Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 710007
Vorher
Tillots Pharma GmbH
Eingetragen
29.5.2013
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Der Import und Vertrieb von pharmazeutischen Produkten und Medizinprodukten im Bereich Gastroenterologie und verwandten Gebieten sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Waltrich
seit 20.1.2025
Geschäftsführer
Adrian Stevendon Hill
seit 20.1.2025
Geschäftsführer
Gabriella Schraner
seit 17.8.2023
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tillotts Pharma AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Tillotts Pharma AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tillotts Pharma GmbH

Rheinfelden Baden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Tillotts Pharma GmbH

Sitz: Zweigniederlassung:
Warmbacher Straße 80 Kurfürstendamm 170
79618 Rheinfelden (Baden) 10707 Berlin

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Pronosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Tillotts Pharma AG, ein Unternehmen der japanischen Pharma-Gruppe Zeria, ist ein schnell wachsendes Unternehmen mit derzeit über 400 Mitarbeitern weltweit, das sich auf den Vertrieb von Arzneimitteln für die Gastroenterologie und Infektiologie spezialisiert hat. Die Medikamente und Therapielösungen von Tillotts Pharma sind in über 65 Ländern weltweit erhältlich.

Die Tillotts Pharma AG mit Hauptsitz in der Schweiz verfügt über ein weltweites Netzwerk an Tochterunternehmen und strategischen Partnern. Die Tillotts Pharma GmbH (im weiteren Verlauf "Tillotts") ist als deutsche Tochtergesellschaft für sämtliche Vertriebs- und Marketingaktivitäten im deutschen Markt verantwortlich. Die Patente der Tillotts-Produkte werden von der Muttergesellschaft gehalten.

Tillotts engagiert sich tagtäglich als kompetenter und zuverlässiger Partner für die Gesundheit des Verdauungssystems. Spezialisiert auf die Behandlung von Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, entwickelt Tillotts innovative Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten.

In Deutschland unterstützt Tillotts von den Standorten in Berlin und Rheinfelden (Baden) aus medizinische Fachkräfte dabei, ihren Patienten eine bestmögliche Versorgung zu bieten. Im Fokus stehen die Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, mikroskopische Kolitis sowie die Vorbereitung der Darmspiegelung. Zudem unterstützt Tillotts bei der Behandlung von Clostridioides-difficilen-Infektionen (CDI) und hepatologischen Erkrankungen wie der primär biliären Cholangitis (PBC).

Tillotts Pharma GmbH bündelt seit 2013 die Logistik für den Warenverkehr des Unternehmensverbunds von der Schweiz in die Gesellschaften in EU-Länder. Seit 2013 werden Tillotts-Produkte auch im deutschen Markt vertrieben. Der Standort Berlin wurde im Jahr 2017 gegründet.

Per 31.12.2023 sind in der GmbH-Struktur 31 Mitarbeiter beschäftigt, davon 19 Mitarbeiter im Außendienst / Key Account Management, vier Mitarbeiter im medizinischen Supportbereich sowie acht Mitarbeiter in der Geschäftsführung sowie im Innendienst. Externe Dienstleister bzw. Berater ergänzen die Organisationsstruktur und Unternehmensaktivitäten bei Bedarf.

Die Tillotts-Produkte werden zum Teil von der Tillotts Pharma AG selbst hergestellt und an Tillotts Deutschland geliefert, zum anderen Teil wird mit externen Herstellern gearbeitet.

Die Auftragsabwicklung an Drittkunden der Tillotts Pharma GmbH ist an einen Logistikdienstleister ausgelagert (für die Lagerhaltung sowie den gesamten Order-to-Cash-Prozess).

Als Unternehmen der Pharma-Industrie ist Tillotts beeinflusst von rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitswesen.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit wird am Hauptsitz der Tillotts Pharma AG in der Schweiz durchgeführt. Die Tillotts Pharma AG ist dabei bestrebt, ein innovatives und ausgewogenes Produktportfolio aufzubauen; dies geschieht in einer Kombination von Eigenentwicklungen, Einlizenzierungen sowie selektiven Übernahmen.

Tillots Pharma AG forscht und entwickelt sowohl durch interne Expertise als auch durch Zusammenarbeit mit einer Reihe an fortschrittlichen Unternehmen und Fachgesellschaften, darunter die International Organization for the Study of Inflammatory Bowel Disease (IOIBD) sowie die European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO). Es werden auch externe akademische Kooperationen zur Erweiterung des "Intellectual Property" unterstützt.

Organisation und Ausgestaltung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden 2023 analog zu Vorjahren fortgeführt. So wurde beispielsweises im Jahr 2023 das Unternehmen Mage Biologics Inc. als Joint Venture von Tillotts Pharma AG und TVM Capital Life Sciences gegründet, das sich mit dem klinischen Nachweis der Wirkweise monoklonaler Antikörper auseinandersetzt.

Die Ergebnisse aus den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten kommen wiederum den Tillotts-Vertriebsgesellschaften zugute, somit auch der Tillotts Pharma GmbH.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Tillotts Pharma GmbH agiert als Unternehmen der Pharmabranche im Klinik- und Apothekenmarkt. Im Kalenderjahr 2023 stieg der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) um 5,7%. Der Absatz (Mengenvolumen) ging um -2,0% zurück. 1)

In der Gesamtbetrachtung lässt sich bei der Absatzentwicklung in der Apotheke und in der Klinik ab Q1 2023 eine rückläufige Entwicklung beobachten. Unterteilt in die beiden Segmente Apotheken- und Klinikmarkt, lässt sich beschreiben, dass der Absatzrückgang im Apotheken- stärker ausfällt als im Kliniksegment. 2)

In der Gesamtbetrachtung lässt sich bei der Absatzentwicklung in der Apotheke und in der Klinik ab Q1 2023 eine rückläufige Entwicklung beobachten. Unterteilt in die beiden Segmente Apotheken- und Klinikmarkt, lässt sich beschreiben, dass der Absatzrückgang im Apotheken- stärker ausfällt als im Kliniksegment.

Tillotts konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr erneut deutlich über dem Niveau des Marktwachstums steigern. Auch für 2023 gilt, dass der große Wachstumstreiber der Vertrieb von Dificlir ® (Wirkstoff Fidaxomicin) ist. Dificlir ® wird als so genannte First-Line-Therapie in europäischen Leitlinien aufgeführt, zusätzlich gibt es eine Neufassung der deutschen Leitlinien, die Ende 2023 veröffentlicht wurde und ebenfalls den Einsatz von Fidaxomicin empfiehlt.

Die grundsätzliche Situation für Tillotts als Marktteilnehmer der Pharmabranche hat sich nicht verändert. Tillotts ist deutlich kleiner als seine Wettbewerber und differenziert sich durch die Ausgestaltung seiner Außendienstaktivitäten sowie die Preisgestaltung. Erfreulich ist, dass im Jahr 2023 der Marktanteil der Tillotts- Hauptprodukte ausgebaut werden konnte.

Das Tillotts-Vertriebsteam ist im Jahr 2023 voll besetzt und somit mit voller Konzentration für den Retailmarkt im Einsatz (niedergelassene Ärzte). Im Klinikgeschäft hat Tillotts ihre Präsenz ausgeweitet in Form von Vereinbarungen mit Einkaufsverbünden, die Einkaufsvolumina mehrerer Kliniken bündeln. Zusätzlich sind zum Ende des Jahres 2023 weitere Vertriebskapazitäten in Form von Außendienstmitarbeitern in Arbeitnehmerüberlassung aufgebaut worden, mit dem Ziel, das Produkt Dificlir ® verstärkt in Kliniken zu vertreiben.

Betrachtet man den Markt aus Sicht der Wirkstoffe / Produktlinien, zeigt sich folgendes Bild: Im Fidaxomicin-Markt bzw. mit dem Produkt Dificlir ® erreichte Tillotts einen Marktanteil von 73,8%, gemessen am Umsatzvolumen im Klinikgeschäft, sowie 37,5% Marktanteil, gemessen am Umsatzvolumen im Retailmarkt.

Im Budesonidmarkt konnte Tillotts im Jahr 2023 ihre Marktposition in etwa halten und hat im Geschäftsjahr einen Marktanteil mit der Produktlinie Entocort ® von 10,5% erreicht (Vorjahr 11,6%). Erfreulich ist, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um +4,9% gesteigert werden konnte. Der geplante Generikaeintritt hat im Jahr 2023 noch nicht stattgefunden, dieser wird nun für das Jahr 2024 erwartet.

Für den Mesalazinmarkt (Tillotts Produktlinie Asacol ® ) gilt auch im Jahr 2023, dass sich Tillotts insbesondere mit einem starken Mitbewerber (Dr. Falk) konfrontiert sieht. Trotz dieser Ausgangssituation hat es Tillotts geschafft, im vergangenen Jahr seine Marktanteile genauso wie den Umsatz (+36,7%) in den einzelnen Segmenten im Vergleich zum Vorjahr zu steigern.

Auf die anderen Tillotts-Produkte wird nicht weiter eingegangen, da sie gemessen am Umsatz von untergeordneter Bedeutung sind.

1) IQVIA Marktbericht Classic, 2023, S. 3

2) IQVIA Marktbericht Classic, 2023, S. 3

2. Geschäftsverlauf und Lage

Tillotts hat im Geschäftsjahr 2023 erneut ein deutliches Umsatzwachstum erzielt und auch erneut wurde diese positive Entwicklung maßgeblich durch Verkäufe mit dem Produkt Dificlir ® beeinflusst. Tillotts konnte somit ein deutlich stärkeres Wachstum realisieren im Vergleich zum allgemeinen Marktwachstum.

Für die Umsatzanalyse ist generell noch zu erwähnen, dass sowohl Distributorengeschäft im europäischen Ausland als auch in größerem Umfang Intercompany-Geschäft abgebildet ist. Die deutsche GmbH fungiert als EU-Hub der Tillotts-Gruppe für den Warenverkehr aus der Schweiz an Verbundunternehmen in EU-Ländern. Das Umsatzwachstum wie weiter oben erwähnt zeigt sich nicht nur im deutschen Markt, sondern auch in anderen Tillotts-Gesellschaften. Im Ergebnis fallen somit auch die Intercompany-Umsätze höher aus.

Als stärkster Umsatztreiber im Jahr 2023 kann die Entwicklung bei Dificlir ® genannt werden, dies trifft auf beide Marktsegmente zu - also Klinik und Retail. Neben der im 4. Quartal 2021 veröffentlichten europäischen ESCMID-Leitlinie zur Behandlung von CDI, wurde Ende 2023 auch von einer deutschen Fachgesellschaft der Einsatz von Fidaxomicin als empfehlenswerte Therapie in Form einer Leitlinie veröffentlicht 3).

Für die Mesalazinprodukte (Produktgruppe Asacol ® ) gilt, dass Tillotts trotz schrumpfenden Markts und starken Wettbewerbs seinen Marktanteil vergrößern konnte. Insbesondere die Produkte Asacol 1600 (+11,4%) sowie Asacol 1000 (+90,5%) konnten im Vergleich zum Vorjahr ein starkes Wachstum vorweisen.

Im Bereich der Budesonide (Produktgruppe Entocort ® ) gilt ebenfalls, dass Tillotts eine positive Geschäftsentwicklung vorweisen kann. Die Umsätze zum Jahresende liegen über den Erwartungen, da bisher noch kein generischer Wettbewerb am Markt erschienen ist und Tillotts die Preise erfolgreich erhöhen konnte.

Die Ausführungen im Unterpunkt "Ertragslage" verdeutlichen die Umsatzentwicklung nach Produkten der Tillotts.

3) https://www.dgvs.de/wp-content/uploads/2024/02/Gastrointestinale-Infektionen-v2.0_Leitlinie.pdf

a) Ertragslage

Die Umsätze im Jahr 2023 liegen bei 75,5 Mio. €, sie sind damit um 74,2% gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 gestiegen und haben sich äußerst positiv entwickelt. An dieser Stelle soll auf die Zusammensetzung der Umsätze hingewiesen werden: Sie teilen sich auf in Umsätze in Höhe von 21,8 Mio. € für eigene Produkte mit Kunden im deutschen Markt und Distributoren im europäischen Ausland (+25,9% ggü. Vorjahr), 0,1 Mio. € für einlizenzierte Produkte mit Kunden im deutschen Markt (-73,91% ggü. Vorjahr) sowie 53,5 Mio. € für Warenverkäufe an verbundene Unternehmen (+109,9% ggü. Vorjahr). Mit der beschriebenen Umsatzentwicklung weist Tillotts ein deutlich stärkeres Wachstum auf als das der Gesamtbranche für das Jahr. Hier liegt das Wachstum bei 5,7% 4).

Die negative Umsatzentwicklung bei den Lizenzprodukten bezieht sich ausschließlich auf die Verkäufe mit Tillhepo ® , hierauf wird weiter unten eingegangen. Der Umsatz mit Intercompany-Kunden ist in sehr starkem Maße gewachsen, da die Tillotts-Gruppe in allen geografischen Märkten im Jahr 2023 Wachstum erreichen konnte und hierfür ein Großteil der Warenlieferungen über die Tillotts Pharma GmbH abgebildet wurde.

Tillotts nutzt für das operative Management der Geschäftsaktivitäten die Bruttoumsatzzahlen nach Produktlinien für den deutschen Markt (vor Erlösschmälerungen und exkl. Distributoren- und Intercompany-Geschäft). Im weiteren Verlauf der Berichterstattung wird auf genau diese Umsatzdarstellung eingegangen, hier stellt sich folgendes Bild für 2023 dar:

Produktlinie Umsatzanteil
in €
Anteil
in %
Vorjahr
in €
Vorjahr
in %
Dificlir ® 13.706.136 61,61% 8.706.427 52,50%
Entocort ® 4.530.624 20,37% 4.509.122 27,20%
Asacol ® 3.784.166 17,01% 2.518.853 15,20%
Tillhepo ® 217.829 0,98% 828.720 5,00%
Vistaprep ® 8.161 0,04% 7.792 0,05%
Total: 22.246.917 100,00% 16.570.914 100,00%

Unterteilt nach Vertriebskanälen, stellt sich die Umsatzverteilung für das abgelaufene Geschäftsjahr wie folgt dar:

Vertriebskanal Umsatznteil
in €
Anteil
in %
Vorjahr
in €
Vorjahr
in %
Großhandel 15.020.344 67,52% 11.726.734 70,80%
Klinikapotheken 7.216.603 32,44% 4.838.706 29,20%
Apotheken 9.970 0,04% 5.475 0,03%
Total: 22.246.917 100,00% 16.570.914 100,00%

Als Sondereffekte sind für 2023 zu erwähnen, dass zum Juli eine Preiserhöhung für die Produktlinie Entocort ® realisiert wurde (+6,9%), die sich mit ca. 212 T€ positiv auf den Umsatz ausgewirkt hat. Die negative Umsatzentwicklung bei Tillhepo liegt darin begründet, dass der Fokus in den Vertriebsaktivitäten auf die Produkte Dificlir, Asacol und Entocort gesetzt wurde und Tillhepo nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat.

Als große (positive) Umsatzfaktoren lassen sich die neuen deutschen Leitlinien zum Einsatz von Fidaxomicin, Marktanteilsgewinne für Asacol im Bereich der 1600er Tabletten und 1000er Suppositorien sowie der nicht stattgefundene Generika-Eintritt für Budesonide aufzählen.

Die Kosten sind im Bereich der Materialaufwendungen erneut höher als im Vorjahr, was zum einen in Korrelation zum Umsatzwachstum zu betrachten ist. Zum anderen steigt die Materialaufwandsquote auf Grund von gestiegenen Abverkäufen an verbundene Unternehmen. Die anderen Kostenblöcke - Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen - stiegen ebenfalls an, allerdings weniger stark als die Materialaufwendungen. Der Anstieg bei den Personalkosten liegt darin begründet, dass in 2023 alle Stellen - also auch alle Außendienstregionen - besetzt sind. Der größere Kostenanstieg im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf mehrere Einflussfaktoren zurückzuführen: Eine Aufstockung von Vertriebskapazitäten für das Produkt Dificlir ® führt zu höheren Arbeitnehmerüberlassungs- sowie Fremdarbeitskosten, es fielen höhere Frachtkosten an, die Werbeaktivitäten wurden ausgebaut (insbesondere Print-Werbung) und es fielen höhere Prüfungskosten als im Vorjahr an.

4) IQVIA Marktbericht Classic, 2023, S. 3

b) Finanzlage

Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit können die notwendigen Ausgaben und Investitionen finanziert und Zahlungen an die Muttergesellschaft bedient werden. Die Bankguthaben per 31.12.2023 liegen bei 11,5 Mio. €. Die Eigenkapitalquote liegt bei 9% und sank auf Grund der gestiegenen kurzfristigen Verbindlichkeiten um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr.

An wesentlichen Investments ist für das kommende Jahr zu nennen, dass für die Vertriebsaktivitäten des Produkts Dificlir ® (zeitlich befristet) Kapazitäten erhöht werden sollen, um die positiven Ergebnisse der deutschen Leitlinie wie oben erwähnt für die Geschäftsentwicklung zu nutzen.

c) Vermögenslage

Die nachfolgende Tabelle stellt die wesentlichen Vermögenspositionen der Tillotts Pharma GmbH Bilanz per 31.12.2023 dar:

Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung abs. Veränderung
%
Aktiva
Anlagevermögen 34.462 49.029 -14.567 -29,7%
Lagerbestand 9.195.289 8.564.454 630.835 +7,4%
Kurzfristige Vermögenswerte 31.270.569 16.080.376 15.190.193 +94,5%
Vermögenswerte Laufzeit > 1 Jahr 0 175.000 -175.000 -100,0%
Liquide Mittel 11.494.968 3.089.089 8.405.879 +272,1%
Rechnungsabgrenzungsposten 116.742 97.224 19.518 +20,1%
Passiva
Eigenkapital 4.746.107 2.881.153 1.864.954 +64,7%
Rückstellungen 2.359.810 1.975.291 384.519 +19,5%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 45.000.923 23.193.610 21.807.313 +94,0%
Rechnungsabgrenzungsposten 5.191 5.119 72 +1,4%
Bilanzsumme 52.112.031 28.055.173 24.056.858 +85,7%

Das Anlagevermögen liegt zum Abschlussdatum bei 34 T€ und damit unter Vorjahr. Insgesamt fällt das Anlagevermögen der Tillotts-Bilanz nicht stark ins Gewicht, da in den Anlagen keine Produktionsmaschinen oder ähnliches enthalten sind.

Der verfügbare Lagerbestand an Produkten liegt zum Stichtag bei 9,2 Mio. € und damit 7,4% über dem Vorjahr, es gab keine Sondereffekte für diesen Bilanzposten.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind deutlich gestiegen gegenüber dem Vorjahr; diese Entwicklung lässt sich fast vollständig mit den Forderungen gegen verbundene Unternehmen begründen. Hintergrund ist, dass Tillotts GmbH Wareneinkäufe für andere europäische Tillotts-Tochtergesellschaften übernimmt und dann an diese verbundenen Unternehmen weiterverkauft, die per 31.12.2023 noch nicht beglichen waren. Es gelten Zahlungsziele von 120 bis 180 Tagen.

Die liquiden Mittel (ausschließlich Bankkonten) liegen bei 11,5 Mio. € und sind damit deutlich gegenüber dem Vorjahr angestiegen (+272,1%).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten per 31.12.2023 betragen 45,0 Mio. € und sind damit um 94,0% angestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen mit der Tillotts Pharma AG im Zusammehang mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen. Auch auf Seiten der Verbindlichkeiten mit der Muttergesellschaft gelten großzügige Zahlungsziele.

In der Veränderung des Eigenkapitals spiegelt sich der Jahresüberschuss wider. Das Gesellschafterdarlehen existiert unverändert in Höhe von 3,5 Mio. € und ist unbefristet.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der bedeutsame finanzielle Leistungsindikator für Tillotts sind die Drittkunden-Umsatzerlöse (definiert als Umsatzerlöse exkl. Intercompany-Umsatzerlöse).

Für die interne Unternehmenssteuerung werden insbesondere umsatzbezogene Kennzahlen der einzelnen Produktlinien herangezogen. Mittels eines internen Reportings werden Umsatzentwicklungen im Vergleich zum Vorjahr sowie ggü. Budget und unterjährigem Forecast analysiert. Dies geschieht sowohl für den Gesamtumsatz als auch für einzelne Tillotts-Produkte.

Der Umsatz mit Drittkunden pro Mitarbeiter beträgt 718 T€ p.a. und ist damit um 30% gestiegen. Grund für diese positive Entwicklung ist das starke Umsatzwachstum im vergangenen Geschäftsjahr.

4. Gesamtaussage

Tillotts schätzt ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als insgesamt sehr gut ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat sich im Finanzjahr 2023 wieder äußerst positiv entwickelt.

Das Finanzmanagement der Firma ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind zum Großteil durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

Im Jahr 2023 war Tillotts nicht mehr von Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen betroffen.

Wie viele andere Unternehmen erfährt auch Tillotts die Effekte, die mit dem Ausbruch des Ukraine- und Gaza-Kriegs ausgelöst worden sind. Zwar können inflationsbedingte Kostensteigerungen nicht oder nur teilweise an Kunden weitergegeben werden und führen Lieferkettenprobleme zu einer insgesamt angespannten Situation, jedoch ist hieraus weder eine signifikante Geschäftsbeeinflussung entstanden noch absehbar für das kommende Geschäftsjahr. Tillotts unterhält keine Geschäftsbeziehungen zu Partnern in Russland.

In der Zeit vom Bilanzstichtag bis heute haben sich keine grundlegenden Veränderungen im Markt oder Unternehmen ergeben, die die Geschäftslage signifikant beeinflusst haben.

III. Zweigniederlassungsbericht

Tillotts Pharma GmbH ist eingegliedert in die Tillotts Pharma AG (und 100%ige Tochter).

Der Hauptsitz der Firma befindet sich in Rheinfelden (Baden), von wo ein Teil der Logistik-Aktivitäten durchgeführt wird (mittels Grieshaber als Logistikdienstleister). Neben der Bearbeitung des deutschen Markts erbringt die Tillotts Pharma GmbH Dienstleistungen für die Tillotts-Gruppe mit Bezug zum Inverkehrbringen der Tillotts-Produkte in den EU-Markt.

Die Abwicklung der Kundenaufträge (inklusive Lagerhaltung) an Kunden im deutschen Markt wird ausschließlich von einem Logistikdienstleister durchgeführt (Movianto).

Tillotts verfügt über eine Zweigniederlassung in Berlin, von der aus die Geschäftsführung tätig ist und in der der Innendienst seine Tätigkeiten ausübt.

Die GmbH selbst verfügt nicht über Tochtergesellschaften.

IV. Prognosebericht

Für den weltweiten Pharmamarkt wird prognostiziert, dass die jährliche Wachstumsrate bis 2028 bei etwas mehr als 2% liegt. Es ist davon auszugehen, dass sie in China, Indien und anderen asiatischen Ländern stärker ausfallen wird als in Westeuropa. 5) Für den deutschen Arzneimittelmarkt ist zu erwarten, dass die Rate niedriger als für aufstrebende Märkte ausfallen wird und bei ca. 2,0% Wachstum liegen wird. 6)

Tillotts - als Teilnehmer im deutschen Arzneimittelmarkt - wird dabei auch im kommenden Geschäftsjahr ihre Wachstumsstrategie weiterverfolgen. Die Unternehmensaktivitäten werden dafür darauf ausgerichtet sein, die vorhandenen Märkte entsprechend zu bearbeiten. Hierbei wird ein besonderer Fokus auf dem Vertrieb von Dificlir ® liegen.

Generell gesprochen wird man abhängig von der jeweiligen Phase des Produktlebenszyklus der einzelnen Tillotts-Produkte die Unternehmensaktivitäten darauf ausrichten, Marktanteile auszubauen, zu halten bzw. für Produkte mit schrumpfenden Märkten die Umsatzrückgänge zu begrenzen. Wie weiter oben beschrieben, evaluiert und entwickelt Tillotts sein Produktportfolio über verschiedene Maßnahmen kontinuierlich; dies wird auch im Geschäftsjahr 2024 geschehen.

Die Organisationsstruktur ist in der Form aufgestellt, dass bestehende Kundenmärkte bedient und neue Potenziale gehoben werden können. Durch die Ergänzung der Organisation seitens eines Medical Scientific Liaison Team ist auch gewährleistet, dass das medizinische Wissen zu den Tillotts-Produkten adäquat weitergegeben werden kann. Für den Vertrieb von Dificlir ® wird neben dem bestehenden Vertriebsteam seit November 2023 und für eine begrenzte Laufzeit auf externe Ressourcen zugegriffen. So sind sowohl Vertriebsmitarbeiter in Arbeitnehmerüberlassung als auch Telesales-Mitarbeiter für Tillotts im Einsatz.

Tillotts wird auch im Jahr 2024 in seine Mitarbeiter investieren und sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren. So wurden in der Vergangenheit unter anderem Vertriebsmitarbeiter durch die Ausbildung zum Key Account Manager gezielt gefördert und die Unternehmenskultur wurde durch eine aktive Orientierung an den Unternehmenswerten weiterentwickelt. Dies wird im kommenden Jahr so fortgeführt.

Im Ergebnis der beschriebenen Aktivitäten und Maßnahmen rechnet die Tillotts- Geschäftsführung mit einem Drittkunden-Umsatzwachstum im mittleren zweistelligen Prozent-Bereich zwischen 40% und 50% für das kommende Geschäftsjahr.

5) IQVIA Flashlight 98. Ausgabe, Februar 2024, S. 4

6) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/150933/Pharmabranche-erwartet-wieder-Wachstum, abgerufen am 10.06.2024

V. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Tillotts verfügt über ein etabliertes Risiko-Management-System, das in Abstimmung mit der Schweizer Zentrale gemonitort wird. Dabei werden die Risiken identifiziert, nach potenziellen Auswirkungen auf das Geschäft eingestuft und priorisiert. Die Risiko-Einstufung erfolgt nach den Parametern Wahrscheinlichkeit und Auswirkung. Als wesentliche Risikobereiche sind zu nennen:

Als Risiko-Kategorien auf Gruppen-Ebene wurden definiert: Clinical Trial, Commercial, Compliance / Legal, HSE, Requirements / Specifications, Resources / Capabilities, Supplier / Procurement und Technical Complexity. Die Risiken der Tillots Pharma GmbH werden der Kategorie Commercial zugeordnet.

Als wichtige Maßnahmen zur Reduzierung der Auswirkungen aus den Commercial-Risiken sind die kontinuierliche Marktbeobachtung sowie Strategiemaßnahmen zur Weiterentwicklung der Produktlinien anzuführen.

Bei der Risikobeschreibung im weiteren Verlauf wird grundsätzlich mit Fokus auf die zwölf Monate gerechnet ab dem Bilanzstichtag geschaut, die Risiken sind dabei nach absteigender Wichtigkeit dargestellt.

Derzeit schätzt Tillotts die Situation der Lieferketten sowie in der Rekrutierung von (Vertriebs-)Mitarbeitern als nicht geschäftsgefährdend ein. Unterjährig wird erwartet, dass es zu kurzzeitigen Lieferengpässen kommen kann; in der Tillotts AG sind hierzu Maßnahmen eingeleitet, um kurz- bis mittelfristig derartige Engpässe zu vermeiden.

Politische Risiken / Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde insbesondere eine kurzfristige Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland zählen. Zwar rechnet Tillotts durch das Inkrafttreten des Lieferkettengesetzes sowie die angestrebte Klinikreform mit Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, jedoch im Ergebnis nur mit geringen Auswirkungen. Darüber hinaus ist die Geschäftsführung der Tillotts Pharma GmbH der Ansicht, dass für die zwölf Monate ab dem Bilanzstichtag nicht mit grundsätzlichen Änderungen im politischen Umfeld zu rechnen ist.

Um rechtzeitig über mögliche Änderungen und deren Auswirkungen informiert zu sein, wird auch für diesen Bereich kontinuierlich das politische Umfeld beobachtet, ferner werden Informationen über Branchenverbände bezogen.

Als generelles - gesamtwirtschaftliches - Risiko ist mit Sicherheit noch die steigende Inflationsrate und deren mögliche Auswirkungen auf die Kostenbasis des Unternehmens zu nennen.

Über ein monatliches Controlling sind Kostensteigerungen frühzeitig erkennbar und notwendige Anpassungen im Bezug von Produkten und Dienstleistungen können eingeleitet werden.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Für 2023 (und auch zum Zeitpunkt der Berichtserstellung) bestehen keine offenen Rechtsverfahren.

Chancen

Auch in der Darstellung der Chancen wird in absteigender Form nach Wichtigkeit die Situation für Tillotts dargelegt.

Mit Blick auf einzelne Produkte ist zu erwähnen, dass insbesondere die Veröffentlichung der neuen deutschen Leitlinie der DGVS Fachgesellschaft zur Behandlung von Magen-Darm-Infektionen und die darin enthaltene bevorzugte Anwendung von Fidaxomicin eine große Geschäftschance darstellt. Für das Jahr 2024 ist davon auszugehen, dass sich hieraus positive Umsatzeffekte ergeben.

Des Weiteren arbeitet Tillotts aktiv am Lifecycle Management des Produktportfolios, um positive Umsatzeffekte zu erzielen bzw. potenziell negative Umsatzeffekte abzufedern.

Tillotts als vergleichsweise kleiner Marktteilnehmer kann durch ihre Größe agiler und dynamischer agieren als größere Wettbewerber. Durch Investitionen in die Vertriebsstruktur ist eine bestmögliche Ansprache (potenzieller) Kunden umsetzbar; hier liegt eine große Chance, den Umsatz weiter zu steigern.

Abschließend ist noch zu ergänzen, dass Tillotts kontinuierlich das Produktportfolio weiterentwickelt, was sich im Ergebnis in Geschäftswachstum abbilden wird.

Einschätzung:

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotenzial der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber den Vorjahren nicht wesentlich verändert und es ist auch nicht absehbar, dass dies im Jahr 2024 passiert. Es ist in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen, bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich. Somit ergibt sich für die Entwicklung des Unternehmens aus Sicht der Geschäftsführung eine positive Perspektive.

 

Berlin, 31.07.2024

Jan Deresiewicz

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.462,00 49.029,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 9.195.289,31 8.564.453,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.293.693,55 1.549.777,57
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 175.000,00) -
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.063.165,20 12.462.552,81
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.913.710,30 31.270.569,05 2.243.045,46 16.255.375,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.494.968,44 3.089.089,52
51.960.826,80 27.908.919,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 116.741,97 97.224,30
52.112.030,77 28.055.172,54

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.856.152,80 1.666.002,53
III. Jahresüberschuss 1.864.953,83 1.190.150,27
4.746.106,63 2.881.152,80
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 350.684,21 444.392,01
2. Sonstige Rückstellungen 2.009.125,35 1.530.898,61
2.359.809,56 1.975.290,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.215.465,87 666.937,45
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.215.465,87 (i. Vj. EUR 666.937,45) -
2. Verbindlichken gegenüber Gesellschaftern 43.669.945,79 22.402.496,05
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 40.116.445,79 (i. Vj. EUR 18.935.964,80) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 115.511,62 124.176,42
- davon aus Steuern EUR 48.231,99 (i. Vj. EUR 51.900,63) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 9.546,54) -
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 115.511,62 (i. Vj. EUR 124.176,42) -
45.000.923,28 23.193.609,92
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.191,30 5.119,20
52.112.030,77 28.055.172,54

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 75.468.770,48 43.326.955,98
2. Sonstige betriebliche Erträge 142.196,10 122.966,82
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 669,40 (i. Vj. EUR 0,00) -
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 62.550.585,90 33.088.025,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 37.800,19 62.588.386,09 37.312,19 33.125.337,75
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.114.888,87 3.013.580,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 704.189,80 3.819.078,67 529.251,89 3.542.832,21
- davon für Altersversorgung EUR 40.374,93 (i. Vj. EUR 36.404,04) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 14.567,00 24.229,80
- davon außerplanmäßige Abschreibungen EUR 4.014,00 (i. Vj. EUR 9.651,00) -
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.416.801,81 5.024.073,13
- davon aus Fremdwährungsumrechnung
EUR 25.105,13 (i. Vj. EUR 83.172,68) -
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1.372,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 103.500,00 16.531,25
- davon an verbundene Unternehmen EUR 103.500,00 (i. Vj. EUR 16.531,25) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 804.092,18 527.171,94
10. Ergebnis nach Steuern 1.864.540,83 1.191.118,72
11. Sonstige Steuern -413,00 968,45
12. Jahresüberschuss 1.864.953,83 1.190.150,27

Anhang 2023

Tillotts Pharma GmbH

Sitz: Zweigniederlassung:
Warmbacher Straße 80 Kurfürstendamm 170
79618 Rheinfelden (Baden) 10707 Berlin

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für großeKapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: Tillotts Pharma GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Rheinfelden (Baden)
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: HRB 710007

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen (Abschreibungsdauer je nach Anlagegut zwischen 1 und 13 Jahren). Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Betrag von 800,00 EUR im Zugangsjahr sofort abgeschrieben.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Einkaufspreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese gemäß Niederstwertprinzip angesetzt.

Forderungen wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Sonstige Rückstellungen wurden zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und gebildet für:

Sonstige Rückstellungen 31.12.2023
in EUR
31.12.2022
in EUR
Herstellerrabatte 68.053,51 32.353,24
Vertragsrabatte 1.059.479,23 696.808,77
Aufwandsentschädigungen 117.032,82 34.208,66
Boni EKV 191.254,80 55.649,40
Urlaubsrückstellung 65.785,20 71.350,00
Boni Mitarbeiter 248.296,90 273.680,41
Arbeitnehmerfreistellung 0,00 172.500,00
Andere sonstige Rückstellungen 259.222,89 194.348,13
Sonstige Rückstellungen gesamt 2.009.125,35 1.530.898,61

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Berücksichtigung von § 256a HGB umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen oder Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB (Anschaffungskostenprinzip) und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB (Imparitätsprinzip) nicht angewendet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter ist in der Geschäftsjahresabschreibung enthalten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen mit einem Betrag in Höhe von 27.063.165,20 EUR (Vorjahr: 12.462.552,81 EUR) enthalten.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerforderungen gegenüber dem Finanzamt (1.654.966,17 EUR, Vorjahr: 1.981.840,10 EUR).

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt 3.553.500,00 EUR (Vorjahr: 3.466.531,25 EUR). Es handelt sich um ein Darlehen der Muttergesellschaft.

Angaben zu Darlehen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Mutterunternehmen, der Tillotts Pharma AG, Rheinfelden, Schweiz, betragen 43.669.945,79 EUR (Vorjahr: 22.402.496,05 EUR). Sie betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 40.116.445,79 EUR (Vorjahr: 18.935.964,80 EUR). Bei den Verbindlichkeiten in Höhe von 3.553.500,00 EUR (Vorjahr: 3.466.531,25 EUR) handelt es sich um ein Darlehen der Muttergesellschaft mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Angaben zu den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 75.468.770,48 EUR (Vorjahr: 43.326.955,98 EUR) realisiert. Diese teilen sich in geografischer Hinsicht wie folgt auf:

Umsatzerlöse in Region Geschäftsjahr
in EUR
Geschäftsjahr
in EUR
Inland 24.097.256,10 17.986.489,54
Europäische Union 43.311.490,75 23.152.120,44
Drittland 10.894.410,89 3.782.554,95
Zwischensumme 78.303.157,74 44.921.164,93
Erlösschmälerungen -2.834.387,26 -1.594.208,95
Umsatzerlöse gesamt 75.468.770,48 43.326.955,98

Angaben zum Steueraufwand des Geschäftsjahres

Für das Geschäftsjahr beträgt die Steuerbelastung insgesamt 804.092,18 EUR (Vorjahr: 527.171,94 EUR). Hiervon beträgt der Steueraufwand für Körperschaftsteuer 398.810,98 EUR (Vorjahr: 262.063,33 EUR), für Solidaritätszuschlag 21.935,06 EUR (Vorjahr: 14.413,46 EUR) und für Gewerbesteuer 383.345,89 EUR (Vorjahr: 250.695,15 EUR). Für Vorjahre entstand im laufenden Geschäftsjahr ein zusätzlicher Steueraufwand in Höhe von 0,25 EUR (Vorjahr: kein Steueraufwand).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Tillotts Pharma GmbH setzen sich aus Mietverträgen für Büroräumlichkeiten sowie Leasingverträgen für Dienstwagen zusammen. Die Verträge zu diesen finanziellen Verpflichtungen unterscheiden sich wie folgt in ihrer Laufzeit:

bis 1 Jahr
in TEUR
1-5 Jahre
in TEUR
> 5 Jahre
in TEUR
Gesamt
in TEUR
Miete 126,4 439,6 0,0 566,0
Leasing 168,7 239,2 0,0 407,9
Gesamt 295,1 678,8 0,0 974,0

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug während des Geschäftsjahres 31 (Vorjahr: 30), die sich in folgende Gruppen aufteilen:

Gruppe Geschäftsjahr Vorjahr
Vertrieb 19 18
Medical Scientific Liaison 4 4
Administration 8 8
Beschäftigte Gesamt 31 30

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Die Tillotts Pharma GmbH, Rheinfelden (Baden), ist eine Tochtergesellschaft der Tillotts Pharma AG, Rheinfelden, Schweiz, und wurde in den Konzernabschluss der Tillotts Pharma AG einbezogen, die wiederum in den Konzernabschluss der Zeria Pharmaceutical Co., Ltd mit Sitz in Tokio, Japan, einbezogen wird. Die Zeria Pharmaceutical Co., Ltd erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis (einsehbar auf der Homepage des Unternehmens).

Im Konzernabschluss wurde bezüglich der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden von deutschem Recht abgewichen und nach IFRS bilanziert. Der konsolidierte Jahresabschluss wird nicht veröffentlicht.

Nachtragsbericht

In der Zeit vom Bilanzstichtag bis heute haben sich keine grundlegenden Veränderungen im Markt oder Unternehmen ergeben, die die Geschäftslage signifikant beeinflusst haben.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführer der Gesellschaft waren im letzten Geschäftsjahr oder sind bis zum heutigen Tag:

Name Ort Beruf
Lange, Barbara (bis 29.02.2024) Riehen (Schweiz) Geschäftsführerin, General Counsel
Portmann, Marcel Paul (seit 10.06.2022) Rothrist (Schweiz) Geschäftsführer, Head of Finance Global
Deresiewicz, Jan Anders (seit 22.05.2023) Bromma (Schweden) Geschäftsführer, Managing Director

 

Berlin, 31.07.2024

Jan Deresiewicz

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.625,01 0,00 0,00 0,00 169.625,01
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.12.2023
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.596,01 14.567,00 0,00 0,00 135.163,01
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.462,00 49.029,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

An die Tillotts Pharma GmbH, Rheinfelden (Baden)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tillotts Pharma GmbH, Rheinfelden (Baden), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tillotts Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 8. November 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Penzkofer, Wirtschaftsprüfer

Hutzler, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Tillotts Pharma GmbH, Rheinfelden (Baden), wurde am 27. November 2024 festgestellt.

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