Leolie Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mike Schmidt seit 21.11.2025 | Geschäftsführer |
Marius Alfons Banholzer seit 15.7.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tremonia Mobility GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Tremonia Mobility GmbH, DortmundDie Tremonia Mobility GmbH, Dortmund ist eine 100%ige Tochter der AEQGH8 GmbH, München. Der Jahresabschluss der Tremonia Mobility GmbH wird über den konsolidierten Jahresabschluss der Aequita Management SE, München, in den nach IFRS aufgestellten und geprüften Konzernabschluss einbezogen. Die Bekanntmachung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. A. Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft ist ein Fahrzeugaufbauhersteller mit Schwerpunkt auf Mini- und Midi-Busse für den öffentlichen Personennahverkehr, sowie Privatanwender. Das Produktions- und Produktspektrum umfasst vier Fahrzeugtypen mit Ausführungen als Niederflurbus (City 45 und City 75), Überlandbus (Travel 45 und Travel 75), Hochflurbus (Transfer 23, Transfer 35 und Transfer 45), sowie als Transportlösung für mobilitätseingeschränkte Personen (Mobility 23 und Crafter Mobility). Fertigungsstandort ist Dortmund und als Basis für die Ausbauten dienten im Geschäftsjahr 2023 die Transporter (Sprinter) der Mercedes-Benz AG aus den Werken Düsseldorf und Ludwigsfelde, sowie die Transporter (Crafter) des Volkswagen Konzerns. Die Niederflurbusse des Typs City 45 werden zusätzlich zum klassischen Verbrenner auch als batterieelektrische Version unter der Eigenmarke Tremonia gefertigt und vertrieben. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Produkte der Tremonia Mobility GmbH sowohl national wie auch international abgesetzt. Hierzu setzt das Unternehmen zum einen auf ein Netz aus Vertriebspartnern, als auch auf die Vertriebsorganisation der Mercedes-Benz AG. Für letztere baut das Unternehmen dezidierte Produkte nach Vorgaben des Konzerns und stellt die Umbauten in Rechnung. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 zeigte die deutsche Wirtschaft eine gemischte Performance. Trotz einer anfänglichen Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Vorjahr blieben einige Sektoren, insbesondere der Dienstleistungssektor, weiterhin von Unsicherheit und Herausforderungen betroffen. Die Exporte profitierten von der verbesserten globalen Nachfrage, insbesondere aus den Schwellenländern, und trugen zum Wachstum bei. Die Binnennachfrage erholte sich ebenfalls, gestützt durch eine stabile Arbeitsmarktlage und Lohnzuwächse. Dennoch wurden die wirtschaftlichen Aussichten durch Engpässe in der Lieferkette, steigende Energiepreise und eine anhaltende Diskussion über die Umstrukturierung der Industrie und die Energiewende beeinträchtigt. Die Regierung setzte auf eine Mischung aus fiskalischen Anreizen und Investitionen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und gleichzeitig den Übergang zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft zu unterstützen. Insgesamt blieb Deutschland bestrebt, seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und sich den globalen wirtschaftlichen Herausforderungen anzupassen. Stimmungsbasierte Frühindikatoren deuten aktuell eine konjunkturelle Trendwende für 2024 an: Die Geschäftserwartungen in den Unternehmen haben sich laut ifo Geschäftsklima im März spürbar aufgehellt und auch die aktuelle Geschäftslage verbesserte sich. Bei der Stimmung der privaten Haushalte in Deutschland, gemessen am GfK-Konsumklima und dem HDE-Konsumbarometer, deutet sich zuletzt ebenfalls eine Stabilisierung an. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Im ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) ergaben sich im Jahr 2023 branchenspezifische Rahmenbedingungen, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wurden. Einerseits setzten viele Länder verstärkt auf eine nachhaltige Mobilität und investierten in den Ausbau von öffentlichen Verkehrssystemen, was zu positiven Impulsen für die Branche führte. Diese Investitionen wurden oft durch staatliche Programme und Förderungen unterstützt, die darauf abzielten, den CO 2 -Ausstoß zu reduzieren und den Verkehr zu entlasten. Andererseits sah sich der ÖPNV auch mit Herausforderungen konfrontiert, darunter ein verändertes Mobilitätsverhalten der Bevölkerung infolge der COVID-19-Pandemie. Die Einführung von Homeoffice-Modellen und die Verlagerung hin zu individuelleren Transportmitteln wie Fahrrädern oder E-Scootern hatten Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr. Dies führte zu Einnahmeausfällen und zwang viele Betreiber dazu, ihre Betriebsmodelle anzupassen und Effizienzmaßnahmen zu ergreifen. Zusätzlich stand die Branche vor der Herausforderung, den ÖPNV attraktiver und wettbewerbsfähiger zu gestalten, um langfristig Kunden zu binden. Dies umfasste die Digitalisierung von Buchungs- und Bezahlsystemen, die Modernisierung von Fahrzeugflotten und Infrastrukturen sowie die Entwicklung von umweltfreundlichen Antriebstechnologien aber auch das Deutschlandticket. Insgesamt waren die branchenspezifischen Rahmenbedingungen im ÖPNV von einem Spannungsfeld zwischen den Bemühungen um Nachhaltigkeit, den Auswirkungen der Pandemie und den Anpassungen an sich verändernde Mobilitätsbedürfnisse geprägt. 3. Geschäftsverlauf und Ertragslage der Gesellschaft Finanzielle Leistungsindikatoren Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind die Nettoumsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Betriebsergebnis), welches sich aus § 275 Absatz 2 Nr. 1-8 HGB ableitet. Nettoumsatzerlöse ergeben sich aus dem Werksabgabepreis, der pro Fahrzeug festgelegt wird und beinhalten keine Abzüge für Provisionen oder andere Vertriebskosten. Hinzu kommen die Nettoumsatzerlöse aus dem Verkauf von Ersatzteilen, erweiterten Garantien und Serviceverträgen. 3.1 Umsatz- und Sortimentsentwicklung Der Umsatz der Tremonia Mobility GmbH lag im Jahr 2023 bei EUR 67,6 Mio. (i. Vj. EUR 34,0 Mio.). Das deutliche Umsatzwachstum resultiert in erster Linie aus dem deutlichen Ausbau des Vertriebsnetztes und der Fokussierung der Vertriebspartner auf das Produktportfolio der Gesellschaft. Hinzu kommt eine individuelle Preiskalkulation pro Fahrzeug und damit verbundenen Preiserhöhungen, die die gestiegenen Einkaufspreise realistisch einpreisen. Das Sortiment der Tremonia Mobility GmbH wurde im Jahr 2023 erweitert durch die Einführung des ersten batterieelektrischen Niederflurbusses, dem City 45 Electric. Bei dem Fahrzeug wird ein Dieselfahrzeug umgerüstet und ein vollelektrischer Antriebsstrang in Dortmund verbaut. Hiermit bietet die Gesellschaft eine Antwort auf die rasant steigende Nachfrage nach emissionsfreien Bussen. Die Tremonia Mobility GmbH setzte im Jahr 2023 1.008 Fahrzeuge ab, 483 Einheiten mehr als im Jahr 2021.
3.2 Beschaffungspolitik Die Lage an den Beschaffungsmärkten hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich entspannt. Die Engpässe über alle Bereiche bedingt durch die Chipkrise wurden deutlich reduziert, sind aber immer noch nicht auf dem Vorkrisenniveau. Vor allem bei Bus-spezifischen Komponenten sind die Lieferzeiten sehr lang. Als Reaktion wurden die Bestände von kritischen Komponenten erhöht, was sich in gestiegenen Beständen der Bilanz widerspiegelt, aber die Produktion absichert. Zugleich wurden für kritische Komponenten Second-Source Aktivitäten gestartet und Zweitlieferanten aufgebaut. Aufgrund der gestiegenen Absatzzahlen konnten Volumeneffekte bei den Lieferanten erzielt werden denen die europaweit nach wie vor hohen und teilweise noch steigenden Energie- und Lohnkosten jedoch entgegenlaufen. Als Gegenmaßnahme auf die gestiegenen Lohnkosten wurden arbeitsintensive Umfänge in Länder mit einer besseren Lohnkostenstruktur verlagert. 3.3 Ergebnisentwicklung Die Gesellschaft kann im zweiten Jahr der Eigenständigkeit einen positiven Jahresüberschuss aufweisen, der auf das deutliche Umsatzwachstum und eine strikte Kostenkontrolle zurückzuführen ist. Im Jahr 2023 belief sich der Jahresüberschuss auf EUR 1,4 Mio. (i. Vj. EUR -11,6 Mio.). Neben den Aufwendungen für Basisfahrzeuge und Material belaufen sich die wesentlichen Aufwendungen auf Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen. Die Tremonia Mobility GmbH ist Teil des Tarifvertrags der IG Metall Fachgruppe Dienstleistungen / KFZ-Dienstleistungen. Im April 2023 wurde für die Mitglieder eine Tariferhöhung von 5,0% verhandelt, die zum 1. November 2023 wirksam wurde. Zusätzlich zur Tariferhöhung wurde die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie über 1.500€ verhandelt, die im Juni 2023 ausgezahlt wurde. Die sonstigen betriebliche Erträge beinhalten im Wesentichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellung von TEUR 1.381 (Vorjahr TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten vor allem Restrukturierungskosten von TEUR 2.450 (i. Vj. TEUR 3.400), die Mietkosten in Höhe von TEUR 1.093 (i. Vj. TEUR 1.290), gesetzliche Garantiekosten in Höhe von TEUR 836 (i.Vj. TEUR 1.394), sowie fremde Leistungen in Höhe von TEUR 612 (i. Vj. TEUR 1.316). Die Mietkosten fallen vor allem für die Immobilie in Dortmund an in Höhe von TEUR 990 (i.Vj. TEUR 990). Die fremden Leistungen sind insbesondere Kosten für technische Zeichnung und Entwicklungsarbeiten durch Dienstleister in Indien. Die Garantiekosten spiegeln die Zuführung zur Garantierückstellung wider, die durch Neuverkäufe nötig sind. Ein deutlicher Rückgang konnte erzielt werden, seitdem die Garantieabwicklung im Jahr 2023 erstmalig durch die Gesellschaft bearbeitet wurde. Im Vorjahr wurden Garantieanträge noch von der ehemaligen Mutter verwaltet. Es war der Gesellschaft daher nicht möglich in den Prozess einzugreifen oder gegenzusteuern. 3.4 Vermögens- und Finanzlage Im Jahr 2023 wurde ein Factoring eingeführt mit der FactoFrance als Finanzierungspartner. Im offenen Forderungsverkauf werden seit April 2023 die Forderungen der größten Vertriebspartner an den Dienstleister verkauft. Die Zahlungen aus dem Factoring wurden als Anzahlung verbucht und im Jahresabschluss mit den ausstehenden Forderungen saldiert. Das Gesellschaftsvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 25,0 Mio. auf EUR 25,2 Mio. gesteigert. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 384 TEUR gegenüber Vorjahr. Die Erhöhung ist auf weitere Investitionen in das neue ERP-System zurückzuführen, die auch nach dem Carve-out aus den Daimler-Systemen noch notwendig waren. Auch die Bestände erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 von EUR 12,4 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 16,6 am 31.12.2023. Die deutliche Erhöhung des Bestands ist auf das hohe Absatzvolumen und das zum Jahresende volle Auftragsbuch zurückzuführen. Die Tremonia hatte zum Jahresabschluss 244 Fahrzeuge im Bestand (RHB, Unfertige und Fertige). Das Eigenkapital der Tremonia Mobility GmbH belief sich zum Jahresabschluss auf € 11,9 Mio. (i. Vj. EUR 9,6 Mio.). Die Steigerung im Eigenkapital kommt zu einem aus dem positiven Jahresüberschuss (EUR 1,4 Mio.) und zum anderen aus einer unterjährigen Erhöhung der Kapitalrücklage von 837 TEUR. Die Erhöhung der Kapitalrücklage stammt aus einer nachgelagerten Zahlung der Ex-Konzernmutter Evobus, die im SPA von 2021 festgelegt war und die Arbeitsliquidität zum Jahresabschluss 2021 ausgeglichen hat. Diese Zahlung ging, wie im Vertrag festgelegt an die AEQH8 und wurde von dieser als Kapitaleinlage in die Gesellschaft gelegt. Durch die Erhöhung des Eigenkapitals stieg die Eigenkapitalquote von 38% auf 49 %. Die Rückstellungen betrugen zum 31.12.2023 EUR 1,9 Mio. (i. Vj. 1,9 Mio.). Den größten Teil macht die Gewährleistungsrückstellung aus, die gebildet wird für die Schadensfälle im Rahmen der gesetzlichen, zweijährigen Garantie. Auf Grund der deutlich gesunkenen Garantiekosten im Jahr 2023, konnte der Schadschlüssel pro Fahrzeug reduziert werden. Dies führte neben dem Verbrauch von 346 TEUR für die angefallenen Kosten auch zu einer Auflösung der zuvor zu hoch angesetzten Rückstellungen von 1.133 TEUR. Am 31.12.2023 beläuft sich die Gewährleistungsrückstellung auf 743 TEUR (i. Vj. 1,576 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich zum Jahresabschluss auf 116 TEUR (i. Vj. 11 TEUR). Die Zuführung ist auf Lizenzkosten zurückzuführen, die vertraglich an die Evobus und Mercedes-Benz gezahlt werden müssen für die Nutzung von Designs und Markennamen. Für ungebuchte Rechnungen wurde im Jahresabschluss eine Zuführung von 267 TEUR verbucht (i. Vj. 0 EUR). Der Wert geht auf eine Rechnung zurück, die aktuell noch mit dem Lieferanten geklärt werden muss. Alle Verpflichtungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr fristgerecht bedient werden. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Jahr 2023 bei (EUR 3,6 Mio.) Die Investitionstätigkeiten beliefen sich auf EUR 1,0 Mio. Die Erhöhung der Kapitalrücklage zusammen mit den Kosten Zinskosten des Factorings führten zu einem Cash Flow aus Finanzierung von (EUR 0,8 Mio.). 3.5 Investitionen Die Investitionen mit in Summe TEUR 983 TEUR entfallen im Wesentlichen auf weitere Investitionen in das neue ERP-System proAlpha und weitere IT-Anwendungen. Nach dem Go-Live am 01.01.2023 mussten noch weitere Module des ERP-Systems in Betrieb genommen werden, was insbesondere zu Berateraufwendungen geführt hat. 4. Unsere Mitarbeiter Ende 2023 betrug die Mitarbeiterzahle (ohne Geschäftsführer, Auszubildende und Externe) der Tremonia Mobility GmbH insgesamt 236, davon waren 81 angestellte (indirekte) und 155 gewerbliche (direkte) Arbeitnehmer. Zuzüglich der beiden Geschäftsführer und den 14 Auszubildenden lag die Gesamtbelegschaftszahl zum 31.12.2023 bei 252 (i. Vj. 236). 4.1 Aus- und Weiterbildung Die Tremonia Mobility GmbH ist Ausbildungsbetrieb für fünf verschiedene Berufsbilder: Industriekaufleute, Fachkräfte für Lagerlogistik, Fahrzeuglackierer, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker und KFZ-Mechatroniker mit den Fachrichtungen Nutzfahrzeugtechnik und zusätzlich ab 2024 auch die Fachrichtung System- und Hochvolttechnik. Im August 2023 haben 15 neue Auszubildende Ihre Ausbildung aufgenommen (i.Vj. 3), in Summe befanden sich 2023 21 Auszubildende in der Ausbildung, wobei 3 der Auszubildenden bis zum Jahresende nach erfolgreichem Abschluss in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurden. Im folgenden Ausbildungsjahr 2024 wird geplant 12 weitere Auszubildende aufzunehmen und somit die Ausbildungskapazitäten mit Unterstützung der zuständigen Kammern IHK Dortmund und Handwerkskammer Dortmund zu erweitern. 5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens Die Geschäftsleitung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gut zum 31.12.2023. Die Beurteilung beruht auf dem guten Jahresergebnis und dem überdurchschnittlichen hohen Auftragsbuch zum 31.12.2023. Insbesondere die rapide steigende Nachfrage nach kleinen Stadtbussen mit alternativem, emissionsfreiem Antrieb untermauern die erneut deutliche Umsatzsteigerung im Jahr 2024. Zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses 2023 sind die ersten Monate des neuen Geschäftsjahrs verbucht und die Geschäftsführung sieht sich in Ihrer Aussage zur Lage des Unternehmens bestätigt. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagement Die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagements umfassen die mittelfristige Unternehmensplanung, ein kennzahlenbasiertes Reporting, eine direkte Liquiditätsplanung sowie durchgehende Controllingaktivitäten. Über wöchentliche Managementrunden, sowie monatliche Review-Meetings mit der Gesellschafterin kann die Geschäftsführung Risiken frühzeitig erkennen. Hierbei werden bestandsgefährdende Risiken, insbesondere Liquiditätsrisiken als hoch quantifiziert. Weitere Risiken der operativen Tätigkeit werden als mittel oder niedrig beurteilt abhängig von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit: Geringes Risiko: < 30% Mittleres Risiko: >= 30% aber <90% Hohes Risiko: >= 90% Das Unternehmen ist abhängig von der Verfügbarkeit von Basisfahrzeugen der Marke Mercedes-Benz Sprinter. Daher gilt ein Hauptfokus des Risikomanagements der umfänglichen Einschätzung von technischen, aber auch vertraglichen und kommerziellen Risiken in der Abstimmung mit der Mercedes-Benz AG und der einhergehenden Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen, um diesen Risiken adäquat zu begegnen. In der Zusammenarbeit mit der Mercedes-Benz AG nutzt das Unternehmen ein permanentes Controlling, um identifizierte Risiken zu managen bzw. neue frühzeitig zu erkennen. Auch die Geschäftsführung ist maßgeblich in die Beschaffung der Basisfahrzeuge involviert. 2. Prognosebericht Der durch die Geschäftsführung erstellte Prognosebericht bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2024 und 2025. Während die ersten Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres noch geprägt waren durch ein geerbtes Auftragsbuch, das zu schlechten Margen erfüllt werden musste, konnten wir ab April nach und nach das Potential unsere neuen Vertriebsnetztes und der daran gekoppelten Kostenrechnung entfalten. Nachdem sich die Lieferketten, insbesondere im Bezug auf die Basisfahrzeuge von Mercedes-Benz erholt haben, konnte im Jahr 2023 der Grundstein für langfristiges Wachstum gelegt werden. Für das Kalenderjahr 2024 erwarten wir weiter steigende Absatz- und Umsatzzahlen. Zum einen planen wir durch die Integration weiterer Vertriebsregionen unser Absatzpotential deutlich zu steigern, zum anderen erwarten wir durch die Markteinführung unserer elektrischen Stadtbusse (City 45e zum Ende 2023, City 75e zur Mitte 2024) einen deutlichen Umsatzzuwachs. So wird für das Jahr 2024 ein Umsatz von 127,8 Mio. € und für das Jahr 2025 von 156,0 Mio. € erwartet. Zudem möchten wir unseren Preisansatz immer weiter detaillieren und automatisieren, um die bereits sehr gute Preisdurchsetzung auch im prognosezeitraum sicherzustellen. Das Management geht auf Basis der avisierten Projekte zur der Umsatz- und Kostenoptimierung davon aus, dass sich das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2024 und 2025 noch einmal signifikant steigern wird. Diese Einschätzung wird von den aktuellen Geschäftszahlen unterstützt. Die Geschäftsführung erwartet Ergebnisse vor Steuern von 9,9 Mio. € und 17,0 Mio. € für die Jahre 2024 und 2025. 3. Risikobericht Das Unternehmen verfolgt das Ziel den Unternehmenserfolg und -wert nachhaltig und langfristig zu steigern. Dabei werden regelmäßig Chancen und Risiken ermittelt, die die Zielerreichung unterstützen oder auch gefährden. Im folgenden Abschnitt sind die wesentlichen Chancen und Risiken für die Tremonia Mobility GmbH sowie entsprechende Maßnahmen aufgelistet. Die Risiken sind nachfolgend absteigend ihrer Bedeutung für die Gesellschaft angegeben. Das Management Team adressiert bereits jedes der dargestellten Risiken mit Begrenzungsmaßnahmen, die auch dargestellt werden. Risiken aus Konflikten und den weltweiten Lieferketten Grundsätzlich besteht auch im Jahr 2024 das Risiko, dass es auf Grund von Lieferengpässen wieder zu einer Verknappung kommen könnte. Wir schätzen dieses Risiko in seiner Auswirkung als hoch ein, jedoch gibt es aktuell und mit Blick auf 2024 wenige Anzeichen von erneuter Verknappung, weshalb wir von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit ausgehen. Wie auch im Jahr 2023 können lokale Konflikte auch im Jahr 2024 unvorhersehbare Auswirkungen auf die globalen Transportwege und Lieferketten haben, vor allem stehen hier die Seewege aus Asien nach Europa im Fokus. Eine weitere Eskalation der bestehenden Krisenherde kann auch im Jahr 2024 wieder zu starken Schwankungen bei vor allem dem Energiepreisen haben. Wieder steigenden Energiekosten stufen wir als niedriges Risiko ein. Grund für die Einschätzung ist der als gering einzustufende Energiebedarf der Produktion. Bereits zu Beginn des Jahres haben wir Programme zu Stromeinsparungen eingeführt. Im Produktionsprozess wird Gas nur zum Betreiben der Lackierkabinen verwendet. Hier arbeiten wir intensiv an Lösungen, die ein Einbrennen obsolet machen. Risiken aus neuen technischen Vorgaben der EU Die Einführung der General Safety Regulation II (GSR II) im Juli 2024 hat große Auswirkungen auf die Basisfahrzeuge der Lieferanten und führt aufgrund der umfangreichen zusätzlichen Sicherheitsausstattung zu einem deutlichen Preisanstieg. Vor allem seitens unserer Hauptlieferanten Mercedes-Benz Vans gab es sehr spät Transparenz zu den Änderungen und den Auswirkungen auf die Produkte der Tremonia. Vor allen die für Tremonia relevanten Fahrzeugklassen M2 und M3 wurden bei der Gesetzgebung und bei der technischen Umsetzung im Basisfahrzeug zu wenig berücksichtigt. Falls es seitens Mercedes-Benz keine vollständige Erfüllung der GSR II Anforderungen durch das Basisfahrzeug gibt, arbeiten wir parallel an eigenen Lösungen. Das Risiko, dass es zu Verzögerungen bei der Zulassungsfähigkeit kommen kann, schätzen wir als hoch ein. Für alte Fahrzeuge ohne GSR II kann eine Zulassungsfähigkeit über den Stichtag hinaus durch Ausnahmegenehmigungen beim KBA für den deutschen Markt abgesichert werden. Liquiditätsrisiko Die Geschäftsführung sieht auf Grund der guten Lieferperformance im Jahr 2023 und den anhaltenden positiven Ergebnissen kein weiteres Liquiditätsrisiko aus den Lieferkettenproblemen, die noch 2022 das Ergebnis und die Liquidität massiv belastet haben. Der Business Plan geht im Jahr 2024 und den Jahren folgend von signifikantem Volumenwachstum aus. Hieraus ergibt sich ein Liquiditätsrisiko durch den deutlich erhöhten Vorfinanzierungsbedarf, um bis zu 150 Fahrzeuge im Monat in die Produktion zu nehmen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das verbundene Risiko stufen wir als hoch ein. Die Geschäftsführung befindet sich in intensiven Diskussionen mit Mercedes-Benz, um Zahlungsmodalitäten weiter zu verbessern, sodass die geplanten Absatzmengen realisierbar sind. Um das Risiko der Bestandsgefährdung besser einzugrenzen, hat sich das Management die Absatzplanung der kommenden 12 Monate unter dem Gesichtspunkt unterschiedlicher Szenarien angesehen. Die geplante Absatzmenge entspricht der erwarteten Geschäftsentwicklung und ist abgestimmt mit den Basisfahrzeugproduzenten. Sollten unvorhersehbare Ereignisse den Absatz von 1.200 Fahrzeugen riskieren so sieht die Geschäftsführung eine weiterhin ausreichende Liquidität bei 20-30% weniger Fahrzeugverkäufen. Sollte sich eine Situation, wie im Jahr 2022 wiederholen und die Basisfahrzeugverfügbarkeit unter die beschrieben Absatzmengen fallen, ist das Unternehmen gezwungen liquiditätsstützende Maßnahmen umzusetzen. Die Geschäftsführung hat im April 2023 ein Factoring aufgesetzt. Mit den guten Ergebnissen des vergangenen Geschäftsjahres sieht sich die Geschäftsführung in der Lage die Diskussionen mit Finanzieren zu vertiefen. Insbesondere wird eine Erweiterung der Kreditlinie bei Mercedes-Benz angestrebt mit Hilfe von Bürgschaften deutscher Hausbanken - aktuell läuft der Kreditprozess bereits bei der Commerzbank - oder durch Abschluss einer Top-up Versicherung - hier sind wir mit der Zürich Versicherung und dem Warenkreditversicherer von Mercedes-Benz, Allianz Trade, im Austausch. Beschaffungschancen und -risiken Die deutliche Entspannung auf den Beschaffungsmärkten Ende 2022 hat sich wie erwartet im Jahr 2023 fortgesetzt. Lediglich bei Bus-spezifischen Elektroumfängen gibt es aufgrund der hohen Nachfrage und Nachholeffekte nach wie vor deutlich verlängerte Beschaffungsseiten. Hier wird durch die Erhöhung der Lagerbestände und frühestmöglicher Bestellung gegengearbeitet. Die Umstellung der Produktion der Basisfahrzeuge auf GSR II ab April könnte wie in der Vergangenheit auch bei solchen Umstellungen zu Anlaufschwierigkeiten bei Mercedes-Benz führen, mit direkten Auswirkungen auf die Tremonia ab dem 2 Quartal. Das Risiko wird als hoch angesehen, jedoch mit nur temporären Auswirkungen. Die vor allem in Europa sich abzeichnende Rezession und damit einhergehende Kaufzurückhaltung wird Auswirkungen auf die Lieferantenlandschaft haben. Daher werden potenziell Ausfall gefährdete Lieferanten genau beobachtet und bei kritischen Umfängen parallel weitere Lieferanten entwickelt. Die größten Chancen für Tremonia ergeben sich aus den gestiegenen Produktionsstückzahlen. Aufgrund der im Jahr 2023 deutlich gestiegenen Produktion können hier durch die Nutzung von Skaleneffekte die Einkaufspreise reduziert bzw. Preiserhöhungen vermieden werden. Absatz- und Umsatzrisiken Im Jahr 2023 wurde das Absatzmodell der Tremonia Mobility GmbH um standardisierte Vorratsfahrzeuge erweitert. Diese absatzseitige Anpassung des Geschäftsmodells hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, denn insbesondere die kurzen Lieferzeiten werden von unseren Abnehmern und Vertiebspartnern als Vorteil zu dem klassischen Build-to-Order Geschäft gesehen. Auch im Jahr 2024 sehen wir diese Strategie als starken Umsatzreiber und planen einen wesentlichen Teil unseres Absatzes auf Basis von Vorratsfahrzeugen. Auch wenn dieses Modell zu sehr guten Ergebnissen führt, besteht ein Risiko aus zu hohen Eigenbeständen, sollte der Abverkauf einmal nicht realisierbar sein. Den Absatzrisiken begegnen wir durch eine aktivere Steuerung der Produktion von Standardfahrzeugen als im Jahr 2023 und einem Abverkauf vor Fertigstellung in der Produktion. Zudem arbeiten wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern und können somit frühzeitig Bestandsfahrzeuge ankündigen und den schnellen Abverkauf sichern. Die von der Politik angestrebte Entwicklung hin zu einem nachhaltigen ÖPNV spiegelt sich in dem Nachfrageverhalten unserer Kunden wider. Im Segment der Niederflurbusse sehen wir eine stark expotentielle Entwickling hin zu elektischen Antriebskonzepten. Auch wenn ausbleibende Förderungen vom Bund zumindest in Deutschland ein Risiko für den Umstieg auf Elektromobilität birgt, wird sich diese Entwicklung nicht aufhalten lassen. Zusätzlich begegenen wir der ausbleibenden politischen Konsequenz mit einer attraktiven Preisentwicklung unsere Produkte, die sich zum einen aus sinkenden Lithium- und somit Battariepreisen ergibt und sich zum anderen durch Skaleneffekten aus erhöhten Stückzahlen realisieren lässt. Insbesondere unser City 45 electric wird in der ersten Hälfte 2024 zu vollen Auftragsbüchern führen, wohingegen der Marktstart des City 75 electric in der zweiten Jahreshälfte zusätzlich auf diese Entwicklung einzahlen wird.
Dortmund, den 14. Mai 2024 Lukas Krahé BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der Tätigkeitsbereich der Gesellschaft umfasst den Karosseriebau und die Autolackiererei, insbesondere den Ausbau von Kleinbussen auf der Grundlage von Mercedes-Benz-Fahrzeugen, sowie den Handel mit neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Dortmung und eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dortmund (HRB 19641). Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Es wird gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (Going-Concern-Prinzip). Im Einzelnen gilt Folgendes: AKTIVA Der Berechnung der Abschreibungen auf die im Berichtsjahr angeschafften Vermögensgegenstände wurde die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer unter Beachtung der linearen Abschreibung zugrunde gelegt. Die planmäßige Abschreibung auf das Sachanlagevermögen erfolgt gemäß § 253 Abs. 3 HGB und § 7 Abs. 1 EstG mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer 5 Jahre. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB unter Berücksichtigung entsprechender Nebenkosten nach § 255 Abs. 1 HGB bewertet. Bei Abweichung der betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer werden Anpassungen vorgenommen. Die Abschreibungen bei unbeweglichen und beweglichen Sachanlagen werden im Anschaffungsjahr wie bisher gemäß der Regel "pro rata temporis" ermittelt. Im Berichtsjahr angeschaffte geringwertige Anlagegüter sind den steuerlichen Möglichkeiten entsprechend (§ 6 Abs. 2 EStG) in voller Höhe abgeschrieben worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Nettowert EUR 800 nicht übersteigt, werden sofort als Aufwand erfasst. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (einschließlich der Basisfahrzeuge) erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten. Die Bewertung der Basisfahrzeuge erfolgt zu Anschaffungskosten exklusive der Anschaffungsnebenkosten. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden mit den Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich bilanzieller Abschreibungen, soweit sie auf den Fertigungsbereich entfallen, bewertet. Soweit die Fahrzeuge am Bilanzstichtag nicht mehr neuwertig waren (Vorführfahrzeuge) oder bei Bilanzerstellung bereits absehbar war, dass in einzelnen Fällen die Herstellungskosten zuzüglich noch anfallender Verwaltungs- und Vertriebskosten durch Verkauf im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehres nicht in voller Höhe würden erzielt werden können, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert abzüglich in einzelnen Fällen vorzunehmender Einzelwertberichtigungen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Passiva Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher oder vertraglicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurde eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 5,5 Jahren und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 1 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen drei Geschäftsjahre berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Tremonia Mobility GmbH, Dortmund
Die Vortragswerte zum 1.1.2023 wurden aufgrund von Abstimmdifferenz aus der Datenmigration um T€ 67 korrigiert. Auswirkungen auf die Restbuchwerte haben sich nicht ergeben.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Auf die Bildung von Pauschalwertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde, wie im Vorjahr, aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Es wurden keine Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen nicht. Die Vorjahreswerte resultierten im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Verbindlichkeiten: Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen unverändert branchenübliche Eigentumsvorbehalte. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.381, Vorjahr T€ 0), Erträge aus Schadensersatzleistungen (T€ 342, Vorjahr T€ 31), Erträge aus der Erstattung von Kurzarbeitergeld (T€ 0, Vorjahr T€ 641). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Restrukturierung T€ 2.450 (Vorjahr T€ 3.400), Fremdleistungen T€ 612 (Vorjahr T€ 1.307), Aufwendungen aus Vermietung und Verpachtung T€ 1.093 (Vorjahr T€ 991), WerbekostenT€ 147 (Vorjahr T€ 108), Fremdinstandhaltung T€ 97 (Vorjahr T€ 95) und Versicherungsaufwand T€ 122 (Vorjahr T€ 90). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Erträge aus der Abzinsung in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0). IV. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Es waren durchschnittlich beschäftigt:
Geschäftsführung: Dr. Jürgen Knothe, Unna, Geschäftsführer Entwicklung und Produktion bis 31.12.2023 Lukas Krahé, Düsseldorf, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) Die Mitglieder der Geschäftsführung waren hauptberuflich geschäftsführend. Für das Geschäftsjahr 2023 sind keine Geschäfte mit nahestehenden Personen i. S. v. § 285 Nr. 21 HGB anzugeben. Auf die Angabe der Geschäftsführer Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da im Jahresverlauf nur zwei bzw. drei Geschäftsführer beschäftigt waren. Haftungsverhältnisse: Wie im Vorjahr bestanden auch zum Bilanzstichtag 2023 keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen: • Bezug/Erbringung von Dienstleistungen • Finanzierungen (inkl. Cash-Pooling) Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Aequita Management SE, München einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Konzernzugehörigkeit: Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird zudem in den Konzernabschluss der Aequita Management SE mit Sitz in München, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Aequita Management SE ist am Sitz dieser Gesellschaft in München erhältlich und wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von T€ 1.406 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht/Risikobericht.
Dortmund, den 14. Mai 2024 Lukas Krahé sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Tremonia Mobility GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Tremonia Mobility GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Tremonia Mobility GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Ich verweise auf Angabe "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang sowie die Angaben im Risikobericht (Abschnitt: Liquiditätsrisiko) des Lageberichts. Dort beschreibt die Geschäftsführung, dass die Gesellschaft für den Prognosezeitraum bis zum 31. Mai 2025 mit einer ausgeglichenen Liquiditätslage plant. Dies setzt aber voraus, dass die grundlegenden Planungsprämissen auch eintreten, sich mithin insbesondere hinsichtlich der benötigten Vorprodukte keine Lieferschwierigkeiten ergeben und die mittelfristig geplanten Absatzmengen nicht wesentlich unterschritten werden. Soweit die Planungsprämissen nicht eingehalten werden sollten, ist die Gesellschaft auf die Finanzierung durch ihren 100%igen Gesellschafter AEQH8GmbH, München, angewiesen. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle. Ich bestimme von den Sachverhalten, die ich mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert habe, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Ich beschreibe diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Gronau, 17. Mai 2024 Stephan Busmann, Wirtschaftsprüfer |
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