Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 6746
Eingetragen
19.12.2013
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Maschinenspannzeugen und sonstigem Zubehör für Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Der Handel mit und die Herstellung von Komponenten im Bereich des Werkzeug-, Formen- und Maschinenbaus sowie die Metallbearbeitung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Michael Waldmann
seit 24.9.2024
Prokura
Albert Lambacher
seit 24.9.2024
Prokura
Jürgen Schlemmer
seit 23.2.2023
Geschäftsführer
André Rudolph
seit 23.2.2023
Prokura
Manfred Knittel
seit 14.8.2018
Prokura
Anna Kritzner
seit 14.8.2018
Prokura
Thomas Kritzner
seit 19.12.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

5.00% identifiziert95.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
5.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
95.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kritzner Management KG
Germany
95.000 €
95.00%
M****** K******
5.000 €
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kritzner Metalltechnik GmbH

Schweinfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss und der Lagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers erteilt:

"An die Kritzner Metalltechnik GmbH, Schweinfurt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kritzner Metalltechnik GmbH, Schweinfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kritzner Metalltechnik GmbH, Schweinfurt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Schweinfurt, 7. Juni 2024

PICKEL & MEHLER GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sylvia Mehler, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Kritzner Metalltechnik GmbH, Schweinfurt

Registergericht Schweinfurt, HRB 6746

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.724,00 73.400,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.333,00 34.000,00
79.057,00 107.400,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 352.503,00 494.555,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.373,00 186.799,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 11.857,44
500.876,00 693.211,44
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
580.933,00 801.611,44
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.340.732,82 2.355.929,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.385.079,06 1.139.361,17
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 995.536,44 (Vorjahr TEUR 547)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.746,80 116.237,94
3.728.558,68 3.611.528,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.573,71 40.141,59
4.350.065,39 4.453.281,50

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 990.000,00 990.000,00
III. Andere Gewinnrücklagen 120.986,78 174.777,99
1.210.986,78 1.264.777,99
B. Einlagen stiller Gesellschafter 950.000,00 950.000,00
C. Rückstellungen 276.522,68 309.290,64
D. Verbindlichkeiten 1.844.395,18 1.852.405,80
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 1.093.025,71 (Vorjahr TEUR 931)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.714,28 0,00
F. Passive latente Steuern 65.446,47 76.807,07
4.350.065,39 4.453.281,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Kritzner Metalltechnik GmbH, Schweinfurt

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 8.819.523,99 9.666.702,56
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.175.165,64 4.400.518,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 911.976,67 5.087.142,31 934.632,40
- davon für Altersversorgung: EUR 16.275,04 (Vorjahr: TEUR 22)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 276.060,79 311.761,09
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.287.161,06 3.808.533,28
169.159,83 211.257,64
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 38.740,71 21.271,54
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 37.623,00 (Vorjahr: TEUR 21)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 246.772,46 -208.031,75 161.376,04
7. Ergebnis vor Steuern -38.871,92 71.153,14
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.222,51 104.908,37
9. Ergebnis nach Steuern -26.649,41 -33.755,23
10. Sonstige Steuern 8.285,20 599,00
-34.934,61 -34.354,23
11. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 18.856,60 22.478,87
12. Jahresfehlbetrag -53.791,21 -56.833,10
13. Verrechnung mit den anderen Gewinnrücklagen 53.791,21 56.833,10
14. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Kritzner Metalltechnik GmbH, Schweinfurt

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Absatz 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie wertbestimmende Faktoren unverändert maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit zulässig, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen linear, zeitanteilig ab Beginn des Monats der Anschaffung. Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bzw. mit niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material-, Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Die Fremdkapitalkosten und andere wahlweise berücksichtigungsfähigen Herstellungskosten wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Aufgrund von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten und Sicherungsübereignungen sind die Vorräte nicht frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Berichtsjahr eine Pauschalwertberichtigung angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden im Rahmen der Ausübung von Ermessensspielräumen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Die aktiven und passiven latenten Steuern berücksichtigen alle zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehenden Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen sowie zukünftiger Steuerstattungen aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen. Die sich ergebenden Steuerbe- und entlastungen wurden verrechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Der im Geschäftsjahr 2014 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die historischen Kundenbindungen, auf welchen der Geschäfts- oder Firmenwert basiert, über diesen Zeitraum neutralisieren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht zum 31. Dezember 2023 eine Globalzession. Ein Teil der Forderungen wurden durch einen Factor angekauft.

Darüber hinaus enthalten die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 996 (Vorjahr: TEUR 547) sowie verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 3).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 100.000,00 und entspricht dem im Handelregister eingetragenen Betrag. Das Stammkapital ist in voller Höhe einbezahlt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -53.791,21 wird mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren auf. Der Gesamtbetrag aller Verbindlichkeiten enthält Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 825 (Vorjahr TEUR 522), mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 268 (Vorjahr TEUR 409) sowie übrige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 718 (Vorjahr TEUR 892) und mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr TEUR 29).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 366 (Vorjahr TEUR 186) innerhalb des Gesellschaftsvermögens durch Sicherungsübereignung von Gegenständen des Anlagevermögens, durch Eigentumsvorbehalte, durch Sicherungsübereignung von Vorräten sowie durch Globalzession besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 432 (Vorjahr TEUR 384) durch Einräumung von Eigentumsvorbehalten an den erworbenen Vermögensgegenständen besichert.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Mietkauf gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten in Höhe von TEUR 51 enthalten.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern wurden saldiert mit den aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 66 angesetzt. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 87 berücksichtigen die zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bestehenden Differenzen bezüglich des Sachanlagevermögens und der Vorräte zum 31. Dezember 2023, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Geschäftsjahr wurden die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 21 berechnet. Diese berücksichtigen zukünftige Steuererstattungen aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen zum 31. Dezember 2023, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die latenten Steuern wurden unter Zugrundelegung eines individuellen Steuersatzes für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von 28,775 % berechnet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 10 zugeführt. Die aktiven latenten Steuern wurden im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 21 zugeführt und in voller Höhe mit den passiven latenten Steuern verrechnet. Es erfolgt eine Einzeldifferenzbetrachtung.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten mit Nominalbetrag in Höhe von TEUR 500 und Valuta zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 357. Diese entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen.

Die Gesellschaft geht bei der Haftung aus den bestellten Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten von einem geringen Risiko der Inanspruchnahme aus, da der Fortbestand der entsprechenden Gesellschaft, derer gegenüber diese ausgesprochen wurde, gesichert ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverträge

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus diversen Miet- und Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung, deren Kündigungstermine zwischen 2024 und 2028 liegen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:

TEUR
2024 1.639
2025 1.144
Folgejahre 138
2.921

In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Verpflichtungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.716 enthalten.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Art der Geschäfte Zweck Vorteile Risiken
Leasingverträge / Mietverträge Finanzierung Optimierung Eigenkapitalquote / Bilanzsumme Finanzielle Verpflichtung
Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Beschaffung Finanzierungsmittel eines verbundenen Unternehmens Vertragsabsicherung Inanspruchnahme
Sicherungsübereignungen von Anlagevermögen / Vorräten / Eigentumsvorbehalt Beschaffung Darlehens- /Kontokorrent- /Rahmenkreditverträge Vertragsabsicherung Verwertung / Inanspruchnahme
Rahmenkreditlinien und Avalrahmen mit Kreditinstituten Beschaffung liquider Mittel / Ausreichung von Bürgschaften Liquide Mittel / Ausnutzung Linie Vertragsbefristung / Inanspruchnahme
Factoring / Globalzession Beschaffung liquider Mittel Liquide Mittel Beschränkung der Möglichkeit des Verkaufs von Forderungen sowie der Forderungszession

Die Verpflichtungen aus den nicht innerhalb eines Jahres kündbaren Leasingverträgen und Mietverträgen, die sich über die gesamte Laufzeit ergeben, sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in den Haftungsverhältnissen, die Sicherungsübereignungen von Anlagevermögen und Vorräten, der Eigentumsvorbehalt sowie die Globalzession im Verbindlichkeitenspiegel unter entsprechender Angabe der Beträge sowie Factoring / Globalzession bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden der Gesellschaft Rahmen-/ Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 740 gewährt.

4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Zuführung aktiver latenter Steuern (TEUR 21) und Aufwendungen aus der Zuführung passiver latenter Steuern (TEUR 10) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Geschäftsführung und Vertretung

Herr Thomas Kritzner, Grafenrheinfeld

Herr Jürgen Schlemmer, Zeil (ab 23. Februar 2023)

Der Geschäftsführer Herr Thomas Kritzner ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Prokura

Herr Manfred Knittel, Knetzgau (Einzelprokura)

Frau Anna Kritzner, Grafenrheinfeld (Einzelprokura)

Herr Andre Rudolph, Prappach (Gesamtprokura, ab 23. Februar 2023)

Herr Florian Merkel, Euerbach (Gesamtprokura, ab 23. Februar 2023 bis 3. November 2023)

Die Prokuristen Herr Andre Rudolph und Herr Florian Merkel vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 83 84
Angestellte 19 20
Aushilfen 6 12
108 116
Auszubildende 7 9
Gesamt 115 125

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Gewinnverwendung

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -53.791,21 wird mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

 

Schweinfurt, den 7. Juni 2024

Kritzner Metalltechnik GmbH

gez. Thomas Kritzner

gez. Jürgen Schlemmer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Kritzner Metalltechnik GmbH, Schweinfurt

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 244.173,75 8.000,00 0,00 0,00 252.173,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 85.000,00 0,00 0,00 0,00 85.000,00
329.173,75 8.000,00 0,00 0,00 337.173,75
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.330.256,92 94.619,39 223.528,94 11.857,44 1.213.204,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 450.728,19 20.771,96 32.257,91 0,00 439.242,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.857,44 0,00 0,00 -11.857,44 0,00
1.792.842,55 115.391,35 255.786,85 0,00 1.652.447,05
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
2.123.016,30 123.391,35 255.786,85 0,00 1.990.620,80
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 170.773,75 30.676,00 0,00 201.449,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.000,00 5.667,00 0,00 56.667,00
221.773,75 36.343,00 0,00 258.116,75
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 835.701,92 195.909,83 170.909,94 860.701,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.929,19 43.807,96 16.867,91 290.869,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.099.631,11 239.717,79 187.777,85 1.151.571,05
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
1.321.404,86 276.060,79 187.777,85 1.409.687,80
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.724,00 73.400,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.333,00 34.000,00
79.057,00 107.400,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 352.503,00 494.555,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.373,00 186.799,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 11.857,44
500.876,00 693.211,44
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.000,00 1000,00
580.933,00 801.611,44

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Kritzner Metalltechnik GmbH, Schweinfurt

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS UND WIRTSCHAFTSBERICHT

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Gesamtjahr 2023 um 0,3 % zurückgegangen.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt um 2,0 % zurück. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit + 2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+ 1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+ 0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (- 1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (- 0,1 %).

Nach ihrem Höchststand im Sommer 2022 sanken die Energiepreise auf Erzeugerebene von Januar bis November 2023 um durchschnittlich 11,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dadurch wurde allerdings nur ein Bruchteil des Anstiegs der Jahre 2021 und 2022 kompensiert. In der zweiten Jahreshälfte 2023 stabilisierten sich die Energiepreise auf einem sehr hohen Niveau und belasteten weiterhin die Produktion der energieintensiven Wirtschaftszweige, die von Januar bis November 2023 um 10,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum abnahm. Dies bremste wiederum die gesamte Industrieproduktion.

Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich um 5,9 % (Kernrate: + 5,1 %). Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) belief sich im Dezember voraussichtlich auf 3,7 %. Im November hatte die Rate noch bei 3,2 % gelegen. Maßgeblich für den Anstieg der Rate war ein Basiseffekt aufgrund der sogenannten Dezember- Soforthilfe zum Jahresende 2022, die vor einem Jahr dämpfend auf den Verbraucherpreisindex gewirkt hatte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (- 1,5 %). Die Sparquote stieg gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 11,3 %. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (- 1,7 %). Die Bauinvestitionen sanken im Jahre 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die gestiegenen Bauzinsen aus. Die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge nahmen dagegen preisbereinigt deutlich zu (+ 3,0 %).

Das Arbeitnehmerentgelt nahm im Jahr 2023 deutlich um 6,7 % zu. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen stiegen nach vorläufigen Berechnungen mit + 6,5 % fast genauso stark und damit deutlich kräftiger als im Jahr 2022 (+ 1,9 %). Das Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt sowie den Unternehmens- und Vermögenseinkommen zusammensetzt, erhöhte sich auf rund 3.082 Milliarden Euro (+ 6,6 %).

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der bis einschließlich 2023 ausgesetzt war.

Die Konjunktur in der bayerischen Metallwirtschaft gerät immer stärker unter Druck. Nachdem sich die Produktion insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2023 noch von den Auswirkungen der Energiekrise erholen konnte, ging sie im neuen Jahr merklich zurück. So lag das Produktionsminus im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahr bei 2,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag die Produktion zwar weiterhin höher, das Plus verringerte sich jedoch auf nur noch 1,6 Prozent.

Eine Besserung ist nicht in Sicht, da die Auftragseingänge der bayerischen M+E Industrie weiter zurückgehen. So lagen diese im ersten Quartal 2024 um 12 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2023. Besonders deutlich gingen dabei die Auftragseingänge aus dem Inland zurück. Im Vergleich zum Vorquartal verzeichneten die bayerischen M+E Betriebe 14,6 Prozent weniger neue Aufträge aus dem heimischen Markt. Die Auftragseingänge aus dem Ausland verringerten sich weniger stark, gingen aber immer noch um 8,6 Prozent zurück.

Die Abwärtsdynamik bei Produktion und Auftragseingängen macht sich auch in der Kapazitätsauslastung bemerkbar. Im zweiten Quartal 2024 sank diese das sechste Quartal in Folge auf noch 82,5 Prozent. Damit liegt die Kapazitätsauslastung in den bayerischen Betriebe mittlerweile deutlich unter dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre, der bei 85,5 Prozent liegt.

Die Zahl der Beschäftigten in der bayerischen M+E Industrie ist im ersten Quartal 2024 weiter angestiegen auf ein Rekordhoch von 873.000 Beschäftigten. Zugleich mehren sich die Anzeichen, dass das seit über zwei Jahren anhaltende Beschäftigungswachstum endet. Die Kurzarbeit ist angestiegen und seit Herbst 2023 ist eine deutliche Aufwärtsdynamik erkennbar.

Die Stimmung unter den bayerischen M+E Unternehmen bleibt entsprechend schlecht. So lag der ifo-Geschäftsklimaindex für die bayerischen Metallbetriebe im April 2024 mit -22,2 Prozentpunkten den elften Monat im negativen Bereich.

Unternehmensgegenstand der Kritzner Metalltechnik GmbH ist der Handel und die Herstellung von Komponenten im Bereich des Werkzeug-, Formen- und Maschinenbaus sowie die Metallbearbeitung.

Die Kritzner Metalltechnik GmbH bietet ihren Kunden über 25 Jahre Erfahrung der ehemaligen Firmen Unicor Maschinenfabrik, Sörberg und Maintools. Für uns zählt aber nicht alleine die dauerhaft hohe Qualität der gelieferten Produkte, sondern bei aller Professionalität auch der zwischenmenschliche Kontakt. Die intensive Kundennähe ist deshalb bei uns seit jeher ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Die Zufriedenheit und der Erfolg des Kunden sind die Leitziele des gesamten Unternehmens. Für dieses erbringen alle unsere Angestellten permanent vollen Einsatz.

Der Einsatz leistungsfähigster Computeranlagen und Programmiersysteme garantiert die präzise Umsetzung aller Kundenvorgaben. Mit bis zu 10.000 Maschinenstunden pro Monat bieten wir unseren Kunden genügend Kapazitäten für die flexible Umsetzung ihrer Anforderungen.

Das Rohergebnis ist um TEUR 848 auf TEUR 8.819 gesunken. Ursächlich für die Verringerung ist im Wesentlichen der mengenmäßige Rückgang der Umsatzerlöse mit bestehenden Kunden.

Der Personalaufwand ist um TEUR 248 auf TEUR 5.087 gesunken und der Personalbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 10 Mitarbeiter auf 115 Mitarbeiter verringert. Das EBIT ist im Geschäftsjahr um TEUR 49 auf TEUR 161 gesunken. Das Jahresergebnis weist im Geschäftsjahr einen Wert von TEUR -54 (Vorjahr TEUR -57) auf. Die Verbesserung der Rohertragsquote von 59,3 % auf 64,9 % resultiert im Wesentlichen aus weniger materialintensiven Umsätzen und dem Rückgang der bezogenen Leistungen.

Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt 27,8 % (Vorjahr 28,4 %). Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr um TEUR 221 auf TEUR 581 verringert. Das Umlaufvermögen ist um TEUR 118 auf TEUR 3.729 gestiegen. Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus den laufenden Abschreibungen (TEUR -276) und den Anlagenbuchwertabgängen (TEUR -68). Gegenläufig haben sich die Investitionen bei den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen in Höhe von TEUR 123 ausgewirkt. Der Anstieg des Umlaufvermögens betrifft die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR +449). Gegenläufig hierzu haben sich die Vorräte (TEUR -15), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -67), die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR -136) und die liquiden Mittel (TEUR -113) ausgewirkt. Die Rückstellungen sind um TEUR 33 auf TEUR 276 gesunken. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um TEUR 33 auf TEUR 265 resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Rückstellungen für Überstundenverpflichtungen und für Rückzahlung Corona-Sofort-Hilfen. Gegenläufig haben sich die Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen und für ausstehende Rechnungen entwickelt. Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 8 auf TEUR 1.844 gesunken. Die Bilanzsumme verringerte sich um TEUR 103 auf TEUR 4.350.

Der Cashflow beläuft sich auf TEUR 222 (Vorjahr TEUR 255). Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 1.093, davon entfallen TEUR 436 auf Verbindlichkeiten aus Darlehen.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner einem Jahr betragen TEUR 1.543. Im Geschäftsjahr wurden der Gesellschaft Rahmen-/ Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 740 gewährt.

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 123 getätigt.

Die Maßnahmen im Bereich der Forschung und Entwicklung sind im Wesentlichen auf die Entwicklung eines eigenen Werkzeugmanagementsystems zurückzuführen.

Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind, liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung von Umsatz, Cashflow, EBITDA sowie EBIT, Investitionen und Ergebnis vor Ertragsteuern.

Zusammenfassend ist der Geschäftsverlauf unseres Unternehmens im Berichtsjahr als nicht zufriedenstellend zu beurteilen und entsprach zum Teil nicht den Erwartungen/Prognosen des Vorjahres. Das Rohergebnis entsprach und das Ergebnis lag deutlich unter unseren Vorjahresprognosen.

B. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Im Geschäftsjahr 2024 wird eine leichte Verbesserung des Rohergebnisses und eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Risiken auf dem Beschaffungsmarkt für 2024 können sich aus weiteren Preissteigerungen bei Rohmaterialien und Werkzeugen ergeben, welche nicht vollumfänglich an Kunden weitergegeben werden können.

Risiken auf dem Absatzmarkt werden für 2024 durch unvorhersehbare Einflüsse des Ukraine- Krieges gesehen und sind aktuell nicht komplett einschätzbar. Besondere Abhängigkeiten von den betroffenen Ländern Ukraine, Russland und Belarus bestehen nicht. Die Auftragslage hat sich für 2024 stabil gezeigt.

Im Juni 2024 haben wir einen insolventen Lohnfertiger mit ca. 25 Mitarbeitern per Asset-Deal übernommen. Dies durch Vermittlung eines gemeinsamen Großkunden. Dadurch wird sich der Jahresumsatz zukünftig zusätzlich um ca. 3 Mio EUR erhöhen. Des Weiteren konnten hierdurch bestehende Großkundenverträge preislich verbessert und die Vertragslaufzeiten um 2 bis 3 Jahre verlängert werden. Wir gehen von einem positiven Ergebnis- und Liquiditätseffekt aus. Insgesamt erwarten wir gesamthaft weitere Chancen auf dem Absatzmarkt durch die genannte Übernahme.

Die politischen Risiken sind durch einen Ost- Westkonflikt schwieriger geworden.

Risiken auf dem Personalmarkt sehen wir für uns in 2024 nicht.

Um das Risiko von Forderungsverlusten zu minimieren, wurden Neukunden weiterhin auf ihre Kreditwürdigkeit überprüft.

Es besteht u. a. ein Risiko durch mögliche Insolvenzen bei Kunden/Lieferanten. Im Kundenbereich insgesamt sichern wir Risiken durch eine Warenkreditversicherung in großem Umfang ab. Die Gesellschaft achtet konsequent auf pünktliche Zahlung und passt ihren Bedarf sowie die variablen Kosten durch die Projektorganisation kurzfristig und flexibel an, um die Liquidität sicher aufrecht zu erhalten.

Mit der möglichen Beendigung der weltpolitischen Krisen können sich auch Chancen ergeben, welche die Weltwirtschaft in eine Normalität zurückführt und die Nachfrage nach unseren Produkten erhöhen könnte.

Währungsrisiken bestehen derzeit nicht, da nahezu ausschließlich in Euro fakturiert wird.

Die Geschäftsführung erwartet weiterhin eine langfristige stabile Entwicklung der Vermögens-, Finanzlage- und Ertragslage der Gesellschaft.

Auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse ist der Fortbestand des Unternehmens gesichert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Die zuvor beschriebenen Risiken sind aus gegenwärtiger Sicht beherrschbar und stellen keine konkrete Gefährdung dar.

C. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Schweinfurt, den 7. Juni 2024

Kritzner Metalltechnik GmbH

gez. Thomas Kritzner

gez. Jürgen Schlemmer

Mit Beschluss vom 30. Juni 2024 wurde der Jahresabschluss festgestellt.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -53.791,21 wird mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.