Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 2925
Eingetragen
26.2.1992
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung und Anwendung von Technologien für die Oberflächenmodifizierung und Herstellung von Biomaterialien, insbesondere von Implantaten und Instrumenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ronny Sasse
seit 15.10.2025
Prokura
Frank Rachwalik
seit 10.7.2025
Prokura
Christian Dr. Fabry
seit 12.4.2023
Prokura
Dave Radant
seit 12.4.2023
Prokura
Christian Körtge
seit 14.12.2022
Geschäftsführer
Thomas Eifeler
seit 6.7.2020
Geschäftsführer
Ines Stangenberg
seit 25.6.2015
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
67.500 €
50.00%
Wilhelm-Raabe-Weg 4, 18146 Rostock
67.500 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DOT GmbH

Rostock

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DOT GMBH, ROSTOCK

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die DOT GmbH arbeitet im expandierenden Markt orthopädischer, dentaler und kardiovaskulärer Medizinprodukte mit speziellen Beschichtungslösungen und Dienstleistungen. Die Weltkonjunktur in den von DOT bearbeiteten Marktsegmenten war im Jahr 2023 durch die Folgen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine geprägt. Die Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes wirkten sich auf die globalen Lieferketten in Form von Unterbrechungen von Produktions- und Lieferketten sowie steigenden Energie- und Rohstoffpreisen aus. Die DOT GmbH konnte an das erfolgreiche Vorjahr anknüpfen und trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten erneut einen deutlichen Umsatzzuwachs erzielen.

II. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die weltweite Marktentwicklung im Kernsegment Orthopädie betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 6,7% (vgl. 1)) (Vorjahr 1,6%). Dabei stellte sich die Entwicklung in den einzelnen Teilbereichen unterschiedlich dar. Während die Zuwächse bei Knie- und Hüftimplantaten (6,3%) sowie im Segment Trauma und Extremities (6,7%) höher ausfielen, war die Entwicklung im Bereich der Wirbelsäulenimplante (3,8%) moderat und konnte an die Zahlen von 2019 anknüpfen. Im beschriebenen Umfeld konnte die DOT GmbH in 2023 eine Umsatzsteigerung in Höhe von etwa 15,7% (Vorjahr 10,6%) realisieren. Insbesondere in den Bereichen BONIT-Beschichtung (40%), VPS-Beschichtung (26%) und der Verpackung von Implantaten (17%) konnten signifikante Umsatzsteigerungen erzielt werden. Jedoch stagnierte durch die oben genannten Gründe das Geschäft im Bereich der kardiovaskulären Beschichtungen. Aufgrund der Diversität der angebotenen Dienstleistungen und belieferten Märkte war die Umsatzentwicklung bei der DOT GmbH über der durchschnittlichen Marktentwicklung.

Unabhängig von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie in 2020 und 2021 und dem Ukraine-Konflikt in 2022 und 2023 hat sich das generelle Marktumfeld nicht wesentlich verändert. Marktprognosen gehen von jährlichen Wachstumsraten zwischen 3 - 8% (vgl. 2)) bis 2032 aus. Dies spiegelt sich auch in den bei der DOT GmbH bearbeiteten Projekten für Neu- und Bestandsprodukte wider.

Die bereits in den vergangenen Jahren marktbestimmenden Faktoren, eine steigende Lebenserwartung in den Industrieländern, der Anstieg der Weltbevölkerung und Kaufkraftzuwächse in den sogenannten Schwellenländern, werden auch weiterhin ein wachsendes Marktvolumen bewirken. Die zügige Erholung der Umsätze nach der Covid-19-Pandemie zeigt eindrucksvoll, wie robust die Branche außergewöhnliche Ereignisse im Vergleich zu anderen Industriezweigen verkraftet.

Generell haben die regulatorischen Sachzwänge spürbar zugenommen und der allgemeine Preisdruck speziell in Europa kennzeichnet die Marktsituation. Insbesondere ab dem 4. Quartal 2021 bestimmte eine Verknappung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen das Produktionsumfeld als zusätzliches Element, die im Geschäftsjahr 2023 weiterhin deutlich spürbar war.

Eine sachgerechte Vergütung von Medizinprodukten ist für eine an Patientenbedürfnissen orientierte Klinikversorgung unverzichtbar. Demgegenüber verhindert die anhaltend rigide Erstattungspraxis über Fallpauschalen unterstützt durch die Marktmacht der klinischen Einkaufsgemeinschaften, eine Verbesserung der Erlössituation für die Implantat-Hersteller, die ihrerseits Preisstabilität innerhalb ihrer Lieferketten erwarten.

Die Anforderungen der Zulassungs- und Überwachungsbehörden an medizintechnische Hersteller und Zulieferer haben sich außergewöhnlich gesteigert. Insbesondere das Inkrafttreten der EU-Medical Device Regulation (MDR) hat umfassende Auswirkungen auf die regulatorischen Aufwände in allen Produktphasen und für alle Lieferketten. Durch die Anforderungen der MDR ergeben sich zusätzliche praktische Umsetzungsprobleme für die betroffenen Unternehmen. Als Reaktion auf das geänderte regulatorische Umfeld wurden bereits durch die Hersteller wichtige Medizinprodukte vom Markt genommen oder diese kündigten an, diese Produkte zum Ende des zunächst geplanten Übergangszeitraumes (Mai 2024) nicht mehr produzieren zu wollen. Um die Versorgungssicherheit der Patienten abzusichern, haben sich verschiedene Industierverbände und die Deutsche Industrie- und Handelskammer für eine Fristverlängerung bestehender Zertifikate ausgesprochen. Ein weiterer Grund für die Notwendigkeit der Fristverlängerung ist, dass mangels Benannter Stellen eine Zertifizierung bis zum Fristablauf nach der MDR nicht für alle Medizinprodukte durchgeführt werden kann.

Stand 03/2023 existierten noch 21.376 gültige MDD-Zertifikate, von denen 4.311 Zertifikate in 2023 und 17.095 Zertifikate in 2024 ablaufen. Wenn die vorgenannte Frist verstreicht und es den Medizinprodukteherstellern bis dahin nicht gelingt, ihre Produkte rechtzeitig zertifizieren zu lassen, wird die Verfügbarkeit von Medizinprodukten auf dem EU-Markt eingeschränkt. Diese Umstände veranlassten die EU-Kommission dazu, die Übergangsfristen für Medizinprodukte zu verlängern.

Die Änderungsverordnung zur MDR ist mit ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union am 20. März 2023 in Kraft getreten. Sie sieht vor, dass die Übergangsfrist unter bestimmten Voraussetzungen für die Re-Zertifizierung von Bestandsprodukten in der seit dem 26. Mai 2021 verbindlichen MDR-Verordnung nicht wie geplant am 26. Mai 2024 ausläuft, sondern erst Ende 2027 (für Produkte mit höherem Risiko) beziehungsweise Ende 2028 (für Produkte mit mittlerem bis geringem Risiko).

Die oben genannten Fristverlängerungen sind an bestimmte Bedingungen geknüpft. Konkret bedeutet dies, dass die Verlängerung der Frist nur greift, wenn die Hersteller für ihre Produkte bereits Schritte zur Umstellung auf MDR eingeleitet haben. Hierfür gilt weiterhin, dass bis spätestens 26. Mai 2024 ein Antrag zur Konformitätsbewertung eingereicht und bis spätestens 26. September 2024 von der Benannten Stelle angenommen sein muss.

Der Zyklus von der Implantat Entwicklung bis zur Markteinführung sowie die Einführung jeglicher Produktverbesserungen werden innerhalb der EU mit innovationshemmenden Mechanismen begleitet und erschweren die Markteinführung von Neuprodukten. Das hat zu Folge, dass Unternehmen in die USA oder nach Asien auswandern könnten.

So hat eine gemeinsame Befragung der DIHK, der MedicalMountains GmbH und des Industrieverbandes Spectaris gezeigt, dass fast jeder zweite Betrieb Innovationsprojekte gestoppt hat. Ein Fünftel der Unternehmen weicht bei der Erstzulassung ihrer medizintechnischen Innovationen auf andere Märkte wie etwa die USA oder Asien aus.

Gerade mittelständische Unternehmen stehen hier vor großen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen. Die Sachzwänge aufgrund der regulatorischen Hürden schränken den Wettbewerb erheblich ein, da ein Lieferantenwechsel oder eine Second Source Strategie für die Implantathersteller und deren Lieferanten häufig finanziell und organisatorisch nicht sinnvoll darstellbar ist. Die vorgenannten Faktoren haben den Prozess der Marktkonsolidierung auch 2023 weiter vorangetrieben. Übernahmen und Kooperationen haben auch in Europa zu einer weiteren Konzentration und in der Folge zur verstärkten Bildung von Systemzulieferern geführt. Zur Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit in diesem Umfeld hatte die Eifeler Holding eine Beteiligung an der Schweizer Medicoat AG übernommen. Insbesondere bei der Beschaffung von Beschichtungsanlagen sind dadurch Synergieeffekte zu verzeichnen. Die Strategie besteht hier in der unabhängigen Dienstleistung für jeden Implantathersteller und Systemzulieferer mit dem Ziel, als absoluter Spezialist für Beschichtungen und Oberflächenmodifikationen den Markt zu durchdringen. Es ist der Anspruch, für möglichst alle Applikationen der Orthopädie hochqualitative Lösungen anzubieten.

III. Forschung & Entwicklung, Infrastruktur

Die Forschung & Entwicklung spielt seit der Unternehmensgründung eine zentrale Rolle für die DOT GmbH. Die F&E-Abteilung beschäftigte sich im Jahr 2023 mit zahlreichen Projekten zur Verbesserung und Weiterentwicklung von medizinischen Beschichtungen. Auch das interne Design und die Herstellung von Beschichtungsanlagen für die Orthopädie und Kardiologie bildeten einen absoluten Schwerpunkt in der Entwicklungstätigkeit.

Im Rahmen des Monitorings der Entwicklung von Additive Manufacturing-Aktivitäten unserer Kunden konnte ein gefördertes Verbundprojekt von mittels Elektronenstrahl gefertigten Hüftschäften abgeschlossen werden. Als zentrale Erkenntnis konnte festgestellt werden, dass additiv gefertigte Hüftschäfte auch weiterhin eine Beschichtung benötigen und somit die additive Technologie das Hauptgeschäftsfeld der DOT GmbH nicht umfänglich substituieren kann.

Zur Komplettierung des Serviceangebots wird ein gefördertes Projekt zur Beschichtung von Keramiken mittels Titan Plasma Spray weiterbearbeitet. Die osseointegrative Beschichtung von Keramiken ist eine zukunftsträchtige Technologie, da der Einsatz von Keramiken in der Medizintechnik tendenziell zunimmt. Der Einsatz dieser Keramiken als zementfreie Variante ist eine fundamentale Marktanforderung in der Orthopädie.

Zur Erweiterung des Angebots im Bereich der kardiovaskulären Beschichtungen wird ebenfalls ein Neuprojekt bearbeitet. Hier geht es um die Entwicklung innovativer Beschichtungen zur Vermeidung von Restenosen und zur gezielten Steuerung der Auflösungskinetik von Koronarstents.

Das F&E-Team und das Innovationsmanagement begleiten weiterhin Projekte zur Verbesserung des Automatisierungsgrades im Unternehmen. Der in einzelnen Bereichen der Arbeitsvorbereitung realisierte Einsatz von Kleinrobotern soll auf weitere Abteilungen übertragen werden. Hierzu wurde ein Konzept für eine vollautomatische Strahlanlage entwickelt. Die Fertigung dieser Anlage wurde im 3. Quartal 2023 abgeschlossen. Die Anlage befindet sich aktuell im Testbetrieb und wird anschließend validiert. Eine Übergabe in die Produktion ist im 2. Quartal 2024 geplant. Außerdem kamen Maßnahmen der Prozessoptimierung zur Anwendung, um die Durchlaufzeiten zu verringern und die Produktionsqualität zu verbessern.

In Erwartung jährlicher Umsatzsteigerungen und im Hinblick auf die Projektbearbeitung von Neuprodukten wurden weiterhin Projekte zur Infrastrukturverbesserung eingeleitet. In 2021 wurde der Neubau von zwei Produktionsgebäuden in Rostock begonnen. Die Fertigstellung erfolgte im 2. Halbjahr 2023. In den bestehenden Gebäuden erfolgte die weitere Modernisierung der Klimatechnik und Automatisierung der Reinigungsanlagen. Zur Kapazitätserweiterung im Bereich kardiovaskuläre Beschichtungen wurde ein weiterer Reinraum installiert und zusätzliche Beschichtungsanlagen in Auftrag gegeben. Die Übergabe an die Produktion ist Mitte des 2. Quartals 2024 geplant. Die IT-Infrastruktur wurde durch kontinuierliche Investitionen modernisiert und den Erfordernissen angepasst.

IV. Wirtschaftsbericht

Die Geschäftsentwicklung der DOT GmbH für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 wird anhand der nachfolgenden Kennzahlen dargestellt:

2023
TEUR
2022
TEUR
1. Ertragslage
Umsatzerlöse 52.840 45.662
Rohergebnis 45.690 39.902
Jahresergebnis 7.027 6.389
EBIT * 10.490 9.554
2. Vermögens- und Finanzlage
Bilanzsumme 53.882 48.733
Anlagevermögen 41.121 36.498
Investitionen in immaterielle VG und Sachanlagevermögen 5.880 4.855
Eigenkapital ** 46.430 40.408
Eigenkapitalquote 86,2 % 82,9 %
3. Sonstiges
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 474 449

* Jahresüberschuss + Steuern +/- Fremdkapitalzinsen

** Inkl. Sonderposten für Investitionszulagen und 50 % Sonderposten für Investitionszuschüsse

Das Rohergebnis stieg im Berichtsjahr um TEUR 5.788. Ursächlich hierfür ist der Anstieg des Auftragsvolumens. Bedingt durch die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl und Erhöhung der Vergütungen stieg der Personalaufwand im Geschäftsjahr um TEUR 3.561. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 1.167.

Es ergibt sich ein EBIT in Höhe von TEUR 10.490, welches um TEUR 936 über dem Vorjahr liegt.

Die Finanzierung stellt sich geordnet dar. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Das Anlagevermögen wird durch Eigenkapital gedeckt. Die Aktivseite erhöht sich durch die Anlagenzugänge sowie durch einen gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Forderungsbestand. Dem Anstieg stehen unter anderem verminderte liquide Mittel entgegen. Die Veränderung auf der Passivseite beruht auf dem Zuwachs des Eigenkapitals. Dem Anstieg des Eigenkapitals stehen verminderte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entgegen. Unverändert ist die DOT GmbH mit einer sehr guten Eigenkapitalquote ausgestattet. Zum Bilanzstichtag beträgt die Eigenkapitalquote 86,2 % (Vorjahr 82,9 %).

V. Prognose-, Chancen und Risikobericht

1. Chancen und Risiken

Die DOT GmbH zählt zu den führenden Beschichtungsunternehmen für orthopädische, dentale und kardiovaskuläre Produkte. In Anbetracht der zunehmenden Konkurrenz durch Systemanbieter im Bereich Orthopädie wurden rechtzeitig neue Beschichtungsangebote im Bereich der VPS-Beschichtungen entwickelt und validiert. Dies manifestiert sich in der erfolgreichen FDA-Zulassung von PEEK-Wirbelsäulenimplantaten mit DOT-Beschichtungen. Generell wurden in den letzten Jahren im Bereich der VPS-Beschichtungen die höchsten Wachstumsraten erzielt. Für die Zukunft sind hier die vielversprechendsten Projekte in Bearbeitung. Auch die erfolgreiche Validierung von VPS-HA Beschichtungen eröffnet neue Möglichkeiten im wachstumsstarken Schulterbereich, wobei hier erste Umsätze in 2023 generiert wurden. Weitere Projekte zur VPS-HA Beschichtung werden im Jahr 2024 abgeschlossen und erste Umsätze sind hier für das 3. Quartal 2024 geplant. Hinsichtlich der zu erwartenden Steigerungen im VPS- sowie im VPS-HA-Beschichtungssegment wurde im Frühjahr 2023 eine neue VPS-Beschichtungsanlage geordert. Die Installation ist im 2. Quartal 2024 geplant und die Übergabe an die Produktion ist für Ende des 3. Quartals 2024 geplant.

Die Kommerzialisierung einer antimikrobiellen Oberflächenmodifikation für orthopädische Implantate bietet weltweit neue Wachstumschancen für die nächsten 5 - 10 Jahre. Auch die in 2019 erreichte Zulassung für PTCA- und PTA-Katheter auf dem chinesischen Markt bietet ebenso ein gewaltiges Wachstumspotential, welches in 2022 zu hohen Wachstumsraten geführt hat und sich in 2023 auf einem hohen Niveau eingepegelt hat. Der übermittelte Forecast zeugt von erneutem starken Wachstum in 2024.

2023 war ein Jahr, welches bei vielen Bestandskunden deutlich über dem Forecast endete. Grund für diesen erhöhten Bedarf an DOT-Beschichtungskapazität wird zum einem dem Nachholeffekt nach der Covid-19 Pandemie und zum anderen den erhöhten Anforderungen der Zulassungs- und Überwachungsbehörden zugeschrieben.

Die bereits beschriebenen erhöhten Anforderungen der Zulassungs- und Überwachungsbehörden werden von der DOT GmbH nicht nur als Risiko, sondern auch als Chance für weiteres Wachstum gesehen. Die infolge des Anpassungsdrucks stattfindende Marktbereinigung in der Medizintechnik durch Marktaustritte und die Verlagerung von Aktivitäten in weniger stark regulierte Bereiche bietet zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten, zumal die DOT GmbH QM-technisch sehr gut aufgestellt und in die globalen Lieferketten integriert ist: Die weltweit drei größten OEM - alles US-Firmen - erwirtschaften knapp die Hälfte des Weltmarkt-Umsatzes. Die DOT GmbH unterhält Kundenbeziehungen zu allen drei Unternehmen.

Neben den bereits erwähnten zusätzlichen Beschichtungsleistungen sehen wir weitere Marktchancen im Rahmen unserer Internationalisierungsstrategie. Die Tätigkeit der Tochtergesellschaft DOT America, Inc. in den USA verlief auch in 2023 sehr erfolgreich. Im Berichtsjahr konnte der Umsatz um 20 % gesteigert werden. Die Tochtergesellschaft ist als anerkannter und geschätzter Marktteilnehmer im US-Markt angekommen. Neue Marktchancen ergeben sich somit aus der Reputation der DOT GmbH gepaart mit der direkten Marktpräsenz auf dem weltweit größten Absatzmarkt für Medizinprodukte. Auch die Erweiterung der Betriebsstätte in Columbia City, Indiana, wurde im 2. Halbjahr abgeschlossen und bezogen.

Weitere langfristige Chancen ergeben sich aus unserer Tätigkeit im Bereich Forschung & Entwicklung für bereits bestehende sowie neue Produkte. Die Kooperationen mit regionalen Partnern und Forschungseinrichtungen bleiben hierfür von besonderer Bedeutung. Das Geschäftsfeld Laboranalytik konnte in Zusammenarbeit mit unseren Kunden gefestigt werden. Die Erweiterung des internen Monitorings stellt gleichzeitig eine Risikominimierung dar, weil Fehlerquellen zeitnah gefunden und beseitigt werden können.

Die Erfordernisse eines Risikomanagements zur Minimierung von potenziellen Risiken hat die Gesellschaft auch im vergangenen Geschäftsjahr erfüllt. Insbesondere wurden das Lieferantenmanagement und das Corrective And Preventive Action-System (CAPA-System) auf Grundlage eines risikobasierten Ansatzes weiterentwickelt. Im Rahmen der Risikominimierung wurden über den CAPA-Prozess automatische Fehlererkennungssysteme entwickelt und installiert. Der hohe Standard des Qualitätsmanagementsystems wurde erneut durch die Ergebnisse der Kundenaudits untermauert, die weitgehend auf Basis der FDA Quality System Regulations durchgeführt werden.

Das Risikomanagement in Anlehnung an DIN EN ISO 14971 wurde 2023 weiter gefestigt, insbesondere bei der Betrachtung von Neu- und Änderungsprojekten. Das QM-System ist unternehmensweit an die Anforderungen der DIN EN ISO 13485:2016 angepasst. Das Hygienemanagement wurde in Bezug auf das Monitoring der Produktionsprozesse außerhalb der Reinräume erweitert und die personellen Ressourcen wurden den Erfordernissen angepasst.

Da das Auslandsgeschäft grundsätzlich auf Eurobasis abgewickelt wird, bestehen keine direkten währungsbedingten Risiken. Das Umsatzvolumen mit Kunden aus dem südeuropäischen und asiatischen Raum bleibt weiterhin verhältnismäßig gering und birgt insgesamt kein Risikopotential. Mit neuen Auslandskunden können in der Regel Vorkasse-Vereinbarungen abgeschlossen werden. Die zollrechtlichen Auswirkungen des Brexits sind nach Anlaufschwierigkeiten beherrscht und stellen kein besonderes Risiko dar. Gleiches gilt für internationale Embargos, zumal keine Geschäftsbeziehungen mit Kunden in Embargoländern bestehen. Aufgrund der differenzierten Technologie-, Länder- und Kundenstruktur ist die Gesellschaft lediglich kalkulierbaren Liquiditäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt.

Folgende zusätzliche Risikobereiche sind ebenfalls in die Gesamtbetrachtung einzubeziehen:

Risiken, die sich durch Technologiesubstitution ergeben könnten, wurden auch im Berichtjahr regelmäßig evaluiert. Die Evaluierung bezieht sich insbesondere auf neue Fertigungsverfahren wie z.B. Additive Manufacturing, auf neue Werkstoffe wie z.B. spezielle Polymere für die Implantatfertigung oder auf das Tissue Engineering im Knochenbereich. Speziell das Additive Manufacturing wurde über ein gemeinsames Projekt evaluiert. Dies ist neben dem Risikopotential gleichzeitig eine Wachstumschance als ideale Anwendung für elektro-chemische Kalziumphosphatbeschichtungen.

Risiken können sich weiterhin aus der restriktiven Politik bei den Krankenkassenerstattungen (Fallpauschalen) ergeben oder aus potentiellen Tarifauseinandersetzungen im Bereich der Krankenhäuser oder Ärzte.

Langfristig könnte der sich sowohl regional als auch überregional abzeichnende Fachkräftemangel ein gewisses Risiko darstellen. Andererseits besteht seit vielen Jahren eine geringe Fluktuationsquote, bedingt durch eine hohe Mitarbeiterbindung an den Betrieb.

Ein zusätzliches Risikopotenzial ergibt sich aus den während der letzten Jahre erfolgten internationalen Großfusionen in der orthopädischen Industrie. Aufgrund der überregionalen Verhandlungsstrategien werden Preissenkungen aktiv eingefordert und durchgesetzt.

Beachtung wird auch den Bestrebungen von Systemanbietern geschenkt, durch Übernahmen sowie Integration beschichtungsnaher Segmente der Lieferkette Wettbewerbsvorteile zu erzielen und Marktanteile zu gewinnen.

Als ernstes potentielles Risiko werden externe Angriffe auf die IT-Infrastruktur angesehen. Dementsprechend wurde in 2023 eine externe Schwachstellenanalyse zur Datenerhebung Cybersicherheit durchgeführt, um weitere Risikominimierung vorzunehmen.

Als besonderes Risiko wird die stetige Verknappung von Ressourcen und Ausgangsstoffen gesehen. Insbesondere als Folge des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine wird die strategische Planung immer schwieriger bzw. ungewiss. Als Beispiele können hier Helium, Argon oder Titanpulver genannt werden. Ebenso sind alle erdölbasierten Produkte wie etwa Verpackungsmaterialien betroffen. Während bei einigen Hilfs- und Rohstoffen an einer Substitution gearbeitet wird, ist dies nicht in allen Bereichen aufgrund des hohen Regulierungsgrades in der Medizintechnik möglich. Auch die Bereitstellung von Prozesswärme oder Elektroenergie ist nicht sicher prognostizierbar. Inwieweit die gesellschaftliche Anpassung an den Klimawandel im Kontext mit dem erwähnten Kriegszustand und den Embargobedingungen gelingt, ist aktuell nicht abzuschätzen und muss unter der Kategorie Force Majeure betrachtet werden.

In Anbetracht der aktuellen politischen Weltlage und der notwendigen Anstrengungen zur Erreichung klimaneutralen Wirtschaftens wird insbesondere die Energie- und Rohstoffsituation als mittelfristig erhebliches Risiko für die zukünftige Entwicklung der DOT GmbH angesehen. Diese Aussage lässt sich allerdings auf sehr viele Industriezweige ausweiten und ist unspezifisch. Aktuell wird an einem Konzept zu Nutzung erneuerbarer Energien gearbeitet. Die Konzeptphase wird im 2. Halbjahr 2024 abgeschlossen.

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Entwicklung der Gesellschaft wird sich voraussichtlich im kommenden Geschäftsjahr weiter positiv gestalten. Der Bedarf an Medizinprodukten wird den vorliegenden Prognosen zufolge weltweit im Jahr 2024 um 6 % zunehmen. Im Einzelnen belaufen sich die Schätzungen für den Teilmarkt der Gelenksimplantate mittlerweile auf jährlich 3,5% (bis 2026), wobei sehr optimistische Prognosen sogar Wachstumsraten von 7,6% benennen (bis 2027). Bei Beschichtungen für Ballonkatheter liegen sie aktuell bei 6,4% (bis 2026), während bei Stents nunmehr ein Zuwachs von 6,9% erwartet wird (bis 2025). Für das Segment der Dentalimplantate sind die Annahmen wieder wesentlich optimistischer und betragen jetzt etwa 7,6% (bis 2029) (vgl. 3)). Das kontinuierliche Marktwachstum wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Gründe hierfür sind seit vielen Jahren konstant und nachfolgend beispielhaft aufgeführt:

Zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung in den Industrienationen

Steigender Anteil übergewichtiger Personen an der Gesamtbevölkerung

Bevölkerungszunahme und zusätzliche Kaufkraft in den sogenannten "Emerging Markets"

Zunehmende Verwendung zementfreier Implantationstechniken bei jüngeren Patienten

Revision der ersten und zweiten Generation orthopädischer Implantate

Vermehrte Anwendung von Drug Eluting Stents und beschichteten Kathetern

Steigende Nachfrage nach antimikrobiellen Beschichtungen zur Verhinderung von Krankenhausinfektionen

Erhöhter Bedarf an Anti-Allergiebeschichtungen als Folge zunehmender Metallallergien

Die DOT GmbH hat sich durch eine Diversifizierung des Leistungsspektrums, die Erschließung von europäischen und überseeischen Exportmärkten, Auslandsinvestitionen und strategische Beteiligungen sowie weitere Investitionen in Produktionskapazitäten, Technik und Humanressourcen rechtzeitig und umfassend auf die zukünftigen Wettbewerbsbedingungen eingestellt. Aufgrund der vorliegenden Markt- und Kundendaten rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem ertragsorientierten Wachstum und gehen von einer Umsatzsteigerung von ca. 10 % gegenüber 2023 aus. Darüber hinaus wird ein positives Jahresergebnis leicht über dem Vorjahresergebnis 2023 erwartet.

Aufgrund der aktuellen politischen Weltlage ist diese Prognose eine Momentaufnahme mit unbekannter Bestandsdauer. Im Vergleich zur Prognose des Vorjahres hat sich aufgrund eines deutlich über dem Plan liegenden Auftragseingangs die Umsatzentwicklung positiver entwickelt. Das für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Jahresergebnis wurde aufgrund der positiven Auftragsentwicklung sowie einer lediglich leicht gestiegenen Betriebsaufwandsquote in 2023 übertroffen.

VI. Fazit der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der DOT GmbH ist zuversichtlich, mittel- bis langfristig den Wachstumskurs im Bereich der Beschichtung orthopädischer, dentaler und kardiovaskulärer Medizinprodukte vor allem durch einen Ausbau des Beschichtungsangebots erfolgreich fortzusetzen.

 

Rostock, den 18. April 2024

Thomas Eifeler

Prof. Dr. Hans-Georg Neumann

Christian Körtge

1) ZimmerBiomet_Fourth Quarter and Full-Year 2023 press release-q4-2023 (Februar 2024); BBRAUN Geschäftsbericht 2023 (März 2024); Stryker Coorperation q4-23-earnings press release (Februar 2024); Johnson & Johnson Fourth Quarter and Full-Year 2023 Results (February 2024); Smith+Nephew Fourth Quarter and Full Year 2023 Results.

2) Branchenbericht Medizintechnologien (BVMed, März 2023); The Orthopedic Industry Annual Report 2023 (OrthoWorld, June 2023); Orthopedic Joint Replacement Market (Fortune Business Insights, Mar. 20242020); Catheter Coatings Market Forecast- 2023 - 2028 (IndustryARC 2020); 2023-2028 Global Cardiac Stent Outlook Market (www.marketstudyreport.com, Oktober 2022); Dental Implant Market Size, Share and Covid-19 Impact Analysis (Fortune Business Insights, December 2021).

3) Branchenbericht Medizintechnologien (BVMed, Juni 2023); The Orthopedic Industry Annual Report 2023 (OrthoWorld, June 2023); Orthopedic Joint Replacement Market (Fortune Business Insights, November 2020); Catheter Coatings Market Forecast- 2023 - 2028.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

DOT GMBH, ROSTOCK

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 41.120.553,46 36.498.195,69
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35.303,02 49.978,02
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.303,02 49.978,02
II. Sachanlagen 27.424.143,83 23.265.036,87
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.708.168,13 7.112.558,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.952.433,46 5.480.587,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.796.072,32 1.675.095,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.967.469,92 8.996.795,96
III. Finanzanlagen 13.661.106,61 13.183.180,80
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.920.250,48 8.420.250,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.740.856,13 4.762.930,32
B. UMLAUFVERMÖGEN 12.680.308,64 12.116.223,30
I. Vorräte 3.606.772,14 3.121.263,52
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.090.798,26 2.606.301,81
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 478.930,35 510.344,68
3. Geleistete Anzahlungen 37.043,53 4.617,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.796.838,77 8.343.927,25
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.112.439,80 7.174.826,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.937,50 72.793,68
3. Sonstige Vermögensgegenstände 653.461,47 1.096.307,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 276.697,73 651.032,53
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 81.032,67 119.029,99
53.881.894,77 48.733.448,98

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 46.416.457,86 40.389.727,40
I. Gezeichnetes Kapital 270.000,00 270.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.052.000,00 2.052.000,00
III. Gewinnvortrag 37.067.727,40 31.678.939,36
IV. Jahresüberschuss 7.026.730,46 6.388.788,04
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE UND -ZULAGEN ZUM ANLAGEVERMÖGEN 21.194,74 27.853,37
C. RÜCKSTELLUNGEN 1.927.042,70 1.925.105,57
1. Steuerrückstellungen 419.568,00 258.012,63
2. Sonstige Rückstellungen 1.507.474,70 1.667.092,94
D. VERBINDLICHKEITEN 5.267.199,47 6.190.762,64
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 47.415,81 150.139,02
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.632.323,15 2.464.129,68
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 500,00 10.178,85
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.300.000,00 3.300.000,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 286.960,51 266.315,09
- davon aus Steuern: EUR 282.518,15 (Vorjahr: EUR 260.239,21)
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 250.000,00 200.000,00
53.881.894,77 48.733.448,98

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 52.840.485,03 45.662.108,51
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -31.414,33 163.074,20
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 7.034,75 49.224,24
4. Sonstige betriebliche Erträge 309.172,49 440.523,56
5. Materialaufwand -7.435.210,35 -6.413.060,45
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.767.333,02 -4.805.906,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.667.877,33 -1.607.153,47
6. Personalaufwand -27.459.809,86 -23.898.817,00
a) Löhne und Gehälter -22.053.888,77 -19.835.690,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.405.921,09 -4.063.126,35
- davon für Altersversorgung: EUR 214.084,45 (Vorjahr: EUR 220.624,70)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.735.984,89 -1.610.937,85
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.142.704,13 -4.975.710,05
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 75,77)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 133.860,97 136.397,60
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 133.860,97 (Vorjahr: EUR 136.397,60)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.417,01 1.526,69
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -100.324,82 -99.037,35
- davon an Gesellschafter: EUR 99.000,00 (Vorjahr: EUR 99.000,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.358.094,93 -3.061.277,18
13. Ergebnis nach Steuern 7.032.426,94 6.394.014,92
14. Sonstige Steuern -5.696,48 -5.226,88
15. Jahresüberschuss 7.026.730,46 6.388.788,04

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DOT GMBH, ROSTOCK

1. Allgemeine Erläuterungen

Die DOT GmbH hat ihren Sitz in Rostock und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Rostock unter der Registernummer HRB 2925 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederungsvorschriften gemäß §§ 266 bzw. 275 HGB fanden uneingeschränkt Beachtung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den für sie geltenden handelsrechtlichen und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen (grundsätzlich linear) bewertet.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Immaterielle Vermögensgegenstände: 3 - 5 Jahre
Sachanlagen: 5 - 33 Jahre

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 wird im Jahr des Zugangs der Abgang unterstellt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Auf veraltete und nicht voll verwertbare Vorräte wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten angesetzt, die sich aus Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten, Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten sowie aus dem Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, zusammensetzen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse werden dabei mit den dem Fertigungsgrad entsprechenden Kosten bewertet. Eine Gewinnrealisierung findet erst nach Abschluss der Arbeiten und Fakturierung der Leistung statt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu ihrem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten am Bilanzstichtag bilanziert.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag anteilig abgegrenzt.

Forderungen in Fremdwährung bestehen nicht.

b) Passiva

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Steuerrückstellungen sind für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer des Berichtsjahres und des Vorjahres gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und werden nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen ermittelt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der monatlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen nicht.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt.

Die der Gesellschaft zugeflossenen Investitionszuschüsse werden nicht von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt, sondern als Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen passiviert. Die Verteilung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der getätigten und geförderten Investitionen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt in Höhe der Abschreibung der geförderten Vermögensgegenstände.

Die Gesellschaft besitzt zum 31. Dezember 2023 an folgenden Gesellschaften unmittelbar mindestens den fünften Teil der Anteile:

Name und Sitz Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital Ergebnis Jahresabschluss
DOT America, Inc., Columbia City, USA 100 TUSD 7.510 TUSD 1.258 2023
DOT Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 94 TEUR -11 TEUR -7 2022

Die Finanzanlagen enthalten ein gewährtes Darlehen an die DOT America, Inc. in Höhe von TEUR 3.300 (Vorjahr: TEUR 3.500) und Mieterdarlehen an die DOT Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG in Höhe von TEUR 1.441 (Vorjahr: TEUR 1.263).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind ausschließlich Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerguthaben in Höhe von TEUR 507 (Vorjahr: TEUR 555).

Eigenkapital

Die Gewinnrücklagen betreffen allgemeine Gewinnrücklagen. Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Aus dem Gewinnvortrag erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,0 Mio.

Sonderposten

Die Gewährung der Investitionszuschüsse für die Jahre 2000, 2003 und 2004 in Höhe von EUR 419.159,78 erfolgte aufgrund der Zuwendungsbescheide gemäß Haushaltsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Rahmenplans der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur".

Im Jahr 2010 wurde ein Investitionszuschuss in Höhe von EUR 114.300,00 aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in Verbindung mit Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" vom Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Die Gewährung der Investitionszulage der Jahre 2000 bis 2006 erfolgte aufgrund des Investitionszulagengesetzes.

Die Auflösung der Sonderposten erfolgte entsprechend der Abschreibung der geförderten Vermögensgegenstände und beträgt im Geschäftsjahr TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 20).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemeverpflichtungen in Höhe von TEUR 871 (Vorjahr: TEUR 963), Archivierungskosten in Höhe von TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 420) sowie nicht genommenen Urlaub und Berufsgenossenschaft in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 135).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich am Bilanzstichtag wie folgt:

Gesamt
in TEUR
bis zu einem Jahr
in TEUR
1 bis 5 Jahre
in TEUR
über 5 Jahre
in TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
31.12.2023 47 47 0 0
31.12.2022 150 150 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
31.12.2023 1.632 1.632 0 0
31.12.2022 2.464 2.464 0 0
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern
31.12.2023 3.300 0 0 3.300
31.12.2022 3.300 0 0 3.300
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen
31.12.2023 0,5 0,5 0 0
31.12.2022 10 10 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten
31.12.2023 287 287 0 0
31.12.2022 266 266 0 0
Summe
31.12.2023 5.266,5 1.966,5 0 3.300
31.12.2022 6.190 2.890 0 3.300

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in voller Höhe aus einer Darlehensgewährung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Leistungsverkehr.

b) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse macht die Gesellschaft von der Ausnahmeregelung gem. § 286 Abs. 2 HGB Gebrauch.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und -zulagen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 20) enthalten.

4. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasing- sowie aus Beraterverträgen. Hieraus ergibt sich eine Belastung in Höhe von TEUR 3.864, die sich wie folgt aufteilt:

TEUR 1.333 für 2024

TEUR 2.531 für den Zeitraum 2025 - 2028

Zum 31. Dezember 2023 wurden keine neuen Investitionsaufträge vergeben.

Unternehmensorgane

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren:

Prof. Dr. Hans-Georg Neumann, Rostock

Professor der Physik

Thomas Eifeler, Ettlingen

Kaufmann

Christian Körtge, Bad Doberan

Diplom-Ingenieur Maschinenbau (FH)

Die Geschäftsführer Herr Prof. Dr. Hans-Georg Neumann und Christian Körtge sind gemeinschaftsvertretungsberechtigt. Herr Prof. Dr. Hans-Georg Neumann ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der Geschäftsführer Herr Thomas Eifeler ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge gem. § 285 Nr. 9a HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr durchschnittlich 474 (Vorjahr: 449) Mitarbeiter.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 7.026.730,46 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konsolidierung

Mutterunternehmen ist die Eifeler Holding GmbH & Co. KG, Düsseldorf. Diese hat als Konzernmutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht gem. § 290 Abs. 1 HGB aufzustellen, in welche die Gesellschaft einbezogen und die im Unternehmensregister veröffentlicht werden.

Die DOT GmbH ist nach § 290 Abs. 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis an Unternehmen aufzustellen. Da die DOT GmbH in den Konzernabschluss der Eifeler Holding GmbH & Co. KG (größter Kreis) einbezogen wird, der auch geprüft und veröffentlicht wird, ist die DOT GmbH nach § 291 HGB von der Aufstellung befreit. Abweichungen in den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden bestehen nicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des beauftragten Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 23 und umfasst in voller Höhe Abschlussprüfungsleistungen.

 

Rostock, den 18. April 2024

Thomas Eifeler

Prof. Dr. Hans-Georg Neumann

Christian Körtge

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 504.976,88 29.867,25 0,00 0,00 534.844,13
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.918.357,43 12.337,07 11.993.450,96 0,00 19.924.145,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.846.048,50 314.958,02 126.839,10 79.277,81 19.208.567,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.618.237,29 125.096,82 307.200,67 14.483,76 5.036.051,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.996.795,96 5.398.164,69 -12.427.490,73 0,00 1.967.469,92
40.379.439,18 5.850.556,60 0,00 93.761,57 46.136.234,21
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.984.126,20 500.000,00 0,00 0,00 11.484.126,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.762.930,32 198.698,72 0,00 220.772,91 4.740.856,13
15.747.056,52 698.698,72 0,00 220.772,91 16.224.982,33
56.631.472,58 6.579.122,57 0,00 314.534,48 62.896.060,67
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 454.998,86 44.542,25 0,00 499.541,11
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 805.799,30 410.178,03 0,00 1.215.977,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.365.461,04 969.947,12 79.273,81 14.256.134,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.943.141,97 311.317,49 14.480,76 3.239.978,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
17.114.402,31 1.691.442,64 93.754,57 18.712.090,38
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.563.875,72 0,00 0,00 2.563.875,72
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.563.875,72 0,00 0,00 2.563.875,72
20.133.276,89 1.735.984,89 93.754,57 21.775.507,21
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.303,02 49.978,02
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.708.168,13 7.112.558,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.952.433,46 5.480.587,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.796.072,32 1.675.095,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.967.469,92 8.996.795,96
27.424.143,83 23.265.036,87
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.920.250,48 8.420.250,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.740.856,13 4.762.930,32
13.661.106,61 13.183.180,80
41.120.553,46 36.498.195,69

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DOT GmbH, Rostock

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DOT GmbH, Rostock, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DOT GmbH, Rostock, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der DOT GmbH, Rostock, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 19. April 2024

Flick Gocke Schaumburg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Ternes, Wirtschaftsprüfer

Remig, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der DOT GmbH, Rostock, ist von der Gesellschafterversammlung am 19. Juni 2024 festgestellt worden.

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