Heime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur Erziehung
qonqave GmbHLiquidiert
Stadtplatz 11, 73249 Wernau (Neckar), DEUStammdaten
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Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Spirax-Sarco Germany Holdings GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20191 Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns Die Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH ist Teil des global agierenden Spirax-Sarco-Konzerns, an dessen Spitze das an der London Stock Exchange notierte Mutterunternehmen, die Spirax-Sarco Engineering plc, mit Sitz in Cheltenham/Großbritannien, steht. Weltweit bekannt sind die hochwertigen Produkte aus den Bereichen Dampf- und Kondensattechnologie sowie Pumpen und Schläuche, welche im Konzern hergestellt und vertrieben werden. Weiterhin besteht ein umfangreiches Dienstleistungsangebot bei der anlagetechnischen Beratung von Kunden. Die Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH ist das direkte Mutterunternehmen der Spirax Sarco GmbH Regelapparate, Konstanz, und der Watson Marlow GmbH, Rommerskirchen, sowie der qongave GmbH, Wernau/Neckar. Zwischen der Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH und den zuvor erwähnten deutschen Konzerntochterunternehmen bestehen Ergebnisabführungsverträge. Weiterhin besteht eine ertrag steuerliche Organschaft. Die HygroMatik GmbH wurde zum 30. November 2018 verkauft und infolgedessen im Vorjahr entkonsolidiert. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden hauptsächlich beim obersten Spirax-Sarco-Mutterunternehmen in England bzw. bei anderen verbundenen Unternehmen außerhalb Deutschlands durchgeführt. Aber auch die deutschen Konzernunternehmen betreiben Entwicklung in geringerem Maße. Diese dient der Kostensenkung, der Verbesserung vorhandener Baureihen sowie der Ergänzung und Erneuerung von Produktlinien. Die Neuentwicklungen von Produkten erfolgen in Abstimmung mit dem obersten Konzernmutterunternehmen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung der deutschen Wirtschaft stieg im Jahr 2019 - gegenüber dem Vorjahr - nur noch geringfügig um 0,6 % an. Der für uns relevante Bereich des produzierenden Gewerbes zeigte einen Rückgang von -3,6 %. Gestützt wurde die Wirtschaft dagegen von den Bereichen Baugewerbe (+4,0 %), Information und Kommunikation (+2,9 %) sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+ 2,9 %). Treiber des Wachstums war vor allem der private (1,6 %) und staatliche (+2,5 %) Konsum. Die Bruttoinvestitionen gingen im Jahr 2019 zurück (-1,7 %). Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2019 moderat um 1,4 % gegenüber dem Jahr 2018. Positiv wirkte sich insbesondere die schwache Entwicklung der Energiepreise im zweiten Halbjahr 2019 aus. Damit lag die Teuerungsrate nur unwesentlich über dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre (+ 1,2 %) Der Arbeitsmarkt zeigte sich - wie schon in den Vorjahren - erneut sehr robust. Die Arbeitslosenquote lag zum Jahresende 2019 bei 5,0 % und somit etwas niedriger als im Vorjahr (2018: 5,2 %). Die Wirtschaft der Europäischen Union ist, im Vergleich zum Vorjahr, um 1,5 % gewachsen, wobei sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der einzelnen EU-Länder höchst unterschiedlich entwickelte. Während Irland (+ 5,5 %) und Ungarn (+4,9 %) eine überdurchschnittliche Wachstumsrate erzielten, hatten Deutschland (+0,6 %) und Italien (+0,3 %) die niedrigsten Wachstumsraten. Die Weltwirtschaft verlor im Laufe des Jahres 2019 weiter an Schwung. Der zyklische Abschwung wurde durch den Wandel in der Automobilindustrie, die wirtschaftliche Neuausrichtung in China sowie den zunehmenden Protektionismus verstärkt. Zu Jahresbeginn 2019 ging der Internationalen Währungsfonds (IWF) noch von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,5 % aus. Die tatsächliche Entwicklung lag mit geschätzt 2,9 % deutlich unter der Prognose. Die industrielle Produktion stieg im Jahr 2019 um 0,8 % (2018: 3,1 %). In allen Regionen büßte die Wirtschaftsleistung an Dynamik ein. Unter den Industriestaaten erzielten die USA mit 2,3 % den stärksten Zuwachs. In den Schwellen- und Entwicklungsländern war das Wirtschaftswachstum mit 3,7 % mehr als doppelt so hoch wie in den Industrieländern. Aber auch hier verfehlten fast alle Länder 2019 die Prognosewerte. Besonders ausgeprägt war dies (verglichen mit den Prognosewerten von Januar 2019) in Indien, Mexiko, Brasilien und Saudi-Arabien. In China wurde der Strukturwandel einschließlich Wachstumsverlangsamung fortgesetzt. Die Wirtschaft soll um 6,1 % zugelegt haben. Produkte der Dampf- und Kondensattechnologie sowie Pumpen und Schläuche finden Abnehmer in unterschiedlichsten Branchen. Schwerpunktmäßig werden dabei die Lebensmittel- und Getränkebranche, die pharmazeutische Industrie, sowie die chemische Industrie beliefert. Bis zum Verkauf der HygroMatik GmbH zum 30. November 2018 lag zudem ein weiterer Schwerpunkt auf dem Klimabereich und dem Bereich für Gesundheits- und Wellnesseinrichtungen (Spa-Bereich). Der Umsatz der Lebensmittelindustrie stieg 2019, im Vergleich zu 2018, von 157,4 Milliarden Euro auf 163,0 Milliarden Euro. Das ist ein Umsatzplus von ca. 3,6 %. Der Umsatz auf dem deutschen Pharmamarkt belief sich im Jahr 2019 auf rund 46,4 Milliarden Euro. Damit hat sich das Volumen des Arzneimittelmarktes in Deutschland in den letzten fünfzehn Jahren nahezu verdoppelt. Die chemische Industrie (ohne Pharma) in Deutschland verzeichnete dagegen Rückgänge. Die Produktionsindizes von anorganischen Grundstoffen (-1,6 %), Polymeren (-7,7 %) sowie Petrochemikalien (-0,5 %) nahmen ab. Auch die Hersteller von Seifen, Wasch- und Reinigungsmitteln oder Kosmetika produzierten etwas weniger als im Vorjahr (Produktionsindex von -0,7 %). Das Geschäft mit Fein- und Spezialchemikalien schrumpfte ebenfalls (Produktionsindex von -4,6 %). Generell besteht eine weitgehende Unabhängigkeit des deutschen Konzernverbundes von Schwankungen oben genannter Wirtschaftsbereiche, da Produkte der Dampf- und Kondensattechnologie sowie Pumpen und Schläuche auch in vielen anderen Branchen Abnehmer finden. Hier wären u. a. die Bereiche Papier, Pappe und Zellstoff, die metallverarbeitende Industrie sowie die Druck- und Verpackungsindustrie zu nennen. Es besteht zudem eine breite Streuung der Kunden über die Branchen, sodass sich branchenbezogene Risiken nicht signifikant auswirken. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Die Konzern-Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 64.562 (Vorjahr: TEUR 77.171), was einem Rückgang um 16,3 % entspricht. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen verursacht durch den zum 30. November 2018 erfolgten Verkauf und der damit einhergehenden Entkonsolidierung der HygroMatik GmbH. Bereinigt um diesen Sondereffekt hätte der Konzern ein Umsatzwachstum um 3,3 % erzielt. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft konnten die Konzernunternehmen im Geschäftsjahr 2019 somit insgesamt eine deutlich höhere bereinigte Umsatzsteigerung erzielen. Auch im Vergleich zur Entwicklung des gesamten deutschen Maschinen- und Anlagebaus, ist die Entwicklung erfreulich, da dieser nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes das Vorjahresniveau um 2,8 % verfehlte. Im Bereich Dampf- und Kondensattechnologie konnte ebenfalls ein deutlicher Umsatzanstieg verzeichnet werden. Die höchsten Zuwächse konnten im Jahr 2019 in den Branchen Heizung- und Lüftungstechnik, Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie dem Gesundheitssektor verzeichnet werden. Andere Bereiche konnten ein leichtes Umsatzwachstum generieren. Das Geschäft mit Anlagebauern und Händlern entwickelte sich dabei deutlich besser, wohingegen bei den Endkunden und den Erstausrüstern nur moderate Wachstumszahlen erzielt werden konnten. Die Umsatzerlöse im Bereich Pumpen und Schläuche hingegen haben sich, im Vergleich zum Vorjahr, um 0,2 % verringert. Das gestiegene Geschäftsvolumen mit Watson-Marlow-Pumpen (+23 %), Biopure Single Use Komponenten (+86 %) und Watson-Marlow-Schläuchen (+9 %) wurde durch deutlich verringerte Erlöse mit den Produktgruppen Flexicon (-38 %) und Alitea (-12 %) vollständig kompensiert. Aufgrund der breit gefächerten Produktpalette können Abnehmer aus unterschiedlichsten Branchen beliefert werden. Dies sorgt zum einen für eine gute Positionierung gegenüber dem Wettbewerb, zum anderen dient es zur Vermeidung erheblicher Abhängigkeitsverhältnisse gegenüber einzelnen Kunden. Hierzu trägt ebenfalls bei, dass die Abhängigkeit von Großaufträgen nicht sonderlich hoch ist, da hauptsächlich viele kleine Aufträge aus dem Massengeschäft für den Geschäftserfolg des deutschen Konzernverbundes verantwortlich sind. Wie von der Geschäftsführung erwartet, sind die Umsatzerlöse und das EBIT aufgrund des Sondereffektes (Verkauf der HygroMatik GmbH und Entkonsolidierung) im Vergleich zum 2018 erheblich zurückgegangen. Dieser Effekt konnte nur teilweise durch den Umsatzanstieg im Bereich Dampf- und Kondensattechnologie kompensiert werden, währenddessen der Bereich Pumpen und Schläuche im Jahr 2019 stagnierte. Zum 31. Dezember 2019 wurden insgesamt 187 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 41 gewerbliche Mitarbeiter und 146 Angestellte. Leiharbeitskräfte wurden dabei nur in geringem Umfang eingesetzt. Temporäre Ausfälle durch Krankheiten oder Elternzeiten konnten mit eigenen Kräften kompensiert werden. 2.3 Lage des Konzerns 2.3.1 Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns im Jahr 2019 ist mit dem Vorjahr aufgrund der Effekte aus der Änderung des Konsolidierungskreises (Verkauf und Entkonsolidierung der HygroMatik GmbH zum 30. November 2018) nur eingeschränkt vergleichbar. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2019 eine Gesamtleistung von TEUR 64.724 (Vorjahr: TEUR 76.924), resultierend aus Umsatzerlösen von TEUR 64.562 (Vorjahr: TEUR 77.171) und Bestandsveränderungen von TEUR 162 (Vorjahr: TEUR -280) sowie den aktivierten Eigenleistungen im Vorjahr von TEUR 33. Demzufolge verringerte sich die Gesamtleistung um TEUR 12.200 bzw. um 15,9 %. Wie bereits erwähnt, ist der Rückgang im Wesentlichen auf den Verkauf der HygroMatik GmbH zurückzuführen. Bereinigt um diesen Sondereffekt wäre die Gesamtleistung, im Vergleich zum Vorjahr, um 3,6 % gestiegen. Der Materialaufwand verringerte sich um TEUR 3.164 bzw. um 9,9 % und der Personalaufwand sank um TEUR 3.474 bzw. um 16,2 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Veränderungen stehen ebenfalls mit der Entkonsolidierung der HygroMatik GmbH im Vorjahr in Zusammenhang. Die Materialaufwandsquote (= Materialaufwand zu Gesamtleistung) beträgt 44,5 % (Vorjahr: 41,6 %) und die Personalaufwandsquote (= Personalaufwand zu Gesamtleistung) 27,7 % (Vorjahr: 27,9 %). Ohne Berücksichtigung der HygroMatik GmbH im Vorjahr wäre der Materialaufwand um TEUR 748 bzw. 2,7 % bzw. der Personalaufwand um TEUR 810 bzw. 4,7 % gestiegen. Der Anstieg des Materialaufwands resultiert im Wesentlichen aus einem veränderten Produktmix sowie aus grundsätzlichen Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite. Weiterhin waren die Wechselkurse im Einkauf vom obersten Konzernmutterunternehmen in Großbritannien, im Vergleich zum Vorjahr, etwas nachteilhafter. Der gestiegene Personalaufwand ist auf die jährlichen Gehaltserhöhungen sowie auf die gestiegene Mitarbeiterzahl bei den einbezogenen Tochterunternehmen sowie dem Effekt aus der Änderung des Rechnungsabzinsungssatzes für die Bewertung der Pensionsverpflichtung zurückzuführen. Die Abschreibungen von TEUR 9.846 (Vorjahr: TEUR 12.545) beinhalten mit TEUR 8.932 (Vorjahr: TEUR 11.304) die planmäßigen Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes. Die Abschreibungsquote (= Abschreibungen zu Gesamtleistung) beträgt 15,2 % (Vorjahr: 16,3 %). Der deutliche Rückgang hängt wiederum wesentlich mit dem Verkauf der HygroMatik GmbH und der Entkonsolidierung zum 30. November 2018 zusammen. Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf den vorjährigen Abgangserfolg aus der Entkonsolidierung der HygroMatik GmbH mit TEUR 29.133 zurückzuführen. Dieser Abgangserfolg resultierte aus einem Veräußerungspreis abzüglich des Buchwerts (Vermögensgegenstände einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert und Schulden) zum 30. November 2018 und den Veräußerungskosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 6.650 (Vorjahr: TEUR 8.122). Der Rückgang steht im Wesentlichen mit dem Verkauf der HygroMatik GmbH in Zusammenhang. Bereinigt um diesen Effekt, wären die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, im Vergleich zum Vorjahr, um TEUR 644 gestiegen, was durch generelle Preissteigerungen, höhere Vertriebs-und Marketingkosten, sowie gestiegenen Aufwendungen im IT-Bereich zu begründen ist. Auch sonstige Dienstleistungskosten sind gestiegen. Das EBIT bzw. das EBITDA des Konzerns beläuft sich im Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 2.080 (Vorjahr: TEUR 32.642) bzw. TEUR 11.927 (Vorjahr: TEUR 45.187). Die EBITDA-Marge (= EBITDA zu Gesamtleistung) beträgt 18,4 % (Vorjahr: 58,7 %). Das um den Abgangserfolg bereinigte EBIT bzw. EBITDA des Vorjahres betrug TEUR 3.509 bzw. TEUR 16.054. Die Verringerung des bereinigten EBIT bzw. EBITDA hängt mit dem Verlust des margenträchtigen Geschäfts im Klima- und Spa-Bereich, nicht vollständig kompensierten Kostensteigerungen sowie deutlich gestiegenen Kosten im Bereich Pumpenentwicklung zusammen. Die Zinsaufwendungen enthalten hauptsächlich mit TEUR 1.025 (Vorjahr: TEUR 3.589) Zinsen auf Darlehensverbindlichkeiten und mit TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 484) den Zinsanteil aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung. Der deutliche Rückgang resultiert einerseits aus geringeren Darlehensverbindlichkeiten aufgrund von Tilgungsleistungen und andererseits aus der Reduzierung eines Darlehenszinssatzes. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind, im Vergleich zum Vorjahr, gesunken. Es wurde ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR -2.324 erzielt. Im Vorjahr belief sich das Ergebnis nach Steuern auf TEUR 25.424. Ohne Einbeziehung des Sondereffektes aus dem Verkauf der HygroMatik GmbH hätte sich im Vorjahr allerdings ein negatives Ergebnis nach Steuern von TEUR -3.708 ergeben. 2.3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 11.122 bzw. um 9,8 % auf TEUR 102.341 vermindert. Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 9.027 ist hauptsächlich auf die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes zurückzuführen. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31. Dezember 2019 beträgt TEUR 62.527 (Vorjahr: TEUR 71.460) bzw. 61,1 % (Vorjahr: 63,0 %) in Relation zur Bilanzsumme. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern von 12 bzw. 9 Jahren für die Geschäfts- oder Firmenwerte orientieren sich dabei im Wesentlichen an den langfristigen Kundenbeziehungen und liegen im Rahmen einer vertretbaren Nutzungseinschätzung, der keine besonderen Umstände entgegenstehen. Die Sachanlagen befinden sich, im Vergleich zum Vorjahr, auf ähnlichem Niveau. Die Finanzanlagen beinhalten ausschließlich Ausleihungen an das verbundene Unternehmen Spirax Sarco Srl in Nova Milanese, Mailand/Italien, von TEUR 5.000. Die Erhöhung der Vorräte um TEUR 1.155 hängt im Wesentlichen mit der Aufstockung der Lagerbestände zur Absicherung von Lieferschwierigkeiten aufgrund des Brexit zusammen sowie mit erhöhten Auftragsbeständen im Vergleich zum Vorjahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, im Vergleich zum Vorjahr, um TEUR 985 gesunken, was im Wesentlichen auf höhere Zahlungseingänge von Kunden zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen ist. Die liquiden Mittel verringerten sich um TEUR 2.489 auf TEUR 13.314 zum 31. Dezember 2019. Wir verweisen auf die Ausführungen zur Finanzlage. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2019 beträgt TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 2.596), was einer Eigenkapitalquote von 0,3 % (Vorjahr: 2,3 %) entspricht. Die Verringerung des Eigenkapitals ist vor allem auf den Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -2.324 zurückzuführen. Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 418 erhöht. Der Anstieg der Pensionsrückstellungen - insbesondere aus der Änderung des Rechnungszinssatzes - wurde durch geringere Steuerrückstellungen teilweise kompensiert. Die Verringerung der Konzern-Verbindlichkeiten um TEUR 9.215 ist im Wesentlichen auf die Tilgung von Darlehen zurückzuführen. Die Finanzierung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen durch Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 74.453 (Vorjahr: TEUR 82.241). 2.3.3 Finanzlage Hinsichtlich der Finanzlage verweisen wir auch auf die Konzernkapitalflussrechnung. Im Geschäftsjahr 2019 konnte ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 7.352 (Vorjahr: TEUR 16.929) erzielt werden. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Jahr 2019 beträgt TEUR -1.103 (Vorjahr: TEUR 49.040). Im Vorjahr wurde ein positiver Cashflow aus Investitionstätigkeit im Wesentlichen aus der Einzahlung aus dem Verkauf der HygroMatik GmbH erzielt. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mit TEUR -8.738 (Vorjahr: TEUR -65.094) ist auf Tilgungen zurückzuführen. Im Vorjahr erfolgten zudem Gewinnausschüttungen. Insgesamt sank der Finanzmittelfonds von TEUR 15.803 auf TEUR 13.314. Die langfristige Finanzierung des Konzernmutterunternehmens erfolgt grundsätzlich über Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen; zum Bilanzstichtag haben die Darlehensverbindlichkeiten von insgesamt TEUR 74.453 mit TEUR 6.453 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und mit TEUR 68.000 eine Restlaufzeit von größer einem Jahr. Es bestehen keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre. Mit Wirkung zum 9. November 2018 wurde zwischen der Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH und der Spirax-Sarco Overseas Limited, Cheltenham/Großbritannien (Gesellschafterin), ein Darlehensvertrag über TEUR 73.000 mit einer Laufzeit bis zum 8. November 2023 abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Darlehensstand TEUR 68.000. 2.4 Gesamtaussage zur Lage des Konzerns Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Lage des Konzerns als gut. Das Geschäftsjahr 2019 schloss weitgehend entsprechend den Erwartungen der Geschäftsführung ab. Zum heutigen Zeitpunkt sind uns unter Berücksichtigung der durch die Corona-Pandemie ausgelösten negativen wirtschaftlichen Entwicklung keine wesentlichen Einflussfaktoren bekannt geworden, die mögliche Abweichungen von der zuvor berichteten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge haben könnten. Die Finanzierung ist zudem durch den Abschluss eines neuen Darlehensvertrags am 9. November 2018 mit 5-jähriger Laufzeit und angepassten Zinssätzen sichergestellt. 3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und die Kennzahl EBIT (Jahresergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern) und EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen). Weitere wichtige Messgrößen sind die Material- und Personalaufwandsquote und das Working Capital. Es wird ein umfangreiches Steuerungssystem für diese und andere Kennzahlen im Konzern eingesetzt. Alle Konzerntochterunternehmen geben monatlich ein Reporting an den englischen Mutterkonzern ab zur Beurteilung der Geschäftslage und der Früherkennung von Risiken. Die bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind die Mitarbeiter- und Umweltbelange. Wir verweisen auf die nachfolgenden Ausführungen zum Personal- und Sozialbereich sowie Umweltschutz. Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt beschäftigten die Konzernunternehmen 186 Mitarbeiter (Vorjahr: 227), davon 146 Angestellte (Vorjahr: 176) und 40 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 51). Der deutliche Rückgang ist damit zu erklären, dass die HygroMatik GmbH, Henstedt-Ulzburg, mit Wirkung zum 30. November 2018 verkauft wurde. Neue Mitarbeiter werden im Rahmen von ausgedehnten Ausbildungsprogrammen mit einer Dauer von bis zu zwei Jahren in ihre Tätigkeit eingeführt. Weiterbildungsmaßnahmen werden jährlich in Abstimmung zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten geplant. Die Durchführung und Wirksamkeit von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wird von der Personalabteilung bzw. der lokalen Geschäftsführung überwacht. Die Investitionen in Schulung und Weiterbildung wurden im Jahr 2019 wie geplant durchgeführt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Spirax Academy für alle technischen und kaufmännischen Vertriebsarbeiter. Im Rahmen der Academy wird umfassendes Wissen aus den Bereichen Produkte, Thermodynamik, Vertragswesen, Compliance, Health & Safety und anderen verschiedenen Stufen vermittelt. Diese Weiterbildungen werden durch externe Kurse und Seminare ergänzt. Umweltbelange Die Aktivitäten der einbezogenen Konzernunternehmen sind so aufgebaut, dass potentielle Gefahrstoffe oder Gefahrgüter für Mensch und Umwelt bei der Produktion und beim Vertrieb unserer Produkte nicht zum Einsatz kommen. Umweltaspekte und Gefährdungen für Mitarbeiter und Dritte sind daher nur von geringem Einfluss auf die Geschäftstätigkeit. An verschiedenen Standorten wurden Managementsysteme für Umweltschutz (ISO 14001) sowie Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit (OHSAS 18001) eingeführt und in das bestehende Qualitätsmanagementsystem (ISO 9001) integriert. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgte eine Erstzertifizierung der neuen Systeme. Überwachungsaudits und Rezertifizierungen erfolgen jeweils nach den vorgeschriebenen Zeiträumen. Gemäß den Vorgaben der DIN EN 16247-1 und im Rahmen der Energieauditpflicht nach EDL-G (Energiedienstleistungsgesetz) wurde in Vorjahren an mehreren Standorten ein Energieaudit durchgeführt. Darüber hinaus werden in regelmäßigen Abständen die Auswirkungen des Geschäftsbetriebs auf die CO 2-Bilanz der einbezogenen Konzernunternehmen erfasst und bewertet. 4 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Konzernmutterunternehmen sowie die Konzerntochterunternehmen haben ein Risikomanagementsystem in Bezug auf derivative und originäre Finanzinstrumente implementiert. Die Konzernunternehmen sind in Bezug auf diese Finanzinstrumente insbesondere Währungs- und Adressenausfallrisiken ausgesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich eingesetzt, um sich gegen Währungskursrisiken aus zukünftigen Einkäufen in Fremdwährung abzusichern; für Handelszwecke oder für spekulative Zwecke kommen derivative Finanzinstrumente nicht zum Einsatz. Die Sicherungsinstrumente werden in Übereinstimmung mit der obersten Konzernrichtlinie beim englischen Mutterkonzern getätigt. Von der Möglichkeit, Sicherungsbeziehungen in der Rechnungslegung als Bewertungseinheiten abzubilden, wurde Gebrauch gemacht. Das Kontrahentenrisiko wird für die mit einer Bank abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente als gering eingeschätzt. Im Geschäftsjahr wurden - im Unterschied zum Vorjahr - keine Devisentermingeschäfte für das Folgejahr zur Absicherung des Wechselkursrisikos zwischen EUR und GBP abgeschlossen. 5 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 5.1 Risiko- und Chancenbericht Die mit der unternehmerischen Tätigkeit der Konzernunternehmen verbundenen Risiken werden mit Maßnahmen des Risikomanagements gesteuert. Alle relevanten Risikopotenziale werden von den Verantwortlichen regelmäßig identifiziert, analysiert und bewertet. Neben der Festlegung von eindeutigen Verantwortlichkeiten sind für bestandsgefährdende Risiken Indikatoren festgelegt. In diesem Zusammenhang wird halbjährlich über mögliche Geschäftsrisiken und die Wirksamkeit interner Kontrollsysteme detailliert, einerseits an die Geschäftsführung des Mutterunternehmens und andererseits an das oberste Konzernmutterunternehmen in England, berichtet. Dabei werden Risiken auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten sowie Risiken der politischen Lage ebenso beleuchtet wie Währungskurs-, Preisänderungs- und Liquiditätsrisiken, Risiken der IT-Nutzung und Risiken aus Gesetzesverstößen. Die derzeitigen Risiken sind üblicher Natur. Für versicherbare Risiken bestehen angemessene Versicherungen. Zudem werden monatlich Finanzkennzahlen und andere Kennzahlen ermittelt und mit der Jahreszielplanung verglichen sowie bei Bedarf korrigierende Maßnahmen eingeleitet. Quartalsweise werden detaillierte Plan-/Ist-Vergleiche durchgeführt und so eintretende Risiken frühzeitig erkannt. Im Jahr 2020 wurde und im Jahr 2021 wird wieder der Großteil der Wareneinkäufe in Britischen Pfund abgewickelt werden. Es erfolgt generell eine regelmäßige Überwachung des dadurch resultierenden Währungskursrisikos durch die Spirax-Sarco-Gruppe. Die Gruppe hat beschlossen, ab dem Jahr 2020 keine lokalen Währungssicherungsgeschäfte abzuschließen. Sollte sich der Wechselkurs zwischen EUR und Britischem Pfund günstiger entwickeln, als in der Jahresplanung 2020 bzw. 2021 vorgesehen, würde dies zur Verbilligung der Einkäufe in Britischen Pfund führen. Andernfalls besteht auch das Risiko der Verteuerung der Einkäufe in Britischen Pfund durch Änderungen des Wechselkurses. Vom landesspezifischen Gesichtspunkt betrachtet, besteht eine hohe Abhängigkeit vom deutschen Markt als mit Abstand größtem Absatzgebiet. Dieses Risiko wird allerdings minimiert durch die breite Streuung der Kunden über unterschiedlichste Branchen. Schwankungen einzelner Branchen in Deutschland wirken sich somit nicht entscheidend auf den Geschäftserfolg aus. Die erfolgreiche Firmenstrategie "Customer First" hat in den letzten Jahren zu einem überdurchschnittlichen Wachstum in den Fokusbereichen geführt. Wir werden deshalb die Strategie auch im Jahr 2020 und Folgejahr konsequent weiterverfolgen und die bereits erzielten Ergebnisse ausbauen. Im Bereich Dampf- und Kondensattechnologie liegt unser Fokus dabei weiterhin auf den Bereichen Endkunden und Erstausrüster. Die Zielbranchen sind vorrangig der Lebensmittel- und Getränkemarkt sowie die Bereiche Gesundheitswesen mit Kliniken und der Pharmaindustrie. Ein weiterer Schwerpunkt wird die weitere Verstärkung des Service mit einer Erweiterung der angebotenen Dienstleistungen darstellen. Zusätzliche Mitarbeiter wurden in diesem Bereich bereits rekrutiert. Im zweiten Halbjahr 2019 wurde die Organisation des Bereichs Dampf- und Kondensattechnologie an die zukünftigen Anforderungen angepasst und die Verantwortlichkeiten neu geregelt. Damit soll erreicht werden, dass die Prozessketten effizienter und mit weniger Schnittstellen ablaufen können. Im Bereich Pumpen sehen wir Chancen in der weiteren Umsetzung der in den Vorjahren begonnenen Neuausrichtung des Vertriebs sowie in der Entwicklung der einzelnen Industriesektoren OEM, Biopharma und Industrie. Der Ausbau der neuen Produktgruppen Flexicon-Abfüllsysteme und BioPure wird weiter vorangetrieben. Vor allem die Marke Flexicon ist sehr vielversprechend. Auch die neue Marke Asepco beinhaltet Chancen aufgrund der Erweiterung des Produktportfolios. Weitere organisatorische Anpassungen im Innen-und Außendienst sowie die Absolvierung entsprechender Schulungen in der Spirax-Academy für alle Mitarbeiter, werden unsere Ausrichtung auf bestimmte Zielkunden weiter verbessern und uns beim Ausbau unserer Geschäftsbeziehungen unterstützen. Die noch nicht restlos und endgültig vereinbarten Grundsätze des Warenverkehrs zwischen der EU und Großbritannien nach dem Brexit stellen ein potenzielles Risiko für unsere Geschäftsentwicklung dar. Während der ersten Wochen im Jahr 2021 waren jedoch keine wesentlichen Beeinträchtigungen bei den Warenbezügen oder bei der Belieferung unserer Kunden erkennbar. Es kam lediglich zu geringfügigen Verspätungen unserer Materiallieferungen aus UK. Diese konnten mit erhöhten Lagerbeständen ausgeglichen werden. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des obersten Konzernmutterunternehmens in England sowie die Produktinnovationen verbessern zudem die Fähigkeit, die Bedürfnisse von Kunden anzusprechen und zusätzliche Produktangebote zu entwickeln. Diese Produktneuheiten sind Teil der Basis für die Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren. Der Handelsbereich ist hinsichtlich der Produktinnovationen von der Entwicklungstätigkeit des Konzernmutterunternehmens abhängig, wobei wir neben den Risiken insbesondere auch Chancen sehen. 5.2 Prognosebericht Im Jahr 2020 hat das SARS-Cov-2-Virus schlagartig das Zusammenleben der Menschen verändert und die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession gestürzt. Zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie ergriffen die Regierungen weitreichende Schutzmaßnahmen, vor allem in Form von Lockdowns und Shutdowns sowie umfangreichen Kontaktbeschränkungen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt den Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung für das Jahr 2020 auf preisbereinigt 3,5 %. Erfreulicherweise war die zweite Jahreshälfte von einer deutlichen wirtschaftlichen Erholung geprägt, und da diese stärker als erwartet war, fiel der Einbruch um 0,9-Prozentpunkte geringer aus als noch im Oktober 2020 vom IWF prognostiziert. Dennoch ist das Jahr 2020 gänzlich anders gelaufen als erwartet worden war. Noch im Januar 2020 hatte der IWF ein globales BIP-Wachstum von 3,3 % prognostiziert. In China begann der Ausbruch der Corona-Pandemie. Entsprechend kam es frühzeitiger als in anderen Ländern zu einem massiven Einbruch der Wirtschaftsleistung, aber auch zu einer schnelleren Erholung. In anderen Ländern erholte sich die Wirtschaft ebenfalls im Jahresverlauf, wenn auch zeitversetzt und nicht so markant. Tiefe wirtschaftliche Spuren gab es global insbesondere im April 2020, als einschränkende Maßnahmen gleichzeitig in einer Vielzahl von Ländern galten. China ist die einzige große Volkswirtschaft, die im Jahr 2020 ein positives Wachstum verzeichnete. Mit energischen Eindämmungsmaßnahmen, fiskalischen sowie monetären Hilfen unterstützte die Regierung den Erholungsprozess. In vielen entwickelten Volkswirtschaften erfuhren die privaten Haushalte und Unternehmen umfangreiche fiskalpolitische Unterstützung. Zudem wurden staatlich verordnete Einschränkungen schrittweise gelockert, und gestörte Liefer- und Wertschöpfungsketten kamen wieder in Gang. In den USA und im Euro-Raum erholte sich die wirtschaftliche Aktivität im Sommer deutlich. Im Herbst kam es in Europa aufgrund ansteigender Infektionszahlen zu erneuten Einschränkungen im wirtschaftlichen Leben, die insbesondere den Dienstleistungssektor beeinflussten und bis dato anhalten. Innerhalb Europas litten Italien, Spanien, Frankreich sowie das Vereinigte Königreich besonders unter der Pandemie. Im Falle von Letztgenannten belastete die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit zusätzlich das Wirtschaftsgeschehen. Der weltweite Warenhandel schrumpfte im Gesamtjahr 2020 um geschätzt 5,4 %, die globale industrielle Produktion voraussichtlich um 4,4 %. Noch tiefer als in der Industrie war die Rezession im Dienstleistungssektor. Infolge der Corona-Pandemie sank die globale Maschinenproduktion im zweiten Quartal 2020 drastisch. Analog zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war der Einbruch in China ein Quartal früher. Im Jahresverlauf erholte sich der Maschinenbau dann weltweit von den Tiefpunkten, jedoch mit unterschiedlicher Dynamik. Der Welt-Maschinenumsatz sank im Jahr 2020 laut Schätzung von Oxford Economics preisbereinigt um 6 %. Allein in China gelang es zügig, auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Bereits im zweiten Quartal 2020 wurde das Vorkrisenniveau übertroffen. Der Maschinenumsatz wurde auf Jahresbasis um rund 5 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. An den anderen großen Standorten war der Abschluss negativ. Auch hier setzt sich das Vereinigte Königreich mit besonders starken Rückgängen negativ von den anderen großen Maschinenherstellern ab. Die deutsche Wirtschaft geriet nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Hier enden aber schon die Gemeinsamkeiten. Der konjunkturelle Einbruch fiel im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt nicht nur etwas weniger stark aus als im Jahr 2009 mit -5,7 %. Anders als während der Finanz- und Wirtschaftskrise, als der gesamte Konsum die Wirtschaft stützte, gingen insbesondere die privaten Konsumausgaben im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich mit 6,0 % so stark wie noch nie zurück. Die Konsumausgaben des Staates wirkten demgegenüber mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4 % auch in der Corona-Krise stabilisierend, wozu unter anderem die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen beitrugen. Die Corona-Pandemie wirkte sich vor allem durch massive Störungen der Liefer- und Logistik ketten massiv auf den Außenhandel aus: Die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2020 von 44,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 477.000 Personen oder 1,1 % weniger als 2019. Für das Jahr 2020 hatten wir - ohne Berücksichtigung der Corona Auswirkungen - mit einem Umsatzvolumen in einer Spanne von TEUR 65.000 bis TEUR 70.000 bei einem EBIT von ca. TEUR 3.155 gerechnet. Nach den vorläufigen (ungeprüften) Zahlen des Konzernabschlusses der Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH für das Geschäftsjahr 2020 erzielten wir bei einem Umsatzvolumen von rund TEUR 65.000 einen EBIT von rund TEUR 2.000. Festzuhalten bleibt, dass sich die wirtschaftlichen negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit Corona im Jahr 2020 für den deutschen Spirax-Konzern grundsätzlich in Grenzen halten. Im Bereich Dampf- und Kondensattechnologie ging der Auftragseingang im Jahr 2020 nach unseren vorläufigen Zahlen um -4,6 % gegenüber dem Vorjahr und um -5,4 % gegenüber der Planung zurück. Bei den Umsatzerlösen betrug der Rückgang -3,5 % gegenüber dem Vorjahr und - 5,9 % gegenüber der Planung. Besonders stark fielen die Rückgänge des Auftragseingangs mit -13,9 % bei den Anlagebauern aus. Hier wirkten sich die gestoppten oder verschobenen Projekte - insbesondere auch im Exportgeschäft unserer Kunden - aus. Ebenfalls negativ schloss der Bereich der Erstausrüster mit insgesamt -3,2 % ab. Auch dabei ist der Grund hauptsächlich im stark rückläufigen Exportgeschäft unserer Kunden zu suchen. Erfreulich war hingegen der Zuwachs von +1,3 % bei unseren Endkunden sowie ein Wachstum von +4,5 % bei den Händlern. Die größten Zuwächse bei den Aufträgen konnten im Jahr 2020 in den Branchen "Kliniken" (+37,0 %), nichtalkoholische Getränke (+ 58,5 %), "Molkereiprodukte" (+20,9 %) sowie "Pharmazeutische Produkte" (+4,4 %) erzielt werden. Dem gegenüber standen Rückgänge beim Auftragseingang in den Branchen "Heizung und Klima" (-7,6 %), "Brauereien" (-37,4 %), "Maschinenbau" (-26,8 %) und "Spezialchemie" (-21,9 %). Der Bereich Pumpen und Schläuche konnte trotz der Corona-Pandemie die Umsätze 2020 nach vorläufigen Zahlen um 5,3 % steigern und somit deutlicher als erwartet. Ein Zuwachs konnte durch die durchschnittliche Preissteigerung sowie einer mengenmäßigen Ausweitung der Produktbereiche Watson-Marlow-Schlauchpumpen, Schläuche und bei den Pumpenbaureihen Alitea sowie Flexicon erzielt werden. Demgegenüber steht ein Rückgang bei den MasoSine Pumpen. Die Spirax-Gruppe hat bereits sehr früh Maßnahmen zur Dämpfung der erwarteten negativen Einflüsse durch die Corona-Pandemie eingeleitet. Dazu gehörten unter anderem umfangreiche Schulungs- und Aufklärungsmaßnahmen für die Mitarbeiter/Innen, Lieferanten und Kunden, Einrichtung weitgehender Hygieneprogramme, Verlagerung von Arbeitsplätzen in Homeoffices, Einrichtung von Schichtdienstmodellen, Angebot digitaler Services für unsere Kunden, Aufbau von Sicherheitsbeständen und vieles mehr. Maßnahmen wie Kurzarbeit, Einschränkungen der Produktion und des Vertriebs waren bisher nicht erforderlich, wurden jedoch vorbereitet und können bei Bedarfs kurzfristig umgesetzt werden. Auch während der Zeit von Corona-bedingten Einschränkungen blieben die Produktionswerke der Spirax-Sarco-Gruppe bisher uneingeschränkt lieferfähig. Zu spürbaren Auswirkungen in den Lieferketten und dem Kundenservice kam es zu keiner Zeit. Dies ist unter anderem dem Umstand geschuldet, dass die Berichtsunternehmen zu einem wesentlichen Teil (> 60 %) in krisenunempfindliche Sektoren wie beispielsweise Gesundheitswesen, Pharmazeutik sowie Lebensmittel- und Getränkeindustrie liefern. Alle Berichtsgesellschaften erstellen wöchentliche Cash-Planungen für die jeweils nächsten 13 Wochen. Die Planungen lassen bislang keinerlei Liquiditätsengpässe erkennen. Es werden weiterhin große Cash-Überschüsse erwirtschaftet. Wie schon in der Vergangenheit erfolgt die Finanzierung der Berichtsgesellschaften ausschließlich konzernintern. Ein Risiko entfallender Finanzierungsinstrumente besteht insofern nicht. Die Liquiditätslage bei den Berichtsgesellschaften wie auch beim Konzern ist weiterhin gut. Für das Jahr 2021 planen wir auf Basis der Unternehmens-, Markt- und Branchendaten bei einem Umsatzvolumen von TEUR 74.000 bis TEUR 78.000 mit einem EBIT von rund TEUR 4.500 bis TEUR 5.000. Für das Jahr 2022 wird mit einem vergleichbaren Umsatzvolumen und EBIT wie für das Jahr 2021 gerechnet. Zum Zeitpunkt unserer Planung für das Geschäftsjahr 2021 wurde ein Marktwachstum von ca. + 7,9 % für unsere Region prognostiziert (Quelle: Oxford Economics, Sep. 2020). Wir sind in unseren Planungen im Bereich Dampf- und Kondensattechnologie nur leicht konservativer. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass der Rückgang unserer Aufträge im Jahr 2020 deutlich geringer, als im Markt ausfiel. Entsprechend weniger Spielraum besteht deshalb auch in der Erholungsphase. Am Ende des 1.ten Quartals 2021 waren die Auftragseingänge im Bereich Dampf- und Kondensattechnologie deutlich über den Planwerten. Wir gehen allerdings davon aus, dass wir uns auf Jahressicht den Planwerten wieder deutlich annähern. Im Bereich Pumpen und Schläuche gehen wir davon aus, deutlicher als der Gesamtmarkt zu wachsen. Der Treiber wird vor allem der sich gut entwickelnde Pharmamarkt sein. Zusammengefasst bleibt festzuhalten, dass auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen trotz Corona-Virus von einer guten Gesamtentwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen werden kann. Es bestehen gegenwärtig und auch für die nächsten zwei Jahre keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Dasselbe gilt für die Summe der einzelnen Risiken. Allen am Erfolg Beteiligten - insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Tochterunternehmen - danken wir für die erzielten Erfolge im Jahr 2019.
München/Konstanz, den 30. März 2021 Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019I. Allgemeine Angaben Die Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH, München, ist eingetragen im Handelsregister München unter der Nummer HRB 204438. Die Geschäftsanschrift der Gesellschaft ist in Konstanz. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 der Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH (Mutterunternehmen) wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Gesellschaftsvertrag enthält keine ausdrücklichen Bestimmungen über anzuwendende Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz sowie Fristigkeits- und sonstige Vermerke im Anhang dargestellt. Die Davon-Vermerke in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden in den Anhang aufgenommen. Konzernverhältnisse 100 % des Stammkapitals des Mutterunternehmens wird zum Bilanzstichtag von der Spirax-Sarco Overseas Ltd., Cheltenham/Großbritannien, gehalten. Die Spirax-Sarco Overseas Ltd., Cheltenham/Großbritannien, ist wiederum ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Spirax-Sarco Engineering plc, Cheltenham/Großbritannien. Letztere erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Jahresabschlüsse der Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH und deren Tochterunternehmen einbezogen werden. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Spirax-Sarco Engineering plc (www.spiraxsarcoengineering.com/Investors) erhältlich und ist zudem beim Amtsgericht Cheltenham/Großbritannien, unter der Nummer 00596337 offengelegt. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss umfasst unverändert die Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH und die drei nachfolgenden vollkonsolidierten Tochterunternehmen:
Die HygroMatik GmbH, Henstedt-Ulzburg, wurde im Vorjahr zum 30. November 2018 verkauft und entkonsolidiert. Der Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist unverändert der 31. Dezember 2019. Die Kapitalkonsolidierung wurde für sämtliche Erwerbsvorgänge auf Basis der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) durchgeführt und zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss angesetzt. Aus Vereinfachungsgründen wurde der Zeitpunkt der Einbeziehung der Spirax Sarco GmbH Regelapparate und der Watson Marlow GmbH gemäß § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB auf den 1. Januar 2015 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) gewählt. Ebenfalls aus Vereinfachungsgründen erfolgte die Konsolidierung der qongave GmbH im Vorjahr zum 1. Januar 2018 anstatt zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs am 4. Januar 2018. Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der Einzelgesellschaften werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Relevante Zwischengewinne zwischen den einbezogenen Gesellschaften bestehen nicht. Positive Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig über 12 Jahre bzw. über 9 Jahre abgeschrieben. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31. Dezember 2019 beträgt TEUR 62.527 (Vorjahr: TEUR 71.460). Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts orientiert sich im Wesentlichen an den langfristigen Kundenbeziehungen und liegt im Rahmen einer vertretbaren Nutzungseinschätzung, der keine besonderen Umstände entgegenstehen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der Tochterunternehmen werden einheitlich bilanziert und bewertet. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (Entwicklungskosten) werden zu Herstellungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Sachanlagen werden planmäßig linear entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei geringwertigen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 800, erfolgt eine sofortige aufwandswirksame Erfassung des Vermögensgegenstands im Jahr der Anschaffung. Die Finanzanlagen (Ausleihungen an verbundene Unternehmen) sind mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet; Abschreibungen auf den beizulegenden Wert waren nicht erforderlich. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, unter der Berücksichtigung der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit der Bestände, ermittelt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, enthalten. Fremdkapitalkosten sind kein Bestandteil der Herstellungskosten. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Absatzmarkt, unter der Berücksichtigung der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit der Bestände, ermittelt. Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und am Absatzmarkt sowie unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Forderungen in fremder Währung, mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr, werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr betrug, erfolgte die Bewertung grundsätzlich mit dem Anschaffungskurs oder zum höheren Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Bilanzierung. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Aktive und passive latente Steuern sind für sämtliche temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen beruhen, mitberücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Kapitalkonsolidierung. Die latenten Steuern wurden auf der Grundlage der Steuersätze ermittelt, die zum Realisierungszeitpunkt erwartet werden. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Bei der Ermittlung werden ein Rechnungszinssatz von 2,71 % p. a. und ein Rententrend von 1,80 % p. a. angenommen. Bei dem Rechnungszinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank pauschal ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Weiterhin werden eine Fluktuationsrate von 1,00 % p. a. und eine Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze von 2,70 % p. a. angesetzt. Gehaltsanpassungen werden für zwei unterschiedliche Mitarbeitergruppen mit 2,70 % p.a. bzw. 3,84 % p.a. berücksichtigt. Die Effekte aus der Änderung des Abzinsungszinssatzes werden im Personalaufwand (Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung) ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen der Berechnung der Pensionsrückstellungen unter Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes und des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 1.749. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags besteht eine grundsätzliche Ausschüttungssperre. Der sich durch die geänderte Bewertungsmethode aufgrund der Anwendung von BilMoG ergebende Unterschiedsbetrag von ursprünglich TEUR 2.343 wird gemäß der Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von 1/15 (TEUR 156) des insgesamt zuzuführenden Betrages in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Aufgrund der ratierlichen Zuführungen sind Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 781 nicht in der Bilanz enthalten. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr betrug, erfolgte die Bewertung grundsätzlich mit dem Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Bilanzierung. Ermessensspielräume Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, welche die Ansätze der Vermögensgegenstände und Schulden, die Angaben von Risiken und Unsicherheiten bezüglich der angesetzten Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Einschätzungen abweichen. IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist in einem gesonderten Anlagenspiegel in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Für planmäßige Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Die im Rahmen der Konsolidierung erfassten Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer, abgeleitet aus den langfristigen Kundenbeziehungen bzw. aus der Technologienutzung, über 12 Jahre bzw. 9 Jahre planmäßig abgeschrieben. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen ein Darlehen an Spirax Sarco Srl, Mailand/Italien. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Wertberichtungen (Einzel- und Pauschalwertberichtigung) auf Forderungen betragen TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 146). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 642 (Vorjahr: TEUR 892) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 314) sonstige Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten keine Forderungen gegen die Gesellschafterin (Vorjahr: TEUR 250). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Latente Steuern Die latenten Steuern resultieren aus zeitlichen Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie aus einer Neubewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Zum Bilanzstichtag ergaben sich vor Saldierung aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 3.909 (Vorjahr: TEUR 4.071) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 948 (Vorjahr: TEUR 966). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH von aktuell 29,62 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen mit TEUR 2.162 (Vorjahr: TEUR 2.631) aus dem Steueranspruch auf den steuerlich abziehbaren Geschäfts- oder Firmenwert, der aus einer früheren Transaktion resultiert, und mit TEUR 1.747 (Vorjahr: TEUR 1.440) aus unterschiedlichen Bilanzansätzen in den Pensionsrückstellungen. Die passiven latenten Steuern resultieren mit TEUR 895 (Vorjahr: TEUR 895) aus den temporären Differenzen im Rahmen der Neubewertung der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und mit TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 71) aus temporären Differenzen im Bereich der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechten und Werten. Kapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt - wie im Vorjahr - TEUR 25. Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel. Das Eigenkapital im handelsrechtlichen Jahresabschluss des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2019 beträgt TEUR 38.071 (Vorjahr: TEUR 32.752). Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerverpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Personalkosten in Höhe von TEUR 1.034 (Vorjahr: TEUR 1.028), ausstehende Rechnungen von TEUR 243 (Vorjahr: TEUR 276) sowie Kundenboni und Gutschriften von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 179) und Prüfungskosten sowie Jahresabschlusserstellungskosten von insgesamt TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 165). Verbindlichkeiten Die erhaltenen Anzahlungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch den üblichen Eigentumsvorbehalt gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 1.980 (Vorjahr: TEUR 3.540) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 74.453 (Vorjahr: TEUR 82.241) aus Darlehensverbindlichkeiten. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 71.000 (Vorjahr: TEUR 79.152). Es bestehen keine Kreditsicherheiten bezüglich der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben mit TEUR 8.433 (Vorjahr: TEUR 8.781) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und mit TEUR 68.000 (Vorjahr: 77.000 Euro) eine Restlaufzeit von größer einem Jahr. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahre. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 795 (Vorjahr: TEUR 936) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 13) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie mit TEUR 5.750 eine Kaufpreisverpflichtung aus dem Erwerb der qonqave GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben mit TEUR 7.050 (Vorjahr: TEUR 1.331) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und mit TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 5.754) eine Restlaufzeit größer einem Jahr bis zu fünf Jahren. V. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Darstellung der Umsatzerlöse nach Verkaufsregionen und Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:
Die Produktgruppe "Sonstige" beinhaltet unter anderem Dampfkesselzubehör, Dampfmengen- und Durchflussmengenmessgeräte, Dampfgeneratoren und wärmedichte Druckdampfsysteme sowie Abfüll- und Verschließsysteme. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 42) enthalten. Diese resultieren hauptsächlich aus Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zahlungseingängen für bereits abgeschriebene Forderungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen vom Vorjahr war ein Abgangserfolg aus der Entkonsolidierung der HygroMatik GmbH (Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung) in Höhe von TEUR 29.133 enthalten. Dieser Abgangserfolg resultierte aus dem Veräußerungspreis abzüglich des Buchwerts (Vermögensgegenstände einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert und Schulden) und Veräußerungskosten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 55) resultieren im Wesentlichen aus realisierten Kursgewinnen. Demzufolge sind keine wesentlichen unrealisierten Erträge aus der Bewertung von Fremdwährungspositionen enthalten. Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für die Altersversorgung von TEUR 1.273 (Vorjahr: TEUR 1.453) enthalten. Im Geschäftsjahr 2019 sind - wie im Vorjahr - Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes enthalten. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Hierin sind unter anderem die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts (TEUR 8.932) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten - wie im Vorjahr - keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 78) und betreffen im Geschäftsjahr mit TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 77) ausschließlich realisierte Kursverluste; die unrealisierten Kursverluste im Vorjahr betrugen TEUR 1. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 156) aus der ratierlichen Zuführung der Pensionsrückstellung (aufgrund des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB). Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen ausschließlich Erträge aus verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen von TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 484) enthalten. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit TEUR 1.025 (Vorjahr: TEUR 3.589) verbundene Unternehmen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten mit TEUR 2.825 laufende Ertragsteuern und mit TEUR 145 latente Steueraufwendungen. VI. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte/sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.287 (Vorjahr: TEUR 1.518) aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Davon haben TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 595) eine Restlaufzeit bis zu 12 Monaten und TEUR 696 (Vorjahr: TEUR 923) eine Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten. Der Zweck der abgeschlossenen Miet- und Leasingverpflichtungen besteht in der geringeren Kapitalbindung (Finanzierungsvorteil). Zwei Tochterunternehmen der Gesellschaft haben eine Beitrittserklärung als Haftende gegenüber Banken für Kredite und Kreditlinien der Spirax Sarco Engineering plc, Cheltenham/Großbritannien, unterschrieben. Beide Tochterunternehmen der Gesellschaft haften nur insoweit, als durch die Inanspruchnahme keine Unterbilanz entsteht. Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der zufriedenstellenden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Spirax-Sarco Engineering plc, Cheltenham/Großbritannien, als gering eingeschätzt. Mitarbeiteranzahl Im Jahresdurchschnitt beschäftigten die Konzernunternehmen 186 Mitarbeiter (Vorjahr: 227), davon 146 Angestellte (Vorjahr: 176) und 40 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 51). Der Rückgang der Mitarbeiteranzahl ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die HygroMatik GmbH, Henstedt-Ulzburg, mit Wirkung zum 30. November 2018 verkauft wurde. Bewertungseinheiten Ein Tochterunternehmen bezieht seine Wareneinkäufe überwiegend in Fremdwährung (GBP). Im Geschäftsjahr 2019 wurden - im Gegensatz zum Vorjahr - keine Devisentermingeschäfte für das Folgejahr zur Absicherung des Wechselkursrisikos zwischen EUR und GBP abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2018 wurde das Grundgeschäft (zukünftige Wareneinkäufe in GBP) und das Sicherungsgeschäft (Devisentermingeschäfte) zu einer antizipativen Bewertungseinheit zusammengefasst. Die abgesicherten Wareneinkäufe im Jahr 2019 betrugen angesamt TGBP 5.222 und die Devisentermingeschäfte betrugen TEUR 5.789. Die Bewertungseinheit neutralisierte durch die gemeinsame Bewertung der Geschäfte, die aus dem Grundgeschäft resultierenden Risiken mit dem aus dem Sicherungsgeschäft resultierenden Chancen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 berechnete Gesamthonorar einschließlich Auslagen beträgt TEUR 109 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen (Konzernabschluss und Einzelabschlüsse). Angabe über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr wurden folgende Arten von Geschäften mit dem Konzernmutterunternehmen bzw. mit den übrigen verbundenen (nicht zum Konsolidierungskreis gehörenden) Unternehmen vorgenommen:
Die Gesellschaft hat verzinsliche Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von insgesamt TEUR 74.453 (Vorjahr: TEUR 82.241). Im Geschäftsjahr 2019 wurden für diese Darlehensverbindlichkeiten Zinsaufwendungen von insgesamt TEUR 1.025 (Vorjahr: TEUR 3.589) erfasst. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:
Die Geschäftsführer haben keine Bezüge von dem Mutterunternehmen bezogen. Angaben zur Kapitalflussrechnung In der Kapitalflussrechnung des Vorjahres sind die nicht zahlungswirksamen Transaktionen aus dem Unternehmenserwerb im Zusammenhang mit der nachträglichen Kaufpreisverpflichtung von TEUR 5.750 eliminiert worden. Der zahlungsmäßige Ausgleich erfolgte im Geschäftsjahr 2020. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Die Spirax Sarco GmbH Regelapparate, Konstanz, die Watson Marlow GmbH, Rommerskirchen, und die qonqave GmbH, Wernau, machen von der Befreiung der Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Nachtragsbericht Das Vereinigte Königreich ist mit Wirkung zum 31. Januar 2020 aus der EU ausgetreten. Dieser Austritt ist durch das am 24. Januar 2020 unterzeichnete Austrittsabkommen geregelt. Die darin geregelte Übergangsphase hat planmäßig am 31. Dezember 2020 geendet. Durch das rückwirkend zum 1. Januar 2021 in Kraft getretene Handelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich konnten Zölle vermieden werden. Das Unternehmen und die Konzerngesellschaften (insbesondere Spirax UK) haben sich intensiv auf dieses Szenario vorbereitet, so dass es während der inzwischen abgewickelten Lieferungen aus England nicht zu nennenswerten Beeinträchtigungen oder Mehrkosten kam. Die zum Zeitpunkt der Berichtserstellung anhaltende 2. Welle der Corona-Pandemie wurde vom Unternehmen in der Planung für das Geschäftsjahr 2021 sowie in den quartalsweisen Planüberprüfungen bereits berücksichtigt. Sollten wider Erwarten weitere Anpassungen erforderlich sein, so werden diese im Zuge des Quartalsberichts zum Ende des 1. Quartals vorgenommen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.
München/Konstanz, den 30. März 2021 Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH Geschäftsführung Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2019
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2019
Angaben zum Konzerneigenkapital
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Spirax-Sarco Germany Holdings GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 26. April 2021 Deloitte
GmbH
Birgit Gillar, Wirtschaftsprüferin Wilhelm Röscheisen, Wirtschaftsprüfer |
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