Genius Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Till Dr. Vogels seit 16.10.2024 | Geschäftsführer |
Marlena Lammert seit 2.8.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
syskomp gehmeyr GmbHAmberg,Jahresabschluss zum 30. Juni 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23SYSKOMP GEHMEYR GMBH, AMBERGDarstellung der Geschäftstätigkeit Die syskomp gehmeyr GmbH handelt mit technischen Artikeln und Komponenten für den Maschinen- und Anlagebau sowie für die allgemeine Industrie. Unsere Angebotspalette umfasst Aluprofilsysteme, Arbeitsplätze, Transportsysteme, Bandförderer und Materiallogistik. Zu unseren Kernkompetenzen zählen: innovative Applikationen und Systeme für die verschiedenen Produktionsarten, Materialfluss und -logistik. Daneben werden auch Werkzeuge, unter anderem auch für die Industrie, vertrieben. Der Geschäftsbereich emico bietet ein Sortiment aus Norm- und Standardteilen sowie Verbindungselemente aus Kunststoff und Metall. Hauptsitz der syskomp gehmeyr GmbH ist Amberg i. d. Oberpfalz. Weitere Betriebsstätten unterhält die Gesellschaft in Regensburg und Cavaion Veronese, Italien. Wirtschaftliches Umfeld und Entwicklung der Märkte Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die weltwirtschaftliche Entwicklung blieb in der zweiten Jahreshälfte 2022 gedämpft. Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und die hohe Inflation prägten weiterhin große Teile der Weltwirtschaft. Obwohl die Lieferkettenengpässe zurückgingen und die Energiepreise gegen Ende des Jahres 2022 insbesondere im Euro-Raum, den USA und Lateinamerika gesunken waren, betrug das globale Wirtschaftswachstum 2022 im Vergleich zum Vorjahr nur 2,9 %. Die Abkühlung der Weltkonjunktur hatte auch Auswirkungen auf die Industriekonjunktur. In der Euro-Zone hat sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr 2022 ebenfalls abgekühlt und stagnierte insgesamt im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal. Im Frühjahr 2023 stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung in der Europäischen Union (EU) insgesamt und auch in Deutschland. In den anderen großen EU-Mitgliedstaaten zeigte sich ein differenziertes Bild: In Frankreich (+0,5 %) und Spanien (+0,4 %) stieg das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 2. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal im europäischen Vergleich mit am deutlichsten. Dagegen nahm die Wirtschaftsleistung in Italien um 0,3 % ab. Im Vorjahresvergleich lag Deutschland mit -0,1 % deutlich unterhalb der Entwicklung der EU mit +0,5 %. Die US-Wirtschaft blieb Ende 2022 und im ersten Halbjahr 2023 hinter den Erwartungen zurück. Das BIP legte von Oktober bis Dezember 2022 auf das Jahr hochgerechnet um 2,6 % zu; im ersten Quartal 2023 betrug das Wirtschaftswachstum nur noch 1,1 %. Die Entwicklung wurde stark vom bis Anfang 2023 anhaltenden deutlichen Anstieg des privaten Konsums geprägt, während Investitionen aufgrund der Leitzinserhöhungen und der sich dadurch verschlechterten Finanzierungsbedingungen immer teurer wurden. In China wurden Ende des Jahres 2022 die Mobilitätsbeschränkungen, die im Rahmen der früheren Null-Covid-Strategie zum Einsatz kamen, gelockert. Aufgrund der angespannten Lage auf dem Immobilienmarkt, des im Vergleich geringen Einkommenswachstums und dem niedrigen Konsumentenvertrauen stützte die aufgestaute Nachfrage den privaten Konsum nur moderat. In China hat das Wachstum des realen BIP im Jahr 2022 nur rund 3,0 % gegenüber dem Vorjahr betragen. Im ersten Halbjahr 2023 drückte zum einen die schwache globale Konjunktur die Nachfrage nach Waren aus China, zum anderen stütze eine stärkere Binnennachfrage die Wirtschaft. Das BIP Chinas hat insgesamt seit dem ersten Halbjahr 2023 wieder an Dynamik zugenommen. In Deutschland betrug das Wachstum des realen BIP für das Jahr 2022 1,8 %. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen in den ersten drei Quartalen 2022 noch von Nachholeffekten. Im Baugewerbe führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung. Im Verarbeitenden Gewerbe bremsten die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten die Wirtschaftsleistung. Im 4. Quartal 2022 schrumpfte die Gesamtwirtschaft. Im ersten Halbjahr 2023 war das BIP in Deutschland zunächst um 0,3 % rückläufig und stagnierte dann im zweiten Quartal. Auf der Nachfrageseite minderte die hohe Inflation die Kaufkraft der privaten Haushalte, da die realen Haushaltseinkommen rückläufig waren. Die Inflation in Deutschland stieg gemessen am Verbraucherpreisindex im Jahr 2022 auf 6,9 % und erreichte damit den höchsten Stand seit dem Jahr 1974. Die Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank beeinträchtigte vor allem auch die Baukonjunktur aufgrund gestiegener Finanzierungskosten. Während sich der Außenhandelssaldo (Exporte minus Importe) im Jahr 2022 insbesondere aufgrund der stark gestiegenen Preise für die Einfuhr von Energie beinahe halbierte, konnten die deutschen Exporte im ersten Halbjahr 2023 wieder 3,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen, während im gleichen Betrachtungszeitraum die Importe um 4,3 % gesunken sind. Damit war im ersten Halbjahr 2023 der Außenhandelssaldo (EUR +98,7 Mrd.) mehr als doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2022 (EUR +41,8 Mrd.). Der Arbeitsmarkt entwickelte sich in Deutschland seit 2022 wieder positiv. Die Zahl der Erwerbstätigen verzeichnete seit 2022 einen stabilen Aufwärtstrend und erreichte im August 2023 den Stand von 45,8 Mio. (Quellen: Sachverständigenrat: Energie-Krise solidarisch bewältigen, neue Realität gestalten - Jahresgutachten 22/23 Stand 09.11.2022; Statistisches Bundesamt; Schlaglichter der Wirtschaftspolitik - Monatsbericht 03/2023 Konjunktur, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz; KfW-Konjunkturkompass August 2023 Deutschland/Eurozone; eurostat euroindicators 28/2023; IW Auslandsprognose für 2023, Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft; Statistisches Bundesamt; Pressemitteilung vom 25.08.2023, Pressemitteilung vom 25.11.2022, IFO Konjunkturprognose Herbst 2023, ifo Institut; Sachverständigenrat: Aktualisierte Konjunkturprognose 2023 und 2024, Stand: 22.03.2023) Branchenbedingte Rahmenbedingungen Weltweit wurden im Jahr 2022 Maschinen und Anlagen für ca. EUR 3,4 Billionen (+12 % gegenüber 2021) hergestellt. Mit EUR 1.215 Mrd. ist China weiterhin unangefochtene Nummer 1 im Länder-Ranking. Deutschland belegte im Jahr 2022 erneut den dritten Platz - hinter China und den USA - bezogen auf das Umsatzvolumen für Maschinen und Anlagen. Die Produktion im europäischen Maschinenbau nahm gegenüber dem Vorjahreswert um rund 5,0 % zu. Der Auslastungsgrad der technischen Kapazitäten ging leicht zurück und lag im EU-Durchschnitt Ende des Jahres 2022 bei 86,1 %. Im Jahr 2022 wurden aus den Ländern der Europäischen Union (EU-27) Maschinen und Anlagen im Wert von knapp EUR 576 Mrd. exportiert (+10 % gegenüber 2021) und für EUR 419 Mrd. importiert (+15 % gegenüber 2021). Für deutsche Maschinen und Anlagen waren die Auftragseingänge im Jahr 2022 bezogen auf das Vorjahr insgesamt rückläufig und lagen - auch aufgrund der weltweit eingetrübten Geschäftsaussichten und des Ukraine-Krieges - um 4 % unter dem Vorjahresniveau. Dabei gingen sowohl die Bestellungen aus dem Inland als auch aus dem Ausland um 5 % bzw. 4 % zurück. Die Reichweiten der Auftragsbestände lagen jedoch im Schnitt immer noch über 11 Monaten. Das Produktionswachstum der Maschinenindustrie in Deutschland lag im Jahr 2022 mit einem Wachstum von nur 0,8 % unterhalb des Durchschnitts der übrigen EU-Produzenten (5,0 %). Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau weist als arbeitsintensive Industrie vermehrt Personalengpässe auf. Dabei hat die Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachpersonal für diesen Wirtschaftszweig eine hohe Bedeutung. Mit rund 1,2 Mio. Beschäftigten ist der Maschinen- und Anlagenbau weiterhin die beschäftigungsstärkste Industrie in Deutschland. Größte Absatzregion blieb wie auch im vergangenen Jahr Europa. So gingen insgesamt 43,8 % der deutschen Maschinenexporte in EU-Länder. Der Anteil der Lieferungen in EU-Länder war gegenüber dem Vorjahr damit wieder gestiegen. Weiterhin ist die USA mit rund 24,8 % des Exportanteils der wichtigste Einzelmarkt. Frankreich bleibt der wichtigste europäische Partner mit einem Exportanteil von 12,9 %. China hat 18,9 % aller Maschinen-Exporte aus Deutschland nachgefragt. Der Maschinen- und Anlagenbau ist gemessen am Umsatz weiterhin der zweitwichtigste Industriezweig in Deutschland (nach der Automobilindustrie). Dabei konnte die Branche im Jahr 2022 eine Umsatzsteigerung von rund 10 % erreichen. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 war die durchschnittliche Umsatzentwicklung der deutschen Maschinenbauer mit -0,5 % rückläufig. Deutschland ist mit ca. EUR 354 Mrd. im Jahr 2022 weiterhin der weltweit drittgrößte Maschinenproduzent (nach China und den USA). (Quellen: VDMA Maschinenbau in Zahl und Bild 2022; Statistisches Bundesamt) Geschäftsverlauf Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse der syskomp gehmeyr GmbH steigerten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.307 bzw. 13 % auf TEUR 37.361. Mit einem Anteil von 83,5 % wurde der Hauptanteil der Umsatzerlöse im Inland erzielt. 11,0 % des Umsatzes entfallen auf den EU-Raum. Der verbleibende Anteil von 5,5 % wurde mit Kunden außerhalb Europas erwirtschaftet. Ertragslage Bei einer um 13,5 % gestiegenen Gesamtleistung erhöhte sich das Rohergebnis auf TEUR 16.128 (Vorjahr TEUR 14.067). Die Materialaufwendungen stiegen um 12,4 % auf TEUR 21.878, die Personalaufwendungen um TEUR 1.462 auf TEUR 9.415. Die Abschreibungen verringerten sich um TEUR 33 auf TEUR 676, während sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 4.267 auf TEUR 4.965 erhöhten. Es wird ein Betriebsergebnis von TEUR 1.072 (Vorjahr TEUR 1.137) ausgewiesen. Es konnte ein Jahresüberschuss von TEUR 823 (Vorjahr TEUR 800) erzielt werden. Vermögens- und Finanzlage Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem 30. Juni 2022 um TEUR 1.847 auf TEUR 28.466. Ursächlich hierfür waren bei den Aktiva vor allem die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (um TEUR 578), der flüssigen Mittel (um TEUR 836) und der geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (um TEUR 804). Dem standen insbesondere ein um TEUR 179 geringeres Sachanlagevermögen und um TEUR 501 geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen gegenüber. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität und war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage alle fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu bedienen. Aus einem genehmigten KfW-Förderdarlehen für Digitalisierungszwecke wurden weitere TEUR 951 abgerufen, was die Liquidität der Gesellschaft zusätzlich sichert. Auf der Passivseite zeigte sich die Ausweitung der Bilanzsumme insbesondere beim Eigenkapital (Anstieg um TEUR 823) sowie in einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (um TEUR 951) und der Rückstellungen (um TEUR 314). Dem stand ein Rückgang der erhaltenen Anzahlungen (um TEUR 91) und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (um TEUR 76) gegenüber. Das Eigenkapital der syskomp gehmeyr GmbH beträgt TEUR 23.122. Die Eigenkapitalquote liegt bei 81,2 % (Vorjahr 83,8 %). Gesamtbeurteilung Die im Vorjahr erwartete Steigerung der Umsatzerlöse von ca. 10 % für das Wirtschaftsjahr 2022/2023 wurde übertroffen. Das erwartete Jahresergebnis konnte ebenfalls übertroffen werden und beträgt für das Wirtschaftsjahr 2022/2023 TEUR 823 (Vorjahr TEUR 800). Risikobericht Die Entwicklung unseres Geschäfts und der damit verbundenen finanzwirtschaftlichen Ziele hängt neben der konjunkturellen Entwicklung der für uns relevanten Länder und Regionen auch von der technischen Entwicklung ab. Konjunkturelle Risiken für unser Geschäft ergeben sich, wenn positive Impulse aus der Weltwirtschaft und aus den für die syskomp Gruppe relevanten Märkten ausbleiben und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hinter den volkswirtschaftlichen Prognosen zurückbleibt. Der Ausblick zur weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft ist nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet. Zwar zeigen sich die Inflationsraten rückläufig, die Teuerung verbleibt aber absehbar auf einem hohen Niveau und belastet sowohl Investitions- als auch private Konsumausgaben. Es ist unklar, ob und wann die Notenbanken weitere Leitzinserhöhungen vornehmen. Diese könnten zu Instabilitäten im Finanzsektor bzw. zur Schieflage einzelner Banken führen. Auch eine mögliche Zuspitzung der Verschuldungsproblematik insbesondere in einigen Ländern Europas als Folge der Zinspolitik der Notenbanken könnte ein Abrutschen wesentlicher Länder der Eurozone in eine Rezession auslösen. Eine weitere Eskalation des Kriegs in der Ukraine könnte die konjunkturelle Entwicklung insbesondere in Westeuropa stark beeinträchtigen. Auch eine mögliche Verschärfung zahlreicher weiterer geo- oder handelspolitischer Konflikte würde zu starken Verwerfungen der Konjunkturentwicklung führen, etwa eine Eskalation des China-Taiwan-Konflikts. Die Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken erfolgt im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Managementbesprechungen. Auftragseingangsrisiko Absatzbezogene Risiken bestehen - neben konjunkturellen und marktbedingten Nachfragerückgängen - insbesondere in der Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Branchen. Aufgrund der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Situation besteht ein erhöhtes Risiko, dass Kunden Aufträge stornieren oder verschieben. Gleichwohl sind in den zurückliegenden Jahren und auch im vom Krieg in der Ukraine und von einer deutlich gestiegenen Inflationsrate mit ebenfalls empfindlich gestiegenen Leitzinsen geprägten vergangenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Stornierungen oder gravierende Belastungen aus sonstigen Auftragsänderungen aufgetreten. Im Kundenprojektgeschäfts besteht generell eine größere Abhängigkeit von einzelnen Abnehmerbranchen bzw. einzelnen Kunden als im Segment unserer Serienprodukte. Im Segment Handel besteht nur eine geringfügige Abhängigkeit von einzelnen Kunden. Die Präsenz der syskomp Gruppe in verschiedenen Abnehmerbranchen und Kundensegmenten wirkt dabei insgesamt risikomindernd. Daher sind Konzentrationsrisiken für die syskomp gehmeyr GmbH insgesamt weiterhin als gering zu betrachten. Überdies beliefert die syskomp Gruppe Unternehmen aller Größenordnungen. Unter regionalen Gesichtspunkten ist die Geschäftsentwicklung überwiegend an die konjunkturelle Entwicklung im deutschsprachigen Raum gekoppelt. Grundsätzliche Auftragseingangsrisiken sehen wir in konjunkturellen Einflüssen sowie in einer sich danach ausrichtenden Preispolitik des Wettbewerbs. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der Auftragssituation, insbesondere in unserer Sparte Maschinenbau, nicht ausschließen. In den laufenden Besprechungen der Vertriebsabteilung wird die Forecast-Ermittlung ständig aktualisiert und mit den Planungen verglichen. Dies ermöglicht uns, frühzeitig mit geeigneten Maßnahmen auf negative Trends zu reagieren. Risiken aus dem Kundenprojektgeschäft Im Kundenprojektgeschäft können sich Risiken aus zeitlichen Abweichungen gegenüber einem ursprünglich mit dem Kunden vereinbarten Zeitplan ergeben, die zu Verschiebungen von Umsatz- und Gewinnrealisierungen in Folgejahre oder in seltenen Einzelfällen auch zu Vertragsstrafen führen können. Ebenso können Risiken aufgrund von technischen Abweichungen gegenüber zugesicherten Spezifikationen eintreten, aus denen Mehrkosten für die Fertigstellung und Vertragsstrafen resultieren können. Der Projektumfang und die Komplexität einzelner Projekte kann entlang der Projektlaufzeit zu unerwarteten Kostensteigerungen führen, die nicht an den Kunden weitergereicht werden können. Um diese Risiken zu begrenzen, wird ein Risikomanagement im Rahmen der Projekte durchgeführt. Dies beinhaltet eine Risikoevaluierung bereits während der technischen Erarbeitung der Angebote sowie eine auf einzelnen Projektspezifikationen basierende finanzielle Risikovorsorge im Rahmen der Angebotserstellung. Durch einen mehrstufigen Genehmigungsprozess werden finanzielle, länder- und währungsspezifische sowie auch vertragliche Risiken weitestgehend vermieden. Die in der Phase der Projektrealisierung bestehenden Risikopotenziale werden auf Einzelprojektbasis durch detaillierte und kontinuierliche Überprüfungen auf Basis der einzelnen Gewerke untersucht, sodass potenzielle Risiken gering gehalten werden. Der Krieg in der Ukraine sowie die gestiegenen Energiekosten und die anhaltend hohe Inflationsrate haben sich im Berichtsjahr erfreulicherweise nicht wesentlich auf das Projektgeschäft ausgewirkt. Mit Blick auf das vergangene Geschäftsjahr hat sich die Risikoeinschätzung im Kundenprojektgeschäft daher nicht wesentlich geändert. Beschaffung Auf der Beschaffungsseite stellen die generelle Verfügbarkeit von Teilen und Komponenten sowie steigende Einkaufspreise von Rohstoffen, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukten potenzielle Risiken dar. Die Beschaffungsrisiken haben sich im zurückliegenden Jahr im Zuge der Kriegshandlungen in der Ukraine sowie aufgrund der gestiegenen Inflation und der Anhebung der Leitzinsen erhöht. Dem Risiko wird mit einer fortlaufenden Überwachung der Lieferketten, der Materialverfügbarkeit und der Lieferfähigkeit von Lieferanten begegnet. Für kritische Materialien werden zudem Sicherheitsbestände vorgehalten. Zusätzlich betreibt die syskomp Gruppe eine wirksame Risikominimierung durch eine noch stärkere Diversifikation der Lieferanten im Rahmen eines zentralen Beschaffungswesens. Dennoch sieht die syskomp Gruppe in Abhängigkeit vom Kriegsverlauf und geprägt von einer zunehmend instabilen weltpolitischen Lage ein erhöhtes Risiko, auch im Laufe des neuen Geschäftsjahres mit Kapazitätsbeschränkungen auf Lieferantenseite und daraus resultierenden Lieferrückständen oder -ausfällen bei einzelnen Rohstoffen und Komponenten konfrontiert zu werden. Weitere beschaffungsbezogene Risiken bestehen in der Preisentwicklung. Die Situation an den Rohstoffmärkten beeinflusst mit einer zeitlichen Verzögerung von typischerweise drei bis sechs Monaten die Preisentwicklung bei Komponenten. Die syskomp Gruppe ist bestrebt, Preisänderungen an die Kunden weiterzugeben, doch gelingt dies unter Berücksichtigung der Wettbewerbssituation nicht immer vollständig. Maßnahmen zur Margensicherung und alternative Beschaffungsquellen sollen den Beschaffungsrisiken entgegenwirken. Dem Risiko steigender Energiepreise begegnen wir mit einer strukturierten Energiebeschaffung. Wir arbeiten darüber hinaus in allen Geschäften daran, unsere Abhängigkeit von Gas zu reduzieren und Energie einzusparen. Das im Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz adressierte Risiko möglicher menschenrechtlicher und umweltbezogener Verletzungen in der Zulieferkette adressieren wir mit einer systematischen Risikoanalyse für unsere Lieferanten. Bei einer erhöhten Risikoeinschätzung einzelner Lieferanten können geeignete Präventionsmaßnahmen getroffen werden. Herstellungsrisiko Produktionsrisiken resultieren im Wesentlichen aus Qualitätsproblemen, möglichen Störungen der Betriebsabläufe oder Produktionsausfällen einzelner Standorte. Ferner können sie als Sekundärrisiken der vorgenannten Beschaffungsrisiken auftreten. Sie können Folge von umfangreichen staatlichen Maßnahmen und Anordnungen sein oder aus auftretenden Infektionsketten innerhalb der Belegschaft oder als Sekundärrisiken aus den vorgenannten Beschaffungsrisiken entstehen. Zur Reduzierung dieser Risiken werden wirksame organisatorische Maßnahmen zur Einhaltung von Hygieneauflagen und zum Schutz der Belegschaft getroffen. Um Risiken zu mindern, setzt die syskomp gehmeyr GmbH auf vorbeugende Instandhaltung, Aktivitäten im Bereich des Brandschutzes, Mitarbeiterschulungen und den gezielten Aufbau von Kontakten zu externen Lieferanten. Versicherungen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang begrenzen das Risiko möglicher Schadensfälle. Entsprechende Qualitätssicherungsmaßnahmen werden bereits am Anfang der Wertschöpfungskette festgelegt und reduziert mögliche Qualitätsrisiken im Rahmen der Leistungserstellung. Mit geeigneten Qualitätsmaßstäben in der Entwicklung und Prüfungen über die gesamte Prozesskette hinweg sowie engem Kunden- und Zuliefererkontakt grenzt die syskomp gehmeyr GmbH mögliche Qualitätsrisiken deutlich ein. Zudem handelt es sich bei den von der syskomp gehmeyr GmbH realisierten Projekten überwiegend um Komponenten für bestehende und bekannte Anlagen. Hieraus entsteht nur ein geringes Risiko. Allerdings können aufgrund von Preissteigerungen einzelner Komponenten die erzielbaren Deckungsbeiträge sinken, falls diese nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Zudem können sich Engpässe bei Materiallieferungen negativ auf die Ergebnis- und Umsatzzahlen auswirken. IT-Risiken Aufgrund intensiver Vernetzung der Standorte untereinander sowie mit dem externen Unternehmensumfeld ist die syskomp gehmeyr GmbH abhängig von reibungslos funktionierenden IT-Systemen. Etwaigen IT-bezogenen Risiken, die aus dem Ausfall der IT-Systeme und der IT-Infrastruktur oder Migrationsrisiken bei Software-Updates erwachsen können, begegnet die syskomp Gruppe durch die fortlaufende Weiterentwicklung einer verlässlichen, erweiterbaren und flexiblen IT-Systemlandschaft. Die internen IT-Ressourcen sind in unserer zentralen IT-Abteilung gebündelt. Die Qualitätssicherung erfolgt zusätzlich über externe unabhängige Prüfungen. Verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen schützen die Daten der syskomp gehmeyr GmbH und deren Tochterunternehmen vor unberechtigtem Zugriff, Missbrauch und Verlust. So werden unter anderem die Zugriffe auf die IT-infrastruktur auf ihre Berechtigung geprüft und protokolliert. Sehr wichtig ist für uns auch die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter für den sorgsamen Umgang mit allen geschäftsrelevanten Informationen. In diesem Zusammenhang führen wir interne Kommunikations- und Schulungskampagnen durch und arbeiten daran, dass die Vertraulichkeit von Informationen dank entsprechender technischer Unterstützung gewahrt bleibt. Weitere IT-Risiken erwachsen grundsätzlich aus möglichen Verstößen gegen datenschutzrechtliche Vorgaben, etwa zur Verarbeitung personenbezogener Daten und die diesbezügliche Dokumentation. So drohen bei gravierenden Verstößen gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Bußgelder in Höhe von bis zu vier Prozent des im vorangegangenen Geschäftsjahr erzielten Jahresumsatzes. Gemeinsam mit unserem externen Datenschutzbeauftragten stellen unsere Experten sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich gemäß den Regelungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung und den jeweils anwendbaren lokalen Gesetzen verarbeitet werden. Alle diese Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, die Geschäftsinformationen bei der syskomp Gruppe sowie die Privatsphäre unserer Geschäftspartner und Mitarbeiter zu schützen und angemessen auf mögliche neue Risiken zu reagieren. Aufgrund der durchgängig hohen Compliance-Standards in unserem Unternehmen wird die Wahrscheinlichkeit von datenschutzrechtlichen Verstößen weiterhin als gering eingeschätzt. Forderungsausfälle Dem Forderungsausfallrisiko wird insbesondere durch Einholung von Bonitätsanfragen sowie mit einem konsequenten Mahnwesen Rechnung getragen. Chancenbericht In die Zukunft gerichtete Aussagen über Risiken und Chancen beruhen auf heutigen Kenntnissen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der syskomp gehmeyr GmbH liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse und Leistungen wesentlich - sowohl positiv als auch negativ - von denen abweichen, wie sie hier als zu erwarten angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich insbesondere auf Grund folgender Faktoren: Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, eine Eskalation des China-Taiwan-Konflikts, weltweite Lieferengpässe, Änderungen der wirtschaftlichen Lage, Einführung konkurrierender Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, unerwartete Forderungsausfälle von Großkunden sowie gesetzliche Änderungen. Dies vorgeschickt werden die wesentlichen Chancen in Ergänzung zum Risikobericht wie folgt beurteilt: Das derzeitige Marktumfeld ist aufgrund weiterhin deutlich spürbarer Einflüsse des Krieges in der Ukraine, der schwankenden Energie- und Rohstoffpreise, der unklaren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie der Leitzinsentwicklung auf Nachfrage und Lieferketten nur schwer abschätzbar. Die Projektanfragen und der Auftragseingang befinden sich in etwa auf dem gleichen Niveau des Vorjahreszeitraums jedoch etwas unter Planniveau. Optimierte Abwicklungsprozesse sowie fachlich kompetentes Personal sind Garanten für effektive und kostensparende Projektabwicklung und tragen somit einen wesentlichen Teil daran, die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. Durch die Diversifikation in einzelne Geschäftsbereiche ist die syskomp gehmeyr GmbH auch zukünftig auf Schwankungen innerhalb einzelner Branchen gut vorbereitet. Laufende Projekte zur Ausrichtung organisatorischer Strukturen auf die strategischen Unternehmensziele, zur Optimierung von Prozessen in den Bereichen Produktentstehung, Projektmanagement, Auftragsabwicklung, Produktion und Rechnungswesen sowie für eine verbesserte systemische Unterstützung der vorgenannten Prozesse durch Einführung einer neuen, leistungsfähigen ERP-Software sollen dazu beitragen, das Unternehmen hinsichtlich Marktposition, Produktportfolio, Abläufen und Ertragskraft kontinuierlich weiterzuentwickeln. Eine verstärkte Ausrichtung unserer Vertriebsaktivitäten auf die Realisierung komplexerer Projekte, mit höheren Anforderungen an informations- und steuerungstechnischer Integration entsprechend zunehmenden Kundenbedürfnissen, ermöglichen es uns, an der Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklungen im Bereich der prozessintegrierten Automatisierungstechnik zu partizipieren und nachhaltige Umsätze in expandierenden Geschäftsfeldern zu generieren. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios, insbesondere mit ergänzenden Produkten im Bereich der Fördertechnik und der Intralogistik, unterstützt durch intelligente Standardisierung eingesetzter Komponenten, kann die Angebotspalette in interessanten Wachstumsfeldern bei gleichzeitig reduzierten Beschaffungskosten gezielt erweitert werden. Zusammenfassung Die Zusammensetzung der Risiken hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Die Chancenlage, die sich mittelfristig bietet, ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls nahezu unverändert, auch wenn das wirtschaftliche Umfeld zunehmend von Unsicherheit und schwierigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen geprägt ist. Durch die Diversifikation in einzelne Geschäftsbereiche ist die syskomp gehmeyr GmbH auch zukünftig auf Schwankungen innerhalb einzelner Branchen gut vorbereitet. Gleichzeitig bieten die hohe Nachfrage durch Hersteller von ökologisch nachhaltigen Energieträgern für die Mobilitätswende sowie die weiterhin positive Marktentwicklung bei Lösungen für den Materialtransport und die Intralogistik auch besondere Chancen. Prognosebericht Gesamtwirtschaftlicher Ausblick Die hohen Inflationsraten und die geldpolitische Straffung belasten die Weltkonjunktur. Zwar weisen die USA bis zuletzt ein robustes Wachstum auf, getrieben durch die privaten Konsumausgaben und zuletzt auch die Unternehmensinvestitionen. In China hingegen blieb das Wachstum trotz der Abkehr von der Null-Covid-Politik im vergangenen Winter hinter den Erwartungen zurück. Die Konjunktur in den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften und in den Schwellenländern ist zwar heterogen, aber insgesamt ebenfalls gedämpft. Der Sachverständigenrat erwartet für die Jahre 2023 und 2024 Wachstumsraten des globalen BIP von 2,7 % und 2,2 %. Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigt sich ebenfalls schwach und dürfte erst im Jahr 2024 wieder etwas höhere Wachstumsraten erreichen. Das BIP-Wachstum im Euro-Raum dürfte in den Jahren 2023 und 2024 0,6 % bzw. 1,1 % betragen. Die deutsche Wirtschaft hat sich im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. So haben die privaten Haushalte und der Staat ihre Konsumausgaben reduziert. Die Industrie und die Bauwirtschaft zehren zwar noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen, allerdings gehen diese und auch die Neuaufträge deutlich zurück. Hinzu kommen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Der Sachverständigenrat erwartet, dass die deutsche Volkswirtschaft sich erst im Verlauf des Jahres 2024 allmählich wieder erholt. Das außenwirtschaftliche Umfeld dürfte sich nur langsam verbessern und die Geldpolitik die Kreditvergabe weiterhin bremsen. Der Rückgang der Inflation in Kombination mit den hohen Lohnabschlüssen dürfte aber zu Realeinkommenssteigerungen führen. Hierdurch dürfte sich der private Konsum beleben. Der Sachverständigenrat erwartet für die Jahre 2023 und 2024 ein Wachstum des deutschen BIP von -0,4 % bzw. 0,7 %. Die Prognose ist mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. So könnten eine ausbleibende Erholung in China, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, ein erneuter Anstieg der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik als erwartet oder ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten der Verbraucher das Wachstum bremsen. Die Inflation in Deutschland und im Euro-Raum ist auf dem Weg der Normalisierung. Es ist allerdings zu erwarten, dass stark verzögerte Kostenüberwälzungen und neuer Druck von der Lohnentwicklung die Kerninflation im Euro-Raum noch bis ins Jahr 2025 hoch halten. Im Euro-Raum rechnet der Sachverständigenrat mit Inflationsraten von 5,6 % bzw. 2,9 % in den Jahren 2023 und 2024. In Deutschland ist in 2023 mit einer Inflation von 6,1 % zu rechnen. In 2024 dürfte sie auf 2,6 % zurückgehen. Bei der Kerninflation in Deutschland ist mit Raten von 5,2 % im Jahr 2023 und 3,2 % im Jahr 2024 zu rechnen. Das Risiko eines erneuten Inflationsanstiegs ist nicht zu vernachlässigen, sollte die restriktive geldpolitische Ausrichtung nicht ausreichend lange aufrechterhalten werden. Der Sachverständigenrat erwartet, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,4 % zurückgeht. Er revidiert damit seine Prognose gegenüber dem Frühjahr 2023 um 0,6 Prozentpunkte nach unten. Für die Abwärtsrevision sind vergleichsweise starke Sondereffekte wie ein Rückgang des Staatskonsums nach Abklingen der Corona-Pandemie verantwortlich. Im Jahr 2024 ist mit einer leichten Ausweitung des privaten Konsums zu rechnen, die zu einer verhaltenen konjunkturellen Erholung führt. Das BIP-Wachstum dürfte 0,7 % betragen. Belastend dürfte die Schwäche des Außenhandels wirken. Die Prognose für das Jahr 2024 wird gegenüber der Frühjahrsprognose um 0,6 Prozentpunkte abwärts revidiert. Die Inflation in Deutschland betrug gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) gegenüber dem Vorjahr im September 2023 4,5 %. Damit ist sie im Vergleich zum diesjährigen Höchststand von 8,7 % im Januar 2023 deutlich gesunken. Der Rückgang ist auf geringere Preissteigerungen bei allen Komponenten zurückzuführen. Die Kerninflation, also die Teuerung aller Güter ohne Energie und Nahrungsmittel, betrug im September 2023 4,5 % und ist inzwischen zum Haupttreiber der Teuerung geworden. Die Gesamtrate dürfte im Jahr 2023 6,1 % betragen und im kommenden Jahr auf 2,6 % zurückgehen. Dies bedeutet gegenüber der Frühjahrsprognose eine Abwärtsrevision um 0,5 bzw. 0,4 Prozentpunkte. Die Abwärtsrevision ist durch eine geringere Kerninflation als erwartet zu erklären. Im Jahr 2024 dürften steigende Lohnstückkosten und steigende private Konsumausgaben die Kerninflation dennoch über die Gesamtrate heben. Sie dürfte 3,2 % betragen, nach 5,2 % im Jahr 2023. Angesichts der auch im Euro-Raum weiterhin erhöhten Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) im September 2023 die Leitzinsen zum zehnten Mal in Folge angehoben, um insgesamt 4,5 Prozentpunkte. Hierdurch sind die Marktzinsen seit Juli 2022 entsprechend kräftig angestiegen und die Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte hat sich abgekühlt. Dies hat bei den besonders zinsreagiblen Bauinvestitionen zu einem Rückgang der Nachfrage geführt. Angesichts der schwachen Konjunktur und rückläufiger Inflation im Euro-Raum erwarten die Märkte keine weiteren Erhöhungen der Leitzinsen. Auch in diesem Fall dürfte die Geldpolitik im nächsten Jahr aber noch dämpfend auf die inländische Nachfrage wirken. Die Zentralbanken haben weltweit ihre Geldpolitik gestrafft, was zur Dämpfung des außenwirtschaftlichen Umfelds Deutschlands beigetragen hat. So entwickelten sich die globale Industrieproduktion und der für die deutsche Wirtschaft besonders wichtige Warenhandel seit dem Frühjahr nur schwach. Die US-Volkswirtschaft lieferte seither zwar positive außenwirtschaftliche Impulse für Deutschland. Die Wirtschaft im Euro-Raum wuchs allerdings nur geringfügig. Auch das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft war bis zur Jahresmitte 2023 historisch niedrig. Es ist davon auszugehen, dass die außenwirtschaftlichen Impulse für Deutschland im Jahr 2024 weiterhin schwach bleiben und sich gegenüber dem Jahr 2023 nur wenig aufhellen werden. Für die Jahre 2023 und 2024 ist damit zu rechnen, dass das globale BIP um 2,7 % bzw. 2,2 % wachsen wird. Zusätzlich zur gedämpften globalen Nachfrage haben sich im Jahr 2023 die inländischen Produktionskosten und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland verschlechtert. So lag die Preissteigerung in Deutschland im Jahr 2023 deutlich über der in anderen wichtigen Volkswirtschaften, insbesondere in den USA und China. Die energieintensiven Industriezweige Deutschlands leiden nach der durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verursachten Energiepreiskrise besonders unter hohen Produktionskosten. Ihre Produktion konnte sich nach dem starken Rückgang des Jahres 2022 kaum erholen, was durch ein weiterhin erhöhtes Energiepreisniveau, aber auch eine hohe Unsicherheit über die Energiepreise zu erklären ist. Die inländische Nachfrage, die im 1. Quartal 2023 angesichts der inflationsbedingten Kaufkraftverluste stark zurückging, konnte im 2. Quartal 2023 einen Teil des Rückgangs wieder gut machen und stieg um 0,6 %. Insbesondere die sinkenden Inflationsraten und die kräftig steigenden Einkommen dürften dies unterstützt haben. Im Prognosehorizont ist mit einem Anstieg der privaten Konsumausgaben zu rechnen. Konsumnahe Dienstleistungsbereiche dürften dabei besonders profitieren. Ein Grund dafür sind die Dienstleistungspreise, die relativ zu den Warenpreisen weniger stark gestiegen sind. In Deutschland dürften vom Staat keine konjunkturellen Impulse ausgehen, da Unterstützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Energiekrise auslaufen. Die sich erholende inländische Nachfrage trifft auf ein niedriges Angebot an Fachkräften und eine erhöhte Kapazitätsauslastung im Dienstleistungsbereich. Die konjunkturelle Abkühlung und ein Rückgang der Krankenstände haben nur zu einer geringfügigen Entspannung der Fachkräfteengpässe geführt. Das Potenzialwachstum erreicht aufgrund eines sinkenden Arbeitsvolumens und niedriger Wachstumsbeiträge der Totalen Faktorproduktivität mit jährlich durchschnittlich 0,4 % in den Jahren 2023 bis 2028 voraussichtlich einen historischen Tiefstand. In der Kurzfrist-Prognose dominieren die Abwärtsrisiken. So ist die Entwicklung der Weltwirtschaft schwer abzusehen, insbesondere aufgrund der Binnenkonjunktur in China. Eine unerwartete Verschlechterung könnte insbesondere die deutsche Exportwirtschaft beeinträchtigen. Darüber hinaus könnten geopolitische Risiken wie eine Eskalation des Nahost-Konflikts nach den Terrorangriffen der Hamas auf Israel oder eine weitere Verknappung des Energieangebots im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zu neuen Energiepreisschüben führen. Weitere Abwärtsrisiken betreffen die Wirkung der Geldpolitik im Euro-Raum und in Deutschland. So zeigen sich die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung bisher vor allem in einer schwächeren Kreditvergabe an den Bausektor. Allerdings könnte die Gesamtwirtschaft stärker beeinträchtigt werden als in dieser Prognose unterstellt, beispielsweise durch eine höhere Ersparnis der privaten Haushalte. (Quelle: Sachverständigenrat: Konjunkturerholung verzögert sich - Jahresgutachten 2023/24 Stand 08.11.2023 Ausblick der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/2024 Allgemeine Erwartungen zur Geschäftsentwicklung Für das Geschäftsjahr 2023/2024 rechnen wir mit einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld sowie mit weiterhin volatilen Preisniveaus auf Absatz- und Beschaffungsmärkten (z.B. bei Rohstoffen oder Energie). Dies kann dazu führen, dass Umsatz- und Ergebnisentwicklungen entsprechenden Schwankungen unterliegen. Dennoch erwarten wir, entgegen dem allgemeinwirtschaftlichen Trend, auch für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024 eine stabile Geschäftsentwicklung, jedoch mit gegenüber den sehr erfolgreichen Vorjahren etwas gebremsten Wachstumsaussichten, insbesondere im konjunkturbedingt schwankenden Handelsgeschäft. Diese Erwartungen stützen wir auf der erfolgreichen Weiterführung unserer Strategie, der konsequenten Verfolgung von Chancen insbesondere im sehr profitabel wachsenden Projektgeschäft sowie der fortlaufenden Umsetzung unserer vielversprechenden Digitalisierungsinitiativen. Durch die breite Präsenz in verschiedenen Kundensegmenten und die anhaltend stabile Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen befindet sich die syskomp Gruppe in einer guten Position, um ihre Ziele zu erreichen. Entwicklung Auftragseingang und Auftragsbestand Im Auftragseingang konnte die syskomp gehmeyr GmbH im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024, mit einer durchschnittlichen monatlichen Akquise von Aufträgen im Volumen von ca. EUR 3,5 Mio., trotz einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld, das sehr gute Niveau aus dem erfolgreichen Vorjahreszeitraum sogar noch übertreffen (+16 %). Aufgrund größerer Auftragseingänge gleich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres ist der durchschnittliche Auftragsbestand in diesem Zeitraum von knapp EUR 5,9 Mio. auf über EUR 6,6 Mio. gewachsen, also um erfreuliche 12 %. Insbesondere das Handelsgeschäft leidet jedoch unter einem deutlichen konjunkturellen Einbruch und an einem zögerlichen Investitionsverhalten bei unseren Kunden. Dieses konnte aber durch die sehr guten Entwicklungen im profitabel wachsenden Projektgeschäft der syskomp Gruppe bisher weitestgehend kompensiert werden. Auftragsbestand und Auftragseingänge der syskomp gehmeyr GmbH haben sich insbesondere zum Jahresende 2023 positiv entwickelt. Die Konjunkturprognosen der einschlägigen Wirtschaftsinstitute fielen jedoch eher durchwachsen aus, so dass wir für das 2. Geschäftshalbjahr zwar eine stabile Entwicklung über Vorjahresniveau erwarten, jedoch die ambitionierten Wachstumsziele für das Geschäftsjahr 2023/2024 nicht ganz erreichen dürften. Geplante Investitionen Die geplanten Investitionen, die sich teilweise auch auf das nachfolgende Geschäftsjahr erstrecken, betreffen nach wie vor im Wesentlichen den Ausbau der Digitalisierung des Unternehmens mit gleichzeitigen Prozessverbesserungen durch die Einführung eines neuen ERP-Systems. Darüber hinaus sind Investitionen geplant, wie die Modernisierung und Konsolidierung unserer Datenzentren an den Standorten Amberg und Regensburg sowie der Ausbau unserer Kommunikationsinfrastruktur, um die Digitalisierungsinitiativen in der Unternehmensgruppe mit Nachdruck voranzutreiben und die Sicherheit und Verfügbarkeit unserer IT-Infrastruktur zu verbessern. Weitere nennenswerte Investitionen beinhalten die Errichtung einer neuen PV-Anlage am Standort Regensburg sowie die Umrüstung der dortigen Gebäudebeleuchtung auf energieeffiziente LED-Lampen. Somit leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Umweltweltbilanz unseres Unternehmens und wirken den langfristig weiter steigenden Energiekosten nachhaltig entgegen. Umsatzentwicklung/-planung Die Umsatzentwicklung der syskomp gehmeyr GmbH liegt im 1. Geschäftshalbjahr 2023/2024 ca. 4,2 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, bleibt somit aber fast EUR 1,5 Mio. (-7,4 %) hinter den ambitionierten Zielvorgaben zurück. Für das 2. Geschäftshalbjahr rechnen wir, trotz zunehmend schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, mit einer stabilen Umsatzentwicklung leicht über dem guten Niveau des Vorjahres. Für das gesamte Geschäftsjahr 2023/2024 rechnen wir zwar mit einem deutlich gebremsten, jedoch unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positivem Umsatzwachstum zwischen 3 % und 5 % gegenüber dem Vorjahr. Dies entspricht einer Umsatzerwartung von etwa EUR 38,5 Mio. bis EUR 39,5 Mio. für das Geschäftsjahr. Somit wird das ambitionierte Umsatzziel von EUR 41,5 Mio. aller Voraussicht nach nicht erreicht werden können. Planung Jahresergebnis Trotz eines geringeren als zunächst geplanten Umsatzwachstums für das Geschäftsjahr 2023/2024, und bei inflationsbedingt gestiegenen Personal- und Transportkosten sowie höheren Energiekosten, rechnen wir aufgrund von umfangreichen, bereits überaus erfolgreich initiierten Effizienzsteigerungsmaßnahmen, insbesondere in unserem wachsenden Projektgeschäft, mit einer leichten Verbesserung des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr. Sondereffekte, bedingt durch weiterhin intensive Investitionsaktivitäten im Rahmen der Einführung eines neuen ERP-Systems, stehen einer deutlich kurzfristigeren Ergebnisverbesserung aktuell noch entgegen. Diese notwendigen Investitionstätigkeiten sollen in den nachfolgenden Jahren, aufgrund von den dadurch realisierbaren Optimierungen der Prozessabläufe und der Erschließung weiterer Synergiepotenziale innerhalb der Unternehmensgruppe, zu einer merklichen und vor allem nachhaltigen Verbesserung der Ertragssituation der syskomp Gruppe führen, auch wenn diverse, bereits erläuterte Unwägbarkeiten die Planungssicherheit selbstverständlich beeinflussen können.
Amberg, 15. Januar 2024 syskomp gehmeyr GmbH Jan-Hendrik Aschmann, Geschäftsführer BILANZ ZUM 30. JUNI 2023SYSKOMP GEHMEYR GMBH, AMBERGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23SYSKOMP GEHMEYR GMBH, AMBERGAllgemeine Angaben zum Unternehmen Die syskomp gehmeyr GmbH hat ihren Sitz in Amberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 2328 eingetragen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 19. Februar 2020 wurde die Gehmeyr Beteiligungs-GmbH, zu diesem Zeitpunkt Komplementärin der gehmeyr GmbH & Co. KG, auf die syskomp gehmeyr GmbH verschmolzen. Mit Eintragung der Verschmelzung am 20. März 2020 ins Handelsregister ist die gehmeyr GmbH & Co. KG auf die einzig verbliebene Kommanditistin syskomp gehmeyr GmbH angewachsen. Die Löschung der gehmeyr GmbH & Co. KG erfolgte im Handelsregister am 2. April 2020. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Aufstellung des Jahresabschlusses der syskomp gehmeyr GmbH erfolgt nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die Gesellschaft ist im Sinne des § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, aktiviert. Die Nutzungsdauern betragen in der Regel zwischen drei und fünf Jahre, für einzelne Entwicklungsleistungen auch bis zu sieben Jahre. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese betragen bei den technischen Anlagen und Maschinen in der Regel fünf bis zwölf Jahre und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und zehn Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich EUR 800 werden voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Umlaufvermögen a) Vorräte Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 HGB angesetzt. In den Herstellungskosten sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch auf den Fertigungsprozess entfallende Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen enthalten. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht mit einbezogen. Auf die Bestände werden notwendige Abschläge aufgrund fehlender Gängigkeit vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten (letzter Einkaufspreis oder gleitende Durchschnittskosten) bewertet. Auf die Bestände mit einer geringen Umschlagshäufigkeit werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Für Kleinteilelager werden Festwerte gebildet. In den Handelswaren werden auch Vermögensgegenstände ausgewiesen, die den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zugeordnet werden könnten. Eine eindeutige Zuordnung ist aufgrund der Art der Verwendung zum Stichtag nicht möglich. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden angemessene Wertberichtigungen gebildet; uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Zur Abdeckung des allgemeinen Kredit- und Ausfallrisikos wird ein pauschaler Abwertungsbetrag in Höhe der Erfahrungswerte aus Vorjahren berücksichtigt. Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. c) Flüssige Mittel Die Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nominalwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristenkongruenten Marktzinssätzen abgezinst. Es werden die von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssätze herangezogen. Ab- oder Aufzinsungen waren im laufenden Geschäftsjahr nicht veranlasst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Bilanzstichtag bestanden keinerlei Fremdwährungsverbindlichkeiten. Unterjährig entstandene Fremdwährungsdifferenzen sind von untergeordneter Bedeutung. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 ist im Anlagenspiegel dargestellt. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 9.850 (Vorjahr: TEUR 10.310) enthalten, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben. Unter diesem Posten werden auch Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 9.090 (Vorjahr: TEUR 9.490) ausgewiesen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 32) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Im Rahmen eines Arbeitszeitkontos werden Rückstellungen für Erfüllungsrückstände in Höhe von TEUR 68 ausgewiesen. Die Verpflichtung ist vollständig durch Planvermögen in Form von Geldmarktfonds insolvenzgesichert. Es erfolgt eine Saldierung von Vermögen und Schulden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert bzw. Rückkaufswert der Geldmarktfonds, eine Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB liegt nicht vor. Die Erträge aus dem Planvermögen sind von untergeordneter Bedeutung. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 14) ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben. Es werden keine Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 2.531) haben in Höhe von TEUR 1.856 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sonstige Angaben Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Anzahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl betrug im Geschäftsjahr 182 , davon 29 Mitarbeiter in Teilzeit. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung obliegt Herrn Dipl.-Ing. Jan-Hendrik Aschmann, Blaustein. Auf die Angaben der Bezüge der Organmitglieder wurde unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Rahmen von Mietverträgen für Büro- und Lagergebäude bestehen finanzielle Verpflichtungen (ohne Umsatzsteuer, Nebenkosten und ergebnisabhängige Mietbestandteile) in Höhe von insgesamt TEUR 2.111, davon TEUR 508 gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Mietzins ist teilweise preisindexiert. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden keine nach § 251 HGB i. V. mit § 268 Abs. 7 HGB anzugebenden Haftungsverhältnisse. Anteile an anderen Unternehmen Die syskomp gehmeyr GmbH hält 100 % der Anteile an der bfm GmbH, Wöllersdorf/Österreich. Die bfm GmbH verfügt zum 30. Juni 2023 über ein Eigenkapital von TEUR 348 und erzielte im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Jahresüberschuss von TEUR 176. Nachtragsbericht Es sind keine Ereignisse zu berichten, die auf das Geschäftsjahr 2022/2023 zurückwirken könnten.
Amberg, 15. Januar 2024 Jan-Hendrik Aschmann, Geschäftsführer
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die syskomp gehmeyr GmbH, Amberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der syskomp gehmeyr GmbH, Amberg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der syskomp gehmeyr GmbH, Amberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 15. Januar 2024 DR.
KLEEBERG & PARTNER GMBH
ppa. de la Paix, Wirtschaftsprüfer Dr. Petersen, Wirtschaftsprüfer Feststellung Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 15. Mai 2024 festgestellt. In der Gesellschafterversammlung am 15. Mai 2024 wurde beschlossen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. |
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