Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 174688
Vorher
aptus 1061. GmbH
Eingetragen
26.2.2016
Branche
Private Wach- und Sicherheitsdienste für VeranstaltungenSonstige private Wach- und SicherheitsdiensteLuftsicherheitsdienste
Gegenstand
Der gewerbsmäßige Schutz von Leben und Eigentum Dritter, insbesondere die Erbringung von Sicherheits- und Bewachungsleistungen sowie aller Art sowie Dienst- und Beratungsleistungen in den Bereichen Brandschutz, Gesundheitsfürsorge, Aviation, Fahrzeugservice, Logistik und für Veranstaltungen jeglicher Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Henry Klemm
seit 9.4.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

49.02% identifiziert50.98% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
49.02%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
50.98%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Apleona Security Services GmbH
Germany
50.98%
B.E.S.T. Veranstaltungsdienste GmbH
Germany
49.02%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Teamflex Solutions GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.042,00 63.389,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.811,30 0,00
109.853,30 63.389,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 109.116,76 71.115,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.382.848,49 4.992.401,67
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.862,65 2.222,11
- davon gegen Gesellschafter EUR 7.862,65 (i. Vj. EUR 2.222,11)-
3. Sonstige Vermögensgegenstände 45.126,15 14.435.837,29 52.466,21 5.047.089,99
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.550.712,52 7.075.309,89
22.095.666,57 12.193.515,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 211.568,05 6.783,26
22.417.087,92 12.263.687,85

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.500,00 25.500,00
II. Kapitalrücklage 243.063,91 243.063,91
III. Jahresüberschuss 8.205.562,38 4.755.790,72
8.474.126,29 5.024.354,63
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.016.904,85 1.886.940,58
2. Sonstige Rückstellungen 7.212.311,92 3.784.836,79
10.229.216,77 5.671.777,37
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.196.491,00 605.298,37
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 522.244,82 92.168,29
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 522.244,82 (i. Vj. EUR 92.168,29) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 995.009,04 870.089,19
- davon aus Steuern EUR 596.574,77 (i. Vj. EUR 508.946,21) -
3.713.744,86 1.567.555,85
22.417.087,92 12.263.687,85

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 62.524.174,50 43.843.055,77
2. Sonstige betriebliche Erträge 338.653,08 128.784,20
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -63.638,13 -154.549,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -41.526.782,38 -41.590.420,51 -28.594.474,87 -28.749.024,26
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.264.675,31 -5.887.696,82
b) Soziale Abgaben -1.370.376,19 -7.635.051,50 -1.273.437,40 -7.161.134,22
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -104.580,74 -208.535,99
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.772.070,29 -1.025.735,63
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 96,10 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -119,00 -23,69
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.546.773,99 -2.064.019,96
10. Ergebnis nach Steuern 8.213.907,65 4.763.366,22
11. Sonstige Steuern -8.345,27 -7.575,50
12. Jahresüberschuss 8.205.562,38 4.755.790,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Hinweise

Die Teamflex Solutions GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRB 174688 B eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Teamflex Solutions GmbH eine große Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden nach der Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die im Wesentlichen den steuerrechtlich zulässigen AfA-Höchstsätzen entspricht, abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu Netto-Einzelanschaffungskosten von € 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen fristenkongruenten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen im Berichtsjahr ist auf Seite 3 dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 118.817,75 0,00 0,00 118.817,75
118.817,75 0,00 0,00 118.817,75
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 273.896,77 127.233,74 79.992,99 321.137,52
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 23.811,30 0,00 23.811,30
273.896,77 151.045,04 79.992,99 344.948,82
392.714,52 151.045,04 79.992,99 463.766,57
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 118.817,75 0,00 0,00 118.817,75
118.817,75 0,00 0,00 118.817,75
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 210.507,77 104.580,74 79.992,99 235.095,52
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
210.507,77 104.580,74 79.992,99 235.095,52
329.325,52 104.580,74 79.992,99 353.913,27
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.042,00 63.389,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.811,30 0,00
109.853,30 63.389,00
109.853,30 63.389,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, welche gleichzeitig Forderungen gegen Gesellschafter darstellen, resultieren wie im Vorjahr aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Kautionen in Höhe von T€ 15 und Forderungen aus Entschädigungsansprüchen für behördlich angeordnete Quarantäne in Höhe von T€ 11.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage weist wie im Vorjahr T€ 243 aus.

Den Jahresüberschuss 2021 in Höhe von T€ 4.756 hat die Gesellschaft gemäß dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 24. Februar 2022 in voller Höhe an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 3.017 (Vj. T€ 1.887).

Sie betreffen Ertragsteuern für 2022 (Vj.für 2020 und 2021).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit T€ 5.900 (Vj. T€ 2.853) Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen und in Höhe von T€ 401 (Vj. T€ 498) Rückstellungen für den Personalbereich.

Die Restlaufzeit der Rückstellungen liegt wie im Vorjahr unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen T€ 522 (Vj. T€ 92) und stellen gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern dar. Sie resultieren wie im Vorjahr aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen T€ 995 (Vj. T€ 870) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2022 2021
T€ T€
Veranstaltungen / Messen 11.707 5.964
Betreuung von Flüchtlingsunterkünften 2.812 1.807
Voraussichtlich nicht wiederkehrende Zusatzaufträge 48.005 36.072
62.524 43.843

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erbracht.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 234) und Erträge aus Lohnkostenzuschüssen (T€ 48).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Managementumlagen (T€ 814), Mietkosten für BGA und Maschinen (T€ 237), Raumkosten (T€ 97), Fahrzeugkosten (T€ 90) und EDV-Kosten (T€ 78).

Angabe von Betrag und Art der einzelnen Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Durch einen zeitlich befristeten erhöhten Abruf von voraussichtlich nicht wiederkehrenden Zusatzaufträgen ergaben sich im Berichtsjahr Umsatzerlöse von außergewöhnlicher Größenordnung von T€ 48.005 und damit korrespondierend Aufwendungen von bezogenen Leistungen von T€ 33.841.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (inkl. Geschäftsführer) stellt sich wie folgt dar:

2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 317
Angestellte 9
326

Geschäftsführung

Marc Böttger, Berlin, Geschäftsführer Operative, Finanzen und Vertrieb

Henry Klemm, Berlin, Geschäftsführer Personal und Vertrieb

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft macht bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung wurden nicht gewährt.

Gesellschafterstruktur

Gegenbauer Sicherheitsdienste GmbH, Berlin 50,98 %
B.E.S.T. Veranstaltungsdienste GmbH Berlin, Berlin 49,02 %

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251, 268 Abs. 7 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt T€ 29 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB bestehen in Höhe von T€ 435. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

T€
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in 2023 241
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren 194

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2027.

Außerbilanzielle Geschäfte

Das Operating-Leasing bei der Teamflex Solutions GmbH, Berlin, hat den Vorteil, dass die liquiden Mittel nicht durch die Anschaffung von Anlagegütern gebunden sind. Es bestehen keine wesentlichen Risiken aus diesen Geschäften.

Auf die Angabe finanzieller Auswirkungen wird aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Beurteilung der Finanzlage verzichtet.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung gem. § 285 Nr. 33 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, sind bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht eingetreten.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis an die Gesellschafter auszuschütten.

 

Berlin, den 8. Februar 2023

Teamflex Solutions GmbH

Marc Böttger, Geschäftsführer

Henry Klemm, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Geschäftsmodell

I.1. Geschäftsfelder und Organisation

Die Teamflex Solutions GmbH (nachfolgend "Teamflex") ist ein spezialisiertes Fachunternehmen für Sicherheits- und Bewachungsdienstleistungen mit Sitz in Berlin. Die Kernkompetenzen liegen insbesondere in der Veranstaltungsabsicherung sowie in der Betreuung von Flüchtlingseinrichtungen. Die Erstellung und Implementierung von Sicherheitskonzepten zählen ebenfalls zum Leistungsspektrum. Eine hohe Qualität, maßgeschneiderte und innovative Lösungen sowie zuverlässige Abläufe stehen stets im Fokus.

Die operativen Bereiche der Teamflex sind wie folgt unterteilt: Veranstaltungsbereich, Bereich Messe und der Bereich Betreuung von Flüchtlingseinrichtungen.

Durch die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) und privaten Bildungsträgern werden den Mitarbeitenden individuelle Einstiegs- sowie Weiterentwicklungsmöglichkeiten geboten. Als Mitglied im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) ist eine tarifgerechte Entlohnung nach deren Tarifverträgen selbstverständlich. 1 Durch den Einsatz von qualifiziertem Personal kann die Teamflex den anspruchsvollen Kundenanforderungen und den eigenen Ansprüchen einer hohen Qualität gerecht werden. Ausdruck des kontinuierlichen Bestrebens nach einer hohen Qualität ist das nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifizierte Qualitätsmanagementsystem.

I.2. Darstellung und Erläuterungen der unternehmensintern eingesetzten Steuerungssysteme

Die Steuerung der Teamflex erfolgt über eine mehrdimensionale Deckungsbeitragsrechnung. Dies bietet jederzeit kurzfristig die Möglichkeit, Risikofelder zu eruieren und zu analysieren sowie Maßnahmen abzuleiten. Weitere situative Analysen liefern darüber hinaus wertvolle Hinweise über die Entwicklung der Rentabilität einzelner Aufträge sowie Kundenbeziehungen.

1 Vgl. https://www.bdsw.de/die-mitglieder/ordentliche-mitglieder

Die kaufmännische Objekt- bzw. Auftragssteuerung erfolgt im Wesentlichen durch Kostenträger- bzw. Kostenträgergruppenauswertungen. Hierbei ist neben den verschiedenen Deckungsbeitragsstufen die Kennzahl Entgeltfortzahlungsquote 2 von entscheidender Aussagekraft, da die Kosten für Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall einen maßgeblichen Einfluss auf das EBIT haben. Als nichtfinanzielle Kennzahlen werden außerdem die durchschnittliche Mitarbeitendenzahl, die Fluktuation 3 als auch die Anzahl der Weiterbildungen betrachtet.

Die bedeutsamsten Steuerungsgrößen bei der Teamflex sind die Umsatzerlöse, das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) sowie die sich daraus ergebende EBIT-Marge 4.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Situation

Das Jahr 2022 ist durch geopolitische und wirtschaftliche Ereignisse geprägt, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und seine weltweiten Auswirkungen. Nach einem soliden Start im Jahr 2022 schwächte sich die wirtschaftliche Entwicklung im Laufe des Jahres ab, was auf den schnellen Anstieg der Energiepreise und der Inflationsrate zurückzuführen ist. Durch das positive erste Halbjahr wird für das Jahr 2022 insgesamt mit einem Wachstum von 1,9 % gerechnet. 5 Der Arbeitsmarkt ist ebenfalls gekennzeichnet durch den Krieg in der Ukraine. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenzahl jahresdurchschnittlich im Wesentlichen durch das positive erste Halbjahr um 7,5 % gesunken. 6

Durch den weiterhin hohen Bedarf an Sicherheitsdienstleistungen in Verbindung mit einer stetigen Erweiterung des Leistungsspektrums hat sich die Sicherheitsbranche als krisenfest erwiesen und verzeichnet weiterhin deutliche Umsatzanstiege. 7 Nach Angaben des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW) liegt die Anzahl der Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe mit rund 270.000 leicht über dem Vorjahr (Stand 30.06.2022), die Zahl der offenen Stellen ist mit 9.000 (Stand Dezember 2022) weiterhin auf einem hohen Niveau. 8

2 Entgeltfortzahlungskosten (inkl. SV) im Verhältnis zum direkten Personalaufwand (ohne SV)
3 Austritte im Verhältnis zur Mitarbeitendenanzahl
4 EBIT im Verhältnis zum Umsatz
5 Vgl. https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20230113-die-wirtschaftli- che-lage-in-deutschland-im-januar-2023.html
6 Vgl. https://www.arbeitsagentur.de/presse/2023-2-jahresrueckblick-2022
7 Vgl. https://www.bdsw.de/presse/externe-meldungen/sicherheitsdienstleister-wachsen-deutlich
8 Vgl. https://www.bdsw.de/images/statistiksatz/2022/Statistiksatz_BDSW_BDGW_BDLS_16_01_2023.pdf, Folie 12,17

Starker Wettbewerbs- und Preisdruck prägen den Sicherheitsmarkt unverändert. Sowohl öffentliche als auch private Aufträge werden weiterhin häufig nach dem Billigbieter-Prinzip vergeben, Qualitätskriterien finden selten Beachtung. 9 Eine Überarbeitung der Vergaberichtlinien für einen faireren Wettbewerb auf einem qualitativ höheren Niveau wird durch den Verband für Sicherheitswirtschaft (BDSW) dringend gefordert.

Der Trend nach digitalen, innovativen und vernetzten Lösungen hat sich verstetigt und führt zu einem weiteren Wachstumsschub auf dem Markt für elektronische Sicherheitstechnik. 10 Der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. schätzt vor allem die Corona-Pandemie als Treiber für diese positive Entwicklung ein.

Die Arbeiten des Bundesinnenministeriums an dem seit Langem geforderten und im Koalitionsvertrag vereinbarten eigenständigen Gesetz für das Sicherheitsgewerbe werden nach Angaben des BDSW konkreter. 11 Durch ein eigenständiges Gesetz werden verbindliche Sicherheitsstandards und die Beendigung von preisgetriebenen Auftragsvergaben erhofft.

II.2. Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2022 der Teamflex ist maßgeblich durch die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine geprägt. Herausfordernd war vor allem die nicht vorhersehbare Entwicklung. Das Kerngeschäft wurde durch gesetzliche Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus im ersten Halbjahr stark eingeschränkt. Veranstaltungen und Messen fanden dadurch nicht oder nur abgeschwächt statt. Durch in der Corona-Krise neu entstandene Aufträge, wie die Überwachung von medizinischen Einrichtungen, konnten die wirtschaftlichen Einbußen kompensiert werden. Die Lockerung der Corona-Vorschriften führte zu einer stark gestiegenen Nachfrage nach Veranstaltungen und Messen im zweiten Halbjahr. Durch Nachholeffekte lag die Nachfrage in diesen Bereichen deutlich über dem Vor-Corona-Niveau. Zusätzlich ist vor allem durch den Krieg in der Ukraine der Bedarf nach der Bewachung von Ankunftszentren für Asylsuchende stark gestiegen.

Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit sowie die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitarbeitenden hatten im Berichtsjahr 2022 für die Geschäftsführung höchste Priorität. Durch eine enge und kooperative Zusammenarbeit mit Auftraggebern, Mitarbeitenden und Lieferanten konnte die Teamflex jederzeit eine stabile Serviceverfügbarkeit gewährleisten.

9 Vgl. hier und folgend https://marktplatz-sicherheit.de/magazin/eine-frage-in-die-runde/bestbieter-prinzip-bei-der-auf-tragsvergabe/
10 Vgl. hier und folgend https://www.bhe.de/der-bhe/aktuelles/markt-fuer-elektronische-sicherheitstechnik-steigert-um-satz-auf-knapp-5-mrd-euro
11 Vgl. hier und folgend https://www.bdsw.de/presse/bdsw-pressemitteilungen/gesetz-fuer-die-private-sicherheit-bdsw- setzt-sich-weiter-fuer-zuegige-umsetzung-ein

II.3. Ertragslage

Die Teamflex hat das Jahr 2022 mit einem Umsatz von 62.524 T€, einem EBIT von 11.761 T€ und einer EBIT-Marge von 18,8 % abgeschlossen. Dies bedeutet gegenüber 2021 eine deutliche Umsatzsteigerung von 18.681 T€. Das EBIT stieg um 4.934 T€ und die EBIT-Marge konnte einen Anstieg von 3,2 Prozentpunkten verzeichnen. Durch die in 2022 coronabedingt nicht verlässlich einschätzbaren Entwicklungen sowie die unerwartet schnell gestiegene Nachfrage insbesondere nach Zusatzleistungen für den Schutz von Ankunftszentren für Asylsuchende sowie zusätzliche Aufträge in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie liegen der Umsatz, das EBIT und die EBIT-Marge deutlich über den Erwartungen. Die prognostizierte EBIT-Marge von 5,0 % - 6,0 % wurde deutlich übertroffen.

2022 2021 Veränderung
T€ T€ T€
Umsatzerlöse 62.524 43.843 +18.681
EBITA 11.761 6.852 +4.909
EBIT 11.761 6.827 +4.934
Ergebnis vor Steuern 11.761 6.827 +4.934
Jahresüberschuss 8.206 4.756 +3.450
EBIT-Marge 18,8% 15,6% +3,2%-Punkte

Den höchsten Beitrag zum Umsatz steuerten die bereits oben genannten voraussichtlich nicht wiederkehrenden Zusatzaufträge bei. Durch diese wurden 76,8 % (48.005 T€) des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Auf die drei operativen Geschäftsfelder (ohne die bereits genannten Zusatzaufträge) entfielen 13,7 % auf den Bereich Messe, 5,0 % auf den Veranstaltungsbereich und 4,5 % auf den Bereich Betreuung von Flüchtlingseinrichtungen. Durch die Weitergabe der Tariferhöhungen im Geschäftsjahr haben sich die Preise der Leistungen der Teamflex im Wesentlichen zwischen 1,9 % und 7,8 % erhöht.

Die Auftragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr ist im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich gestiegen. Die Aufträge im Veranstaltungs- und Messebereich sind grundsätzlich stabil. Da es sich in diesem Unternehmensbereich überwiegend um Abrufverträge handelt, liegt das abgerufene Volumen aufgrund der im Jahresverlauf gelockerten Corona-Einschränkungen und der Nachholung von coronabedingt abgesagten Veranstaltungen deutlich über dem Vorjahr. Dadurch ist das Umsatzvolumen um +5.743 T€ gestiegen. Die Bestandsaufträge im Bereich Betreuung von Flüchtlingseinrichtungen sind im Wesentlichen durch einen Neuauftrag gestiegen (+1.005 T€). Diverse nicht wiederkehrende Zusatzaufträge haben zu einem deutlichen Umsatzwachstum geführt (+11.933 T€).

Der Anteil der Materialaufwendungen am Gesamtumsatz, welcher insbesondere die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfasst, stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht. Begründen lässt sich dies mit dem kurzfristig starken Anstieg von Zusatzaufträgen, welche die Teamflex zum Teil mit erhöhter Fremdleistung abdeckte. Daraus ergibt sich eine niedrigere Personalaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr. Die Personalaufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund der Einstellung von zusätzlichem Personal und Tariferhöhungen (ab Januar 2022 sowie nochmals ab 1. Oktober 2022) gestiegen. Der durchschnittliche Mitarbeitendenbestand hat sich um 31 Beschäftigte gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Sonstige betriebliche Erträge umfassen vor allem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (234 T€) und Erträge aus Lohnkostenzuschüssen (48 T€).

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 104 T€ gesunken. Der im Vorjahr enthaltene Effekt aus außerplanmäßigen Abschreibungen (Vj.87 T€) wiederholte sich nicht.

Sonstige betriebliche Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen aus Managementleistungen und Verwaltungskostenumlagen für die Aufgabenbereiche kaufmännische Leitung, Controlling, Vertrieb, Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement sowie für Personalbetreuung, Lohnbuchhaltung und Finanz- und Rechnungswesen. Darüber hinaus sind Kosten für Fahrzeuge, EDV und Fort- und Weiterbildung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt von 1.026 T€ auf 1.772 T€ gestiegen.

II.4. Finanzlage

Die Teamflex konnte ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen.

Die Teamflex verfügt über eine Kreditlinie in Höhe von 300 T€. Die Linie wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen und lief bis zum 31. Dezember 2022.

2022 2021 Veränderung
T€ T€ T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.383 7.326 -1.943
Cashflow aus Investitionstätigkeit -151 -143 -8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4.756 -531 -4.225

Der Finanzmittelbestand hat sich insgesamt um 476 T€ erhöht. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist um 1.943 T€ gesunken. Dies ist vor allem auf die um 5.289 T€ höhere Mittelbindung im Working Capital zurückzuführen. Gegenläufig wirkt sich das um 3.450 T€ gestiegene Jahresergebnis aus.

Aus Investitionstätigkeit flossen Mittel in Höhe von 151 T€ ab.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betraf die Ausschüttung des Vorjahresergebnisses an die Gesellschafter in Höhe von 4.756 T€.

II.5. Vermögenslage

Die Vermögenslage und Zusammensetzung der Kapitalstruktur der Teamflex stellt sich wie folgt dar:

31.12.2022
T€ %
Vermögen
Anlagevermögen 110 1
Vorräte 109 0
Kurzfristige Forderungen / sonstige Vermögensgegenstände 14.435 64
Flüssige Mittel 7.551 34
Übrige Aktiva 212 1
22.417 100
Kapital
Eigenkapital 8.474 38
Kurzfristiges Fremdkapital 13.943 62
22.417 100
31.12.2021 Veränderung
T€ % T€ %
Vermögen
Anlagevermögen 63 0 +47 +75
Vorräte 71 1 +38 +53
Kurzfristige Forderungen / sonstige Vermögensgegenstände 5.048 41 +9.387 +186
Flüssige Mittel 7.075 58 +476 +7
Übrige Aktiva 7 0 +205 +2.928
12.264 100 +10.153 +83
Kapital
Eigenkapital 5.024 41 +3.450 +69
Kurzfristiges Fremdkapital 7.240 59 +6.703 +93
12.264 100 +10.153 +83

Das Anlagevermögen zum Stichtag beträgt 110 T€ und nahm im Vergleich zum Vorjahr um 47 T€ zu. Den Abschreibungen von 104 T€ standen dabei Investitionen von 151 T€ gegenüber.

Das Umlaufvermögen beinhaltet Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 14.435 T€, Bankguthaben in Höhe von 7.551 T€ sowie Vorräte von 109 T€. Wesentliche Ursache für die deutliche Erhöhung der kurzfristigen Forderungen sind die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte (14.383 T€, Vj.4.992 T€), welche mit gestiegenen Umsatzerlösen im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat und gestiegenen Forderungstagen korrespondieren. Die flüssigen Mittel sind im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Jahresergebnisses (siehe hierzu auch Erläuterungen zu dem Cashflow im Punkt II.4 Finanzlage) gestiegen.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des gestiegenen Jahresüberschusses auf 8.474 T€ erhöht. Dennoch sank die Eigenkapitalquote aufgrund der überproportional gestiegenen Bilanzsumme auf 37,8 % (Vj.41,0 %).

Das Fremdkapital erhöhte sich um 6.703 T€. Die Rückstellungen stiegen um 4.557 T€. Insbesondere erhöhten sich die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen für bezogene Leistungen, was im Wesentlichen auf die starke Umsatzsteigerung in Verbindung mit einer hohen Fremdleistungsquote zurückzuführen ist. Zudem stiegen gegenüber dem Vorjahr die Steuerrückstellungen um 1.130 T€. Die Erhöhung in den Verbindlichkeiten um 2.146 T€ resultiert vor allem aus höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inklusive den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) sowie gestiegenen Verbindlichkeiten aus Steuern.

Es sind keine wesentlichen Belastungen aus Forderungsausfällen im Berichtsjahr eingetreten.

II.6. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Kontinuierliche Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeitenden sind stetig im Fokus der Geschäftsführung. Im Berichtsjahr war ein Anstieg bei der Anzahl der Weiterbildungsmaßnahmen zu verzeichnen. Es wurden insgesamt 211 (Vj. 138) Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt. Diese tragen dazu bei, dem individuellen Weiterbildungsbedarf jedes Beschäftigten und dessen Potential zu begegnen, um die Mitarbeitenden gezielt zu fördern und auf Führungs- oder Fachverantwortung vorzubereiten. Die Teamflex ist ein Ausbildungsbetrieb für die Qualifikationen "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" und "Servicekraft Schutz und Sicherheit". Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, wird die Teamflex künftig wieder Ausbildungsplätze anbieten.

Das Wohlergehen und die Gesundheit der Mitarbeitenden haben bei der Teamflex einen hohen Stellenwert. Besonders im Fokus standen im Jahr 2022 weiterhin Infektionsschutzmaßnahmen. Die niedrige Entgeltfortzahlungsquote von 6,3 % (Vj. 6,6 %) spiegelt den Erfolg der durchgeführten Maßnahmen wider.

Die durchschnittliche Mitarbeitendenzahl der Teamflex liegt durch die Einstellung von zusätzlichem Personal mit 326 Mitarbeitenden über dem Vorjahr (Vj.295 Mitarbeitende). Die Fluktuationsquote fällt bei der Teamflex niedrig aus, im Berichtsjahr 2022 lag diese bei 2,2 % (Vj.2,3 %).

II.7. Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage

Nach Einschätzungen der Geschäftsführung verlief das Geschäftsjahr 2022 für die Teamflex erfreulich. Die prognostizierte Umsatz- und Ergebnisentwicklung konnte durch die für das Berichtsjahr unerwartete Erholung von der Corona-Pandemie im Messe-/Veranstaltungsbereich, zahlreiche Zusatzaufträge und Kostenoptimierungen deutlich übertroffen werden. In Bezug auf die nichtfinanzielle Zielstellung befindet sich die Teamflex weiterhin auf Kurs. Der Personalknappheit und dem vorherrschenden Fachkräftemangel wurde durch zielgerichtete Stellenausschreibungen, den Einsatz von eigenen Social-Media-Kanälen, stabile Lieferantenbeziehungen sowie ein umfangreiches Weiterbildungsangebot für die Beschäftigten und Maßnahmen zur Erhöhung der Mitarbeitendenmotivation begegnet.

III. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

III.1. Chancen- und Risikobericht

Die Chancen und Risiken werden entsprechend ihrer Bedeutung für das Unternehmen beginnend mit dem jeweils bedeutsamsten dargestellt.

Von der gesetzlichen Mindestlohnerhöhung auf zwölf Euro waren in der Sicherheitsbranche insbesondere die untersten Lohngruppen betroffen. Infolgedessen wurden die Tariflöhne zum 01. Oktober 2022 angepasst. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind noch mit Unsicherheiten verbunden. Es besteht das Risiko, dass der Mangel an geeigneten Bewerbern in der Sicherheitsbranche verschärft wird, wenn durch die Mindestlohnerhöhung die Attraktivität anderer Branchen zunimmt. Für die Teamflex als Dienstleistungsunternehmen stellen die Mitarbeitenden die zentrale Ressource für die Leistungserbringung dar. Der Personalmangel, der auch die Subunternehmer der Teamflex betrifft, könnte sich als limitierender Faktor für Neuaufträge erweisen. Dieses Risiko würde insbesondere die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen. Durch ein intensives Personal- und Lieferantenmanagement, Maßnahmen zur Erhöhung der Mitarbeitendenbindung und -motivation, die Ausbildung von Fachkräften sowie die Einbeziehung von Social Media beim Recruiting reduziert die Teamflex das Risiko der Personalknappheit.

Der unverändert hohe Wettbewerbs- und Preisdruck in Verbindung mit häufig preisorientierten Vergabekriterien bei Ausschreibungen führt zu dem Risiko, dass sich die Teamflex als Qualitätsanbieter vor allem bei öffentlichen Auftraggebern schwer gegen günstigere Wettbewerber durchsetzen kann. Dies könnte mit negativen Folgen auf die Umsatzentwicklung behaftet sein. Intensive Kundenbetreuung, hohe Qualität der Dienstleistung sowie professionelle Konzept- sowie Angebotslegung sollen die Bestandsverteidigung sowie die Akquise von Neuaufträgen sichern.

Makroökonomische Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie, den Ukraine Krieg und eine damit verbundene hohe Inflationsrate könnten negative Auswirkungen wie Kostensteigerungen und sinkende Nachfragen haben. Dieses Risiko würde die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Teamflex belasten. Durch interne Kostenoptimierungen sowie die teilweise Weitergabe der gestiegenen Kosten an die Kunden soll dieses Risiko minimiert werden. Insbesondere aufgrund der aktuell angespannten geopolitischen Lage ist mit steigenden Flüchtlingszahlen zu rechnen. 12 Die Bewachung von Einrichtungen für Geflüchtete erhöht den Bedarf an Sicherheitsdienstleistungen und bietet zusätzliche Auftragschancen mit positiven Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage.

Im Vergleich zu den letzten Jahren der Corona-Pandemie hat sich das Kerngeschäft der Teamflex im Geschäftsjahr 2022 sukzessive erholt. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird das Ende der Corona-Pandemie für 2023 prognostiziert. Im Falle eines erneuten Anstiegs der Corona-Neuinfektionen und damit einhergehenden Restriktionen wären negative Folgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten. Demgegenüber sieht die Teamflex Chancen aus der schnellen Erholung des Messe- und Veranstaltungsgeschäfts. Durch die Pandemie wurden in den letzten zwei Jahren Veranstaltungen / Messen abgesagt, die teilweise nachgeholt werden sollen. Die dadurch erwartete steigende Nachfrage an Sicherheitsdienstleistungen bietet Auftragspotentiale mit positiven Effekten auf den Umsatz und das Ergebnis. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung arbeitet die Teamflex kontinuierlich daran, die aktuellen Marktchancen zu identifizieren und zu realisieren.

Als zuverlässiger Sicherheitsdienstleiter ist es der Anspruch der Teamflex, auf die steigende Nachfrage der Kunden nach technischen Sicherheitslösungen zu reagieren und entsprechende Leistungen anzubieten. Ein Verzicht auf diesen Anspruch würde ein Risiko für die Marktposition mit entsprechend negativen Folgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens darstellen. Die Kundenanforderungen aus der voranschreitenden Digitalisierung nimmt die Teamflex einerseits als Wachstumschance, aber auch als Chance, die Wettbewerbsposition zu stärken, wahr.

In Verbindung mit einer zunehmenden Forderung nach Qualität, Digitalisierung und Sicherheitstechnik sind insbesondere Fachkräfte von entscheidender Bedeutung. Die Teamflex wird diesem Risiko wie auch in der Vergangenheit mit Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität (z. B. tarifgerechte Entlohnung, angenehmes Betriebsklima, abwechslungsreiche Tätigkeitsbereiche), verstärktes und zielgerichtetes Recruiting, Förderung von Nachwuchskräften sowie Weiterbildungen/Qualifizierungen bestehender sowie neuer Mitarbeitender begegnen. Dies wird sich voraussichtlich stabilisierend auf die Beschäftigtenzahl und Fluktuation auswirken.

12 Vgl. https://www.bdsw.de/presse/bdsw-pressemitteilungen/schutz-von-fluechtlingsunterkuenften-steigende-fluechtlingszahlen-und-viele-unbesetzte-stellen-in-der-sicherheit

Weitere Chancen sieht die Teamflex aus den voranschreitenden Arbeiten zur Einführung eines eigenständigen Gesetzes für das Sicherheitsgewerbe, durch das verbindliche Sicherheitsstandards erwartet werden. 13 Die Einführung des Gesetzes könnte zukünftig positive Auswirkungen auf die Vergabekriterien hinsichtlich steigender qualitativer Anforderungen haben, was eine steigende Wettbewerbsfähigkeit von Qualitätsanbietern wie der Teamflex mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage vermuten lässt.

Ein weiteres Risiko mit möglichen negativen Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage ergibt sich aus der hohen Kundenkonzentration. Aufgrund einer Vertragsverlängerung des größten Auftrags um rund zwei Jahre bis Ende 2025, kann das Risiko eines Auftragsverlustes derzeit als gering eingestuft werden.

III.2. Prognosebericht

Die Teamflex rechnet in den drei operativen Bereichen Messe, Veranstaltungen und Betreuung von Flüchtlingseinrichtungen für 2023 mit einer Rückkehr beim Umsatz auf das Vor-Corona-Niveau. Zusätzliche Aufträge über den Schutz von Ankunftszentren für Asylsuchende sowie Aufträge in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie werden voraussichtlich stark rückläufig sein. Die Aussichten sind allerdings aufgrund der angespannten wirtschaftlichen und geopolitischen Lage mit hohen Unsicherheiten behaftet. Der deutschlandweite Ausbau des Geschäftes insbesondere im Rhein-Main-Gebiet wird weiterhin im vertrieblichen Fokus stehen. Die intensive Auseinandersetzung mit technischen Sicherheitslösungen, um diese bei Bestands- und potentiellen Neukunden einzusetzen, wird darüber hinaus ein wichtiger Bestandteil im Rahmen der strategischen Ausrichtung bleiben.

In den Bereichen Messe und Veranstaltungen wird mit einer vollständigen Erholung von der Corona-Pandemie gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahr wird mit einem deutlichen Umsatzplus gerechnet. Die Betreuung von Flüchtlingseinrichtungen wird voraussichtlich das Vorjahresniveau erreichen. Aufgrund erwarteter Beendigungen von Zusatzaufträgen für den Schutz von Ankunftszentren für Asylsuchende sowie von zusätzlichen Aufträgen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird die Teamflex voraussichtlich deutliche Umsatzreduzierungen verzeichnen.

13 Vgl. hier und folgend https://www.bdsw.de/presse/bdsw-pressemitteilungen/gesetz-fuer-die-private-sicherheit-bdsw- setzt-sich-weiter-fuer-zuegige-umsetzung-ein

Für die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 wird die gesamtwirtschaftliche und geopolitische Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein. Zudem wird die Leistungsfähigkeit und die Akquise von Neuaufträgen von der Gewinnung, Bindung und Qualifizierung von Mitarbeitenden abhängig sein. Die Anzahl von Weiterbildungsmaßnahmen wird voraussichtlich deutlich steigen. Hinsichtlich der Mitarbeitendenzahl, Fluktuation und der Entgeltfortzahlungsquote wird das Vorjahresniveau prognostiziert.

Die Teamflex geht im Vergleich zum Jahr 2022 für das Geschäftsjahr 2023 von einem deutlichen Umsatz- und EBIT-Rückgang sowie einer deutlich sinkenden EBIT-Marge auf 7,0 % - 9,0 % aus.

 

Berlin, den 8. Februar 2023

Teamflex Solutions GmbH

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Teamflex Solutions GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Teamflex Solutions GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Teamflex Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da do- lose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 9. Februar 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Patrick Waubke, Wirtschaftsprüfer

Ulrike Ehlert, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss per 31.12.2022 der Gesellschaft wurde durch die Gesellschafterversammlung am 21.03.2023 festgestellt.

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