Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
odelo LED GmbHLiquidiert
47475 Kamp-Lintfort, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Muhammet Yildiz seit 8.10.2015 | Geschäftsführer |
Ahmet Bayraktar seit 6.5.2011 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
odelo GmbHStuttgartKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016Inhaltsverzeichnis
Anlage Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 01. Januar 2002 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016Aktivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss(1) Vorbemerkung Die odelo-Gruppe ist als Hersteller von Heck- und Signalleuchten für Premium-Automobilhersteller im deutschen und europäischen Markt positioniert. Sitz der odelo GmbH ist in Stuttgart. Die odelo GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 265115 eingetragen. Die odelo GmbH stellt als Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im Berichtsjahr erstmals unter Anwendung der Neuregelungen des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 17. Juli 2015 aufgestellt. Durch das BilRUG ist die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB geändert worden. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit werden die Vorjahresbeträge entsprechend angepasst. Nachfolgend sind für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Vorjahresvergleichszahlen angegeben, bei denen sich wesentliche Abweichungen ergeben.
Aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 7.438 wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit im Vorjahr aus dem Posten "Werkzeuge, Betriebsmittel und Entwicklung" in den Posten "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" umgegliedert. Im Geschäftsjahr werden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 423 (Vj. TEUR 482) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erstmals mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis noch unter dem Posten "sonstige Vermögensgegenstände". Die Vorjahreszahlen beider Posten werden wegen der besseren Vergleichbarkeit entsprechend angepasst. Der Fortbestand des Konzerns ist von der weiteren finanziellen Unterstützung oder der Stellung von Sicherheiten durch die Gesellschafterin der odelo GmbH bzw. dieser nahestehenden Personen abhängig. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bestehen keine Hinweise, dass diese Unterstützung nicht gewährt wird. Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt demnach unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember eines jeden Jahres. Die folgenden Tochtergesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse gemäß §§ 264 ff. HGB befreit:
(2) Konsolidierungskreis Nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 HGB wurden folgende Tochterunternehmen (jeweils 100% Anteilsbesitz) auf Grundlage der Vollkonsolidierung (§ 301 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen:
Das bisher auf Grundlage der Vollkonsolidierung einbezogene Tochterunternehmen odelo Ersatzteile GmbH, Stuttgart, wurde im Geschäftsjahr auf die odelo GmbH verschmolzen. (3) Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierungen bis zum 31. Dezember 2009 erfolgen nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB a.F. durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem bilanzierten Eigenkapital der Tochterunternehmen. Für Erwerbe nach dem 31. Dezember 2009 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode grundsätzlich durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögensgegenständen und Schulden. Als Grundlage wurde bis zum 31. Dezember 2009 jeweils der Wertansatz zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss herangezogen, nach dem 31. Dezember 2009 erfolgt die erstmalige Einbeziehung grundsätzlich zum Zeitpunkt des Kontrollerwerbs. Erwerbe nach dem 31. Dezember 2009 sind bisher nicht erfolgt. Die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung der odelo LED GmbH in Höhe von TEUR 14.849 und der odelo Slovenija d.o.o. in Höhe von TEUR 1.384 wurden als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt und über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von acht Jahren abgeschrieben (§ 309 Abs. 2 HBG). Die Nutzungsdauer orientiert sich an der durchschnittlichen Seriendauer der Fahrzeugbaureihen einschließlich Facelifting. Die aktiven Unterschiedsbeträge sind vollständig abgeschrieben. Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden passiven Unterschiedsbeträge der odelo Deutschland GmbH (TEUR 1.534) und der im Geschäftsjahr auf die odelo GmbH verschmolzenen odelo Ersatzteile GmbH (TEUR 1.058) wurden ihrem Charakter als erwartete Verluste entsprechend mit den jeweiligen Jahresfehlbeträgen verrechnet. Die Verrechnung erfolgte in den Jahren vor dem 1. Januar 2010 in voller Höhe. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden gegenseitig verrechnet; auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen im Vorratsvermögen wurde aufgrund ihrer untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet. (4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (einschließlich Währungsumrechnung) Die Abschlüsse der odelo GmbH und der Tochtergesellschaften werden zum Zwecke der Konsolidierung nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden bei immateriellen Vermögensgegenständen und beim übrigen Sachanlagevermögen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Von der odelo-Gruppe zur eigenen Nutzung erbrachte Entwicklungsleistungen werden unter dem Posten "selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" aktiviert. Die Bewertung erfolgt gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Die Abschreibung erfolgt über den Lebenszyklus des jeweiligen Produktes, in der Regel zwischen drei und fünf Jahre. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt TEUR 7.086, hiervon entfallen TEUR 6.262 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Werkzeuge, die im Eigentum der odelo GmbH und ihren Tochtergesellschaften verbleiben, werden innerhalb des Sachanlagevermögens unter der Position "Werkzeuge" ausgewiesen. Sie werden über den jeweiligen Produktlebenszyklus des dazugehörigen Teils, in der Regel zwischen drei und fünf Jahre, abgeschrieben. Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In letztere werden Material- und Fertigungseinzel- sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Auf Bestandsrisiken bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie Waren auf Grund von Gängigkeit wurden Abwertungen in ausreichendem Umfang vorgenommen. Niedrigere Wiederbeschaffungskosten werden beachtet. Zur Veräußerung bestimmte Werkzeuge, Betriebsmittel im Bau sowie kundenspezifische Entwicklungsleistungen für noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte werden unter der Position "Werkzeuge, Betriebsmittel und Entwicklung" ausgewiesen. Nach vollständiger Leistungserbringung, die mit dem Anlauf der Serienproduktion angenommen wird, erfolgt die Erlösrealisierung für die Werkzeuge. Die Erlösrealisierung bei den Betriebsmitteln erfolgt mit ihrer Veräußerung. Etwaige Abrechnungsrisiken werden durch Wertberichtigungen des Umlaufvermögens bzw. durch Rückstellungen abgedeckt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist ausgehend von den Erfahrungen der Vergangenheit durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Die Umrechnung der liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) in Fremdwährung erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern gemäß § 274 i.V.m. § 298 HGB, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Für ausländische Steuern kam ein Steuersatz von 17% zur Anwendung. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein Überhang der aktiven latenten Steuern, die in Nichtausübung des Aktivierungswahlrechts nicht aktiviert werden. Aktive Steuerlatenzen beruhen im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen und steuerlichen Verlustvorträgen. Latente Steuern gemäß § 306 HGB sind als "aktive latente Steuern" in Höhe von TEUR 349 aktivisch abgegrenzt (Vj. TEUR 467). Die Steuerlatenzen resultieren aus Zwischengewinneliminierungen im Anlagevermögen. Der Steuerberechnung liegt ein Steuersatz von vereinfachend 30% zugrunde. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen sind vollständig mit den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten modifizierten Teilwerten auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 4,01%, sowie unter Anwendung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank für Monat Dezember 2016 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es wurde ein Gehaltstrend von 2,5% p.a. zugrunde gelegt sowie eine jährliche Rentenanpassung von 1,0 % in die Berechnung mit einbezogen. Das Wahlrecht, den bei erstmaliger Anwendung des BilMoG entstandenen Mehraufwand auf 15 Jahre zu verteilen, wurde ausgeübt. Zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sind entsprechende Mittel in Rückdeckungsversicherungen angelegt. Die Rückdeckungsversicherungen sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der sich im vorliegenden Fall ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter dem Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfasst. Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste in ausreichendem Umfang berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Altersteilzeit werden entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer ermittelten durchschnittlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem entsprechenden Zinssatz abgezinst (1,97%). Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung angelegt. Die Rückdeckungsversicherung ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der sich im vorliegenden Fall ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den sonstigen Rückstellungen erfasst. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei den Forderungen mit dem Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Briefkurs am Bilanzstichtag zur Berücksichtigung von Verlusten. Kurzfristige Forderungen in fremder Währung werden zum Stichtagskurs bewertet. Bei den Verbindlichkeiten erfolgt die Umrechnung mit dem Anschaffungskurs oder dem höheren Geldkurs am Abschlussstichtag zur Berücksichtigung von Verlusten. Kurzfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Stichtagskurs bewertet. Die Bilanzen und die Gewinn- und Verlustrechnungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, wurden in Euro aufgestellt. Die Funktionskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich aus der Kostenstellenrechnung. Die nach funktional gruppierten Kostenstellen erfassten Aufwendungen werden dementsprechend in die jeweilige Position nach Umsatzkostenverfahren klassifiziert. II. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz(1) Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände im Geschäftsjahr 2016 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Konzern-Anlagenspiegel). (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 100 (Vj. TEUR 55) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (3) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst neben den Kassenbeständen (TEUR 9, Vj. TEUR 8) die bestehenden Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 6.850, Vj. TEUR 8.527). (4) Eigenkapital Die Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals wird im Konzerneigenkapitalspiegel gesondert dargestellt. (5) Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Der Sonderposten umfasst Investitionszuschüsse der Tochtergesellschaften odelo LED GmbH und odelo Slovenija d.o.o. in Höhe von TEUR 1.651 (Vj. TEUR 1.950). Die Konzerngesellschaft odelo Slovenija d.o.o. hat hierfür Maschinen zur Sicherheit in Zusammenhang mit einer Bankbürgschaft für erhaltene Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 208 übereignet. (6) Rückstellungen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 480 (zugleich fortgeführte Anschaffungskosten und beizulegende Zeitwerte) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag dieser Verpflichtungen nach Saldierung beträgt damit TEUR 879. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich, Rückstellungen für Gewährleistungen sowie Rückstellungen für Restrukturierung. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB n.F. zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen bei Anwendung des sieben- und des zehnjährigen Zinsermittlungszeitraums beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.612. Aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ist zum 1. Januar 2010 eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erforderlich. Diese beträgt insgesamt TEUR 4.333. Im Geschäftsjahr wird ein Betrag in Höhe von TEUR 289 (=1/15) zugeführt. Die nicht gebildete Rückstellung beträgt TEUR 2.311. Von den Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von TEUR 1.796 wurden TEUR 791 (zugleich fortgeführte Anschaffungskosten und beizulegende Zeitwerte) mit Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen) verrechnet. Der Erfüllungsbetrag dieser Verpflichtungen nach Saldierung beträgt damit TEUR 1.005. (7) Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst:
Die Konzerngesellschaft odelo Slovenija d.o.o. hat Maschinen und Werkzeuge zur Sicherheit für Bankdarlehen in Höhe von TEUR 2.372 übereignet. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. (8) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Konzern hat diverse Miet- und Leasingverträge für Maschinen, Kraftfahrzeuge, Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Bei den Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um die bis zum frühest möglichen Vertragsende fälligen Beträge. Die Leasinggeschäfte führen zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation und zur Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den höheren Refinanzierungskosten. III. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung(1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Konzerns, die sich im Geschäftsjahr auf TEUR 170.247 (Vj. TEUR 181.099) belaufen, werden gemäß § 314 Nr. 3 HGB wie folgt aufgegliedert: Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten: Die Umsatzerlöse fallen in Höhe von TEUR 168.377 (Vj. TEUR 176.859) in Europa an, TEUR 1.459 (Vj. TEUR 2.537) entfallen auf Asien und Ozeanien, TEUR 411 (Vj. TEUR 1.690) auf Nordamerika und TEUR 0 (Vj. TEUR 13) auf sonstige Regionen. Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
(2) Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträgen beinhalten Erträge aus Währungsgewinnen in Höhe von TEUR 5 (Vj: TEUR 3). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.098 und Gewinne aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 44. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 99 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 102) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB (Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen aufgrund der Umbewertung nach den Bestimmungen des BilMoG zum 01.01.2010) in Höhe von TEUR 289 (Vj: TEUR 289). (3) Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.043 (Vj. TEUR 1.131) enthalten. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Vermögenserträge aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 19) mit korrespondierenden Zinsaufwendungen verrechnet. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 269 (Vj. TEUR 319). (4) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus der Auflösung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 119 (Vj. TEUR 138) enthalten. IV. Sonstige Angaben(1) Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt: Produktion: 942 Vertrieb, Entwicklung und Verwaltung: 179 Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 1.121. Der Personalaufwand für Löhne und Gehälter des Geschäftsjahres beträgt TEUR 46.807 (Vj. TEUR 49.468), der Aufwand für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung beträgt TEUR 6.474 (Vj. TEUR 6.617), davon für Altersvorsorge und Unterstützung TEUR 803 (Vj. TEUR 440). (2) Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers schlüsselt sich wie folgt auf:
Stuttgart, den 31.05.2017 gez. Ahmet Bayraktar gez. Muhammet Yildiz Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis 31.12.2016
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2016
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1. Die odelo-Gruppe Die odelo-Gruppe entwickelt und produziert komplexe Rückleuchtensysteme, LEDs und elektronische Komponenten. Der Kundenkreis umfasst im Wesentlichen die deutschen Premium-Fahrzeughersteller. Die Konzerngesellschaften sind an den Standorten Stuttgart, Geislingen, Kamp-Lintfort und Prebold (Slowenien) vertreten. Der odelo-Konzern mit der Muttergesellschaft odelo GmbH selbst ist im Zeitraum 2006 - 2007 aus der wirtschaftlichen Trennung der beiden Schefenacker-Geschäftsfelder Heckleuchten und Rückspiegel entstanden. 2. Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft betrug im Jahr 2016 rund 2,3%, wobei die Entwicklung der einzelnen Volkswirtschaften regional sehr unterschiedlich ausfiel. Während in einigen Schwellenländern, wie Russland und Brasilien, die konjunkturelle Entwicklung zurückging, erreichte China mit einem BIP-Zuwachs von 6,7% weiterhin ein robustes Wachstum. Auch der Konjunkturverlauf in den USA war mit 1,6 % positiv und erreichte damit aber nicht das Niveau des Vorjahres von 2,4%. Die Euro-Zone konnte ein moderates Wirtschaftswachstum von 1,7% und damit geringfügig mehr als im Vorjahr verzeichnen. Die Konjunkturdynamik lag in Deutschland mit einer Wachstumsrate von 1,9% leicht über dem Niveau des Vorjahres aus. Die EU-Länder wie Spanien, Portugal und Irland zeigen ebenfalls positive Wirtschaftszuwächse. Die wirtschaftliche Entwicklung in den großen EU-Volkswirtschaften Frankreich (+1,3% zum Vorjahr) und Italien (+0,9% gegenüber 2015) verliefen positiv gegenüber dem Vorjahr. Auch im Jahr 2016 entwickelten sich die globalen PKW-Märkte mit einem Absatzplus von rund 6,8% wieder deutlich positiv. Die Wachstumstreiber dieser Entwicklung waren Europa, hier wurde wieder seit Langem nach Anzahl der Auslieferungen die 17-Millionen Marke geknackt, und China mit 17,8 %. Der US-Absatz wuchs um 0,4 %. Die BRIC-Märkte Brasilien und Russland entwickelten sich weiter negativ, während hingegen Indien ein Absatzplus von 7,0 % verbuchte. In Westeuropa konnte der gesamte Automobilmarkt ein Absatzplus von 6% erzielen. Wachstumsimpulse kamen aus Deutschland und Frankreich mit jeweils einem Absatzplus von 5% sowie Italien (+16%) und Spanien (+11%). Trotz der wachsenden Automobilproduktion hat der Umsatz der deutschen Automobilindustrie im Berichtszeitraum stagniert. II. Wirtschaftsbericht1. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Vermögenslage Die Bilanzsumme (einschließlich nicht durch Eigenkapital gedecktem Fehlbetrag) beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 auf 142,0 Mio. EUR (Vj. 135,9 Mio. EUR). Das Anlagevermögen beträgt 71,8 Mio. EUR (Vj. 66,4 Mio. EUR) bzw. 51% (Vj. 49%) der Bilanzsumme. Hiervon entfallen 15,2 Mio. EUR (Vj. 13,0 Mio. EUR) auf selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und 56,4 Mio. EUR (Vj. 53,1 Mio. EUR) auf Sachanlagen. Mit 24,6 Mio. EUR (Vj. 27,4 Mio. EUR) entfallen auf die Vorräte 17% (Vj. 20%) der Bilanzsumme. Die Verminderung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Verminderung der geleisteten Anzahlungen in Höhe von 3,5 Mio. EUR zurück zu führen. Die Summe der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beläuft sich auf 21,6 Mio. EUR (Vj. 15,1 Mio. EUR) oder 15% (Vj. 11%) der Bilanzsumme. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag 6,9 Mio. EUR (Vj. 8,5 Mio. EUR), entsprechend 5% (Vj. 6%) der Bilanzsumme. Der Jahresüberschuss in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vj. 4,0 Mio. EUR) hat zu einer Reduzierung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags von 17,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 16,4 Mio. EUR zum Bilanzstichtag geführt. Die Rückstellungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr von 38,9 Mio. EUR auf 34,9 Mio. EUR und umfassen damit 25% (Vj. 29%) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um 9,0 Mio. EUR auf 103,2 Mio. EUR (Vj. 94,2 Mio. EUR) gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 26,2 Mio. EUR auf 75,5 Mio. EUR sowie durch einen Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um 11,7 Mio. EUR bedingt. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von 14,6 Mio. EUR im Vorjahr um 7,2 Mio. EUR auf 7,4 Mio. EUR zum Bilanzstichtag gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Abschlussstichtag 17,9 Mio. EUR (Vj. 16,1 Mio. EUR). Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme beläuft sich damit auf 73% (Vj. 69%). Ertragslage Die Anwendung der BilRUG-Rechnungslegungsvorschriften führte in der Gewinn- und Verlustrechnung zu Umgliederungen von Erträgen und Aufwendungen. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. Im Einzelnen wird auf die Erläuterung im Anhang verwiesen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 170,2 Mio. EUR (Vj. 181,1 Mio. EUR) erzielt, die dabei zu 84% mit Fahrzeugteilen, zu 13% mit Werkzeugen und Betriebsmitteln und zu 3% mit Erlösen von Entwicklungsleistungen erwirtschaftet wurden. 99% des Umsatzes entfallen dabei auf Europa und 1% auf Drittland. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen belaufen sich auf 155,4 Mio. EUR (Vj. 154,4 Mio. EUR), wodurch ein Bruttoergebnis vom Umsatz von 14,9 Mio. EUR (Vj. 26,7 Mio. EUR) erzielt wird. Das Ergebnis nach Ertragssteuern beträgt 1,0 Mio. EUR (Vj. 4,0 Mio. EUR) und beinhaltet insbesondere Vertriebskosten in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vj. 6,0 Mio. EUR), Forschungs- und Entwicklungskosten von 0,8 Mio. EUR (Vj. 1,7 Mio. EUR), allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von 8,1 Mio. EUR (Vj. 9,6 Mio. EUR), sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vj. 5,6 Mio. EUR) sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 3,3 Mio. EUR (Vj. 3,4 Mio. EUR). Demgegenüber stehen sonstige betriebliche Erträge von 5,2 Mio. EUR (Vj. 4,4 Mio. EUR). Der Konzernjahresüberschuss beträgt 1,0 Mio. EUR (Vj. Jahresüberschuss von 4,0 Mio. EUR). Finanzlage Die Finanzlage ist geordnet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf 6,9 Mio. EUR (Vj. 8,5 Mio. EUR). Im Berichtszeitraum standen der odelo-Gruppe ausreichende liquide Mittel und freie Kreditlinien zur Verfügung. Der Geschäftsverlauf entspricht damit der Erwartungshaltung der Geschäftsführung der Muttergesellschaft. 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden insbesondere die Größen Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) und Anzahl der Mitarbeiter herangezogen. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 170,2 Mio. EUR und haben sich zum Vorjahr um 10,9 Mio. EUR verringert. Das EBIT beläuft sich im laufenden Geschäftsjahr 2016 auf 4,8 Mio. EUR gegenüber 8,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter ist von 1.229 im Jahr 2015 auf 1.121 im Geschäftsjahr 2016 gesunken. Die Leistungsindikatoren werden laufend überwacht, um bei Abweichungen entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. 3. Restrukturierung Das im Juni 2013 für die deutschen Konzerngesellschaften beschlossene Restrukturierungskonzept wurde im Berichtsjahr nahezu vollständig abgeschlossen. Im Berichtsjahr erfolgte der Beschluss zur Schließung der Tochtergesellschaft odelo LED GmbH zum 30. September 2017. Die Geschäftstätigkeit der odelo LED GmbH wird vollständig eingestellt. 4. Produktion und Beschaffung Die Aktivitäten der odelo GmbH erstrecken sich im Wesentlichen auf die Erbringung kundenbezogener Entwicklungsleistungen, den Musterbau, den Vertrieb sowie Aktivitäten in der Lieferantenentwicklung. Die Produktionswerke, insbesondere die odelo Deutschland GmbH und die odelo Slovenija d.o.o., haben in 2016 die bereits laufenden Aktivitäten zu TPM (Total productive maintenance) weitergeführt sowie die Funktionen zur Unterstützung von Neuanläufen erweitert. Am Standort Geislingen erfolgte im Wesentlichen die Serienproduktion von Leuchten für Mercedes-Benz (R231, W251 fl), BMW, Rolls Royce und Bentley. Am slowenischen Standort Prebold wurden unter anderem Leuchten für Porsche (Panamera fl), DMW (F32/33, F34), Mercedes-Benz Cars (W176, W246, X204 fl, W212 fl, C207 fl, W222, hochgesetzte Bremsleuchten W204), Audi (C7 Coupé, A8, A6 Avant) und VW (Passat) hergestellt. Ein Neuanlauf erfolgte für das Programm BMW G3X, Mercedes-Benz S213, Audi A5. 5. Personalbereich Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 1.121, welche sich aus 942 Mitarbeitern in der Produktion und 179 Mitarbeitern in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zusammensetzen. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung in 2016 zur Ermittlung des Organisationsklimas und der Mitarbeiterzufriedenheit haben sich gegenüber dem Vorjahr in allen Gesellschaften weiter positiv entwickelt: insbesondere die Bereiche Entwicklungsmöglichkeiten, Kundenorientierung, interne Kommunikation und Informationsfluss sowie Qualifikation und Weiterbildung wurden von den Mitarbeitern besser als in 2015 bewertet. Dazu beigetragen haben auch die zunehmenden sozialen Aktivitäten in den einzelnen odelo-Gesellschaften, die z.B. Gesundheitstage und gemeinsame Sommer- und Weihnachtsfeste beinhalten. Im Rahmen der Optimierung des Personalbeschaffungsprozesses der deutschen Gesellschaften wurde die Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen fortgeführt. Diese schließt Dozententätigkeiten von odelo-Mitarbeitern an der Hochschule und gemeinsame Veranstaltungen, z.B. den "odelo i-Tag" im Rahmen des Automobilsommers 2014 der HfWU mit ein. 6. Qualität Wir verfolgen einen integrativen Qualitätsansatz und setzen unseren Qualitätsanspruch sowohl in den Produkten als auch in unseren Prozessen um. Nur so sichern wir die Zufriedenheit unserer Kunden und somit unseren wirtschaftlichen Erfolg. Hervorragende Qualität bildet nach unserer Auffassung eine elementare Voraussetzung für die Entscheidungen unserer Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner. Neben effizienten Systemen verlangt dieser hohe Qualitätsanspruch nach Mitarbeitern, die in der Lage sind, mögliche Fehlerquellen zu erkennen, die Fehler gar nicht erst entstehen zu lassen und sie gegebenenfalls selbständig zu korrigieren. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, werden die Standorte von unserem zentralen Qualitätsmanagement bei der Implementierung und Umsetzung der gemeinsamen Qualitätsstandards laufend unterstützt. Auch im laufenden Geschäftsjahr haben die odelo GmbH und ihre Tochtergesellschaften die in der Automobilindustrie üblichen Zertifizierungen (z.B. ISO/TS 16949, ISO 9001, CCC-Audits etc.) erfolgreich bestanden. Bei den Gesellschaften odelo Deutschland GmbH und odelo Slovenija d.o.o. wurden außerdem Umweltaudits nach ISO 14001 und Zertifizierungen nach ISO 50001 Energiemanagement durchgeführt. 7. Finanzmanagement Das Finanzmanagement der odelo GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wird zentral bei der odelo GmbH durchgeführt. Die Finanzierung der odelo-Gruppe erfolgt zum gegenwärtigen Zeitpunkt im Wesentlichen aus Fremdfinanzierungen in Form von Bankkrediten. Die Fremdfinanzierungen erfolgen teilweise unter Mitverpflichtung von der Gesellschafterin der odelo GmbH nahestehenden Personen. Die odelo GmbH hat grundsätzlich einen langfristig ausgerichteten Finanzierungshorizont, der auch bei konjunkturellen Schwankungen die Liquidität jederzeit sicherstellt. III. EntwicklungsberichtFür projektunabhängige Entwicklungen wurden im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 0,8 Mio. EUR (Vj. 1,7 Mio.) aufgewendet. Dabei wurde unter anderem für folgende Entwicklungsprojekte im Geschäftsjahr 2016 Entwicklungsleistungen erbracht: Mercedes S213, Mercedes W205, Mercedes W222 Mopf, Mercedes C238, Mercedes X253, Mercedes N293, Mercedes V/Z 177, Audi A5, Audi C8, Audi Q3, BMW F32 LCI, BMW F34 LCI, BMW G30/G31/G32, F32, F34, F40, F44, F82, G32OLED, VW Touareg. IV. Chancen- und RisikoberichtAls im Wesentlichen europaweit agierendes Unternehmen sind die odelo GmbH und ihre Tochtergesellschaften mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert. Gleichzeitig ergeben sich Chancen durch geänderte Rahmenbedingungen, die der Konzern zur Verbesserung seiner Wettbewerbssituation zu antizipieren versucht. Unternehmerische Risiken werden nur dann bewusst eingegangen, wenn dadurch der Unternehmenswert gesteigert werden kann und ihre möglichen Auswirkungen beherrschbar bleiben. Risikomanagement System Die odelo GmbH hat ein Risikomanagement-System eingerichtet, damit finanzielle Risiken rechtzeitig durch Frühwarnindikatoren erkannt werden und entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen möglich sind. Im Rahmen des monatlichen Reportings werden alle finanziellen Steuerungskennzahlen nicht nur im Vergleich zum Plan und Vorjahr für die aktuelle Periode berichtet. Eine monatliche Vorschau für die kommenden drei Monate dient der verbesserten Steuerung und Abwendung von sich abzeichnenden Risiken und ergänzt die quartalsweise Vorschau für das ganze Jahr. Beide Vorschauinstrumente werden jeweils auf Ebene einzelner Gesellschaften und auf Gruppenebene erstellt. Darüber hinaus werden die im Rahmen des monatlichen Reportings berichteten Kennzahlen durch das zentrale Controlling der odelo GmbH weiter analysiert, um Ursachen möglicher Risiken frühzeitig zu erkennen. Es ist ein zentrales Element des geschäftlichen Planungs- und Prüfungszyklus sowie integraler Bestandteil der Strategieentwicklung. Die Geschäftsleitung der odelo GmbH steht im engen Austausch mit den Tochtergesellschaften und wird von den Geschäftsführern und Werksleitern kontinuierlich über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen können. Nachfolgende beachtenswerte Risiken wurden dabei identifiziert und betrachtet: Risiken im Zusammenhang mit Konjunktur, Branche, Marktstellung Die odelo-Gruppe ist wie alle Automobilzulieferer in hohem Umfang abhängig von der Entwicklung der Automobilbranche. Die Automobilhersteller stehen unter einem hohen Innovations- und Preisdruck, den sie an die Zulieferer weitergeben. Diese Situation veranlasst die odelo-Gruppe, die Herstellungs- und Bezugskosten weiter zu senken. Zudem ist es für die odelo-Gruppe entscheidend, im Leuchtenmarkt einen hohen Marktanteil zu haben oder zumindest ihre Marktposition zu erhalten. Dafür sind weitere Aufträge der Automobilhersteller nötig, um auslaufende Serien durch neue zu ersetzen. Im Geschäftsjahr 2016 konnten Großaufträge für neue Serien gewonnen werden. Produktrisiken Da die Automobilhersteller von den Zulieferern die Übernahme von Gewährleistungsrisiken verlangen, können insbesondere bei hohen Produktionsvolumina Gewährleistungsfälle erhebliche Kosten verursachen. Aus diesem Grund hat das Qualitätsmanagement bei der odelo-Gruppe eine zentrale Bedeutung. Das Qualitätsmanagement handelt vorausschauend und basiert auf dem Gedanken der kontinuierlichen Verbesserung (KAIZEN). Risiken aus Produkt-Neuanläufen Produktionsanläufe von neuen Produkten können potentiell hohe Qualitätsrisiken beinhalten, die sich dadurch ergeben, dass Kunststoffe im Spritzgussprozess sowie im weiterverarbeitenden Fügeprozess dekorative Mängel aufweisen können wie beispielsweise Fließlinien, Einfallstellen, matte Stellen oder Absplitterungen aus dem Schweißprozess, die als Fremdkörper in der Leuchte erkannt werden können. Diese werden üblicher Weise vom Kunden beanstandet und können hohe Nachbearbeitungskosten, Qualitätssicherungskosten sowie Werkzeugänderungskosten nach sich ziehen. Auch können funktionale Fehlfunktionen auftreten, zu denen etwa maßliche Abweichungen oder elektrische Fehler zählen, die im Vorfeld der Produkt- und Prozessentwicklung nicht erkennbar waren. Fehler können häufig verursacht werden durch späte Änderungen am Produkt durch Kundenwünsche oder durch konstruktive Modifikationen, die von odelo zu verantworten sind. Es kommt vor allem dann zu Fehlern, wenn die Änderungen aufgrund des Zeitmangels nicht adäquat abgesichert werden konnten. Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie übrige Verbindlichkeiten. Die odelo-Gruppe verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Zinsänderungsrisiken bestehen bei variabel verzinslichen Bankdarlehen und bei Anschlussfinanzierungen für auslaufende Bankdarlehen bei steigendem Zinsniveau. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken wird ein rollierender Finanzplan geführt. Die für die Durchführung der Investitionen und zur Sicherung der Liquidität erforderlichen finanziellen Mittel werden gegenwärtig im Wesentlichen durch Darlehen von Kreditinstituten bereitgestellt. Die Darlehen sind teilweise durch eine Mitverpflichtung von der Gesellschafterin der odelo GmbH nahestenden Personen unterlegt. Insbesondere aufgrund von anstehenden Investitionen benötigt die odelo-Gruppe auch in 2017 zusätzliche Liquidität. Die Unternehmensfortführung ist mithin von der Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel bzw. durch Stellung weiterer Sicherheiten durch die Gesellschafterin der odelo GmbH bzw. zu dieser nahestehenden Personen abhängig. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Gesellschafter die erforderliche Liquidität oder entsprechende Sicherheiten zum Erhalt zusätzlicher Bankdarlehen zu gegebener Zeit zur Verfügung stellen werden und bereits gewährte Darlehen und Sicherheiten aufrecht erhalten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der odelo GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Risiken aus Preisen und Materialkosten Risiken im Bereich der Preise und Materialkosten ergeben sich hauptsächlich dadurch, dass die hohen Rohstoffpreise und eventuelle Rohstoffpreissteigerungen nicht generell an die Kunden weitergegeben werden können. Gleichzeitig geben die Automobilhersteller ihren Preisdruck aufgrund ihrer Marktmacht an die Zulieferer weiter. Aus heutiger Sicht betrachten wir die vorstehend beschriebenen Risiken als beherrschbar. Dies sind jedoch nicht die einzigen Risiken, denen die odelo-Gruppe ausgesetzt ist. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als weniger signifikant eingeschätzt werden, könnten sich ebenfalls nachteilig auf die odelo-Gruppe auswirken. Wesentliche Chancen Chancen können sich aus einer positiveren weltweiten Konjunkturentwicklung ergeben. Insbesondere bei einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in den Ländern der Eurozone gehen wir davon aus, dass sich dies positiv auf die Nachfrage nach Fahrzeugen niederschlagen würde. Auch eine Fortführung des Trends zum weiteren Ausbau der Marktanteile unserer Hauptkunden könnte zu höheren Umsätzen führen, als von uns geplant. Aus neuen technologischen Entwicklungen können sich ebenfalls Chancen ergeben. Zum einen hält die Verdrängung von Glühlampen aus den Rückleuchten Systemen durch die LED-Technologie weiterhin an, zum anderen wird der Einsatz von neuartigen Lichtquellen, z. Bsp.: organische Leuchtdiode (OLED), die Wertigkeit von Heckleuchten weiter erhöhen und somit zusätzliche Umsatz- und Ertragspotentiale bieten. V. PrognoseberichtIm Konzern rechnen wir gemäß unserer Mittelfristplanung aufgrund der Projektneuanläufe für 2017 mit Umsatzsteigerungen auf ein Niveau von rd. 198 Mio. EUR (Ist 2016: 170,2 Mio. EUR) und mit einem EBIT von rd. 13 Mio. EUR (Ist 2016: 4,8 Mio. EUR). Ab 2018 planen wir aufgrund von Projektneuanläufen mit Umsatzsteigerungen auf ein das Geschäftsjahr 2017 übersteigendes Niveau. Wir gehen für 2017 von einer im Wesentlichen unveränderten durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Vergleich zu 2016 aus. Der Geschäftsverlauf in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2017 hat sich erwartungsgemäß entwickelt. Wir weisen abschließend darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von unseren Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
Stuttgart, 31.05.2017 gez. Ahmet Bayraktar gez. Muhammet Yildiz Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der odelo GmbH, Stuttgart, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns so wie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern abschluss und Konzernlagebericht über wiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zu treffen des Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens im Konzernlagebericht hin. Dort ist im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" ausgeführt, dass der Fortbestand der odelo-Gruppe mithin von der Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel bzw. der Stellung weiterer Sicherheiten durch die Gesellschafterin der odelo GmbH bzw. zu dieser nahestehenden Personen abhängig ist.
Reutlingen, den 31. Mai 2017 RWT
Horwath GmbH
gez. Michael Jetter, Wirtschaftsprüfer gez. Frank Stäudle, Wirtschaftsprüfer |
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