Miriam Zech e.K
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrike Marquard seit 2.9.2021 | Prokura |
Tobias Kister seit 2.9.2021 | Prokura |
Mario Lessing seit 2.9.2021 | Prokura |
Olaf Baer seit 2.9.2021 | Prokura |
Stefan Füger seit 24.4.2020 | Prokura |
Paul Thomas Walsh seit 24.4.2020 | Prokura |
Thorsten Krause seit 17.8.2018 | Prokura |
Christian Bartz seit 5.8.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
11 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 11 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 4.40% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
|
Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 17.01.2022: Neufassung, ersetzt die Offenlegung vom 04.01.2022 |
Elinvar GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht 20201. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1. Geschäftstätigkeit Die Elinvar GmbH wurde als technologische Plattform für unabhängige Vermögensverwalter und Banken im Juli 2016 in Berlin gegründet und verfügt über die Erlaubnis nach § 32 KWG zur Erbringung von Anlagevermittlung, Anlageberatung, Abschlussvermittlung sowie Finanzportfolioverwaltung von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Elinvar bietet eine WealthTech Platform as a Service für Geschäftsmodelle im Bereich der Vermögensanlage. Die multimandantenfähige Plattform bietet Service-Pakete für Kernprozesse wie Kundenmanagement, Online-Abschlussstrecke, Unterstützung in der persönlichen Beratung, Portfoliomanagement, Reporting, Rechnungsstellung, online Kundenzugang und Kommunikation sowie den Anschluss von Drittdienstleistern, bspw. depotführende Banken, Marktdaten- oder KYC-Anbieter. Elinvars Partner profitieren von der Kombination der technologischen Plattform und dem regulatorischen Setup, das Elinvar durch die entsprechenden BaFin-Lizenzen bietet. Mit diesem vollumfänglichen Ansatz bietet Elinvar seinen Partnern die Möglichkeit, effizient neue Geschäftsmodelle umzusetzen, neue Wertschöpfungsketten zu erschließen und ihre Kosten zu optimieren. Indem alle Partner im Ökosystem ihre Kernkompetenzen kombinieren, generieren sie unseres Erachtens gemeinsam den maximalen Kundennutzen. Elinvar partizipiert an den Erträgen der Partner aus dem über die Plattform administrierten Vermögen der Kunden. Zusätzlich generiert Elinvar Erträge aus der Zurverfügungstellung der Plattform sowie aus dem Angebot weiterer Servicepakete. 1.2. Umfeld im Finanzsektor Der wesentliche Einflussfaktor für die weltweite Entwicklung in 2020 war die Corona-Pandemie. Gemäß dem IWF (World Economic Outlook, Update Januar 2021) wird für das Gesamtjahr 2020 eine Schrumpfung der Weltwirtschaft um 3,5% erwartet. Für Deutschland geht das IWF von einem Rückgang um 5,4% aus; nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird das BIP um 5,0 % niedriger erwartet. Auch das Kapitalmarktumfeld war im vergangenen Jahr stark durch die Pandemie beeinflusst. Daneben haben eine weiterhin lockere Geldpolitik der Zentralbanken und das anhaltende Niedrigzinsumfeld die Kapitalmärkte geprägt. Nach einem starken Rückgang der Indexstände im ersten Quartal 2020, haben sich insbesondere die Aktienmärkte seit dem zweiten Quartal 2020 im Gesamtverlauf des Jahres 2020 positiv entwickelt und in den wesentlichen Indzies wurden neue Höchststände verzeichnet. Die digitale Transformation von rein On-Premise-bereitgestellter Technologie und teilweise noch stark papierhaften Prozessen hin zu cloudbasierten und idealerweise vollständig digitalen bzw. digital unterstützten Lösungen hat sich in 2020 durch den weltweiten Pandemiebedingten Lockdown verstärkt. Die Hintergründe dafür sind vielfältig und reichen von Kosteneinsparpotentzialen, der Nutzung agilerer Arbeitsmodelle (z.B. "Remote Work") über höhere Prozesssicherheit bis hin zum Vorantreiben von Innovationen. Gemäß Eurostat war in 2020 auf Unternehmensebene ein Anstieg der Nutzung von Cloud-Computing zu verzeichnen. So nutzten in 2020 36 % der Unternehmen in der EU (33% in Deutschland) Cloud-Computing. Im Vergleich zu 2018 nahm die Nutzung in der EU um 12 Prozentpunkte (in Deutschland um 11 Prozentpunkte) zu und im Vergleich zu 2016 (19 %) hat sich die Nutzung von Cloud Computing auf EU-Ebene fast verdoppelt. Bezogen auf die Finanzbranche zeigt sich eine weit stärkere Nutzung von Cloud-Lösungen. Die Studie "Cloud Computing im Bankensektor 2021" der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC zeigt, dass aktuell 78 Prozent der deutschen Banken, Nutzer von Cloud-Lösungen sind; ein Anstieg um 25 Prozentpunkte im Vergleich zu 2018 (53%). Gut die Hälfte der Banken, die bislang keine Cloud verwenden, planen absehbar eine Umstellung. Bei 73 Prozent aller Banken ist die Cloud-Nutzung bereits fester Bestandteil ihrer Strategie. Unabhängig von der Pandemie führen die fortschreitende Digitalisierung und die Etablierung innovativer Angebote weiterhin zu einem Veränderungsdruck bestehender Geschäftsmodelle. Die zunehmende Digitalisierung spiegelt sich nicht nur im Anstieg der Nutzung von Cloud-Lösungen auf Unternehmensebene wider, sondern auch in dem Anstieg der Internetnutzung in der Bevölkerung. Im Jahr 2020 gaben gemäß Eurostat, 87 % der Menschen im Alter von 16-74 Jahren in der EU an, dass sie das Internet in den letzten 3 Monaten genutzt haben. 2010 lag die Internetnutzung in der EU noch bei 67 % und 2015 bei 78 %. Eine Mehrheit von 57% der Menschen in der EU nutzte das Internet in 2020 auch für Bankgeschäfte; für Deutschland lag dieser Wert für 2020 bei 65 % (2019: 61%; 2018: 59%). Digitalisierung erleichtert Kunden den Zugang zu Dienstleistungen, da die geographische Entfernung keine Rolle mehr spielt. Daneben erhöht sich mit der Digitalisierung die Verfügbarkeit von Leistungen und Lösungen sind unabhängig von zeitlichen, volumenabhängigen oder anderen Einschränkungen verfügbar - just in time und bedarfsoptimiert. Kunden erwarten auch von Unternehmen im Bereich der Vermögensanlage (bspw. Banken, unabhängige Vermögensverwalter, Fondsplattformen) sowie sonstigen Finanzdienstleistern Annehmlichkeiten, welche die Digitalisierung bietet, wie zum Beispiel Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit, einen bequemen Zugang zu Dienstleistungen sowie eine einfache und schnellere Kommunikation. Digitalisierung bedeutet zudem Individualisierung. Kunden erwarten individuelle Dienstleistungen. Sie sind es gewohnt, aus einer Vielzahl von Optionen diejenigen auszuwählen bzw. angeboten zu bekommen, die optimal ihre individuellen Bedürfnisse abbilden. Erlebbar ist dies am Beispiel der Nutzung von Smartphones. Individualisierung erfolgt selbst innerhalb der gewählten Optionen, von der Konfiguration des Betriebssystem bis zur Zusammenstellung der Apps nach den jeweiligen Bedürfnissen. Dazu kommt die Individualisierung auf Datenbasis, etwa Anbietervorschläge, die auf dem Nutzungsverhalten und bekannter Präferenzen erfolgen. Dieses Service- und Individualisierungs-Level erwarten gerade vermögende Kunden zunehmend auch von ihren Finanzdienstleistern. Es stellt sich für Unternehmen die Frage nach einer geeigneten Digitalisierungsstrategie über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Unternehmen müssen auf die Anforderungen der digitalen Transformation reagieren. Aus unserer Sicht gilt für alle Anbieter, die eigene Kernkompetenz muss erkannt und herausgestellt werden. In einem Folgeschritt ist zu prüfen, wie die eigenen Kernkompetenzen im Rahmen der Digitalisierungsstrategie optimal ergänzt werden können. Eine wichtige Option ist die Nutzung von cloudbasierten IT-Plattformen und der damit zusammenhängenden Möglichkeiten Spezialfunktionalitäten zu nutzen und seinen eigenen Kunden anzubieten. Durch die Zugriffsmöglichkeiten auf Services unterschiedlicher Anbieter über Plattform-Lösungen werden die eigenen Leistungen komplementär ergänzt und der Kundennutzen maximiert. Durch die Verbindung von Technologie- und Finanzexpertise stellt die Gesellschaft die geeignete Plattform zur Verfügung, damit unsere Partner ihr Angebot im Bereich der Vermögensanlage sowohl Online als auch On-site digital abbilden und zugleich ihre Investitionsrisiken reduzieren können. Dabei steht unseren Partnern jeweils die Plattform in Kombination mit weiteren Service-Paketen, auch von Drittanbietern, zur Verfügung. Diese Drittanbieter sind wiederum Partner der Gesellschaft auf der Provide-Seite, die unter Nutzung der Plattform mehr B2B-Kunden für ihre Services erreichen. Im Ergebnis wird so das gesamte Ökosystem über die Elinvar Plattform verbunden und Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützt, um die Digitalisierung des Neukunden- genauso wie des Bestandgeschäfts zu ermöglichen. Die ganzheitliche Bereitstellung der Angebote als integrierte und direkt einsetzbare Lösung reduziert den Aufwand für unsere Partner. Bisherige Partnerschaften bestätigen aus unserer Sicht sowohl den grundsätzlichen Marktbedarf als auch die strategische Positionierung der Gesellschaft. 2. Geschäftsverlauf 2.1. Allgemeine Unternehmensentwicklung Im Januar 2020 wurden in Vorbereitung einer größeren Finanzierungsrunde Mittel in Höhe von Mio. EUR 4,5 durch die Bestandsgesellschafter zugeführt. Insgesamt war das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 von einem weiterhin deutlichen Ausbau der Leistungsfähigkeit der Plattform und der Einführung neuer Service-Pakete, der Anbindung weiterer Partner sowie dem Ausbau der Self-Customization-Optionen für Partner geprägt. Letzteres versetzt Partner in die Lage mehr und mehr Individualisierungsmöglichkeiten der Plattform komplett selbstständig zu steuern und ermöglicht so die Kombination aus hohem Kundennutzen mit skalierbaren Wachstum für Elinvar. Bemerkenswerte negative Auswirkungen der Corona Pandemie auf die Unternehmensentwicklung gab es keine. Durch Aktivierung unserer eigenen Business Continuity Management Maßnahmen, insbesondere einem sofortigen Wechsel zur quasi vollständigen remote-Tätigkeit, konnten wir unsere Handlungsfähigkeit durchgehend bewahren und für unsere Partner sowie ihre Kunden jederzeitige Verfügbarkeit gewährleisten. Die bereits erwähnte verstärkte Nutzung von Cloud-Dienstleistungen bestätigt den zugrundliegenden Trend unseres Geschäftsmodells als Plattform as a Service. Im Januar 2021 wurde durch Unterzeichnung der entsprechenden Verträge eine Finanzierungsrunde in Höhe von Mio. EUR 25,0 abgeschlossen, die eine Erhöhung des Stammkapitals der Gesellschaft sowie unkonditionierte Einzahlungen in die Kapitalrücklagen (Agio-Beträge) in zwei Tranchen vorsieht. Neben den Bestandsinvestoren die sich wieder beteiligten, wurde Tosca Coinvest Nominee S.à r.l. (künftig: TPIF Excalibur Bidco S.à r.l.) als Leadinvestor gewonnen. Die Beteiligung durch Tosca stand unter dem Vorbehalt des Genehmigungsverfahrens gem. § 2c KWG. Die Genehmigung der Aufsichtsbehörden liegt nunmehr vor. In diesem Zusammenhang erfolgte im ersten Halbjahr 2021 eine Erhöhung des gezeichneten Kapitals durch die Bestandgesellschafter und den neuen Leadinvestor von EUR 46.905 auf EUR 73.004 mit entsprechenden Eintragungen im Handelsregister. Zudem wurden bisher im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung in einer ersten Tranche Einzahlungen durch die Gesellschafter in die Kapitalrücklage (Agio-Beträge) in Höhe von insgesamt Mio. EUR 12,8 durch die Gesellschaft abgerufen. Im Zuge der Entwicklung der Plattform ist die Anzahl der Mitarbeiter im Jahresverlauf von 85 auf 109 zum 31. Dezember 2020 gestiegen und dies insbesondere im Bereich Produkt und Technologie. 2.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Gesellschaft ist mit einem gezeichneten Eigenkapital in Höhe von 46.905 EUR (Vj: 44.150 EUR) ausgestattet. Die Kapitalrücklage beträgt 26.685.015,48 EUR (Vj: 22.188.139,18 EUR). Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt damit 81% (Vorjahr: 93%). Die Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 2.766.742,99 EUR (Vj: 7.057.769,62 EUR) zusammen. Die im Berichtsjahr durchgeführte Kapitalerhöhung spiegelt sich in der Entwicklung der Kapitalrücklage. Hierdurch war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gewährleistet und die Gesellschaft konnte ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen. Der Überschuss der liquiden Mittel als Saldo der Forderungen an Kreditinstitute und kurzfristigen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag 2.808.510,32 EUR (Vorjahr: 6.786.711,14 EUR). Die Verbindlichkeiten betragen 473.239,16 EUR (Vj: 276.673,84 EUR); davon 6.067,60 EUR (Vj: 7.506,25 EUR) kurzfristige Verbindlichkeiten an Kreditinstitute. Die Rückstellungen betrugen 251.996,18 EUR (Vj: 252.115,24 EUR) und beinhalten in erster Linie Rückstellungen für die Erstellung des Jahresabschlusses und die damit verbundenen Jahresabschlussprüfung sowie für die zum Bilanzstichtag noch nicht genommene Urlaubstage aus dem Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 3.813.016,71 EUR (Vj: 7.428.458,51 EUR). Elinvars finanzielle Leistungsindikatoren sind das auf die Plattform migrierte Volumen (Assets under Administration) sowie die Erträge (Provisionserträge und sonstige betriebliche Erträge; ohne Zinsertrag). Die AUA auf der Plattform, als ein Indiz für die Marktdurchdringung und Basis für zukünftige Erträge, stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2019 wie prognostiziert deutlich um 700%. Die Erträge lagen im Jahr 2020 bei 2.666.702,26 EUR. Dies entspricht einem Anstieg um mehr als das zweieinhalbfache gegenüber dem Vorjahr (1.037.544,82 EUR), aber nicht ganz der ursprünglichen prognostizierten Verdreifachung der Erträge. Die Erträge setzen sich aus Provisionserträgen in Höhe von 1.506.168,31 EUR (VJ: 1.015.283,13 EUR) und sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 1.160.533,95 EUR (Vj: 22.261,69 EUR) zusammen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert aus der Verbreiterung des Angebots und dem Ausbau der über die Plattform angebotenen Servicepakete auch im Bereich der lizenzunabhängigen Technologiedienstleistungen. Ein weiterer für Elinvar bedeutender Leistungsindikator ist der Personalaufwand, der wie erwartet von 6.449.484,08 EUR im Vorjahr auf 7.864.871,23 EUR anstieg und die weiteren Investitionen in den Plattformausbau wiederspiegelt. Demzufolge war im Geschäftsjahr 2020 ein deutlicher Anstieg der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 10.859.510,79 EUR (Vj: 8.548.102,00 EUR) zu verzeichnen, wobei die bedarfsorientierte Einbeziehung von externen Dienstleistern einen weiteren Kostentreiber darstellte. Folglich ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Jahr 2020 negativ und führte zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 8.311.519,36 EUR (Vj: Jahresfehlbetrag 7.672.647,52 EUR). Mit dem Verlustvortrag aus den Vorjahren beträgt der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2020 insgesamt 23.644.139,11 EUR (Vj: 15.332.619,75 EUR). Der wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikator für Elinvar ist die Mitarbeiterzufriedenheit. Dieser Wert lag im gesamten Geschäftsjahr 2020 auf dem Vorjahres-Niveau "gut"; erwartet war eine moderate Steigerung. Der Score wird durch laufende anonymisierte Befragung der Mitarbeiter erhoben und die Ergebnisse werden mit den Mitarbeitern monatlich besprochen. Gesteuert wird die Gesellschaft anhand des zukünftig erwarteten Geschäftsvolumens (Assets under Administration bzw. Vermögenswerte auf der Plattform) und den dazu notwendigen Investitionen und Aufwendungen (insb. der Personalaufwendungen) sowie den erwarteten Erträgen aus der Zurverfügungstellung der Plattform sowie weiterer Service und Servicepakete. Die Kern- und Gesamtkapitalquoten gemäß CRR betrugen zum 31. Dezember 2020 11,4%. Nach Auffassung der Geschäftsleitung ist die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses insgesamt zufriedenstellend. 3. Risikobericht 3.1. Risikocontrollingsystem Ausgangspunkt für das Risikocontrollingsystem der Gesellschaft ist die Geschäfts- und Risikostrategie. Die Gesellschaft verfolgt eine konservative Risikopolitik. Die Strategien werden mindestens einmal jährlich evaluiert und gegebenenfalls angepasst. Ziele sind insbesondere:
Die Geschäftsführung ist verantwortlich für das Risikocontrollingsystem. Sie legt die Prozesse, Methoden und Schwellenwerte für die Risikoüberwachung fest. Sie fördert das Risikobewusstsein im Unternehmen und kommuniziert risikobezogen an die Gesellschafter. Basierend auf der Geschäfts- und Risikostrategie hat die Gesellschaft angemessene interne Risikocontrolling- und Risikosteuerungsprozesse eingerichtet, die eine Identifizierung, Bewertung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der bestehenden erkannten wesentlichen Risiken gewährleisten. Die Gesellschaft hat dafür eine Risikocontrolling-Funktion eingerichtet. Die Interne Revision ist gemäß Geschäftsverteilungsplan einem Geschäftsführer zugeordnet. Die Interne Revision prüft und beurteilt risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller Aktivitäten und Prozesse, unabhängig davon, ob diese ausgelagert sind oder nicht. Die Funktion der Internen Revision wurde im Geschäftsjahr an eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main ausgelagert. Wesentliche Risiken der Gesellschaft sind Geschäftsrisiken und operationelle Risiken. Sie werden im Rahmen einer vierteljährlich stattfindenden Risikoanalyse quantitativ und qualitativ bewertet und mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Im Rahmen der Risikoinventur wird das erforderliche Risikokapital in Bezug auf einen möglichen Schadenseintritt eingeschätzt. In diesem Zusammenhang werden ebenso die maximale Schadenshöhe sowie das erforderliche Risikokapital festgelegt. Zur Risikodeckung wird das verfügbare Kapital, reduziert um die notwendige Kapitalausstattung und dem festgelegten Managementpuffer gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft war im laufenden Geschäftsjahr und zum Berichtsstichtag gegeben. Notwendige Maßnahmen zur Früherkennung und Risikosteuerung wurden definiert und umgesetzt. Das Risikomanagementsystem wird fortlaufend überprüft und weiterentwickelt. 3.2. Wesentliche Risiken 3.2.1. Geschäftsrisiken und weitere Risiken Die Erfüllung der Finanzziele ist im Wesentlichen getragen durch die nicht-zinstragenden Erträge. Die Erträge resultieren in bedeutenden Größenordnungen aus vom Geschäftsvolumen unabhängigen Erträgen (bspw. laufenden Basis-Gebühren für die Nutzung der Plattform). Daneben bestehen Erträge, die unmittelbar abhängig vom Geschäftsvolumen auf der Plattform sind. Die vom Geschäftsvolumen abhängigen Erträge unterliegen indirekt dem Marktpreisrisiko aus Kurs-, Währungs- oder Zinsänderungen sowie den Schwankungen aus Zu- und Abflüssen. Weitere Risiken bestehen grundsätzlich zum einen im Falle einer nicht optimalen Marktpositionierung oder unzureichenden Leistungserfüllung gegenüber existierenden und neuen Geschäftspartnern und deren Kunden. Im Resultat kann das zu einer geringeren Entwicklung des Mittelaufkommens oder im negativen Fall zu Mittelabflüssen führen. Diesem beugt die Gesellschaft insbesondere durch regelmäßige Überprüfung der strategischen Positionierung sowie der Ableitung von Maßnahmen zur Optimierung von Produkt-, Leistungs- und Serviceumfang sowie -qualität vor. Das Kostenrisiko resultiert einerseits aus der nicht vollständigen Planerfassung der laufenden betrieblichen Aufwendungen, andererseits aus der unterjährigen Überschreitung geplanter Kostenkomponenten, bedingt durch veränderte Leistungs- oder abweichende Preisstrukturen. Insbesondere in der weiteren Expansionsphase ist dieses Risiko erhöht, dem die Gesellschaft mit einer entsprechenden Kosten-/Budgetplanung begegnet. Zur Risikofrüherkennung werden unterjährig regelmäßige Soll-Ist-Analysen wesentlicher Kostenkomponenten und Szenariorechnungen durchgeführt. Ein Liquiditätsrisiko besteht für Elinvar in unzureichender kurzfristiger Liquidität, die durch das Eintreten von Kosten- und Provisionsrisiken sowie operationellen Risiken verursacht werden kann. Aufgrund der vollständigen Eigenkapitalfinanzierung besteht grundsätzlich ein Finanzierungsrisiko bis die nachhaltige Profitabilität erreicht ist. Die Gesellschaft wirkt diesem Risiko durch eine langfristige Liquiditäts- und Finanzierungsplanung in enger Abstimmung mit den bestehenden Gesellschaftern entgegen. Adressenausfallrisiken beziehen sich auf das Ausfallrisikos eines Vermögensverwalters oder sonstigen Geschäftspartners, welches zu einer Nichtzahlung von Provisionen führen kann. Durch Überprüfung der rechtzeitigen Zahlungseingänge wird das Risiko überwacht. In den Bereich der Adressenausfallrisiken fällt ebenso das Ausfallrisiko eines Instituts, das die eigenen Mittel verwaltet. Diesem Risiko wird durch die Diversifikation auf mehrere Geschäftsbanken und der Überwachung deren Ratings und CDS-Spreads begegnet. Insgesamt ist das Risiko gering, da die Geschäftspartner regelmäßig selbst regulierte Finanzinstitute mit guter Bonität sind. 3.2.2. Operationelle Risiken Operationelle Risiken sind Risiken von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von Menschen, internen Prozessen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden, einschließlich Auslagerungsrisiken. Im Rahmen der operationellen Risiken stellt das Risiko mangelnder Ressourcenausstattung das aktuell bedeutsamste Risiko dar. Das Risiko in der Ressourcenausstattung umfasst die Risiken, einer unzureichenden Verfügbarkeit geeigneter Mitarbeiter inklusive angemessener Stellvertretungsregelung oder das keine ausreichende Kompensation bei einem außerordentlichen und zeitgleichen Ausfall mehrerer Mitarbeiter möglich ist. Die Gesellschaft bietet daher ihren Mitarbeitern ein umfassendes Leistungspaket mit dem Ziel die Mitarbeiterzufriedenheit sicherzustellen sowie neue Talente zu gewinnen. Neben angemessenen und fairen Vergütungsprinzipien bestehen verschiedene Instrumente zur individuellen Unterstützung und Förderung. Weiterhin ermöglicht ein Feedback-Tool, kontinuierlich und systematisch Kritik und Verbesserungsvorschläge aller Mitarbeiter zu erhalten und Stimmungen zu erfassen. Bereits im März des Geschäftsjahres hat die Gesellschaft ihren gesamten Geschäftsbetrieb vollständig auf Remote-Arbeit umgestellt und war daher von den Auswirkungen der Pandemie verhältnismäßig wenig betroffen. Hierzu gehörte ebenfalls die Anpassung des Recruiting- und Onboarding-Prozess, wodurch auch in der Remote-Situation eine Vielzahl neuer Mitarbeiter gewonnen werden konnte. Insgesamt wuchs die Mitarbeiteranzahl im Berichtsjahr bereinigt um Austritte um netto 24 Mitarbeiter. Prozessrisiken aus mangelnder Organisation umfassen die Risiken von menschlichen Fehlern, Terminrisiken aufgrund zu spät gestarteter Prozesse und das Ablaufrisiko, das Prozesse nicht vollständig abgearbeitet oder geprüft werden. Den Risiken wird mit der Umsetzung strukturierter Software-Entwicklungsprozesse und dem Einsatz von Produkt- und Projektmanagern begegnet. Ferner werden mit den Geschäftspartnern regelmäßig auch zukünftige Anforderungen/Anpassungen bei gemeinsamen Planungen entsprechend berücksichtigt. Der laufende Plattform-Betrieb und gegebenenfalls notwendige Anpassungen werden mittels einer mehrstufigen Support-Organisation unter Sicherstellung einer angemessenen Funktionstrennung sichergestellt. Risiken aus Systemen ergeben sich bei mangelnder Leistungsfähigkeit und unzureichendem Datenschutz. Im Mittelpunkt stehen dabei Hard- und Softwarefehler bei fremdgenutzten oder selbstentwickelten Systemen sowie fehlerhafte Schnittstellen, die zu eingeschränkter Systemverfügbarkeit oder unzureichender Leistungserbringung führen können. Dem wird durch eine umfassende Testumgebung, intensive Testphasen und einem dezidiertem Qualitätssicherungsteam vorgebeugt. Soweit möglich erfolgt der Datenaustausch zu externen Systemen von Geschäftspartnern vollautomatisiert. Des Weiteren bestehen Verfahren zur redundanten Datensicherung. Sollte es dennoch zu Fehlern kommen, hat die Gesellschaft einen strukturierten "Incident Management" Prozess etabliert. Auslagerungsrisiken resultieren aus Auslagerungen in den Bereichen Interne Revision, Datenschutz, Rechnungs- und Meldewesen sowie Cloud-Services. Darunter fallen die Risiken einer mangelhaften Prozessabstimmung sowie Qualitätsmängel in der Leistungserbringung; Fehler in der Anbindung von Schnittstellen, Risiken aus Interessenkonflikten und der potenzielle Zeit- und Kostenaufwand eines Insourcings oder der Übertragung an einen anderen Partner. Die Risiken werden sowohl durch regelmäßige Beurteilung der Dienstleistungen als auch Plausibilitäts-Checks von zur Verfügung gestellten Berichten und Screening von alternativen Angeboten am Markt überwacht. 3.3. Gesamtlage Die Geschäftsführung erachtet das Risikocontrollingsystem als umfassend. Alle wesentlichen Risiken werden durch das Risikodeckungspotenzial, unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen, laufend abgedeckt, womit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Für Einzelrisiken wurden angemessene Prozesse und Kontrollen implementiert um die entsprechenden Risikopotenziale ausreichend zu begrenzen. Da sich die Gesellschaft weiter auf Wachstumskurs befindet, kann aufgrund der vollständigen Eigenkapitalfinanzierung der Bedarf an weiteren Finanzierungen entstehen. Eine fortlaufende Budgetüberwachung und langfristige Finanzierungsplanung, welche in enger Absprache mit dem bestehenden Gesellschafterkreis erfolgt, reduziert insbesondere die Geschäfts- und Liquiditätsrisiken. 4. Chancen Geschäftspotenzial ergibt sich durch den Gewinn weiterer strategischer Partner, den Ausbau der Bestandsverwaltung sowie durch die stetige Erweiterung der Plattform und dem zusätzlichen Ausbau von Funktionalitäten für unsere Geschäftspartner. Die Nachfrage danach ist nach unserer Einschätzung groß und lässt einen erneuten Anstieg des durch die Plattform zu bedienenden Volumens sowie weitere Ertragschanchen erwarten. Wesentliche Voraussetzung für das Wahrnehmen der Chancen ist das Halten und der Zugewinn an qualifizierten Mitarbeitern, was im abgelaufenen Jahr mit einem weiteren Anstieg der Mitarbeiteranzahl mit Erfolg gelang. 5. Prognosebericht Die weitere Entwicklung der Gesellschaft hängt von internen und externen Einflussfaktoren ab. Zu den internen Einflussfaktoren zählen die Stabilität des Personalbestands und die Mitarbeitergewinnung. Der langfristige Erfolg von Elinvar wird im Wesentlichen auch von der Verfügbarkeit, den Kompetenzen und der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter bestimmt. Durch eine effektive Personalplanung und -entwicklung stellt Elinvar den heutigen und zukünftigen Bedarf an qualifiziertem Personal in den verschiedenen Funktionen der Gesellschaft sicher. Den Score zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit erwarten wir mindestens auf einem konstant guten Niveau. Externe, nicht zu beeinflussende Faktoren sind z.B. die Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Auswirkungen auf die Zielgruppen von Elinvar haben können. Die wirtschaftliche Entwicklung für das Jahr 2021 wird im wesentlichen getrieben durch ein Aufholen der in 2020 aufgrund der Coroana-Pandemie zu beobachteten Aktivitätseinbußen. Aufgrund der Unsicherheiten wie schnell die weltweiten Impfkampangnen zu einem vollständigen Ausstieg aus den Lockdown-Maßnahmen führen, sind die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft schwer abschätzen, wobei insgesamt mit einer Erholung gerechnet wird. Der IWF erwartet für das Jahr 2021 in seiner Prognose vom April 2021 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 6% (Deutschland: 3,6%) und für 2022 ein weltweites Wachstum von 4,4% (Deutschland: 3,4%). Auch die Perspektiven der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2021 werden von der Pandemie geprägt. In der am 27. April 2021 vorgelegten Frühjahrsprogose für das Jahr 2021, geht die Bundesregierung für 2021 von einem Anstieg des realen BIP von 3,5% und für 2022 von 3,6% aus. Elinvar geht für das Jahr 2021 von stabilen Kapitalmärkten aus, die sich insgesamt auf dem zum Ende des Jahres 2020 gesehenen Niveaus bewegen. Basis für diese Annahme sind die dargestellten Prognosen, eine für 2021 weiterhin erwartete lockere Geldpolitik der Zentralbanken - mit folglich weiterhin niedrigem Zinsniveau als wichtigem Faktor für die Vermögensanlage - sowie die weiterhin beobachteten staatlichen Stützungsmaßnahmen. Sowohl die Geldpolitik der Zentralbanken als auch die staatlichen Stützungsmaßnahmen wirken sich positiv auf das Vertrauen der Kapitalmarktanleger aus. Durch die Akquisition neuer Partner sowie neu angebotener Services und unter Berücksichtigung bestehender Partner erwartet die Gesellschaft ein weiterhin deutliches Wachstum, sowohl hinsichtlich der Assets under Administration als auch der Erträge. Angestrebt werden dabei in Summe Assets under Administration > 10 Mrd. EUR per Ende 2021 sowie eine Verdopplung der Erträge im Vergleich zu 2020. Unsicherheiten wird im Rahmen einer engen laufenden Abstimmung mit den Gesellschaftern und einer regelmäßigen Aktualisierung der Prognose Rechnung getragen. Durch den weiteren deutlichen Ausbau des Teams wird auch für das Jahr 2021 mit einem deutlichen Anstieg der Personalaufwendungen und damit deutlich höheren Verwaltungsaufwendungen geplant, sodass auch im Geschäftsjahr 2021 die Aufwände die Erträge übersteigen werden. Die Gesellschaft rechnet mit einem Jahresfehlbetrag im höheren einstelligen Millionenbereich, der im Rahmen der Finanzplanung der Gesellschaft abgedeckt ist. BILANZ zum 31. Dezember 2020AKTIVA
PASSIVA
Handelsrecht GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2020 bis 31.12.2020Elinvar GmbHBerlin
Handelsrecht ANHANG zum 31.12.2020Elinvar GmbH, BerlinAngaben zur Bilanz Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden haben jeweils eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Entwicklung des Anlagevermögens 2020 Angaben nach § 34 Abs. 3 RechKredV i.V.m. § 284 Abs. 3 HGB und § 340e Abs. 1 HGB.
Die Sachanlagen bestehen in Höhe von 131.135,00 EUR aus Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Höhe von 7.414,00 EUR aus Mietereinbauten. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus gezahlten Kautionen in Höhe von 120.269,13 EUR (Laufzeit über einem Jahr) und 34.969,81 EUR sind Forderungen aus Umsatzsteuern (Laufzeit bis ein Jahr). Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Die Laufzeiten betragen jeweils unter drei Monaten. Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Dienstleistern und Lieferanten i.H.v. 291.533,98 EUR, Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 136.105,00 EUR und Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von 34.460,96 EUR enthalten. Die Laufzeiten betragen jeweils bis zu drei Monaten. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten andere Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Sie haben alle eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige außerbilanzielle Verpflichtungen in Form der Mietzahlungen für Büroräumlichkeiten:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei den Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften handelt es sich in voller Höhe um zu zahlende Negativzinsen auf täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Einmalgebühren von insg. 1.127.500,00 EUR enthalten, die im Rahmen der individuellen Einrichtung der Plattform durch die Kunden gezahlt wurden. Erläuterung der periodenfremden Erträge Innerhalb der Position sonstige betriebliche Erträge sind insg. 8.767,46 EUR periodenfremde Erträge enthalten, die in Höhe von 4.714,88 EUR aus Auflösungen von zu hohen Rückstellungen (insb. BaFin-Umlage) resultieren. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 20.766,69 EUR enthalten. Die Aufwendungen wurden im Posten andere Verwaltungsaufwendungen erfasst und betreffen im Wesentlichen zu niedrige Rückstellungen für Jahresabschluss und Prüfung mit 7.572,34 EUR sowie für Rechtsberatungskosten mit 8.715,33 EUR. In den Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind neben den dem Personalaufwand in Höhe von 7.864.871,23 EUR (Vorjahr 6.449.484,08 EUR) andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 2.994.639,56 EUR (Vorjahr 2.098.617,92 EUR) enthalten. Diese verteilen sich wie folgt:
Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden neben den Geschäftsführern 97 Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Mit Wirkung zum 01.04.2020 ist Herr Sebastian Böttner zum Geschäftsführer bestellt worden. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte zum 24. April 2020. In diesem Zusammenhang ist Herr Dr. Marco Neuhaus aus der Geschäftsführung ausgetreten. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Nettogesamthonorar beträgt 50.500,00 EUR und gliedert sich wie folgt:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Januar 2021 wurde durch Unterzeichnung der entsprechenden Verträge eine Finanzierungsrunde in Höhe von Mio. EUR 25,0 abgeschlossen, die eine Erhöhung des Stammkapitals der Gesellschaft sowie unkonditionierte Einzahlungen in die Kapitalrücklagen (Agio-Beträge) in zwei Tranchen vorsieht. Neben den Bestandsinvestoren, die sich wieder beteiligten, wurde Tosca Coinvest Nominee S.à r.l. (künftig: TPIF Excalibur Bidco S.à r.l.) als Leadinvestor gewonnen. Die Beteiligung durch Tosca stand unter dem Vorbehalt des Genehmigungsverfahrens gem. § 2c KWG. Die Genehmigung der Aufsichtsbehörden liegt nunmehr vor. In diesem Zusammenhang erfolgte im ersten Halbjahr 2021 eine Erhöhung des gezeichneten Kapitals durch die Bestandsgesellschafter und den neuen Leadingvestor von EUR 46.905 auf EUR 73.004 mit entsprechenden Eintragungen im Handelsregister. Zudem wurden bisher im Zusammenhang mit Kapitalerhöhung in einer ersten Tranche Einzahlungen durch die Gesellschafter in die Kapitalrücklage (Agio-Beträge) in Höhe von insgesamt Mio. EUR 12,8 durch die Gesellschaft abgerufen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt 8.311.519,36 EUR. Der Verlustvortrag aus Vorjahren beträgt 15.332.619,75 EUR. Auf neue Rechnung werden - 23.644.139,11 EUR vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, den 25.06.2021 Christian Bartz, Geschäftsführer Sebastian Böttner, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Elinvar GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Elinvar GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elinvar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 28. Juni 2021 KPMG
AG
Protze, Wirtschaftsprüfer Seiwert, Wirtschaftsprüfer 1. Feststellung Jahresabschluss 2020 Der als Anlage 1 beigefügte Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2020 beendete Geschäftsjahr wird hiermit festgestellt. Der Jahresabschluss weist einen Jahresfehlbetrag aus. 2. Verwendung des Jahresergebnisses Der Jahresfehlbetrag aus dem am 31. Dezember 2020 beendeten Geschäftsjahr wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Berlin, 27. August 2021 |
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