Intertek Food Services GmbH

Olof-Palme-Straße 8, 28719 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 28046 HB
Vorher
APPLICA GmbH - Angewandte Chemische Analytik
Eingetragen
18.2.1997
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und HalbwarenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Dienstleistung, der Handel sowie die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der angewandten chemischen Analytik sowie die Zertifizierung und Auditierung im Bereich Lebensmittel-, Ernährungs- und Agrarwirtschaft sowie der nachwachsenden Rohstoffe und die Entwicklung von Standards in diesem Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Desirée Boatic
seit 15.12.2025
Prokura
Helge Julian Lüdcke
seit 27.12.2024
Prokura
Artur Jabs
seit 9.10.2024
Prokura
Ross McCluskey
seit 7.3.2023
Geschäftsführer
Dirk Zimmermann
seit 12.2.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Intertek Testing Services Holdings LtdGBR
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Intertek Food Services GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Wirtschaftsbericht

I. Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen

Geschäftsmodell

Intertek ist ein weltweiter Anbieter von Qualitäts- und Sicherheitslösungen für eine Vielzahl an Branchen und unterstützt seine Kunden bei der Einhaltung von Qualitäts-, Sicherheits- und Leistungsstandards durch folgende Dienstleistungen: Prüfung, Inspektion, Zertifizierung, Auditierung, Outsourcing, Beratung und Qualitätssicherung. Es werden Kunden aus den verschiedensten Branchen betreut, etwa Rohstoffe, Automobil, Chemikalien, Kosmetik, Kunststoff, Elektrik und Elektronik, Lebensmittel und Agrarwirtschaft. Die Kunden profitieren von der langjährigen Erfahrung eines weltweiten Netzwerkes aus mehr als 1.000 Laboren und Büros mit über 43.900 Mitarbeitern in über 100 Ländern (gemäß Annual Report der Intertek Group plc 2023 Notes 5, Seite 12 Financial).

Die Intertek Holding Deutschland GmbH ist die deutsche Ländergesellschaft der Intertek Group plc, die an der London Stock Exchange gelistet und Bestandteil der FTSE 100 ist. Im Jahr 2016 wurde Intertek Group plc erstmals in den Index FTSE4GOOD aufgenommen. Somit ist Intertek bereits das siebte Jahr in Folge im "FTSE4GOOD Index" gelistet (https://www.nachhaltigesinvestment. org/Unternehmen/Unternehmensdatenbank.aspx). Damit wurde der Fortschritt anerkannt, den Intertek mit internen und externen Nachhaltigkeitsaktivitäten sowie mit der Konzernberichterstattung über Nachhaltigkeit erreicht hat. Die Intertek Food GmbH ist ein Tochterunternehmen der Intertek Holding Deutschland GmbH ("Muttergesellschaft"). Die Gesellschaft wird der globalen Sparte "Products" zugeordnet und ist die deutsche Repräsentanz des weltweit tätigen Geschäftsbereichs "Food".

Der Geschäftsbereich "Food" bedient mit seinem globalen Netzwerk von akkreditierten Laboren, Herstellern und Händlern eine umfassende Bandbreite an Dienstleistungen bei der Prüfung, Inspektion, Zertifizierung, Schulung und Beratung von Produkten in der Lebensmittel-, Futtermittelund Agrarindustrie. Kunden werden unterstützt, die Sicherheit und Qualität der angebotenen Produkte zu gewährleisten und können dadurch die Einhaltung von rechtlichen Standards bestätigen.

Die Gesellschaft hat Ihren Hauptsitz in Bremen und einen weiteren Standort in Linden.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft wurde im Jahr 2023 in vielen Ländern durch hohe Inflationsraten und steigende Zinsen belastet. Aufgrund von Vorzieh- beziehungsweise Nachholeffekten aus der Corona-Pandemie nahm die Güternachfrage erheblich langsamer zu als die Nachfrage nach Dienstleistungen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 insgesamt gedämpft, aber mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA nach einem moderaten ersten Halbjahr im dritten Quartal deutlich beschleunigte, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) weitgehend. In der EU nahm das BIP 2023 nur um 0,5 % zu (2022: +3,6 %). Wie bereits im Vorjahr waren deutliche Unterschiede zwischen den typischen touristisch geprägten Ländern und den stärker industrie- und güterexportorientierten Volkswirtschaften zu verzeichnen. Während das BIP in Spanien um mehr als 2 % zulegen konnte, verzeichneten Frankreich und Italien nur ein Wachstum des BIP von unter 1 %. In Deutschland sank das Bruttoinlandsprodukt in kalenderbereinigter Betrachtung dagegen leicht um 0,1 %. Abweichend von den anderen großen EU-Ländern sanken auch die staatlichen Konsumausgaben deutlich, weil pandemiebedingte Sonderausgaben wegfielen. Die schwache Weltkonjunktur spiegelte sich schließlich in einem Rückgang der Exporte wider, dem allerdings auch ein stärkerer Rückgang der Importe gegenüberstand. Insgesamt hat der Außenhandel daher einen positiven Wachstumsbeitrag für die deutsche Wirtschaft geliefert.

(Quelle: https://bericht.basf.com/2023/de/zusammengefassterlagebericht/geschaeftsjahr-der-basf-gruppe/wirtschaftliche-rahmenbedingungen.html)

Lebensmittelsicherheit ist weiterhin eine global stark nachgefragte Dienstleistung. Für die Konsumenten wird geprüfte Sicherheit ihrer Lebensmittel zunehmend zum entscheidenden Faktor für die Kaufentscheidung. International operierende Unternehmen benötigen deshalb für sich selbst und ihre Zulieferer unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen, um internationale Standards und Exportregulierungen zu erfüllen. Das Unternehmen bietet Qualitäts- und Sicherheitslösungen an, und zwar weltweit für eine Vielzahl an Branchen - darunter ein breites Dienstleistungs-Portfolio für die Lebens- und Futtermittelindustrie. Bei Futtermitteln handelt es sich gemäß Basisverordnung (EG) Nr. 178/2002 um Stoffe oder Erzeugnisse, auch Zusatzstoffe, verarbeitet oder unverarbeitet, die zur Tierfütterung bestimmt sind. Futtermittel müssen hohen Qualitätsstandards genügen, um eine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier ausschließen zu können.

Den überwiegenden Anteil am Gesamtumsatz generiert die Honig-Analytik. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 64,43 Millionen kg Honig eingeführt und 18 Millionen kg ausgeführt. Der Importüberschuss sank im Vergleich zum Vorjahr um 8,09 Millionen kg auf rund 46,41 Millionen kg. Die wichtigsten Herkunftsländer für deutsche Honigimporte sind die Ukraine, gefolgt von Mexiko und Argentinien. Der Nahrungsverbrauch von Honig betrug im Jahr 2023 laut vorläufigen Zahlen insgesamt 80.170 Tonnen. Dies sind rund zehn Prozent weniger als im Vorjahr. In Deutschland betrug die Gesamterzeugung im Jahr 2023 33,76 Millionen kg. Für einen besseren Schutz von Bienen stellt die EU-Kommission einen "neuen Deal für Bestäuber" im Rahmen des Green Deals zur Ergänzung des EU-Naturschutzpakets vor, eine Initiative die Ziele für 2030 umfasst. Dabei werden vor allem die Auswirkungen des Pflanzenschutzes in Betracht gezogen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gemäß dem Vorschlag der Kommission für eine risikoärmere nachhaltige Verwendung zu verringern. (Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtshaft (BMEL) Honig Statistik; BLE, Referat 414).

Der Standort Linden bedient das Segment "Heimtiernahrung". Hierzu zählen hauptsächlich die Analysen von Hunde- und Katzenfutter. Vorgefertigte Futtermittel sowie deren Rohstoffe werden auf Energiegehalt und Nährstoffe, Rückstände und gentechnische Veränderungen (GVO) geprüft.

Gemäß dem Industrieverband Heimtierbedarf hat sich der Wachstumskurs des deutschen Haustiermarktes im Jahr 2023 fortgesetzt und hat nun ein neues hohes Niveau von über 7,1 Mrd. Umsatz erreicht (Quelle: IVH_ZZF_Der_Deutsche_Heimtiermarkt_2023).

II. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft steuert sich nach den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und gross profit (Bruttogewinn) auf Basis von IFRS-Zahlen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung des Unternehmens nicht eingesetzt. Die finanziellen Leistungsindikatoren werden in der nachfolgenden Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt.

III. Geschäftsverlauf und Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Geschäftsverlauf

Der Wachstumsmotor der Intertek Food Services GmbH ist das sich ständig erweiternde und umfassende Angebot von Testverfahren für die Lebensmittel- und Futtermittelanalytik sowie deren Kennzeichnungspflicht. Die Gesellschaft hält eine Vielzahl von international anerkannten Zertifizierungen und Zulassungen und ist in nationalen und internationalen Verbänden sowie in fachlich orientierten Normungs- und Arbeitsgruppen vertreten. Trotz einer Umsatzsteigerung von 2% im Vergleich zum Vorjahr ist die Umsatzrendite um 1% zum Vorjahr gesunken, was auf die erhöhten Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen ist.

Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten des Unternehmens im Jahr 2023 hat das Planniveau erreicht.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Intertek Food Services GmbH im Vergleich zum Vorjahr und IFRS-Budget wie folgt entwickelt:

Der Umsatz nach HGB ist um 2,2 % von Mio. € 20,7 auf Mio. € 21,2 gestiegen. Der IFRSUmsatz

mit Mio. € 21,2 liegt TEUR 547 unter Budget für 2023.

Das gross profit nach IFRS lag mit Mio. € 5,4 TEUR 370 über Budget.

Das Betriebsergebnis (EBIT) ist um 4,1 % von Mio. € 2,7 auf Mio. € 2,6 gesunken.

Die Umsatzrendite, gemessen am EBIT, liegt bei 12 % und ist somit 1%-Punkt unter Vorjahresniveau.

Die Zahl der durchschnittlichen Beschäftigten sank zum Vorjahr um 5 Mitarbeiter.

Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf des Unternehmens zufrieden.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Intertek Food Services GmbH einen Umsatz von TEUR 21.176 (Vorjahr: TEUR 20.726). Die Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre in TEUR zeigt die folgende Abbildung:

Im Inland erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse mit Drittkunden in Höhe von TEUR 7.085 (Vorjahr: TEUR 6.530) und im internationalen Geschäft TEUR 13.357 (Vorjahr: TEUR 13.300). Außerdem wurden Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 735 (Vorjahr: TEUR 896) generiert. Der Anteil der ausländischen Drittkunden an den gesamten Umsatzerlösen beträgt somit 63% (Vorjahr: 64%).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 1.570 auf TEUR 1.388 gesunken. Dies ist insbesondere auf geringere konzerninterne Weiterberechnungen sowie geringere Erträge aus Kursdifferenzen zurückzuführen.

Der Aufwand für bezogene Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe erhöhte sich um 1,3% auf TEUR 1.754 (Vorjahr: TEUR 1.732). Der Materialaufwand reduzierte sich um 2% auf TEUR 3.479 (Vorjahr: TEUR 3.551) und die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich um 5,2% auf TEUR 1.725 (Vorjahr: TEUR 1.819). Die Materialaufwandsquote als Verhältnis von Materialaufwand zum Umsatz beträgt 16% (Vorjahr: 17%).

Die Personalaufwendungen sind um 1,7% gestiegen und betrugen im Geschäftsjahr TEUR 9.593 (Vorjahr: TEUR 9.432). Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Gehälter und Bonuszahlungen, sowie Rückstellung für Abfindung über 180 TEUR zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote reduziert sich auf 45% (Vorjahr: 46%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 9,7% auf TEUR 6.014 (Vorjahr: TEUR 5.483) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Kosten für Strom- und Mietnebenkosten TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 234), Reparatur und Instandhaltungskosten TEUR 521 (Vorjahr: TEUR 250), sowie Aufwendungen aus Kursdifferenzen zurückzuführen. Der Aufwand für Abschreibungen ist um 3,7% gesunken auf TEUR 1.131 (Vorjahr: TEUR 1.175). Die sich daraus insgesamt ergebende Aufwandsquote (Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) steigt um 2%-Punkte auf 34% im Vergleich zum Vorjahr.

Es konnte wieder ein positives Betriebsergebnis - berechnet als Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Ergebnisabführung - mit TEUR 2.553 (Vorjahr: TEUR 2.662) festgestellt werden. Die Umsatzrendite beträgt 12%-Punkte (Vorjahr: 13%).

Im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages wird das Ergebnis an die Intertek Holding Deutschland GmbH abgeführt.

Finanzlage

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr ebenso wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und benötigt für ihre weitere Geschäftsentwicklung keine Darlehen von Kreditinstituten

Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2021 mit der Gesellschafterin, der Intertek Holding Deutschland GmbH, in ein Cash-Pooling System eingebunden.

Im Geschäftsjahr hatte die Gesellschaft Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling mit der Intertek Finance plc in Höhe von TEUR 0,5 (Vorjahr: TEUR 1.493). Die Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 3.749 (Vorjahr: TEUR 3.510) mit der Gesellschafterin Intertek Holding Deutschland GmbH wurden saldiert unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöht sich im Berichtsjahr um TEUR 968 auf TEUR 9.183 (Vorjahr: TEUR 8.215).

Die Erhöhung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die Erhöhung des Bestands der in Arbeit befindlichen Aufträge zurückzuführen. Zudem reduzierte sich das Anlagevermögen (2% zum Vorjahr).

Auf der Passivseite erhöhen sich die Rückstellungen um TEUR 724 auf TEUR 1.498 (Vorjahr: TEUR 774). Dies sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen die Rückstellungen für Bonus und Leistungsprämie, sowie Abfindungen und ausstehende Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 824. Hingegen reduzieren sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Intertek Holding Deutschland GmbH um TEUR 357 auf TEUR 2.086 (Vorjahr: TEUR 2.443). Gleichzeitig reduzieren sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 430 auf TEUR 1.108 (Vorjahr: TEUR 1.538).

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages hat sich das Eigenkapital nicht verändert. Die Eigenkapitalquote reduziert sich um 3%-Punkte auf 24% (Vorjahr: 27%).

Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet. Die Geschäftsführung ist mit der Ertragslage zufrieden.

Investitionen

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf TEUR 1.059 (Vorjahr: TEUR 772). Diese entfallen im Wesentlichen auf Analysegeräte für die Labore, um noch exaktere und vielfältigere Analysen anbieten zu können sowie auf Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Mitarbeitende

Die Motivation, das fachliche Know-how und die individuellen Fähigkeiten unserer Mitarbeiter sind die Basis für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Im Jahr 2023 beschäftigte Intertek Food Services GmbH durchschnittlich 217 Mitarbeitende (Vorjahr: 222). Die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit liegt unverändert zum Vorjahr bei 7 Jahren. Die freiwillige Fluktuation lag im Jahr 2023 bei 21 % und spiegelt die aktuell angespannte Arbeitsmarktlage wider. Der Frauenanteil in der Gesellschaft belief sich auf 63% (Vorjahr: 66 %).

Die administrativen Prozesse, wie Personalwesen, Finanzwesen, Marketing und IT, werden durch die Muttergesellschaft abgedeckt. Mit dieser hat die Gesellschaft einen Dienstleistungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken der Gesellschaft

I. Risikomanagementsystem

Intertek muss sich den dynamischen Änderungen der einzelnen Märkte anpassen, um auch langfristig am Markt bestehen zu können. Vor dem Hintergrund immer komplexerer Unternehmensstrukturen und zunehmender Internationalität ist ein systematisches Risikomanagement daher die Basis für den nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Intertek agiert weltweit in verschiedenen Branchen und Regionen und steuert das Geschäft durch die jeweiligen Landesgesellschaften

Der Aufsichtsrat der Intertek Group plc sieht sich in der Verantwortung eines funktionierenden, globalen Riskmanagements und hat hierzu ein "Group Risk Committee" eingesetzt. Es bestehen Richtlinien und der Leiter der internen Revision, der Finanzvorstand und der Vorstandsvorsitzende sind in der Pflicht die wesentlichen Risiken der Unternehmensgruppe zu benennen, Kontrollen zu implementieren und Maßnahmen zur Vermeidung von Risiken zu installieren. Im Rahmen von regelmäßigen Treffen mit der Revision werden Risiken auf Konzernebene identifiziert und in einem Register für jeden Geschäftsbereich festgehalten. Dieses Register wird mindestens zweimal jährlich überprüft. Hieraus leiten sich die Pläne für die interne Revision sowie die Risikostrategie ab. Zusätzlich müssen alle Geschäftsführer sowie deren direkte Führungskräfte jährlich bestätigen, dass sie die Vorgaben der Gruppe zu internen Kontrollen effektiv umgesetzt haben. Die Nachweise decken alle organisatorischen Bereiche ab, wie Vertrieb, Operative, IT, Finanzen und Personal.

Mögliche finanzielle Auswirklungen von eintretenden Risiken können mithilfe des zentralisierten Versicherungsmanagements des Konzerns begrenzt werden.

II. Chancen und Risikobericht

Wir haben Covid-19 als Hauptrisiko für 2023 gestrichen. Dies folgt der Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation vom 5. Mai 2023, die Pandemie nicht länger als einen internationalen Gesundheitsnotfall zu erklären. Wir arbeiten weiterhin eng mit unseren Kunden zusammen, um die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und ihrer Mitarbeiter in den Vordergrund zu stellen und die Geschäftskontinuität zu maximieren. Des Weiteren wird auf das Risiko hingewiesen, dass sich aus dem Klimawandel mit extremen Wetterveränderungen ergibt. Das Ergebnis einer Portfolio Risikobewertung zeigt, dass die prognostizierten Auswirkungen klimabedingter physischer Risiken voraussichtlich lokal begrenzt und auf Konzernebene nicht wesentlich sind. (siehe hierzu Intertek Group plc Annual Report 2023, Book 1 Seite 2, 52 bis 55)

Im Jahr 2023 stand der Fokus der Intertek Gruppe im Zeichen "AAA - OUR GOOD TO GREATSTRATEGY" ("VON GUT ZU GROSSARTIG"). Dahinter verbirgt sich ein ganzes Paket an Maßnahmen, um die weltweite Marktpräsenz der Unternehmensgruppe zu stärken, allen Mitarbeitenden einen sicheren Arbeitsplatz zu garantieren und unseren Kunden ein zuverlässiger Partner zu sein. Nachhaltiges, auf den Schutz von Menschen und Umwelt ausgerichtetes Handeln, ist fest in den Unternehmenszielen von Intertek verankert. Intertek bietet umfangreiche Dienstleistungen zum Thema Nachhaltigkeit, Zertifizierung zu Arbeitssicherheit und Umweltmanagement, Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Elektromobilität. Absolute Integrität und die konsequente Einhaltung von Gesetzen und Normen sind für uns als technischer Dienstleister unabdingbar. (siehe hierzu Intertek Annual Report 2023).

Der Fünfjahresplan zeichnet weiterhin eine moderat positive Entwicklung. Die Auswirkung des Ukrainekrieg auf das Geschäftsjahr 2023 konnte ebenfalls gut bewältigt werden. Des Weiteren sehen wir weiterhin keine wesentlichen wirtschaftlichen Risiken, die unser Geschäft beeinflussen.

In einem sensiblen Industriebereich, der erheblich auf Vertrauen aufbaut, ist die gute Reputation des gesamten Unternehmens von größter Bedeutung. Das Risiko die Reputation verlieren zu können, kann direkt durch die Unternehmensgruppe oder ein Unternehmen ausgelöst werden, aber auch indirekt durch Handlungen einzelner Mitarbeiter oder durch Kunden und Lieferanten.

Das vorhandene Risikomanagement stärkt das Verantwortungsgefühl der Mitarbeiter und schärft das Bewusstsein für potenzielle oder existente Risiken. Darüber hinaus unterstützt es alle Beteiligten dabei, Gefahren rechtzeitig aufzudecken, zu analysieren, zu kommunizieren sowie effektive Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Entscheidend für unseren nachhaltigen Geschäftserfolg wird die Nähe zu unseren Kunden und ein erweitertes Portfolio an Dienstleistungen sein, zum Beispiel im Bereich der Kennzeichnungspflicht sowie von neuen Technologien. Der Ausbau von neuen Märkten, wie Kaffee, Tee, Fruchtsäfte bietet Potenziale für die Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit.

Etwaigen Risiken durch ein Fehlverhalten von Mitarbeitern begegnet die Gesellschaft - ebenso wie die gesamte Intertek Gruppe - durch eine klare Richtlinie zur Corporate-Governance, die im Intranet jedem Mitarbeiter zugänglich ist. Jeder Mitarbeiter muss sich einem jährlichen "Compliance Test" unterziehen, um die Werte des Unternehmens im täglichen Arbeiten zu beachten. Der Verhaltenskodex legt die Regeln für alle Mitarbeiter in Bezug auf Integrität, Unbestechlichkeit und redliches Marketing fest. Grundsätzlich gilt eine "Null-Toleranz" - Grenze im Falle von Fehlverhalten.

Dank der weltweiten Marktpräsenz der Intertek Gruppe bringt ein Wachstum in der Regel auch positive Impulse für das Geschäft in den deutschen Geschäftsbereichen mit sich, während eine Zunahme der weltwirtschaftlichen Risiken hemmend auf unsere Geschäftstätigkeit wirken kann.

Die für die Intertek Food Services GmbH wesentlichen Chancen resultieren aus der Umsetzung des gesamtheitlichen Ansatzes der Qualitätssicherung (TQA). Die Entwicklung von intelligenten Prüfverfahren, maßgeschneiderten Qualitätssicherungs-, Prüf-, und Zertifizierungsleistungen erfordert ein nachhaltiges Handeln und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kunden. Der sich daraus abzuleitende partnerschaftliche Servicefokus, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Verhältnis zum Wettbewerb.

Der wachsende Bereich der Lebensmittel-Kennzeichnung gewinnt stetig an Bedeutung, und wir werden unsere Kunden mit Know-how und technischer Kompetenz auf diesem Weg begleiten. Wir investieren in eine Technik, die allen Umweltanforderungen entspricht. Zur Erreichung der gesteckten Wachstumsziele werden der Gesellschaft ausreichend Mittel für entsprechende Investitionen bereitgestellt. Gleichwohl ist das Risiko einer zu niedrigen Kapazitätsauslastung durch unzureichende Neukundengewinnung bzw. veränderter Marktsituation stets vorhanden.

Aufgrund der Diversität des Dienstleistungsspektrums und der Bedienung unterschiedlicher, globaler Märkte liegt eine gute Risikostreuung vor. Die vorhandene Kundenstruktur hat eine hohe Unabhängigkeit zu einzelnen Kunden, da die Top 20 Kunden nicht mehr als 35% (Vorjahr: 31%) des Gesamtumsatzes ausmachen und kein Kunde einen Umsatzanteil von größer 4% hält.

Da es sich bei Lebens- und Futtermitteln in der Regel um global gehandelte "Natur"-Produkte handelt, sind sowohl klima- und saisonal bedingte Schwankungen als auch politisch motivierte Maßnahmen (z.B. Import/Export-Verbote) nicht auszuschließen und stellen ein immer bleibendes, sonstiges Risiko für die Geschäftsentwicklung dar.

Die Fakturierung gegenüber Dritten erfolgt überwiegend in EUR, jedoch werden aufgrund der Internationalität auch US-Dollar Rechnungen erstellt. Es werden Dollarkonten gehalten, so dass Zahlungen in US-Dollar mit Verbindlichkeiten in US-Dollar das Wechselkursrisiko minimieren.

Aufgrund der Zugehörigkeit der Gesellschaft zur Intertek Group plc sind liquide Engpässe oder ähnliche bestandsgefährdende Situationen unwahrscheinlich.

Gegen das Risiko von Forderungsausfällen schützen wir uns durch eine laufende elektronisch gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur. Ein besonderes Ausfallrisiko bei den bestehenden Forderungen ist ebenfalls nicht ersichtlich.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die positive Geschäftsentwicklung ist die Nachbesetzung, Aus- und Weiterbildung von Fachkräften und eine erfolgreiche Vertriebstätigkeit. Damit die Vertriebserfolge auf dem Markt zu einem positiven Ergebnis führen, muss entsprechend qualifiziertes Personal rekrutiert oder ausgebildet werden.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

III. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 um 3,2 % wachsen wird, also genauso schnell wie im Vorjahr. Dies geht aus dem World Economic Outlook-Bericht vom April hervor. Eine leichte Beschleunigung in den entwickelten Ländern, wo ein Wachstum von 1,6 % im letzten Jahr auf 1,7 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr 2025 erwartet wird, wird durch eine moderate Verlangsamung in den Schwellen- und Entwicklungsländern - von 4,3 % im Jahr 2023 auf 4,2 % - ausgeglichen. Die Institution geht davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im Euroraum in diesem Jahr auf 0,8 % und im nächsten Jahr auf 1,5 % beschleunigen wird. Die globale Wachstumsprognose des IWF für fünf Jahre liegt bei 3,1 %, dem niedrigsten Wert seit Jahrzehnten. Die globale Inflation wird kontinuierlich von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,9 % im Jahr 2024 und 4,5 % im Jahr 2025 sinken. Nach Einschätzung des IWF sind die Risiken für die Aussichten für die Entwicklung der Weltwirtschaft insgesamt ausgeglichen.

Deutschlandweit steigt die Zahl der Bienenvölker kontinuierlich auf rund 1 Mio., das entspricht 0,4% mehr als im Vorjahr Weiterhin ist die Ukraine mit das wichtigste Lieferland von Honig nach Deutschland. Es wurden etwa 13.084 t importiert. Daraus lässt sich ein leicht steigender Trend für Honiganalytik schließen.

Unsere anerkannte Kompetenz in angestammten Kernmärkten und unser ausgewogenes Kundenportfolio machen uns weniger anfällig für temporäre Marktschwankungen. Wir bauen unsere IT-Infrastruktur weiter aus und können somit unseren Mitarbeitern sichere Arbeitsbedingungen bieten, eine hohe Flexibilität gewährleisten und sind somit für unsere Kunden jederzeit ansprechbar.

Die Intertek Food Services GmbH wird sich diesen Herausforderungen stellen, das Serviceportfolio stetig ausbauen und erweitern sowie branchen- und kundenspezifische Lösungen anbieten. Hierzu werden die Vertriebs- und Prozessstrukturen kontinuierlich optimiert. Verbesserte Kommunikation zum Kunden und Transparenz unserer Tätigkeit sollen die Kundenzufriedenheit weiter verbessern und so unseren Wettbewerbsvorteil stärken. Zusätzlich soll unsere konsequente und kontinuierliche Umsetzung von Prozessoptimierungen die Reduzierung von Reaktionszeiten unserer administrativen Aufwände sichern. Die gruppenweite "KPI 5X5 Matrix Management" Struktur wird um weitere Kennzahlen ausgebaut. Diese dienen einer systematischen Erfassung von betriebswirtschaftlichen Daten zur Eigenkontrolle und zeigen wichtige Unternehmensdaten transparent auf. Maßnahmen zur Gegensteuerung bei Planabweichungen werden in "10X Cockpit"

Aktionsplänen festgehalten und sind somit auch für das Top-Management nachvollziehbar. Ein wesentliches Element dieser Strategie ist es, unser zukunftsorientiertes Personalmarketing weiter voranzutreiben und die Mitarbeiterbindung im Fokus zu behalten.

Die lntertek Feod Services GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2024 eine positive Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren. Es wird von einem Produktionsanstieg als Folge einer zunehmenden Normalisierung ausgegangen. Erwartet wird ein moderat steigender Umsatz nach IFRS, der über dem Niveau des Jahres 2023 liegt, mit einem moderat steigenden gross profit (Bruttogewinn). Die tatsächliche Entwicklung kann aufgrund des prognostischen Elements von den obenstehenden Ausführungen abweichen.

 

Bremen, den 16. Juli 2024

Ross McCluskey

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 21.176.375,97 20.725.620,29
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 206.927,29 7.809,06
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.387.684,38 1.569.932,81
22.770.987,64 22.303.362,16
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.754.129,66 1.732.338,67
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.725.306,03 1.819.065,39
3.479.435,69 3.551.404,06
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.966.035,04 7.822.183,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.626.873,04 1.609.861,38
9.592.908,08 9.432.045,29
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.131.263,38 1.174.864,51
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.014.012,57 5.482.774,79
8. Betriebsergebnis 2.553.367,92 2.662.273,51
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 112,50
10. Ergebnis nach Steuern 2.553.367,92 2.662.161,01
11. Sonstige Steuern 12.309,56 4.798,29
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 2.541.058,36 2.657.362,72
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.914,00 16.763,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.706,00 1.941,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.135.376,02 2.401.422,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.924.053,01 2.444.690,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.743,46 336.771,36
5.081.878,49 5.184.825,23
5.101.792,49 5.201.588,87
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 508.577,51 410.554,66
2. Unfertige Leistungen 446.915,43 239.988,14
3. Geleistete Anzahlungen 27.441,31 22.198,21
982.934,25 672.741,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegnstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.287.397,46 1.814.431,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 219.381,32 176.304,81
3. Sonstige Vermögensgegenstände 63.373,76 69.572,46
2.570.152,54 2.060.308,31
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.329,98 3.420,24
3.557.416,77 2.736.469,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 523.598,87 277.436,13
9.182.808,13 8.215.494,56

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 180.000,00 180.000,00
II. Kapitalrücklage 535.101,64 535.101,64
III. Gewinnrücklage 1.524.499,83 1.524.499,83
2.239.601,47 2.239.601,47
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.498.446,51 774.335,81
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 67.812,61 58.148,60
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.798.196,69 973.799,63
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.086.165,23 2.443.427,46
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.107.542,72 1.537.769,56
5. Sonstige Verbindlichkeiten 385.042,90 188.412,03
5.444.760,15 5.201.557,28
9.182.808,13 8.215.494,56

Anhang zum 31. Dezember 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Intertek Food Services GmbH, Bremen, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. der §§ 264, 267 II i.V.m. IV HGB auf.

Firmensitz der Intertek Food Services GmbH ist Bremen. Ein weiterer Standort besteht in Linden. Die Gesellschaft wurde am 20. August 2012 im Handelsregister beim Amtsgericht Bremen unter HRB 28046 (zuvor Amtsgericht Stuttgart unter der Nr. HRB 730938 - erstmalige Eintragung 18. Februar 1997) eingetragen.

Die Gesellschaft hat mit der Intertek Holding Deutschland GmbH, Leinfelden-Echterdingen, als herrschendem Unternehmen, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, dem durch die Gesellschafterversammlung zugestimmt wurde. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 24. August 2009.

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.541.058,36 (VJ: EUR 2.657.362,72) wurde gemäß o. g. Vertrag an die Intertek Holding Deutschland GmbH abgeführt.

Der Jahresabschluss der Intertek Food Services GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind soweit möglich im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB) von 3 bis 10 Jahren. Die Abschreibung erfolgt linear.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Im Wirtschaftsjahr 2023 wurden immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bis EUR 800,00 aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 II EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben sowie solche mit Anschaffungskosten über EUR 800,00 individuell aktiviert und entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens unter Berücksichtigung niedrigerer Wiederbeschaffungskosten. Die in den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen werden mit Herstellungskosten bewertet. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Ausfallrisiken durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Der Ansatz des Eigenkapitals erfolgt zum Nennwert.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um in Arbeit befindliche Produktprüfungen, die erst im Folgejahr abgerechnet werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt EUR 219.381,32 (VJ: EUR 176.304,81) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Das Cash-Pooling erfolgt mit der Gesellschafterin. Daraus bestehende Forderungen sind mit Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin saldiert.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr in Höhe von EUR 1.000,00 (VJ: EUR 1.000,00) enthalten.

Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 1.498.446,51 (VJ: EUR 774.335,81). Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Im Wesentlichen wurden Rückstellungen gebildet für:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Bonus / Urlaub / Sonstige Personalaufwendungen 675.351,07 234.971,73
Ausstehende Rechnungen von Lieferanten 368.869,78 178.453,33
Kundenbonus 169.485,13 153.601,45
Sonstige 284.740,53 207.309,30

Zum Abschlussstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 2.086.165,23 (VJ: EUR 2.443.427,46). Es handelt sich hierbei um Verbindlichkeiten ausErgebnisabführung des Jahres 2023 EUR 2.541.058,36 (VJ: EUR 2.657.362,72), um kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.500.000,00 (VJ: EUR 2.500.000,00), sowie um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 719.606,93 (VJ: EUR 749.627,18) sowie um Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft von EUR 74.677,05 (VJ: EUR 46.353,33). Des Weiteren werden Forderungen aus Cash-Management in Höhe von EUR 3.749.177,11 (VJ: EUR 3.509.915,77) mit Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin saldiert ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt EUR 1.107.542,72 (VJ: EUR 1.537.769,56) beinhalten neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auch Verbindlichkeiten aus Cash-Management in Höhe von EUR 489,04 (VJ: EUR 1.492.620,88).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 85.873,81 (VJ: EUR 92.580,31).

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 21.176.375,97 (VJ: EUR 20.725.620,29) gliedern sich auf in Inland EUR 7.089.701,56 (VJ: EUR 6.578.151,49) und Ausland EUR 14.086.674,41 (VJ: EUR 14.147.468,80).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 45.472,77 (VJ: EUR 88.971,49), abgeschriebenen Forderungen in Höhe von EUR 10.757,88 (VJ: EUR 2.791,83) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 7.367,58 (VJ: EUR 1.328,09). Des Weiteren sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 357.362,38 (VJ: EUR 403.290,86) enthalten.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 69.665,15 (VJ: EUR 72.429,55).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 59.348,36 (VJ: EUR 45.418,05). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind darüber hinaus Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 527.052,17 (VJ: EUR 328.155,87) enthalten.

V. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnissen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten nach § 251 HGB bestehen nicht.

Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Gesamtbetrag Jahresbetrag
EUR EUR
Mietverträge Immobilien 1.782.625,89 509.363,76
Mietverträge Mobilien 194.462,70 135.422,26
Gesamt 1.977.088,59 644.786,02

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 217 (VJ: 222) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 171 (VJ: 172) Arbeitnehmer im technischen Bereich, 4 (VJ: 5) Arbeitnehmer im Vertrieb und 42(Vorjahr: 45) Mitarbeiter im administrativen Bereich tätig. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt.

Die Geschäfte des Unternehmens wurden bis 07.03.2023 durch Herrn Reinhold Gehling, Geschäftsführer und Country Director Germany, Bad Feilnbach geführt. Seit dem 07.03.2023 wird das Unternehmen geführt durch Ross McCluskey, Geschäftsführer und European Vice President, Beaconsfield (UK). Der Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft allein und ist von den Beschränkungen des§ 181 BGB befreit. Die Schutzklausel gern. § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen.

Mutterunternehmen mit einem Anteil am Stammkapital von 100 v. H. ist die lntertek Holding Deutschland GmbH mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen. Die lntertek Holding Deutschland GmbH, Leinfelden-Echterdingen, ist 100%-iges Tochterunternehmen der lntertek Testing Services Holdings Ltd., Brentwood, Großbritannien.

Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur lntertek Testing Services Holdings Ltd., London, und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die lntertek Testing Services Holdings Ltd. wiederum ist 100%-iges Tochterunternehmen der lntertek Group plc., London, Großbritannien.

Die lntertek Group plc., London, Großbritannien, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf, in den der Abschluss der lntertek Holding Deutschland GmbH und deren Tochterunternehmen einbezogen ist. Dieser Konzernabschluss ist auch gleichzeitig der Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft, in London, Großbritannien, erhältlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Stichtag nicht eingetreten.

 

Bremen, den 30. Juni 2024

Ross McCluskey

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 220.043,04 12.275,94 0,00 0,00 232.318,98
220.043,04 12.275,94 0,00 0,00 232.318,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.353,80 0,00 0,00 0,00 2.353,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.125.709,15 785.474,12 4.165,00 290.740,85 4.197.759,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.037.949,70 240.729,07 136.064,06 22.048,92 13.164.663,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 336.771,36 20.743,46 23.981,59 -312.789,77 20.743,46
16.502.784,01 1.046.946,65 164.210,65 0,00 17.385.520,01
16.722.827,05 1.059.222,59 164.210,65 0,00 17.617.838,99
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.279,40 9.125,58 0,00 212.404,98
203.279,40 9.125,58 0,00 212.404,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 412,80 235,00 0,00 647,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 724.287,13 339.969,97 1.874,00 1.062.383,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.593.258,85 781.932,83 134.581,06 11.240.610,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
11.317.958,78 1.122.137,80 136.455,06 12.303.641,52
11.521.238,18 1.131.263,38 136.455,06 12.516.046,50
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.914,00 16.763,64
19.914,00 16.763,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.706,00 1.941,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.135.376,02 2.401.422,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.924.053,01 2.444.690,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.743,46 336.771,36
5.081.878,49 5.184.825,23
5.101.792,49 5.201.588,87

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Intertek Food Services GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Intertek Food Services GmbH, Bremen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Intertek Food Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.nJanuar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 30. August 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Martin Haack, Wirtschaftsprüfer

Axel Holtz, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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