Microtherm GmbH
Täschenwaldstraße 3, 75181 Pforzheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karlheinz Gruber seit 17.7.2018 | Geschäftsführer |
Tina Katalin Szodfridt seit 4.7.2016 | Geschäftsführer |
Joseph Andreas Beckmann seit 4.7.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.34% | |
| 33.33% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Microtherm GmbHPforzheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Microtherm GmbH feierte in 2015 ihr 50-jähriges Jubiläum. Wir entwickeln seit einem halben Jahrhundert innovative Sicherheitstechnologie, in Form von elektronischen Bauteilen für das Sichern, Regeln und Messen von Temperatur - und machen die Nutzung von Energie durch den Menschen sicherer. Unseren Kunden bieten wir eine breite Lösungskompetenz. Wir sind Entwicklungspartner und Lösungsanbieter für hochwertige und diversifizierte Anwendungen rund um die Absicherung und Steuerung von Wärmequellen sowie im Bereich integrierter Baugruppen zur Aufnahme von physikalischen Parametern. Unsere Produkte finden sich in zahllosen Applikationen - von der Elektro-, über die Hausgeräte- sowie Investitionsgüterindustrie bis hin zur Automobilindustrie. Ca. 200 Mitarbeiter in Entwicklungs- und Produktionseinheiten der Microtherm GmbH und ihren verbundenen Unternehmen weltweit und ein flächendeckendes Netz an internationalen Vertretungen demonstrieren unsere langjährige internationale Präsenz. Hinzu kommen eine Schwestergesellschaft in Kanada und ein Joint Venture in Hongkong mit gleichfalls Produktions- und Vertriebsfunktionen. 2. Forschung und Entwicklung Die Microtherm GmbH entwickelt ergänzende Lösungen um die Standardprodukte Thermoregler/-schalter sowie Thermofühler und begleitet die Problemlösung von der Produktidee bis zur Serienproduktion. In diesem Zusammenhang haben wir unsere Produktpalette um eine kontaktlose Sensoren-Sparte im Bereich Winkel- und Längenmessung erweitert und sind im letzten Geschäftsjahr mit nennenswerten Mengen in die Serienproduktion eingestiegen. Hier liegt unser Fokus auf der Produktentwicklung und Fertigung für die Automobilindustrie und andere industrielle Anwendungen. Wir setzen innovative Fertigungsverfahren unter Nutzung von Hybrid-Technologien ein. Im Bereich Temperaturschutz entwickeln wir ergänzende Lösungen um unsere Standardprodukte zur Vereinfachung des Einbaus oder des Betriebs unserer Produkte in der Kundenkomponente, und entlasten so unsere Kunden durch die Reduzierung der Fertigungstiefe. Im Bereich Produktentwicklung beschäftigen wir 3 Mitarbeiter (ca. 7 % der Gesamtmitarbeiterzahl). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Unser seit 1965 bestehendes Unternehmen ist ein Marktanbieter in den maßgeblichen Regionen Deutschland, Italien und das restliche Europa. Unsere Produkte sind seit vielen Jahrzehnten im Markt platziert. Die Märkte im Standardgeschäft sind für deutsche Hersteller generell rückläufig, es herrscht ein Verdrängungswettbewerb. Der Preisdruck und damit auch die Wechselbereitschaft der Kunden steigen an. Billiganbieter aus Asien versuchen mit Kopien unserer Produkte zu konkurrieren, können aber die technischen Anforderungen an die Produktsicherheit als wesentliches Produktmerkmal nicht garantieren. Deshalb stehen wir maßgeblich nur mit vergleichbaren Marktbegleitern aus Deutschland und Europa im Wettbewerb. Durch die Aufnahme der Sensoren-Sparte verfügen wir über spezifische Zertifizierungen. Microtherm erfüllt somit bereits seit einigen Jahren die anspruchsvollen Anforderungen der Automobilindustrie und übernimmt diese in einer Vorreiterrolle in die klassischen Geschäftsfelder unserer Branche. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Umsatz ist gegenüber Vorjahr um 16,4 % gestiegen, was insbesondere auf die Projektprodukte und eine Intensivierung unserer Vertriebsaktivitäten zurückzuführen ist. Durch die ergänzenden Lösungen um unsere Standardprodukte sowie die damit verbundene Beratungsdienstleistung bei unseren Kunden haben wir unsere Marktpräsenz stabilisiert. Der operative Turn-Around nach dem Jahr der Sanierung wurde erreicht. Die geplante Umsatzsteigerung von 12,0 % wurde bereits in 2017 übertroffen und es wurde ein positives Betriebsergebnis (EBIT) erreicht. Zwar konnte der mit 63 T€ prognostizierte Jahresüberschuss auf Grund von Sondereinflüssen nicht erzielt werden. Dies ist aber insbesondere auf eine außerplanmäßige Wertberichtigung in den Vorräten sowie auf eine zusätzliche Rückstellung aus dem Personalbereich zurückzuführen. Als letzte konsolidierende Maßnahme im Rahmen des Sanierungsprozesses wurde die Geschäftsleitung umgestellt. a) Ertragslage Unsere Umsatzerlöse erzielen wir aus unserem Produktspektrum der Thermoregler/-fühler (ca. 83%) sowie der Projektprodukte, welche die Sensoren für Automotive beinhalten (ca. 17%).
Das Betriebsergebnis (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr positiv und hat sich somit aufgrund der erfolgreich umgesetzten Sanierungsmaßnahmen und dem Wegfall der damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen für Sozialplan und Rechts- und Beratungskosten deutlich verbessert. Das negative Zinsergebnis ist durch die erhöhten Zinssätze für die Sanierungsdarlehen sowie den Zinsaufwendungen für die Stille Beteiligung belastet. Das Geschäftsjahr bestätigt den Erfolg der Sanierungsmaßnahmen. Die Umsatzerlöse konnten gesteigert werden. In Folge der Änderung des Produktmixes hat sich die Materialaufwandsquote deutlich verschlechtert. Der Materialaufwand enthält zudem eine Wertberichtigung auf Vorräte aufgrund einer prognostizierten Produkteinstellung in Höhe von 133 T€. Trotz dieser negativen Effekte hat sich der Rohertrag nur um rd. 4 % verschlechtert. Der Personalaufwand konnte um 431 T€ (11,4%) auf 3.350 T€ reduziert werden. Belastend wirkte sich die im Rahmen der Auflösung des Geschäftsführervertrags zu bildende Rückstellung für anteilige Bezüge in Höhe von 55 T€ aus. Beide Positionen sind nicht als operativ zu bewerten, so dass sich unter Berücksichtigung der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (57 T€) bereinigt ein positiver Jahresüberschuss von 47 T€ ergeben hätte. b) Finanzlage Das Eigenkapital hat sich durch den Verlust von 372 T€ auf 287 T€ vermindert. Die Eigenkapitalquote ist deshalb und auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme auf 3,4% (Vj. 4,5%) gesunken. Unter Berücksichtigung der eigenkapitalähnlichen Einlagen stiller Gesellschafter in Höhe von T€ 900 ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 14,2% (Vj. 15,5%). Dem Unternehmen standen Kreditlinien in Höhe von insgesamt 3.773 T€ zur Verfügung. Davon waren 3.401 T€ am Bilanzstichtag in Anspruch genommen. c) Vermögenslage Aktiva
Das Eigenkapital ist weiterhin durch einen Verlustvortrag in Höhe von 4.488 T€ im Geschäftsjahr 2017 geprägt. Die Einlage einer stillen Beteiligung in Höhe von T€ 900 ist in den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Umsatzentwicklung, die Materialeinsatzquote, den Cashflow sowie das Betriebsergebnis heran. Die Umsatzentwicklung ist immer in Verbindung mit der Margenentwicklung zu sehen. Daher ist die Materialeinsatzquote ein wichtiger Indikator. Die Materialeinsatzquote berechnen wir aus dem Materialaufwand, bereinigt um die Bestandsveränderungen, im Verhältnis zum Umsatz. Den Cashflow ermitteln wir aus den Ein- und Ausgaben im Verhältnis zur Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung durch die Umsetzung des Sanierungsplans konnte ein positives Betriebsergebnis in 2017 erzielt werden und insoweit wird hierdurch im operativen Bereich der Erfolg der Umstrukturierungsmaßnahmen gesteuert. Die Kennzahlen entwickeln sich weiterhin stabil entsprechend der geplanten Werte und beweisen den Erfolg der Unternehmensentwicklung. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage steht noch weiterhin unter dem Einfluss der Unternehmensneustrukturierung. Die Werte haben sich im Wesentlichen gemäß der Sanierungsplanung entwickelt, sind aber erwartungsgemäß insgesamt noch nicht zufriedenstellend. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung entwickelt sich positiv. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) beträgt 152 T€ (Vj. -1.041 T€). Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, im Rahmen fälliger Aus- und Einnahmen die Inanspruchnahme der Betriebsmittellinien optimiert zu nutzen. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten sind durch kurzfristige Forderungen und das Warenlager gedeckt. Die Liquidität ist durch die mit den Finanzpartnern vereinbarten Finanzierungsdarlehen sowie die Ergebnisgewinnung ausreichend sichergestellt und geordnet. III. Prognosebericht Turn-Around in 2017 Das in 2016 erarbeitete Sanierungskonzept wurde erfolgreich umgesetzt. Das Unternehmen erfüllt die wesentlich geplanten Zielgrößen und konnte den Umsatz steigern. Die Kostenstrukturen sind konsolidiert. Das operative Betriebsergebnis weist einen Gewinn aus. Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2018 mit Ausblick 2019 Microtherm hat seine Wettbewerbs- und Marktposition weiter ausgebaut und den Umsatz gegenüber Vorjahr nochmals deutlich gesteigert. Die Gesamtleistung in den ersten acht Monaten liegt mit 10.697 T€ erfreulicher Weise über dem geplanten Ergebnis von 10.404 T€. Das Unternehmen erwartet für 2018 ein Betriebsergebnis in Höhe von 710 T€ und einen Jahresgewinn in Höhe von 442 T€. Im Rahmen weiterer Investitionen in die Fertigung sowie in Vertriebs- und Entwicklungsmitarbeiter planen wir für 2019 mit einem Betriebsergebnis in Höhe von 653 T€ und einem Jahresgewinn in Höhe von 364 T€. Veränderung in der Geschäftsführung Per Gesellschafterbeschluss wurde Herr Hans Volz als Geschäftsführer abberufen. Die Löschung im Handelsregister erfolgte am 28.12.2017. Als Nachfolger wurde per Gesellschafterbeschluss Herr Karlheinz Gruber als Geschäftsführer für Technik & Vertrieb berufen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 17.07.2018. Wesentliche Annahmen Der Markt für Thermoregler/-fühler gerät aus Preisgründen immer mehr unter Druck. Gleichzeitig ist das Produkt keinem Lebenszyklus unterworfen, da es um die technische Absicherung geht, die gesetzlich gefordert ist. Unser Konzept, Kunden mit Komponenten um unsere Standardprodukte herum zu bedienen, ist ein Wettbewerbsvorteil. Unser Alleinstellungsmerkmal ist die applikationsgerechte Lösungsfindung zusammen mit dem Kunden und für den Kunden. Ergänzend können wir unser Know-How in Schweißtechnologie und Hybrid-Technologien für Baugruppenentwicklung und -produktion gewinnbringend einsetzen. Dieses Know-How wollen wir aus dem Automotive-Bereich auch in den industriellen Bereich übertragen. Das Ziel in den nächsten zwei Jahren ist die Stabilisierung des Umsatzes sowie die fokussierte Markt- und Kundenbearbeitung, um eine nachhaltige Steigerung des Umsatzes in den Folgejahren zu garantieren, wobei durch ein optimiertes Kostenmanagement ein positives Betriebsergebnis erwartet wird. Die Ergebnisentwicklung ist ebenfalls auf eine stabile und nachhaltige Weiterführung ausgerichtet mit dem Ziel, die Umsatzrendite langfristig stark zu steigern. Unsere Mitarbeiterzahl planen wir durch angepasste Prozesse mit einer leichten Steigerung. Wir erwarten weiterhin eine deutliche Erholung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. IV. Chancen- und Risikobericht Durch die gesetzlichen Auflagen an die Sicherheit der Applikationen unserer Kunden ist die Nachfrage nach unseren Produkten garantiert. Aufgrund unseres Bekanntheitsgrads und des erweiterten Unternehmensprofils um Add-Ons, Nischenprodukte sowie die Sensorik sehen wir gute Chancen, die geplanten Umsätze zu erfüllen. Durch engere Anbindung unserer produzierenden Tochtergesellschaften in Tschechien und China können die Produktionsabläufe und Lieferketten verbessert werden. Der wesentliche Umsatzanteil wird im deutschen und europäischen Markt realisiert, so dass auch die Kundenbasis als sehr sicher einzuschätzen ist und Forderungsausfälle nahezu ausgeschlossen werden können. Der Preisdruck auf den Beschaffungsmärkten beinhaltet das Risiko, dass Lieferanten durch Insolvenzen wegfallen oder asiatische Lieferantenverbindungen unzuverlässig sind. Wir sind bemüht, solche Lieferausfälle durch enge Zusammenarbeit, Marktbeobachtung und Aufbau von alternativen Lieferverbindungen hinreichend abzusichern. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem verschärften Preisdruck bei gleichzeitig steigenden Personalkosten in Deutschland, wie auch an unseren produzierenden Auslandsstandorten. Risiken für die künftige Entwicklung können sich dadurch ergeben, dass das Eigenkapital durch die noch anhaltende Verlustsituation nahezu aufgebraucht ist. Vor dem Hintergrund der geregelten finanziellen Mittel und der erfolgreichen Maßnahmenumsetzung sehen wir aktuell keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.
Pforzheim, 22. Oktober 2018 Microtherm GmbH Christian Beckmann, Geschäftsführer Tina Szodfridt, Geschäftsführerin Karlheinz Gruber, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 276 S.1 und § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Auf die einzelnen Posten angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Obwohl das Eigenkapital durch die noch anhaltende Verlustsituation nahezu aufgebraucht ist, kann vor dem Hintergrund der geregelten finanziellen Mittelversorgung und der getroffenen Umstrukturierungsmaßnahmen weiterhin von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen werden. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen drei Jahre. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennwert bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgte zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Diese enthalten die Einzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Rückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen € 208.739,00. Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Unverzinsliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 S.1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. III. Angaben zur Bilanz Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit € 1.168.344,03 (Vorjahr: € 1.812.211,12) sowie sonstige Vermögensgegenstände mit € 0,00 (Vorjahr: € 1.366,83). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit € 257.089,07 (Vorjahr: € 610.742,54) sowie sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehen mit € 303.000,00 (Vorjahr: € 303.000,00). Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angabe zu den Restlaufzeitvermerken der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit Methode) angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (3,68%) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (2,80%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 16.580,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Archivierungs- und Prüfungskosten, Boni und Provisionen. Angabe zu den Restlaufzeiten/Verbindlichkeitenspiegel
Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Vorräte sicherungsübereignet und Forderungen zur Sicherheit abgetreten. Sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 182 sonstige finanzielle Verpflichtungen (insb. aus Wartungsverträgen und Kfz-Leasingverträgen). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Gewinne bzw. Verluste aus Währungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Verluste aus Währungsumrechnung von € 23.479,28 (Vorjahr: € 64.846,86). Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Der Materialaufwand enthält außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 133. Dies betrifft eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Vorräte, welche aufgrund einer prognostizierten Produkteinstellung wertberichtigt wurden. Der Personalaufwand enthält außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 55. Dabei handelt es sich um eine Abfindung. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 57. Aufwendungen aus der Abzinsung Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen € 8.086,00 (Vorjahr: € 8.295,00) und Aufwendungen aus der Abzinsung von Forderungen € 0,00 (Vorjahr: € 39.239,00). V. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden T€ 324 gewährt. Gewährte Bezüge für frühere Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebenen Früheren Geschäftsführern sowie deren Hinterbliebenen wurden T€ 13 gewährt. Gebildete Rückstellungen für frühere Geschäftsführer Die für frühere Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebenen gebildeten Rückstellungen betragen T€ 221. Der zurückgestellte Betrag betrifft laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen sowie eine Abfindung. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen
*) Gemäß Jahresabschluss zum 31.12.2017 **) Gemäß Jahresabschluss zum 31.12.2015 ***) Gemäß Jahresabschluss zum 31.3.2015 ****) Jahresabschluss wird nicht erstellt *****) Gemäß Jahresabschluss zum 31.12.2013 Konzernverhältnisse Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts unterbleibt, weil das Mutterunternehmen von der größenabhängigen Befreiungsmöglichkeit gemäß § 293 HGB Gebrauch macht. Vorgänge von besonderer Bedeutung Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Unterschrift der Geschäftsführung
Pforzheim, 22. Oktober 2018 Microtherm GmbH für die Geschäftsführung Christian Beckmann Tina Szodfridt Karlheinz Gruber
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.11.2018 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Betätigungsvermerk erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Microtherm GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts hin. Trotz des nahezu verbrauchten Eigenkapitals sind auf Grund der geregelten finanziellen Mittelversorgung und der erfolgreichen Maßnahmenumsetzung derzeit keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der zukünftigen Entwicklung ersichtlich.
Pforzheim, 23. Oktober 2018 dhmp
GmbH & Co. KG
Claudia Brill, Wirtschaftsprüfer Tobias Nellinger, Wirtschaftsprüfer |
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