Rosenbauer Karlsruhe GmbH
Carl-Metz-Straße 9, 76185 Karlsruhe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Andrew Pflüger seit 11.12.2023 | Prokura |
Michael Siegfried Kristeller seit 5.8.2009 | Geschäftsführer |
Marcus Schlampp seit 21.4.2009 | Prokura |
Michael Huber seit 20.10.2006 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Rosenbauer International AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rosenbauer Karlsruhe GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Amtsgericht Mannheim HRB 108269Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB (analoge Anwendung bei erweiterter Anwachsung). Die Gesellschaft ist unter der Firma Rosenbauer Karlsruhe GmbH mit Sitz in Karlsruhe im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 108269 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern betragen im Allgemeinen drei bis fünf Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um lineare Abschreibungen vermindert. Bei den Mieteinbauten werden Nutzungsdauern von 7 bis 14 Jahren und bei den Technischen Anlagen und Maschinen sowie der anderen Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre zu Grunde gelegt. Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 800,00 im Jahr des Zugangs werden in voller Höhe abgeschrieben; ihr Abgang wird mit Ablauf des Zugangsjahres unterstellt. Die Gliederung des Sachanlagevermögens nach § 266 Abs. 2 Buchstabe A.II HGB wurde um den Posten "Mietfahrzeuge" erweitert. Die lineare Abschreibung der Vermietungsfahrzeuge erfolgt über zwei bis zehn Jahre. Die Nutzungsdauern werden neu gestartet, wenn diese Fahrzeuge einer grundlegenden technischen Generalüberholung unterzogen werden. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktpreis angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach Durchschnittspreisen. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Einzelkosten zuzüglich angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Erhaltene Anzahlungen wurden von den Vorräten abgesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte im Rahmen der Vorräte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, und zugehörige Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung des zu verrechnenden Vermögens werden verrechnet. Der den Betrag der Schulden übersteigende beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände, ist unter dem Posten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung aktiviert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Projected Unit Credit Methode ermittelt. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie möglicher Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzins bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,89 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 3,0 % berücksichtigt. Der oben genannte Rechnungszinsfuß entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Bisher war der Rechnungszinsfuß über einen Zeitraum von sieben Jahren zu berechnen. Der siebenjährige Rechnungszinsfuß liegt bei 1,74 %. Die Zinsänderung führte zu einem Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 44. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Der noch bis zum Geschäftsjahr 2024 anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 57. Die Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften unter Anwendung der Projected Unit Credit Methode ermittelt. Der verwendete Rechnungszinsfuß beträgt 1,74 %. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Wertpapiere, Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Für die Handelsbilanz wurde der Rechnungszins verwendet, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren (7-Jahres- Durchschnittsbildung) ergibt (Stand: 31.12.2022). Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Vorratsvermögen Die erhaltenen Kundenanzahlungen wurden im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 3.001 mit den unfertigen Erzeugnissen verrechnet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 1,0 %. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch solche aus laufender Verrechnung. Gegen die Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen. Aktive latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,1025 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den Vorräten und bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die aktiven latenten Steuern wurden entsprechend dem Ansatzwahlrecht nach § 274 HGB nicht aktiviert. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Im Aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ist der Betrag ausgewiesen, um welchen die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögensgegenstände die Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen übersteigen. Es sind Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 154 enthalten. Die kongruent rückgedeckten Altersversorgungszusagen sind mit dem beizulegenden Zeitwert TEUR 154 (Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 154) bewertet und mit diesem verrechnet (§ 285 Nr. 25 HGB). Eigenkapital Das Stammkapital beträgt zum Stichtag TEUR 27. Der Jahresverlust 2022 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Pensionsrückstellungen Die Gesellschaft gewährt Altersversorgungsleistungen auf Basis der Pensionsordnung der Gesellschaft, die im Zuge der Anwachsung auf die Rosenbauer Karlsruhe GmbH übergegangen sind. Diese Pensionsordnung gilt für alle Mitarbeiter, die am 31. Mai 1984 in einem Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft standen. Es werden Versorgungsleistungen für Alters-, Invaliden-, Witwen-, Witwer- und Waisenrente gewährt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen, nicht genommenen Urlaub, Gleitzeitverpflichtungen sowie ausstehende Kostenrechnungen. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus mittelfristiger Finanzierung, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verpflichtungen aus Ergebnisabführung. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Abgrenzungen für Leistungen aus Neugeschäften, die zu einem späteren Zeitpunkt erbracht werden. Diese beinhalten Kundenschulungen und Serviceleistungen. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Mietbürgschaften in Höhe von TEUR 30 sowie Anzahlungsbürgschaften in Höhe von TEUR 2.230. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingestuft. Ausschüttungsgesperrter Betrag Die Ausschüttungssperre für den aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung nach Abzug der zugehörigen latenten Steuern nach § 268 (8) S. 3 HGB beläuft sich auf TEUR 0. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zukünftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 18.147. Diese verteilen sich auf die Jahre 2024 bis 2037 wie folgt:
Bewertungseinheiten Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
Bei Vorliegen eines schriftlichen Auftrages durch den Kunden und genauer Zahlungstermine muss aufgrund der Konzernrichtlinie eine Kurssicherung getätigt werden. Bis zum Abschlussstichtag haben sich gegenläufige Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 69 (i. VJ. TEUR 284) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 28 (i. VJ. TEUR 41) aus der Währungsumrechnung enthalten. Die Erträge aus Erstattung von Kurzarbeitergeld (TEUR 34) wurden mit den Personalaufwendungen verrechnet. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der Aufwand in Höhe von TEUR 57 aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) erfasst. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für den Verlust aus Anlagen Abgänge i.H.v. TEUR 171 enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Beträge aus Aufzinsungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 97 enthalten (i.VJ. TEUR 96). In der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 35 erfasst. Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Michael Siegfried Kristeller. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -426 auf neue Rechnung vorzutragen. Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9 HGB wird unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Bezogen auf das gesamte Kalenderjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 451 Arbeitnehmer auf Vollzeitbasis (186 Angestellte, 231 gewerbliche Arbeitnehmer und 22 Auszubildende). Aktuelle Liquiditäts- und Finanzierungssituation sowie Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Rosenbauer Karlsruhe GmbH ist zusammen mit der Rosenbauer International AG und zwei weiteren Konzerngesellschaften Kreditnehmer eines internationalen Bankenkonsortiums. Im September 2023 wurde zur Stärkung des Eigenkapitals und des weiteren Wachstums in den USA versucht, eine Hybridanleihe am Kapitalmarkt zu platzieren. Die Emission dieser Hybridanleihe wurde im November 2023 aufgrund mangelnder Investorennachfrage nicht durchgeführt. Anschließend trat die Rosenbauer Gruppe aufgrund von drohenden Verletzungen der Financial Covenants bestehender Finanzierungsvereinbarungen mit allen wesentlichen Finanzierungspartnern in Gespräche ein. Es wurde - zur kurzfristigen Stabilisierung der Finanzlage der Rosenbauer Gruppe - mit Unterstützung des Mehrheitsaktionärs ein befristetes "Standstill Agreement" abgeschlossen. Das Standstill Agreement ermöglichte Verhandlungen zur umfassenden Refinanzierung der Rosenbauer Gruppe im Wege einer Multilateralen Refinanzierungsvereinbarung (MRFV) mit den wesentlichen Finanzierungspartnern, in deren Umsetzung unter anderem eine Kapitalerhöhung, gegebenenfalls aus genehmigtem Kapital, bei der Rosenbauer International AG durchgeführt werden soll. Die Mehrheitsaktionärin der Rosenbauer International AG unterstützt die Refinanzierungsbemühungen und hat sich unter anderem zur Bereitstellung einer Sicherheit bereit erklärt. Zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung war die MRFV von allen beteiligten Parteien bereits unterzeichnet. Die MRFV beinhaltet, dass alle wesentlichen Finanzierungsinstrumente (Schuldscheindarlehen, syndizierter Kredit, Finanzierungsvereinbarung für den Erwerb von Minderheitenanteilen in den USA und zudem weitere unkommentierte und kommentierte Kreditlinien) bis 3. November 2025 verlängert werden. Im Zuge der Verlängerung der Finanzierungen werden zusätzliche Gebühren und eine Erhöhung der Zinsmargen vereinbart. Die ursprünglichen Financial Covenants für das Geschäftsjahr 2023 wurden ausgesetzt. Die MRFV enthält neue Financial Covenants, die für das Geschäftsjahr 2024 die Erreichung einer Konzerneigenkapitalquote nach IFRS von mindestens 20 Prozent und ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA unter dem Faktor 5 vorsehen. Die Nichteinhaltung der vorstehend genannten Financial Covenants zum 31. Dezember 2024, nach Vorlage und auf Basis des geprüften Konzernabschlusses, berechtigen die Kreditgeber zur Kündigung der Finanzierungsvereinbarung. Die wesentlichen weiteren Bestimmungen sehen eine Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2024 und zudem eine Aussetzung von Dividendenzahlungen vor. Darüber hinaus soll mit der Kapitalerhöhung das Eigenkapital der Rosenbauer International AG nachhaltig gestärkt und das weitere Wachstum der Gruppe unterstützt werden. Rosenbauer International AG hat unabhängig von den Verhandlungen mit den Kreditgebern bereits dem Kapitalmarkt mitgeteilt, dass eine Kapitalerhöhung im Jahr 2024 beabsichtigt ist und entsprechende Vorbereitungen eingeleitet. Werden wesentliche Bestimmungen der MRFV seitens der Rosenbauer Gruppe nicht erfüllt, berechtigt dies die Kreditgeber zur Kündigung, sofern eine Mehrheit (2/3-Quorum) der Finanzierungspartner dem zustimmt. Darüber hinaus sind einzelne Kreditgeber bei besonders schwerwiegenden Verletzungen der Vertragsbestimmungen berechtigt, die MRFV mit Wirkung für sich zu kündigen. Prüfungsgebühren Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 80. Konzernverhältnisse Die Rosenbauer Karlsruhe GmbH, Karlsruhe, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Rosenbauer International AG, Leonding/Österreich, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird. Die Rosenbauer International AG stellt gleichzeitig den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf.
Karlsruhe, 09. April 2024 gez. Michael Siegfried Kristeller Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Geschäftsmodell Die Rosenbauer Karlsruhe GmbH, Karlsruhe, ist ein Hersteller von Drehleitern und Hubrettungsgeräten und ist das Kompetenzzentrum für Hubrettung im Rosenbauer-Konzern. Die Geräte werden weltweit über die Rosenbauer Vertriebsorganisation vermarktet. 1.2. Forschung und Entwicklung Die Kundenzufriedenheit nimmt einen wichtigen Stellenwert bei uns ein. Es wurden in 2023 weitere Entwicklungen vorgenommen zur einfacheren Bedienung der Fahrzeuge, um einen effizienteren Einsatz zu ermöglichen. Des Weiteren war im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Schwerpunkt die Serienreife der neuen Fahrzeugtypen wie die E-Leiter und die neue Kompaktleiter. Einen Großteil der Projekte kamen aus Wertanalysethemen welche zu einer Kostenreduktion in den Folgejahren beitragen werden. Im F&E-Bereich waren in 2023 45 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 1.078 TEUR. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Nach dem Rückgang des preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im 3. Quartal um 0,1 Prozent ist angesichts der aktuellen Monatsindikatoren wie Auftragseingänge und Industrieproduktion auch für das Jahresendquartal ein erneuter, leichter Rückgang des BIP wahrscheinlich. Vor allem die bis zuletzt positive Investitionsentwicklung dürfte sich angesichts der schwächeren Auftragslage, der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und der Sonderentwicklung im dritten Quartal im Zuge des Auslaufens der "Umweltprämie" abschwächen. Gleichzeitig lassen jüngste konsumnahe Indikatoren wie die Umsätze im Einzelhandel und im Gastgewerbe eine Stabilisierung des privaten Konsums - allerdings auf niedrigem Niveau - erwarten. Jüngste Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima, die ZEW Konjunkturerwartungen oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass Unternehmerinnen und Unternehmer zum Jahresende etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Auch private Haushalte scheinen im Zuge der rückläufigen Inflationsraten und wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer, was sich im GfK-Konsumklima in einer gestiegenen Anschaffungsneigung und rückläufigen Sparabsichten - wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau - niederschlägt. Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. Auch die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar. Die Schwächephase der weltweiten Industriekonjunktur hält an. Vor dem Hintergrund der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und einer schwachen weltweiten Nachfrage hat die Industrieproduktion im September gegenüber dem Vormonat mit +0,2 % nur geringfügig expandiert. Die globalen Einkaufsmanagerindizes lagen im November in vielen wichtigen deutschen Absatzmärkten unterhalb der Wachstumsschwelle (z.B. im Euroraum und in Osteuropa). Der Stimmungsindikator von S&P Global ist im November leicht gestiegen und liegt mit 50,4 Punkten nur wieder knapp über der Wachstumsschwelle. Die Stimmung verbesserte sich zuletzt sowohl im Verarbeitenden Gewerbe (von 48,8 auf 49,3 Punkte) als auch bei den Dienstleistern (von 50,4 auf 50,6 Zähler). Insgesamt bleiben die weltwirtschaftlichen Wachstumsaussichten aber verhalten. In unseren Kernmärkten hat sich die Wirtschaft und damit die Steuereinnahmen teilweise erholt. Negative Auswirkungen gab es aufgrund des Ukrainekriegs, welche zu Störungen der Lieferketten führten und in einigen Materialbereichen zu weiteren Preiserhöhungen führten. Im 2. Halbjahr kam es aber zu einer Beruhigung der Lieferketten und Stabilisierung der Preise. Die Erhöhungen des Leitzinses der EZB hat zu höheren Zinsaufwendungen geführt als geplant. 2.2. Entwicklung der Branche In unserem Hauptmarkt, dem deutschen Markt, hat sich die finanzielle Situation der Kommunen im Geschäftsjahr 2023 weiterhin positiv auf die Beschaffung von Feuerwehrtechnik ausgewirkt. Das Marktvolumen 2023 lag weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, welches dem Vorjahr entsprach. Derzeit ist weiterhin für die kommenden Monate ein zufriedenstellendes Beschaffungsverhalten prognostiziert. Aufgrund der Überalterung des Fuhrparks der Feuerwehren kommt es vermehrt zu kurzfristigen Ersatzbeschaffungen durch Außerdienstsetzung von Fahrzeugen. Des Weiteren kommen aufgrund baulicher Änderungen neue Kunden hinzu, die erstmals ein Hubrettungsgerät beschaffen. Preiserhöhungen aus der Einkaufsseite und Tariferhöhungen konnten teilweise an die Verkaufspreise weitergeben werden. Nach wie vor war in 2023 das größte Risiko die Lieferstörungen bei wichtigen Komponenten, die Liefersituation bei den Fahrgestellen hat sich deutlich entspannt. 2.3. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.3.1. Absatz Aufgrund Produktionsengpässe und des Cyberangriffs im Februar blieb die Anzahl an ausgelieferten Fahrzeugen hinter den Prognosen zurück. Auch in 2023 konnten wir unseren guten Markanteil in Zentraleuropa halten. 2.3.2. Produktion Im Produktionsbereich lag der Schwerpunkt des Jahres 2023 in der Anpassung der Kapazitäten bedingt durch die Störeinflüsse aufgrund massiver Terminschwierigkeiten bei den Fahrgestelllieferanten. Um eine noch effizientere Ausnutzung der Produktionsfläche zu erzielen, wurden Vorfertigungsbereiche neu angeordnet. 2.3.3. Beschaffung Die Verringerung der Materialkosten und die Vermeidung von Preiserhöhungen, was aufgrund der guten Konjunktur und der damit verbundenen hohen Auslastung unserer Lieferanten nicht einfach war, bildeten auch im Geschäftsjahr 2023 Schwerpunkte unserer Tätigkeit. Teilweise wurden Lieferanten ausgetauscht, Teile technisch angepasst oder es wurden Preisverhandlungen mit Bestandslieferanten geführt. Diese Maßnahmen werden wir auch in den Folgejahren konsequent fortführen. Durch die vorgenommenen Maßnahmen konnten Materialkostensteigerungen begrenzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt war die Sicherstellung der Materialversorgung, welche aufgrund der Auswirkungen durch die Störungen der Lieferketten erschwert wurden. Durch Erhöhung der Losgrößen sowie einer permanenten Kommunikation mit den Hauptlieferanten konnten gravierende Produktionsausfälle vermieden werden. Bei den Fahrgestellherstellern war dies jedoch nur schwer möglich und es kam zu mehreren Störungen. 2.3.4. Personal- und Sozialbereich Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr bei 451. Um auch die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter zu fördern, bieten wir unseren Mitarbeitern ein breit gefächertes und am jeweiligen Bedarf orientiertes Ausbildungs- und Fortbildungsprogramm. Inhalte sind neben Themen der Prozessverbesserung und der Arbeitssicherheit vor allem technische Fachseminare. 2.4. Darstellung der Lage 2.4.1. Ertragslage Neben dem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) ist in unserer Branche ein wesentlicher Leistungsindikator zur Unternehmenssteuerung der Umsatz. Als operative Frühindikatoren dienen der Auftragsbestand und der Auftragseingang. Die Umsatzlöse lagen bei rd. 122,4 Mio. EUR für das Geschäftsjahres 2023. Damit konnten die budgetierten Umsätze aufgrund von Einflüssen durch die Störungen der Lieferketten und des Cyberangriffs nicht erreicht werden. Der Auftragseingang lag bei 162,8 Mio. EUR. Somit konnte das gesetzte Ziel in Höhe von 160 Mio. EUR erreicht werden. Aus Deutschland war ein sehr erfreulicher Auftragseingang zu verzeichnen. Der Auftragseingang aus dem Ausland entsprach weitgehend den Erwartungen. Insgesamt konnte ein Auftragseingang von 199 Einheiten erreicht werden. Der Auftragseingang bei den Hubrettungsbühnen entwickelte sich zufriedenstellend. Eines unserer vorrangigsten Ziele bleibt es weiterhin, den Auftragsbestand kontinuierlich zu erhöhen, um die Planungssicherheit und Wirtschaftlichkeit weiter zu steigern. Ab einer Vorlaufzeit größer sechs Monate steigt die Effizienz überproportional. Die Entwicklung des Ergebnisses vor Ertragsteuern für die Jahre 2022 und 2023 stellt sich in TEUR wie folgt dar:
Dieses Ergebnis liegt unter dem prognostizierten Ergebnis, was vorwiegend auf die externen Einflüsse, wie den Cyberangriff und durch die Störungen der Lieferketten und die Materialpreissteigerungen, und damit nicht erreichten Umsatzziele zurückzuführen ist. Der Personalaufwand lag unter den Budgetwerten. Dies ist überwiegend auf Kurzarbeit, und geringen Überstunden zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei 7.242 TEUR und beinhalten im Wesentlichen Mietaufwendungen, Instandhaltungskosten und IT-Kosten. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf einen Rückgang an Vertriebskosten für Messen (Interschutz 2022) zurückzuführen. Die Deckungsbeiträge bei den Drehleitern haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der umgesetzten Rationalisierungs- und Optimierungsmaßnahmen weiter stabilisiert. Die teilweise gestiegenen Beschaffungspreise und die Lohnkostensteigerungen konnten durch Effekte aus der weiteren Optimierung des Produktions- und Auftragsabwicklungsprozesses teilweise kompensiert werden. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund des Cyberangriffs und des Ukrainekriegs und den damit einhergehenden Einflüssen auf den Beschaffungsmarkt ein schwieriges Jahr. Das Ergebnis ist unter diesen Umständen aufgrund der schnellen Reaktion und getroffenen Gegenmaßnahmen vertretbar. 2.4.2. Vermögens- und Finanzlage Die Finanzierung des laufenden Geschäftes erfolgt überwiegend durch Bankkredite (21,4 Mio. EUR) und durch Konzernfinanzierungen im kurzfristigen Bereich (1,5 Mio EUR). Mittelfristige Finanzierungen über den Konzern verhindern einen höheren Anstieg der Zinsaufwendungen und erhöhen unsere Planungssicherheit (18,7 Mio. EUR). Die Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zur Sicherung der zukünftigen Finanzierung der Rosenbauer Karlsruhe GmbH, der Muttergesellschaft Rosenbauer International AG und zweier weiterer Konzerngesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2023 sowie zu Beginn des Jahres 2024 mehrere Maßnahmen ergriffen: Im September 2023 wurde zur Stärkung des Eigenkapitals und des weiteren Wachstums in den USA versucht, eine Hybridanleihe am Kapitalmarkt zu platzieren. Die Emission dieser Hybridanleihe wurde im November 2023 aufgrund mangelnder Investorennachfrage nicht durchgeführt. Anschließend trat die Rosenbauer Gruppe aufgrund von drohenden Verletzungen der Financial Covenants bestehender Finanzierungsvereinbarungen mit allen wesentlichen Finanzierungspartnern in Gespräche ein. Es wurde - zur kurzfristigen Stabilisierung der Finanzlage der Rosenbauer Gruppe - mit Unterstützung des Mehrheitsaktionärs ein befristetes "Standstill Agreement" abgeschlossen. Das Standstill Agreement ermöglichte Verhandlungen zur umfassenden Refinanzierung der Rosenbauer Gruppe im Wege einer Multilaterale Refinanzierungsvereinbarung (MRFV) mit den wesentlichen Finanzierungspartnern, in deren Umsetzung unter anderem eine Kapitalerhöhung, gegebenenfalls aus genehmigtem Kapital, bei der Rosenbauer International AG durchgeführt werden soll. Die Mehrheitsaktionärin der Rosenbauer International AG unterstützt die Refinanzierungsbemühungen und hat sich unter anderem zur Bereitstellung einer Sicherheit bereit erklärt. Zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung war die MRFV von allen beteiligten Parteien bereits unterzeichnet. Die MRFV beinhaltet, dass alle wesentlichen Finanzierungsinstrumente (Schuldscheindarlehen, syndizierter Kredit, Finanzierungsvereinbarung für den Erwerb von Minderheitenanteilen in den USA und zudem weitere unkommentierte und kommentierte Kreditlinien) bis 3. November 2025 verlängert werden. Im Zuge der Verlängerung der Finanzierungen werden zusätzliche Gebühren und eine Erhöhung der Zinsmargen vereinbart. Die ursprünglichen Financial Covenants für das Geschäftsjahr 2023 wurden ausgesetzt. Die MRFV enthält neue Financial Covenants, die für das Geschäftsjahr 2024 die Erreichung einer Konzerneigenkapitalquote nach IFRS von mindestens 20 Prozent und ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA unter dem Faktor 5 vorsehen. Die Nichteinhaltung der vorstehend genannten Financial Covenants zum 31. Dezember 2024, nach Vorlage und auf Basis des geprüften Konzernabschlusses, berechtigen die Kreditgeber zur Kündigung der Finanzierungsvereinbarung. Die wesentlichen weiteren Bestimmungen sehen eine Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2024 und zudem eine Aussetzung von Dividendenzahlungen vor. Darüber hinaus soll mit der Kapitalerhöhung das Eigenkapital der Rosenbauer International AG nachhaltig gestärkt und das weitere Wachstum der Gruppe unterstützt werden. Rosenbauer International AG hat unabhängig von den Verhandlungen mit den Kreditgebern bereits dem Kapitalmarkt mitgeteilt, dass eine Kapitalerhöhung im Jahr 2024 beabsichtigt ist und entsprechende Vorbereitungen eingeleitet. Werden wesentliche Bestimmungen der MRFV seitens der Rosenbauer Gruppe nicht erfüllt, berechtigt dies die Kreditgeber zur Kündigung, sofern eine Mehrheit (2/3-Quorum) der Finanzierungspartner dem zustimmt. Darüber hinaus sind einzelne Kreditgeber bei besonders schwerwiegenden Verletzungen der Vertragsbestimmungen berechtigt, die MRFV mit Wirkung für sich zu kündigen. Neben der Finanzierung war auch die Kapitalbindung und somit die Planung der Liquiditätssituation eines der Schwerpunktthemen in 2023. Durch ein enges Controlling reichten die verfügbaren Bankkreditlinien und Konzerndarlehen aus, die Finanzierung des laufenden Geschäfts zu bedienen. Die Linien waren durch hohe Bestände, welche aus dem Ankauf von Fahrgestellen, Terminverschiebungen bei Auslieferungen, Sicherheitsbestände und den Vorrats- und Vorführfahrzeugen resultieren, ausordentlich belastet (Vorräte: 65,8 Mio. EUR gegenüber 54,3 Mio. EUR im VJ). Um die Zinsbelastung und die Ausnutzung der Kreditlinien zu reduzieren. wurden folgende Maßnahmen eingeleitet:
Wir gehen davon aus, dass sich mit diesen Maßnahmen die Liquiditätssituation gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 deutlich verbessern wird und dies zu einer Reduzierung des Zinsaufwands führt. Aufgrund der aktuellen Umsatzplanung und der daraus resultierenden Liquiditätsplanung kommt es im Geschäftsjahr 2024 zu keinen Engpässen. Investitionen in das Anlagevermögen wurden in Höhe von TEUR 855 vorgenommen. In 2023 wurden insbesondere Investitionen in der Beschaffung von Werkzeugen und Vorrichtungen für die Fertigungsbereiche und die damit verbundene Logistik vorgenommen. Daneben wurden Investitionen in die Datenverarbeitung aufgrund des Cyberangriffs sowie für die Optimierung von betrieblichen Abläufen getätigt. Die getätigten Investitionen lagen unter den Budgetwerten. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zum Stichtag vergleichsweise hoch. Dies resultiert aus der Erhöhung der Losgrößen zur Sicherstellung der Produktionsfähigkeit. Bei den Halbfabrikaten und den Fertigerzeugnissen ist stichtagsbedingt eine Erhöhung festzustellen, welche durch die Verschiebungen von Auslieferungen in das Jahr 2024 resultieren. Erhaltene Anzahlungen haben den Wert vermindert. Der Bestand an fertigen Fahrzeugen soll im Jahr 2024 reduziert werden. Um dies zu erreichen, wurden bereits entsprechende Marketing und Vertriebsaktivitäten eingeleitet. Hierdurch erwarten wir eine Verbesserung der Liquiditätssituation. Derzeit gibt es bereits zahlreiche Anfragen für Vorrats- und Vorführfahrzeuge, sodass wir davon ausgehen, dass wir diese Ziele erreichen werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind aufgrund eines im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Absatzes kurz vor Stichtag gestiegen. Die Eigenkapitalquote entwickelte sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, Personalrückstellungen und ausstehende Eingangsrechnungen sowie Rechts- und Beratungskosten. Im Geschäftsjahr wurden einzelne Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Ausweitung der konzerninternen Finanzierung bei Aufnahme weiterer langfristiger Bankdarlehen abgelöst. Der daraus resultierende kurzfristige Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurde durch den zum Jahresende stattfindenden Forderungsverkauf an die Konzernmutter wieder eliminiert. Dieser Forderungsverkauf minderte gleichermaßen auch die Forderungen gegen Dritte und gegen verbundene Unternehmen. Zum Stichtag bestehen zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 3.500. Das Anlagevermögen wird vollständig durch Eigenkapital finanziert. Das Umlaufvermögen wird im Wesentlichen durch Bank- sowie Konzernverbindlichkeiten finanziert. Insgesamt und vor dem Hintergrund der Nachwirkungen der weltweiten Pandemie, der weiterhin besehenden Störungen der Lieferketten und des Cyberangriffs stellt sich die VFE-Lage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 als durchaus zufriedenstellend heraus. Die Auswirkungen des Cyberangriffs und des Ukrainekriegs führten in unserer Entwicklung teilweise zu negativen Auswirkungen. 3. Chancen und Risikobericht 3.1. Chancenbericht Wir sehen den Export als Chance für die künftige Entwicklung und arbeiten intensiv daran, den Auftragseingang aus dem Ausland, insbesondere im Asiatischen Raum und dem Mittleren Osten, weiter zu steigern. Aufgrund unserer breiten Produktpalette und des flexiblen Baukastensystems sind wir gegenüber Wettbewerbern in der Lage die Anforderungen aller Märkte zu erfüllen. Des Weiteren bietet der hohe Ausbildungs- und Know-how Stand unserer Mitarbeiter die Möglichkeit schnell auf individuelle Kundenwünsche zu reagieren. Unser Bestand an fertigen Vorrats- und Vorführdrehleitern liegt bei 18 Stück. Im Geschäftsjahr 2024 ist eines der vorrangigsten Ziele, diesen Vorratsbestand mit Hilfe von Sonderaktionen durch Abverkauf abzubauen. In der Zukunft sehen wir als einen weiteren Vorteil, dass Rosenbauer als einziger Anbieter im Markt als Full-Liner sämtliche Anforderungen der Kunden im mobilen Brandschutz erfüllen kann. Ein zusätzliches Marktpotential sehen wir im Vertrieb der E-Fahrzeuge, hier rechnen wir ab 2024 mit einer Steigerung der Stückzahlen. 3.2. Risikobericht 3.2.1. Risikomanagementsystem Die Rosenbauer Karlsruhe GmbH ist in das Risikomanagementsystem des Rosenbauer-Konzerns eingebunden. Es dient zur Identifizierung, Analyse und Bewertung sowie der Steuerung von Risiken. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, die Risiken zu erkennen, transparent darzustellen und bei wesentlichen Fehlentwicklungen den Handlungsbedarf mit den geeigneten Gegenmaßnahmen aufzuzeigen. 3.2.2. Risiken Zur Vermeidung von Einzelrisiken werden umfangreiche Vorkehrungen getroffen. Diese sind unter anderem:
Weitere Risiken sind zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt. Kombiniert soll das Chancen- und Risikomanagementsystem die nachhaltige Sicherung bestehender und zukünftiger Ertragspotenziale, die Sicherung von Wettbewerbsvorteilen sowie die Vermeidung von Vermögensverlusten sicherstellen. 3.2.3. Aktuelle Beurteilung des Gesamtrisikos Die Nachfrage nach den Leistungen unserer Gesellschaft planen wir mit positiven Steigerungsraten. Aufgrund der bestehenden und der erwarteten Ertragslage gibt es aus heutiger Sicht keine den Fortbestand der Gesellschaft bedrohenden Risiken. Obige Aussage zu Chancen und Risiken sind Einschätzungen des Managements der Rosenbauer Karlsruhe GmbH. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den erwarteten Ergebnissen abweichen. 4. Zukünftige Entwicklung Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen deutlich höheren Umsatz als in 2023, das durch den derzeit schon hohen Auftragsbestand untermauert wird. Dieser wird im niedrigen dreistelligen Millionenbereich liegen. Wir erwarten für die Folgejahre ein gleichbleibendes Vergabevolumen wie in 2023, vor allem in Zentral- und Osteuropa. Wachstumspotential sehen wir im mittleren Osten und Südamerika. Aufgrund der Projektlage rechnen wir mit einem zufriedenstellenden Auftragseingang. Aufgrund der weltweiten Urbanisierung, der Zunahme der Naturkatastrophen sowie der Forderung nach Verbesserung des Rettungswesens, vor allem außerhalb Europas, wird mit einem vergrößerten Marktvolumen gerechnet. Zur Verbesserung der Liquiditätssituation im Geschäftsjahr 2024 wurden hinsichtlich der Finanzierung die oben beschriebenen Maßnahmen auf Konzernebene getroffen. Wir begegnen den Liquiditätsrisiken aus laufenden Auszahlungen sowie dem Risiko eines Anstiegs des Zinsaufwandes mit dem Verkauf der bestehenden fertigen Erzeugnisse einschließlich der darin enthaltenen Vorratsfahrzeuge. Hierdurch sollen sowohl die laufenden Auszahlungen bedient, sowie bestehende Kredite getilgt werden. Die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine und Russland haben keinen direkten Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit, sie verstärken jedoch den Druck auf die internationalen Rohstoff- und Energiemärkte sowie die Lieferketten. Die weiteren indirekten Folgen lassen sich auch zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur schwer abschätzen und sind auch von der Dauer des Russland-Ukraine-Kriegs abhängig. Eine Auswirkung auf die Bilanzansätze zum 31.12.2023 haben die Krisen derzeit nicht. Auf längere Sicht rechnen wir mit einem gleichbleibenden Marktvolumen. Vor allem außerhalb Europas ist ein weiter steigender Bedarf an Hubrettungsgeräten festzustellen. Preiserhöhungen werden jedoch nur in geringem Umfang durchzusetzen sein. Preiserhöhungen aus der Einkaufsseite und Tariferhöhungen konnten in 2023 teilweise an die Verkaufspreise weitergeben werden. Die Preiserhöhungen wirken teilweise zeitversetzt erst in 2024 aufgrund der langen Laufzeit der Aufträge. Die Situation bezüglich Lieferungen von Fahrgestellen hat sich Anfang 2024 gegenüber 2023 verbessert. Sie ist derzeit in geringem Umfang jedoch weiterhin von Verzögerungen und Verschiebungen der Termine gekennzeichnet. Wir erwarten gegenüber 2023 eine deutliche positive Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern und einen Jahresüberschuss. Durch die Auswirkungen der finanziellen Belastungen der öffentlichen Haushalte aufgrund der Corona-Pandemie erwarten wir für die Folgejahre keine negativen Auswirkungen auf die Auftragseingänge. Ein teilweise überalterter Fuhrpark und weiter zunehmende Brandschutzvorschriften erhöhen den Druck auf die öffentlichen Stellen Beschaffungen zu tätigen. Lieferschwierigkeiten durch unsere Zulieferer können zeitweise einen negativen Einfluss auf eine kontinuierliche Produktion haben.
Karlsruhe, 09. April 2024 gez. Michael Kristeller BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rosenbauer Karlsruhe GmbH, Karlsruhe, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rosenbauer Karlsruhe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rosenbauer Karlsruhe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 09. April 2024 PKF
Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH
gez. Oliver Schretzenmayr, Wirtschaftsprüfer gez. Stefan Hirschmann, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 15.05.2024 festgestellt. |
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