egton GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Christmann jun. seit 23.10.2017 | Geschäftsführer |
Christian Wolfgang Runkel seit 23.10.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 18.25% | |
| 18.25% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
POLIFILM GmbHKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021DER POLIFILM GMBH, KÖLNI. Allgemeine AngabenDie Konzernmutter POLIFILM GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der HRB 37824 eingetragen. Der Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Der Stichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Jahresabschluss der Muttergesellschaft ist. Das Geschäftsjahr sämtlicher vollkonsolidierter Gesellschaften endet ebenfalls an diesem Stichtag. II. KonsolidierungskreisDie POLIFILM GmbH übt im Laufe des Jahres 2021 bei 28 Gesellschaften (i.Vj. 27) beherrschenden Einfluss gem. § 290 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 HGB aus. Im Jahr 2005 erfolgte die Gründung der POLI-FILM Mexico als 100%-ige Tochtergesellschaft der POLI-FILM America. Diese wird seitdem als Teilkonzern POLI-FILM America in den Konzernabschluss einbezogen. Die Poleg Plastic Industries (1998) Ltd., Hof Ashkelon/Israel, die als Joint-Venture von 2006 an quotenkonsolidiert wurde, wird in Folge der tranchenweisen Beteiligungsaufstockung von 50,0 % auf 75,0 % seit 2011 im Wege der Vollkonsolidierung - mit entsprechendem Minderheitenausweis - in den Konzernabschluss einbezogen, da die POLIFILM GmbH, Köln, über die POLIFILM PROTECTION GmbH, Wipperfürth, beherrschenden Einfluss an der Poleg Plastic Industries (1998) Ltd., Hof Ashkelon/Israel, ausübt. Analog hierzu wird die im Zuge dieser Transaktion umgehangene Poli-Coat GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, an der die Poleg Plastic Industries (1998) Ltd., Hof Ashkelon/ Israel, seitdem alleinige Gesellschafterin ist, im Wege der Vollkonsolidierung, unter entsprechendem Ausweis von Minderheitenanteilen, in den Konzernabschluss einbezogen. Die mittelbare Beteiligung der POLIFILM GmbH, Köln, an der Poli-Coat GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, beläuft sich ebenfalls auf 75 %, so dass die POLIFILM GmbH über die POLIFILM PROTECTION GmbH, Wipperfürth, resp. Poleg Plastic Industries (1998) Ltd., Hof Ashkelon/ Israel beherrschenden Einfluss an der Poli-Coat GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, ausübt. Anfang 2021 hat die POLIFILM EXTRUSION GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, sämtliche Geschäftsanteile an der SAXA Packaging GmbH, Neukirchen/Pleiße, erworben. Im Rahmen des Integrationsprozesses erfolgte mit Gesellschafterbeschluss vom 31. Mai 2021 die Umfirmierung der SAXA Packaging GmbH, die seitdem als POLIFILM Neukirchen GmbH fungiert und ab dem 01. Januar 2021 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der POLIFILM GmbH, Köln, einbezogen, da über die POLIFILM EXTRUSION GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, beherrschender Einfluss an der POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen / Pleiße, ausgeübt wird. Auf eine Einbeziehung der folgenden Gesellschaften wurde gem. § 296 Abs. 2 (Vollkonsolidierung) resp. § 311 Abs. 2 HGB (Equity-Methode) verzichtet, da der Umfang der Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaften für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auch in Summe von untergeordneter Bedeutung ist:
Diese Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen. Die POLIFILM PROTECTION GmbH, Wipperfürth, hat ihre vertraglich vereinbarte Put-Option wahrgenommen und ihre bis dato bestehende Minderheitsbeteiligung (25,2 %) an der pro dis GmbH, Berlin, mit notariellem Vertrag vom 22. Juni 2021 auf 100 % aufgestockt. Insgesamt verbleibt die pro dis GmbH für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe jedoch von untergeordneter Bedeutung und wird nicht im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der POLIFILM GmbH, Köln, einbezogen. Darüber hinaus wurde die Schutzklausel des § 313 Abs. 3 HGB für - wie im Vorjahr - insgesamt drei der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften in Anspruch genommen, da nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung damit gerechnet werden muss, dass durch die Angabe der Konzernzugehörigkeit zum Konsolidierungskreis sowohl dem Konzern als auch den Tochterunternehmen selbst erhebliche Nachteile entstehen können. In den Konzernabschluss sind danach folgende Gesellschaften einbezogen worden:
1) Die POLIFILM PROTECTION, Wipperfürth,
hält als Komplementärin jeweils 99,0 % der
Anteile (= Einlage) und die POLIFILM GmbH, Köln, als
Kommanditist jeweils einen Anteil von 1,0 %
(Kommanditeinlage)
Befreiung von der Offenlegung eines Jahresabschlusses gem. §§ 264 Abs. 3, 264b HGB: Folgende unmittelbare und mittelbare Tochtergesellschaften der POLIFILM GmbH, Köln, welche in den Konzernabschluss mit einbezogen wurden und auch sonst alle Voraussetzungen erfüllen, nehmen die Befreiungsregelung der §§ 264 Abs. 3, 264b HGB in Anspruch:
Angaben zum Mutterunternehmen: Mutterunternehmen der POLIFILM GmbH, Köln, ist die POLIFILM Holding GmbH, Köln. III. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung wurde für sämtliche Tochtergesellschaften, deren Erwerbsvorgang in einem Geschäftsjahr, welches vor dem 31. Dezember 2009 begonnen hat, nach der Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. durchgeführt bzw. beibehalten. Bei der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 1993 wurde als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der 01. Januar 1993 gewählt. Die Kapitalkonsolidierung der bis zum 31. Dezember 2009 zum Konsolidierungskreis hinzugekommenen Unternehmen erfolgte entweder auf den Zeitpunkt der Neugründung, den Zeitpunkt der Anschaffung oder den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Für Erwerbsvorgänge, die in den Geschäftsjahren erfolgen, die nach dem 31. Dezember 2009 beginnen, erfolgt die Kapitalkonsolidierung dem § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB folgend nach der Neubewertungsmethode. Bei der Konsolidierung ergaben sich bei nahezu allen einbezogenen Gesellschaften durch Vergleich der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Konzerneigenkapital aktive und passive Unterschiedsbeträge, die auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen resp. im Falle eines passivischen Unterschiedsbetrag und dem DRS 23 "Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss)" folgend in die Gewinnrücklagen eingestellt werden. Die Erstkonsolidierung des im 1. Schritt geführten Gemeinschaftsunternehmens Poleg Plastic Industries (1998) Ltd., Hof Ashkelon/Israel, erfolgte gem. § 310 Abs. 2 HGB nach der Buchwertmethode. Erstkonsolidierungszeitpunkt war der 31. Dezember 2006 (Quotenkonsolidierung). Die in den Jahren 2011 bis 2013 tranchenweise Aufstockung der Geschäftsanteile von 50,0 % auf 75,0 % führte im 2. Schritt beim Übergang von der Quoten- in die Vollkonsolidierung zu einem entsprechenden Minderheitenausweis. Die Übergangskonsolidierung erfolgte jeweils nach der Neubewertungsmethode, indem die jeweiligen Anschaffungskosten im Zuge tranchenweisen Aufstockung dem jeweiligen anteiligen und um stille Reserven aufgedeckten sowie neubewerteten Eigenkapital der Poleg Plastic Industries (1998) Ltd., Hof Ashkelon/Israel, aufgerechnet wurden. Sämtliche aus der Konsolidierung des Beteiligungsbuchwertes mit dem anteiligen Eigenkapital resultierenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von konzerneinheitlich fünf Jahren in den Vorjahren vollständig abgeschrieben. Die Erstkonsolidierung der im Wege eines "Share Deals" durch die POLIFILM EXTRUSION GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, in 2015 erworbenen Geschäftsanteile an der POLIFILM OSTERBURKEN GmbH, Osterburken, erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Der sich aus der Konsolidierung zum 01. September 2015 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) ergebende aktive Unterschiedsbetrag ist über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig bis zum 31. August 2020 linear abgeschrieben worden. Die zusätzliche Abschreibung auf das im Zuge der Erstkonsolidierung neubewertete Anlagevermögen der POLIFILM OSTERBURKEN GmbH, Osterburken, belastete das Ergebnis des Teilkonzerns EXTRUSION im Jahr 2021 i.H.v. TEUR 132 (i. Vj. TEUR 558), dem Erträge aus der Auflösung von passiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 40 (i. Vj. TEUR 167) entgegen standen. Aus den sich im Rahmen der Erstkonsolidierung der seinerzeit sechs teilkonzernübergreifend von der POLIFILM EXTRUSION GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, an die POLIFILM TRADING GmbH, Wermelskirchen, zum 01. Januar 2018 umgehangenen Beteiligungsgesellschaften ergebenden zwei aktiven Unterschiedsbeträge, die als Geschäfts- oder Firmenwert innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände zu aktivieren waren (TEUR 85), wurden in 2021 TEUR 11 (i. Vj. TEUR 11) abgeschrieben. Die sich in diesem Zusammenhang ergebenden passivischen Unterschiedsbeträge wurden dem DRS 23 "Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss)" folgend in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die Integration dieser seinerzeit sechs Beteiligungsgesellschaften erfolgte nach der Neubewertungsmethode, wobei zum Erstkonsolidierungszeitpunkt (01. Januar 2018) weder stille Reserven noch stille Lasten aufzudecken waren. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen/Pleiße, wurde der ausgewiesene Beteiligungsbuchwert (TEUR 3.229) bei der POLIFILM EXTRUSION GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, mit dem zum 01. Januar 2021 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) bestehenden und sanierten Eigenkapital der POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen/Pleiße, aufgerechnet; zum Erstkonsolidierungszeitpunkt waren weder stille Reserven noch stille Lasten aufzudecken. Der aus der Konsolidierung resultierende aktive Unterschiedsbetrag zum 01. Januar 2021 i.H.v. TEUR 361 entfiel auf einen Geschäfts- oder Firmenwert, der unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert ist und über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig linear abgeschrieben wird. Im Jahr 2021 wurden hieraus Abschreibungen i.H.v. TEUR 72 verrechnet. Die übrigen aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in den Vorjahren vollständig abgeschrieben. Die Anteile anderer Gesellschafter werden gesondert innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Per 31. Dezember 2021 ergibt sich diese Position - wie bereits zum Vorjahresstichtag - im Wesentlichen aus dem Teilkonzern PROTECTION und spiegelt den 25 %-igen Anteil des Minderheitsgesellschafters am Eigenkapital an der israelischen Gesellschaft Poleg Plastic Industries (1998) Ltd., Hof Ashkelon/Israel, zuzüglich des ebenfalls 25 %-igen Anteils an der Poli-Coat GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, wider. Seit 2018 werden darüber hinaus die entsprechenden Minderheitenanteile - in einem Fall 20 % und in drei Fällen jeweils 10 % - am Eigenkapital der jeweiligen Beteiligungsgesellschaft als Anteile anderer Gesellschafter innerhalb des Teilkonzerns TRADING ausgewiesen. Eine Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde in dem Maße durchgeführt, dass die bei den konsolidierten Unternehmen bilanzierten Vorräte erfolgswirksam auf Konzernherstellungs- bzw. Konzernanschaffungskosten angepasst wurden. Die Konzernherstellungs- bzw. Konzernanschaffungskosten wurden hierbei nach den Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten des liefernden Unternehmens bemessen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte durch Aufrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten der konsolidierten Firmen untereinander. Entstehende Währungs- und Bewertungsdifferenzen wurden erfolgswirksam ausgebucht; der daraus resultierende und im Konzernabschluss enthaltene Ergebniseffekt beläuft sich in 2021 auf + TEUR 12 (i.Vj. ./. TEUR 12). Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Die Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden Jahresabschlüsse erfolgte wie folgt: Die funktionale Währung des Mutterunternehmens POLIFILM GmbH ist der Euro. Die Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum jeweils geltenden Stichtagskurs per 31. Dezember 2021 in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen ist zum jeweiligen Jahresdurchschnittskurs 2021 erfolgt. Differenzen, die sich gegenüber der Umrechnung des Eigenkapitals zum Bilanzstichtag des Vorjahres bzw. zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (Umrechnung Gezeichnetes Kapital zum historischen Kurs) und aufgrund der Umrechnung des Jahresergebnisses zum Jahresdurchschnittskurs ergaben, wurden erfolgsneutral im Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Für die Umrechnung der Fremdwährungsabschlüsse in Euro wurden die folgenden Kurse verwendet:
IV. Bilanzierung- und BewertungsgrundsätzeDie Abschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Bewertung der immateriellen Anlagewerte und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Dabei wird bei den immateriellen Anlagewerten ausschließlich und bei den Sachanlagen überwiegend von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert wird den obigen Ausführungen folgend und gemäß § 309 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 3 Satz 1 und 2 HBG planmäßig über seine voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Ein sich aus Einzelabschlüssen ergebender, originärer Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über seine voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend den steuerlichen Regelungen abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert (fortgeführte Anschaffungskosten) am Bilanzstichtag angesetzt. Für geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen wurde gem. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB im Vorjahr ein separater Posten innerhalb des Finanzanlagevermögens hinzugefügt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der liquiden Mitel erfolgt zum Nennwert. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko durch Pauschalwertberichtungen Rechnung getragen. Bankguthaben, Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Falls zutreffend, werden Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr berücksichtigt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag geleistete Auszahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird in Höhe der Zuschüsse abzüglich der jährlichen Auflösung gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt linear über den Zeitraum der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen (auch Pensionsrückstellungen) mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristenkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Die derivativen Finanzgeschäfte werden entsprechend § 254 HGB als Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanzierungs- und Grundgeschäft besteht. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag vereinnahmte Einzahlungen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aktive und passive latente Steuern aus den jeweiligen Einzelabschlüssen sowie aus HBII-Anpassungen werden saldiert ausgewiesen. Das Aktivierungswahlrecht eines Überhangs aktiver latenter Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird ausgeübt. Ein sich etwaig ergebender Passivüberhang wird gem. § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB als separate Bilanzposition ausgewiesen. V. Angaben zur KonzernbilanzDie Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem am Ende des Konzernanhangs beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich wie folgt zusammen:
*) originärer Geschäfts- oder
Firmenwert aus dem jeweiligen Einzelabschluss
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich in Abhängigkeit von ihrer Restlaufzeit wie folgt auf:
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten mit TEUR 98 (i. Vj.: TEUR 196) abgegrenzte Disagien. Die Position aktive latente Steuern resultiert im Wesentlichen aus ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen und relevanten HBII-Anpassungen (Aktivüberhang), die mit sich aus der Neubewertung von Vermögensgegenständen der POLIFILM OSTERBURKEN GmbH respektive der Folgebewertung von zwei Immobilienzweckgesellschaften, die dem BilMoG folgend in den Konzernabschluss aufzunehmen waren, ergebenden passiven latenten Steuern saldiert wurden. Diese Neubewertungseffekte der beiden Immobilienzweckgesellschaften sind ab dem jeweiligen Endkonsolidierungszeitpunkt auf die jeweilige Muttergesellschaft POLIFILM GmbH, Köln, respektive POLIFILM EXTRUSION GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, übergegangen. Zu näheren Erläuterungen verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen innerhalb der "Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung" unter Abschnitt VI. des Konzernanhangs. Das gezeichnete Kapital umfasst das Stammkapital der POLIFILM GmbH und beträgt unverändert EUR 3.000.000,00. Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 34.008.738,47 besteht unverändert zum Vorjahresstichtag und entstammt dem Einzelabschluss der POLIFILM GmbH, Köln Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung umfasst die bei der Kapitalkonsolidierung aus der Umrechnung der ausländischen Konzerngesellschaften gegenüber der Erstkonsolidierung entstehenden Unterschiedsbeträge sowie etwaige Umrechnungsdifferenzen, die sich aufgrund der Umrechnung von Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs respektive Gewinn- und Verlustrechnungen zum Jahresdurchschnittskurs bzw. im Rahmen der Umrechnung des Eigenkapitals zum historischen resp. Stichtagskurs ergeben haben. Der Konzern-Gewinnvortrag beläuft sich auf EUR 38.016.768,14. Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird im Übrigen auf den Konzerneigenkapitalspiegel verwiesen (Anlage 5). Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde in Höhe der für dieses Geschäftsjahr und für Vorjahre durch das Land Sachsen-Anhalt resp. des Freistaates Sachsen gewährten Investitionszuschüsse abzüglich der jährlichen Auflösung gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt grundsätzlich entsprechend den vorgenommenen Normal- und Sonderabschreibungen der bezuschussten Investitionsgüter. Versorgungszusagen werden partiell durch Pensionsrückstellungen abgedeckt. Diese werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen der "Projected Unit Credit"-Methode unter Berücksichtigung eines pauschalen Zinssatzes von 0,77 % gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB unter Anwendung lokaler Sterbe-Richttafeln ermittelt. Der Rententrend wurde in Höhe von 2,5 % berücksichtigt. Laufzeitoffene Altersversorgungsverpflichtungen werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt und mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst, falls ein fristenkongruenter und von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzins nicht ableitbar ist. Dabei flossen auch hier künftige Preis- und Kostensteigerungen in die Bewertung mit ein. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken in angemessener Höhe ab und haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt:
Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten, Prozesskostenrisiken sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 22.780 durch Pfandrechte und ähnliche Rechte (im Wesentlichen durch Sicherungsübereignungen technischer Anlagen sowie Grundschulden) besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen ausschließlich gegenüber der POLIFILM Holding GmbH, Köln, und beinhalten die Gewinnabführungsverpflichtung im Zuge des geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages (TEUR 26.738) zuzüglich des Verbindlichkeitensaldos aus sonstigen Forderungen und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 1.234). Die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen sind gänzlich durch Sicherungsübereignung der Finanzierungsobjekte gesichert; der Ausweis erfolgt zum Restschuldbetrag zum Bilanzstichtag ohne Zinsen. Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern i.H.v. TEUR 2.453 und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit i.H.v. TEUR 372 enthalten. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse des Konzerns entfallen mit TEUR 249.140 (i.Vj. TEUR 187.944) auf das Inland und mit TEUR 412.715 (i.Vj. TEUR 335.794) auf das Ausland. Der Teilkonzern EXTRUSION erzielte dabei wie im Vorjahr den wesentlichen Anteil der Umsatzerlöse. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus empfangenen Versicherungserstattungen und Schadenersatzleistungen (TEUR 3.475), Erträge aus der Auflösung nicht verbrauchter Rückstellungen (TEUR 1.295), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (TEUR 806), Erträge aus im Inland verrechneten Sachbezügen (TEUR 702), Erträge aus Investitionszulagen und sonstigen Zuschüssen (TEUR 227) sowie Erträge aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (TEUR 141). Periodenfremde Erträge bestehen darüber hinaus in Höhe von TEUR 383. Innerhalb des Personalaufwandes sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 137 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Vertriebs- (TEUR 25.957), Instandhaltungs- (TEUR 10.895) und Verwaltungskosten (TEUR 2.949). Periodenfremde Aufwendungen bestehen darüber hinaus in Höhe von TEUR 160. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind darüber hinaus Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 781 (i.Vj. TEUR 359) enthalten; die Position sonstige betriebliche Aufwendungen beinhaltet zudem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 738 (i.Vj. TEUR 884). Die Erträge aus Beteiligungen ergeben sich aus im abgelaufenen Geschäftsjahr vereinnahmten Dividenden von nicht konsolidierten Beteiligungsgesellschaften. Innerhalb der Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung i.H.v. TEUR 33 (i.Vj.: TEUR 24) enthalten. Erträge aus der Abzinsung bestehen weder im abgelaufenen Geschäftsjahr noch im Vorjahr. Zinserträge mit nicht konsolidierten Gesellschaften bestehen im Geschäftsjahr keine und Zinsaufwendungen i.H.v. TEUR 1 (i.Vj.: TEUR 1). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind aus den landesrechtlichen Jahresabschlüssen insgesamt TEUR 78 (i.Vj: TEUR 205) latente Steuererträge enthalten. Darüber hinaus werden latente Steuern aus der Umstellung der landesrechtlichen Abschlüsse auf HB II und aus Konsolidierungsbuchungen angesetzt. Für die Ermittlung der latenten Steuern wird aus Vereinfachungsgründen ein konzerneinheitlicher Steuersatz von 32,5 % (i.Vj.: 32,5 %) verwendet. Im Steueraufwand des Konzerns sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 513 enthalten, die sich aus den Effekten im Rahmen der HB II-Anpassungen (TEUR 5) und aus sonstigen Konsolidierungsmaßnahmen (TEUR 508) zusammensetzen. Dieser Betrag wird mit aktiven latenten Steuern verrechnet und als Aktivüberhang innerhalb der separaten Bilanzposition "aktive latente Steuern" auf der Aktivseite ausgewiesen. Dem steht aus der Auflösung des Vorjahresbetrages ein latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 394 gegenüber, der ebenfalls innerhalb des Steueraufwandes des Konzerns enthalten ist. Der auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinn i.H.v. TEUR 26.738 resultiert aus der entsprechenden Verpflichtung gegenüber der POLIFILM Holding GmbH (Organträger), Köln. VII. Angaben zur Konzern-KapitalflussrechnungDer Finanzmittelbestand entspricht den flüssigen Mitteln gemäß Konzern-Bilanz. Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises sind im Geschäftsjahr 2021 liquide Mittel in Höhe von TEUR 4 zugeflossen. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge gehen im Wesentlichen mit dem zum Bilanzstichtag aktivierten Residualanspruch aus der Cyberhack-Versicherungserstattung einher, der erst Anfang des Folgejahres liquiditätsmäßig zugeflossen ist. VIII. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 2 a) HGBa) Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. Nr. 2 a): Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns stellen sich in Abhängigkeit von ihrer Fristigkeit wie folgt dar:
Diese Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus zum Bilanzstichtag bereits vertraglich gebundenen Zusagen über Investitionsgüter (Bestellobligo) sowie bestehenden Miet- und Leasingverpflichtungen aus Operating-Leasing-Verträgen. b) Factoring und ABS-Transaktionen: Die POLIFILM EXTRUSION GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, und die POLIFILM OSTERBURKEN GmbH, Osterburken, haben einen Forderungskaufvertrag (Finanzfactoringvertrag) mit einer Factoringgesellschaft abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag haben die beiden Gesellschaften Forderungen von insgesamt TEUR 37.229 (Betrag der verkauften Forderungen) an die Factoringgesellschaft veräußert. Ziel dieser Transaktionen ist es, die gruppenweite Liquidität durch turnusmäßige Abrechnungen zu verbessern (Refinanzierung) sowie die Bilanzsumme des Konzerns zu entlasten. c) Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten: Auf Konzernebene bestehen zum Stichtag Eventualverbindlichkeiten aus der Begebung einer Bürgschaft gegenüber der nicht konsolidierten POLIFILM Vietnam Co., Ltd., Thuan An, Binh Duong / Vietnam i.H.v. (umgerechnet) TEUR 441 sowie einer Mietbürgschaft gegenüber der SAXA Real Estate eG, Neukirchen / Pleiße, über TEUR 40. Darüber hinaus haften die POLIFILM GmbH, Köln, die POLIFILM EXTRUSION GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, und die POLIFILM PROTECTION GmbH, Wipperfürth, gesamtschuldnerisch für ein an die Gesellschafterin POLIFILM Holding GmbH, Köln, gewährtes und langfristiges (Tilgungs-)Darlehen, das zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 10.705 valu- tiert. Das Risiko der Inanspruchnahme aller vorbezeichneten Haftungsverhältnisse wird als unwahrscheinlich angesehen, da keine Informationen bekannt sind, die auf eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen schließen lassen. d) Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten: Eine Übersicht über die innerhalb des Konzerns abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente nach § 314 Abs. 1 Nr. 11 HGB, die im Konzern der Absicherung bestehender oder erwarteter Fremdwährungs-, Zins- oder sonstiger Marktrisiken dienen, gibt die nachfolgende Tabelle:
1) Der Nominalbetrag verringert sich - erstmalig
zum 29. März 2019 - ab dem Laufzeitbeginn, dem 04.
Januar 2016, bis zum Laufzeitende am 30. Juni 2028
quartalsweise um jeweils rd. TEUR 385.
Soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanzierungs- und Grundgeschäft besteht, werden die derivativen Finanzinstrumente als Bewertungseinheit zusammengefasst; hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Mikro-Hedge Bewertungseinheiten (Zinsswaps). Die zu zahlenden Zinsen einschließlich der Swapprämien sind über die gesamten Finanzierungslaufzeiten durch die Guthabenzinsen gedeckt, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind, auf das identische Faktoren in gleicher Weise einwirken. Aufgrund des Vorliegens von Bewertungseinheiten unter Anwendung der Einfrierungsmethode sind negative Marktwerte infolgedessen nicht zu passivieren, da sich über die gesamten Laufzeiten der Verträge tatsächlich keine Zinsrisiken ergeben. Darüber hinaus bestehen bei der südafrikanischen Tochtergesellschaft Devisentermingeschäfte zur Absicherung der lokalen Währung in EURO. Aus diesen Kontrakten sind jedoch keine drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften entstanden. IX. NachtragsberichtDer am 24. Februar 2022 erfolgte Einmarsch russischer Streitkräfte in die souveräne Ukraine stellte ein einschneidendes Ereignis dar, dessen Ende derzeit ebenso wenig absehbar ist wie auch die wirtschaftlichen Folgen für die Entwicklung der Weltwirtschaft. An den Güter- und Finanzmärkten waren die Reaktionen sofort spürbar; die demokratischen Staaten haben in großer Geschlossenheit scharfe Sanktionen gegen Russland verhängt. Deren Konsequenzen für Russland, aber auch für die verhängenden Staaten, zeigen sich bereits unmittelbar, werden aber auch langfristig erhebliche Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben. Gleiches gilt für die finanziellen Auswirkungen auf die POLIFILM Gruppe, die wir zum heutigen Tage nicht verlässlich quantifizieren können. Die POLIFILM Gruppe selbst verfügt nur über marginale Geschäftsaktivitäten in Russland resp. der Ukraine, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch vor Ausbruch der kriegerischen Auseinandersetzung bereits nur von untergeordneter Bedeutung waren. Mit Handelsregistereintragung vom 27. Mai 2022 hat die nicht konsolidierte POLIFILM LOOPE GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, ihren Geschäftssitz nach Köln verlagert und firmiert seitdem unter POLICYCLE GmbH. Alleinige Gesellschafterin ist seitdem die Dachgesellschaft POLIFILM GmbH, Köln. Ziel des Programms POLICYCLE ist das Schaffen von Wertstoffkreisläufen innerhalb der POLIFILM-Gruppe sowie gemeinsam mit den Kunden. X. Sonstige PflichtangabenPersonal: Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.575 Mitarbeiter (i.Vj.: 1.563). Der Personalbestand entfällt mit 997 (i.Vj.: 989) auf gewerbliche Arbeitnehmer und mit 578 (i.Vj.: 574) auf Angestellte. Geschäftsführung:
Hinsichtlich der Angaben zu Bezügen der Geschäftsführung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Berichtspflichtige Geschäfte zwischen dem Konzern nahe stehenden Personen zu marktunüblichen Bedingungen gem. § 314 Abs.1 Nr. 13 HGB haben im Berichtsjahr 2021 nicht vorgelegen. Abschlussprüferhonorare: Das von dem Konzernabschlussprüfer im Konzerngeschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar für Einzel- und Konzernabschluss einschließlich Kostenerstattungen beträgt insgesamt TEUR 315 und teilt sich wie folgt auf:
Köln, den 17. Juni 2022 Die Geschäftsführer Bastian Runkel Christian Runkel Oliver Berger Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2021 (Eigenkapitalspiegel)
KONZERNLAGEBERICHT ZUM GESCHÄFTSJAHR 2021I. Grundlagen des KonzernsI. 1) Geschäftsmodell, Ziele und Strategien: Die POLIFILM Gruppe stellt eine breite Palette von Kunststofffolien auf Polyethylenbasis (PE) her und vertreibt diese weltweit. In dieser Polymerart ist die Unternehmensgruppe einer der größten Folienextrudeure Europas und der zweitgrößte Oberflächenschutzfolienhersteller der Welt. Die POLIFILM GmbH ist im Jahre 1972 - seinerzeit als Poli-Film Vertriebs GmbH - in Wermelskirchen gegründet worden und ist bis heute ein familiengeführtes Unternehmen geblieben. Im September 2022 jährt sich ihr 50-jähriges Firmenbestehen. Rechtlich gesehen besteht die POLIFILM Gruppe aus dem Teilkonzern "Oberflächenschutzfolie" (nachfolgend kurz "PROTECTION") mit der Tochtergesellschaft POLIFILM PROTECTION GmbH (nachfolgend kurz "PFP"), aus dem Teilkonzern "Folienextrusion" (nachfolgend kurz "EXTRUSION") mit der Tochter POLIFILM EXTRUSION GmbH (nachfolgend kurz "PFE") und aus dem Teilkonzern "Trading" (nachfolgend kurz "TRADING") mit der Tochter POLIFILM TRADING GmbH (nachfolgend kurz "PFT") an der jeweiligen Spitze. Als Konzernobergesellschaft der Gruppe, bei der u.a. die konzernweite Finanzierung und das Cash-Pooling angesiedelt sind, fungiert die POLIFILM GmbH (nachfolgend kurz "PF"), Köln. Mit der großen Verarbeitungskapazität in Weißandt-Gölzau, Osterburken und Neukirchen / Pleiße (ab 2021) wird im Geschäftsfeld EXTRUSION die Kostenführerstrategie verfolgt, während im Bereich PROTECTION das Einnehmen einer weltweit führenden Position im Schutzfolienmarkt angestrebt wird. Der Bereich TRADING übernimmt als nicht-produzierender Teilkonzern die Erschließung von kerngeschäftsnahen Märkten mit entsprechender Portfolioerweiterung, unter anderem durch gezielte Zukäufe am Markt. I. 2) Forschung und Entwicklung: Als für die POLIFILM Gruppe wichtiger Bereich verfügt die Forschung und Produktentwicklung über eine Vielzahl von Akademikern, Ingenieuren und Technikern, die in dezentralen Einheiten auf allen für das Geschäft wesentlichen Kontinenten tätig sind. Weitere Ressourcen stehen durch die Zusammenarbeit mit externen Partnern, wie z.B. Universitäten und Instituten innerhalb geförderter Entwicklungsprojekte zur Verfügung. In den Schwerpunktgesellschaften befinden sich umfangreiche Technikumsanlagen und relevante Analyseinstrumente. Gesteuert werden die Entwicklungsarbeiten durch das in Deutschland ansässige zentrale Innovationsmanagement. Dabei werden konzernweit Ideen für neue Produkte gesammelt und deren Marktpotenzial bewertet. Nach Abschätzung des Entwicklungsaufwandes und möglicher Hardwareinvestitionen werden die Projektideen durch die jeweiligen Geschäftsführer bewertet, ggfs. genehmigt und priorisiert. Ein enges Monitoring des Projektverlaufes und ein Post-Project-Controlling sorgen für eine hohe kommerzielle Erfolgswahrscheinlichkeit. Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit an den Entwicklungsstandorten in Weißandt-Gölzau, Wipperfürth, Israel, China, Amerika und Italien ist die ständige Verbesserung und Anpassung bestehender Produkte an neue Marktbedürfnisse bzw. regionale Erfordernisse. Dabei können konkrete Kundenanforderungen oder neue Markttrends der Ausgangspunkt für Weiterentwicklungen sein. Es wird außerdem angestrebt, sich durch innovative Lösungen neue Märkte zu erschließen. Besonders im Fokus stehen dabei ökologisch nachhaltige Lösungen möglichst auf der Basis von nachwachsenden oder der Kreislaufwirtschaft entnommenen Rohstoffen sowie die Schaffung von geschlossenen Kreisläufen im B2B- Bereich. Darüber hinaus arbeitet die POLIFILM Gruppe auch an Prozessinnovationen zur ständigen Verbesserung der Qualität, der Effizienz und der Optimierung der Kostenstrukturen. II. WirtschaftsberichtII. 1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen: Die Weltwirtschaft konnte sich im Laufe des Jahres 2021 weiter vom pandemiebedingten Einbruch des Vorjahres erholen. Allerdings wurde die Lage insbesondere durch die Delta- resp. aufkommende Omikron-Virusvariante belastet, die in vielen Ländern zu einer vierten Pandemiewelle und erneuten Beschränkungen geführt hatten, wenngleich diese aufgrund der verbesserten Impfquoten weniger umfangreich ausfielen als im Vorjahr. Belastet wurde die Weltwirtschaft zudem von Material- und Kapazitätsengpässen, die umfangreicher sind und wohl länger andauern werden als ursprünglich erwartet und die Industrieproduktion behindern, sowie der insbesondere in den Industriestaaten deutlich anziehenden Inflation. Hierrunter hat insbesondere das Schlussquartal gelitten und führende Wirtschaftsforschungsinstitute dazu bewogen, ihre für das Gesamtjahr 2021 unterjährig abgegebenen Wachstumsprognosen nochmals nach unten zu revidieren. Nach den Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die globale Wirtschaftsleistung (BIP) im Jahr 2021 danach um 6,1 % deutlich gewachsen, nachdem sie im Jahr 2020 pandemiebedingt einen historischen Einbruch (- 3,1 %) erlitten hatte (Quelle, wie auch in der Folge: World-Economic-Outlook (WEO)-Update aus dem April 2022). Zu dieser Entwicklung konnten insbesondere die Industriestaaten ("advanced economies") beitragen, die im Jahr 2021 nach den tiefen Einschnitten der Coronakrise im Vorjahr (- 4,5 %) gemäß den Berechnungen des IWF wieder ein kräftiges BIP-Wachstum von 5,2 % aufweisen konnten. Aber auch in den Schwellenländern ("emerging market and developing economies") ist die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 um 6,8 % gestiegen, nachdem im Jahr 2020 in Folge des Ausbruchs der Corona-Pandemie ein Rückgang von - 2,0 % verzeichnet werden musste. Insgesamt sind die Wachstumsraten des BIP im Jahr 2021 stark von Basiseffekten geprägt und weisen regional eine recht unterschiedliche Dynamik auf. Das Wachstum in den Industriestaaten wird im Wesentlichen durch die USA getragen, die mit einem BIP-Zuwachs von 5,7 % im Jahr 2021 das höchste Wirtschaftswachstum seit 1984 aufweist. Das Rekordwachstum des Jahres 2021 geht insbesondere mit der expansiven Geldpolitik und gleich mehreren, erlassenen Konjunktur- und Reformpaketen einher. Aber auch das Wachstum in der Europäischen Union zeigte sich mit 5,3 % (2020: - 6,4 %) sehr robust. Insbesondere in Frankreich (+ 7,0 %), Italien (+ 6,6 %) und Spanien (+ 5,1 %) wuchs das BIP 2021 besonders dynamisch. Deutschland war dagegen stärker von Engpässen bei Vorleistungen für die Investitionsgüter- und Automobilindustrie betroffen. Mit 2,8 % wuchs die deutsche Wirtschaft im Jahr 2021 daher nur unterdurchschnittlich. Die Wirtschaft im Vereinigten Königreich (2021: + 7,4 %) erholte sich trotz der am Jahresanfang endenden Übergangsphase zum Brexit zu einem erheblichen Teil von ihrem starken Einbruch im Vorjahr (2020: - 9,3 %). Schnell steigende Impfquoten, aber auch die vollständige Öffnung der britischen Wirtschaft ab Mitte des Jahres 2021 trugen insbesondere hierzu bei. In den Schwellen- und Entwicklungsländern stieg die Wirtschaftsleistung 2021 gemäß IWF um durchschnittlich 6,8 %, wobei auch hier das Ausmaß der wirtschaftlichen Erholung von Land zu Land unterschiedlich verlief. Insbesondere Indien (+ 8,9 %) und die Volksrepublik China (+ 8,1 %) trugen zu der wirtschaftlichen Erholung der Schwellen- und Entwicklungsländer bei, während beispielweise Südafrika (+ 4,9 %) und Brasilien (+ 4,6 %) in Folge anziehender Inflation und niedriger Impfquoten nur ein unterdurchschnittliches Wachstum aufweisen. Das Wachstum in der Volksrepublik China basierte auf der im Vorjahr bereits eingesetzten, dynamischen Erholung und profitierte von der deutlich gestiegenen Exportnachfrage. Allerdings beeinträchtigten Mobilitätseinschränkungen und selektive Lockdowns, selbst bei nur vereinzeltem Auftreten von Corona-Infektionen, sowie restriktivere Finanzierungskonditionen im Bausektor und Rationierungen bei der Energieversorgung das Wachstum der Inlandsnachfrage. Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) zieht für das Jahr 2021 eine gemischte Bilanz. Der Branchenumsatz der deutschen Kunststoffverarbeitung stieg im vergangenen Jahr zwar deutlich um 12,6 % auf € 69,4 Mrd., dennoch standen die Unternehmen unter starkem Ergebnisdruck. Gründe dafür waren und sind die exorbitanten Kostenexplosionen bei Rohstoffen und Energie sowie die vielfältigen Lieferverzögerungen und dadurch bedingte Auftragsaussetzungen, insbesondere in der Automobil-Zulieferung. Die im Inland getätigten Umsätze stiegen dabei mit einem Plus von 10,7 % nur unterproportional, während die Exporte deutlich um 15,7 % ausgeweitet wurden. Die stärkste Umsatzausweitung auf € 23,6 Mrd. erwirtschaftete im Vorjahresvergleich der Bereich "Bau" (+ 15,7 %). Insgesamt wurden im Jahr 2021 in Deutschland 15 Millionen Tonnen (+ 5,6 % gegenüber Vorjahr) Kunststoffe verarbeitet, davon 2,2 Mio. Tonnen recycelte Kunststoffe. Die Anzahl der Beschäftigten ist mit knapp 322.000 nahezu stabil. Die Anzahl der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten ist ausweislich der amtlichen Statistik im Vergleich zum Vorjahr hingegen um 3,9 % gesunken. II. 2) Ertragslage: Insgesamt konnten die konsolidierten Umsatzerlöse der POLIFILM Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 deutlich ausgeweitet werden und belaufen sich auf fast € 662 Mio.; damit liegen die Umsatzerlöse rd. € 138 Mio. resp. gut 26 % deutlich oberhalb des Vorjahreszeitraums und stellen für die POLIFILM Gruppe einen historischen Rekordwert in ihrer nunmehr fast 50-jährigen Unternehmensgeschichte dar. Dieser Anstieg ergibt sich hierbei im Wesentlichen aus der vergleichsweise deutlich erhöhten Rohstoffkostenpreisbasis für sämtliche auf Erdöl basierenden Stoffe wie bspw. für unseren Hauptrohstoff LD-PE, die sich entsprechend in höheren Verkaufspreisen niederschlug. Segmentspezifisch zeichnet im Wesentlichen der Teilkonzern EXTRUSION inkl. des positiven Portfolioeffekts aus dem erstmaligen Einbezug der POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen/Pleiße, für den Umsatzanstieg verantwortlich. Obwohl die Absatzvolumina in etwa auf Vorjahresniveau verharrten, konnte der Teilkonzern EXTRUSION eine Umsatzausweitung gegenüber 2020 von gut 35 % generieren. Die beiden Teilkonzerne TRADING und PROTECTION trugen - wenn auch nur unterproportional - ebenfalls zur Ausweitung der konsolidierten Umsatzerlöse bei. Beide Teilkonzerne profitierten hierbei von einer im Jahr 2021 anhaltend starken Marktnachfrage, die bspw. dem Teilkonzern PROTECTION auch zu einer deutlichen Absatzmengenausweitung im Kerngeschäft beschichteter und coextrudierter Schutzfolien im hohen einstelligen Bereich verhalf. Der Umsatzanstieg wurde im Wesentlichen im Inland, das mitunter einen höheren Anteil im Segment EXTRUSION innehat, generiert, während sich der Auslandsumsatz des Konzerns gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur unterdurchschnittlich erhöht hat, da die Einschränkungen aus der fortschreitenden, pandemischen Lage und der zwischenzeitlich unterbrochenen, globalen Lieferketten im Ausland ausgeprägter waren als im Inland. Der interne Jahresdurchschnittspreis 2021 für den Hauptrohstoff LD-PE betrug € 2,08/kg und lag damit gut 70 % oberhalb des Vorjahreszeitraums (€ 1,22/kg). Der höchste Monatspreis war mit € 2,28/kg im Monat Mai und Juni des Jahres, der tiefste mit € 1,43/kg direkt zu Beginn des Jahres 2021 (Januar) zu verzeichnen. Der rasante Anstieg der LD-Preise ergab sich hierbei im 1. Halbjahr 2021. Nach einer kleinen Korrektur im 3. Quartal 2021 zog der LD-Preis im Schlussquartal wieder an und erreichte im Dezember 2021 mit € 2,27/kg nahezu wieder seinen Höchststand aus dem Frühjahr. Die Versorgungslage war zwar ganzjährig gegeben, aber die Schwankungsbreite (59 %; i. Vj.: 14 %) stieg analog zur Preisentwicklung ebenfalls sprunghaft an. Ein ähnlicher Verlauf, wenn auch mit einem gewissen time-lag zur Entwicklung des LD-PE-Preises, ist im Bereich PROTECTION, hier POLIFILM PROTECTION MANUFACTURING GmbH & Co. KG, Wipperfürth, zu berichten, in dem der Höchststand des Rohfolieneinstandspreises im Monat August 2021 verzeichnet wurde. Analog zur Entwicklung des PE-Preises erhöhte sich die maximale Schwankungsbreite des Rohfolienpreises im Jahr 2021 auf 65 % (i. Vj.: 15 %). Trotz rasant anziehender Rohstoffpreise ist es der POLIFILM Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 gelungen, ihren absoluten Rohertrag gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um fast € 14,0 Mio. resp. + 7,3 % auszuweiten. Relativ betrachtet sank die Rohertragsmarge auf Gruppenebene um 7,0 %-Punkte auf 29,7 % der Gesamtleistung, was im Wesentlichen mit den deutlich gestiegenen Rohstoffkosten und einer im Vorjahresvergleich entsprechend höheren Bezugsgröße einher geht. Die Analyse der Segmente zeigt, dass der Teilkonzern PROTECTION den wesentlichen Anteil am Anstieg des absoluten Rohertrags trägt, während der Teilkonzern EXTRUSION nur einen unterproportionalen Rohertragszuwachs erwirtschaften konnte und der Teilkonzern TRADING in etwa auf Vorjahresniveau verharrt. Die überproportional erfreuliche Entwicklung im Teilkonzern PROTECTION ergibt im Wesentlichen sich aus der Ausweitung der Geschäftsaktivität in den beiden margenträchtigen Kerngeschäftsfeldern beschichteter und coextrudierter Schutzfolie. Relativ betrachtet zeigen alle drei Teilkonzerne im Vorjahresvergleich rückläufige Rohertragsmargen, was jedoch ausschließlich - und analog zur Gruppenentwicklung - der jeweils höheren Rohstoffpreisbasis geschuldet ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt, was sich im Wesentlichen aus der im abgelaufenen Geschäftsjahr vereinnahmten Kompensation der Cyberrisk-Versicherung aus dem Cyberhack, der sich Ende 2020 ereignet hatte und bis in den Januar 2021 hinein zu Beeinträchtigungen in den Geschäftsabläufen sorgte, sowie den im Teilkonzern EXTRUSION angefallenen, aperiodischen Erträgen aus der Zuschreibungserfordernis auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Folge der in 2021 abgeschlossenen Betriebsprüfung ergab. Der Personalaufwand der POLIFILM Gruppe liegt im Jahr 2021 um gut € 5,6 Mio. resp. 7,0 % oberhalb des Vorjahreszeitraums. Der Anstieg ergibt sich unter anderem aus dem Bereich EXTRUSION und ist - neben der allgemeinen Anpassung der Löhne und Gehälter insbesondere am Standort Weißandt-Gölzau - auf die Erstkonsolidierung der POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen/Pleiße, zurückzuführen. Daneben war auch im Bereich PROTECTION ein Anstieg zu verzeichnen, der sich - neben wechselkursbedingten Effekten - im Wesentlichen aus erhöhten und vom Unternehmenserfolg abhängigen, variablen Entlohnungskomponenten ergab. In Folge der überproportional gestiegenen Gesamtleistung hat sich die relative Personalaufwandsquote im Jahr 2021 in der Gruppenbetrachtung auf 12,5 % (i. Vj.: 15,4 %) vermindert. Die Abschreibungen (inkl. Goodwill und Abschreibungen auf Finanzanlagen) des Jahres 2021 belaufen sich auf fast € 18,7 Mio. und liegen damit rd. € 0,2 Mio. oberhalb des Vorjahreszeitraums. Der leichte Anstieg entstammt im Wesentlichen aus dem Teilkonzern EXTRUSION (+ € 0,9 Mio.) und der Erstkonsolidierung der POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen/Pleiße, während der Werteverzehr im Bereich TRADING nahezu unverändert blieb und im Teilkonzern PROTECTION fast ./. € 0,8 Mio. unterhalb des Vorjahreszeitraums lag. In Folge der überproportional gestiegenen Gesamtleistung sank die Abschreibungsquote in der Gruppenbetrachtung entsprechend um 0,9 %-Punkte auf 2,7 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2021 liegen fast 11 % oberhalb des Vorjahreszeitraums. Der Anstieg ergibt sich in etwa zu zwei Dritteln aus dem Teilkonzern PROTECTION und zu einem Drittel aus dem Teilkonzern EXTRUSION. Während der Anstieg im Teilkonzern EXTRUSION im Wesentlichen mit der Integration der POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen/Pleiße, einher geht, zeichneten im Teilkonzern PROTECTION insbesondere die deutlich erhöhten Frachtkosten in der Containerschifffahrt Asiens und den USA für die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen verantwortlich. In Folge der überproportional gestiegenen Gesamtleistung sank der relative Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 9,8 % (i. Vj.: 11,7 %). Die Nettofinanzierungskosten des Geschäftsjahres 2021 belaufen sich auf gut € 2,4 Mio. und liegen damit leicht oberhalb des Vorjahreszeitraums (+ € 0,1 Mio.) resp. 0,3 % (i. Vj.: 0,4 %) der Gesamtleistung. Während der absolute Anstieg der Finanzierungskosten sich in Folge einer durchschnittlich höheren Kapitalbindung im Bereich des Working-Capitals im Wesentlichen aus vergleichsweise höheren Inanspruchnahmen inländischer Betriebsmittellinien ergibt, ist die Verbesserung der Finanzierungsquote ausschließlich auf die überproportionale Ausweitung der Gesamtleistung zurückzuführen. Das bereinigte Gruppen-EBITDA (Ergebnis vor Ertragsteuern, vor Zinsen und vor Abschreibungen resp. Zuschreibungen) des Jahres 2021 liegt mit fast € 59,7 Mio. deutlich über dem des Vorjahreszeitraums (+ 12 %). Ein neuerliches, historisches Rekordergebnis im Teilkonzern PROTECTION und die trotz der vorherrschenden Kapriolen an den Rohstoffmärkten höhere Profitabilität waren im abgelaufenen Geschäftsjahr die beiden Hauptgaranten dafür, dass die POLIFILM Gruppe im Jahr 2021 auf das höchste EBITDA ihrer Geschichte zurückblicken kann. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und vor sonstigen Steuern erreicht im Jahr 2021 mit gut € 40,6 Mio. ebenfalls neue, historische Höchststände und liegt abermals rd. 21 % oberhalb des Vorjahreszeitraums. Das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung (EAV) liegt mit fast € 33,3 Mio. ebenfalls gut € 6,6 Mio. oberhalb des Vorjahreszeitraums und verhilft der POLIFILM Gruppe im Jahr 2021 zu einer Nach-Steuer-Umsatzrendite von 5,0 %, die in Folge der überproportional gestiegenen Umsatzerlöse leicht (./. 0,1 %-Punkte) unterhalb des Vorjahreszeitraums liegt. II. 3) Finanzlage: Wesentliche Aufgaben des Finanzmanagements sind die kontinuierliche Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, die ständige Optimierung der Kapitalkosten sowie die Reduzierung der Risiken aus Finanzierungsmaßnahmen für alle POLIFILM Gruppengesellschaften. Hierbei werden insbesondere in Zeiten volatiler Rohstoffpreise, Störungen von Lieferketten und konjunktureller Zyklen und/oder Krisen stabile und langfristige Finanzierungspartnerschaften angestrebt. Die finanzielle Steuerung der Gruppe erfolgt zentral durch die Obergesellschaft POLIFILM GmbH, Köln. Die freie Liquidität innerhalb der inländischen Betriebsmittellinien beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 auf rd. € 37,1 Mio.; bei den ausländischen Gesellschaften bestehen darüber hinaus weitere Kontokorrentlinien, die nur zum Teil ausgenutzt sind und im Wesentlichen lokale Guthaben ausweisen. Das im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Rekordergebnis verhilft der POLIFILM Gruppe im Jahr 2021 zu einem Cashflow nach DVFA/SG in Höhe von gut € 47,9 Mio. (i. Vj.: € 44,7 Mio.), was einen neuerlichen Höchstwert in der Geschichte der POLIFILM-Gruppe darstellt. II. 4) Vermögenslage: Die insbesondere im Stichtagsvergleich rasant angestiegenen Rohstoffpreise haben dazu geführt, dass sich die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2021 um gut € 88,1 Mio. auf € 420,5 Mio. erhöhte. Dem unterproportionalen, teils akquisitionsbedingten Anstieg des Anlagevermögens (+ € 19,9 Mio.) steht im Vergleich zum Vorjahresstichtag eine deutliche Erhöhung des Umlaufvermögens (+ 68,2 Mio.) gegenüber. Der Anstieg des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021 ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Anlagenzugänge des abgelaufenen Geschäftsjahres 2021 (€ 25,3 Mio.) betragsmäßig oberhalb des Abschreibungsvolumens (€ 18,7 Mio.) lagen, woraus sich eine Investitionsdeckung (inkl. Finanzanlagen) in Höhe von 135,4 % (i. Vj.: 80,6 %) errechnet, die im Gegensatz zum Vorjahr wieder oberhalb von 100 % liegt. Die wesentlichen Anlagenzugänge des Geschäftsjahres 2021 entfielen hierbei auf die beiden Teilkonzerne PROTECTION (€ 12,3 Mio.) resp. EXTRUSION (€ 11,9 Mio.). Im Teilkonzern PROTECTION betreffen die wesentlichen Investitionen - neben allgemeinen Ersatz- und Optimierungsinvestitionen - insbesondere das "Relocation"-Projekt in China und die Verlagerung unserer Fertigung in die im Vorjahr gegründete POLIFILM CHINA Co. Ltd., Changshu City, Provinz Jiangsu/ VR China. Im Jahr 2021 flossen in diesem Zusammenhang insgesamt € 8,1 Mio. als geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau für den zu errichtenden, neuen Maschinenpark nebst Fabrikgebäude ab. Die weiteren Anlagenzugänge ergeben sich unter anderem in der italienischen (€ 1,2 Mio.) sowie deutschen Produktionsgesellschaft am Standort Wipperfürth (€ 0,8 Mio.). Im Teilkonzern PROTECTION errechnet sich für 2021 eine Investitionsdeckung von 264 % (i. Vj.: 125 %), die trotz pandemischer Lage wie im Vorjahreszeitraum oberhalb von 100 % liegt. Im Teilkonzern EXTRUSION ergaben sich die wesentlichen Anlagenzugänge am Standort Weißandt-Gölzau. Am ostdeutschen Produktionsstandort wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr - ebenfalls neben allgemeinen Ersatz- und Optimierungsinvestitionen - insbesondere geleistete Anzahlungen für je eine neue Castfolien- resp. Recyclinganlage, deren Inbetriebnahme im Jahr 2022 erfolgt. Insgesamt beläuft sich die Investitionsdeckung des Teilkonzerns EXTRUSION im Jahr 2021 auf 101 % und liegt damit im Gegensatz zum pandemiegeprägten Vorjahr (2020: 57 %) wieder oberhalb von 100 %. Im Stichtagsvergleich war die Anlagenintensität der POLIFILM Gruppe - trotz einer oberhalb von 100 % liegenden Investitionsdeckung - leicht rückläufig und beläuft sich auf 36,3 % (i. Vj.: 39,9 %), was im Wesentlichen dem überproportionalen Anstieg des Umlaufvermögens geschuldet ist. Der überproportionale Anstieg des Umlaufvermögens zum 31. Dezember 2021 resultiert ausschließlich aus dem deutlich höheren Working-Capital und führte entsprechend zu einer Erhöhung der Umlaufintensität auf 63,7 % (i. Vj.: 60,1 %). Die Erhöhung des Working- Capitals ist im Wesentlichen den im Stichtagsvergleich deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen geschuldet und schlägt sich insbesondere in einem um fast € 52 Mio. höheren Vorratsvermögen nieder. Aber auch die bilanziellen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zuzüglich sonstiger Vermögensgegenstände liegen gut € 24 Mio. über dem Vorjahresstichtag. Die Erhöhung des Umlaufvermögens ist insbesondere in den beiden Teilkonzernen EXTRUSION und PROTECTION begründet, während das Working-Capital im Teilkonzern TRADING nur leicht oberhalb des Vorjahresstichtags liegt. Maßgeblich für den Anstieg des Vorratsvermögens waren die im Stichtagsvergleich deutlich höheren Rohstoffpreise sowie die starke Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021, die im Teilkonzern PROTECTION auch mengenmäßig höhere Bestände zur Folge hatte resp. den partiell gestörten Lieferketten insbesondere im asiatischen Raum geschuldet ist. Analog hierzu stiegen auch die bilanziellen Forderungen und Leistungen in beiden Teilkonzernen an. Die in Folge der im Stichtagsvergleich angestiegenen Rohstoffpreise führten zu erhöhten Umsatzerlöse und demensprechend auch zu höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das wirtschaftliche Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf € 107,5 Mio., was einer (wirtschaftlichen) Konzern-Eigenkapitalquote von 25,6 % (i. Vj.: 28,3 %) entspricht. Der Rückgang ist ausschließlich dem überproportionalen Anstieg der Bilanzsumme geschuldet. Die Nettobankverbindlichkeiten (nach Abzug/Saldierung der aktivisch ausgewiesenen Bankguthaben) belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf rd. € 137,9 Mio.; damit ist die Verschuldung der Gruppe trotz der überaus erfreulichen Entwicklung der Ertragslage der Gruppe nach Jahren der Konsolidierung wieder angestiegen, was jedoch mit der hohen Investitionstätigkeit sowie der deutlich höheren Working-Capital-Finanzierung in Folge der im Stichtagsvergleich explosionsartig gestiegenen Rohstoffkosten einher geht. Die übrige Fremdkapitalstruktur des Konzerns zeigt sich - mit Ausnahme der deutlichen Zunahme der Lieferantenverbindlichkeiten, die ebenfalls der Hausse an den Rohstoffmärkten geschuldet ist - nahezu unverändert zum Vorjahresstichtag. Sowohl die Geschäftsausweitung als auch die im angelaufenen Geschäftsjahr 2022 weiter angezogenen Rohstoffpreise werden im Rahmen der bestehenden Betriebsmittellinien finanziert. Während die Ertragslage der Gruppe trotz der angespannten Situation an den Rohstoffmärkten, wie für unseren Hauptrohstoff LD-PE, aber auch für den Bezug von Energie, sich einer positiven Entwicklung erfreut und wir die Geschäftsentwicklung bis zum heutigen Tage als "gut" einstufen, wirken sich die inflationären Einschläge nahezu entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf die Vermögens- und Finanzlage der Gruppe aus. Ein in Folge des Anstiegs der PE-Preise weiter steigendes Umlaufvermögen resp. Working- Capital hat zur Folge, dass die Nettoverschuldung der Gruppe sich gegenüber dem Bilanzstichtag leicht erhöht hat. II. 5) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (Personal- und Sozialbereich): Insgesamt beschäftigt die POLIFILM Gruppe im Jahresdurchschnitt weltweit 1.575 (i. Vj.: 1.563) gewerbliche und angestellte Mitarbeiter (ohne Auszubildende). Der Aufbau um 12 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergibt sich im Wesentlichen im Bereich der gewerblichen Mitarbeiter (+ 8 Mitarbeiter), während im Angestelltenbereich nur ein unterproportionaler Aufbau (+ 4 Mitarbeiter) zu verzeichnen war. Das Verhältnis von gewerblichen zu angestellten Mitarbeitern bleibt im Vorjahresvergleich unverändert. Während die Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 im Inland 1.115 Mitarbeiter beschäftigte (+ 25 Mitarbeiter im Vergleich zu 2020), entfielen 460 Mitarbeiter (- 13 Mitarbeiter gegenüber 2020) auf das Ausland. Damit stieg der Inlandsanteil der innerhalb der POLIFILM Gruppe beschäftigten Mitarbeiter um 1,1 %-Punkte auf 70,8 % und geht im Wesentlichen mit der Akquisition POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen/Pleiße, einher. Während im Bereich EXTRUSION insbesondere durch die Akquisition der POLIFILM Neukirchen GmbH ein - neben Weißandt-Gölzau und Osterburken - dritter Standort für einen konsolidierungskreisbedingten Aufbau des durchschnittlichen Mitarbeiterbestandes (+ 22 Mitarbeiter) nach sich zog, sank die Anzahl der Beschäftigten im Bereich PROTECTION um 11 Mitarbeiter. Der Mitarbeiterabbau ergibt sich im Wesentlichen aus der schrittweisen Verlagerung des chinesischen Produktionsstandorts von SuZhou nach Changshu und den daraus resultierenden, strukturellen Anpassungen im Mitarbeiterstamm. Der Bereich TRADING - resp. die Dachgesellschaft PF - weisen im Vergleich zum Vorjahr einen nahezu unveränderten Mitarbeiterbestand aus. Um den flexiblen Produktionsanforderungen, die sich im Jahr 2021 im Wesentlichen aus den Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Umgang der pandemischen, wellenartigen Schübe in bspw. Produktion, Lieferketten, Krankenständen ergaben, gerecht werden zu können und mangels Rekrutierungsmöglichkeit qualifizierter Arbeitskräfte, wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Leiharbeitskräfte, die nicht in dieser Statistik enthalten sind, zurückgegriffen. Für das gruppenweit etablierte Erfolgsbeteiligungsmodell der Mitarbeiter wurden im Jahr 2021 mit insgesamt gut € 6,9 Mio. rd. € 0,2 Mio. mehr aufgewendet als im Vorjahr, was im Wesentlichen mit höheren Zielerreichungsgraden in Folge der gegenüber Vorjahr partiellen Verbesserung ausgewählter Performance-Kennziffern in Einklang steht. Der variable Anteil am Gesamtpersonalaufwand sinkt jedoch leicht auf 8,0 % (i. Vj.: 8,3 %), da sich bilanzielle Performance-Kennziffern im Stichtagsvergleich partiell verschlechtert haben. Darüber hinaus leistet die Ausbildung einen sehr wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Mitarbeiter. So waren an den deutschen Produktionsstandorten Weißandt-Gölzau, Osterburken, Neukirchen/Pleiße und Wipperfürth im Jahresdurchschnitt 2021 insgesamt 55 Auszubildende beschäftigt. Bedingt durch die fortschreitende pandemische Lage und den demographischen Engpass an potenziellen Auszubildenden verharrte der Auszubildendenbestand like-for-like auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, so dass vereinzelt Stellen im gewerblichen Bereich nicht vollumfänglich nachbesetzt werden konnten. III. Prognose-, Risiko- und ChancenberichtIII. 1) Risiko- und Chancenbericht: Die POLIFILM Gruppe ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und der Unternehmensentscheidungen auf den jeweiligen Verantwortungsstufen der Gruppe. Risiken als auch Chancen bestehen vor allem im Bereich der Rohstoffpreisveränderungen, wobei mit der Mehrzahl unserer Kunden Preisvereinbarungen in Abhängigkeit von der Rohstoffpreisentwicklung bestehen. Insgesamt wird die Rohstoffpreisentwicklung turnusmäßig und zeitnah durch die Bereichsverantwortlichen überwacht und bewertet. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind darauf ausgerichtet, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so definiert und etabliert, dass sie eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern. Für die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts werden zeitnah, entweder durch das Gruppencontrolling oder durch die entsprechenden Bereichsverantwortlichen, interne Berichte erstellt. Im Rahmen der Überwachung werden den Geschäftsführungsorganen für die Einzelgesellschaften monatliche Soll-/Ist-Berichte sowohl für die Ertragslage als auch für wesentliche Kennzahlen zur Verfügung gestellt. Produkt- und Umweltschutzrisiken tragen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Berücksichtigung externer und behördlicher Auflagen Rechnung. Hierzu gehört die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren sowie die Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten. Es bestehen sowohl Haftpflicht- als auch Umwelt- und Feuer-/Betriebsunterbrechung (FBU)-Versicherungspolicen. Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung und Dezentralisierung von Arbeitsplätzen (z.B. Mitarbeiter im Homeoffice) besteht darüber hinaus eine Cyberrisk-Versicherung, die das Risiko von Cyber-Angriffen und dadurch ausgelöste Ausfälle und Betriebsunterbrechungen deckt. Um der IT-Sicherheit auf höchstem Maße Rechnung zu tragen, wurde das Maßnahmenpaket um präventive und weitere korrektive Aktivitäten angepasst, wie z.B. zusätzlich erhöhter Schutz vor unautorisiertem Zugriff, schnelle Isolation potenzieller Schadsoftware oder schnelle Wiederherstellung nicht mehr zugänglicher Daten und Systeme. Außerdem wird das Risikobewusstsein der Mitarbeiter im Umgang mit sensiblen Daten durch weiter intensivierte Schulung gestärkt. Wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Forderungsausfällen werden über entsprechende Warenkreditversicherungen begrenzt. Bei darüber hinaus gehenden Risikoübernahmen sind Genehmigungsprozesse ("Geschäftsordnung") etabliert. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zielt auf die Reduktion des Zinserhöhungsrisikos ab. Dabei wird in der Regel darauf geachtet, dass die zinsbezogenen Geschäfte geschlossen sind. Dies trifft dann zu, wenn in mindestens gleicher Höhe und entsprechender Laufzeit Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem jeweiligen Vertragspartner ausgewiesen werden. Zum Ausschluss von Nachteilen aus kontrahierten Fremdwährungseffekten werden vereinzelt Wechselkurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens insgesamt gefährden könnten, sind weder für das abgelaufene noch für das zukünftige Geschäftsjahr identifiziert worden. III. 2) Prognosebericht: Soweit es sich in den nachfolgenden Ausführungen um zukunftsbezogene Aussagen handelt, weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen abweichen können. Das Geschäftsjahr 2022 lief trotz der anhaltend haussierenden Rohstoffpreise und des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine für die POLIFILM Gruppe gut an und so lagen beispielsweise die Umsatzerlöse aller drei Teilkonzerne im ersten Quartal 2022 oberhalb des Vorjahreszeitraums. Erfreulich an dieser Entwicklung ist zudem, dass die Umsatzausweitung nicht nur mit der deutlichen Erhöhung der Rohstoffpreisbasis einher geht, sondern auch auf gestiegene Absatzvolumina zurückzuführen ist. So profitierte der Teilkonzern PROTECTION von einer weiterhin hohen Nachfrage im Kerngeschäft beschichteter und coextrudierter Schutzfolien und verhalf dem Teilkonzern zu einer Ausweitung der Absatzmengen um fast 7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch die abgesetzte Tonnage im Teilkonzern EXTRUSION lag im ersten Quartal 2022 leicht oberhalb des Vorjahreszeitraums. Insgesamt kann die POLIFILM Gruppe für das erste Quartal 2022 erstmals in ihrer fast 50-jährigen Geschichte einen konsolidierten Bruttogruppenumsatz von über € 200 Mio. erzielen. Dank des im ersten Quartal 2022 weiterhin hohen Auftragsbestandes, gepaart mit der Weitergabe der gestiegenen Rohstoff-, Fracht- und Energiekosten kann die POLIFILM Gruppe ihre Profitabilität im angelaufenen Geschäftsjahr 2022 weiter steigern, so dass die Ergebnisse vor Ertragsteuern im ersten Quartal 2022 oberhalb des Vorjahreszeitraums lagen, wenn auch der für die ersten drei Monate budgetierte Wert nicht ganz erreicht wurde. Der weitere Geschäftsverlauf im Jahr 2022 wird von großen Unsicherheits-Faktoren, wie insbesondere der Fortentwicklung im Ukraine-Krieg und den globalen Auswirkungen aus dem langwierigen, rigiden Lockdown in Teilen Chinas (Null-COVID-Strategie), geprägt sein. Die sich hieraus ergebenden, anhaltenden Lieferkettenstörungen, gepaart mit den kriegsbedingten Sanktionen sowie der global anziehenden Inflation trüben die Aussichten für ein stabiles, wirtschaftliches Wachstum derzeit ein und es besteht die Gefahr des Abrutschens in eine Stagflation, sollten diese Probleme nicht gelöst werden. Auch der IWF hat die aktuellen Entwicklungen in seinem WEO-Update vom April 2022 aufgenommen und seine Anfang des Jahres noch abgegebenen Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft nach unten revidiert. Danach rechnet der IWF für das Jahr 2022 nur noch mit einem Zuwachs des globalen BIP um 3,6 %, während im Januar 2022 noch von einem Wachstum von 4,4 % ausgegangen worden war. Insgesamt rechnet der IWF für die Industrieländer 2022 derzeit mit einem Wirtschaftswachstum von 3,3 %, in den Schwellen- und Entwicklungsländern sollte das Plus 3,8 % erreichen, wobei sich die Nachfrage vor allem in den Industriestaaten zunehmend von Gütern auf Dienstleistungen verlagern wird. Zu den wesentlichen Wachstumssäulen der Industrieländer trägt weiterhin die USA im hohen Maße bei, für die für das Jahr 2022 gemäß IWF ein Wachstum von 3,7 % angenommen wird, auch wenn die wirtschaftliche Aktivität etwas an Dynamik einbüßen wird. In der Industrie verhindern die Engpässe bei Vorleistungsprodukten einen stärkeren Zuwachs. Zudem zeigte sich der wichtige private Verbrauch in Folge der deutlich anziehenden Inflation zuletzt schwächer. Ursächlich sind hier der abnehmende Fiskalimpuls sowie der bereits weit fortgeschrittene wirtschaftliche Aufholprozess. Für den Euroraum rechnet der IWF für das Jahr 2022 mit einem Wirtschaftswachstum von lediglich 2,8 %, das damit ebenfalls 2,5 %-Punkte unterhalb dem des Jahres 2021 liegt. Die sich in Folge der Mischung aus kriegerischer Auseinandersetzung, merklichen Lieferengpässen und explodierender Inflationsraten abzeichnenden Abwärtsrisiken nehmen auch innerhalb der EU deutlich zu. So wird für 2022 seitens des IWF beispielweise für Deutschland auch nur noch von einem BIP-Wachstum von 2,1 % ausgegangen. Die Auftriebskräfte durch den Wegfall der Pandemiebeschränkungen, die Nachwehen der Corona-Krise und die Schockwellen durch den Krieg in der Ukraine sorgen für gegenläufige konjunkturelle Strömungen. Nicht zuletzt durch den neuerlichen strikten Lockdown in Teilen Chinas hat sich das insbesondere für Deutschland so wichtige, außenwirtschaftliche Umfeld weiter eingetrübt, so dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 durch schwieriges Fahrwasser steuern wird. Das für das Jahr 2022 seitens des IWF prognostizierte BIP-Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer (+ 3,8 %) wird insbesondere durch Indien (+ 8,2 %), Saudi-Arabien (+ 7,6 %) und die Volksrepublik China (+ 4,4 %) getragen, wenn auch das von der Regierung ausgegebene Ziel ("5,5 %-Wachstum") insbesondere vor dem Hintergrund des neuerlichen, strikten Lockdowns durch vereinzelte COVID19-Ausbrüche in weite Ferne gerückt zu sein scheint. Die insgesamt deutlich anziehende Inflation bringt auch die internationalen Währungshüter diesseits und jenseits des Atlantiks unter immensen Zugzwang die Zinsen peu à peu anzuheben, ohne die wirtschaftliche Entwicklung, gepaart mit den negativen Implikationen, die sich aus der Ukraine-Krise und dem partiellen China-Lockdown noch ergeben werden, nicht in eine Rezession abgleiten zu lassen. Die amerikanische Notenbank FED hat infolgedessen bereits in zwei Schritten den US-Leitzins auf eine Spanne von 0,75-1,00 % erhöht, um insbesondere dem Anstieg der Verbraucherpreise, die im Mai 2022 um 8,6 % (höchster Wert seit 1981) gestiegen waren, entgegenzuwirken. Weitere und wohlmöglich aggressive Leitzinserhöhungen sind seitens des FED-Präsidenten Jerome Powell bereits für die kommenden Monate angekündigt worden. Auch die europäische Zentralbank EZB hat nach längerem Zögern - neben der Beendigung des Anleihekaufprogramms APP zum 1. Juli 2022 - nun erstmals seit 2011 eine Straffung ihrer expansiven Geldpolitik angekündigt und eine baldige Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte in Aussicht gestellt, um der ebenfalls stark anziehenden Inflation innerhalb er Europäischen Union (EU-27), die sich im April 2022 auf durchschnittlich 8,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat belief, Einhalt zu gebieten. Gemäß einer seitens des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) durchgeführten Umfrage bleibt der wirtschaftliche Ausblick auf das Jahr 2022 auch für die Branche sehr gemischt und mit hohen Unsicherheiten verbunden. Hiernach stehen die Preisentwicklungen für Energie und Rohstoffe (letztere gepaart mit schlechter Verfügbarkeit) sowie die Logistikkosten mit großem Abstand an der Spitze der finanziellen und betrieblichen Herausforderungen. Mittlerweile 80 % der Betriebe spüren zunehmend den seit einigen Jahren immer deutlicher sichtbaren Fachkräftemangel. Vor allem Verfahrensmechaniker und entsprechende Auszubildende werden teils händeringend oder mit interessanten Transfergeschenken gesucht, dennoch leider oft vergebens. Auch wenn gut die Hälfte der Unternehmen Umsatzzuwächse erwartet, rechnen nur 35 % mit Ergebnisverbesserungen. Ein Viertel hegt dagegen Befürchtungen über sinkende Ergebniszahlen. Trotz der unsicheren wirtschaftlichen Lage hält die Industrie an den Zielen Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz fest. Allerdings bremsen die hohen Kosten die Investitionsbereitschaft. Der Umfrage zufolge liegen dringend erforderliche Investitionen in Energieeffizienz, Klimaschutz, Modernisierung der Produktion und Digitalisierung derzeit auf Eis. Auch die POLIFILM Gruppe ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiterhin starken, nachfrageorientierten Liefermengenverknappungen durch unsere Rohstofflieferanten ausgesetzt, die den PE-Preis auch weiter ansteigen lassen. Hinzu kommen neben anhaltend hohen Logistikkosten, wie insbesondere in der Containerschifffahrt, schon vor der russischen Invasion der Ukraine deutlich steigende Notierungen für den Bezug von Energie sowie höhere Aufwendungen für Personal, die sich einerseits aus der im Inland bereits beschlossenen, stufenweisen Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns und andererseits aus zu erwartenden, höheren Tarifabschlüssen in Folge der deutlich anziehenden Inflation ergeben werden. Die weltweit drastisch steigenden Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden laufend und bereichsübergreifend in unseren Managementteams reviewed und in die Kalkulation unserer Verkaufspreise eingerechnet. Während wir beim Rohstoffpreis eher davon ausgehen, dass der Aufwärtstrend in Folge der gedämpften wirtschaftlichen Entwicklung im Laufe des 2. Halbjahres 2022 abflachen wird, scheinen die Energiepreise unaufhörlich in die Höhe zu schnellen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat darüber hinaus eine gefährliche Sanktionsspirale in Gang gesetzt, die - neben dem bereits verhängten Embargo für russisches Öl - im Worst-Case-Szenario in einem Lieferstopp für russisches Gas münden könnte und die deutsche Wirtschaft in eine Rezession abrutschen ließe, was hierbei insbesondere energieintensive Unternehmen empfindlich treffen würde. Sollte sich im restlichen Verlauf des Jahres 2022 eine Normalisierung in der Rohstoffversorgung einstellen, ist mit Preisreduzierungen und rückläufigen Auftragseingängen zu rechnen, da mit einem Abbau von Lagerbeständen bei unseren Kunden gerechnet werden muss. Die Chancen für die POLIFILM Gruppe ergeben sich zum einen insbesondere durch das Aufgreifen zukunftsfähiger (Mega-)Trends in den Produktentwicklungen und dem Prozessdesign. Hierzu zählen nicht zuletzt die, in ihrer Notwendigkeit durch die EU-Debatten und Reglementierungen getriebenen, nachhaltigen Verpackungslösungen, welche vielfältige Ansatzpunkte für optimierte und neue Folienlösungen offerieren. Dabei sind sowohl hochwertige recyclebare Monomaterialverpackungen als auch aus Rezyklat bestehende Entwicklungen als Potentialträger zu betrachten. Ebenso eröffnen der Ausbau und technologische Fortschritt im Bereich Recycling, unter Anwendung hochmoderner Produktionsanlagen und -verfahrenstechniken, neue Möglichkeiten - von der Energieeffizienzsteigerung über die Gewinnung hochwertiger Rohstoffe bis hin zu neuen Produktvarianten. Zum anderen zeichnet sich im Transfer bewährter Modelle, zur strategischen Markterschließung und internationalen Aufstellung, unter den Teilkonzernen ein Schlüssel zur Chancenvielfalt für die POLIFILM Gruppe ab. Insgesamt bleibt die Prognose für die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2022 mit einem hohen Maß an Unsicherheiten behaftet. Das größte Risiko für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft stellt der Balanceakt dar, den die Zentralbanken zur Bekämpfung der deutlich anziehenden Inflation leisten müssen, ihre geldpolitischen Werkzeuge so einzusetzen, dass die Konjunktur sich nur in einer Weise abkühlt, ohne in eine Rezession abzurutschen. Die sich daraus ergebenden, steigenden Zinsen werden eine sinkende Investitionstätigkeit und einen rückläufigen privaten Konsum zur Folge haben, was im weiteren Verlauf des Jahres 2022 zu einer stagnierenden oder gar schrumpfenden Wirtschaftsleistung führen kann, zumal die Verwerfungen, die sich aus dem anhaltenden Ukraine-Krieg und möglicher neuer Corona-Beschränkungen im Herbst 2022 ergeben können, diese Entwicklung noch verstärken können. Sollte der bisher im Wesentlichen energiegetriebenen Inflation auf absehbare Zeit nicht Einhalt geboten werden und die Probleme in den Lieferketten in Folge des Auffüllens von Lagern auch Vorprodukte deutlich verteuern, droht das Abrutschen in eine Lohn-PreisSpirale, mit der Konsequenz, dass die Arbeitnehmer zum Ausgleich des Kaufkraftverlusts aufgrund der gestiegenen Preise höhere Löhne fordern. Das wiederum lässt die Kosten der Unternehmen steigen, die diese in Form von Preisanhebungen an ihre Kunden weiterreichen. Aktuell bezeichnen 89 % der Unternehmen die Gefahr einer Lohn-PreisSpirale als "groß" oder "sehr groß" (Quelle, Handelsblatt online vom 10. Mai 2022: https://www.handelsblatt.com/politik/preise-inflation-89-prozent-der-unternehmen-fuerchten- lohn-preis-spirale/28313928.html). Unabhängig davon bestehen allgemeine Risiken wie starke Rohstoffpreisschwankungen resp. Versorgungsengpässe ("force majeure"), Konjunkturzyklen, Wechselkursverwerfungen und politische Entwicklungen (Neuwahlen) resp. geopolitische Spannungen in bzw. zwischen den Schwellen- und Industrieländern (Autarkiebestreben), gegen welche kein produzierendes Unternehmen immun ist. Deren günstige respektive positive Entwicklung kann sich jedoch auch als Chance für die Zukunft erweisen. Technologische Impulse und Chancen für die gesamte Branche könnten von der weltgrößten Messe der Kunststoffindustrie ("K' 2022"), die im Herbst diesen Jahres wieder als Präsenzmesse in Düsseldorf stattfinden soll, ausgehen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses beurteilt die Geschäftsführung der POLIFILM GmbH die Lage insgesamt als zufriedenstellend bis gut. Aus heutiger Sicht gehen wir auch davon aus, dass die konsolidierten Umsatzerlöse der POLIFILM Gruppe im laufenden Jahr 2022 mindestens das Niveau des Vorjahreszeitraums erreichen werden, was unter anderem mit der weiter erhöhten PE-Rohstoffpreisbasis resp. dem Anstieg der Verkaufspreise in Einklang steht. Vor dem Hintergrund der bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf den weiteren Fortgang des Ukraine-Krieges gepaart mit der anziehenden Inflation und den weiterhin nicht intakten Lieferketten gehen wir derzeit davon aus, dass diese Störfeuer im Laufe des 2. Halbjahres 2022 sowohl eine Abkühlung auf der Nachfrageseite als auch zu weiter steigenden Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit sich bringen werden. Somit müssen wir zum heutigen Tage davon ausgehen, dass die POLIFILM Gruppe das Rekordergebnis des Jahres 2021 auf EBT- resp. EBITDA-Ebene im aktuellen Geschäftsjahr 2022 nicht ganz erreichen kann. Eine verlässliche Quantifizierung des Geschäftsergebnisses 2022 ist vor dem Hintergrund der Vielzahl an bestehenden Unsicherheiten zum heutigen Tage jedoch nicht möglich.
Köln, den 17. Juni 2022 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die POLIFILM GmbH, Köln PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der POLIFILM GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der POLIFILM GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 22. Juni 2022 ADKLAG
Tobias Polka, Wirtschaftsprüfer Peter Volprecht, Wirtschaftsprüfer |
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