ALDI SE
& Co.KG (vormals: Aldi GmbH & Co.
Kommanditgesellschaft)
Radevormwald
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Lagebericht
Darstellung der Geschäfts- und
Rahmenbedingungen
Die ALDI SE & Co. KG, Radevormwald (vormals ALDI
GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Radevormwald)
betreibt als regionale Gesellschaft der Unternehmensgruppe
ALDI Nord ein Zentrallager in Radevormwald sowie zum
Stichtag 98 Einzelhandelsmärkte.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr
hat sich ähnlich wie im Vorjahr positiv entwickelt.
Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte
erhöhte sich im Vorjahrsvergleich um 1,8% (Quelle:
Stat. Bundesamt, Veröffentlichung Januar 2022). Die
Gesamtausgaben für Lebensmittel sind gegenüber
dem Vorjahr um 2,6% gestiegen (Quelle: Stat. Bundesamt,
Veröffentlichung Januar 2022).
Der Marktanteil für Discounter, das
Marktsegment, in dem sich die Gesellschaft betätigt,
betrug im Berichtsjahr 42,2% (Quelle: GfK) und ist damit
gegenüber dem Vorjahr auf gleichem Niveau.
In der Anzahl der Einzelhandelsmärkte in
Höhe von 98 sind 20 Märkte enthalten, die zum
31.12.2021 von einer Schwestergesellschaft übernommen
wurden. Aus diesem Grund sind die Darstellungen im
Abschnitt Vermögenslage nur bedingt vergleichbar.
Nachhaltigkeit
Den immer stärker in den öffentlichen Fokus
gerückten Anforderungen an Umwelt und Nachhaltigkeit
wird durch ein aktives Klima- und Nachhaltigkeitsmanagement
Rechnung getragen. Die in diesem Zusammenhang aufgesetzten
Prozesse werden kontinuierlich hinterfragt und verbessert.
Projekte zur Nachhaltigkeits- sowie zur
Klimaberichterstattung wurden im abgelaufenen
Geschäftsjahr weiter ausgerollt.
Geschäftsentwicklung
Umsatz- und Eigenkapitalrendite stellen die
bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die auch
zu interner Steuerung herangezogen werden, dar.
Die Anzahl der Verkaufsstellen hat sich im
Wesentlichen durch die Übernahme von Verkaufsstellen
einer anderen Regionalgesellschaft von 77 Verkaufsstellen
auf 98 Verkaufsstellen gegenüber dem Vorjahr
verändert; zusätzlich wurde 1 Verkaufsstelle neu
eröffnet.
Die Umsatzerlöse konnten im Berichtsjahr nicht
wie erwartet gesteigert werden. Der Jahresüberschuss
hat sich wie erwartet entwickelt.
Ertragslage
Die im Rahmen der Corona-Pandemie erlassenen
Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung haben bei
unserer Gesellschaft nicht zu negativen Einflüssen
geführt. Im Jahr 2021 verzeichnete unsere Gesellschaft
aufgrund des gestiegenen verfügbaren Einkommens der
privaten Haushalte leichte Umsatzsteigerungen im
Non-Food-Sektor, wohingegen im Food-Bereich ein
Umsatzrückgang zu verzeichnen war. Die Umstellung der
Umsatzsteuersätze von 16% auf 19% hatte einen
negativen Effekt auf unsere Nettoumsätze.
Insgesamt wurde im Jahr 2021 ein Netto-Jahresumsatz
von € 511,7 Mio. erzielt; Wesentliche Gründe
für den Umsatzrückgang sind die im
vorangegangenen Abschnitt beschriebenen Effekte aus der
Veränderung der Umsatzsteuersätze (€ -4,9
Mio.) sowie der Rückgang der Bruttoumsätze im
Lebensmittelbereich (€ -5,4 Mio.).
Im Geschäftsjahr 2021 wird ein
Jahresüberschuss vor Steuern der Gesellschafter in
Höhe von € 12,7 Mio. ausgewiesen. Dies bedeutet
gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um € 5,0
Mio..
Diese Entwicklung liegt im Wesentlichen darin
begründet, dass die Aufwendungen für bezogene
Waren deutlich stärker gesenkt werden konnten als der
Rückgang der Umsatzerlöse. Weiterhin konnten die
Personalaufwendungen reduziert werden und sonstige
Erträge generiert werden, was ebenfalls einen
positiven Ergebniseffekt zur Folge hatte.
Vermögens- und Finanzlage
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme von
€ 74,9 Mio. auf € 85,6 Mio. verändert.
An dieser Stelle, sowie auch beim
Anlagevermögen, bei den Vorräten und
Verbindlichkeiten macht sich ein Effekt aus der
Übernahme von 20 Verkaufsstellen von einer
Schwestergesellschaft bemerkbar, so dass eine
Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur sehr
eingeschränkt möglich ist.
Die Investitionen des Geschäftsjahres betrugen
€ 12,0 Mio. und betrafen überwiegend die
Verkaufsstellenausstattungen. Der Anteil des
Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug zum Stichtag
41,1 % (Vorjahr: 39,9 %).
Der Anstieg der Vorräte gegenüber dem
Vorjahresstichtag beträgt € 8,6 Mio..
Der Anteil der flüssigen Mittel beträgt 6,9
% der Bilanzsumme.
Die für den Geschäftszweck ausreichende
Eigenkapitalausstattung stützt sich auch auf die hohe
Umschlagshäufigkeit der Vorräte, so dass die
Gesellschaft unter Berücksichtigung der Forderungen
und der vorhandenen liquiden Mittel ihre finanziellen
Verpflichtungen termingerecht erfüllen kann. Zudem ist
die Gesellschaft in das Cash-Managementsystem der
Unternehmensgruppe ALDI Nord eingebunden und kann sich
hierüber finanzieren.
Bei der Vermögens- und Finanzlage haben sich im
Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen strukturellen
Veränderungen ergeben. Die Effekte aus der
Übernahme der Verkaufsstellen auf das
Anlagevermögen und der Vorräte wurden durch
ein gestiegenes Eigenkapital ausgeglichen. Die
Veränderung des Eigenkapitals wird im Wesentlichen
bedingt durch die Gutschrift des Jahresergebnisses auf der
einen Seite, auf der anderen Seite hingegen durch deutlich
über den Einlagen liegende Entnahmen.
Personal
Die Gesellschaft beschäftigte im
Jahresdurchschnitt 1.456 Mitarbeiter (Angabe nach
Köpfen, ohne Geschäftsführer).
Durch eine nachhaltige Personalpolitik schafft die
Gesellschaft die Voraussetzungen für die langfristige
Zukunftssicherung des Unternehmens. Zum Ausdruck kommt dies
insbesondere in der Ausbildungsbereitschaft der
Gesellschaft. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die
Gesellschaft 103 Auszubildende.
Chancen- und Risikobericht
Nach dem COVID-19 bedingten Rückgang des
Bruttoinlandsproduktes im Geschäftsjahr 2021, ist der
konjunkturelle Ausblick für Deutschland nunmehr
optimistisch. Für das laufende Geschäftsjahr wird
ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von
2,1% erwartet (Quelle: IfW Kiel; Stand 03/2022).
Risiken, die die Geschäftsentwicklung
mittelfristig beeinflussen könnten, sind vor allem in
der noch immer anhaltenden Flächenexpansion im
Lebensmitteleinzelhandel, der Steigerung der Rohstoffkosten
und in dem nach wie vor unverändert harten
Preiswettbewerb zu sehen.
Die bisher erfolgreiche Geschäftspolitik,
qualitativ hochwertige Produkte zu günstigen Preisen
anzubieten, wird auch in Zukunft fortgesetzt. Die
Produktpalette im Lebensmittelbereich wird auch weiterhin
durch den Non-Food-Bereich (ALDI aktuell) ergänzt
werden.
Rechtliche und wirtschaftliche Risiken, die einen
wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage haben können, sind nicht bekannt geworden.
Planungs- und Kontrollprozesse bilden die
wesentlichen Bestandteile des Risikomanagementsystems. Die
Gesellschaft erfährt hierbei durch die
Dienstleistungsgesellschaft der Unternehmensgruppe ALDI
Nord Unterstützung. Die Ziele und Methoden des
Risikomanagements der Gesellschaft sind auf eine strikte
Begrenzung der vorhandenen Risiken ausgerichtet.
Prognosebericht
Für das laufende und das nächste
Geschäftsjahr erwarten wir grundsätzlich keinen
nennenswerten Anstieg der Binnennachfrage im
Lebensmittelsektor, wenngleich es uns aufgrund der
derzeitigen Wirtschafts- und Konjunkturlage im Zusammenhang
mit der Corona-Krise und des Ukraine-Krieges weiterhin
nicht möglich ist, eine valide Prognose über das
3. Quartal 2022 hinaus abzugeben. So gehen wir jedoch davon
aus, dass die Corona-Krise keine signifikanten negativen
wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben
wird. Die Auswirkungen und Dauer der Preissteigerungen auf
dem Energiemarkt aufgrund des Ukraine-Krieges auf die
Verbraucherstimmung lassen sich derzeit nur schwer
abschätzen.
Durch eine weiterhin kundenorientierte
Verkaufspolitik bei gleichzeitiger Aktualisierung unserer
Produktpalette gehen wir davon aus, dass wir unsere
Stellung in diesem wettbewerbsintensiven Marktumfeld
behaupten können; insbesondere auch vor dem
Hintergrund der Investitionen zur Errichtung moderner
Verkaufsstellen.
Wir erwarten für 2022 einen positiven
Umsatzeffekt aus der Übernahme von 20 Verkaufsstellen
von einer Schwestergesellschaft sowie ein sinkendes
Jahresergebnis.
-2-
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
35.151.169,65 |
29.917.206,22 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
6.927.755,40 |
4.514.490,00 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
6.927.755,40 |
4.514.490,00 |
| II.
Sachanlagen |
28.202.764,25 |
25.391.566,22 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
1.636.183,00 |
1.440.240,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
26.342.539,20 |
23.854.751,00 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
224.042,05 |
96.575,22 |
| III.
Finanzanlagen |
20.650,00 |
11.150,00 |
| 1.
Beteiligungen |
12.050,00 |
2.550,00 |
| 2.
sonstige Ausleihungen |
8.600,00 |
8.600,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
49.830.559,43 |
44.648.316,04 |
| I.
Vorräte |
29.029.348,33 |
20.476.537,43 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
281.192,97 |
207.254,82 |
| 2.
fertige Erzeugnisse und Waren |
28.748.155,36 |
20.269.282,61 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
14.854.220,41 |
18.931.248,24 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
1.960.084,88 |
803.860,44 |
| 2.
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
11.114.873,24 |
17.891.216,33 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
1.779.262,29 |
236.171,47 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
5.946.990,69 |
5.240.530,37 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
635.717,17 |
290.157,54 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
85.617.446,25 |
74.855.679,80 |
Passiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Eigenkapital |
31.078.966,88 |
23.366.279,12 |
| I.
Kapitalanteile |
31.078.966,88 |
23.366.279,12 |
| 1.
Komplementär |
0,00 |
0,00 |
| 2.
Kapitalanteile der Kommanditisten |
31.078.966,88 |
23.366.279,12 |
| a.
Festkonten |
3.100.000,00 |
3.100.000,00 |
| b.
Kapital II |
27.978.966,88 |
20.266.279,12 |
| B.
Rückstellungen |
5.812.670,52 |
4.973.096,68 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
1.026.800,00 |
379.600,00 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
4.785.870,52 |
4.593.496,68 |
| C.
Verbindlichkeiten |
48.354.008,85 |
46.114.004,00 |
| 1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
46.842.260,75 |
43.386.627,09 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.511.748,10 |
2.727.376,91 |
| davon
aus Steuern |
495.766,35 |
1.730.209,09 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
91.048,32 |
84.408,55 |
| D.
Passive latente Steuern |
371.800,00 |
402.300,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
85.617.446,25 |
74.855.679,80 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR |
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
511.742.870,58 |
521.691.815,46 |
| 2.
sonstige betriebliche Erträge |
2.266.618,88 |
1.155.488,82 |
| 3.
Materialaufwand |
380.263.849,30 |
397.856.612,32 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
380.263.849,30 |
397.856.612,32 |
| 4.
Personalaufwand |
56.557.328,42 |
58.325.203,53 |
| a)
Löhne und Gehälter |
46.927.596,22 |
48.569.851,22 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
9.629.732,20 |
9.755.352,31 |
| davon
für Altersversorgung |
94.560,55 |
96.771,86 |
| 5.
Abschreibungen |
6.622.210,49 |
5.933.444,93 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
6.622.210,49 |
5.933.444,93 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
54.788.441,71 |
51.170.163,33 |
| 7.
Erträge aus Beteiligungen |
3.158,49 |
0,00 |
| 8.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
11.361,25 |
0,00 |
| 9.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
3.073,26 |
187.550,69 |
| 10.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
3.043.881,26 |
1.608.071,00 |
| 11.
Ergebnis nach Steuern |
12.745.224,76 |
7.766.258,48 |
| 12.
sonstige Steuern |
32.537,00 |
32.450,00 |
| 13.
Jahresüberschuss |
12.712.687,76 |
7.733.808,48 |
| 14.
Steuern der Gesellschafter |
-2.011.782,84 |
-1.223.875,20 |
| 15.
Jahresüberschuss nach Steuern der
Gesellschafter |
10.700.904,92 |
6.509.933,28 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die ALDI SE & Co. KG, Radevormwald hat ihren Sitz
in Radevormwald und
ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRA
16391 eingetragen.
Die ALDI Radevormwald Verwaltung SE ist mit Wirkung
zum 30.11.2021 als weitere Komplementärin
der Gesellschaft beigetreten. Die Gesellschaft
firmiert seitdem unter dem Namen "ALDI SE & Co. KG,
Radevormwald".
II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2021 wurde nach den Vorschriften des HGB unter Annahme der
Unternehmensfortführung aufgestellt.
Die Bilanz ist unter vollständiger Verwendung
des Jahresergebnisses aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2
HGB erstellt.
Die Gesellschaft ist in das zentrale Cash-Management
der Unternehmensgruppe ALDI Nord über die ALDI Einkauf
SE & Co. oHG, Essen, eingebunden und kann sich
hierüber finanzieren.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 20
Verkaufsstellen von einer anderen Gesellschaft
übernommen. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist
somit nur eingeschränkt gegeben. Zur Herstellung der
Vergleichbarkeit werden nachfolgende Effekte auf die
einzelnen Positionen der Bilanz dargestellt:
· Immaterielle
Vermögensgegenstände: 3.050,8 T€
· Sachanlagevermögen: 3.119,2
T€
· Warenbestand: 3.778,3 T€
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und
die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten abzüglich planmäßiger
Abschreibungen bewertet.
Als Anschaffungskosten wurden die
Netto-Rechnungsbeträge vermindert um Skonti und
Rabatte angesetzt.
Die planmäßigen Abschreibungen werden nach
der linearen Abschreibungsmethode in Abhängigkeit von
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden ab dem
Jahr 2018 bis zu einem Wert von € 250,00 im Jahr des
Zugangs als Kosten verbucht und solche zwischen €
250,01 und € 800,00 im Anlagevermögen erfasst und
sofort abgeschrieben.
Die Beteiligungen im Finanzanlagevermögen werden
mit den Anschaffungskosten angesetzt.
Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu
durchschnittlichen Anschaffungskosten unter
Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.
Für den geringen, seit mehreren
Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an
Hilfs- und Betriebsstoffen wurde ein auf Basis des
durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert
gemäß § 240 Abs. 3 HGB angesetzt.
Waren haben wir zu durchschnittlichen
Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips
bewertet.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter
Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos
bewertet.
Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert
angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die den Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag
darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend
dem Zeitablauf der einzelnen Posten.
Die Rückstellungen sind gem. § 249 i. V. m.
§ 253 Abs. 1, 2 HGB in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden.
Die Verbindlichkeiten wurden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für temporäre Abweichungen zwischen den
handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen
von Vermögensgegenständen, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten, werden latente Steuern
ermittelt. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden
miteinander verrechnet. Ein sich ergebender passiver
Überhang wird unter dem Posten "Passive latente
Steuern" ausgewiesen. Ein Überhang an aktiven latenten
Steuern wird gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht
bilanziert. Die latente Steuer für das laufende
Geschäftsjahr wurde mit einem Steuersatz von 16,6 %
(Vorjahr 16,6 %) berechnet.
Bei den Bewertungsmethoden haben sich gegenüber
dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.
IV. Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im
Anlagespiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).
Diese Gesellschaft ist an der ALDI Einkauf SE &
Co. oHG, Essen sowie der Fortuna VV SE, Essen beteiligt.
Sämtliche Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis
zu einem Jahr. Die Forderungen gegen Unternehmen (Vorjahr:
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen), mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen die ALDI
Einkauf SE & Co. oHG und resultieren aus dem
Leistungsverkehr mit dieser Gesellschaft.
Größere Forderungen, die rechtlich erst
nach dem Bilanzstichtag entstehen, enthält die Bilanz
nicht.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind
Steuererstattungsansprüche in Höhe von T€
1.466,4 (Vorjahr: T€ 0) ausgewiesen.
Die Kommanditeinlagen betragen T€ 3.100,0 und
sind voll eingezahlt.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten
insbesondere Personalverpflichtungen,
Pfandrückstellungen sowie ausstehende
Kostenrechnungen.
Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit ihren
Rückzahlungsbeträgen passiviert. Bei den
sonstigen Verbindlichkeiten haben € 17.165,52 (Vorjahr
€ 55.700,95) eine Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr, die übrigen Verbindlichkeiten werden innerhalb
eines Jahres fällig.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in
Höhe
von
€ 100.982,00 (Vorjahr: € 97.517,50)
enthalten.
Der Überhang aus passiven latenten Steuern hat
sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt.
|
Stand zu Beginn des GJ
in T€
|
Veränderung in
T€
|
Stand zu Ende des GJ
in T€
|
Aktive latente Steuern
|
-37,10
|
21,2
|
-15,9
|
Passive latente Steuern
|
439,4
|
-51,7
|
387,7
|
Überhang passive
latente Steuern
|
402,3
|
-30,5
|
371,8
|
Der Überhang aus passiven latenten Steuern ist
im Wesentlichen begründet durch unterschiedliche
Wertansätze des Anlagevermögens in Handels- und
Steuerbilanz.
V. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die ausgewiesenen Umsatzerlöse beinhalten die
Erlöse aus dem Verkauf von Produkten sowie aus der
Erbringung von Dienstleistungen und der Vermietung.
Der Materialaufwand enthält einen Einmaleffekt
in Höhe von T€ 994, der aus einer genaueren
Berechnung der durchschnittlichen Anschaffungskosten im
Rahmen der Warenbewertung resultiert.
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag i.H.
v. insgesamt T€ 3.043,9 wird die Gewerbeertragsteuer
mit T€ 3.071,9 und die Veränderung der passiven
latenten Steuer mit T€ 30,5 ausgewiesen.
Die sonstigen Steuern beinhalten die KFZ- Steuer mit
T€ 32,5.
Die Steuern der Gesellschafter wurden mit dem
für die Komplementärin geltenden Steuersatz
ermittelt.
Das Jahresergebnis wurde gemäß
gesellschaftsvertraglichen Vorgaben den Konten der
Gesellschafter gutgeschrieben.
VI. Finanzielle Verpflichtungen
Die finanziellen Verpflichtungen aus
Mietverträgen für Immobilien belaufen sich auf
€ 17,8 Mio. p.a.. Die Restlaufzeit der
Mietverträge liegt zwischen 2 und 15 Jahren.
Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasing belaufen
sich auf 132,0 T€ p.a.. Die Restlaufzeit der
Leasingverträge liegt zwischen 1 und 24 Monaten.
VII. Sonstige Angaben
Der durchschnittliche Personalbestand betrug 1.286
Gehaltsempfänger und 170 Lohnempfänger (Angabe
nach Köpfen, ohne Geschäftsführer).
Für das Berichtsjahr beträgt die
Vergütung für den Abschlussprüfer für
erbrachte Abschlussprüfungsleistungen €
10.900,00.
Geschäftsführerin ist die
Komplementärin der Gesellschaft, die ALDI Radevormwald
Verwaltung SE, mit Sitz in Radevormwald und einem Kapital
von € 120.000,00, vertreten durch Herrn Tim Heynck
(geschäftsführender Direktor) und bis zum
06.12.2021 Herrn Heiner
Fabis.
Vorgänge von besonderer Bedeutung für die
Lage der Gesellschaft nach Abschluss des
Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Der Krieg in der Ukraine hat bei unserer Gesellschaft
bislang zu keinen negativen Auswirkungen geführt. Eine
Prognose über das 3. Quartal 2022 in Bezug auf die
Lieferfähigkeit unserer Lieferanten ist zum jetzigen
Zeitpunkt nicht möglich.
Anlagespiegel
|
|
Anschaffungs-/Herstellungskosten
|
|
|
|
|
|
|
Stand
|
|
|
|
Stand
|
|
|
01.01.2021
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
31.12.2021
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
|
Euro
|
I.
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
6.436.680,02
|
3.050.847,40
|
0,00
|
0,00
|
9.487.527,42
|
|
|
6.436.680,02
|
3.050.847,40
|
0,00
|
0,00
|
9.487.527,42
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Bautenauf fremden
Grundstücken
|
2.143.170,80
|
379.772,75
|
0,00
|
0,00
|
2.522.943,55
|
2.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
43.367.553,17
|
8.299.942,72
|
2.475.492,31
|
96.575,22
|
49.288.578,80
|
3.
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
96.575,22
|
224.042,05
|
0,00
|
-96.575,22
|
224.042,05
|
|
|
45.607.299,19
|
8.903.757,52
|
2.475.492,31
|
0,00
|
52.035.564,40
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Beteiligungen
|
2.550,00
|
11.050,00
|
1.550,00
|
0,00
|
12.050,00
|
2.
|
sonstige Ausleihungen
|
8.600,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
8.600,00
|
|
|
11.150,00
|
11.050,00
|
1.550,00
|
0,00
|
20.650,00
|
|
Summe
|
52.055.129,21
|
11.965.654,92
|
2.477.042,31
|
0,00
|
61.543.741,82
|
|
|
Abschreibungen
|
|
|
|
|
|
Stand
|
|
|
Stand
|
|
|
01.01.2021
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2021
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
I.
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
1.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
1.922.190,02
|
637.582,00
|
0,00
|
2.559.772,02
|
|
|
1.922.190,02
|
637.582,00
|
0,00
|
2.559.772,02
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
1.
|
Bautenauf fremden
Grundstücken
|
702.930,80
|
183.829,75
|
0,00
|
886.760,55
|
2.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
19.512.802,17
|
5.800.798,74
|
2.367.561,31
|
22.946.039,60
|
3.
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
20.215.732,97
|
5.984.628,49
|
2.367.561,31
|
23.832.800,15
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
1.
|
Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.
|
sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
Summe
|
22.137.922,99
|
6.622.210,49
|
2.367.561,31
|
26.392.572,17
|
|
|
Buchwerte
|
|
|
|
31.12.2021
|
31.12.2020
|
|
|
Euro
|
Euro
|
I.
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
1.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
6.927.755,40
|
4.514.490,00
|
|
|
6.927.755,40
|
4.514.490,00
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
1.
|
Bautenauf fremden
Grundstücken
|
1.636.183,00
|
1.440.240,00
|
2.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
26.342.539,20
|
23.854.751,00
|
3.
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
224.042,05
|
96.575,22
|
|
|
28.202.764,25
|
25.391.566,22
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
1.
|
Beteiligungen
|
12.050,00
|
2.550,00
|
2.
|
sonstige Ausleihungen
|
8.600,00
|
8.600,00
|
|
|
20.650,00
|
11.150,00
|
|
Summe
|
35.151.169,65
|
29.917.206,22
|
sonstige Berichtsbestandteile
Radevormwald, den 31.03.2022
ALDI Radevormwald Verwaltung SE
-gez. Tim Heynck-
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 18.10.2022 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die ALDI SE & Co. KG, Radevormwald
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der ALDI SE & Co.
KG, Radevormwald - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31.
Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der ALDI SE & Co. KG, Radevormwald für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember
2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne
des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum
31. Dezember 2021 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne
des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter
- falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen
höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung,
den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Essen, 08.07.2022
F l o t t m e y e r · S t e g h a u
s + P a r t n e r m b B
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ·
Steuerberatungsgesellschaft
Dipl.-Oec. Ruth
Beerbaum
Dipl.-Kfm. Christian Bruun
Wirtschaftsprüferin
Wirtschaftsprüfer
|