Regionalverkehre Start Deutschland GmbH
Selbe AdresseBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicole Berlin seit 29.1.2026 | Vorstandsmitglied |
Frederik Ley seit 29.1.2026 | Vorstandsmitglied |
Hendrik Penner seit 4.7.2025 | Prokura |
Bastian Knabe seit 13.6.2025 | Prokura |
Markus Kaupper seit 7.1.2025 | Prokura |
Janina Moritz seit 10.10.2024 | Prokura |
Silke Janser seit 28.9.2024 | Prokura |
Jens Peter Schütz seit 28.9.2024 | Prokura |
Matthias Glaub seit 11.9.2024 | Prokura |
Delia Sieg seit 14.5.2024 | Prokura |
Harmen Zijderveld seit 14.2.2024 | Vorstandsmitglied |
Matthias Walter seit 14.2.2024 | Prokura |
Marion Heber seit 7.7.2023 | Prokura |
Ralph Rohde seit 21.12.2020 | Vorstandsmitglied |
Christine Singer seit 10.9.2020 | Prokura |
Rainer Müller seit 8.6.2020 | Prokura |
Maik Dreser seit 11.5.2020 | Prokura |
Ulrike Haber-Schilling seit 26.8.2019 | Vorstandsmitglied |
Jörg Peter Müller seit 9.3.2018 | Prokura |
Carsten Moll seit 6.3.2017 | Prokura |
Heiko Büttner seit 14.2.2017 | Prokura |
Dirk Rothenstein seit 23.1.2017 | Prokura |
Christoph Djazirian seit 5.1.2017 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DB Regio AktiengesellschaftFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT
ÜberblickWesentliche Ereignisse im Berichtsjahr Einführung Deutschland-Ticket Das bundesweit im öffentlichen Personennahverkehr gültige Deutschland-Ticket wurde zum 1. Mai 2023 zum Preis von 49 € pro Monat eingeführt. Das Ticket ist in digitaler Form erhältlich und wird in einem monatlich kündbaren Abonnement angeboten. Das Deutschland-Ticket kann deutschlandweit in allen Nahverkehrszügen wie z.B. RB-, RE-, S-Bahn-Zügen und zusätzlich in den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen etc. der teilnehmenden Landestarife, Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen gem. Geltungsbereich und gem. deren Bedingungen für beliebig viele Fahrten genutzt werden. Eine erste Zwischenbilanz zeigt eine hohe Akzeptanz bei den Kund:innen und eine intensive Nutzung: Im Dezember 2023 besaßen rund 10 Millionen Nutzer:innen ein Deutschland-Ticket. Rund 4 % der Nutzer:innen sind Neukund:innen. DB Regio verzeichnete seit Einführung des Deutschland-Tickets zwischen Mai und Dezember 2023 einen monatlichen durchschnittlichen Reisendenzuwachs von rund 16 % im Vergleich zu den beiden Monaten vor Einführung des Deutschland-Tickets. Die bisher gültige Finanzierung des Deutschland-Tickets bis 2025 wurde im Rahmen des Neunten Gesetzes zur Änderung des Regionalisierungsgesetzes im März 2023 beschlossen. Bund und Länder tragen die Kosten für das Ticket demnach je zur Hälfte mit 1,5 Mrd. € pro Jahr im Zeitraum 2023 bis 2025. Etwaige Mehrkosten, die den Verkehrsunternehmen bei der Einführung des Tickets 2023 entstanden sind, werden ebenfalls hälftig von Bund und Ländern ausgeglichen. Neben der Erhöhung der Regionalisierungsmittel wurde mit dieser Gesetzesnovelle beschlossen, dass die Erhöhung der Trassen- und Stationsentgelte im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bis 2025 auf 1,8 % pro Jahr festgelegt wird. Dadurch erfolgt eine Abweichung von der bisherigen Regelung im Eisenbahnregulierungsgesetz, nach der die Entgelte im SPNV an die Dynamisierung der Regionalisierungsmittel gekoppelt sind, die ab 2023 von 1,8 % auf 3,0 % erhöht wurde. Bund und Länder haben sich am 6. November 2023 in der Ministerpräsident:innen-Konferenz auf die Finanzierung für 2024 verständigt, verbunden mit der Erwartung, dass das Ticket weiterentwickelt werden soll. Dafür sollen das Regionalisierungsgesetz geändert und die im Jahr 2023 nicht abgerufenen Haushaltsmittel in das Folgejahr übertragen werden. Zusätzliche Mittel für die Schieneninfrastruktur ab 2024 Die Bundesregierung hat sich mehrfach dazu bekannt, bis zu 45 Mrd. € des zusätzlichen Investitionsbedarfs für die Schiene bis 2027 zu decken, u.a. durch den Einsatz von anteiligen Einnahmen aus dem CO2-Zuschlag der Lkw-Maut, die ganz überwiegend für Investitionen in die Schieneninfrastruktur genutzt werden. Als weiteren Finanzierungsbaustein hat die Bundesregierung Ende 2023 angekündigt, bis 2029 insgesamt 20 Mrd. € über Eigenkapitalerhöhungen bereitzustellen. Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen für die Schieneninfrastruktur in 2023 Die Bundesregierung beabsichtigt, in den kommenden Jahren erhebliche zusätzliche Mittel bereitzustellen, um das Schienennetz zu modernisieren. Die höhere Förderung wird 2024 beginnen. Um bei den dringend erforderlichen Maßnahmen keine Zeit zu verlieren, sind die Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) des DB-Konzerns 2023 mit Eigenmitteln für Ersatzinvestitionen - z.B. zum Ausgleich der Inflationseffekte - und zusätzlichen Instandhaltungsaufwendungen in Vorleistung getreten, die gleichfalls in den Erhalt der Schienenwege investiert werden. Diese Vorleistungen sollen 2024 durch Bundesmittel abgelöst werden. Umsetzung gemeinwohlorientierte Infrastruktur Die DB InfraGO AG ist seit Ende 2023 die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft des DB-Konzerns: Am 27. Dezember 2023 wurde mit Eintragung in das Handelsregister die DB Netz AG in DB InfraGO AG umfirmiert. Gleichzeitig wurde die DB Station&Service AG auf diese Gesellschaft verschmolzen. Die Schieneninfrastruktur wird zukünftig aus einer Hand geführt, geplant und weiterentwickelt. Qualität, Kapazität und Stabilität des Eisenbahnbetriebs sollen nachhaltig verbessert werden. Damit werden die Voraussetzungen für die Erreichung der Wachstums- und Verkehrsverlagerungsziele des Bundes und der Strategie Starke Schiene geschaffen. Das zugrundeliegende Reformpaket umfasst fünf Säulen:
Herausfordernde betriebliche Lage bei DB Regio im Jahr 2023 2023 sorgten eine steigende Störanfälligkeit der Infrastruktur und hohe Bauaktivitäten für betriebliche Herausforderungen. Externe Einflussfaktoren, wie Extremwetterlagen, die in bestimmten Regionen zu Beschädigungen an Fahrzeugen geführt haben und sich damit auf die Fahrzeugverfügbarkeit ausgewirkt haben, beeinträchtigten die betriebliche Lage bei DB Regio zusätzlich. Zugausfälle und sinkende Pünktlichkeitswerte waren die Folge. Darüber hinaus führten mehrere Warnstreiks der beiden Gewerkschaften zu massiven Einschränkungen für unsere Fahrgäste. Hinzu kommt die zunehmende Anspannung am Arbeitsmarkt, die dazu führt, dass der Personalbedarf trotz anhaltend intensiver Recruiting-Aktivitäten und umfangreicher Neueinstellungen nicht vollständig gedeckt werden konnte. In Kombination mit erhöhten Krankenständen führte dies zusätzlich zu einer weiteren Anspannung der personellen und betrieblichen Lage und zu einem teilweise reduzierten Leistungsangebot. Wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr Das Berichtsjahr war für die DB Regio AG herausfordernd. Das Betriebsergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 263 Mio. € von 174 Mio. € auf -89 Mio. €. Wesentliche Einflussfaktoren waren Streikereignisse, störanfällige Infrastruktur, massive Bautätigkeit sowie personalbedingte Zugausfälle. Diese Themen schlagen sich negativ im Betriebsergebnis nieder. Angaben zur Gesellschaft Die DB Regio AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der DB AG und innerhalb des DB-Konzerns dem Geschäftsfeld DB Regio zugeordnet. Die Organisationsstruktur des DB-Konzerns besteht im Wesentlichen aus sieben Geschäftsfeldern, die von der konzernleitenden Managementholding DB AG geführt werden. Die Anteile der DB AG befinden sich vollständig im Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Das Geschäftsfeld DB Fernverkehr wird durch das Vorstandsressort Personenfernverkehr und das Geschäftsfeld DB Regio durch das Vorstandsressort Regionalverkehr geführt. Das Geschäftsfeld DB Cargo ist dem Vorstandsressort Güterverkehr zugeordnet. Seit dem 1. Januar 2024 werden die bisherigen Geschäftsfelder DB Netze Fahrweg und DB Netze Personenbahnhöfe im neuen Geschäftsfeld DB InfraGO zusammengefasst. Das Geschäftsfeld DB Netze Energie wurde in DB Energie umbenannt. Die Geschäftsfelder DB InfraGO und DB Energie werden durch das Vorstandsressort Infrastruktur geführt. Die Geschäftsfelder DB Schenker und DB Arriva sind dem Vorstandsressort Finanzen&Logistik zugeordnet. Die DB AG und I Squared Capital haben im Berichtsjahr eine Vereinbarung über den Verkauf der Arriva Group und aller verbleibenden Arriva-Landesgesellschaften an I Squared Capital unterzeichnet. Die Transaktion wird voraussichtlich 2024 abgeschlossen. DB Arriva wird aufgrund des fortgeschrittenen Verkaufsprozesses nicht mehr als Segment im Berichtswesen des DB-Konzerns geführt. Das Geschäftsfeld DB Regio besteht aus der DB Regio AG und weiteren eigenständigen Gesellschaften. In der Sparte DB Regio Schiene sind die Tochtergesellschaften S-Bahn Berlin GmbH, S-Bahn Hamburg GmbH, DB RegioNetz Verkehrs GmbH und Regionalverkehre Start Deutschland GmbH gebündelt. Die Sparte DB Regio Straße besteht aus 31 Busgesellschaften (im Vorjahr: 32), von denen 24 (im Vorjahr: 25) unmittelbare Tochtergesellschaften der DB Regio AG sind. Seit Ende 2022 wurde die GHT Mobility GmbH - eine Mehrheitsbeteiligung der DB AG - führungsorganisatorisch der Sparte DB Regio Straße zugeordnet. Im Mai 2023 hat die Gesellschaft Insolvenz angemeldet, wird seitdem nicht mehr konsolidiert und befindet sich aktuell in Liquidation. Das Geschäftsfeld DB Regio ist mit seinen regionalen Einheiten marktnah aufgestellt. Die Sparte Schiene besteht aus 14 Regionalorganisationen. Die Sparte DB Regio Straße besteht aus sechs Regionen, der DB SEV GmbH sowie der ioki GmbH. Die DB Regio-Zentrale steuert die Regionen, verantwortet die Geschäftsentwicklung, führt übergreifende Aufgaben durch, gibt standardisierte Prozesse vor und stellt Service- und Gruppenfunktionen für die Regionaleinheiten bereit. Daneben unterstützt sie die Regionen mit verkehrsplanerischem Know-how, IT-Tools sowie beim Abschluss von Verkehrsverträgen und Ausschreibungen. Wesentliche Beteiligungen Die DB Regio AG hielt per 31. Dezember 2023 direkte Anteile an 28 (im Vorjahr: 29) verbundenen und 16 (im Vorjahr:17) assoziierten Unternehmen. Davon wurden 2023 24 Beteiligungen (im Vorjahr: 25) an verbundenen Unternehmen in der Sparte DB Regio Straße geführt. Entsprechenserklärung zum Public Corporate Governance Kodex Die Entsprechenserklärung im Sinne des Public Corporate Governance Kodex des Bundes (PCGK) für das Jahr 2023 für die DB Regio AG ist im Corporate Governance Bericht der DB AG enthalten, der als Teil des Integrierten Berichts 2023 des DB-Konzerns veröffentlicht wird. Angaben zur Unternehmensführung Die DB Regio AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Dementsprechend unterliegt die DB Regio AG mit Vorstand und Aufsichtsrat einer zweistufigen Führungs- und Kontrollstruktur. Die beiden Gremien sind sowohl hinsichtlich ihrer Mitgliedschaft als auch in ihren Kompetenzen streng voneinander getrennt. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Dem Vorstand gehörten per 31. Dezember 2023 zwei Frauen an. Der Aufsichtsrat überwacht die Vorstandstätigkeit und ist für die Bestellung und Abberufung des Vorstands zuständig. Dem Aufsichtsrat gehören gemäß Mitbestimmungsgesetz 20 Mitglieder an, wovon zehn Mitglieder Anteilseignervertreter:innen und zehn Arbeitnehmendenvertreter:innen sind. Die Anteilseignervertreter:innen werden durch die Hauptversammlung gewählt. Die Mitglieder der Arbeitnehmendenseite werden nach den Vorgaben des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Dem Aufsichtsrat gehörten per 31. Dezember 2023 sieben Frauen an.
RahmenbedingungenWirtschaftliches Umfeld Der Erfolg unserer Aktivitäten hängt neben den unternehmerischen Maßnahmen von den sozioökonomischen Bedingungen in unserem Heimatmarkt Deutschland ab. Auch 2023 blieb der deutsche Personenverkehrsmarkt von einem infolge der Corona-Pandemie nachhaltig veränderten Mobilitätsverhalten geprägt. In den von der Corona-Pandemie betroffenen Jahren, bevorzugten Menschen tendenziell Individualverkehre zulasten öffentlicher Verkehrsmittel. Diese Tendenz schwächte sich 2023 spürbar ab. Zu Jahresbeginn 2023 war die Verkehrsnachfrage weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau. Im weiteren Verlauf des Jahres stieg die Verkehrsleistung jedoch spürbar an. Maßgeblichen Einfluss auf diese Entwicklung hatten politische Initiativen wie das bundesweit gültige Deutschland-Ticket, das im Mai 2023 eingeführt wurde. Insgesamt verzeichnet der deutsche Personenverkehrsmarkt 2023 im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Zunahme der Verkehrsleistung. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war 2023 geprägt von Stagnation, verbunden mit einer hohen Inflationsrate, die allerdings im Jahresverlauf deutlich zurück ging. Gründe für die deutlich schwächer als erwartete Entwicklung lagen u.a. in den Nachwirkungen der hohen Energiepreise im Vorjahr, die die Kaufkraft der Konsumenten reduzierten. Die straffe Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) mit deutlich steigenden Zinsen unterstützte diese Entwicklung und belastete insbesondere den deutschen Bausektor massiv. Auch die im Jahresverlauf 2023 zunächst positive Entwicklung der Investitionen kehrte sich angesichts sinkender Aufträge und fallender Industrieproduktion im vierten Quartal 2023 um. Ein steigender Fachkräftemangel, v.a. im Handwerk, im Dienstleistungsbereich und in der Logistik führte dazu, dass bestehende Aufträge nicht fristgerecht bearbeitet und neue Aufträge teilweise abgelehnt wurden. Sinkende Exporte aus Deutschland infolge einer eingeschränkten Wachstumsdynamik in der Weltwirtschaft wirkten sich zusätzlich dämpfend aus. Die Inflationsrate ist im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen. Sie lag in den ersten Monaten 2023 noch bei rund 8 %; im November 2023 betrug sie rund 3 %, der niedrigste Wert seit Juni 2021. Während Energiepreise rückläufig waren, verteuerten sich die Ausgaben für Lebensmittel überproportional. Neben der sinkenden Inflationsrate und der auch infolge guter Lohnabschlüsse wieder ansteigenden Realeinkommen privater Haushalte zeigten wirtschaftliche Frühindikatoren zum Jahresende 2023 eine leicht verbesserte Stimmung. Allerdings ergaben sich neue Unsicherheiten aus den fiskalischen Implikationen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts im November 2023 über die künftige Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte. Entwicklung auf den relevanten Märkten Schienenpersonenverkehr in Deutschland mit steigendem Marktanteil Der deutsche Personenverkehr verzeichnete 2023 im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg der Verkehrsleistung, war allerdings weiterhin von einem veränderten Mobilitätsverhalten der Bevölkerung infolge der Corona-Pandemie geprägt. Die Verkehrsnachfrage blieb trotz politischer Maßnahmen, wie der Einführung des Deutschland-Tickets insgesamt unter dem Vor-Corona-Niveau. Ausmaß und Dynamik der Entwicklung fielen in den einzelnen Marktsegmenten unterschiedlich aus:
Die Betriebsleistung der DB Regio AG lag mit 341 Mio. Trassenkilometern (Trkm) um 14 Mio. Trkm beziehungsweise 3,9 % unter dem Vorjahreswert. Diese Entwicklung ist vor allem auf Streiks, erhöhte bau- und personalbedingte Zugausfälle sowie Leistungsverluste (S-Bahn Hannover und Netz Schleswig-Holstein Ost) zurückzuführen. Die Verkehrsleistung der DB Regio AG lag aufgrund der Einführung des Deutschland-Tickets und der zunehmenden Erholung nach der Corona-Pandemie mit 29,9 Mrd. Personenkilometer (Pkm) um 1,7 Mrd. Pkm bzw. 6,0 % über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 28,2 Mrd. Pkm). Die Zahl der Reisenden stieg ebenfalls aus den vorgenannten Gründen an und lag mit 1.232 Mio. Reisenden 5,7 % über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 1.166 Mio. Reisende). Die Verkehrsleistung der Töchter der DB Regio AG in der Sparte DB Regio Schiene lag mit 7,6 Mrd. Pkm um 15,2 % über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 6,6 Mrd. Pkm). Die Zahl der Reisenden der Tochtergesellschaften der DB Regio AG erhöhte sich ebenfalls im Vorjahresvergleich um 14,7 % auf 717 Mio. Reisende (im Vorjahr: 625 Mio. Reisende). Diese positiven Entwicklungen resultierten aus der Erholung nach der Corona-Pandemie und der Einführung des Deutschland-Tickets. Die Verkehrsleistung des öffentlichen Straßenpersonenverkehrs konnte ebenfalls zulegen. Der Anstieg betraf DB-konzerninterne und -externe Anbieter gleichermaßen. Positive Effekte resultierten ebenfalls v.a. aus der Einführung des Deutschland-Tickets ab Mai 2023. Die Erholung der Nachfrage im öffentlichen Straßenpersonenverkehr wurde weiterhin durch den Wegfall von Pendlerfahrten infolge einer anhaltenden Nutzung von mobilem Arbeiten gebremst. Die Verkehrsleistung der Sparte DB Regio Straße lag mit 6,0 Mrd. Pkm (im Vorjahr: 5,0 Mrd. Pkm, +20,0 %) über dem Vorjahr. Die Zahl der Reisenden ist mit 547 Mio. Reisenden gegenüber dem Vorjahr (im Vorjahr: 467 Mio. Reisende) aufgrund einer höheren Betriebsleistung um 80 Mio. Reisende beziehungsweise um 17,1 % gestiegen. Die Nachfrage nach digitalen Mobilitätsangeboten wie ioki stieg 2023 weiter an. Auch das Interesse der Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern an On-Demand-Ergänzungen der bestehenden Angebote führte zu einer anhaltenden Ausschreibungsaktivität - wenngleich auf insgesamt nach wie vor geringem absoluten Niveau. Durch die Erholung der Nachfrage im öffentlichen Personennahverkehr entwickelte sich auch die Nutzung der Nahverkehrs-Apps wieder positiv, um Informationen vor und während der Fahrt, Buchung und Bezahlung zu ermöglichen. Unterstützt wurde diese erfolgreiche Entwicklung der Nutzerzahlen noch durch die Einführung des Deutschland-Tickets. Abweichungen von der prognostizierten Leistungsentwicklung Die Betriebsleistung im Berichtsjahr entspricht im Wesentlichen der im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022 abgegebenen Prognose für die Leistungsentwicklung im Geschäftsjahr 2023. Politisches Umfeld Verfahren zum Bundeshaushalt 2024 Am 5. Juli 2023 hat die Bundesregierung den Entwurf für den Bundeshaushalt 2024 und den Finanzplan bis 2027 beschlossen. Im Etat des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) sind für die Schiene im Zeitraum von 2024 bis 2027 rund 11,5 Mrd. € mehr als bisher vorgesehen. Die Zusatzmittel betreffen sowohl die Schieneninfrastruktur als auch die weiteren Förderprogramme für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen der Eisenbahnverkehrsunternehmen im Schienengüterverkehr (SGV), darunter zukünftig auch die Förderung des Einzelwagenverkehrs. Am 9. August 2023 hat die Bundesregierung den Wirtschaftsplan 2024 des Sondervermögens Klima- und Transformationsfonds (KTF) sowie den Finanzplan bis 2027 beschlossen. Für die Förderung von Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur der EIU des Bundes wird dort ein neuer Titel geschaffen und 2024 mit 4 Mrd. € dotiert. Im Finanzplan bis 2027 sind insgesamt 12,5 Mrd. € für diesen Titel vorgesehen. Am 15. November 2023 hat das Bundesverfassungsgericht verkündet, dass das Zweite Nachtragshaushaltsgesetz 2021 mit dem Grundgesetz unvereinbar und nichtig ist. In Folge des Urteils hat die Bundesregierung angekündigt, einen neuen Wirtschaftsplan für den Klima- und Transformationsfonds (KTF) für die Jahre ab 2024 zu erstellen. Im Dezember 2023 verständigte sich die Bundesregierung auf die Eckpunkte für einen überarbeiteten KTF sowie auf Anpassungen am Kernhaushalt zur Schließung der in Folge des KTF-Urteils entstandenen Deckungslücke. Die Einigung sieht u.a. vor, dass die im Regierungsentwurf zum KTF für die Schieneninfrastruktur vorgesehenen Mittel entfallen und stattdessen zusätzliche Mittel über Eigenkapitalerhöhungen bereitgestellt werden sollen. Geplant sind Zuführungen von insgesamt 20 Mrd. € im Zeitraum von 2024 bis 2029, davon je 5,5 Mrd. € in den Jahren 2024 und 2025. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung sieht die Verständigung der Bundesregierung zudem vor, dass im Etat des BMDV Einsparungen i.H.v. 380 Mio. € vorgenommen werden. Am 2. Februar 2024 wurde der Bundeshaushalt 2024 von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Entwicklung Energiepreisbremsen Mit einem finanziellen Abwehrschirm federte der Bund die steigenden Energiekosten und die schwersten Folgen für Verbraucher:innen sowie Unternehmen ab. Hierfür wurde der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) 2022 mit zusätzlichen Kreditermächtigungen i.H.v. 200 Mrd. € ausgestattet. Hieraus erfolgte die Finanzierung der Gas- und Wärmepreisbremsen sowie der Strompreisbremse. Die erforderlichen Gesetze (Strompreisbremsegesetz und Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz) sind im Dezember 2022 in Kraft getreten. Auf dieser Grundlage wurde auch der Schienenverkehr vor stark steigenden Energiepreisen geschützt. Für ein "Entlastungskontingent" von 90 % der Verbrauchsmenge kamen Referenzpreise zur Anwendung, die gegenüber dem Kunden nicht überschritten werden durften. Von dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum KTF ist auch der WSF betroffen, da Kreditermächtigungen aus dem Vorjahr danach auch im WSF nicht mehr genutzt werden können. Um die Finanzierung der Energiepreisbremsen abzusichern und Rechtssicherheit zu schaffen, wurden mit dem Nachtragshaushalt 2023 Einnahmen aus Krediten in Höhe der voraussichtlichen Ausgaben i.H.v. 43,2 Mrd. € beschlossen. Allerdings hat die Bundesregierung vor diesem Hintergrund die geplante Verlängerung der gesetzlichen Energiepreisbremsen nicht vorgenommen. Die Strompreisbremse und die Erdgas-Wärme-Preisbremsen sind in der Folge am 31. Dezember 2023 ausgelaufen. Beschluss Klimaschutzprogramm 2023 Am 4. Oktober 2023 hat die Bundesregierung das Klimaschutzprogramm 2023 beschlossen, mit dem die Einhaltung der Klimaschutzziele 2030 sichergestellt werden soll. Es beinhaltet Maßnahmen in allen Sektoren. Für den Sektor Verkehr sind neben den Themenfeldern verstärkte Nutzung des Potenzials synthetischer Kraftstoffe, Antriebswechsel Lkw und schwere Nutzfahrzeuge, Beschleunigung Klimaneutralität Pkw, erneuerbare Energien und Elektrifizierung Luft- und Seeverkehr, Digitalisierung, Raum- und Verkehrsplanung sowie Mobilitätsmanagement auch das Themenfeld Schienenverkehr und Stärkung des Stadt- und Regionalverkehrs adressiert. Umsetzung EU-Fahrgastrechteverordnung Die EU-Fahrgastrechteverordnung ist am 7. Juni 2023 in Kraft getreten. Neu ist die Ausnahme von der Entschädigungspflicht in Fällen höherer Gewalt. Die Umsetzung der nationalen Regelungsoptionen erfolgt durch die Änderung der Eisenbahn-Verkehrsordnung (EVO) und des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG): Der Bundesrat hat am 16. Juni 2023 den Gesetzentwurf zur Änderung des AEG und am 7. Juli 2023 die EVO in korrigierter Fassung beschlossen. Für die Entschädigungsregelungen gelten weiterhin die bestehenden Verspätungsschwellenwerte von 60 Minuten und 120 Minuten sowie Entschädigungshöhen von 25 % bzw. 50 % des Fahrkartenpreises. Das Deutschland-Ticket wird als erheblich ermäßigtes Ticket eingestuft, wodurch das Recht zur Nutzung höherwertiger Züge ab einer Verspätung von 20 Minuten entfällt. Ferner wird die Branche zur Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für mobilitätseingeschränkte Reisende ab 1. Januar 2025 verpflichtet. Der DB-Konzern betreibt bereits die Mobiliätsservice-Zentrale. Überarbeitung der EU-Richtlinie über die Zertifizierung von Triebfahrzeugführer:innen Die Europäische Kommission nimmt eine Überarbeitung der Richtlinie 2007/59/EG über die Zertifizierung von Triebfahrzeugführer:innen vor. Ziele der Überarbeitung sind die Verbesserung der Mobilität von Triebfahrzeugführer:innen im grenzüberschreitenden Verkehr im gesamten Schienennetz der EU sowie der erleichterte Wechsel zu anderen Arbeitgebern. Hierbei werden die Themen einheitliche Betriebssprache, Harmonisierung der Ausbildung und neue Struktur des Führerscheins und der Zusatzbescheinigungen im Vordergrund stehen. Die Vorlage des Gesetzgebungsentwurfs sollte schrittweise ab Ende 2023 erfolgen. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass dies aber voraussichtlich erst ab Ende 2024 erfolgen wird. Das Hauptthema bei der Triebfahrzeugführerschein-Richtlinie bleibt die Frage der Einführung einer europaweiten (zweiten) Betriebssprache sowie der erforderlichen Sprachkompetenzlevel und deren Auswirkungen auf Sicherheit, Praktikabilität und Kosten. DB-Konzern, die französische Staatsbahn SNCF und die International Union of Railways (UIC) haben auf politischer Ebene die Diskussion angestoßen, ob und in welchem Umfang digitale Übersetzungstools eine Lösung darstellen. Die Kommission prüft nun, inwieweit vorhandene Sprachbarrieren auch technisch überwunden werden können. Das europäische "Greening Transport Package" Bis 2050 sollen die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 90 % reduziert werden. Zu diesem Zweck hat die Europäische Kommission am 11. Juli 2023 ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt. Für den Schienenverkehr sind folgende Vorschläge mit unmittelbarer Relevanz enthalten: Ein effizienteres Kapazitätsmanagement im grenzüberschreitenden Schienenverkehr, die Überarbeitung der Richtlinie für höchstzulässige Maße und Gewichte im Straßengüterverkehr sowie einen Vorschlag zur einheitlichen Berechnung verkehrsbedingter Treibhausgasemissionen. Der Vorschlag zur Überarbeitung der Richtlinie für den Kombinierten Verkehr wurde in einem zweiten Schritt am 7. November 2023 ergänzt. Die Gesetzgebungsvorschläge der Europäischen Kommission werden nun im Europäischen Rat und im Europäischen Parlament behandelt. Mit Blick auf die bevorstehenden Europawahlen im Juni 2024 wird das Gesetzgebungsverfahren voraussichtlich erst 2025 abgeschlossen. Die für die DB Regio AG wesentlichen Initiativen werden im Folgenden dargestellt.
Vorschläge für multimodale Passagierrechte sowie zur Stärkung der Rechte der Kund:innen Die Europäische Kommission hat am 29. November 2023 das Passenger Mobility Package vorgelegt. Es enthält u.a. Vorschläge für eine neue Verordnung für multimodale Passagierrechte sowie einen Vorschlag zur Änderung der europäischen Passagierrechteregelungen zur Stärkung der Rechte der Kund:innen. Die Kommission vertritt die Auffassung, dass die Fahrgastrechte in der EU sowohl für Verkehrsunternehmen als auch für die Reisenden klarer formuliert und deren Umsetzung verbessert werden sollten. Darüber hinaus stellte die Kommission fest, dass es keine EU-Rechtsvorschriften gebe, die die Rechte von Reisenden garantieren, die verschiedene Verkehrsträger kombinieren. Insbesondere für durchgehende multimodale Beförderungsverträge wird eine neue Haftung etwa beim Anschlussverlust zwischen zwei Verkehrsträgern eingeführt. Für den DB-Konzern könnte die neue multimodale Passagierrechte-Verordnung insbesondere Auswirkungen für Kooperationen mit Fluggesellschaften haben. Die Verordnung zur Änderung der europäischen Passagierrechteregelungen erhöht die Dokumentationspflichten beim Abschluss von Beförderungsverträgen und führt ein Monitoring-System für die Erfüllung passagierrechtlicher Anforderungen ein. Trassenpreise für 2024 genehmigt Mit Beschluss vom 7. August 2023 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Entgelte für das Trassenpreissystem (TPS) 2024 genehmigt. Die Steigerung der Trassenentgelte beträgt 3,5 % für den Schienenpersonenfernverkehr (SPFV), 2,0 % für den SGV und 3,0 % für den SPNV. Zuvor hat die BNetzA das mit Beschluss vom 30. März 2023 abgeschlossene Entgeltverfahren erneut eröffnet. Ursächlich für diese Entscheidung war die am 25. April 2023 in Kraft getretene neunte Änderung des Regionalisierungsgesetzes (RegG), die abweichend vom Beschluss der BNetzA für das Fahrplanjahr 2023/2024 eine Erhöhung der Entgelte im SPNV um lediglich 1,8 % vorsieht. Letztendlich wurde jedoch die ursprüngliche genehmigte Erhöhung von 3,0 % im SPNV auch durch den neuen Beschluss bestätigt. Genehmigungsverfahren der Stationsentgelte 2024 Am 28. September 2023 erfolgte, nach geänderter Rechtslage (Novelle des Eisenbahnregulierungsgesetzes; ERegG), die Entgeltgenehmigung für die Stationspreise 2024 durch Beschluss der BNetzA. Die Behörde genehmigte die Stationspreise 2024 mit wenigen Kürzungen. Gesamthaft wurden durchschnittliche Preissteigerungen i.H.v. 1,8 % (SPNV) und 2,6 % (SPFV) genehmigt. Brancheninitiative Runder Tisch Kapazität Das Geschäftsfeld DB Regio hat sich auch 2023 an der durch die DB Netz AG (jetzt: DB InfraGo AG) organisierten Brancheninitiative "Runder Tisch Kapazität" beteiligt. Vertreter:innen der Schienenverkehrsbranche, Verbände sowie Teilnehmende von Behörden haben kurz- und mittelfristig wirksame Maßnahmen zur Kapazitätsverbesserung auf dem Schienennetz beraten. Themenschwerpunkte 2023 waren Beratungen zum Instrument der Rahmenverträge, Maßnahmen zur weiteren Stabilisierung der Pünktlichkeit, Überlegungen zu neuen langfristigen Kapazitätsplanungs- und Zuweisungsprozessen sowie die verbesserte Planung von Baumaßnahmen. Die Initiative wird auch 2024 weitergeführt werden. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageUmsatzentwicklung Die Umsatzerlöse der DB Regio AG lagen 2023 mit 7.157 Mio. € um 384 Mio. € über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 6.773 Mio. €). Die Fahrgelderlöse lagen mit 1.442 Mio. € über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 1.236 Mio. €; 16,7 %). Ursächlich war die weitere Erholung von der Corona-Pandemie, der Wegfall der negativen Effekte aus dem reduzierten Fahrgeld aufgrund der temporären Einführung des 9-Euro-Tickets in 2022 sowie die Einführung des Deutschland-Tickets ab Mai 2023. Im Gegensatz zu den Unterstützungsleistungen aus der Branchenlösung zur Kompensation der Corona-Schäden werden die Ausgleichszahlungen für das Deutschland-Ticket überwiegend im Umsatz erfasst. Da die erzielten Fahrgelderlöse höher waren als der Fahrgeldanspruch, ergaben sich saldiert Mindererlöse i.H.v. 48 Mio. €. Dies resultiert daraus, dass die Methodik im Rahmen des bundesweiten Deutschland-Ticket-Ausgleichs vorsieht, dass die Differenz zwischen dem Fahrgeld-Soll (= fortgeschriebenes Ist 2019) und dem Fahrgeld-Ist zu erstatten (Soll > Ist) oder abzuführen (Ist > Soll) ist. Für die DB Regio AG ergibt sich daraus für 2023 eine Rückzahlungsverpflichtung i.H.v. insgesamt 173 Mio. € gegenüber den Aufgabenträgern, die entsprechend zurückgestellt wurde. Die Bestellerentgelte lagen bei 5.347 Mio. € und somit um 111 Mio. € beziehungsweise 2,1 % über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 5.236 Mio. €). Die Steigerung des Bestellerentgelts durch Dynamisierungen in Verkehrsverträgen konnte die negativen Effekte aus Vergaben, Streiks sowie aus Erlösschmälerungen durch baustellen- und personalbedingten Zugausfälle und Pönale aus Pünktlichkeitsabweichungen in etwa ausgleichen. Insgesamt entfielen rund 75 % des Umsatzes auf Bestellerentgelte und rund 20 % auf Fahrgelderlöse. Gut 5 % des Umsatzes waren sonstige Umsatzerlöse. Ergebnisentwicklung Mit 7.168 Mio. € erhöhte sich die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 387 Mio. € beziehungsweise 5,7 % (im Vorjahr: 6.781 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr wurden mit 323 Mio. € um 182 Mio. € beziehungsweise 36,0 % (im Vorjahr 505 Mio. €) niedrigere sonstige betriebliche Erträge erzielt. Im Wesentlichen lag dies an geringeren Erträgen aus Unterstützungsleistungen von Bund und Ländern im Rahmen der Branchenlösung für den öffentlichen Personennahverkehr zur Kompensation der Corona-Schäden sowie zum Ausgleich von Fahrgeldverlusten durch die temporäre Einführung des 9-Euro-Tickets, von denen 108 Mio. € in 2023 ausgeglichen wurden (im Vorjahr: 332 Mio. €). Der Materialaufwand lag mit 4.793 Mio. € um 280 Mio. € über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 4.513 Mio. €). Der Anstieg ist auf höhere Instandhaltungsaufwendungen und Provisionen, vermehrten Schienenersatzverkehr sowie gestiegene Stromkosten zurückzuführen. Die von der Bundesregierung bis zum 31. Dezember 2023 gewährte Subvention zur Abfederung von Preissteigerungen beim Strom ("Strompreisbremse") dämpfte den Anstieg jedoch um 87 Mio. €. Einsparungen aus Infrastrukturaufwendungen für Trassen und Stationshalte sowie gesunkene Dieselaufwendungen wirkten ferner entgegen. Der Personalaufwand i.H.v. 1.583 Mio. € stieg gegenüber dem Vorjahr um 65 Mio. € beziehungsweise 4,3 % (im Vorjahr: 1.518 Mio. €). Wesentliche Ursachen waren der Tarifeffekt und Mehrungen im Personalbestand. Mit 510 Mio. € lagen die Abschreibungen um 8 Mio. € beziehungsweise 1,6 % über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 502 Mio. €). Verantwortlich hierfür waren erhöhte Abschreibungen aus dem Zugang von Elektrotriebwagen, dem Fahrzeug-Redesign sowie Investitionen in Werkstätten. Gegenläufig wirkte das Ende der bilanziellen Nutzungsdauer von Bestandsanlagen. Mit 694 Mio. € erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 115 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (im Vorjahr: 579 Mio. €) aufgrund von erhöhten Aufwendungen für IT, Busnotverkehre und Aus- und Weiterbildung. Das Betriebsergebnis verringerte sich um 263 Mio. € auf ein negatives Betriebsergebnis i.H.v. 89 Mio. € (im Vorjahr: +174 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr konnte die gestiegene Gesamtleistung die erhöhten Betriebsaufwendungen nicht decken. Das Zinsergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 51 Mio. € auf +14 Mio. € (im Vorjahr: -37 Mio. €), vor allem aufgrund von Zinserträgen wegen gestiegener Zinssätze sowie einer Festgeldanlage von 1.300 Mio. €. Das Beteiligungsergebnis war mit +39 Mio. € um 302 Mio. € besser als im Vorjahr (im Vorjahr: -263 Mio. €). Dies lag im Wesentlichen an um 94 Mio. € höheren Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen (u.a. aus Ergebnisverbesserungen der S-Bahn Hamburg GmbH und der S-Bahn Berlin GmbH) und um 208 Mio. € geringeren Aufwendungen aus Verlustübernahmen. Besonders im Vergleich zum Vorjahr fielen vor allem die Aufwendungen aus Verlustübernahme für die Gesellschaften der Sparte DB Regio Straße aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung geringer aus. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr (im Vorjahr: -126 Mio. €) um 90 Mio. € auf -36 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern wird aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der DB AG übernommen. Abweichungen von der prognostizierten Ertragslage Die Entwicklung der DB Regio AG im Berichtsjahr entspricht der im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022 abgegebenen Prognose für die Entwicklung des Umsatzes im Geschäftsjahr 2023. Eine stabile Entwicklung des Betriebsergebnisses ist aufgrund von baubedingten Verspätungen und Zugausfällen, personellen Engpässen sowie Streiks nicht eingetreten. Entwicklung der Tochtergesellschaften der DB Regio AG Im Folgenden werden die Kennzahlen der Tochtergesellschaften der DB Regio AG im Geschäftsfeld DB Regio erläutert. Entwicklung der Tochtergesellschaften der Sparte DB Regio Schiene
1) Vollzeitpersonen (VZP). Die Umsatzerlöse der Töchter der Sparte Schiene lagen mit 1.849 Mio. € um 264 Mio. € beziehungsweise 16,7 % über dem Vorjahreswert. Die wesentliche Erhöhung lag aufgrund von Dynamisierungseffekten im Bestellerentgelt und Preisgleitung Energie bei der S-Bahn Berlin und S-Bahn Hamburg sowie seit Dezember 2022 aus der Leistungsmehrung der Linie S4 bei der S-Bahn Hamburg. Die Verbesserung der Regionalverkehre Start Deutschland GmbH resultiert aus der Betriebsaufnahme des Teilnetzes Taunus im Dezember 2022. Das insgesamt positive Ergebnis nach Steuern lag mit 82 Mio. € über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: -67 Mio. €). Die Brutto-Investitionen der Tochtergesellschaften lagen im Berichtsjahr bei 357 Mio. € und damit um 37 Mio. € unter dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 394 Mio. €). Schwerpunkt der Investitionen war die Beschaffung von Triebwagen der Baureihe (BR) 483 und der BR 484 für die S-Bahn Berlin. Die Zuschüsse lagen mit 5 Mio. € um 1 Mio. € über dem Vorjahreswert. Inhalt der Förderung waren im Wesentlichen die Zuschüsse für die Ausrüstung der BR 480 der S-Bahn Berlin mit einem Zugbeeinflussungssystem. Die Netto-Investitionen i.H.v. 352 Mio. € lagen um 38 Mio. € unter dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 390 Mio. €). Die Anzahl der Mitarbeitenden betrug per 31. Dezember 2023 6.082 und erhöhte sich damit um 231 Mitarbeitende beziehungsweise 3,9 % gegenüber dem Vorjahresendwert (per 31. Dezember 2022: 5.853 Mitarbeitende). Wesentliche Ursache war die Betriebsaufnahme des Teilnetzes Taunus im Dezember 2022 mit dem damit einhergehenden Personalaufbau. Entwicklung der Tochtergesellschaften der Sparte DB Regio Straße
Die Umsatzerlöse der Töchter der Sparte DB Regio Straße lagen mit 1.837 Mio. € um 316 Mio. € über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 1.521 Mio. €). Der Anstieg war im Wesentlichen bedingt durch Ausschreibungsgewinne im Linienverkehr, mehr Umsatz aus Schienenersatzverkehr sowie positive Effekte aus Preisgleitung. Das Ergebnis nach Steuern lag mit -43 Mio. € um 153 Mio. € über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: -196 Mio. €). Der Anstieg war hauptsächlich bedingt durch positive Dieselpreiseffekte sowie positive Effekte aus Preisgleitung und Ausschreibungsgewinnen. Die Brutto-Investitionen, überwiegend in Kraftomnibusse, lagen mit 189 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Mitarbeitenden per 31. Dezember 2023 betrug 10.378 (per 31. Dezember 2022: 9.494 Mitarbeitende). Der Anstieg war im Wesentlichen bedingt durch Leistungsmehrungen. Finanzlage Durch die Einbindung in den DB-Konzern kann die DB Regio AG die Refinanzierungsmöglichkeiten des DB-Konzerns nutzen. Das Finanzmanagement-System des DB-Konzerns ist im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich beschrieben. Das Treasury-Zentrum für den DB-Konzern ist in der DB AG angesiedelt. Vor der DB-konzernexternen Beschaffung von Finanzmitteln wird ein Finanzmittelausgleich innerhalb des DB-Konzerns vorgenommen. Für den DB-Konzern sowie die DB Regio AG liegen die Vorteile in der Bündelung von Know-how, der Realisierung von Synergieeffekten sowie in der Minimierung der Refinanzierungskosten. Die Kreditwürdigkeit des DB-Konzerns wird von den Rating-Agenturen S&P Global Ratings (S&P) und Moody's laufend überprüft und beurteilt. S&P und Moody's haben im Berichtsjahr keine Veränderungen der Rating-Einschätzungen und der Ausblicke der DB AG vorgenommen. Details zu den Rating-Einstufungen der DB AG sind online verfügbar. Im Rahmen der DB-Konzernfinanzierung hat die DB Regio AG per 31. Dezember 2023 zugesagte DB-konzerninterne Kreditlinien i.H.v. 500 Mio. €. Diese wurden per 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen. Die Finanzierungskonditionen im Rahmen der DB-Konzernfinanzierung haben sich für die DB Regio AG im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert. Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten haben sich 2023 differenziert entwickelt. Insgesamt wurden kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber der DB AG i.H.v. 208 Mio. € getilgt. 2024 stehen Tilgungen i.H.v. 353 Mio. € an. Durch strukturelle Verschiebung von Tilgungen in dem Bereich der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahreswert gestiegen. Kapitalflussrechnung Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 2023 940 Mio. € und lag damit um 245 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich im Berichtsjahr um 656 Mio. € auf 831 Mio. €. In 2023 erfolgten Brutto-Investitionen in Sachanlagen i.H.v. 283 Mio. € (im Vorjahr: 470 Mio. €). Unter Berücksichtigung der Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber Fahrzeugherstellern und der Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten i.H.v. 25 Mio. € (im Vorjahr: 8 Mio. €) führte dies zu um 170 Mio. € niedrigeren Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen als im Vorjahr. Zugleich wirkte sich eine um 582 Mio. € niedrigere Zunahme der Forderungen aus Cash-Pooling saldiert mit den Auszahlungen für Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition aus. Gegenläufig wirkte sich eine um 95 Mio. € höhere Auszahlung für Verlustübernahmen aus Ergebnisabführungsverträgen aus. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich 2023 um 411 Mio. € auf 109 Mio. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus einem um 414 Mio. € niedrigeren Mittelzufluss aus Verlustübernahme durch die DB AG. Investitionen Die Brutto-Investitionen in Sachanlagen lagen 2023 bei 283 Mio. € (im Vorjahr: 470 Mio. €). Von den Brutto-Investitionen entfielen rund 71 % auf Fahrzeuge und knapp 29 % auf Werkstätten und sonstige Investitionen. Der Investitionsschwerpunkt bei den Fahrzeugen lag in der Beschaffung von 14 Elektrotriebwagen der BR 430 für die S-Bahn Stuttgart mit Investitionen i.H.v. 88 Mio. € sowie in der Beschaffung von 7 Elektrotriebwagen der BR 430 für die S-Bahn Rhein-Main i.H.v. 68 Mio. €. Weiterhin erfolgten Investitionen in das Redesign von Fahrzeugen. Schwerpunkte waren hier der Umbau von 33 Dosto 97 für den Verkehrsvertrag Elbe-Spree sowie 18 Verbrennungstriebwagen der BR 612 für den Verkehrsvertrag Expressverkehr Nordbayern. Im Bereich der Werkstätten wurden 2023 rund 82 Mio. € mit den Schwerpunkten München, Nürnberg und Cottbus investiert. Nach Abzug der erhaltenen Investitionszuschüsse (1 Mio. €) ergaben sich Netto-Investitionen in das Sachanlagevermögen i.H.v. 282 Mio. €, die um 185 Mio. € unter dem Vorjahreswert lagen (im Vorjahr: 467 Mio. €). Das Bestellobligo für Investitionen reduzierte sich per 31. Dezember 2023 auf 444 Mio. € (per 31. Dezember 2022: 520 Mio. €). Die wesentliche Ursache für diese Reduzierung ist der Zugang von 14 Elektrotriebwagen der BR 430 für die S-Bahn Stuttgart sowie von 7 Elektrotriebwagen für die S-Bahn Rhein-Main mit einem Gesamtwert von 156 Mio. €. Gegenläufig wirkt im Bestellobligo der Wegfall der Anrechnung der Wertansätze aus den Forfaitierungsmodellen (Abstraktes Schuldanerkenntnis) auf die Verbindlichkeiten i.H.v. 90 Mio. € infolge der Auslieferung der Fahrzeuge der S-Bahnen Rhein-Main und Stuttgart. Finanzierung des Investitionsprogramms Aus der Investitionstätigkeit ergab sich im Berichtsjahr bei Brutto-Investitionen in das Sachanlagevermögen von 283 Mio. €, unter Berücksichtigung der Verrechnung der Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Fahrzeugherstellern und der Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten von 25 Mio. €, ein Kapitalbedarf i.H.v. 308 Mio. € (im Vorjahr: 478 Mio. €), der aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gedeckt werden konnte. Auch für künftige Investitionen wird von einer weitgehend unveränderten Finanzierungsstruktur ausgegangen. Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme ist per 31. Dezember 2023 leicht um 0,7 % beziehungsweise 56 Mio. € auf 8.359 Mio. € gesunken. Das Anlagevermögen hat sich per 31. Dezember 2023 um 6,8 % beziehungsweise 373 Mio. € auf 5.118 Mio. € verringert. Der Rückgang resultiert aus:
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen ist um 4,1 Prozentpunkte auf 61,2 % gesunken (per 31. Dezember 2022: 65,3 %). Das Umlaufvermögen hat sich um 10,8 % beziehungsweise 317 Mio. € auf 3.240 Mio. € erhöht. Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen ist somit um 4,1 Prozentpunkte auf 38,8 % gestiegen (per 31. Dezember 2022: 34,7 %). Im Wesentlichen resultierte diese Veränderung aus der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 382 Mio. €. Das Eigenkapital lag per 31. Dezember 2023 mit 1.838 Mio. € unverändert auf Vorjahresniveau. Durch die leicht gesunkene Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 21,9 %. Die Rückstellungen lagen mit 3.408 Mio. € um 861 Mio. € beziehungsweise 33,8 % über dem Vorjahresendwert. Der Anstieg der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus Pönale-Verpflichtungen aufgrund von Zugausfällen, Verspätungen und Qualitätsmängeln, die insbesondere durch die umfangreichen Baumaßnahmen im Bereich der Infrastruktur, durch erhöhte Krankenstände und die Streiktage im Rahmen von Arbeitskampfmaßnahmen bedingt waren. Die Verbindlichkeiten hatten per 31. Dezember 2023 einen Anteil von 33,1 % an der Bilanzsumme (per 31. Dezember 2022: 44,6 %) und lagen mit 2.764 Mio. € um 988 Mio. € unter dem Vorjahresendwert. Die zinspflichtigen Verbindlichkeiten i.H.v. 1.512 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber der DB AG im Rahmen der DB-Konzernfinanzierung. Im Berichtsjahr wurden 208 Mio. € planmäßig getilgt. Der Anteil der zinspflichtigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme hat sich von 22,6 % auf 18,1 % verringert. Die langfristigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten haben einen Anteil an der Bilanzsumme von 23,9 % (per 31. Dezember 2022: 27,3 %), die kurzfristigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Abgrenzungsposten von 54,2 % (per 31. Dezember 2022: 50,9 %). Das Anlagevermögen ist zu 74,9 % (per 31. Dezember 2022: 75,4 %) durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Nicht-finanzielle KennzahlenDer DB-Konzern hat sich in der Dachstrategie Starke Schiene zum Ziel gesetzt, die Dimensionen Ökonomie, Soziales und Ökologie unternehmerisch in Einklang zu bringen. Nachhaltigkeit ist handlungsleitend verankert und fester Bestandteil der DNA des DB-Konzerns. Als Reaktion auf die sich rasant ändernden ökologischen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie die internen Herausforderungen hat der DB-Konzern seinen Gestaltungsanspruch - sein inneres Anliegen - formuliert, dessen Kern die seit Juni 2019 gültige Strategie Starke Schiene ist. Der DB-Konzern hat sich für Kennzahlen aus allen drei Dimensionen langfristige Ziele gesetzt, deren Erreichung einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Starken Schiene leisten wird. Als Teil des DB-Konzerns trägt die DB Regio AG zur Erreichung der DB-Nachhaltigkeitsziele bei. Die Zielsetzungen sind aus den Kund:innenbedürfnissen, der ökologischen Verträglichkeit und gesellschaftlichen Verantwortung abgeleitet. Für das Geschäftsfeld DB Regio bedeutet dies beispielsweise den verstärkten Einsatz von elektrisch betriebenen Zügen und alternativen Antrieben in neuen Ausschreibungen sowie die Nutzung von Ökostrom und alternativen Kraftstoffen für den Betrieb der Verkehre:
Ergänzende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit sind online verfügbar. Dort wird umfassend dargestellt, welche Beiträge der DB-Konzern als wichtiger Anbieter von Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen sowie als einer der größten Arbeitgeber, Ausbilder und Auftraggeber Deutschlands zu einer nachhaltigen Gesellschaft leistet. Zum Thema Nachhaltigkeit wird zudem im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich Stellung genommen. Von den Erläuterungen zu § 289 Abs. 3 HGB (Nachhaltigkeitsbericht) wird in diesem Bericht daher abgesehen. Der Konzernlagebericht des DB-Konzerns behandelt ebenfalls relevante Themen im Kontext Menschenrechte. Darüber hinaus berichtet ab 2024 die DB AG entsprechend ihrer Pflichten aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) aus einer konzernübergreifenden Perspektive jährlich an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) über die Erfüllung der menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten im vorangegangenen Geschäftsjahr. DB Regio AG wird ebenfalls seit 2023 vom LkSG erfasst und reicht ihren gesellschaftsspezifischen Bericht über ihre LkSG-Aktivitäten wie im LkSG verankert ab 2024 beim BAFA ein. Qualität Pünktlichkeitsentwicklung weiter unter Druck 2023 war ein Jahr mit großen Herausforderungen für die Qualität und Pünktlichkeit im Schienenverkehr in Deutschland. Trotz großer Anstrengungen seitens der Eisenbahnverkehrs- sowie Eisenbahninfrastrukturunternehmen hat sich die Pünktlichkeit im Schienenpersonenverkehr weiter verringert. Gründe für diese Entwicklung waren:
Der DB-Konzern hat auch 2023 eine Vielzahl an Maßnahmen initiiert und umgesetzt, um die Betriebsqualität zu verbessern bzw. zu stabilisieren. Diese Maßnahmen greifen verstärkt tief in die aktuellen Strukturen ein und versuchen u.a. über Paradigmenwechsel zu einer nachhaltigen Qualitätssteigerung zu kommen. Das bedeutet aber auch, dass diese Maßnahmen häufig erst mittel- bis langfristig wirken. Hinzu kommt, dass die Wirkung bereits implementierter Maßnahmen, durch die negativen Struktureffekte teils überkompensiert wird. Pünktlichkeit im Geschäftsfeld DB Regio Die Pünktlichkeit in der Sparte DB Regio Schiene lag 2023 mit 91,0 % sowohl in Summe als auch bei den meisten S-Bahnen und Regionalverkehren unter dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 91,8 %). Als Mittelwert über alle Produkte Regionalverkehr, S-Bahnen Wechselstrom und S-Bahnen Gleichstrom betrug die Pünktlichkeit 91,4 %. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2023 ist die Pünktlichkeit deutlich zurückgegangen. Ursächlich hierfür waren neben hohen Bauaktivitäten mit Kapazitätsengpässen im Netz ein hohes Störgeschehen der Infrastruktur sowie viele Langsamfahrstellen. In einigen Regionen führten unbesetzte Stellwerke zu weiteren Kapazitätsengpässen und Pünktlichkeitseinbußen. Eine fallende Pünktlichkeit der deutschlandweit verlaufenden Fernverkehrslinien führte zudem zu anschließenden Pünktlichkeitsverlusten im Nahverkehr. Ergänzend zu diesen ganzjährigen Einflüssen hat das zum 1. Mai 2023 eingeführte Deutschland-Ticket und die daraus resultierende erhöhte Nachfrage mit teilweisen Überbesetzungen von Zügen die Pünktlichkeit zusätzlich belastet. Hiervon waren insbesondere langlaufende Regionalverkehre betroffen. Zudem haben Extremwetterlagen die Pünktlichkeitsentwicklung belastet. In der Sparte DB Regio Straße sank die Pünktlichkeit im Busverkehr mit 85,2 % unter den Vorjahreswert (im Vorjahr: 86,0 %). Kundenzufriedenheit Die Erhebungsmethodik der Kundenzufriedenheit wurde zum Geschäftsjahr 2023 auf Schulnoten umgestellt, um eine bessere Lesbarkeit und Interpretation zu ermöglichen. Die Zufriedenheit der Fahrgäste mit der aktuellen Fahrt 2023 lag für die Sparte DB Regio Schiene unverändert bei einer Note von 2,2. Während der Regionalverkehr stabil blieb, sanken die Zufriedenheitswerte der S-Bahnen mit der aktuellen Fahrt gegenüber dem Vorjahr um -0,1 Notenpunkte. Kerntreiber der Verschlechterung war die Entwicklung der Pünktlichkeit des Systems (-0,3 Notenpunkte gegenüber Vorjahr). Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich die Kundenzufriedenheit mit der aktuellen Busfahrt der Sparte DB Regio Straße auf eine Note von 2,1. Mitarbeitende Um eine bessere Vergleichbarkeit im Zeitablauf zu gewährleisten, rechnen wir die Zahl der Mitarbeitenden im DB-Konzern in Vollzeitpersonen (VZP) um. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeitenden werden dabei entsprechend ihrem Anteil an der regulären Jahresarbeitszeit berücksichtigt. Per 31. Dezember 2023 beschäftigte die DB Regio AG 22.952 Mitarbeitende und damit 560 Mitarbeitende mehr als am Vorjahresende (+2,5 %; per 31. Dezember 2022: 22.392 Mitarbeitende). Im Produktionsprozess waren 79,1 % der Mitarbeitenden tätig, darunter 9.653 Tf, 4.614 Kundenbetreuer:innen im Nahverkehr (KiN) und Prüfer:innen sowie 3.330 Mitarbeitende in den Werkstätten. Am Jahresende waren 1.634 Auszubildende beschäftigt. Der Personalbestand betrug im Jahresdurchschnitt 22.678 Mitarbeitende (im Vorjahr: 22.558 Mitarbeitende). Überblick über die Tarifentwicklung/Tarifverhandlungen Die Tarifrunde 2023 zwischen dem DB-Konzern und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist am 26. Juli 2023 mit einer Einigungsempfehlung im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens zu Ende gegangen. Im Anschluss folgte eine Urabstimmung der EVG, bei der die Gewerkschaftsmitglieder das Ergebnis der Schlichtung angenommen haben. Die Einigungsempfehlung honoriert die enormen Leistungen und die erfolgreiche Arbeit der Mitarbeitenden des DB-Konzerns. Die Laufzeit von 25 Monaten bis Ende März 2025 schafft Planungssicherheit für das Unternehmen. Gleichzeitig beinhaltet die Empfehlung zahlreiche Beiträge zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und erhält dadurch die Zukunftsfähigkeit des DB-Konzerns. Die Tarifvereinbarung beinhaltet u.a. eine Inflationsausgleichsprämie i.H.v. 2.850 €, Entgelterhöhungen i.H.v. insgesamt 410 € pro Monat in zwei Stufen und besondere Regelungen bei Busgesellschaften sowie zusätzliche Lohnerhöhungen für Mitarbeitende in bahnspezifischen Schlüsselberufen. Die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführerführer (GDL) begannen am 9. November 2023. Der DB-Konzern legte in der ersten Runde ein Angebot vor, das u.a. eine Lohnerhöhung von 11 % beinhaltete. Die GDL führte danach einen ersten Warnstreik durch. Nach der zweiten Runde erklärte die GDL die Verhandlungen für gescheitert, führte einen zweiten Warnstreik durch und leitete die Urabstimmung ein. Eine Einigung konnte bis zum 31. Dezember 2023 nicht erzielt werden. Maßnahmen im Bereich Soziales DB Regio Schiene stellte in Zusammenarbeit mit der zentralen Rekrutierungsorganisation des DB-Konzerns 2.787 neue Mitarbeitende vom externen Arbeitsmarkt ein - darunter 1.136 zusätzliche Triebfahrzeugführer:innen, die vornehmlich durch die Funktionsausbildung qualifiziert wurden. Zudem bietet DB Regio eine eigene mehrjährige berufliche Erstausbildung an, die bei DB Regio Schiene 2023 von 797 neuen Auszubildenden begonnen wurde - davon 452 mit dem Ausbildungsberuf Eisenbahner:in im Betriebsdienst Lokführer/Transport. 179 Auszubildende haben im Berichtsjahr ihre berufliche Erstausbildung zum/r Triebfahrzeugführer:in abgeschlossen und wurden anschließend in eine Festanstellung übernommen. Bei DB Regio Straße wurden im Berichtsjahr knapp über 3.000 neue Mitarbeitende eingestellt, darunter rund 2.300 Busfahrer:innen. Im Bereich der Fahrpersonale wurden in 2023 zwei wichtige Digitalisierungsprojekte für alle Mitarbeitenden ausgerollt. Im Bereich Kundenbetreuer:in im Nachverkehr (KiN) wurde das Verfahren MOSAIK (Mobile StrAtegie Im NahverKehr) inklusive der neuen Hardware als neues mobiles Kontroll- und Verkaufsgerät deutschlandweit für alle KiN erfolgreich etabliert. Daneben wurde sowohl für die Triebfahrzeugführer:innen als auch die KiN ein neues Verfahren zur mobilen Schadmeldung unter dem Namen dLox ausgerollt. Ein weiterer wichtiger Meilenstein im Kompetenzausbau der Triebfahrzeugführer:innen war die Befähigung von insgesamt 240 Triebfahrzeugführer:innen in 2023 für das neue europäische Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System). In der Instandhaltung wurde in 2023 eine Rekrutierungsstrategie umgesetzt, die die Gewinnung von Fachkräften für die Werkstätten vom externen Arbeitsmarkt in den Fokus nimmt. Um sich bei der Gewinnung von Fachkräften außerdem zukunftsgerichtet aufzustellen, wird die Rekrutierungsstrategie durch die Etablierung des Mobilen Einsatzteams für die Instandhaltung (MET IH) und des Qualifikations- und Integrationszentrums (QUIZ) für internationale Fachkräfte ergänzt. Die Themen Vielfalt und Diskriminierung standen auch 2023 im Fokus. Mittels eines Train-the-Trainer Konzeptes ist es bei DB Regio Schiene gelungen, Diversity zum festen Bestandteil des jährlichen regelmäßigen Fortbildungsunterrichts für Triebfahrzeugführer:innen zu machen. Einen großen Beitrag für mehr Integration und Vielfalt bei DB Regio Straße leisteten die Antidiskriminierungs- und Diversityworkshops, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bahn-Sozialwerk und überwiegend Teamleitenden durchgeführt wurden. Ökologie Klimaschutz Der DB-Konzern will bis 2040 klimaneutral werden. Bei der Definition der Klimaneutralität hält sich der DB-Konzern an den Net-Zero-Standard der international anerkannten Science Based Targets initiative (SBTi) und folgt damit einem 1,5°C Pfad, zu dem sich der DB-Konzern 2022 bekannt hat. Zudem ist der DB-Konzern Teil der UN-Initiative Race to Zero. Um sein Klimaschutzziel zu erreichen, seine negativen Auswirkungen auf das Klima zu reduzieren und zukünftig ganz zu vermeiden, hat sich der DB-Konzern anspruchsvolle Etappenziele gesetzt:
Als Teil des DB-Konzerns trägt die DB Regio AG zur Erreichung der DB-Klimaziele bei. Spezifischer Energieverbrauch Im Berichtsjahr lag der, auf die Verkehrsleistung (in Pkm) normierte, spezifische Endenergieverbrauch auf der Schiene 31,7 % niedriger als im Referenzjahr 2006 (im Vorjahr: -23,8 % im Vergleich zu 2006). Grund hierfür sind deutliche Einsparungen im Bereich der Energieeffizienz, in erster Linie durch die Weiterentwicklung des Regioenergiesparsystems (RESY) und das Monitoring der energetischen Einsparungen. In der Sparte DB Regio Straße ging der spezifische Endenergieverbrauch bezogen auf Buskilometer (Bus-km) im Vergleich zu 2006 um 1,1 % zurück. Im Vorjahresvergleich hat sich der Rückgang damit leicht erhöht. (im Vorjahr: Rückgang um 0,4 %). Ausbau der Aktivitäten im Fahrgastmarkt Die DB Regio AG hat 2023 vielfältige Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs ergriffen. Dabei stand neben der Einführung des Deutschland-Tickets und der Neu- und Weiterentwicklung der Ersatzverkehre auch die Attraktivitätssteigerung der Flotte im Fokus. DB Regio bleibt auch in Bezug auf attraktive Fahrzeuge weiterhin Innovationstreiber der Branche. So ist im Juli 2023 ein von Grund auf neu konzipierter Doppelstockwaggon mit zahlreichen innovativen Gestaltungselementen und Funktionen bei der Südostbayernbahn auf der Strecke von München nach Mühldorf am Inn in Betrieb genommen worden. Dieser neu gestaltete Zug konnte nur dank der engen Zusammenarbeit mit Aufgabenträgern, Industrie, Projektbeteiligten und Zulassungsbehörden realisiert werden. Erste Marktforschungsergebnisse deuten auf ein stark verbessertes Fahrgasterlebnis und eine höhere Kundenzufriedenheit sowie Umsteigebereitschaft zum öffentlichen Personennahverkehr hin. Auch auf der Taunusstrecke zwischen Frankfurt und Limburg werden seit August 2023 sukzessive teilumgebaute Waggons in den Fahrgastbetrieb überführt. Übergreifendes Ziel ist es, durch innovative Konzepte die Regionalzüge noch attraktiver zu gestalten, um so noch mehr Menschen zum Umstieg auf klimafreundlichen Nahverkehr zu überzeugen. Auch bei den S-Bahnen schreitet die Modernisierung der Fahrzeuge voran. So wurde bei der S-Bahn Berlin die Auslieferung der neuen Baureihe 483/84 abgeschlossen. Für die S-Bahn München wurden 90 neue S-Bahn-Züge geordert. Diese werden einen neuen Standard für S-Bahn-Züge in Deutschland setzen. StrategieMit der Dachstrategie Starke Schiene des DB-Konzerns wurde ein größerer Rahmen geschaffen, der deutlich macht, wofür der DB-Konzern steht, und welche Richtung verfolgt wird. Zudem werden zentrale verkehrs- und klimapolitische Ziele der Bundesregierung in Angriff genommen. Der strategische Ansatz der Starken Schiene fußt darauf, dass Deutschland die selbst gesetzten Klimaziele nur erreichen wird, wenn es im kommenden Jahrzehnt gelingt, massiv Verkehr auf die Schiene zu verlagern. Im Rahmen der Starken Schiene konzentriert sich der DB-Konzern auf dieses Unterfangen: Für das Klima. Für die Menschen. Für die Wirtschaft. Für Europa. Ziel der Strategie Starke Schiene ist es, den DB-Konzern robuster, schlagkräftiger und moderner zu machen. Für jedes der drei Ausbaufelder wurden fünf zentrale Themen definiert. Hinzu kommt das Thema Grüne Transformation. Dies sind die sogenannten Ausbausteine. Zentrales Kriterium für die Auswahl der Ausbausteine ist ihre geschäftsfeldübergreifende Bedeutung für das DB-Konzernziel der Starken Schiene. In Summe ergeben sich daraus 16 für den DB-Konzern relevante Ausbausteine. Sie werden im Rahmen der Strategie durch geschäftsfeldspezifische Ausbausteine ergänzt. Im Berichtsjahr wurde die Strategie Starke Schiene des DB-Konzerns weiterentwickelt. Zur weiteren Fokussierung wurden Anpassungen am Zielsystem vorgenommen. Zudem werden einzelne Ausbausteine wurden neu aufgesetzt beziehungsweise Inhalte neu justiert. Die zentralen Ziele der Starken Schiene sind:
Alles, was der DB-Konzern tut, wird am Beitrag zu einer Starken Schiene gemessen. Das hat auch Auswirkungen auf die Beteiligungen des DB-Konzerns. Beteiligungen mit strategischer Bedeutung für die Starke Schiene werden als Finanzbeteiligungen weitergeführt. Gemeinsame operative Initiativen werden sich auf die Erzielung von Synergien innerhalb des integrierten Netzwerks konzentrieren. Beteiligungen ohne strategische Relevanz für die Starke Schiene werden auf den Prüfstand gestellt. Die Kernleistung von DB Regio besteht darin, täglich Millionen Reisende im Regionalverkehr sicher, pünktlich, komfortabel und umweltschonend zum gewünschten Ziel zu bringen und dabei die Vorgaben der jeweiligen Verkehrsverträge zu erfüllen. DB Regio orientiert sich an der Konzernstrategie Starke Schiene und übersetzt diese für den Nahverkehr. Der Nahverkehr wird dabei verkehrsträgerübergreifend verstanden und verbindet Schienenpersonennahverkehrs-, Bus-, On-Demand-, Sharing- und Pooling-Angebote zu nahtlosen Reiseketten. Im Jahr 2023 hat sich DB Regio zur Umsetzung dieser Vision und zur Erreichung der Verkehrsverlagerungsziele der Starken Schiene Strategie mit der Etablierung der beiden Mobilitätssäulen, DB Regio Schiene und DB Regio Straße sowie mit der Einrichtung eines übergreifenden Marketing-Ressorts organisatorisch neu aufgestellt. So setzt DB Regio künftig auf integrierte und raumbezogene Verkehrslösungen aus Straßen- und Schienenverkehr, um den Kund:innen durchgehende Alltagsmobilität von Tür zu Tür anzubieten. Im ersten Schritt setzt DB Regio dabei gemeinsam mit den Aufgabenträgern sogenannte Modellregionen auf, um die verkehrliche Wirkung von integrierten Mobilitätskonzepten in der Alltagsmobilität zu testen. Dabei fokussiert sich DB Regio überwiegend auf ländliche Regionen und Pendlerbeziehungen. 1. DB Regio Schiene: Die Sparte DB Regio Schiene ist im Kern dafür verantwortlich, einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten und die angebotene Qualität sowohl gegenüber den Aufgabenträgern als auch gegenüber den Fahrgästen zu verbessern. Unter der Federführung der Sparte trägt, als Gemeinschaftsprojekt mit den Regionen und der Personalgewinnung des Konzerns, insbesondere das Projekt "ST@R" (Starkes Team@Regio) zur Sicherstellung einer robusten Personalbestandsdeckung bei. Mit einem umfangreichen Maßnahmenportfolio werden dabei die Voraussetzungen zur Deckung der Rekrutierungsbedarfe geschaffen sowie Potenziale im Bestandsmanagement ausgeschöpft. Zu einer nachhaltigen Qualitätsverbesserung und einer insgesamten Aufwertung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) dienen vor allem moderne Fahrzeuge und eine zunehmende Nutzung der Möglichkeiten von Digitalisierung und Automatisierung in Betrieb und Instandhaltung. Dabei wird die Schienenfahrzeugflotte und Werkelandschaft kontinuierlich entlang der Anforderungen eines modernen Verkehrsmarktes weiterentwickelt. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 224 Fahrzeuge umgebaut und modernisiert. Der Schwerpunkt lag, mit rund 76 % aller im Berichtsjahr bei DB Regio umgebauten Fahrzeuge, auf der Modernisierung der S-Bahn-Flotte in Berlin sowie der Fahrzeuge für die Verkehrsverträge Elbe-Spree und Expressverkehr Nordostbayern. Zudem erfolgte durch die Sparte DB Regio Schiene die Bestellung von insgesamt über 100 Triebzügen, die in verschiedenen Netzen in ganz Deutschland eingesetzt und in den nächsten zehn Jahren ausgeliefert werden sollen. 2. DB Regio Straße: Im Rahmen des Pilotprojekts "SMILE24" ( S chlei- M obilität: i nnovativ, ländlich, e missionsfrei und 24/7) nimmt in der ländlich geprägten Schlei-Region in Schleswig-Holstein die bundesweit erste Modellregion für integrierte Alltagsmobilität ab April 2024 sukzessive Fahrt auf: Das Mobilitätsangebot umfasst erstmalig eine Kombination aus elektrischen Linienbussen, elektrischen On-Demand-Fahrzeugen sowie Mobilitätsstationen an größeren Bahnhöfen, aber auch auf sehr regional geprägten Umsteigepunkten auf dem Land. Best Practices aus diesem Projekt bezüglich des Fahrgastverhaltens können in der Folge auf die Angebotsgestaltung weiterer Modellregionen übertragen werden. Der Bedarf und die Anforderungen an den Schienenersatzverkehr nehmen mit dem geplanten Infrastruktursanierungskonzept und den daraus folgenden Streckensperrungen deutlich zu. DB Regio Straße hat somit den Schienenersatzverkehr konzeptionell weiterentwickelt und an die neuen Anforderungen angepasst. Der Neue Ersatzverkehr (NEV) umfasst drei Varianten:
Das Ziel ist, den Kund:innen eine gute Alternative zum privaten Pkw zu bieten und während der langen Streckensperrungen möglichst wenig Fahrgäste zu verlieren. Der NEV kam bereits während der Streckensperrung Nürnberg-Würzburg 2023 zum ersten Mal erfolgreich zum Einsatz. Hierfür wurden 70 neue NEV-Busse beschafft. 2024 wird sich DB Regio Straße mit Hochdruck auf die Durchführung von HEV für die Riedbahnstrecke vorbereiten, wo es ab Mitte Juli 2024 zu einer mehrmonatigen Sperrung infolge der von DB InfraGO durchgeführten Generalsanierung der Strecke kommen wird. Mit Angeboten der mobilen Infrastruktur bringt DB Regio Straße Dienstleistungen in ländliche Gebiete, dorthin wo Filialstrukturen bereits seit Jahren rückläufig sind. Im März 2023 wurde der erste Einzelhandelsbus in Kooperation mit REWE in Nordhessen gestartet. Seit November 2023 ist ein DB-Medibus (Busse mit ärztlicher Ausstattung) als mobile Post-COVID-Ambulanz im Freistaat Thüringen für zwei Jahre im Einsatz. Ein weiterer Medibus (Prototyp) ist seit Dezember 2023 als dauerhafte Spende in der Ukraine im Einsatz, um fehlende Krankenhausinfrastruktur mobil zu ergänzen. 3. Marketing-Maßnahmen: DB Regio agiert als Treiber und Gestalter einer integrierten Marktentwicklung und Branchenkommunikation für Schiene und Straße. Durch die verkehrsträgerübergreifende Perspektive leistet es einen Beitrag zur Verkehrswende, mit dem Ziel Marktpotenziale für DB Regio zu sichern und neue zu erschließen. Dabei setzt DB Regio gezielt auf Innovation und Digitalisierung. 2023 war der Startschuss der Brancheninitiative ZUKUNFT NAHVERKEHR: Unter dem Motto "Mobility is a human ride" startete DB Regio ein neues Branchenformat in Berlin, wo vom 4. bis 9. September 2023 mehr als 8.500 Entscheider:innen und Besucher:innen aus der Nahverkehrsbranche, Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zusammentrafen. Die Zukunft Nahverkehr rückte das Thema Mobilität als menschliches Grundbedürfnis in den Mittelpunkt und warb für einen fahrgastzentrierten sowie verkehrsträger- und anbieterübergreifend integrierten öffentlichen Personennahverkehr der Zukunft. Weitere InformationenInspektion und Austausch von Betonschwellen Seit Sommer 2022 läuft ein vorsorgliches Programm zur Inspektion und zum Austausch von Betonschwellen. Hintergrund des Programms ist das Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen am 3. Juni 2022. Nach derzeitigem Kenntnisstand waren schadhafte Betonschwellen Ursache des tragischen Unfalls. Direkt nach einem ersten Verdacht eines möglichen Herstellungsfehlers als Unfallursache hatte der DB-Konzern ein Sonderinspektionsprogramm für Betonschwellen durchgeführt. Zunächst waren hiervon rund 200.000 Betonschwellen einer bestimmten Bauart und eines bestimmten Herstellers betroffen. Zusätzliche materialtechnische Untersuchungen zeigten teilweise Unregelmäßigkeiten in der Materialbeschaffenheit der Betonschwellen dieses Herstellers. Weitere Detailuntersuchungen zeigen, dass eine bestimmte Gesteinsart, die zur Produktion der Betonschwellen genutzt wurde, mitursächlich für die Schäden gewesen sein könnte. Daraufhin hat der DB-Konzern im November 2022 weitere rund 130.000 Betonschwellen, für deren Herstellung die gleiche Gesteinsart verwendet wurde, bundesweit überprüft. Die Überprüfungen wurden auf weitere Hersteller ausgeweitet. Sind Betonschwellen bei Inspektionen auffällig, werden sie schnellstmöglich ausgewechselt. Um die Sicherheit im Bahnbetrieb zu gewährleisten, können die Züge bis zum Austausch in den betroffenen Streckenabschnitten nur mit geringerer Geschwindigkeit fahren. Teilweise muss der DB-Konzern Strecken auch schon vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten sperren. Der DB-Konzern hat zudem einen Kreis DB-interner und -externer Expert:innen eingerichtet, um mögliche weitere präventive Maßnahmen zur Inspektion und Instandhaltung von Betonschwellen fortlaufend zu prüfen. So hat der DB-Konzern im April 2023 die Regularien zur Überwachung von Betonschwellen nochmals verschärft. Erkenntnisse aus den bisherigen Inspektionen und Untersuchungen wurden zum Anlass genommen, um die bereits hohen Standards der bestehenden Inspektions- und Instandhaltungsprozesse weiter anzuheben. Demnach gelten künftig strengere Kriterien zur Klassifizierung schadhafter Betonschwellen, für deren Herstellung die identifizierte Gesteinsart verwendet wurde. Auch 2024 werden weiterhin präventiv schadhafte Betonschwellen ausgetauscht. Den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen ersetzt der DB-Konzern den tatsächlich eingetretenen Schaden, der im Zusammenhang mit dem Austausch von Betonschwellen und den daraus resultierenden Maßnahmen entsteht. 2023 hat die DB Netz AG (nunmehr: DB InfraGO AG) Zahlungen an DB-konzerninterne und -externe Kunden i.H.v. insgesamt 13,5 Mio. € vereinbart. Bahnhofsprogramm Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Konjunktur- und Handwerker:innenprogramm 2020 und 2021 wurde 2022 ein Programm zur Realisierung von Zukunftsbahnhöfen konzipiert, das derzeit bezüglich inhaltlicher Ausgestaltung und Finanzierung in Abstimmung mit den relevanten Partnern ist. Um einen leistungsfähigen, attraktiven Zugang zur Schiene zu gewährleisten und einen Beitrag zur Erreichung der verkehrspolitischen Ziele zu leisten, müssen Bahnhöfe gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen ganzheitlich entwickelt werden. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre wird deutlich, dass ganzheitliche Aufwertungs- und Entwicklungsmaßnahmen auch spürbare Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit haben. Das umfasst die eigentliche Verkehrsinfrastruktur, das Empfangsgebäude sowie die Anschlussmobilität und den Vorplatz. Die Maßnahmen sind auch erforderlich, um den hohen Nachholbedarf zu reduzieren. 2023 hat DB Netze Personenbahnhöfe mit Eigenmitteln begonnen, die ersten Bahnhöfe zu Zukunftsbahnhöfen zu entwickeln. Erstellung Fahrplan 2024 Für den Netzfahrplan 2024 sind rund 91.000 Trassenanmeldungen eingegangen (+ rund 2 %). Die Situation um die vorhandene Trassenkapazität ist daher noch einmal angespannter als Vorjahr zuvor. Dabei gab es auch Anmeldekonflikte, die dadurch gekennzeichnet sind, dass mehrere Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) denselben Zeit-Slot auf derselben Infrastruktur bestellt haben. Während die Anzahl der Anmeldekonflikte nur leicht stieg, hat sich die Anzahl der Kapazitätskonflikte auf insgesamt 111 ungefähr verdoppelt. Ein Kapazitätskonflikt entsteht im Rahmen baubedingter Einschränkungen, für die im Vorfeld die Kapazität auf die Verkehrsarten SPFV, SPNV und SGV verteilt wurde. Bei einem Kapazitätskonflikt werden für eine Verkehrsart mehr Trassen angemeldet als Kapazität vorhanden ist. Der Großteil der Kapazitätskonflikte im Fahrplan 2024 ist durch die Generalsanierung der Riedbahn entstanden. In der Folge mussten dadurch deutlich mehr Trassenanfragen abgelehnt oder eingekürzt werden als im Vorjahr (+ rund 51 %). Dass der Wettbewerb auf der Schiene weiter zunimmt, zeigen v.a. die Trassenanmeldungen von konzernexternen EVU. Ihr Anteil im SPFV hat sich um rund 43 % erhöht, obwohl die Anmeldungen des Sektors gleichzeitig nur um rund 14 % stiegen. Im SPNV stieg die Zahl der Anmeldungen konzernexterner EVU um rund 13 %. Auch im SGV sind konzernexterne EVU deutlich stärker gewachsen (+ 45 %) als der Gesamtmarkt (+ 12 %). Der Fahrplanprozess unterliegt einem sehr strengen regulatorischen Rahmen und wird von der BNetzA überwacht. Der Netzfahrplan für das Jahr 2023/2024 ist im November 2023 fristgerecht fertiggestellt worden. Vergaben im Schienenpersonennahverkehr In 2023 wurden Vergabeentscheidungen von SPNV-Leistungen mit einer jährlichen Betriebsleistung von 106 Mio. Trkm getroffen (im Vorjahr: 59 Mio. Trkm). Die Sparte DB Regio Schiene konnte sich von dem im Berichtsjahr entschiedenen jährlichen Leistungsvolumen 65 Mio. Trkm vertraglich sichern, was einer Vergabequote von 61 % entspricht (im Vorjahr: 51 %). Die Vergabeentscheidungen für das über die Laufzeit kontrahierte und damit abgesicherte Auftragsvolumen umfassten im Berichtsjahr insgesamt rund 867 Mio. Trkm (im Vorjahr: rund 715 Mio. Trkm), wovon die Sparte DB Regio Schiene 66 % (im Vorjahr: 56 %) für sich entschieden hat. Die Sparte DB Regio Schiene hat ihre Bestandsverkehre zu 83 % verteidigt. Außerdem wurden Leistungen von Wettbewerbern gewonnen und Mehrverkehre unter anderem aus größeren Ausschreibungsvolumina und Nachträgen zu Verkehrsverträgen generiert, so dass die Bestandsverkehre in Summe einen Zuwachs verzeichneten. Vergaben an die Sparte DB Regio Schiene 2023
1) gerundeter Wert Vergaben an andere EVU 2023
1) gerundeter Wert Vergaben im Straßenpersonennahverkehr Das neu ausgeschriebene Vergabevolumen im ÖSPV in Deutschland entsprach in etwa dem Vorjahr. Von den Auftraggebern wurden 139 Vergabeverfahren mit einer jährlichen Betriebsleistung von 94 Mio. Nutzkilometern (Nkm) vergeben. Darunter waren unter anderem Wonnegau/Altrhein und Moselschleifen. Die Sparte DB Regio Straße konnte sich von dem im Berichtsjahr entschiedenen jährlichen Leistungsvolumen 43 Mio. Nkm vertraglich sichern, das entspricht einer Vergabequote bezogen auf alle Ausschreibungen von 46 %. Die Sparte DB Regio Straße hat 63 % ihrer neu vergebenen Bestandsverkehre verteidigt und 37 % der vorher von Wettbewerbern erbrachten Leistungen gewonnen. NachtragsberichtTarifverhandlungen mit der GDL Im Januar 2024 legte der DB-Konzern der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführerführer (GDL) insgesamt zwei neue Angebote vor, trotzdem folgten zwei weitere GDL-Streiks. Am 27. Januar 2024 vereinbarten die Tarifpartner dann die Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und eine Friedenspflicht bis mindestens zum 3. März 2024. Chancen- und RisikoberichtMit den Geschäftsaktivitäten der DB Regio AG sind neben Chancen auch Risiken verbunden. Dabei zielt die Geschäftspolitik des DB-Konzerns sowohl auf die Wahrnehmung von Chancen als auch im Rahmen des Risikomanagements auf eine aktive Steuerung identifizierter Risiken. Die hierfür notwendige Informationsaufbereitung erfolgt bei der DB Regio AG im integrierten Risikomanagementsystem, das an den gesetzlichen Anforderungen ausgerichtet ist. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt. Chancen aus eigenen Maßnahmen oder verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt im Bereich der Verbesserung der Leistungs- und Servicequalität für unsere Kund:innen. Wir sehen hierin Chancen für zusätzliche Verbesserungen des Zuspruchs der Kund:innen. Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld könnte sich insgesamt besser entwickeln als bisher erwartet. Daraus resultierende Abweichungen würden sich positiv auf den DB-Konzern und seine Geschäftsfelder auswirken. Unsere strategische Ausrichtung und unsere Marktposition eröffnen uns hier Chancen, von einer positiveren konjunkturellen Entwicklung zusätzlich zu profitieren. Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung Risiken für die DB Regio AG liegen v.a. in den folgenden Bereichen :
Umfassendes Risikomanagementsystem Die Grundsätze des Risikomanagements werden von der Konzernleitung des DB-Konzerns vorgegeben und durch die DB Regio AG (und ihre Tochtergesellschaften) umgesetzt. Im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems wird dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der DB Regio dreimal jährlich berichtet. Für außerhalb des Berichtsturnus auftretende Risiken und Fehlentwicklungen besteht eine unmittelbare Berichtspflicht, Akquisitionsvorhaben unterliegen zusätzlich einer besonderen Überwachung. Im Risikomanagementsystem des DB-Konzerns wird die Gesamtheit der Risiken unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsgrenzen in einem Risikoportfolio sowie einer detaillierten Einzelaufstellung abgebildet. Die im Risikobericht erfassten Risiken sind kategorisiert und nach Eintrittswahrscheinlichkeiten klassifiziert. Die Analyse umfasst neben den möglichen Auswirkungen zugleich die Ansatzpunkte und die Kosten von Gegenmaßnahmen. Bewertung der derzeitigen Risikoposition Per 31. Dezember 2023 lagen die Risiko-Schwerpunkte der DB Regio für die Entwicklung im Folgejahr in den Bereichen Konjunktur, Markt & Wettbewerb, Produktion und Technik sowie Beschaffungs- und Energiemarkt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtrisikoposition im Berichtsjahr hauptsächlich durch Energiepreiseffekte verringert. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind die Tarifverhandlungen mit der GDL noch nicht abgeschlossen. Im Januar 2024 ist es bereits zu umfangreichen Streikmaßnahmen gekommen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im weiteren Verlauf der Tarifverhandlungen zu weiteren umfangreichen Streikmaßnahmen der GDL kommen wird. Als Ergebnis unserer Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sind auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken vorhanden. PrognoseberichtDie deutsche Wirtschaft sieht sich auch 2024 mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die Energiepreise werden 2024 voraussichtlich steigen, da staatliche Zuschüsse für Strom-Netzentgelte wegfallen, die CO 2 -Steuer steigt und die Mehrwertsteuer für Gas ab März 2024 wieder angehoben wird. Es wird für 2024 von einer stagnierenden deutschen Wirtschaftsleistung ausgegangen. Nachhaltige Veränderungen von Arbeitsformen (z.B. anhaltende Nutzung von mobilem Arbeiten) sowie die Substitution von Präsenzveranstaltungen durch Online-Formate haben sich während der Corona-Pandemie etabliert. Im Personenverkehr ist daher insgesamt noch nicht wieder von einer Rückkehr auf das Vor-Corona-Niveau auszugehen. Im Güterverkehr wird mit einer Stagnation gerechnet. Es wird davon ausgegangen, dass mittel- und langfristig die Treiber des Wachstums des öffentlichen Verkehrs weiter bestehen bleiben. Die klimapolitischen Ziele Europas und Deutschlands sind ohne eine Verkehrswende zugunsten des öffentlichen Verkehrs nicht erreichbar. Nachteile, die der straßengebundene Güter- und Personenverkehr mit sich bringen (z.B. Schadstoffbelastungen, hoher Flächenbedarf für Pkw, den viele Städte nicht mehr bereitstellen wollen), werden nach Überwindung der schwierigen Umfeldbedingungen auf der politischen Agenda wieder stärker an Bedeutung gewinnen. Beleg für den politischen Gestaltungswillen zugunsten klimafreundlicherer Verkehre sind u.a. die Fortführung des bundesweit gültigen Deutschland-Tickets sowie die angekündigten, sehr umfangreichen zusätzlichen Mittel des Bundes für die Schieneninfrastruktur zur Verbesserung der Qualität und Verfügbarkeit trotz einer angespannten Haushaltslage. Darum setzt der DB-Konzern die zur Umsetzung der Wachstumsziele der Strategie Starke Schiene erforderlichen Investitionen auch 2024 fort. Dies gilt insbesondere im Bereich der Infrastruktur. Konjunkturelle Aussichten Für Deutschland wird 2024 insgesamt eine Stagnation der Wirtschaftsleistung erwartet. Ein wesentlicher Treiber für diese auch im internationalen Vergleich unterdurchschnittliche Prognose ist die Erwartung, dass der Welthandel nur moderat steigen wird. Davon wird Deutschland infolge der hohen Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft besonders betroffen sein. Zudem begrenzt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Herbst 2023 zur Nutzung der Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds die fiskalischen Spielräume. Die deutliche Reduzierung staatlicher Ausgaben wird die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Leistung 2024 deutlich dämpfen. Außerdem sind Haushalte und Unternehmen mit großen Unsicherheiten konfrontiert, was zu einer Verschiebung von Ausgaben und Investitionen führen wird. Die Nachfrage nach deutschen Exporten wird sich 2024 nicht wesentlich beleben. Auch die 2023 stagnierende Baubranche wird sich 2024 nicht merklich erholen. Es wird jedoch erwartet, dass der private Konsum die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland infolge von relativ guten Lohnabschlüssen bei einem robusten Arbeitsmarkt sowie einer deutlich zurückgehenden Inflation im Jahresverlauf stimuliert. Voraussichtliche Entwicklung der relevanten Märkte Für den Schienenpersonenverkehr ist 2024 mit einem weiteren Verkehrsleistungszuwachs im Nah- und Fernverkehr zu rechnen. Der Fernverkehr dürfte dabei von Zugewinnen aus dem Luft- und Buslinienfernverkehr sowie einem ausgebauten Angebot und des Nahverkehrs insbesondere von der erstmalig ganzjährigen Wirkung des Deutschland-Tickets profitieren. Wir gehen davon aus, dass umweltfreundliche Verkehrsträger mit gezielten Maßnahmen zusätzlich gefördert werden. Unser Fokus liegt daher weiterhin auf dem Ausbau der Kapazitäten und somit auf der Verteidigung unserer starken Marktstellung sowie der Marktanteilssteigerung des Schienenverkehrs im intermodalen Wettbewerb. Im europäischen Personenverkehr wird die Entwicklung 2024 verkehrsträgerspezifisch und regional differenziert ausfallen. Eine progressive Klimapolitik der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten wird jedoch langfristig Motor für die Entwicklung klimafreundlicher, öffentlicher Mobilität, insbesondere des Schienenpersonenverkehrs, bleiben. Durch die Erholung der Nachfrage im öffentlichen Personennahverkehr, das steigende Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung sowie die gestiegene Attraktivität von On-Demand- und Last-Mile-Angeboten ist auch 2024 von einer steigenden Mobilitäts-App-Nutzung auszugehen. Zusätzliche Impulse sind durch die Fortführung des Deutschland-Tickets zu erwarten. Digitale Angebote werden bei zukünftigen Ausschreibungen im Nahverkehr eine immer wichtigere Rolle einnehmen und die klassischen Verkehre auf Schiene und Straße ergänzen. Der öffentliche Straßenpersonenverkehr wird 2024 voraussichtlich wachsen, leidet im Nahverkehr aber weiter unter Substitutionseffekten durch Pkw und Fahrrad. 2023 waren trotz großen Unsicherheiten aufgrund externer Einflüsse wie Krieg und Sanktionen keine Engpässe in den Lieferketten zu verzeichnen. Als Basisszenario für 2024 erwarten wir kaum physische Engpässe auf der Beschaffungsseite für den DB-Konzern. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Preise für Energie (Gas, Strom, Öl) vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs, des Gaza-Kriegs, aber auch der weiteren wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland entwickeln werden. Insgesamt wird mit einer weiteren Entspannung bei den Erzeugerpreisen gerechnet. Jedoch auf einem deutlich höheren Niveau als 2021 (u.a. vor Beginn des Ukraine-Kriegs). Speziell im Transportsegment wird ein Verharren auf dem derzeitigen Niveau aufgrund hoher Ölpreise und gestiegener Lohnkosten erwartet. Für den Bereich Energien wird die Intensität und Dauer des Winters in West-Europas bedeutend sein. Bei vollen Erdgasspeichern ist die Situation bei den Terminpreisen derzeit so entspannt wie zuletzt im Sommer 2021. Aufgrund der Abhängigkeit des Strompreises vom Preis für Erdgas wird dessen Entwicklung ebenfalls von der Intensität und Dauer des Winters abhängen. Für 2024 bestehen Unsicherheiten, ob sich die aktuell sinkende Inflationsrate auch in sinkenden Preisen widerspiegelt. Voraussichtliche Entwicklung wesentlicher Rahmenbedingungen Eine zentrale Rahmenbedingung für den Güter- und Personenverkehr ist die weltwirtschaftliche Entwicklung. Für 2024 ist hier eine leichte Dynamik im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten. Zudem sind für 2024 Veränderungen der Rahmenbedingungen für die Schiene in Deutschland infolge der Fortführung sowie Intensivierung der verkehrs- und klimapolitischen Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung (wie z.B. des Deutschland-Tickets, zusätzlicher Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur) zu erwarten. Im Juli 2024 startet die erste Generalsanierung in Deutschland mit der Sanierung der sog. Riedbahn (Bahnstrecke zwischen Frankfurt (Main) Stadion und Mannheim Hauptbahnhof). Die damit einhergehende Vollsperrung des Korridors für 5 Monate wird in 2024 zunächst negative Auswirkungen auf den Schienenverkehr haben: Fernverkehrs- und Güterzüge werden umgeleitet, dadurch entstehen längere Fahrzeiten. Im Nah- und Regionalverkehr sind Umleitungen nur begrenzt möglich. Anstelle von S- und Regionalbahnen kommen daher Busse zum Einsatz, zum Teil auch auf den Umleitungsstrecken. Auch darüber hinaus wird die Bautätigkeit im Netz 2024 und in den Folgejahren weiter auf einem sehr hohen Niveau liegen und zu spürbaren Belastungen für den Schienenverkehr führen. Voraussichtliche Entwicklung der DB Regio AG im Geschäftsjahr 2024 Die 2023 aufgetretenen Qualitätseinschränkungen durch bau- und störungsbedingte Kapazitätsengpässe in der Schieneninfrastruktur werden auch 2024 fortwirken. Die anstehende Generalsanierung der Riedbahn ist der erste Schritt zu einer Verbesserung der infrastrukturellen Situation. Aufgrund der durchgeführten und eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen rechnen wir insgesamt mit einer leichten Pünktlichkeitssteigerung im Vergleich zu 2023. In Bezug auf die Betriebsleistung wird eine leicht ansteigende Entwicklung erwartet. Maßgeblich dafür ist ein Zugewinn aus Vergabeentscheidungen. Für 2024 wird eine leicht positive Umsatzentwicklung aufgrund von Dynamisierungseffekten beim Bestellerentgelt erwartet. Insgesamt gehen wir von einem unveränderten Betriebsergebnis im Vergleich zu 2023 aus. Im Januar 2024 ist es bereits zu umfangreichen Streikmaßnahmen gekommen. Sollte es im weiteren Jahresverlauf zu weiteren Streikmaßnahmen der GDL kommen, wird dies voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung der DB Regio AG haben, die nicht in der aktuellen Prognose enthalten sind. Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend genannten Vorbehalten. Zukunftsbezogene Aussagen Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der DB Regio AG beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die DB Regio AG übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Die Gesellschaft unterliegt dem deutschen Handelsrecht. Sie ist wie folgt im Handelsregister eingetragen:
Der Jahresabschluss der DB Regio AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in der jeweils aktuell gültigen Fassung sowie der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind gesetzlich vorgesehene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert. Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben und Erläuterungen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die DB Regio AG betreibt neben Eisenbahnverkehr auch Serviceeinrichtungen in Form von Wartungseinrichtungen und Außenreinigungsanlagen im Sinne von Anlage 2 Nr. 2 Buchstaben e und f Eisenbahnregulierungsgesetz (ERegG). Damit sind die Pflichten zur getrennten Rechnungslegung nach § 12 Absatz 2 ERegG zu beachten. Im Übrigen wird auch auf die Anlage zum Anhang verwiesen. (1) Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände, mit Ausnahme geringwertiger Software im Einzelwert bis 2.000 €, sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Erworbene, im Einzelfall geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet. Aufgrund wesentlicher Projekte im Zusammenhang mit den Digitalisierungsaktivitäten wird im DB-Konzern einheitlich das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ausgeübt. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Im Berichtsjahr wurde bei der DB Regio AG selbsterstellte Software aktiviert. In Höhe des aktivierten Betrages (36 Mio. €; im Vorjahr: 22 Mio. €) ist gemäß § 268 Abs. 8 Satz 1 HGB eine potenzielle Abführungssperre entstanden. Allerdings stehen den zur Abführung gesperrten Beträgen ausreichend freie Rücklagen gegenüber. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Gemeinkosten und Abschreibungen sind auf Basis der bei normaler Beschäftigung und unter wirtschaftlichen Bedingungen anfallenden Kosten ermittelt. Bei selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen werden die Kosten für die Entwicklungsphase aktiviert. Unter Entwicklung ist hierbei die Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen für die Neuentwicklung von Gütern oder Verfahren oder deren Weiterentwicklung mittels wesentlicher Änderungen zu verstehen; im Fall selbst geschaffener Software werden die vor der Inbetriebnahme anfallenden Kosten für Customizing, Programmierung, Testen und Abnahme sowie Migration aktiviert. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Weiterhin wurde das Wahlrecht, angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einzubeziehen, nicht ausgeübt. Anschaffungspreisminderungen, die dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können, werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear "pro rata temporis". Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Geringwertige Anlagegegenstände im Einzelwert bis 2.000 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang ausgewiesen. Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten ausgewiesen, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, bei Hilfs- und Betriebsstoffen wird im Wesentlichen die Durchschnittsmethode angewandt (zu den Bestandteilen der Herstellungskosten siehe Erläuterungen zum Anlagevermögen). Risiken in den Beständen, die sich aus eingeschränkter Verwendbarkeit, langer Lagerdauer, Preisänderungen am Beschaffungsmarkt oder sonstigen Wertminderungen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Dazu werden Nettoforderungsbestände um auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basierende Prozentsätze wertberichtigt. Diese Prozentsätze beliefen sich zum 31. Dezember 2023 für die DB Regio AG im Bereich der Lieferungen und Leistungen auf 0,82 % für überfällige Forderungen und 0,11 % für nicht überfällige Forderungen. Für den Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände belief sich dieser Prozentsatz auf 0,19 %. Aufwendungen für Wertberichtigungen aufgrund von reklamationsbedingten Risiken (Preisstellung, Leistungserbringung u.ä.) werden im Regelfall als Erlösschmälerungen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Kassenbestände und Bankguthaben sind, sofern vorhanden, zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht im Einzelfall ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren, langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden zu verrechnen. Das Saldierungsgebot gilt auch für korrespondierende Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Schulden und aus der Bewertung dieser Vermögensgegenstände. Die zur Saldierung herangezogenen Vermögensgegenstände werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB vollständig zum beizulegenden Zeitwert auf der Basis von Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Für die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Verpflichtungen ist § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB einschlägig. Bei der DB Regio AG wird das Deckungsvermögen, das der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen (sog. Contractual-Trust-Arrangements 'CTA') dient, mit der entsprechenden Pensionsverpflichtung verrechnet. Saldiert werden auch die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Pensionsverpflichtungen (einschließlich der Erfolgswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinsfußes) und aus der Bewertung sowie den laufenden Erträgen des Deckungsvermögens. Der sich ergebende Saldo wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Da die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens dessen Zeitwert zum Bilanzstichtag übersteigen, ist aus der Bewertung des Deckungsvermögens kein abführungsgesperrter Ertrag entstanden. Die DB Regio AG hat darüber hinaus langfristig fällige Verpflichtungen aus Wertguthaben für Langzeitkonten. Diese werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den über eine Treuhandstruktur verwalteten Kapitalanlagen verrechnet. Aufgrund der stets korrespondierenden Wertentwicklung von Rückstellungen und Deckungsansprüchen sind keine abführungsgesperrten Erträge entstanden. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen berechnet. Für Altersversorgungsverpflichtungen in sog. Contractual-Trust-Arrangements 'CTA' werden Pensionsrückstellungen in Höhe des den Mindestverpflichtungsumfang übersteigenden Zeitwerts des Deckungsvermögens angesetzt. Erfolgswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinsfußes von Pensionsrückstellungen, für die kein Deckungsvermögen besteht, werden im Zinsergebnis erfasst. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Die Pensionsrückstellungen werden in Anlehnung an die Vereinfachungsvorschrift gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Bundesbank per September 2023 veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für Restlaufzeiten von 15 Jahren (1,82 %) abgezinst. Im Vergleich zur Abzinsung mit dem Sieben-Jahres-Durchschnittszins (1,75 %) ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag von 0 Mio. € (im Vorjahr: 1 Mio. €), der gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB nicht abführungsgesperrt ist. Die weiteren wesentlichen zum 31. Dezember 2023 angewendeten versicherungsmathematischen Parameter sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Die Rückstellungen für Altersteilzeit-, Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren (Anwartschaftsbarwertmethode) sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Dabei werden für die durchschnittliche Restlaufzeit der jeweiligen Verpflichtung fristenkongruente durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,04 % (Altersteilzeit), 1,37 % (Jubiläum) sowie 1,38 % (Sterbegeld) angewendet. Der Zinssatz zur Berechnung des Barwerts der Haftpflichtrenten beträgt 1,75 %. Die DB Regio AG hat Rückdeckungsversicherungsverträge zur Finanzierung unmittelbarer Pensionszusagen abgeschlossen. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden gemäß dem IDW Rechnungslegungshinweis "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" (IDW RH FAB 1.021) bewertet. Sofern eine (teilweise oder volle) Kongruenz zwischen den Zahlungsströmen aus der Pensionszusage und den Leistungen aus der Rückdeckungsversicherung vorliegt, erfolgt insofern auf der Aktiv- und der Passivseite der Bilanz eine korrespondierende Bewertung unter Anwendung des Deckungskapitalverfahrens mit Passivprimat. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung. Soweit Aufwendungen wahrscheinliche, aber ihrem Eintrittszeitpunkt nach unbestimmte Verpflichtungen gegenüber Dritten darstellen, werden sie unter den sonstigen Rückstellungen bilanziert. Die Bewertung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt; künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung berücksichtigt. Risiken für nicht abgeschlossene Schadensfälle und Prozesse werden grundsätzlich erst ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % erfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank, abgezinst. Aufwendungen und Erträge aus Änderungen des Abzinsungssatzes und Zinseffekte geänderter Schätzungen der Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft werden keine latenten Steuern bilanziert. Nicht in Bewertungseinheiten zusammengefasste Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten, -bankguthaben und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr sowie Kassenbestände in Fremdwährung werden bei ihrem Zugang mit dem Devisenkassamittelkurs ihres jeweiligen Entstehungszeitpunktes und im Jahresabschluss mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Entsprechende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit längeren Restlaufzeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs ihres jeweiligen Entstehungszeitpunktes umgerechnet, soweit nicht ein gesunkener oder gestiegener Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag eine Abwertung der Vermögensgegenstände oder Aufwertung der Verbindlichkeiten erforderlich gemacht hat. Der Zeitwert von Finanzinstrumenten, die in einem aktiven Markt gehandelt werden, ergibt sich aus dem Börsenkurs am Bilanzstichtag. Zur Ermittlung des Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, werden gängige Bewertungsmethoden, wie Optionspreis- oder Barwertmodelle, angewendet und Annahmen getroffen, die aufgrund der Marktbedingungen an den Bilanzstichtagen sachgerecht waren. Sofern bewertungsrelevante Parameter nicht direkt am Markt beobachtbar sind, werden Prognosen zu Hilfe genommen, denen vergleichbare, in einem aktiven Markt gehandelte Finanzinstrumente zugrunde liegen, die mit Auf- bzw. Abschlägen auf Basis historischer Daten versehen werden. Dabei wird der Mittelwert aus Geld- und Briefkurs verwendet. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Beteiligungsunternehmen der DB AG. Die Tätigkeit der zugewiesenen Beamt:innen im DB-Konzern beruht auf einer gesetzlichen Zuweisung im Rahmen des Eisenbahnneuordnungsgesetzes (ENeuOG), Art. 2 § 12. Für die Arbeitsleistung der zugewiesenen Beamt:innen erstattet die DB Regio AG dem Bundeseisenbahnvermögen (BEV) die Kosten, die anfallen würden, wenn anstelle der zugewiesenen Beamt:innen Tarifkräfte als Arbeitnehmende beschäftigt werden würden (Als-ob-Abrechnung). Deshalb werden die dem BEV erstatteten Personalkosten der zugewiesenen Beamt:innen aufgrund der wirtschaftlichen Betrachtungsweise unter den Personalaufwendungen ausgewiesen. Anfallende Aufwendungen für Abfindungszahlungen werden im Personalaufwand ausgewiesen, da es sich regelmäßig um Entgelte für im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses geleistete Dienste handelt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Abweichend von der in § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung werden die sonstigen Steuern nicht unter dem hierfür vorgesehenen Posten Nr. 16 erfasst, da es sich hierbei um Kostensteuern handelt. Diese werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz(2) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Der gemäß § 285 Nr. 22 HGB auszuweisende Gesamtbetrag der Entwicklungskosten beträgt 16 Mio. € (im Vorjahr: 14 Mio. €), von denen 16 Mio. € (im Vorjahr: 14 Mio. €) in den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert wurden. Im Berichtsjahr erhaltene Investitionszuschüsse in Höhe von 1 Mio. € (im Vorjahr: 3 Mio. €) sind von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagen abgesetzt. Im Geschäftsjahr wurden in Höhe von 5 Mio. € (im Vorjahr: 1 Mio. €) außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen - im Berichtsjahr im Wesentlichen bei Werkstätten und im Vorjahr bei Fahrzeugen - vorgenommen. Außerdem wurden im Vorjahr immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 2 Mio. € außerplanmäßig abgeschrieben. Es bestehen bei einzelnen Lieferbeziehungen eigenständige Schuldanerkenntnisse zur Erfüllung des Bestellobligos, denen Ansprüche in gleicher Höhe, abgesichert durch Bürgschaften von Banken und Versicherungen, gegenüberstehen. Dadurch ergibt sich eine Bilanzverlängerung von insgesamt 121 Mio. € (im Vorjahr: 293 Mio. €) bei den Posten "Geleistete Anzahlungen" bzw. "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen". (3) Vorräte
Wertberichtigungen zur Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips und Reichweitenabschläge sind in Höhe von 57 Mio. € (im Vorjahr: 57 Mio. €) gebildet. Im Berichtsjahr wurden Materialien mit einem Lagerwert von 3 Mio. € (im Vorjahr: 1 Mio. €) verschrottet. Unter den Waren sind im Vorjahr Schienenfahrzeuge in Höhe von 136 Mio. € ausgewiesen worden, die nur vorübergehend im Bestand der DB Regio AG waren. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände aus insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken belaufen sich auf 5 Mio. € (im Vorjahr: 1 Mio. €). Einzelwertberichtigungen für strittige Forderungen sind in Höhe von 47 Mio. € (im Vorjahr: 47 Mio. €) gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Gesellschafterin DB AG mit 1.709 Mio. € (im Vorjahr: 1.515 Mio. €). Davon bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin DB AG aus dem kurzfristigen Cash-Pooling in Höhe von 363 Mio. € (im Vorjahr: 1.380 Mio. €), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 Mio. € (im Vorjahr: 1 Mio. €), Forderungen aus umsatzsteuerlicher Organschaft in Höhe von 5 Mio. € (im Vorjahr: 8 Mio. €) sowie im Berichtsjahr Darlehensforderungen in Höhe von 1.300 Mio. € und Forderungen aus Zinsen in Höhe von 4 Mio. €. Außerdem sind in Höhe von 36 Mio. € (im Vorjahr: 126 Mio. €) Forderungen aus Verlustübernahme enthalten. Insgesamt beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen 173 Mio. € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (im Vorjahr: 79 Mio. €) sowie 114 Mio. € (im Vorjahr: 20 Mio. €) Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr eine Darlehensforderung in Höhe von 3 Mio. € gegen ein Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht, vollständig einzelwertberichtigt. Die sonstigen Vermögengegenstände betragen 51 Mio. € (im Vorjahr: 86 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 3 Mio. € (im Vorjahr: 5 Mio. €) und Forderungen aus der ÖPNV-Branchenlösung in Höhe von 11 Mio. € (im Vorjahr: 70 Mio. €). Außerdem sind im Berichtsjahr Forderungen aus Energie- und Mineralölsteuererstattungen in Höhe von 16 Mio. € sowie Forderungen aus Zuschüssen in Höhe von 10 Mio. € enthalten. Im Vorjahr erfolgte die Bilanzierung der Forderungen aus der ÖPNV-Branchenlösung unter Berücksichtigung individueller Rückzahlungsrisiken sowie einer pauschalen Berücksichtigung etwaiger weiterer Risiken im Hinblick auf die endgültige Abrechnung in Höhe von 9 Mio. €. Die Ermittlung der Abschläge erfolgte in Höhe von 15 % auf den um individuelle Risiken verminderten Bewilligungsbetrag. (5) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Abgrenzungen für vorausbezahlte Fahrzeugmieten sowie Vorauszahlungen an die Unfallversicherung Bund und Bahn (UVB). (6) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der DB Regio AG beträgt 410 Mio. €. Das Grundkapital ist eingeteilt in 82 Mio. auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Die Anteile werden vollständig von der DB AG gehalten. (7) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt per 31. Dezember 2023 unverändert 1.417 Mio. €. In die Kapitalrücklage wurde der Betrag eingestellt, um den der in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 1999 anzusetzende Wert der Sacheinlage, der im Rahmen der Ausgründung von der DB AG erbracht wurde, das Grundkapital überstiegen hat. (8) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen betreffen die im Rahmen der Erstanwendung des BilMoG vorgenommene Neubewertung von Rückstellungen zum 1. Januar 2010. Der Betrag aus Auflösungen und Abzinsungen von Rückstellungen in Höhe von insgesamt 11 Mio. € wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB unmittelbar in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (9) Rückstellungen
Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 5 Mio. € zugeführt (im Vorjahr: 0 Mio. €); 2 Mio. € (im Vorjahr: 3 Mio. €) wurden im Rahmen von Personalübergängen an verbundene Unternehmen übertragen. Mit der DB AG besteht seit dem Jahr 2012 eine Vereinbarung zum schuldbefreienden Schuldbeitritt der DB AG mit Erfüllungsübernahme im Innenverhältnis bezüglich bestimmter von der DB Regio AG an ihre Mitarbeitenden erteilter Pensionszusagen. Im Gegenzug hat die DB Regio AG eine Zahlung in Höhe des nach handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen ermittelten Barwerts der Pensionsverpflichtungen geleistet. Die Vereinbarung des Schuldbeitritts gilt auch für die Zukunft. Dem entsprechend erfasst die DB Regio AG den Dienstzeitaufwand des laufenden Jahres (15 Mio. €; im Vorjahr: 14 Mio. €) und leistet für die Schuldübernahme eine Zahlung in gleicher Höhe an die DB AG. Der Schuldbeitritt umfasst auch die im Rahmen von konzerninternen Mitarbeitendenübergängen übertragenen Pensionsverpflichtungen. Die dabei von der DB Regio AG an die aufnehmenden Gesellschaften geleisteten Zahlungen für die Übernahme der vom Schuldbeitritt erfassten Pensionsverpflichtungen werden im Zuge der Schuldübernahme von der DB AG erstattet (2 Mio. €; im Vorjahr: 3 Mio. €). Die vom Schuldbeitritt erfassten Pensionsrückstellungen werden bei der DB AG bilanziert. Die DB Regio AG und die DB AG haften für alle bisherigen und zukünftigen Ansprüche der Pensionsberechtigten der Gesellschaft als Gesamtschuldner. Die ähnlichen Verpflichtungen enthalten durch die Arbeitnehmenden finanzierte Pensionsverpflichtungen (Deferred Compensation) in Höhe von 19 Mio. € (im Vorjahr: 19 Mio. €). Aufgrund des bestehenden umsatz- und ertragsteuerlichen Organschaftsverhältnisses berücksichtigen die Steuerrückstellungen ausschließlich Lohnsteuerrisiken. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Der Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Abrechnungen von Verkehrsleistungen resultiert unter anderem aus den besonderen Abrechnungsverfahren zur Erstattung der Fahrgeldeinbußen durch Bund und Länder im Zusammenhang mit der Einführung des Deutschland-Tickets (D-Ticket) zum 1. Mai 2023. Durch die damit verbundene Ausgleichsmechanik ergibt sich auch in Netto-Verträgen bis auf weiteres ein maximaler Fahrgeldanspruch für die Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die Höhe des Anspruchs ist aus der "Muster-Richtlinie zum Ausgleich nicht gedeckter Ausgaben im öffentlichen Personennahverkehr im Zusammenhang mit dem D-Ticket im Jahr 2023" vom 20. März 2023 abzuleiten. Dies hat zur Folge, dass die über den definierten maximalen Fahrgeldanspruch hinaus gehenden Fahrgeldeinnahmen an die Aufgabenträger zurückzuzahlen sind. Hierfür wurden im Berichtsjahr Rückstellungen in Höhe von 173 Mio. € gebildet. Ein weiterer Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Abrechnungen von Verkehrsleistungen ist im Berichtsjahr auf Überzahlungen aufgrund von Energiepreisgleitklauseln zurückzuführen. Im Vorjahr wurden diese in den erhaltenen Anzahlungen bilanziert. Da es sich hierbei nicht um erhaltene Anzahlungen handelt, die planmäßig zu Umsatz führen, sondern um Überzahlungen, wurde der Ausweis im Jahr 2023 geändert und ein Betrag von 142 Mio. € aus den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in die sonstigen Rückstellungen umgegliedert. Darüber hinaus resultiert der Zuwachs aus Pönale-Verpflichtungen aufgrund von Zugausfällen, Verspätungen und Qualitätsmängeln, die insbesondere durch die umfangreichen Baumaßnahmen im Bereich der Infrastruktur, durch erhöhte Krankenstände und die Streiktage im Rahmen von Arbeitskampfmaßnahmen bedingt waren. Ein Teilbetrag von 175 Mio. € (im Vorjahr: 235 Mio. €) entfällt auf Rückzahlungsrisiken für bereits erhaltene Zahlungen aus der ÖPNV-Branchenlösung. Aufgrund der anhaltend hohen Inflation und steigenden Kosten für Personal und Instandhaltung erfolgten Zuführungen zu den Rückstellungen für Drohverluste aus Verkehrsverträgen in Höhe von 32 Mio. € (im Vorjahr: 52 Mio. €). Die Verpflichtungen im Personalbereich betreffen vor allem Freizeitansprüche, Altersteilzeitverpflichtungen, Tantiemen und Jubiläumszuwendungen. Die übrigen Risiken fassen alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten zusammen. Bei der DB AG ist zentral eine Rückstellung für Archivierungskosten sowie für Kosten künftiger Betriebsprüfungen gebildet. Das im Rahmen von Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen bestehende Deckungsvermögen wird in Höhe von 19 Mio. € (beizulegender Zeitwert; Anschaffungskosten 22 Mio. €) mit den korrespondierenden Pensionsverpflichtungen (19 Mio. €) verrechnet. Das im Rahmen der Wertguthaben für Langzeitkonten bestehende Treuhandvermögen (48 Mio. € beizulegender Zeitwert; 46 Mio. € Anschaffungskosten) wird mit der korrespondierenden Rückstellung (48 Mio. €) verrechnet. (10) Verbindlichkeiten
Im Vorjahr enthielten die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Preisgleitungen und Finanzierungsbeiträge der Länder für Beförderungsleistungen in Folgeperioden, die seit dem Berichtsjahr unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden. Es bestehen bei einzelnen Lieferbeziehungen eigenständige Schuldanerkenntnisse zur Erfüllung des Bestellobligos, denen Ansprüche in gleicher Höhe, abgesichert durch Bürgschaften von Banken und Versicherungen, gegenüberstehen. Dadurch ergibt sich eine Bilanzverlängerung von insgesamt 121 Mio. € (im Vorjahr: 293 Mio. €) bei den Posten "Geleistete Anzahlungen" bzw. "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen". Im Vorjahr enthielten die sonstigen Verbindlichkeiten verzinsliche Verbindlichkeiten aus Kaufpreiszahlungen in Höhe von 188 Mio. €, die im Berichtsjahr nach Erfüllung der zugrundeliegenden Lieferverträge erloschen sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Gesellschafterin DB AG mit 1.572 Mio. € (im Vorjahr: 1.777 Mio. €). Davon bestehen mittel- bis langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1.155 Mio. € (im Vorjahr: 1.508 Mio. €), kurzfristige Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von 353 Mio. € (im Vorjahr: 208 Mio. €), Zinsabgrenzungen in Höhe von 12 Mio. € (im Vorjahr: 15 Mio. €), Verbindlichkeiten im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von 33 Mio. € (im Vorjahr: 26 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 19 Mio. € (im Vorjahr: 20 Mio. €). Insgesamt sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, 228 Mio. € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (im Vorjahr: 283 Mio. €) sowie 75 Mio. € (im Vorjahr: 283 Mio. €) Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme enthalten. (11) Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält überwiegend abgegrenzte Einnahmen aus der Vermietung von Fahrzeugen, Verkehrsverträgen, Zeitkarten und Semestertickets. Hiervon haben 281 Mio. € (im Vorjahr: 232 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
(12) Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit der DB AG für in Höhe von 477 Mio. € (im Vorjahr: 453 Mio. €) bestehende, nach handelsrechtlichen Vorschriften bewertete Verpflichtungen gegenüber ihren Pensionsberechtigten, einschließlich Organmitgliedern. Auf ehemalige Organmitglieder entfällt ein Betrag von 7.493 T€ (im Vorjahr: 4.280 T€). Mit einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung ist nicht zu rechnen, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen durch die DB AG voraussichtlich erfüllt werden können. (13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Leasingraten in Höhe von 240 Mio. € gezahlt (im Vorjahr: 200 Mio. €). Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden wie folgt fällig:
Unter den anderen Drittschuldverhältnissen werden zudem Verpflichtungen aus der Übernahme von erwarteten Verlusten im Rahmen von Ergebnisabführungsverträgen während deren unkündbarer Restlaufzeit in Höhe von bis zu 44 Mio. € (im Vorjahr: 49 Mio. €) ausgewiesen. Diese betreffen ausschließlich das Jahr 2024. (14) Finanzinstrumente Die DB Regio AG setzt derivative Finanzinstrumente (Swaps) zur Absicherung von Dieselpreisrisiken ein. Die Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich durch die DB AG mit externen Kontrahenten (Banken) abgeschlossen und innerhalb des Konzernverbunds weitergereicht (Spiegelgeschäfte). Die Grundgeschäfte realisieren die regionalen Busgesellschaften. Das Volumen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte beträgt 17.844 t Diesel (im Vorjahr: 20.052 t Diesel). Sämtliche Energiepreissicherungen beziehen sich auf den künftigen Energieverbrauch, dabei wird das zu sichernde Volumen auf Basis der geplanten Verkehrsleistungen der regionalen Busgesellschaften prognostiziert. Hierbei wird auf die Verbrauchshistorie zurückgegriffen. Die Nominalwerte der eingesetzten Commodity-Dieselderivate betragen zum Stichtag 31. Dezember 2023 12 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €). Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte enden zwischen 2024 und 2027. Die negativen Marktwerte der schwebenden Geschäfte wurden im Berichtsjahr in Höhe von 1 Mio. € als Drohverlustrückstellung unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(15) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse aus Verkehrsverträgen enthalten 1.253 Mio. € (im Vorjahr: 1.062 Mio. €) Fahrgelderlöse, die auf die Ansprüche auf Bestellerentgelte im Rahmen von Bruttoverträgen anzurechnen sind. Davon betreffen 42 Mio. € (im Vorjahr: 62 Mio. €) Fahrgelderlöse aus Vorjahren. Die Umsatzerlöse enthalten Umsatzerlöskorrekturen für Vorjahre in Höhe von 306 Mio. € (im Vorjahr: 241 Mio. €). Aus der unter den sonstigen Rückstellungen beschriebenen Ausgleichsmechanik für das D-Ticket ergaben sich im Berichtsjahr negative Umsatzerlöskorrekturen von 48 Mio. €. (16) Andere aktivierte Eigenleistungen Die unter dieser Position ausgewiesenen Leistungen betreffen in Höhe von 6 Mio. € (im Vorjahr: 5 Mio. €) Leistungen für das Anlagevermögen und in Höhe von 2 Mio. € (im Vorjahr: 3 Mio. €) aufgearbeitete Fahrzeugkomponenten, deren Bestand unter den Vorräten ausgewiesen ist. (17) Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus Zuschüssen der öffentlichen Hand beinhalten Erträge im Zusammenhang mit der temporären Einführung des 9-Euro-Tickets in den Monaten Juni bis August 2022 und der Corona-Pandemie (ÖPNV-Branchenlösung) in Höhe von 108 Mio. € (im Vorjahr: 332 Mio. €), von denen 108 Mio. € (im Vorjahr: 77 Mio. €) Vorjahre betreffen. Derartige Zuschüsse wurden der DB Regio AG im Wesentlichen für die Aufrechterhaltung des Personennahverkehrs gewährt. Zudem sind im Berichtsjahr Erträge im Zusammenhang mit der Einführung des Deutschland-Tickets zum 1. Mai 2023 in Höhe von 19 Mio. € und Erträge im Zusammenhang mit dem Sturmtief "Bernd" in Höhe von 22 Mio. €, welche in voller Höhe Vorjahre betreffen, enthalten. In den übrigen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 9 T€ (im Vorjahr: 12 T€) enthalten. Die Erträge aus Schadenersatz und Kostenerstattungen resultieren aus den abgeschlossenen Vergleichen gegenüber der Fahrzeugindustrie (Mängel an Fahrzeugen bzw. verspätete Auslieferung von Fahrzeugen). Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen mit 18 Mio. € (im Vorjahr: 14 Mio. €), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit 9 Mio. € (im Vorjahr: 14 Mio. €), Erträge aus Schadenersatz mit 57 Mio. € (im Vorjahr: 25 Mio. €), Erträge aus Zuwendungen mit 0 Mio. € (im Vorjahr: 9 Mio. €) sowie Erträge aus Zuschüssen der öffentlichen Hand in Höhe von 108 Mio. € (im Vorjahr: 77 Mio. €), von denen 47 Mio. € (im Vorjahr: 5 Mio. €) aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren und 4 Mio. € (im Vorjahr: 14 Mio. €) aus Bescheiden für das Geschäftsjahr 2020, 30 Mio. € (im Vorjahr: 58 Mio. €) aus Bescheiden für das Geschäftsjahr 2021 sowie im Berichtsjahr 27 Mio. € aus Bescheiden für das Geschäftsjahr 2022, die im Jahr 2023 eingegangen sind. Außerdem werden im Berichtsjahr Erträge im Zusammenhang mit dem Sturmtief "Bernd" in Höhe von 22 Mio. € ausgewiesen. Im Vorjahr waren zudem Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen mit 16 Mio. € enthalten. (18) Materialaufwand
Die für selbsterstellte Anlagen bezogenen Lieferungen und Leistungen sind im Materialaufwand erfasst. Die Aktivierung im Anlagevermögen erfolgt über andere aktivierte Eigenleistungen. Die von der Bundesregierung bis zum 31. Dezember 2023 gewährte Subvention zur Abfederung von Preissteigerungen beim Strom ("Strompreisbremse") hat sich für die DB Regio im Berichtsjahr mit 87 Mio. € aufwandsmindernd auf den Bezug von Strom ausgewirkt. (19) Personalaufwand
* auch Zahlungen für Unterstützung z.B. ehemaliger Betriebsangehöriger und Hinterbliebener (20) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Von den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen 11 T€ (im Vorjahr: 15 T€) "Sonstige Steuern" und 11 T€ (im Vorjahr: 19 T€) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. (21) Beteiligungsergebnis
(22) Zinsergebnis
Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDer Aufbau der Kapitalflussrechnung folgt grundsätzlich den Empfehlungen des vom Deutschen Standardisierungsrat des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) entwickelten Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 (DRS 21) Kapitalflussrechnung. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach den Bereichen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Innerhalb des Mittelflusses aus laufender Geschäftstätigkeit wird auch der Cashflow vor Steuern ausgewiesen. (23) Finanzmittelfonds Der Finanzmittelbestand umfasst den in der Bilanz ausgewiesenen Bestand an Zahlungsmitteln. Dieser beträgt 3 T€ (im Vorjahr: 3 T€). In den Finanzmittelbestand sind definitionsgemäß die Forderungen gegen die DB AG aus dem Cash-Pooling in Höhe von 363 Mio. € (im Vorjahr: 1.380 Mio. €) und im Berichtsjahr Darlehensforderungen gegen die DB AG aus Finanzmittelanlagen in Höhe von 1.300 Mio. € nicht einbezogen. Sonstige Angaben(24) Mitteilung nach § 20 AktG Die DB AG, Berlin, hat der DB Regio AG am 26. August 2016 nach § 20 AktG mitgeteilt, dass sie alleinige Aktionärin ist. (25) Konzernzugehörigkeit Die DB Regio AG ist Tochterunternehmen der DB AG, Berlin, und wird in den für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschluss der Deutsche Bahn AG, Berlin, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen. Dieser wird entsprechend den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den dazu nach § 315e Abs. 1 HGB ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss der DB AG wird im Unternehmensregister bekannt gemacht und ist unter www.unternehmensregister.de erhältlich. Entsprechend den Befreiungsregelungen des § 291 HGB hat die DB Regio AG keinen Teilkonzernabschluss aufgestellt. (26) Anteilsbesitz Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz ist dem Anhang als Anlage beigefügt. (27) Beschäftigte
* auch Auszubildende im Praktikum inbegriffen Die Zahl der Mitarbeitenden wird innerhalb des DB-Konzerns zur besseren Vergleichbarkeit in Vollzeit-Personen ausgewiesen. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeitende werden demnach entsprechend ihrem Anteil an der tariflichen Jahresarbeitszeit in Vollzeitkräfte umgerechnet. Beamt:innen sind der DB Regio AG kraft Art. 2 § 12 Eisenbahnneuordnungsgesetz (ENeuOG) zugewiesen worden. Sie arbeiten für die DB Regio AG, ihr Dienstherr ist das Bundeseisenbahnvermögen (BEV). (28) Mitglieder und Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:
Im Geschäftsjahr 2024 zum Vorstand bestellt wurde:
Als Aufsichtsratsmitglieder waren bestellt:
* Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmenden
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfallen auf sechs (im Vorjahr: fünf) Vorstandsmitglieder, die einen Arbeitsvertrag mit der DB Regio AG haben, und bestehen aus einer fixen Grundvergütung in Höhe von insgesamt 1.371 T€ (im Vorjahr: 1.333 T€), einer erfolgsabhängigen Jahrestantieme in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 750 T€) und einem langfristigen Bonusprogramm mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage (Long-term Incentive Plan). Die Gesamtbezüge umfassen daneben auch sonstige Zusagen sowie Nebenleistungen. Aufgrund der im Kalenderjahr 2023 erhaltenen Entlastungssumme von mehr als 50 Mio. € wurden dem Vorstand entsprechend den Regelungen des § 37a StromPBG für das Kalenderjahr 2023 weder Boni noch andere variable oder vergleichbare Vergütungsbestandteile unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen noch über das Festgehalt hinausgehende Vergütungsbestandteile im Sinne des § 87 AktG gewährt. Vor dem 1. Januar 2023 vereinbarte, beschlossene oder entstandene, bis zum Ablauf des 31. Dezember 2022 nicht ausgezahlte Boni oder andere variable oder vergleichbare Vergütungsbestandteile unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen oder über das Festgehalt hinausgehende Vergütungsbestandteile im Sinne des § 87 AktG wurden im Kalenderjahr 2023 nicht ausgezahlt. Den Mitgliedern des Vorstands wurden im Berichtsjahr keine Kredite und Vorschüsse gewährt. Über die im Rahmen des Schuldbeitritts der DB AG zu den Pensionsverpflichtungen eingegangenen Haftungsverhältnisse hinaus wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen. (29) Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der DB AG enthalten sind. (30) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nummer 33 HGB liegen nicht vor. (31) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Das negative Ergebnis nach Steuern wird aufgrund eines mit der DB AG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von dieser übernommen.
Frankfurt am Main, den 19. Februar 2024 DB Regio AG Der Vorstand Evelyn Palla Ulrike Haber-Schilling Ralph Rohde Dr. Arne Schneemann Dr. Jan Schilling Harmen van Zijderveld Entwicklung des AnlagevermögensDB Regio Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
* Von den Zugängen des Postens "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" betreffen 39 Mio. € (im Vorjahr: 293 Mio. €) sowie von den Abgängen 211 Mio. € (im Vorjahr: - Mio. €) Ansprüche aus eigenständigen Schuldanerkenntnissen zur Erfüllung von Bestellobligos. Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
1 Einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände und Finanzanlagen. 2 Im Vorjahr saldiert mit noch nicht ertragswirksamen Einzahlungen. 3 Bereinigt um zahlungsunwirksamen Abgang von Vorräten (136 Mio. €, Vorjahr 290 Mio. €). Aufstellung des Anteilsbesitzes DB Regio Aktiengesellschaft(gemäß § 285 Nr. 11 HGB)
1 Angaben entsprechen Vollzeitpersonen (Endbestand; ohne Auszubildende und Dual-Studierende) 2 Angaben entsprechen Bilanzierung nach IFRS 3 Angaben entsprechen Bilanzierung nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen (bei EAV-Gesellschaften nur bezogen auf Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag) 4 Daten für Geschäftsjahr 2022 5 Daten für Geschäftsjahr 2021 6 Daten für Geschäftsjahr 2020 Bilanz zum 31. Dezember 2023des Tätigkeitsbereichs "Erbringen von Verkehrsleistungen"Aktiva
Bilanz zum 31. Dezember 2023des Tätigkeitsbereichs "Betrieb von Serviceeinrichtungen"Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023des Tätigkeitsbereichs "Erbringen von Verkehrsleistungen"
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023des Tätigkeitsbereichs "Betrieb von Serviceeinrichtungen"
Erläuterungen zur getrennten Rechnungslegung der BereicheErbringen von Verkehrsleistungen und Betrieb von Serviceeinrichtungen gemäß § 12 Absatz 2 ERegGFür die DB Regio AG besteht die Verpflichtung aus § 12 Absatz 2 ERegG, die Bereiche Eisenbahnverkehr und Serviceeinrichtungen in ihrer Rechnungslegung zu trennen und je Tätigkeitsbereich eine nach handelsrechtlichen Grundsätzen aufzustellende zusätzliche Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang ihres Jahresabschlusses aufzunehmen. Definition der BereicheDie DB Regio AG ist in folgende Bereiche zu segmentieren:
Zum Bereich Serviceeinrichtungen gehören bei der DB Regio AG die Wartungseinrichtungen zur routinemäßigen betriebsnahen Fahrzeuginstandhaltung sowie die Außenreinigungsanlagen (Anlage 2 Nummer 2 Buchstaben e und f ERegG). Methodik und Zuordnungsregeln im Rahmen der TrennungsrechnungDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die den Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der Tätigkeitsbereiche zugrunde liegen, wurden gegenüber dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der DB Regio AG grundsätzlich nicht verändert. Änderungen von Postenausweisen gegenüber dem Jahresabschluss wurden vorgenommen, wenn einem Ausweisposten aus Sicht des jeweiligen Tätigkeitsbereichs ein anderer Charakter zukommt. Hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses der DB Regio AG verwiesen. Die einzelnen Tätigkeiten der Bereiche Erbringen von Verkehrsleistungen und Betrieb von Serviceeinrichtungen werden über getrennte Konten geführt und buchhalterisch so dargestellt, als ob sie von rechtlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt worden wären. Die dadurch zu den originären Geschäftsvorfällen hinzukommenden fiktiven Leistungsbeziehungen werden so abgebildet, wie dies zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen üblich ist. Die Zuordnung der Aktiva und Passiva sowie der Aufwendungen und Erträge auf die Bilanz- und GuV-Posten der Tätigkeitsbereiche erfolgt, soweit möglich, direkt. Sofern dies nicht möglich oder mit einem unvertretbar hohen Aufwand verbunden wäre, wird eine Zuordnung anhand von sachgerechten Schlüsseln (im Wesentlichen Anlagen- und Personalschlüssel) vorgenommen. Sachliche Bezüge zwischen Bilanz- und GuV-Posten sind durch die Verwendung von identischen Schlüsseln bei der Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten sowie der korrespondierenden Aufwands- und Ertragsposten berücksichtigt. Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzAnlagevermögen Die Zuordnung des Anlagevermögens erfolgt direkt über separate Kontierungen (vgl. im Einzelnen die getrennten Anlagenspiegel in dieser Anlage). Im Berichtsjahr wurden von den Zugängen im Anlagevermögen im Verkehrsbereich 1 Mio. € (im Vorjahr: 3 Mio. €) und im Servicebereich 0 Mio. € (im Vorjahr: 0 Mio. €) Investitionszuschüsse abgesetzt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen den Bereich Verkehr mit 0 Mio. € (im Vorjahr: 3 Mio. €) und den Servicebereich mit 5 Mio. € (im Vorjahr: 0 Mio. €). Vorräte Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden ausschließlich in den Werkstätten gelagert und sind daher im Bereich Serviceeinrichtungen ausgewiesen. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden sachverhaltsbezogen auf den Verkehrs- und Servicebereich aufgeteilt. Die Waren werden ausschließlich dem Verkehrsbereich zugeordnet, da hier Schienenfahrzeuge ausgewiesen werden, die nur vorübergehend im Bestand der DB Regio AG sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die zum 31. Dezember 2023 bestehenden Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind getrennt nach den beiden Tätigkeitsbereichen in nachfolgender Übersicht enthalten.
Im Bereich der Serviceeinrichtungen werden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zusätzlich zu den Forderungen aus den originären Geschäftsvorfällen um die Forderungen aus der Erbringung von Instandhaltungsleistungen für den Verkehrsbereich pauschal in Höhe eines durchschnittlichen Monatsumsatzes erhöht (59 Mio. €; im Vorjahr: 57 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden im Bereich Serviceeinrichtungen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zusätzlich zu den Forderungen aus den originären Geschäftsvorfällen in Höhe des Betrages der Ergebnisabführung für den Bereich Verkehr um 33 Mio. € erhöht. Im Vorjahr wurden im Bereich Verkehr die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zusätzlich zu den Forderungen aus den originären Geschäftsvorfällen in Höhe des Betrages der Ergebnisabführung für den Bereich Serviceeinrichtungen um 3 Mio. € erhöht. Zugeordnetes Eigenkapital Bei der erstmaligen Zuordnung der Aktiva und Passiva zu den Tätigkeitsbereichen im Geschäftsjahr 2013 wurde die jeweils entstehende Residualgröße aus zugeordneten Vermögensgegenständen und Schulden im Eigenkapital des Tätigkeitsbereichs einheitlich unter der Position "Zugeordnetes Eigenkapital" erfasst und aufgrund des Stetigkeitsgrundsatzes beibehalten. Aufgrund unterschiedlicher Zuordnungen bzw. Schlüsselungen bei Bestands- und Erfolgskonten entstehen differierende Jahresergebnisse in den Bilanzen bzw. den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden Tätigkeitsbereiche. Die Differenzen in den Bilanzen der Tätigkeitsbereiche werden in einem Ausgleichsposten erfasst und sind gesondert im Eigenkapital des jeweiligen Tätigkeitsbereichs ausgewiesen. Rückstellungen Personalbezogene Rückstellungen werden den beiden Tätigkeitsbereichen über die Anzahl der jeweiligen Mitarbeitenden zugeordnet. Alle Steuerrückstellungen und übrigen sonstigen Rückstellungen werden sachverhaltsbezogen analysiert und direkt zugewiesen. Verbindlichkeiten Die zum 31. Dezember 2023 bestehenden Verbindlichkeiten sind getrennt nach den beiden Tätigkeitsbereichen in nachfolgender Übersicht enthalten.
Im Verkehrsbereich werden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusätzlich zu den Verbindlichkeiten aus den originären Geschäftsvorfällen um die Verbindlichkeiten aus dem Bezug von Instandhaltungsleistungen des Servicebereichs pauschal in Höhe eines durchschnittlichen Monatsaufwands erhöht (59 Mio. €; im Vorjahr: 57 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden im Bereich Verkehr die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusätzlich zu den originären Geschäftsvorfällen in Höhe der Ergebnisabführung für den Bereich Verkehr um € 33 Mio. erhöht. Im Vorjahr wurden im Bereich Serviceeinrichtungen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusätzlich zu den Verbindlichkeiten aus den originären Geschäftsvorfällen in Höhe des Betrages der Ergebnisabführung für den Bereich Serviceeinrichtungen um 3 Mio. € erhöht. Die für Investitionen aufgenommenen langfristigen Kredite werden entsprechend dem direkt zugeordneten Sachanlagevermögen geschlüsselt. Haftungsverhältnisse Die gesamtschuldnerische Haftung mit der DB AG in Höhe von 477 Mio. € (im Vorjahr: 453 Mio. €) für bestehende Verpflichtungen gegenüber ihren Pensionsberechtigten betreffen den Bereich Verkehr i.H.v. 407 Mio. € (im Vorjahr: 386 Mio. €) und den Bereich Serviceeinrichtungen in Höhe von 70 Mio. € (im Vorjahr: 67 Mio. €). Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Verkehrsbereichs resultieren aus der Personenbeförderung sowie aus Leistungen im Transportbereich sowie Erträgen aus Vermietung und übrigen Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse des Servicebereichs setzen sich zusammen aus den Instandhaltungsleistungen für andere DB-Konzernunternehmen und Dritte (47 Mio. €; im Vorjahr: 50 Mio. €), aus Erstellungsleistungen für den Verkehrsbereich (6 Mio. €; im Vorjahr: 5 Mio. €), aus Instandhaltungsleistungen für den Verkehrsbereich (710 Mio. €; im Vorjahr: 685 Mio. €) sowie zusätzlich aus sonstigen Leistungen für den Verkehrsbereich wie Vermietung und Personalausleihe (17 Mio. €; im Vorjahr: 15 Mio. €). Diese ergänzen die Umsatzerlöse aus den übrigen originären Geschäftsvorfällen (38 Mio. €; im Vorjahr: 37 Mio. €). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen im Verkehrsbereich sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 8 T€ (im Vorjahr: 12 T€) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge im Servicebereich beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 T€ (im Vorjahr: 0 T€). Materialaufwand Die vom Servicebereich bezogenen Instandhaltungsleistungen (710 Mio. €; im Vorjahr: 685 Mio. €) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung des Verkehrsbereichs als Instandhaltungsaufwand ausgewiesen. Im Materialaufwand des Servicebereichs werden Aufwendungen (287 Mio. €; im Vorjahr: 263 Mio. €), die im Jahresabschluss der DB Regio AG unter dem Instandhaltungsaufwand erfasst sind, als Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe (282 Mio. €; im Vorjahr: 256 Mio. €) und bezogene Leistungen (5 Mio. €; im Vorjahr: 7 Mio. €) ausgewiesen, da es sich aus Sicht des Servicebereichs um Materialverbrauch der Fertigung handelt. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung im Verkehrsbereich beinhalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 49 Mio. € (im Vorjahr: 45 Mio. €). Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung im Servicebereich enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 8 Mio. € (im Vorjahr: 8 Mio. €). Sonstige betriebliche Aufwendungen Soweit in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine direkte Zuordnung der Aufwendungen auf die beiden Tätigkeitsbereiche nicht möglich ist, erfolgt eine Schlüsselung über die Anzahl der im Jahresdurchschnitt in den beiden Tätigkeitsbereichen eingesetzten Mitarbeitenden. Im sonstigen betrieblichen Aufwand werden im Verkehrsbereich 17 Mio. € (im Vorjahr: 15 Mio. €) im Wesentlichen aus Mietaufwendungen und Personalausleihungen zugesetzt. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern für den Verkehrsbereich i.H.v. 2 T€ (im Vorjahr: 6 T€) und im Servicebereich i.H.v. 9 T€ (im Vorjahr: 9 T€) angefallen. Darüber hinaus sind im Verkehrsbereich 10 T€ (im Vorjahr: 18 T€) und im Servicebereich 1 T€ (im Vorjahr: 1 T€) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung angefallen. Beteiligungsergebnis Weil die Finanzanlagen dem Verkehrsbereich zugeordnet sind, betrifft das Beteiligungsergebnis ebenso ausschließlich den Verkehrsbereich.
Zinsergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sowie die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden unter Verwendung des Sachanlagenschlüssels auf die beiden Tätigkeitsbereiche verteilt. Soweit diese Erträge und Aufwendungen personalbezogene Rückstellungen betreffen, wird für die Schlüsselung die Anzahl der im Jahresdurchschnitt in den jeweiligen Tätigkeitsbereichen eingesetzten Mitarbeitenden verwendet.
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Hinsichtlich der Ergebnisverwendung wird unterstellt, dass die Tätigkeitsbereiche jeweils einen eigenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der DB AG abgeschlossen haben und die ansonsten auszuweisenden Jahresüberschüsse der Tätigkeitsbereiche an diese abgeführt bzw. Jahresfehlbeträge der Tätigkeitsbereiche von dieser übernommen werden. Anlagevermögen zum Tätigkeitsbereich "Erbringen von Verkehrsleistungen"
* Zugänge des Postens "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" i.H.v. 39 Mio. € (Vorjahr: 293 Mio. €) sowie dazugehörige Abgänge i.H.v. 211 Mio. € (Vorjahr: - Mio. €) betreffen Ansprüche aus eigenständigen Schuldanerkenntnissen zur Erfüllung von Bestellobligos. Anlagevermögen zum Tätigkeitsbereich "Betrieb von Serviceeinrichtungen"
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DB Regio Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DB Regio Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DB Regio Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 19. Februar 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Guido Tamm, Wirtschaftsprüfer ppa. Martin Both, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023der DB Regio AGSitzungen des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat trat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu vier ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung zusammen. In zwei Fällen wurden Beschlüsse auf der Grundlage eines schriftlichen Verfahrens gefasst. In seinen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über die wirtschaftliche Lage der DB Regio AG und ihrer Beteiligungsunternehmen, die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die beabsichtigte Geschäftspolitik ausführlich informiert. Der Aufsichtsrat befasste sich umfassend mit der Arbeit des Vorstands sowie der Lage und Entwicklung des Unternehmens. Er beschäftigte sich eingehend mit den Geschäftsvorfällen, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen seiner Zustimmung unterliegen. Ein Aufsichtsratsmitglied hat im Berichtsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen in vollem Umfang teilgenommen. Der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats trat zu acht Sitzungen zusammen. In den Sitzungen wurden in vertieften Aussprachen die jeweiligen Schwerpunktthemen der Aufsichtsratssitzungen vorbereitet. Im Übrigen beriet der Präsidialausschuss über die personellen Angelegenheiten des Vorstands und setzte sich eingehend mit der neuen Vergütungsstruktur sowie den persönlichen Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder auseinander. Die Vorstandsangelegenheiten wurden abschließend im Aufsichtsrat beraten und beschlossen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand laufend in Verbindung mit dem Vorstand, insbesondere mit dessen Vorsitzender und wurde über alle wichtigen geschäftspolitischen Entwicklungen informiert. Arbeitsschwerpunkte In seiner Sitzung am 15. März 2023 hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 und der aktuellen Lage befasst. Er nahm die Mittelfristplanung 2023-2027 zur Kenntnis. Zudem hat der Aufsichtsrat die Einrichtung des Vorstandsressorts Marketing beschlossen. Herr Dr. Jan Schilling wurde mit Wirkung zum 1. April 2023 zum Mitglied des Vorstands, zuständig für das Ressort Marketing, bestellt. Schwerpunkt der Sitzungen des Aufsichtsrats am 6. Juni 2023 und am 13. September 2023 war die Berichterstattung zur aktuellen Lage der DB Regio AG. In seiner Sitzung am 30. November 2023 hat der Aufsichtsrat die Budgetplanung 2024 einschließlich der Investitions- und Projektplanung, die Mittelfristplanung 2024 - 2028, die Veränderungen gegenüber der vorhergehenden Planung sowie die langfristigen strategischen Ziele der DB Regio AG zur Kenntnis genommen. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit der methodischen Weiterentwicklung der Vergütungsstruktur für die Vorstandsmitglieder. Der Aufsichtsrat bestellte Herrn Harmen van Zijderveld mit Wirkung zum 1. Februar 2024 zum Mitglied des Vorstandes, zuständig für das Ressort Schiene. Herr Dr. Arne Schneemann wurde mit Wirkung zum 1. Dezember 2023 zum Vorstandsmitglied, zuständig für das Ressort Regio Straße, bestellt. In seiner außerordentlichen Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat mit Angelegenheiten des Vorstands. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich im Jahr 2023 eingehend mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und verfolgte die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Er wurde über die Vorbereitungen, die Verkaufs- und Nachfragezahlen und die betrieblichen Auswirkungen des Deutschlandtickets informiert. Der Aufsichtsrat befasste sich intensiv mit der Betriebsqualität und der Personallage im Unternehmen und nahm die ergriffenen Maßnahmen zu deren Verbesserung zur Kenntnis. Tätigkeitsschwerpunkt war auch die Befassung mit der weiteren Sanierung und dem Transformationskurs der Sparte Straße. Der Aufsichtsrat ließ sich über integrierte Mobilitätsangebote und neue Konzepte für den Schienenersatzverkehr unterrichten. Die Berichterstattung zum internen Kontrollsystem und die Risikoberichterstattung wurden zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat führte eine Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch. Jahresabschluss Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht der DB Regio AG zum 31. Dezember 2023 wurde von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüferin gewählten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Des Weiteren hat die Abschlussprüferin im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikomanagementsystem gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) geprüft und keine Einwände erhoben. Der Bericht der Abschlussprüferin wurde in der Bilanzsitzung am 13. März 2024 in Gegenwart der Wirtschaftsprüfer, die die Prüfungsberichte unterzeichnet haben, umfassend beraten. Die Wirtschaftsprüfer berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Prüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der DB Regio AG für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Verlust wurde aufgrund des mit der Deutschen Bahn AG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ausgeglichen. Der Jahresabschluss der DB Regio AG für das Geschäftsjahr 2023 wurde gebilligt und ist damit festgestellt. Veränderungen in der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand Der Aufsichtsrat gedenkt Herrn Frank Klingenhöfer, Mitglied des Vorstandes, der am 2. Oktober 2023 verstorben ist. Herr Oliver Terhaag legte sein Mandat als Vorstandsmitglied mit Ablauf des 31. Dezember 2023 nieder. Frau Manuela Herbort schied mit Ablauf des 31. Oktober 2023 aus dem Aufsichtsrat aus. Ihr folgte mit Wirkung zum 1. November 2023 Frau Nicole Mommsen nach. Der Aufsichtsrat spricht Frau Herbort und Herrn Terhaag seinen Dank für ihre engagierte und konstruktive Arbeit aus. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeitenden sowie den Belegschaftsvertretenden der DB Regio AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen für ihren im Geschäftsjahr 2023 geleisteten Einsatz.
Frankfurt am Main, im März 2024 Für den Aufsichtsrat Dr. Richard Lutz, Vorsitzender Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 13. März 2024 festgestellt. |
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