HE Deutschland GmbHLiquidiert

10787 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 50798
Eingetragen
23.9.2004
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von LuftfahrzeugenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Gegenstand
Der Erwerb des Teilerbbaurechts mit Hotelgebäude am Flughafen Frankfurt/Main sowie dessen Vermietung oder Verpachtung an eine Betriebsgesellschaft.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

HE Deutschland GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

LAGEBERICHT FÜR DAS Geschäftsjahr 2009

HE Deutschland GmbH, Berlin

I. GESCHÄFTSVERLAUF UND ERGEBNIS DER GESELLSCHAFT

Die HED GmbH hat mit Wirkung vom 26. Mai 1994 die am Flughafen Frankfurt/Main gelegene Hotelimmobilie (Sheraton Frankfurt Hotel) erworben und im Anschluss daran an die Le-Be Hotel Gesellschaft am Flughafen Frankfurt/Main mbH, Berlin, (kurz: Le-Be GmbH) vermietet. Die Mieterin betreibt das Hotel aufgrund eines mit der ITT Sheraton Management GmbH, Frankfurt/Main, abgeschlossenen Managementvertrags.

Die HED GmbH gehört mit Wirkung zum 1. Januar 2006 zum Konzern der BRE/Hospitality Europe Holding B.V., Amsterdam, Niederlande, nachdem gemäß Vereinbarung vom 23. Mai 2006 die BRE/Hospitality Europe S.a.r.l., Luxemburg, alle Rechte und Pflichten aus dem mit den Voreigentümern am 11. März 2006 geschlossenen Vertrag auf die BRE/Hospitality Europe Holding B.V., Amsterdam, Niederlande, übertragen hat.

Mit Beitrittserklärung vom 27. September 2006 ist die Gesellschaft als Darlehensnehmer dem globalen Konzerndarlehensvertrag zwischen der BRE/Hospitality Europe Holding B.V. als Hauptdarlehensnehmer und der Citibank International PLC vom 30. Mai 2006 beigetreten.

Der Darlehensvertrag in den Änderungsfassungen vom 10. Juli 2006 und 18. Oktober 2006 wurde am 14. Februar 2007 geändert und neu gefasst. Das Darlehen ist durch eine Briefhypothek in Höhe von € 150.600.000 sowie eine Briefgrundschuld in Höhe von € 25.600.000 zu Gunsten der Citibank International PLC im Grundbuch besichert. Daneben hat die Gesellschaft alle bestehenden und künftigen Forderungen, Versicherungsentschädigungen sowie die bestehenden Bankkonten an die Citibank abgetreten.

Gemäß den Regelungen des globalen Darlehensvertrags des Konzerns waren die Darlehen des Konzerns am 18. Oktober 2009 zur Rückzahlung fällig, da der Konzern nicht in der Lage war, die Bedingungen für die Verlängerung der Finanzierung um weitere 12 Monate zu erfüllen. Dies betraf insbesondere den Ersatz von ausgelaufenen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Währungsrisiken. In den Jahren 2009 und 2010 war und ist der Konzern aktiv an der Neuverhandlung der Finanzierungsvereinbarung mit dem derzeitigen Bankenkonsortium beteiligt und hat in diesem Zusammenhang mehrere kurzfristige Verlängerungen des globalen Darlehensvertrags vereinbart (die letzte davon gilt noch bis zum 28. Juli 2010).

Am 26. April 2010 hat der Konzern eine Absichtserklärung mit den Darlehensgebern in Bezug auf eine potentielle Neuordnung der Darlehensbeziehungen unterzeichnet. Diese Erklärung soll durch eine Verpflichtungserklärung, die sich im Unterschriftenumlauf bei den Banken befindet, ergänzt werden, in der alle Parteien ihre Absicht bekundeten, auf die Neuordnung der Darlehensbeziehungen innerhalb der vereinbarten Eckpunkte hinzuarbeiteten.

Im Falle einer erfolgreichen Verlängerung und Umfinanzierung hätte die Finanzierung eine Laufzeit von 4 Jahren mit einer Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr, vorbehaltlich der Zustimmung der Darlehensgeber. Gleichzeitig würde sich die Zinsspanne erhöhen, um den aktuellen Marktbedingungen Rechnung zu tragen. Darüber hinaus ist vorgesehen, einen Teil der Bankverbindlichkeiten durch Eigenkapital zu ersetzen.

Die Gesellschaft hat sich aufgrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage, welche sich negativ auf das operative Ergebnis der Le-Be GmbH auswirkt und dieser keine Erwirtschaftung einer angemessenen Eigenkapitalrendite ermöglicht, sowie anderseits der sehr positiven Zinsentwicklung bereit erklärt mit Wirkung vom 1. Januar 2009 die Grundmiete um € 3,84 Mio. auf € 10,1 Mio. abzusenken. Des Weiteren wurde vereinbart, die Anpassungsklausel im Mietvertrag neu zu regeln, wenn die Konditionen der Um- bzw. Neufinanzierung feststehen. Eine vorherige nochmalige Anpassung der Grundmiete wurde ausgeschlossen. Das Hotelergebnis der Mieterin reichte nicht aus, um der HED GmbH die Erwirtschaftung einer erfolgsabhängigen Miete zu ermöglichen.

Mit Bescheiden vom 23. Januar 2007 hat das Finanzamt die steuerliche Veranlagung der Gesellschaft unter Berücksichtigung der Ergebnisse der in 2006 abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 1999 bis 2002 geändert. Die Gesellschaft hat gegen die Bescheide aufgrund der Versagung des gewerbesteuerlichen Kürzungsanspruchs nach § 9 Abs. 1, Satz 2 GewStG für den Zeitraum des Bestehens der gewerbesteuerlichen Organschaft Einspruch eingelegt und bis zur Entscheidung über ein beim Finanzgericht anhängiges Verfahren Ruhen des Einspruchsverfahrens beantragt. Das Finanzamt hat dem Antrag entsprochen. In 2007 wurden Zahlungen in Höhe von € 1,1 Mio. für die strittige Gewerbsteuer und € 0,4 Mio. für darauf entfallende Zinsen geleistet. Das anhängige Verfahren ist noch immer nicht terminiert.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von € 0,7 Mio. erwirtschaftet. Dieser liegt um € 0,1 Mio. unter dem Jahresergebnis des Vorjahrs. Diese Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Umsatzerlöse aufgrund der Herabsetzung der Grundmiete um € 3,9 Mio. Gegenläufig wirkten niedrigere Zinsaufwendungen aufgrund des allgemein gesunkenen Zinsniveaus um € 3,6 Mio. sowie geringere Ertragsteuerbelastungen (€ 0,2 Mio).

II. DIE LAGE DER GESELLSCHAFT

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch das Teilerbbaurecht und die aufstehende Hotelimmobilie geprägt. Diese machen mit € 117,6 Mio. 91,6 % der Bilanzsumme aus.

Die zum Bilanzstichtag in Höhe von € 122,2 Mio. valutierenden Kredite zur Finanzierung des Hotels sind im Wesentlichen durch die Buchwerte des Anlagevermögens gedeckt (€ 117,6 Mio.).

Die Finanzlage ist stabil. Die Eigenkapitalquote beträgt zwar nur 4,5 %, kurzfristig sind jedoch nur Verbindlichkeiten in Höhe von € 0,4 Mio. fällig, da eine Verlängerung und Umfinanzierung des bestehenden Kreditengagements vorgesehen ist. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind vollständig durch die Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristig realisierbare Forderungen gedeckt.

Die Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um € 0,1 Mio. verschlechtert. Dies ist vor allem auf die Herabsetzung der Grundmiete (€ 3,9 Mio.) zurückzuführen, die im Wesentlichen durch die gesunkenen Zinsaufwendungen (€ 3,6 Mio.) und die niedrigere Ertragsteuerbelastung (€ 0,2 Mio.) aufgefangen wurde.

Die Umsätze lagen mit € 12,86 Mio. um € 4,54 Mio. unter denen vom Vorjahr, was auf die herabgesetzte Grundmiete (€ 3,84 Mio.) und die geminderte umsatzabhängige Zusatzmiete (€ 0,7 Mio.) zurückzuführen ist. Da die Zusatzmiete (€ 2,57 Mio.) einen Teil des Erbbaurechtsentgelts darstellt, muss dieser Teil der Einnahmen allerdings an die Grundstückseigentümerin Fraport AG weitergegeben werden.

Die üblichen wiederkehrenden Aufwendungen für Abschreibungen (€ 3,3 Mio.), sonstige betriebliche Aufwendungen (€ 3,0 Mio.), Zinsaufwendungen exklusive einmaliger Finanzierungskosten (€ 4,7 Mio.) sowie Grundsteuer (€ 0,4 Mio.) betragen € 11,4 Mio.

Die Einschränkung der Abzugsfähigkeit der Zinsaufwendungen (sogenannte Zinsschranke) durch die Unternehmenssteuerreform 2008 belastet die Gesellschaft stark. Trotz signifikanter steuerlicher Verlustvorträge führte diese Einschränkung zu einer Körperschaftsteuer- und Solidaritätszuschlagsbelastung von € 0,1 Mio.

III. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFT

Die Finanzkrise und die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa und der Welt haben die Europäische Zentralbank dazu bewogen, das Zinsniveau signifikant zu senken. Der Leitzinssatz ist am 7. Mai 2009 auf 1,0 % gesenkt worden und die EZB hat ihn seit diesem Zeitpunkt auf diesem Niveau unverändert belassen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Zinsen in 2010 auf diesem Niveau stabil bleiben und rechnet frühestens Mitte 2011 mit einem leichten Zinsanstieg.

Von diesen niedrigeren Zinsen hatte Gesellschaft im Geschäftsjahr 2009 noch erheblich profitieren können. Durch das Auslaufen des globalen Darlehensvertrags und die hierdurch notwendige Um- und Neufinanzierung geht die Gesellschaft davon aus zukünftig weniger stark von dem niedrigen Zinsniveau zu profitieren, da die Um- und Neufinanzierung mit höheren Zinsspannen den aktuell schwierigeren Marktbedingungen für Hotelfinanzierungen Rechnung tragen wird. Des Weiteren werden die Kosten für den Abschluss der Um- und Neufinanzierung sowie die Gebühren für die Verlängerung des globalen Darlehensvertrags bis zur Umfinanzierung das Ergebnis der Gesellschaft nicht unwesentlich belasten. Die HE Deutschland GmbH, Berlin, geht davon aus, dass die Umfinanzierung im 3. Quartal 2010 endgültig umgesetzt werden kann.

Durch Änderung der Anpassungsklausel im Mietvertrag mit der Le-Be GmbH haben sich die Parteien darauf verständigt, eine Anpassung der Grundmiete vornehmen zu können, wenn sich die Finanzierungskonditionen der HE Deutschland GmbH, Berlin, wesentlich ändern. Insofern ist die HE Deutschland GmbH, Berlin, gegen einen starken Zinsanstieg abgesichert.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Le-Be GmbH trotz der angespannten Wirtschaftslage die auf € 10,1 Mio. festgelegte Grundmiete in 2010 erwirtschaften kann. Inwieweit eine Erhöhung der Grundmiete nach Umfinanzierung von der Mieterin erwirtschaftet werden kann hängt von dem Hotelergebnis ab. Dieses wird voraussichtlich nicht unerheblich über dem des schwachen Geschäftsjahrs 2009 liegen. Eine Einschätzung für das Geschäftsjahr 2010 insgesamt und darüber hinaus ist jedoch auf Grund der instabilen Marktlage äußerst schwierig. Für die nächsten beiden Jahre geht die Gesellschaft nicht davon aus, auch erfolgsabhängige Mieten erwirtschaften zu können.

Vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise, der Verschärfung der Konkurrenzsituation auf dem Frankfurter Hotelmarkt, insbesondere durch die nunmehr für März 2011 geplante Eröffnung eines Hilton-Hotels in unmittelbarer Nähe zum Sheraton-Hotel sind Prognosen über diesen Zeitraum hinweg schwierig. Positiv könnte sich die Ende 2007 genehmigte Erweiterung des Frankfurter Flughafens um eine weitere Landebahn und einen weiteren Passagierterminal sowie die Aufhebung des absoluten Nachtflugverbots auswirken.

Unter Berücksichtigung aktueller Belegungszahlen wird das Risiko einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der Mieterin als relativ gering eingeschätzt.

Die HE Deutschland GmbH, Berlin, plant für das Wirtschaftsjahr 2010 Investitionen in das Gebäude von € 0,3 Mio. für einen neuen Wärmetauscher.

Die Gesellschaft rechnet auf Grund der Sonderbelastungen für die Neu- und Umfinanzierung mit einem leicht negativen Ergebnis für 2010. Nach Wegfall dieser Sonderbelastungen sollte es möglich sein in 2011 wieder positive Ergebnisse zu erwirtschaften.

IV. NACHTRAGSBERICHT

Die Geschäftsführer stellen die Abschlüsse weiterhin unter der Annahme der Unternehmensfortführung auf. In Anbetracht der unterzeichneten Absichtserklärung sowie der Verhandlungen mit den Darlehensgebern ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass in naher Zukunft Maßnahmen zum Abschluss gebracht werden, die es der Gesellschaft ermöglichen, weiterhin von einer Unternehmensfortführungsprognose auszugehen und auf dieser Grundlage die Jahresabschlüsse zu erstellen. Die Geschäftsleitung weist jedoch darauf hin, dass die Unternehmensfortführung von der weiteren Kooperation durch das finanzierende Bankenkonsortium abhängt.

Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, sind der Geschäftsleitung nicht bekannt.

 

Berlin, den 8. Juni 2010

HE Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Cornelia M. W. van den Broek

S. Diana Hoffmann

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009

HE DEUTSCHLAND GMBH, BERLIN

AKTIVA

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 117.582.153,00 120.913.928,00
Sachanlagen 117.582.153,00 120.913.928,00
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 117.582.153,00 120.913.928,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 10.685.584,45 6.913.038,06
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.527.016,82 6.111.318,80
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.318.691,88 6.014.184,35
2. Sonstige Vermögensgegenstände 208.324,94 97.134,45
II. Guthaben bei Kreditinstituten 158.567,63 801.719,26
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 162.676,06 492.015,03
  128.430.413,51 128.318.981,09

PASSIVA

   
  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. EIGENKAPITAL 5.801.847,89 5.102.543,76
I. Gezeichnetes Kapital 5.112.918,81 5.112.918,81
II. Kapitalrücklage 26.700.000,00 26.700.000,00
III. Verlustvortrag -26.710.375,05 -27.520.388,40
IV. Jahresüberschuss 699.304,13 810.013,35
B. RÜCKSTELLUNGEN 55.197,50 335.408,00
C. VERBINDLICHKEITEN 122.573.368,12 122.881.029,33
  128.430.413,51 128.318.981,09

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

  2009
EUR
2008
EUR
1. Rohergebnis 12.864.332,51 17.429.612,52
2. Abschreibungen auf Sachanlagen -3.331.775,00 -3.331.775,72
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.038.796,89 -3.782.104,46
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 389.841,26 426.798,11
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 386.086,31 (Vorjahr: EUR 383.609,75)    
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.679.958,83 -9.258.828,18
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 406.798,58 (Vorjahr: EUR 542.397,96)    
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.203.643,05 1.483.702,27
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -145.258,00 -314.608,00
8. Sonstige Steuern -359.080,92 -359.080,92
9. Jahresüberschuss 699.304,13 810.013,35

Anhang für das Geschäftsjahr 2009

HE Deutschland GmbH, Berlin

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 bis 256 und §§ 264 bis 288 HGB) erstellt.

Der Posten "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken" wird unter der Bezeichnung "Grundstückgleiche Rechte und Bauten" dargestellt.

Im Rahmen der Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft am 27. Oktober 2006 einem globalen Darlehensvertrag der Unternehmensgruppe beigetreten ist, infolge dessen Grundpfandrechte bestellt sowie die Bankguthaben und sämtliche Forderungen aus Versicherungszahlungen abgetreten wurden.

II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bewertung erfolgte nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Gemäß den Regelungen des globalen Darlehensvertrages des Konzerns waren die Darlehen des Konzerns am 18. Oktober 2009 zur Rückzahlung fällig, da der Konzern nicht in der Lage war, die Bedingungen für die Verlängerung der Finanzierung um weitere 12 Monate zu erfüllen. Dies betraf insbesondere den Ersatz von ausgelaufenen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Währungsrisiken. In den Jahren 2009 und 2010 war und ist der Konzern aktiv an der Neuverhandlung der Finanzierungsvereinbarung mit dem derzeitigen Bankenkonsortium beteiligt und hat in diesem Zusammenhang mehrere kurzfristige Verlängerungen des globalen Darlehensvertrags vereinbart (die letzte davon gilt noch bis zum 28. Juli 2010). Am 26. April 2010 hat der Konzern eine Absichtserklärung mit den Darlehensgebern in Bezug auf eine potentielle Neuordnung der Darlehensbeziehungen unterzeichnet. Diese Erklärung soll durch eine Verpflichtungserklärung, die sich im Unterschriftenumlauf bei den Banken befindet, ergänzt werden, in der alle Parteien ihre Absicht bekundeten, auf die Neuordnung der Darlehensbeziehungen innerhalb der vereinbarten Eckpunkte hinzuarbeiten. Im Falle einer erfolgreichen Verlängerung und Umfinanzierung hätte die Finanzierung eine Laufzeit von 4 Jahren mit einer Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr, vorbehaltlich der Zustimmung der Darlehensgeber. Gleichzeitig würde sich die Zinsspanne erhöhen, um den aktuellen Marktbedingungen Rechnung zu tragen. Darüber hinaus ist vorgesehen, einen Teil der Bankverbindlichkeiten teilweise durch Eigenkapital zu ersetzen.

In Anbetracht der unterzeichneten Absichtserklärung sowie der Verhandlungen mit den Darlehensgebern ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass in naher Zukunft Maßnahmen zum Abschluss gebracht werden, die es der Gesellschaft ermöglichen, weiterhin von einer Unternehmensfortführungsprognose auszugehen und auf dieser Grundlage die Jahresabschlüsse zu erstellen. Die Geschäftsleitung weist jedoch darauf hin, dass die Unternehmensfortführung von der weiteren Kooperation durch das finanzierende Bankenkonsortium abhängt.

Die Sachanlagen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB zu Anschaffungskosten und Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 Satz 1, 2. Halbsatz, 1. Alternative HGB), vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, aktiviert. Die Abschreibung der grundstücksgleichen Rechte erfolgte unter Zugrundelegung der Laufzeit des Teilerbbaurechts.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgte zum Nennwert.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wurde zum Nennwert angesetzt. Die Einlagen sind in voller Höhe erbracht.

Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009 wird in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 10.319 entfallen T€ 613 auf Forderungen gegen Gesellschafter, die zugleich Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, darstellen. Diese Forderungen betreffen in Höhe von T€ 616 sonstige Forderungen, die saldiert mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3 ausgewiesen werden.

Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 9.706 betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 547, die mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 164 saldiert wurden und sonstige Forderungen in Höhe von T€ 9.338, die mit sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 15 saldiert ausgewiesen werden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von T€ 169 Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus der Überzahlung von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie in Höhe von T€ 39 noch nicht abzugsfähige Vorsteuerbeträge, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und ihre Besicherungen ergeben sich aus dem nachfolgend aufgeführten Verbindlichkeitenspiegel (die Zahlen in den Klammern betreffen die Werte zum 31. Dezember 2008):

    davon mit einer Restlaufzeit von
  Gesamtbetrag 31.12.2009
T€
bis zu einem Jahr
T€
einem bis fünf Jahren
T€
mehr als fünf Jahren
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 122.333 0 122.333 0
(Vorjahr) 122.629 122.629 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 240 240 0 0
(Vorjahr) 252 252 0 0
Gesamt 122.573 240 122.333 0
(Vorjahr) 122.881 122.881 0 0

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 122.333 (T€ 122.629) durch Grundpfandrechte und Sicherungsabtretungen besichert.

Zum Abschlussstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von T€ 515.928. Hierfür bestehen Besicherungen durch Sicherungsabtretungen und Sicherungsübereignung in Höhe von T€ 515.928.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen insgesamt T€ 13.977. Die sich aus dem Darlehensvertrag mit der Citibank International PLC ergebenden finanziellen Verpflichtungen werden über die Laufzeit der Verlängerung des Darlehensvertrags bis zum 28. Juli 2010 mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Zinssatz angesetzt.

IV. ANGABEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Jahresergebnis 2009 wird durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 145 belastet.

V. SONSTIGE ANGABEN

Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr Frau Cornelia M. W. van den Broek, Kaufmann, Luxemburg und Frau S. Diana Hoffmann, Kauffrau, Luxemburg.

Die Gesellschaft ist in einen Konzern eingebunden. Konzernmutter ist die BRE/Hospitality Europe Holding B.V. mit Sitz in Amsterdam, Niederlande. Die Konzernabschlüsse der BRE/Hospitality Europe Holding B.V. mit Sitz in Amsterdam, Niederlande, werden im Handelsregister der Handelskammer Amsterdam, Niederlande, unter der Nummer 34248446 sowie unter der Handelsregistereintragung der Muttergesellschaft, Frankfurt Airport-Hotel Holding GmbH, Berlin, im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg von Berlin unter der Nummer HR B 71980 veröffentlicht.

 

Berlin, den 8. Juni 2010

HE Deutschland GmbH

Cornelia M. W. van den Broek

S. Diana Hoffmann

  ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
  1. Jan. 2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2009
EUR
SACHANLAGEN        
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 166.618.664,57 0,00 0,00 166.618.664,57
  166.618.664,57 0,00 0,00 166.618.664,57
  AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
  1. Jan. 2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2009
EUR
SACHANLAGEN        
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 45.704.736,57 3.331.775,00 0,00 49.036.511,57
  45.704.736,57 3.331.775,00 0,00 49.036.511,57
  RESTBUCHWERTE
  31. Dez. 2009
EUR
31. Dez. 2008
EUR
SACHANLAGEN    
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 117.582.153,00 120.913.928,00
  117.582.153,00 120.913.928,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HE Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir pflichtgemäß darauf hin, dass der Bestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die im Lagebericht dargestellt sind. Dort wird ausgeführt, dass die Fortführung des Unternehmens grundsätzlich davon abhängt, dass der globale Konzernkreditvertrag zwischen den finanzierenden Banken und den Konzernunternehmen, insbesondere dem Mutterunternehmen BRE/Hospitality Europe Holding B.V., welcher am 28. Juli 2010 fällig ist, verlängert oder neu abgeschlossen wird.

 

Berlin, den 18. Juni 2010

TRINAVIS GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Goebel, vereidigter Buchprüfer

Dieter Peters, Wirtschaftsprüfer

In der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 6. Juli 2010 wurde beschlossen:

1.) Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2009

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 wird mit einem Verlustvortrag von EUR 26.710.375,05 und einem Jahresüberschuss von EUR 699.304,13 in der vorgelegten Form festgestellt.

2.) Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 699.304,13 ist auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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