SAMSON Prozessautomation GMBHLiquidiert

Weismüllerstraße 20, 60314 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 51539
Vorher
Samsomatic Fertigungstechnik GmbHSAMSOMATIC GMBH
Eingetragen
1.2.2001
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
der Einkauf und Verkauf, Montage, Reparatur, Planung, Entwicklung, Herstellung und Inbetriebnahme von Geräten, Bauteilen, Systemen, Software und Anlagen zum Messen, Prüfen, und Automatisieren mechanischer, verfahrens-, energie- und raumluft- sowie anderer technischer Prozesse. Die Entwicklung, Herstellung, Einkauf und Verkauf, Montage, Inbetriebsetzung und Reparatur von Werkzeugkorrektursystemen, Meßsystemen und anderen technischen Komponenten oder Baugruppen einschließlich softwaretechnischer Lösungen für die Automobilindustrie, den Maschinenbau und Werkzeugmaschinenbau sowie für andere Anwendungsgebiete der Industrie.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

SAMSOMATIC GMBH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2015 bis zum 31.03.2016

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SAMSOMATIC GMBH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 10. Juni 2016

Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schmitt, Wirtschaftsprüfer

Herbst, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2016

Aktiva

31.3.2015
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Software   80.886,01 6.778,68
II. Sachanlagen      
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.180,50   2.754,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 131.083,05   115.032,88
3. Geleistete Anzahlungen 1.992,23   1.992,23
    134.255,78 119.779,41
III. Finanzanlagen      
Wertpapiere des Anlagevermögens   3.000.000,00 3.000.000,00
    3.215.141,79 3.126.558,09
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.597.500,00   1.839.500,00
2. Unfertige Erzeugnisse 2.205.800,00   977.000,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 567.000,00   751.300,00
    4.370.300,00 3.567.800,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.763.048,59   1.768.365,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 234.089,76   457.708,39
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.512.908,33   2.908.505,28
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 2.500.000,00 (Vj. € 2.500.000,00)   5.510.046,68 5.134.579,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   2.384.504,10 3.642.962,25
    12.264.850,78 12.345.341,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten   110.050,20 161.444,60
    15.590.042,77 15.633.344,10

Passiva

     
31.3.2015
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 3.600.000,00   3.600.000,00
II. Kapitalrücklagen 3.014.730,73   3.014.730,73
III. Gewinnvortrag 1.540.721,42   1.323.844,61
IV. Jahresüberschuss 1.104.811,60   1.716.876,81
    9.260.263,75 9.655.452,15
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen 3.214.647,00   2.938.781,00
2. Steuerrückstellungen 0,00   12.224,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.411.334,84   1.910.162,42
    4.625.981,84 4.861.167,42
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 466.963,52   19.896,45
sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr      
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 523.910,55   404.737,36
sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr      
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 304.648,76   317.928,67
sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr      
4. Verbindlichkeiten gegenüber der Unterstützungseinrichtung der SAMSON AKTIENGESELLSCHAFT Frankfurt am Main e.V. 95.600,00   0,00
sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr      
5. Sonstige Verbindlichkeiten 312.674,35   374.162,05
sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr      
davon aus Steuern € 119.105,11 (Vj. € 230.708,03)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 838,38 (Vj. € 815,65)      
    1.703.797,18 1.116.724,53
    15.590.042,77 15.633.344,10

Gewinn- und Verlustrechnung für 2015/2016

2014/2015
1. Rohergebnis   10.415.300,68 11.229.904,82
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 5.710.187,22   5.566.415,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.208.757,23   1.306.994,51
davon für Altersversorgung € 296.063,46 (Vj. € 387.258,41)      
    6.918.944,45 6.873.409,92
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   80.556,72 68.332,21
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   1.500.797,75 1.580.609,65
    1.915.001,76 2.707.553,04
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 141.555,60   143.122,12
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 769,00   13.197,04
davon aus verbundene Unternehmen € 0,00 (Vj. € 12.280,00)      
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 280.091,56   249.530,44
davon Aufwendungen aus der Abzinsung € 263.486,00 (Vj. € 228.817,00)      
    -137.766,96 -93.211,28
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.777.234,80 2.614.341,76
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -672.423,20 -897.464,95
10. Jahresüberschuss   1.104.811,60 1.716.876,81

Anhang für 2015/2016

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet worden. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Abschreibungsmethode und auf Altbestände nach der degressiven Abschreibungsmethode. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert € 410,00 werden im Jahr der Anschaffung als Zu- und Abgang im Anlagenspiegel dargestellt und sofort abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 150,00 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst.

Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Kursen am Bilanzstichtag ausgewiesen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu durchschnittlichen Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen eingerechnet. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung, die aktivisch abgesetzt wurde, ausreichend abgedeckt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 4,24 % sowie unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Bewertung erfolgte anhand der "projizierten Einmalbeitragsmethode" unter Annahme einer Dynamik der Anpassung der laufenden Renten in Höhe von 2,0 %.

Für die Berechnung zum 31. März 2016 hat die Gesellschaft erstmals mit einem Zinsfuß von 4,24 % auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre die Rückstellungen für Pensionen ermittelt. Demgegenüber beträgt der durchschnittliche Marktzinssatz für sieben Jahre, welcher für die Ermittlung im Vorjahr verwendet wurde, zum Bilanzstichtag 3,7%. Aufgrund der veränderten Ermittlung reduziert sich der Verpflichtungswert um € 130.797,00. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages ergibt sich keine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB, da ausreichende Rücklagen aus der Vergangenheit bestehen. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 1,8 % berücksichtigt.

Die SAMSOMATIC GmbH ist Träger der Unterstützungseinrichtung der SAMSON AKTIENGESELLSCHAFT Frankfurt am Main e.V.. Es werden Renten sowie Beihilfen zu Todesfällen und bei besonderer Hilfsbedürftigkeit nach einjähriger Tätigkeit gewährt. Die Gewährung von Renten setzt eine fünfzehnjährige, ununterbrochene Betriebszugehörigkeit voraus. Die monatliche Grundrente beträgt € 65,00 und der monatliche Steigerungsbetrag für jedes über 15 Jahre hinaus bei der SAMSOMATIC GmbH vollendete Dienstjahr € 5,50.

Der steuerlich zulässige Höchstbetrag wird jährlich zugeführt und ist in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie als Darlehen der Unterstützungseinrichtung der SAMSON AKTIENGESELLSCHAFT Frankfurt am Main e.V. in der Bilanz erfasst. Die handelsrechtliche Verpflichtung gem. Artikel 28 Abs. 2 EGHGB beträgt T€ 0.

Aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts reduziert sich der Verpflichtungswert um € 126.972,00.

Die Rentenzahlungen beliefen sich im Kalenderjahr auf T€ 38.

Für alle Neueintritte ab dem 1. Januar 2014 erfolgt eine beitragsorientierte Leistungszusage. Das Leistungsversprechen wird durch eine Rückdeckungsversicherung ausfinanziert. Die Ausfinanzierung der Verpflichtung erfolgt in der Phase der Aktivität des Mitarbeiters.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

2. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Stammkapital betrug am Bilanzstichtag € 3.600.000,00 und wird zu 100 % von der SAMSON INTERNATIONAL HOLDING S.A., Luxembourg, gehalten.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen, ausstehende Lieferantenrechnungen, drohende Verluste und Gewährleistungsansprüche.

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten.

5. Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von T€ 748 (Vj. T€ 340) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen.

Sonstige Angaben

1. Organmitglieder

Geschäftsführer

Stefan Weimar, Dipl. Ing., Wiesbaden bis 07. April 2015

Gregor Thome, Alzenau; staatlich geprüfter Industriemeister Metall, Alzenau ab 04. März 2015

2. Gesamtbezüge der Organmitglieder

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

3. Beschäftigte

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug:

  2015/2016 2014/2015
Gewerbliche Arbeitnehmer 16 16
Angestellte 71 73
  87 89

4. Konzernverhältnisse

Muttergesellschaft im Sinne von § 285 Nr. 14 HGB ist die SAMSON INTERNATIONAL HOLDING S.A., Luxemburg. Diese wiederum ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der SAMSON AKTIENGESELLSCHAFT in Frankfurt am Main. Letztere stellt zum 31. März 2016 einen Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB auf, in dessen Konsolidierungskreis die SAMSOMATIC GMBH einbezogen ist.

Der Konzernabschluss der SAMSON AKTIENGESELLSCHAFT wird im Bundesanzeiger offengelegt.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Leasingverträge abgeschlossen über:

- 13 Kraftfahrzeuge; die Restlaufzeiten der Verträge liegen zwischen 6 und 28 Monaten. Die Verbindlichkeit aus künftig zu zahlenden Leasingraten beträgt € 121.430,44.

- 2 Kopiersysteme; die Restlaufzeiten der Verträge liegen zwischen 5 und 42 Monaten. Die Verbindlichkeit aus künftig zu zahlenden Leasingraten beträgt € 20.202,20.

Des Weiteren besteht eine befristete schriftliche Mietvereinbarung mit der SAMSON AKTIENGESELLSCHAFT. Die monatliche Mietzahlung beträgt danach zurzeit € 16.408,52.

6. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von € 2.645.533,02 eine Ausschüttung von € 1.500.000,00 vorzunehmen und € 1.145.533,02 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers unterbleibt, da diese Angabe im Konzernabschluss erfolgt.

 

Frankfurt am Main, den 10. Juni 2016

SAMSOMATIC GMBH

Geschäftsführung

Gregor Thome

Lagebericht 2015/2016

1. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Geräten, verfahrenstechnischen Systemen und Anlagen zum Messen, Prüfen und Automatisieren. Ein Großteil der Kunden ist der chemischen Industrie sowie der Automobil und Luftfahrtindustrie zuzuordnen. Die Schwerpunkte der Unternehmensaktivitäten liegen in Deutschland.

2.1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich nach einem stabilen Auftakt im Jahr 2015 günstig entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 1,7 % zu. Starke Impulse gingen dabei von der Binnenwirtschaft aus. Insbesondere der private Konsum, beflügelt durch die stabile Beschäftigungsentwicklung und die erhöhte Kaufkraft der Endverbraucher, beeinflusste die Konjunkturentwicklung positiv. Unterstützt wurde die erhöhte Kaufkraft durch die im Jahre 2015 deutlich gesunkenen Energiepreise.

Trotz einer guten Ausgangskonstellation mit Ölpreisverfall und Euro-Schwäche fielen im gesamten Jahr 2015 die Wachstumsraten der deutschen Wirtschaft geringer aus als erhofft.

Die Unternehmen halten sich weiterhin mit Investitionen zurück, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen und das außenwirtschaftliche Umfeld mit zahlreichen Risiken verbunden ist. Dadurch ist die für SAMSOMATIC wichtige Investitionstätigkeit der Kunden immer noch sehr gering. Die Industrieproduktion ist in 2015 leicht geschrumpft. Unternehmen waren größtenteils nicht bereit, ihre Ausgaben für Bauten, Technologie und Dienstleistungen so zu erhöhen, wie dies während früherer Konjunkturerholungsphasen der Fall war.

Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2015/2016 deutlich zurückgegangen (-9,0 %). Grund hierfür war ein Rückgang in den Bereichen Prozessautomation und Gebäudeautomation. Der Absatz im Komponentengeschäft war ebenfalls unter den Werten des Vorjahres. Im Bereich Fertigungstechnik konnte der Umsatz gesteigert werden. Der Auftragseingang war in allen Geschäftsbereichen höher als im Vorjahr (+12,4 %). Eine größere Anzahl von Projekten wurde erst in der zweiten Jahreshälfte akquiriert, so dass der Umsatz vorerst im Geschäftsjahr 2016/2017 realisiert werden kann.

Der Auftragsbestand Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 betrug TEUR 7.643 liegt somit 53,3 % über dem Vorjahr.

2.2. Ertragslage

Die SAMSOMATIC GMBH lag im Geschäftsjahr 2015/2016 sowohl beim Umsatz als auch beim Jahresüberschuss unter Vorjahresniveau. Bedingt durch den Umsatzrückgang, hat sich auch der Jahresüberschuss verringert.

Gleichzeitig ist der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz gestiegen, da einige große Projekte abgewickelt wurden. Diese sind in der Regel mit niedrigen Margen behaftet. Der Bereich Komponentengeschäft steht unter großen Preisdruck. Hier mussten im Geschäftsjahr 2015/2016 höhere Rabatte gewährt werden.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 verringerte sich der Umsatz der SAMSOMATIC GMBH um 9,0 % auf T€ 21.825. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank um 32,0 % auf T€ 1.777. Der Jahresüberschuss der SAMSOMATIC GMBH liegt mit T€ 1.105 unter dem Niveau des Vorjahres.

Der derzeitige Auftragsbestand ist in allen Geschäftsbereichen zufriedenstellend.

2.3. Finanz- und Vermögenslage

Dank der guten Eigenkapitalbasis und des erzielten Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist eine Innenfinanzierung im vollen Umfang auch in Zukunft erreichbar.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SAMSOMATIC GMBH ist unverändert stabil. Die Gesellschaft ist überwiegend durch Eigenkapital finanziert.

Die Bilanzsumme verringerte sich bei der SAMSOMATIC GMBH um 0,3 % auf T€ 15.590.

Dem Rückgang der flüssigen Mittel in Höhe von T€ 1.258 steht ein Anstieg der Vorräte in Höhe von T€ 803 und ein Aufbau der Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 587 gegenüber.

3. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

4. Risikobericht

Unser Risikomanagement verfolgt das Ziel, Risiken frühestmöglich zu erkennen, durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen und so eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu verhindern. Nach unserer Einschätzung bestehen keine wesentlichen Risiken, die den Fortbestand der SAMSOMATIC GMBH gefährden.

Aufgrund der Absatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Geschäftsfeldern, wie der Chemieindustrie und der industriellen Verfahrenstechnik, der Baubranche und der Automobilindustrie, ist die SAMSOMATIC GMBH gut aufgestellt. Dennoch sind wir in erheblichem Maße von der Investitionsbereitschaft unserer Kunden abhängig. Wir rechnen bei Material- und Personalkosten mit einem moderaten Anstieg. Durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse wird diesem Risikobereich Rang 1 zugewiesen.

Durch die breite Lieferantenbasis, mit den damit verbundenen langjährigen und guten Geschäftsbeziehungen, rechnen wir mit keinerlei Beschaffungsengpässen. Die Lieferanten werden von unserer Einkaufsabteilung stetig auf Eignung und Termintreue überprüft. Wir haben jedoch geplant, neue Beschaffungsquellen zu erschließen. Diesem Risikobereich wird aufgrund der geopolitischen Ereignisse Rang 2 zugewiesen.

Um die finanziellen Auswirkungen aus Schadensereignissen möglichst gering zu halten, wurden Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden jährlich überprüft. Dieser Risikobereich erhält den Rang 3, da das Risiko durch die Versicherungen stark vermindert ist.

Im Bereich Komponentengeschäft wurden Neuentwicklungen angestoßen. Hier sehen wir mittelfristig Chancen unsere Absatzmöglichkeiten zu steigern.

5. Forschung und Entwicklung

Die SAMSOMATIC GMBH betreibt keine eigene Entwicklung. Forschung und Entwicklung erfolgt über die SAMSON AKTIENGESELLSCHAFT, in enger Abstimmung mit der SAMSOMATIC GMBH. Die Entwicklungskosten werden von der SAMSOMATIC GMBH getragen.

6. Prognosebericht

Das für 2015 prognostizierte Wirtschaftswachstum von 1,3 % im Euroraum wurde mit 1,5 % leicht übertroffen. Für 2016 wird weiterhin eine leichte Steigerung auf 1,6 % erwartet. Für 2017 gehen wir von einem weiteren Wachstumsanstieg in Höhe von 1,8 % aus. Der private Konsum wird der Wachstumsträger und die Investitionen von Unsicherheiten gehemmt sein.

Das prognostizierte Wachstum für 2015 in Deutschland ist eingetreten, allerdings wurden die erwarteten 1,8 % Steigerung mit den erreichten 1,7 % knapp verfehlt. Der Bankenverband geht davon aus, dass sich die Erholung 2016 auf 1,6 % und 2017 auf 1,5 % abschwächen wird. Das Wachstum wird momentan durch den Konsum getragen, die niedrige Inflation drückt auf die Preise der Exporteure, was vor allem Deutschland belastet.

Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts kletterte im Mai 2016 auf den Stand von 107,7 Punkten. Die Unternehmer waren deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Dennoch liegt er unter dem Vorjahreswert für Mai, der 108,4 Punkte betrug.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015/2016 hatten sich die Tarifvertragsparteien auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Die Gesamtlaufzeit des Tarifabschlusses beträgt 21 Monate, vom 1. April 2016 bis zum 31. Dezember 2017. Die ersten zwei Monate des Tarifabschlusses waren sogenannte Nullmonate. Am 30. Juni 2016 wird eine Einmalzahlung in Höhe von € 150,00 (für Auszubildende € 65,00) gezahlt. Mit Wirkung zum 1. Juli 2016 wurde eine Erhöhung der Entgelte von 2,8 % und zum 1.April 2017 eine Erhöhung von 2,0 % vereinbart. Die Belastung für die Gesamtlaufzeit beträgt 2,45 %.

In den ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres 2016/2017 liegt der Auftragseingang unter und der Umsatz über den Vergleichszahlen des Vorjahres. Die Nachfragetätigkeit im Bereich Prozessautomation ist erfreulich, im Komponentengeschäft leider weiterhin verhalten. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes im abgelaufenen Geschäftsjahr, erwarten wir einen Anstieg der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich.

Der prognostizierte Jahresergebnisrückgang für das Geschäftsjahr 2015/2016 ist im Berichtsjahr eingetreten. Das Vorjahresergebnis konnte leider nicht erreicht werden. Wir rechnen für das laufende Jahr mit einem Jahresergebnis in leicht über den Vergleichszahlen des Vorjahres. Größere Investitionen sind für das folgende Geschäftsjahr nicht geplant.

Die Geschäftsleitung dankt allen Belegschaftsmitgliedern für die geleistete Arbeit, ebenso dem Betriebsrat für die vertrauensvolle Mitarbeit.

 

Frankfurt am Main, 10. Juni 2016

SAMSOMATIC GMBH

Geschäftsführung

Gregor Thome

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