Kurt Zecher GmbH
Görlitzer Straße 2, 33098 Paderborn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Krause Blum seit 16.3.2026 | Prokura |
Jörg Rohde seit 9.3.2012 | Prokura |
Thomas Eisner seit 4.4.2007 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 5 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kurt Zecher GmbHPaderbornJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Gliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Kurt Zecher GmbH ist als Zulieferer der Druckindustrie und des Druckmaschinenbaus global tätig. Im Einzelnen beliefern wir folgende systemrelevante Branchen im Bereich der Druckindustrie: - Labeldruck - flexible Verpackung - Wellpappe-Vordruck, Wellpappendirektdruck - Coating - Zeitungsdruck - Offset-Veredelung - Produktion von Non-woven-Materialien Unser Geschäftsschwerpunkt liegt in der Herstellung und ressourcenschonenden Aufarbeitung von Rasterwalzen zum Farbübertrag in Druckmaschinen. Weitere Dienstleistungen erbringen wir mit galvanischen Lohnveredelungen u.a. durch Oberflächen-Verchromung an geometrisch hochkomplexen Bauteilen für Blaskopf Extruder. Zu unserem Kundenstamm zählen wir namhafte Druckereien, Markenartikler und Maschinenbauunternehmen der Druckbranche. 2. Forschung und Entwicklung Durch die enge Bindung an unsere Kunden wird uns ermöglicht, gemeinsam mit unseren Kunden eine innovative, praxisorientierte Anwendungstechnik im Bereich des Druck- und Veredelungsprozesses durchzuführen. Natürlich werden in diesem Zusammenhang die wirtschaftlichen und technologisch-qualitativen Anforderungen des Kunden immer berücksichtigt. Unsere Innovationskraft liegt im hochqualifizierten Team, das die einzelnen Anwendungsprozesse beim Kunden begleiten und somit individuell unterstützen kann. Zu diesem Zweck sind in unserem Hause zwei Mitarbeiter ausschließlich mit den Themen drucktechnische Anwendungen und lasertechnische Weiterentwicklung angestellt. Ein Schwerpunkt unter anderen ist die Erarbeitung eines Substitutionsplans für Chrom VI. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Marktentwicklung der Druckindustrie wird weiterhin von dem Trend beeinflusst, umweltgerechte, teils kompostierbare Verpackungen anzubieten. Diese Entwicklung wird immer stärker vom Markt, sowie vom Gesetzgeber forciert. Endkunden, Markenartikler und Handelsketten sind gefordert, diesen Anforderungen unter Berücksichtigung der Lebens- und Hygienevorschriften zu genügen. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren nochmals verschärft. Nach der Corona Pandemie sind die Produktionskapazitäten noch nicht in vollem Umfang wiederhergestellt. Die anhaltende Kriegssituation in Europa ist weiterhin präsent und hat in verschiedenen Bereichen maßgeblichen Einfluß auf die Entwicklung der Wirtschaft. Die Energiepolitik, die damit verbundenen Preissteigerungen, nationale - und EU-Auflagen sowie der akute Fachkräftemangel erschweren die Zukunftsentwicklung der Industrie. Eine weitere hohe Unsicherheit für die Entwicklung der Industrie ergibt sich durch die weltwirtschaftlichenSpannungen zwischen einzelnen Ländern, Überproduktionen von Volkswirtschaften (z.B. China) und der innenpolitischen Entwicklung. 2. Geschäftsverlauf Das Umsatzziel 2023 konnte um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die rückläufige Kaufzurückhaltung aus 2022 beeinflusste einen Teil der Entwicklung 2023. Die Umsatzerlöse erhöhten sich nach den vorliegenden Erkenntnissen wie erwartet gegenüber dem Vorjahr um 5,3%. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 0,469 Mio Euro. Den Geschäftsverlauf im Jahr 2023 konnte man auf Grund der gegebenen Umstände als relativ stabil bezeichnen, da man auch im 1.Quartal 2023 die staatlichen Mittel zur Regulierung des Ergebnisses und Sicherung der Arbeitsplätze genutzt hat. Die Prozessoptimierungen wurden trotz der Einschränkungen weiter durchgeführt. Zur Ergebnisverbesserung bleiben die Kostenstrukturen und Produktionsoptimierungen im Fokus. 3. Lage Ertragslage Die Ergebnisquellen haben sich nicht verändert, es handelt sich weiterhin um die Fertigung und den Vertrieb von Rasterwalzen im Bereich der flexiblen Verpackung. Zusätzlich ist noch ein geringer Anteil der technischen Hartverchromung für den Ertrag verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2023 erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %. Der Exportanteil veränderte sich auf 51,4 % (Vorjahr 50,2%) des Gesamtumsatzes. Der größte Anteil des Exportumsatz fand im Drittlandsgeschäft statt, hierbei gab es eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 4,6%. Die Lieferungen an Kunden in der EU stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,7%. In der Fertigung waren die Auslastungsgrade 2023 entsprechend des Umsatzes und der Anwesenheit der Mitarbeiter gut. Mit TEUR 305 wurde ein positives Betriebsergebnis erzielt. Das Ergebnis nach Steuern liegt bei TEUR 303 (Vorjahr TEUR -167). Finanzlage Unsere Finanzlage ist, wie im Vorjahr, weiterhin als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, stets alle Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 83,9 % (Vorjahr 84,2 %) und damit deutlich über dem Branchendurchschnitt. Es bestanden im Geschäftsjahr 2023 keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die bereitgestellte Kontokorrentkreditlinie wurde nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen wie im Vorjahr 3,6 % der Bilanzsumme. Mit Eigenmitteln wurden die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 562 (Vorjahr EUR 422) realisiert. Für das folgende Geschäftsjahr sind weitere Ersatz- und Neuinvestitionen geplant. Im Bereich der Finanzanlagen werden TEUR 3.025 aus den liquiden Mitteln über eine Vermögensverwaltung in Investmentfonds verwaltet. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich bis auf die Anlage der liquiden Mittel gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir weiterhin für stabil. Resultierend aus einem solventen und langjährigen Kundenstamm, sind Forderungsausfälle die Ausnahme. Neukundengeschäfte werden landesüblich abgesichert. Die Gesellschaft finanziert sich im kurzfristigen Bereich überwiegend aus dem Barvermögen. Bei den finanziellen Vermögenswerten werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen, sofern ein Ausfall- oder Bonitätsrisiko erkennbar ist. Das vorhandene Debitorenmanagement trägt zur Minimierung der Ausfallrisiken bei. Durch eine funktionierende Warenkreditversicherung werden die Risiken zusätzlich abgesichert. Jede Geschäftsanbahnung von Neukunden wird von einer Bonitätsprüfung begleitet. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzentwicklung und Betriebsergebnis heran. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % gestiegen und entsprach den vorliegenden Umständen nicht vollständig unserer Planung. Das Betriebsergebnis hat sich zum Vorjahr um TEUR 365 erhöht und entsprach der Prognose für das Geschäftsjahr. III. Prognosebericht Ziel im laufenden Geschäftsjahr 2024 ist es, den Jahresüberschuss aus dem Jahre 2021 durch gezielte Maßnahmen wieder annähernd zu erreichen. Das 1. Quartal 2024 verlief im Vergleich zum Vorjahr etwas besser. Der Geschäftsverlauf 2024 wird durch politische Entscheidungen seitens der EU und nationalen Vorgaben sowie wirtschaftlichen Verflechtungen stark beeinflusst. Die kontinuierliche Optimierung der Fertigungsplanung wird die erhaltenen Aufträge unter der optimalen Auslastung aller Ressourcen, vor allem der Mitarbeiter, kundenorientiert fertigen. Der Bereich Beschaffung ist ein wichtiger Baustein in unserer Unternehmensentwicklung. Wir zählen auf gute Lieferantenbeziehungen und auf qualitativ hochwertige Produkte. Darüber hinaus werden strategisch wichtige Lieferanten weiterhin auditiert um sicherzustellen, dass die Performance der einzelnen Lieferanten auch zukünftig unseren Ansprüchen genügt. Unseren Zahlungsverpflichtungen werden wir auch zukünftig fristgerecht nachkommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die geopolitische Lage im Umfeld des Ukraine-Russland Konfliktes ist nicht mehr das einzige Risiko. Hinzu kommen erschwert die Konflikte einzelner Nationen, sowie Auflagen und Vorschriften aus der Europäischen Union. Ferner ist auch festzustellen, dass die Überproduktionen von Produkten aus dem asiatischen Markt die heimischen Märkte überfluten. Die Geschäftsführung der Firma Zecher versucht dem durch die Erschließung bislang ungenutzter Marktpotenziale, sowie einer optimierten Marktbearbeitung entgegenzuwirken. Trotz dieser Bemühungen bestehen mittelfristige Risiken. Ertragsorientierte Risiken Den ertragsorientierten Risiken durch die Reduzierung des Auftragseinganges wird durch eine straffere Durchlaufplanung und eine optimierte Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden Ressourcen weiter Rechnung getragen. Der Arbeitsplatzsicherung wird weiterhin hohe Priorität eingeräumt. Umsatzrückgänge sollen durch natürliche Fluktuation und Altersteilzeitmodelle kompensiert werden. Die Wettbewerbsrisiken sind wie in den Vorjahren allgegenwärtig und verändern sich laufend. Wir werden daher weiterhin auf die Optimierung unserer Vertriebs-, Produktions- und Administrationsprozesse Wert legen, um die vorhandenen Marktanteile zu erhalten und auszubauen. Das aktuelle rasante Fortschreiten der Digitalisierung in einzelnen Bereichen wird weiterhin Einfluss auf Strukturen und Kosten nehmen. Finanzwirtschaftliche Risiken Auch das finanzwirtschaftliche Risiko wird durch die geopolitischen Ereignisse gezeichnet. Die aktuell gute Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens kann das Risiko einen gewissen Teil selbst und darüber hinaus mit staatlicher Unterstützung eine Zeit überbrücken. Engpässe zeichnen sich zurzeit keine ab. 2. Chancenbericht Trotz der geopolitisch schwierigen Situation können wir mit erweiterten Vertriebsaktivitäten in der Kommunikation zum Kunden und in der Zusammenarbeit mit Partnern weiteres Marktpotenzial erschließen. Die Qualifikation und die hohe Flexibilität der Mitarbeiter bekommen immer mehr Gewicht und bringen weiteres Potenzial zur Ergebnisverbesserung. 3. Gesamtaussage Die künftige Entwicklung der Kurt Zecher GmbH wird stark durch die Dauer und Intensität des militärischen Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine beeinflusst. Auswirkungen wie behördliche Auflagen, steigende Rohstoffpreise, massiv gestörte Logistikketten und damit verbundene Beschaffungsrisiken, Lohnforderungen sowie die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal sind weiterhin präsent. Der Fokus der Anstrengungen liegt aktuell auf der Sicherstellung einer Grundauslastung der Produktion, dem Erhalt der finanziellen Stabilität des Unternehmens sowie der Weiterbeschäftigung aller Mitarbeiter. Die aktuelle weltwirtschaftliche Entwicklung, insbesondere die der Europäische Union wird das Geschäftsmodell für eine noch nicht absehbare Zeit stark beeinflussen. Der Fokus der Anstrengungen der Kurt Zecher GmbH liegt in der Verbesserung der aktuellen Auftragssituation und Lieferketten, um mögliche negative Ergebnisse abzuwenden. Das Bestreben der Kurt Zecher GmbH liegt weiterhin in der Stabilisierung und dem Abwenden eines negativen Betriebsergebnisses. Als oberstes Ziel gilt die Sicherung von Beschäftigungsverhältnissen. Der Fortbestand der Gesellschaft ist aktuell nicht gefährdet. Zu dieser Einschätzung gelangt man durch die langfristig stabile finanzielle Lage, den nicht existenten Bankverbindlichkeiten, sowie eine hohe Eigenkapitalquote. Das aktuelle Risiko wird beobachtet und geeignete Gegenmaßnahmen werden eingeleitet.
Paderborn, den 30.05.2024 gez. Rüdiger Wand, Geschäftsführer Thomas Eisner, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023KURT ZECHER GMBH, PADERBORNAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Firma der Gesellschaft lautet Kurt Zecher GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter HRB 858 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Paderborn. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei Betriebsvorrichtungen wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 5 und 19 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen liegt zwischen 2 und 20 Jahren. Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen 2 und 20 Jahren. Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für den seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleich bleibenden Bestand an Diamanten und galvanischen Bädern wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen, Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Unfertige Erzeugnisse, deren Verkäuflichkeit infolge längerer Lagerung eingeschränkt ist, wurden mit dem Teilwert nach einer Gängigkeitsstafel bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 2,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden mit den versicherungsmathematisch ermittelten Aktivwerten angesetzt. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt auf Basis von individuellen Leistungszusagen. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem PUCM-Verfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre von 1,74 % angesetzt. Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Bei Vorliegen von Rückdeckungsversicherungen mit gleichlaufenden Zahlungsströmen wurde der Wertsatz gem. IDW RH FAB 1.021 nach dem Primat der Passivseite gewählt. Der Berechnung des Barwerts der nicht fondsgedeckten Versorgungsansprüche liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:
Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis laufzeitkongruenter Marktzinsen abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Vom Aktivierungswahlrecht der aktiven latenten Steuern wurde Gebrauch gemacht. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der Kurt Zecher GmbH dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 56 (Vorjahr TEUR 56) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. 3. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich auf TEUR 265 (Vorjahr TEUR 282) und betrifft die aktiven latenten Steuern mit einem Volumen von TEUR 260 (Vorjahr TEUR 261) und die Pensionsrückstellungen mit einem Betrag von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 21). 4. Rückstellungen Die Vermögensgegenstände und Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen wurden verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde auf Grundlage des Marktwertes ermittelt. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 1.636. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 1.636. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt TEUR 1.636. Die miteinander verrechneten Aufwendungen aus der Zuführung der Pensionsrückstellung (TEUR 64) und dem Ertrag aus der Zuführung zum Deckungsvermögen (TEUR 24) betragen TEUR 40. Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Ausscheidungsvereinbarungen in Höhe von TEUR 425, Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub von TEUR 80 und Garantierückstellungen in Höhe von TEUR 112. 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.v. § 285 Nr. 3 + 3a HGB Zum Stichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Von den oben genannten sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen TEUR 624 gegenüber verbundenen Unternehmen. IV. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:
2. Geschäftsführer Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 an:
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. 3. ErgebnisverwendungsvorschlagAusgehend von einem Jahresüberschuss von TEUR 303 ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 11.742 ein Bilanzgewinn von TEUR 12.045. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Paderborn, den 30. Mai 2024 Kurt Zecher GmbH gez. Rüdiger Wand, Geschäftsführer Thomas Eisner, Geschäftsführer
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kurt Zecher GmbH, Paderborn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kurt Zecher GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kurt Zecher GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30. Mai 2024 Linn
Goppold Treuhand GmbH
Goppold, Wirtschaftsprüfer VERMERK NACH § 328 ABS. 1a SATZ 1 HGB Der Jahresabschluss wurde am 25.07.2024 festgestellt. |
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