Ruhrbahn GmbH
Selbe AdressePersonenbeförderung im Eisenbahnverkehr
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Friedrich Bonan seit 14.2.2017 | Geschäftsführer |
Michael Feller seit 19.6.2013 | Geschäftsführer |
Jörg Lamers seit 8.6.2012 | Prokura |
Martin Dreps seit 8.6.2012 | Prokura |
Hermann Dumke seit 8.2.2011 | Prokura |
Hartmut Röwekamp seit 8.2.2011 | Prokura |
Nils Hoffmann seit 8.2.2011 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Via Verkehrsgesellschaft mbHEssenJahresabschluss zum 31. Dezember 2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 20151. Grundlagen der Gesellschaft Die Via Verkehrsgesellschaft mbH (Via) ist als Gemeinschaftsunternehmen der Essener Verkehrs-AG (EVAG), der Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH (MVG) und der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) von den Gesellschaftern mit der Erbringung aller Verkehrsdienstleistungen beauftragt. Die Gesellschafter sind von ihren Gebietskörperschaften mit der Erbringung der Nahverkehrsleistung in den jeweiligen Betriebsgebieten langfristig betraut. Der VRR hat allen drei Gesellschaftern auskömmliche Finanzierungsbescheide ab 2010 erteilt und damit die EU-konforme Finanzierung bescheinigt. Via erbringt als integriertes Verkehrsunternehmen die vollständige Wertschöpfungskette. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören Fahrbetrieb, Werkstattleistungen, Bewirtschaftung der Infrastruktur, Vertrieb, Verkehrsmanagement und Verwaltungsleistungen. Letztere werden für Via selbst aber auch für die Gesellschafter erbracht. EVAG, MVG und DVG sind weiterhin Inhaber der Konzessionen und von den Städten Essen, Mülheim an der Ruhr und Duisburg mit der Erbringung der Nahverkehrsleistungen beauftragt. Als Nahverkehrsunternehmen sind sie weiterhin in den Querverbund der jeweiligen kommunalen Holding eingebunden. Das gesamte operative Geschäft wird jedoch von Via erbracht. Sie bedient sich hierbei überwiegend des von den Gesellschaftern gestellten Personals. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Branchenbezogenen Rahmenbedingungen Am 3. Dezember 2009 ist die neue EU-Verordnung für den ÖPNV Nr. 1370/2007 (VO 1370) in Kraft getreten. Der neu geschaffene europäische Rechtsrahmen hat zwingend eine Anpassung des deutschen Rechts, insbesondere des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG), notwendig gemacht. Die obersten Verkehrsbehörden der Bundesländer konnten sich erst Mitte September 2012 nach langwierigen Verhandlungen auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen, um die Vorgaben der VO 1370 mit dem PBefG-Genehmigungsrecht in Einklang zu bringen. Danach ist am 1. Januar 2013 das neue Personenbeförderungsgesetz in Kraft getreten. Rund drei Jahre nach Inkrafttreten des neuen EU-Rechts für den öffentlichen Personennahverkehr ist damit endlich auch das nationale Recht an die Vorgaben der VO 1370 angepasst worden. Aufgrund einer Schadenersatzforderung gegen einen Lieferanten haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 4,3 Mio. € erhöht. Der Kompromiss beinhaltet auf Drängen der Länder u.a. eine Stärkung der ÖPNV-Aufgabenträger. Den Aufgabenträgern wird ausdrücklich die Befugnis eingeräumt, alle Instrumente der VO 1370 zu nutzen. Dazu gehört auch die Direktvergabe an das eigene Verkehrsunternehmen durch Vergabe eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags (ÖDLA). Im Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) sind die Gesamteinnahmen 2015 um ca. 45,8 Mio. € (+ 4,0%) gestiegen. Die Fahrten sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 1,2 Mio. (- 0,1%) gesunken. Die Preisanpassung im Januar 2015 von 3,8% wurde von den Kunden größtenteils akzeptiert und größere Elastizitäten als prognostiziert sind nur in vereinzelten Fahrausweisgruppen aufgetreten. 2.2 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator ist das Jahresergebnis. 2.2.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse, die durch Erbringung der Leistungen für die Gesellschafter erzielt wurden, nahmen von 258,7 Mio. € im Vorjahr auf 282,9 Mio. € zu. Der Anstieg resultiert aus dem höheren Investitionsvolumen und den höheren Instandhaltungsaufwendungen der Gesellschafter. Darüber hinaus wurden Werkstattleistungen für Dritte von 4,2 Mio. € erbracht (im Vorjahr 4,9 Mio. €). Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse damit um 23,4 Mio. € auf 287,1 Mio. €. Der Materialaufwand erhöhte sich im Wesentlichen auf Grund der Personalgestellung von den Gesellschaftern und für bezogene Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren von 224,5 Mio. € auf 243,7 Mio. €. Durch die planmäßige Ausweitung des eigenen Personalbestandes nahm der Personalaufwand von 15,3 Mio. € auf 20,1 Mio. € deutlich zu. Auch 2015 konnte wieder ein Jahresüberschuss erwirtschaftet werden. Er stieg gegenüber dem Vorjahr von 110 T€ auf 146 T€ an. Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Das Jahresergebnis liegt geringfügig über dem Ansatz der Wirtschaftsplanung (140 T€). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Wesentlichen über den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und dem von den Gesellschaftern eingezahlten Eigenkapital der Via. 2.2.2 Vermögenslage 2015 wurden hauptsächlich Ersatzinvestitionen in die von den Gesellschaftern übertragene Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Das Investitionsvolumen betrug 1,5 Mio. Mit 5,7 Mio. € beläuft sich das Anlagevermögen auf 15,0 % der Bilanzsumme. Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Jahresüberschuss und eine Einlage der Gesellschafterin EVAG von 16,9 Mio. € auf 18,2 Mio. €, die Eigenkapitalquote der Gesellschaft nahm gegenüber dem Vorjahr von 54,3 % auf 48,2 % ab. Ursächlich hierfür waren insbesondere die höhere Bilanzsumme, verursacht durch den Anstieg des Umlaufvermögens bei gleichzeitiger Zunahme der Verbindlichkeiten. Insgesamt kann die Vermögenslage der Via als gut bezeichnet werden. 2.2.3 Finanzlage
Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2015 resultiert aus dem Guthaben bei der Sparkasse Essen. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist gegeben. 2.3 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Die Leistungen der Via Verkehrsgesellschaft mbH basieren wesentlich auf dem Engagement ihrer Mitarbeiter. Fachliche Kompetenz, verbunden mit hoher Kundenorientierung sowie eine starke Identifikation mit dem Unternehmen kennzeichnen die Belegschaft. Die Via Verkehrsgesellschaft mbH stellt Ausbildungsplätze für den gewerblichen und kaufmännischen Bereich bereit und bekennt sich damit zum dualen Ausbildungssystem. Individuelle Weiterbildungsmaßnahmen werden unterstützt. Umweltschutz und Arbeitssicherheit Auflagen der staatlichen Behörden werden regelmäßig erfüllt bzw. unterstützt. Mit der Bereitstellung unseres Nahverkehrsangebotes werden Autofahrten in erheblichem Umfang vermieden. Damit leisten wir einen erheblichen Beitrag zur Vermeidung von CO 2-Ausstößen und zur Verminderung der Feinstaubbelastung im Ballungsraum Ruhrgebiet. 2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage In einem herausfordernden Umfeld konnte die Via Verkehrsgesellschaft mbH Umsatzerlöse in Höhe von 287,1 Mio. € erzielen. Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 36 T€ auf 146 T€ verbessert. Die Gesamtentwicklung des Unternehmens ist insgesamt günstig verlaufen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die Via Verkehrsgesellschaft mbH hat ein Risikomanagementsystem mit dem Ziel implementiert, um gefährdende Entwicklungen für den Fortbestand der Gesellschaft frühzeitig zu erkennen. Hierzu werden vierteljährlich bereichsbezogene Risikoinventuren durchgeführt, von der für die Risikoberichterstattung verantwortlichen Fachabteilung entsprechend gewürdigt und bewertet und der Geschäftsführung zur Kenntnis gegeben. Das Risikomanagementsystem ist in die strategische Unternehmensplanung integriert worden und umfasst neben der Risikoidentifikation und -bewertung auch ein Chancenmanagement. Mehr noch als bisher dient das Risikomanagement als Instrument der strategischen Unternehmenssteuerung. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst Regelungen zur Verhinderung und Aufdeckung von dolosen Handlungen. In diesem Zusammenhang sind z.B. Funktionstrennung 4-Augen-Prinzip, Schutz durch Passwörter sowie besondere Freigabe- und Genehmigungsprozesse eingerichtet. Die gesetzeskonforme Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht wird durch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung unter Beteiligung der übrigen Fachabteilungen der Via sichergestellt. Die interne Revision der EVV und die der DVG werden im Auftrag der Geschäftsführung der Via anlassbezogen tätig und berichten hierüber. Neben den Risiken, die bereits oben angesprochen worden sind, ist auf folgende Netto-Risiken wesentlicher Art hinzuweisen: Die Via Verkehrsgesellschaft mbH wurde durch die kommunalen Verkehrsunternehmen aus Essen, Duisburg und Mülheim an der Ruhr in 2010 gegründet. Über diesen interkommunalen Kooperationsansatz ist beabsichtigt, die Zusammenarbeit zu intensivieren und zusätzliche Kostenreduzierungen zu erzielen. Bis dato sind bereits Kosteneinsparungen für die Beteiligten in Höhe von insgesamt 7 Mio. Euro realisiert worden. Über die weitere strategische Ausrichtung der Via bestehen derzeit Interessens- und Zielkonflikte der Gesellschafter. Ursprüngliches Ziel war es, die drei Verkehrsgesellschaften auch rechtlich durch eine Verschmelzung unter der Dachmarke Via zusammenzuführen und damit auch rechtlich unabhängig fortzuführen. Hierdurch wären die höchsten Einsparungen zu erreichen. Während im Dezember 2015 die Städte Essen und Mülheim an der Ruhr diese Lösung noch präferierten, erklärte die Stadt Duisburg den Ausstieg aus der Via auf Grund dann drohender steuerliche Nachteile und der Unvereinbarkeit mit dem Projekt "New Power" des DVV Konzerns. Durch diese Interessenkonflikte können die Zielerreichung des Via-Kooperationsmodells und die damit verbundenen finanziellen Ziele von Via gefährdet werden. Auf Grund der Regelungen im Konsortialvertrag ist eine Kündigung zum 31. Dezember 2017 möglich. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat im Januar 2016 zu einer engeren Kooperation der drei Gesellschafter aufgefordert und erwartet eine unverzügliche und fortlaufende Berichterstattung. Die Via arbeitet auf der Basis von Verträgen zur "Erbringung von Verkehrs- und Dienstleistungen" für die drei Gesellschafter. Ein maßgebliches Drittgeschäft, aus dem sich Risiken ableiten könnten, besteht zurzeit nicht. Da Via für das operative Geschäft verantwortlich ist, korrespondiert das Risikomanagementsystem der Via insoweit mit den Risikomanagementsystemen der Gesellschafter. Da es sich beim öffentlichen Personennahverkehr um ein defizitäres Geschäft der allgemeinen Daseinsvorsorge handelt, sind die Gesellschafter auch zukünftig von der Finanzierung durch die Kommunen abhängig. Wesentliche Risiken der Gesellschafter bestehen im Verlust von Linienkonzessionen, in der Finanzierung von Ersatzinvestitionen sowie in langfristig steigenden Energiepreisen. Zu den Finanzinstrumenten bei der Via gehören neben dem Eigenkapital Forderungen und Verbindlichkeiten aus den Lieferungen- und Leistungen. Ziel der Gesellschaft ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden und zu vermindern. Ausfallrisiken werden kontinuierlich überwacht. Für das Jahr 2015 bestanden keinerlei Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet haben. Die Risiken werden regelmäßig im Abgleich mit den Risiken der Gesellschafter erfasst. Sowohl Chancen als auch Risiken werden als Grundlage für die strategische Ausrichtung herangezogen und sind somit ein Instrument der strategischen Unternehmenssteuerung. Die Planung geht von gleichbleibenden Jahresüberschüssen in den Jahren 2016 und 2017 in Höhe von 140 T€ aus. Es liegen keine Erkenntnisse vor, dass die Planergebnisse nicht erreicht werden. Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass diese Erwartungen auch tatsächlich eintreffen. Die zukünftige Entwicklung sowie die von der Via Verkehrsgesellschaft mbH erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den hier getroffenen zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. 4. Bericht über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gem. § 108 Absatz 3 Satz 1 Nr. 2 Gemeindeordnung NW Unternehmensgegenstand der Via Verkehrsgesellschaft mbH ist die Beförderung von Personen mit den verschiedenen Verkehrsmitteln im öffentlichen Personennahverkehr. Die Via wird durch ihre Gesellschafter beauftragt, die wiederum durch Beschlüsse der Räte mit der Erbringung der Nahverkehrsleistungen in den jeweiligen Stadtgebieten betraut sind. Durch die wirtschaftliche Betätigung der Gesellschaft im Rahmen des durch § 2 des Gesellschaftsvertrages vorgegebenen Gesellschaftszweckes und die Erfüllung der in den Betrauungsakten definierten gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen der Gesellschafter wird die öffentliche Zwecksetzung des Unternehmens erfüllt und der öffentliche Zweck erreicht. 5. Angabe nach § 289 a Abs. 2 Nr. 4 HGB Der Aufsichtsrat hat die Zielgröße für die Beteiligung von Frauen an den Organen der Via Verkehrsgesellschaft mbH zunächst befristet bis zum 30.06.2017 festgeschrieben. Sie beläuft sich für die Geschäftsführung auf 30 % und für den Aufsichtsrat auf 5 %. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.
Essen, 31. März 2016 Adler Feller Wandelenus Bilanz zum 31. Dezember 2015AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH Gesetzes und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Zusammensetzung des Anlagevermögens ist in der Bilanz zusammengefasst dargestellt. Die Zusammensetzung und Entwicklung entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften erfolgt in der Anlage zum Anhang. Die Gliederung der Sachanlagen wurde entsprechend der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen in der Fassung vom 13. Juli 1988 erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und unter Abzug von Anschaffungskostenminderung bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegt die jeweils betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Die Anlagenzugänge werden linear monatsgenau abgeschrieben. Soweit Anlagegegenstände bezuschusst oder finanziell gefördert wurden, sind diese Mittel zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage auf der Passivseite unter dem gesonderten Posten "Fördermittel und Zuschüsse von Dritten" ausgewiesen. Sie werden nach Maßgabe der Nutzungsdauer der jeweiligen Sachanlagen aufgelöst. Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sind zu fortgeführten durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Unfertige Leistungen werden mit den Herstellungskosten unter Einbeziehung von notwendigen Gemeinkosten ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen sind der Höhe nach mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. 2. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Anhang dargestellt. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich gleichzeitig um Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die Forderungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Pönale sowie Steuerforderungen aus Umsatzsteuer. Die Kapitalrücklage wurde 2011 durch Sacheinlagen der Gesellschafter gebildet. In 2015 wurde die Kapitalrücklage durch eine Einlage der EVAG um 1.236 T€ erhöht. Die Einlage dient zur Finanzierung von Spezialersatzteilen der Via am Standort Essen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen ausstehende Eingangsrechnungen (980 T€), Leistungsentgelte (338 T€), Überstunden (294 T€), Urlaub (176 T€), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (197 T€) und Aufwendungen für den Jahresabschluss (75 T€). Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurde das Abzinsungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind sämtlich kürzer als ein Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen auf Lieferungen und Leistungen. Es handelt sich gleichzeitig um Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. 3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen entfielen 145,3 Mio. € auf Verkehrsleistungen für die EVAG, 75,8 Mio. € für die DVG sowie 61,8 Mio. € für die MVG und 4,2 Mio. € auf sonstige Umsatzerlöse. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Schadenersatzforderungen (4.373 T€). In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind im Wesentlichen Aufwendungen für Diesel und Benzin (10,9 Mio. €), Lagermaterial (10,3 Mio. €) und direkt verbrauchte und an die Gesellschafter weiterbelastete Materialien (31,6 Mio. €) enthalten. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Personalgestellung von den Gesellschaftern (140,9 Mio. €) und Unternehmerleistungen (50,0 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen von den Gesellschaftern, Beratungsleistungen, Eigentumsschutz, Weiterbildung, Wartung von Software und Programmierung, Mieten, Leasing, Verbandsbeiträge, Versicherungsbeiträge, Aufwendungen für den Aufsichtsrat sowie Jahresabschlusskosten. III. Angaben zum Jahresergebnis Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 146.167,11 € ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. IV. Ergänzende Angaben 1. Sonstige, nicht in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 303,4 Mio. €. EVAG, MVG und DVG haben zur Realisierung von Synergieeffekten in 2011 die Via mit der Erbringung von Verkehrsleistungen beauftragt und stellen ihr hierzu die erforderliche Infrastruktur unentgeltlich sowie das erforderliche Personal entgeltlich zur Verfügung. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017. Die sich hieraus ergebenden Verpflichtungen belaufen sich voraussichtlich auf 291,0 Mio. €. Außerdem bestehen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo (12.101 T€) und aus Miete (291 T€). 2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
Frau Adler ist Prokuristin der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH. Herr Feller ist Vorstand der Essener Verkehrs-AG. Herr Wandelenus ist Geschäftsführer der Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH und Vorstand der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG und der Essener Verkehrs-AG. Die Geschäftsführung erhielt keine Bezüge. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten folgende Vergütung:
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr betrug 57 T€. Das als Aufwand erfasste Honorar entfiel zu 44 T€ auf die Abschlussprüfungsleistungen und zu 13 T€ auf andere Bestätigungsleistungen. 1. Geschäfte mit nahestehenden Personen Nahezu sämtliche Geschäfte der Via betreffen die Essener Verkehrs-AG, die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG und die Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH. Alle Geschäfte werden auf Basis der Vertragsbeziehungen, die zu marktüblichen Konditionen vereinbart sind, abgewickelt. Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen gab es nicht. 2. Arbeitnehmer Folgende Jahresdurchschnittswerte wurden ermittelt:
Essen, den 31.3.2016 Via Verkehrsgesellschaft mbH Adler Feller Wandelenus Entwicklung des Anlagevermögens in 2015
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Via Verkehrsgesellschaft mbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Via Verkehrsgesellschaft mbH, Essen. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 25. Mai 2016 KPMG
AG
Blücher, Wirtschaftsprüfer Graap, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat ließ sich während des Geschäftsjahres 2015 in regelmäßigen Sitzungen von der Geschäftsführung über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäfte unterrichten. Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie alle wesentlichen Geschäftsvorfälle wurden eingehend beraten. Anhand der übergebenen Unterlagen und der erteilten Auskünfte hat er die Tätigkeit der Gesellschaft überwacht und die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Entscheidungen getroffen. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Abschlussprüfers, der KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Er empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss in der vorliegenden Form festzustellen. Dem Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Jahresüberschusses schließt sich der Aufsichtsrat an. Für die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2015 spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank aus.
Essen, im Juni 2016 Der Aufsichtrat Friedhelm Krause, Vorsitzender Feststellung des JahresabschlussesDie Gesellschafterversammlung der Via Verkehrsgesellschaft mbH hat am 17.6.2016 den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2015 in der vorgelegten Form festgestellt. Sie hat weiterhin beschlossen, dass der Jahresüberschuss in Höhe von 146.167,11 € auf neue Rechnung vorgetragen wird. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 293.290,54 € ergibt sich ein Gewinnvortrag von insgesamt 439.457,65 €. |
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