Manfred Alberts, Jagdbedarf GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rudolf Alberts seit 31.7.2008 | Geschäftsführer |
Manfred Alberts seit 30.6.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 19.90% | |
| 0.10% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Beretta Holding SA | 80.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
2 von 3 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Manfred Alberts GmbHWiehlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN Die Manfred Alberts GmbH hat ihren Sitz in Wiehl und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (Reg.-Nr. HRB 52954). Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel und Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN; ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten bilanziert und sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu den historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, und soweit abnutzbar, vermindert um die kumulierten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam in Abgang gebracht. Die Waren werden zu Anschaffungskosten, ermittelt nach der gleitenden Durchschnittsmethode bzw. mit den am Stichtag niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Für Bestandsrisiken werden in ausreichendem Maße Wertberichtigungen gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. 2. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen wird auf den auf Seite 10 beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Umlaufvermögen Die Forderungen sind innerhalb von einem Jahr fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 80 (VJ TEUR 110) betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. In der Position "sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.029 (TEUR 4.789) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 12 (VJ TEUR 36) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherte Verbindlichkeiten sind zum 31.12.2023 nicht vorhanden. Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen nicht. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 88 (VJ TEUR 12) enthalten, sowie TEUR 1 (VJ TEUR 3) aus Zahlungseingängen auf abgeschriebene Forderungen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht vorgenommen worden. Außerordentliche sowie periodenfremde Aufwendungen von nicht untergeordneter Bedeutung sind wie im Vorjahr nicht enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Aufwendungen für die Körperschaftsteuer (einschl. Solidaritätszuschlag) in Höhe von TEUR 947 (VJ TEUR 1.173) und Aufwendungen für die Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 964 (VJ TEUR 1.193).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in der Form von Mietverträgen und betragen über die unkündbare vertragliche Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge (bis max. September 2028) TEUR 515. Für alle vorgenannten Transaktionen besteht jeweils ein ausgewogenes, in der Ausgestaltung marktübliches Verhältnis von Chancen und Risiken. Bei den vorgenannten Transaktionen steht nicht die Finanzierung im Vordergrund, sondern die Inanspruchnahme von Dienstleistungen, wie z.B. die Anmietung von Büro- und Lagerräumen oder das Fuhrparkmanagement im Bereich der Dienstwagen. 2. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:
3. Geschäftsführung Während des Geschäftsjahres waren Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft: Herr Rudolf Alberts, Geschäftsführer, Wiehl Herr Dr. Marco Corbetta, Geschäftsführer, Brescia (Italien) Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht gewährt. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Beirat Am 05. Mai 2008 wurde von der Gesellschafterversammlung die Erweiterung des Gesellschaftervertrages um § 8a (Beirat) beschlossen. Der bisherige Geschäftsführer, Herr Manfred Alberts, Kaufmann, Wiehl, wurde per 01.07.2008 zum Präsidenten des Beirates bestellt. Auf die Angabe der Bezüge des Beirats wird auch gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5. Konzernabschluss Die Beretta Holding S.A., Luxembourg, erstellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Manfred Alberts GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Beretta Holding S.A., Luxembourg, ist auf Anforderung bei der Beretta Holding S.A., Luxembourg, erhältlich. 6. Abschlussprüferhonorar Das auf den Abschlussprüfer entfallende Honorar für die Abschlussprüfung beträgt ca. TEUR 30. 7. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Gesellschaft schlägt vor einen Betrag von TEUR 1.750 auszuschütten. Der verbleibende Teil des Jahresüberschusses soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Wiehl, den 21. August 2024 gez. Rudolf Alberts, Geschäftsführer gez. Dr. Marco Corbetta, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Manfred Alberts GmbH, Wiehl Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Manfred Alberts GmbH, Wiehl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Manfred Alberts GmbH, Wiehl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gummersbach, den 21. August 2024 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater
GmbH & Co. KG
gez. Stamm, Wirtschaftsprüfer gez. Jurgeleit, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Das Geschäft der Gesellschaft ist der Großhandel von Jagd- und Sportwaffen sowie von Jagdausrüstung (Munition, Jagdbekleidung und Hilfsmittel). Die Gesellschaft ist in Wiehl ansässig. Es gibt keine weiteren Niederlassungen. Die Gesellschaft gehört der BERETTA Gruppe an, welche anerkannter Marktführer in Europa im Bereich Jagd- und Sportwaffen ist. Innerhalb der BERETTA Gruppe ist die Gesellschaft im Wesentlichen für die Bearbeitung des zivilen deutschen und österreichischen Marktes zuständig. Die Gesellschaft beschäftigt 6 Außendienstmitarbeiter. B. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2023 verzeichnete nach Angaben des Statistischen Bundesamts einen Rückgang um 0,3 Prozent. Trotz dieses Rückgangs verharrten die Preise in allen Wirtschaftsbereichen weiterhin auf hohem Niveau, was sich negativ auf die Konjunktur auswirkte. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen. Die Nachfrage aus dem In- und Ausland nahm ab. Deutschland verzeichnete im Verlauf des Jahres 2023 einen historischen Höchststand in der Beschäftigung, mit rund 45,9 Mio. Menschen. Dieser Anstieg um 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht einem Zuwachs von 0,7 Prozent. Bereits im Jahr 2022 wurde der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2019 (45,3 Mio. Personen) um 320.000 Personen überschritten. Die Erwerbslosenquote belief sich dabei gemäß dem Konzept der ILO auf ungefähr 2,8 Prozent. Damit verzeichnete sie eine leichte Abnahme im Vergleich zum Vorjahr und erreichte wieder das gleiche Niveau wie im Jahr 2019 vor dem Ausbruch der Corona-Krise. Über die Jagdbranche gibt es keine statistischen Daten. Aus unserer Sicht war die Entwicklung der Branche stabil. C. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS I. ERTRAGSLAGE Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.055 um 12,07 % auf TEUR 36.824 gesunken. Der Umsatzrückgang ist in einer ab dem 2. Halbjahr stark auf das Niveau des Jahres 2020 gesunkenen Nachfrage begründet. Man kann von einer Normalisierung nach den Jahren mit pandemiebedingten Lockdowns und extremen Lieferengpässen sprechen, dies unter dem Druck stark gestiegener Lebenshaltungskosten aufgrund von Inflation und stark gestiegener Energie- und Logistikpreise. Aus diesem Grund wurden, wie bereits im Vorjahr bewährt, zeitig im März für die meisten Produkte, zur Stabilisierung der Ertragslage, Preiserhöhungen durchgesetzt. Die Materialaufwandsquote liegt wie im Vorjahr bei etwa 67 % der Gesamtleistung. Daher hat sich die Handelsspanne von 33 % (Rohertrag x 100 / Umsatzerlöse) gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Die Personalkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 157 erhöht. Bei einer gleichbleibenden durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 54 Personen resultiert diese Veränderung hauptsächlich aus Gehaltssteigerungen. Die Abschreibungen haben sich aufgrund geringer Investitionen um TEUR 12 auf etwa TEUR 181 vermindert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind trotz höherer Messekosten insgesamt um ca. TEUR 84 gesunken. Die während der Pandemie über zwei Jahre ausgefallenen Publikums- und Fachmessen fanden wieder in gewohnter Weise statt. Geringer Aufwendungen haben sich insbesondere bei Verkaufsprovisionen, Ausgangsfrachten und Werbekosten ergeben. Das Gesamtergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) beträgt TEUR 5.891 (VJ TEUR 7.396). Während sich der Rohertrag um 10,5 % verschlechtert hat, ist das EBIT aufgrund unterproportional sinkenden Aufwendungen um 20,3 % gesunken. Das Geschäftsjahr hat mit einem Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von TEUR 4.067 (VJ TEUR 5.033) abgeschlossen. Die Umsatzrentabilität ist von 12 % auf 11 % gesunken. II. VERMÖGENSLAGE Auf der Aktivseite sind die Vorräte mit einem Anteil von 74,5 % die dominierende Position. Die Vorräte sind um TEUR 4.629 auf TEUR 17.036 gestiegen. Ursächlich hierfür sind hauptsächlich höhere Bestände an Munition. Gegenläufig hierzu sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund niedrigerer Umsätze im Dezember 2023 um TEUR 989 gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt 75,8 % (VJ 68,1 %). Bei einem Jahresüberschuss von TEUR 4.067 und einer Gewinnausschüttung von TEUR 3.500 hat sich das Eigenkapital um TEUR 567 erhöht. Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 2.471 auf TEUR 4.195 gesunken. Hierbei haben sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund von niedrigeren Warenlieferungen im November und Dezember 2023 um TEUR 1.784 gemindert. III. FINANZLAGE Der Finanzmittelbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.289 auf TEUR 3.949 verringert. Das resultiert vor allem aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (TEUR -1.654) und dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -3.500). Insbesondere die Erhöhung der Vorräte (TEUR +4.629) und die Minderung der Verbindlichkeiten von insgesamt TEUR -2.471 haben trotz eines Jahresüberschusses von TEUR 4.067 zu einem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit geführt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beruht auf einer Gewinnausschüttung von TEUR 3.500. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit TEUR -135 wie im Vorjahr unwesentlich. Die Liquidität 1. Grades hat sich insbesondere aufgrund der Minderung des Finanzmittelbestands auf 71,3 % (VJ 117,8 %) gemindert. Das betrifft auch die Liquidität 2. Grades in Höhe von 92,4 % (VJ 146,7 %). Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 174 erfolgt. Hauptsächlich wurde in PKW's und in neue Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. IV. GESAMTAUSSAGE Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 36.824 um 16 % unter dem von uns in 2022 für das Geschäftsjahr 2023 budgetierten Wert. Ursächlich hierfür ist wie oben erwähnt der stärkere Nachfragerückgang. Die im März durchgeführten Preissteigerungen konnten dies nicht ausgleichen. Der Jahresüberschuss ist aus den gleichen Gründen um 15 % niedriger ausgefallen als prognostiziert. Die Liquidität der Gesellschaft war stets gesichert. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, alle finanziellen Verpflichtungen vollständig und fristgerecht zu erfüllen. Insgesamt ist der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres unter Berücksichtigung der erschwerten Rahmenbedingungen als gut zu bewerten. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag kann als gut bezeichnet werden. D. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, werden nicht gesehen. Das gilt auch für wesentliche, über die üblichen Geschäftsrisiken hinausgehende Risiken für die zukünftige Entwicklung. Finanzielle Risiken sind nicht erkennbar. Die hohen liquiden Mittel ermöglichen es der Gesellschaft, jederzeit allen Verpflichtungen vollständig und fristgerecht nachzukommen. Durch das gestiegene Zinsniveau besteht die Chance, auch in Zukunft zusätzliche Zinserträge zu erzielen. Dem fortschreitenden Fachkräftemangel wird durch Fortbildungsmaßnahmen, einem guten Arbeitsklima und einer leistungsgerechten Bezahlung erfolgreich entgegengewirkt. Konjunkturelle Risiken werden als gering eingeschätzt. Die Gesellschaft verkauft hauptsächlich hochpreisige Jagd- und Sportwaffen. Die Kaufkraft dieser Kunden ist weniger stark von konjunkturellen Schwankungen betroffen. Die Kundenstruktur ist breit gefächert, weshalb ein möglicher Ausfall eines Kunden kein existenzgefährdendes Risiko darstellt. Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein sehr gut organisiertes Forderungsmanagement entgegengewirkt. Wesentliche Forderungsausfälle sind in der Vergangenheit nicht eingetreten. Der Transport von Gefahrgütern, aber auch von Waffen, wird zunehmend teurer. Auch verabschieden sich zunehmend Logistikdienstleister aus dem Transport von Gefahrgütern, die die Gesellschaft betreffen. Zugleich erhöhen sich hier die gesetzlichen Anforderungen. In der starken gesetzlichen Reglementierung liegen auch Chancen. Diese erschweren den Markteintritt für potentielle Konkurrenten. Zudem erlangt das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, welches in der Lage ist, die gesetzlich gegebenen Einschränkungen am effektivsten umzusetzen. Unmittelbare Einflüsse aus dem Ukrainekrieg sind nicht zu erwarten. Negative Auswirklungen aus Unterbrechungen von Lieferketten sind ebenfalls nicht zu erwarten bzw. können durch eine hohe Lagerbevorratung kompensiert werden. E. PROGNOSEBERICHT Durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Engergiewende auf die Europäischen Volkswirtschaften sowie weiter anhaltenden Inflationsdruck sind seriöse Prognosen schwer zu treffen. Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung in 2023 hat die Geschäftsleitung vorsichtig ein geringes Umsatzplus von rund 3 %, bezogen auf die Umsatzerlöse in 2023, für 2024 budgetiert, obwohl das Unternehmen auf Wunsch der Beretta Holding festgelegt, sukzessive hohe Martkanteile in Österreich durch Abtretung von Gruppenprodukten an das Schwesterunternehmen Ammotec Austria verlieren wird. Zum Ausgleich befinden sich neue Marken im Aufbau. Unsere Erwartungen richten sich hier ganz wesentlich auf die schwedische Munitionsmarke Norma. Die Beschaffungs- und Bevorratungspolitik bleibt auch zukünftig darauf ausgerichtet, ständig höchste Lieferbereitschaft zu gewährleisten. Der Facheinzelhandel baut seine Lagerbestände kontinuierlich weiter ab und verlässt sich voll und ganz auf die prompte Lieferbereitschaft des Großhandels. Mittelfristiges Ziel der Geschäftsleitung ist es aber auch, den derzeit hohen Warenbestand in eine angepasste Relation zur veränderten Umsatzerwartung zu bringen. Bei nahezu gleichbleibender Rohertragsquote wird sich der Jahresüberschuss nach Einschätzung der Geschäftsleitung im folgenden Geschäftsjahr im Vergleich zu 2023 weiter geringfügig verschlechtern, da Messeaufwendungen, hohe Marketing-Innovationen, sowie anhaltende Kostensteigerungen in allen Bereichen, zu erwarten sind.
Wiehl, den 21. August 2024 Manfred Alberts GmbH gez. Rudolf Alberts - Geschäftsführung - gez. Dr. Marco Corbetta - Geschäftsführung - Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
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