Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 32265
Eingetragen
5.12.2002
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von nichtelektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Handelstätigkeit mit Waren und Gütern aller Art sowie deren Herstellung; insbesondere der Vertrieb aller Waren, die die NIPPON Miniature Bearing Co., Ltd., Tokyo/Japan, deren Tochter- und Verbundgesellschaften herstellen. Die Herstellung aller Waren durch die NIPPON Miniature Bearing GmbH wird von der NIPPON Miniature Bearing Co., Ltd., Tokyo/Japan, geregelt; dies gilt auch für den Vertrieb aller anderen Waren außer den Waren der vorgenannten Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Junzo Masuda
seit 3.9.2025
Geschäftsführer
Ralf Weydt
seit 13.12.2023
Geschäftsführer
Michael Eidmann
seit 31.5.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Minebea Mitsumi Inc.JPN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MINEBEA MITSUMI Inc.
Japan
22050000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NMB - Minebea - GmbH

Langen (Hessen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Grundlagen des Unternehmens

Die im Jahre 1977 gegründete NMB-Minebea-GmbH ist die deutsche Verkaufsorganisation und 100%ige Tochter der MinebeaMitsumi Inc., Tokio/Japan. Mit Wirkung zum 27. Januar 2017 erfolgte in Japan ein Unternehmenszusammenschluss der Minebea Co., Ltd. mit der Mitsumi Electric Co., Ltd. Das Unternehmen wird seither unter der Firma MinebeaMitsumi Inc. geführt. Mit der Verschmelzung der Mitsumi (Electronics) Europe GmbH auf die NMB-Minebea-GmbH rückwirkend zum 1. April 2017 wurde der Integrationsprozess beider Unternehmen auch für Europa abgeschlossen.

Die MinebeaMitsumi-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Industriekomponenten in folgenden Produktbereichen sowie Hard- und Software für den Bereich "Smart City":

• Miniatur-Kugellager

• Gelenk- und sphärische Lager für den Bereich Luftfahrt

• Axiallüfter und Gebläse

• Schritt-, DC-Bürsten und elektronisch kommutierte Gleichstrom-Motoren

• Antennen, Coils und HF-Stecker für den Automotive-Bereich

• Bluetooth- und LTE-Module

• Steuer- und Kontrollsensoren, Gateways und Software für Smart City Anwendungen.

Unser Unternehmen beliefert hauptsächlich Systemhersteller mit Komponenten in den Bereichen Automobilindustrie, Textilmaschinen, Telekommunikation, Heimelektronik und Büroautomation, sowie Systemintegratoren mit Hard- und Software für Smart City Applikationen. Außerdem beliefern wir den Bereich Luft- und Raumfahrt sowie den Schienenfahrzeugbau mit Spezial-Komponenten.

Der Vertrieb der Produkte erfolgt überwiegend in Mittel-, Nord- und Osteuropa direkt über die NMB-Minebea-GmbH an unsere Kunden, autorisierte Händler sind dabei unterstützend tätig.

Neben der deutschen Verkaufsorganisation unterhält die MinebeaMitsumi Inc., Tokio/Japan, weitere Vertriebsorganisationen in Europa. Darüber hinaus werden Umsatzerlöse aus Produktlieferungen mit den europäischen Schwestergesellschaften erzielt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die weltweite Erholung von der COVID-19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in der Ukraine verläuft weiterhin langsam und ungleichmäßig. Obwohl sich die Weltwirtschaft im Geschäftsjahr erholt hat und die Inflation gegenüber den Spitzenwerten des letzten Jahres gesunken ist. Die Weltwirtschaft ist immer noch weit von ihrem Niveau vor der Pandemie entfernt, insbesondere in den Schwellen- und Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Wettbewerbssituation ist jedoch immer noch verzerrt und geprägt durch Lieferprobleme auf Grund fehlender Komponenten und den anhaltenden Problemen in den Logistikketten1.

Der Bereich Luftfahrt- und Raumfahrt setzte seine Erholung von den negativen Einflüssen der Corona-Pandemie weiter fort. Das Vor-Corona-Niveau wird vermutlich bereits im Fiskaljahr 2024/2025 erreicht2.

Im Automotive Bereich führte auch im Geschäftsjahr 2023/2024 die fehlende Verfügbarkeit von Halbleiterprodukten in unserer eigenen Produktion zu Lieferschwierigkeiten, die jedoch durch kontinuierliche Abstimmung mit den Kunden keine kundenseitigen Produktionsausfälle zur Folge hatte. Durch einige neue Serienanläufe konnte trotz schwieriger Entwicklung des Bestandsgeschäfts der Umsatz nochmals gesteigert werden.

In der Corona-Pandemie entwickelten sich die für uns wichtigen Consumer-Märkte, wie z.B., Haushaltsgeräte, Power Tools, Heizungs- und Klimageräte überdurchschnittlich positiv. Bereits seit Mitte 2022 spüren wir eine Sättigung dieser Märkte, welche sich auch auf das Geschäftsjahr 2023/2024 durch eine rückläufige Nachfrage auswirkte.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Umsatz und das Absatzvolumen im Geschäftsjahr 2023/2024 entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr weiter positiv. Aber auch das Ergebnis vor Steuern konnte durch das gestiegene Umsatzvolumen und ein besseres Zinsergebnis stark verbessert werden.

Der Umsatz mit konzernfremden Dritten stieg von 376,5 Mio. Euro auf 400,1 Mio. Euro und wir konnten dadurch einen neuen Umsatzrekord verbuchen.

Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen lag mit 107,2 Mio. Euro 9,6 % über dem Vorjahresergebnis. Grund für den Anstieg ist die erhöhte Nachfrage von verbundenen Unternehmen in Europa.

Trotz anhaltender Lieferengpässe im Halbleiterbereich, einer angespannten Lage im Logistikbereich und den anhaltend negativen Auswirkungen des Überfalls von Russland auf die Ukraine , konnte unser Unternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen.

Obwohl die NMB-Minebea Rekordergebnisse in Bezug auf die Umsatzerlöse mir Konzernfremden Dritten zu verbuchen hatte, blieben alle Produktbereiche hinter den Erwartungen zurück. Dies ist auf ein zu ambitioniertes Budget zurückzuführen.

2.3 Ertragslage

Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem weitaus besseren Ergebnis abgeschlossen werden. Mit einer Umsatzsteigerung beim Umsatz mit Dritten auf 400,1 Mio.€ konnte ein neuer Umsatzrekord erzielt. Die Prognose von 435,7 Mio. Euro konnte, über alle Produktgruppen hinweg, trotzdem nicht realisiert werden. Das Ergebnis vor Steuern war mit 20,5 Mio. Euro überdurchschnittlich gut. Gründe hierfür waren vor allem das gestiegenen Umsatzvolumen und ein besseres Zinsergebnis

Umsatz nach Produktgruppen

Kugellager und Kugellager-Baugruppen

Im Bereich Kugellager sank der Umsatz von 91,5 Mio. Euro auf 90,1 Mio. Euro. Der leichte Rückgang ist den Absatzschwierigkeiten in den Bereichen Automotive und Power Tools zuzuschreiben. Dieser Rückgang konnte durch neue Projekte nicht vollständig kompensiert werden.

Gelenk- und sphärische Lager für den Bereich Luftfahrt

Der Bereich Luftfahrt konnte auch in diesem Jahr die Umsatzziele von 41,2 Mio. Euro mit 98 % bzw. 40,4 Mio. Euro nicht erfüllen und liegt damit immer noch unter Vor-Corona-Niveau.

Motoren

Der Bereich Motoren konnte in diesem Jahr ein relativ hohes Wachstum erzielen. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Umsatz um 13,8% von 179,8 Mio. Euro auf 204,6 Mio. Euro gesteigert werden. Der Anstieg lag allerdings unter den Erwartungen. Absatzschwierigkeiten im Automotive-Bereich, verursacht durch fehlende Komponenten und damit verbundenen niedrigeren Produktionszahlen bei den OEMs, konnten durch eine anhaltend starke Nachfrage im Industriebereich nicht kompensiert werden.

Axiallüfter und Gebläse

Auch der Bereich Lüfter & Gebläse konnte in diesem Geschäftsjahr die Ziele mit 89 % bzw. 49,5 Mio. Euro insgesamt nicht erfüllen. Geplant waren 55,6 Mio. Euro. Zwar konnte das Budget im Industrial-Bereich erreicht werden, im Automotive-Bereich lagen die Umsatzerlöse aber weit hinter den Erwartungen.

Mitsumi Produkte

Der Bereich der früheren Mitsumi (Electronics) Europe GmbH konnte die Erwartungen in diesem Jahr nicht erfüllen und lag mit 75,7 % bzw. 14,0 Mio. Euro Sollerfüllung weit hinter den gesteckten Zielen von 18,5 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Produktgruppe trotzdem sehr gut entwickelt und steigerte den Umsatz mit Dritten um ca. 40%.

Smart City Produkte

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte dieser, noch junge, Produktbereich die hohen Erwartungen von rund 3,6 Mio. Euro nur zu 18% erfüllen. Die Umsatzerlöse blieben mit 0,7 Mio. Euro in etwa auf Niveau des Vorjahres.

Hauptursache waren auch in diesem Jahr auf unbestimmte Zeit verschobene Projekte wegen Finanzierungsproblemen durch die Städte und Gemeinden.

Zinsergebnis

Die NMB-Minebea-GmbH hat die Funktion des Cash Pool Headers in Europa inne und versorgt auch verbundenen Unternehmen mit Kapital, die nicht am Cash Pool partizipieren. bzw. bietet die Möglichkeit zur Hinterlegung liquider Mittel. Den Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 9.764 (Vorjahr TEUR 1.974) stehen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen und ähnlichen TEUR 8.522 (Vorjahr TEUR 2.109) entgegen, wodurch sich hier ein Nettoertrag von TEUR 1.242 ergibt. Der Anstieg der Zinserträge und Zinsaufwendungen ist auf das gestiegenen Zinsniveau zurückzuführen.

Erzieltes Jahresergebnis

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 14,2 Mio. Euro erzielt werden. Damit liegt das Ergebnis um 2,2 Mio. Euro oder rund 17,9 % über dem Vorjahresüberschuss von 12,0 Mio. Euro. Diese positive Entwicklung ist maßgeblich auf das höhere Umsatzvolumen sowie auf ein verbessertes Zinsergebnis zurückzuführen.

2.4 Finanzlage

Kapitalstruktur

Die NMB-Minebea-GmbH verfügt unverändert über eine solide finanzielle Ausstattung. Das Eigenkapital beträgt 98,3 Mio. Euro (2022/2023: 84,1 Mio. Euro). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem erzielten Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Das Fremdkapital, samt Rückstellungen, beträgt 291,3 Mio. Euro (2022/2023: 287,3 Mio. Euro). Darin enthalten sind Konzernverbindlichkeiten von 165,7 Mio. Euro (2022/2023: 111,0 Mio. Euro) denen konzerninterne Forderungen von 217,6 Mio. EUR (2022/2023 216,9 Mio. EUR) gegenüberstehen.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind Investitionen in das Anlagevermögen von rund 0,1 Mio. Euro erfolgt. Es handelt sich dabei vorrangig um Ersatzinvestitionen.

Liquidität

Die NMB-Minebea-GmbH organisiert das Cash-Pool-Verfahren für verschiedene Schwesterunternehmen und refinanziert sich über mit Banken vereinbarte Kreditlinien, die von der MinebeaMitsumi Inc., Tokio/Japan, garantiert werden. Die Forderungen aus dem Cash-Pool-Saldo sind von 66,0 Mio. Euro auf 78,5 Mio. Euro gestiegen (Pooling-Forderungen = 138,7 Mio. Euro; Pooling-Verbindlichkeiten = 60,2 Mio. Euro). Neben dem Cash-Pool gibt es noch einen kurzfristigen Kredit an die Schwester Minebea Access Solutions Europe BV in Höhe von 57,7 Mio. Euro (Vorjahr 99,6 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gleichzeitig von 160,2 Mio. Euro auf 104,1 Mio. Euro gesunken. Hierbei handelt es sich um kurzfristige, festverzinsliche Bankkredite. Hauptgrund für den Rückgang waren Kapitalerhöhungen in Gesellschaften der europäischen MAE Gruppe (MinebeaMitsumi Access Solutions). Die Minebea Access Solutions Europe BV hat dieses Mitteln genutzt, um die Darlehen gegenüber der NMB-Minebea-GmbH teilweise zurückzuführen. Die NMB-Minebea-GmbH hat daraufhin die Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute zurückgeführt. Gleichzeitig haben sich die flüssigen Mittel von 2,8 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro reduziert. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend liquide Mittel und Kreditlinien in Höhe von 245 Mio. Euro, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Davon wurden zum Stichtag 104,1 Mio. EUR in Anspruch genommen.

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 18,2 Mio. Euro auf 389,6 Mio. Euro gestiegen. Aufgrund lediglich sehr geringer Ersatzinvestitionen verringerte sich der Buchwert des Anlagevermögens unter Einbeziehung der Abschreibungen um 0,6 Mio. Euro auf 6,4 Mio. Euro. Das Anlagevermögen ist wie bisher zu 100 % durch das Eigenkapital gedeckt und macht 1,7 % der Bilanzsumme aus.

Das Umlaufvermögen ist im Vorjahresvergleich um 18,6 Mio. Euro auf 382,8 Mio. Euro (2022/2023: 364,2 Mio. Euro) gestiegen, was im Wesentlichen auf die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist, welche wiederum aus einem gesteigerten Umsatz der Monate Januar - März 2024 im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum resultiert.

Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt 98,3 %. Der Wert der Vorräte sank auf 63,4 Mio. Euro (2022/2023: 68,4 Mio. Euro), was sich ebenfalls auf den gestiegenen Umsatz im letzten Quartal des Geschäftsjahres zurückführen lässt.

Der Anstieg der Steuerrückstellungen von 3,6 Mio. Euro auf 8,4 Mio. EUR ist auf das angestiegene zu versteuernde Einkommen zurückzuführen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 160,2 Mio. Euro auf 104,1 Mio. Euro resultiert aus einer geringeren Nachfrage nach Intercompanykrediten durch verbundene Unternehmen in Europa.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind, trotz unveränderter Zahlungsbedingungen, insgesamt um 54,7 Mio. Euro auf 165,7 Mio. Euro gestiegen (2022/2023: 111,0 Mio. Euro). Die Erhöhung entspringt größtenteils des deutlichen Anstiegs von Cash Pool Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen.

2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere der Umsatz mit Dritten und das Ergebnis vor Steuern unternehmensintern zur Steuerung eingesetzt.

2.7 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Die Gesamtlage der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr hat sich positiv entwickelt.

So konnten die Umsätze mit Dritten um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, lagen aber deutlich unter der erwarteten Steigerung von 15,5%. Das Ergebnis vor Steuern stieg, in Verbindung mit dem erhöhten Umsatz, um 19,8 % auf 20,5 Mio. Euro (Vorjahr EUR 17,1 Mio. Euro). Somit wurde die Prognose (leichter Rückgang) für das Ergebnis vor Steuern Euro deutlich übertroffen.

3. Chancen und Risikobericht

Die NMB-Minebea-GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Minebea-Unternehmensgruppe eingebunden. Etwaige Geschäftsrisiken wie Zahlungsausfälle oder Materialüberhänge durch Kundeninsolvenzen werden permanent im Rahmen des internen Kontrollsystems analysiert und durch Managemententscheidungen überwacht.

Die nachfolgende Darstellung der Risiken erfolgt in der Reihenfolge ihrer möglichen Auswirkung auf die Ertragskraft des Unternehmens und unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten. Die Darstellung der Risiken erfolgt nach Berücksichtigung der Maßnahmen zur Risikobegrenzung.

Neben den anhaltenden Logistikproblemen stellen vor allem der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine und die Verschlechterung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und China neue globale Risiken dar. Die sich daraus möglicherweise ergebenden Störungen der Produktions- und Lieferketten könnten die Beschaffung und damit folglich auch den Umsatz der NMB-Minebea-GmbH negativ beeinflussen.

Eine Rückkehr hoher Inflationsraten in Europa könnte die Gefahr der weiteren Kaufzurückhaltung der Konsumenten bergen. Hieraus entstünde mittelbar die Gefahr sinkender Nachfrage nach MinebeaMitsumi-Produkten.

Durch die rezessiven Geschäftsentwicklung in vielen Industriesektoren insbesondere der Automobilbranche steigt das Risiko eines Forderungsausfalls auf Kundenseite. Das Ausfallsrisiko wird auf ein Minimum reduziert durch die strikte Einhaltung der Richtlinien für die Vergabe von Kreditlinien und Zahlungsbedingungen gegenüber unseren Kunden. Ausfälle durch Insolvenzen von Geschäftspartnern konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr komplett vermieden werden. Größte Kreditnehmerin des Cash Pools war zum Geschäftsjahresende, mit 59,5 Mio. Euro, die Schwestergesellschaft MINEBEA SLOVAKIA S.R.O.. Wir sehen weder bei der MINEBEA SLOVAKIA S.R.O. noch bei einem anderen Cash Pool-Teilnehmer die Gefahr eines Zahlungsausfalls.

Fremdwährungsrisiken wird mit dem Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begegnet. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Anhang.

In den Bereichen, in die Commodity-Produkte geliefert werden, wird es auch weiterhin anhaltenden Preisdruck geben, der sich zukünftig wieder negativ auf die Brutto-Umsatzrendite auswirken wird.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden sind derzeit nicht erkennbar.

Für unser Unternehmen ergeben sich neue Chancen durch die weltweit wachsende Nachfrage nach immer energieeffizienteren Produkten, um die geforderten Ziele der Klimaneutralität zu erreichen. Energieeinsparung und Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen durch den Einsatz erneuerbarer Energien eröffnen unserem Unternehmen weitere Wachstumsmärkte und neue Anwendungsbereiche. Vor allem die Bereiche Wind- und Photovoltaikanlagen werden weiter überdurchschnittlich wachsen, aber auch der Bereich "Smart City" ist ein Wachstumsmarkt, der uns für die Zukunft neue Möglichkeiten für überdurchschnittliches Wachstum eröffnen wird. Es ergeben sich weitere Chancen in neuen Geschäftsfelder insbesondere auch durch zukünftige Zukäufe von Geschäftsfeldern konzernfremder Unternehmen.

4. Prognosebericht

Trotz anhaltender Lieferkettenprobleme und der zusätzlichen Probleme, ausgelöst durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/2025 und folgende, weiter wachsende Umsätze. So wird für das Geschäftsjahr 2024/2025 eine Umsatzsteigerung von 13,3 % auf 454 Mio. Euro Umsatz mit Dritten erwartet. Der Hauptgrund für diese sehr positive Entwicklung liegt in der Übernahme der Semiconductor-Sparte des Hitachi-Konzerns im Mai 2024, dessen Vertriebsaktivitäten der Europäischen Hitachi Europe Limited nun voll in das Geschäft der NMB-Minebea-GmbH einfließt. Aber auch die weiterhin positive Entwicklung im Bereich Luftfahrt.

Auf Grund des andauernden Preisdrucks, speziell in den Bereichen, in die Commodity-Produkte geliefert werden, wird sich die Brutto-Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern geteilt durch Umsatzerlöse mit Dritten) im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr prozentual negativ entwickeln.

Wegen der wachsenden Umsätze erwarten wir ein positives Ergebnis vor Steuern, das aber leicht unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen wird.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen über die voraussichtliche Entwicklung können bei Nichteintreten der getroffenen Annahmen und Erwartungen von den tatsächlichen Ergebnissen wesentlich abweichen.

 

Langen, 22. November 2024

Shigeru None, Geschäftsführer

Michael Eidmann, Geschäftsführer

Ralf Weydt, Geschäftsführer

1 IMF - World Economic Outlook, October 2023

2 https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/luftfahrt-flugzeugbauer-airbus-rechnet-mit-mehr-nachfrage-nach-flugzeugen/100052910.html

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 6.431.680,79 6.963.144,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.218.667,59 1.023.357,38
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.225,22 64.320,40
2. geleistete Anzahlungen 193.935,00 0,00
II. Sachanlagen 4.986.652,58 5.713.426,51
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.590.949,66 4.965.971,45
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 395.702,92 495.920,06
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 251.535,00
III. Finanzanlagen 226.360,62 226.360,62
1. Beteiligungen 226.360,62 226.360,62
B. Umlaufvermögen 382.797.674,09 364.244.125,46
I. Vorräte 63.498.965,66 68.353.947,71
1. fertige Erzeugnisse und Waren 63.498.965,66 68.353.947,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 317.749.046,74 293.055.805,46
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 87.976.478,59 67.771.207,17
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 217.558.776,89 216.869.091,83
3. sonstige Vermögensgegenstände 12.213.791,26 8.415.506,46
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.549.661,69 2.834.372,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 327.212,08 179.139,92
Bilanzsumme, Summe Aktiva 389.556.566,96 371.386.409,89

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 98.289.449,89 84.106.172,95
I. gezeichnetes Kapital 11.273.985,98 11.273.985,98
II. Kapitalrücklage 7.545.888,31 7.545.888,31
III. andere Gewinnrücklagen 142.189,23 142.189,23
IV. Gewinnvortrag 65.144.109,43 53.115.361,62
V. Jahresüberschuss 14.183.276,94 12.028.747,81
B. Rückstellungen 15.109.124,14 10.217.555,04
1. Steuerrückstellungen 8.419.237,01 3.642.893,30
2. übrige sonstige Rückstellungen 6.689.887,13 6.574.661,74
C. Verbindlichkeiten 276.157.992,93 277.062.681,90
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 104.091.461,17 160.189.369,43
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 2.014.210,95
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.382.704,99 1.088.605,77
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 165.689.185,18 110.971.263,34
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.994.641,59 2.799.232,41
davon aus Steuern 2.318.325,39 2.786.279,94
Bilanzsumme, Summe Passiva 389.556.566,96 371.386.409,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 507.329.065,64 474.327.102,74
2. sonstige betriebliche Erträge 1.867.142,08 3.857.748,34
3. Materialaufwand 454.321.557,85 424.828.168,97
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 454.321.557,85 424.828.168,97
4. Personalaufwand 20.875.590,75 20.253.324,80
a) Löhne und Gehälter 18.540.955,49 17.960.570,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.334.635,26 2.292.753,82
5. Abschreibungen 603.975,77 607.175,14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 603.975,77 607.175,14
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.179.616,80 15.279.680,16
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.763.839,90 1.973.506,35
davon aus verbundenen Unternehmen 9.065.805,46 1.934.089,82
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.522.153,45 2.109.140,34
davon an verbundene Unternehmen 1.670.481,38 209.922,62
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 6.273.876,06 5.052.120,21
Jahresüberschuss 14.183.276,94 12.028.747,81

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023/2024

ALLGEMEINE ANGABEN

Die NMB -Minebea- GmbH wird im Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der Nummer HR B 32265 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 beibehalten.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB und, soweit abnutzbar, vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen bemessen sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und werden, soweit handelsrechtlich zulässig, auf der Grundlage steuerlich anerkannter Nutzungsdauern und der linearen Methode bemessen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Anlageposition Nutzungsdauern
Software 3-5 Jahre
Belieferungsrechte 1-5 Jahre
Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 7-33 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis Euro 800,00 werden entsprechend den steuerlichen Regelungen sofort abgeschrieben.

Die Vorräte (Waren) werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Erkennbare Einzelrisiken aufgrund mangelnder Gängigkeit sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen sind zum Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden bestehende Ausfallrisiken durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Preisänderungen werden - sofern relevant - berücksichtigt. Im Berichtsjahr waren weder Preis- noch Abzinsungseffekte relevant.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Devisenkassaschlusskurs des Vormonats erfasst. Bankguthaben, kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit den Kursen zum Bilanzstichtag bewertet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem angefügten Anlagenspiegel.

Die Gesellschaft ist mit 0,12% am Stammkapital der NMB Minebea S.à.r.l., Baillet en France, Frankreich, beteiligt. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beträgt EUR 55,9 Mio (Vorjahr: EUR 37,3 Mio). Die NMB Minebea S.à.r.l. erzielte im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Jahresüberschuss von TEUR 2.555 (Vorjahr: TEUR 1.809).

2. Vorräte

Der Lagerbestand an Handelswaren wurde im März 2024 im Wege der vorverlegten Stichtagsinventur körperlich aufgenommen und zum Bilanzstichtag fortgeschrieben.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 217.559 (Vorjahr: TEUR 216.869). Diese setzen sich zusammen aus Cash Pooling Forderungen in Höhe von TEUR 138.682 (Vorjahr: TEUR 102.501), Darlehensforderungen in Höhe von 57.700 (Vorjahr: TEUR 99.600) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 21.177 (Vorjahr: TEUR 14.768). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Kautionen von TEUR 453 (Vorjahr: TEUR 444) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Andere Forderungen und sonstige Vermögensgenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

4. Gezeichnetes Kapital

Die Geschäftsanteile am voll eingezahlten Stammkapital von DM 22.050.000,00 (Euro 11.273.985,98) werden von der MinebeaMitsumi Inc., Tokio/Japan, gehalten.

5. Rücklagen

Die Rücklagen wurden auf Grund der in den Jahren 1982, 1988 und 2017 durchgeführten Verschmelzungen mit drei Beteiligungsgesellschaften (Kapitalrücklagen nach § 272 Absatz 2 Nr.4) sowie der Einstellung des Effekts aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG im Jahr 2010/2011 in die Gewinnrücklage gebildet.

6. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind personalbezogene Rückstellungen in Höhe von rund TEUR 2.302 (Vorjahr: TEUR 2.310) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen bezüglich Zoll und Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von TEUR 3.300 (Vorjahr: TEUR 3.300) enthalten.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Pfandrechte oder ähnliche Rechte als Sicherheiten bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 53.721 (Vorjahr: TEUR 52.822). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt TEUR 165.689 (Vorjahr: TEUR 110.971). Diese entfallen im Berichtsjahr auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 105.495 (Vorjahr: TEUR 74.483) und Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 60.194 (Vorjahr: TEUR 36.488).

8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag an sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt rund TEUR 1.317 und umfasst die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und ähnlichen Verträgen im Folgegeschäftsjahr. Bis zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit bestehen Verpflichtungen in Höhe von weiteren rund TEUR 1.277.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

9. Umsatzerlöse

Die Umsätze des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 507.329 (Vorjahr: TEUR 474.327) wurden überwiegend durch Handelsumsätze mit Kugellagern, Gelenklagern sowie elektronischen Geräten und Komponenten in Europa erzielt.

TEUR Verbundene Unternehmen Deutschland EU-Ausland Übriges Ausland Gesamt
Kugel- und Gelenklager 14.288 66.696 31.050 32.797 144.831
Elektronische Geräte und Komponenten 82.968 67.505 144.673 55.970 351.116
Übrige 9.940 1.369 1.305 54 12.668
Zwischensumme 107.196 135.570 177.028 88.821 508.615
Gewährte Skonti (nicht zuordenbar) -1.286
Summe 507.329

10. Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.455 (Vorjahr: TEUR 3.557).

11. Personalaufwand

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres wurden 216 (Vorjahr: 214) Arbeitnehmer beschäftigt. Von den Arbeitnehmern waren während des Geschäftsjahres durchschnittlich 198 in Vollzeit und 18 in Teilzeit beschäftigt. Durchschnittlich wurden 72 weibliche und 144 männliche Arbeitnehmer beschäftigt.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten vor allem Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung TEUR 1.722 (Vorjahr: TEUR 3.514), Frachtkosten TEUR 3.131 (Vorjahr: TEUR 3.135), Fremdleistungen TEUR 2.627 (Vorjahr: TEUR 2.419), Mieten TEUR 1.290 (Vorjahr: TEUR 1.391) und Kraftfahrzeugkosten TEUR 1.248 (Vorjahr: TEUR 1.207).

13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Im Mai 2024 erwarb der MinebeaMitsumi Konzern die Semikonduktorsparte des Hitachi-Konzerns. Das Europäische Geschäft wurde von der NMB-Minebea GmbH für TEUR 53.842 im Zuge eines Asset-Deals übernommen und dem eigenen operativen Geschäft hinzugefügt. Im Kaufpreis enthalten sind Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 8.084 und der Warenbestand im Wert von TEUR 22.370.

Abgesehen davon, sind nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse mit besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten.

SONSTIGE ANGABEN

Derivative Finanzinstrumente

Als derivative Finanzinstrumente werden Devisentermingeschäfte zur Steuerung des Währungsrisikos im Zusammenhang mit dem Liefer- und Leistungsverkehr mit ausländischen Kunden und Lieferanten eingesetzt. Wirtschaftlich erfolgt die Sicherung als Portfolio-Hedge für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen, ohne dass bilanziell Bewertungseinheiten gebildet werden. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit Banken im Nominalbetrag von TEUR 3.182 (Vorjahr: TEUR 3.475); sie betreffen USD 3,5 Mio. mit einer Laufzeit von unter einem Jahr und weisen zum Bilanzstichtag saldiert positive Marktwerte in Höhe von TEUR 46 auf.

Latente Steuern

Auf Grund von temporären Differenzen bei der Bewertung von Vorräten in Handels- und Steuerbilanz bestehen aktive latente Steuern. Auf Grund von temporären Differenzen bei der Bewertung von Aufbewahrungsrückstellungen in Handels- und Steuerbilanz bestanden in der Vergangenheit passive latente Steuern. Die Bewertung der latenten Steuern wird mit einem kombinierten Steuersatz für die Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von rund 30,0 % vorgenommen. Da sich bei Gesamtbetrachtung ein Überhang an aktiven latenten Steuern ergibt und von dem Ansatzwahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht wird, werden keine latenten Steuern in der Bilanz angesetzt.

Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Shigeru None, Geschäftsführer, Tokio, Japan

Herr Michael Eidmann, Geschäftsführer, Höchst im Odenwald

Herr Ralf Weydt, Geschäftsführer, Frankfurt am Main (ab 13. Dezember 2023)

Die Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung werden mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört unmittelbar zum Konsolidierungskreis der MinebeaMitsumi Inc., Tokio, Japan, die den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von verbundenen Unternehmen aufstellt in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird am Sitz der Gesellschaft in Tokio, Japan, veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt rund TEUR 95 und umfasst die Gebühren der Jahresabschlussprüfung in Höhe von TEUR 87 sowie sonstige Leistungen in Höhe von rund TEUR 8.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von Euro 14.183.276,94 zusammen mit dem Gewinnvortrag von Euro 65.144.109,43 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Langen, 22. November 2024

NMB -Minebea- GmbH

Shigeru None, Geschäftsführer

Michael Eidmann, Geschäftsführer

Ralf Weydt, Geschäftsführer

Anlagespiegel

NMB -Minebea- GmbH, Langen

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.4.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.3.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 464.990,11 0,00 87.000,00 143,00 551.847,11
2. Belieferungsrechte 1.004.290,00 0,00 0,00 0,00 1.004.290,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 193.935,00 0,00 193.935,00
1.469.280,11 0,00 280.935,00 143,00 1.750.072,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 13.840.710,11 0,00 0,00 0,00 13.840.710,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.122.946,65 43.337,67 0,00 644.186,33 2.522.097,99
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 251.535,00 29.400,00 -280.935,00 0,00 0,00
17.215.191,76 72.737,67 -280.935,00 644.186,33 16.362.808,10
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 226.360,62 0,00 0,00 0,00 226.360,62
18.910.832,49 72.737,67 0,00 644.329,33 18.339.240,83
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.3.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 400.669,71 44.095,18 143,00 444.621,89
2. Belieferungsrechte 45.253,02 41.529,61 0,00 86.782,63
3. Geleistste Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
445.922,73 85.624,79 143,00 531.404,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.874.738,66 375.021,79 0,00 9.249.760,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.627.026,59 143.329,19 643.960,71 2.126.395,07
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
11.501.765,25 518.350,98 643.960,71 11.376.155,52
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
11.947.687,98 603.975,77 644.103,71 11.907.560,04
Buchwerte
31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 107.225,22 64.320,40
2. Belieferungsrechte 917.507,37 959.036,98
3. Geleistste Anzahlungen 193.935,00 0,00
1.218.667,59 1.023.357,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.590.949,66 4.965.671,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 395.702,92 495.920,06
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 251.535,00
4.986.652,58 5.713.426,51
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 226.360,62 226.360,62
6.431.680,79 6.963.144,51

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NMB -Minebea- GmbH, Langen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NMB -Minebea- GmbH, Langen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NMB -Minebea- GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

1. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

1. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 22. November 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Walter, Wirtschaftsprüfer

Jennes, Wirtschaftsprüfer

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