Massenberg GmbHLiquidiert

Econova-Allee 3, 45356 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 1308
Eingetragen
16.6.1966
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Durchführung von Korrosionsschutz-, Betoninstandsetzungs- und Malerarbeiten einschließlich erforderlicher Nebenarbeiten sowie der Handel mit Waren und die Ausübung von GU-Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Karl Dötsch
seit 5.3.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Gesellschafter
Beta

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 6 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Andrea Hoffmann
Zweihonnshaften 1, 45133 Essen
1.006.000 €
25.32%
Birgitt Massenberg
Witts-Allee 6, 22587 Hamburg
1.006.000 €
25.32%
K**** K********
694.000 €
17.46%
BID GmbH
Germany
680.000 €
17.12%
Massenberg Beteiligungs-GbR
Germany
294.000 €
7.41%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Massenberg GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

A. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Im Berichtsjahr war die Massenberg GmbH bundesweit tätig. Baustellen und Einsatzorte erstrecken sich über das gesamte Bundesgebiet. Die Struktur der Baustellen war überwiegend geprägt von Arbeiten der Betoninstandsetzung und des Korrosionsschutzes. Eine bedeutende Säule bildet dabei die Sanierung von Parkhäusern und Tiefgaragen. In diesem Segment werden klassische Instandsetzungsmethoden eingesetzt, zudem werden seit 16 Jahren auch erfolgreich Projekte mittels Kathodischem Korrosionsschutz (KKS-B) realisiert.

Weiterhin werden Projekte im Bereich des Industriebaus sowie in der Wasserver- und -entsorgung ausgeführt. Nicht zuletzt werden industrielle Auftraggeber auch mit Maler- und Industrieanstrich- sowie Bodenbeschichtungsarbeiten bedient. Diese Leistungen werden teilweise auf der Grundlage von Rahmenverträgen, teilweise über Projektausschreibungen realisiert.

Die Firma der Gesellschafterin wurde im Jahr 2020 auf DEUBIS GmbH geändert. Weitere Veränderungen innerhalb der Gesellschafterstruktur haben nicht stattgefunden. Zum 31.10.2020 wurde durch die Massenberg GmbH eine weitere Beteiligung erworben. Es handelt sich um die Hegener Malerbetrieb - Gerüstbau GmbH in Bestwig im Sauerland.

Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Der Start des Jahres 2020 war vom guten Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2019 und daraus resultierenden Überhängen geprägt. So konnte Massenberg das Jahr mit einem komfortablen Auftragsvorlauf beginnen. Die gesamte deutsche Wirtschaft (BIP) entwickelte sich jedoch corona-bedingt zurückhaltend, das Wachstum blieb hinter den Erwartungen zurück und, mit einer bereinigten Reduzierung von 4,9 %, auch deutlich unter dem Vorjahreswert bzw. unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (1,3%). Der Baubereich zeigte sich davon weitestgehend unbeeindruckt, insgesamt wurde eine preisbereinigte Steigerung um 5% ermittelt, im Vorjahr lag dieses Wachstum bei 4% besonderen Einfluss auf dieses Wachstum hat die anhaltende Niedrigzinsphase sowie der private und kommerzielle Wohnungsbau. Auch die von der Regierung angekündigten Investitionen in die öffentliche Infrastruktur sind inzwischen im Markt spürbar und führen zur weiteren sehr hohen Auslastung der im Markt vorhandenen Kapazitäten. In angrenzenden Branchen, wie z.B. Gerüstbauer und Produkthersteller war die Kapazitätsgrenze mehr als erreicht. Dies gilt besonders auch für die zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte. [Quelle: Homepage Destatis-Statistisches Bundesamt-; Bundesverband Korrosionsschutz: Geschäftsbericht 2020; Homepage Building Radar; Homepage: baulinks.de]

Zu Beginn der Corona Pandemie in Europa war ein ausreichender Auftragsvorlauf vorhanden. Diese Aufträge waren verhandelt und vergeben als Covid-19 noch nicht als globale Bedrohung wahrgenommen wurde. So waren diese Aufträge mit guten Margen aufgrund der Marktsituation aus dem Vorjahr geprägt. Durch die pandemiebedingten, gravierenden Einschnitte und die zu diesem Zeitpunkt große Unsicherheit entwickelte sich die gesamte deutsche Wirtschaft jedoch rückläufig. Zudem wurden Beauftragungen teilweise zurückgehalten. Trotz dieser schwierigen Marktsituation konnte die Massenberg GmbH insgesamt das Leistungsniveau des Vorjahres halten, der Rückgang der Gesamtleistung betrug gerade ein Prozent. Aufgrund des sehr guten Vorlaufes aus dem Vorjahr musste Massenberg in dem hart umkämpften Frühjahrsmarkt keine wesentlichen Aufträge zu schlechten Preisen annehmen und konnte die ersten pandemiebedingten Einbrüche "aussitzen". Diese Situation hat dazu geführt, dass das Ergebnis um mehr als 90 % gesteigert werden konnte und wir wieder an das Niveau von 2018 anknüpfen konnten.

Im Jahr 2020 war die Bauwirtschaft eine wesentliche Stütze der deutschen Gesamtwirtschaft, da unsere Branche von den Corona-Beschränkungen relativ wenig beeinträchtigt wurde. Preissteigerungen resultierten jedoch überwiegend aufgrund des guten Vorlaufs aus dem Vorjahr. Aufträge, die im zweiten Halbjahr vergeben wurden, standen unter deutlich stärkerem Druck. Aus diesem Grund ist eine rein statistische Betrachtung der Jahreswerte irreführend. Auch die Korrelation mit dem Absatz der Lack- und Mörtelindustrie funktioniert in diesem Jahr nicht zuverlässig. Bedingt durch Lockdown und Kurzarbeit hat der DIY-Bereich erheblich zugelegt, was den produzierenden Bautenschutz-Mittel Herstellern zweistellige Zuwachsraten beschert hat.

Zum Start des Jahres 2020 stellte sich die Auslastung der Massenberg GmbH in den einzelnen Regionen differenziert dar und entsprach in etwa dem des Vorjahres, jedoch mit einem etwas höheren kalkulierten Deckungsbeitrag. In der 1. Jahreshälfte Geschäft mit starker Marge, ein schwächeres Q3 coronabedingt durch den Lockdown, das durch ein starkes Jahresende kompensiert wurde. So konnten im ersten und zweiten Quartal bereits umfangreiche Leistungen abgewickelt werden. Der Gesamtmarkt geriet mit dem Fortschreiten der Pandemie weiter unter Druck, trotzdem ist es gelungen weitere lukrative Aufträge für das Unternehmen zu akquirieren.

Im Jahresverlauf stabilisierte sich die Auftragslage, sodass das Unternehmen bei engeren Margen trotzdem gut ausgelastet war.

Teilweise konnte der Preisdruck auch an unsere Lieferanten und Nachunternehmer weitergegeben werden, was sich positiv auf das Betriebsergebnis ausgewirkt hat.

Durch den Wechsel in der Niederlassungsleitung in den neuen Bundesländern entwickelte sich der Standort Moritzburg positiv und kehrte damit den Trend der letzten Jahre um.

Umsatz- / Auftrags- und Ergebnisentwicklung

Wie in den vergangenen Jahren zählt die Instandsetzung von Parkhäusern und Tiefgaragen zu den Kernkompetenzen der Massenberg GmbH. In diesem Geschäftszweig generiert Massenberg einen deutlichen Anteil des Gesamtumsatzes mit positiver Gesamtentwicklung. Die Ausführung von Rahmenvertragsarbeiten für verschiedene DAX- und MDAX-Konzerne sowie die Ausführung von Instandsetzungs- und Korrosionsschutzarbeiten konnten weiter gefestigt werden.

Die Gesamtleistung 2020 lag bei gesteigerter Marge auf Vorjahresniveau, wobei regionale Schwankungen durch die verschiedenen Niederlassungen in Summe ausgeglichen wurden.

Die in den Vorjahren gestarteten Maßnahmen zur Kosten- und Ergebnisoptimierung wurden fortgesetzt und zeigen eine entsprechende Wirkung. Durch den neuen Gesellschafter wurden im Vorjahr Prozesse gestartet, um weitere Kennzahlen und Indikatoren zur Ergebnisentwicklung besser und vor allem frühzeitiger beurteilen zu können. Diese Instrumente haben sich deutlich positiv ausgewirkt.

Produktion

Ein wesentlicher Bestandteil der Leistungserbringung besteht in der Ausführung handwerklicher Leistungen. Massenberg ist bestrebt, diese Arbeiten durch den Einsatz von Maschinen und Geräten zu vereinfachen bzw. die Wertschöpfung zu erhöhen. Dabei spielt das Knowhow der Mitarbeiter eine wesentliche Rolle. Da jedes Instandsetzungsprojekt ein "Einzelstück" ist, gibt es kaum Gelegenheiten für Automatisierung bzw. Optimierungseffekte durch Wiederholung. Ein wesentlicher Teil des Knowhows ist also die Übertragung der gemachten Erfahrungen auf neue Problemstellungen.

Die bestehenden Geschäftsfelder der Massenberg GmbH wurden weiterentwickelt und kontinuierlich optimiert. Dabei wurde sowohl im Bereich der Personalqualifikation als auch bei der Anschaffung neuer Maschinen und Geräte verstärkt ein Fokus auf den Ausbau des Geschäftsfeldes der Parkhausinstandsetzung gelegt. Da diese Arbeiten in der Regel in Innenräumen ausgeführt werden, spielt neben dem Umweltschutzgedanken auch der Schutz der Mitarbeiter vor schädlichen Abgasen eine immer wichtigere Rolle.

Die Gewinnung neuer Mitarbeiter ist trotz der Wirtschaftslage schwieriger. Massenberg versucht durch moderne Medien Aufmerksamkeit zu gewinnen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Darüber hinaus haben wir auch Aktivitäten auf verschiedenen Social-Media-Kanälen gestartet.

Bauwerke des Ruhenden Verkehrs

Trotz modernster Erkenntnisse und Regelwerke wurde auch nach der Jahrtausendwende teilweise immer noch so gebaut, dass Tiefgaragen und Parkhäuser stark schadenanfällig sind und auch jüngere Bauwerke einer Instandsetzung bedürfen. Der ästhetische Anspruch an die Gestaltung von Tiefgaragen und Parkhäusern gewinnt ebenfalls immer weiter an Bedeutung. Die anhaltend niedrigen Zinsen und der "Wettbewerbsdruck", dass auch die umliegenden Objekte aufgewertet werden, beflügelt die Investitionsbereitschaft bei privaten Bauherren wie z.B. Eigentümergemeinschaften. Bedingt durch die Corona-Einschränkungen durften zeitweise keine Eigentümerversammlungen stattfinden, sodass es hier zu einem "Vergabestau" gekommen ist.

Dienstleistungen in der Industrie

Massenberg verfügt über alle notwendigen Zertifizierungen, Befähigungsnachweise und Qualifikationen, um auch für anspruchsvolle Kunden wie z.B. die chemische Industrie arbeiten zu dürfen. Diese Leistungen werden sowohl auf der Grundlage von Rahmenverträgen wie auch als projektbezogene Werkverträge ausgeführt. Dabei erbringen wir Leistungen in allen Kernkompetenzen von Betoninstandsetzung, Korrosionsschutz bis hin zu Malerarbeiten.

Wasser und Abwasserwirtschaft

In diesem Marktsegment besteht kontinuierlicher Bedarf, der teilweise auch durch Tief- und Spezialbaufirmen angeboten wird. Besonders bei der Ausführung hochwertiger Beschichtungen und Oberflächenschutzsysteme hat Massenberg hohe Kompetenz, sowohl für mineralische als auch für Reaktionsharz-Beschichtungen. Aufgrund von Tauwasserproblemen erfolgt die Instandsetzung von unterirdischen Bauwerken oft in den Wintermonaten, was diese Projekte für unsere Kapazitätsauslastung sehr interessant macht. Für die Bearbeitung von Trinkwasserbehältern hat Massenberg sich nach dem DVGW Standard W 316 zertifizieren lassen. Wir sind Mitglied bei dem Fachverband SITW (Schutz und Instandsetzung im Trinkwasser). Durch die aktive Beteiligung an dem jährlich stattfindenden Kolloquium versuchen wir, uns auch in diesem Geschäftsfeld dem interessierten Fachpublikum zu präsentieren.

Korrosionsschutz

Die Bearbeitung von Stahloberflächen zählt zu den ältesten Kompetenzen bei Massenberg. In diesem Segment ist die Gewichtung bei den einzelnen Niederlassungen unterschiedlich. Neben drei stationären Strahlhallen wird Korrosionsschutz in verschiedenen Werken als Rahmenvertragsleistung ausgeführt. Darüber hinaus werden Brücken (z.B. Kanalüberführungen) und industriell genutzte Konstruktionen bearbeitet. Ein weiterer Tätigkeitsbereich in diesem Segment ist der Korrosionsschutz innerhalb von Umspannanlagen. Für diese Tätigkeit müssen alle eingesetzten Mitarbeiter eine entsprechende Schulung durchlaufen.

Brückeninstandsetzung

Auch wenn der wesentliche Teil der öffentlichen Mittel in den Ersatzneubau von Brücken investiert wird, kommen immer häufiger Brückensanierungen zur Ausschreibung. Seit 2017 finden die angekündigten Großinvestitionen in unsere Infrastruktur als Projektausschreibung ihren Weg in unseren Markt. Die Realisierung war im Berichtsjahr deutlich zu spüren. Die Herausforderung für die Straßenbau-Verwaltungen ist es, das fehlende eigene Personal für die Planung und Ausschreibung der Projekte durch externe Planungsaufträge aufzufangen. Durch die Verlagerung der Bauaktivitäten von den Landesstraßenbauverwaltungen hin zur Autobahn GmbH des Bundes ist es zu einem temporären Einbruch in dem Segment gekommen, der sich aber vermutlich kurzfristig auflöst.

Massenberg beteiligt sich an Projekten passender Größe. Brückenbaustellen, bei denen der überwiegende Teil für uns Fremdleistungen wären, werden von uns nicht bearbeitet. Teilweise erhalten wir für Sonderlösungen Anfragen verschiedener Generalunternehmer. Diese werden sehr selektiv bearbeitet.

Die Vergabe von Aufträgen zur Instandsetzung von Brücken erfolgt durch die öffentliche Hand, hierbei wird in der Regel der billigste Anbieter berücksichtigt. Große Projekte werden übelicherweise an einen Generalunternehmer vergeben, der wiederum günstige Nachunternehmer sucht. Beide Varianten gehören bisher nicht zu den bevorzugten Auftragsquellen der Massenberg GmbH. Um in diesem Segment zukünftig bestehen zu können, werden neue Konzepte in der Kalkulation sowie bei der Abwicklung erarbeitet. Ein wesentlicher Schritt ist hierbei auch die Einführung des neuen Kalkulationssystems.

Hohe Bauwerke

Dieser Markt ist auf ein Minimum geschrumpft. Massenberg beteilig sich an den wenigen auf dem Mark angefragten Projekten, um das vorhandene Knowhow zu erhalten. Dabei wurden einzelne, meist kleinere Maßnahmen realisiert.

2. Beschaffung

Der Bereich Beschaffung rückt immer weiter in den Vordergrund. Der Gesamtbetrag an bezogenen Dienstleistungen von T€ 18.083 (VJ: T€ 20.591; -12%) stellte einen deutlichen Anteil an unserer Gesamtleistung dar. Der Trend zeigt jedoch seit mehreren Jahren einen Rückgang der Zukaufquote und damit den Aufbau eigener Kompetenzen.

Ein weiterer wesentlicher Anteil ist die Beschaffung von Treibstoff für unsere Baustellengroßgeräte sowie für unseren Fuhrpark. Auch für Diesel gab es keine wesentliche Verteuerung. Im Fuhrparkbereich an sich konnten die Konditionen moderat verbessert werden.

Im Bereich von zugekauften Leistungen ist insgesamt die hohe Nachfrage im Bau zu spüren. Dies macht sich an den berechneten Preisen für verschiedene Fremdleistungen und Personaldienstleistungen bemerkbar. Während der Hauptsaison kam es trotz des Corona bedingten gesamtwirtschaftlichen Einbruchs zu deutlichen Engpässen bei der Beschaffung zusätzlicher Arbeitskräfte. Dies betrifft sowohl den Bereich der Zeitarbeitskräfte als auch den Zukauf von Leistungen im Bauhauptgewerk, die nicht selbst ausgeführt werden.

Die Massenberg GmbH bemüht sich daher, durch enge und wiederkehrende Zusammenarbeit sowie pünktliche bzw. Skonto-Zahlung, als verlässlicher Geschäftspartner aufzutreten und so die uns bekannten Fremdfirmen und Personaldienstleister an uns zu binden.

3. Investitionen

Im Sachanlagevermögen wurden Investitionen in Höhe von T€ 430 getätigt, die aus dem laufenden Geschäft heraus finanziert wurden. Es wurde wie in den letzten Jahren weiter in die Erneuerung und Erweiterung von Großgeräten wie z.B. Kompressoren und parkhaustaugliche Stapler investiert. Durch die Ausweitung unserer Leistungen wurde auch der Bestand an Prüf- und Messmitteln erweitert und teilweise modernisiert. Ein Schwerpunkt ist dabei die Umstellung auf digitale Messgeräte zur fortlaufenden Dokumentierung der Klimadaten.

Eine weitere wesentliche Investition stellt die Erweiterung von Büro- und Lagerflächen dar. So wurden für die Verwaltung in Essen neue Büroräume angemietet. Hieraus resultierten Renovierungskosten und die Einrichtung der neuen Arbeitsplätze. Am Standort Bürstadt ist für Q1 2021 ein Umzug der gesamten Niederlassung in größere Büro- und Lagerflächen vorgesehen. Die Vorbereitungsarbeiten wurden bereits im Q4 2020 gestartet.

Finanzierungsmaßnahmen

Die Kapitalausstattung des Konzerns besteht im Wesentlichen aus dem eingezahlten Eigenkapital sowie zusätzlicher Gesellschafterdarlehen die Eigenkapital-Charakter aufweisen.

Auf Gruppenebene besteht zusätzlich ein Betriebsmittelkredit, der in Anspruch genommen werden kann. Die Akquisition der Firma Hegner Malerbetrieb & Gerüstbau GmbH wurde aus dem operativen Cash Flow bezahlt.

Durch übergehende Baustellen und die gute Auslastung in den ersten Monaten des Jahres war die Auftragslage des Unternehmens so gut, dass die eigene Belegschaft kontinuierlich ausgelastet war. Im H1 lag der Auftragsbestand meist deutlich über dem Vorjahresniveau, zu Beginn des H2 unter dem Vorjahr, dies konnte aber am Ende von Q 3 kompensiert werden, sodass Massenberg ein starkes Q4 vermelden kann.

Personalbereich

Im Jahresdurchschnitt wurden 229 (Vorjahr 221) gewerbliche Arbeitnehmer, 48 (Vorjahr 40) Angestellte und 2 (Vorjahr 2) Auszubildende beschäftigt. Damit konnte der Personalbestand leicht gesteigert werden. Unser Ziel bei der Neueinstellung von Mitarbeitern ist vorwiegend junge Nachwuchskräfte zu finden und so das Durchschnittsalter unserer Belegschaft zu senken.

Für die Abdeckung von Spitzen sowie für die Ausführung von untergeordneten Leistungen wurden teilweise Werkverträge vergeben bzw. Zeitarbeitskräfte eingesetzt. Zu Spitzenzeiten, einschließlich dieser externen Arbeitskräfte, waren über 500 Personen für die Massenberg GmbH tätig.

Die Massenberg GmbH erfüllt die Vorgaben des bestehenden Tarifvertrages in vollem Umfang. Darüber hinaus übernimmt sie alle Kosten für arbeitsmedizinische Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen. Auch die Kosten für die Beschaffung der persönlichen Schutzausrüstung aller Mitarbeiter trägt der Arbeitgeber. Für die Beschaffung moderner persönlicher Schutzausrüstung konnte teilweise eine Förderung der BG Bau in Anspruch genommen werden. Die BG verfolgt besonders das Ziel der Staubreduzierung, welches wir in vollem Umfang unterstützen.

Im Berichtsjahr kamen Corona bedingte Aufwendungen hinzu. So verteuerten sich z.B. Staubschutzmasken die heute allgemein als FFP2 Masken bekannt sind. Zudem wurde in großem Umfang Desinfektionsmittel beschafft.

Die vorgeschriebenen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen werden durch den medizinischen Dienst der Berufsgenossenschaft durchgeführt. Die Einhaltung der entsprechenden Termine wird exakt überwacht. Dies ist ein wesentlicher Teil des bestehenden Arbeitsschutzmanagementsystems. Die im Jahr 2014 eingeführte Stabsstelle für den Bereich Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit zeigt spürbare Wirkung in der gesamten Belegschaft. Es ist eine zunehmende Sensibilisierung für diesen Bereich festzustellen. Diese zentrale Funktion war zudem sehr hilfreich bei der Koordinierung der Corona-Schutzmaßnahmen.

Die im Jahre 2007 erfolgte Zertifizierung des SCC (Sicherheits Certifikate Contraktoren) -Systems wurde auch im Jahre 2020 konsequent fortgeführt. Dieses System findet sowohl bei Kunden als auch innerhalb der eigenen Belegschaft hohe Akzeptanz.

Neben der Qualifikation im Hinblick auf die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz wurde bei den Weiterbildungsmaßnahamen besonderen Wert auf den Praxisbezug in den relevanten Marktfeldern gelegt. Hierzu gehören, neben den fachlichen, auch baujuristische Belange.

4. Umweltschutz

Nach wie vor verfolgt die Massenberg GmbH konsequent das Ziel, Emissionen sowie Belastungen für Mitarbeiter und Umwelt so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört die Auswahl geeigneter schadstoffarmer Produkte sowie die permanente Aktualisierung des Fuhr- und Geräteparks. Bei der Auswahl neuer Fahrzeuge wird besonders auf die Sicherheitsausstattung geachtet.

Die Entsorgung von Schutt und Abfällen erfolgt durch dafür zugelassene Fachunternehmen. Wo möglich, werden Leergebinde in das Kreislaufwirtschaftssystem zum Recycling gegeben und die Entsorgung getrennt nach Wertstoffgruppen durchgeführt. Auch die Vorgaben des neuen Gesetzes zur getrennten Entsorgung von Baustellenabfällen findet bei uns Beachtung. Jedoch ist bei verschiedenen Baustellen in Innenstadtlage die Bereitstellung mehrerer Abfallbehälter räumlich nicht möglich.

Auch bei der Beschaffung von dieselbetriebenen Baugeräten achten wir auf die Ausrüstung mit Dieselkatalysatoren und Feinstaubfiltern. Die daraus resultierenden Mehrkosten sichern die Einsatzfähigkeit bei Innenstadt-Baustellen und verbessern den möglichen Restwert.

Bedingt durch die auszuführenden Arbeiten ist es auch heute noch nicht vermeidbar, dass Mitarbeiter mit schadstoffhaltigen Altprodukten in Berührung kommen. Hierbei geht die Bandbreite von Asbest über Blei bis hin zu polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Aus diesem Grund legt die Massenberg GmbH großen Wert auf die kontinuierliche Schulung und Unterweisung in diesem Bereich. Massenberg verfügt über eine entsprechende Zertifizierung und Zulassung.

Bei Baustellen mit hoher Schadstoffkonzentration wurde ein Konzept zur permanenten Gesundheitsüberwachung (Biomonitoring) erarbeitet und umgesetzt.

I. Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage

Analyse der Vermögensstruktur:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
T€ % T€ % T€
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 278 1,2% 285 1,4% -7
Sachanlagen 1.486 6,4% 1.571 7,6% -85
Finanzanlagen 5.765 24,9% 3.025 14,7% 2.740
7.529 32,6% 4.881 23,6% 2.648
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 242 1,0% 3.662 17,7% -3.420
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.123 52,4% 9.612 46,6% 2.511
Liquide Mittel 3.179 13,7% 2.442 11,8% 737
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 51 0,2% 42 0,2% 9
15.595 67,4% 15.758 76,4% -163
23.124 100,0% 20.639 100,0% 2.485

Der Anstieg im Bereich der Finanzanlagen um T€ 2.740 basiert auf dem Erwerb der Firma Hegener Malerbetrieb - Gerüstbau GmbH (T€ 1.715) und auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen (T€ 1.025).

Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen, also laufenden Baustellen konnte um 18 % = T€ 2.963 reduziert werden. Im Gegenzug konnte die Anzahlungsquote um 20 %-Pkt. gesteigert werden, sodass die nominelle Anzahlungssumme der des Vorjahres entspricht.

Analyse der Kapitalstruktur:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
T€ % T€ % T€
Wirtschaftliches Eigenkapital
Eigenkapital 10.392 44,9% 10.392 50,4% 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.799 12,1% 0 0,0% 2.799
13.191 57,0% 10.392 50,4% 2.799
Mittel- und langfristige Fremdmittel
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 759 3,3% 762 3,7% -3
759 3,3% 762 3,7% -3
Kurzfristige Fremdmittel
Sonstige Rückstellungen 2.109 9,1% 2.277 11,0% -168
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8 0,0% 0 0,0% 8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.322 18,7% 4.301 20,8% 21
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0% 26 0,1% -26
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 37 0,2% 37 0,2%
Sonstige Verbindlichkeiten 2.697 11,7% 2.843 13,8% -146
9.174 39,7% 9.485 46,0% -311
23.124 100,0% 20.639 100,0% 2.485

Die Eigenkapitalquote liegt unter Berücksichtigung der Ergebnisabführung stabil über 50%.

Die mittel- und langfristigen Fremdmittel bestehen aus Rückstellungen für Pensionen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig getilgt.

Die kurzfristigen Fremdmittel betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und sonstige Verbindlichkeiten. Diese werden bei entsprechender Fälligkeit beglichen.

2. Ertrags- und Finanzlage

Analyse der Ertragslage, wobei die sonstigen betrieblichen Erträge als "Kostenmindernde Erträge" dargestellt werden:

2020 2019 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 56.085 104,5% 48.688 90,7% 7.397 15,2%
Bestandsveränderungen -2.963 -5,5% 5.000 9,3% -7.963 -159,3%
Gesamtleistung 53.122 98,9% 53.688 100,0% -566 -1,1%
Sonstige betriebliche Erträge 1.134 2,1% 816 1,5% 318 39,0%
Materialaufwand -27.866 -51,9% -29.655 -55,2% 1.789 6,0%
Rohergebnis 26.390 49,2% 24.849 46,3% 1.541 6,2%
Personalaufwand -17.857 -33,3% -17.402 -32,4% -455 -2,6%
Abschreibungen -520 -1,0% -457 -0,9% -63 -13,8%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.698 -8,8% -4.295 -8,0% -403 -9,4%
Betriebsergebnis 3.315 6,2% 2.695 5,0% 620 23,0%
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100 0,2% 25 0,0% 75 300,0%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -139 -0,3% -160 -0,3% 21 -13,1%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 184 0,3% -805 -1,5% 989 -122,9%
Ergebnis vor Steuern 3.460 6,4% 1.755 3,3% 1.705 97,2%
Sonstige Steuern -39 -0,1% -42 -0,1% 3 -7,1%
Gewinnabführungsverträge -3.421 -6,4% 0 0,0% -3.421
Jahresergebnis 0 0,0% 1.713 3,2% -1.713 -100,0%

Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete die Massenberg GmbH ein Ergebnis vor Steuern von T€ 3.460.

Die Gesamtleistung blieb annähernd konstant bei T€ 53.122 und verringerte sich geringfügig demnach um 1,1 %.

Der Anteil an bezogenen Waren und Dienstleistungen ist dagegen um 12,2 % gesunken aufgrund von besserer Auslastung der einzelnen Strukturen.

Im Ergebnis wurde somit ein um T€ 1.541 (+6,2 %) besseres Rohergebnis ausgewiesen.

Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr trotz Lohnerhöhungen und Neueinstellungen nahezu konstant geblieben (+2,6%). Corona bedingte Ausfallkosten wurden erstattet, zudem sind wesentliche Schulungskosten nicht angefallen.

Finanzlage

Die vorhandenen Aval-Rahmen und die finanziellen Mittel zur Vorfinanzierung des für 2020 budgetierten laufenden Geschäftes sind ausreichend und bilden eine solide Geschäftsgrundlage. Diese Aussage trifft auch eineinhalb Jahre nach dem Gesellschafterwechsel für den neu geregelten Finanz- und Aval-Rahmen in vollem Umfang zu. Betrachtet man die finanzielle Ausstattung der Massenberg GmbH in Kombination mit den vorhandenen Aufträgen und den Erfahrungen zur Zahlungsmoral unserer Auftraggeber in den letzten Jahren, so ist die Finanzierung des laufenden Geschäftes mindestens für die nächsten 12 Monate gesichert. Im ersten Quartal 2021 konnten bereits in größerem Umfang Leistungen erbracht werden.

Die bereits fakturierten Leistungen sichern die Liquidität in den Sommermonaten, sodass die Geschäftsführung fest davon ausgeht, dass der bestehende finanzielle Rahmen zur pünktlichen Deckung aller Verpflichtungen ausreichen wird. Die Ausstattung mit Kontokorrent- und Aval-Rahmen ist sehr gut. Dies bezieht sich sowohl auf den Umfang als auch auf die Kostenentwicklung. Zum 31.12.2020 bestehen freie Kontokorrent-Linien in Höhe von T€ 1.700 und freie Aval-Linien in Höhe von T€ 3.487.

Auch unter Berücksichtigung der Corona Krise konnte die Leistungen auf den Baustellen weitergeführt werden, befürchtete Unterbrechungen sind bisher im Wesentlichen ausgeblieben. Es war bis zum Berichtstag keine Kurzarbeit notwendig. Auch wurden uns bisher in den Krisenmonaten weitere Aufträge erteilt. Somit treffen die im vorstehenden Absatz getätigten Aussagen bisher auch unter Beachtung der besonderen Verhältnisse zu.

Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage

Trotz der Corona Krise, die nahezu das gesamte Geschäftsjahr und die gesamte Weltwirtschaft in Atem gehalten hat, konnte bei Massenberg das Leistungsniveau des Vorjahres gehalten und das Ergebnis verbessert werden. Die Aktuelle Auftragslage sowie die uns bekannten, zu erwartenden Projekte geben Grund zu der Annahme, dass auch das Jahr 2021 auf vergleichbarem Niveau verlaufen wird. Die positive Prognose wurde für 2020 in vollem Umfang umgesetzt.

B. Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken

Die nachfolgend aufgeführten Risikofaktoren entsprechen in ihrer Reihenfolge der Relevanz dem Geschäftsverlauf der Massenberg GmbH. Dabei dient als Betrachtungszeitraum eine Periode von 12 bis 24 Monaten.

Generell gilt: Interne Kontrollen sind integraler Bestandteil der Rechnungslegungsprozesse. In einem einheitlichen Rahmenwerk haben wir entsprechende Anforderungen und Verfahren für den Prozess der Finanzberichterstattung definiert. Diese betreffen die Bestimmung des Geltungsbereichs, einen Risikokatalog, Standards zur Einrichtung und Dokumentation der internen Kontrollen. In alle Prozesse sind entweder automatisierte oder manuelle Kontrollen integriert.

Die organisatorischen Regelungen stellen sicher, dass alle Geschäftsvorfälle und die Jahresabschlusserstellung vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst, verarbeitet und dokumentiert werden.

Die Zusammenführung der rechnungslegungsbezogenen Geschäftsdaten im Rahmen der Konzernberichterstattung erfolgt durch ein zentrales Konsolidierungssystem (LucaNet), was durch das Buchhaltungssystem Nevaris als Vorsystem unterstützt wird.

In das alle konsolidierten Konzernunternehmen, alle Tochterunternehmen der DEUBIS Gruppe, eingebunden werden.

In diesem System ist ein einheitlicher Kontenplan hinterlegt, der von allen einbezogenen Unternehmen unter Berücksichtigung der Bilanzierungsrichtlinie anzuwenden ist.

Im Anschluss an die Übertragung der Einzelabschlussdaten in das Konsolidierungssystem werden diese einer automatisierten Plausibilitätsprüfung unterzogen.

Die Prozesse und Kontrollen im Rahmen der Konzernabschlusserstellung schließen die Vollständigkeitsprüfung des Konsolidierungskreises, die Überprüfung der pünktlichen, vollständigen und korrekten Datenabgabe, die Vermeidung ungewollter Datenänderungen und die vollständige und fehlerfreie Durchführung der typischen Konsolidierungsschritte ein, durch systemtechnische sowie manuelle Kontrollen, Plausibilitätsprüfung, gezielte Überwachung und Steuerung der Prozesse durch operative KPIs (Umsatz, Leistung, Rohertrag, EBITDA, DB1-3, Auftragseingang, Auftragsbestand, Baustellenergebnis, halbfertige Arbeiten, op. Cash-Flow, Bankenstände, Liquidität) Erstellung von kontinuierlichen Abweichungsanalysen, Forecast und Jahresbudget.

Im Sinne der ISO 9001, Ausgabe 2015, ist jedes Risiko auch eine Chance in Abhängigkeit des Einsatzes und des zu erwartenden Ertrages. Anders als bei der Sichtweise der Norm gibt es gesamtwirtschaftliche Einflüsse, die unseren Markt nachteilig beeinflussen können, ohne dass wir daraus eine nachhaltige Entwicklung ableiten könnten. So müssen wir als national geprägter Mittelständler immer wieder feststellen, dass wir als Dienstleister der Industrie sehr direkt vom Verlauf der Weltwirtschaft abhängig sind. Somit ist der Einfluss der weltweiten Corona Pandemie und die daraus resultierenden Einschnitte in die globale Wirtschaftsentwicklung aktuell unvorhersehbar.

Als Folge der anziehenden Konjunktur im asiatischen Raum und auf Grund von Ereignissen höherer Gewalt zeichnet sich aktuell eine massive Verknappung von Reaktionsharzen und weiteren Baustoffe ab. Aktuell kündigen unsere Lieferanten deutliche Preissteigerungen und mögliche Lieferengpässe an. Da wir unsere Leitungen auf der Grundlage von Werkverträgen erbringen ist es fraglich, inwieweit wir diese Kostensteigerungen an unsere Kunden weitergeben können oder ob es zu Baustellenstillständen kommen kann. Wir haben, soweit absehbar, Material bevorratet, um dieser Situation aus dem Weg zu gehen.

Bis zum Aufkommen der Corona Pandemie war es für uns sehr schwer qualifizierte bzw. junge Menschen für eine Tätigkeit in unserem Unternehmen zu gewinnen. Die Einstellung weiterer Fachkräfte und junger Menschen als Ausgleich des demografischen Wandels ist eine der größten Herausforderungen. Durch Corona ist die Durchführung von Bewerbungsgesprächen zusätzlich erschwert bzw. aktuell nicht möglich. Da in unserer Branche die Arbeiten nur in geringem Umfang beschränkt sind, sehen wir aktuell lediglich die Chance Seiteneinsteiger zu finden.

Insgesamt ist das positive Ergebnis in vielen Teilbereichen von einzelnen Schüsselpersonen abhängig. Bei der Knappheit von Fachkräften in allen Unternehmensbereichen kann somit der Verlust solcher Schlüsselpersonen einen deutlichen Einfluss auf das Unternehmensergebnis haben.

Der aktuell gültige Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2022, das Risiko eines Arbeitskampfes ist bis zu diesem Zeitpunkt auszuschließen. Für die laufende und den Beginn der kommenden Saison haben wir Sicherheit was die Lohnentwicklung angeht.

Die Knappheit an eigenem Personal und die schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt veranlassen uns, Nachunternehmer zu beschäftigen. Auch mit größter Sorgfalt ist das Risiko der Subsidiär-Haftung nicht vollkommen auszuschließen. Aufgrund des realisierten Wachstums steigt auch der Einsatz solcher Arbeitskräfte, und damit die Gefahr für Folgehaftung. Zunehmend treffen wir auf Sprachbarrieren mit dem von Nachunternehmern zur Verfügung gestellten Personal. Hierdurch wird die Umsetzung unserer Ziele im Bereich von Arbeitssicherheit und Qualität unserer Arbeit nicht einfacher. Zudem entstehen durch die Weitervergabe von Teilleistungen an Nachunternehmer zusätzliche Vertragsverhältnisse. Diese beinhalten weitere Risiken hinsichtlich geschuldeter Leistung und zustehender Vergütung. Dies kann zu Rechtsstreitigkeiten führen.

Die Tochtergesellschaft Knoop Oberflächentechnik GmbH, Emlichheim, hat im Geschäftsjahr 2020 ein positives Ergebnis ausgewiesen. Die aktuelle Unternehmensplanung weist für 2021 eine weitere positive Geschäftsentwicklung aus. Darin ist ein großer Einzelauftrag enthalten.

Durch die Corona bedingten Änderungen im Insolvenzrecht erhöht sich unser Risiko von Zahlungsausfällen. Diesem begegnen wir mit einer konsequenten Forderungsmanagement nach den Vorgaben unserer Warenkreditversicherung.

Chancen

Das Ergebnis des Jahres 2020 beweist, dass sich durch die Maßnahmen, die in den letzten Jahren eingeleitet wurden, die Massenberg GmbH zu einem stabilen, wettbewerbsfähigen und krisenfesten Unternehmen entwickelt hat. Diese Position ist eine gute Ausgangsbasis, um das Unternehmen in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.

Durch die zusätzlichen Impulse durch den neuen Hauptgesellschafter sehen wir weitere Optionen unser Marktposition zu festigen und weiter auszubauen.

Im Jahr 2020 konnten verschiedene öffentliche Aufträge gewonnen und erfolgreich abgewickelt werden. Aufgrund der angekündigten Investitionsprogramme im Bereich der öffentlichen Straßen und bei der Bahn sehen wir uns für diesen Markt gut gerüstet. Durch weitere Schulungen z.B. im VOB-Bereich werden wir uns für diesen Markt weiter qualifizieren.

Bedingt durch die Corona Pandemie ist davon auszugehen, dass die Bedeutung von "Produktion im eigenen Land" wieder an Bedeutung zunehmen wird. Durch die (Re-)Aktivierung von Industrie- und Produktionseinrichtungen kann zusätzlicher Instandsetzungsbedarf entstehen. Durch unsere bisherige Positionierung in der deutschen Industrie sehen wir hier gute Chancen die Massenberg GmbH entsprechend zu positionieren. Als zuverlässiger Dienstleister mit allen erforderlichen Nachweisen und Zertifizierungen bietet sich für Massenberg hier eine Chance neben der Instandsetzung von Parkhäusern einen weiteren Geschäftsbereich stärker zu entwickeln.

Durch die Einführung des neuen ERP-Systems und weiterer Controlling Tools macht die Massenberg - Gruppe einen ersten großen Schritt in Richtung Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Durch die Einführung des digitalen Workflows in der Bearbeitung von Eingangsrechnungen ist hierbei ein positiver Start gelungen. Dies hat wesentlich zur Ermöglichung von Home Office Arbeit beigetragen! Weitere Maßnahmen stehen kurz vor der Umsetzung, um diesen Trend kontinuierlich zu entwickeln. Durch solche Maßnahmen werden Abläufe besser dokumentiert und zudem gewinnen wir weitere Transparenz.

Durch den neuen Gesellschafter wurde ein Wachstumsprozess gestartet. Durch die stärkere Verbreitung im Markt entstehen zwangsläufig immer wieder Gelegenheiten bei denen Spezialknowhow und Nischenlösungen nachgefragt werden. Dadurch wird es uns gelingen die Gesamte Gruppe als qualifizierten Problemlöser einer immer größeren Kundengruppe zu präsentieren. Die Implementierung der Vertriebsstelle zeigt inzwischen weitere Resultate.

Die Entwicklung auf der Ergebnisseite und die strategischen Vorgaben nach dem Gesellschafterwechsel geben uns den notwendigen Antrieb, weiter an Entwicklungsprojekten mitzuarbeiten und die Vernetzung zu bekannten Hochschulen weiter voranzutreiben. Somit bemühen wir uns, auch über die aktuelle Krise hinaus, unser Geschäft auf mehreren soliden Säulen aufzubauen. Aktuell laufen mehrere Projekte, die im Falle eines positiven Abschlusses direkten Nutzen im Bereich unserer Baustellenabwicklung generieren können.

Gesamtbild der Risikolage:

Aufgrund unserer Vernetzung und der breiteren Aufstellung innerhalb des Marktes glauben wir, sich ankündigende Veränderungen der Marktlage frühzeitig zu erkennen. Durch den erheblichen Teil der zugekauften Leistungen kann Massenberg relativ flexibel auf schwankende Marktgegebenheiten reagieren.

Wir gehen aktuell davon aus, dass wir mittels Steuerung im Bereich der zugekauften Leistungen und den Einsatz von Zeitarbeitskräften, die durch die Corona Krise resultierenden Schwankungen kompensieren können. Der aktuelle Auftragsbestand sichert eine relativ gute Auslastung. Inwieweit Vergaben in der zweiten Jahreshälfte ins Stocken geraten können, z.B. weil Eigentümergemeinschaften keine Versammlungen abhalten dürfen, kann heute noch nicht bewertet werden.

Glaubt man aktuellen Annahmen der Wirtschaftsweisen, ist für 2021 mit einer leichten Erholung zu rechnen. Erfahrungen aus der Finanzkrise 2008 - 2010 haben gezeigt, dass wir auf Grund von Budget-Denken im kommenden Jahr mit Einschnitten bei unseren Auftraggebern rechnen müssen. Je schneller also die Wirtschaft wieder in einen "normalen" Zustand zurückfindet umso schwächer sehen wir die Einflüsse für uns im kommenden Jahr. Wichtig wäre in diesem Zusammenhang die Wiederbelebung der Innenstädte, um auch den Parkhausbetreibern wieder kontinuierliche Einnahmen zu sichern. [Quelle: Homepage statista]

Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich die Chancen- und Risiko-Lage gegenüber dem Vorjahr, außerhalb der Verknappung von Reaktionsharzen und weiteren Baustoffen, nicht wesentlich verändert hat.

Eine genaue Bewertung der Einflüsse auf den weiteren Geschäftsverlauf ist derzeit nicht möglich.

C. Prognosebericht

Der Auftragsbestand entwickelte sich im Jahr 2020 auch während der Corona Krise durchweg positiv. Aus diesem Grund halten wir das Budget für das Geschäftsjahr 2021 für erreichbar. Inwieweit durch Corona Sondermaßnahmen erforderlich sind die sich auf den Ertrag auswirken kann bisher nicht final bewertet werden. Die Erfahrung der letzten 12 Monate zeigt jedoch, dass diese bisher keinen großen Einfluss auf unser Geschäft hatte.

Wir gehen davon aus, dass wir unsere Belegschaft und auch eine gewisse Zahl an Leiharbeitskräften und Nachunternehmern durchgängig beschäftigen werden. Somit ist auch für das Jahr 2021 mit einem positiven Ergebnis zu rechnen. Das Ergebnis vor Steuern könnte durch mögliche Corona-Auswirkungen negativ beeinflusst werden. Dabei orientieren wir unsere Ziele an der kontinuierlichen Steigerung der Gesamtentwicklung der letzten Jahre. Für das Geschäftsjahr 2021 wird weiterhin mit einem moderaten Verlauf der Umsätze und Ergebnisqualität gerechnet.

Angaben zum Bereich Forschung und Entwicklung

Aktuell arbeitet die Massenberg GmbH an zwei Forschungsprojekt mit. Weitere Ideen sind vorhanden und steh kurz vor der gemeinsamen Beantragung.

Ein Forschungsprojekt betrifft die Verstärkung von Bauwerken mit Carbon-Bewehrung mit minimal invasivem Verfahren. Hier arbeiten wir mit zwei Instituten der RWTH Aachen zusammen.

Ein weiteres Projekt hat die digitale Baustellendokumentation zum Inhalt. Hierzu werden sowohl elektronische Bild-Auswertung genutzt als auch Elemente des BIM sollen zum Einsatz kommen.

Bestehende Zweigniederlassungen

Die vorhandenen Standorte der Massenberg GmbH befinden sich in Essen, Bürstadt und Moritzburg. Weiterhin befindet sich eine Geschäftsstelle in Donzdorf in Baden-Württemberg sowie eine in Peitz auf dem Gelände des Kraftwerks Jänschwalde. Die im Jahr 2017 gegründete Geschäftsstelle in Köln ist organisatorisch an die Niederlassung in Essen angebunden.

Das Tochterunternehmen Knoop Oberflächentechnik GmbH befindet sich in Emlichheim im Emsland in der Grafschaft Bentheim. Von hier aus wird eine Geschäftsstelle in Wilhelmshaven aufgebaut.

Die zum 1. November 2020 erworbene Tochter Hegener Malerbetrieb - Gerüstbau GmbH befindet sich in Bestwig im Sauerland. Der Sitz der Gesellschaft wurde mittlerweile nach Essen verlegt. Auf Grund der dort vorhandenen Auftragsstruktur erwarten wir für das Jahr 2021 einen stabilen Geschäftsverlauf mit konstant hoher Rendite.

 

Essen, 11. Mai 2021

Massenberg GmbH

Heiner Stahl

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 277.993,11 285.233,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 383.512,72 446.240,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 969.192,88 1.004.035,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.894,72 120.559,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.962,00 0,00
1.485.562,32 1.570.835,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.726.211,29 2.010.494,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.024.915,07 1.000.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.022,58 1.022,58
4. Genossenschaftsanteile 13.100,00 13.100,00
5.765.248,94 3.024.617,37
7.528.804,37 4.880.686,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 23.336,38 19.265,79
2. Unfertige Erzeugnisse 13.836.011,81 16.799.227,88
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -13.617.564,68 -13.156.648,86
241.783,51 3.661.844,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.427.412,32 8.702.351,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 275.884,49 151.590,28
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.101,48 20.101,48
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.399.249,71 738.073,89
12.122.648,00 9.612.117,18
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.179.375,28 2.442.283,16
15.543.806,79 15.716.245,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 51.386,98 41.747,50
23.123.998,14 20.638.678,89

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Gewinnvortrag 7.392.379,06 5.678.916,65
III. Jahresüberschuss 0,00 1.713.462,41
10.392.379,06 10.392.379,06
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 759.353,00 762.401,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.109.491,44 2.276.794,75
2.868.844,44 3.039.195,75
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.569,89 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.322.443,87 4.300.890,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 26.185,58
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.798.614,11 0,00
36.877,86 37.046,55
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.697.268,91 2.842.981,33
(davon aus Steuern € 1.349.879,09; Vorjahr € 1.452.753,82)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 125.165,60; Vorjahr € 127.866,80)
9.862.774,64 7.207.104,08
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
23.123.998,14 20.638.678,89

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 56.084.892,67 48.687.901,08
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -2.963.216,07 4.999.838,96
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.134.428,60 815.716,30
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.782.863,21 9.064.687,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.083.161,20 20.590.804,73
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.536.000,18 13.117.325,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.320.552,42 4.284.937,83
(davon für Altersversorgung € -10.040,59; Vorjahr € 21.132,50)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 520.220,62 456.544,57
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.698.667,76 4.294.713,05
3.314.639,81 2.694.443,11
8. Erträge aus Beteiligungen 124,00 124,00
(davon aus verbundenen Unternehmen € 124,00; Vorjahr € 124,00)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100.093,15 25.135,89
(davon aus verbundenen Unternehmen € 100.093,15; Vorjahr € 24.821,92)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 138.654,23 159.692,46
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -183.783,27 805.351,40
12. Ergebnis vor Gewinnabführung und sonstigen Steuern 3.459.986,00 1.754.659,14
13. Sonstige Steuern 39.302,53 41.196,73
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 3.420.683,47 0,00
15. Jahresüberschuss 0,00 1.713.462,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

A. Angaben, Aufgliederungen, Darstellungen, Erläuterungen und Begründungen zu einzelnen Posten der Bilanz bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

I. Allgemeine Angaben

Die Massenberg GmbH, Essen, ist beim Registergericht Essen unter der Handelsregisternummer HRB 1308 gemeldet.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und unterliegt den Regelungen der §§ 316 ff HGB.

Das für die Vorjahresbilanz angewandte Gliederungsschema wurde beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei wurde bei den technischen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung zur Ermittlung der Nutzungsdauer die Baugeräteliste (BGL.) 1991 zugrunde gelegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter € 250,00 wurden bei Anschaffung gem. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Dabei wurde der sofortige Abgang im Jahr des Zugangs unterstellt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Wert größer als € 250,00 bis € 800,00 wurden gem. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr Sofort abgeschrieben und es wurde ein Verzeichnis für die Wirtschaftsgüter angelegt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet.

Auf der Aktivseite der Bilanz wurden die erhaltenen Anzahlungen mit den unfertigen Leistungen unter dem Umlaufvermögen verrechnet und offen abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Nennbeträgen angesetzt. Soweit erforderlich wurden für alle erkennbaren Einzelrisiken Wertberichtigungen vorgenommen. Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des Nettobetrages berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt betreffen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet und nach der Nettomethode bilanziert. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,6%) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten zehn Jahre. Dieser Zinssatz beträgt im Monat Dezember 2020 2,3 %, der für die Abzinsung herangezogen wurde. Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2020 € 75.729,00. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Gehaltssteigerungen von 0,0 % und jährliche Rentensteigerungen von 2,0 % zugrunde gelegt.

Die Garantierückstellung wurde mit 0,2 % des gewichteten durchschnittlichen Umsatzes der letzten fünf Geschäftsjahre angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Ein nach der Saldierung mit passiven latenten Steuern verbleibender Überhang von aktiven latenten Steuern wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die temporären Unterschiede in den Bilanzansätzen betreffen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie sonstige Rückstellungen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,07 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,24 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

III. Einzelangaben

a) Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 275.884,49 (Vorjahr € 151.590,28). Davon haben € 24.682,39 (Vorjahr € 24.682,39) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehen, resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Passiva

Sonstige Rückstellungen

31.12.2020
Euro
31.12.2019
Euro
Ausstehende Rechnungen 496.900,00 676.800,00
noch auszuführende Arbeiten 456.000,00 443.000,00
Garantierückstellungen 296.249,00 269.940,00
Rückstellung für Personal 480.099,21 438.647,05
Rückstellung für ausstehenden Urlaub 256.061,00 198.015,00
sonstige Rückstellungen 79.182,23 85.392,70
Regresskostenrückstellung 45.000,00 165.000,00
2.109.491,44 2.276.794,75

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeiten Wert davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahren
Sicherheiten Art
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.569,89 7.569,89 0,00
(0,00) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.322.443,87 4.322.443.87 0,00 Eigentumsvorbehalte
(4.300.890,62) (4.300.890,62) (0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 --------
(26.185,58) (26.185,58) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.798.614,11 2.798.614,11 0,00 --------
(0,00) (0,00) (0,00)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 36.877,86 36.877,86 0,00 --------
(37.046,55) (37.046,55) (0,00)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.697.268,91 2.697.268,91 0,00 --------
(2.842.981,33) (2.842.981,33) (0,00)
9.862.774,64 9.862.774,64 0,00
(7.207.104,08) (7.207.104,08) (0,00)

b) Gewinn- und Verlustrechnung

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse entfallen mit rd. T€ 53.357 auf die Sparte Betoninstandsetzung und mit rd. T€ 2.728 auf die Sparte Korrosionsschutz.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von € 85.988,89. Diese betreffen zum Teil Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 39.038,37).

Die Zinsaufwendungen betreffen zu € 59.381,00 (Vorjahr € 69.297,00) die Aufzinsung von Rückstellungen.

Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf Vorjahre.

c) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Avalbürgschaften bestanden zum Abschlussstichtag Verpflichtungen gegenüber Banken und Versicherungen in Höhe von € 11.378.447,66 (Vorjahr € 9.575.330,34). Zum Zeitpunkt der Berichterstattung sind uns von Seiten unserer Kunden keine Sachverhalte bekannt, aus denen sich eine Inanspruchnahme der Bürgschaften ergeben könnte. Im Zusammenhang mit Bürgschaften für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Knoop Oberflächentechnik GmbH bestanden zum Abschlussstichtag Verpflichtungen gegenüber Banken in Höhe von € 400.000,00 (Vorjahr € 400.000,00). Bei der Verpflichtung handelt es sich um die Absicherung der KK-Linie für die Knoop GmbH. Da Knoop seine Verpflichtungen innerhalb der Zahlungsziele erfüllen kann, gehen wir nicht davon aus, dass ein Fall eintritt, bei dem Massenberg in die Haftung genommen wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von insgesamt € 2.400.373,56 (Vorjahr € 1.240.806,19), die sich aus Mietverpflichtungen von € 1.212.119,58 (Vorjahr: € 572.608,87) und Leasingverpflichtungen von € 1.188.253,98 (Vorjahr € 668.197,32) zusammensetzen.

Im Laufe des Geschäftsjahrs 2019 wurde einem Schwesterunternehmen ein langfristiges Darlehen über € 1.000.000 gewährt und ist mit einem Rangrücktritt versehen.

d) Anteile an verbunden Unternehmen

Knoop Oberflächentechnik GmbH, Emlichheim

Es werden unverändert 100% der Anteile an der Knoop Oberflächentechnik GmbH, Emlichheim, gehalten.

Das Stammkapital beträgt € 30.000,00. Die Anteile wurden zu Anschaffungskosten aktiviert.

Operativ führt die Knoop Oberflächentechnik GmbH mit Sitz in Emlichheim gleichartige Leistungen wie die Massenberg GmbH aus und ergänzt räumlich die drei vorhandenen Standorte der Massenberg GmbH. Hinzu kommt die bei der Fa. Knoop vorhandene stationäre Korrosionsschutzhalle, die eine Ergänzung für die Massenberg GmbH darstellt.

Hegener Malerbetrieb und Gerüstbau GmbH, Essen

Im Geschäftsjahr 2020 wurden die Anteile an der INOS 19-027 GmbH, München, zu 100 % erworben.

Das Stammkapital beträgt € 25.000,00. Die Anteile wurden zu Anschaffungskosten aktiviert.

Die bisherige Mantelgesellschaft wurde zur Hegener Malerbetrieb - Gerüstbau GmbH umfirmiert. Der Sitz wurde nach Essen verlegt.

Die INOS 19-027 GmbH erwarb am 31.10.2020 sämtliche Kommanditanteile an der Hegener Malerbetrieb-Gerüstbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Bestwig. Unmittelbar nach Vollzug der Transaktion schied der alleinige Komplementär der KG aus, wodurch die Wirtschaftsgüter der KG auf die INOS 19-087 GmbH anwuchsen.

Operativ führt die Hegener Malerbetrieb - Gerüstbau GmbH mit Sitz der Niederlassung in Bestwig gleichartige Leistungen wie die Massenberg GmbH aus und ergänzt räumlich die drei vorhandenen Standorte der Massenberg GmbH. Hinzu kommt die bei der Firma Hegener vorhandene Gerüstbausparte, die eine Ergänzung für die Massenberg GmbH darstellt.

e) Angaben zum Anteilsbesitz

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Massenberg GmbH Anteile von mehr als 20 % hält:

Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital Ergebnis Jahr
Knoop Oberflächentechnik GmbH Emlichheim 100,00 % 635.739,44 € 428.909.28 € 2020
Hegener Malerbetrieb-Gerüstbau GmbH Essen 100,00% 1.591.848,63 66.848,63 2020

B. Ergänzende Angaben

I. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DEUBIS Holding GmbH, Essen, einbezogen. Die DEUBIS Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

II. Zusammensetzung der Organe

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte geführt durch den Geschäftsführer

Heiner Stahl, Kaufmann, Rheinberg, (Einzelvertretungsvollmacht).

III. Angaben der Vergütungen

Hinsichtlich der Angaben der Vergütungen für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wird die Erleichterung des § 286 (4) HGB in Anspruch genommen.

IV. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für das Berichtsjahr € 27.000,00 (Vorjahr € 25.000,00) und betrifft ausschließlich die Jahresabschlussprüfung.

V. Arbeitnehmerschaft

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres folgende Arbeitnehmergruppen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppe Anzahl der Beschäftigten
2020 2019
Angestellte (davon 0 Azubi) 48 47
Gewerbliche Arbeitnehmer (davon 2 Azubi) 238 239
Insgesamt 286 286

VI. Nachtragsbericht

Die zu Beginn des Jahres 2020 begonnene Pandemie durch das Covid19 Virus und die zur Eindämmung ergriffenen Maßnahmen der Bundesrepublik Deutschland führen weiterhin zu erheblichen Einschränkungen des Geschäftslebens. Die Auswirkungen auf das Geschäft sind derzeit nicht abschätzbar.

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die, wenn sie vorher eingetreten wären, zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten, sind nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Essen, den 11. Mai 2021

Massenberg GmbH

Heiner Stahl

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2020
Zugang
Abgang
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 361.219,89 67.701,96 0,00 428.921,85
361.219,89 67.701,96 0,00 428.921,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 803.842,74 22.500,00 74.947,03 751.395,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.180.474,75 231.820,06 0,00 3.412.294,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.073.407,25 173.391,39 0,00 1.246.798,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.962,00 0,00 1.962,00
5.057.724,74 429.673,45 74.947,03 5.412.451,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.054.193,79 1.715.716,50 0,00 3.769.910,29
0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.000,00 1.024.915,07 0,00 2.024.915,07
3. Sonstige Ausleihungen 1.022,58 0,00 0,00 1.022,58
4. Genossenschaftsanteile 13.100,00 0,00 0,00 13.100,00
3.068.316,37 2.740.631,57 0,00 5.808.947,94
8.487.261,00 3.238.006,98 74.947,03 11.650.320,95
Abschreibungen
1.1.2020
Zugang
Abgang
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.986,74 74.942,00 0,00 150.928,74
75.986,74 74.942,00 0,00 150.928,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 357.601,99 15.559,80 5.278,80 367.882,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.176.438,93 266.663,00 0,00 2.443.101,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 952.848,10 163.055,82 0,00 1.115.903,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.486.889,02 445.278,62 5.278,80 3.926.888,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.699,00 0,00 0,00 43.699,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
43.699,00 0,00 0,00 43.699,00
3.606.574,76 520.220,62 5.278,80 4.121.516,58
Buchwerte
31.12.2020
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 277.993,11 285.233,15
277.993,11 285.233,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 383.512,72 446.240,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 969.192,88 1.004.035,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.894,72 120.559,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.962,00 0,00
1.485.562,32 1.570.835,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.726.211,29 2.010.494,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.024.915,07 1.000.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.022,58 1.022,58
4. Genossenschaftsanteile 13.100,00 13.100,00
5.765.248,94 3.024.617,37
7.528.804,37 4.880.686,24

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Massenberg GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Massenberg GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Massenberg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 11. Mai 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Niedenhof, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Heitmeyer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde zum 09. August 2021 festgestellt.

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