bettenraum GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Kloppenburg seit 8.4.2024 | Geschäftsführer |
Marcus Christian Mauersberger seit 8.4.2024 | Geschäftsführer |
Rainer Derichs seit 9.10.2023 | Prokura |
Rainer Gillessen seit 28.8.2023 | Prokura |
Josef Klingen seit 17.9.2008 | Prokura |
Klaus Kremers seit 10.9.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Paradies GmbHNeukirchen-VluynJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht 2022der Paradies GmbH1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2022 war nach 2020 und 2021 das dritte herausfordernde Jahr in Folge für die gesamte Weltwirtschaft. Nachdem die Jahre 2020 und 2021 überwiegend durch die Corona-Pandemie geprägt wurden, kam ab dem 24. Februar 2022 der Angriff Russlands auf die Ukraine als extreme Belastung hinzu. Neben dem Leiden der vom Krieg betroffenen Menschen war eine wesentliche Folge des Krieges, dass die Energiekosten in Europa massiv gestiegen sind. Der Erdgasfluss von Russland nach Europa und insbesondere nach Deutschland kam im Sommer 2022 de facto in Folge von massiven Wirtschaftssanktionen gegen Russland zum Erliegen. Diese fehlenden Energiemengen mussten sehr teuer ersetzt werden, sodass die Energiekosten sprunghafte für private und gewerbliche Verbraucher in die Höhe stiegen. Damit einher gingen deutlich steigende Produktionskosten. Im weiteren Verlauf erhöhte sich die Inflation, die wiederum auch eine deutliche Konsumzurückhaltung bei den Verbrauchern auslöste. Nur durch beherztes Eingreifen der Bundesregierung mit der Einführung eines Energiepreisdeckels für Strom und Gas konnte schlimmeres verhindert werden. Die zunächst befürchteten Privat- und Geschäftsinsolvenzen sind bislang ausgeblieben und die Konsumlaune der Verbraucher hat sich mittlerweile nach deutlichen Rückgängen gegen Jahresende wieder aufgehellt. Als international tätiges Textilunternehmen mit Kunden- und Lieferbeziehungen in über 40 Ländern der Welt ist natürlich auch die Paradies GmbH von diesen globalen, weltwirtschaftlichen Entwicklungen, die insbesondere als Folge des Angriffskriegs zu beobachten sind, abhängig. Auch wenn einige Volkswirtschaften in der Welt im Vergleich zu Europa nicht so stark betroffen sind, so führten dennoch gestörte Lieferketten zu erheblichen Versorgungsengpässen. Stark steigende Preise für Rohstoffe kurbelten die Inflation neben den gestiegenen Kosten für Energie zusätzlich an. In ihrem im Januar 2023 veröffentlichten Konjunkturbericht "Global Economic Prospects" schätzt die Weltbank das Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 auf nur noch 1,7 %. Dies ist der drittschlechteste Wert in den letzten 30 Jahren, der nur noch durch den Einbruch der Weltwirtschaft aufgrund der Finanzkrise in den 2000er Jahren und des Pandemieausbruchs 2020 übertroffen wird. Gründe sieht die Weltbank in der hohen Inflation, verschlechterten Finanzsituation und die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges. In Deutschland lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 nach den ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Vorjahr, damit jedoch immer noch unter Vorkrisen-niveau. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2022 nur um 0,2 %. Dagegen fiel im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe das Wachstum aufgrund von Nachholeffekten mit einem Plus von 4,0 % deutlich positiver aus. Im Baugewerbe ging die Wirtschaftsleistung 2022 sogar deutlich um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück, nicht zuletzt aufgrund von Versorgungsengpässen mit Baumaterialien und erheblich gestiegenen Bauzinsen. Die privaten Konsumausgaben erholten sich wider Erwarten kräftig und fielen mit 4,6 % deutlich höher als im Vorjahr aus. Die Konsumausgaben des Staates stiegen dagegen im Jahr 2022 um nur noch 1,1 %. Die Staatsverschuldung stieg aufgrund der Corona-Hilfen bis zum Ende des 3. Quartals 2022 um 3,9 Milliarden Euro auf 2.325 Milliarden Euro. Nach massigen Einbrüchen im Außenhandel stiegen im Jahr 2022 die Ex-porte von Waren wieder um 14,3 % auf 1.564 Milliarden Euro und die Im-porte um 24,3 % auf 1.488 Milliarden Euro. Der hohe Anstieg von Importen ist auf die stark gestiegenen Preise für die Einfuhr von Energie zurückzuführen. Die Situation in der deutschen Textilwirtschaft Nach einem dramatischen Absturz im Jahr 2020 konnte sich die deutsche Textil- und Modeindustrie nach Angaben des Gesamtverbandes Textil + Mode im Jahr 2022 weiter erholen. Allerdings haben die Corona Krise und der Ukraine Krieg die Branche stark belastet. Die Rohstoffpreise und die Energiekosten sind massiv gestiegen. Auch Logistik, Inflation, steigende Zinsen und Verfügbarkeiten hatten teils massive finanzielle Auswirkungen. Zwar stiegen laut des Gesamtverbandes die Umsätze in 2022 über sämtliche Teilsegmente hinweg, aber den nominalen Umsatzsteigerungen stehen die extremen Kostensteigerungen gegenüber. Dadurch kamen die Renditen stark unter Druck, insbesondere im Textilsegment. Insgesamt schließt das Jahr 2022 nach Angaben des Gesamtverbandes Textil + Mode mit einem Umsatzplus von 11,7 % ab. Textil legte um + 7,7 %, Bekleidung sogar um +19,4 % zu. Dabei handelt es sich jedoch um den nominalen Zuwachs. Aufgrund der hohen Inflation lag die reale und saisonbereinigte Steigerung für Bekleidung bei etwa +12 %. Bei Textil hingegen sank der reale Umsatz aufgrund der starken Betroffenheit von Energiekostensteigerungen und Rohstoffknappheiten um etwa -6 %. Nach ersten Hochrechnungen des Bundesverbandes des deutschen Textileinzelhandels (BTE) ist der gesamte Einzelhandelsumsatz mit Bekleidung (ohne Schuhe) sowie Haus- und Heimtextilien im letzten Jahr um rund 5 % beziehungsweise über 3 Milliarden Euro auf 67,3 Milliarden Euro (inkl. MwSt.) gestiegen (Pressemitteilung 16.03.2023). Damit bewegt sich laut BTE der Umsatz mit einem Plus von 0,1 % ganz leicht über dem Niveau von 2019. Die Umsätze des stationären Bekleidungshandels stiegen im vergangenen Jahr um knapp 28 %, liegen damit aber immer noch etwa 6,5 % unter den Umsätzen von 2019. In den Zahlen sind laut BTE auch die Umsätze berücksichtigt, die Boutiquen, Modehäuser und (vertikal organisierte) Textilketten über ihre E-Commerce Aktivitäten erzielt haben. Der stationäre Fachhandel mit Haustextilien sowie die Heimtextilienfachgeschäfte legten in 2022 nominal um rund 15 % gegenüber 2021 zu und liegen auch im mittleren einstelligen Prozentbereich über dem Umsatz von 2019. Die Textil- und Bekleidungsumsätze von Warenhäusern, Lebensmitteldiscountern und aller anderen Handelsbranchen, die textile Sortimente führen, fielen im letzten Jahr nach BTE-Schätzungen gegenüber 2021 um fast ein Fünftel auf rund 12 Milliarden Euro. Ähnlich ist die Entwicklung gegenüber 2019. Der Marktanteil dieses "sonstigen stationären Handels" liegt damit bei etwa 18 %. Laut Pressemitteilung des E-Commerce Verbandes bevh vom 26.01.2023 konnte der deutsche E-Commerce 2022 nicht an die hohen Vorjahresumsätze anknüpfen. Nominal fiel der Bruttoumsatz mit Waren im E-Commerce im Gesamtjahr 2022 um 8,8 % auf 90,4 Milliarden Euro nach 99 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inklusive Lebensmittel, aber ohne Apothekenumsätze) ging laut bevh in 2022 auf 11,8 % zurück (2021: 14,3 %). Betrachtet man nur den Anteil am Non-Food-Handel, liegt der Marktanteil des E-Commerce mit 15,4 % ebenfalls unter den im vergangenen Jahr erzielten rund 20 %. Nach den internen Statistiken des Verbandes der Deutschen Heimtextilien Industrie endete das Jahr 2022 für den Bereich der Bettwaren ohne Füllungen aus Federn und Daunen und ohne Matratzen bzw. Bettsysteme mit einem Umsatzplus von nominal 2,9 %. Das Umsatzwachstum wurde wiederum durch eine Steigerung des Exports um 9,1 % erzielt, wohingegen das Inland um 0,3 % nominal sank. Geschäftliche Entwicklung Auch im Jahr 2022 musste sich die Paradies GmbH weiterhin mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie auseinandersetzen. Der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte oberste Priorität. Alle im Jahr 2020 eingeleiteten Maßnahmen wurden konsequent aufrecht erhalten bei gleichzeitiger Beachtung staatlicher Vorgaben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine führte zudem zu gravierenden wirtschaftlichen Konsequenzen, aus der eine allgemeine Kaufzurückhaltung resultierte. Maßnahmen zur Minderung wirtschaftlicher Risiken wurden getroffen und umgesetzt. Höchste Aufmerksamkeit galt wie in den Vorjahren dem Forderungsmanagement zur Sicherung der Liquidität, einem angepassten Ausgabenbudget und der Stabilisierung der Beziehungen zu Kunden und Lieferanten. Die Betriebsmittelkreditlinien, die in ausreichender Höhe bestehen, mussten nicht in Anspruch genommen werden. Die Paradies GmbH konnte im Geschäftsjahr 2022 den Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr leicht steigern. Das Inlandsgeschäft stieg trotz einer allgemeinen Konsumzurückhaltung der Verbraucher insbesondere durch ein starkes zweites Halbjahr. Ausschlaggebend hierfür war auch eine weitere Zunahme des Distanzhandels. Einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnete dagegen das Exportgeschäft. Die traditionellen Hauptabnehmer im asiatischen und arabischen Raum waren ebenfalls mit steigenden Energiepreisen und inflationären Entwicklungen konfrontiert. Trotz dieser Widrigkeiten verlor die Paradies GmbH weder Kunden noch Lieferanten durch Insolvenz im In- und Ausland. Eine besondere Situation stellte der neuerliche Insolvenzantrag der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH dar. Alle Forderungen waren Delkredere-gesichert, so dass es zu keinen Forderungsverlusten kam. 2. Ertragslage Auch im Jahr 2022 wurde eine Straffung des Sortiments vorgenommen. Die konsequente Ausrichtung auf die schon vor vielen Jahren eingeleitete Nachhaltigkeitsstrategie wurde von den Absatzmittlern im In- und Ausland auch in schwierigen Zeiten sehr gut angenommen. Der Jahresüberschuss sank trotzdem aufgrund deutlich gesunkener sonstiger betrieblicher Erträge, höherer Ausgaben in qualifiziertes Personal sowie höherer Abschreibungen aufgrund von Zukunftsinvestitionen. 3. Finanzlage Eine nach wie vor positive Ertragslage erlaubte es, notwendige Investitionen aus Eigenmitteln zu tätigen. Diese konzentrierten sich insbesondere in IT- und Digitalisierungsprojekte in Produktion und Verwaltung. Alle Verbindlichkeiten wurden zu ihren Fälligkeiten bedient. Die Lieferantenverbindlichkeiten wurden unter strikter Einhaltung der Skontofristen unter Abzug der vereinbarten Skonti bezahlt. Bankverbindlichkeiten existierten zum Stichtag nicht. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 387 T€. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Reduzierung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 5. Nachtragsbericht Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung ist insbesondere in Deutschland durch einen deutlichen Rückgang des Konsums geprägt, die einhergeht mit einer gestiegenen Preissensibilität. Dies führte in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 zu weiteren Insolvenzen insbesondere im deutschen Bekleidungseinzelhandel (P & C Düsseldorf, Scotch & Soda etc.). Mit der politischen und wirtschaftlichen Zeitenwende sind weitere wirtschaftliche Herausforderungen schwer einschätzbar. Die Konsumneigung der Verbraucher wird auch in 2023 eher zurückhaltend sein. Eine Entspannung bei den Rohwarenpreisen in unserem Segment ist nicht zu erkennen. Dagegen sind Fertigwaren insbesondere aus China aufgrund gesunkener Logistikosten preiswerter geworden. Für das zweite Halbjahr 2023 gehen wir von einer positiven Entwicklung aus und rechnen trotz aller Widrigkeiten mit einer steigenden Umsatzentwicklung aber einem sinkenden Jahresüberschuss bei steigenden Investitionen. Bankverbindlichkeiten oder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Gesellschaften oder Gesellschaftern bestehen nicht. 6. Risikobericht Berichtswesen Zur Erkennung und Eingrenzung von möglichen Risiken ist ein umfassendes monatliches Berichtswesen eingerichtet. Die Berichte zeigen Planziele und Abweichungen kurzfristig auf und geben der Geschäftsführung frühzeitig die Möglichkeit, Risiken zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Risiken auf der Beschaffungsseite und bei den Vorräten Die Beschaffung von Rohwaren erfolgt normalerweise aufgrund von mittelfristigen Planungen und dem Abschluss von Jahreskontrakten in den wichtigsten Positionen mit festvereinbarten Preisen und kurzfristigen Abrufen. Den ständig steigenden Preisen bei den wichtigsten Rohstoffen, Geweben, Füllungen und Verpackungen begegnet die Paradies GmbH mit frühzeitigen Kontraktabschlüssen und zum Teil früheren Vereinnahmungen. Diese Strategie setzte man aus Sicherheitsgründen fort. Eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird vermieden. Die auf Dollarbasis zu beschaffenden Rohwarenpositionen werden gegenüber dem Kalkulationskurs grundsätzlich durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Bei längerfristig wirkenden Preisveränderungen sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite werden entsprechende Wertberichtigungen bzw. Abschreibungen bei den Vorräten vorgenommen. Rechtliche Risiken und Haftungsrisiken Um rechtliche Risiken zu verringern, werden wesentliche Rechtsgeschäfte mit externen Anwälten abgestimmt. Haftungsrisiken und Schadensfälle werden durch entsprechende Versicherungen reduziert. Eine Beratung und Betreuung auf diesem Gebiet erfolgt durch externe Industrieversicherungsmakler. Erkennbaren Risiken werden am Stichtag durch die Bildung von bilanziellen Rückstellungen Rechnung getragen. Vertriebs- und Forderungsrisiken Die Paradies GmbH versucht, Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Kundengruppen zu vermeiden. Es gilt als langjähriges Geschäftsprinzip, dass einzelne Kunden einen bestimmten Umsatzanteil am Gesamtumsatz nicht überschreiten sollten; eine ausgewogene Kundenstruktur ist dabei das Ziel. Forderungsrisiken werden durch ein intensives Risikomanagement im Debitorenbereich minimiert. Sämtliche Forderungen sind darüber hinaus warenkreditversichert oder durch Delkrederevereinbarungen mit den Einzelhandelsverbänden und deren Zentralregulierer abgesichert. Dies galt auch für die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH. Zusätzliche Risiken im Exportgeschäft werden durch Vorkasse sowie Dokumentenakkreditive und Dokumenteninkassos vermieden. IT - Risiken Die internen Geschäftsprozesse und auch die externen Prozesse in Verbindung mit Geschäftspartnern werden durch IT-gestützte Anwendungssysteme unterstützt und abgewickelt. Es werden überwiegend Standardsoftwareprodukte eingesetzt, bei denen auch externe Softwarespezialisten schnell eingreifen können. Das Risiko des Ausfalls der Systeme wird durch entsprechende Vorkehrungen (permanente Spiegelung und redundante Verfügbarkeit von Daten, Servern und Anwendungssystemen) mit Hilfe hochqualifizierter Mitarbeiter und spezialisierter externer IT-Partnerfirmen minimiert. Es existieren zwei eigene Rechenzentren, die sich in getrennten Gebäudekomplexen am Standort Neukirchen-Vluyn befinden. Im Hinblick auf die wachsenden Anforderungen des Marktes und zur weiteren Verbesserung von internen Prozessen werden Standardsysteme ständig erweitert und an den aktuellen Entwicklungsstand der Softwarehersteller angepasst. Immerwährend zählt neben einer aktuell gehaltenen Soft- und Hardware die Absicherung der Systeme vor Angriffen von innen und außen zu den Schwerpunkten der IT-Tätigkeiten. Die Paradies GmbH verfügt seit Jahren über eine Cyber-Risk-Versicherung. Finanzierungs- und Zinsrisiken Die Hauptfinanzierung des Geschäftsbetriebes erfolgt über Eigenkapital bzw. aus dem Cash-Flow. Um Liquiditätsrisiken auszuschließen und um kurzfristige Liquiditätsspitzen ausgleichen zu können, verfügt die Firma über entsprechende Kreditlinien in ausreichender Höhe. Gesamtrisiko Risiken, die das Unternehmen insgesamt gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Planungsrisiken beim Umsatz, bei den Wertberichtigungen oder Forderungen sind immanent und lassen sich insbesondere im jetzigen Marktumfeld nicht ausschließen. Nach den derzeitigen Erkenntnissen stellt weder die wirtschaftliche Gesamtsituation in Deutschland noch der Krieg in der Ukraine eine Gefährdung für den Fortbestand des Unternehmens dar. 7. Prognosebericht Wie dem aktuellen Monatsbericht der Deutschen Bundesbank entnommen werden kann, rechnet diese damit, dass das Bruttoinlandsprodukt auch im ersten Quartal 2023 sinken wird. Nach dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 % im vierten Quartal 2022 wäre damit der Tatbestand einer technischen Rezession erfüllt. Die endgültigen Zahlen werden allerdings erst Ende April 2023 veröffentlicht. Der andauernde Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen lassen Wirtschaftsprognosen nur schwer abschätzen. Dies gilt auch für die Unternehmensplanung der Paradies GmbH im Hinblick auf ein traditionell stärkeres Herbst-/Wintergeschäft. Trotz allem gehen wir von einem guten zweiten Halbjahr 2023 auf mindestens Vorjahresniveau aus. Schwer einschätzbar bleibt die Konsumneigung der Verbraucher in Deutschland und die zunehmende Preissensibilisierung. Die massiv gestiegenen Energiekosten werden auch weiterhin Wirtschaft und Verbraucher belasten. Erschwerend hinzu kommt die nach wie vor hohe Inflationsrate, deren Entwicklung im weiteren Verlauf des Jahres ebenfalls schwer einzuschätzen ist. Weltweit gestiegene Rohstoffkosten und erhöhte Produktionskosten führten auch 2022 bei der Paradies GmbH zu notwendigen Preiserhöhungen der Fertigware. Diese Entwicklung hat sich nur in Teilsegmenten stabilisiert, aber nicht entspannt. Das Unternehmen wird sich weiterhin intensiv sowohl mit dem stationären Handel, als auch mit der Entwicklung des Onlinegeschäft auseinandersetzen. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch die Verstärkung der Marketingaktivitäten im Internet und in den sozialen Medien. Die Paradies GmbH wird im In- und Ausland auch weiterhin auf strategische Partnerschaften im stationären Einzelhandel setzen, um diese auf einen profitablen Wachstumspfad zurückzuführen. Das Unternehmen hat im ersten Quartal 2023 den Umsatz des Vergleichszeitraums 2022 deutlich übertroffen. Trotz allem wird auch weiterhin vor dem Hintergrund beabsichtigter Investitionen ein konsequentes Kostenmanagement geführt. Ausreichende Liquidität ist vorhanden. Unter Berücksichtigung der derzeitigen Erkenntnisse und sehr schwierigen Prognosen gehen wir von einem moderaten Umsatzwachstum aber niedrigeren Erträgen aus. Entscheidend wird sein, wie sich die Konsumzurückhaltung in den nächsten Monaten entwickelt und dies insbesondere das traditionell starke zweite Halbjahr beeinflusst. Es wird aber zum Jahresende ein mindestens ausgeglichenes Jahresergebnis angestrebt. 8. Sonstige Angaben Umweltauswirkungen und Nachhaltigkeit Direkte Umweltauswirkungen entstehen bei der Herstellung von Bettwaren nicht. Für die Entsorgung der Umverpackung der Produkte ist die Paradies GmbH einem zertifizierten Entsorgungssystem angeschlossen. Darüber hinaus werden Rohstoffe konsequent auf Bioqualitäten und Rezyklate umgestellt und neue Verpackungskonzepte eingeführt. Der Weg der Nachhaltigkeit wird konsequent fortgeführt. Bezüglich der Energieeffizienz wurden und werden permanent in allen relevanten Bereichen mit Erfolg Maßnahmen ergriffen und teilweise erhebliche Investitionen getätigt. Der Energieverbrauch konnte weiter deutlich gesenkt werden. Die Unternehmensleitung und die Mitarbeiter leben den Gedanken der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auf allen Stufen von der Produktentwicklung über die Beschaffung und Produktion bis zur Vermarktung. Der gesamte Betrieb ist seit 2016 Co 2 -neutral zertifiziert und verwendet regenerative Energien seit 2010. Die Paradies GmbH ist dabei, die Fahrzeugflotte auf teil- bzw. vollelektrische Modelle umzustellen und hat eine entsprechende Ladeinfrastruktur errichtet. Die konsequente Verfolgung aller Nachhaltigkeitsthemen führten neben zahlreichen weiteren Zertifizierungen zu der hoch angesehenen Auswahl als Finalist des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2023. Mitarbeiter und Ausbildung Die Anzahl der Mitarbeiter blieb, umgerechnet auf Vollzeitbasis, im Geschäftsjahr in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Paradies GmbH fördert die Eigeninitiative ihrer Mitarbeiter durch gezielte Unterstützung bei Weiterbildungsmaßnahmen und Zusatzstudiengängen. Den Auszubildenden wird optional in Kooperation mit einer etablierten Hochschule ein duales Studium für internationale Wirtschaft angeboten.
Neukirchen-Vluyn, 24.03.2023 Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2022
ANHANG für das Geschäftsjahr 2022A. ALLGEMEINE ANGABEN 1. Gesellschaftsrechtliche Grundlagen Die Paradies GmbH ist unter der Handelsregister-Nr. HRB 9297 beim Amtsgericht Kleve eingetragen. 2. Größenordnung Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. 3. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden 51 Angestellte (Vj. 52) und 66 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 67) beschäftigt. 4. Organe der Gesellschaft Als Geschäftsführer ist eingetragen Herr Klaus Kremers in Neukirchen-Vluyn. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Lizenz-, Wartungs- und Leasing-Verträgen.
B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um plan-mäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Vorräte entspricht dem Niederstwertprinzip. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. Unfertige bzw. fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Herstellungskosten bzw. soweit erforderlich, zu niedrigeren Tageswerten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten der Fertigung angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Wertverzehr des Anlagevermögens soweit er durch die Fertigung veranlasst ist unter Beachtung der jeweiligen Bewertungsvorschriften. Sowie Bestandsrisiken vorlagen, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, sind Abwertungen in ausreichendem Umfang vorgenommen worden. Bei den zu Anschaffungskosten angesetzten Forderungen ist dem allge-meinen Kreditrisiko durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Die aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen umfassen im Wesentlichen die nicht durch Vorauszahlungen gedeckten voraussichtliche Abschlusszahlungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für 2022. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind zu ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt. C. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagespiegel Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der zu diesem Anhang beigefügten Anlage. 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind insgesamt innerhalb der Restlaufzeit eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 91,2 T€ sind ebenfalls innerhalb eines Jahres fällig. 3. Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren bestehen die üblichen Eigentums-vorbehalte. 4. Latente Steuern Aufgrund steuerlich kürzerer Nutzungsdauer von Computer-Hard- und -Software im Vorjahr ergibt sich eine aktive latente Steuer von 29,1 T€. Auf den Ansatz wurde verzichtet. Die Bewertung erfolgt mit einem Gesamtsteuersatz von 33,06 %. D. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Form der Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. 2. Währungsumrechnung Laufend entstehende Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden - soweit noch am Bilanzstichtag bestehend und mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr versehen - mit dem Kassamittelkurs bewertet. Verluste und Gewinne aus Kursänderungen werden erfolgswirksam erfasst. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1,1 T€ (Vj. Erträge 7,2 T€) sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. E. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES Nach den derzeitigen Erkenntnissen stellt weder die Corona-Pandemie noch der Krieg in der Ukraine oder andere Ereignisse eine Gefährdung für den Fortbestand des Unternehmens dar. Es wird zudem auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen (Anlage 5). F. ERGEBNISVERWENDUNG Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Neukirchen-Vluyn, den 24.03.2023 Paradies GmbH Klaus Kremers, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 01.01.2022 - 31.12.2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Paradies GmbH, Neukirchen-Vluyn Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Paradies GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Paradies GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus § identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch, sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. § gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
Krefeld, den 24.03.2023 gez. Dipl.-Kfm. (FH) Christian Roghmans, Wirtschaftsprüfer |
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