LINZMEIER-BAUSTOFFE Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Scheffler seit 6.7.2021 | Geschäftsführer |
Markus Jäger seit 3.7.2020 | Prokura |
Josef Weidelener seit 31.3.2008 | Prokura |
Andreas Peter Linzmeier seit 6.10.2006 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.70% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Linzmeier Bauelemente GmbHRiedlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Linzmeier Bauelemente GmbH, RiedlingenI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Linzmeier Bauelemente GmbH ist ein Unternehmen der Baustoff- und Dämmstoffbranche. Der Produktionsbereich umfasst die Herstellung von Dämmsystemen und Bauelementen überwiegend aus Polyurethan-Hartschaum sowie anderen Dämmstoffen für die Anwendungsbereiche Dach, Decke, Wand und Boden. Die Gesellschaft führt Ihren Geschäftsbetrieb als Betriebsgesellschaft in gemieteten Räumen mittels gemieteter und eigener Produktionsanlagen im Werk 88499 Riedlingen und im Werk 07613 Heideland/Königshofen durch. Unsere Produkte vertreiben wir an bedeutende Unternehmen der Baustoff- und Dämmstoffhandelsbranche sowie an Unternehmen, welche im Bereich des Fassadenbaus und ähnlichen Gewerken tätig sind. 2. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurden wie auch in den Vorjahren Maßnahmen getroffen, die Produktqualität und das Produktsortiment den künftigen Marktgegebenheiten und -erfordernissen anzupassen. Hierzu zählen u.a. Produktentwicklungen in den Bereichen der Steildachdämmsysteme, Optimierung der Flachdach- bzw. Wanddämmsysteme sowie eine Sortimentserweiterung im Bereich der Dämmsysteme für den Innenausbau. Weiterhin wurde das Sortiment der biobasierten Dämmsysteme im Bereich Steildach und Flachdach ausgebaut und dem steigenden Marktinteresse angepasst. Es sind durchschnittlich 3 Mitarbeiter im Bereich der Forschung und Entwicklung eingesetzt. Neben den eigenen Aufwendungen in der Produktentwicklung wird im Bereich von Neu- und Weiterentwicklungen auch im Verbund mit externen Einrichtungen und verschiedenen Prüfinstituten kooperiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war für die Baubranche ein Jahr voller Herausforderungen. Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs und die Corona-Nachwehen, einhergehend mit einer hohen Inflation, haben zu einer generellen Abschwächung der Baukonjunktur 2023 geführt und das deutsche Baugewerbe unter Druck gesetzt. Die gesamte Bauwirtschaft verzeichnete im Jahr 2023 im Bauhauptgewerbe einen Umsatzrückgang von real 5,2 %. Das geht aus den Pressemitteilungen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB) sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. (HDB) hervor. Stark gestiegene Bau- und Finanzierungskosten, Lieferengpässe und der anhaltende Fachkräftemangel waren die Gründe dafür. Zusätzlich sorgten die erhöhten Gaspreise zu einer Gesamtkostensteigerung der Energiekosten. Wohnungsbau Der Wohnungsbau war in den letzten Jahren eine Stütze der Baukonjunktur, doch vor allem durch die gestiegenen Baukosten, die aktuelle Zinsentwicklung sowie aufgrund einer weiteren Verschärfung der energetischen Standards bei gleichzeitiger Kürzung der Neubauförderung ist hier ein Rückgang festzustellen. Die Genehmigungszahlen im Neubau gingen konstant zurück. Von den seitens der Bundesregierung angestrebten 400.000 Wohnungen wurden im Jahr 2023 nur rund 270.000 fertiggestellt. Neben den zuvor genannten Faktoren hat auch die Bundespolitik u.a. mit dem Gebäudeenergiegesetz - umgangssprachlich auch Heizungsgesetz genannt - und diversen Diskussionen sowie Einschnitten bei den staatlichen Fördermaßnahmen alles andere als zu Planungssicherheit bei Bauherren und Investoren geführt. Insgesamt verbuchte der Wohnungsbau einen Umsatzrückgang von nominal 4,0 % auf € 58,7 Mrd. (Vorjahr € 61,0 Mrd.), real betrachtet rund 11,0 %. Wirtschaftsbau Das Bauhauptgewerbe im Wirtschaftsbau verzeichnete 2023 ein Umsatzniveau von € 59,6 Mrd. (Vorjahr € 55,8 Mrd.), was real betrachtet einem Rückgang um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Wirtschaftsbau lässt sich eine zweigeteilte Entwicklung feststellen. Die konjunkturelle Stagnation in Deutschland schlägt sich im Wirtschaftshochbau erkennbar nieder. Dies resultiert daraus, dass die Zinsentwicklung und die Energiepreisentwicklung die Investitionen für Bauten ausbremsen. Anders im Wirtschaftstiefbau, denn hier sind große Projekte im öffentlichen Nahverkehr aber auch für den Stromtrassenausbau in Auftrag gegeben worden. Öffentlicher Bau Der öffentliche Bau verzeichnete ein nominales Umsatzwachstum von ca. 5,0 % (€ 44,0 Mrd.), was real einen Verlust von 2,0 % bedeutet. Die angekündigten Infrastrukturprojekte und Investitionen für das Jahr 2023 wurden nicht vollständig umgesetzt. Für 2024 wird in dieser Bausparte mit einem leichten Wachstum von 1,0 % gerechnet (Quelle: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB): Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangelund Kurzarbeit. Presseinformation März 2024. 2. Geschäftsverlauf und Lage Diese Marktgegebenheiten sowie eine gestiegene Materialeinstandsquote führten bei der Firma Linzmeier Bauelemente GmbH im Vorjahresvergleich zu einem deutlichen Umsatzrückgang, verursacht durch eine rückläufige Mengenentwicklung und sinkenden Verkaufspreisen sowie zu geringeren Roherträgen. Der Umsatz verminderte sich um ca. 28,6 % im Vergleich zum Vorjahr auf 50,4 Mio. EUR. Die überwiegenden Marktanteile werden im Inland umgesetzt. Der Exportanteil in die Schweiz, Österreich, Polen, Tschechien, Benelux, die baltischen Länder usw. beträgt ca. 6%. Die Verfügbarkeit auf Beschaffungsseite war während des Jahres mit nur geringfügigen Einschränkungen sichergestellt. Trotz der guten Verfügbarkeit bewegen sich die Kosten für Vormaterialien und insbesondere auch die Rohstoffkosten im Vergleich zur Entwicklung der Verkaufspreise auf einem hohen Niveau und belasten unser Ergebnis. Die Personalkosten sind im Wesentlichen aufgrund von Personalanpassungen und reduzierten Sondervergütungen von 9,64 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,81 Mio. EUR gesunken. Die Abschreibungen bewegen sich aufgrund der Investitionen leicht über Vorjahreshöhe. Das Rohergebnis hat sich wegen fallender Umsatzerlöse und einer höheren Materialaufwandsquote um 31,4 % verschlechtert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich rückläufig entwickelt, prozentual zum Umsatz betrachtet aber angestiegen. Es wird ein Jahresfehlbetrag von TEUR 2.964 ausgewiesen, der aufgrund des deutlichen Umsatzrückgangs, hoher Materialeinstandspreise und sonstiger hoher Aufwendungen deutlich unter dem Vorjahresergebnis liegt. Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. a) Ertragslage Die Nachfrage nach Dämmstoffen im Bereich der Sanierung ist verhalten, im Bereich der Neubauten ist die Nachfrage aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen deutlich rückläufig. Unklare Förderbedingungen, hohe Zinsen und hohe Baukosten sowie die unsicheren gesamtwirtschaftlichen Gegebenheiten hindern die Eigentümer von Bestandsgebäuden, Sanierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen. Im Segment des Wohnungsneubaus ist dagegen aufgrund der Baukosten und steigenden Zinsen eine seit mehreren Monaten stark rückläufige Entwicklung auf Basis der Genehmigungszahlen zu verzeichnen. Aufgrund der damit einhergehenden Überkapazitäten bei der Produktion von PU-Dämmplatten aufgrund neuer Anlagen von Wettbewerbern stehen die Verkaufspreise in Teilen unseres Sortimentes deutlich unter Druck. Es sind daher weiterhin Optimierungen im Materialeinsatz, in der Produktion und auch auf Vertriebsseite vorzunehmen, damit ein zufriedenes Ergebnis und das Erreichen der strategischen Unternehmensziele erreicht werden kann. Das Rohergebnis des Unternehmens hat sich im Jahr 2023 um 31,4 % gegenüber dem Vorjahr vermindert. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Die Liquidität der Gesellschaft bewegt sich aufgrund von Darlehensaufnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht über Vorjahreshöhe. Die liquiden Mittel erlaubten während des gesamten Wirtschaftsjahres die Ausnutzung von Skontierungen. Unsere Kapitalstruktur bewegt sich weiterhin auf einer soliden Basis. Die Eigenkapitalausstattung ist mit rund 15,6 Mio. EUR (Vj.: 18,6 Mio. EUR) oder 53,7 % (Vj.: 61,1 %) des Gesamtkapitals weiter solide. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 28,5 % (Vj.: 10,4 %) der Bilanzsumme. Der Anstieg beruht u.a. der Inanspruchnahme von Betriebsmittelkrediten. Die Zinsbindung ist kurz- bis langfristig. Wir verfügen über höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich und im Wesentlichen kurzfristig in Anspruch nehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen ca. 1,7 % (Vj.: 5,8 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen ist aufgrund der planmäßigen Abschreibungen die höher waren als die Investitionen in technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie immaterielle Vermögensgegenstände geringer als im Vorjahr. Das Umlaufvermögen bewegt sich aufgrund niedrigerer Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leicht unter Vorjahresniveau. Die Bilanzkennziffern haben sich in 2023 aufgrund des Jahresfehlbetrages verschlechtert. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohergebnis und den Cashflow heran. Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7.9 Mio. EUR vermindert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war aufgrund des Jahresfehlbetrags deutlich negativ. Die liquiden Mittel haben sich aufgrund der Aufnahme von Betriebsmitteldarlehen erhöht. Unsere Jahresentwicklung im Jahr 2023 kann insgesamt als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden. III. Prognosebericht Eine zur Zeit ungewisse gesamtwirtschaftliche Lage sowie steigende Kosten, eine schlechte Verfügbarkeit von Rohstoffen, der Fachkräftemangel und weitere politische Unsicherheiten beeinflussen auch die Baubranche. Für das Jahr 2024 wird ein weiterer Rückgang der nominalen Umsätze von rund 154, 4 Mrd. EURO prognostiziert, dies bedeutet real einen Umsatzrückgang von 3,0%. In 2024 erwarten wir einen deutlichen Rückgang um ca. 30.000 Beschäftigte mit weiterem Abwärtspotential. Damit fallen wir unter die Marke von 900.000 Beschäftigten im Bausektor (Quelle: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB): Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangelund Kurzarbeit. Presseinformation März 2024. Wohnungsbau Für den Wohnungsbau kann weiterhin keine Entwarnung gegeben werden. Der Rückgang des Auftragseingangs von 2023 um real 20% hat sich auch im 1. Halbjahr 2024 fortgesetzt, mit einem Rückgang in Höhe von - 5,7%. Die Fertigstellungszahlen werden 2024 voraussichtlich auf 250.000 zurückgehen, nach 294.000 im vergangenen Jahr (Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. (HDB): Bau-Telegramm Konjunktur Ausgabe 18, September 2024). Wirtschaftsbau Für 2024 erwarten wir im Wirtschaftsbau einen Umsatz von ca. 60 Mrd. Euro, nominal ein Zuwachs um knapp 1%, real um knapp 3%. Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 29 Mrd. Euro erreicht; nominal + 5%. Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. Euro umgesetzt werden; nominal - 3%. Öffentlicher Bau Im öffentlichen Tiefbau rechnen wir in 2024 mit einem Umsatz auf dem Niveau von 2023, bei 35 Mrd. Euro, im Hochbau mit einem nominalen Zuwachs um 3% auf 9,5 Mrd. Euro. Demnach würde der Umsatz im öffentlichen Bau in 2024 ca. 44,5 Mrd. € erreichen, nominal ein Zuwachs um 1%, real um 3% (Quelle: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB): Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangelund Kurzarbeit. Presseinformation März 2024. Diese schwierigen Rahmenbedingungen - hohe Baukosten, hohe Zinsen und einer hieraus resultierenden Zinsbelastung, unsicherer Fördermaßnahmen und unklarer gesetzgeberischer Entwicklungen führten auch im Verlauf des Geschäftsjahres zu einem verhaltenen Auftragseingang. So mussten wir neben einem leichten Mengenrückgang auch einen Umsatzrückgang verzeichnen, welcher auch durch weiter unter Druck stehende Verkaufspreise verursacht wurde. Auf Beschaffungsseite zeigt sich die Situation im Vergleich zu den Vorjahren weitestgehend entspannt. Die Verfügbarkeit der Rohstoffe und Vormaterialien war zu jeder Zeit ausreichend gegeben, führte aber nicht zu rückläufigen Einstandspreisen. Die Marktposition im deutschen Markt ist stark umkämpft, was der weiter verschärften, mit hohem Preisdruck verbundenen Wettbewerbssituation durch in den Markt drängende, ausländische Wettbewerber und dem Ausbau weiterer Produktionskapazitäten im Wettbewerbsumfeld geschuldet ist. Für das Jahr 2024 gehen wir - zum Zeitpunkt der Berichterstellung - insgesamt von einer leicht rückläufigen Nachfrage nach Dämmsystemen und Bauelementen unter Vorjahreshöhe aus. Eine Intensivierung der Exportaktivitäten wird weiterhin angestrebt, damit die Abhängigkeit vom deutschen Baumarkt gemindert werden kann. Hierfür ist eine Überarbeitung der Vertriebsstrukturen im Ausland mit Bindung weiterer Vertriebspartner vorgesehen. Insgesamt gehen wir von Umsatzerlösen für 2024 von ca. 47 Mio. EUR aus. Es müssen weiterhin intensiv Maßnahmen zur Kostenreduzierung im Bereich der Materialaufwendungen, auf Personalkostenseite sowie auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgesetzt, welche sich in den Folgejahren ab 2025 in steigenden Deckungsbeiträgen zeigen werden. Die Verkaufspreise mussten in den vergangenen Monaten an die rückläufige Preisentwicklung auf Beschaffungsseite insbesondere bei den Rohstoffkomponenten nach unten angepasst werden. Wir rechnen im Geschäftsjahr 2024 mit einem aus heutiger Sicht verbesserten aber weiterhin deutlichem negativen Jahresergebnis. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit Umsatzerlösen von ca. 56 Mio. EUR und einem leicht im positiven Bereich liegenden Jahresergebnis. Im Jahre 2024 stehen verschiedene Investitionen an, welche die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter stärken. Die Finanzierung erfolgt teils im Rahmen der Innenfinanzierung sowie über Aufnahme von Bankdarlehen. Zu diesen Investitionen zählen u.a. Optimierungen im Rohstoffeinsatz sowie Investitionen in die Optimierung der Fertigungsanlagen an den Werksstandorten Riedlingen und Königshofen. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Das Unternehmen ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz von Marktpreisänderungsrisiken betroffen. Den Ausfallrisiken von Kundenforderungen wird mittels Bonitätsprüfung und -überwachung Rechnung getragen. Daneben besteht eine Warenkreditversicherung. Durch weiterhin schwierige Rahmenbedingungen in der Baubranche ist auch für die kommenden Jahre mit weiteren Forderungsausfällen zu rechnen. Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund steigender Kapazitäten in der Branche zugenommen. Weitere neue Wettbewerber im Markt sowie zusätzlich aufgebaute Produktionskapazitäten verursachen Druck auf die Verkaufspreise. Durch eine Stärkung unserer Vertriebsaktivitäten und einen engen Kontakt zu den Kunden versuchen wir, weiterhin auskömmliche Preise für unsere Produkte zu erzielen. Mit einem breiten Produktsortiment können wir uns im Wettbewerb abgrenzen und unsere Risiken minimieren. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Dies ist allerdings mit zum Teil höheren Aufwendungen, welche sich ergebnisnegativ auswirken, verbunden. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurück, mit denen wir langfristige Lieferverträge anstreben. Die Verfügbarkeit auf Rohstoffseite ist ohne größere Einschränkungen im Jahr 2024 gegeben. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist angemessen; es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken bestehen aufgrund der rückläufigen Umsatzerlöse und Jahresfehlbeträge in 2023 und 2024 sowie, wenn es entgegen der Planung der Geschäftsführung nicht gelingt die Umsatz- und Ertragsentwicklung nachhaltig zu stabilisieren und die finanzierenden Banken die notwendigen Mittel nicht bereitstellen. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind aufgrund Bonitätsprüfung der Kunden auf wenige Einzelfälle reduziert. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Liquidität wird mittels Monitoring ständig überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. 2. Chancenbericht Die Rahmenbedingungen im Baugewerbe sind insgesamt gesehen mittelfristig weiterhin positiv. Der Wohnungsbau wird zukünftig von einer steigenden Sanierungstätigkeit von Bestandsgebäuden getragen. Die Entwicklung des Wohnungsneubaus hängt entscheidend von der weiteren Entwicklung der Bau- und Finanzierungskosten bzw. auch von Fördermaßnahmen ab, das Ziel der Bundesregierung mit 400.000 neu erstellten Wohneinheiten stützt den Wohnungsneubau und soll in den nächsten Jahren erreicht werden. Der Gewerbe- und Industriebau bewegt sich auf einem ordentlichen Niveau. Die Dämmstoffbranche wird sich mittelfristig aufgrund der nationalen und europäischen gesetzlichen Rahmenbedingungen positiv entwickeln. Wir rechnen damit, dass nach einem spürbaren Mengenrückgang sich die Mengenentwicklung in den kommenden Jahren wieder positiv entwickeln wird und steigende Umsatzentwicklungen erzielt werden können. Auf Beschaffungsseite haben wir die Möglichkeiten, durch Auswahl bei den Rohstoffkomponenten eine Entlastung zu erreichen. Hierbei werden wir weiterhin auf die im Markt bekannte hohe Qualität unserer Produkte achten und die Sicherstellung der Qualität durch einen Ausbau unserer Prüfmöglichkeiten gewährleisten. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit, technische Kompetenz sowie durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in steigenden Rohstoffpreisen und der Rohstoffverfügbarkeit und einem auskömmlichen Preisniveau für unsere Produkte. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Riedlingen, 31. Januar 2025 Linzmeier Bauelemente GmbH gez. Geschäftsführung HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangLinzmeier Bauelemente GmbH, RiedlingenI. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Die Linzmeier Bauelemente GmbH hat ihren Sitz in Riedlingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 650016 eingetragen. II. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie einschlägigen Vorschriften des GmbHG in Euro aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und, soweit sie einer Abnutzung unterliegen, auf die voraussichtliche Nutzungsdauer linear und pro rata temporis abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und planmäßig pro rata temporis abgeschrieben. Das Anlagevermögen wird linear und degressiv abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet unter Einbezug von angemessenen Gemeinkosten. Die Vorräte werden auf den beizulegenden Wert abgeschrieben, wenn dieser aufgrund von Überbestand oder Ungängigkeit am Abschlussstichtag niedriger ist als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem Kreditrisiko wurde durch ausreichende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Rechnungsabgrenzungsposten sind entsprechend § 250 HGB gebildet worden. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode bzw. Projected Unit Credit Methode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: • durchschnittlicher Marktzins von 1,82 % (Vj.: 1,78 %) für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde, bzw. 1,06 % (Vj.: 0,86 %) für eine der mittleren Duration entsprechende Restlaufzeit, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde • Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,5 % (Vj.: 1,5%) • Rententrend 2,0% (Vj.: 2,0 %) • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Aus der geänderten Abzinsung der Pensionsrückstellungen sind nach § 253 Abs. 6 HGB als Unterschiedsbetrag TEUR 6 (Vj.: TEUR 36) auszuweisen. Der Betrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Berechnung der latenten Steuern beruht im Wesentlichen auf temporären Differenzen aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise zwischen Bilanzposten bei den technischen Anlagen und Maschinen die zu passiven sowie auf Differenzen bei Pensionsrückstellungen und Jubiläumsrückstellungen und Verlustvorträgen die zu aktiven latenten Steuern führen. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden saldiert angesetzt. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Steuersatz beträgt ca. 28 %. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegenüber Gesellschafter-Geschäftsführer bestehen in Höhe von TEUR 120 (Vj.: TEUR 0) welche marktüblich verzinst werden. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich für ausstehende Urlaubs- und Überstundenansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Jubiläumszahlungen in Höhe von TEUR 382 (Vj.: TEUR 655) sowie Gewährleistungen TEUR 268 (Vj.: TER 268) und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch die Sicherungsübereignung von Produktionsanlagen, des Warenlagers und von zwei Photovoltaikanlagen sowie der Abtretung der Einspeiseerlöse besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Latente Steuern Die Stände der aktiven und passiven latenten Steuern sind wie folgt:
Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat für die Linzmeier Baustoffe GmbH & Co. KG, Riedlingen, Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.700 gegenüber den finanzierenden Banken übernommen. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Linzmeier Baustoffe GmbH & Co. KG, Riedlingen, nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Leasingverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Daneben bestehen jährlich kündbare Miet- und Pachtverträge gegenüber der Firma LINZMEIER BAUSTOFFE GmbH & Co. KG, Riedlingen, in Höhe von ca. 1,1 Mio. EUR p.a. Die Gesellschaft hat als Mieter bzw. Leasingnehmer Verträge über die Nutzung von Betriebsgrundstücken, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Zweck der Geschäfte war die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände bei Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Die Vorteile liegen in der größeren finanziellen Flexibilität in Folge geringerer Kapitalbindung. Das Risiko aus diesen Geschäften resultiert aus der Laufzeit der Verträge, die eine Reduzierung oder einen Austausch nicht ohne Weiteres ermöglicht. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzanteile teilen sich auf in Inland 93,8 % (Vj.: 89,7 %), andere EU-Länder 5,9 % (Vj.: 9,9 %) und übriges Europa 0,3 % (Vj.: 0,4 %). Tätigkeitsbereiche Die Umsätze teilen sich in den Bereich Dämmsysteme mit 81,2 % (Vj.: 83,6 %) und Handelsware sowie Sonstiges mit 18,8 % (Vj.: 16,4 %) auf. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 3 aus Anlagenverkäufen (Vj.: TEUR 0) und TEUR 29 (Vj.: TEUR 0) periodenfremde Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 20 Verluste aus Anlagenabgängen (Vj.: TEUR 0) als periodenfremde Aufwendungen enthalten. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 157 (Vj.: TEUR 168). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEUR 13 (Vj.: TEUR 13) Aufwendungen aus der Abzinsung. Innerhalb der Steuern vom Einkommen und Ertrag sind TEUR 211 (Vj.: TEUR - 76) Erträge für latente Steuern enthalten. VI. Sonstige Angaben Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl betrug im Geschäftsjahr:
Honorar des Abschlussprüfers Die durch den Abschlussprüfer des Jahresabschlusses angefallenen Aufwendungen für Honorare betragen für die Abschlussprüfung TEUR 14, für Steuerberatungsleistungen TEUR 6 und für Beratung TEUR 2. Geschäftsführung und Vertretung Zum Geschäftsführer war im Geschäftsjahr Herr Dipl.-Ingenieur Andreas Linzmeier, Geschäftsführer in Riedlingen und Herr Ralf Scheffler, Geschäftsführer in Ingoldingen bestellt. Von der Befreiungsvorschrift betreffend der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung Als Vorgang von besonderer Bedeutung, der nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten ist, ist der nach wie vor anhaltende Russland-Ukraine Krieg zu nennen. Die finanziellen Auswirkungen auf unser Unternehmen können wir nicht quantifizieren. VIII. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Riedlingen, den 31. Januar 2025 gez. Geschäftsführung sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.02.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Linzmeier Bauelemente GmbH, Riedlingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Linzmeier Bauelemente GmbH, Riedlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Linzmeier Bauelemente GmbH, Riedlingen, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sigmaringen, 31. Januar 2025 PmU
Prüfungsgesellschaft für mittelständische
Unternehmen GmbH
gez. Störkle, Wirtschaftsprüfer |
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