Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 59256
Eingetragen
23.7.1998
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Produktion und Vertrieb von Industriebedarfsartikeln, Maschinen und Elektrogeräten, Übernahme von Vertretungen sowie Abschluß sonstiger Handelsgeschäfte. Gegenstand kann auch sein, Organ im Rahmen eines steuerlichen Organschaftsverhältnisses zu sein.

Historie

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Management

NameRolle
Ulrich-Nicolaus Kranz
seit 22.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

mertus 269. GmbH
Germany
22.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schlemmer GmbH

Poing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

I. Unternehmen und Organisation

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die Schlemmer GmbH ist das Mutterunternehmen der Schlemmer Group.

Die Schlemmer Group ist ein global agierender Technologieexperte, der sich auf die Entwicklung und Produktion von hochspezifischen Kunststofflösungen fokussiert hat.

Aufbauend auf 60 Jahren Erfahrung im Kabelschutz hat sich die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Poing, Oberbayern, zum führenden und umfassenden Mehrwertlieferanten entwickelt, der seinen Kunden als intelligenter Beratungs- und Servicepartner zur Seite steht.

Neben den angestammten Geschäftsfeldern Automotive und Industry befindet sich derzeit im Zuge der Diversifizierung der Schlemmer Group die Business Unit Appliances im Aufbau. 1

Die Schlemmer Group wird im neu veröffentlichten Weltmarktführer-Index der Universität St. Gallen und der Akademie Deutscher Weltmarktführer (ADWM) als Weltmarktführer 2016 genannt. Die Schlemmer Group gehört damit zu den 130 deutschen Unternehmen, die aus einer Datenbasis von rund 1.300 deutschen, österreichischen und schweizerischen Kandidaten ausgewählt wurden.

Über 60 Standorte weltweit, knapp 30 Betriebsstätten an marktstrategisch bedeutenden Standorten sowie eine mobil einsetzbare Fabrik ermöglichen gleichermaßen die Umsetzung globaler Strategien und lokaler Präsenz bei Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Mit Hilfe von 24 stationären Fertigungsstandorten in 19 Ländern und einer mobilen Fertigung entwickelt, produziert und vertreibt die Schlemmer Group Kabelschutzsysteme (Protection Systems) für Automotive und Industrie.

Weitere Produktbereiche der Unternehmensgruppe sind Connection Systems mit Verschraubungstechnik, Mechatronic Systems mit Sonden und Sensoren, Air & Fluid Systems mit medienführenden Leitungssystemen, Metalldrehteile (Turning Parts) sowie Elektroinstallationssysteme mit Geräte- und Verbindungsdosen (Building Parts). Die Schlemmer Group ist gegenwärtig auf den definierten Märkten Europa, Asien und Americas vertreten.

1 Im Lagebericht des Geschäftsjahres 2015 wird die Business Unit Appliances noch nicht separat in der Ertragslage ausgewiesen, da sich das geschäftsbereichsspezifische Reporting noch im Aufbau befindet. Die Zahlen der Business Unit Industry beinhalten in diesem Bericht auch das Appliances-Geschäft.

In der nachfolgenden Grafik sind die Schlemmer Standorte weltweit abgebildet:

Die Schlemmer Group agiert mit über 2.500 Mitarbeitern 2 weltweit und erwirtschaftete im Jahr 2015 Umsatzerlöse von mehr als 260 Mio. €.

Rund 80% des Konzernumsatzes werden im Automotive-Bereich erwirtschaftet, welcher der größte Geschäftsbereich des Unternehmens ist.

Während derzeit noch rund 65% der Konzernumsatzerlöse durch den Verkauf von Katalogware erzielt werden, zeichnet sich der Trend zu einem steigenden Anteil von kundenspezifischen Produkten ab.

Organisatorische Struktur

Die Unternehmensgruppe gliedert sich in die Schlemmer Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften. Die legale Trennung der heutigen Schlemmer GmbH in die Schlemmer Holding GmbH und die Tochtergesellschaft Schlemmer Haßfurt GmbH ist noch nicht vollzogen, wird intern jedoch seit Anfang des Geschäftsjahres 2015 bereits gelebt.

Strukturelle Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr gab es durch die Gründung der ASEAN Holding (Schlemmer Automotive Singapore (SAS)), die zusammen mit dem Joint-Venture Partner Ningbo Schlemmer gegründet wurde. Schlemmer hält indirekt 55% der Anteile der SAS, die eine wichtige Drehscheibe für andere asiatische Tochtergesellschaften außerhalb von China bildet (Schlemmer Philippinen sowie geplant Schlemmer Vietnam und weitere zukünftige Gesellschaften).

2 Aus Vereinfachungsgründen wird in diesem Bericht nur die männliche Form der Schreibweise verwendet, sie gilt jedoch gleichwohl für die weibliche Bezeichnung.

Nachfolgend wird die Organisationsstruktur der Schlemmer Group dargestellt.

Erweiterung des Schlemmer "Global Footprints" in 2015

Mit der Firma Steuerungs- und Solartechnik Dauelsberg startete Schlemmer im August 2015 ein Joint Venture für Technologieinnovationen. Unter dem Namen LuMa-Tec werden in Zukunft in enger Zusammenarbeit mit Schlemmer-Prozessexperten komplette Extrusionslinien für die Herstellung von Schlemmer Protection Systems (vor allem Wellschläuche) entwickelt und produziert, und so technologische Innovationen in der Produktion hinsichtlich Extrusion, Thermoverformung und Automatisierungs-Technologie vorangetrieben.

Durch den Erwerb der Schlemmer India Technology Private Limited wird der Konzern zukünftig auch in Indien aktiv sein. Das Signing fand im Dezember 2015 statt. Der Abschluss des Closings wird Ende Juni 2016 erwartet.

Absatzmärkte und Vertrieb

Die Schlemmer GmbH ist ein globaler Tier 2 Teile-Zulieferer der Automobilindustrie (~80% des Umsatzes). Darüber hinaus beliefert Schlemmer auch eine Vielzahl von weiteren Branchen wie Baumaschinen, Maschinenbau oder Haushaltsgeräte mit seinen Produkten.

Die Mehrheit der Automotive-Kunden sind überwiegend europäische und asiatische OEMs, die durch einen Tier 1 Zulieferer oder zum Teil auch direkt von Schlemmer beliefert werden. Mit den zehn größten Automotive-Kunden macht Schlemmer rund 40% seines Umsatzes.

Der Kundenkreis der Business Unit Industry besteht zu jeweils rund 50% aus Direkt- und Großhandelskunden. In den Märkten Machine Building und Building Markets werden aktuell die größten Umsätze generiert. Die Business Unit verfolgt hinsichtlich des Vertriebs zukünftig einen Multichannel-Ansatz, der eine erfolgreiche Abdeckung der Zielsegmente über eine breitere Palette zielorientierter Vertriebswege, wie Key Account Management und Direktvertrieb, ermöglicht.

Die im Aufbau befindliche Business Unit Appliances, vertreibt ihre Produkte fast vollständig direkt an Hausgeräte-OEMs.

2. Corporate Social Responsibility

Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung sind wichtige Bausteine einer Gesellschaft und gewinnen zunehmend in der modernen Unternehmensführung an Bedeutung. Auch Schlemmer stellt sich seiner unternehmerischen Verantwortung und integriert das Konzept der Nachhaltigkeit in die Geschäftsstrategie. Schlemmer bekennt sich zu den Prinzipien des "Global Compact" der United Nations:

Korruptionsbekämpfung

Keine Diskriminierung

Keine Zwangsarbeit

Keine Kinderarbeit

Umweltschutz

Die Schlemmer GmbH leistet ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft. Die Aktivitäten gehen dabei klar über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus, sind deshalb freiwillig und dienen dem langfristigen Interesse der Schlemmer GmbH. Darüber hinaus ist die gesellschaftliche Verantwortung auch in den Leitlinien von Schlemmer verankert. Unser Vorsatz als Unternehmensgruppe ist es, stets im langfristigen gesellschaftlichen Interesse zu handeln.

3. Mitarbeiter

Menschen stehen bei der Schlemmer GmbH im Mittelpunkt - deshalb möchten wir uns zum Top-Arbeitgeber entwickeln und den Team-Spirit der Schlemmer Group weltweit leben.

Um diesem Leitsatz gerecht zu werden, versteht sich die Abteilung Global Human Resources als Business Partner für das Management und die Mitarbeiter unserer Unternehmensgruppe. Dabei steht die Entwicklung hin zu einer globalen HR-Organisation im Fokus. Um dies zu erreichen, wird seit Beginn des Geschäftsjahres 2015 eine globale Harmonisierung und Standardisierung der HR-Prozesse und Systeme angestrebt.

In der Funktion als HR-Business Partner unterstützt Global Human Resources die Tochtergesellschaften bei der Umsetzung der Businessstrategien und Businessaktivitäten. Durch den Einsatz qualifizierter und motivierter Mitarbeiter zur richtigen Zeit am richtigen Ort wird aktiv Mehrwert geschaffen und so zu einer besseren Erreichung der Unternehmensziele beigetragen. Die Zukunftsfähigkeit der Schlemmer GmbH wird durch eine gezielte Förderung und Qualifizierung unserer Mitarbeiter gestaltet. Die Mitarbeiterzahlen haben sich im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 9% erhöht. Dies ist auf die angestrebte Wachstumspolitik sowie den Ausbau interner Gruppenfunktionen zurückzuführen.

Mitarbeiterzahlen Schlemmer GmbH zum 31.12.2016

2015 2014
Arbeiter Vollzeit 114 127
Arbeiter Teilzeit 11 12
Angestellte Vollzeit 186 155
Angestellte Teilzeit 14 125
Auszubildende 9 12
Sonstige / Leiharbeiter 45 30
Mitarbeiter gesamt 379 348

Mitarbeiter aktiv fördern

Damit die Mitarbeiter der Schlemmer GmbH ihr volles Leistungspotential erkennen und ausschöpfen können, werden gezielte Trainings- und Schulungsmaßnahmen angeboten, um deren Stärken weiter auszubauen und die für die Schlemmer GmbH notwendigen Qualifikationen nachhaltig sicherzustellen. Um eine weitere Effizienzsteigerung im Bereich Personalentwicklung zu erreichen, wurde 2015 der Startschuss für den Aufbau eines globalen Wissensmanagements gegeben. In diesem Projekt ist auch die Einführung einer globalen Schlemmer Academy inbegriffen. Ziel der Schlemmer Academy ist es, einen global einheitlichen Schulungsprozess zu entwickeln, die firmeninternen Kompetenzen zu identifizieren und mit Hilfe moderner und effizienter Schulungswerkzeuge die Mitarbeiterqualifizierung und -bindung zu erhöhen. Dies trägt dazu bei, neue Zukunfts- und Karriereperspektiven zu eröffnen und im internationalen Vergleich bestehen zu können. Erste Erfolge wurden im Geschäftsjahr 2015 durch die nationale Einführung von standardisierten, modularen Führungskräfte- und Projektmanagementtrainings erzielt. Hierbei erhalten unsere Führungskräfte und Projektmanager wertvolles Fachwissen und Instrumente an die Hand, um ihre Mitarbeiter zielorientiert anzuleiten und die Werte der Schlemmer Group zu vermitteln.

Zukunftsprogramm

Die in der Schlemmer Group definierte Vision "One Spirit 2020" wird einen deutlichen Anstieg der Beschäftigungszahlen bei der Schlemmer GmbH mit sich bringen. Der weitere Aus- und Aufbau eines globalen Personalcontrollings ermöglicht zukünftig ein gezieltes Tracking von HR-Kennzahlen und eine schnellere Reaktionszeit bei der Ergreifung von Maßnahmen. Eine globale Effizienzsteigerung wird auch im Bereich Personalentwicklung durch die Einführung der Schlemmer Academy und die darin angebotenen übergreifenden Schulungen prognostiziert. Ein beachtliches Potenzial der angestrebten Ausrichtung und Vorgehensweise des HR-Bereichs besteht u.a. durch die Förderung und breitere Ausrichtung von Kompetenzträgem. Durch die vereinfachte globale Bearbeitung von Standardprozessen und die deutlich schnelleren Einarbeitungsmöglichkeiten von neuen Mitgliedern des globalen HR-Teams werden sich bessere Betreuungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter ergeben können.

II. Ziele und Erfolgsfaktoren

1. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

In den letzten Jahren ist der Schlemmer Group durch den stetigen Ausbau des nationalen und internationalen Produktionsnetzwerks ein einzigartiges Wachstum gelungen. Es erfolgte der Wandel vom lokal aufgestellten Handels- hin zu einem global agierenden Produktionsunternehmen. Um weiterhin am Markt erfolgreich zu sein, hat die Geschäftsleitung der Schlemmer GmbH in Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften eine gemeinsame Unternehmensvision und Strategie "One Spirit 2020" erarbeitet und sich für die Zukunft ambitionierte Ziele gesetzt. Dabei ist das Primärziel der Unternehmenssteuerung eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Als globales Produktionsunternehmen mit hoher Produktentwicklungskompetenz strebt die Schlemmer GmbH danach, die spezifischen Anforderungen der unterschiedlichen Märkte sowie die individuellen Bedürfnisse seiner Auftraggeber optimal zu bedienen.

Um den Verlauf der vielfältigen Einflussfaktoren auf das Geschäft der Unternehmensgruppe frühzeitig zu erkennen und bei der Unternehmenssteuerung berücksichtigen zu können, beobachtet die Schlemmer GmbH verschiedene operative Frühindikatoren. Wichtige Hinweise über die künftigen Geschäftsaussichten werden aus der Analyse geeigneter Markt­, Konjunktur- und Branchendaten gewonnen (Zahlen und Prognosen vom IWF, Global Insight, ZVEI und VDMA). Zur Einschätzung der Situation dienen beispielsweise globale und regionale Konjunkturprognosen als auch die von internationalen Branchenverbänden erwarteten Absatz- und Produktionsmengen. Ergänzende Informationen erhalten wir aus Rahmenverträgen, Planungsvorschauen und Auftragseingänge von Kunden sowie direkten Gesprächen mit den Marktteilnehmern.

Neben den gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen spielen eine Reihe weiterer Faktoren eine wichtige Rolle für den Geschäftsverlauf der Schlemmer GmbH. Dazu zählen unter anderem:

Preisentwicklungen von Rohstoffen

Energiepreisentwicklung

Personalkosten

Politische Situation

Währungsschwankungen

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Schlemmer GmbH setzt für Zwecke der Unternehmenssteuerung finanzielle Leistungsindikatoren ein. Die Steuerung erfolgt im Wesentlichen über die Indikatoren Umsatzerlöse, EBIT und Cashflow. Die nachstehenden Kennzahlen werden zur Steuerung der einzelnen Business Units Automotive und Industry sowie der neuen Business Unit Appliances eingesetzt.

Umsatzerlöse werden monatlich u.a. nach Business Units ausgewiesen

Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Ab dem Geschäftsjahr 2016 werden die finanziellen Leistungsindikatoren um den Cashflow ergänzt

Compliance Management System

Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein aktualisierter Code of Conduct für die Schlemmer Group erarbeitet. Dieser verpflichtet alle Mitarbeiter zur Einhaltung der allgemeinen Gesetze, des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, des fairen Wettbewerbs, der Antikorruption und des Umwelt- und Datenschutzes.

Ziel ist es, unseren Anspruch an Qualität, Leistung und Innovation weltweit zu gewährleisten. Dazu gehört für unser tägliches Geschäft verantwortungsvolles, rechtmäßiges und ethisches Handeln. Das Thema Regelkonformität (Compliance) hat bei Schlemmer weltweit Priorität.

Die Schulung der Mitarbeiter der Schlemmer GmbH hinsichtlich der weiterentwickelten Standards erfolgt im ersten und zweiten Quartal 2016. Zudem wurde im ersten Quartal 2016 ein separates Email-Postfach eingerichtet, an welches Compliance-bezogene Fragen, Anregungen oder Anzeigen gerichtet werden können.

Vision "One Spirit 2020"

Die Vision der Business Unit Automotive ist es, als "Top Global Value Added Partner" für die Kunden einen Mehrwert zu schaffen und sich vom Teilelieferant zum integrierten Partner zu entwickeln, der Teil der Strategie des Kunden werden soll.

Für die Business Unit Industry ist es das Ziel, sich am Markt als Top-Service und Innovations-Partner zu positionieren. Dabei will Schlemmer den strategischen Vorteil der globalen Präsenz und Synergien aus dem Automotive-Bereich nutzen. Das Geschäftsfeld wird im Bahnbereich und in der Prozessindustrie weiter ausgebaut. Damit soll ein wichtiges "zweites Standbein" neben der Business Unit Automotive geschaffen werden, das eine stärkere Unabhängigkeit von branchenspezifischen Marktschwankungen anstrebt (Diversifikationsstrategie).

Die Vision der Business Unit Appliances ist es, auf Basis des globalen Footprints und der bestehenden Prozesslandschaft der Schlemmer Group die Business Unit Appliances aufzubauen und am Markt zu etablieren.

Qualität

Das Qualitätsmanagementsystem nach den Regelwerken ISO 9001:2008 und TS16949:2009 zusammen mit dem Umweltmanagementsystem ISO 14001:2009 sind fester Bestandteil der Unternehmensstrategie und Qualitätsmanagementpolitik bei Schlemmer.

Zusammen mit der Berufsgenossenschaft BGHW wurde im Geschäftsjahr 2015 das erste Audit zum Thema Arbeitsschutzmanagement (angelehnt an OHSAS, neu ISO 45001) in der Schlemmer Holding in Poing erfolgreich absolviert.

2. Forschung und Entwicklung

Die Schlemmer GmbH stellt sich auch mit ihrer laufend ausgebauten globalen Aufstellung im Bereich Forschung und Entwicklung aktiv den Herausforderungen der Automotive-Branche. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Konnektivität, Kraftstoffersparnis, Schonung von Ressourcen im Produktionsprozess, Umweltverträglichkeit und Recycling. Schlemmer reagiert hierauf mit einer Vielzahl von Produkt- und Prozessinnovationen.

Die Entwicklungsabteilung der Schlemmer GmbH umfasst Ende 2015 insgesamt 57 hochspezialisierte Mitarbeiter, die im Wesentlichen zur Abarbeitung von kundenspezifischen Projekten eingesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2015 wurden in der Region Europa (überwiegend aus dem Headquarter in Poing heraus) 110 kundenspezifische Entwicklungsprojekte in den Bereichen Spritzguss, Extrusion und Montage bearbeitet. Jede Neuentwicklung wird im Konzern hinsichtlich nutzbarer Schutzrechte untersucht. Im Zuge dessen wurden im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 7 Patente von der Schlemmer GmbH angemeldet.

Neuausrichtung der Entwicklung in 2015

Die Anforderungen an die stets umfangreicher werdenden Entwicklungsprojekte werden immer größer. Deshalb wurde in den Ausbau der Entwicklungsabteilung sowohl personell als auch prozessual investiert. Hierdurch soll auch eine kontinuierliche Qualitätssicherung im Projektgeschäft sichergestellt werden. Im Zuge dessen hat die Entwicklungsabteilung alle relevanten Haupt- und deren zugehörigen Unterprozesse optimiert und neu beschrieben.

Darüber hinaus wurden Systeme geschaffen, die während der Abarbeitung eines Entwicklungsprojekts verwendet werden. Diese Systeme ermöglichen neben einer hohen Projektabarbeitungsqualität durch geeignete Vorgaben, optimierte Kommunikation, konsequente Nachverfolgung und hohe Transparenz auch eine Zusammenarbeit mit anderen Schlemmer-Standorten.

Der 2015 überarbeitete Entwicklungsablauf vereint die Standards aus dem Verband der deutschen Automobilindustrie mit den hohen Schlemmer-Qualitätsanforderungen. Die im Rahmen des Produktentstehungsprozesses intern vollzogenen Abläufe werden nahtlos durch die global verfügbaren Systeme im unternehmenseigenen Intranet unterstützt.

3. Umweltschutz

Die Schlemmer GmbH lebt die Überzeugung, durch nachhaltiges Wirtschaften die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Im Umweltschutz, als einem der zentralen Nachhaltigkeitselemente, hat die Unternehmensgruppe den Anspruch, sich mit Hilfe von Managementsystemen wie ISO 14001 kontinuierlich zu verbessern und so die ökologische Verantwortung noch besser wahrzunehmen.

Für den Umweltschutz liegt die Gesamtverantwortung bei der Geschäftsführung der Schlemmer GmbH. Mit der Umsetzung und Durchführung dieser Aufgaben wurde die Abteilung Global Quality betraut.

Umweltschutz ist bei Schlemmer fest im Unternehmensleitbild verankert. Ergänzt wird dieses durch definierte Umweltziele unter Berücksichtigung von Umweltaspekten in unseren Geschäftsprozessen sowie regelmäßige Audits zur Überwachung unserer Umweltstandards, u.a. mit dem Ziel, Umweltbelastungen zu verringern bzw. ganzheitlich zu vermeiden und Energien effizienter einzusetzen.

Ein System zur Erfassung, Dokumentation und Evaluation sämtlicher relevanter betrieblichen Vorgänge und Tätigkeiten, die sich auf die Umwelt auswirken, wird in der Schlemmer GmbH derzeit aufgebaut. Die zukünftige Informationsbasis für das Umweltmanagement auf Konzernebene wird eine umfangreiche Umweltdatenbank sein, in der jährlich die aktuellen Daten zu Energieverbrauch, Emissionen, Lärm, Abfall sowie Wasser und Abwasser erfasst werden. Anhand dieser Informationen ermitteln die Umweltexperten wichtige Kennzahlen, mit deren Hilfe die Leistungen der Schlemmer GmbH im Umweltschutz stetig verbessert werden.

Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Unternehmenspolitik und des Managementsystems hinsichtlich Eignung und Zweckmäßigkeit u.a. im Rahmen der Managementreviews und Systemaudits. Eine Aktualisierung der Unternehmenspolitik und des Managementsystems erfolgt bedarfsgerecht.

III. Überblick über den Geschäftsverlauf

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2015 insgesamt stabil. Sie ist dem Internationalen Währungsfonds (IWF) folgend in 2015 um 3,1% gewachsen. Das Wachstum liegt damit 0,2%-Punkte hinter der Entwicklung von 2014. Vor allem in der ersten Hälfte des Jahres verlor die Weltwirtschaft an Wachstum. Grund hierfür waren die weiterhin schwachen Entwicklungs- und Schwellenregionen sowie die schwache Erholung der hochentwickelten Volkswirtschaften. Durch die niedrigen Ölpreise sind vor allem die Öl exportierenden Länder stark in ihrem Wachstum geschwächt worden. Die Erhöhung des Leitzinses der Federal Reserve im Dezember 2015 senkte die Investitionsbereitschaft und trug damit zu dem leicht schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft bei. Auch die hinter den Erwartungen zurückgebliebene zweitgrößte Wirtschaftsnation China hatte ihren Einfluss auf die leicht schwächere Weltwirtschaft.

Für die Schlemmer Group ist der globale PKW-Markt von höchster Relevanz. Dieser wuchs im Jahr 2015 leicht an. Den Grund für ein lediglich moderates Wachstum bilden die im Jahr 2015 schwächeren südamerikanischen, russischen und japanischen Märkte. Auch das Wachstum von China auf dem Automobilmarkt war eher verhalten.

Europa

Die europäische Wirtschaft erzielte im Jahr 2015 ein Wirtschaftswachstum von 1,9%. Anders als in den Vorjahren konnte Deutschland zwar zu einem gesamtwirtschaftlich positiven Wachstum beitragen, jedoch nicht wie zuvor als Konjunkturlokomotive fungieren. Auch die Wirtschaft in Europa wird durch den niedrigen Ölpreis, die Erhöhung des Leitzinses sowie durch die enttäuschende Wirtschaftsmacht China stark beeinflusst.

Zum Wachstum der westeuropäischen Automobilindustrie in 2015 (+7%), konnte Deutschland in nennenswerten Umfang beitragen (+4%). Weiterhin wuchsen Frankreich um +5% und Großbritannien um +6%. Italien und Spanien wuchsen jeweils zweistellig.

Asien-Pazifik

Die Wirtschaft im Raum Asien-Pazifik musste in 2015 starke Wachstumseinbußen hinnehmen. Dennoch bleibt die Region im weltweiten Vergleich der führende Wachstumsmotor. Das verlangsamte Wachstum war bedingt durch Marktunsicherheiten, schwächer ausfallende Produktivitätsgewinne, die Effekte einer alternden Bevölkerung sowie Engpässen im Rahmen der Infrastruktur.

Der asiatische PKW-Markt wird durch China bestimmt. Zwar konnte China nicht die hohen Wachstumsraten der Vorjahre halten, blieb jedoch der inzwischen weltweit dominierende Automotive-Markt. Insgesamt legte China knapp +4% in 2015 zu.

Vereinigte Staaten

Die US-Wirtschaft wuchs im Jahr 2015 analog zu 2014 um 2,4%. Wesentlicher Treiber für das Wachstum war der private Konsum. Der einstige Wirtschaftsmotor, der Immobiliensektor, konnte eine gute Entwicklung vorweisen, bleibt jedoch volatil. Vor allem der Arbeitsmarkt der USA verbesserte sich stark. Die Arbeitslosenquote konnte somit zum Jahresende 2015 auf 4,9% gesenkt werden. Neben den Folgen der Geldpolitik wirkten sich auch die Exportrückgänge auf die Wirtschaft aus. Insgesamt wurde das Haushaltsdefizit von 4,1% des BIP auf 2,5% des BIP gesenkt.

Die US-Automobilindustrie erzielte in 2015 den höchsten Wert seit dem Jahr 2000 indem etwas mehr als 17 Millionen Fahrzeuge verkauft. Der US-Markt wuchs um 5%.

2. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage

Die Schlemmer GmbH blickt auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2015 zurück. Einerseits hat sich Schlemmer auf dem herausfordernden Kundenmarkt bewährt. So lagen die Umsatzerlöse mit 71 Mio. € netto (73 Mio. € brutto) etwa auf dem Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis (EBIT) verschlechterte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr von 1,7 Mio. € auf 1,2 Mio. €. Dies ist hauptsächlich auf den Personalaufbau in den Bereichen F&E sowie Qualität zurückzuführen. Zusätzlich kam es im Geschäftsjahr 2015 zu einer außerordentlichen Abschreibung auf Ausleihungen an Tochtergesellschaften in Höhe von 13,3 Mio. €. Dieser Sondereffekt hat die ansonsten positiven Entwicklungen im Finanzergebnis (Anstieg der Beteiligungserträge und Verringerung des Zinsaufwandes) konterkariert. Die Schlemmer GmbH schließt das Geschäftsjahr 2015 mit einem Fehlbetrag von 5,9 Mio. €.

Mit der starken regionalen Präsenz in Europa kann die Schlemmer GmbH lokal sehr nah am Kunden agieren und so sich ergebende Chancen gezielt nutzen. Diese Aufstellung hat sich gerade im Jahr 2015, einer Zeit mit großen konjunkturellen Herausforderungen, eskalierenden Krisen und damit wachsenden Unsicherheiten, bewährt.

Ein weiteres strategisches Ziel der Schlemmer GmbH ist es, ihre Innovations- und Technologieführerschaft laufend zu stärken und damit ein nachhaltiges, profitables Wachstum auch in der Zukunft sicherzustellen.

Die Geschäftsführung schätzt die wirtschaftliche Lage der Schlemmer GmbH als stabil und nachhaltig ein. Diese Einschätzung beruht auf den Ergebnissen des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses 2015 der Schlemmer GmbH und berücksichtigt den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts 2015. Der gute Anlauf der Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2016 deckt sich aktuell mit den Erwartungen der Geschäftsführung. Ebenso ist davon auszugehen, dass sich die Beteiligungserträge im Geschäftsjahr 2016 weiter erhöhen werden.

3. Geschäftsverlauf Automotive

Mit dem anstehenden Aufbau der neuen Gesellschaft Schlemmer India Technology Private Limited wird sich die globale Präsenz der Schlemmer GmbH weiter verstärken. Dieser Schritt wurde von den Schlemmer Automotive-Kunden positiv aufgenommen und eröffnet interessante Wachstumsperspektiven auf dem indischen Subkontinent.

Unter den sonstigen Umsatzerlösen werden primär die Umsätze mit kundenspezifischen Werkzeugen und Projektleistungen ausgewiesen.

Industry

Das Geschäftsjahr 2015 stand in der Business Unit Industry für die Ableitung und Vertiefung der strategischen Ausrichtung im Rahmen der Vision 2020. Hierfür wurde die Business Unit sowie die verschiedenen Geschäftsmodelle einer eingehenden Analyse unterzogen.

Erste erfolgreiche Ansätze eines kommerziellen Non-Automotive OEM-Geschäfts zeigten sich bereits im Appliances-Geschäft, das zukünftig als separate Business Unit geführt wird. Auch im traditionellen Industriebereich zeichnet sich ein wachsendes Potenzial ab, welches durch die systematische Einführung der Key Account Management Strukturen zukünftig bearbeitet werden soll. Im Zuge dessen wurden bereits in 2015 weitere Key Account Manager eingestellt.

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung auf das Projektgeschäft mit industriellen Großkunden im Bereich Construction und Oil & Gas konnten Ende 2015 die ersten Schritte eingeleitet werden, um mit einem Partnerunternehmen aus UK zu fusionieren. Der Abschluss des Closings wird für Ende Juni 2016 erwartet.

4. Vergleich tatsächlicher Geschäftsverlauf mit prognostiziertem Geschäftsverlauf

Zum Zeitpunkt der Planung des Geschäftsjahres 2015 waren Prognosen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation im globalen Umfeld von Unsicherheiten geprägt und ergebnisbeeinflussende Effekte schwer vorhersehbar. Auf Basis der uns vorliegenden Erkenntnisse prognostizierten wir für das Geschäftsjahr 2015 der Schlemmer GmbH kumulierte Umsatzerlöse von etwa 77 Mio. € bei einem EBIT von rund 1,8 Mio. €. Mit den erzielten Umsatzerlösen von 71 Mio. € und dem EBIT von 1,2 Mio. € hat die Schlemmer GmbH die ambitioniert gesteckten Ziele in 2015 nicht erreicht.

Ursachen für das Nicht-Erreichen der lokalen Umsatzprognose war vor allem die Vergabe von Fertigungsaufträgen an Tochterfirmen im Ausland. Konzernweit wurden die Umsatzprognosen allerdings erreicht.

IV. Ertrags- Vermögens- und Finanzlage

1. Ertragslage

In einem herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnte die Schlemmer GmbH ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2015 etwa auf Vorjahresniveau halten. Durch das im Geschäftsjahr angelaufene Projektgeschäft kam es zu Bestandserhöhungen von unfertigen Leistungen in Höhe von 7,4 Mio. €. Das EBIT verschlechterte sich von 1,7 Mio. € in 2014 auf 1,2 Mio. € in 2015.

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse zeigt, dass der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Schlemmer GmbH auch weiterhin auf dem Automotive-Geschäft liegt.

Umsatzerlöse der Schlemmer GmbH nach Geschäftsbereichen

in T€ 2015 % 2014 % %
Automotive 56.677 80% 55.687 78% 990 2%
Industrie 13.461 19% 14.993 21% (1.532) (10%)
Sonstige 708 1% 714 1% (6) (1%)
Gesamt 70.846 100% 71.394 100% (548) (1%)

Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse der Schlemmer GmbH lag weiterhin größtenteils auf dem europäischen Markt. Der bedeutsamste Einzelmarkt mit Umsatzerlösen von 29 Mio. € und einem Anteil von 40,5% ist Deutschland.

Materialaufwendungen

Im Zuge des Aufbaus des Projektgeschäfts der Schlemmer GmbH in 2015 erhöhten sich die Materialaufwendungen von 42,3 Mio. € auf 45,7 Mio. €. Insbesondere kam es bei den bezogenen Leistungen zu einem Anstieg von 1,5 Mio. €. Große Teile dieser Aufwendungen wurden über die Bestandsveränderung im Vorratsvermögen aktiviert.

Die wichtigste Materialgruppe innerhalb der Schlemmer Group sind die Kunststoffgranulate. Obwohl sich die Granulatpreise in der Vergangenheit vom Rohölpreis beeinflusst zeigten, konnte in 2015 nicht der gleiche Preisverfall beobachtet werden, auch wenn die Rohmaterialpreise insgesamt sanken. Dieses lag daran, dass im Frühjahr die Granulatpreise aufgrund von Materialengpässen durch Fertigungsstillstände der Produzenten wieder auf Vorjahresniveau angestiegen sind. In der Jahresdurchschnittsbetrachtung zeigt sich ein Preisrückgang von rund 5%.

Personalaufwendungen

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Personalaufwendungen von 17,1 Mio. € auf 19,0 Mio. € erhöht. Dieses lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Den größten Einfluss auf die Entwicklung der Personalaufwendungen hat der Anstieg der Mitarbeiterzahl um rund 9%. Ebenso machen sich die ausgeprägten Recruiting-Aktivitäten des Vorjahres im Personalaufwand bemerkbar. Diese zeigen durch den unterjährigen Eintritt im Jahr 2014 erst 2015 die volle Wirkung.

2. Vermögens- und Finanzlage

Gesamtvermögen

Das Gesamtvermögen der Schlemmer GmbH hat sich verglichen mit dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2014 um 1,9% erhöht. Die langfristigen Vermögensgegenstände/das Anlagevermögens verringerte sich um 2,1 Mio. €. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen im Zusammenhang mit einer Zunahme der Vorräte um 7,3 Mio. € aufgrund einer temporär erhöhten Vorratsintensität sowie Zunahme von kundenspezifischen Projekten zu sehen. Demgegenüber verringerten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 3,4 Mio. €.

Das Eigenkapital der Schlemmer GmbH ist im Vergleich zum Vorjahr von 39,3 Mio. € auf 32,1 Mio. € deutlich gesunken. Maßgeblichen Einfluss hierauf hatte der Jahresfehlbetrag. Die Verminderung der langfristigen Fremdkapitalposten ist vorrangig auf eine anteilige Tilgung langfristiger Darlehen zurückzuführen. Hingegen erhöhten sich die kurzfristigen Passiva in Folge des gestiegenen Working Capitals.

Im vorangegangen Geschäftsjahr wurde die Fremdkapitalstruktur der Schlemmer GmbH vollständig neu aufgesetzt unter anderem durch die Begebung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 35,0 Mio. € mit Laufzeiten von 3,5 und 7 Jahren. Die Rückzahlungsverpflichtungen treten in den Geschäftsjahren 2017, 2019 und 2021 ein. Bei den verbleibenden langfristigen Finanzierungen handelt es sich um Ratentilgungsdarlehen. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten setzen sich in Form von revolvierenden Geldmarktkrediten und durch die Nutzung von Kontokorrentdarlehen sowie kurzfristigen Ratentilgungsdarlehen zusammen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein langfristiges Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Höhe von 15,0 Mio. € beantragt und genehmigt. Abrufe aus diesem Darlehen fanden bis zum Ende des Geschäftsjahres noch nicht statt.

Die Bankverbindlichkeiten belaufen sich auf 49,4 Mio. €. Davon sind 36,8 Mio. € langfristig. Von diesen haben 23,8 Mio. € eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren.

V. Chancen-, Risiko und Prognosebericht

1. Chancenbericht

Business Unit-übergreifend werden erhebliche Chancen zur Steigerung der Geschäftstätigkeit im kundenspezifischen Spritzgussgeschäfts und den technischen Rohren gesehen.

Automotive

Das Projekt zur Weiterentwicklung des Kabelschutzes (Kabelschutz 2.0) konnte im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen werden. Aus dieser Produktoptimierung werden erhebliche Chancen für die zukünftige Ertragslage gesehen.

Der steigende Grad der Digitalisierung in der Automobilindustrie sowie die zunehmende Anzahl an Elektro- und Hybridfahrzeugen, in Verbindung mit dem diesbezüglich hohen elektrischen Aufwand, werden ebenfalls als Chance zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit gesehen.

Industry

In den industriestarken Wachstumsmärkten besteht ein erhöhter Preisdruck für Standard- bzw. Commodity-Produkte, weshalb auch hier einhergehend mit der neuen strategischen Ausrichtung ein besonderer Fokus auf die Akquise von Großkunden gelegt wird, die vermehrt kundenspezifische Teile für ihre weltweiten Aktivitäten benötigen.

Hier kann die Business Unit zudem von dem weltweiten Produktionsnetzwerk der Schlemmer Group profitieren. Die Spezialisierung auf Endkunden-Segmente in Verbindung mit dem global stark aufgestellten F&E-Bereich eröffnet der Business Unit Industry zukünftig neue Wettbewerbsvorteile.

Appliances

Ab dem Geschäftsjahr 2016 wird das Appliances-Geschäft in einer separaten Business Unit geführt. Es erfolgte zudem die erste Patentanmeldung in diesem Bereich, was sich positiv auf die Sicherung von zukünftigen Geschäften auswirken kann. Zudem stehen zwei weitere Patentanmeldungen unmittelbar bevor. Nach dem Abschluss der Entwicklung einer neuen Ventilgeneration, besteht das Potential für eine deutliche Ausweitung der Geschäftstätigkeit. Mit dem OEM BSH konnte im Geschäftsjahr 2015 ein langfristiger Entwicklungsvertrag geschlossen werden.

2. Risikobericht

Vom Management der Schlemmer GmbH werden Richtlinien vorgegeben, die als Basis für eine einheitliche und angemessene Identifikation und Behandlung von Risiken im Unternehmen dienen. Das dahinterstehende Konzept wird den Mitarbeitern mit Hilfe eines Risikoleitfadens vermittelt. Hierbei handelt es sich um Prinzipien und Grundsätze zur Identifikation, Bewertung, Bewältigung, Kommunikation und Dokumentation von Risiken. Anforderungs- und bedarfsgerecht wird das Risikomanagementsystem stetig weiterentwickelt.

Risikomanagementsystem

Dreimal jährlich werden seitens der Geschäftsführung der Schlemmer GmbH Risiken abgefragt und im Schlemmer Risiko-Reporting konsolidiert. Risikofelder sind Einkauf, Produktion, Vertrieb, Personal, Finanzen, IT, Recht, Versicherungen und andere. Die Bewertung erfolgt anhand der Kategorien Eintrittswahrscheinlichkeit, Loss of Gross Margin, Risikoauswirkung, Notwendigkeit eines Tätigwerdens sowie eingeleitete Maßnahmen. Die zusammengefassten Ergebnisse werden durch Global Legal sowie die Geschäftsführung der Schlemmer GmbH geprüft.

Einzelrisiken

Die Beschaffungsrisiken sind maßgeblich von den Preisrisiken der wesentlichen benötigten Einsatzstoffe abhängig. Die mit Abstand wichtigste Materialgruppe im Unternehmen ist die der Kunststoffgranulate. Insofern können steigende Preise bei den Kunststoffgranulaten Einfluss auf die Rohertragsmarge haben. Trotz sinkender Granulatpreise zu Beginn 2016 rechnen wir im Markt übers Jahr gesehen mit einem Anstieg, so dass teilweise wieder Einkaufspreise ähnlich des Jahresniveaus von 2014 erreicht werden könnten. Derzeit sind keine nennenswerten Risiken für die Schlemmer GmbH erkennbar.

Ein branchentypisches Geschäftsrisiko kann sich aus Schwankungen der Preise oder Mengen auf den relevanten Absatzmärkten ergeben. Im Hinblick auf die Einschätzung der ökonomischen Situation für das Geschäftsjahr 2016 verweisen wir auf das Kapitel "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens". Dem grundsätzlichen Risiko, das sich aus konjunkturellen Schwankungen ergeben kann, begegnen wir mit einer Diversifizierung des Produktportfolios, der Abnehmerbranchen sowie unterschiedlichen regionalen Absatzmärkten.

Die Schlemmer GmbH ist national und international im Zuge der operativen Tätigkeiten an Rechtstreitigkeiten und behördlichen Verfahren beteiligt. Diese Rechtsstreitigkeiten können vorrangig im Verhältnis zu Arbeitnehmern, Lieferanten oder Kunden auftreten. Soweit dieses zu überschauen war und wirtschaftlich sinnvoll erschien, wurden zur Absicherung derartiger Risiken in angemessenem Umfang Versicherungspolicen abgeschlossen und für die verbleibenden Risiken Rückstellungen in erforderlicher Höhe gebildet. Bedeutsame rechtliche Risiken sind hieraus gegenwärtig nicht erkennbar.

Im Zuge der Währungsrisiken ist insbesondere auf Wechselkursänderungsrisiken hinzuweisen. Diese können sowohl auf die Beschaffungs- als auch die Absatzgeschäfte der Konzerngesellschaften einen wesentlichen Einfluss haben. Derzeit sind hieraus keine gravierenden Risiken für die Ertragslage der Schlemmer GmbH erkennbar.

Zudem können Ausfälle größerer Forderungsbestände negativen Einfluss auf die Ertrags- und Liquiditätslage des Unternehmens nehmen. Neben der Analyse, Bewertung und Steuerung des konzernweiten Ausfallrisikos befasst sich das Global Credit Management mit dem gesamten "Order to Cash" Prozess und soll sicherstellen, dass nur Lieferungen an Kunden erfolgen, die später auch in der Lage sind die Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Alle Kunden, die Geschäfte auf Kreditbasis abschließen, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Als weiteres Instrument zur Reduzierung des Ausfallrisiko dient die Nutzung einer gruppenweiten Warenkreditversicherung (Deckungsquote: 90%/Ausnahme Russland: 40%). Die Forderungsausfallquote belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf konstant niedrigem Niveau (< 0,02%). Eine Berichterstattung über das Ausfallrisiko erfolgt monatlich an die Geschäftsleitung.

Zur Steuerung etwaiger Liquiditätsrisiken wird die Liquiditätslage aller im Konsolidierungskreis einbezogener Gesellschaften von der Schlemmer GmbH beobachtet. Sollte sich die Geschäftsentwicklung einzelner Tochter- oder Beteiligungsunternehmen nachhaltig negativ entwickeln, könnten hieraus Liquiditäts- oder Kapitalrisiken entstehen. Aus diesem Risikofeld sind derzeit jedoch keine nennenswerten Belastungen zu erwarten.

In Zusammenhang mit der Finanzierung über das o.a. Schuldscheindarlehen in Höhe von 35 Mio. € hat sich Schlemmer zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen, sog. Financial Covenants, verpflichtet. Hierbei handelt es sich um eine Mindest-Eigenkapitalquote und um einen maximalen Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA). Die zugesagten Covenants werden eingehalten. Eine Verletzung der Verpflichtung würde jedoch ein Kündigungsrecht der Banken auslösen.

Zudem werden Länderrisiken in Bezug auf Russland, China und Brasilien gesehen. Für den russischen Markt wird insbesondere von Relevanz sein, ob und inwiefern die Geschäftsbeziehungen zukünftig weiter von politischen Sanktionen belastet sein werden. Die Entwicklung auf dem chinesischen Markt wird maßgeblich vom Eintreten der Risiken für die dortige konjunkturelle Entwicklung abhängen. In beiden Fällen wird gegenwärtig kein überhöhtes Risiko für die Ertragskraft der Schlemmer GmbH gesehen. Im Zuge der gegenwärtigen rezessiven Lage in Brasilien werden weiterhin Risiken für die dortige Geschäftsentwicklung gesehen. Auch wenn diese im Detail noch nicht quantifizierbar sind, werden wir diese weiterhin beobachten und ggfs. entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

In Bezug auf mögliche Risiken die aus der Verwendung von Finanzinstrumenten resultieren können, weisen wir darauf hin, dass im Konzern derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken eingesetzt werden. Die Wertentwicklung dieser Finanzinstrumente verläuft entgegengesetzt zum Darlehenszins. Die Marktwerte aller derivativen Finanzinstrumente werden monatlich festgestellt. Gegenwärtig sehen wir diesbezüglich keine Risiken für das Unternehmen.

3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens

Konjunkturelles Umfeld

Im laufenden Jahr 2016 rechnet der IWF mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4%. Wesentliche Treiber für die Wachstumsprognose sind die chinesischen Märkte, niedrige Ölpreise und das Ende der lockeren Geldpolitik in den USA. Auch die politischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten werden wie auch in 2015 negative Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum haben. Die globale Automobilindustrie wird laut Prognosen auch in 2016 weiter wachsen. Experten erwarten ein Wachstum von 2% auf 78,1 Millionen Einheiten.

Prognosen des IWF zufolge soll sich das Wirtschaftswachstum in Europa im Vergleich zum Jahr 2015 um 0,2%-Punkte auf 1,7% leicht verringern. Neben den schwankenden chinesischen Märkten, den niedrigen Ölpreisen spielt auch die Geldpolitik eine bedeutende Rolle für das zukünftige Wirtschaftswachstum. Der Automobilmarkt in Europa wird durch Zuwächse in Westeuropa weiter ansteigen. Experten prognostizieren einen Anstieg von 1%.

Angetrieben von China wird die Wirtschaft in der Region Asien-Pazifik weiter überdurchschnittlich wachsen. In 2016 wird ein Wirtschaftswachstum zwischen 6,5% und 7% erwartet. Die Märkte werden vor allem durch den Wandel in China - von Industrie und Exporten hin zu Dienstleistungen und Konsum - geprägt. Die Automobilindustrie soll um 2% wachsen.

Laut Prognosen wird in den USA ein Wirtschaftswachstum von 2,6% erwartet, dabei soll die Geldpolitik den Haupttreiber für die US-Wirtschaft darstellen. Die Erwartung weiterer Leitzinserhöhungen könnte die Wirtschaft bremsen. Auch die Entwicklung der Ölpreise und der chinesischen Märkte werden vermutlich einen starken Einfluss auf das Wirtschaftswachstum der USA haben. Laut Experteneinschätzungen soll der amerikanische Automobilmarkt in 2016 um 1% zulegen.

Erwartete Ertragslage

Die Business Unit Automotive rechnet für das Geschäftsjahr 2016 mit erneut deutlich steigenden Umsatzerlösen. Ursächlich sind in diesem Zusammenhang insbesondere der Anlauf der neuen OEM Plattformen wie GM Global Astra, Global Insignia, BMW 35 up und Mercedes E-Klasse sowie noch weitere hinzugewonnene Projekte bei japanischen OEM. Hauptträger des Umsatzzuwachses sind die kundenspezifischen Bauteile, sowohl im Air&Fluid Bereich als auch bei Spritzgussprodukten.

Für die Business Unit Industry werden leicht erhöhte Umsatzerlöse erwartet. Maßgeblich für diese Entwicklung sind vornehmlich neue Produkte und Produktanläufe in 2016.

Für die neue Business Unit Appliances gehen wir im Geschäftsjahr 2016 von Umsatzerlösen im mittleren einstelligen Millionenbereich aus. Von hoher Relevanz für diese Geschäftsentwicklung sind die Umsetzung des Projektes Pumu Light, sowie die Entwicklung des Aquastop (AQS) und Werkzeugerstellung. In der zweiten Jahreshälfte wird mit der Planung der Fertigung für den AQS begonnen. Darüber hinaus ist in Indien die Festigung und der Ausbau der Geschäftsbeziehung mit Whirlpool geplant.

Auf Grundlage der Planungen der Business Units Automotive, Industry sowie Appliances erwarten wir für die Schlemmer GmbH im Geschäftsjahr 2016

eine Erhöhung der Umsatzerlöse auf ca. 77 Millionen € sowie einen auf etwa 1,5 Millionen € steigenden EBIT.

VI. Nachtragsbericht

Die Konzernobergesellschaft der Schlemmer GmbH - die Mackprang Holding GmbH & Co. KG - hat sich dazu entschieden ihre Beteiligung an der Schlemmer Gruppe im Jahr 2016 an den Finanzinvestor 3i zu veräußern. Das Closing dieser Transaktion wird für August/September 2016 erwartet.

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVSEITE

31.12.2015 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
1. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 711.562,50   731.238,61
2. Geleistete Anzahlungen 754.857,29   681.029,51
    1.466.419,79 1.412.26812
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.849.182,04   8.989.881,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.387.460,10   2.000.946,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.069.187,18   2.376.771,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 528.203,00   2.330.238,07
    12.834.032,32 15.697.837,60
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.885.692,19   34.448.633,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.154.176,26   15.725.913,39
3. Beteiligungen 1.343.363,00   1.343.363,00
4. Sonstige Ausleihungen 871.616,97   993.616,97
    53.254.848,42 52.511.526,54
    67.555.300,53 69.621.632,26
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.710.755,67   1.574.088,44
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.861.327,95   136.203,86
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.506.370,84   5.764.024,98
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (427.226,70)   (93.600,42)
    14.651.227,76 7.380.716,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.980.773,49   3.477.351,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.268.588,71   8.851.459,61
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.166.649,75   1.116.235,13
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 78.212,33   73.720,32
5. Sonstige Vermögensgegenstände 689.453,85   97.617,16
    10.183.678,13 13.616.383,55
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   216.570,87 214.480,17
    25.051.476,76 21.211.580,58
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   461.992,58 465.396,36
    93.068.769,87 91.298.609,20

PASSIVSEITE

     
31.12.2015 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 22.000.000,00   22.000.000,00
II. Kapitalrücklage 12.560.789,64   8.805.914,64
III. Gewinnrücklagen 3.382.733,86   3.382.733,86
IV. Gewinnvortrag 57.463,66   54.773,77
V. Jahresfehlbetrag/-überschuss (5.861.307,01)   5.102.689,89
    32.139.680,15 39.346.11216
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN   239.689,00 260.154,00
C. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Steuerrückstellungen 36.876,00   35.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.802.167,17   3.560.983,39
    3.839.043,17 3.595.983,39
D. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49.367.634,53   43.569.293,27
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.594.216,86   3.856.557,55
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.396.255,11   101.849,77
4. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 15.316,84   0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 476.934,21   568.659,06
- davon aus Steuern: EUR 213.627,37 (Vj.: EUR 261.107,01)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 48.605,95 (Vj.: EUR 14.317,84)      
    56.850.357,55 48.096.359,65
    93.068.769,87 91.298.609,20

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2015 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   70.846.458,71 71.393.799,08
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   7.159.534,38 (217.923,76)
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   31.897,04 353.124,21
4. Sonstige betriebliche Erträge   5.173.144,69 4.258.114,09
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (44.188.280,88)   (42.311.733,60)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (1.506.898,80)   (16.266,10)
    (45.695.179,68) (42.327.999,70)
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter (16.115.691,51)   (14.581.423,65)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (2.843.716,68)   (2.502.990,62)
    (18.959.408,19) (17.084.414,27)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen      
a) Abschreibungen auf die nicht um Investitionszuschüsse gekürzten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (2.040.326,27)   (2.048.228,05)
b) Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 20.465,00   19.663,00
    (2.019.861,27) (2.028.565,05)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   (15.299.143,06) (12.653.246,64)
9. Erträge aus Beteiligungen   7.983.979,23 5.246.320,34
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   750.276,21 700.973,60
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   (13.260.844,10) 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   (1.942.331,93) (2.374.326,20)
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   (5.231.477,97) 5.265.855,70
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   (603.525,22) 29.263,63
15. Sonstige Steuern   (26.303,82) (192.429,44)
16. Jahresfehlbetrag/-überschuss   (5.861.307,01) 5.102.689,89

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 des Handelsgesetzbuches (HGB) auf.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie deren Gliederung entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften.

Als Verbundene Unternehmen werden die Mackprang Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB (Konzernobergesellschaft) und deren in- und ausländische Tochterunternehmen behandelt. Die Schlemmer GmbH wird in den nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogen und ist daher gem. § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Sofern zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Im Geschäftsjahr 2015 angeschaffte Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 410 wurden sofort abgeschrieben. Die im in den Jahren 2011 bis 2014 gem. § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten aktivierten beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert zwischen EUR 150 und EUR 1.000 wurden im Veranlagungsjahr 2015 zu einem Fünftel abgeschrieben. Die in den Jahren 1989 und 1994 vorgenommenen Sonderabschreibungen gem. § 3 Abs. 2 ZRFG sowie die erhaltenen Investitionszuschüsse wurden in entsprechenden Sonderposten auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 139 für die in 2016 gegründete Schlemmer India Technology Pvt. Ltd., Pondicherry (Indien) enthalten. Der Wertansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen wurde beibehalten. Auf Basis der Planungen der Gesellschaften wurde eine Unternehmensbewertung nach der Ertragswert-Methode erstellt, die den Wertansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen (weiter) rechtfertigt. Auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden Wertberichtigungen über TEUR 13.261 vorgenommen. Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes ist dem Anhang als Anlage D beigefügt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte - bei Beachtung des strengen Niederstwertprinzips - zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten. Für ungängige bzw. schwer gängige Artikel wurden nach Gängigkeitsstufen gestaffelte Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. In die Herstellungskosten der Fertigen und Unfertigen Erzeugnisse wurden angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Verbrauchsmaterialien wurden in geringem Umfang mit Festwerten bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zu den verrechenbaren Zahlungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen von Kunden werden, soweit diese durch unfertige Erzeugnisse abgedeckt werden, von diesen offen aktivisch abgesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr wurden erstmals in wesentlichem Umfang unfertige Erzeugnisse im Vorratsvermögen aktiviert. Hierbei handelt es sich um Sondereinzelkosten der Fertigung aus dem branchenspezifischen Projektgeschäft aus der Erweiterung des Produktportfolios bei kundenspezifischen Spritzgussanwendungen sowie Werkzeuge für die spätere Produktion, welche in das Eigentum der Kunden übergehen. Die Erträge aus der Aktivierung dieser unfertigen Erzeugnisse/Leistungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Bestandsveränderungen ausgewiesen. Bei den übrigen Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gab es gegenüber dem Vorjahr keine Änderung in den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Nennwerten bilanziert. Zur Berücksichtigung allgemeiner Ausfall- und Zinsrisiken wurde von den Forderungen aus Lieferung und Leistungen eine nach betrieblichen Erfahrungswerten ermittelte Pauschalwertberichtigung von TEUR 3 abgesetzt. Darüber hinaus wurden Abschreibungen auf zweifelhafte und uneinbringliche Forderungen von TEUR 4 vorgenommen. Es bestehen keine Laufzeiten von mehr als einem Jahr.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das im Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesene Disagio in Höhe von TEUR 10 steht in Zusammenhang mit den von der Gesellschaft unterhaltenen Zinsderivate.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen entfällt zum einen auf einen Zuschuss der Bayerischen Landesanstalt für Aufbaufinanzierung von ursprünglich TEUR 542 und zum anderen auf einen der Gesellschaft im Rahmen der "Bayerischen regionalen Förderungsprogramme 1998 für die gewerbliche Wirtschaft" gewährten Investitionszuschuss der Regierung von Unterfranken und dient der Finanzierung des im Jahr 1999 fertiggestellten Hochregallagers im Außenlager Haßfurt. Er wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände aufgelöst. Die Auflösung wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen decken alle bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften in Höhe des Betrages ab, der zu ihrer Erfüllung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Die branchenübliche Rückstellung für Fehlmengen, Preis- und Qualitätsdifferenzen bei den im Geschäftsjahr 2015 gelieferten Waren wurde nach betrieblichen Erfahrungswerten ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei einer unterjährigen Fälligkeit wird eine ganzjährige Restlaufzeit unterstellt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit den Erfüllungsbeträgen. Aus Gründen der Klarheit und der Übersichtlichkeit werden die Angaben zu Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel in der Anlage C zusammenfassend dargestellt.

Die Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Euro erfolgt gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

a) Grundschulden

Bezeichnung Grundbuch von Betrag Begünstigter
Betriebsgrundstück Gruber Straße 48 Poing (Blatt 2209) TEUR 3.707 Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg
Betriebsgrundstück Gruber Straße 48 Poing (Blatt 2209) TEUR 3.500 HypoVereinsbank AG, München
Betriebsgrundstück Gruber Straße 48 Poing (Blatt 2209) TEUR 2.556 IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf

b) Pfandrechte

Bezeichnung Betrag Pfandgläubiger
Kommanditanteile Karl Maier GmbH & Co. KG TEUR 752 Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg
Geschäftsanteile Karl Maier Geschäftsführungs-GmbH TEUR 13 Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg

Für die übrigen mit den Erfüllungsbeträgen bilanzierten Verbindlichkeiten bestehen keine über den üblichen Eigentumsvorbehalt aus Lieferungen hinausgehende Sicherheiten.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sowie die Zusammensetzung und Entwicklung der darauf entfallenden Abschreibungen im Geschäftsjahr 2015 sind in der Anlage A dargestellt.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 4.178 (Vorjahr TEUR 8.851 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 91 (Vorjahr TEUR 0) kurzfristige Ausleihungen.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten das Verrechnungskonto mit der Mackprang Holding GmbH & Co. KG.

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen (im Folgejahr abziehbare Vorsteuer) von TEUR 25 enthalten.

Die ausgewiesene Gewinnrücklage entfällt ausschließlich auf andere Gewinnrücklagen.

Die Entwicklung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen sowie die Zusammensetzung und Entwicklung der darauf entfallenden Auflösungsbeträge im Geschäftsjahr 2015 werden in der Anlage B dargestellt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind antizipative Verbindlichkeiten (Zinsabgrenzungen) von TEUR 480 enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstanden sind.

Zum Bilanzstichtag unterhielt die Gesellschaft bei der Commerzbank AG, München, sowie bei der Baden- Württembergischen Bank, Augsburg, folgende Zinsderivate:

Produkt Basiswert (nominal) Endfälligkeit Marktwert
Swap (Commerzbank) TEUR 4.000 07.12.2016 EUR -54.056,26
Cap/Floor (BW-Bank) TEUR 4.000 07.12.2016 EUR -35.927,55
Swap (Commerzbank) TEUR 10.000 12.05.2021 EUR -487.379,70
Swap (BW-Bank) TEUR 6.000 03.04.2019 EUR -201.692,55

Für die Verpflichtungsüberhänge aus den im Geschäftsjahr 2016 fälligen Swapgeschäften hat die Gesellschaft Drohverlustrückstellungen von insgesamt TEUR 90 gebildet.

Die in den Geschäftsjahren 2019 sowie 2021 fälligen Zinssicherungsgeschäfte wurden zur Absicherung langfristiger Bankkredite abgeschlossen (Bewertungseinheiten/micro hedges). Die angegebenen Marktwerte enthalten die Stückzinsen bis zum Bilanzstichtag. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird regelmäßig retrospektiv und prospektiv nach finanzmathematisch anerkannten Methoden gemessen. Die Parameter des zu sichernden Grundgeschäfts (Nominalbetrag, Währung, Laufzeit) und des Sicherungsgeschäfts entsprechen sich weitestgehend, sodass sich individuelle gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäften gegenseitig aufheben bzw. weitestgehend kompensieren. Auf diese Weise ist bereits bei Abschluss des Sicherungsgeschäfts eine auf Dauer wirksame Sicherungsbeziehung erkennbar. Für die bilanzielle Abbildung wird die sogenannte Einfrierungsmethode verwendet. Hierbei werden die sich auf Basis des abgesicherten Risikos kompensierenden Zahlungsstromänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument nicht bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen (TEUR 432), Mitarbeitervergütungen (TEUR 1.714), drohende Verluste (TEUR 90), Abfindungen (TEUR 307), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 107), ausstehende Rechnungen (TEUR 472), Kundenboni (TEUR 307) sowie Jahresabschluss- und Prüfkosten (TEUR 164).

Die sonstigen, nicht in der Bilanz erscheinenden finanziellen Verpflichtungen entfallen im Wesentlichen auf die üblichen Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Leasing-, Wartungs- und Versicherungsverträge).

Die Gesamtsumme dieser Verpflichtungen zum 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 4.303 verteilt sich auf die nachfolgenden Geschäftsjahre wie folgt:

Immobilien
TEUR
Mobilien
TEUR
Sonstige
TEUR
2016 433 625 85 26,6%
2017 bis 2020 1.484 665 6 50,1%
Ab 2021 1.005 0 0 23,3%
Gesamt 2.922 1.290 91  

Am Bilanzstichtag bestanden gegenüber Kreditinstituten, Leasinggebern und Lieferanten Bürgschaften und bürgschaftsähnliche Verpflichtungen zugunsten der

Schlemmer Maroc SARL (Höchstbetragsbürgschaft über TEUR 225),

Karl Maier GmbH & Co. KG (Selbstschuldnerische Bürgschaften über insgesamt TEUR 544),

HOPPE Kunststoffspritzerei und Formenbau GmbH & Co. KG (Selbstschuldnerische Bürgschaften über insgesamt TEUR 970).

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Realisierung des Umsatzes erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs der Anlage/Maschine auf den Auftraggeber bzw. nach vertraglich vereinbarter Kundenabnahme.

Aufwendungen werden zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. Bezugs verbucht.

Von den Umsatzerlösen entfallen 39,3% (Vorjahr 2014: 33,5%) auf das Inland und 60,7% (Vorjahr 2014: 66,5%) auf das überwiegend europäische Ausland.

Im Geschäftsbereich "Automotive" wurden 80,1% (Vorjahr 2014: 78,00%), im Geschäftsbereich "Industry" wurden 19,0% (Vorjahr 2014: 21,2%) und im Geschäftsbereich "Appliances" wurden 0,9% (Vorjahr 2014: 0,8%) der Umsatzerlöse erwirtschaftet.

Der Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 123. Erträge aus der Währungsumrechnung waren in Höhe von TEUR 8 zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr waren periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 496 zu verzeichnen.

Die "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" enthalten ausländische Quellensteuern von insgesamt TEUR 579.

V. Sonstige Angaben

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 der Mackprang Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, enthalten.

Die Gesellschaft verfügt über ein Qualitäts- und Umweltmanagement-System, das nach den Standards ISO 9001, ISO/TS 16949 (Automobilindustrie) und DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert ist.

Der durchschnittliche Personalbestand der Gesellschaft entwickelte sich in den Jahren 2011 bis 2015 wie folgt:

2015 2014 2013 2012 2011
Gewerbliche Arbeitnehmer 130 140 128 117 117
Kaufmännische Arbeitnehmer 189 158 141 145 148
Gesamt 319 298 269 262 265

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2015 waren

Herr Josef Minster, Vorsitzender der Geschäftsführung, Nandlstadt (gesamtvertretungsberechtigt) und

Herr Christian von der Linde, Kaufmännischer Geschäftsführer, München (gesamtvertretungsberechtigt).

Hinsichtlich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Dem Beirat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2015 die folgenden Mitglieder an:

Herr Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Vorsitzender des Hochschulrates der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Großhansdorf (Vorsitzender),

Herr Dr. Uwe Hautz, Unternehmensberater, Lübeck,

Herr Claus von Loeper, Geschäftsführer, Hannover,

Herr Volker Tangemann, Investment Manager, Hannover (bis 30.06.2015),

Herr Götz Meyer, Investment Manager, Hannover (seit 01.07.2015),

Herr Volker Thode, Kaufmann, Lockstedt.

Den Mitgliedern des Beirats wurden im Geschäftsjahr 2015 Vergütungen von insgesamt TEUR 100 gewährt.

Obergesellschaft des größten Konzernkreises (Mutterunternehmen gem. § 290 Abs. 1 HGB):

Mackprang Holding GmbH & Co. KG
Jungfernstieg 49
20354 Hamburg

 

Poing, den 31. März 2016

Die Geschäftsführung

Josef Minster

Christian von der Linde

A. Anlagespiegel

Entwicklung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Anlagebezeichnung Stand am 01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.474.766,05 169.376,50 0,00 77.183,75 4.721.326,30
2. Geleistete Anzahlungen 681.029,51 469.033,94 318.022,41 -77.183,75 754.857,29
  5.155.795,56 638.410,44 318.022,41 0,00 5476.183,59
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.193.900,59 63.804,67 36.743,66 0,00 13.220.961,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.526.419,85 44.975,70 195.667,91 0,00 7.375.727,64
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.884.603,67 461.634,60 318479,13 189400,00 19.217.159,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.330.238,07 654.676,79 2.267.311,86 -189.400,00 528.203,00
  41.935.162,18 1.225.091,76 2.818.202,56 0,00 40.342.051,38
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.448.635,33 437.427,39 368,38 0,00 34.885.694,34
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.295.914,15 14.750.622,93 1.061.515,96 430.000,00 29415.021,12
3. Beteiligungen 1.343.364,11 0,00 0,00 0,00 1.343.364,11
4. Sonstige Ausleihungen 1.423.616,97 0,00 122.000,00 -430.000,00 871.616,97
  52.511.530,56 15.188.050,32 1.183.884,34 0,00 66.515.696,54
  99.602.488,30 17.051.552,52 4.320.109,31 0,00 112.333.931,51
Entwicklung der Abschreibungen
Anlagebezeichnung Stand am 01.01.2015
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.743.527,44 266.236,36 0,00 0,00 4.009.763,80
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.743.527,44 266.236,36 0,00 0,00 4.009.763,80
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.204.019,22 197.146,00 0,00 29.385,66 4.371.779,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.525.473,22 658.244,66 0,00 195.450,34 5.988.267,54
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.507.832,14 918.699,25 0,00 278.559,43 17.147.971,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  26.237.324,58 1.774.089,91 0,00 503.395,43 27.508.019,06
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2,15 0,00 0,00 0,00 2,15
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,76 13.260.844,10 0,00 0,00 13.260.844,86
3. Beteiligungen 1,11 0,00 0,00 0,00 1,11
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  4,02 13.260.844,10 0,00 0,00 13.260.848,12
  29.980.856,04 15.301.170,37 0,00 503.395,43 44.778.630,98
Bilanzwerte
Anlagebezeichnung Stand am 31.12.2015
EUR
Stand am 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 711.562,50 731.238,61
2. Geleistete Anzahlungen 754.857,29 681.029,51
  1.466.419,79 1.412.268,12
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.849.182,04 8.989.881,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.387460,10 2.000.946,63
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.069.187,18 2.376.771,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 528.203,00 2.330.238,07
  12.834.032,32 15.697.837,60
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.885.692,19 34.448.633,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.154.176,26 15.295.913,39
3. Beteiligungen 1.343.363,00 1.343.363,00
4. Sonstige Ausleihungen 871.616,97 1.423.616,97
  53.254.848,42 52.511.526,54
  67.555.300,53 69.621.632,26

B. Zusammensetzung und Entwicklung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2015

Zuordnung und Entwicklung des Investitionszuschusses
Anlagebezeichnung Stand am 01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2015
EUR
Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 452.137,78 0 0 0 452.137,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 327.217,95 0 0 0 327.217,95
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 430.251,46 0 0 0 430.251,46
  1.254.607,19 0 0 0 1.254.607,19
Entwicklung der Auflösungsbeträge
Anlagebezeichnung Stand am 01.01.2015
EUR
Auflösung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2015
EUR
Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 225.890,78 15.414.00 0 241.304,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 372.217,95 0 0 372.217,95
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 396.344,46 5.051,00 0 401.395,46
  994.453,19 20.465,00 0 1.014.918,19
Bilanzwerte
Anlagebezeichnung Stand am 31.12.2015
EUR
Stand am 31.12.2014
EUR
Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 210.833,00 226.247,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 0
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.856,00 33.907,00
  239.689,00 260.154,00

C. Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2015

Schlemmer GmbH, Poing

Stand am 31.12.2015
EUR
davon mit einer Restlaufzeit Stand am 31.12.2014
TEUR
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen 1 und 5 Jahren
EUR
von mehr als 5 Jahren
EUR
bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5 Jahren
TEUR
von mehr als 5 Jahren
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49.367.634,53 12.532.344,53 23.835.290,00 13.000.000,00 43.569 6.115 24.188 13.266
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.594.216,86 3.594.216,86     3.857 3.857    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.396.255,11 1.396.255,11 2.000.000,00   102 102    
4. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 15.316,84 15.316,84     0 0    
5. Sonstige Verbindlichkeiten 476.934,21 290.321,33 186.612,88   569 357 212  
davon aus Steuern 213.627,37 213.627,37     261 261    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 48.605,95 22.064,30 26.541,65   14 14 0  
Gesamt 56.850.357,55 17.828.454,67 26.021.902,88 13.000.000,00 48.096 10.430 24.400 13.266

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2015

Anteil am Kapital Gezeichnetes Kapital Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres 2015
Anteile an verbundenen Unternehmen        
Schlemmer (S.E.A.) PTE. Ltd., Singapur 100,00 450.000,00 SGD 1.494.417,46 SGD 34.865,46 SGD
Schlemmer (M) SDN. BDH., Subang Jaya (Malaysia) 100,00 250.000,00 MYR 1.265.688,70 MYR 177.885,18 MYR (1)
Schlemmer S.A. de C.V., Puebla (Mexiko) 100,00 70.820.709,00 MXN -14.636.315,26 MXN -2.932.981,26 MXN (2)
Schlemmer Iberica S.A., Barcelona (Spanien) 100,00 60.120,00 EUR -3.341.820,97 EUR 61.463,62 EUR
Schlemmer do Brasil Ltda., Sao Paulo (Brasilien) 100,00 347.649,00 BRL -10.552.105,54 BRL -5.867.750,65 BRL
Schlemmer USA Inc., San Antonio (USA) 100,00 250.000,00 USA -654.203,28 USA -413.110,92 USA
Schlemmer Romania S.R.L., Satu Mare (Rumänien) 100,00 3.100.570,00 RON 39.602.247,94 RON 13.418.653,00 RON
Schlemmer Korea Co. Ltd., Daegu (Republik Korea) 100,00 72.000.000,00 KRW 829.246.151,00 KRW -183.700.235,00 KRW
Schlemmer Japan Co. Ltd., Sagamihara (Japan) 99,50 10.000.000,00 JPY 125.080.979,00 JPY 53.753.024,00 JPY
Schlemmer Maroc SARL, Tanger (Marokko) 61,75 5.537.775,00 MAD 53.280.530,42 MAD 20.562.669,11 MAD (3)
000 "Schlemmer Russland", Nizhni Novgorod (Russ. Föderation) 100,00 7.697.742,00 RUB 115.458.394,87 RUB 19.950.027,10 RUB
Schlemmer Middle East FSZE, Dubai (Vereinigte Arab. Emirate) 100,00 1.000.000,00 AED 3.629.960,39 AED 75.392,50 AED
Schlemmer Tunisie S.A.R.L., Fouachana (Tunesien) 50,43 50.000,00 TND 1.342.216,42 TND 1.286.429,04 TND (4)
Ningbo Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd., Ningbo (VR China) 50,00 56.000.000,00 CNY 314.482.416,27 CNY 116.299.496,78 CNY (5)
Suzhou Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd., Suzhou (VR China) 50,00 8.000.000,00 CNY CNY CNY (6), (11)
Zhongshan Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd., Zhongshan (VR China) 50,00 3.000.000,00 CNY CNY CNY (6), (11)
Changchun Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd., Changchun (VR China) 50,00 3.000.000,00 CNY CNY CNY (6), (11)
Wuhan Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd., Wuhan (VR China) 50,00 3.000.000,00 CNY CNY CNY (6), (11)
Yantai Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd., Yantai (VR China) 50,00 3.000.000,00 CNY CNY CNY (6), (11)
Mianyang Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd., Mianyang (VR China) 50,00 5.000.000,00 CNY CNY CNY (6), (11)
Tianjin Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd., Tianjin (VR China) 50,00 5.000.000,00 CNY CNY CNY (6), (11)
Vietnam Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd., Khoai Chau (SR Vietnam) 50,00 1.000.000,00 USD USD USD (6), (11)
Karl Maier Geschäftsführungs-GmbH, Ditzingen 100,00 25.564,60 EUR EUR EUR (12)
Karl Maier GmbH & Co. KG, Ditzingen 100,00 766.937,83 EUR 632.128,84 EUR -1.550.140,01 EUR (7), (13)
Schlemmer Industry & Building Parts (SAS), Boulay (Frankreich) 99,99 9.500.000,00 EUR 13.046.732,90 EUR 1.440.965,60 EUR
HOPPE Kunststoffspritzerei und Formenbau GmbH & Co. KG, Mahlow 76,00 336.880,00 EUR 319.091,07 EUR 23.654,97 EUR
HOPPE Administration GmbH, Mahlow 76,00 26.000,00 EUR EUR EUR (8), (12)
Schlemmer Automotive Singapore Ltd., Singapur 55,00 250.000,00 USD USD USD (9), (11)
Schlemmer Philippines Inc., Santa Rosa (Philippinen) 55,00 10.000.000,02 PHP PHP PHP (10), (11)
LuMa-Tec GmbH, Hofheim i. Ufr. 70,00 25.000,00 EUR EUR EUR (12)
Industrial Parts Technische Handelsgesellschaft mbH, Solingen 70,00 25.000,00 EUR EUR EUR (12)
Beteiligungen        
Schlemmer Italia SRL, Bruneck (Italien) 49,00 260.000,00 EUR 2.391.471,00 EUR 1.793.039,00 EUR

(1) Alle Anteile befinden sich im Besitz der Schlemmer (S.E.A.) PTE Ltd.
(2) 0,02% der Anteile befinden sich im Besitz der Schlemmer USA Inc.
(3) 75,00% der Anteile befinden sich im Besitz der Schlemmer Italia SRL
(4) 96,8% der Anteile befinden sich im Besitz der Schlemmer Italia SRL
(5) Mit Organbestellungsrecht der Schlemmer GmbH; Konsolidierter JA zum 31.12.2015
(6) Alle Anteile befinden sich im Anteilsbesitz der Ningbo Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd.
(7) 2% der Anteile befinden sich im Anteilsbesitz der Karl Maier Geschäftsführungs-GmbH
(8) Alle Anteile befinden sich im Anteilsbesitz der HOPPE Kunststoffspritzerei und Formenbau GmbH & Co. KG
(9) 90,00% der Anteile befinden sich im Besitz der Ningbo Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd
(10) Alle Anteile befinden sich im Besitz der Schlemmer Automotive Singapore Ltd.
(11) Gesellschaft ist im konsolidierten Jahresabschluss der Ningbo Schlemmer Automotive Parts Co. Ltd. einbezogen
(12) Für diese Gesellschaft lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses kein Jahresabschluss vor
(13) Davon Komplementärkapital EUR 15.338,76 sowie Kommanditkapital EUR 751.599,07

Angaben gemäß § 325 Abs. 1 S. 3 HGB:

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20. April 2016 wird der Jahresfehlbetrag 2015 auf neue Rechnung vorgetragen.

Angaben gemäß § 328 HGB:

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 20. April 2016.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Schlemmer GmbH, Poing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von. Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft, Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstößen die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 15. Juli 2016

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hager, Wirtschaftsprüfer

Decker, Wirtschaftsprüfer

 

GOESSLER + PARTNER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Idel, Wirtschaftsprüfer

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