Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 11011
Vorher
GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH
Eingetragen
23.2.2006
Branche
Private Wach- und Sicherheitsdienste für VeranstaltungenSonstige private Wach- und SicherheitsdiensteSicherheitsdienste a. n. g.
Gegenstand
Sicherheitsdienstleistungen aller Art, insbesondere die Ausübung des Bewachungsgewerbes gem. § 34 a GeWO, der Betrieb, die Installation und Verwertung von Gefahrenmeldeanlagen und Geldanlagen, der Objekt-, Personen-, Betriebs-, Werk-, Verwaltungsund Messeschutz, Wach-, Pförtner-, Ordnungs- und Patroulliendienste sowie Sicherheits-Consulting sowie der Handel mit Einrichtungen und Anlagen jeder Art, die der Sicherheit zu dienen geeignet sind. Ferner bietet das Unternehmen genehmigungsfreie Servicedienste, insbesondere Kurier- und Belegfahrten, Fahrausweiskontrollen in Verkehrsmitteln des öffentlichen Verkehrs, Hausmeisterdienste, Baustellenberäumungen sowie Dienstleistungen im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung an.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jutta Mueller
seit 1.8.2023
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Monika Peters
seit 16.2.2007
Prokura
Michael Bock-Petzolt
seit 23.2.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ICTS EUROPE SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ICTS EUROPE SAS
France
167.500 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ICTS Protect Germany GmbH
(vormals: GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH)

Potsdam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 79.228,14 85.605,85
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 234.333,56 267.055,43
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
338.561,70 377.661,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 422.498,97 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.131.264,66 7.941.192,07
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 3.075.145,68 (Vorjahr: EUR 374.756,47)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 168.746,44 173.203,37
10.722.510,07 8.114.395,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 108.991,45 60.570,96
11.170.063,22 8.552.627,68

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 167.500,00 167.500,00
II. Kapitalrücklage 1.582.536,94 1.582.536,94
III. Gewinnvortrag 68.817,21 475.826,95
IV. Jahresfehlbetrag -300.569,41 -407.009,74
1.518.284,74 1.818.854,15
B. Rückstellungen 729.685,87 720.398,57
C. Verbindlichkeiten 8.900.688,44 5.991.922,73
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 2.435.239,13 (Vorjahr: EUR 1.488.305,44)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 48,06
E. Passive latente Steuern 21.404,17 21.404,17
11.170.063,22 8.552.627,68

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
1. Umsatzerlöse 34.169.905,80 33.967.298,83
2. Sonstige betriebliche Erträge 766.312,66 604.525,17
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.441.019,54 2.805.064,37
2.441.019,54 2.805.064,37
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 24.986.397,34 24.556.043,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.708.330,91 4.729.320,79
29.694.728,25 29.285.363,94
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 136.860,53 146.392,71
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.853.935,24 2.658.014,13
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.291,18 760,57
- davon aus verbundenen Unternehmen ( 7.881,96 ) ( 728,58 )
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 119.744,03 77.558,40
- davon aus verbundenen Unternehmen ( 86.279,90 ) ( 54.906,97 )
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 200,00
- davon latente Steuern ( 0,00 ) ( 0,00 )
10. Ergebnis nach Steuern -292.777,95 -400.008,98
11. Sonstige Steuern 7.791,46 7.000,76
12. Jahresfehlbetrag -300.569,41 -407.009,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Firma: ICTS Protect Germany GmbH (ehemals GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH)
Sitz: Potsdam
Registergericht: Amtsgericht Potsdam
Registergericht Nr.: HRB 11011P

II. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss ist unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. v. § 264 HGB nach den §§ 238 bis 256 a HGB und den §§ 264 bis 288 HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibung des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren.

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt in der Regel nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Verwendung der linearen Methode. Die neu angeschafften Pkw werden entsprechend ihrer Jahresleistung abgeschrieben.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter € 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Beteiligung wird zum Anschaffungspreis bewertet. Die Beteiligung ist die ICTS Professional Technology GmbH (ehemals GSE Professional Technology GmbH), die am 11. November 2019 gegründet wurde. Im Jahr 2019 gab es keine Aktivitäten im assoziierten Unternehmen. Ab 2020 wird eine Notruf Service Leitstelle/Alarm Empfangsstelle ausgeübt.

Die Vorräte enthalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zum Bilanzstichtag bestehen unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30 % passive Steuerlatenzen im Anlagevermögen.

IV. Angaben zur Bilanz

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang).

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen vollumfänglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle kurzfristiger Natur.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Berufsgenossenschaftsbeitrag 553,3
Urlaubsrückstellung 85,0
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 61,4
Rückstellungen für Löhne und Sozialversicherungsbeiträge 2020 20,9
Rückstellung für Archivierungskosten 9,0
729,6

Die gesamten Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 2.435,2 aus kurzfristigen Darlehen und in Höhe von T€ 35,2 aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Gesellschaften resultieren in Höhe von T€ 4.322,8 aus kurzfristigen Darlehen und in Höhe von T€ 216,0 aus Lieferungen und Leistungen.

Die passiven latenten Steuern wurden gemäß § 274 HGB für Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Ansätzen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 53,0 T€ mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 30 % gebildet.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit T€ 38,6 periodenfremde Erträge enthalten. Unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 38,6 enthalten.

VI. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen in Höhe von rund T€ 317,7, aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 172,3 und aus Serviceraten in Höhe von rund T€ 13,7.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

2020
Gewerbliche Mitarbeiter 1.035
Geringfügig Beschäftigte 77
1.112

VII. Ergänzende Angaben

Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr 2020 bestellt:

Herr Andreas Wolfgang Stauder, Potsdam - kaufmännischer Angestellter,

Herr Marco Ralf-Bernard Wilde, Borkwalde - kaufmännischer Angestellter und

Herr Cornelis Jan Dijkstra, Berlin - kaufmännischer Angestellter.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge für aktive und ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Verschmelzung

Auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 1. März 2019 und der Zustimmungsbeschlüsse vom selben Tage ist die GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz Verwaltungs GmbH mit Sitz in Potsdam (Amtsgericht Potsdam HRB 146896P) durch Übertragung ihres Vermögens unter Auflösung ohne Abwicklung als Ganzes auf die Gesellschaft verschmolzen.

Kapitalrücklage

Die ICTS Europe SAS hat zum 31. Dezember 2018 eine freiwillige Einzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von € 1.477.921,02 durch Umwandlung einer Forderung von € 1.477.921,02 in eine Kapitalrücklage geleistet.

Seit 1. August 2016 ist die Gesellschaft 100 %iges Tochterunternehmen der ICTS Europe SAS, Frankreich. SOFINORD S. A., Paris, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis des Konzerns auf. In diesem wird die Gesellschaft einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz von SOFINORD S. A. erhältlich.

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss enthalten.

VIII. Nachtragsbericht

Wesentliches Ereignis nach dem Bilanzstichtag war die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus. Das Covid 19 Pandemie hat keinen negativen Einfluss auf Umsatz oder Ergebnis während 2020. Für einige Kunden konnten wir aufgrund von Covid19 weniger Stunden an Sicherheitsleistungen erbringen, was wir jedoch durch die Bereitstellung zusätzlicher Covid-bezogener Leistungen für andere Kunden vollständig kompensieren konnten. Aufgrund der Covid19-Pandemie gab es im Jahr 2020 kein wesentliches Umsatzwachstum. Abgesehen von hauptsächlich organisatorischen Problemen und zusätzlichem Managementaufwand hatte die Covid19-Pandemie keine wesentlichen Auswirkungen auf das Unternehmen.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2020 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Potsdam, 27. September 2023

gez. Andreas Wolfgang Stauder

gez. Cornelis Jan Dijkstra

gez. Marco Ralf-Bernard Wilde

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 213.259,03 30.543,83 0,00 243.802,86
2. Firmenwert 61.650,00 0,00 0,00 61.650,00
274.909,03 30.543,83 0,00 305.452,86
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 820.090,68 79.431,17 104.702,87 794.818,98
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
Gesamtsumme 1.119.999,71 109.975,00 104.702,87 1.125.271,84
Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 168.753,18 32.513,48 0,00 201.266,66
2. Firmenwert 20.550,00 4.408,06 0,00 24.958,06
189.303,18 36.921,54 0,00 226.224,72
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 553.035,25 99.938,99 92.488,82 560.485,42
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 742.338,43 136.860,53 92.488,82 786.710,14
Buchwerte
Buchwert 31.12.2020 Buchwert 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 42.536,20 44.505,85
2. Firmenwert 36.691,94 41.100,00
79.228,14 85.605,85
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 234.333,56 267.055,43
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
Gesamtsumme 338.561,70 377.661,28

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

A. Geschäftsmodell des Unternehmens

ICTS PROTECT ist ein wachstumsorientierter Sicherheitsdienstleister. Wir bieten alle Sicherheitsdienstleistungen - von A wie Arbeitssicherheit bis Z wie Zugangskontrolle - mit jeweils speziell dafür qualifizierten Mitarbeitern an. Systematisch analysieren wir den individuellen Bedarf, finden effiziente Lösungen und setzen diese mit den Kunden um. Das Spektrum unserer Geschäftstätigkeit gliedert sich wie folgt:

Sicherheitsanalyse

Objektschutz

Arbeitsschutz

Werkschutz

Veranstaltungsschutz.

Die Gesellschaft betreibt Niederlassungen in:

Rostock,

Berlin,

Potsdam,

Cottbus,

Brandenburg,

Fürstenwalde,

Leipzig,

Dresden,

Magdeburg,

Hamburg,

Frankfurt,

Köln.

Die Niederlassungen werden jeweils von Niederlassungsleitern geführt, die dem Unternehmen, fast ausschließlich seit vielen Jahren angehören.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 % 1.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 2. Quartal 2021 preisbereinigt um 9,6 %, preis- und kalenderbereinigt um 9,2 %, höher als im 2. Quartal 2020, das vom ersten Corona-Lockdown besonders betroffen war 2. Im Vergleich zum 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, lag das BIP im 2. Quartal 2021 noch um 3,4 % niedriger.

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_365_811.html

2. Entwicklung der Branche

Die Sicherheitswirtschaft leistet mit rund 259.500 Mitarbeitern einen unverzichtbaren Beitrag für die innere Sicherheit Deutschlands. Der Markt für Sicherheitsdienstleistungen erwirtschaftete laut Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) 3 2020 ein Gesamtvolumen von 9,2 Milliarden Euro (rund 5.700 Wach- und Sicherheitsdienstleistungsunternehmen). Die wichtigsten Bereiche im Wach- und Sicherheitsdienstleistungsmarkt bilden dabei der qualifizierte Werk- und Objektschutz für Unternehmen und öffentliche Institutionen, Aufgaben im Bereich Luftsicherheit sowie der Betrieb von Notruf- und Serviceleitstellen. Trotz des auch für 2020 zu verzeichnenden leichten Umsatzzuwachses der Gesamtbranche haben die Corona-Pandemie und die daraus resultierende Wirtschaftskrise bei vielen Anbietern der Sicherheitswirtschaft deutliche Spuren hinterlassen. Die Bereiche Messe- und Veranstaltungsdienste, sowie Sportevents kamen nahezu vollständig zum Erliegen, ebenso waren Sicherheits- und Serviceaufgaben für kulturelle Einrichtungen maßgeblich betroffen.

3 BDSW Sicherheitswirtschaft in Deutschland, 01.06.2021

Im August 2016 wurden wir durch die international tätige ICTS Europe SA aus Frankreich übernommen. Diese Kooperation stärkt weiter die Position der ICTS im Markt durch die Chance zur Aufnahme zusätzlicher Aufträge für international agierende Konzerne.

3. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Margenentwicklung

Der Umsatz erhöhte sich leicht in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % von TEUR 33.967,2 auf TEUR 34.169,9. Der Markt im Allgemeinen ist vom Wettbewerb unter Preisdruck geprägt, der die Möglichkeiten zur Erhöhung der Gewinnspanne bei Neuverträgen einschränkt. Aufgrund des Preisdrucks verringerte sich die Bruttomarge in 2020 um 0,7% auf 13,1%. Der im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2020 geplante leichte Anstieg der Umsatzerlöse um ca. 1% konnte erreicht werden.

Investitionen

Investitionen in das Sachanlagevermögen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 hauptsächlich im Rahmen von Ersatzbeschaffungen getätigt. Darüber hinaus wurde weiter verstärkt in unsere IT-Infrastruktur zur Verbesserung der Arbeitsabläufe investiert.

Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer ist im Geschäftsjahr 2020 um 3 Arbeitnehmer auf insgesamt 1.112 Arbeitnehmer gesunken.

4. Darstellung der Lage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von TEUR 34.169,9 (TEUR 33.967,2). Das EBITDA erhöhte sich von TEUR -176 auf TEUR -54. Die Personalaufwandsquote sank von 85,7 % in 2019 auf 85,0 % in 2020.

Finanzlage

Die Gesellschaft beendete das Geschäftsjahr 2020 mit liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 168,7. (TEUR 173,2) Seit Dezember 2020 ist das Unternehmen Teil des Cash-Pools der ICTS Europe SAS-Gruppe. Die Zugehörigkeit zum Cash Pool der ICTS-Gruppe gewährleistet die Fähigkeit des Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die Veränderung der Zahlungsmittel ergibt sich aus folgender Kapitalflussrechnung:

In TEUR 2020 2019
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (3.865) (1.536)
Cashflow aus Investitionstätigkeit (81) (264)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (119) 1.822
Nettoveränderung der Zahlungsmittel (4.065) 22
Zahlungsmittel zum Periodenanfang 161 139
Zahlungsmittel zum Periodenende (3.904) 161

Zahlungsmittel stellen alle frei verfügbaren Bankkonten und Barmittel sowie der Saldo des Cashpooling-Kontos mit der Muttergesellschaft dar. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ergibt sich vor allem aus dem erheblichen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen im Intercompany-Bereich und der Investitionen in Lagerbestände. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit spiegelt vor allem Investitionen in Ausrüstung. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt aus den geleisteten Zinsen für die Finanzierung über den Cashpool.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Berichtsjahres beträgt TEUR 11.170,0 und ist damit TEUR 2.617,4 höher als im Vorjahr. Insbesondere stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (um TEUR 649,4 mehr von TEUR 4.946,9 auf TEUR 5.596,3) aufgrund des Anstiegs der Neuverträge im vierten Quartal. Zusätzlich haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Anstieg um TEUR 2.700,6 von TEUR 374,7 auf TEUR 3.075,4) erhöht durch Investitionen in den Aufbau der ICTS Professional Technology GmbH (TEUR 1.419,0) und die Bereitstellung von Mitarbeitern an die ICTS LogiSec GmbH (TEUR 1.277,0) für den Einsatz bei Kunden der ICTS LogiSec GmbH. Demgegenüber steht ein wesentlicher Anstieg (TEUR 3.889,3) der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 10.131,2 sind höher als die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.903,7. Der aktuelle Liquiditätsgrad beträgt 1,37 (war 1.32). Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Kapitalrücklage

Die ICTS Europe SAS hat zum 31. Dezember 2018 eine freiwillige Einzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.477.9 durch Umwandlung einer Forderung von TEUR 1.477.9 geleistet. Durch Verschmelzung der GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz Verwaltungs mbH auf die Gesellschaft erhöhte sich die Kapitalrücklage um TEUR 105. Die Eigenkapitalquote sank im Geschäftsjahr durch den Anstieg der Bilanzsumme von 21.3% auf 13,6%.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Geschäftsverlauf der ICTS Protect im Jahr 2020 von Herausforderungen geprägt war. Wir befinden uns derzeit in der Endphase Restrukturierung innerhalb der Gruppe. ICTS Protect ergreift Maßnahmen zur weiteren Senkung der Fixkosten und konzentriert sich auf die Steigerung des Umsatzes. Aufgrund dieser Maßnahmen gehen wir davon aus, dass sich dies positiv auf die zukünftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken wird.

C. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den für die Unternehmenssteuerung wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren gehören - mit Verweis auf die vorangestellten Darstellungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - die Umsatzerlöse, die Bruttomarge sowie das EBITDA. Darüber hinaus wird ferner die Personalaufwandsquote zur Steuerung hinzugezogen. Die Gesellschaft verwendet neben den finanziellen noch nicht finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens.

D. Chancen- und Risikobericht

Um Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und entsprechend adressieren zu können, hat die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem implementiert. Es ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung und dient der Identifizierung, Kontrolle und Steuerung eingegangener Risiken.

Die Gesellschaft sieht folgende wesentliche Risiken, die zu einer Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufs führen können:

Corona-Pandemie

Generell hatte die Corona-Pandemie keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnis- und Gewinnentwicklung des Unternehmens. Bisher konnten wir die Verringerung der Anzahl der geleistete Stunden für bestimmte Kunden durch eine Erhöhung des Arbeitsumfangs für andere Kunden kompensieren. Für die kommenden Jahre ist nicht zu erwarten, dass Covid einen Einfluss auf den Umsatz und das Ergebnis haben wird.

Krieg in der Ukraine

Obwohl die ICTS Protect Germany GmbH als Sicherheitsunternehmen ausschließlich in Deutschland tätig ist, ist eine zunehmende Verunsicherung in der Gesellschaft insbesondere an den steigenden Energiepreisen und der daraus resultierenden steigenden Inflation zu beobachten. Die Unsicherheit in der Gesellschaft könnte zu einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis führen was einen höheren Einsatz von Sicherheitskräften erfordern würde.

Anhebung Mindestlohn

Die Bundesregierung hat für das Jahr 2022 ab dem 1. Oktober 2022 eine deutliche Anhebung des Mindestlohns festgelegt. Aufgrund dessen werden bestehende Tarifverträge auslaufen bzw. aufgekündigt. Die bis dato geltenden Löhne gem. Tarifvertrag werden um bis zu 10,1 % steigen. Aufgrund der Vertragsgestaltungen mit unseren Kunden werden wir diese Lohnerhöhungen nicht im gleichen Maße durch höhere Stundensätze kompensieren können. Dies wird dazu führen, dass unsere Bruttomarge ab dem 1. Oktober 2022 unter Druck geraten wird.

Marktrisiken und Risiken aus dem operativen Geschäft

Der Markt des Wach- und Sicherheitsgewerbes wird weiter von einem preisaggressiven Wettbewerbsumfeld gekennzeichnet sein. Der Markt und die Bedürfnisse der Kunden wachsen, da das Bewusstsein der eigenen Werteschaffung und -sicherung stetig steigt. Grundsätzlich besteht daher auch das Risiko, den Umsatz auf wenige Kunden zu konzentrieren. Die Gesellschaft begrenzt diese Risiken, indem das Leistungsportfolio und die Kundenstruktur möglichst vielfältig gehalten werden. Die verschiedenen regionalen Standorte entwickeln sich nicht homogen. Dem trägt das Unternehmen durch genaue Beobachtung der einzelnen Niederlassungen, durch marktspezifische Vertriebsaktivitäten und Kundenbetreuung Rechnung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung werden als gering eingeschätzt.

Risiken in Bezug auf das Personal

Als personalintensiver Dienstleister ist nicht nur die langfristig demographische Entwicklung, sondern auch die kurzfristige gute Beschäftigungsquote in Deutschland von Bedeutung. Die Rekrutierung von erfahrenen und Nachwuchsfachkräften insbesondere für das weitere Wachstum ist daher besonders wichtig und bedarf einer sorgfältigen Planung. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft, indem sie vielfältige Beziehungen zu potentiellen Bewerbern pflegt. Es besteht eine etablierte Zusammenarbeit mit Personalvermittlern und ein effektives Bewerbermanagement.

Darüber hinaus haben gesetzliche Änderungen mit Auswirkungen auf die Lohn- und Gehaltszahlungen einen erheblichen Einfluss auf das Geschäft. Steigerungen der Lohn- und Gehaltskosten sowie der Sozialversicherungsbeiträge für qualifiziertes Personal können nur bedingt an Kunden weitergegeben werden. ICTS Protect Germany GmbH versucht, durch Sensibilisierung und intensive Kommunikation Kunden von den sich durch höhere Personalkosten ergebenden Preisanpassungen zu überzeugen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung wird als mittel eingeschätzt.

Chancen

Innerhalb der ICTS Gruppe liegt die Chance eines Qualitätsanbieters, wie der ICTS Protect Germany GmbH, ihren Marktanteil weiter auszubauen und höhere Preise durchzusetzen. Wir werden weiter unsere Anstrengungen darauf konzentrieren, dass wir unsere bestehenden Kunden mit der gewohnten Qualität und Zuverlässigkeit bedienen. Außerdem werden wir uns weiter um große Aufträge bemühen, bei denen wir die von uns entwickelten Produkte verkaufen können. Hierbei wird die Kooperation mit der Muttergesellschaft eine tragende Rolle einnehmen. Trotz des geplanten Bemühens um zusätzliche Großaufträge werden wir weiterhin vertriebliche Schwerpunkte setzen, in Bezug auf eine Verbesserung der regionalen und branchenspezifischen Ausrichtung unserer Sicherheitsleistungen sowie der Erweiterung unseres Dienstleistungsangebotes bei unseren bestehenden Kunden. Dabei werden wir bei untermargigen Kunden konsequent alle Instrumente der Ergebnisverbesserung nutzen.

Zusammenfassung

Die Gesamtrisikolage hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Insgesamt sieht die Geschäftsführung derzeit keine konkreten wesentlichen Risiken, welche den Fortbestand des Unternehmens mittelfristig gefährden könnten. Basierend auf der "Contract Pipeline" und den Kundenkontakten erwartet die Geschäftsleitung für die kommenden Jahre eine positive Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis.

E. Prognosebericht

Das Unternehmen hat den Covid Lockdown 2020 gut überstanden, ohne dass dies spürbare Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis für das Jahr 2020 hatte. Bei einigen Kunden mussten wir den Einsatz von Sicherheitspersonal reduzieren, aber wir konnten dies durch zusätzliche Einsätze bei anderen Kunden ausgleichen.

Das Unternehmen hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, wie z.B. Hygienemaßnahmen, um das Infektionsrisiko für das Personal zu verringern. Auf der Grundlage der jüngsten makroökonomischen Trends erwartet das Unternehmen eine Verlangsamung des Wachstums. Das Unternehmen hat Pläne und Szenarien ausgearbeitet, um die Auswirkungen auf das Ergebnis im Falle einer weiteren Verlangsamung des Wachstums zu minimieren.

In der ursprünglichen Planung für das Geschäftsjahr 2020 wurde der Anstieg der Umsatzerlöse auf über EUR 35 Mio. vorgesehen. Die entstandenen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 34.170 liegen leicht unterhalb des geplanten Niveaus. Der Jahresergebnis 2020 hat sich im Einklang mit der geplanten Veränderung um TEUR 100 verbessert.

Der Umsatz im Jahr 2021 wird voraussichtlich um 8% auf über EUR 36 Mio. (EUR 34,2 Mio. in 2020) steigen. Trotz der zusätzlichen Kosten in Zusammenhang mit COVID-19 (Hygienemaßnahmen, Personal in Quarantäne usw.) wird eine Verbesserung des Ergebnisses gegenüber 2020 um etwa TEUR 470 (TEUR -300,5 in 2020) erwartet. Die Personalaufwandsquote soll von 85,0% auf 87,0% in 2021 steigen.

Die Umsatzerlöse im Jahr 2023 werden sich im Vergleich zu den Umsatzniveaus in den Jahren 2020 und 2021 aufgrund der Gewinnung der neuen Aufträge fast verdoppeln. Für das Jahr 2023 erwarten wir Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 65.806. Die Personalaufwandsquote wird voraussichtlich auf dem Niveau von 85 % mit leichten Schwankungen verbleiben.

Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir eine konstante Entwicklung des Geschäftsverlaufs bei auskömmlichen Preisen. Aufgrund unserer guten qualitativen Arbeit und unserer guten vertrieblichen Ausrichtung, in die wir in der Vergangenheit erheblich investiert hatten, gehen wir davon aus, dass wir diesem Wettbewerbsdruck standhalten können. Wir werden uns weiterhin bemühen, als aggressiver Wettbewerber unsere Marktposition auch gegen diesen Preisdruck zu verteidigen und auszubauen. Wir werden dazu unsere finanziellen Möglichkeiten für die Stärkung der vertrieblichen Strukturen und für die weitere Qualifizierung und die Akquisition von Führungs- und Nachwuchskräften nutzen. Es sind leicht höhere Umsatzerlöse und ein deutlich besseres Betriebsergebnis geplant. Insgesamt gehen wir von einem positiven Trend bis zum Jahr 2024 aus.

F. Erklärung zur Unternehmensführung

Am 23. Juni 2022 wurde der Namenswechsel der Gesellschaft auf ICTS Protect Germany GmbH durchgeführt. Die offene Zugehörigkeit zur weltweit präsenten ICTS Europe SAAS ist ein weiterer wichtiger Meilenstein.

Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat, der den Vorgaben des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat entspricht. Es wurde auch eine Zielgrößenfestlegung im Sinne § 52 Abs. 2 Satz 1 GmbHG unterlassen. Die Geschäftsführung besteht zum Aufstellungszeitpunkt aus drei Männern; auch die Zielgröße ist weiterhin mit 0 angesetzt, da die Branche eine bedeutende Herausforderung hinsichtlich der Teilhabe von Frauen aufweist.

Derzeit ist kein Geschäftsführerposten durch eine Frau besetzt. Eine Festlegung von Zielgrößen und Zielerreichungsfristen gem. der Anforderung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft ("Gesetz zur Frauenquote") ist bislang nicht erfolgt. Für die folgenden beiden Geschäftsjahre ist geplant, die Leitungsebene unterhalb der Geschäftsführung bei Neu- oder Ersatzbesetzungen mit Frauen zu ergänzen.

G. Sonstige Angaben

Eine Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten und eine Forschungs- und Entwicklungsbericht entfällt, da bei unserer Gesellschaft nicht vorliegend. Zu den Zweigniederlassungen verweisen wir auf Punkt A.

 

Potsdam, den 27. September 2023

gez. Andreas Wolfgang Stauder

gez. Cornelis Jan Dijkstra

gez. Marco Ralf-Bernard Wilde

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ICTS Protect Germany GmbH (ehemals GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH), Potsdam:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ICTS Protect Germany GmbH (ehemals GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH), Potsdam - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ICTS Protect Germany GmbH (ehemals GSE Protect Gesellschaft für Sicherheit und Eigentumsschutz mbH), Potsdam für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung im Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 27. September 2023

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Grabs, Wirtschaftsprüfer

Wenzing, Wirtschaftsprüfer

Mit Gesellschafterversammlung vom 10. November 2023 wurde der Jahresabschluss festgestellt. Es wurde beschlossen den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2020 auf neue Rechnung vorzutragen.

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