Kniel System-Electronic GmbH

Kurzheckweg 8, 76187 Karlsruhe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 101538
Eingetragen
29.8.1975
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb elektronischer Erzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Eduard Richter
seit 2.9.2022
Prokura
Stefan Wagner
seit 11.2.2021
Geschäftsführer
Helmut Kniel
seit 16.11.2006
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kniel System-Electronic GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Kniel System-Electronic GmbH, Karlsruhe

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Geschäftsmodell

Wir sind im Bereich der Entwicklung und Herstellung von elektronischen Geräten zur Stromversorgung tätig. Das Produktspektrum gliedert sich in die drei Hauptbereiche: Stromversorgungen und Zubehör für 19 * -Systeme, Hutschienen- und Wandmontagen. Den Kunden steht eine Typenvielfalt von mehr als 10.000 verschiedener Standardgeräte zur Auswahl. Daneben werden auch kundenspezifische Modifikationen angeboten.

Sitz unserer Gesellschaft ist Karlsruhe, Niederlassungen bestehen keine.

Rechtliche oder strukturelle Veränderungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 keine.

Steuerungskennzahlen

Im Unternehmen werden folgende Steuerungskennzahlen verwendet.

® Umsatz

® Deckungsbeitrag

® Produktivstunden im Verhältnis zur Anwesenheit

Leistungsindikatoren

Der Jahresüberschuss der Gewinn- und Verlustrechnung stellt für unsere Gesellschaft den relevanten finanziellen Leistungsindikator dar.

Forschung und Entwicklung

Wir unterhalten eine Entwicklungsabteilung, in der acht (8) Mitarbeiter beschäftigt sind. Die Entwicklungsabteilung wird unverändert aufrechterhalten. Die Entwicklungstätigkeit erstreckt sich auf die Neuentwicklung elektronischer Geräte sowie die Entwicklung von kundenspezifischer Modifikationen.

Ziele und Strategien

Unser Ziel ist es, auf höchstem qualitativen Niveau allen Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden und alles "aus einer Hand" liefern zu können. Unsere Strategie ist es aufgrund unserer umfangreichen Produktpalette und Leistungsspektrum uns von unserem Wettbewerb abheben zu können. Wir legen größten Wert auf eine lange Nachlieferbarkeit von Ersatzteilen von unseren verkauften Geräten.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge fiel das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % (kalenderbereinigt 0,1 %). Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich nicht weiter fort. Die Konjunktur wurde gedämpft durch weiterhin hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen, durch ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland.

(Ouelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019/24 v. 15.Januar 2024)

II. Branchensituation

Die Elektrobranche ist gemessen an der Beschäftigungszahl die zweitgrößte Industriebranche in Deutschland. Der Umsatz der Elektro-Branche im Jahr 2023 beträgt ein Zehntel der deutschen Industrieproduktion. Der Branchenumsatz wuchs 2023 um 6% gegenüber dem Vorjahr, preisbereinigt stagnierte das Produktionswachstum mit 0,1% (Vorjahr 3,7%) allerdings. Die Auftragseingänge 2023 fielen um 1,7% gegenüber dem Vorjahr.

(Quelle: Zentralverband der Elektrotechnik und Elektroindustrie e.V.(ZVEI) Daten, Zahlen und Fakten 2023)

III. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis haben sich gegenüber dem Vorjahr weiter deutlich erholt. Die Umsatzerlöse konnten nochmals um rd. +20% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Wareneinsatz entwickelte sich überproportional zum gestiegenen Umsatz, da im Jahr 2023 erhebliche Preissteigerungen zu verzeichnen waren, welche nicht alle an die Kunden weitergegeben werden konnten. Der Rohertrag entwickelte sich nicht entsprechend der Umsatzsteigerung.

Der Personalbestand blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die Investitionen wurden auf Ersatzbeschaffungen beschränkt.

Das Jahresergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

IV. Darstellung der Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:

31.12.23 31.12.22
TEuro % TEuro %
Sachanlagevermögen 421 3 372 3
Finanzanlagevermögen 4.345 35 4.819 42
Umlaufvermögen 7.752 62 6.177 55
Aktiva 12.518 100 11.368 100
Eigenkapital 11.548 92 10.682 94
langfristiges Fremdkapital 355 3 359 3
kurzfristiges Fremdkapital 615 5 327 3
Passiva 12.518 100 11.368 100

Die Erhöhung der Bilanzsumme auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf die Erhöhung im Bereich der Vorräte um 350 T€ zurückzuführen. Im Bereich des Sachanlagevermögens haben die Neuinvestitionen mit 104 T€ die Abschreibungen i. H .v. 84 T€ überstiegen. Die liquiden Mittel haben sich um 1.315 T€ erhöht.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital in Höhe des Jahresüberschusses 2023 um 866 T€ erhöht. Die Rückstellungen haben sich um 223 T€ erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr insgesamt um 60 T€ erhöht.

Finanzlage

Die Mittelzu-/ abflüsse der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

2023
TEuro
2022
TEuro
Mittelzu/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 998 -275
Mittelzu/-abfluss aus der Investitionstätigkeit 317 -130
Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit 0 0
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 1.315 -405
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.219 1.624
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.534 1.219

Ausreichende Liquidität ist durch Eigenmittel vorhanden. Ausschüttungen an die Gesellschafter sind im Geschäftsjahr keine erfolgt. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit sichergestellt.

Die Investitionen im Berichtsjahr 2023 verteilen sich wie folgt:

2023
TEuro
2022
TEuro
Software 19 0
Maschinenpark 38 0
Geschäftsausstattung 36 31
EDV Hardware 10 0
sonstige 1 3
Maschinenpark Anzahlung 29 0
Summe Sachanlagevermögen 133 34
Finanzanlagevermögen 21 492
Summe Investitionen 154 526

Wesentliche Investitionen erfolgten im Bereich Maschinenpark und Geschäftsausstattung. Diesen Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von 84 T€ gegenüber.

Ertragslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:

2023
TEuro
2022
TEuro
Veränderung
TEuro
Rohergebnis 6.217 5.328 889
Betriebsergebnis 950 212 738
Finanzergebnis 101 52 49
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.058 272 786
ergebnisabhängige Steuern 191 2 189
Jahresüberschuss 867 269 598

Die für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Umsatzerlöse von + 10% wurden mit + 19,6% übertroffen. Grund hierfür war eine gestiegene Nachfrage in allen Bereichen. Der Jahresüberschuss fiel etwas höher aus als geplant, da sich der Rohertrag überproportional entwickelte.

Entwicklung der Gesamtleistung/Rohertrag

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1.330 T€ (+19,6%) erhöht. Sie setzten sich aus Inlandsumsätzen in Höhe von 5.654 T€ sowie Auslandsumsätzen in Höhe von 2.463 T€ zusammen. Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.248 T€ erhöht.

Durch fortlaufende Lieferrahmenvereinbarungen war die Versorgung der notwendigen Einkaufsteile weitgehend sichergestellt. Im Geschäftsjahr war ein deutlicher Preisanstieg für die wichtigsten Einkaufsteile zu verzeichnen. Dieser lag im Schnitt bei 10%. Die Preiserhöhungen konnte nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden.

Der Materialaufwand entwickelte sich entsprechend der Auftragslage. Die Materialaufwandsquote (Gesamtleistung) hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 24% leicht erhöht (Vorjahr 23%). Es wurde aufgrund der Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr ein um absolut 889 T€ erhöhtes Rohergebnis erzielt.

Personal/Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 68 Mitarbeiter (Vorjahr 66) beschäftigt.

Auf der Grundlage spezieller Bedarfsanalysen haben wir im Berichtsjahr Mitarbeiter zu externen Seminaren entsandt, um ihre weitere berufliche Qualifikation zu fördern.

Die Personalkosten im Jahr 2023 haben sich aufgrund von Lohn- und Gehaltserhöhungen um 188 T€ erhöht.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis hat sich um 49 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Gesamtaussage

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren für die Kniel-Electronic GmbH insgesamt gesehen gut. Der Geschäftsverlauf war nach wie vor aufgrund des Ukrainekonflikte mit Unsicherheiten behaftet. Die Gesellschaft erzielte nach unserer Einschätzung im Geschäftsjahr 2023 ein überdurchschnittliches Ergebnis und entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr positiv.

V. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Risikomanagement

Im Rahmen der jährlichen Planungsrunden werden die Chancen und Risiken geschäftsbezogen und -übergreifend untersucht und bewertet. Im einheitlichen Berichtssystem wird der Erfüllungsgrad geprüft und gegebenenfalls angepasst. Sollte es zu möglichen Abweichungen kommen oder werden Veränderungen der Markt- und Wettbewerbslage festgestellt, werden diese erfasst, analysiert und die Entscheidungsträger im Unternehmen umgehend unterrichtet.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risiken aus dem russischen Überfall auf die Ukraine und Energiekrise

Es bestehen weiterhin Risiken aus diesem Konflikt. Die geopolitische Situation infolge des Ukrainekriegs - aber auch des seit Ende 2023 sich ausweitenden Nahost-Konflikts - lassen aktuell nur wenig Planungssicherheit zu. Die Energiepreise haben im Vergleich zu den Vorjahren nachgegeben, liegen aktuell aber immer noch über dem Niveau der Jahre als vor dem Konflikt. Insgesamt hat sich die Chancen- und Risikoposition im Vergleich zum Vorjahr jedoch nicht grundlegend geändert.

Absatzmarkt

Das Risiko der Abhängigkeit eines Großkunden besteht nicht. Allerdings tätigen wir einen nicht unerheblichen Umsatz für Zulieferer der Automobilbranche. Diese Branche befindet sich in einem Umbruch zur Bewältigung des Strukturwandels, etwa die Umstellung auf klimafreundliche Antriebe. Dadurch besteht eine nicht unerhebliche Unsicherheit für künftige Investitionen und Ausrichtung der Produktpalette mit der Folge eines Risikos für einen Umsatzrückganges für diesen Kundenbereich.

Beschaffungsmarkt

Die Preise auf dem Elektroweltmarkt werden in US Dollar gehandelt, deshalb besteht in diesem Bereich ein Währungsrisiko. Die daraus resultierenden Preiserhöhungen können nur teilweise an Kunden weitergegeben werden.

Auf der Beschaffungsseite bestehen weiterhin Risiken aufgrund der hohen Preisvolatilität von Rohstoffen und Energien sowie der Angebotsverknappung im Rohstoff-Bereich, welche sich auch auf die Elektrobranche auswirken. Die Lieferzeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr jedoch verkürzt.

Ein Preisanstieg von Einsatzstoffen führt direkt zu einer erhöhten Kostenbasis in der Produktion. Generell würde sich eine ungünstige Entwicklung der Warenbezugspreise negativ auf die Materialkostenquote und damit auf die Margen der Kniel System-Electronic GmbH auswirken, da die Preisanstiege nicht unmittelbar an die Kunden weitergeben werden können.

Investitions-/Finanzrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet. Die laufenden künftigen Ersatzinvestitionen können aus dem laufenden Cashflow erwirtschaftet werden. Finanzierungsmaßnahmen sind im Jahr 2023 hierfür nicht notwendig.

Darüber hinaus sind wir Liquiditätsrisiken und Zahlungsschwankungen ausgesetzt, denen über eine stetige Überwachung der Liquidität und ein entsprechendes Cash-Management begegnet wird. Auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird vollständig verzichtet.

Personalrisiken

Die Kniel System-Electronic GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Personalrisiken könnten im demographischen Wandel und dem damit verbundenen Fachkräftemangel liegen. Die Investitionen in in- und externe Aus- undWeiterbildung für Mitarbeiter und deren Unterstützung bildet dennoch einen Schwerpunkt zur Sicherung der fachlichen Kompetenz und Entwicklungsmöglichkeit des Personals.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar.

Weitere Risiken für unser Unternehmen können wir nicht verifizieren.

Chancen

Umsatzchancen sehen wir weiterhin durch eine konsequente Vertriebsstrategie. Durch den Ausbau der vorhandenen Stammkunden sowie Neugewinnung von Kunden verschiedener Branchen. Weitere Chancen sehen wir in der Entwicklung technisch hoch komplexer Geräte, welche wir auf kundenspezifische Belange ausrichten können. Eine entsprechende Entwicklungsabteilung wurde für diesen Zweck in der Vergangenheit aufgebaut.

Ein wesentliches Chancenpotential bietet vor allem der Bereich Entwicklung. Mit Investitionen möchten wir bestehende Produkte mit unseren Kunden weiterentwickeln und das Produktportfolio insgesamt stärker diversifizieren.

Eine weitere Chance sehen wir in der guten Lagerbevorratung mit flexibler Lieferfähigkeit für unsere Kunden.

Prognose

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Kniel-Electronic GmbH und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidliche Risiko, da die prognostizierten Entwicklungen weder in der Tendenz noch in ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

Der Ausblick setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft nicht schwächer entwickelt als angenommen, keine weiteren gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen eintreten und die politischen Unsicherheiten nicht weiter zunehmen. Unsere Prognose schließt die im Abschnitt V. dieses Lageberichts unter "Risiken aus dem russischen Überfall auf die Ukraine und Energiekrise" dargestellten Beurteilungen ein und beruht auf aktuell verfügbaren Informationen.

Für 2024 erwarten wir aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds einen Umsatzrückgang von bis zu 20% gegenüber dem Vorjahr. Die Situation auf dem Rohstoffmarkt dürfte sich im Jahr 2024 sowohl bezüglich Verfügbarkeit als auch bezüglich Preisniveau sukzessive weiter normalisieren und auch den Kostendruck im Bereich der Energiekosten senken. Dennoch gehen wir auch beim Rohertrag noch von einem Rückgang um rund 15% aus. Erst für 2025 erwarten wir wieder eine sich leicht erholende Wirtschaft und damit zusammenhängend wieder steigende Umsätze.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.766.476,67 5.191.601,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.362,50 6.676,00
II. Sachanlagen 401.980,20 365.501,00
1. technische Anlagen und Maschinen 240.385,50 236.194,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 131.977,50 129.306,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.617,20
III. Finanzanlagen 4.345.133,97 4.819.424,88
B. Umlaufvermögen 7.729.953,89 6.153.051,65
I. Vorräte 4.356.800,00 4.007.082,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 838.791,09 926.706,11
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.534.362,80 1.219.263,54
C. Aktive latente Steuern 21.703,00 23.175,00
Summe Aktiva 12.518.133,56 11.367.828,53

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.548.412,99 10.681.582,71
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Gewinnvortrag 10.425.936,77 10.156.574,04
III. Jahresüberschuss 866.830,28 269.362,73
B. Rückstellungen 817.694,00 594.657,70
C. Verbindlichkeiten 152.026,57 91.588,12
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 152.026,57 91.588,12
Summe Passiva 12.518.133,56 11.367.828,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.216.869,12 5.328.294,55
2. Personalaufwand 3.888.175,15 3.700.265,64
a) Löhne und Gehälter 3.219.269,85 3.092.076,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 668.905,30 608.189,56
davon für Altersversorgung 18.015,21 19.740,96
3. Abschreibungen 84.293,93 84.840,16
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 84.293,93 84.840,16
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.286.617,54 1.322.201,36
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 107.741,65 58.983,82
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10,00 401,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.390,00 7.122,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 6.390,00 7.122,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 190.606,87 2.180,48
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.472,00 2.077,00
9. Ergebnis nach Steuern 868.537,28 271.069,73
10. sonstige Steuern 1.707,00 1.707,00
11. Jahresüberschuss 866.830,28 269.362,73

Anhang

Kniel System-Electronic GmbH, Karlsruhe

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Anwendung gesetzlicher Vorschriften

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der Kniel System-Electronic GmbH in Karlsruhe wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Kniel System-Electronic GmbH beim Registergericht Mannheim unter der HRB Nr. 101538 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Karlsruhe.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Sämtliche Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear abgeschrieben.

Vermögensgegenstände durchschnittliche Nutzungsdauer
Anwendungssoftware 3 Jahre
Maschinen 8 bis 15 Jahre
maschinengebundene Werkzeuge 3 Jahre
Fuhrpark PKW 6 Jahre
Betriebsausstattung 8 bis 10 Jahre
Geschäftsausstattung 8 bis 10 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis Euro 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern der Kurswert am Bilanzstichtag niedriger war erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dem Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung. Im Jahr 2023 erfolgte keine außerplanmäßige Abschreibung, da keine dauerhafte Wertminderung der Finanzanlagen vorlag. Die Höhe der unterlassenen außerplanmäßigen Abschreibung im Geschäftsjahr betrug 115,1 T€ (Vorjahr 374,8 T€).

Es sind Investmentanteile und Aktien mit den Anschaffungskosten bilanziert, deren Kurswert zum Bilanzstichtag um 575,0 T€ (Vorjahr 331,9 T€) über den historischen Anschaffungskosten liegt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten ohne Ansatz von allgemeinen Verwaltungskosten bewertet. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% vorgenommen.

Der Ausweis des Kassenbestandes und der Bankguthaben erfolgt zum Nennwert.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 255.645,94 Euro (500.000,00 DM) und ist voll eingezahlt. Der Ansatz erfolgt zum Nennbetrag. Eine Umstellung auf Euro erfolgte bislang noch nicht.

Die Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Bei der Bemessung der Rückstellung wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in ausreichendem Maße berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel, welcher als gesonderte Anlage dem Anhang beigefügt ist.

Weitere Aktivposten

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Aktive latente Steuern

Es wurde von Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern anzusetzen. Der Ansatz erfolgte aufgrund der differenzierten Bewertung der Pensionsrückstellung nach Handels- und Steuerrecht. Die Ermittlung erfolgt nach dem Temporay-Konzept. Der Steuersatz für die Berechnung der latenten Steuern beträgt 30%.

Eigenkapital

Dem Gewinnvortrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB für das Bewertungsergebnis der Pensionsrückstellung ein Betrag in Höhe von 1,4 T€ (Vorjahr 6,4 T€) sowie für die Aktivierung der latenten Steuern gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 21,7 T€ (Vorjahr 23,1 T€), somit insgesamt 23,1 T€ (Vorjahr 29,5 T€) der Ausschüttungssperre.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Rückstellungen für Steuern waren für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von 168,8 T€ zu bilanzieren.

Pensionsrückstellungen

Die versicherungsmathematische Berechnung wurde nach der Bewertungsmethode "projected unit credit method" durchgeführt. Als Abzinsungsbetrag wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn (10) Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet (Stand Dezember 2023: 1,82%).

Für die Berechnung wird von einer jährlichen Steigerung der laufenden Rente von 1% ausgegangen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurde die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

TEuro
Rückstellungen für:
Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmer 184,7
Archivierungskosten 14,9
Gewährleistungsverpflichtungen 21,3
220,9
übrige 73,4
294,3

Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Pfandrechte oder andere Besicherungen bestehen nicht.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.392.249,00 € sonstige mehrjährige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen.

III. Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von 10,7 T€ (Vorjahr 28,9 T€) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Das Ergebnis wurde mit Ertragsteuern belastet. In Höhe von 79,1 T€ für Körperschaftsteuer und

In Höhe von 89,6 T€ für Gewerbesteuer. Aktive latente Steuern wurden in Höhe von 1,4 T€ im Geschäftsjahr aufgelöst.

IV. ergänzende Angaben

Personal

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 68 Mitarbeiter (Vorjahr 66 Mitarbeiter). Diese gliedern sich wie auf:

Gewerbliche Mitarbeiter 38 (Vorjahr 36)
Kaufmännische Mitarbeiter 30 (Vorjahr 30)

Abschlussprüferhonorar

Eine Angabe zu dem vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar erfolgt mit Verweis auf § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB nicht. Die entsprechende Angabe wird auf schriftliche Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer an diese übermittelt.

Geschäftsführer

Geschäftsführer der Firma Kniel System-Electronic GmbH in Karlsruhe waren im Berichtszeitraum:

-Herr Dipl. Ing. (FH) Helmut Kniel, Karlsruhe

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

-Herr Stefan Wagner, Walzbachtal

Der Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft mit einem weiteren Geschäftsführer oder zusammen mit einem Prokuristen.

Bezüglich der Angaben zu den Gesamtbezügen wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Einzelprokura im Berichtszeitraum wurde erteilt:

-Herrn Eduard Richter, Eggenstein-Leopoldshafen

In den sonstigen Forderungen ist ein Vorschussbetrag in Höhe von 2,2 T€ an einen Geschäftsführer enthalten. Eine Verzinsung erfolgt aufgrund der kurzfristigen Laufzeit nicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Karlsruhe, 31. März 2024

Dipl-Ing. (FH) Helmut Kniel

Stefan Wagner

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- u. Verlustrechnung, Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 326 ff. HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht hat der Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kniel System-Electronic GmbH, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Kniel System-Electronic GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Kniel System-Electronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreter ist für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus hat er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Ettlingen, 10. Januar 2025

Manfred Hättig, Wirtschaftsprüfer

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