PayTV Rechtehandels-GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVerwertungsgesellschaften zur Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicola Lussana seit 3.11.2025 | Geschäftsführer |
Nicole Agudo Berbel seit 5.9.2025 | Geschäftsführer |
Markus Dr. Messerer seit 12.11.2024 | Geschäftsführer |
Michael Dr. Stix seit 23.9.2024 | Geschäftsführer |
Georg Nitzl seit 11.2.2013 | Geschäftsführer |
Guido Modenbach seit 29.11.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
| 30.00% | |
AdAudience GmbHAufgelöst | 14.29% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SevenOne Media GmbHUnterföhringJahresabschluss zum 31. Dezember 2007Bilanz zum 31. Dezember 2007Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007
Anhang für das Geschäftsjahr 2007Grundlagen und MethodenDer Jahresabschluss der SevenOne Media GmbH ist nach den
Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den
einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes
aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird, wie in den
Vorjahren, nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Als große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3
HGB) hat die Gesellschaft einen Lagebericht
gemäß § 289 HGB erstellt.
Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände
werden zu Anschaffungskosten, vermindert um
planmäßige lineare und gegebenenfalls um
außerplanmäßige Abschreibungen,
bilanziert. Die immateriellen
Vermögensgegenstände enthalten Software,
gewerbliche Schutzrechte und geleistete Anzahlungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände. Erworbene
Software und gewerbliche Schutzrechte werden im Regelfall
über drei bis zehn Jahre abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte
planmäßige lineare sowie gegebenenfalls um
erforderliche außerplanmäßige
Abschreibungen, bewertet. Geringwertige
Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll
abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Bauten auf fremden
Grundstücken sowie Ein- und Umbauten werden nach der
jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen
drei bis neunzehn Jahre oder der kürzeren Laufzeit der
Mietverträge abgeschrieben. Die Betriebs- und
Geschäftsausstattung wird abhängig vom
Wirtschaftsgut in der Regel über drei bis dreizehn
Jahre abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum
niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum
niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Forderungen sind zum Nennbetrag bilanziert. Bei der
Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstigen Vermögensgegenständen ist den
erkennbaren Risiken durch Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen
worden.
Rückstellungen werden in Höhe des Betrages
gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendig ist.
Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. zum
höheren Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.
Fremdwährungsforderungen werden mit dem Briefkurs
am Buchungstag oder dem höheren Kurs am
Bilanzstichtag, Fremdwährungsverpflichtungen mit dem
Geldkurs am Buchungstag oder dem niedrigeren Kurs am
Bilanzstichtag umgerechnet.
Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als
Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Im Geschäftsjahr bestehen Einzelwertberichtigungen
von insgesamt EUR 29.015,43 und Pauschalwertberichtigung in
Höhe von EUR 15.000,00.
EigenkapitalDie SevenOne Media GmbH hat am 29. November 2006 mit der
SevenOne Brands GmbH als herrschende Gesellschafterin einen
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
abgeschlossen. Der Verlust des Geschäftsjahres 2007
wurde entsprechend dieser Vereinbarung zum 31. Dezember
2007 von der SevenOne Brands GmbH ausgeglichen.
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um
Einmalaufwendungen in Höhe von EUR 120,0 Mio., die aus
einem Bußgeldverfahren des Bundeskartellamts
resultieren.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag
nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten
bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese
resultieren aus Vertragsabschlüssen in der Zeit vor
dem 31. Dezember 2007 und betreffen im Wesentlichen
Kfz-Leasing- und langfristige Mietverpflichtungen.
Nicht in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen
enthalten sind Verpflichtungen aus sonstigen
Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen, die nur
kurzfristiger Natur bzw. jederzeit kündbar sind.
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen
Erlöse mit verbundenen Unternehmen und werden fast
ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland
erzielt. Auf eine weitere Aufgliederung der
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach
geographisch bestimmten Märkten wird daher verzichtet.
Periodenfremde ErträgeVon den periodenfremden Erträgen in Höhe von
insgesamt EUR 491.017,65 entfallen EUR 379.649,63 auf die
Auflösung von Rückstellungen sowie EUR 94.470,41
auf einen Vergleich.
Außerordentliches ErgebnisEs handelt sich um Einmalaufwendungen in Höhe von
EUR 120,0 Mio., die aus einem Bußgeldverfahren des
Bundeskartellamts resultieren.
Sonstige AngabenBeziehungen zu MutterunternehmenDer Jahresabschluss der SevenOne Media GmbH,
Unterföhring, wird in den Konzernabschluss der
ProSiebenSat.1 Media AG, Unterföhring, einbezogen.
Der Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media AG wird im
elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Die Lavena 1 S.à.r.l., Luxemburg, stellt den
Konzernabschluss für den größten Kreis von
Unternehmen auf.
Zahl der Mitarbeiter im JahresdurchschnittDie Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr
durchschnittlich 304 Angestellte.
OrganeZu Geschäftsführern sind bestellt:
Herr Peter Christmann, Vorstand Sales und Marketing der
ProSiebenSat.1 Media AG und Vorsitzender der
Geschäftsführung der SevenOne Media GmbH (bis zum
31.08.2007)
Herr Michael Krautwald, Vorsitzender der
Geschäftsführung, Geschäftsführer
Sales, verantwortlich für den gesamten Verkaufsbereich
Herr Thomas Wagner, Geschäftsführer Support,
verantwortlich für die Bereiche Revenue Management,
Finance & Administration und IT Systems
Herr Dr. Andrea Malgara, Geschäftsführer
Services, verantwortlich für die Bereiche Marketing
und Research
Die Aufwendungen für die Bezüge des
Geschäftsführers Peter Christmann wurden von der
ProSieben Sat.1 Media AG getragen.
Die Aufwendungen für die Bezüge der anderen
Geschäftsführungsmitglieder betrugen im
Berichtsjahr TEUR 1.978.
Anlage zum
Anhang
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007Konjunkturelle RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie dynamische Konjunkturentwicklung in den
Industrieländern hat zum Jahresende 2007 etwas an
Schwung verloren. Die globale Finanzmarktkrise, die
steigenden Ölpreise und die höheren
Verbraucherpreise wirkten belastend. Auch in der
erweiterten EU (EU27) sowie der Euro-Zone (EU13)
entwickelte sich die Konjunktur im Jahr 2007 zunächst
robust. Nach einem etwas schwächeren zweiten Quartal
wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal im
Vergleich zum Vorzeitraum in beiden Regionen um 0,8
Prozent. Das Schlussquartal konnte daran nicht ganz
anschließen. In seiner Schnellschätzung für
das vierte Quartal gibt das statistische Amt der
europäischen Gemeinschaft für die EU27 derzeit
eine Wachstumsrate von 0,5 Prozent an, für die
Euro-Zone (EU13) von 0,4 Prozent. Für das Gesamtjahr
2007 ergibt sich in der EU27 ein reales Wachstum von 2,9
Prozent, in der Euro-Zone (EU13) von 2,7 Prozent.
Die deutsche Wirtschaft hat nach ersten vorläufigen
Berechnungen des statistischen Bundesamtes 2007 mit einem
Plus von real 2,5 Prozent erneut kräftig zugelegt
(2006: +2,9%). Getrieben wurde das Wachstum vor allem vom
Außenhandel und den Investitionen. Schwach
präsentierte sich der private Konsum. Trotz einer
erfreulichen Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung ging
er im Vergleich zum Vorjahr real um 0,3 Prozent
zurück. In der ersten Jahreshälfte forderte die
Mehrwertsteuererhöhung ihren Tribut, im zweiten
Halbjahr drückten die steigenden Verbraucherpreise -
vor allem bei Energie und Nahrungsmitteln - auf die
Stimmung der Konsumenten. Allein den gestiegenen
Staatsausgaben war zu verdanken, dass der Konsum insgesamt
doch noch 0,2 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitragen
konnte.
Branchenspezifische RahmenbedingungenFür die ProSiebenSat.1 Group ist insbesondere
ausschlaggebend, in welchem Maß sich das Wachstum der
Gesamtwirtschaft auf den TV-Werbemarkt und das
Kerngeschäft werbefinanziertes Fernsehen auswirkt.
BruttowerbemarktMit Brutto-Werbeinvestitionen von insgesamt 8,7 Mrd Euro
verbuchten die deutschen TV-Sender im Jahr 2007 im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 5,2 Prozent.
Für Wachstum im TV-Markt sorgten vor allem die
Branchen Handel und Versand (+17,2%), Finanzen (+13,4%) und
Touristik (+11,3%). Mit einem Anteil am TV-Werbemarkt von
43,5 Prozent hat die ProSiebenSat.1 Group ihre
führende Position im deutschen TV-Werbemarkt erneut
ausgebaut (2006: 43,0%). SevenOne Media, der TV-Vermarkter
der Gruppe, konnte 2007 Bruttoumsätze in Höhe von
3.798 Mio Euro für die Sender erzielen. Die von der IP
Deutschland vermarkteten Sender RTL, Vox, Super RTL und
n-tv erreichten im Berichtszeitraum 3.247 Mio Euro. Dies
entspricht einem Rückgang des Werbemarktanteils um 1,1
Prozentpunkte auf 37,2 Prozent. Auch der Anteil von
RTL2-Vermarkter EI Cartel verringerte sich gegenüber
dem Vorjahr und betrug 5,4 Prozent beziehungsweise 475,0
Mio Euro (Vergleichszeitraum 2006: 5,5%).
GeschäftsfelderSevenOne Media im ÜberblickSevenOne Media ist das führende deutsche
Vermarktungsunternehmen für audiovisuelle Medien. Als
Tochterunternehmen der ProSiebenSat.1 Group vermarktet
SevenOne Media die TV-Sender Sat.1, ProSieben, kabel eins,
N24 und 9Live sowie die neuen digitalen Plattformen (u.a.
Pay-TV, Video-on-Demand). Neben der Vermarktung der
klassischen Werbung und der Sonderwerbeformen liegt unser
Kerngeschäft in der Entwicklung von integrierten und
crossmedialen Werbekonzepten - gemeinsam mit dem
Schwesterunternehmen SevenOne Interactive, dem Online- und
Multimediavermarkter der ProSiebenSat.1 Group. Das
Portfolio der beiden Unternehmen umfasst neben dem
Massenmedium TV die interaktiven und dialogorientierten
Plattformen Online, Teletext und Mobile sowie CRM/Direct
Marketing, Events und Merchandising. Darüber hinaus
bündelt SevenOne Media den gesamten Forschungsbereich
(Werbe-, Markt- und Programmforschung) der ProSiebenSat.1
Group. Das Unternehmen übernimmt zudem weitere
zentrale Dienstleistungen für die Gruppe wie den
Mediaeinkauf und die Sendeplanung.
SevenOne Media beschäftigt an seinem Hauptsitz in
Unterföhring und seinen regionalen Verkaufsbüros
in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München
rund 300 Mitarbeiter. Mit einem Brutto-Werbemarktanteil von
rund 43 Prozent ist das Unternehmen Marktführer im
deutschen TV-Werbemarkt. In der Schweiz und in
Österreich vermarkten wir mit unseren
Tochterunternehmen SevenOne Media Austria und SevenOne
Media CH die dortigen Werbe- bzw. Programmfenster.
Vermarktung von integrierten und konvergenten KampagnenAls hundertprozentige Tochter der ProSiebenSat.1 Group
können wir unseren Kunden alle strategischen Vorteile
eines integrierten audiovisuellen Medienhauses weitergeben.
Im Verbund mit unseren Schwesterunternehmen SevenOne
Interactive und MM Merchandising Media bieten wir ein
Produktportfolio an, das die komplette Bandbreite
klassischer und nicht klassischer Medien umfasst: TV,
Online, Teletext, Mobile, Ingame-Advertising, Pod
Cast-Werbung, Merchandising, CRM/Direktmarketing,
Eventmarketing
Vermarktung von neuen digitalen Plattformen und ZusatzdienstenAls Marktführer im deutschen TV-Werbemarkt ist es
unser Ziel, die Funktionalitäten der audiovisuellen
Werbung kontinuierlich weiterzuentwickeln. SevenOne Media
bietet daher neben klassischer TV-Werbung,
Sonderwerbeformen und vernetzten Werbekonzepten auch
Werbemöglichkeiten auf den neuen digitalen Plattformen
und weitere werbliche Zusatzdienste an.
Vermögens-, Finanz-und ErtragslageBilanzsumme steigt um 122,7 Mio. Euro durch KartellamtsvergleichDie Bilanzstruktur 2007 ist maßgeblich
verändert durch die Auswirkungen eines Vergleichs mit
dem Bundeskartellamt aus dem Jahr 2007.
Die zum Stichtag 31.12.07 noch nicht fällige
Kartellamtsforderung von 120,0 Mio. Euro sowie die
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem
Ergebnisübernahmevertrag, in Höhe von 120,3 Mio.
Euro verlängern die Bilanzsumme deutlich im
Stichtagsvergleich.
Die Eigenkapitalquote beträgt stichtagsbezogen 4
Prozent und hat sich gegenüber 2006 durch die
gravierend höhere Bilanzsumme um 24 Prozentpunkte
verschlechtert. Nach Ausgleich von Forderungen und
Verbindlichkeiten in 2008 werden die alten Relationen
wieder hergestellt.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich zum Vorjahr um
117,7 Mio. Euro auf 128,9 Mio. Euro. Dabei erhöhten
sich die sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund der
Verpflichtungen aus dem Kartellrechtsbußgeld auf
120,5 Mio. Euro. Die SevenOne Media finanziert sich
über eine Konzernverrechnung, direkte
Bankverbindlichkeiten bestehen nicht.
Die Rückstellungen stiegen um 4,9 Mio. Euro auf 8,9
Mio. Euro aufgrund fehlender Rechnungen zum 31.12.07 aus
Dienstleistungsvereinbarungen.
Zentrales FinanzmanagementDie SevenOne Media ist in das Cash-Pooling-System der
ProSiebenSat.1 Media AG einbezogen. Durch ein zentrales
Finanzmanagement findet ein konzerninterner
Liquiditätsausgleich statt. SevenOne Media ist
jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu
erfüllen.
Aussergewöhnliche Aufwendungen beeinflussen die Zusammensetzung des JahresergebnissesDie Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um
3 Prozent gestiegen. Die Höhe der Personalaufwendungen
hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent
erhöht. Der Personalkostenanteil beträgt 38
Prozent und ist damit stabil.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um
knapp 5 Prozent auf 34,6 Mio. Euro ist insbesondere auf
gestiegene Vertriebsaufwendungen zurückzuführen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit verringerte sich
gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. Euro auf - 0,3 Mio.
Euro.
Unter den außerordentlichen Aufwendungen ist die
Kartellamtsstrafe über 120,0 Mio. Euro. verbucht.
Der sich insgesamt ergebende Verlust in Höhe von
120,3 Mio Euro entspricht den Erträgen aus
Verlustübernahmen in dieser Höhe.
MitarbeiterMitarbeiterentwicklung als Investition in die ZukunftAls führendes Unternehmen im deutschen Werbemarkt
engagiert sich SevenOne Media auch im Bereich Ausbildung,
insbesondere, da es für die meisten Berufsbilder keine
geregelten Ausbildungswege gibt. Das Unternehmen bildet zum
einen selbst Mitarbeiter aus, indem Praktikanten-Stellen
angeboten werden, unterstützt zum anderen aber
personell und finanziell auch die Ausbildung im
universitären und außer-universitären
Bereich.
Die eigenen Personalaufwendungen betrugen 2007 24,4 Mio.
Euro. Die SevenOne Media hat auch im Jahr 2007 das
Vergütungssystem fortentwickelt und
weitergeführt, das an den Holding-, Unternehmens- und
individuellen Leistungszielen orientiert ist. Im
Berichtsjahr wurden durchschnittlich 304 Mitarbeiter nach
HGB beschäftigt.
RisikoberichtDie SevenOne Media GmbH ist in das leistungsfähige
Risikomanagementsystem der ProSiebenSat.1 Media AG
einbezogen. Die SevenOne Media GmbH als zentraler
Vermarkter der Senderfamilie ist stark von den Risiken in
den Bereichen Konjunktur und Werbemarkt, Programmbestand,
Lizenzerwerb, Auftragsproduktionen, Technologie, ratings,
Verkaufsmodell, Corporate Governance und Compliance,
Kartellrecht, Medienpolitik sowie Distribution
abhängig.
Als pan-europäisches Medienunternehmen wird die
ProSiebenSat.1 Group auch künftig alle Chancen nutzen,
um ihre starke Marktposition weiter auszubauen. Doch sind
mit Chancen auch Risiken verbunden. Ein wirksames
Risikomanagement ist wichtig, um die Wettbewerbsposition
langfristig zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig
zu steigern. Mit unserem Risikomanagementsystem können
wir bestehende und künftige Gefahrenpotentiale
frühzeitig identifizieren, analysieren, bewerten und
deren effiziente Steuerung unterstützen. Die
ProSiebenSat.1 Group betreibt zudem intensive
Marktforschung in allen Bereichen, die sich aus ihrer
Geschäftstätigkeit ergeben oder in denen das
Unternehmen Risikopotential oder Chancen sieht.
Risikomanagementsystem für pan-europäischen Konzern etabliertIm Zuge der Integration der SBS Broadcasting Group (SBS)
wurde das Risikomanagementsystem an die spezifischen
Rahmenbedingungen der neu erworbenen Töchter
angepasst. Die Risikokategorien wurden erweitert und eine
Berichterstattung in den sechs Kategorien externe Risiken,
Content, technologische Risiken, Sales, organisatorische
und finanzwirtschaftliche Risiken sowie Compliance
eingeführt. Dies sind nicht notwendigerweise die
einzigen Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Risiken, die derzeit nicht bekannt sind, oder Risiken, die
jetzt noch unwesentlich scheinen, könnten die
Geschäftsaktivitäten ebenfalls
beeinträchtigen. Die intensive Beobachtung aktueller
Entwicklungen hat für die ProSiebenSat.1 Group daher
auch künftig oberste Priorität.
Grundlagen und Prozesse des strategischen und operativen RisikomanagementsGrundvoraussetzungen für den richtigen Umgang mit
Risiken sowie für die Identifizierung und optimale
Nutzung von Chancen sind klare Organisationsstrukturen
sowie eine eindeutige Zuordnung von Aufgaben und
Verantwortungsbereichen. Einheitliche Richtlinien sorgen
für methodisches Vorgehen und sind für die
konzernweite Prozesssteuerung unerlässlich. Das
Risikomanagementsystem der ProSiebenSat.1 Group ist auf die
speziellen Gegebenheiten des Konzerns ausgerichtet und
beruht auf dem Prinzip, jeden Geschäftsbereich und
jede Tochtergesellschaft in den Prozess einzubeziehen.
Der Risikomanagementprozess der ProSiebenSat.1 Group
besteht aus folgenden Schritten:
Gesamtrisikolage weiterhin überschaubar, Chancen- und Risikoprofil optimiertWesentliche Risiken für die Entwicklung der
ProSiebenSat.1 Group resultieren aus konjunkturellen
Einflüssen auf den relevanten Märkten. Zur
Kompensation dieser Risiken verfolgt die ProSiebenSat.1
Group eine konsequente Diversifikationsstrategie. Als Folge
der Neustrukturierung des Konzernportfolios hat sich auch
die Risikostruktur der ProSiebenSat.1 Group deutlich
verändert. Die Akquisition von SBS führte
aufgrund der damit verbundenen Fremdfinanzierung zu einer
Erhöhung der finanzwirtschaftlichen Risiken. Eine
ganzheitliche Bewertung der Risikopositionen ergibt jedoch,
dass die Risikolage der ProSiebenSat.1 Group auch weiterhin
begrenzt ist. Zudem wurde das Chancen- und Risikoprofil der
ProSiebenSat.1 Group durch die Akquisition von SBS
insgesamt optimiert. Die neue Gruppe ist infolge des stark
diversifizierten Medienportfolios wesentlich breiter
aufgestellt und weniger abhängig von zyklischen
Schwankungen einzelner Märkte.
Hinsichtlich der im Folgenden erläuterten
Entwicklung der Risiken erkennt das Konzernmanagement keine
Anhaltspunkte für Risiken, die allein oder in
Kombination den Fortbestand des Unternehmens im
Berichtszeitraum gefährden. Vielmehr geht der Vorstand
davon aus, dass das Unternehmen mit dem derzeitigen
Portfolio und den im Entwicklungsstadium befindlichen
Angeboten und Programmen für die Zukunft gut
aufgestellt ist. Auch nach Ablauf der Berichtsperiode sind
keine Ereignisse eingetreten oder Risiken erkennbar, die
allein oder in Kombination zu einer erheblichen
Veränderung des Gesamtrisikos führen
könnten.
Entwicklung der RisikogruppenDie folgenden Risikogruppen beschreiben wesentliche
Faktoren, die nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
1. Externe Risiken1.1 Konjunktur und WerbemarktDie Geschäftstätigkeit der ProSiebenSat. 1
Group hängt in hohem Maße von der
gesamtwirtschaftlichen Lage und der Entwicklung der
Märkte ab, in denen Werbekunden agieren. Eine
allgemeine Abschwächung der Konjunktur, insbesondere
im Kernmarkt Deutschland, kann die
Geschäftsentwicklung der ProSiebenSat. 1 Group
wesentlich beeinflussen. Die deutsche Wirtschaftslage
erweist sich trotz der jüngsten Finanzmarktturbulenzen
im Wesentlichen als stabil. Nach ersten vorläufigen
Berechnungen wird Deutschland das Jahr 2007 mit einem
robusten Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent
abschließen. Besonders positiv entwickelten sich
dabei die Unternehmensinvestitionen, während der
Wachstumsbeitrag des privaten Verbrauchs hinter den
Erwartungen zurückblieb. 2008 wird sich die Konjunktur
nach allgemeiner Überzeugung etwas abkühlen. Die
weltweiten konjunkturellen Risiken werden sich 2008
spürbar erhöhen. Vor allem die Entwicklung in den
USA bereitet zunehmend Sorgen. Die Befürchtungen sind
groß, dass die amerikanische Wirtschaft infolge der
Hypotheken- und Finanzmarktkrise auf eine Rezession
zusteuert und damit die gesamte weltwirtschaftliche
Konjunktur negativ beeinflussen könnte. Auch die
weiter steigenden Rohstoffpreise und der starke Euro
stellen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft
relevante Wachstumshemmnisse dar.
Der Werbemarkt wird allerdings hauptsächlich von
der Nachfrage im Inland gesteuert. Hier stimmen
Sachverständige und Wirtschaftsforschungsinstitute
überein, dass sich der private Konsum 2008 deutlich
beleben und zur Wachstumsstütze in Deutschland werden
wird. Für eine kräftige Binnennachfrage sprechen
insbesondere die anhaltend positive Entwicklung am
Arbeitsmarkt und die steigende Kaufkraft der Bürger.
Die Wirtschaftsforschungsinstitute weisen in ihren
Gutachten jedoch stets darauf hin, dass ihre Prognosen zu
einem beträchtlichen Anteil dem Risiko einer
Fehleinschätzung unterliegen. Einen wesentlichen
Bestandteil des Risikomanagements stellt daher auch
künftig die Untersuchung und Bewertung der
Auftragslage dar. Das Auftragsvolumen wird durch
weitreichende Verfahren kontinuierlich analysiert, wobei
ausgehend vom Einbuchungsstand der Werbeumsatz für das
Jahr hochgerechnet wird. Monatlich werden die Ist- und
Planwerte sowie die Vorjahreswerbeumsätze aufgelistet
und an den Vorstand berichtet. Diese kontinuierliche
Berichterstattung ermöglicht eine detaillierte
Betrachtung der Umsatzentwicklung. Auch die Position der
Wettbewerber sowie gesamt- und werbewirtschaftliche
Entwicklungen fließen in die Untersuchungsverfahren
ein.
2. Sales RisikenVerkaufsmodellDer Werbezeitenvermarkter SevenOne Media stellte
unmittelbar nach Beendigung des Bußgeldverfahrens des
Bundeskartellamts sein neues Rabatt- und Honorierungsmodell
vor. Die ProSiebenSat.1 Media AG geht davon aus, dass sie
auch mit dem neuen Modell ihre Unternehmensziele erreichen
wird. Das neue Rabatt- und Honorierungsmodell entspricht
den kartellrechtlichen Vorgaben für Rabattsysteme. So
wird es in Zukunft sogenannte inkrementelle Mengenrabatte
geben. Diese werden nur für das investierte Volumen
oberhalb der jeweiligen Rabattschwelle angewandt und nicht
mehr wie bisher auf das Gesamtvolumen gewährt. Damit
entfallen auch Rabatte, die in der Vergangenheit auf Basis
der "Share-of-Advertising"-Vereinbarungen vergeben wurden.
Daneben werden nur noch Rabatte als Gegenleistung für
die Entstehung klar definierter Kostenvorteile und
Effizienzen auf Seiten der ProSiebenSat.1 Media AG
gewährt ("Funktionsrabatte"). Ein weiteres wichtiges
Kriterium, an dem sich SevenOne Media bei seinem neuen
Rabattmodell orientiert, ist der
Gleichbehandlungsgrundsatz. Danach erhalten künftig
alle Unternehmen, die das gleiche Investitionsverhalten
haben, auch den gleichen Rabatt. Durch die Beachtung dieser
und weiterer Kriterien erfüllt das SevenOne-Modell
auch die Transparenz- und Neutralitätsanforderungen
des "Code of Conduct" der Organisation Werbungtreibende im
Markenverband (OWM). Nach den Erfahrungen der ersten Monate
des neuen Geschäftsjahres musste die
Wettbewerbsfähigkeit des Rabattmodells durch die
Ergänzung eines Bündelungsrabattes für
Agenturen ergänzt werden. Die ProSiebenSat. 1 Media AG
geht davon aus, dass sie nach der Modifizierung des Modells
für das verbleibende Jahr ihre Unternehmensziele
erreichen wird.
5. Compliance Risiken5.1 Corporate Governance und ComplianceRisiken aus Corporate Governance ergeben sich durch die
Verletzung von gesetzlichen Meldepflichten sowie durch
mangelnde Transparenz der Unternehmensführung und
-kommunikation. Diesen Risiken begegnet der Konzern durch
eine unternehmensübergreifende Compliance-Struktur.
Die Compliance-Struktur wurde im Berichtsjahr an die
internationale Aufstellung der integrierten Gruppe
angepasst. So wurde ein umfangreiches Compliance-Programm
entwickelt und umgesetzt. Alle geschäftlichen
Aktivitäten des Unternehmens im In- und Ausland wurden
auf etwaige kartellrechtliche Risiken hin untersucht. Das
Programm umfasst die Schulung der Mitarbeiter in
kartellrechtlichen Fragen sowie interne Kontroll- und
Sanktionsmechanismen, um Verstöße gegen das
Kartellrecht von vornherein auszuschließen.
5.2. KartellrechtBußgeldverfahren des Bundeskartellamts ("Share of Advertising"-Rabatte)Das Bundeskartellamt hat das Bußgeldverfahren
gegen den Werbezeitenvermarkter der ProSiebenSat.1 Media
AG, SevenOne Media, gegen Zahlung eines Bußgeldes
beendet. Das Verfahren des Bundeskartellamts war Teil einer
industrieweiten Untersuchung gegen Werbezeitenvermarkter
und Mediaagenturen in Deutschland. Das Bundeskartellamt
sieht im Wesentlichen die Vereinbarung von in der Branche
üblichen "Share-of-Advertising"-Rabatten als eine
vertikale Wettbewerbsbeschränkung an. Bei der
Bemessung des Bußgeldes hat das Bundeskartellamt
erstmalig die neuen Regelungen der 7. Kartellrechtsnovelle
in Verbindung mit den Bußgeldleitlinien des
Bundeskartellamts angewandt. Die neuen Regelungen
führen zu einer erheblichen Erhöhung der
Bußgelder im Vergleich zu Kartellrechtsfällen
nach altem Recht. Um eine langwierige gerichtliche
Auseinandersetzung und nachteilige Auswirkungen auf die
Geschäftsaktivitäten zu vermeiden, hat die
ProSiebenSat.1 Group das Bußgeld von 120,0 Mio. Euro
akzeptiert. Die erste von zwei Raten ist bereits angewiesen
worden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im
Nachgang zu diesem Verfahren versucht wird, Drittklagen
gegen die SevenOne Media zu erheben. Zum gegenwärtigen
Zeitpunkt ist dies jedoch nicht der Fall.
5.3. Medienpolitische RisikenAudiovisuelle MediendiensterichtlinieNach einem umfangreichen Gesetzgebungsprozess an dem
sich die ProSiebenSat.1 Media AG aktiv beteiligt hat,
konnte im Dezember 2007 die audiovisuelle
Mediendiensterichtlinie verabschiedet werden. Sie wird die
bisherige EU-Fernsehrichtlinie ersetzen. In der Richtlinie,
die u.a. auch Regelungen zur Werbung und zum Jugendschutz
für lineare, wie nicht lineare Dienste beinhaltet,
wurde die bisherige Rechtsprechung des EuGH zu Ausnahmen
vom sogenannten Sendestaatsprinzip kodifiziert. Nach dem
Sendestaatsprinzip unterfallen grenzüberschreitende
audiovisuelle Dienste stets nur dem Recht des Sendestaats
und müssen sich nicht nach den gesetzlichen Regelungen
des Empfangsstaats richten. Aufgrund der neuen gesetzlichen
Regelung besteht ein erhöhtes Risiko, dass
Mitgliedstaaten, die die Programme der Gruppe aus einem
anderen Mitgliedstaat empfangen, diese Verfahren nutzen.
Die neue Regelung sieht zunächst ein
Konsultationsverfahren zwischen Empfangs- und Sendestaat
vor, in dem Schwierigkeiten mit unterschiedlichen
Rechtsrahmen ggf. auf kooperativer Ebene beseitigt werden
können. Im Rahmen dieses Verfahrens kann der Anbieter
nicht den Regelungen des Empfangsstaates unterworfen
werden. Die ProSiebenSat.1 Gruppe steht mit den
lizenzierenden Anstalten in ständigem und engem
Kontakt und wird diese bei den Konsultationsverfahren
unterstützen.
Nur in veritablen Umgehungsfällen, in denen ein
Anbieter sich in einem anderen Mitgliedstaat als dem
Empfangsstaat niedergelassen hat, um damit der strengeren
Gesetzgebung im Empfangsstaat zu entgehen, kann ein
Empfangsstaat gegen einen einstrahlenden Anbieter
Maßnahmen ergreifen, wenn dessen Angebote gegen die
gesetzlichen Regelungen des Empfangsstaates
verstoßen. Der Empfangsstaat muss zuvor allerdings
die EU Kommission angerufen haben, die ihrerseits
prüft, ob die Voraussetzungen für ein solches
Vorgehen tatsächlich erfüllt sind und damit
verhindert, dass aus rein protektionistischen Gründen
gehandelt wird.
Es besteht das Risiko, dass Empfangsstaaten versuchen
werden, auf dieser Basis Programme, die nicht der eigenen
Gesetzgebung unterfallen, einzuschränken. Die
Hürde zur Einschränkung der als Grundfreiheit
ausgestatteten Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit
auf denen das Sendestaatsprinzip fußt, ist jedoch
hoch. Die EU-Kommission hat in diesem Zusammenhang bereits
angekündigt, dass sie
unverhältnismäßigen Einschränkungen
der Grundfreiheiten entgegen wirken wird. Da die neue
Regelung darüber hinaus im Wesentlichen nur die schon
bisher bestehende Rechtsprechung widerspiegelt, ist nicht
davon auszugehen, dass die Aktivitäten der Gruppe
hierdurch behindert würden. Die ProSiebenSat.1 Gruppe
steht auch mit der Kommission in ständigem Kontakt, so
dass sicher gestellt ist, dass ihre Interessen ggf. auch im
Rahmen eines solchen Verfahrens hinreichend
berücksichtigt werden.
5.4. DistributionVerbreitung der SenderFür den dauerhaften Erfolg der Sender im Werbemarkt
sind hohe Zuschauerreichweiten die wichtigste
Voraussetzung. Neben der Attraktivität des
Programmangebots kommt es dabei vor allem auch auf die
technische Verbreitung der Fernsehsender auf möglichst
allen Distributionswegen an. Die Programme der Gruppe
verfügen über hohe technische Reichweiten.
Exemplarisch kann der deutsche Markt genannt werden. Der
hohe Verbreitungsgrad der deutschen Sender ist durch die in
2006 und 2007 abgeschlossenen, langfristigen Verbreitungs-
und Kooperationsverträge mit T-Systems, SES Astra, den
sogenannten "großen" Breitbandnetzbetreibern Kabel
Deutschland, Unity Media und Kabel Baden-Württemberg,
Primacom sowie weiteren Breitbandnetzbetreibern der
Netzebene 3 und 4 gesichert worden. Des Weiteren bestehen
Verbreitungsverträge mit der Deutschen Telekom AG,
Geschäftsbereich T-Online, Hansenet, Arcor und anderen
Providern über einen Transport der Programmsignale im
Telefonkabel. Ende 2007 hat die ProSiebenSat.1 Media AG
für das Territorium Deutschland zusätzlich einen
Vertrag über die terrestrische Verbreitung der
Programme ProSieben, Sat.1 und N24 auf mobile
Endgeräte, wie unter anderem Handys, über die
wahrscheinlich Mitte 2008 den Betrieb aufnehmende
DVB-H-Plattform Mobile 3.0 GmbH abgeschlossen. Damit hat
die ProSiebenSat.1 Media AG den Grundstein für die
Verbreitung der Free-TV-Programme auf mobile Endgeräte
gelegt und den Empfang ihrer Inhalte auch über diesen
Distributionsweg gesichert.
Ähnlich hohe Reichweiten über die
unterschiedlichen Verbreitungswege Satellit, Kabel und
Terrestrik erzielen grundsätzlich auch die
ausländischen Sender der ProSiebenSat.1 Media AG,
wobei die Reichweiten in den verschiedenen Ländern
abhängen von den dort gewählten
Verbreitungsmodellen, wie etwa dem sogenannten
Transportmodell oder dem Plattformmodell, in welchem der
Plattformbetreiber die Free-TV-Programme in der Regel
verschlüsselt an die Haushalte gegen ein technisches
Entgelt abgibt und den Programmanbietern, wie der
ProSiebenSat.1 Media AG, für die Nutzung der Marke
oder aus anderem Grunde ein Entgelt entrichtet.
Mit dem Übergang von der analogen zur digitalen
Verbreitung wird sich die Kapazität zur
Übertragung der Fernsehprogramme der Dienste und
anderer Angebote des Unternehmens noch einmal
vervielfachen. Damit eröffnen sich für alle
Programme, Dienste und Angebote der ProSiebenSat.1 Group,
insbesondere auch der neuen Inhalte, unternehmerische
Perspektiven. Im Zuge der Digitalisierung hat sich die Zahl
der Programmangebote insgesamt deutlich erhöht. Durch
den Abschluss langfristiger Verbreitungsverträge ist
die Verbreitung der Fernsehprogramme der ProSiebenSat.1
Group in Deutschland auch beim Übergang vom analogen
in das digitale Zeitalter gesichert. Ähnliche
Vereinbarungen konnten für die ausländischen
Sender erzielt werden oder sind zurzeit in Verhandlung.
Die ProSiebenSat.1 Group ist unabhängig von den in
2007 abgeschlossenen Verbreitungsverträgen
zuversichtlich, dass ihre Programme aufgrund ihrer
Attraktivität, der hohen Zuschauerakzeptanz und ihres
Vielfaltbeitrages auch in Zukunft flächendeckend
analog und digital verbreitet bleiben. Die Sender der
ProSiebenSat.1 Group sind auch in einem noch stärker
fragmentierten Fernsehmarkt in der Lage, ihre
Wettbewerbspositionen im Free-TV-Bereich zu behaupten.
Dafür sorgen - unabhängig von den hohen
Markteintrittsbarrieren für jeden neuen Anbieter - die
große Bekanntheit der Sendermarken in den
verschiedenen Ländern, die langfristig gesicherten
Lizenzrechte und die starke Position der Senderfamilie im
Zuschauer- und Werbemarkt.
PrognoseberichtGesamtaussage zur künftigen Entwicklung des KonzernsDas Management von ProSiebenSat.1 ist überzeugt,
dass die Gruppe auch im Prognosezeitraum 2008 und 2009 eine
positive Bilanz der Geschäftstätigkeit vorlegen
kann. Das Unternehmen wird von den dynamischen
Wachstumsraten der internationalen Märkte,
insbesondere im Osten und Norden Europas, profitieren.
Neben Kostendisziplin werden die zunehmende Vernetzung der
Aktivitäten und der Wissenstransfer innerhalb des
pan-europäischen Konzerns zu Synergien und zu einer
weiteren Umsatz- und Ergebnisverbesserung führen.
Unsere strategischen Ziele werden wir weiterhin mit
Nachdruck verfolgen. Durch eine klare Fokussierung auf
Programm wird die ProSiebenSat.1 Group ihr
Kerngeschäft Free-TV stärken und zugleich
weiteres Wachstum im Geschäftsbereich Diversifikation
erzielen.
ChancenberichtUm unternehmerische Chancen zu identifizieren und
optimal zu nutzen, betreibt die ProSiebenSat.1 Group
Marktforschung in allen relevanten Bereichen und beobachtet
kontinuierlich neue technische Entwicklungen. Ein
effizientes Risikomanagement dient als Frühwarnsystem
für alle Geschäftsbereiche. Die Erfassung von
Risiken und Chancen ist integraler Bestandteil aller
Planungs- und Entscheidungsprozesse.
Künftige Rahmenbedingungen und MarktchancenKonjunkturelle Entwicklung in EuropaDie Wirtschaft in der Eurozone und der europäischen
Gemeinschaft wird 2008 voraussichtlich etwas langsamer
wachsen als im Jahr 2007. Die anhaltenden
Finanzmarktturbulenzen, die höheren Öl- und
Energiepreise sowie die Aufwertung des Euro werden sich in
den ersten Quartalen 2008 auf die wirtschaftliche
Entwicklung auswirken. Der private Konsum als wichtigster
Treiber der Werbemärkte wird von der verbesserten
Arbeitsmarktlage profitieren. Auch in Deutschland wird sich
die Wachstumsdynamik der beiden Vorjahre etwas
abschwächen. Derzeit prognostizieren die
führenden Wirtschaftsforschungsinstitute einen realen
Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes zwischen 1,7 und 1,9
Prozent. Hohe Erwartungen sind dabei an die Entwicklung des
privaten Konsums geknüpft. Die Verbesserung der
Arbeitsmarktlage und die Einkommenszuwächse durch hohe
Lohnabschlüsse sollten zu einer Stärkung der
Kaufkraft beitragen. In unseren wichtigsten internationalen
Märkten Niederlande, Schweden und Ungarn liegen die
geschätzten Wachstumsraten für das BIP bei 2,6
Prozent, 3,1 Prozent und 2,6 Prozent für 2008.
Entwicklung des Werbemarktes in den für ProSiebenSat.1 wesentlichen MärktenDie Medienbranche reagiert auf die zyklischen
Schwankungen der Wirtschaft besonders empfindlich. Die
prognostizierten Entwicklungen von Bruttoinlandsprodukt und
privatem Konsum spiegeln sich dementsprechend zumeist in
der jeweils erwarteten Dynamik der Werbemärkte wider:
Für Länder mit einem starken Wirtschaftswachstum
wie Rumänien und Bulgarien ist daher ein deutlich
überdurchschnittliches Wachstum der Werbeinvestitionen
zu erwarten. Für Deutschland erwartet ZenithOptimedia
für 2008 ein TV-Wachstum von 1,1 Prozent. Das World
Advertising Research Center (WARC) geht davon aus, das der
deutsche TV-Werbemarkt 2008 um 1,0 Prozent zulegen wird.
Alle anderen Märkte, in denen die ProSiebenSat.1 Group
aktiv ist, sollen den Prognosen zufolge stärker
wachsen als Deutschland.
Ausblick für die Entwicklung des MedienmarktesWerbemarkt: Fernsehen bleibt umsatzstärkstes Segment in Deutschland - Internet weiter stark im KommenAuch 2008 werden durch die Digitalisierung neue
Plattformen und Verbreitungswege für TV-Inhalte
entstehen. Dennoch bleibt Fernsehen das wichtigste Medium
der Menschen. Nach einer für Deutschland
repräsentativen Studie von SevenOne Media bleibt die
Fernsehnutzung auf hohem Niveau stabil. Bei
durchschnittlich 52 empfangbaren Sendern pro TV-Haushalt
entfallen rund 80 Prozent der Nutzung auf die sechs
großen Free-TV-Sender, darunter ProSieben und Sat.1.
Auch bei den Multi-Channel-Haushalten, die heute bis zu 150
Sender und mehr empfangen können, bleibt die Anzahl
der tatsächlich genutzten Plattformen (mindestens zehn
Minuten im Monat additiv) mit rund 16 Sendern mehr oder
weniger stabil. Leicht verändert zeigt sich das
Fernsehverhalten lediglich bei den sehr jungen Zuschauern.
Diese konsumieren verstärkt die Angebote aus dem
Internet - vor allem das von Entertainment-Plattformen und
Communities. Fernsehen bleibt jedoch unangefochten und mit
großem Abstand das umsatzstärkste Segment der
deutschen Unterhaltungs- und Medienbranche.
Das Internet ist derzeit der am schnellsten wachsende
Werbeträger. Angetrieben wird der Boom durch die
zunehmende Zahl breitbandiger Internetanschlüsse, die
Bewegtbild ermöglichen. Dadurch kommen neue
Werbeformate wie Werbevideos zum Einsatz. Doch auch die
Möglichkeit, Internetnutzern mittels einer
individuellen Zielgruppenansprache maßgeschneiderte
Werbeangebote zu machen, wird die Branche weiter
beflügeln.
Zuschauermarkt: Faszination des Mediums Fernsehen bleibt ungebrochenDoch nicht neue Technologien oder Verbreitungswege
entscheiden den Wettbewerb, sondern Inhalte. Ausgehend vom
TV erobert das bewegte Bild die neuen digitalen
Plattformen: Ob im Internet, auf Videoportalen oder im
mobilen Bereich: Konsumenten suchen dort Inhalte - und vor
allem solche Inhalte, die sie aus dem Fernsehen bereits
kennen. Schon jetzt hat sich bei den 14- bis
29-Jährigen in Deutschland knapp 70 Prozent ihrer
gesamten Mediennutzung auf Bildschirme wie PC oder Handy
verlagert. Dieser Tatsache will auch die
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) künftig
gerecht werden und rechnet ab Januar 2009 unter dem Motto
"Follow the content" die zeitversetzte Nutzung von
Fernsehinhalten den TV-Leistungswerten hinzu.
Messlösungen zur Nutzung von Fernsehen am Computer,
via IPTV und DVB-H befinden sich in der Entwicklung.
Unternehmensstrategische Chancen der ProSiebenSat.1 GroupDie digitale Entwicklung stellt einen Inhalte-Anbieter
wie die ProSiebenSat.1 Group vor neue Herausforderungen -
und bietet zugleich substantielle Wachstumschancen:
Attraktive Inhalte und starke TV-Marken bieten der
ProSiebenSat.1 Group zahlreiche Möglichkeiten, mit
innovativen Angeboten auch neue Nutzungsgewohnheiten zu
bedienen, zusätzliche Zuschauergruppen zu gewinnen und
neuartige Konzepte für die Werbewirtschaft zu
entwickeln.
Mit der Akquisition der SBS Broadcasting Group hat die
ProSiebenSat.1 Group zusätzliche Chancen für
weiteres Wachstum in Europa eröffnet. SBS und
ProSiebenSat.1 ergänzen sich geografisch, inhaltlich
und strategisch zu einem führenden
pan-europäischen Medienkonzern. Beide
Unternehmensteile sind in erster Linie Anbieter von Free-TV
und setzen zugleich auf Diversifikation. Als
pan-europäische Fernsehgruppe ist ProSiebenSat.1
breiter und krisensicherer aufgestellt: Den integrierten
Konzern zeichnet ein optimiertes Chancen-Risiko-Profil aus.
Die integrierte Gruppe ist in 13 Ländern Nord-,
Mittel- und Osteuropas vertreten. Bislang generierte das
Unternehmen 100 Prozent der Umsätze in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. Nach der Übernahme
von SBS sank dieser Anteil auf 70 Prozent. In seinem
Kerngeschäft Free-TV erzielt der fusionierte Konzern
rund 80 Prozent seiner Umsätze. Neben einem
komplementären Unternehmensprofil ergibt sich aus der
spezifischen Organisationsstruktur der Gruppe ein Vorsprung
gegenüber ihren Wettbewerbern, da sie ihre
Tochterunternehmen in der Regel zu 100 Prozent besitzt. In
einer vollständig integrierten Gruppe können
Synergiepotentiale optimal genutzt werden. Gleichzeitig
können Innovationen schneller entwickelt und
Maßnahmen effizienter umgesetzt werden.
UnternehmensausblickKünftige GesellschafterstrukturAls Folge der 2007 erfolgten Übernahme der SBS
Broadcasting Group durch die ProSiebenSat.1 Media AG
könnte die Gesellschaft Mitte des Jahres 2008 einen
neuen strategischen Gesellschafter bekommen. Die Telegraaf
Media Groep N.V., die zuvor mit 20 Prozent an der SBS
Broadcasting Group beteiligt war, hat mitgeteilt, dass sie
die Option hat, 12 Prozent der stimmberechtigten
Stammaktien an der ProSiebenSat.1 Media AG von der Lavena
Holding 5 GmbH zu übernehmen. Nach Ausübung der
Option, die nach Angaben der Telegraaf Media Groep im Juni
2008 möglich ist, würde die Telegraaf Media Groep
damit sechs Prozent des Grundkapitals der ProSiebenSat.1
Media AG halten.
Integration vorantreiben und Know-how bündelnDie erfolgreiche Zusammenführung von SBS und
ProSiebenSat.1 hat höchste Priorität. Die
integrierte Gruppe wird nach dem Prinzip "Think local, act
global" organisiert. Auf diese Weise sollen die
Töchter weitgehend eigenständig in ihren
Märkten operieren. Zugleich sollen alle Gesellschaften
und Units von den Kompetenzen und Ressourcen der gesamten
Gruppe profitieren. Durch die zentrale Bündelung von
Ressourcen können Synergiepotentiale optimal genutzt
und positive Skaleneffekte realisiert werden. Um die
Integration der Unternehmen rasch voranzutreiben und die
erwarteten Synergien von 80 bis 90 Mio Euro zu realisieren,
die ab 2010 voll wirksam sein sollen, sind
länderübergreifende Projektgruppen gebildet
worden. Diese international besetzten Teams organisieren
gemeinsame Arbeitsabläufe, fördern die Vernetzung
der verschiedenen Standorte und einen möglichst
breiten Wissenstransfer. In den sechs Bereichen "Content",
"Sales and Marketing", "New Media", "Operations", "Holding"
und "Procurement" erarbeiten sie in enger Abstimmung neue
Vorgehensweisen innerhalb der Gruppe.
Investitionen und FinanzierungMit dem Erwerb der SBS Broadcasting Group hat die
ProSiebenSat.1 Group die größte Akquisition
ihrer Unternehmensgeschichte getätigt. Der Erwerb
wurde ausschließlich fremdfinanziert. Der
erhöhte Verschuldungsgrad lässt genügend
Finanzierungsspielraum für die weitere strategische
und operative Entwicklung des Konzerns.
Die ProSiebenSat.1 Group wird in weiteres Wachstum
investieren. Investitionen werden vor allem in den Ausbau
und die Erneuerung des Programms fließen. In neue
Technologie für den Ausbau von N24 zum modernsten
Nachrichtensender Europas sollen im Zeitraum 2008 bis 2009
rund 10 Mio. Euro investiert werden. Darüber hinaus
werden wir unsere Möglichkeiten für einen Ausbau
der Geschäftstätigkeit durch Akquisitionen
prüfen. Expansionsmöglichkeiten sieht der Konzern
vor allem im wachsenden osteuropäischen Markt sowie im
Internet. Die ProSiebenSat.1 Group verfügt
hierfür über ausreichende
Finanzierungsmöglichkeiten. Größere
Unternehmenskäufe, durch die zusätzlich
Kapitalbedarf entstünde, sind derzeit jedoch nicht
vorgesehen. Alle möglichen Investitionsmaßnahmen
haben die Zielsetzung, die Marktposition des
ProSiebenSat.1-Konzerns als paneuropäische
Mediengruppe durch eine vorausschauende Programmund
Markenstrategie nachhaltig zu steigern.
Die ProSiebenSat.1 Group strebt an, ihren
Verschuldungsgrad über weiteres Ergebniswachstum und
Abbau der Verschuldung zu senken. Obwohl die Reduzierung
des Verschuldungsgrades eine hohe Priorität darstellt,
gehen wir von einer aktionärsfreundlichen
Dividendenpolitik auch in der Zukunft aus.
Künftige Entwicklung der Segmente und GeschäftsbereicheAuch für 2008 und 2009 ist die Zielsetzung, Umsatz
und EBITDA sowohl im Kerngeschäft Free-TV als auch im
Geschäftsbereich Diversifikation zu steigern. Durch
eine klare Fokussierung auf Programm wird die Gruppe ihr
Kerngeschäft Free-TV weiter stärken und zugleich
ihre Chancen im Geschäftsbereich Diversifikation
insbesondere durch die Mehrfachverwertung von Inhalten
ausschöpfen.
Durch den Zusammenschluss mit SBS ergeben sich
zahlreiche Wachstumsmöglichkeiten auf internationaler
Ebene, sowohl für die Free-TV-Marken als auch die
Diversifikationsangebote des Konzerns. Derzeit prüft
der Konzern unter anderem die Einführung einer
deutschen Version des erfolgreichen skandinavischen
Free-TV-Musiksenders "The Voice".
Auch die Verbreitung von verschiedenen TV-Formaten bei
mehreren Sendern der internationalen Gruppe ist in Planung.
Mit dem Start der Show "The next Uri Geller - Unglaubliche
Phänomene Live" auf ProSieben im Januar 2008 setzte
das Unternehmen bereits erste Synergien durch
Back-to-Back-Produktionen um. Mit seiner neuen Live-Show
begeisterte ProSieben ein Millionen-Publikum in
Deutschland, es folgten eine niederländische Version
auf SBS 6. Eine ungarische Adaption bei TV2 ist geplant.
SBS 6 nutzt für die Produktionen das Know-how und die
Studioinfrastruktur von ProSieben. Viele derzeit auf
einzelne Märkte fokussierte Programme und Marken der
ProSiebenSat.1 Group haben das Potential für eine
erfolgreiche geografische Expansion. Hier eröffnen
sich der Gruppe nicht nur zusätzliche
Erlösquellen, gemeinsame Produktionen bieten auch
Skalenvorteile und Möglichkeiten zur effizienteren
Ressourcennutzung.
Im Rahmen des Integrationsprozesses hat die
ProSiebenSat.1 Group außerdem im
Geschäftsbereich Diversifikation bereits erste
Maßnahmen erfolgreich umgesetzt: Neben dem Launch der
norwegischen Games-Plattform SevenGames.no und dem
internationalen Spiele-Portal SevenGames.com ist der Start
von MyVideo in Belgien und den Niederlanden bereits das
dritte große Synergie-Projekt im Online-Segment, das
die ProSiebenSat.1 Group zu Beginn des Jahres realisieren
konnte. Weitere Integrationen und länderspezifische
Adaptionen insbesondere im Online-Bereich sind in
Vorbereitung.
Die ProSiebenSat.1 Group ist mit attraktiven Programmen
in das Jahr gestartet und hat durch einen Vertrag mit Sony
Pictures Television International sein Portfolio um einige
der erfolgreichsten Kinoproduktionen der letzten Jahre
erweitert. Parallel zur Optimierung des Programmportfolios
wird die Gruppe die Sendestruktur ihrer Free-TV-Programme
weiter verbessern und so ihre Sender noch besser auf die
Erfordernisse des Zuschauermarktes ausrichten.
Sat.1 hat zu Beginn des Jahres umfassende
Maßnahmen zur Erneuerung der Programmstruktur und der
Programminhalte ergriffen. Der Sender soll durch eine
Aufwertung des Informationsbereiches, unter anderem durch
eine Platzierung der Nachrichten um 20 Uhr, wieder mehr
Zuschauernähe gewinnen. Zugleich soll der
Audience-Flow durch Blockprogrammierung verbessert werden.
Neben dem Ausbau des Programmbereichs hat die
ProSiebenSat.1 Group das Ziel, den Berliner
Nachrichtensender N24 als modernsten Nachrichtensender
Europas zu etablieren und auf eine innovative
technologische Plattform zu stellen. Mit dem Umzug des
Senders im Herbst 2008 wird der Grundstein für den
Ausbau von N24 zur multimedialen Nachrichtenmarkte gelegt:
Er ermöglicht nicht nur eine Erneuerung der
Redaktions- und Produktionstechnik, sondern auch die
Bündelung von TV- und Multimediaaktivitäten.
Erwartete Geschäftsentwicklung des KonzernsFür das laufende Jahr rechnet die ProSiebenSat.1
Group weiterhin mit einer Umsatz- und Ergebnissteigerung,
vor allem auch durch die erstmalige ganzjährige
Konsolidierung von SBS. Wie in den Jahren zuvor, soll auch
in diesem Jahr das bereinigte EBITDA stärker als der
Umsatz steigen. Das Umsatzwachstum in Verbindung mit
striktem Kostenmanagement wird Hauptmotor der positiven
Ergebnisentwicklung sein. Wesentlicher Umsatzträger
ist auch künftig das Kerngeschäft
werbefinanziertes Fernsehen. Die internationale
Marktdynamik und insbesondere das starke Wachstum der
europäischen Märkte der ehemaligen SBS
Broadcasting Group wird die positive
Geschäftsentwicklung der Gruppe im Bereich Free-TV
treiben. Darüber hinaus wird das diversifizierte
Medienportfolio zum Wachstum der Gruppe beitragen. Neben
organischem Wachstum werden strategische Zukäufe den
Geschäftsbereich Diversifikation weiter stärken.
Wir erwarten, dass die SBS-Transaktion im bereinigten
Ergebnis je Aktie ergebnissteigernd wirkt und dass die
erwirtschafteten Renditen kurz- bis mittelfristig über
den Kapitalkosten der ProSiebenSat.1 Group liegen werden.
Maßgeblich dazu beitragen werden
Effizienzsteigerungen und Synergien in Zusammenhang mit der
Integration des SBS-Geschäfts. Wir haben uns das
ehrgeizige Ziel gesetzt, durch eine Reihe spezifischer
Initiativen Synergien in Höhe von 80 bis 90 Mio Euro
pro Jahr zu erzielen, wovon zwei Drittel auf
Kostensynergien und ein Drittel auf zusätzliche
Umsatzpotentiale entfallen. Möglichkeiten für
Kosteneinsparungen ergeben sich durch Skaleneffekte bei der
Programmproduktion und die Mehrfachverwertung von Inhalten.
Zudem bestehen im Lizenzgeschäft und Programmeinkauf
Größenvorteile. Durch eine konzernweite
Zusammenarbeit und die Zentralisierung des
Beschaffungsprozesses erhöhen wir unser
Einkaufsvolumen und stärken damit unsere
Verhandlungsposition bei Lieferanten. Einsparungseffekte
haben wir darüber hinaus insbesondere in den Bereichen
Marketing und Vertrieb, Verwaltung und IT identifiziert.
Unter anderem können durch die Nutzung gemeinsamer
Administrationsdienste und die Eliminierung von doppelten
Konzernfunktionen operative Kosten reduziert werden.
Umsatzsynergien versprechen wir uns besonders im Bereich
Programmproduktion. Durch den Aufbau gemeinsamer
Produktionsstandorte und die Vernetzung unserer
Marktexpertise erwarten wir zusätzliche Erlöse.
Auch im Bereich Diversifikation bestehen zahlreiche
Umsatzsynergien. Um diese zu nutzen, werden wir unsere
Marken enger koordinieren und unsere
Expansionsmöglichkeiten durch crossmediale sowie
geografische Verknüpfung nutzen. Der
Integrationsprozess verläuft planmäßig. Wir
sehen uns auf einem guten Weg, das Synergieziel von 80 bis
90 Mio Euro jährlich bis zum Jahr 2010 zu erreichen.
Wir rechnen damit, bereits in diesem Jahr rund 30 Prozent
der Synergien zu realisieren.
Erwartete Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SevenOne MediaFür das laufende Geschäftsjahr 2008 gehen wir
aufgrund der bestehenden Vertragsstrukturen von einer
stabilen Umsatz- und Ertragslage sowie einer weiterhin
angemessenen Finanz- und Vermögenslage aus.
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
SevenOne Media GmbH, Unterföhring, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007
geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von
Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung
der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über
den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung
und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §
317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in
Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der Geschäftsführung sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SevenOne
Media GmbH, Unterföhring. Der Lagebericht steht in
Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
München, den 10. März 2008
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Beschluss über die ErgebnisverwendungDie alleinige Gesellschafterin der SevenOne Media GmbH
hat mit Gesellschafterbeschluss vom 04. September 2008 den
Jahresabschluss zum 31.Dezember 2007 mit einer Bilanzsumme
von Euro 143.581.596,35 festgestellt. Weiterhin wurde
beschlossen, daß das Jahresergebnis von Euro
-120.329.923,52 von der alleinigen Gesellschafterin
SevenOne Brands GmbH gemäß Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag vom 29. November 2006
übernommen wird.
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