MVV Flusswärme GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Michael Oefelein seit 5.3.2025 | Prokura |
Mathias Kohl seit 5.3.2025 | Prokura |
Nadine Cioumourtzis seit 30.10.2023 | Prokura |
Sebastian Heming seit 14.4.2022 | Prokura |
Ferdinand Nikolaus Dr. Höfer seit 1.4.2019 | Geschäftsführer |
Andreas Steiner seit 16.5.2018 | Prokura |
Martin E. Dr. Auer seit 26.1.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MVV Enamic GmbH
MannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024Lagebericht 2024MVV Enamic GmbHInhaltsverzeichnis I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit 2. Steuerungsrelevante Kennzahlen II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen 2. Geschäftsentwicklung 2.1 Geschäftsverlauf 2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit Die MVV Enamic GmbH hat ihren Sitz in Mannheim. Gesellschafterin der MVV Enamic GmbH ist die MVV Energie AG (100%). Der vorliegende Einzelabschluss 2024 der MVV Enamic GmbH wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes erstellt. Zum 30. September 2024 beträgt das Stammkapital der Gesellschaft 2.001 Tsd Euro. Es besteht seit dem 18. Dezember 2006 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MVV Energie AG. Die MVV Enamic GmbH ist die Muttergesellschaft des Teilkonzerns MVV Enamic (im folgenden TK Enamic). Zum Bilanzstichtag hielt die MVV Enamic GmbH 13 unmittelbare Tochterunternehmen und Beteiligungen. Mit folgenden Gesellschaften bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge:
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Energiedienstleistungen, insbesondere die Versorgung von Industrie-, Gewerbe- und Kommunalkunden mit allen notwendigen Medien und Energiearten, die Entsorgung von Abwasser, die Errichtung, der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Vermögensgegenständen, die im Zusammenhang mit Energiedienstleistungen oder der Entsorgung von Abwasser stehen, der Betrieb und die Instandhaltung für Projekte aus den genannten Bereichen, Erschließungsträgerschaften sowie Beratungsleistungen und Ingenieurdienstleistungen in allen Infrastruktursektoren (Energie, Wasser, Abwasser Entsorgung, Umwelt, Verkehr und Telekommunikation) im In- und Ausland. 2. Steuerungsrelevante Kennzahlen In der Gesellschaft werden vor dem Hintergrund einer wertorientierten Unternehmenssteuerung verschiedene Kennzahlen verwendet. Schwerpunktmäßig sind der Jahresüberschuss nach HGB sowie die aus dem Konzernverbund resultierende IFRS Kennzahl Adjusted EBIT zu nennen. Der Jahresüberschuss nach HGB, als gesetzlich verankerte Kennzahl, leitet sich aus § 275 II und III HGB ab und gibt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit nach Zinsen und Steuern an. Das Adjusted EBIT basiert auf dem EBIT nach IFRS. Das EBIT ist um den Ergebniseffekt aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung nach IFRS 9 bereinigt und wird ohne Restrukturierungsaufwand, allerdings inklusive der Erträge aus Finanzierungsleasingverträgen berechnet und ergibt als Residualgröße das Adjusted EBIT. Wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Rechnungslegungsarten IFRS und HGB bestehen in der Höhe der Abschreibungen, der Abbildung von Contractingprojekten (Finance Lease nach IFRS) sowie bei der Bewertung von Rückstellungen. Im Fokus der Berichterstattung an die Geschäftsführung und den Gesellschafter steht die Analyse der Plan-, Vorschau- und Ist-Abweichungen auf Basis des Adjusted EBIT nach IFRS auf Teilkonzernebene und im Rahmen unserer Zuordnung nach Business Units. Insbesondere Plan- / Ist-Abweichungen werden einer eingehenden Analyse unterzogen und Maßnahmen werden abgeleitet. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen Fördermittel für die Energiewende sind knapp Nachdem das Bundesverfassungsgericht im November 2023 die Finanzierung des staatlichen Klima- und Transformationsfonds in Teilen für nichtig erklärt hat, fehlten dem Fonds im Jahr 2024 rund 60 Mrd Euro, die zur Finanzierung zahlreicher Bundesprogramme für die Energiewende vorgesehen waren. Die Bundesregierung hat daraufhin entsprechende Kürzungen an den Programmen vorgenommen. Davon betroffen ist auch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), die Anreize für Investitionen in die Dekarbonisierung von Wärmeerzeugung und Wärmenetzen schaffen soll. Die BEW-Mittel werden nach aktuellem Stand für den Gesamtzeitraum bis 2029 um 200 Mio Euro auf insgesamt rund 3,6 Mrd Euro reduziert. Die Fernwärmebranche hält dagegen unverändert eine Fördersumme von über 3 Mrd Euro pro Jahr bis nach 2030 für notwendig. Die Branchenverbände AGFW und VKU haben diesen Förderbedarf im Juli 2024 in einer Studie untermauert; dort wird der Investitionsbedarf in die Fernwärme in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf insgesamt 43,5 Mrd Euro beziffert. Rahmen für die Wärmewende Die Wärmewende erhielt mit der Verabschiedung des novellierten Gebäudeenergie-Gesetzes (Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden - GEG), des Gesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) sowie der überarbeiteten Richtlinie zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im ersten Quartal des Berichtsjahrs einen neuen rechtlichen Rahmen. Danach muss jede Kommune in den kommenden Jahren einen Wärmeplan entwickeln, auf dessen Basis die notwendigen Investitionen in Infrastruktur und die Wärmeerzeugung zielgerichtet erfolgen können. Der Bund unterstützt Investitionen in Gebäudesanierungen und neue Heizungen mit Fördersätzen zwischen 30 % und 70 %. Bei neuen Heizungen müssen mindestens 65 % der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen - diese Vorgabe kann ein Gebäudeeigentümer auch durch den Anschluss an ein Fernwärmenetz erfüllen. Erleichterungen beim Ausbau erneuerbarer Energien Bundestag und Bundesrat haben Ende April 2024 das Solarpaket I beschlossen, um den Ausbau erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen. Das Gesetzespaket unterstützt sowohl den Ausbau von Photovoltaik- als auch von Windkraftanlagen. Für Photovoltaikdachanlagen bei gewerblich genutzten Gebäuden und Mehrfamilienhäusern sind im Solarpaket I zahlreiche Verbesserungen enthalten. So erleichtert das Modell der „gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung“ die Weitergabe von Photovoltaikstrom in Mehrfamilienhäusern. Darüber hinaus wird der Einsatz von Stromspeichern vereinfacht, wenn durch die Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien und aus dem Netz eine Mischnutzung stattfindet. Die Änderungen des Solarpakets I stärken die Aktivitäten von MVV beim Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und bei unseren Kundenlösungen. Markt- und Wettbewerbsumfeld Konjunkturelle Schwäche und struktureller Wandel belasten deutsche Wirtschaft In ihrer Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2024 erwarten die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für das Kalenderjahr 2024 einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,1 %. Im Frühjahr 2024 hatten sie noch ein Wachstum von 0,1 % prognostiziert. Belastend wirke neben der konjunkturellen Schwäche auch der strukturelle Wandel der deutschen Wirtschaft. Diese strukturellen Anpassungsprozesse, die laut der Experten durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und demographischen Wandel sowie wahrscheinlich auch durch einen stärkeren Wettbewerb mit Unternehmen aus China ausgelöst wurden, begrenzen die Wachstumsperspektiven der deutschen Wirtschaft. Besonders betroffen sei die Industrie - insbesondere Hersteller von Investitionsgütern und energieintensive Zweige; Als Auslöser der konjunkturellen Schwäche sehen die Experten das hohe Zinsniveau und hohe wirtschafts- und geopolitische Unsicherheiten. Beides beeinflusse sowohl die Investitionstätigkeit als auch den privaten Konsum. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz legte Anfang Oktober 2024 seine Herbstprojektion vor: Für das Kalenderjahr 2024 erwartet die Bundesregierung, dass das BIP um 0,2 % zurückgehen wird. Als Grund dafür werden - neben konjunkturellen Risiken - strukturelle Probleme Deutschlands angeführt, während zugleich große geoökonomische Herausforderungen bestehen. Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und Aufdach-Photovoltaikanlagen sinkt In den ersten acht Monaten des Jahres 2024 hat sich laut der Statistik des Kraftfahrtbundesamts „Fahrzeugzulassungen und Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen mit alternativem Antrieb“ vom August 2024 der Absatz von vollelektrischen Autos in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel (32 %) reduziert. Gründe dafür seien abgesetzte Förderungen für Elektroautos und anhaltende politische Diskussionen in diesem Bereich, sowie die weiterhin schlechte Wirtschaftsentwicklung. Für das Jahr 2025 sei ein wieder steigender Absatz zu erwarten, da die europäischen Flottengrenzwerte für Absatzdruck sorgen. Auch im Bereich Elektro-LKW sei mit zunehmenden Absatzzahlen zu rechnen, nachdem erste Modelle auch im Schwerlastverkehr verfügbar sind. Nach einem Wachstum von jeweils über 50 % in den Jahren 2022 und 2023 ist der Absatz von Wärmepumpen für die dezentrale Wärmeerzeugung im ersten Halbjahr 2024 laut dem Bundesverband Wärmepumpe e.V. stark zurückgegangen und lag leicht über dem Niveau von 2021. Dieser Rückgang führt gemäß den Experten dazu, dass das politische Ziel von 500.000 neuen Wärmepumpen pro Jahr im Jahr 2024 deutlich verfehlt werde. Die allgemeine Investitionszurückhaltung angesichts der schwachen Konjunktur trüge hier ebenso bei wie die nach wie vor große Verunsicherung über die kommunalen Wärmepläne. Der Bundesverband Wärmepumpe erwartet im zweiten Halbjahr 2024 eine Verbesserung der Marktsituation, auch aufgrund der hohen Fördersätze für den Einbau von Wärmepumpen. Entsprechend der im September 2024 veröffentlichten Daten der BNetzA war auch bei Aufdach-Photovoltaikanlagen eine sinkende Nachfrage zu verzeichnen: Seit Mai 2024 lag die Leistung der monatlich neu installierten Anlagen unter den Werten des Vorjahres - der deutlichste Rückgang war im August zu verzeichnen - und damit deutlich unter den Erwartungen der Branche. Großhandelspreise für Brennstoffe und Strom rückläufig Im Berichtsjahr sanken die Großhandelspreise sowohl für Brennstoffe und Emissionszertifikate als auch für Strom gegenüber den mittleren Preisen des Vorjahres. Eine Ausnahme hiervon bildete der Ölpreis. Trotz der auf breiter Basis zu beobachtenden Preisrückgänge gegenüber den beiden Vorjahren lagen die Energiepreise -verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2021 - weiterhin auf einem hohen Niveau. Großhandelspreise (Durchschnitt) vom 1.10. bis 30.9.
1 Sorte Brent; Frontmonat 2 Marktgebiet Trading Hub Germany; Frontjahr 3 Frontjahr 4 Front Dezemberkontrakt 5 Frontjahr Insbesondere in der ersten Hälfte des Berichtsjahres waren die Märkte für Strom, Gas, Emissionszertifikate, Kohle und zum Teil auch Öl von einem übergeordneten Preisrückgang geprägt. Ende Februar 2024 wurden mehrjährige Preistiefs von unter 70 Euro/MWh (Strom-Frontjahreskontrakt) und unter 30 Euro/MWh (Gas-Frontjahreskontrakt) erreicht. Gegenüber den Höchstständen zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 im Oktober 2023 entsprach dies einem Rückgang von 46 % und 43 % im Fall der Strom- und Gas-Frontjahreskontrakte 2025. Der Kohlepreis und die Preise für Emissionszertifikate sanken im Vergleich zu den Preismaxima im selben Zeitraum um 36 % und 42 %. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Kombination einer guten Versorgungslage mit einer milden Heizperiode. Seit März 2024 stiegen die Großhandelspreise auch als Folge geopolitischer Ereignisse wie dem weiter andauernden Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt wieder an, blieben dabei aber unter den Höchstständen vom Oktober 2023. Witterungseinflüsse Wärmere Witterung führt zu niedrigeren Gradtagszahlen Höhere Außentemperaturen führen zu einem geringeren Heizenergiebedarf bei unseren Kunden. Dies schlägt sich auch in niedrigeren Gradtagszahlen nieder, die als Indikator für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz verwendet werden. Im Berichtsjahr war es durchschnittlich wärmer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: Im Berichtsjahr war es insgesamt betrachtet wärmer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: Die Gradtagszahlen lagen nicht nur rund 5 % unter den Werten des Vorjahres, sondern waren die niedrigsten innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Das Geschäftsjahr 2024 wies also im Zehn-Jahres-Zeitraum die durchschnittlich höchste Temperatur auf. 2. Geschäftsentwicklung 2.1 Geschäftsverlauf Die MVV Enamic GmbH weist nach HGB ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von + 3,06 Mio Euro aus (Vorjahr + 1,4 Mio Euro). Das Adjusted EBIT nach IFRS vor Ergebnisabführung betrug im Geschäftsjahr +1,61 Mio Euro (VJ 5,19 Mio Euro). Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 liegt deutlich über Plan (+7,03 Mio. Euro). Der Hauptgrund für die Verbesserung gegenüber dem Plan sind unterjährig höhere Erträge aus der Betriebsführung. 2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der MVV Enamic GmbH erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 2,3 Mio Euro (+ 1,2 %) auf 187,9 Mio Euro. Die Aktivseite der MVV Enamic GmbH ist durch ein dominierendes Finanzanlagevermögen geprägt. Zum 30. September 2024 lag das Finanzanlagevermögen mit 147 Mio Euro über dem Vorjahr. Es macht jetzt 78,2 % (Vorjahr 77,5 %) der Bilanzsumme aus. Das Sachanlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio Euro auf 16,5 Mio Euro. Der Anteil des Sachanlagevermögens macht zum Bilanzstichtag 8,8 % (Vorjahr 9,3 %) der Bilanzsumme aus. Das Anlagevermögen insgesamt entspricht jetzt 87,1 % (Vorjahr 86,9 %) der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten finanziert. Der Anstieg im Finanzanlagevermögen ist im Wesentlichen auf die Zuschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen (+ 3,4 Mio Euro) zurückzuführen. Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres mit 24,3 Mio Euro unverändert. Die Veränderungen auf der Passivseite resultieren im Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+ 1,5 Mio Euro). Aufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der MVV Energie AG verändert sich das Eigenkapital nicht. Das Ergebnis der Gesellschaft wird zu jedem Jahresabschluss über den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag ausgeglichen bzw. abgeführt. Die Eigenkapitalquote verringert sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um -0,4 % auf 33,4 %. Die Rückstellungen sinken im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Mio Euro auf 1,8 Mio Euro (Vorjahr 2,4 Mio Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio Euro auf 5,9 Mio Euro gestiegen. Durch die Einbindung der MVV Enamic GmbH in das Cash-Management-System der MVV Gruppe verfügt die Gesellschaft über ausreichende Finanzmittel. Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten aus Cash-Pool in Höhe von 9,6 Mio Euro und in diesem Geschäftsjahr Verbindlichkeiten in Höhe von 10,2 Mio Euro. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bei gegenläufig rückläufigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Vermögen der Gesellschaft erhöhte sich im Vergleich zu den Annahmen im Vorjahr durch eine Zuschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen. Ertragslage Der Umsatz der MVV Enamic GmbH erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Mio Euro (+ 12,6 %) auf 66,0 Mio Euro. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren sonstigen Umsatzerlösen im Bereich Betriebsführungsverträge (+ 4,7 Mio Euro) und Contracting-Umsätze (+ 1,5 Mio. Euro) sowie dem leichten Anstieg der Stromerlöse (+ 0,5 Mio Euro). Die sonstigen Erlöse machen den größten Teil der Umsatzerlöse mit 43,2 Mio Euro (65,4 %) aus. Der wesentliche Anteil daran resultiert aus den Intercompany Verträgen. Die Entwicklung der Absatzmengen ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 2,4 Mio Euro auf 4,3 Mio Euro. Der Hauptgrund dafür ist, dass im Geschäftsjahr eine geringere Zuschreibung auf Finanzanlagen als im Vorjahr vorgenommen wurden. Der Materialaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio Euro auf 24,9 Mio Euro. Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf gestiegenen Strom- und Gasbezügen, bei gegenläufig gesunkenen Aufwendungen für Einsatzstoffe und bezogene Handelswaren sowie gesunkenen Aufwendungen für bezogene (Dienst-)Leistungen. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio Euro auf 3,2 Mio Euro gesunken. Wesentlicher Grund sind geringere Aufwendungen für Gehältern sowie Altersvorsorge als im Vorjahr. Die Mitarbeiterzahl lag mit 22 Mitarbeitern im Jahresdurchschnitt 2024 um einen Mitarbeiter niedriger zum Vorjahr. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mio Euro gestiegen und betrugen 1,9 Mio Euro (Vorjahr 1,4 Mio Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Mio Euro auf 42,6 Mio Euro gestiegen. Der wesentliche Grund für die Veränderung ist der Anstieg von Aufwendungen für Personalgestellung. Das Finanzergebnis ist um 1,3 Mio Euro auf 5,4 Mio Euro gestiegen. Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen daraus, dass im Vergleich zum Vorjahr die Erträge aus Gewinnabführung (+1,5 Mio. Euro) höher sind. Das ebenfalls im Finanzergebnis enthaltene Zinsergebnis beträgt - 1,9 Mio Euro (Vorjahr - 1,1 Mio Euro). Das Jahresergebnis wird durch folgenden wesentlichen Sondereffekt beeinflusst:
Der Gewinn in Höhe von 3,1 Mio Euro wird über den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an die MVV Energie AG abgeführt. Bericht aus den Geschäftsfeldern des TK Enamic Die MVV Enamic GmbH hat neben der Abwicklung von Projektgeschäft die Holdingfunktion des TK Enamic inne. Hier erfolgt die Steuerung des Teilkonzerns sowie die Berichterstattung an die Geschäftsführung. Des Weiteren bildet die MVV Enamic GmbH die Schnittstelle zum Anteilseigner MVV Energie AG. Als B2B-Lösungseinheit bietet Enamic ganzheitliche Energielösungen aus einer Hand - branchenübergreifend und deutschlandweit. Wir entwickeln mit unserer umfassenden Erfahrung individuelle Energielösungen. Gemeinsam mit dem Kunden steigern wir so die Energieeffizienz und senken langfristig die Energiekosten. Dabei ist es unser Ziel die Energiewende aktiv und gewinnbringend für unsere Kunden zu gestalten, denn wir verstehen uns als Vorreiter der Dekarbonisierung. Einhergehend mit einem Marktumfeld, das sich grundlegend verändert, wandeln sich die Bedürfnisse der Kunden. Gefragt sind innovative Lösungen, die alle aktuellen technischen Möglichkeiten nutzen und die Wünsche der Verbraucher berücksichtigen. Unsere Vertriebseinheiten richten sich auf die neuen Herausforderungen des Energiemarkts aus. Sie bieten Produkte und Dienstleistungen rund um eine nachhaltige Energieversorgung an und stellen den Kundennutzen in den Fokus ihrer Lösungen. Die Geschäftsentwicklung der MVV Enamic Ludwigshafen verlief insgesamt positiv. Zur im Vergleich zum Vorjahr und den Erwartungen positiven Ergebnisentwicklung trugen neben dem Ergebnis aus der Energieerzeugung zusätzliche Erlöse aus Projekten für Kunden bei. Für die IGS verlief das Geschäftsjahr 2024 weitgehend zufriedenstellend, das Ergebnis liegt leicht unter dem Niveau der Planzahlen. Das Geschäftsjahr 2024 war geprägt durch die schwache wirtschaftliche Gesamtlage, die sich auch im Abnahmeverhalten der Standortkunden gezeigt hat. Die größten Auswirkungen auf das Ergebnis hatten aber die Preise für Strom und für EBS. Die DC-Datacenter-Group hat im Geschäftsjahr erneut ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet. Zusätzliche Aufträge konnten Verschiebungen des Baubeginns geplanter Großaufträge überkompensieren. Das Ergebnis des Vorjahres wurde deutlich übertroffen. AVANTAG Energy S.à r.l., blickt trotz schwieriger Marktbedingungen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Neben dem Preisdruck war der Markt im Geschäftsjahr 2024 durch überzeichnete Ausschreibungen im Segment PV-Aufdach geprägt und Unsicherheiten aufgrund der fortgeführten Trendentwicklung am Zinsmarkt aus dem Geschäftsjahr 2023, in Kombination mit niedrigeren Strompreisen am Handelsmarkt. Dies führte kundenseitig zu längeren Entscheidungswegen, vorwiegend im Investorenbereich. Ein Umstand der insbesondere die Auftragseingangsentwicklung der Gesellschaft in der ersten Jahreshälfte prägte. Trotz der marktwirtschaftlichen Herausforderungen konnte AVANTAG Energy S.à r.l das Ergebnis Ziel übertreffen und beendet das Geschäftsjahr mit dem besten Geschäftsergebnis der Unternehmensgeschichte. AVANTAG Energy S.à r.l ist Spezialist im Bereich der Projekt- und Konzeptentwicklung von Solaranlagen für Industrie, Gewerbe und Immobilienwirtschaft im deutschen und luxemburgischen Markt. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Energiepolitische Rahmenbedingungen In der Energiewirtschaft vollzieht sich seit Jahren ein fundamentaler Wandel, der sich nicht zuletzt darin zeigt, dass viele Beteiligte auf nationaler und internationaler Ebene ihre Anstrengungen für den Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften intensivieren. MVV gestaltet diesen Wandel aktiv: Mit unserem „Mannheimer Modell“ planen wir als eines der ersten Energieunternehmen in Deutschland #klimapositiv zu werden; dazu tragen dessen Bausteine Wärmewende, Stromwende und Kundenlösungen bei. Der sich wandelnde Markt in Deutschland bietet uns Chancen für Innovationen, für neue Arbeitsplätze und für profitables Wachstum, insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, dezentrale Energieversorgung, Energieeffizienz, Digitalisierung, Gebäudesanierung und nachhaltige Mobilitätskonzepte. Indem wir unsere Unternehmensstrategie konsequent umsetzen, können wir diese Chancen ergreifen. Unser Geschäftsmodell für ein dezentrales Energiemanagement erweitern wir, indem wir neue innovative Lösungen und Produkte anbieten. Die einen solchen Wandel begleitenden Unsicherheiten haben durch geopolitische Krisen für unsere Branche insgesamt und auch für MVV deutlich zugenommen - dies gilt für das Berichtsjahr ebenso wie für die nähere Zukunft. Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung werden zudem der Witterungsverlauf haben und - wenn auch nicht in so hohem Maße - die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Strategie setzt auf nachhaltiges Wachstum Einhergehend mit einem Marktumfeld, das sich grundlegend verändert, wandeln sich die Bedürfnisse der Kunden. Gefragt sind innovative Lösungen, die alle aktuellen technischen Möglichkeiten nutzen und die Wünsche der Verbraucher berücksichtigen. Als B2B-Lösungseinheit bietet MVV Enamic Geschäftskunden ganzheitliche Energielösungen aus einer Hand - branchenübergreifend und deutschlandweit. MVV Enamic und ihre Tochtergesellschaften bieten Kunden aus der Industrie und Immobilienwirtschaft intelligente Energieprodukte und innovative Lösungen, die sie individuell nach ihren Bedürfnissen kombinieren können. Das Angebot umfasst sowohl die transparente Energiebeschaffung zu attraktiven Konditionen als auch individuelle Lösungen für eine nachhaltige Energieerzeugung, Energiemanagement, E-Mobilität, Abrechnungsservices und Contractinglösungen. Wir erwarten in den nächsten Jahren stabile Ergebnisse. Entscheidend ist jedoch die Auslastung der jeweiligen Standortkunden. Im Bereich Industrieparks werden Wachstumsoptionen über Kooperationen zu prüfen sein. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden im MVV Energie Konzern gebündelt. Künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die strategische Ausrichtung innerhalb des MVV Energie Konzerns wird auch die Investitions- und Finanzplanung des TK Enamic in den folgenden Geschäftsjahren beeinflussen. Nach Berücksichtigung der Struktur und der Eintrittswahrscheinlichkeit aller Chancen und Risiken erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr die folgenden Ergebnisgrößen: Für die MVV Enamic GmbH gehen wir nach HGB für das Geschäftsjahr 2025 von einem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung aus, welches signifikant unter dem Ergebnis von 2024 liegen wird. Der wesentliche Grund für das Ergebnis in diesem Geschäftsjahr ist eine Zuschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen. Des Weiteren erwarten wir für das Geschäftsjahr 2025 geringere Erträge aus Beteiligungen mit Ergebnisabführungsverträgen. Diese Entwicklung wirkt sich in beiden Rechnungslegungsarten (HGB und IFRS) aus. Künftige Chancen und Risiken Wir rechnen insgesamt damit, dass unsere Branche weiteren tiefgreifenden Veränderungen ausgesetzt sein wird und die Rahmenbedingungen instabil bleiben. Auch unter Berücksichtigung einer unsicheren weiteren Entwicklung in unserer Branche gibt es aus heutiger Sicht keine Anzeichen für Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. In unserem Chancen- und Risikobericht sind Preischancen und -risiken, operative Chancen und Risiken, Mengenchancen und -risiken, gesetzliche Risiken, Finanzierungschancen und -risiken, strategische Chancen und Risiken erläutert. Der Wettbewerbsdruck ist weiterhin hoch und energie- und klimapolitische Veränderungen können nach wie vor Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung haben - wie auch auf alle anderen Unternehmen der Energiebranche. Die Energiemärkte werden insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadebatte voraussichtlich in hohem Maße volatil sein. Durch den politischen und gesellschaftlichen Willen zu mehr Klimaschutz und Energieeffizienz gewinnen die Nutzung Erneuerbarer Energien und der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung zunehmend an Bedeutung. In enger Zusammenarbeit mit den anderen Gesellschaften des MVV Energie Konzerns und des TK Enamic und unserer Partner wollen wir die sich bietenden Marktchancen für mittel- und langfristig profitables Wachstum nutzen. 2. Chancen- und Risikobericht Die Risikosituation des Konzerns ist neben den geschäftstypischen Chancen- und Risiken seit dem Geschäftsjahr 2022 unverändert wesentlich durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine beeinflusst. Gleichzeitig ist unser Geschäft zunehmend durch Risiken aus der Entwicklung beim Zinsniveau, der Kaufkraft und den Teuerungsraten sowie durch Kreditrisiken und durch die Verfügbarkeit von Fachkräften beeinflusst. Darüber hinaus sehen wir krisenbedingte Marktpreis- und Finanzierungsrisiken, rechtliche Risiken und auch einzelne operative Risiken (zum Beispiel das Cyber-Risiko oder die lieferkettenbedingte Verfügbarkeit von kritischen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen) für Unternehmen in Deutschland und in unserer Branche. Enamic reagiert auf diese hohen Unsicherheiten durch eine Vielzahl von operativen Maßnahmen und Initiativen. Damit beabsichtigt Enamic, Lösungen zu entwickeln, um mögliche negative Auswirkungen sowohl für unseren eigenen Geschäftserfolg als auch für unsere Kunden, bestmöglich zu begrenzen und gleichzeitig unsere #klimapositiv-Strategie zu unterstützen. Um signifikante negative Abweichungen vom geplanten Ergebnis zu vermeiden und unsere Gesellschaften vor bestandsgefährdenden Risiken zu schützen, gehen wir bewusst mit Chancen und Risiken um. Dafür nutzen wir das zentrale Risikomanagementsystem des MVV Energie Konzerns. Das zentrale Risikocontrolling beobachtet fortlaufend die Chancen und Risiken, die für unser Geschäft grundsätzlich relevant sind und aggregiert sie zu einem Chance-/Risiko-Profil. Dieses Profil entspricht einer Nettobetrachtung: Alle Gegenmaßnahmen, die wir zur Verminderung eines Risikos ergriffen haben, sind bereits berücksichtigt. Die ermittelten Chancen und Risiken werden mit Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung durchgeführt. Die größten Einzelgefährdungen werden separat aufgeführt. Wir kombinieren die Auswirkungen bei Eintritt eines Risikos mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit und werten die Risikosituation aus. Im Rahmen unserer kurz- und mittelfristigen Planung wägen wir Chancen und Risiken sorgfältig ab und berücksichtigen sie in unserer Ergebnisprognose. Bei unerwarteten Entwicklungen und Ereignissen ist es dennoch möglich, dass das tatsächliche Adjusted EBIT den geplanten Wert über- oder unterschreitet. Organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Unsere Organisationsstruktur unterstützt eine rasche Informationsweitergabe und eine transparente Analyse der Chancen- und Risikofaktoren. Falls nötig stoßen wir Maßnahmen an, um Risiken zu vermeiden und zu reduzieren. Über ein etabliertes Verfahren meldet jeder Risikoträger quartalsweise die Unsicherheiten an das zentrale Risikocontrolling der Enamic GmbH. Dort werden die Daten analysiert, aggregiert und an das Risikocontrolling des MVV Energie Konzerns zur weiteren Bearbeitung versendet. Der Vorstand wird quartalsweise über die aktuelle Risiko- und Chancensituation informiert. In besonderen Fällen wird der Vorstand unmittelbar unterrichtet, der wiederum den Aufsichtsrat direkt benachrichtigt. Die Risikosituation wird in „gering“, „mittel“ und „hoch“ unterschieden, indem die finanziellen Auswirkungen bei Eintritt des Risikos mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit kombiniert werden. Dazu betrachten wir die ungünstigsten Fälle je Risikokategorie. Wir unterscheiden die nachfolgenden sechs wesentlichen Risikofelder, die unsere Geschäftsentwicklung wie auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können: Preischancen und -risiken Preisrisiken entstehen im Wesentlichen aus der Veränderung von Marktpreisen auf der Bezugs- wie auf der Absatzseite. In der Regel zielen unsere Absatzverträge darauf ab, dass diese Preisrisiken auf der Beschaffungsseite durch entsprechende Preisgleitklauseln an den Kunden weitergegeben werden können. Aktuell besteht eine erhöhte Unsicherheit, ob die stark steigenden Beschaffungskosten in allen Fällen vollständig in unsere Preiskalkulation einbezogen werden können. Die Branche ist hier abhängig von einer entsprechend zu konkretisierenden Rechtsgrundlage durch den Gesetzgeber (Energiesicherungsgesetz - EnSiG) als Reaktion auf die neue und außergewöhnliche Marktlage. Somit besteht hier aus Gesellschaftssicht ein mittleres Risiko. Aufgrund möglicher Lieferengpässe und -verzögerungen vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen können Preisrisiken bei zu beziehenden Rohstoffen, Materialien oder Zulieferprodukten (beispielsweise im Bereich Photovoltaikanlagen, Batterien, Wallboxen, Trafos, Smart Meter, Kabel) entstehen. Daneben beobachten wir eine spürbar geringere Verfügbarkeit von Dienstleistern im Bereich des Anlagenbaus und bei Installationen. Mengenchancen und -risiken Sowohl auf der Erzeugungs-, der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite können sich Mengenschwankungen positiv oder negativ auf unser operatives Ergebnis auswirken. Wir beurteilen die zukünftige Risikosituation innerhalb der Mengenrisiken insgesamt als mittleres Risiko. Auf der Beschaffungsseite können mangelhafte Qualität bzw. Quantität, insbesondere bei den Ersatzbrennstoffen (EBS) und Biomasse (Grüngut, Hackschnitzel, Silage) negative Auswirkungen haben. Die Qualität des eingesetzten Brennstoffes zur Wärmeerzeugung kann das Ergebnis negativ beeinflussen. Insbesondere die Qualität der Biomasse ist hier von besonderer Bedeutung. Innerhalb unserer Tochtergesellschaft MVV EnergySolutions GmbH werden die wesentlichen Stoffströme vor allem im Bereich Biomasse gesteuert und die Qualität gesichert. Des Weiteren spielt der Witterungsverlauf eine Rolle bei der Geschäftsentwicklung. Die Witterung beeinflusst in der Heizperiode (September bis Mai) den Absatz von Fernwärme. Außerdem können Effizienzmaßnahmen bei Kunden, wie z.B. Wärmedämmungen ebenfalls zu Absatzrückgängen führen. MVV Enamic ist vom Konjunkturverlauf vor allem indirekt betroffen. Wenn unsere großen Kunden ihre Produktion aufgrund der wirtschaftlichen Lage bzw. aufgrund von Lieferengpässen drosseln muss, kann das dazu führen, dass sie geringere Energiemengen beziehen. Auf der anderen Seite bestehen Chancen auf höhere Absatzmengen, wenn unsere Kunden die Produktion konjunkturbedingt oder wegen einer starken Wettbewerbsposition steigern. Aufgrund der andauernden geopolitischen Unsicherheiten und möglichen konjunkturellen Auswirkungen könnten unsere Strom- und Gasabsatzmengen von Kunden nachfrageseitig vermehrt schwanken. Der Wettbewerbsdruck im Energiemarkt ist unverändert hoch. Entscheiden sich Kunden für andere Anbieter, sinken unsere Absatzmengen. Effizienzmaßnahmen unserer Kunden, beispielsweise im Bereich Wärmedämmung, können ebenso zu Absatzrückgängen führen. Wenn Kunden dazu übergehen, ihren Energiebedarf selbst zu erzeugen, unterstützen wir sie dabei partnerschaftlich mit innovativen, wettbewerbsfähigen Produkten und entwickeln Dienstleistungen mit hohem Kundennutzen. Neben den Chancen, die sich im Markt aufgrund steigender Klimaschutzanforderungen ergeben, werden aufgrund des aktuellen Energiepreisanstiegs innovative und erneuerbare Energieerzeugungstechnologien für unsere Kunden zunehmend interessanter. Hier erwarten wir zusätzliche positive Nachfrageimpulse und Wertschöpfungspotenziale. Operative Chancen und Risiken Dieses Risikofeld umfasst Betriebs-, IT-, Modell-, Organisations-, Personal-, Sicherheitsrisiken und -chancen. Für uns als Energiedienstleister sind vor allem die Betriebsrisiken von hoher Bedeutung. Schäden an Anlagen oder technische Schwierigkeiten können zu Ausfällen und somit zu finanziellen Einbußen führen. Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Reduzierung der Risiken aus dem Anlagenbetrieb setzen wir bei unseren bestehenden Erzeugungskapazitäten auf regelmäßige Wartungs- und Überwachungsmaßnahmen. So wollen wir Anlagenausfälle, sowie mögliche Betriebs- & Folgerisiken minimieren. Um die finanziellen Auswirkungen möglicher Schäden zu begrenzen, haben wir zudem Versicherungen abgeschlossen. Contractingprojekte haben in der Regel eine vergleichsweise lange Vertragslaufzeit. Dadurch entstehen hohe Anforderungen in Bezug auf Konzeption und Kalkulation von Projekten und Anlagen im Hinblick auf Ausfallrisiken. Diesen Risiken begegnen wir mit einem Projekt- und Qualitätsmanagement, das in den jeweiligen Beteiligungsgesellschaften angesiedelt ist. Verzögerungen bei der Lieferung von Materialien, ungeplante Materialkostenanstiege oder knappe Installationskapazitäten können zu Bau- und Projektverzögerungen und Margenrisiken führen. Besondere Aufmerksamkeit schenken wir dabei den Auswirkungen der geopolitischen Krisen auf die Lieferketten und Vorlieferanten, auf die Material- und Rohstoffpreise in Bauprojekten sowie auf ausreichende Installations- und Handwerkerkapazitäten. Diesen Risiken begegnen wir - soweit es in unserer Hand liegt - mit einer professionellen Projektorganisation und mit der Beauftragung von branchenerfahrenen Lieferanten. Soweit vertraglich möglich, geben wir die Auswirkungen von Projektrisiken - insbesondere durch höhere Kosten und Terminüberschreitungen - an die hierfür verantwortlichen Vertragspartner weiter. Die internen Instrumente werden fortlaufend weiterentwickelt. Des Weiteren sind wir dem Konzerncontrolling der MVV Energie AG angeschlossen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis für unseren Unternehmenserfolg. Um die für uns richtigen Beschäftigten zu gewinnen und sie langfristig an uns zu binden, nutzen wir eine Vielzahl von Maßnahmen. Eine Chance, für die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, sehen wir in unserem Ziel #klimapositiv. Risiken können jedoch ebenfalls im Personalbereich eintreten: Auch in unserer Unternehmensgruppe könnte der bevorstehende demografische Wandel gegenüber den gleichzeitig neuen und wachsenden Anforderungen aus der Energiewende zu Kapazitäts- und Alterungsrisiken bei Fachkräften führen. Das Ausmaß hängt dabei auch von der Attraktivität des Unternehmens und des jeweiligen Standorts ab. Damit wir Schlüsselpositionen weiterhin möglichst effizient besetzen können, qualifizieren wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt weiter und halten mit einer gezielten Verstärkung der Personalbeschaffungseinheit unsere Möglichkeiten zur Stellenbesetzung mit benötigten Fachkräften und Spezialisten auf hohem Niveau. Die Digitalisierung unserer Gesellschaft nimmt zu. Eine sichere Speicherung von Daten und eine unterbrechungsfrei funktionierende Informationstechnologie sind für nahezu alle Geschäftsprozesse notwendig. Die Minimierung bzw. der Ausschluss von Risiken im IT-, Modell-, Organisations- und Sicherheitsbereich werden aufgrund der Anbindung an die MVV Energie AG als Konzernmutter über die dort eingesetzten Systeme sichergestellt. So werden beispielsweise Datenspiegelungen permanent zwischen Produktionsrechnern und Backup-Rechnern durchgeführt. Alle wichtigen Hardwarekomponenten sind redundant ausgelegt. Des Weiteren gibt es ein Ausweichrechenzentrum. Um mögliche Angriffe von Dritten frühzeitig zu erkennen und sie abwehren zu können, legen die MVV Energie AG als Konzernmutter und die Tochtergesellschaften zur Abwehr von Datensicherheitsrisiken großen Wert auf die Sicherheit der IT-Infrastruktur und IT-Systeme. Das operative Risiko, insbesondere das Betriebsrisiko, wird als mittleres Risiko eingeschätzt. Gesetzliche Risiken Unter Gesetzliche Risiken fassen wir Unsicherheiten zusammen, die im Zusammenhang mit der Regulierung bzw. mit anderen rechtlichen Themen bestehen. Rechtliche Risiken könnten aus möglichen juristischen Prozessen, aus nicht durchsetzbaren Verträgen sowie aus Lieferantenverpflichtungen und Produkthaftungen entstehen. Diese Risiken werden zentral durch die Konzernrechtsabteilung der MVV Energie AG, unserem Dienstleister, begrenzt. Für Unternehmen der Energiebranche besteht grundsätzlich das Risiko und die Chance, dass der Bundes- und die Landesgesetzgeber sowie Behörden - wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) oder die Kartellbehörden - die regulatorischen Rahmenbedingungen verändern. Aktuell haben insbesondere energie- oder klimapolitische Entscheidungen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung: Beispiele sind Regelungen in Bezug auf den Ausbau erneuerbarer Energien und neue Anforderungen zur Erreichung nationaler Klimaschutzziele. Als weitere Folge der geopolitischen Krisen ergeben sich aktuell verstärkte Bemühungen, die Strom- und Wärmerzeugung und die jeweilige Verteilung möglichst schnell auf nachhaltiges Wirtschaften umzustellen. Neu hinzugekommen sind die regulatorischen Änderungen, die sich als Folge des Kriegs in der Ukraine ergeben, wie zum Beispiel aktuell vorbereitete Eingriffe des Gesetzgebers in die Stromerzeugung. In den gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Wechsel zu nachhaltiger Energieerzeugung sehen wir Herausforderungen, aber auch strategische Potenziale. Diese gehen wir aktiv und konsequent mit innovativen Produkten an - zum Beispiel mit Maßnahmen zum Aufbau grüner Wärmeversorgungsstrukturen. Zudem sind wir in das konzernweit gültige Compliance-Management-System des MVV Energie Konzerns integriert, das auch dazu dient, Gesetzesverstöße zu vermeiden. Die kurzfristige Risikosituation aus rechtlichen Risiken schätzen wir als derzeit als mittleres Risiko ein. Finanzierungschancen und -risiken In dieser Kategorie weisen wir im Wesentlichen Forderungsausfallrisiken sowie Refinanzierungs- und Liquiditätschancen und -risiken aus. Um die Liquiditätsrisiken zu begrenzen, setzen wir unterschiedliche Instrumente ein. Beispielsweise optimieren wir die Liquiditätsposition über ein konzerninternes Cash Pooling. Das Liquiditätsmanagement betrachten wir, vor dem Hintergrund des andauernden Krieges in der Ukraine, unverändert aufmerksam. Forderungsausfallrisiken bestehen insbesondere bei langfristigen Lieferbeziehungen, wie bei unseren Contractingverträgen. Die zuletzt beobachteten kurzfristigen und intensiven Preisanstiege bei Energieprodukten bergen ein verstärktes Risiko, dass einzelne Großhandelspartner in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und infolgedessen die Vertragserfüllung uns gegenüber gefährdet werden könnte. Um unser Risiko zu begrenzen, suchen wir unsere Geschäftspartner mit der gebotenen kaufmännischen Vorsicht aus. Wir prüfen die Bonität unserer Kunden; bei Bedarf vereinbaren wir zusätzlich die Hinterlegung von Sicherheiten, Bürgschaften oder Garantien. Das Finanzierungsrisiko wird grundsätzlich als gering eingestuft. Es können Verzögerungen und Ausfälle bei der Begleichung offener Forderungen durch Kunden eintreten. Wir begegnen diesem Risiko proaktiv mit unserem Forderungsmanagement. Das Risikoumfeld der Enamic ist im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert geblieben. Die Klimaziele und die sich wandelnden oder neu entstehenden Märkte bieten Chancen für Innovationen und profitables Wachstum, insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, dezentrale und nachhaltige Energieversorgung, Energieeffizienz, Digitalisierung, Gebäudesanierung sowie nachhaltige Mobilität. Unser Geschäftsmodell für ein dezentrales Energiemanagement erweitern wir, indem wir neue innovative Lösungen und Produkte anbieten. Dank der konsequenten Umsetzung unserer auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Strategie sind wir gut positioniert, um die Chancen wirtschaftlich nutzen zu können. Wir beobachten alle relevanten Entwicklungen intensiv und achten darauf, dass unser Chance-/Risiko-Profil ausgewogen bleibt. Aus Sicht der Geschäftsführung gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass Risiken einzeln oder in ihrer aggregierten Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens oder einer wesentlichen Tochtergesellschaft im Berichtszeitraum gefährdet haben oder darüber hinaus gefährden könnten. Die Planung wurde auf Basis eines stabilen operativen Geschäftsverlaufs erstellt.
Mannheim, 03. Dezember 2024 Dr. Ferdinand Höfer Dr. Johannes Werhahn Jahresabschluss der MVV Enamic GmbH zum 30. September 2024Handelsrecht (HGB)Bilanz zum 30. September 2024 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024 (1.10.2023 - 30.9.2024) Anhang für das Geschäftsjahr 2024 Bilanz zum 30.9.2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2023 bis zum 30.9.2024
Allgemeine Grundlagen Die MVV Enamic GmbH hat ihren Sitz in Mannheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 9705). Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die zur übersichtlicheren Darstellung zusammengefasst wurden, werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Beträge werden in Tausend Euro (Tsd Euro) ausgewiesen. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben. Zudem können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Die Gesellschaft gehört zum umsatzsteuerlichen und zum ertragsteuerlichen Organkreis MVV Energie AG, Mannheim. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MVV Energie AG, Mannheim. MVV Enamic GmbH hat einen Cash-Pool-Vertrag mit der Cash-Pool-führenden Gesellschaft MVV Energie AG, Mannheim. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden zu ihrem Nennwert erfasst. Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2010 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wurden steuerrechtlich begründete Abschreibungen vorgenommen, so werden die niedrigeren Wertansätze der Vermögensgegenstände im Rahmen des durch das BilMoG nach Art. 67 Abs 4 Satz 1 EG HGB eingeräumten Wahlrechts beibehalten.
1 soweit Abschreibungen vorgenommen werden müssen Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 250 Euro werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam erfasst (ausgenommen sind Zähler). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 250 Euro bis 800 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben (gem. § 6 Abs. 2 EStG). Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 800 Euro werden im Anlagevermögen erfasst und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Dieser niedrigere Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe einschließlich erworbener Emissionsberechtigungen sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der monetären Fremdwährungsbestände erfolgt zum Devisenkassakurs am Stichtag. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen saldiert. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der „Projected-Unit-Credit-Methode“ ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,87% angesetzt (Vorjahr1,81%). Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftigen Gehaltsentwicklungen mit 2,50% p.a. (Vorjahr 2,50% p.a.) und Rententrends mit 2,00% p.a. (Vorjahr 2,00% p.a.) berücksichtigt. Bei den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden mit Ihrem Nennwert erfasst. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Soweit Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Erläuterungen zur Bilanz 1 Immaterielle Vermögensgegenstände Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen. 2 Sachanlagen Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden im Anlagenspiegel nach Abzug erhaltener Investitionsförderungen als eine Nettoposition ausgewiesen. Die von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzten erhaltenen Investitionsförderungen belaufen sich auf 2.691 Tsd Euro. 3 Finanzanlagen Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen. Die vollständige Anteilsliste wird als Bestandteil des Anhangs in einer Anlage zum Anhang dargestellt. 4 Vorräte
5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen (i.W. Dampf- und Wärmelieferungen sowie Contractingleistungen) in Höhe von 10.145 Tsd Euro (Vorjahr 8.920 Tsd Euro). Die von Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen gekürzt. Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 2.356 Tsd Euro (Vorjahr 2.032 Tsd Euro). Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 581 Tsd Euro (Vorjahr 1.283 Tsd Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.536 Tsd Euro (Vorjahr 2.006 Tsd Euro) und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 7.374 Tsd Euro (Vorjahr 5.887 Tsd Euro). Es bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1.020 Tsd Euro. 6 Flüssige Mittel Die Flüssigen Mittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. 7 Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus abgegrenzten Ausgaben für Urlaubsgeld in Höhe von 8 Tsd Euro (Vorjahr 9 Tsd Euro). 8 Rückstellungen
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von -2 Tsd Euro. Dieser Unterschiedsbetrag betrifft den Personalaufwand und ist für die Ausschüttung gesperrt. Da § 301 AktG nicht auf § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB verweist, wurde der Unterschiedsbetrag an den Organträger abgeführt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Personal in Höhe von 821 Tsd Euro (Vorjahr 912 Tsd Euro), darin enthalten sind unter anderem Abstandszahlungen in Höhe von 219 Tsd Euro (Vorjahr 218 Tsd Euro) und Rückstellungen für Leistungsprämie und Tantieme in Höhe von 394 Tsd Euro (Vorjahr 477 Tsd Euro). Zur Sicherung von Guthaben aus Arbeitszeitkonten hat die MVV Enamic GmbH die erforderlichen Mittel für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treuhänderisch angelegt. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten beliefen sich auf 715 Tsd Euro. Der beizulegende Zeitwert des Fondsguthabens und der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt 719 Tsd Euro. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wird das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fondsguthaben mit den zu Grunde liegenden Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verrechnet, ebenso werden die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge verrechnet. Die verrechneten Erträge betragen 4 Tsd Euro. 9 Verbindlichkeiten
1 RLZ = Restlaufzeit Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7.263 Tsd Euro (Vorjahr 3.549 Tsd Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 108.462 Tsd Euro (Vorjahr 110.628 Tsd Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 0 Tsd Euro (Vorjahr 4 Tsd Euro) und wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 14.672 Tsd Euro, davon entfallen 1.987 Tsd Euro auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen. Den Geschäftsführern wird im Arbeits- bzw. Dienstvertrag eine Zusage auf betriebliche Altersversorgung erteilt. Dabei handelt es sich um eine beitragsorientierte Leistungszusage im Wege der kongruenten rückgedeckten Direktzusage. Dem Begünstigten wird zugesagt, dass ein festgelegter Versorgungsbeitrag vom Arbeitgeber in eine Rückdeckungsversicherung eingezahlt wird. Davor bereits bestehende betriebliche Altersversorgungen bleiben davon unberührt. Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können durch freiwillige Entgeltumwandlung eine Zusage auf diese betriebliche Altersversorgung erhalten. In beiden Fällen entspricht die Leistung im Versorgungsfall der Versicherungsleistung. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen Die ursprünglichen Anschaffungskosten beliefen sich auf 17 Tsd Euro. Der beizulegende Zeitwert des Fondguthabens und der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt 17 Tsd Euro. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird die zum beizulegenden Zeitwert bewertete Lebensversicherung mit der zu Grunde liegenden Verpflichtung gegenüber dem jeweiligen Begünstigten verrechnet, ebenso werden die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge verrechnet. Die verrechneten Aufwendungen betragen 2 Tsd Euro. In beitragsorientierte Versorgungssysteme sind im Berichtsjahr 121 Tsd Euro (Vorjahr 123 Tsd Euro) eingezahlt worden. Erfasst sind dabei Beträge der MVV Enamic GmbH im Rahmen von Versorgungsplänen der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg(kurz: ZVK). Hier stellt der Versorgungsträger den teilnehmenden Unternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, die die anteilige Zuordnung von Verpflichtung, Planvermögen und Dienstzeitaufwand erlauben. Es erfolgt daher die Berücksichtigung der Beträge entsprechend einer beitragsorientierten Versorgungszusage, obwohl es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan handelt. Die Beiträge zum Pensionsplan bemessen sich als Prozentsatz des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts und werden von Arbeitnehmern und von Arbeitgebern getragen. Der Beitragssatz wird von der ZVK festgelegt. Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter beträgt für das aktuelle Geschäftsjahr 1.565 Tsd Euro (Vorjahr 1.603 Tsd Euro). Für das nächste Geschäftsjahr werden Beiträge in voraussichtlich gleicher Höhe erwartet. Die Beiträge werden für die Gesamtheit der Begünstigten verwendet. Sofern die Mittel der ZVK nicht ausreichen, kann die ZVK den Pflichtbeitrag erhöhen. Falls MVV die Mitgliedschaft bei der ZVK kündigen sollte, wird die ZVK einen finanziellen Ausgleich erheben. Der Ausgleichsbetrag ermittelt sich als Barwert der bestehenden Ansprüche von Berechtigten und künftigen Ansprüchen von deren Hinterbliebenen und bestehenden Versorgungspunkten aus unverfallbaren Anwartschaften zum Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 10 Umsatzerlöse Die im Inland erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
11 Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Der Rückgang der Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen ergibt sich im Wesentlichen aus einer höheren Anzahl an im Vorjahr noch unfertigen Projekten im Bereich E-Mobility. 12 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 780 Tsd Euro (Vorjahr 7 Tsd Euro) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende außergewöhnliche Erträge enthalten:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0 Tsd Euro enthalten. 13 Materialaufwand
14 Personalaufwand
1 (berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände) 15 Abschreibungen
Aufgrund der degressiven Abschreibung bei Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2010 zugegangen sind, ergibt sich im Geschäftsjahr 2024 ein Unterschiedsbetrag zwischen degressiver und linearer Abschreibung in Höhe von 11 Tsd Euro. 16 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0 Tsd Euro (Vorjahr 43 Tsd Euro) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6 Tsd Euro (Vorjahr 3 Tsd Euro) enthalten. 17 Finanz- und Beteiligungsergebnis
Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 8 Tsd Euro (Vorjahr 8 Tsd Euro). Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 15 Tsd Euro (Vorjahr 15 Tsd Euro). 18 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern von Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuern in Höhe von 90 Tsd Euro (Vorjahr 70 Tsd Euro) enthalten. Die Gesellschaft fällt in den Anwendungsberiech des Mindeststeuergesetzes. Entsprechende Informationen sind im Anhang des Gruppenträgers, der MVV Energie AG, zu finden. 19 Sonstige Steuern
In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Steuern in Höhe von 0 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro) enthalten. Sonstige Angaben und Anlagen Angaben § 6b EnWG Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG wurden mit verbundenen Unternehmen getätigt:
In der internen Rechnungslegung werden für andere Tätigkeitsbereiche innerhalb des Elektrizitätssektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten geführt. Die Gesellschaft führt den Nachweis über ein Entflechtungshandbuch. Konzernbeziehungen Die Gesellschaft ist nach §291 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Für den größten Kreis und kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den befreienden Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im Unternehmensregister veröffentlicht. Wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Rechnungslegungsarten IFRS und HGB bestehen in der Höhe der Abschreibungen, der Abbildung von Contractingprojekten (Finance Lease nach IFRS) sowie bei der Bewertung von Rückstellungen. Aufsichtsrat Ralf Klöpfer, Vorsitzender, Mitglied des Vorstandes der MVV Energie AG Dr. Georg Müller, Stellvertretender Vorsitzender, Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG Verena Amann, Mitglied des Vorstands der MVV Energie AG Heike Kamradt-Weidner, BR-Vorsitzende des Betriebsrats der MVV Energie AG Klaus Kärner, Leiter Teilkonzernrechnungswesen der MVV Energie AG Thoralf Lingnau, Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG Geschäftsführung Dr. Ferdinand Höfer, Geschäftsführer kaufmännischer Bereich Dr. Johannes Werhahn, Geschäftsführer vertrieblicher Bereich Vergütung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 keine Vergütung erhalten. Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird § 286 Abs. 4 angewandt. Honorare des Abschlussprüfers Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2024 wurde über den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an die MVV Energie AG abgeführt.
Mannheim, 03. Dezember 2024 MVV Enamic GmbH Dr. Ferdinand Höfer Dr. Johannes Werhahn Anlagenspiegel
Beteiligungsliste
Angaben über Eigenkapital und Jahresergebnis entsprechen grundsätzlich den Werten zum 30.09.2024, Ausnahmen siehe Fußnoten 1) Ergebnisabführungsvertrag, Jahresergebnis nach Gewinnabführung bzw. Verlustübernahme 2) Jahresabschluss zum 31.12.2023 3) mittelbare Beteiligung 4) Zugang im Geschäftsjahr 5) Ergebnisabführungsvertrag, Gewinne werden erst nach Verbrauch des vororganschaftlichen Verlustes abgeführt 6) Jahresabschluss zum 30.09.2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MVV Enamic GmbH, Mannheim Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MVV Enamic GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVV Enamic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Stuttgart, den 3. Dezember 2024 KPMG AG Weinmann, Wirtschaftsprüfer Wiegand, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 30. September 2024 wurde am 13. Dezember 2024 und am 27. Dezember 2024 festgestellt. |
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