Messdienst René Kasprowicz GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc-Manuel Helmut Simler seit 1.8.2025 | Vorstandsmitglied |
Jeanette Stadler seit 19.8.2021 | Prokura |
Josef Grünberger seit 12.1.2015 | Prokura |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AVIA AGMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die AVIA AG ist innerhalb der AVIA-Gruppe für die Abwicklung des Mineralöl- und Energiehandels zuständig. Sie versorgt zu einem wesentlichen Teil die Gesellschafter der Deutsche AVIA Mineralöl- GmbH sowie die Lizenznehmer mit Mineralölprodukten, insbesondere mit Kraftstoffen, Heizstoffen und Schmierstoffen. Ebenso werden über die AVIA AG die Gesellschafter mit Gas, Strom und Pellets versorgt. Das Thema Wasserstoff ist als Teil der Lösung für die Mobilität immer mehr in den Fokus gerückt, daher wurde im vergangenen Jahr der Wissensaufbau und der Aufbau eines Lieferantenportfolios in diesem Bereich vorangestrieben. Die Gesellschafter bzw. Lizenznehmer vermarkten diese Produkte unter der Marke AVIA an ihren Tankstellen oder im so genannten Direkt- bzw. Schmierstoffgeschäft. Zudem vermarkten sie Strom und Erdgas an Endverbraucher und Gewerbekunden. Der Erfolg der AVIA AG liegt darin, eine möglichst hohe Deckungsquote des Bedarfs der AVIA Gesellschafter und Lizenznehmer zu erreichen. Die AVIA AG ist an verschiedenen Projektgesellschaften im Rahmen der Wind Onshore-Aktivitäten der AVIA-Gruppe beteiligt. Neben der AVIA AG halten jeweils weitere Gesellschafter der Deutsche AVIA Mineralöl- GmbH Anteile an den Wind-Gesellschaften. Darüber hinaus bestehen Beteiligungen an weiteren Unternehmen. Teilweise sind auch hier wiederum Gesellschafter der Deutsche AVIA Mineralöl-GmbH beteiligt. Über die Beteiligung an der Losset Beteiligungs GmbH & Co. KG wurde die TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH in die AVIA-Gruppe integriert. Die TESSOL GmbH unterhält ein Tankstellennetz von 170 Stationen in den südlichen Bundesländern, überwiegend in Baden-Württemberg und Bayern. Mit der 100%igen Tochtergesellschaft APS AVIA Payment Service GmbH ("APS") hat die AVIA AG ein E-Geld Institut zur Abwicklung regulierter Finanzdienstleistungen im Bereich Tankkarten und E-Mobilität gegründet. Die Lizenz wurde durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Dezember 2023 erteilt. Die APS plant, die Geschäftstätigkeit Mitte 2024 aufzunehmen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 gehörten 31 Gesellschafter der Deutsche AVIA Mineralöl- GmbH an. Darüber hinaus gehörten der Deutsche AVIA Mineralöl- GmbH unverändert 38 Lizenznehmer an, 26 davon sind im Ausland und 12 im Inland ansässig. Unter der Marke AVIA wurden 2023 in Deutschland 908 Tankstellen (Vorjahr 897) betrieben. II. Wirtschaftsbericht 1 . Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war wie das Vorjahr besonders geprägt von dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. In diesem Jahr fingen auch weitere Konflikte in Europa und im Nahen Osten an. Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Schwächephase. Positive Impulse kamen von der US- Wirtschaft und von der chinesischen Wirtschaft. In der Eurozone stieg das BIP im Vorjahresvergleich dagegen nur um 0,4%.1 Die Zinspolitik der Zentralbanken hat dazu beigetragen, dass die Inflation wieder sank. Der Leitzins wurde von 2,0% zum Jahresbeginn auf 4,5% zum Jahresende erhöht.2 Gleichzeitig stiegen damit aber die Finanzierungskosten, was die wirtschaftlichen Aktivitäten beeinträchtigte. Der Energiemarkt bleibt im Jahr 2023 eins der wichtigsten Themen. In Deutschland wurden das zweite und dritte LNG- Importterminal eröffnet, die der Energieversorgungssicherheit dienen sollen3; der Bestand der mit Elektroantrieb zugelassenen Pkws in Deutschland stieg weiter und hat einen Anteil von über 2% erreicht; die EU Kommission stellt einen grünen Industrieplan vor und in Deutschland endete im April 2023 das Zeitalter der Kernenergie, nachdem die letzten drei Kraftwerke vom Netz gingen. Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2023 auf ein historisches Tief gefallen. Es ergibt sich ein Rückgang um 8,1% auf 10.735 Petajoule. Damit liegt der Verbrauch an Primärenergien in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990.4 Den größten Einfluss auf den Rückgang hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung, die aus den Produktionsrückgängen der energieintensiven Industriezweige resultiert. Der Verbrauch von Mineralöl sank 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5% und der Anteil des Mineralöls am gesamten Primärenergieverbrauch stieg von 35,2% in 2022 auf 35,6% im Jahr 2023. 5 Der Erdgasverbrauch verringerte sich 2023 um 4,3%. Der Nachfragerückgang betraf sowohl die Industrie wie auch private Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen. Der Verbrauchsrückgang geht nicht auf die etwas mildere Witterung, sondern vorrangig auf Einsparungen bei den Verbrauchern zurück. Der Energiemix der deutschen Energieversorgung wird weiterhin von einem breiten Energieträgerangebot geprägt. Als Resultat der energie- und klimapolitischen Beschlüsse und Vorgaben kommt es allerdings zu einer stetigen Veränderung bei den Anteilen der einzelnen Energieträger. 2023 reduzierte die Kernkraft nach Abschaltung der drei verbliebenen Anlagen ihren Anteil auf eine marginale Restgröße. Die Steinkohle verminderte ihren Anteil am Energiemix um knapp 1 Prozentpunkt und die Braunkohle um 1,5 Prozentpunkte. Leichte Anteilserhöhungen gab es dagegen beim Mineralöl und beim Erdgas mit jeweils 0,9 Prozentpunkten. Mit knapp 2 Prozentpunkten konnten die erneuerbaren Energien ihren Beitrag zum Energiemix am stärksten ausweiten. Deutschland ist seit 2023 Nettoimporteur von knapp 12 TWh Strom, das entspricht 2,3% des Stromverbrauchs. Rund die Hälfte der Importe kamen aus erneuerbaren Energiequellen.6 Der Mineralölmarkt Deutschland Der Energieverbrauch in Deutschland erreicht 2023 eine Höhe von 10.735 Petajoule. Das entspricht einem Rückgang von 8,1% gegenüber dem Vorjahr. Der Verbrauch von Mineralöl sank ebenfalls im Vergleich zu 2022 um 5,5%. Der Anteil des Mineralöls am gesamten Primärenergieverbrauch erhöte sich allerdings von 35,2% im Vorjahr auf 35,6% in 2023 durch Veränderungen bei den Anteilen der einzelnen Energieträger. Der Absatz von Ottokraftstoffen erhöhte sich im Jahresverlauf um rund 2,3%, beim Absatz von Dieselkraftstoffen gab es dagegen einen Rückgang von gut 4%. Der Heizölabsatz verringerte sich leicht um 2,3%. Die Lieferungen von Rohbenzin an die chemische Industrie sanken um 16,7%. Nachfrageentwicklung in Deutschland Die Nachfrage in Deutschland für Mineralölprodukte ist vor allem aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung um 5,5% zurückgegangen. Die Entwicklung in den einzelnen Produkten war differenziert. Einzig der Verbrauch von Ottokraftstoff konnte zunehmen mit einem Plus von 2,3%. Nachdem, zumindest nach der World Health Organization, endgültigen Ende der Corona-Pandemie stieg die Reisetätigkeit der Deutschen wieder stark an und sorgte somit für die Zunahme. Der Absatz von Dieselkraftstoff ging hingegen um etwa 4% zurück. Die schrumpfende Wirtschaft und insbesondere die Abnahme der Bautätigkeit trugen verstärkt dazu bei. Auch beim Heizöl war ein Absatzrückgang zu verzeichnen, welcher bei 2,3% lag. Ein etwas milderes Jahr und die Sparsamkeit der Verbraucher waren hierbei auszumachen. Die Substitution von Erdgas durch Heizöl bei Industriekunden spielte keine so große Rolle mehr wie im Gasmangeljahr 2022. Frachten Erste Sorgen bezüglich einer sich nach 2022 weiter verschlechternden Versorgungslage über die Rheinschiene machten sich im März 2023 breit. Ein vermehrtes Ausweichen auf die Schiene wurde angestrebt, um negative Effekte abzumildern. Die Situation verbesserte sich im weiteren Frühlingsverlauf allmählich. Ab Juni waren aber bereits wieder stärker abnehmende Pegelstände an den Flüssen auszumachen. Schiffe, welche die Untiefe im Rhein bei Kaub passieren wollten, konnten nur noch 60% ihres normalen Ladevolumens aufnehmen. Steigende Frachtkosten waren die Folge. Eine letzte große Herausforderung, was die Befahrung der Flüsse anging, erwartete den Markt im Oktober 2023. Geschuldet war dies dem trockenen Oktoberwetter. Zum dritten Mal in diesem Jahr schossen die Rheinfrachten (Verdoppelung bis Verdreifachung) nach oben. Das Tankstellengeschäft Die Gesamtanzahl an in Deutschland betriebenen Tankstellen wurde im Dezember 2023 gem. der Branchenstatistik des EID (Energie Informationsdienst, Hamburg) mit 14.4427 Tankstellen angegeben. Um Zugänge und Schließungen saldiert bedeutet dies eine Abnahme um 10 Stationen deutschlandweit zur letzten Erhebung per 31.12.2022 und zeigt insgesamt ein stabiles Gesamtbild. Der Verlauf des Tankstellengeschäfts war in 2023 von deutlich weniger Verwerfungen geprägt, als diese in den zurückliegenden Jahren autraten. Punktuell entstandene Versorgungsengpässe konnten die insgesamt stabile Versorgungslage nicht maßgeblich beeinflussen. Insgesamt lag das Kraftstoffpreisniveau in 2023 unter 2022. Dennoch war Tanken in 2023 für Verbraucherinnen und Verbraucher teuer. Früh im Jahr verschaffte sich das Europaparlament große Aufmerksamkeit der Branche durch die im Februar 2023 getroffene Entscheidung eines Verbots von der Zulassung von Pkws mit Verbrennermotoren ab 2035. Relativierungen und die unterschiedliche Sichtweise auf eFuels rückten die Entscheidung zügig in ein weniger schattenvolles Licht. Gleich anschließend im März wurde die Tankstellenbranche in Deutschland von der Bekanntgabe der TOTAL überrascht. TotalEnergies schloß sich mit Alimentation Couche- Tard in Belgien und Luxemburg zusammen und verkaufte dem Partner seine Tankstellennetze in Deutschland und den Niederlanden. Insgesamt forcierten die Mineralölgesellschaften die weitere Professionalisierung des Shopgeschäfts, da dieses langfristig noch an Stellenwert gewinnen wird. Das in 2023 anhaltend hohe Preisniveau für Kraftstoffe, hohe Inflationsraten und die Sorge der Verbraucher vor hohen Gas- und Strompreisen wirkten dämpfend auf das Konsumverhalten. Wichtiges Thema war die Weiterentwicklung sogenannter "unmanned stores", also Shops, in denen Kunden ohne die Anwesenheit von Verkauspersonal in reinster Form der Selbstbedienung einkaufen können. Mit Blick auf die Zukunft lässt die Tankstellenbranche in 2023 große Anstrengungen erkennen, insbesondere ihr Angebot an Stromladesäulen voranzutreiben, um so die Rolle als zukünftiger Versorgungspunkt mehr und mehr anzunehmen. Rentabilitätsprognosen liegen bislang sehr stark unter den Werten in den herkömmlichen Geschäftsfeldern mit Kraftstoffen fossilen Ursprungs. Wertschöpfung wurde damit im Berichtsjahr ganz eindeutig in den klassischen Produktfeldern des Tankstellengeschäfts generiert. Die Absatzstatistiken des BAFA (Bundesamt für Ausfuhrkontrolle) wiesen für den Zeitraum Januar bis Oktober 2023 für Absatz von Otto- und Dieselkraftstoffen einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von -1,23%8. Im Mittel wies die AVIA interne Statistik für den gleichen Zeitraum einen Wert für die Gesamtabsatzentwicklung von +1,4% (OK/DK)9 und damit einen signifikant besseren Wert als der Gesamtmarkt aus. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2023 war im Ergebnis durchaus positiv. Die Entwicklung der Umsatzerlöse lag etwas unter dem Vorjahr, was bei einem höheren Absatz auf das durch die Marktlage in 2023 niedrigere Preisniveau zurückzuführen ist. Das Ergebnis vor Steuern lag deutlich über dem im Vorjahr prognostizierten Wert, vor allem bedingt durch die höheren Beteiligungserträge und die positive Zinsentwicklung. Die Absatzmengen konnten im Bereich der Heiz- und Treibstoffe gesteigert werden. Auch im Bereich der Holzpellets fand eine prozentual hohe Steigerung der Absätze statt, was durch eine hohe Zubauzahl an Pelletheizungen in Deutschland zurückzuführen ist. Die anderen Geschäftsbereiche sind beim Absatz zurückgegangen, am meisten im Bereich Strom und Gas. Insgesamt gesehen kann das Geschäftsjahr allerdings als sehr zufriedenstellend angesehen werden.
Auf Basis der Mengen- und Preisentwicklung konnte das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 3.954 Mio. € (Vj. 4.269 Mio. €) bzw. -7 % unter Vorjahr und mit einem positiven Ergebnis vor Steuern in Höhe von 4.196 Tsd. € (Vj. 2.692 Tsd. €) abgeschlossen werden. Die AVIA AG profitierte von der strategischen Ausrichtung der AVIA-Gruppe:
Insgesamt ist die Entwicklung vom Nutzen der Gesellschafter aus dem gemeinsamen Einkauf und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Systembausteine für die Marke AVIA getragen. Im Mineralölbereich liegt der Schwerpunkt bei den "Termgeschäften" für das regelmäßige Geschäft. Diese werden durch die täglichen Spotgeschäfte ergänzt. Durch unsere Beteiligung an der TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH in Stuttgart, die 170 Tankstellen betreibt, wurden wichtige Absatzvolumina und Erträge für die AVIA AG erzielt und das Jahresergebnis maßgeblich beeinflusst. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die Umsätze in Höhe von 3.954 Mio. € wurden im Geschäftsjahr 2023 (wie auch in den Vorjahren) nahezu ausschließlich (95%) mit Kraftstoffen und Heizöl erzielt. Der Umsatzanteil aus dem Verkauf von Schmierstoffprodukten betrug 2% und der Handel mit erneuerbaren Energieträgern (Pellets, Strom, Erdgas) hatte einen Umsatzanteil von 2%. Die Umsatzverteilung blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Der Umsatzrückgang um 7 % oder 315 Mio. € gegenüber 2022 ist vorwiegend auf ein, trotz oder aufgrund schwieriger Marktlage, niedrigeres Preisniveau im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen. Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von 2.375 Tsd. € auf 1.340 Tsd. € bzw. um 44 % gesunken. Dies resultiert insbesondere aus der gestiegenen Kostenbeteiligung im Konzern (1.694 Tsd. €). Die Aufwendungen für Verwaltung und Vertrieb sanken im Berichtsjahr um 15% auf 2.580 Tsd. € (Vj. 2.743 Tsd. €). Die Abschreibungen lagen mit 141 Tsd. € (Vj. 142 Tsd. €) auf Vorjahresniveau. Beteiligungserträge konnten in Höhe von 2.962 Tsd. € (Vj. 2.347 Tsd. €) erzielt werden. Die Zinserträge konnten durch die positive Zinsentwicklung im Berichtsjahr deutlich auf 2.587 Tsd. €gesteigert werden. Es wird ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 4.196 Tsd. € (Vj. 2.692 Tsd. €) ausgewiesen. Der Steueraufwand ist mit 272 Tsd. € im Jahr 2023 deutlich niedriger als im Vorjahr (2.131 Tsd. €). Die in 2022 angefallene hohe Belastung für die Änderung der Ausübung des Bilanzierungsausweis für aktive latente Steuern fiel in diesem Jahr nicht an und begründet die hohe Differenz im Gesamtsteueraufwand. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir einen Jahresüberschuss in Höhe 3.921 Tsd. € (VJ. 559 Tsd. €) erzielt. Die Steigerung gegenüber 2022 ist insbesondere auf die gestiegenen Beteiligungserträge, die deutlich höheren Zinserträge und die niedrigere Steuerbelastung zurückzuführen. Finanzlage Der Finanzmittelfonds (Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten abzüglich kurzfristiger Cashpoolverbindlichkeiten) hat im Geschäftsjahr 2023 um 11.432 Tsd. € auf 44.012 Tsd. € (Vj. 32.580 Tsd. €) zugenommen. Der negative Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (-21.494 Tsd. €) resultiert aus der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus der Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der positive Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (33.688 Tsd. €) resultiert insbesondere aus dem Verkauf von kurzfristig gehaltenen Wertpapieren (11.866 Tsd. €), dem Verkauf von Rentenversicherungsanlagen (15.876 Tsd. €) sowie aus Zins- und Beteiligungserträgen von 6.086 Tsd. €. Der negative Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit (-762 Tsd. €) betrifft insbesondere eine Dividenauszahlung an die Gesellschafterin (700 Tsd. €). Es besteht eine Kreditlinie in Höhe von 8.000 Tsd. €. Diese war zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Die AVIA AG ist auf Grund der guten Liquiditätslage jederzeit in der Lage gewesen, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Vermögenslage Das langfristige Finanzanlagevermögen in Höhe von 54.086 Tsd. € (Vj. 54.096 Tsd. €) beinhaltet im Wesentlichen Ausleihungen in Höhe von 24.656 Tsd. € (Vj. 25.206 Tsd. €), Beteiligungen in Höhe von 22.732 Tsd. € (Vj. 21.194 Tsd. €) sowie Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 6.698 Tsd. € (Vj. 7.695 Tsd. €). Die Abgänge bei den Ausleihungen resultieren aus erfolgten Rückzahlungen. Die Zunahme bei den Beteiliugngen (1.538 Tsd. €) resultieren im Wesentlichen aus Kapitalerhöhungen bei der APS, der fillibri GmbH & Co. KG und der OLF Deutschland GmbH. Die Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 44.830 Tsd. € auf 228.568 Tsd. € ist auf die zum Bilanzstichtag durch Preiseffekte um 12.687 Tsd. € gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Weiterhin ausschlaggebend ist die in diesem Jahr erstmals gewählte Saldierung von Forderungen und Verbindlichkeiten bei verbundenen Unternehmen (20.039 Tsd. €) und die Umschichtung langfristiger Rentenversicherungsanlagen in kurzfristige Anlagen der liquiden Mittel (9.977 Tsd. €). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 19.830 Tsd. € (Vj. 33.441 Tsd. €) beinhalten Rückdeckungsversicherungen sowie ein Darlehen in Form eines revolvierenden Kontokorrents. Darüber hinaus beinhaltet das kurzfristige Vermögen Wertpapiere mit Laufzeiten bis 1 Jahr in Höhe von 10.938 Tsd. € (Vj. 22.825 Tsd. €). Die Bilanzsumme fiel zum 31.12.2023 auf 346 Mio. € (Vj. 382 Mio. €), insbesondere bedingt durch den Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Das Eigenkapital belief sich zum 31.12.2023 auf 20,5 Mio. € (Vj. 17,2 Mio. €), was einer Eigenkapitalquote von 5,9% (Vj. 4,5%) entspricht. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung an die Aktionärin in Höhe von 700 Tsd. €. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Abschließend lässt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als stabil und solide resümieren. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Nicht finanzieller Leistungsindikator - stabiles Gesellschafterfundament Unverändert ist das wesentliche Fundament für die AVIA die Gesellschafterstruktur. Dies ist die Grundlage für Entwicklung der AVIA in allen Geschäftsfeldern. Nahezu der gesamte Umsatz in den Geschäftsfeldern wird mit den AVIA-Gesellschaftern erzielt. Die Gesellschafter zeichnen sich durch eine sehr langjährige Zugehörigkeit zur AVIA aus. Durch die Akquisition von weiteren geeigneten Gesellschaftern wird die AVIA als Gruppe und Marke auch in Zukunft weiter wachsen. ́ Verantwortungsvolles Handeln ist ein weiterer, wesentlicher Bestandteil unseres Erfolges - im wirtschaftlichen Umfeld, in der Gesellschaft und gegenüber Geschäftspartnern. In unserem Handelsgeschäft beziehen wir unsere Produkte aus Quellen, die im Bezug auf Nachhaltigkeit auf internationale Standards und Regularien achten. Nach unseren Möglichkeiten unterstützen wir im Sozialbereich bekannte NGOs und Hilfsorganisationen, um unserer sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Finanzielle Leistungsindikator - Absatz, Umsatz, Ergebnis vor Steuern Entscheidende Komponente für die wirtschaftliche Entwicklung der AVIA AG sind die abgesetzten Mengen bei den Treib- und Heizstoffen. So konnten im Geschäftsjahr 2023 2.974 Mio.cbm (Vj. 2.872 Mio.cbm) an die Kunden verkauft werden. Der Umsatz bei den Treib- und Heizstoffen ist bedingt durch ein im Vergleich zum Vorjahr niedirgeres Preisniveau durch die Bedingungen am Markt im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 um 330 Mio. € (7 %) auf insgesamt 3.774 Mio. € gesunken. Insbesondere durch die gestiegene Kostenbeteiligung im Kozern ist das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr von 2.375 Tsd. € um 1.034 Tsd. € auf 1.340 Tsd. € bzw. um 44 % gesunken. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 4.196 Tsd. € (Vj. 2.692 Tsd. €). Der Zuwachs ist im Wesentlichen beeinflusst durch die gestiegenen Beteiligungserträge sowie die gestiegenen Zinserträge im Vergleich zum Vorjahr. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risiko- und Chancenbericht Die AVIA AG hat sich im Geschäftsjahr 2023 erneut als widerstandsfähig erwiesen, trotz der anhaltenden Herausforderungen aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts und anderer politischer Einflüsse auf den Energiemarkt. Der Wandel in diesem Sektor bietet weiterhin Chancen für eine positive Entwicklung, die im Einklang mit den strategischen Zielen der AVIA steht. Dies vor allem durch den konsequenten Ausbau der Geschäftsfelder und der gemeinsamen Systeme der AVIA. Kerngedanke ist es, die lokale Präsenz unserer Gesellschafter mit der übergeordneten Bündelung des Einkaufs von Waren und Dienstleistungen gewinnbringend zu verbinden. AVIA setzt ihre Wachstumsstrategie konsequent fort, indem sie zusätzliche Gesellschafter und Lizenznehmer akquiriert und verstärkt auf IT-gestützte Anwendungen im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie setzt. Darüber hinaus wird die eigene Energieproduktion ausgebaut, und es wird verstärkt in neue Geschäftsfelder wie Alternativkraftstoffe, Elektromobilität und Wasserstoff investiert. AVIA AG verfügt über ein System zur Risikoidentifizierung, Risikosteuerung und Risikoüberwachung. Durch das bestehende Planungs-, Berichts- und Controllingsystem werden Abweichungen von der geplanten Entwicklung frühzeitig erkannt und notwendige Maßnahmen ergriffen. Die Forderungen aus Mineralöl- und Energielieferungen an die AVIA- Firmen bzw. Lizenznehmer sind über Warenkreditversicherungen großteils abgesichert, so dass das Ausfallrisiko stark minimiert wird. Zusätzlich wird das bestehende Restrisiko durch ein systematisches und IT-gestütztes Risikoüberwachungssystem und Debitorenmanagement überwacht. Durch die Back to Back Geschäfte gibt es für die AVIA keine offenen Bestandspositionen und daher ein als gering eingeschätztes Absatzrisiko. Die risikoaverse Anlagestrategie in den Finanzanlagen reduziert das mögliche Verlustpotential noch deutlich. Die langfristigen Beteiligungen stützen das Vermögen des Unternehmens und sind sehr differenziert gesteuert - in den langjährig bekannten Geschäftsbereichen der Tankstellenversorgung wie auch in neuen Tätigkeitsfeldern, z.B. Windkraft, E-Mobilität, Wasserstoff, Finanzdienstleistungen und IT-Anwendungen im Bereich des Tankstellenmarktes. Unter normalen Bedingungen ist das Versorgungsrisiko auf dem Beschaffungsmarkt durch die ausgewogene Beschaffungsstruktur bei den Lieferanten als gering einzustufen. Die geopolitischen Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt, bleiben jedoch eine Herausforderung für die Versorgung, auch wenn AVIA durch ihre breite Lieferantenstruktur und ihre flexiblen Be- schaffungsstrategien gut positioniert ist, um darauf zu reagieren. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2023 konnte trotz der allgemeinen Herausforderungen mit einem guten Ergebnis abgeschlossen werden. Für das Jahr 2024 wird eine Fortsetzung der positiven Entwicklung erwartet, jedoch unter Berücksichtigung weiterer geopolitischer Unsicherheiten und potenzieller volatiler Marktbedingungen. Die AVIA wird voraussichtlich weiterhin von ihrer starken Positionierung in verschiedenen Geschäftsfeldern profitieren und ihre Wachstumsstrategie erfolgreich umsetzen können. Unsere Absatzentwicklung liegt in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 auf Planniveau und damit im Bereich unserer Erwartungen. Für den weiteren Verlauf des Jahres bleibt es abzuwarten, wie stabil der positive Trend sich halten wird. Ein baldiges Ende der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Ukraine und Russlang ist derzeit nicht abzusehen und könnte weiterhin Auswirkungen auf den Energiemarkt haben. Nach heutigem Stand sehen wir unsere Versorgungslage allerdings als gesichert und stabil. Das Einkaufs- und Absatzvolumen für das Geschäftsjahr 2024 ist insgesamt nur schwer zu schätzen, wir erwarten jedoch ein ähnliches Niveau wie in 2023. In der Prognose haben wir eine Steigerung des Finanzergebnisses durch die in den letzten Monaten wieder angestiegene und momentan stabile Zinslage entsprechend berücksichtigt. Wir gehen von einem sich erholenden Kapitalmarktniveau aus. Jeder weitere Zinsanstieg würde zu einem positiven Ergebnis führen. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Ertragsteuern, welches konservativ geplant leicht unter dem Ergebnis aus dem Vorjahr budgetiert ist. Die Chancen liegen vor allem im weiteren Auf- und Ausbau der Geschäftsfelder Alternativkraftstoffe, Elektromobilität und Wasserstoff. Risiken bestehen jedoch weiterhin hinsichtlich geopolitischer Spannungen und möglicher Marktschwankungen, die das Preisniveau beeinflussen könnten. Insgesamt bleibt die Prognose für 2024 mit einer gewissen Unsicherheit behaftet, aber die AVIA ist gut gerüstet, um auf mögliche Herausforderungen zu reagieren und ihre langfristigen, strategischen Ziele zu erreichen. Erklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktG Die Deutsche AVIA Mineralöl-Gesellschaft mit beschränkter Haftung hielt während des gesamten Geschäftsjahres 100% der Aktien- und Stimmrechtsanteile an der Gesellschaft. Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag bestand während des Berichtsjahres nicht. Der Vorstand hat deshalb für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 312 AktG einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) aufgestellt. Die Schlusserklärung dieses Berichts lautet: Wir erklären, dass die AVIA AG, München, bei allen im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2023 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr nicht getroffen oder unterlassen.
München, den 29.04.2024 Der Vorstand Holger Mark 1 https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-euro-indicators/w/2-08032024-ap 2 ttps://www.bundesbank.de/resource/blob/607806/c22cf69aad3bc56a68736c003deb0f6e/mL/s510ttezbzins-data.pdf 3 EID, Chronik 2023 4 AGEB_Infografik_05_2024_PEV_2000-2023.pdf (ag-energiebilanzen.de) 5 AGEB_Infografik_05_2024_PEV_2000-2023.pdf (ag-energiebilanzen.de) 6 https://www.agora-energiewende.de/fileadmin/Projekte/2023/2023-35_DE_JAW23/A-EW_317_JAW23_WEB.pdf 7 EID Ausgabe Tansktellen Spezial 1/2024 vom 15.03.2024 8 Quelle: amtliche Mineralölstatistik des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) per Oktober 2023 9 Quelle: AVIA Kraftstoffstatistik/ https://plattform.avia.de (bereinigt um OK/DK-Volumen (TS Projekt "Wiesn") BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Allgemeine Hinweise Die AVIA AG hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 41173). Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögengegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt die Abschreibung linear über längstens 13 Jahre. In Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften werden alle Anlagegüter mit Anschaffungskosten von 250,00 € bis 1.000,00 € auf einem jährlichen Sammelkonto verbucht und in fünf gleichen Jahresbeiträgen abgeschrieben; ihr Abgang wird im fünften Jahr unterstellt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden bereits im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und die Wertpapiere zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit ihren niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen, bei deren Berechnung der Stichtagssaldo zum 31.12.2023 unter Berücksichtigung der Risikoreduzierung durch die bestehende Warenkreditversicherung mit 1,5 % berücksichtigt wurde. Die Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Aktive latente Steuern ergeben sich aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Pensionsrückstellungen und phasenverschobenen Gewinnvereinnahmungen bei den Beteiligungen an Personengesellschaften. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach einem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G Klaus Heubeck" ermittelt. Als Rechnungszins für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde der durchschnittliche Marktzins der letzten 10 Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren angewendet. Der Zinssatz beträgt 1,82 % (Vj. 1,78%). Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2 % berücksichtigt. Es wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 4% eingerechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der "Entwicklung des Anlagevermögens" dargestellt. Aufstellung des Anteilsbesitzes
1) gem. vorläufigem Jahresabschluss 2023 2) in TCHF gem. Jahresabschluss zum 31.12.2023 Finanzanlagen Der Buchwert der Wertpapiere des Anlagevermögens beträgt 6.698 Tsd. €. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt 6.272 Tsd. €. Eine Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde unterlassen, da die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen die Deutsche AVIA Mineralöl- GmbH in Höhe von 68 Tsd. € (Vj. 7.426 Tsd. €), gegen die TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH in Höhe von 18.655 Tsd. € (Vj. 33.157 Tsd. €), gegen die Windpark Haiger-Dillbrecht GmbH & Co. KG in Höhe von 1.262 Tsd. € (Vj. 12 Tsd. €) und Forderungen gegen die Losset Beteiligungs GmbH & Co. KG in Höhe von 4.361 Tsd. € (Vj. 2.598 Tsd. €). Gegenseitige, gleichartige, erfüllbare Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen wurden im Berichtsjahr saldiert ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Rentenversicherungsanlagen in Höhe von 371 Tsd. € (Vj. 16.247 Tsd. €) sowie ein Darlehen in Form eines revolvierenden Kontokorrentkontos in Höhe von 19.225 Tsd. € (Vj. 16.957 Tsd. €). Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Wertpapiere in Höhe von 10.938 Tsd. € (Vj. 22.825 Tsd. €) werden laufend gehandelt und sind nicht dazu bestimmt, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Aktive latente Steuern Bisher wurde das Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern ausgeübt. Um eine einheitliche Umsetzung der Konzernbilanzrichtlinien zu erreichen, wird ab diesem Geschäftsjahr kein Gebrauch mehr von dem Wahlrecht gemacht und auf den Ausweis aktiver latenter Steuern verzichtet. Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen wie folgt:
Der Bewertung wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 32,98 % (15,83 % für KSt + Solz und 17,15 % für GewSt) zugrunde gelegt. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das voll einbezahlte Grundkapital in Höhe von 7.961.940,00 € ist eingeteilt in 7.961.940 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 €. Es handelt sich um vinkulierte Namensaktien. Alleinaktionärin ist die Deutsche AVIA Mineralöl-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, München (gem. Mitteilung nach §20 Abs.1, 4 AktG). Bilanzgewinn Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres erfolgte im Geschäftsjahr 2023 eine Ausschüttung in Höhe von 700 Tsd. €. Der verbleibende Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt 6.535 Tsd. € (Vj. 6.677 Tsd. €). Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB beträgt 24 Tsd. €. Diese ergeben sich aus dem Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen zwischen einem Ansatz mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes und einem Ansatz mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2023 24 Tsd. €. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.842 Tsd. € (Vj. 2.444 Tsd. €) beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 317.493 Tsd. € (Vj. 343.144 Tsd. €) durch stille Abtretung aller Forderungen und Eigentumsvorbehalte aus dem Weiterverkauf der Produkte gesichert. Des Weiteren wurde für die Sicherung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.200 Tsd. € (Vj. 1.200 Tsd. €) Festgeldguthaben verpfändet und in Höhe von 1.000 Tsd. € eine Bankbürgschaft gestellt. Darüber hinaus bestehen Eventualansprüche der Lieferanten von Mineralölprodukten aus der Warenkreditversicherung. Die Anzahlungen von Kunden von AVIA PrePaid Tankkarten betragen 4.753 Tsd. € (Vj. 4.023 Tsd. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Verrechnungsverkehr. Erhaltene Sicherheiten in Höhe von 3.303 Tsd. € (Vj. 3.303 Tsd. €) sind in den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 3.324 Tsd. € (Vj. 3.325 Tsd. €) enthalten. Mit Ausnahme der Sicherheitsleistungen in Höhe von 3.303 Tsd. € (Vj. 3.303 Tsd. €), die eine Laufzeit von mehr als 1 Jahr aufweisen, sind die Verbindlichkeiten in Höhe von 317.514 Tsd. € (Vj. 355.754 Tsd. €) innerhalb eines Jahres fällig. Haftungsverhältnisse
Das Risiko der Inanspruchnahme aus den vorbezeichneten Haftungsverhältnissen wird als unwahrscheinlich angesehen. Sowohl die Bürgschaft als auch die bestellten Sicherheiten dienen zur Sicherung einer Rückbauverpflichtung einer Windkraftanlage. Der Rückbau wird erst am Nutzungsende der Windkraftanlage erfolgen. Die Garantie- und Ausfallhaftungserklärung dient zur Sicherung der Kaufpreisfinanzierung der Losset Beteiligungs GmbH & Co. KG für die Anteile an der TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen beträgt 94 Tsd. € (Vj. 192 Tsd. €.). Aus der Übernahme von GmbH-Anteilen (Gebinde-Verwertungsgesellschaft der Mineralölwirtschaft mbH, Hamburg) bestehen noch nicht eingeforderte Einzahlungsverpflichtungen von 12 Tsd. € (Vj. 12 Tsd. €). Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Mietverträgen in Höhe von 592 Tsd. € (Vj. 1.047 Tsd. €). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Handel mit Mineralölprodukten und wurden nahezu ausschließlich im Inland getätigt. Sonstige betriebliche Erträge Enthalten sind Erträge aus der Erstattung von Dienstleistungskosten 30 Tsd. € (Vj. 12 Tsd. €), Auflösung von Rückstellungen 21 Tsd. € (Vj. 26 Tsd. €) sowie sonstige Erträge 135 Tsd. € (Vj. 40 Tsd. €). Erträge aus Beteiligungen Aus dem Anteilsbesitz der Gesellschaft fließen Beteiligungserträge zu. Davon resultieren 14 Tsd. € (Vj. 13 Tsd. €) von der Gebindeverwertungsgesellschaft GmbH, 1.233 Tsd. € (Vj. 178 Tsd. €) aus den Beteiligungen an den AVIA Windparkgesellschaften und 1.762 Tsd. € (Vj. 2.157 Tsd. €) aus der Beteiligung an der Losset Beteiligungs GmbH & Co. KG. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Von den Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 272 Tsd. € (Vj. 2.131 Tsd. €) betreffen 289 Tsd. € (Vj. 943 Tsd. €) das laufende Geschäftsjahr. Sonstige Angaben Organe Aufsichtsrat Bernhard Austermann Beiratsvorsitzendender Otto Fricke GmbH & Co. KG, Gütersloh Vorsitzender Christian Ernst Geschäftsführender Gesellschafter Heinrich Klöcker GmbH & Co. KG, Borken stellv. Vorsitzender Christine Keslar-Tunder Geschäftsführende Gesellschafterin Keslar GmbH Energiehandel, Kempten Claudia Schwecke Geschäftsführende Gesellschafterin A.F. Bauer GmbH, Regenstauf Richard Walch Geschäftsführender Gesellschafter ILZHÖFER Inh. Walch GmbH & Co. KG, Augsburg Marc Braun Geschäftsführender Gesellschafter Ernst Braun Mineralöle GmbH, Nürnberg Vorstand Holger Mark, München, alleiniger Geschäftsführer der Deutsche AVIA Mineralöl-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Diplom Wirtschaftsingenieur (FH). In Ausübung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands verzichtet. Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands Für ehemalige Mitglieder des Vorstands betrugen die Bezüge 141 Tsd. € (Vj. 171 Tsd. €). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betragen zum 31. Dezember 2023 2.436 Tsd. € (Vj. 2.461 Tsd. €). Die Rückstellungen für Pensionen dieses Personenkreises nach Art. 67 Abs. 2 EGHGB wurden in 2021 bereits komplett zugeführt. Mitarbeiter Es werden keine Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesellschaft bedient sich des Personals des Mutterunternehmens. Konzernverhältnisse Als Mutterunternehmen stellt die Deutsche AVIA Mineralöl-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, München, einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an Unternehmen auf, in den die AVIA AG einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Gewinnverwendung Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 10.456 Tsd. € eine Ausschüttung von 1.500 Tsd. € vorzunehmen und den Restbetrag in Höhe von 8.956 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen. Für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird nicht angegeben, da die Angaben im Konzernabschluss der Muttergesellschaft enthalten sind.
München, den 29.04.2024 Der Vorstand Holger Mark Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AVIA AG, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AVIA AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AVIA AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 15. Mai 2024 Linn
Goppold Treuhand GmbH
Schierl, Wirtschaftsprüfer Fleischmann, Wirtschaftsprüfer AUFSICHTSRATSBERICHT Im Geschäftsjahr 2023 haben Aufsichtsrat und Beirat ihre Aufgaben und Pflichten nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung umfassend und sorgfältig wahrgenommen. Dieser konnte sich intensiv mit der guten Lage der Unternehmen beschäftigen. Der Aufsichtsrag hat den Vorstand bei der Führung der Deutschen AVIA Mineralöl-GmbH regelmäßig beraten und seine Tätigkeit kontinuierlich überwacht. Dabei hat sich der Aufsichtsrat von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt. Der Aufsichtsrat hat die Berichte der Geschäftsleitung ausführlich erörtert und war in alle bedeutungsvollen Geschäftsvorfälle eingebunden. Hierfür waren der Aufsichtsrat durch die Geschäftsleitung regelmäßig und zeitnah sowohl mündlich als auch schriftlich umfassend informiert worden. In den Ausschusssitzungen erfolgte eine ausreichende Diskussion mit der Geschäftsleitung zu den Anträgen, Beschlussvorlagen und der geschäftlichen Entwicklung. Unter den Prämissen des bestehenden Risikomanagements erfolgte die Weiterentwicklung bzw. Weiterverfolgung des Unternehmenserfolges. Jahresabschluss und Lagebericht sind von dem in der Hauptversammlung vom 26. Mai 2023 gewählten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023, der Linn Goppold Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat sich aufgrund seiner eigenen Prüfung diesem Prüfungsergebnis angeschlossen und den Jahresabschluss sowie den Lagebericht am 28. Mai 2024 gebilligt. Dem Aufsichtsrat hat der Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG vorgelegen. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Die Linn Goppold Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat diesen Bericht ebenfalls geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat zu dem Ergebnis der Prüfung der Linn Goppold Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, keine Bemerkungen zu machen und erhebt keine Einwendungen gegen die im Lagebericht des Vorstands enthaltene Schlusserklärung. Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat Dank und Anerkennung für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit aus.
München, den 17. Mai 2023 Bernhard Austermann, Vorsitzender des Aufsichtsrats ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSBERICHTDie ordentliche Hauptversammlung vom 29.05.2024 hat den Vorschlag des Vorstands, aus dem Jahresergebnis in Höhe von 3.920.533,21 € eine Ausschüttung von 1.500.000 € vorzunehmen und den Restbetrag in Höhe von 2.420.533,20 € auf neue Rechnung vorzutragen, durch einstimmigen Beschluss angenommen. VERMERK NACH § 328 ABS. 1a SATZ 1 HGB Der Jahresabschluss wurde am 28.05.2024 vom Aufsichtsrat festgestellt und gebilligt. |
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