SBE BioEnergie Handelsgesellschaft mbH

Europaallee 20, 66113 Saarbrücken, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 10910
Vorher
Saarberg Bio-Energie Handelsgesellschaft mbH
Eingetragen
14.1.1997
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzGroßhandel mit sonstigen Holzhalbwaren sowie Bauelementen aus HolzGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel mit Produkten, die ganz oder teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, sowie der Handel mit den erforderlichen Rohstoffen und damit im Zusammenhang stehenden Rechten und Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Kurt Schuch
seit 8.10.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
700.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SBE BioEnergie Handelsgesellschaft mbH

Saarbrücken

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Nutzungsrechte 4.279,50 5.953,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.961,16 88.365,11
65.240,66 94.318,61
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 2.032.682,23 1.110.530,90
2.032.682,23 1.110.530,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.671.455,78 2.210.322,72
2. Sonstige Vermögensgegenstände 105.815,03 3.917,64
2.777.270,81 2.214.240,36
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.274.547,89 5.077.815,61
15.084.500,93 8.402.586,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.000,00 22.303,56
15.155.741,59 8.519.209,04

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 700.000,00 700.000,00
II. Gewinnvortrag 2.777.037,58 772.146,49
III. Jahresüberschuss 5.662.411,15 3.204.891,09
9.139.448,73 4.677.037,58
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 894.886,00 1.063.182,00
2. Steuerrückstellungen 2.242.918,41 916.331,77
3. Sonstige Rückstellungen 569.874,00 846.963,00
3.707.678,41 2.826.476,77
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.873.207,41 561.135,87
2. Sonstige Verbindlichkeiten 435.407,04 454.558,82
2.308.614,45 1.015.694,69
15.155.741,59 8.519.209,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 103.907.595,76 107.486.264,73
abzüglich Energiesteuer 71.446,07 103.836.149,69 116.382,84 107.369.881,89
2. Sonstige betriebliche Erträge 323.432,66 35.295,10
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 92.790.301,09 99.847.549,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 776.869,10 93.567.170,19 665.108,45 100.512.658,39
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.725.421,23 1.153.922,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 133.969,37 1.859.390,60 382.324,16 1.536.246,52
(davon für Altersversorgung € 0; Vj € 285.414)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen 35.991,34 36.282,95
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 478.098,55 341.331,99
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 155.155,77 3.202,40
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.047,00 33.176,05
9. Ergebnis vor Steuern 8.357.040,44 4.948.683,49
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.654.117,84 1.742.214,63
11. Ergebnis nach Steuern 5.702.922,60 3.206.468,86
12. Sonstige Steuern 40.511,45 1.577,77
13. Jahresüberschuss 5.662.411,15 3.204.891,09

Anhang 2023

(A) BEWERTUNGSMETHODEN

(1) Gliederungsgrundsätze

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind einzelne Posten in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Gesellschaft hat freiwillig - abweichend zu § 275 Abs. 2 HGB - eine zusätzliche G+V-Position "Ergebnis vor Steuern" eingefügt.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die sich an den allgemeinen amtlichen AfA-Tabellen orientiert; Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden linear abgeschrieben.

Die durchschnittliche Nutzungsdauer teilt sich im Berichtsjahr wie folgt auf:

- immaterielle Vermögensgegenstände: 5 Jahre
- Sachanlagen: zwischen 3 und 13 Jahre
- GwG: 1 Monat

Liegt der den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft unter dem fortgeführten Buchwert, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Die (Waren-)Vorräte werden grundsätzlich mit gewogenen Durchschnittswerten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die ausnahmslos mit ihren Nennwerten eingebucht sind, wird erkannten Risiken durch Einzelwertberichtigungen, übrigen Risiken durch pauschal ermittelte Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Rechnungsabgrenzungsposten werden mit ihrem Nennwert bilanziert.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Der Anteil der Pensionsrückstellung, der durch eine Rückdeckungsversicherungsanspruch gedeckt ist, wurde mit dem Buchwert des korrespondierenden Rückdeckungsanspruches bewertet (Primat der Aktivseite). Die Bewertung der Pensionsrückstellung beruht auf der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämien). Der Berechnung für den Erfüllungsbetrag liegen das vertragliche Pensionierungsalter sowie folgende Bewertungsannahmen zugrunde:

- ein Rechnungszins von 1,82 % p.a.

- einen Rententrend i.H.v. 2,00%

- Fluktuationswahrscheinlichkeiten gem. der Heubeck-Richttafeln-GmbH, bei beherrschenden GGF davon abweichend lediglich 50% der Werte

- die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck.

Die Pensionsverpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenz-gesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2023 unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen zehn Jahre sowie des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen sieben Jahre beläuft sich auf 9.413 € und ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

(B) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(3) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt.

(4) Vorräte

Biodiesel wird in den Lagerstandorten in Mannheim und Wesel gelagert.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Keine der vorgenannten Forderungen hat zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(6) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital von 700.000 € wird zu 100% von der SIBEC GmbH gehalten.

(7) Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen i.H.v. 2.277 T€ wurden zum Bilanzstichtag mit dem Deckungsvermögen i.H.v. 1.382 T€ saldiert.

Die Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Abschlussvergütungen, ungewisse Schulden, sowie ausstehende Lieferantenrechnungen.

(8) Verbindlichkeiten

Keine der Verbindlichkeiten hat zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Verpflichtungen aus Mieten für Räumlichkeiten und Büroausstattung mit einer Laufzeit von einem bis zu drei Jahren in Höhe von insgesamt 56 T€. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB:

- Avale i.H.v. 50 T€.

(C) ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(10) sonstige betriebliche Erträge

Sie beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Sachbezügen, sowie aus der Auflösung von Rückstellungen.

(11) Personalaufwand

Im Jahresdurchschnitt wurden 3 Angestellte beschäftigt.

Bei der Berichterstattung wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und Angaben zu den Bezügen der Geschäftsleitung unterlassen.

(12) Abschreibungen

Planmäßige Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (36 T€).

(13) sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Vertriebs- und Qualitätssicherungskosten, Verwaltung, Kfz-Unterhaltung, Mieten, Geschäftsbesorgung und Versicherungskosten enthalten.

(14) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis enthält Zinserträge i.H.v. 155 T€. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung bzw. Änderung des Diskontierungszinssatzes aus der Pensionsverpflichtung betrugen 48 T€ (Vj. 65 T€). Die Erträge aus dem Deckungsvermögen der Pensionsrückstellungen i.H.v. 32 T€ (Vj. 33T€) wurden mit den Zinszuführungen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo i.H.v. 17 T€ (Vj. 32 T€) ist unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

(15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Gewerbesteuer 824 T€ sowie Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag 720 T€ für das Geschäftsjahr 2023.

Aktive latente Steuern wurden nicht aktiviert.

(16) Sonstige Steuern

Kfz-Steuer, Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag

(D) ERGÄNZENDE ANGABEN

(17) Angaben zur Gesellschaft

Die SBE BioEnergie Handelsgesellschaft mbH, mit Sitz in Saarbrücken, ist beim Registergericht Saarbrücken unter der Handelsregisternummer HRB 10910 gemeldet.

(18) Angaben zu Gesellschaftern

Die SIBEC GmbH, Heiligenroth, hält 100 % der Anteile an der Gesellschaft.

(19) Geschäftsführung

Dipl.-Betr.W. (FH) Renate Lanzenberger-Mohr, Illingen BBA&E Martin Juskowiak, Saarbrücken

(20) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag lagen nicht vor.

 

Saarbrücken, den 15.02.2024

Renate Lanzenberger-Mohr, Geschäftsführerin

Martin Juskowiak, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens in 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Nutzungsrechte 55.808,63 0,00 0,00 55.808,63
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.536,07 6.914,39 6.814,20 245.636,26
Summe 301.344,70 6.914,39 6.814,20 301.444,89
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Nutzungsrechte 49.855,13 1.674,00 0,00 51.529,13
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.170,96 34.317,34 6.813,20 184.675,10
Summe 207.026,09 35.991,34 6.813,20 236.204,23
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Nutzungsrechte 4.279,50 5.953,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.961,16 88.365,11
Summe 65.240,66 94.318,61

Lagebericht zum 31.12.2023

1. Marktentwicklung

Der Verbrauch von Dieselkraftstoffen in Deutschland lag per Ende Oktober 2023 bei 35,1 Mio. Tonnen (Vj. 37,4 Mio. Tonnen, -6,5%).

Bis Ende Oktober 2023 1 wurden in Deutschland 2.155.061 (Vj. 2.102.78; +2,5%) Tonnen Biodiesel, BTL 2 und HVO 3 beigemischt.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden 2023 um 0,3 Prozent zum Vorjahr. Ein Jahr zuvor hatte es nach jüngsten Berechnungen noch 1,9 Prozent Wachstum gegeben. 4 Im ersten Quartal wuchs die Wirtschaftsleistung in Deutschland noch minimal um 0,1 Prozent zum Vorquartal. Im zweiten und auch im dritten Vierteljahr stagnierte das BIP. Im Schlussquartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung laut einer ersten Schätzung der Statistiker schließlich um 0,3 Prozent. 5

Experten sehen die Ursache für die schwache Konjunktur vor allem bei der lahmenden Weltkonjunktur aber auch bei der Zurückhaltung der Verbraucher infolge hoher Inflationsraten. Laut dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) ist die deutsche Wirtschaft seit vier Jahren in einem Krisenmodus. Auf die Corona-Krise folgte der russische Angriff auf die Ukraine, der die Preise für Energie und Nahrungsmittel extrem steigen ließ. Der Nahostkonflikt sorgt für neue Unsicherheit, zudem trifft die jüngste Haushaltskrise Deutschland in einem Moment wirtschaftlicher Schwäche.

Die Konjunkturprognosen für Deutschland sehen nicht rosig aus. Die Ökonomen der meisten Institute und Banken haben ihre Erwartungen für die Konjunktur 2024 noch einmal gesenkt. Für dieses Jahr rechnen sie überwiegend mit einem kleinen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Auch im kommenden Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt kaum spürbar wachsen. Die meisten Ökonomen der deutschen Wirtschaft erwarten nur weniger als ein Prozent Wachstum. Die Bundesregierung erwartet offiziell noch 1,3 Prozent. 6

Der Rohölpreis für Brent-Rohöl war 2023 rückläufig. Am 12.06.2023 war der Tiefstand mit 71,84 USD je Barrel erreicht (März 2022 Hochstand ca.130 USD je Barrel). Am 27.09.2023 war das Jahreshoch von 96,55 USD je Barrel erreicht, und fiel zum Jahresende wieder auf knapp 70 USD je Barrel.

Die Biodieselpreise waren nicht so stark schwankend wie noch im Jahr 2022. Trotzdem gab es in manchen Wochen Preisschwankungen von über 100 USD/Tonne. Zudem war der Biodieselpreis aufgrund von Importen aus China im Jahr 2023 unter Druck. Wir waren mit den Kunden und Lieferanten sowie intern im engen Austausch und passten unsere Prozesse entsprechend an.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

Die Umsatzerlöse haben sich von EUR 107,5 Mio. € im Vorjahr auf EUR 103,9 Mio. € reduziert. Der Rückgang resultiert aus dem gesunkenen Preisniveau für Biodiesel.

Insgesamt 94,4% (Vj. 92,5%) der Absatzmenge haben wir in den deutschen Beimischungsmarkt geliefert und damit eine Treibhausgaseinsparung von 190.068.319 CO 2 eq/ kg (Vj: 141.466.132 CO 2 eq/ kg) generiert. Die restlichen 5,6% (Vj. 7,5%) des Absatzes wurden als Bioheizstoff/Biodiesel für technische Anwendungen und als Kraftstoff (B100) ausgeliefert.

Unseren Bedarf an Biodiesel haben wir zu 95,7% (Vj. 94,2%) über deutsche Produzenten und zu 4,3% (Vj. 5,8%) über Importe gedeckt.

Der Auftragseingang für Biodiesel ist um 13,7% im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Der Jahresüberschuss konnte auf 5,7 Mio. € gesteigert werden. (Vj.3,2 Mio. €; + 78,1%).

Bei einem Eigenkapital von 9,1 Mio. € und einer Bilanzsumme von 15,2 Mio. € ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 60,3% (Vj. 54,9%). Die Eigenkapitalrentabilität als Verhältnis zwischen dem Jahresergebnis und dem Eigenkapital zu Beginn des Geschäftsjahres beträgt 121,1% (Vj. 92,3%).

Der Jahres-Cashflow, ermittelt aus dem Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibung und Zuführung zu langfristigen Rückstellungen, beträgt 5,7 Mio. € (Vj. 3,6 Mio. €). Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gesichert. Die freien Linien bei verschiedenen Banken wurden ausschließlich für Avale genutzt.

3. Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine sinkende Nachfrage nach Dieselkraftstoffen in Deutschland. Für Biodiesel rechnen wir ebenfalls mit einer sinkenden Nachfrage. Dabei wird die Nachfrage nach Biodiesel mit den verschiedenen Beimischungsobergrenzen, insbesondere fortschrittlicher Biodiesel mit einem geringem CO 2 Ausstoß, die entscheidende Rolle spielen.

Der EU-Ministerrat hat im Oktober 2023 die Novelle der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive - RED III) beschlossen. Für den Großteil der Vorschriften gilt eine Umsetzungsfrist für die Mitgliedsstaaten von 18 Monaten. Die wichtigsten Änderungen zu RED II sind:

- Die EU wechselt analog zu der deutschen Quote zu einer Treibhausgasminderungsquote deren Höhe im Jahr 2030 14,5% beträgt.

- Bis 2030 soll mindestens 5,5% der im Verkehr verbrauchten Energie aus fortschrittlichen Biokraftstoffen und synthetischen, mit grünem Strom gewonnenen Kraftstoffen (RFNBO, d.h. grüner Wasserstoff und E-Fuels) stammen.

- Markteinführung für 100% HVO und B10 an europäischen Tankstellen und die Einführung von Klimaschutzvorgaben für die Luft- und Schifffahrt.

Mehr Details wird es im Laufe des Jahres 2024 geben.

Im Jahr 2024 müssen die Mineralölunternehmen die Emission ihrer Kraftstoffe um 9,25 % (VJ: 8%) senken. Dieser Prozentsatz bezieht sich auf die gesamte vom Unternehmen in Verkehr gebrachte energetische Menge (Diesel, Benzin usw.). Somit werden die Preise von Biokraftstoffen wesentlich dadurch bestimmt, wie stark sie den Treibhausgasausstoß im fossilen Kraftstoff reduzieren und gleichzeitig nicht die gesetzliche Obergrenze überschreiten.

Wir gehen mit einem Auftragsbestand von 11,8 Mio. Liter Biodiesel 7 in das Jahr 2024. Darauf aufbauend plant die Gesellschaft Umsatzerlöse von 62,9 Mio. € (Ist 2023: 103,9 Mio. €). Das geplante Ergebnis vor Steuern liegt bei 4,0 Mio. € (Ist 2023: 8,4 Mio. €). Investitionen sind in Höhe von 100 T€ geplant.

Ziel ist die Erwirtschaftung eines dauerhaften Jahresüberschusses von durchschnittlich 7% des Eigenkapitals.

Die künftige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wird auch weiterhin jederzeit gegeben sein.

Chancen

Durch weiterhin konsequente Ausrichtung der Gesellschaft auf die Bedürfnisse unserer Kunden insbesondere die Unterstützung bei der Umsetzung der RED III Verordnung gelingt es uns stetig, Beimischungskunden stärker an uns zu binden.

Die enge Zusammenarbeit bei der Belieferung der Raffinerie "MiRo" in Karlsruhe mit einem großen Biodieselproduzenten führt zur Steigerung bei Absatz, Umsatz und Ertrag.

Auch im Jahr 2024 müssen verstärkt fortschrittliche Biokraftstoffe 8 beigemischt werden (0,3 %; VJ 0,3%). Ab 2025 steigt der Anteil auf 0,5%. Hier können wir uns von vielen deutschen Produzenten (die meistens nur Biodiesel aus einem Rohstoff produzieren können) abheben. Als Händler haben wir die Möglichkeit Biodiesel aus verschiedenen Rohstoffen zu handeln.

Ein Preisanstieg für Rohöl und mineralischen Diesel könnte unseren Auftragseingang zusätzlich beleben.

Durch unsere Flexibilität, Unabhängigkeit und schnelle Entscheidungswege können wir uns den stark volatilen Märkten schneller anpassen.

Bei der Erschließung der Märkte außerhalb der Beimischung sehen wir weiteres Wachstumspotenzial.

Durch die Erhöhung der CO 2 -Bepreisung für die Bereiche Wärme und Verkehr im Jahr 2024 von 30 € auf 45 € pro Tonne ausgestoßenem CO 2 , kann bei steigendem Ölpreis die Beimischung von Biodiesel in Heizöl attraktiver werden, da Biodiesel von der CO 2 -Steuer befreit ist.

Risiken

Risiken sehen wir bei der Verfügbarkeit der Ware aus Rohstoffen, die nicht unter den Cap fallen und fortschrittlichen Biokraftstoffen.

Biodiesel aus Palmöl ist seit 2023 in der Beimischung nicht mehr erlaubt. Seit Anfang 2023 gibt es vermehrt Importe von angeblichen fortschrittlichen Biodiesel aus China. Dieses umdeklarierte Palmöl, das auf dem Europäischen Markt als fortschrittlicher Biodiesel angeboten wird, flutet derzeit den Markt. Das sind mutmaßlich betrügerischen Aktivitäten, die den deutschen und europäischen Anbietern schaden und daher EU-weit untersucht werden.

Risiken sehen wir in möglichen politischen Entscheidungen, die Biodiesel allgemein betreffen. Die "Teller vs. Tank" - Diskussion hat aufgrund der Verknappung der Ressourcen neue Argumente erhalten.

Wir sehen Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Frachtraum für den Transport, ebenso bei der Lagerung von Biodiesel. Auch der Fachkräftemangel spielt hier eine Rolle.

Die stark gestiegene Volatilität stellt uns stetig vor neue Herausforderungen. Das hohe Preisniveau könnte kurzzeitig einen höheren Finanzierungsbedarf zur Folge haben.

Ein Verfall der Biodieselpreise könnte dazu führen, dass unsere Lagerbestände teilweise mit Verlust verkauft werden müssen.

Zunehmend akquirieren deutsche Produzenten Beimischungskunden im Mittelstand. Hier könnte zusätzlicher Wettbewerb entstehen, der auf die erzielbaren Margen drücken würde.

4. Zusammenfassung

In das Geschäftsjahr 2023 sind wir mit einem auskömmlichen Auftragsbestand gestartet. Mit einem Jahresüberschuss von 5,7 Mio. € konnten wir aufgrund der Nutzung von Sondereffekten besser als Plan (3,0 Mio. €) abschließen.

Auf Basis des aktuellen Auftragsbestandes erwarten wir auch 2024 einen positiven Geschäftsverlauf. In den Jahren ab 2025 erwarten wir bei volatilen Preisen für mineralischen Dieselkraftstoff und den gesetzlichen Vorgaben der Reduktion von CO 2 im Verkehrssektor weiterhin positive Jahresergebnisse.

 

Saarbrücken, den 15. Februar 2024

SBE BioEnergie
Handelsgesellschaft mbH

Renate Lanzenberger-Mohr, Geschäftsführerin

Martin Juskowiak, Geschäftsführer

1 https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/Mineraloel/moel_amtliche_daten_2023_10.html

2 biomass to liquid, deutsch Biomasseverflüssigung

3 HVO: Hydriertes Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oils), siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Hydriertes_Pflanzenöl

4 Vgl. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-rezession-deutsche-wirtschaft-konjunktur-faq-100.html

5 Vgl. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-rezession-deutsche-wirtschaft-konjunktur-faq-100.html

6 Vgl. https://www.businessinsider.de/wirtschaft/alle-prognosen-fuer-konjunktur-in-deutschland-2024-und-2025-tabelle-2-1/

7 Stand 31.01.2024

8 fortschrittliche Biokraftstoffe= Biokraftstoffe beispielsweise aus Stroh, Weintrauben, Nussschalen, Gülle, Kraftstoffe, die aus Bakterien hergestellt wurden

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüers

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 der SBE BioEnergie Handelsgesellschaft mbH den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SBE BioEnergie Handelsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss des SBE BioEnergie Handelsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SBE BioEnergie Handelsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichen de geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter der gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie dieVertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen,dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unterBeachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 15.02.2024

W+ST PUBLICA REVISIONSGESELLSCHAFT MBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Richard Boßlet, Wirtschaftsprüfer

Roman Woll, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung hat in Ihrer Sitzung am 20.02.2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und beschlossen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

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