Beteiligungsgesellschaften
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lukas Eckermann seit 15.6.2021 | Geschäftsführer |
Christian Kienzle seit 20.3.2019 | Geschäftsführer |
Michael Thomas Schäfer seit 7.2.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 96.15% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pohlig GmbHTraunsteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Pohlig GmbH hat ihren Sitz in Traunstein. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter HRB 7402 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden unverändert folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer planmäßig linear über 3 bzw. 5 Jahre abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ist zu Anschaffungskosten bewertet und wird über eine von der Geschäftsführung erwarteten Nutzungsdauer des Firmenwertes von 5 Jahren linear abgeschrieben. 2. Sachanlagen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei Gegenständen, deren Nutzungsdauer zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die wesentliche Anlagengruppe Mietereinbauten wird über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer planmäßig linear über 30 Jahre abgeschrieben. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis € 250,00 wurden voll abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungsbzw. Herstellungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 erfolgte eine Gruppierung mit einer linearen, pauschalen Abschreibung über fünf Jahre (Sammelposten). 3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. 4. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Waren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bzw. entsprechenden Abschlägen bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Es wurden keine Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten einbezogen. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten aktiviert. Bei unverzinslichen und niedrig verzinslichen Forderungen erfolgt der Bilanzansatz mit dem Barwert. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. 6. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Liquide Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt. 7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 8. Eigenkapital Das ausgewiesene gezeichnete Kapital entspricht der Eintragung im Handelsregister und ist vollständig eingezahlt. 9. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Der Berechnung zugrundeliegende Zinsfuß beträgt nach gesetzlicher Grundlage § 253 (2) HGB 1,82 % (Vj. 1,78 %). Bei der Bewertung wurden, wie im Vorjahr, kein Rententrend und keine Fluktuation berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Bewertung der Rückstellung für die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen dahingehend umgestellt, dass abweichend zum Jahr 2015 zur Abzinsung der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet wurde, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt (2015 durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre). Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 2 (Vj. T€ 10) und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre, die so lange nicht zum Tragen kommt, wie frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags mindestens in gleicher Höhe vorliegen. 10. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind für alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften abgezinst. 11. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. 12. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen weisen T€ 16 (Vj. T€ 6,9) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. 3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist kein Disagio enthalten. 4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren beträgt € 2.184.
5. Sonstige Rückstellungen Zusammensetzung:
6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. 7. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht eine Bürge- und Zahlerhaftung für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Pohlig Austria GmbH & Co. KG, Wien, in Höhe von T€ 21. Wir schätzen das Risiko der Inanspruchnahme gering ein. Außerdem hat die Gesellschaft am 18. Juli 2022 gegenüber ihrer Tochtergesellschaft Pohlig Austria GmbH & Co. KG eine Rückstehungserklärung unterschrieben, durch die sie sich verpflichtet, dass sie die Befriedigung ihrer Verbindlichkeiten erst nach Beseitigung eines allfälligen negativen Eigenkapitals (nach § 225 Abs 1 UGB-Österreich) oder im Fall der Liquidation der Gesellschaft nach Befriedigung aller Gläubiger (ausgenommen Gesellschafter selbst) begehrt und, dass wegen dieser Verbindlichkeiten kein Insolvenzverfahren eröffnet werden soll. Neben den Haftungsverhältnissen sind folgende außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung zu nennen. Bei den außerbilanziellen Geschäften handelt es sich um PKW-Leasing T€ 629 (Vj. T€ 569), wobei die PKW aus betrieblichen Gründen zur Verbesserung der Liquidität im Rahmen von Operating Leasing Verträgen beschafft wurden.
Die Gesamtverpflichtung beläuft sich auf € 14.082.792 (Vj. T€ 14.605) bis längstens 2032. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. § 285 Nr. 5 HGB nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten Tätigkeitsbereiche:
Geographisch bestimmte Märkte:
2. Sonstige betriebliche Erträge Es sind periodenfremde Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von € 23.176,23 (Vj. € 3.900,49) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 84.129,46 (Vj. € 3.515,00) enthalten. VI. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Geschäftsführer sind:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur zwei Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhalten. 2. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich (VZ-Äquivalente) 539 Mitarbeiter in folgenden Bereichen beschäftigt.
*) nicht enthalten sind 59 Auszubildende
3. Beteiligungen Die Gesellschaft hält mehr als 20 % der Anteile an folgenden Gesellschaften:
4. Mittelbare Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Es besteht eine betriebliche Altersversorgung über die PAVK Private Akademie Versorgungskasse für mittelständische Unternehmen e.V. Der gem. Art. 28 Abs. 2 EGHGB auszuweisende Fehlbetrag des Kassenvermögens zum 31.Dezember 2023 beträgt T€ 538. 5. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Näder Holding GmbH & Co. KG, Duderstadt, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen aufstellt. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger für die Näder Holding GmbH & Co. KG offengelegt. Der Konzernabschluss der Näder Holding GmbH & Co. KG gilt ebenfalls als befreiender Konzernabschluss im Sinne des § 291 Abs. 2 HGB. 6. Prüfungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Näder Holding GmbH & Co. KG, Duderstadt, einbezogen wird. VII. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung hat folgende Ergebnisverwendung vorgeschlagen:
VIII. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen hatten.
Traunstein, den 31. März 2024 Michael Schäfer, Geschäftsführer Lukas Eckermann, Geschäftsführer Christian Kienzle, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht 2023der Pohlig GmbH mit Sitz in Traunstein1. Geschäftsmodell und Grundlagen der Gesellschaft Die Pohlig GmbH wurde 1920 gegründet und ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Ihr Hauptsitz ist im oberbayrischen Traunstein. Sie hat neben dem Hauptsitz in Traunstein 8 weitere Niederlassungen / Zweigstellen in Deutschland, die Teil der Gesellschaft sind. Diese Niederlassungen befinden sich in: Aschau im Chiemgau, Berlin, Heidelberg, Köln, München, Nürnberg, Vogtareuth und Regensburg. Alle Niederlassungen bedienen schwerpunktmäßig den größten Geschäftsbereich der Orthopädie-Technik. Die Niederlassungen in München und Nürnberg sind außerdem im Bereich der Reha-Technik und der Orthopädieschuh-Technik tätig, in den ehemaligen Räumen der OT-Werkstätte Traunstein-Stadt wurde die orthopädie-schuhtechnische Werkstätte etabliert. Die Gesellschaft ist darüber hinaus 100%ige Gesellschafterin der Pohlig Austria GmbH sowie der Pohlig Austria GmbH & Co. KG. Seit 2013 ist die Pohlig GmbH zunächst mit 51%, seit 2018 mit 100% Teil der Ottobock Unternehmensgruppe. Die direkte Gesellschafterin der Pohlig GmbH ist die Ottobock MedicalCare GmbH, die ihren Hauptsitz in Berlin hat. Das Unternehmensziel der Pohlig GmbH liegt in einer qualitativen ganzheitlichen Patientenversorgung in Zusammenarbeit mit den Herstellern von Komponenten, den verordnenden Ärzten und Kliniken, sowie den Krankenkassen. Die Pohlig GmbH übernimmt in diesem Umfeld die Aufgaben von Herstellung, Entwicklung und Vertrieb von orthopädischen Hilfsmitteln - mit dem Schwerpunkt individualisierter Hilfsmittel-Sonderanfertigungen - und Schuhen, die zum Behinderungsausgleich, zur Unterstützung und zur Verbesserung der Teilhabe am Lebensalltag, zur Akut- und Langzeitbehandlung sowie zur Unterstützung der Rehabilitation versehrter und körperbehinderter Mitmenschen dienen. Die relevanten Tätigkeitsfelder unterteilen sich in folgende, nach Umsatzgröße sortierten Geschäftsbereiche:
Der Umsatz wird im Wesentlichen in den Spezialgebieten der individuellen Orthopädie- Technik (Orthetik, Prothetik, Orthoprothetik) mit einem Schwerpunkt in dem Gebiet der spezialisierten individuellen Kinderorthopädie generiert. In diesem Bereich behauptet die Pohlig GmbH seit vielen Jahren eine marktführende Position in Deutschland. Die Besonderheit des gesamten PatientCare-Marktes, in dem die Gesellschaft tätig ist, besteht darin, dass der Endverbraucher der Produkte in der Regel nicht der Bezahler der Leistung ist. Die Hilfsmittel werden in den meisten Fällen von Krankenkassen (gesetzlich oder privat) bezahlt. Bevor die Versicherungen die Zahlungen gewähren, muss das Unternehmen, welches das Medizinprodukt bereitstellt, einen Kostenvoranschlag einreichen. Sobald die Genehmigung hierfür erfolgt ist, beginnt das Unternehmen mit der Herstellung des Medizinprodukts (falls das Hilfsmittel für die individuellen Bedürfnisse des Patienten hergestellt werden muss) oder mit der Bereitstellung des fertigen Hilfsmittels für den Patienten bei fertigen Standardprodukten. Eine weitere Besonderheit des Marktes ist, dass die Preise nicht wie in anderen Branchen von Pohlig oder anderen Unternehmen frei festgesetzt werden können: Die Preise hängen hauptsächlich von den Verträgen mit den Kostenträgern ab. Diese werden zumeist von den Standesvertretungen des Faches (Landesinnungen, Bundesinnungen) sowie von Leistungserbringerverbänden geschlossen. Die Pohlig GmbH ist sowohl Mitglied der Landesinnungen der jeweiligen Bundesländer, in denen sich eine Pohlig-Niederlassung befindet, der Bundesinnung für Orthopädie-Technik sowie in der RehaVital, einem der größten Leistungserbringerverbände Deutschlands mit mehr als 700 Standorten. Ein Hilfsmittellieferant ist von Gesetzes wegen nur dann legitimiert, ein Hilfsmittel mit der gesetzlichen Krankenkasse abzurechnen, wenn er in einem Vertragsverhältnis zu der Krankenkasse steht. Für den Fall, dass keine Verträge zu Produktbereichen existieren, erfüllt der Einzelvertrag gem. SGB V §127 ff. in Form eines genehmigten Kostenvoranschlages diese Berechtigung. Das Gros der gezeichneten Verträge bei Pohlig sind die Verträge der Standesvertretungen aus den Landes- und Bundesinnungen, im Bereich der Reha-Technik existieren auch Vertragsbeitritte zu den Verträgen mit der Leistungsgemeinschaft RehaVital. Im Rahmen verschiedener eigenentwickelter und patentierter Produkte und spezifischer, entwickelter Versorgungsmethoden hält die Pohlig GmbH auch einzelne Versorgungsverträge. 2. Entwicklung der Branche und Geschäftsverlauf 2.1 Entwicklung der Branche Im Jahr 2023 lagen die Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einschließlich der landwirtschaftlichen Krankenkassen in Deutschland bei 306,2 Mrd. Euro (2022: 288,9 Mrd. Euro). Das entspricht einem Anteil der GKV-Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2023 von 7,43 % (2022: 7,45 %). Insgesamt sind die Ausgaben der GKV von 2022 auf 2023 um 5,99% gestiegen 1. Auch die Ausgaben für Hilfsmittel haben einen Anstieg verzeichnet: Im Jahr 2022 wurden ca. 10.368 Mrd. Euro für Hilfsmittel ausgegeben. Im Jahr 2023 wurden 760 Mio. Euro (+7,33%) mehr verzeichnet (insgesamt 11.128 Mrd. Euro) 2. Die Geschäftsführung der Pohlig GmbH geht davon aus, dass langfristig die Bedeutung von Hilfsmitteln weiterhin zunehmen wird. Die Gründe dieser Annahme liegen in einer stetig alternden Gesellschaft, der Weiterentwicklung technischer Verfahren, der Verfügbarkeit neuer Materialien sowie verbesserten Methoden zur Herstellung und Fertigung von Hilfsmitteln. Aktuell hat das Fach mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. So zählt das Fach der Orthopädie-Technik zu den Mangelberufen. Dies erschwert die Gesamtsituation am Arbeitsmarkt und es können bereits erste Fluktuationen in berufsfremde Arbeitsgebiete beobachtet werden. Politisch drängen die Verbände auf einheitliche Leitverträge, da nur so eine spürbare Entlastung im administrativen Bereich zu erzielen sein wird. 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 der Pohlig GmbH hatte nach 3 Jahren, in denen die Corona Pandemie den Geschäftsverlauf prägte, einen sehr positiven Verlauf, da in allen Geschäftsbereichen ein Umsatzwachstum stattgefunden hat. Dazu haben unter anderem auch höhere Leistungserstattungen, die aus zahlreichen Verhandlungen mit den Kostenträgern im Vorjahr hervorgingen, beigetragen. Auch im Berichtsjahr wurde weiterhin ein großes Augenmerk auf Verhandlungen mit den Krankenkassen, Vertragsanpassungen an die aktuellen Marktverhältnisse zu erhalten, gelegt.
1 Daten des Gesundheitswesen 2023 auf
www.bundesgesundheitsministerium.de
Im April 2023 wurde eine neue eigenständige Niederlassung in Regensburg eröffnet, die wiederum zum Umsatzwachstum und zur Erweiterung der Marktanteile beigetragen hat. Des Weiteren konnte die personelle Situation der Niederlassung in Berlin stetig gefestigt werden, was dazu führte, dass nun wieder die Aufträge effizient abgearbeitet werden konnten. Außerdem wurden im April 25% der Anteile an der Eprotec GmbH erworben (Closing Date: 20.04.2023). Die Eprotec GmbH stellt eine Gesellschaft dar, die Ihren Geschäftsbetrieb im Bereich der Orthopädie-Technik ausübt. Schwerpunktmäßig werden hier Patienten aus dem Fachbereich der individuellen Prothetik und Orthetik der oberen und unteren Extremitäten, der Orthopädie-Schuhtechnik sowie der individuellen Kompressionsversorgung betreut. Das Sanitätshaus ist anteilsmäßig eher klein gehalten, wodurch das gesamte Layout des Unternehmens sehr gut zur Ausrichtung der Pohlig GmbH passt. Ursprünglich wollte die Pohlig GmbH diesen Kompetenzbereich in ihrer Berliner Niederlassung selbst aufbauen, was sich jedoch unter den erschwerten Bedingungen des Fachkräftemangels vor allem in den hochentwickelten individuellen Versorgungsbereichen als sehr schwierig erwies. Insofern war dieser Zusammenschluss eine strategisch wichtige Allianz für die Pohlig GmbH. Die Gesellschaftsanteile der Eprotec GmbH sind zu 25% in Besitz eines privaten Gesellschafters, der als Orthopädietechnikmeister und Geschäftsführer gemeinsam mit einer weiteren Geschäftsführerin der Hauptgesellschafterseite die Geschicke des Unternehmens leitet. Die Kaufsumme beläuft sich auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag. Trotz dem Ende der Corona-Pandemie und dem positiven Umsatzwachstum, stellte eine weiterhin hohe durchschnittliche Krankheitsquote pro Mitarbeiter eine große Herausforderung für das Unternehmen dar: 7,26% - im Vgl. zum Bundesdurchschnitt von 6,76% 3. Im Geschäftsjahr 2023 waren im Unternehmen durchschnittlich 539 FTEs (Vorjahr 529 FTEs) beschäftigt. Hinzu kommen 59 Auszubildende (Vj. 53) in technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von ca. 10,9% (VJ: 10%) der gesamten Belegschaft. Angaben zur Frauenquote Seit vielen Jahren legt die Pohlig GmbH ein großes Augenmerk auf die Ausgewogenheit in der Mitarbeiterstruktur. Die Frauenquote liegt in der Pohlig GmbH auch im Jahr 2023 bei 51%. Beachtlich und erfreulich ist vor allem eine zunehmende Frauenquote in den technischen Bereichen des Unternehmens. Folgende Tabelle stellt die Frauenquote detailliert dar:
Es wurde vereinbart, dass die Zielgröße des Frauenanteils für die 1. Leitungsebene 25% betragen soll. Dieses Ziel soll bis 31.12.2027 erreicht werden. Die Zielgröße für die Geschäftsführungsebene wurde mit 25% bereits erreicht. Um auch in Zukunft den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu sichern und die geplante Unternehmensentwicklung gewährleisten zu können, wird sowohl weiterhin konsequent ausgebildet als auch die Qualifizierung der Mitarbeiter durch interne und externe Schulungsmaßnahmen gefördert. Insbesondere tragen interne Hospitationen und der fachliche Austausch zwischen der Zentrale und den Niederlassungen zum notwendigen Wissenstransfer bei. Die allgegenwärtige Inflation und steigende Lohnforderungen in einem Arbeitnehmermarkt sorgten für einen deutlichen Anstieg in den Personalkosten. Zur Sicherung qualifizierter Arbeitskräfte sowie zur Neugewinnung wurden die Löhne und Gehälter den Anforderungen, so weit wie möglich, angepasst. Eine weitere Herausforderung haben rasante externe und gruppeninterne Preissteigerungen der Fixkosten dargestellt. Diese Erhöhungen der operativen Kosten konnten durch die oben genannte höhere Leistungserstattung der Krankenkassen weitgehendst kompensiert werden. Trotz der zahlreichen Herausforderungen, die das Unternehmen im Geschäftsjahr bewältigen musste, ist die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf insgesamt zufrieden, da die Rentabilität des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnte. 3. Lage des Unternehmens Ertragslage Die Umsatzerlöse der Pohlig GmbH, die aus Aufträgen von individuell gefertigten orthopädischen Hilfsmitteln und dem Verkauf von Fertigprodukten hervorgehen, lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 54,93 Mio. Euro und liegen damit um ca. 10,79% über dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein Wachstumsrückgang verzeichnet wurde, hat die Pohlig GmbH im Berichtsjahr ein sehr positives Umsatzwachstum verzeichnet. Den Großteil zu diesem Wachstum im Jahr 2023 haben die Geschäftsbereiche der Orthetik und Prothetik beigetragen. Dennoch konnten auch in den restlichen Geschäftsbereichen, also Silikon, Reha-Technik und der Orthopädieschuhtechnik die Umsätze gesteigert werden. Insgesamt war ursprünglich ein Umsatzwachstum für das gesamte Unternehmen von ca. 11,3% geplant, das nicht erreicht werden konnte. Den größten Unternehmensbereich der Pohlig GmbH bildet nach wie vor die individuelle Orthopädie-Technik. Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 43.329 T€ und bildet somit ca. 79% des Gesamtumsatzes des Unternehmens. Der zweitgrößte Geschäftsbereich des Unternehmens stellt die Reha-Technik mit 6.402 T€, bzw. 12% am Gesamtumsatz dar. Danach folgen die Orthopädieschuhtechnik mit 2.998 T€ bzw. 5% und das Sanitätshaus mit 1.938 T€ bzw. 4%. 350 T€ Umsatz wurden durch sonstige Aktivitäten generiert. Der Umsatzanteil der Niederlassungen in München, Aschau, Nürnberg, Berlin, Köln, Heidelberg, Regensburg und Vogtareuth beträgt 58% (VJ: 36%). Die Materialaufwandsquote konnte im Vergleich zum Vorjahr (26,6%) im Berichtsjahr (24,8%) deutlich reduziert werden. Dies ist vor allem auf den vermehrten konzerninternen Einkäufen und den besseren Einkaufskonditionen mit den Lieferanten (sowohl konzerninterne Lieferanten, als auf Drittlieferanten) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind deutlich höher als im Vorjahr, hauptsächlich aufgrund von Versicherungsentschädigungen, die das Unternehmen für den in der Niederlassung Heidelberg erlittenen Wasserschaden, erhalten hat. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr signifikant höher als im Vorjahr. Die Gründe liegen vor allem in höheren Gebäudenutzungskosten (neue Niederlassung in Regensburg, höhere Strom-/Heizungskosten, etc.) und in höheren IT- Kosten, die das Unternehmen im Zusammenhang mit der Integration in das konzerninterne Netzwerk tragen musste. Das Ergebnis vor Steuern der gesamten Gesellschaft stieg, trotz der zahlreichen Kostensteigerungen, um 435 T€ von 959 T€ im Vorjahr auf 1.394 T€ im Berichtsjahr. Vermögenslage Die Bilanzsumme verzeichnete im Berichtsjahr eine Erhöhung von 3.652 T€ auf 27.743 T€ (VJ 24.091 T€). Das Anlagevermögen ist um 2.560 T€ gestiegen und lag bei einer Gesamtsumme von 11.219 T€ (VJ: 8.659 T€). Die Anlagenintensität liegt im Berichtsjahr bei 40% (VJ: 36%). Das Investitionsvolumen der Pohlig GmbH ohne Finanzanlagen betrug in 2023 1.349 T€ (VJ: 1.370 T€). Um die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu fördern, wurde insbesondere in Ein- und Umbauten für neue und erweiterte Geschäftsräume, Maschinen und Geschäftsausstattung sowie in die laufende Erweiterung und Aktualisierung der Hard- und Software investiert. Die Abschreibungen lagen bei 1.137 T€ und waren somit um 127 T€ geringer als im Vorjahr. Die höheren Abschreibungen im Vorjahr bei einem fast gleichem Investitionsvolumen sind hauptsächlich einer außerplanmäßigen Abschreibung im Vorjahr von 87 T€ auf Sachanlagen zuzuschreiben. Finanzlage Das Eigenkapital erhöhte sich um 895 T€ auf Grund des Jahresüberschuss, von 6.986 T€ im Vorjahr auf 7.881 T€ im Berichtsjahr. Die Eigenkapitalquote in Höhe von 28,4% ist somit leicht niedriger als im Vorjahr (VJ: 29,0%). Das Fremdkapital erhöhte sich nominal um 2.757 T€ von 17.106 T€ auf 19.862 T€. Die Fremdkapitalquote mit 71,6% im Berichtsjahr blieb fast unverändert (VJ: 71%). Rentabilitätskennzahlen:
Die Rentabilitätsindikatoren der Gesellschaft sind im Berichtsjahr höher als im Vorjahr. Die Gründe dafür liegen maßgeblich an dem deutlichen Umsatzzuwachs. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Nicht finanzielle Leistungsindikatoren, die bei der Pohlig GmbH regelmäßig ausgewertet und beleuchtet werden, und die Indikatoren für die Qualität der Produkte und für den allgemeinen Geschäftsverlauf sind, die Anzahl der Kundenreklamationen und der sogenannte Net Promoter Score. Interne Leistungsindikatoren, die ein Bild des allgemeinen Betriebsklimas unter der Belegschaft darstellen, sind die Mitarbeiterzufriedenheit und die Mitarbeiterfluktuationsrate. 4. Chancen- und Risikobericht Die Pohlig GmbH hat im Oktober 2023 das Überwachungsaudit (in 2023 gab es kein Zertifizierungsaudit, sondern nur ein Überwachungsaudit) nach DIN EN ISO 13485:2021 (EN ISO 13485:2016 + AC:2018 + A11:2021) Medizinprodukte - Qualitätsmanagementsysteme - Anforderungen für regulatorische Zwecke durch die mdc medical device certification GmbH in Traunstein (Grabenstätter Str. 1/6/8, Herzog-Otto-Str. 2a, Ludwigstraße 18/20) erfolgreich bestanden. Im Rahmen der regelmäßigen Audits erfolgt die Erstellung eines Management-Reports, der die wesentlichen Entwicklungen des Unternehmens hinsichtlich der Umsetzung von Qualitäts, Umsatz-, Kosten- und Ertragszielen darstellt. Weitere Bestandteile des Reports umfassen die Bereiche Personalentwicklung, IT, Kommunikation & Marketing und Risikomanagement. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden mit den sogenannten "Risk Ownern" vierteljährliche Gespräche geführt, um die Risiken zu bewerten und zu quantifizieren. Die Ergebnisse werden dokumentiert und anschließend notwendige Maßnahmen eingeleitet. Im Zusammenhang mit dem konzerninternen Risiko-Reporting, erfolgt auch jeweils vierteljährlich eine Meldung an Ottobock. Risiken Die größten Risiken, mit relevanten finanziellen Auswirkungen im Falle eines Eintritts, haben im Berichtsjahr der Fachkräftemangel, Preiserhöhungen von Roh-, Hilfs- und Betriebstoffen, der Wegfall der Hauptverordner, die Veränderung der Versorgungskonzepte und folglich der Erstattungskonzepte seitens der gesetzlichen Krankenkassen und Cyber Attacken dargestellt. Auch im folgenden Geschäftsjahr werden diese Risiken die Pohlig GmbH voraussichtlich weiterbegleiten. Eine genaue Quantifizierung der Risiken in Hinblick auf die Profitabilität erweist sich nach wie vor als sehr schwierig, da diese von subjektiven Bewertungskriterien abhängt. Gegen die ermittelten Risiken werden stets Gegenmaßnahmen unternommen, um auf der einen Seite die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken zu vermindern, und auf der anderen Seite, bei Eintritt des Risikos dessen Auswirkung zu verringern. Insbesondere ist die Sicherstellung eines ausreichenden Personalstammes an Fachkräften in allen Unternehmensbereichen ein stetiger Fokus. In einigen Berufen sind die benötigten Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt schwer zu rekrutieren. Deshalb liegt weiterhin das Hauptaugenmerk auf der internen Ausbildung von Fachkräften. Des Weiteren wird versucht eine nachhaltig profitable Rendite bei gleichbleibend hohem Qualitätsanspruch durch stetige Prozessoptimierungen sowohl im Produktions- als auch im Verwaltungsbereich sicherzustellen. Dazu soll die Optimierung von Fertigungsabläufen und die Digitalisierung der Prozesse im Unternehmen die Erreichung der genannten Ziele ermöglichen. Um den Veränderungen der Konzepte der Leistungsträger entgegenzukommen und deshalb weiterhin eine profitable Vergütung der erbrachten Leistungen zu erhalten, werden, wie mehrfach erwähnt, stets Verhandlungen und Gespräche geführt. Außerdem tragen dazu eine kontinuierliche Präsenz und Aktivität in Innungen und Verbänden bei. Chancen Neben den Risiken sieht die Gesellschaft auch Chancen in ihrem Markt. Diese liegen vor allem in einer standortnahen Versorgung von Patienten durch deutschlandweit ansässige Zweigniederlassungen, um sowohl den Gesamtumsatz der Gesellschaft zu steigern als auch den Marktanteil deutschlandweit zu konsolidieren. Aus diesem Grund erfolgen regelmäßige Analysen zur Aufspürung von Marktpotenzialen. Des Weiteren sieht die Geschäftsführung Chancen in der Einsparung von Kosten der Software-Lizenzen, bei der internen Prozessoptimierung und bei der Digitalisierung der Abläufe, sowohl im produzierenden als auch im administrativen Bereich, was wiederum langfristig zu einer signifikanten Reduzierung der Personal- und Fixkosten führen wird. Hinzu kommt ein kontinuierlicher Austausch mit dem Konzern und Pohlig's Schwestergesellschaften, um weitere Potenziale sowohl in Hinblick auf Umsatzwachstum als auch auf das Kostenmanagement zu identifizieren und konkret in Angriff zu nehmen. Dies wird unterstützt durch halbjährlich stattfindende Strategiekonferenzen der Leitungsebene der Pohlig GmbH, sowie quartalsweise Strategiesitzungen der Geschäftsführung. Die kurz- und mittelfristigen Eckpunkte für die weitere Entwicklung des Unternehmens werden unter Berücksichtigung von möglichen Synergien im Konzernverbund, neuen Produkten und Marktstrategien sowie den gemeinsamen regelmäßigen Strategietagen unter Bearbeitung neuer Märkte festgelegt. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet das Unternehmen damit, dass sich die Gesamtrisiko- und Chancensituation nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr ändern wird. Vor dem Hintergrund der aktuell noch nicht verlässlich beurteilbaren Dauer und Fortentwicklung der aktuellen weltpolitischen instabilen Lage können die Auswirkungen - auch in Bezug auf die Durchführbarkeit der im vorstehenden Absatz genannten Maßnahmen - jedoch nicht verlässlich quantifiziert werden. 5. Prognosebericht Die Pohlig GmbH hat für das Geschäftsjahr 2024 eine Umsatzsteigerung von ca. 5,77% geplant. Umsatzzuwächse werden in allen Geschäftsbereichen erwartet. Teilweise soll der Umsatzzuwachs durch eine höhere Leistungserstattung erzielt werden. Zusätzlich erfolgen nach wie vor bei den Hauptverordnern und Einrichtungen regelmäßig Gespräche, die zur Intensivierung der Zusammenarbeit dienen. Die Stärkung und Konsolidierung der Marktposition sollen weiterhin durch die Entwicklung neuartiger, funktioneller Orthesen zur konservativen oder postoperativen Behandlung von Patienten, erreicht werden. Gemeinsame Messeauftritte mit Ottobock und ein zielgerichtetes, digitales Marketing auf verschiedensten Plattformen werden dieses Ziel flankierend unterstützen. Trotz des positiven Ausblicks hinsichtlich der Umsätze, wird die aktuelle weltpolitische Situation (Ukraine Krieg, Inflation und Preiserhöhungen) das Unternehmen voraussichtlich noch weiterhin auf unbestimmte Zeit vor allem auf der Seite der Kosten und Investitionen begleiten. Kostensteigerungen hat die Gesellschaft vor allem im Bereich der Personalkosten geplant, um die Auswirkungen der Inflation bei den Mitarbeitern teilweise abfedern zu können. Des Weiteren stehen große Investitionen im Bereich der IT an, um die Gesellschaft komplett in die Infrastruktur des Konzerns zu integrieren und um die Digitalisierung der Prozesse in vielen Bereichen zu fördern, die langfristig zu relevanten Kosteneinsparungen führen sollten. Die Verschlankung von Prozessen in Produktion, Verwaltung und Versorgung wird mithilfe neuer technischer Möglichkeiten weiterhin sukzessive vorangetrieben. Stetige Prozessoptimierungen und die zeitgleich zunehmende Digitalisierung sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sowie die geplante Rentabilitätssteigerung sicherstellen. Durch die Objektivierung der Arbeitsprozesse sowie der Umsetzung von Lean- und 5S-Instrumentarien in den produzierenden Bereichen können Arbeitsschritte zu jedem Zeitpunkt nachvollzogen, standardisiert und effizient entwickelt werden. Durch eine hohe Standardisierung im Produktionsprozess erfolgt die Realisierung schnellstmöglicher Terminierungen der Patiententermine und somit der Abgabe und Abrechnung des Produkts. Technologisch betrachtet eröffnet die digitale Fertigung neue Möglichkeiten in der technischen Gestaltung der Bauteile. So können mögliche Optimierungen in der Bauteilergonomie, z. B. durch Integration atmungsaktiver Zonen oder neuartiger Verschlusstechniken, erfolgen. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung einen weiterhin positiven Trend für das neue Geschäftsjahr.
Traunstein, den 31.03.2024 Michael Schäfer, Geschäftsführer Lukas Eckermann, Geschäftsführer Christian Kienzle, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pohlig GmbH, Traunstein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pohlig GmbH, Traunstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pohlig GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) die in Abschnitt "2.2 Geschäftsverlauf" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "2.2 Geschäftsverlauf" des Lageberichts enthalten ist. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 3. Juli 2024 KPMG
AG
Alexandra Prenzler, Wirtschaftsprüferin Daniel Stahlhut, Wirtschaftsprüfer |
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