Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 41617
Eingetragen
19.4.1982
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Planung, Eatwicklung sowie die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoff- und Verpackungsmaterial sowie der Handel mit diesen Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jens Hohmann
seit 23.9.2005
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Neustadt an der Weinstraße
400.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNIPA Kunststofftechnik GmbH

Neustadt/Wstr.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

(AMTSGERICHT LUDWIGSHAFEN AM RHEIN HRB 41617)

BILANZ ZUM 30. JUNI 2023

(VORJAHR ZUM VERGLEICH)

AKTIVA

30.06.2023 30.06.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 1.051,00
4,00 1.051,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.258,50 12.487,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.305.618,50 1.526.517,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.626,00 211.193,50
1.498.503,00 1.750.198,50
Summe Anlagevermögen 1.498.507,00 1.751.249,50
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 1.059.202,98 1.014.722,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.040.586,76 2.167.513,25
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.860.419,31 1.267.440,01
Summe Umlaufvermögen 5.960.209,05 4.449.675,39
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 17.895,06 17.186,53
SUMME AKTIVA 7.476.611,11 6.218.111,42

PASSIVA

30.06.2023 30.06.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 204.516,75 204.516,75
II. Gewinnrücklage 40.392,06 40.392,06
III. Gewinnvortrag 3.612.622,92 3.201.481,11
IV. Jahresüberschuss 753.718,68 411.141,81
Summe Eigenkapital 4.611.250,41 3.857.531,73
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.449.957,70 735.342,95
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 675.265,57 903.453,84
2. Sonstige Verbindlichkeiten 740.137,43 721.782,90
Summe Verbindlichkeiten 1.415.403,00 1.625.236,74
SUMME PASSIVA 7.476.611,11 6.218.111,42

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023

(VORJAHR ZUM VERGLEICH)

2022/2023 2021/2022
1. Rohergebnis 8.293.378,70 7.032.673,37
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (3.602.492,18) (2.998.353,24)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (645.785,01) (549.276,92)
(4.248.277,19) (3.547.630,16)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (516.955,27) (509.105,53)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (2.438.578,14) (2.374.276,69)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.359,59 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (13.586,83) (14.852,23)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (321.351,65) (175.666,95)
8. Ergebnis nach Steuern 755.989,21 411.141,81
9. Sonstige Steuern (2.270,53) 0,00
10. Jahresüberschuss 753.718,68 411.141,81

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Neustadt an der Weinstraße und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein unter der Nummer HRB 41617 eingetragen.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der UNIPA Kunststofftechnik GmbH, Neustadt an der Weinstraße, erfolgt gemäß dem Handelsgesetzbuch in der jeweils gültigen Fassung.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir auch die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Angaben und Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, insgesamt im Anhang aufgeführt.

B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden nicht aktiviert.

2. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode bewertet. Die Abschreibungen auf Neuzugänge werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über € 250,00 und bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

3. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- kosten bewertet.

4. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden gemäß § 253 Abs. 4 HGB retrograd auf der Grundlage der voraussichtlichen Verkaufserlöse verlustfrei bewertet.

5. Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

7. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

8. Steuer- und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

9. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

I. Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.7.2022 Zugänge Abgänge Stand 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82.249,37 0,00 33.564,42 48.684,95
82.249,37 0,00 33.564,42 48.684,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.571,84 0,00 0,00 57.571,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.895.093,12 175.787,37 23.705,21 4.047.175,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 985.246,93 89.067,90 92.021,97 982.292,86
4.937.911,89 264.855,27 115.727,18 5.087.039,98
5.020.161,26 264.855,27 149.291,60 5.135.724,93
Abschreibungen
Stand 1.7.2022 Abschreibungen Berichtsjahr Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen Stand 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.198,37 1.045,00 33.562,42 48.680,95
81.198,37 1.045,00 33.562,42 48.680,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.084,34 4.229,00 0,00 49.313,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.368.575,62 396.685,87 23.704,71 2.741.556,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 774.053,43 114.995,40 91.381,97 797.666,86
3.187.713,39 515.910,27 115.086,68 3.588.536,98
3.268.911,76 516.955,27 148.649,10 3.637.217,93
Buchwerte
Stand 30.6.2023 Stand 30.6.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 1.051,00
4,00 1.051,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.258,50 12.487,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.305.618,50 1.526.517,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.626,00 211.193,50
1.498.503,00 1.750.198,50
1.498.507,00 1.751.249,50

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Urlaubsansprüche und Mehrarbeitsstunden der Mitarbeiter, für Tantiemen, für Gewährleistungen, für Aufbewahrungspflicht der Geschäftsunterlagen und für Abschluss- und Prüfung.

4. Verbindlichkeitenspiegel

Die Verbindlichkeiten werden im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Verbindlichkeiten Restlaufzeit
≤ 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre
Vj. Vj.
T€ T€ T€ T€ T€
1. gegenüber Kreditinstituten 189 228 486 675 0
2. aus Lieferungen und Leistungen 507 515 0 0 0
3. Sonstige 124 101 109 106 0
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 820 844 595 781 0
Verbindlichkeiten durch Pfandrechte o.ä. gesichert Art, Form Sicherheit
T€
1. gegenüber Kreditinstituten 675 Sicherungsübereignungen
2. aus Lieferungen und Leistungen 0
3. Sonstige 0
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 675

In der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" sind Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 0) und aus Steuern in Höhe von T€ 101 (Vorjahr: T€ 79) enthalten.

II. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen für Altersversorgung

In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind solche für Altersversorgung in Höhe von T€ 23 (Vorjahr: T€ 24) enthalten.

III. Sonstige Angaben

Von den Erleichterungen der §§ 274a, 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zum 30. Juni 2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre
T€ T€ T€
aus Miet- und Leasingverträgen 524 286 367

2. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 69 Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfallen auf:

Gewerbliche Arbeitnehmer 50
Angestellte 19

3. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Im Geschäftsjahr waren die folgenden Personen Mitglieder der Geschäftsführung:

Frau Hedwig Baumgärtner-Herberger Gesamtgeschäftsführerin
Herr Jens Hohmann Gesamtgeschäftsführer
Herr Johannes Herberger Gesamtgeschäftsführer (ab 19.01.2024)

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022/2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht festzustellen.

 

Neustadt an der Weinstraße, den 28. Juni 2024

UNIPA Kunststofftechnik GmbH

Geschäftsführer

Dipl. Industriedesignerin Hedwig Baumgärtner-Herberger

Dipl. Betriebswirt MBA Jens Hohmann

Johannes Herberger

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde am 28. Juni 2024.festgestellt.

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023

1. Das Unternehmen

Die UNIPA Kunststofftechnik GmbH wurde am 25.09.1981 als Nachfolgerin eines bereits seit 1970 tätigen Einzelunternehmens gegründet. Sie ist im Handelsregister mit der Registernummer HRB 41617 am Registergericht Ludwigshafen am Rhein eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffprodukten sowie der Handel mit diesen. Der Firmensitz befindet sich in Neustadt an der Weinstraße.

Das Geschäftsmodell des Unternehmens umfasst im Wesentlichen die kundenspezifische Entwicklung von Ladungsträgern aus Kunststoff für automatisierte Fertigungsprozesse. Einsatzschwerpunkt für diese thermogeformten Automatisierungstrays sind die Automobilzulieferindustrie, die pharmazeutische Industrie und die Elektronikindustrie.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden durchschnittlich 69 Arbeitnehmer beschäftigt. Die UNIPA Kunststofftechnik GmbH betreibt ein fortlaufend zertifiziertes Qualitätsmanagement nach ISO 9001, sowie Systeme zur Arbeitssicherheit, dem Umweltschutz und dem Brandschutz.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung werden von der Gesellschaft nicht betrieben.

3. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Betrachtung der konjunkturellen Lage in der Bundesrepublik Deutschland ist nur begrenzt relevant für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung der UNIPA. Zum einen sind die Wertschöpfungsketten der obengenannten Abnehmerindustrien hochgradig über den gesamten Globus vernetzt, zum anderen hat sich historisch gezeigt, dass der Blick auf die jeweilige Branchenentwicklung zu bedeutsameren Erkenntnissen führen kann.

4. Betrachtung relevanter Märkte

Auch in den relevanten Märkten ist eine auf den konkreten Anwendungszweck der Produkte von UNIPA bezogene Analyse aussagekräftiger als die abstrahierte Betrachtung von übergeordneten Branchenkennzahlen.

Sowohl in der Automobilzulieferindustrie als auch der pharmazeutischen- und der Elektronikindustrie steigt nach wie vor der Automatisierungsgrad der Fertigungsprozesse. In Verbindung mit einer ebenso weiterhin zunehmenden Differenzierung von Lieferketten steigt der Bedarf an funktionalen Industrieverpackungen, zu denen die Produkte der UNIPA gehören.

Der Beschaffungsmarkt der Kunststoff(-halbzeug)erzeugung war gekennzeichnet durch erhebliche Verwerfungen sowohl hinsichtlich der Verfügbarkeit im Allgemeinen als auch speziell der Preisentwicklung. Aufschläge von über 50% gegenüber dem Vorjahr erforderten eine besondere Kreativität bei der Vermarktung unserer Leistungen.

5. Geschäftsentwicklung

5.1 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der UNIPA Kunststofftechnik GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt positiv entwickelt.

5.1.1 Ertragslage

Der Rohertrag entwickelte sich positiv. Er betrug 8.348.661,00 EUR und lag somit 18,27 % über dem Vorjahr. Die Auftragslage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalkosten gestiegen. Es wurden neue Stellen besetzt und die Entgelte wurden angehoben.

Trotz der angestiegenen Gesamtaufwendungen konnte durch den überproportional gestiegenen Umsatz auch das Betriebsergebnis gesteigert werden.

5.1.2 Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 1.258.499,69 EUR auf 7.476.611,11 EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 61,68 % und ist damit weiterhin sehr positiv. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum 1.275.702,64 EUR (Vorjahr: 817.828,63 EUR). Der Finanzmittelbestand beträgt 1.860.419,31 EUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig innerhalb der Zahlungsfristen beglichen.

5.1.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme von UNIPA Kunststofftechnik GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 7.476.611,11 EUR. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2021/2022 (6.218.111,42 EUR) um 20,24 % erhöht.

In 2022/2023 sind Investitionen in Anlagevermögen in Höhe von 264.855,27 EUR getätigt worden. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen betrugen 516.955,27 EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich infolge der Umsatzsteigerung. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel kurzfristig fällig. Die Investitionsmaßnahmen konnten mit eigenen Mitteln durchgeführt werden und stärken die zukünftige Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens.

5.2 Gesamtaussage

Trotz aller Unwägbarkeiten sowohl auf den Beschaffungs- wie auch auf den Absatzmärkten hat das Unternehmen seine Position im relevanten Wettbewerbsumfeld behaupten können.

6. Chancen und Risiken

Allgemeine Geschäftschancen und -risiken

Charakteristisch für das oben beschriebene Geschäftsmodell der UNIPA Kunststofftechnik GmbH ist, dass sich das Leistungsspektrum des Unternehmens in engen Grenzen bewegt. Innovationen sind inkrementell, immer bezogen auf konkrete Anwendungsfälle und eher unspektakulär. Die Feststellung, Bewertung und Behandlung der unterschiedlichsten operativen Risiken findet im Rahmen unseres Managementsystems statt.

Nach wie vor bieten die Absatzmärkte des Unternehmens gute Chancen für eine positive Unternehmensentwicklung: sowohl die Schutzfunktion der angebotenen industriellen Verpackungslösungen als auch deren Automatisierbarkeit entsprechen den Bedarfen der Kunden in industrialisierten, arbeitsteiligen, globalen Wertschöpfungsketten. Allerdings ist auf Grund der Größe des Unternehmens und der Struktur des Leistungsangebotes ein wellenförmiger Verlauf der Leistungskennzahlen nicht ungewöhnlich. Turbulenten Phasen des Wachstums folgen Zeiten der Konsolidierung. Die grundsätzliche Ausrichtung der Gesellschafterin ist am langfristigen Erfolg des Unternehmens orientiert. Die Unternehmensführung ist gekennzeichnet durch die dynamische Balance der Ereignisse / Ergebnisse, die aus Entscheidungen resultieren, die auf einer mit Sachverstand vorgenommen Abwägung von Chancen und Risiken basieren.

7. Prognosebericht

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass unterschiedlichste Ereignisse, seien Sie global wie die Covid-19 Pandemie, regional wie der Ukraine-Krieg oder lokal wie die Handelsschiffpiraterie, sehr kurzfristig zu bislang nicht bekannten Herausforderungen führen können.

Entsprechende Prognosen z.B. hinsichtlich der Entwicklung unserer Absatzmärkte, der Energiepreise, der Material- oder der Mitarbeiterverfügbarkeiten stehen deshalb aus unserer Sicht immer unter dem Vorbehalt der Disruption.

Insofern treffen wir unsere unternehmerischen Entscheidungen noch häufiger als in der Vergangenheit auf der Grundlage einer Bandbreite von erwartbaren Szenarien, die sich von sehr ungünstig bis sehr günstig hinsichtlich der Erreichbarkeit unserer Ziele bewerten lassen.

In jedem Fall prognostizieren wir weiterhin wachsende Bestrebungen zum nachhaltigen Wirtschaften. Hier bereiten wir eine entsprechende Rechnungslegung vor und sind offen für jede ökonomisch vertretbare Entwicklung in diese Richtung.

8. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen, so dass die Vereinnahmung der Forderungen innerhalb der Zahlungsfristen überwacht wird.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

 

Neustadt an der Weinstraße, den 28. Juni 2024

UNIPA Kunststofftechnik GmbH

Geschäftsführer

Dipl. Industriedesignerin Hedwig Baumgärtner-Herberger

Dipl. Betriebswirt MBA Jens Hohmann

Johannes Herberger

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die UNIPA Kunststofftechnik GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der UNIPA Kunststofftechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UNIPA Kunststofftechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der ermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 28. Juni 2024

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