuerentlastungen im Berichtsjahr nicht angesetzt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsätze werden zu 67 % (Vorjahr 65 %) im Inland erzielt.

Verrechnungen

Die Erträge aus der Erhöhung der Rückdeckungsversicherung (4 TEUR) sowie der Veränderung der Pensionsverpflichtung (2 TEUR) wurden mit den Aufwendungen aus der Dotierung der Rückdeckungsversicherung (4 TEUR), beides bedingt durch die Regelungen des IDW RH FAB 1.021, saldiert und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Zinsaufwendungen/-erträge fließen in das Finanzergebnis. Es ergibt sich ein Zinsertrag in Höhe von 1 TEUR (0 TEUR).

sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen insbesondere Erträge aus einem Forderungsverzicht i.H.v. 900 TEUR, Sachbezügen, Auflösungen von Rückstellungen und Weiterberechnungen. Sonstige betriebliche Erträge, die anderen Perioden zuzuordnen wären, sind in Höhe von 27 TEUR angefallen.

Materialaufwand

Bei dem Materialaufwand handelt es sich überwiegend um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Werkzeuge.

Löhne und Gehälter

Die Löhne und Gehälter enthalten unter anderem Löhne, Gehälter, Abfindungsaufwendungen, Urlaubs- und Sondervergütungen.

soziale Abgaben

Die sozialen Abgaben enthalten insbesondere den Arbeitgeberanteil der Renten-, Arbeitslosen-, Pflege und Krankenversicherungsbeiträge.

Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Raumkosten, Versicherungen, Beiträge, Reparatur- und Instandhaltungskosten sowie allgemeine Verwaltungskosten enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen, die anderen Perioden zuzuordnen wären, sind in nennenswertem Umfang nicht angefallen. Die Mietaufwendungen des laufenden Jahres wurden mit der Erstattung von Mietnebenkosten i.H.v. 178 TEUR für das Vorjahr saldiert.

Sonstige Angaben

Anzahl Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 129
Angestellte 22
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 151

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer ist der Kaufmann Herr Jörg Rischling bestellt.

Gemäß § 286 Absatz 4 HGB wurde auf die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten nennenswerte sonstige finanzielle Verpflichtungen unter Berücksichtigung der Kündigungsfristen:

Höhe der Verpflichtung
TEUR
Jahresbetrag
TEUR
aus Mietverträgen 9.820 1.295
aus Leasingverträgen 25 18

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz und Vermögenslage der Gesellschaft haben.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, den 26.04.2024

Die Geschäftsführung

gez. Jörg Rischling

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Walter Automobiltechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Walter Automobiltechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Walter Automobiltechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, 25. November 2024

Henschke und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Ulrich Henschke, Wirtschaftsprüfer

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