PPC Card-Systems GmbHLiquidiert

33100 Paderborn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 1627
Eingetragen
19.6.1989
Branche
Binden von Druckerzeugnissen und damit verbundene DienstleistungenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Die Be- und Verarbeitung von Daten und deren typographische Umsetzung sowie die technische Herstellung von Druckerzeugnissen aller Art einschließlich damit zusammenhängender Serviceleistungen. und verwandter Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Ludwig
seit 9.9.2003
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

PPC Card-Systems GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Lagebericht zum 31. Dezember 2010

I Wirtschaftsbericht

1 Darstellung zum Geschäftsverlauf

1.1 Wirtschaftliches Umfeld

Die PPC Card-Systems GmbH ist ein vollstufiger Anbieter für die Produktion von Karten sowie Dienstleistungen der Personalisierung und des Lettershops mit dem Branchenschwerpunkt Banking.

Die für die PPC Card-Systems GmbH relevanten Märkte sind grundsätzlich durch Überkapazitäten gekennzeichnet, in deren Folge ein hoher Margen- und Verdrängungswettbewerb herrscht. Die Branche hat sich und wird sich zukünftig weiter konsolidieren. Trends wie die Zunahme der digitalen Kommunikation und eine zunehmende Vernetzung bleiben jedoch nach wie vor die wichtigsten Wachstumstreiber. Aufgrund des Wettbewerbsdrucks werden ein Behaupten der Marktposition und die Erschließung neuer Kundenpotentiale insbesondere vom Angebot zielgruppenspezifischer Produkte und Services abhängen.

Im Geschäftsjahr 2010 konnte die PPC Card-Systems GmbH einen deutlichen Umsatzzuwachs realisieren und das Geschäftsfeld Banking weiter ausbauen. Die Gesellschaft konnte im Bereich Banking von der Migration von Magnetstreifen-Karten auf Chipkarten mit EMV-Modulen für Kreditkarten profitieren und darüber hinaus Zuwächse durch die Akquisition von bedeutenden Neukunden generieren. Durch diese positive Entwicklung konnten die Umsatzrückgänge in den Geschäftsfeldern Loyalty und Health größtenteils kompensiert werden.

Die Kunden im Geschäftsfeld Banking setzen weiterhin auf die Kontakttechnologie mittels Chipmodul, wobei auch hier zunehmende Implementierungen von sogenannten Dual-Interface-Lösungen zur schrittweisen Einführung von kontaktloser Technologie verstärkt zu beobachten sind. Der Markt für Kreditkarten hat dabei durch die wachsende Verwendung von EMV (Europay International, MasterCard und VISA)-Modulen ebenfalls einen neuen Sicherheitslevel erreicht.

Die in 2009 durchgeführten ersten Umsetzungen der Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen EMV- und Dual-Interface-Technologie haben sich in 2010 fortgesetzt. Diese Produkte wurden in den Vorjahren auf den für die Vermarktung erforderlichen Entwicklungsstand gebracht und die Produktreife wurde erreicht. Für 2010 wurde mit einem großen Kunden im Bereich Banking ein EMV-Projekt erfolgreich abgeschlossen. Dadurch erweiterte sich die Wertschöpfung für die PPC Card-Systems GmbH um die Implantierung des EMV-Chipmoduls sowie dessen Personalisierung. Insbesondere in den osteuropäischen Märkten ist die Dual-Interface-Technologie zwingende Voraussetzung für einen erfolgreichen Markteintritt.

Großkunden bestätigten, dass ein klarer Trend deutscher Institute auf individuelle Kartendesigns zu verspüren ist. Die PPC Card-Systems GmbH produzierte in 2011 ca. 100 Individualdesigns im Bereich der Kartenrohlingsproduktion und ist damit einer der stärksten Anbieter dieser sehr speziellen und kundenindividuellen Produkte. Die PPC Card-Systems GmbH zeichnet sich auch durch Designs mit Spezialeffekten bei Debitkarten aus, welche im deutschen Markt alleinstellend sind. Im kommenden Geschäftsjahr wird die PPC Card-Systems GmbH diesen Schwerpunkt weiter ausbauen.

Im Bereich der Krankenversicherungskarten gab es noch keine Ablösung durch das Folgeprodukt eGK (Elektronische Gesundheitskarte). Aufgrund gesetzlicher Regelung werden die Krankenkassen ab 2011 politisch gezwungen, 10 Prozent ihrer Versicherten mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte zu versorgen. Eine valide Aussage zum Gesamtrollout der neuen eGK liegt aktuell noch nicht vor, es ist jedoch damit zu rechnen, dass die Umsätze im Bereich der herkömmlichen Krankenversicherungskarten für die PPC Card-Systems GmbH weiter sinken werden.

Im Bereich Loyalty konnte ein noch intensiverer Wettbewerb festgestellt werden, der sich auch als Auswirkung der Finanzkrise und der damit verbundenen Unterbeschäftigung teilweise in harten Preisverhandlungen niedergeschlagen hat. In diesem Geschäftsfeld werden perspektivisch rücklaufende Geschäfte erwartet.

Am Jahresanfang 2010 herrschte im Markt eine große Unsicherheit bezüglich der Funktionsfähigkeit der Debit- und Kreditkarten. Allein bei Sparkassen und Landesbanken waren rund 20 Millionen EC-Karten und rund 3,5 Millionen Kreditkarten wegen des "Jahr-2010-Fehlers" nur eingeschränkt nutzbar. Bei privaten Instituten und vielen anderen Geldhäusern sind den Angaben des entsprechenden Verbandes zufolge 2,5 Millionen Karten - überwiegend EC-Karten - betroffen. Diese Problematik unterstreicht den Trend nach einem steigenden Bedarf nach verlässlichen, qualitativ hochwertigen Produkten mit ausgeprägten Sicherheitsanforderungen.

Die PPC Card-Systems GmbH ist eine von zwei verbleibenden Anbietern im deutschen Markt, welcher Debit- und Kreditkarten in einem vollstufigen Verfahren an einem Standort anbieten kann (von der Rohlingsproduktion bis zur Personalisierung und dem Versand der Karten im hauseigenen Lettershop). Dieses ganzheitliche Angebot an einen Produktionsstandort wird ein immer wichtigeres Alleinstellungsmerkmal werden. Zudem wird durch die Fokussierung der Kunden auf die Nische anspruchsvoller Individualdesigns die Attraktivität des von der PPC Card-Systems GmbH bedienten Marktes auf anhaltend hohem Niveau gesehen.

1.2 Umsatzentwicklung

Die Umsätze des Berichtsjahres zeigen im Vorjahresvergleich folgende Entwicklung:

  2010 2009 Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 15.627 10.735 4.892 45,6

Die PPC Card-Systems GmbH konnte das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 15,6 Mio. EUR und damit deutlich über dem Volumen des Vorjahres abschließen.

Maßgeblich verantwortlich für diese Entwicklung neben der dauerhaften Geschäftsbeziehung zu den Großkunden im Bereich Banking war unter anderem die erfolgreiche Umsetzung der Chipkarten-Migration sowie die konsequente Umsetzung der Vertriebsstrategie in Richtung Ausbau der Marktanteile im Bereich Banking und somit die Erhöhung der Wertschöpfung und Ausnutzung der kompletten Wertschöpfungskette im eigenen Hause. Im Ausland konnte insbesondere in Polen die positive Geschäftsentwicklung weiter ausgebaut werden.

PPC Card Systems B.V.

Bei PPC Card Systems B.V. als 100%ige Tochter lag der Gesamtumsatz für 2010 mit 3,6 Mio. EUR deutlich unterhalb des erwarteten Niveaus und auch wesentlich niedriger als im vorherigen Geschäftsjahr von 4,7 Mio. EUR. Die Umsätze bei Bestandskunden waren rückläufig und neue Projekte konnten nicht im ausreichenden Maß gewonnen werden. Die längere Laufzeit von Karten im Einsatz bei Banken minderte ebenfalls das Volumen für die Personalisierung und den Lettershop. Auch im Gesundheitswesen wurden Karten weniger schnell ausgetauscht und große Fusionen haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden. Daraus resultierte wiederum für die PPC Card-Systems GmbH ein reduziertes Potential für Kartenrohlinge für den niederländischen Markt.

1.3 Beschaffungsmarkt

Die Beschaffungspreise sind im Berichtsjahr tendenziell angestiegen. Dagegen sind die Preise für Chipmodule im Bereich Banking, welche das größte Beschaffungsvolumen der Gesellschaft ausmacht, rückläufig gewesen.

Durch die Fokussierung auf das Geschäftsfeld Banking wuchs gegenüber dem Vorjahr der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung auf 58,8% (Vorjahr 49,2%). Ein hoher Anteil des Materialaufwands entsteht hierbei durch den Zukauf der hochwertigen Chipmodule. Mit der Ausnahme eines Großkunden konnten alle für 2010 disponierten Chipmodule im gleichen Geschäftsjahr produziert und ausgeliefert werden.

1.4 Personal- und Sozialbereich

2009 wurden Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, welche im Bereich der Rohlingsproduktion aufgrund mangelnder Qualitätsergebnisse leicht korrigiert werden mussten. Die Gesellschaft kündigte zum Ende des Berichtsjahres die Tarifbindung des Arbeitgeberverbandes. Im folgenden Geschäftsjahr werden Individualverträge mit der Belegschaft angestrebt.

Im Bereich der Produktion wurde das Qualifikationsmodell überarbeitet mit dem Ziel, einige gewerbliche Mitarbeiter für beide Produktionsbereiche (Rohlingsproduktion und Dienstleistungen) zu qualifizieren, so dass zukünftige Spitzenauslastungen durch internen Ressourcenaustausch ausgeglichen werden können und somit der Bedarf an saisonbedingten Mitarbeitern reduziert werden kann.

1.5 Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres

Wie eingangs erwähnt wurde im Berichtsjahr die Branche von den Auswirkungen eines Programmierfehlers bei den im Einsatz befindlichen Chipmodulen mit dem SECCOS-Be-triebssystems heimgesucht. Aufgrund des Datumswechsels konnten Debit- und Kreditkarten-Inhaber mit einem bestimmten Chipmodul ab 0.00 Uhr am 01.01.2010 keine Transaktionen - Bargeldabhebungen am GAA oder bargeldlose Bezahlvorgänge - mehr vornehmen. Potentielle Regressansprüche konnten durch direkte Abtretungen unserer Lieferantenforderungen an Großkunden schadlos abgewendet werden.

1.6 Sonstige Darstellungen

1.6.1 Stärken und Schwächen des Unternehmens

Die PPC Card-Systems GmbH ist eine von zwei Herstellern von Kartenrohlingen im deutschen Markt, welche für die Fertigung von Bankkarten zugelassen ist. Insbesondere auf Basis der neuen technologischen Anforderungen der Dual-Interface-Karten ergibt sich hier ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, welches zunehmend von wichtigen Kunden wahrgenommen wird.

Gleichzeitig bedeutet die am Standort Paderborn befindliche Produktion die Notwendigkeit zu konsequenter Kostenoptimierung, um im Wettbewerb mit teilweise in osteuropäischen Ländern produzierenden Unternehmen bestehen zu können. Hierzu wurde die bereits in den Vorjahren gestartete Suche nach Kostensenkungspotenzialen in 2010 fortgesetzt und die Produktion von Non-Banking-Kartenrohlingen konsequent am günstigsten Standort in der Gruppe oder bei günstigen externen Lieferanten vorgenommen.

Die Kernfähigkeiten der Gesellschaft bestehen in der ausgeprägten Druckkompetenz sowie den IT-Fähigkeiten bezüglich Personalisierungssoftware und einem nach höchsten Anforderungen zertifizierten Produktionsstandort.

Die exceet Group AG erwarb 2010 mit der Winter AG ein neues Schwesterunternehmen, wodurch in den Folgejahren strategische Wettbewerbsvorteile und für die PPC Card-Systems GmbH vermehrt Aufträge in der Rohlingsproduktion zu erwarten sind.

1.6.2 Interne Organisation und Entscheidungsfindung

Die Berichtsgesellschaft ist funktional organisiert. Zum Anfang des Berichtsjahres erhielt die Geschäftsführung Unterstützung von Herrn Christian Methe, welcher zum 1. Januar 2011 als zweiter Geschäftsführer und als Nachfolger von Herrn Ulrich Reutner bestellt wurde.

Die vom Geschäftsführer verantworteten Sachgebiete werden in enger Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft geführt. Die zugeordneten Fachbereiche arbeiten selbstständig im Rahmen der Aufgabenverteilung.

Es existieren verschiedene Risikofrüherkennungssysteme, die der Leitungsebene die wesentlichen Informationen zeitnah und umfassend zur Verfügung stellen. Hierzu zählen insbesondere das Auftragseingangs- und Umsatzreporting, ein Bericht der Produktionsleistungsdaten, verschiedene Qualitätsberichte sowie das Risikomanagementsystem.

1.6.3 Steuerungssystem

Die jährliche Unternehmensplanung erfolgt für die Gesellschaft aufbauend auf einer Umsatzplanung über einzelne, nach Volumen und Auftragswahrscheinlichkeit geplante Projekte sowie einem prognostizierbaren Nachfolgegeschäft aus Projekten der Vergangenheit. Zur Abstimmung aktueller Prioritäten wurde eine wöchentliche Produktionssitzung eingeführt. Zur zeitnahen Reaktion existiert weiterhin ein wöchentlicher Qualitätszirkel.

Die Materialeinsatzplanung erfolgt seit mehreren Jahren für die jeweiligen Folgejahre in Zusammenarbeit zwischen Einkauf/Controlling und Vertrieb anhand der sehr genau geplanten Umsatzpotentiale und erwarteten Absatzpreise. Die übrige Kostenplanung erfolgt anhand detaillierter Personal-, Investitions- und Sachkostenplanungen zentral im Controlling, jedoch in enger Abstimmung mit dem Einkauf. Produktionsaufträge werden bedarfsorientiert nachkalkuliert. Die Wirtschaftlichkeit der bedienten Geschäftsfelder wird anhand einer Sparten-Deckungsbeitragsrechnung verfolgt. Auf diese Weise können ertragreiche Geschäftsfelder konsequent weiterentwickelt werden.

2 Darstellung der Lage

2.1 Vermögenslage

Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt eine Steigerung der Vorräte um 580 TEUR (größtenteils Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe), basierend auf einer Verschiebung einzelner hochwertiger Aufträge ins folgende Geschäftsjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wuchsen um 445 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der Kundenstruktur sind jedoch keine größeren Zahlungsausfälle zu erwarten. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden als langfristig, Verbindlichkeiten wurden entsprechend ihrer Laufzeit berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 135 TEUR.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 221 TEUR, wobei Gewährleistungen, offene Rechnungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften die wesentlichen Abweichungen bilden.

2.2. Finanzlage

2.2.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das wesentliche Ziel des Finanzmanagements stellt die Sicherung ausreichender Liquidität der Gesellschaft dar. Die Optimierung des Zinsaufwands durch Nutzung aller zinslos und zinsgünstig verfügbaren Finanzierungsquellen stellt ein weiteres wichtiges Ziel dar.

2.2.2 Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Die Bankverbindlichkeiten haben sich im Berichtsjahr erwartungsgemäß entwickelt.

2.2.3 Investitionen

Im Berichtsjahr wurde in den kompletten Umbau der Rohlingsproduktion inklusive neuer Klimatisierung in Teilbereichen und der Ionisierung des Siebdrucks investiert. Im Bereich Personalisierung wurde eine MX-2000-Anlage von DataCard angeschafft.

2.2.4 Kapitalflussrechnung

Im Bezug auf den Kapitalfluss ist eine Veränderung des Finanzmittelbestands zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von -65 TEUR (Vorjahr -417 TEUR) zu erwähnen, welche hauptsächlich auf der Veränderung der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten beruht.

2.3 Ertragslage

Im Berichtsjahr konnte durch den erwähnten Umsatzzuwachs um 45,6% leider nur ein Rohertragszuwachs von 18,5% erreicht werden. Hintergründe für den erhöhten Materialaufwand sind zum einen der erhöhte Materialverbrauch für den geänderten Produktmix (Zuwachs aufwendigerer Bankprodukte) und zum anderen gestiegene Qualitätskosten zum Anfang des Berichtsjahres.

Trotz der 18,5% Rohertragssteigerung (in Summe etwa 1 Mio. EUR) gegenüber der Geschäftsplanung konnte das geplante Betriebsergebnis nicht erreicht werden. Bei fast konstantem Personalaufwand stiegen die anderen betrieblichen Aufwendungen um 37,2% auf 3,0 Mio. EUR. Die wesentlichen Faktoren hierbei waren hierbei die nicht in der Planung enthaltene Management-Dienstleistungsverrechnung der exceet-Gruppe sowie ein verstärkter Einsatz von saisonalen Mitarbeitern zur Erreichung der umsatzbasierenden Produktionsergebnisse. Vor Gewinnabführung/Verlustübernahme wurden im Ergebnis -261 TEUR gegenüber dem Vorjahr von +115 TEUR erzielt.

II Risikobericht

1 Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken haben im Berichtszeitraum nicht bestanden.

2 Andere wesentliche Risiken

Aufgrund der mittelständischen Struktur des Unternehmens und der direkten, operativen Einbindung der Geschäftsführung ist die zeitnahe Risikokommunikation im Rahmen des Risikomanagementsystems gewährleistet. Das Kernelement bilden hierbei die regelmäßigen Sitzungen der Geschäftsführung, in denen die Risiken der Geschäftsbereiche identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen zur Risikovermeidung beschlossen werden.

Die Entwicklung der PPC Card-Systems GmbH befindet sich in einem wettbewerbsintensiven Markt. Damit gehen Risiken bezüglich der Kostenpositionen im direkten Wettbewerbsvergleich zu europäischen Wettbewerbern einher. Der entscheidende Faktor für den zukünftigen Geschäftserfolg ist der Ausbau der Vertriebsaktivitäten im Kerngeschäftsfeld Banking sowie die Neukundengewinnung für andere geeignete Zielgruppen der eigenen Produktion in Paderborn.

Für den gesteigerten Bedarf an Rohkarten in 2011 wurden potentielle Risiken einzeln analysiert und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Im Berichtsjahr wurden bereits weitere Optimierungsmaßnahmen auf Seite der Personalkosten durch Neuorganisation identifiziert. Weitere Einsparungspotentiale bestehen durch Optimierung der Qualitätskosten sowie in Einsparungen auf Seite der Beschaffung.

Einen weiteren wichtigen Risikobereich stellt weiterhin der Beschaffungsmarkt dar - insbesondere im Bereich der zugekauften Module. Für die Beschaffung der Fertigungsmaterialien greift das Unternehmen nach Möglichkeit für jedes Rohmaterial der Fertigung mindestens auf zwei zertifizierte Lieferanten zurück, um sich die nötige Unabhängigkeit gegenüber Marktschwankungen zu sichern. Ziel ist es dabei, Qualität, Preis und Liefertermintreue der Zulieferer im Wettbewerb untereinander zu optimieren. Dabei fehlt jedoch in bestimmten wichtigen Einkaufssegmenten die Auswahlmöglichkeit, da Kundenvorgaben oder fehlende Wettbewerbsprodukte die Erschließung alternativer Bezugsquellen verhindern.

3 Finanzinstrumente

3.1 Sicherungspolitik und Finanzderivate

Fremdwährungsrisiken wurden im Berichtsjahr vermieden, da in 2010 ausschließlich Geschäfte in EUR abgewickelt wurden.

3.2 Sicherungsrichtlinien

Aufgrund ihrer internationalen Geschäftsaktivitäten ist die Gesellschaft Wechselkursschwankungen sowie Zinsschwankungen an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten ausgesetzt.

Als Partner für den Abschluss von möglicherweise im Einzelfall zukünftig erforderlich werdenden Sicherungsgeschäften fungieren erstklassige nationale und internationale Banken, deren Bonität laufend von führenden Rating-Agenturen überprüft wird.

3.2.1 Währungsrisiko

Zur Absicherung des Währungsrisikos werden nötigenfalls Devisentermingeschäfte eingesetzt. Diese Geschäfte können sich auf die Kurssicherung der Zahlungsströme in Fremdwährung aus der Beschaffung von Produktionsmaterialien im operativen Geschäft sowie auf die Absicherung von Fakturen beziehen.

3.2.2 Zinsrisiko

Die Gesellschaft ist über einen Kontokorrentkredit der Hausbank sowie ein Darlehen der Muttergesellschaft finanziert. Unterjährige saisonale Liquiditätsbedarfe werden ebenfalls über die Hausbank abgedeckt.

3.2.3 Preisänderungsrisiko

Da die Gesellschaft keine preisgebundenen Finanzinstrumente einsetzt, ist sie keinem über das Zinsänderungsrisiko hinausgehenden Preisänderungsrisiko ausgesetzt.

3.3.4 Liquiditätsrisiko

Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau zeigt, dass die in der Gesellschaft vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinie jederzeit die Liquiditätsversorgung sicherstellt.

3.4 Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte gegenüber den jeweiligen Kontrahenten. Die Gesellschaft geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko aus originären Finanzinstrumenten ausreichend abgedeckt ist. Da derivative Finanzinstrumente nur mit erstklassigen Banken abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko zu vernachlässigen.

3.5 Risiko aus Zahlungsstromschwankungen

Das Cashflow-Risiko wird durch eine ausreichende Reserve an liquiden Mitteln angemessen begrenzt.

III Prognosebericht

Für den Prognosezeitraum von einem Jahr wurden qualifizierte Planungen zugrunde gelegt. Die Umsatzerwartung für das kommende Geschäftsjahr berücksichtigt eine weitere Fokussierung auf das Kerngeschäft Banken. Aufgrund der Trends steigender Bedarfe von Individualdesigns der Großkunden und einer Ausweitung der Wertschöpfung (z.B. durch die neue Technologie "Dual-Interface") ist mittelfristig mit einem steigenden Bedarf an Rohkarten zu rechnen.

Durch eine flächendeckende Migration von Magnetstreifen-Karten auf EMV-Chipkarten im Bereich der Bank- und Kreditkarten sowie die schrittweise Umstellung auf die Dual-Interface-Tech-nologie für das kontaktlose Bezahlverfahren wird in den kommenden Jahren der Absatz für die von der PPC Card-Systems GmbH produzierten Produkte und Leistungen bei gleichzeitig gesteigerter Wertschöpfung zunehmen.

Weitere Wachstumspotentiale für die Gesellschaft werden in dem Geschäftsfeld Identifikation durch intensive Marktbearbeitung der internationalen Government- sowie der nationalen Ausweis-Projekte erwartet.

Die bisher guten Erfolge im osteuropäischen Ausland werden zukünftig durch Nutzung der in der Gruppe vorhandenen Ressourcen ausgebaut, so dass auch hier im Bereich Export ein gesteigertes Wachstum erwartet wird.

Im Produkt- und Leistungsportfolio fokussiert sich PPC Card-Systems GmbH perspektivisch immer mehr auf das lukrative Angebot weiterer IT-Services und IT-Lösungen.

Aufgrund dieser Entwicklungen und der Optimierungspotentiale im Bereich Qualitätskosten sowie einer Produktionseffizienz wird für die nächsten 2 bis 3 Jahre ein nachhaltig positives Ergebnis erwartet.

IV Forschungs- und Entwicklungsbericht

Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt auf Aktivitäten der Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie der Durchführung von Kundenprojekten im Bereich neuer Technologien. Es wurde ein Projekt zur Entwicklung eines neuen "langlebigen Kartenkörpers " sowie der Aufbau eines "flexiblen Projektionsverfahrens" gestartet. Daraus erhofft sich die Gesellschaft die Möglichkeit zur positiven Abgrenzung zu Wettbewerbern sowie weitere Wachstumsimpulse.

 

Paderborn, 2. Mai 2011

gez. Frank Ludwig, Geschäftsführer

gez. Christian Methe, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

  Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35.723,00 54.215,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 252.289,00 162.094,00
2. technische Anlagen und Maschinen 645.331,00 624.150,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.722,00 55.956,00
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 227.041,00 227.041,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 1.709.226,18 1.129.300,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 172.450,46 97.270,40
2. Forderungen gegen Gesellschafterin 5.775,33 6.972,08
3. übrige 2.199.025,84 1.888.462,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 236.683,22 301.562,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 181.742,23 118.872,18
  5.720.009,26 4.665.896,84

Passiva

   
  Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.022.583,76 1.022.583,76
II. Kapitalrücklage 791.273,04 791.273,04
B. Rückstellungen 1.114.874,04 888.305,95
C. Verbindlichkeiten    
- sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr    
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 428.271,65 153.502,53
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin 707.532,93 990.935,30
3. übrige 1.655.473,84 809.571,26
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 9.725,00
  5.720.009,26 4.665.896,84

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

  Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Rohergebnis 6.790.653,52 5.956.267,81
2. Personalaufwand:    
a) Löhne und Gehälter 3.039.965,78 3.010.153,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 563.134,33 582.182,21
- davon für Altersversorgung 8.722,16 Euro (23.777,64 Euro)    
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 283.090,83 271.860,98
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.102.303,81 2.271.102,13
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 300.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vorjahr 300.000,00 EUR)    
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.222,20 7.226,72
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 34.707,73 13.199,67
- davon an verbundene Unternehmen 11.936,82 Euro (10.377,11 Euro)    
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -227.326,76 114.995,61
9. außerordentliche Aufwendungen 33.289,00 0,00
10. Erträge aus Verlustübernahme 260.615,76 0,00
11. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 114.995,61
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2010

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt.

Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

Die PPC Card-Systems GmbH hat im Geschäftsjahr 2010 erstmals die durch die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) geänderten handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften angewendet. Gemäß den Übergangsvorschriften des EGHGB werden die Auswirkungen aus der Umstellung zum 1. Januar 2010 im außerordentlichen Ergebnis erfasst.

Eine Anpassung der Vorjahreswerte an die neuen Bilanzierungsvorschriften erfolgte gemäß den Übergangsvorschriften des BilMoG nicht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt regelmäßig 3 bis 5 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 10 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre.

Ab dem 1. Januar 2010 werden selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 410 EUR im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder - unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips - zu niedrigeren Tageswerten am Abschlussstichtag bewertet.

Unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder im Rahmen einer verlustfreien Bewertung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen.

Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. unzureichender Verwertbarkeit werden im notwendigen und angemessenen Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel sind mit ihrem Nennbetrag bilanziert.

Latente Steuern

Aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaft werden latente Steuern nicht gebildet.

Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der PPC Card-Systems GmbH zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der entsprechenden Verpflichtung saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Teilwertverfahrens ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Für die Abzinsung wird seit dem 1. Januar 2010 von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Bis zum 31. Dezember 2009 wurde ein Zinssatz von 4,5% verwendet.

Der Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen für Pensionen aufgrund der geänderten Bewertungsvorschriften des BilMoG wird unter den außerordentlichen Aufwendungen erfasst.

Übrige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Rechnung lautende Forderungen, flüssige Mittel und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erläuterungen der Bilanz

1 Anlagevermögen

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 1.1.2010
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2010
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
- übrige 402.427,91 7.198,09 0,00 409.626,00
II. Sachanlagen        
- Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 752.462,03 128.965,25 0,00 881.427,28
- technische Anlagen und Maschinen 8.273.824,70 268.083,63 481.683,48 8.060.224,85
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 664.260,42 28.135,86 423,52 691.972,76
  9.690.547,15 425.184,74 482.107,00 9.633.624,89
III. Finanzanlagen        
- Anteile an verbundenen Unternehmen 227.041,00 0,00 0,00 227.041,00
  10.320.016,06 432.382,83 482.107,00 10.270.291,89
  Abschreibungen
  Stand 1.1.2010
Euro
Zuführung
Euro
Auflösung
Euro
Stand 31.12.2010
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
- übrige 348.212,91 25.690,09 0,00 373.903,00
II. Sachanlagen        
- Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 590.368,03 38.770,25 0,00 629.138,28
- technische Anlagen und Maschinen 7.649.674,70 189.260,63 424.041,48 7.414.893,85
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 608.304,42 29.369,86 423,52 637.250,76
  8.848.347,15 257.400,74 424.465,00 8.681.282,89
III. Finanzanlagen        
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  9.196.560,06 283.090,83 424.465,00 9.055.185,89
  Buchwerte
  Stand 31.12.2010
Euro
Stand 31.12.2009
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
- übrige 35.723,00 54.215,00
II. Sachanlagen    
- Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 252.289,00 162.094,00
- technische Anlagen und Maschinen 645.331,00 624.150,00
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.722,00 55.956,00
  952.342,00 842.200,00
III. Finanzanlagen    
- Anteile an verbundenen Unternehmen 227.041,00 227.041,00
  1.215.106,00 1.123.456,00

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 172.450,46 EUR.

Die Forderungen gegen Gesellschafterin beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 5.773,22 EUR und Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 5.775,33 EUR.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten das abgezinste Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs.5 KStG von 88 TEUR, welches seit 2008 in 10 gleichen Jahresraten ausgezahlt wird. Sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt im Berichtsjahr 398.600,00 EUR (Vorjahr: 354.132,00 EUR). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 5,15 % (Vorjahr: 4,5 %), einem Rententrend von 1,75 % (Vorjahr: 0 %) sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % pro Jahr. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2005).

Vermögensgegenstände mit einem beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2010 von 39.070,00 EUR, die nur der Deckung der bestehenden Alterversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind, werden mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 428.271,65 EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin sind in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie in Höhe von 69.934,62 EUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

1 Sonstige betriebliche Erträge

Im Rohergebnis sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (62 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen (20 TEUR) und Erträge aus der Währungsumrechnung (1 TEUR) ausgewiesen.

2 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (7 TEUR) und sonstige Steuern (1 TEUR) enthalten.

3 Finanzergebnis

Die sich aus der Saldierung von Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsverpflichtungen und Erträgen aus zu verrechnendem Vermögen ergebenden Aufwendungen werden unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

  31.12.2010
TEUR
Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsverpflichtungen -20
Erträge aus mit Pensionsverpflichtungen zu verrechnenden  
Vermögensgegenständen 2
Finanzaufwendungen (netto) aus Pensionsverpflichtungen -18

4 Außerordentliches Ergebnis

Aus der Anwendung der Vorschriften des BilMoG ergeben sich Aufwendungen in Höhe von 33 TEUR, die in den außerordentlichen Aufwendungen enthalten sind.

Sonstige Angaben

1 Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Industriekaufmann Frank Ludwig (Vertrieb/Finanzen), Gütersloh

Dipl.-Ing. Ulrich Reutner, Walldorf (bis 31. Dezember 2010)

Kaufmann Christian Methe (Produktion), Bielefeld (seit 13. Dezember 2010)

Die Gesellschaft macht von den Erleichterungen gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

2 Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 66 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

Angestellte 19
Arbeiter 47
  66

3 Beteiligungsunternehmen

Zum 31. Dezember 2010 war die Gesellschaft an dem folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

Firma Sitz Eigenkapital 31.12.2010 Anteile am Kapital
%
Jahresergebnis 2010
PPC Card Systems B.V. Groningen/ Niederlande 819.194,00 EUR 100 133.859,00 EUR

4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  TEUR
Bestellobligo für Rohstoffe und Fremdleistungen 234
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen  
2011 750
2012 bis 2015 903

5 Name und Sitz des Mutterunternehmens

exceet Group AG (vormals AEM Technologies Holding AG), St. Gallen/Schweiz

Die exceet Group AG (vormals AEM Technologies Holding AG), St. Gallen/Schweiz, ist Mutterunternehmen der exceet Card Group AG (vormals CardFactory AG), Paderborn. Diese wiederum hält 100 % der Anteile an der PPC Card Systems GmbH, Paderborn. Die exceet Group AG (vormals AEM Technologies Holding AG), St. Gallen/Schweiz, stellt einen Konzernabschluss auf, in den die berichtende Gesellschaft einbezogen wird.

 

Paderborn, 2. Mai 2011

Frank Ludwig, Geschäftsführer

Christian Methe, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 14.05.2011 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PPC Card Systems GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PPC Card Systems GmbH, Paderborn. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Oldenburg, 9. Mai 2011

Grant Thornton GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Kosse, Wirtschaftsprüfer

gez. Schur, Wirtschaftsprüfer

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