Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 231287
Eingetragen
31.10.1959
Branche
Herstellung von keramischen Haushaltswaren und ZiergegenständenHerstellung von nichtelektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und/oder der Vertrieb von Haushaltswaren aller Art (Kochgeschirre, Küchengeräte, Wein-Accessoires, Grillvorrichtungen, Barbecues u.ä.), insbesondere solcher der Firma Le Creuset S.A. Fresnoy le Grand/France.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralph Edele
seit 9.12.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Frank Wenzig
seit 9.7.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Le Creuset S.A.S.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Le Creuset S.A.S.
France
52.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Le Creuset GmbH

Kirchheim unter Teck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Als Vertriebsgesellschaft ohne eigene Fertigung vertreibt die Le Creuset GmbH die überwiegend von Konzerngesellschaften der Le Creuset-Gruppe gefertigten Produkte der Marke Le Creuset.

Der Absatz der Produkte erfolgt durch die Geschäftsbereiche Third Party Retail, Own Retail und Webshop.

Über den Vertriebskanal Third Party Retail fassen wir den Vertrieb an den Fach- und Großhandel sowie an Kauf- und Warenhäuser zusammen. Der selektive Vertriebsvertrag mit unseren Einzelhandelspartnern garantiert die ausschließliche Vermarktung unserer exklusiven Produkte und stößt damit bei den Fachhändlern seit Jahren auf große Zustimmung.

Über den Absatzkanal Own Retail wird der Vertrieb in eigenen stationären Shops zusammengefasst. Die Le Creuset GmbH verfügt aktuell über insgesamt 17 stationäre Shops, darunter Outlet Stores, Pop-Up Stores sowie Signature Boutiquen, die aufgrund unterschiedlicher Kundengruppen auch unterschiedliche Sortimente aufweisen.

Über unseren Online-Shop verkaufen wir ebenfalls das gesamte Le Creuset Sortiment.

Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden insbesondere die Umsatzerlöse als auch der Jahresüberschuss laufend verfolgt.

B. Verlauf des Geschäftsjahres 2023

1. Entwicklung der Wirtschaft und der Branche

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. „Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark“, sagte Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Jahr 2022. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur.

Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Der Einzelhandel erzielte in Deutschland nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 real 3,3 % weniger Umsatz und nominal 2,3 % mehr Umsatz als im Jahr 2022. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel wider. Im Internet- und Versandhandel ging der Umsatz im Jahr 2023 real um 3,9 % und nominal um 0,4 % gegenüber 2022 zurück. Der Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren (IVSH) teilte mit, dass der Gesamtumsatz der Branche um 11,5 % gesunken ist. Im Segment der Kochgeschirre, Pfannen und Küchenhelfer waren die Einbußen mit minus 6,1 % Euro weniger stark.

2. Geschäftsentwicklung der Le Creuset GmbH

Entgegen der Marktentwicklung hat die Le Creuset GmbH im Jahr 2023 ihre Position im Markt festigen können. Die Entwicklung ist in einem zunehmend schwieriger werdenden Umfeld anhaltend positiv.

Die im Lagebericht für das Jahr 2022 dargestellte Prognose ging für das Geschäftsjahr 2023 von einem leicht gestiegenen Rohergebnis und Jahresüberschuss aus. Beide Ziele wurde übertroffen.

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als positiv zu bezeichnen. Auch nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die an dieser Einschätzung etwas ändern.

a. Investitionen

Die Zugänge bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten bei den Sachanlagen in Höhe von 439 T€ (VJ 246 T€) entfallen im Wesentlichen auf die Aktivierung neuer Präsentationsmöbel bei unseren Kunden. Im Vorjahr waren die Zugänge bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten bei den immateriellen Vermögensgegenständen im Wesentlichen von der Modernisierung unserer IT-Infrastruktur betroffen (aktuelles Jahr 28 TEUR, VJ 1.131 TEUR), die nun planmäßig abgeschrieben werden.

b. Personal

Zum 31. Dezember 2023 waren 165 Mitarbeiter/innen (Vorjahr 148) bei der Le Creuset GmbH beschäftigt. Der Anstieg im November und Dezember ist in der Einstellung von Saisonkräften im Bereich Own Retail begründet. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl des Jahres betrug 154 Mitarbeiter (VJ 150).

Forschung und Entwicklung

Die Le Creuset GmbH ist eine reine Vertriebsgesellschaft, sodass keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten betrieben werden.

c. Ertragslage

Die Entwicklung des Rohergebnisses wurde insbesondere durch die Bereiche Third Party Retail und E-Commerce positiv beeinflusst.

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Le Creuset GmbH Umsatzentwicklung nach Channel
Third Party Retail Own Retail
2022 2023 2022 2023
UMSÄTZE TOTAL 20.734 25.078 8.957 8.325
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Le Creuset GmbH Umsatzentwicklung nach Channel
E-Commerce Total Umsätze
2022 2023 2022 2023
UMSÄTZE TOTAL 4.293 4.973 33.984 38.376

Des Weiteren beeinflussten Preissenkungen im Laufe des Jahres auf der Einkaufsseite die Marge in allen Geschäftsbereichen gegenüber dem Vorjahr positiv.

Der Anstieg der Aufwendungen für Löhne und Gehälter gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der Kurzarbeit von Mitarbeitern in den bestehenden Shops sowie vollzogenen Neueinstellungen.

Der Jahresüberschuss beträgt 550 T€.

d. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist auf 18.809 T€ (VJ 17.669 T€) gestiegen. Die Zunahme ist insbesondere durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem gestiegenen Kassenbestand begründet und resultiert aus der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Das Netto-Sachanlagevermögen nahm aufgrund getätigter Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung gegenüber dem Vorjahr um 170 T€ zu.

Der Warenbestand verringerte sich um 1.513 T€ auf 4.515 T€ (VJ 6.028 T€). Der Grund ist ein verbessertes Bestandsmanagement in unseren Shops sowie der Bestandsabbau in unseren Konsignationslagern.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen nahmen gegenüber dem Vorjahr um 600 T€ auf 2.540 T€ (VJ 1.940 T€) zu. Die Ursache hierfür ist eine engere Zusammenarbeit der einzelnen Ländergesellschaften.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 928 T€ gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 5.195 T€. Ursächlich dafür ist der höhere Umsatz und eine Veränderung im Forderungsmanagement.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um insgesamt 2.218 T€ auf 3.393 T€. Der Grund hierfür ist wiederum eine engere Zusammenarbeit mit anderen Ländergesellschaften sowie ein verändertes Zahlungsziel der Gruppe.

Das Eigenkapital nahm um den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres zu. Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich geringfügig auf 67,5 % (68,7 % Vorjahr).

e. Finanzlage

Die Le Creuset GmbH verfügt über Kassenbestände i.H.v. 4.613 T€ (VJ. 3.061). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem veränderten Zahlungsziel der Gruppe.

Die von der Hausbank eingeräumte Kreditlinie ist durch eine Bürgschaft der Muttergesellschaft abgesichert und wird durch die übernommenen Mietbürgschaften für die Shops und das Verwaltungsgebäude in Kirchheim belastet. Durch das fortwährende finanzielle Engagement der Le Creuset Group AG wurde die Kreditlinie darüber hinaus nicht weiter in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft verfügt über keine Bankverbindlichkeiten.

C. Chancen- und Risikobericht

1. Unternehmensrisiken

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens wird nach wie vor durch die weltweiten Störungen der Lieferketten, das Ende der Ampelregierung, die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus sowie die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten negativ beeinflusst. All diese exogenen Faktoren führen zu einer großen Verunsicherung der Verbraucher und einer anhaltenden Kaufzurückhaltung.

Dieser Situation begegnen wir mit einer engen Beobachtung der Zahlungseingangsentwicklung bei unseren Kunden und einem konsequenten Forderungsmanagement.

Ein weiteres Risiko sehen wir in der zukünftigen Mietbelastung, insbesondere durch die neuen Shops und deren zukünftiger geschäftlicher Entwicklung. Wir begegnen diesem Risiko durch eine sehr sorgfältige Standortanalyse, Ausstiegsklauseln in den Mietverträgen und Verhandlungen über etwaige Mietminderungen bei Laufzeitverlängerungen.

Gleichzeitig sorgt weiterhin das Internet für eine Verschiebung des Verbraucherverhaltens hin zur Bestellung im Online-Handel.

Aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung von Galeria Karstadt-Kaufhof und der KaDeWe-Gruppe, dem potenziellen Verkauf der Breuninger-Gruppe und der anhaltenden Schließungen von kleineren Fachgeschäften ergibt sich hier ein potenzielles Absatzverlust-Risiko für Le Creuset.

Wir begegnen dieser Entwicklung durch den Ausbau unserer eigenen Retail Shops mit der Eröffnung zwei neuer Läden in München im Februar 2024 und Oberhausen im September 2024. Darüber hinaus arbeiten wir an dem weiteren Ausbau unseres Internetangebotes, sowie der Präsenz auf den Marktplätzen von Amazon und Otto.

Allgemeine finanzwirtschaftliche Risiken werden durch das monatliche Berichtswesen, das ein wesentlicher Bestandteil des praktizierten Risikomanagements ist, beobachtet. Die Budgetierung, regelmäßige Forecasts und die damit verbundenen Reporting-Gespräche auf Konzernebene ergänzen das geschaffene Berichtswesen.

2. Unternehmenschancen

Die Nachfrage nach praktischem und hochwertigem Kochgeschirr im Premiumsegment wird unserer Einschätzung nach auch in den nächsten Jahren anhalten. Insbesondere der Trend des Slow Cooking wird die weiterhin starke Nachfrage nach gusseisernen Töpfen und Pfannen der Marke Le Creuset unterstützen.

Darüber hinaus werden wir auch zukünftig mit innovativen Produkten und Ideen den Markt aktiv gestalten und wollen uns damit weitere Marktanteile sichern. Die Strategie, als Vollsortimenter aufzutreten, wird fortgeführt. Unsere Politik, auf die Produktion von wesentlichen Sortimentsanteilen in EU-Ländern zu setzen, ist angesichts global gestörter Lieferketten ein positiver Wettbewerbsfaktor.

Die Entwicklung einer Omnichannel-Geschäftsstrategie, die darauf abzielt, ein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle, einschließlich Ladengeschäft, Mobil und Online, zu bieten, wird uns auch in Zukunft Wettbewerbsvorteile sichern. Dazu gehört auch die weitere intensive Zusammenarbeit mit unseren Dritthandelspartnern.

Wir werden das Netz der eigenen Le Creuset Shops weiter ausbauen, um den Absatzrückgang durch die beschleunigte Schließung kleinerer Fachgeschäfte zu kompensieren. Auch den Vertrieb über den eigenen Webshop wollen wir weiter forcieren, ohne dabei die Interessen des stationären Einzelhandels zu vernachlässigen. Die positive Resonanz unserer Kunden bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Nach aktuellem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass die Chancen die Risiken überwiegen werden. Die beschriebenen Chancen bieten die Möglichkeit, insgesamt eine positive Entwicklung zu erzielen.

D. Prognosebericht

1. Verlauf des Geschäftsjahres 2024

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war laut Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2024 um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Konjunkturelle und strukturelle Belastungen standen im Jahr 2024 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Wege.

Laut einer Pressemitteilung des IVSH (Internationaler Verband Schneid- und Haushaltswaren) begann das Jahr 2024 anfangs optimistisch, jedoch dominierte schlussendlich eine volatile Marktlage. Laut IVSH setzte die Branche rund 2,15 Milliarden Euro um, was einem Zuwachs von 2,4 % gegenüber 2024 entspricht. Preisbereinigt blieben positive Wachstumseffekte jedoch aus, da Kostenexplosionen bei Energie, Personal und Rohstoffen die Margen erheblich belasteten.

Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs im Jahr 2024 und 2025 gehen wir davon aus, dass das Erreichen der geplanten Ziele ein äußerst anspruchsvolles Ziel ist. Die breite Aufstellung der Le Creuset GmbH, sowohl im Third Party Retail, Own Retail als auch E-Commerce, hat hierbei unterschiedliche Marktentwicklungen abgedeckt. Nach derzeitigem Stand werden wir den Umsatz des Vorjahres im niedrigen einstelligen Bereich übertreffen und einen Jahresüberschuss im Rahmen des Vorjahres erzielen.

2. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 & 2025

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte gemäß der Herbstprojektion der Bundesregierung 2025 real, also preisbereinigt, um 0,2 % steigen. Der positive Trend soll sich auch im kommenden Jahr fortsetzen, weshalb mit einer Steigerung von 1,2 % im Jahr 2026 gerechnet wird. Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht im Vergleich zum Vorjahr von einem nominalen Umsatzplus von zwei Prozent aus. Real bedeutet das voraussichtlich ein Plus von 0,5 Prozent für die Branche. Hauptgrund dafür ist eine große Verunsicherung bei den Verbrauchern sowie die konjunkturelle Flaute. Der Einzelhandel ist insbesondere auf Grund der Insolvenz der Signa Holding und der dazu gehörenden Unternehmen Galeria Karstadt-Kaufhof und KaDeWe Group betroffen. Stand Oktober 2024 mussten 9 der 92 Filialen von Galeria in Deutschland schließen. Kleinere Fachgeschäfte, insbesondere in ungünstigen Lagen, werden aufgrund der schlechten Marktsituation vom Markt verschwinden. Der Internethandel trägt zu dieser Entwicklung bei.

Basierend auf aktuellen Marktanalysen und internen Planungen prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2024 eine Umsatzsteigerung im niedrigen zweistelligen Bereich und einen Jahresüberschuss, der über dem des Vorjahres liegen wird. Wichtige Faktoren wie der Aufbau einer neuen Abteilung Digital Sales, die Forcierung der Omnichannel-Strategie sowie die Einführung neuer, innovativer Produkte sollen diese Entwicklung vorantreiben.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir aufgrund unserer Marktpräsenz eine Fortsetzung der positiven Entwicklung.

 

Kirchheim unter Teck, den 5. November 2025

Natalia Calvo Garasa

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

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31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 937.470 1.138.833
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87.669 34.512
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 701.376 584.599
789.045 619.111
1.726.515 1.757.944
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 4.515.125 6.028.472
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.195.106 4.267.345
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.540.138 1.940.380
3. Sonstige Vermögensgegenstände 48.931 525.937
7.784.175 6.733.662
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.612.617 3.060.592
16.911.917 15.822.726
C. Rechnungsabgrenzungsposten 171.061 48.224
D. Aktive latente Steuern 0 40.000
18.809.493 17.668.894

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000 52.000
II. Kapitalrücklage 1.680.785 1.680.785
III. Gewinnvortrag 10.405.903 10.059.055
IV. Jahresüberschuss 549.762 346.848
12.688.450 12.138.688
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 419.378 1.563.962
2. Sonstige Rückstellungen 825.006 1.117.553
1.244.384 2.681.515
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 275.671 424.369
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.392.724 1.175.053
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.208.264 1.235.259
4.876.659 2.834.681
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 14.010
18.809.493 17.668.894

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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2023
2022
1. Rohergebnis 17.858.219 16.481.591
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.606.295 -4.995.823
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.121.409 -930.622
davon für Altersversorgung: € 11.602 (Vorjahr: € 11.865)
-6.727.704 -5.926.445
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -498.267 -291.287
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.423.861 -10.013.607
1.208.387 250.252
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31 199
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 -31.024
31 -30.825
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -658.656 127.421
8. Ergebnis nach Steuern 549.762 346.848
9. Jahresüberschuss 549.762 346.848

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Amtsgericht Stuttgart, HRB 231 287

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich unverändert um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Absatz 2 HGB. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §§ 276 und 288 Absatz 2 sowie § 327 HGB werden in vollem Umfang angewendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 276 Satz 1 aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Ab 2018 werden neu angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu € 800,00 direkt abgesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden im Wesentlichen über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:

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Anlagengruppe Nutzungsdauern
Lizenzen 3 bis 5 Jahre
Bauten auf fremden Grundstücken 5 bis 8 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 8 Jahre

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe der Unterschiedsbeträge zwischen den bisherigen Buchwerten und den Zeitwerten der betroffenen Vermögensgegenstände vorgenommen. Entfallen die Gründe der Wertminderungen in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten.

Bei den Vorräten erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung des erkennbaren und latent vorhandenen Ausfallrisikos bewertet. Für zweifelhafte Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 141 vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft ausschließlich Kosten, die innerhalb eines Jahres entstehen. Eine Abzinsung erfolgt daher nicht.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt. Alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umbewertet.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB-Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung des sich aus der steuerlichen Verlustvortragsnutzung ergebenden Überhangs aktiver latenter Steuern verzichtet.

III. Einzelangaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der folgenden gesonderten Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023" ersichtlich:

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 1.587.079 28.285 0 1.615.364
1.587.079 28.285 0 1.615.364
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 300.485 58.309 0 358.794
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.681.335 380.244 0 6.061.579
5.981.820 438.553 0 6.420.373
7.568.899 466.838 0 8.035.737
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Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 448.246 229.648 0 677.894
448.246 229.648 0 677.894
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 265.973 5.152 0 271.125
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.096.736 263.466 0 5.360.202
5.362.709 268.619 0 5.631.328
5.810.955 498.267 0 6.309.222
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Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 937.470 1.138.833
937.470 1.138.833
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 87.669 34.512
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 701.376 584.599
789.045 619.111
1.726.515 1.757.944

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit als Vertriebsgesellschaft und betreffen Warenlieferungen. Es bestehen keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 171 T€ (VJ 48 T€) betrifft Messekosten für das Folgejahr, die für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag im Voraus entrichtet wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus den regulären Liefer- und Leistungsbeziehungen und enthalten keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 880 658
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 329 577
1.208 1.235

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Erstattungen an Kunden und Mitarbeiter-Boni/Prämien.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erleichterung des § 276 Satz 1 HGB (nur Ausweis des Rohertrages) wird im Geschäftsjahr angewendet. Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse wird gemäß § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichtet.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 9.424 T€ (VJ 10.014 T€) werden vornehmlich ausgewiesen: Miet- und Kfz-Aufwendungen, Verwaltungs- und Vertriebskosten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung haben sich nicht ergeben.

Im Geschäftsjahr erfolgten analog dem Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige wesentliche Haftungsverhältnisse oder finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 154 Mitarbeiter (VJ 150) gemäß § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt.

Mitglieder der Geschäftsführung:

Natalia Calvo Garasa, Kauffrau, Herrliberg/Schweiz

Oliver Zeroni, Kaufmann, Ulm bis 09.Januar 2025

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 549.762 und den Gewinnvortrag in Höhe von € 10.405.903 damit insgesamt € 10.995.665 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben, haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.

Der Jahresabschluss der Le Creuset GmbH wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Le Creuset S.A., Fresnoy le Grand/Frankreich, einbezogen und kann an deren Sitz eingesehen werden. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird durch die Le Creuset Holding Limited, London/UK aufgestellt. Dieser Konzernabschluss wird im Company House UK veröffentlicht.

 

Kirchheim unter Teck, den 5. November 2025

Natalia Calvo Garasa

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Le Creuset GmbH, Kirchheim unter Teck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Le Creuset GmbH, Kirchheim unter Teck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Le Creuset GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 5. November 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Olaf Preller, Wirtschaftsprüfer

ppa. Anne Sophie Schmitt, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 6. November 2025 festgestellt.

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