Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 253458
Eingetragen
12.12.2019
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile ZweckeReparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und Raumfahrzeugen
Gegenstand
Durchführung von Studien und Projekten in Bezug auf die technische Beratung, Engineering und ergänzende Aktivitäten in der Luft- und Raumfahrtindustrie, einschließlich der Erbringung von Dienstleistungen, der Wartung und des Betriebs von technologischen Systemen in den vorbenannten Industrien; Durchführung von Studien im Bereich der angewandten Mathematik; Dienstleistungen im Bereich der lT, Programmierung, Datenbanken, EDV-Anwendungsausführung, einschließlich der Ausrüstungsbeschaffung, Installation und Wartung, sowie der Durchführung von den damit verbundenen Weiterbildungskursen; Spezifikation, Gestaltung, Entwicklung, Integration, Installation, Betrieb und Wartung von maßgeschneiderten Systemen für die Luft- und Raumfahrtmärkte sowie andere Märkte, in denen ähnliche Technologien angewendet werden; Entwicklung und Lieferung von Produkten mit technologischer Grundlage und Computeranwendungen einschließlich technischer Simulatoren, Werkzeugen und Weiterbildungskursen, in den oben genannten Märkten; Herstellung von elektronischen Bauteilen, Schaltungen und Geräten, von Computerausrüstungen und Peripheriegeräten, von Telekommunikations- und Kommunikationsgeräten, von Unterhaltungselektrogeräten, von Messeinrichtungen und -geräten sowie von Kontroll- und Navigationsinstrumenten; Vermietung von Maschinen und Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Austin Gosling
seit 12.12.2019
Geschäftsführer
Mattia Moscardino
seit 12.12.2019
Geschäftsführer
David Kenneth McMahon
seit 12.12.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GMV Innovating Solutions, S.L.ESP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

GMV Innovating Solutions, S.L.
Spain
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GMV GmbH

Gilching (vormals: Weßling)

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Unternehmensstruktur

Die GMV GmbH ist in den Bereichen System-Engineering, technische Beratung und Softwareentwicklung tätig. Der Hauptfokus liegt hierbei auf Weltraumtechnologie und operationeller Unterstützung von Raumfahrtprojekten.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde die frühere GMV GmbH mit Sitz in Darmstadt auf die frühere GMV Insyen AG mit Sitz in Weßling verschmolzen.

Im Geschäftsjahr 2019 wurde die GMV Insyen AG in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. Die Firma wurde in "GMV GmbH" geändert. Die Umwandlung wurde am 12.12.2019 im Handelsregister eingetragen.

Im Januar 2023 hat die GMV GmbH neue Geschäftsräume bezogen. Diese befinden sich in der Zeppelinstraße 16 in Gilching. Aktivitäten, die sich bislang auf zwei Standorte verteilten, wurden räumlich zusammengeführt. Die Gesellschaft verfügt seit dem Umzug über eine repräsentative Firmenzentrale, die mehr Raum und bessere technische Voraussetzungen für eine weitere Entfaltung der geschäftlichen Aktivitäten bietet. Im Februar 2023 wurde auch der Sitz der Gesellschaft nach Gilching verlegt.

Eine Zweigniederlassung der GMV GmbH befindet sich am Europaplatz 2 in 64293 Darmstadt (Hessen).

Die GMV GmbH ist eine Tochtergesellschaft der GMV Innovating Solutions S.L., Madrid. Zum GMV Unternehmensverbund zählt eine Reihe weiterer Unternehmen in Europa, den USA und Asien. Die Unternehmen der GMV Gruppe sind in folgenden Bereichen tätig:

- Raumfahrt

- Sicherheit und Verteidigung

- Secure e-Solutions

- Transport und Mobilität

2. Marktposition

Die GMV GmbH hat als Teil des GMV Konzerns große Erfahrung bei hochtechnologischen Raumfahrtprojekten und ist führender Anbieter von Flugbetriebs- und Ingenieurdienstleistungen bei deutschen (DLR bzw. DLR GfR) und europäischen (ESA, EUMETSAT) Raumfahrtorganisationen. Seit den 1990er Jahren hat das Unternehmen durch die Bereitstellung solcher Dienstleistungen in Weßling/Oberpfaffenhofen und Darmstadt eine solide und stabile Marktposition erreicht.

Des Weiteren wurde in den letzten Jahren ein weiterer Geschäftszweig erfolgreich aufgebaut, mit dem Ziel der Entwicklung und Fertigung von Simulatoren für den institutionellen Markt.

3. Forschung und Entwicklung

Die Schlüsselmärkte von GMV sind von Natur aus technologielastig, d.h. forschungs- und entwicklungsintensiv. Die von GMV angebotenen Lösungen sind daher oftmals das Ergebnis von neuen Konzepten, die zum Teil als natürliches Nebenprodukt der primären Aktivitäten entstehen und in die an Kunden erbrachte Leistungen eingehen.

In 2023 führte die vorangegangene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Unternehmens auf dem Feld der neuartigen Netzwerk- und Kommunikationstechnologien zu weiteren Aufträgen in diesem Bereich, primär für den Endkunden ESA. Die Themen "High Rate Data Communications" und "Protocol Engineering" spielten dabei eine zentrale Rolle. Auch die führende Stellung des Unternehmens im Bereich "Delay/Disruptive Tolerant Networking (DTN)" konnte weiter untermauert werden.

Forschung und Entwicklung spielen für GMV nach wie vor eine entscheidende Rolle. Zum einen können dadurch die Konkurrenzfähigkeit erhalten bzw. gesteigert und strategische Partnerschaften ins Leben gerufen werden. Außerdem ist die Tätigkeit in technisch herausfordernden und innovativen Gebieten angesichts der sich weiter zuspitzenden Lage auf dem Arbeitsmarkt für die Attraktivität als Arbeitgeber entscheidend.

Durch die Zugehörigkeit zum GMV Konzern profitiert die GMV GmbH auch von den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der anderen Gesellschaften der Gruppe. Langfristige Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden von der Muttergesellschaft finanziert und koordiniert.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024, Statistisches Bundesamt (destatis.de).

Die für die Raumfahrtbranche typischen langfristigen Planungs- und Projektzyklen haben zur allgemeinen Stabilität der Entwicklung in der Raumfahrt auch im Jahr 2023 beigetragen. Im November 2022 fand zudem die ca. alle drei Jahre tagende Ministerratskonferenz der ESA-Mitgliedsstaaten statt. Der Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) fasste das Ergebnis wie folgt zusammen: "Die Europäische Weltraumorganisation hat bei der ESA-Ministerratskonferenz 2022 ihr bisher höchstes Budget von 16,9 Mrd. Euro erzielt (+17%). Die Bundesregierung hat sich mit einem Rekordbudget von 3,512 Mrd. Euro (mit einberechneter Inflation: 4 Mrd. €) beteiligt und ist damit stärkster ESA-Partner, gefolgt von Frankreich (3,2 Mrd. €) und Italien (3,1 Mrd. €). Insgesamt hat sich der deutsche Anteil jedoch von 22,7% (Ministerratskonferenz 2019) auf 20,8% (Ministerratskonferenz 2022) etwas verringert, während der %-Anteil von Frankreich und Italien zugenommen hat. Entgegen dem ursprünglichen Haushaltsentwurf, der eine Reduzierung des deutschen ESA-Beitrags um 15% vorsah, hat die Bundesregierung somit eine Erhöhung um 21% im Vergleich zum Beitrag in 2019 und damit die im Koalitionsvertrag vereinbarte Stärkung der ESA erreichen können" (Quelle: BDLI, E-Mail 30.11.2022). Die Grundvoraussetzungen für eine mittelfristig weiterhin solide Entwicklung des Wirtschaftssektors Raumfahrt sind damit gegeben.

Insgesamt wird die Raumfahrtindustrie in der die GMV GmbH hauptsächlich tätig ist, weniger von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung beeinflusst. Wesentlich sind vielmehr allgemeine politische und wirtschaftliche Strategien und Entscheidungen der ESA Mitgliedsstaaten. Allerdings wächst auch in der Raumfahrtindustrie der Konkurrenzdruck, dem man dauerhaft nur dann standhalten kann, wenn man über qualifizierte Mitarbeiter verfügt, den Kunden in den Mittelpunkt stellt und technologisch eine Spitzenposition einnimmt.

Die Invasion in die Ukraine und die von der Europäischen Union und westlichen Ländern verhängten Wirtschaftssanktionen veranlassten den ESA-Rat, alle Aktivitäten sowohl mit russischen Unternehmen als auch mit Roscosmos einzustellen, was zum Einfrieren der Starts von europäische Satelliten mit russischen Trägerraketen und Weltraummissionen in Zusammenarbeit geführt hat. Die Auswirkungen dieser Entscheidungen der ESA auf die GMV-Operationen waren sehr gering.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Allgemeine Betrachtungen

Wie bereits das Vorjahr war das Geschäftsjahr 2023 geprägt durch Kontinuität in den Kernbereichen des Geschäftes, Wachstum in einigen Bereichen, Investitionen in anderen und Legung von Grundlagen für die weitere kommerzielle Entwicklung.

2.2. Bereich Raumfahrt

Das Jahr 2023 zeichnete sich durch Kontinuität des Kerngeschäfts aus. Die zentralen Projekte konnten erfolgreich weitergeführt werden, wie z.B. die Bereitstellung der Infrastruktur für das Galileo Control Segment (GCS) für die ESA. Auch die Unterstützung des "Integrated Teams" DLR/ESA für den Betrieb des europäischen Moduls der Internationalen Raumstation und die Instandhaltung der entsprechenden Bodeninfrastruktur verlief sehr positiv. Der zuvor verlängerte ESOC-Rahmenvertrag zwischen der GMV Aerospace and Defense S.A.U. und der ESA, bei dessen Erfüllung die GMV GmbH in erheblichem Maße mitwirkt, wurde erfolgreich bedient. Das DLR verlängerte zudem den Vertrag für die Unterstützung des Weltraumlagezentrums in Uedem für weitere drei Jahre. Des Weiteren starteten jeweils im April und im Juli die Sonden der ESA JUICE (zum Jupiter) und Euclid (ein Weltraumteleskop), bei denen GMV für die Entwicklung des Bodensegments bzw. den Betrieb signifikant mitgewirkt hat.

Weiter zu vermerken ist die sehr zu begrüßende Akquise neuer Projekte, wie z.B. die Mitwirkung bei LUNA, der analogen Mondsimulationsinfrastruktur von DLR und ESA in Köln. Auch der schrittweise Ausbau der Präsenz von GMV bei den nächsten großen Themen der astronautischen Raumfahrt, wie die Raumstation Lunar Gateway und das Human Exploration Control Center (HECC) in Oberpfaffenhofen, ist ein wichtiger zu erwähnender Schritt. Nicht zuletzt sei die weiterhin gute Entwicklung des Bereichs High-data-rate-Kommunikationstechnologien erwähnt, in dem ein neuer Auftrag der ESA für ein "System Testbed" sichergestellt werden konnte.

Die erfolgreiche Entwicklung führte zum erneuten Wachstum von Umsatz und Belegschaft und erweitert wiederum die Chancen des Unternehmens und die Entfaltungsszenarien der Mitarbeiter. Ermöglicht wurde sie primär durch die enge Zusammenarbeit mit dem GMV-Konzern, die Fokussierung auf Kernbereiche und die Maximierung des Nutzens der geleisteten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

2.3 Bereich Sicherheit und Verteidigung

Die GMV GmbH agiert weiterhin als Zulieferer für Simulations- und Emulations-Einheiten optischer/infrarot Fernbeobachtungskameras.

Das Auftragsvolumen 2023 war ähnlich zu vorherigen Jahren, aber wegen Taktung der einkommenden Aufträge haben sich einige Bestellungen auf das Jahr 2024 verschoben. Deshalb wurde das Budget 2023 nur knapp erreicht. Eine Folge dieser Taktung ist dass das Budget für 2024 zu 70% bereits im ersten Quartal erreicht wird.

2.4 Bereich Cybersicherheit

Der Bereich Cybersicherheit ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts. GMV bietet entsprechende Dienste so gut wie ausschließlich in Raumfahrtprojekten an. Zu den Langzeitkunden zählen ESOC und EUMETSAT, sowie das DLR für Galileo.

Das Geschäft mit den Bestandskunden verlief sehr positiv, zumal die Unterstützung für das DLR im Bereich Galileo ausgebaut und neue Projekte mit der ESA, u.a. im Bereich der künstlichen Intelligenz, akquiriert werden konnten.

Die Marketing- und Vertriebsaktivitäten, um mit dem vorhandenen Portfolio auch außerhalb des Raumfahrtbereichs Fuß zu fassen, sind weiter im Gang. Hierzu zählen u.a. der Austausch innerhalb GMVs und mit Partnern, sowie die Vorbereitung und Abgabe von kommerziellen Angeboten.

2.5 Auftragseingang und Auftragsbestand

Auftragseingang und Auftragsbestand haben sich im Geschäftsjahr 2023 wiederum sehr positiv entwickelt. Die Auftragseingänge in 2023 betrugen 22,9 Mio. Euro. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 beträgt 22,7 Mio. Euro. In diesen Zahlen sind nur Transaktionen mit Dritten enthalten, konzerninterne Transaktionen sind nicht enthalten.

2.6 Entwicklung der Belegschaft

Angesichts des positiven Verlaufs der Geschäfte hat sich auch im Jahr 2023 die Anzahl der Mitarbeiter deutlich erhöht. Die Belegschaft hat sich in den vergangenen zwölf Monaten auf ein neues Höchstniveau von 217 Angestellten zum 31.12.2023 entwickelt.

Anzahl Mitarbeiter 31.12.2022 GMV GmbH Geschlecht männlich weiblich gesamt
Management 8 2 10
Project Manager 9 0 9
Engineering 121 32 153
Specialist 4 0 4
Technician 2 0 2
Administration 1 7 8
Commercial 1 0 1
Gesamt 146 41 187
Anzahl Mitarbeiter 31.12.2023 GMV GmbH Geschlecht männlich weiblich gesamt
Management 8 2 10
Project Manager 16 2 18
Engineering 134 42 176
Technician 2 0 2
Administration 1 9 10
Commercial 1 0 1
Gesamt 162 55 217

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

In verschiedenen Übersichten wird nachfolgend die Entwicklung der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der GMV GmbH im Geschäftsjahr 2023 erläutert. Dabei wird auf wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren wie Umsatz, Eigenkapitalquote, EBT und Entwicklung des Finanzmittelbestandes Bezug genommen.

Vermögenslage

31.12.2023 Vorjahr Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Langfristig angelegtes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,0 0 0,0 0 n/a
Sachanlagen 939 8,8 698 7,1 241 34,5
939 8,8 698 7,1 241 34,5
Kurzfristig angelegtes Vermögen
Vorräte 2.302 21,5 969 9,8 1.333 137,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.846 26,6 1.905 19,3 941 49,4
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.389 22,4 5.050 51,2 -2.661 -52,7
sonstige Vermögensgegenstände 212 2,0 213 2,2 -1 -0,5
Rechnungsabgrenzungsposten 10 0,1 9 0,1 1 11,1
flüssige Mittel 1.992 18,6 1.017 10,3 975 95,9
9.751 91,2 9.163 92,9 588 6,4
Summe Aktiva 10.690 100,0 9.861 100,0 829 8,4

Die Summe der Aktiva ist um T€ 829 bzw. um 8,4% gestiegen. Maßgeblich hierfür sind u.a. in 2023 ins Anlagevermögen getätigte Investitionen in Höhe von T€ 403 vor Abschreibungen sowie der Anstieg der Flüssigen Mittel um T€ 975. Das Vermögen ist zu 91,2% (Vorjahr 92,9%) kurzfristig angelegt.

31.12.2023 Vorjahr Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Langfristiges Kapital
Eigenkapital 3.900 36,5 2.846 28,9 1.054 37,0
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 2.272 21,2 2.426 24,6 -154 -6,3
erhaltene Anzahlungen 2.347 22,0 1.053 10,7 1.294 122,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142 1,3 186 1,9 -44 -23,7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.354 12,7 3.001 30,4 -1.647 -54,9
sonstige Verbindlichkeiten 675 6,3 349 3,5 326 93,4
6.790 63,5 7.015 71,1 -225 -3,2
Summe Passiva 10.690 100,0 9.861 100,0 829 8,4

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 um T€ 1.054 erhöht. Insgesamt hat sich die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr signifikant von 28,9% auf 36,5% erhöht.

Die kurzfristigen Passiva haben sich insbesondere wegen der Reduzierung der Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen um T€ 225 leicht auf T€ 6.790 vermindert.

Das kurzfristig angelegte Vermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital sowohl zum Abschussstichtag als auch im Vorjahr vollständig ab. Die Eigenkapitalsituation und die Liquiditätslage sind damit solide.

Finanzlage

2023
T€
Vorjahr
T€
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.378 2.337
+/- Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit -403 -643
+/- Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit 0 -1.000
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 975 694
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.017 323
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.992 1.017

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss sowie der stichtagsbedingten Verminderung der kurzfristigen Aktiva.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 403 ergibt sich ausschließlich aus den Investitionen in das Sachanlagevermögen. Die Investitionen lagen über den entsprechenden Abschreibungen (T€ 162).

Ertragslage

2023 Vorjahr Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 30.334 95,1 28.835 98,0 1.499 5,2
Bestandsveränderung 1.336 4,2 389 1,3 947 243,4
sonstige betriebliche Erträge 227 0,7 210 0,7 17 8,1
Gesamtleistung 31.897 100,0 29.434 100,0 2.463 8,4
Materialeinsatz/bezogene Leist. -4.607 -14,4 -6.689 -22,8 2.082 -31,1
Rohergebnis 27.290 85,6 22.745 77,2 4.545 20,0
Personalaufwendungen -20.581 -64,6 -17.107 -58,1 -3.474 20,3
Abschreibungen auf Anlagevermögen -162 -0,5 -65 -0,2 -97 149,2
sonstige betriebliche Aufwendungen -5.034 -15,8 -4.329 -14,7 -705 16,3
sonstige Steuern -3 0,0 -3 0,0 0 n/a
Betriebsergebnis / EBIT 1.510 4,7 1.241 4,2 269 21,7
Finanzergebnis 0 0,0 0 0,0 0 n/a
Ergebnis vor Steuern / EBT 1.510 4,7 1.241 4,2 269 21,7
Steuern vom Einkommen und Ertrag -456 -1,4 -388 -1,3 -68 17,5
Jahresergebnis 1.054 3,3 853 2,9 201 23,6

Die Gesamtleistung beträgt in 2023 T€ 31.897 und hat sich aufgrund eines erneuten Umsatzanstieges gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.463 bzw. um 8,4% erhöht. Von diesem erfreulichen Umsatzanstieg entfallen rd. 82,5% auf Projekte, bei denen die GMV GmbH als Teil der GMV Gruppe mitwirkte. Rd. 17,5% des Umsatzanstieges betreffen Aufträge von Dritten im In- und Ausland.

Materialeinsatz und bezogene Leistungen haben sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.082 bzw. 31,1% vermindert. In Relation zur Gesamtleistung sind Materialeinsatz und bezogene Leistungen von 22,8% im Vorjahr auf 14,4% überproportional gesunken. Dadurch ergibt sich ein Rohergebnis von T€ 27.290, das um T€ 4.545 bzw. 20,0 % über dem Vorjahreswert liegt. Die signifikante Verminderung von Wareneinsatz und bezogenen Leistungen resultiert daraus, dass in 2023 vermehrt Leistungen durch eigenes, neu hinzugewonnenes Personal durchgeführt werden konnten und dadurch weniger Leistungen von Dritten bezogen werden mussten.

Die Personalaufwendungen haben sich in Folge dessen um T€ 3.474 bzw. um 20,3% erhöht. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist von 175 in 2022 auf 210 in 2023 angestiegen.

Die Summe aus Rohergebnis abzüglich Personalkosten hat sich von T€ 5.638 in 2022 auf T€ 6.709 in 2023 wesentlich erhöht.

Das Verhältnis von Materialaufwand, bezogenen Leistungen und Personalaufwand zum Umsatz wird von verschiedenen Faktoren bestimmt, die von Jahr zu Jahr unterschiedlich stark sein können. Daher können diese Kostenpositionen jeweils für sich betrachtet in Relation zu Umsatz und zu Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr jeweils etwas stärken schwanken.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich aufgrund der in 2022 und 2023 getätigten Investitionen gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 705 bzw. um 16,3% auf T€ 5.034 gestiegen. In Relation zur Gesamtleistung ist ihr Anteil mit 15,8 % im Vergleich zu 14,7% im Vorjahr ebenfalls leicht angestiegen. Die Kostensteigerungen resultieren zu mehr als der Hälfte aus einem Anstieg der Raumkosten aufgrund des Umzuges in größere Geschäftsräume in Gilching. Der restliche Teil der Kostensteigerung betrifft ist im Wesentlichen inflationsbedingt.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt mit T€ 1.510 um T€ 269 bzw. um 21,7 % erheblich über dem Vorjahresergebnis (T€ 1.241). Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr von T€ 853 um T€ 201 bzw. 23,6% auf T€ 1.054 gestiegen. Er beträgt 3,3% (Vorjahr 2,9%) der Gesamtleistung.

Den Geschäftsverlauf des Jahres 2023 beurteilt die Geschäftsführung als durchweg positiv. Das für 2023 formulierte Umsatz- und Ertragsziel wurden erreicht. Die prozentuale Umsatzrendite konnte trotz unsicherer Rahmenbedingungen verbessert werden.

C. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen im Bereich Raumfahrt

GMV wird sich in 2024 weiter auf die Kontinuität des Kerngeschäfts konzentrieren. Im Konkreten bedeutet das, dass bestehende Projekte und Kundenbeziehungen eine hohe Priorität haben werden, um weiterhin als starkes Fundament für das Geschäft fungieren zu können.

Die nebst dem Core Business etablierten bzw. sich im Aufbau befindlichen Gebiete - darunter Kommunikationstechnologien, Weltraumsicherheit, Betriebssimulatoren und Bordelektronik - bedürfen ebenso Unterstützung und Aufmerksamkeit, um sich weiter positiv zu entwickeln.

Nicht zuletzt gilt es, weitere Bereiche zu etablieren, die auf dem Kerngeschäft aufbauen und als dessen natürliche Erweiterung zu betrachten sind. Das Gesamtziel besteht in einem moderaten Wachstum von Umsatz und Belegschaft.

Parallel zu den genannten Schwerpunkten hat im November 2022 die Ministerratskonferenz der ESA-Mitgliedsstaaten stattgefunden. Diese Zusammenkunft der ESA mit den Beitragszahlern findet ca. alle 3 Jahre statt und entscheidet über Programme und Budgets für die künftigen Jahre und spielt somit eine zentrale Rolle für GMV. Das Ergebnis der Konferenz ist angesichts der Höhe der gezeichneten Beträge allgemein und insbesondere für Deutschland durchaus positiv ausgefallen, wodurch die Rahmenbedingungen für eine mittelfristig weiterhin positive Geschäftsentwicklung von GMV gegeben sind.

Andererseits werden die Pläne der Bundesregierung eine Rolle spielen, deren neue Raumfahrtstrategie im September 2023 verabschiedet wurde. Diese wurde vom BDLI wie folgt bewertet: "Trotz allseitiger Betonung der übergreifenden Bedeutung und Wichtigkeit der Raumfahrt bleibt die Strategie hinter den in sie gesetzten Erwartungen zurück. Kein Gefühl von Aufbruchstimmung und ambitionierten konkreten Zielsetzungen, die wir seit geraumer Zeit bei Nachbarländern wie Frankreich und Italien, aber auch den USA, China oder Indien beobachten können" (Quelle: BDLI, E-Mail 29.9.2023). Des Weiteren hat die Bundesregierung im Rahmen des Haushalts 2024 eine Kürzung des Budgets für das Nationale Programm für Weltraum und Innovation beschlossen, welches für 2024 ca. 333 Millionen Euro (2023: 371 Millionen Euro) beträgt.

2. Chancen im Bereich Sicherheit und Verteidigung

Mit dem Umzug in das neue Büro in Gilching und die Produktionsräume im Gebäude namens "Mäander", ist GMV nun in der Lage, L3Harris WESCAM weitere Dienstleistungen anzubieten. Dazu zählen direktes Training von L3Harris WESCAM-Kunden in dem im Mäander neu eingerichteten Trainingsraum, und Wartung von Fernbeobachtungskameras in den erweiterten Produktionsräumen.

FCAS wurde am Ende des Jahres freigegeben. Airbus Defence & Space bereitet das Konsortium vor, und hat in 2023 GMV GmbH zu den Partnern für den Bereich "SIMLAB Pillar" gezählt. Leider hat Airbus den Fokus auf andere Pillars orientiert, und ein Anfang dieser Aktivität ist nicht in Sicht.

Airbus Defence & Space hat für SIRTAP, ein spanisches Programm für ein unbemanntes Luftfahrzeug, bei dem GMV Spanien Partner ist, ein MX-Emulator-System von GMV GmbH gekauft, und möchte mit GMV Spanien weitere Entwicklungen vornehmen. In 2024 werden GMV GmbH und GMV Spanien diese Verbindung ausweiten.

3. Chancen im Bereich Cybersicherheit

Basierend auf den Erfolgen im Jahr 2023 wird der Ausbau des Teams für die Bearbeitung der Bereiche künstliche Intelligenz und Datenanalyse weiter vorangetrieben werden. Die Akquise weiterer Neuprojekte, hauptsächlich mit der ESA, ist das Ziel.

Hingegen konnte die Erschließung von Aufträgen außerhalb des Raumfahrtbereichs, z.B. für Cybersicherheitsberatungen und Penetrationstests, noch keine konkreten Erfolge verzeichnen. Aktuelle Bemühungen sind in Richtung der Quantentechnologie gerichtet, da hier u.a. das DLR mit dessen Quantencomputing-Initiative mit verschiedenen Projekten und Ausschreibungen, auf die GMV angeboten hat, aktiv ist. Wie dynamisch die Entwicklung in diesem Bereich letztlich sein wird, hängt maßgeblich von den für derartige Projekte auch künftig zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen ab.

4. Risiken

4.1. Risiken in Bezug auf die Geschäftstätigkeit und die Marktposition im engeren Sinne

Die Mitglieder der Geschäftsführung der GMV GmbH stehen in regelmäßigem Kontakt zueinander und berichten in regelmäßigen Abständen an die jeweiligen Geschäftsbereiche des GMV-Konzernes. Zu den Hauptzielen dieser Zusammenarbeit zählen die stete Ausschau nach Geschäftsrisiken und, wo diese unumgänglich sind, deren kontinuierliche Überwachung und Minimierung.

Die derzeit identifizierten Risiken lassen sich wie folgt zusammenfassen. Alle aufgeführten Risiken können sich negativ auf Umsatz und Ergebnis auswirken.

- Ressourcenengpässe aufgrund von Personalfluktuation und insbesondere Mangel an qualifizierten Bewerbern am Arbeitsmarkt.

- Kostensenkungsdruck der ESA, insbesondere im Bereich der ESOC-Rahmenverträge.

- Verstärkter Wettbewerb durch expandierende Konkurrenten.

4.2. Einfluss globaler Entwicklungen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Geschäftstätigkeit

Der Ausbruch von COVID-19 (Coronavirus) und seine weltweite Ausbreitung seit Februar 2020 hatte zu erheblichen unmittelbaren Herausforderungen für die Gesellschaft und Risiken für die wirtschaftlichen Aussichten auf nationaler und internationaler Ebene geführt. Mittlerweile hat das Virus u.a. aufgrund der Entwicklung von wirksamen Impfstoffen weitgehend seinen Schrecken verloren. Gesundheitliche und wirtschaftliche Auswirkungen von Infektionen mit dem Virus erscheinen weitgehend kalkulierbar und beherrschbar.

Einen weiteren schwer abzuschätzenden Risikofaktor für die globale Entwicklung und die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland stellt der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland dar. Russische Streitkräfte sind am 24. Februar 2022 in die Ukraine einmarschiert.

Die Invasion dauert im Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes an und es ist nicht ersichtlich, wann es zu einer Waffenruhe und zu einer Rückkehr Russlands an den Verhandlungstisch kommen wird. Mittlerweile haben insbesondere die Europäische Union und die USA weitreichende Sanktionen verhängt.

Wie lange dieses Kräfteringen noch andauern wird und was an dessen Ende steht, lässt sich nicht vorhersagen. Es besteht jedoch ein reales Risiko, dass auch die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und anderer europäischer Staaten kurz- und mittelfristig negativ beeinflusst wird. Die negativen Auswirkungen in Deutschland werden je nach Branchenzugehörigkeit unterschiedlich ausfallen und es kann aus heutiger Sicht nicht ausgeschlossen werden, dass auch die Raumfahrtindustrie davon betroffen sein wird. Dies ist insbesondere dann zu befürchten, wenn eine weitere Eskalation des Konfliktes kurzfristig eine erhebliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben erforderlich machen sollte und zu deren Finanzierung Budgetkürzungen im zivilen Bereich erforderlich werden.

D. Prognosebericht und Ausblick

In 2023 hat sich der Trend einer grundsätzlichen Stabilisierung des Geschäfts von GMV fortgesetzt. Die innerbetrieblichen Prozesse sind mittlerweile ausgereift und ermöglichen ein effektives Zusammenspiel innerhalb des Unternehmens und mit den verschiedenen Konzernbereichen. Damit ist grundsätzlich für das Jahr 2024 eine gute Ausgangslage für die Entwicklung des Geschäfts und des Unternehmens an sich gegeben.

Mit zunehmender Häufigkeit stattfindende Kooperationen zwischen Teilen des Unternehmens und anderen Konzerngesellschaften bei Ausschreibungen bzw. Projekten basieren auf und verbessern wiederum die gegenseitige Kenntnis der verschiedenen technischen Bereiche.

Dies fördert die Erkennung und Nutzung von Synergien bei der Expertise, den Produkten und den verfügbaren Marktinformationen zwischen der GMV GmbH und den anderen Unternehmen des GMV-Konzerns kontinuierlich und bleibt von primärer Bedeutung für die Identifizierung und Erschließung neuer Chancen.

Auch im Jahr 2024 wird mit dem Ziel des Ausbaus der Reaktionsfähigkeit, der Schlagkraft und der Mitarbeiterbindung der Schwerpunkt auf den Themen Training, Weiterbildung und auch Wissensmanagement liegen.

Prognose für das Geschäftsjahr 2024

Wir sehen für das kommende Geschäftsjahr wegen der beschriebenen Geschäftschancen grundsätzlich weiterhin günstige Perspektiven für das Unternehmen, wobei wir insbesondere auf das große Volumen unseres Projektportfolios hinweisen möchten.

Die Geschäftsprognose für 2024 ist gut und wir erwarten eine weitere Konsolidierung des Umsatzes auf dem Niveau von 2023 bei gleichbleibend stabiler operativer Marge. Das Unternehmen wird weiterhin nach neuen Märkten und Aktivitäten suchen und sich bemühen, mögliche Synergieeffekte aufgrund der Zugehörigkeit zur GMV Gruppe zu realisieren.

Wir erwarten für 2024 für Deutschland und den Euroraum insgesamt nur ein schwaches Wirtschaftswachstum bei einer noch relativ hohen Inflationsrate. Wir gehen aber davon aus, das das geplante operative Ergebnis davon nicht wesentlich beeinträchtigt werden wird.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konfliktes zwischen der Ukraine und Russland lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht quantifizieren, da die politische Entwicklung des Konfliktes in den nächsten Monaten schlicht nicht vorhersehbar ist. Wir gehen aber davon aus, dass es auch bei ungünstigen politischen Entwicklungen nicht zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Raumfahrtindustrie und der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens kommt.

Abschließend wird darauf hingewiesen, dass Prognosen stets mit Unsicherheiten behaftet sind. Abweichungen zwischen den erwarteten und den tatsächlichen eintretenden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen können dazu führen, dass für das Geschäftsjahr 2024 formulierte Ziele nicht vollumfänglich erreicht werden können.

 

Gilching, den 28. März 2024

Gez. Mattia Moscardino

Gez. Monica Martínez-Harder

Gez. Austin Gosling

Gez. David McMahon

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 938.783,00 690.526,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.461,35
Summe Anlagevermögen 938.783,00 697.987,35
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.301.748,27 965.411,87
2. geleistete Anzahlungen 0,00 4.160,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.846.377,09 1.905.282,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.389.187,14 5.049.672,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 212.204,54 212.800,76
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr € 200.947,73 (Vj. € 200.950,58)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.991.690,16 1.017.397,18
Summe Umlaufvermögen 9.741.207,20 9.154.724,73
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.692,18 8.695,15
Summe Aktiva 10.689.682,38 9.861.407,23

PASSIVA

A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 469.661,28 469.661,28
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 5.000,00 5.000,00
IV. Bilanzgewinn 3.374.762,99 2.321.159,58
Summe Eigenkapital 3.899.424,27 2.845.820,86
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 285.987,86 225.347,37
2. sonstige Rückstellungen 1.986.266,89 2.200.874,05
Summe Rückstellungen 2.272.254,75 2.426.221,42
C. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.346.937,39 1.052.782,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr € 2.346.937,39 (Vj. € 1.052.782,30)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 141.689,76 186.273,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr € 141.689,76 (Vj. € 186.273,08)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.354.348,26 3.000.804,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr € 1.354.348,26 (Vj. € 3.000.804,21)
4. sonstige Verbindlichkeiten 675.027,95 349.505,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr € 675.027,95 (Vj. € 349.505,36)
davon aus Steuern € 597.371,56 (Vj. € 288.815,83)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 74.543,20 (Vj. € 58.936,62)
Summe Verbindlichkeiten 4.518.003,36 4.589.364,95
Summe Passiva 10.689.682,38 9.861.407,23

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 30.333.699,11 28.835.010,81
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 1.336.336,40 388.467,30
3. sonstige betriebliche Erträge 227.213,28 209.967,59
davon aus Währungsumrechnung € 14.779,25 (Vj. € 34.520,60)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -251.878,28 -174.560,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.354.852,24 -6.514.279,22
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.442.234,92 -14.510.513,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.139.200,66 -2.596.470,53
davon für Altersversorgung € 154.066,56 (Vj. € 144.491,56)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -162.182,86 -65.051,44
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.033.927,45 -4.328.776,12
davon aus Währungsumrechnung € 30.178,49 (Vj. € 24.641,54)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 114,92 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -456.138,53 -387.612,02
10. Ergebnis nach Steuern 1.056.948,77 856.182,32
11. sonstige Steuern -3.345,36 -3.176,65
12. Jahresüberschuss 1.053.603,41 853.005,67
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.321.159,58 1.468.153,91
14. Bilanzgewinn 3.374.762,99 2.321.159,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die GMV GmbH hat ihren Sitz in Gilching und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 253458 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Vermerke, die nach den Gliederungsvorschriften bei Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise bei diesen Posten bzw. im Anhang anzubringen sind, werden im Anhang angebracht.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, ausschließlich nach der linearen Methode. Den Abschreibungen liegt eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren zugrunde.

Im Geschäftsjahr angeschaffte Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen sofort abgeschrieben.

Die unfertigen Leistungen werden in Höhe der Fertigungseinzel- und -gemeinkosten angesetzt.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. Forderungen in Fremdwährungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet.

Im Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

C. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Der Anlagenspiegel ist diesem Anhang als Anlage beigefügt.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von € 2.378.676,07 (Vorjahr: € 5.049.672,00) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die gesetzliche Rücklage wurde in früheren Jahren gemäß § 150 Abs. 2 AktG gebildet. Im Zeitpunkt der Bildung der gesetzlichen Rücklage hatte die Gesellschaft noch die Rechtsform einer Aktiengesellschaft.

Der Posten Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von € 2.321.159,58 (Vorjahr € 1.468.153,91).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Projektkostenrückstellungen (T€ 778), nicht genommenen Urlaub (T€ 578) und Mitarbeiterboni (T€ 463).

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten Anzahlungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.093 (Vorjahr: T€ 791).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.227 (Vorjahr: T€ 2.957). T€ 7 (Vorjahr: T€ 2) sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen T€ 5.314.

D. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft neben den Geschäftsführern durchschnittlich 210 Mitarbeiter, davon 203 technische Mitarbeiter und 7 Mitarbeiter in der Verwaltung.

Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende Personen zu Geschäftsführern bestellt:

• Mattia Moscardino, Diplom-Ingenieur

• Monica Martínez-Harder, Physikerin

• Austin Gosling, Diplom-Ingenieur

• David McMahon, Diplom-Ingenieur

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer beliefen sich auf T€ 769 (Vorjahr T€ 743).

Die Gesellschaft, die für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss erstellt, ist die Grupo Tecnológico e Industrial GMV S.A., Madrid, Spanien. Der Konzernabschluss wird beim spanischen Handelsregister eingereicht und ist unter www.registradores.org abrufbar.

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr 2024, die noch das Geschäftsjahr 2023 betreffen und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, haben nicht stattgefunden.

Die Geschäftsführer schlagen vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Gilching, den 12. Februar 2024

Gez. Mattia Moscardino

Gez. Monica Martínez-Harder

Gez. Austin Gosling

Gez. David McMahon

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen 31.12.2023
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 972.605,39 402.978,51 59.380,02 7.461,35 1.323.665,23
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.461,35 0,00 0,00 -7.461,35 0,00
980.066,74 402.978,51 59.380,02 0,00 1.323.665,23
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 282.079,39 162.182,86 59.380,02 0,00 384.882,23
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
282.079,39 162.182,86 59.380,02 0,00 384.882,23
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 938.783,00 690.526,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.461,35
938.783,00 697.987,35

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GMV GmbH, Gilching

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der GMV GmbH, Gilching - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der GMV GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen.

Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Wiesbaden, den 28. März 2024

Gez. Sabine Hecht, Wirtschaftsprüferin

Ergebnisverwendungsbeschluss

In der Gesellschafterversammlung der GMV GmbH am 05. April 2024 wurde beschlossen, den vorhandenen Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von den Gesellschaftern am 05. April 2024 festgestellt.

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