Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 431
Eingetragen
7.8.1990
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
- Engineering-Dienstleistungen (Planung, Entwicklung, Konstruktion, Berechnung, Beratung, Programmierung, etc) sowie Herstellung, Erprobung und Verkauf von Systemen, Geräten und Software in allen technischen Fachbereichen und Branchen, insbesondere Maschinenbau, Elektrotechnik, Elektronik, Informationsund Kommunikationstechnologie, Automotive, Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt, Schiffbau, - Zuverfügungstellung von Personen auf der Grundlage des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Frank Ferchau
seit 21.2.2019
Geschäftsführer
Martin Sauerschnig
seit 2.8.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ABLE Management Services GmbH
Germany
2.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RST Rostock System-Technik GmbH

Rostock

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

RST Rostock System-Technik GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

RST Rostock System-Technik GmbH (im Folgenden: RST) ist seit Jahrzehnten als etablierter Partner der internationalen Luft- und Raumfahrtindustrie für System- und Produktentwicklungen tätig. Neben dem Bereich Engineering Services entwickelt und liefert die RST auch Produkte für unterschiedliche Einsatzzwecke in der Luftfahrt, Raumfahrt, Verteidigung und speziellen industriellen Anwendungen.

Das Unternehmen bietet seinen Kunden weltweit zuverlässige Unterstützung als Partner für System- und Produktentwicklungen für Luft- und Raumfahrt-Systeme. Zu den zahlreichen nationalen sowie internationalen Kunden der RST zählen neben den Marktführern der Luftfahrt, Raumfahrt und der nationalen Verteidigungs-Industrie auch renommierte Airlines, namhafte Unternehmen aus Forschung und Industrie sowie diverse Ausbildungs- und Trainingszentren.

Das Produktportfolio der RST erstreckt sich über die Herstellung und Lieferung von Kabelbäumen für Luft- und Raumfahrt, Bodensupport-Equipment, Test-Systemen, Flugzeugkabinen-Simulatoren für das Training von Kabinenpersonal sowie Komponenten für mechanische und elektrische Systeme. Aber auch individuellen Kundenwünschen wird die RST mit der Kombination ihrer Kompetenzen aus der Mechanik, Elektrik und Software gerecht, indem sie individuelle Speziallösungen für Industrie oder Forschung realisiert.

RST ist an einer Vielzahl von Entwicklungen in der Flugzeugkabine für alle Airbus Flugzeugmodelle beteiligt. Die RST unterstützt die Airbus Gruppe seit vielen Jahren als strategischer Partner auch im Produkt- und Prozessengineering in allen zivilen und militärischen Flugzeugprogrammen sowie einer Vielzahl von Raumfahrtprogrammen. Seit 2015 entwickelt und baut das Unternehmen für die Raumfahrtindustrie elektrische und mechanische Bodensupport-Systeme zur Ausrüstung von diversen Raumfahrtprogrammen.

Im Rahmen von Engineering Services unterstützen die Ingenieure der RST unsere Kunden in den Bereichen Mechanische Systementwicklung, Elektrik-/ Elektronikentwicklung sowie Software-Design und Software-Test.

1.2. Forschung und Entwicklung - FuE

Auch im Jahr 2023 erfolgte weiterhin die Bearbeitung von FuE-Projekten mit einem Verbund-Forschungsvorhaben im Konsortium verschiedener Partner für alternative Antriebe in der Luftfahrt "Verlängerung der Flugdauer von UAV durch den Einsatz eines innovativen Flüssigwasserstoff-(LH2) - Speichers". Das Forschungsvorhaben wurde im Bezugsjahr 2023 unter der Leitung von RST (Verbundkoordinator) weitergeführt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gemäß einer umfassenden Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2024 verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2023 einen Rückgang um 0,3 Prozent. Die vorläufigen Zahlen dieser Meldung wiesen eine kalenderbereinigte negative Abweichung von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf.

Trotz dieser jüngsten Rückgänge verharrten die Preise in allen Wirtschaftsbereichen weiterhin auf hohem Niveau, was sich negativ auf die Konjunktur auswirkte. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, während die Nachfrage aus dem In- und Ausland abnahm. Infolgedessen stagnierte die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem starken Einbruch im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten im Vergleich zum Vorjahr ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten und somit die Wirtschaft unterstützen, jedoch fiel der Anstieg insgesamt schwächer aus als in den Vorjahren.

Im Jahr 2023 sanken die privaten und staatlichen Konsumausgaben, während die Investitionen in Ausrüstungen positivere Signale sendeten. Der private Konsum ging um 0,8 Prozent zurück, vor allem aufgrund hoher Verbraucherpreise. Die staatlichen Konsumausgaben verringerten sich erstmals seit fast 20 Jahren um 1,7 Prozent, hauptsächlich bedingt durch das Wegfallen staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen.

Weiterhin ist die Entwicklung des Arbeitsmarktes ein entscheidender Faktor für die gesamtwirtschaftliche Einordnung. Deutschland verzeichnete im Verlauf des Jahres 2023 einen historischen Höchststand in der Beschäftigung, mit rund 45,9 Mio. Menschen. Dieser Anstieg um 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht einem Zuwachs von 0,7 Prozent. Bereits im Jahr 2022 wurde der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2019 (45,3 Mio. Personen) um 320.000 Personen überschritten.

Die Gründe für diesen Anstieg sind vielfältig und spiegeln die Dynamik des Arbeitsmarktes wider. Ein bedeutender Faktor war zweifellos die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, die nicht nur die Lücken auf dem Arbeitsmarkt füllte, sondern auch eine Bereicherung für die Wirtschaft darstellte. Darüber hinaus trug eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zur Steigerung der Erwerbstätigenzahl bei. Diese beiden Faktoren erwiesen sich als entscheidende Wachstumstreiber und überwogen die dämpfenden Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt. Obwohl langfristige Prognosen einen spürbaren Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter vorhersagen, zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt widerstandsfähig und verzeichnete ein anhaltendes Wachstum.

Dieser Rekord in der Beschäftigung unterstreicht die Stabilität und Dynamik der deutschen Wirtschaft sowie ihre Fähigkeit, sich den sich wandelnden demografischen und globalen Arbeitsmarktherausforderungen anzupassen. Die Erwerbslosenquote belief sich dabei gemäß dem Konzept der ILO auf ungefähr 2,8 Prozent. Damit verzeichnete sie eine leichte Abnahme im Vergleich zum Vorjahr und erreichte wieder das gleiche Niveau wie im Jahr 2019 vor dem Ausbruch der Corona-Krise.

Trotz dieser positiven Zahlen bleibt der Arbeitsmarkt in Deutschland jedoch nicht frei von Herausforderungen. Insbesondere in bestimmten Branchen und Regionen gibt es weiterhin einen Fachkräftemangel. Zudem ist die Arbeitslosigkeit unter bestimmten Gruppen wie jungen Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund nach wie vor höher als im Durchschnitt. Es wird daher weiterhin daran gearbeitet werden müssen, den Arbeitsmarkt in Deutschland insgesamt zu stärken und allen Menschen den Zugang zu guten Arbeitsplätzen zu ermöglichen.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr 2023 verzeichnete die weltweite Luftfahrtindustrie eine Erholung im Passagierverkehr, mit einem Anstieg der verkauften Passagierkilometer um 37 Prozent. Asiatische und pazifische Fluggesellschaften verzeichneten den stärksten Zuwachs (96 Prozent), gefolgt von afrikanischen (36 Prozent) und europäischen (20 Prozent) Fluggesellschaften. Im Vergleich zum Jahr 2019 waren die verkauften Passagierkilometer global um 6 Prozent niedriger, wobei europäische Fluggesellschaften einen Rückgang um 5 Prozent verzeichneten. Die Durchschnittserlöse im Passagierverkehr stiegen um 6,2 Prozent und lagen um 11,0 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Das Luftfrachtaufkommen sank um 2 Prozent, wobei die Durchschnittserlöse um 32,2 Prozent sanken, aber immer noch um 41,3 Prozent über dem Vorkrisenniveau lagen. Die IATA prognostiziert für 2023 einen branchenweiten Nettogewinn von 23 Mrd. USD, im Vergleich zu einem Nettoverlust von 4 Mrd. USD im Vorjahr

Der Bericht des deutschen Branchenverbandes Bitkom, veröffentlicht im Januar 2024, präsentiert seine Prognosen für die Entwicklung der Branche. Demnach wird für das Jahr 2023 ein spürbar verlangsamtes Wachstum des deutschen Marktes für Informationstechnik auf 142,9 Mrd. Euro erwartet, was einem Anstieg von 2,2 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr, als das Wachstum noch bei 8,7 Prozent lag, zeigt sich eine deutliche Abschwächung. Diese Entwicklung ist vor allem auf rückläufige Wachstumsraten im Bereich der IT-Hardware zurückzuführen, die von einem Plus von 4,8 Prozent im Vorjahr auf -5,4 Prozent im Jahr 2023 gefallen sind. Auch im Bereich der Software hat sich das Wachstum verlangsamt, von 15,0 Prozent im Vorjahr auf 9,6 Prozent im Jahr 2023. Im wichtigen Segment der IT-Services sind ebenfalls leichte Rückgänge zu verzeichnen, von 8,5 Prozent im Jahr 2022 auf 5,1 Prozent im Berichtsjahr. Bitkom schätzt das Marktvolumen des Softwaresegments für das Jahr 2023 auf 41,5 Mrd. Euro und das Segment der IT-Services, das für die FERCHAU GmbH am bedeutendsten ist, auf 49,4 Mrd. Euro Umsatz.

Die Auftragslage bei öffentlich geförderten oder finanzierten Projekten war auch im Jahr 2023 weiterhin spürbar. Dies galt insbesondere für die Bereiche Raumfahrt und Verteidigung.

Grundsätzlich wird an dem Leistungs-Portfolio der RST festgehalten, wobei sich die Nachfrage für Leistungen bzw. Produkte für die kommerzielle Luftfahrt im Jahr 2023 auch wieder gesteigert hat.

2.3. Geschäftsverlauf

2.3.1. RST-Aktivitäten

Im Luftfahrtbereich konnten der Auftragseingang und der Umsatz im Jahr 2023 gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 eine weitere Steigerung erfahren. Die Branche blieb auch in 2023 auf Wachstumskurs; allerdings konnte das Niveau vor 2020 weiterhin noch nicht erreicht werden.

Durch zusätzliche Auftragseingänge von Luftfahrt-Zulieferern ist es dem Bereich Cabin Engineering gelungen, von der positiven Branchenentwicklung zu profitieren. Der Umsatz konnte um 8 % gesteigert werden.

Im Bereich Advanced Systems konnte die Umsatzentwicklung in allen Geschäftsgebieten gesteigert werden. Im Jahr 2023 wurden einige in Vorperioden begonnene Projekte mit umsatzrelevanten Meilensteinen erfolgreich abgeschlossen. Der Umsatz im Bereich Advanced Systems konnte um 30 % gesteigert werden.

Im Verteidigungsbereich hat sich im Jahr 2023 die Auftragslage auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr befunden. Die Auftragsbearbeitung für nationale Rüstungsprogramme wurde erfolgreich fortgesetzt. Der Umsatz konnte auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

Der Auftragseingang im Bereich Advanced Systems hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Der Rückgang betrug 16 %. Die Ursache dafür liegt vor allem in der zögerlichen Auftragserteilung der Kernkunden (verspätete Beauftragungen erfolgten erst in 2024).

Der Wirkungsbereich der RST hat sich 2023 weiterhin gefestigt und stabilisiert. Es konnten weitere Neukunden aus unterschiedlichen Industriebranchen mit vergleichsweise großem Auftragsvolumen akquiriert werden, die zur Diversität des Kundenportfolios beigetragen haben.

2.3.2. Personal

Zum 31.12.2023 sind 133 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) und 10 Auszubildende beschäftigt. Die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter erfolgte entsprechend des jährlichen Weiterbildungsplans. Der erforderliche Platzbedarf ist durch die angemieteten Büroflächen für Mitarbeiter und Integrationsflächen gedeckt. Auf Grund der sich stetig erhöhenden Raumkosten werden zukünftig Konzepte für mobiles Arbeiten an Bedeutung gewinnen.

2.3.3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden umfangreiche Ersatzinvestitionen in den Bereichen IT-Landschaft und IT-Kommunikation durchgeführt. Hier gilt es zum einen, die veraltete Infrastruktur zu ersetzen, als auch auf die stetig wachsenden technischen Anforderungen gerüstet zu sein. Auch im Jahr 2023 wurden Neuanschaffungen in unserer Office-Ausstattung getätigt, um den Mitarbeitern ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld zu bieten.

Die Investitionsquote betrug zum Anlagevermögen 84,37 % (Vorjahr 64,85 %).

2.3.4. Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement & IT

Die in 2020 durchgeführte Multi-Site-Zertifizierung sowie das in 2023 durchgeführte Re-Zertifizierungsaudits der FERCHAU GmbH auf Basis der EN 9100:2018 durch den TÜV Rheinland wurde zusammen mit der RST erfolgreich absolviert.

Mit der Einbindung des Managementsystems der RST in die Multi-Site-Auditierung der ABLE Group auf Basis der ISO 14001 (Umweltschutz) und ISO 45001 (Arbeitsschutz) konnte im Februar 2021 eine weitere Harmonisierung der Managementsysteme erzielt werden. Die Re-Zertifizierung erfolge in 2023.

Das im Jahr 2015 eingeführte Informationsmanagementsystem wurde im April 2023 erfolgreich durch ein Überwachungsaudit nach der ISO/IEC 27001:2013 bestätigt.

2.4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.4.1. Ertragslage

Die Gesamtleistung der Gesellschaft betrug 2023 15.075 T€ (Vorjahr 12.461 T€). Der Umsatz betrug 2023 15.299 T€ (Vorjahr 12.713 T€) und teilt sich wie folgt auf:

Bereich Umsatz
in T€
2023
in %
Umsatz
in T€
2022
in %
Advanced Systems 9.243 60 7.108 56
Cabin Engineering 6.056 40 5.605 44
15.299 100 12.713 100

Die Materialaufwandsquote von 25,2 % (Vorjahr 23,9 %) ist um 1,3 %-Punkte leicht gestiegen. Auf Grund stetiger Einbindung von Fremdarbeitskräften und höherer Inanspruchnahme von Subunternehmern in der Auftragsabwicklung ist der Materialaufwand um 27,6 % (+828 T€) gestiegen. Grundlegende Änderungen in dem Projektportfolio der RST für 2023 gab es nicht.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 22,6 % gestiegen. Die Mitarbeiterzahl ist um 12 % erhöht worden. Dies resultiert auf den ab 2023 festgelegten Plan Mitarbeiterwachstum stetig durchzuführen, um somit kundenseitig allen Anforderungen zu entsprechen. Zusätzlich hat sich der Personalaufwand durch Gehaltssteigerungen erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7 %. Kostentreiber in 2023 waren zusätzliche Aufwendungen für Softwarelizenzen, für Auto-Leasinggebühren und für Versicherungsbeiträge im Bereich der Luftfahrt-Produkt-Haftpflicht.

2.4.2. Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 459 T€. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 364 T€ entspricht den Investitionen ins Anlagevermögen.

Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr um 93 T€ auf 1.907 T€ gestiegen. Die Gesellschaft war auch im Jahr 2023 jederzeit in der Lage, allen finanziellen Verpflichtungen vollständig und fristgerecht nachzukommen.

2.4.3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr 2023 absolut um 256 T€ gestiegen. Die Anlagenintensität liegt bei 5,8 %. Die Steigerung ist vor allem durch Investitionen in IT-Technik und Geschäftsausstattung begründet.

Die Vorräte sind aufgrund deutlich höherer Fertigstellungen unserer Projekte zum Jahresende insgesamt um 350 T€ gesunken. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen reduzierte sich in 2023 auf 80 T€. Ausschlaggebend hierfür waren sowohl die Materialknappheit am Markt als auch die Unsicherheit zum Ende des Berichtsjahres über die Weiterführung unserer Kabelbaumproduktion in 2024. Der Rückgang der fertigen und unfertigen Erzeugnisse resultiert im Wesentlichen aus der umfangreichen Abrechnung unserer Lieferungen und Leistungen, wobei viele Projekte im sogenannten Dienstvertrag zum Jahresende vollständig fakturiert wurden. Darauf einflussnehmend wirkten auch unsere Kundenaufträge mit einer kurzen Durchlaufzeit. Zu langfristigen Projekte von über 12 Monaten kam es im Jahr 2023 nur in geringen Umfang.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen, Luftfahrtkunden (Anteil ca. 42 %) und weiteren Industriekunden und sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 66,6 % (Vorjahr 66,1 %). Das Eigenkapital ist in Höhe des Jahresüberschusses von 548 T€ gestiegen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen für das Jahr 2023 Rückstellungen für auftragsbezogene Aufwendungen, für Personalaufwendungen und sonstige Rückstellungsaufwendungen. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um 344 T€ gestiegen. Viele Projektaufträge im Portfolio der RST wurden mit Einsatz verbundener Unternehmen durchgeführt.

2.4.4. Gesamtaussage

Der geplante Umsatz von 14.707 T€ konnte mit den in 2023 getätigten Umsatzerlösen in Höhe von 15.299 T€ übertroffen werden. Im Bereich Cabin Engineering lag die Umsatzsteigerung von 8 % leicht über dem Planansatz von 7 %.

Im Bereich Advanced Systems war eine Umsatzsteigerung von 18 % geplant. Die tatsächliche Erhöhung von 30 % liegt aufgrund der hohen Nachfrage deutlich über den Erwartungen.

Die Umsatzrendite der RST beträgt im Geschäftsjahr 2023 5,05 % (Vorjahr 5,25 %).

Das ausgewiesene Jahresergebnis liegt bei einem Ergebnis vor Steuern von 772 T€ mit 37 T€ leicht über dem Planwert von 735 T€. Das Jahresergebnis ist trotz der deutlich höheren Umsatzsteigerungen nur geringfügig gestiegen. Grund hierfür sind die überproportional gestiegenen Kosten für Material und Personal.

Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 (6.315 T€) entsprach den Planerwartungen. Das gilt auch für die Liquidität von 1.907 T€, die leicht über dem Planwert von 1.850 T€ liegt.

Abschließend kann die geschäftliche Entwicklung im Berichtsjahr und die wirtschaftliche Lage zum Bilanzstichtag als positiv bezeichnet werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Chancenbericht

2023 konnte RST Zugang zu strategisch interessanten Projekten in der Luft-/ Raumfahrt- und der Verteidigungsindustrie erlangen und sich mit qualitativ hochwertigen Ergebnissen aussichtsreich für attraktive Themen positionieren. Für 2024 sind positive Aussichten branchenübergreifend gegeben, sich als "End-to-End" Partner seinen Kunden zu präsentieren und zunehmend höherwertige Projekte zu akquirieren.

Die Strategie der kontinuierlichen Diversifizierung der Kundenlandschaft wird fortgesetzt, ohne jedoch Beiträge für Bestandskunden zu reduzieren. Auftragsschwankungen in der Luftfahrt in 2023 insbesondere beim Großkunden AIRBUS Operations haben gezeigt, dass die weitere Diversifizierung Abhängigkeiten von Einzelnen reduziert.

Die europäische Raumfahrt positioniert sich, um weiterhin Teil des bemannten Raumfahrtmarktes zu sein. RST, zusammen mit der FERCHAU Aviation, ist in aussichtsreicher Position, wertvolle Beiträge im Engineering und im "End-to-End"-Business für verschiedene Programme zu leisten.

Die Forderung des Marktes nach Nachhaltigkeit und Klimaschutz fördert den weiteren Ausbau von Infrastrukturen, die der Erzeugung von elektrischem Strom aus regenerativen Energien dienen sowie die fortlaufende Entwicklung von alternativen Antriebssystemen, wie z. B. E-Propulsion in der Raumfahrt oder E-Antriebe durch Brennstoffzellen mittels Flüssigwasserstoff. Mit gewonnenen Kompetenzen aus der Raumfahrtindustrie sowie erfolgreich umgesetzten Forschungsprojekten wird RST sich für wegweisende Projekte und Technologien positionieren.

Der Militärsektor gewinnt in Deutschland zunehmend an Akzeptanz. Es werden international Beschaffungsmaßnahmen initiiert, wovon der deutsche Markt profitiert. RST hat sich langjährig ein Netzwerk geschaffen, um erfolgreich Beiträge leisten zu können.

3.2. Risikobericht

Das Risikomanagement ist ein fester Bestandteil der Unternehmensführung der RST.

Es ist ein Bestandteil des bei RST eingeführten Integrierten-Management-Systems und wird entsprechend im Management-Handbuch beschrieben.

Das Hauptziel besteht in einer präventiven Begrenzung von Unternehmensrisiken. Dazu werden rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung des Risikos festgelegt, durchgeführt und überwacht.

Die Geschäftsleitung führt im Rahmen des Risikomanagementsystems wöchentlich Beratungen zum Geschäftsverlauf durch und diskutiert die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen / Projekten. Es werden in mindestens monatlichen Abständen Analysen der Erlöse und Kosten durchgeführt, um frühzeitige Projektfehlentwicklungen zu erkennen und Gegenmaßnahmen aufzuzeigen.

Risiken sieht die Geschäftsführung insbesondere im Personalaufbau. Die Personalgewinnung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter ist teilweise langwierig (Schnittstellen, Know-how-Übergabe). Der Mitarbeiterbindung kommt besondere Bedeutung zu. Die Nachfolgeplanung zur Besetzung freiwerdender Stellen wird zukünftig an Bedeutung gewinnen. Die Auslastung des zusätzlichen Personals muss nachhaltig und entsprechend den Fachkenntnissen gesichert sein. Inflationsbedingt muss weiterhin mit überdurchschnittlichen Personalkostensteigerungen gerechnet werden.

Weitere Risiken bestehen nach wie vor durch die starke Abhängigkeit von Airbus, seinen Entwicklungszyklen sowie den sich ändernden Markt- und Vergabebedingungen im Luftfahrtzuliefermarkt. Dem entgegenzuwirken, wird ein Mix des Projektportfolios in unterschiedlichen Märkten und Regionen von der RST angestrebt und immer weiter ausgebaut.

Bei den Lieferantenbeziehungen wurden Maßnahmen getroffen, um Verzögerungen in der Supply Chain zu minimieren und Ausfälle zu vermeiden. Um die Auswirkungen von Projektstörungen möglichst klein zu halten, war ein aktives Lieferanten- und Kundenmanagement erforderlich.

Sowohl die RST-Projektleiter als auch der Vertrieb haben durch vorausschauendes und kundenorientiertes Handeln und zielgerichtete Kommunikation dafür gesorgt, dass im Betrachtungszeitraum trotz aller Widrigkeiten keine signifikanten Beeinträchtigungen der Projekte auftraten und unsere Firma nach wie vor eine gute Kundenreputation genießt.

3.3. Prognosebericht

Für 2024 wurde ein Umsatz von 15.159 T€ geplant. Im Bereich Advanced Systems soll der Umsatz auf dem bestehenden Niveau gehalten werden. Die Umsatzerlöse im Bereich Cabin Engineering sollen geringfügig gesteigert werden. Insgesamt werden ähnliche Umsatzzahlen wie im Jahr 2023 erwartet. Allerdings wird in 2024 die Umsatzhöhe aus den Vorjahren wie vor der Pandemie weiterhin noch nicht erreicht.

In FuE-Maßnahmen wird voraussichtlich mit annähernd gleichem Budget wie im Vorjahr investiert.

Für das Jahr 2024 soll ein Jahresergebnis vor Ertragssteuern von 784 T€ erzielt werden. Die Liquidität soll sich mit 2.240 T€ gegenüber dem Vorjahr um 330 T€ erhöhen.

Hier setzt die RST auf Leitprinzipien wie Wachstum, Diversifikation und Zusammenarbeit. Das stetige Wachstum verschafft uns einen signifikanten Markteinfluss und größeren Handlungsspielraum. Die Ausschöpfung der gewonnenen Verträge, die Erschließung neuer Kunden sowie eine nachhaltige Positionierung im Bereich der Zukunftstechnologien sind entscheidende Hebel in diesem Jahr.

Neben dem Kerngeschäft ist der sukzessive Ausbau unseres Kundenportfolios entscheidend. Mittelfristiges Ziel ist ein Anteil von mehr als einem Drittel von Nicht-Airbus-Kunden.

Die RST hat sich für den Auftragseingang ein Ziel von insgesamt 14.870 T€ gesetzt. Zum Berichtsmonat März 2024 wurde im April ein weiterer Forecast erstellt, welcher den Planansatz der Umsatzrentabilität für das Berichtsjahr 2024 bestätigt.

 

Rostock-Warnemünde, 31. Juli 2024

gez. Frank Ferchau

gez. Martin Sauerschnig

gez. Thomas Hucht

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 431.689,00 175.962,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.600,00 9.637,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 16.600,00 9.637,00
II. Sachanlagen 415.089,00 166.325,00
1. technische Anlagen und Maschinen 12.290,00 18.307,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 402.799,00 148.018,00
B. Umlaufvermögen 6.951.302,92 6.415.467,60
I. Vorräte 681.002,97 1.031.257,44
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 7.176,74 7.176,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.363.611,48 3.570.296,11
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 491.779,58 431.600,54
2. übrige Vermögensgegenstände 3.871.831,90 3.138.695,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.906.688,47 1.813.914,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.128,95 50.798,07
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.422.120,87 6.642.227,67

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.938.628,23 4.390.669,49
I. gezeichnetes Kapital 1.022.583,76 1.022.583,76
II. Gewinnrücklagen 720.000,00 720.000,00
III. Gewinnvortrag 2.648.085,73 2.185.970,25
IV. Jahresüberschuss 547.958,74 462.115,48
B. Rückstellungen 1.381.761,67 1.314.181,16
C. Verbindlichkeiten 1.101.730,97 937.377,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 765.753,44 422.172,59
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 765.753,44 422.172,59
2. übrige Verbindlichkeiten 335.977,53 515.204,43
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 335.977,53 515.204,43
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.422.120,87 6.642.227,67

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.471.955,56 9.627.626,50
2. Personalaufwand 8.811.942,04 7.188.811,99
a) Löhne und Gehälter 7.348.289,16 5.945.447,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.463.652,88 1.243.364,71
3. Abschreibungen 108.492,33 99.941,85
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 108.492,33 99.941,85
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.772.490,61 1.668.518,11
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 18.882,25 28.116,42
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.226,00 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.947,00 1.526,39
davon an verbundene Unternehmen 0,00 1.526,39
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 224.362,99 205.681,87
8. Ergebnis nach Steuern 553.946,59 463.146,29
9. sonstige Steuern 5.987,85 1.030,81
Jahresüberschuss 547.958,74 462.115,48

Anhang

Für die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

R S T Rostock System-Technik GmbH

l. Allgemeines

RST Rostock System-Technik GmbH, Friedrich-Barnewitz-Straße 9 in 18119 Rostock ist eingetragen im Handelsregister Rostock unter der Nummer HRB 431.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

ll. Grundsätze zur Bilanzierung, Bewertung und Gliederung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel.

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden über den Zeitraum ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Zugänge zu Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen linear.

Geringwertige Anlagegüter wurden im Jahr der Anschaffung bis 800,00 € voll abgeschrieben und werden im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang dargestellt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um Abschläge.

Unfertige Leistungen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt, die die Einzelkosten und angemessene Teile der Gemeinkosten enthalten. Abwertungen nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurden - soweit erforderlich - vorgenommen.

Es wurde von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abzusetzen.

Forderungen werden zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen - soweit erforderlich - berücksichtigt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % des Netto-Kundenforderungsbestands vorgenommen.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages umgerechnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Die flüssigen Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

lll. Erläuterung zur Bilanz

1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen und betreffen in Höhe von 1.264,15 € Forderungen gegen Gesellschafter.

2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 279 T€ gegenüber Gesellschaftern und resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 487 T€.

lV. Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 765.753,44 € 765.753,44 € 0,00 € 0,00 €
(Vorjahr) (422.172,59 €) (422.172,59 €) (0,00 €) (0,00 €)
2. übrige Verbindlichkeiten 335.977,53 € 335.977,53 € 0,00 € 0,00 €
(Vorjahr) (515.204,43 €) (515.204,43 €) (0,00 €) (0,00 €)
1.101.730,97 € 1.101.730,97 € 0,00 € 0,00 €
(937.377,02 €) (937.377,02 €) (0,00 €) (0,00 €)

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 4.196 T€ (davon langfristig 2.588 T€), vorwiegend aus langjährigen Miet- und Leasingverträgen.

VI. Sonstige Angaben

1. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer:

Die durchschnittliche Beschäftigungszahl betrug 129 Mitarbeiter ohne Geschäftsführer und Auszubildende. Die Anzahl der Beschäftigten setzt sich wie folgt zusammen:

Innendienst: 14 Mitarbeiter
Außendienst: 115 Mitarbeiter

2. Geschäftsführung:

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Frank Ferchau, Herr Martin Sauerschnig und Thomas Hucht (seit dem 24. April 2023) bestellt.

3. Konzernabschluss:

Die FERCHAU Holding GmbH & Co. KG, Gummersbach, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Sowohl die Gesellschaft als auch die unmittelbare Muttergesellschaft ABLE Management Services GmbH, Gummersbach, werden gem. den §§ 291 und 292 HGB mit befreiender Wirkung in den Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG einbezogen. Der Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sind im Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG enthalten.

 

Rostock-Warnemünde, 31. Juli 2024

RST Rostock System -Technik GmbH

gez. Martin Sauerschnig

gez. Thomas Hucht

gez. Frank Ferchau

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
Zugang 2023
Abgang 2023
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.252.273,72 13.435,80 410.821,87 854.887,65
1.252.273,72 13.435,80 410.821,87 854.887,65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 141.987,05 0,00 4.360,30 137.626,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaussattung 2.697.978,51 350.783,53 560.673,60 2.488.088,44
2.839.965,56 350.783,53 565.033,90 2.625.715,19
4.092.239,28 364.219,33 975.855,77 3.480.602,84
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugang 2023
Abgang 2023
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.242.636,72 6.472,80 410.821,87 838.287,65
1.242.636,72 6.472,80 410.821,87 838.287,65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 123.680,05 6.017,00 4.360,30 125.336,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaussattung 2.549.960,51 96.002,53 560.673,60 2.085.289,44
2.673.640,56 102.019,53 565.033,90 2.210.626,19
3.916.277,28 108.492,33 975.855,77 3.048.913,84
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.600,00 9.637,00
16.600,00 9.637,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 12.290,00 18.307,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaussattung 402.799,00 148.018,00
415.089,00 166.325,00
431.689,00 175.962,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RST Rostock System-Technik GmbH,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RST Rostock System-Technik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RST Rostock System-Technik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gummersbach, den 31. Juli 2024

dhpg
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Jurgeleit, Wirtschaftsprüfer

gez. Lange, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.