Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 133924
Vorher
SevenOne Media GmbH
Eingetragen
24.10.2000
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Verkauf und Vermarktung von Werbezeiten und Werbeflächen für audiovisuelle und sonstige Medien im deutschsprachigen Raum, insbesondere Werbezeiten für Fernsehveranstalter, Teledienste und Mediendienste und sonstige online Dienste; Verkauf und Vermarktung von Werbegemeinschaften und Sponsoring einschließlich Eventsponsoring, insbesondere für Fernsehwerbung im deutschsprachigen Raum; Merchandising und Promotion, insbesondere von Fernsehproduktionen und sonstigen audiovisuellen Produktionen, einschließlich z.B. Computerspielen, Teledienstangebote, Mediendiensteangebote und sonstige online Angebote im deutschsprachigen Raum; Durchführung aller Geschäfte, die hiermit in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang stehen.

Historie

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Management

NameRolle
Nicola Lussana
seit 3.11.2025
Geschäftsführer
Nicole Agudo Berbel
seit 5.9.2025
Geschäftsführer
Markus Dr. Messerer
seit 12.11.2024
Geschäftsführer
Michael Dr. Stix
seit 23.9.2024
Geschäftsführer
Georg Nitzl
seit 11.2.2013
Geschäftsführer
Guido Modenbach
seit 29.11.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

SevenOne Media GmbH

Unterföhring

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Bilanz zum 31. Dezember 2007

Aktiva


31.12.2007 31.12.2006

EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.665.345,00
13.827.641,00
2. Geleistete Anzahlungen 163.125,00 12.828.470,00 52.000,00 13.879.641,00
II. Sachanlagen



1. Bauten auf fremden Grundstücken 722.266,00
783.650,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 378.251,00 1.100.517,00 414.529,00 1.198.179,00
III. Finanzanlagen



Sonstige Ausleihungen
11.369,37
15.000,00


13.940.356,37
15.092.820,00
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



Waren
31.674,12
48.492,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.754.988,46
346.316,27
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 127.549.798,90
4.960.082,59
3. Sonstige Vermögensgegenstände 271.744,88 129.576.532,24 400.737,97 5.707.136,83
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
10.979,82
9.808,79


129.619.186,18
5.765.437,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten
22.053,80
61.041,53


143.581.596,35
20.919.299,50

Passiva


31.12.2007 31.12.2006

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 4.771.714,33 4.771.714,33

5.771.714,33 5.771.714,33
B. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 8.947.600,00 3.982.800,00
C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.816.424,51 4.341.832,76
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 500.667,48 6.003.093,27
3. Sonstige Verbindlichkeiten 120.545.190,03 819.859,14
-davon aus Steuern EUR 428.405,68 (i. Vj. EUR 340.545,17)-

-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 755,96 (i. Vj. EUR 3.756,92)-


128.862.282,02 11.164.785,17

143.581.596,35 20.919.299,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007


2007 2006

EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 62.883.812,01
61.051.693,97
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.872.961,70 64.756.773,71 1.738.464,28 62.790.158,25
3. Programm- und Materialaufwand



a) Aufwendungen für Lizenzen, Sendegebühren und Materialien 209.177,12
154.585,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.717.417,83 1.926.594,95 1.980.670,71 2.135.255,91
4. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 21.334.209,30
20.272.116,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.028.787,32 24.362.996,62 3.217.517,69 23.489.633,79
-davon für Altersversorgung EUR 25.434,87 (i. Vj. EUR 10.566,48)-



5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
3.907.508,01
3.046.745,93
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
34.618.769,58
33.053.050,58
7. Erträge aus Beteiligungen
0,00
16.500,00
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
636,68
825,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
55.249,29
11.938,95
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 55.249,29 (i. Vj. EUR 11.938,95)-



10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
304.124,04
267.512,07
-davon an verbundene Unternehmen EUR 139.124,04 (i.Vj. EUR 267.512,07)-




11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-307.333,52
827.223,92
12. Sonstige Steuern
22.590,00
21.598,91
13. Außerordentliche Aufwendungen/ außerordentliches Ergebnis
120.000.000,00
0,00
14. Erträge aus Verlustübernahme
120.329.923,52
0,00
15. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne
0,00
805.625,01
16. Jahresüberschuss
0,00
0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2007

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der SevenOne Media GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird, wie in den Vorjahren, nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Als große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) hat die Gesellschaft einen Lagebericht gemäß § 289 HGB erstellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten Software, gewerbliche Schutzrechte und geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte werden im Regelfall über drei bis zehn Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige lineare sowie gegebenenfalls um erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Bauten auf fremden Grundstücken sowie Ein- und Umbauten werden nach der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen drei bis neunzehn Jahre oder der kürzeren Laufzeit der Mietverträge abgeschrieben. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird abhängig vom Wirtschaftsgut in der Regel über drei bis dreizehn Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen sind zum Nennbetrag bilanziert. Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist den erkennbaren Risiken durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen worden.

Rückstellungen werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. zum höheren Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Briefkurs am Buchungstag oder dem höheren Kurs am Bilanzstichtag, Fremdwährungsverpflichtungen mit dem Geldkurs am Buchungstag oder dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


Restlaufzelt kleiner Restlaufzelt größer 31.12.2007

als 1 Jahr EUR als 1 Jahr EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Fremde 1.754.988,46 0,00 1.754.988,46
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 127.549.798,90 0,00 127.549.798,90
(davon gegen Gesellschafter) (2.305.602,18) (0,00) (2.305.602,18)
Sonstige Vermögensgegenstände 271.744,88 0,00 271.744,88
Summe 129.576.532,24 0,00 129.576.532,24

Im Geschäftsjahr bestehen Einzelwertberichtigungen von insgesamt EUR 29.015,43 und Pauschalwertberichtigung in Höhe von EUR 15.000,00.

Eigenkapital

Die SevenOne Media GmbH hat am 29. November 2006 mit der SevenOne Brands GmbH als herrschende Gesellschafterin einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der Verlust des Geschäftsjahres 2007 wurde entsprechend dieser Vereinbarung zum 31. Dezember 2007 von der SevenOne Brands GmbH ausgeglichen.

Rückstellungen


31.12.2007

EUR
Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen 5.983.300,00
Personalrückstellungen 2.270.300,00
Rückstellung für Umsatzsteuer 440.000,00
Rückstellung für Zinsen aus Umsatzsteuerschuldverhältnissen 165.000,00
Rückstellung für Prozesskosten 40.000,00
Rückstellung für Jahresabschlusskosten 30.000,00
Übrige Sonstige Rückstellungen 19.000,00
Summe 8.947.600,00

Verbindlichkeiten


Restlaufzeit

Gesamt

bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2007

EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.816.424,51 0,00 0,00 7.816.424,51
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 500.667,48 0,00 0,00 500.667,48
(davon gegenüber Gesellschafter) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 120.545.190,03 0,00 0,00 120.545.190,03
(davon aus Steuern) (428.405,68) (0,00) (0,00) (428.405,68)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (755,96) (0,00) (0,00) (755,96)
Summe 128.862.282,02 0,00 0,00 128.862.282,02

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Einmalaufwendungen in Höhe von EUR 120,0 Mio., die aus einem Bußgeldverfahren des Bundeskartellamts resultieren.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen


fällig Im Folgejahr fällig Im 2. bis 5. Jahr fällig nach dem 5. Jahr Summe

TEUR TEUR TEUR TEUR
Leasing- und langt. Mietverpflichtungen 792 1.680 0 2.472

Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren aus Vertragsabschlüssen in der Zeit vor dem 31. Dezember 2007 und betreffen im Wesentlichen Kfz-Leasing- und langfristige Mietverpflichtungen.

Nicht in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten sind Verpflichtungen aus sonstigen Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen, die nur kurzfristiger Natur bzw. jederzeit kündbar sind.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse


2007

EUR
externe Umsatzerlöse
klassische Werbeerlöse 336.150,00
Werbeerlöse aus Gegengeschäften 210.250,00
Sonstige Umsatzerlöse aus Gegengeschäften 2.700.061,58
Sonstige Umsatzerlöse 870.268,55
Interne Umsatzerlöse
Vermarktung/Werbeforschung und sonstige Leistungen 58.767.081,88
Summe 62.883.812,01

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Erlöse mit verbundenen Unternehmen und werden fast ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland erzielt. Auf eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wird daher verzichtet.

Periodenfremde Erträge

Von den periodenfremden Erträgen in Höhe von insgesamt EUR 491.017,65 entfallen EUR 379.649,63 auf die Auflösung von Rückstellungen sowie EUR 94.470,41 auf einen Vergleich.

Außerordentliches Ergebnis

Es handelt sich um Einmalaufwendungen in Höhe von EUR 120,0 Mio., die aus einem Bußgeldverfahren des Bundeskartellamts resultieren.

Sonstige Angaben

Beziehungen zu Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der SevenOne Media GmbH, Unterföhring, wird in den Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media AG, Unterföhring, einbezogen.

Der Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media AG wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Die Lavena 1 S.à.r.l., Luxemburg, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 304 Angestellte.

Organe

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

Herr Peter Christmann, Vorstand Sales und Marketing der ProSiebenSat.1 Media AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der SevenOne Media GmbH (bis zum 31.08.2007)

Herr Michael Krautwald, Vorsitzender der Geschäftsführung, Geschäftsführer Sales, verantwortlich für den gesamten Verkaufsbereich

Herr Thomas Wagner, Geschäftsführer Support, verantwortlich für die Bereiche Revenue Management, Finance & Administration und IT Systems

Herr Dr. Andrea Malgara, Geschäftsführer Services, verantwortlich für die Bereiche Marketing und Research

Die Aufwendungen für die Bezüge des Geschäftsführers Peter Christmann wurden von der ProSieben Sat.1 Media AG getragen.

Die Aufwendungen für die Bezüge der anderen Geschäftsführungsmitglieder betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.978.

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007


Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen

1.1.2007 Zugänge Abgänge 31.12.2007 1.1.2007 Zugänge

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 30.464.262,58 2.609.020,32 0,00 33.073.282,90 16.636.621,58 3.771.316,32
2. Geleistete Anzahlungen 52.000,00 111.125,00 0,00 163.125,00 0,00 0,00

30.516.262,58 2.720.145,32 0,00 33.236.407,90 16.636.621,58 3.771.316,32
II. Sachanlagen





1. Bauten auf fremden Grundstücken 5.201.960,55 0,00 0,00 5.201.960,55 4.418.310,55 61.384,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.399.517,65 39.542,69 30.500,18 1.408.560,16 984.988,65 74.807,69

6.601.478,20 39.542,69 30.500,18 6.610.520,71 5.403.299,20 136.191,69
III. Finanzanlagen





Sonstige Ausleihungen 15.000,00 2.869,37 6.500,00 11.369,37 0,00 0,00

37.132.740,78 2.762.557,38 37.000,18 39.858.297,98 22.039.920,78 3.907.508,01



Kumulierte Abschreibungen Buchwerte

Abgänge 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2006

EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 20.407.937,90 12.665.345,00 13.827.641,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 163.125,00 52.000,00

0,00 20.407.937,90 12.828.470,00 13.879.641,00
II. Sachanlagen



1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 4.479.694,55 722.266,00 783.650,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.487,18 1.030.309,16 378.251,00 414.529,00

29.487,18 5.510.003,71 1.100.517,00 1.198.179,00
III. Finanzanlagen



Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 11.369,37 15.000,00

29.487,18 25.917.941,61 13.940.356,37 15.092.820,00


Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die dynamische Konjunkturentwicklung in den Industrieländern hat zum Jahresende 2007 etwas an Schwung verloren. Die globale Finanzmarktkrise, die steigenden Ölpreise und die höheren Verbraucherpreise wirkten belastend. Auch in der erweiterten EU (EU27) sowie der Euro-Zone (EU13) entwickelte sich die Konjunktur im Jahr 2007 zunächst robust. Nach einem etwas schwächeren zweiten Quartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal im Vergleich zum Vorzeitraum in beiden Regionen um 0,8 Prozent. Das Schlussquartal konnte daran nicht ganz anschließen. In seiner Schnellschätzung für das vierte Quartal gibt das statistische Amt der europäischen Gemeinschaft für die EU27 derzeit eine Wachstumsrate von 0,5 Prozent an, für die Euro-Zone (EU13) von 0,4 Prozent. Für das Gesamtjahr 2007 ergibt sich in der EU27 ein reales Wachstum von 2,9 Prozent, in der Euro-Zone (EU13) von 2,7 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft hat nach ersten vorläufigen Berechnungen des statistischen Bundesamtes 2007 mit einem Plus von real 2,5 Prozent erneut kräftig zugelegt (2006: +2,9%). Getrieben wurde das Wachstum vor allem vom Außenhandel und den Investitionen. Schwach präsentierte sich der private Konsum. Trotz einer erfreulichen Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung ging er im Vergleich zum Vorjahr real um 0,3 Prozent zurück. In der ersten Jahreshälfte forderte die Mehrwertsteuererhöhung ihren Tribut, im zweiten Halbjahr drückten die steigenden Verbraucherpreise - vor allem bei Energie und Nahrungsmitteln - auf die Stimmung der Konsumenten. Allein den gestiegenen Staatsausgaben war zu verdanken, dass der Konsum insgesamt doch noch 0,2 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitragen konnte.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Für die ProSiebenSat.1 Group ist insbesondere ausschlaggebend, in welchem Maß sich das Wachstum der Gesamtwirtschaft auf den TV-Werbemarkt und das Kerngeschäft werbefinanziertes Fernsehen auswirkt.

Bruttowerbemarkt

Mit Brutto-Werbeinvestitionen von insgesamt 8,7 Mrd Euro verbuchten die deutschen TV-Sender im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 5,2 Prozent. Für Wachstum im TV-Markt sorgten vor allem die Branchen Handel und Versand (+17,2%), Finanzen (+13,4%) und Touristik (+11,3%). Mit einem Anteil am TV-Werbemarkt von 43,5 Prozent hat die ProSiebenSat.1 Group ihre führende Position im deutschen TV-Werbemarkt erneut ausgebaut (2006: 43,0%). SevenOne Media, der TV-Vermarkter der Gruppe, konnte 2007 Bruttoumsätze in Höhe von 3.798 Mio Euro für die Sender erzielen. Die von der IP Deutschland vermarkteten Sender RTL, Vox, Super RTL und n-tv erreichten im Berichtszeitraum 3.247 Mio Euro. Dies entspricht einem Rückgang des Werbemarktanteils um 1,1 Prozentpunkte auf 37,2 Prozent. Auch der Anteil von RTL2-Vermarkter EI Cartel verringerte sich gegenüber dem Vorjahr und betrug 5,4 Prozent beziehungsweise 475,0 Mio Euro (Vergleichszeitraum 2006: 5,5%).

Geschäftsfelder

SevenOne Media im Überblick

SevenOne Media ist das führende deutsche Vermarktungsunternehmen für audiovisuelle Medien. Als Tochterunternehmen der ProSiebenSat.1 Group vermarktet SevenOne Media die TV-Sender Sat.1, ProSieben, kabel eins, N24 und 9Live sowie die neuen digitalen Plattformen (u.a. Pay-TV, Video-on-Demand). Neben der Vermarktung der klassischen Werbung und der Sonderwerbeformen liegt unser Kerngeschäft in der Entwicklung von integrierten und crossmedialen Werbekonzepten - gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen SevenOne Interactive, dem Online- und Multimediavermarkter der ProSiebenSat.1 Group. Das Portfolio der beiden Unternehmen umfasst neben dem Massenmedium TV die interaktiven und dialogorientierten Plattformen Online, Teletext und Mobile sowie CRM/Direct Marketing, Events und Merchandising. Darüber hinaus bündelt SevenOne Media den gesamten Forschungsbereich (Werbe-, Markt- und Programmforschung) der ProSiebenSat.1 Group. Das Unternehmen übernimmt zudem weitere zentrale Dienstleistungen für die Gruppe wie den Mediaeinkauf und die Sendeplanung.

SevenOne Media beschäftigt an seinem Hauptsitz in Unterföhring und seinen regionalen Verkaufsbüros in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München rund 300 Mitarbeiter. Mit einem Brutto-Werbemarktanteil von rund 43 Prozent ist das Unternehmen Marktführer im deutschen TV-Werbemarkt. In der Schweiz und in Österreich vermarkten wir mit unseren Tochterunternehmen SevenOne Media Austria und SevenOne Media CH die dortigen Werbe- bzw. Programmfenster.

Vermarktung von integrierten und konvergenten Kampagnen

Als hundertprozentige Tochter der ProSiebenSat.1 Group können wir unseren Kunden alle strategischen Vorteile eines integrierten audiovisuellen Medienhauses weitergeben. Im Verbund mit unseren Schwesterunternehmen SevenOne Interactive und MM Merchandising Media bieten wir ein Produktportfolio an, das die komplette Bandbreite klassischer und nicht klassischer Medien umfasst: TV, Online, Teletext, Mobile, Ingame-Advertising, Pod Cast-Werbung, Merchandising, CRM/Direktmarketing, Eventmarketing

Vermarktung von neuen digitalen Plattformen und Zusatzdiensten

Als Marktführer im deutschen TV-Werbemarkt ist es unser Ziel, die Funktionalitäten der audiovisuellen Werbung kontinuierlich weiterzuentwickeln. SevenOne Media bietet daher neben klassischer TV-Werbung, Sonderwerbeformen und vernetzten Werbekonzepten auch Werbemöglichkeiten auf den neuen digitalen Plattformen und weitere werbliche Zusatzdienste an.

Digitale Pay-TV-Kanäle Sat.1 Comedy, kabel eins classics, Deutsches Wetterfernsehen: Verlängerung von TV-Kampagnen für spitz definierte Zielgruppen

Video-on-Demand-Portal maxdome: Bewegtbild-Werbung in Form von Sponsorings oder Advertising-on-Demand

Interaktives PoS-Fernsehen impulsTV: Werbung am Point-of-Sale in SB-Warenhäusern

Vermögens-, Finanz-und Ertragslage

Bilanzsumme steigt um 122,7 Mio. Euro durch Kartellamtsvergleich

Die Bilanzstruktur 2007 ist maßgeblich verändert durch die Auswirkungen eines Vergleichs mit dem Bundeskartellamt aus dem Jahr 2007.

Die zum Stichtag 31.12.07 noch nicht fällige Kartellamtsforderung von 120,0 Mio. Euro sowie die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Ergebnisübernahmevertrag, in Höhe von 120,3 Mio. Euro verlängern die Bilanzsumme deutlich im Stichtagsvergleich.

Die Eigenkapitalquote beträgt stichtagsbezogen 4 Prozent und hat sich gegenüber 2006 durch die gravierend höhere Bilanzsumme um 24 Prozentpunkte verschlechtert. Nach Ausgleich von Forderungen und Verbindlichkeiten in 2008 werden die alten Relationen wieder hergestellt.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich zum Vorjahr um 117,7 Mio. Euro auf 128,9 Mio. Euro. Dabei erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund der Verpflichtungen aus dem Kartellrechtsbußgeld auf 120,5 Mio. Euro. Die SevenOne Media finanziert sich über eine Konzernverrechnung, direkte Bankverbindlichkeiten bestehen nicht.

Die Rückstellungen stiegen um 4,9 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro aufgrund fehlender Rechnungen zum 31.12.07 aus Dienstleistungsvereinbarungen.

Zentrales Finanzmanagement

Die SevenOne Media ist in das Cash-Pooling-System der ProSiebenSat.1 Media AG einbezogen. Durch ein zentrales Finanzmanagement findet ein konzerninterner Liquiditätsausgleich statt. SevenOne Media ist jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Aussergewöhnliche Aufwendungen beeinflussen die Zusammensetzung des Jahresergebnisses

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent gestiegen. Die Höhe der Personalaufwendungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent erhöht. Der Personalkostenanteil beträgt 38 Prozent und ist damit stabil.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um knapp 5 Prozent auf 34,6 Mio. Euro ist insbesondere auf gestiegene Vertriebsaufwendungen zurückzuführen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. Euro auf - 0,3 Mio. Euro.

Unter den außerordentlichen Aufwendungen ist die Kartellamtsstrafe über 120,0 Mio. Euro. verbucht.

Der sich insgesamt ergebende Verlust in Höhe von 120,3 Mio Euro entspricht den Erträgen aus Verlustübernahmen in dieser Höhe.

Mitarbeiter

Mitarbeiterentwicklung als Investition in die Zukunft

Als führendes Unternehmen im deutschen Werbemarkt engagiert sich SevenOne Media auch im Bereich Ausbildung, insbesondere, da es für die meisten Berufsbilder keine geregelten Ausbildungswege gibt. Das Unternehmen bildet zum einen selbst Mitarbeiter aus, indem Praktikanten-Stellen angeboten werden, unterstützt zum anderen aber personell und finanziell auch die Ausbildung im universitären und außer-universitären Bereich.

Die eigenen Personalaufwendungen betrugen 2007 24,4 Mio. Euro. Die SevenOne Media hat auch im Jahr 2007 das Vergütungssystem fortentwickelt und weitergeführt, das an den Holding-, Unternehmens- und individuellen Leistungszielen orientiert ist. Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 304 Mitarbeiter nach HGB beschäftigt.

Risikobericht

Die SevenOne Media GmbH ist in das leistungsfähige Risikomanagementsystem der ProSiebenSat.1 Media AG einbezogen. Die SevenOne Media GmbH als zentraler Vermarkter der Senderfamilie ist stark von den Risiken in den Bereichen Konjunktur und Werbemarkt, Programmbestand, Lizenzerwerb, Auftragsproduktionen, Technologie, ratings, Verkaufsmodell, Corporate Governance und Compliance, Kartellrecht, Medienpolitik sowie Distribution abhängig.

Als pan-europäisches Medienunternehmen wird die ProSiebenSat.1 Group auch künftig alle Chancen nutzen, um ihre starke Marktposition weiter auszubauen. Doch sind mit Chancen auch Risiken verbunden. Ein wirksames Risikomanagement ist wichtig, um die Wettbewerbsposition langfristig zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Mit unserem Risikomanagementsystem können wir bestehende und künftige Gefahrenpotentiale frühzeitig identifizieren, analysieren, bewerten und deren effiziente Steuerung unterstützen. Die ProSiebenSat.1 Group betreibt zudem intensive Marktforschung in allen Bereichen, die sich aus ihrer Geschäftstätigkeit ergeben oder in denen das Unternehmen Risikopotential oder Chancen sieht.

Risikomanagementsystem für pan-europäischen Konzern etabliert

Im Zuge der Integration der SBS Broadcasting Group (SBS) wurde das Risikomanagementsystem an die spezifischen Rahmenbedingungen der neu erworbenen Töchter angepasst. Die Risikokategorien wurden erweitert und eine Berichterstattung in den sechs Kategorien externe Risiken, Content, technologische Risiken, Sales, organisatorische und finanzwirtschaftliche Risiken sowie Compliance eingeführt. Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Risiken, die derzeit nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch unwesentlich scheinen, könnten die Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen. Die intensive Beobachtung aktueller Entwicklungen hat für die ProSiebenSat.1 Group daher auch künftig oberste Priorität.

Grundlagen und Prozesse des strategischen und operativen Risikomanagements

Grundvoraussetzungen für den richtigen Umgang mit Risiken sowie für die Identifizierung und optimale Nutzung von Chancen sind klare Organisationsstrukturen sowie eine eindeutige Zuordnung von Aufgaben und Verantwortungsbereichen. Einheitliche Richtlinien sorgen für methodisches Vorgehen und sind für die konzernweite Prozesssteuerung unerlässlich. Das Risikomanagementsystem der ProSiebenSat.1 Group ist auf die speziellen Gegebenheiten des Konzerns ausgerichtet und beruht auf dem Prinzip, jeden Geschäftsbereich und jede Tochtergesellschaft in den Prozess einzubeziehen.

Der Risikomanagementprozess der ProSiebenSat.1 Group besteht aus folgenden Schritten:

Risikoidentifizierung:

Die Risikoidentifizierung gehört infolge sich ständig ändernder Verhältnisse und Anforderungen zu den kontinuierlich anfallenden Aufgaben, die fest in die täglichen Arbeitsabläufe integriert sind. Dabei fungiert das Risikomanagementsystem als Frühwarnsystem, um rechtzeitig mögliche Schäden durch entsprechende Maßnahmen abwenden zu können. Frühwarnindikatoren wurden für alle messbaren und bedeutenden Risikobereiche definiert. Sie umfassen im Wesentlichen die Entwicklung der ProSiebenSat. 1 Group im Zuschauer- und Werbemarkt, die Rentabilität und Attraktivität des Programmbestands, die Entwicklung freier Kreditlinien und die Personalentwicklung. Sobald ein Indikator eine bestimmte Toleranzgrenze erreicht, werden Gegenmaßnahmen eingeleitet. Auf diese Weise wird die Gesamtrisikolage des Unternehmens stets in einem tragbaren Rahmen gehalten und die Chancen-Risiko-Relation insgesamt optimiert.

Risikobeurteilung und -bewertung:

Nicht alle Risiken sind gleich wichtig. Um ein effizientes Risikomanagement sicherzustellen, müssen die wesentlichen Risiken systematisch bewertet werden. Dabei werden ihre Ursachen analysiert, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt sowie ihre potentiellen Auswirkungen und Wechselwirkungen mit Chancen berücksichtigt. Grundlage für die Identifizierung und Kategorisierung der erkannten Risiken sind spezifische Checklisten sowie Planungs- und Controllingdaten. Zu den für die Risikobewertung angewandten Verfahren zählen neben quantitativen Bewertungsmethoden und Frühwarnindikatoren auch qualitative Einschätzungen.

Risikoüberwachung und Risikoberichterstattung:

Für das Erfassen und Melden der Risiken sind dezentrale Risikomanager in den verschiedenen Unternehmenseinheiten verantwortlich. Die Risikomanager werden durch den Bereich Konzerncontrolling und Unternehmensplanung unterstützt. Das Controlling ist außerdem für die monatliche Berichterstattung an den Vorstand verantwortlich. Sofern neue Chancen und Risiken auftreten oder sich einzelne Indikatoren signifikant verändern, werden Vorstand und Aufsichtsrat auch außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung informiert. Dadurch ist das Management jederzeit in der Lage, ungünstige Entwicklungen frühzeitig, also vor Eintritt eines Schadens zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Effektivität der Prozesse wird von der Internen Revision geprüft. Grundlage für die Prüfung ist ein Risikomanagementhandbuch, das die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Grundsätze des Risikomanagements zusammenfasst.

Gesamtrisikolage weiterhin überschaubar, Chancen- und Risikoprofil optimiert

Wesentliche Risiken für die Entwicklung der ProSiebenSat.1 Group resultieren aus konjunkturellen Einflüssen auf den relevanten Märkten. Zur Kompensation dieser Risiken verfolgt die ProSiebenSat.1 Group eine konsequente Diversifikationsstrategie. Als Folge der Neustrukturierung des Konzernportfolios hat sich auch die Risikostruktur der ProSiebenSat.1 Group deutlich verändert. Die Akquisition von SBS führte aufgrund der damit verbundenen Fremdfinanzierung zu einer Erhöhung der finanzwirtschaftlichen Risiken. Eine ganzheitliche Bewertung der Risikopositionen ergibt jedoch, dass die Risikolage der ProSiebenSat.1 Group auch weiterhin begrenzt ist. Zudem wurde das Chancen- und Risikoprofil der ProSiebenSat.1 Group durch die Akquisition von SBS insgesamt optimiert. Die neue Gruppe ist infolge des stark diversifizierten Medienportfolios wesentlich breiter aufgestellt und weniger abhängig von zyklischen Schwankungen einzelner Märkte.

Hinsichtlich der im Folgenden erläuterten Entwicklung der Risiken erkennt das Konzernmanagement keine Anhaltspunkte für Risiken, die allein oder in Kombination den Fortbestand des Unternehmens im Berichtszeitraum gefährden. Vielmehr geht der Vorstand davon aus, dass das Unternehmen mit dem derzeitigen Portfolio und den im Entwicklungsstadium befindlichen Angeboten und Programmen für die Zukunft gut aufgestellt ist. Auch nach Ablauf der Berichtsperiode sind keine Ereignisse eingetreten oder Risiken erkennbar, die allein oder in Kombination zu einer erheblichen Veränderung des Gesamtrisikos führen könnten.

Entwicklung der Risikogruppen

Die folgenden Risikogruppen beschreiben wesentliche Faktoren, die nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.

1. Externe Risiken

1.1 Konjunktur und Werbemarkt

Die Geschäftstätigkeit der ProSiebenSat. 1 Group hängt in hohem Maße von der gesamtwirtschaftlichen Lage und der Entwicklung der Märkte ab, in denen Werbekunden agieren. Eine allgemeine Abschwächung der Konjunktur, insbesondere im Kernmarkt Deutschland, kann die Geschäftsentwicklung der ProSiebenSat. 1 Group wesentlich beeinflussen. Die deutsche Wirtschaftslage erweist sich trotz der jüngsten Finanzmarktturbulenzen im Wesentlichen als stabil. Nach ersten vorläufigen Berechnungen wird Deutschland das Jahr 2007 mit einem robusten Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent abschließen. Besonders positiv entwickelten sich dabei die Unternehmensinvestitionen, während der Wachstumsbeitrag des privaten Verbrauchs hinter den Erwartungen zurückblieb. 2008 wird sich die Konjunktur nach allgemeiner Überzeugung etwas abkühlen. Die weltweiten konjunkturellen Risiken werden sich 2008 spürbar erhöhen. Vor allem die Entwicklung in den USA bereitet zunehmend Sorgen. Die Befürchtungen sind groß, dass die amerikanische Wirtschaft infolge der Hypotheken- und Finanzmarktkrise auf eine Rezession zusteuert und damit die gesamte weltwirtschaftliche Konjunktur negativ beeinflussen könnte. Auch die weiter steigenden Rohstoffpreise und der starke Euro stellen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft relevante Wachstumshemmnisse dar.

Der Werbemarkt wird allerdings hauptsächlich von der Nachfrage im Inland gesteuert. Hier stimmen Sachverständige und Wirtschaftsforschungsinstitute überein, dass sich der private Konsum 2008 deutlich beleben und zur Wachstumsstütze in Deutschland werden wird. Für eine kräftige Binnennachfrage sprechen insbesondere die anhaltend positive Entwicklung am Arbeitsmarkt und die steigende Kaufkraft der Bürger.

Die Wirtschaftsforschungsinstitute weisen in ihren Gutachten jedoch stets darauf hin, dass ihre Prognosen zu einem beträchtlichen Anteil dem Risiko einer Fehleinschätzung unterliegen. Einen wesentlichen Bestandteil des Risikomanagements stellt daher auch künftig die Untersuchung und Bewertung der Auftragslage dar. Das Auftragsvolumen wird durch weitreichende Verfahren kontinuierlich analysiert, wobei ausgehend vom Einbuchungsstand der Werbeumsatz für das Jahr hochgerechnet wird. Monatlich werden die Ist- und Planwerte sowie die Vorjahreswerbeumsätze aufgelistet und an den Vorstand berichtet. Diese kontinuierliche Berichterstattung ermöglicht eine detaillierte Betrachtung der Umsatzentwicklung. Auch die Position der Wettbewerber sowie gesamt- und werbewirtschaftliche Entwicklungen fließen in die Untersuchungsverfahren ein.

2. Sales Risiken

Verkaufsmodell

Der Werbezeitenvermarkter SevenOne Media stellte unmittelbar nach Beendigung des Bußgeldverfahrens des Bundeskartellamts sein neues Rabatt- und Honorierungsmodell vor. Die ProSiebenSat.1 Media AG geht davon aus, dass sie auch mit dem neuen Modell ihre Unternehmensziele erreichen wird. Das neue Rabatt- und Honorierungsmodell entspricht den kartellrechtlichen Vorgaben für Rabattsysteme. So wird es in Zukunft sogenannte inkrementelle Mengenrabatte geben. Diese werden nur für das investierte Volumen oberhalb der jeweiligen Rabattschwelle angewandt und nicht mehr wie bisher auf das Gesamtvolumen gewährt. Damit entfallen auch Rabatte, die in der Vergangenheit auf Basis der "Share-of-Advertising"-Vereinbarungen vergeben wurden. Daneben werden nur noch Rabatte als Gegenleistung für die Entstehung klar definierter Kostenvorteile und Effizienzen auf Seiten der ProSiebenSat.1 Media AG gewährt ("Funktionsrabatte"). Ein weiteres wichtiges Kriterium, an dem sich SevenOne Media bei seinem neuen Rabattmodell orientiert, ist der Gleichbehandlungsgrundsatz. Danach erhalten künftig alle Unternehmen, die das gleiche Investitionsverhalten haben, auch den gleichen Rabatt. Durch die Beachtung dieser und weiterer Kriterien erfüllt das SevenOne-Modell auch die Transparenz- und Neutralitätsanforderungen des "Code of Conduct" der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM). Nach den Erfahrungen der ersten Monate des neuen Geschäftsjahres musste die Wettbewerbsfähigkeit des Rabattmodells durch die Ergänzung eines Bündelungsrabattes für Agenturen ergänzt werden. Die ProSiebenSat. 1 Media AG geht davon aus, dass sie nach der Modifizierung des Modells für das verbleibende Jahr ihre Unternehmensziele erreichen wird.

5. Compliance Risiken

5.1 Corporate Governance und Compliance

Risiken aus Corporate Governance ergeben sich durch die Verletzung von gesetzlichen Meldepflichten sowie durch mangelnde Transparenz der Unternehmensführung und -kommunikation. Diesen Risiken begegnet der Konzern durch eine unternehmensübergreifende Compliance-Struktur. Die Compliance-Struktur wurde im Berichtsjahr an die internationale Aufstellung der integrierten Gruppe angepasst. So wurde ein umfangreiches Compliance-Programm entwickelt und umgesetzt. Alle geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens im In- und Ausland wurden auf etwaige kartellrechtliche Risiken hin untersucht. Das Programm umfasst die Schulung der Mitarbeiter in kartellrechtlichen Fragen sowie interne Kontroll- und Sanktionsmechanismen, um Verstöße gegen das Kartellrecht von vornherein auszuschließen.

5.2. Kartellrecht

Bußgeldverfahren des Bundeskartellamts ("Share of Advertising"-Rabatte)

Das Bundeskartellamt hat das Bußgeldverfahren gegen den Werbezeitenvermarkter der ProSiebenSat.1 Media AG, SevenOne Media, gegen Zahlung eines Bußgeldes beendet. Das Verfahren des Bundeskartellamts war Teil einer industrieweiten Untersuchung gegen Werbezeitenvermarkter und Mediaagenturen in Deutschland. Das Bundeskartellamt sieht im Wesentlichen die Vereinbarung von in der Branche üblichen "Share-of-Advertising"-Rabatten als eine vertikale Wettbewerbsbeschränkung an. Bei der Bemessung des Bußgeldes hat das Bundeskartellamt erstmalig die neuen Regelungen der 7. Kartellrechtsnovelle in Verbindung mit den Bußgeldleitlinien des Bundeskartellamts angewandt. Die neuen Regelungen führen zu einer erheblichen Erhöhung der Bußgelder im Vergleich zu Kartellrechtsfällen nach altem Recht. Um eine langwierige gerichtliche Auseinandersetzung und nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten zu vermeiden, hat die ProSiebenSat.1 Group das Bußgeld von 120,0 Mio. Euro akzeptiert. Die erste von zwei Raten ist bereits angewiesen worden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Nachgang zu diesem Verfahren versucht wird, Drittklagen gegen die SevenOne Media zu erheben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist dies jedoch nicht der Fall.

5.3. Medienpolitische Risiken

Audiovisuelle Mediendiensterichtlinie

Nach einem umfangreichen Gesetzgebungsprozess an dem sich die ProSiebenSat.1 Media AG aktiv beteiligt hat, konnte im Dezember 2007 die audiovisuelle Mediendiensterichtlinie verabschiedet werden. Sie wird die bisherige EU-Fernsehrichtlinie ersetzen. In der Richtlinie, die u.a. auch Regelungen zur Werbung und zum Jugendschutz für lineare, wie nicht lineare Dienste beinhaltet, wurde die bisherige Rechtsprechung des EuGH zu Ausnahmen vom sogenannten Sendestaatsprinzip kodifiziert. Nach dem Sendestaatsprinzip unterfallen grenzüberschreitende audiovisuelle Dienste stets nur dem Recht des Sendestaats und müssen sich nicht nach den gesetzlichen Regelungen des Empfangsstaats richten. Aufgrund der neuen gesetzlichen Regelung besteht ein erhöhtes Risiko, dass Mitgliedstaaten, die die Programme der Gruppe aus einem anderen Mitgliedstaat empfangen, diese Verfahren nutzen.

Die neue Regelung sieht zunächst ein Konsultationsverfahren zwischen Empfangs- und Sendestaat vor, in dem Schwierigkeiten mit unterschiedlichen Rechtsrahmen ggf. auf kooperativer Ebene beseitigt werden können. Im Rahmen dieses Verfahrens kann der Anbieter nicht den Regelungen des Empfangsstaates unterworfen werden. Die ProSiebenSat.1 Gruppe steht mit den lizenzierenden Anstalten in ständigem und engem Kontakt und wird diese bei den Konsultationsverfahren unterstützen.

Nur in veritablen Umgehungsfällen, in denen ein Anbieter sich in einem anderen Mitgliedstaat als dem Empfangsstaat niedergelassen hat, um damit der strengeren Gesetzgebung im Empfangsstaat zu entgehen, kann ein Empfangsstaat gegen einen einstrahlenden Anbieter Maßnahmen ergreifen, wenn dessen Angebote gegen die gesetzlichen Regelungen des Empfangsstaates verstoßen. Der Empfangsstaat muss zuvor allerdings die EU Kommission angerufen haben, die ihrerseits prüft, ob die Voraussetzungen für ein solches Vorgehen tatsächlich erfüllt sind und damit verhindert, dass aus rein protektionistischen Gründen gehandelt wird.

Es besteht das Risiko, dass Empfangsstaaten versuchen werden, auf dieser Basis Programme, die nicht der eigenen Gesetzgebung unterfallen, einzuschränken. Die Hürde zur Einschränkung der als Grundfreiheit ausgestatteten Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit auf denen das Sendestaatsprinzip fußt, ist jedoch hoch. Die EU-Kommission hat in diesem Zusammenhang bereits angekündigt, dass sie unverhältnismäßigen Einschränkungen der Grundfreiheiten entgegen wirken wird. Da die neue Regelung darüber hinaus im Wesentlichen nur die schon bisher bestehende Rechtsprechung widerspiegelt, ist nicht davon auszugehen, dass die Aktivitäten der Gruppe hierdurch behindert würden. Die ProSiebenSat.1 Gruppe steht auch mit der Kommission in ständigem Kontakt, so dass sicher gestellt ist, dass ihre Interessen ggf. auch im Rahmen eines solchen Verfahrens hinreichend berücksichtigt werden.

5.4. Distribution

Verbreitung der Sender

Für den dauerhaften Erfolg der Sender im Werbemarkt sind hohe Zuschauerreichweiten die wichtigste Voraussetzung. Neben der Attraktivität des Programmangebots kommt es dabei vor allem auch auf die technische Verbreitung der Fernsehsender auf möglichst allen Distributionswegen an. Die Programme der Gruppe verfügen über hohe technische Reichweiten. Exemplarisch kann der deutsche Markt genannt werden. Der hohe Verbreitungsgrad der deutschen Sender ist durch die in 2006 und 2007 abgeschlossenen, langfristigen Verbreitungs- und Kooperationsverträge mit T-Systems, SES Astra, den sogenannten "großen" Breitbandnetzbetreibern Kabel Deutschland, Unity Media und Kabel Baden-Württemberg, Primacom sowie weiteren Breitbandnetzbetreibern der Netzebene 3 und 4 gesichert worden. Des Weiteren bestehen Verbreitungsverträge mit der Deutschen Telekom AG, Geschäftsbereich T-Online, Hansenet, Arcor und anderen Providern über einen Transport der Programmsignale im Telefonkabel. Ende 2007 hat die ProSiebenSat.1 Media AG für das Territorium Deutschland zusätzlich einen Vertrag über die terrestrische Verbreitung der Programme ProSieben, Sat.1 und N24 auf mobile Endgeräte, wie unter anderem Handys, über die wahrscheinlich Mitte 2008 den Betrieb aufnehmende DVB-H-Plattform Mobile 3.0 GmbH abgeschlossen. Damit hat die ProSiebenSat.1 Media AG den Grundstein für die Verbreitung der Free-TV-Programme auf mobile Endgeräte gelegt und den Empfang ihrer Inhalte auch über diesen Distributionsweg gesichert.

Ähnlich hohe Reichweiten über die unterschiedlichen Verbreitungswege Satellit, Kabel und Terrestrik erzielen grundsätzlich auch die ausländischen Sender der ProSiebenSat.1 Media AG, wobei die Reichweiten in den verschiedenen Ländern abhängen von den dort gewählten Verbreitungsmodellen, wie etwa dem sogenannten Transportmodell oder dem Plattformmodell, in welchem der Plattformbetreiber die Free-TV-Programme in der Regel verschlüsselt an die Haushalte gegen ein technisches Entgelt abgibt und den Programmanbietern, wie der ProSiebenSat.1 Media AG, für die Nutzung der Marke oder aus anderem Grunde ein Entgelt entrichtet.

Mit dem Übergang von der analogen zur digitalen Verbreitung wird sich die Kapazität zur Übertragung der Fernsehprogramme der Dienste und anderer Angebote des Unternehmens noch einmal vervielfachen. Damit eröffnen sich für alle Programme, Dienste und Angebote der ProSiebenSat.1 Group, insbesondere auch der neuen Inhalte, unternehmerische Perspektiven. Im Zuge der Digitalisierung hat sich die Zahl der Programmangebote insgesamt deutlich erhöht. Durch den Abschluss langfristiger Verbreitungsverträge ist die Verbreitung der Fernsehprogramme der ProSiebenSat.1 Group in Deutschland auch beim Übergang vom analogen in das digitale Zeitalter gesichert. Ähnliche Vereinbarungen konnten für die ausländischen Sender erzielt werden oder sind zurzeit in Verhandlung.

Die ProSiebenSat.1 Group ist unabhängig von den in 2007 abgeschlossenen Verbreitungsverträgen zuversichtlich, dass ihre Programme aufgrund ihrer Attraktivität, der hohen Zuschauerakzeptanz und ihres Vielfaltbeitrages auch in Zukunft flächendeckend analog und digital verbreitet bleiben. Die Sender der ProSiebenSat.1 Group sind auch in einem noch stärker fragmentierten Fernsehmarkt in der Lage, ihre Wettbewerbspositionen im Free-TV-Bereich zu behaupten. Dafür sorgen - unabhängig von den hohen Markteintrittsbarrieren für jeden neuen Anbieter - die große Bekanntheit der Sendermarken in den verschiedenen Ländern, die langfristig gesicherten Lizenzrechte und die starke Position der Senderfamilie im Zuschauer- und Werbemarkt.

Prognosebericht

Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung des Konzerns

Das Management von ProSiebenSat.1 ist überzeugt, dass die Gruppe auch im Prognosezeitraum 2008 und 2009 eine positive Bilanz der Geschäftstätigkeit vorlegen kann. Das Unternehmen wird von den dynamischen Wachstumsraten der internationalen Märkte, insbesondere im Osten und Norden Europas, profitieren. Neben Kostendisziplin werden die zunehmende Vernetzung der Aktivitäten und der Wissenstransfer innerhalb des pan-europäischen Konzerns zu Synergien und zu einer weiteren Umsatz- und Ergebnisverbesserung führen. Unsere strategischen Ziele werden wir weiterhin mit Nachdruck verfolgen. Durch eine klare Fokussierung auf Programm wird die ProSiebenSat.1 Group ihr Kerngeschäft Free-TV stärken und zugleich weiteres Wachstum im Geschäftsbereich Diversifikation erzielen.

Chancenbericht

Um unternehmerische Chancen zu identifizieren und optimal zu nutzen, betreibt die ProSiebenSat.1 Group Marktforschung in allen relevanten Bereichen und beobachtet kontinuierlich neue technische Entwicklungen. Ein effizientes Risikomanagement dient als Frühwarnsystem für alle Geschäftsbereiche. Die Erfassung von Risiken und Chancen ist integraler Bestandteil aller Planungs- und Entscheidungsprozesse.

Künftige Rahmenbedingungen und Marktchancen

Konjunkturelle Entwicklung in Europa

Die Wirtschaft in der Eurozone und der europäischen Gemeinschaft wird 2008 voraussichtlich etwas langsamer wachsen als im Jahr 2007. Die anhaltenden Finanzmarktturbulenzen, die höheren Öl- und Energiepreise sowie die Aufwertung des Euro werden sich in den ersten Quartalen 2008 auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Der private Konsum als wichtigster Treiber der Werbemärkte wird von der verbesserten Arbeitsmarktlage profitieren. Auch in Deutschland wird sich die Wachstumsdynamik der beiden Vorjahre etwas abschwächen. Derzeit prognostizieren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute einen realen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes zwischen 1,7 und 1,9 Prozent. Hohe Erwartungen sind dabei an die Entwicklung des privaten Konsums geknüpft. Die Verbesserung der Arbeitsmarktlage und die Einkommenszuwächse durch hohe Lohnabschlüsse sollten zu einer Stärkung der Kaufkraft beitragen. In unseren wichtigsten internationalen Märkten Niederlande, Schweden und Ungarn liegen die geschätzten Wachstumsraten für das BIP bei 2,6 Prozent, 3,1 Prozent und 2,6 Prozent für 2008.

Entwicklung des Werbemarktes in den für ProSiebenSat.1 wesentlichen Märkten

Die Medienbranche reagiert auf die zyklischen Schwankungen der Wirtschaft besonders empfindlich. Die prognostizierten Entwicklungen von Bruttoinlandsprodukt und privatem Konsum spiegeln sich dementsprechend zumeist in der jeweils erwarteten Dynamik der Werbemärkte wider: Für Länder mit einem starken Wirtschaftswachstum wie Rumänien und Bulgarien ist daher ein deutlich überdurchschnittliches Wachstum der Werbeinvestitionen zu erwarten. Für Deutschland erwartet ZenithOptimedia für 2008 ein TV-Wachstum von 1,1 Prozent. Das World Advertising Research Center (WARC) geht davon aus, das der deutsche TV-Werbemarkt 2008 um 1,0 Prozent zulegen wird. Alle anderen Märkte, in denen die ProSiebenSat.1 Group aktiv ist, sollen den Prognosen zufolge stärker wachsen als Deutschland.

Ausblick für die Entwicklung des Medienmarktes

Werbemarkt: Fernsehen bleibt umsatzstärkstes Segment in Deutschland - Internet weiter stark im Kommen

Auch 2008 werden durch die Digitalisierung neue Plattformen und Verbreitungswege für TV-Inhalte entstehen. Dennoch bleibt Fernsehen das wichtigste Medium der Menschen. Nach einer für Deutschland repräsentativen Studie von SevenOne Media bleibt die Fernsehnutzung auf hohem Niveau stabil. Bei durchschnittlich 52 empfangbaren Sendern pro TV-Haushalt entfallen rund 80 Prozent der Nutzung auf die sechs großen Free-TV-Sender, darunter ProSieben und Sat.1. Auch bei den Multi-Channel-Haushalten, die heute bis zu 150 Sender und mehr empfangen können, bleibt die Anzahl der tatsächlich genutzten Plattformen (mindestens zehn Minuten im Monat additiv) mit rund 16 Sendern mehr oder weniger stabil. Leicht verändert zeigt sich das Fernsehverhalten lediglich bei den sehr jungen Zuschauern. Diese konsumieren verstärkt die Angebote aus dem Internet - vor allem das von Entertainment-Plattformen und Communities. Fernsehen bleibt jedoch unangefochten und mit großem Abstand das umsatzstärkste Segment der deutschen Unterhaltungs- und Medienbranche.

Das Internet ist derzeit der am schnellsten wachsende Werbeträger. Angetrieben wird der Boom durch die zunehmende Zahl breitbandiger Internetanschlüsse, die Bewegtbild ermöglichen. Dadurch kommen neue Werbeformate wie Werbevideos zum Einsatz. Doch auch die Möglichkeit, Internetnutzern mittels einer individuellen Zielgruppenansprache maßgeschneiderte Werbeangebote zu machen, wird die Branche weiter beflügeln.

Zuschauermarkt: Faszination des Mediums Fernsehen bleibt ungebrochen

Doch nicht neue Technologien oder Verbreitungswege entscheiden den Wettbewerb, sondern Inhalte. Ausgehend vom TV erobert das bewegte Bild die neuen digitalen Plattformen: Ob im Internet, auf Videoportalen oder im mobilen Bereich: Konsumenten suchen dort Inhalte - und vor allem solche Inhalte, die sie aus dem Fernsehen bereits kennen. Schon jetzt hat sich bei den 14- bis 29-Jährigen in Deutschland knapp 70 Prozent ihrer gesamten Mediennutzung auf Bildschirme wie PC oder Handy verlagert. Dieser Tatsache will auch die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) künftig gerecht werden und rechnet ab Januar 2009 unter dem Motto "Follow the content" die zeitversetzte Nutzung von Fernsehinhalten den TV-Leistungswerten hinzu. Messlösungen zur Nutzung von Fernsehen am Computer, via IPTV und DVB-H befinden sich in der Entwicklung.

Unternehmensstrategische Chancen der ProSiebenSat.1 Group

Die digitale Entwicklung stellt einen Inhalte-Anbieter wie die ProSiebenSat.1 Group vor neue Herausforderungen - und bietet zugleich substantielle Wachstumschancen: Attraktive Inhalte und starke TV-Marken bieten der ProSiebenSat.1 Group zahlreiche Möglichkeiten, mit innovativen Angeboten auch neue Nutzungsgewohnheiten zu bedienen, zusätzliche Zuschauergruppen zu gewinnen und neuartige Konzepte für die Werbewirtschaft zu entwickeln.

Mit der Akquisition der SBS Broadcasting Group hat die ProSiebenSat.1 Group zusätzliche Chancen für weiteres Wachstum in Europa eröffnet. SBS und ProSiebenSat.1 ergänzen sich geografisch, inhaltlich und strategisch zu einem führenden pan-europäischen Medienkonzern. Beide Unternehmensteile sind in erster Linie Anbieter von Free-TV und setzen zugleich auf Diversifikation. Als pan-europäische Fernsehgruppe ist ProSiebenSat.1 breiter und krisensicherer aufgestellt: Den integrierten Konzern zeichnet ein optimiertes Chancen-Risiko-Profil aus. Die integrierte Gruppe ist in 13 Ländern Nord-, Mittel- und Osteuropas vertreten. Bislang generierte das Unternehmen 100 Prozent der Umsätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nach der Übernahme von SBS sank dieser Anteil auf 70 Prozent. In seinem Kerngeschäft Free-TV erzielt der fusionierte Konzern rund 80 Prozent seiner Umsätze. Neben einem komplementären Unternehmensprofil ergibt sich aus der spezifischen Organisationsstruktur der Gruppe ein Vorsprung gegenüber ihren Wettbewerbern, da sie ihre Tochterunternehmen in der Regel zu 100 Prozent besitzt. In einer vollständig integrierten Gruppe können Synergiepotentiale optimal genutzt werden. Gleichzeitig können Innovationen schneller entwickelt und Maßnahmen effizienter umgesetzt werden.

Unternehmensausblick

Künftige Gesellschafterstruktur

Als Folge der 2007 erfolgten Übernahme der SBS Broadcasting Group durch die ProSiebenSat.1 Media AG könnte die Gesellschaft Mitte des Jahres 2008 einen neuen strategischen Gesellschafter bekommen. Die Telegraaf Media Groep N.V., die zuvor mit 20 Prozent an der SBS Broadcasting Group beteiligt war, hat mitgeteilt, dass sie die Option hat, 12 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien an der ProSiebenSat.1 Media AG von der Lavena Holding 5 GmbH zu übernehmen. Nach Ausübung der Option, die nach Angaben der Telegraaf Media Groep im Juni 2008 möglich ist, würde die Telegraaf Media Groep damit sechs Prozent des Grundkapitals der ProSiebenSat.1 Media AG halten.

Integration vorantreiben und Know-how bündeln

Die erfolgreiche Zusammenführung von SBS und ProSiebenSat.1 hat höchste Priorität. Die integrierte Gruppe wird nach dem Prinzip "Think local, act global" organisiert. Auf diese Weise sollen die Töchter weitgehend eigenständig in ihren Märkten operieren. Zugleich sollen alle Gesellschaften und Units von den Kompetenzen und Ressourcen der gesamten Gruppe profitieren. Durch die zentrale Bündelung von Ressourcen können Synergiepotentiale optimal genutzt und positive Skaleneffekte realisiert werden. Um die Integration der Unternehmen rasch voranzutreiben und die erwarteten Synergien von 80 bis 90 Mio Euro zu realisieren, die ab 2010 voll wirksam sein sollen, sind länderübergreifende Projektgruppen gebildet worden. Diese international besetzten Teams organisieren gemeinsame Arbeitsabläufe, fördern die Vernetzung der verschiedenen Standorte und einen möglichst breiten Wissenstransfer. In den sechs Bereichen "Content", "Sales and Marketing", "New Media", "Operations", "Holding" und "Procurement" erarbeiten sie in enger Abstimmung neue Vorgehensweisen innerhalb der Gruppe.

Investitionen und Finanzierung

Mit dem Erwerb der SBS Broadcasting Group hat die ProSiebenSat.1 Group die größte Akquisition ihrer Unternehmensgeschichte getätigt. Der Erwerb wurde ausschließlich fremdfinanziert. Der erhöhte Verschuldungsgrad lässt genügend Finanzierungsspielraum für die weitere strategische und operative Entwicklung des Konzerns.

Die ProSiebenSat.1 Group wird in weiteres Wachstum investieren. Investitionen werden vor allem in den Ausbau und die Erneuerung des Programms fließen. In neue Technologie für den Ausbau von N24 zum modernsten Nachrichtensender Europas sollen im Zeitraum 2008 bis 2009 rund 10 Mio. Euro investiert werden. Darüber hinaus werden wir unsere Möglichkeiten für einen Ausbau der Geschäftstätigkeit durch Akquisitionen prüfen. Expansionsmöglichkeiten sieht der Konzern vor allem im wachsenden osteuropäischen Markt sowie im Internet. Die ProSiebenSat.1 Group verfügt hierfür über ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten. Größere Unternehmenskäufe, durch die zusätzlich Kapitalbedarf entstünde, sind derzeit jedoch nicht vorgesehen. Alle möglichen Investitionsmaßnahmen haben die Zielsetzung, die Marktposition des ProSiebenSat.1-Konzerns als paneuropäische Mediengruppe durch eine vorausschauende Programmund Markenstrategie nachhaltig zu steigern.

Die ProSiebenSat.1 Group strebt an, ihren Verschuldungsgrad über weiteres Ergebniswachstum und Abbau der Verschuldung zu senken. Obwohl die Reduzierung des Verschuldungsgrades eine hohe Priorität darstellt, gehen wir von einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik auch in der Zukunft aus.

Künftige Entwicklung der Segmente und Geschäftsbereiche

Auch für 2008 und 2009 ist die Zielsetzung, Umsatz und EBITDA sowohl im Kerngeschäft Free-TV als auch im Geschäftsbereich Diversifikation zu steigern. Durch eine klare Fokussierung auf Programm wird die Gruppe ihr Kerngeschäft Free-TV weiter stärken und zugleich ihre Chancen im Geschäftsbereich Diversifikation insbesondere durch die Mehrfachverwertung von Inhalten ausschöpfen.

Durch den Zusammenschluss mit SBS ergeben sich zahlreiche Wachstumsmöglichkeiten auf internationaler Ebene, sowohl für die Free-TV-Marken als auch die Diversifikationsangebote des Konzerns. Derzeit prüft der Konzern unter anderem die Einführung einer deutschen Version des erfolgreichen skandinavischen Free-TV-Musiksenders "The Voice".

Auch die Verbreitung von verschiedenen TV-Formaten bei mehreren Sendern der internationalen Gruppe ist in Planung. Mit dem Start der Show "The next Uri Geller - Unglaubliche Phänomene Live" auf ProSieben im Januar 2008 setzte das Unternehmen bereits erste Synergien durch Back-to-Back-Produktionen um. Mit seiner neuen Live-Show begeisterte ProSieben ein Millionen-Publikum in Deutschland, es folgten eine niederländische Version auf SBS 6. Eine ungarische Adaption bei TV2 ist geplant. SBS 6 nutzt für die Produktionen das Know-how und die Studioinfrastruktur von ProSieben. Viele derzeit auf einzelne Märkte fokussierte Programme und Marken der ProSiebenSat.1 Group haben das Potential für eine erfolgreiche geografische Expansion. Hier eröffnen sich der Gruppe nicht nur zusätzliche Erlösquellen, gemeinsame Produktionen bieten auch Skalenvorteile und Möglichkeiten zur effizienteren Ressourcennutzung.

Im Rahmen des Integrationsprozesses hat die ProSiebenSat.1 Group außerdem im Geschäftsbereich Diversifikation bereits erste Maßnahmen erfolgreich umgesetzt: Neben dem Launch der norwegischen Games-Plattform SevenGames.no und dem internationalen Spiele-Portal SevenGames.com ist der Start von MyVideo in Belgien und den Niederlanden bereits das dritte große Synergie-Projekt im Online-Segment, das die ProSiebenSat.1 Group zu Beginn des Jahres realisieren konnte. Weitere Integrationen und länderspezifische Adaptionen insbesondere im Online-Bereich sind in Vorbereitung.

Die ProSiebenSat.1 Group ist mit attraktiven Programmen in das Jahr gestartet und hat durch einen Vertrag mit Sony Pictures Television International sein Portfolio um einige der erfolgreichsten Kinoproduktionen der letzten Jahre erweitert. Parallel zur Optimierung des Programmportfolios wird die Gruppe die Sendestruktur ihrer Free-TV-Programme weiter verbessern und so ihre Sender noch besser auf die Erfordernisse des Zuschauermarktes ausrichten.

Sat.1 hat zu Beginn des Jahres umfassende Maßnahmen zur Erneuerung der Programmstruktur und der Programminhalte ergriffen. Der Sender soll durch eine Aufwertung des Informationsbereiches, unter anderem durch eine Platzierung der Nachrichten um 20 Uhr, wieder mehr Zuschauernähe gewinnen. Zugleich soll der Audience-Flow durch Blockprogrammierung verbessert werden. Neben dem Ausbau des Programmbereichs hat die ProSiebenSat.1 Group das Ziel, den Berliner Nachrichtensender N24 als modernsten Nachrichtensender Europas zu etablieren und auf eine innovative technologische Plattform zu stellen. Mit dem Umzug des Senders im Herbst 2008 wird der Grundstein für den Ausbau von N24 zur multimedialen Nachrichtenmarkte gelegt: Er ermöglicht nicht nur eine Erneuerung der Redaktions- und Produktionstechnik, sondern auch die Bündelung von TV- und Multimediaaktivitäten.

Erwartete Geschäftsentwicklung des Konzerns

Für das laufende Jahr rechnet die ProSiebenSat.1 Group weiterhin mit einer Umsatz- und Ergebnissteigerung, vor allem auch durch die erstmalige ganzjährige Konsolidierung von SBS. Wie in den Jahren zuvor, soll auch in diesem Jahr das bereinigte EBITDA stärker als der Umsatz steigen. Das Umsatzwachstum in Verbindung mit striktem Kostenmanagement wird Hauptmotor der positiven Ergebnisentwicklung sein. Wesentlicher Umsatzträger ist auch künftig das Kerngeschäft werbefinanziertes Fernsehen. Die internationale Marktdynamik und insbesondere das starke Wachstum der europäischen Märkte der ehemaligen SBS Broadcasting Group wird die positive Geschäftsentwicklung der Gruppe im Bereich Free-TV treiben. Darüber hinaus wird das diversifizierte Medienportfolio zum Wachstum der Gruppe beitragen. Neben organischem Wachstum werden strategische Zukäufe den Geschäftsbereich Diversifikation weiter stärken.

Wir erwarten, dass die SBS-Transaktion im bereinigten Ergebnis je Aktie ergebnissteigernd wirkt und dass die erwirtschafteten Renditen kurz- bis mittelfristig über den Kapitalkosten der ProSiebenSat.1 Group liegen werden. Maßgeblich dazu beitragen werden Effizienzsteigerungen und Synergien in Zusammenhang mit der Integration des SBS-Geschäfts. Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, durch eine Reihe spezifischer Initiativen Synergien in Höhe von 80 bis 90 Mio Euro pro Jahr zu erzielen, wovon zwei Drittel auf Kostensynergien und ein Drittel auf zusätzliche Umsatzpotentiale entfallen. Möglichkeiten für Kosteneinsparungen ergeben sich durch Skaleneffekte bei der Programmproduktion und die Mehrfachverwertung von Inhalten. Zudem bestehen im Lizenzgeschäft und Programmeinkauf Größenvorteile. Durch eine konzernweite Zusammenarbeit und die Zentralisierung des Beschaffungsprozesses erhöhen wir unser Einkaufsvolumen und stärken damit unsere Verhandlungsposition bei Lieferanten. Einsparungseffekte haben wir darüber hinaus insbesondere in den Bereichen Marketing und Vertrieb, Verwaltung und IT identifiziert. Unter anderem können durch die Nutzung gemeinsamer Administrationsdienste und die Eliminierung von doppelten Konzernfunktionen operative Kosten reduziert werden. Umsatzsynergien versprechen wir uns besonders im Bereich Programmproduktion. Durch den Aufbau gemeinsamer Produktionsstandorte und die Vernetzung unserer Marktexpertise erwarten wir zusätzliche Erlöse. Auch im Bereich Diversifikation bestehen zahlreiche Umsatzsynergien. Um diese zu nutzen, werden wir unsere Marken enger koordinieren und unsere Expansionsmöglichkeiten durch crossmediale sowie geografische Verknüpfung nutzen. Der Integrationsprozess verläuft planmäßig. Wir sehen uns auf einem guten Weg, das Synergieziel von 80 bis 90 Mio Euro jährlich bis zum Jahr 2010 zu erreichen. Wir rechnen damit, bereits in diesem Jahr rund 30 Prozent der Synergien zu realisieren.

Erwartete Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SevenOne Media

Für das laufende Geschäftsjahr 2008 gehen wir aufgrund der bestehenden Vertragsstrukturen von einer stabilen Umsatz- und Ertragslage sowie einer weiterhin angemessenen Finanz- und Vermögenslage aus.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SevenOne Media GmbH, Unterföhring, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SevenOne Media GmbH, Unterföhring. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 10. März 2008

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Richardt Alt-Scherer
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Beschluss über die Ergebnisverwendung

Die alleinige Gesellschafterin der SevenOne Media GmbH hat mit Gesellschafterbeschluss vom 04. September 2008 den Jahresabschluss zum 31.Dezember 2007 mit einer Bilanzsumme von Euro 143.581.596,35 festgestellt. Weiterhin wurde beschlossen, daß das Jahresergebnis von Euro -120.329.923,52 von der alleinigen Gesellschafterin SevenOne Brands GmbH gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 29. November 2006 übernommen wird.

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