Agora Invest GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Burkhard Mathias Kurzeia seit 15.4.2019 | Geschäftsführer |
Michael Fritz Legnaro seit 15.4.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Burkhard Mathias Kurzei | 33.33% |
| 33.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Agora ADVICE GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG zum 31.12.2023AGORA ADVICE GmbH, DüsseldorfAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der AGORA ADVICE GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für mittlere Kapitalgesellschaften unter besonderer Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Wertpapierinstitute (§§ 340ff HGB) aufgestellt. Außerdem wurde der Jahresabschluss nach den Vorschriften des GmbHG sowie nach der für Wertpapierinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Düsseldorf. Die Anschrift lautet: Franz-Rennefeld-Weg 2-6 40472 Düsseldorf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister Düsseldorf unter der Registernummer 86362 registriert. Geschäftszweigtypische Ergänzungen der Gliederung Die vorliegende Gliederung basiert auf geschäftszweigtypischen Formblättern gemäß § 330 HGB. Dabei wurde das Formblatt 1 nach RechKredV als Grundlage herangezogen und in Einzelheiten ergänzt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss der AGORA ADVICE GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, angesetzt. Die Guthaben/Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten wurden auszugskonform gebucht. Zwischen den einzelnen Bilanzposten und den Kontoauszügen zum Bilanzstichtag besteht volle Übereinstimmung. Immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen der Pensions- und sonstigen Rückstellungen sowie auf steuerliche Verlustvorträge wurde in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen wurden ausreichend bemessen und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag Rechnung. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Der Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Die Gesellschaft geht derzeit von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Bezüglich möglicher bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf die Aussagen der Geschäftsführung im Lagebericht. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus der Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 zu entnehmen. Bei den Barreserven bzw. Forderungen an Kreditinstituten i.H.v. 522.885,66 EUR (Vorjahr 902.957,75 EUR) handelt es sich ausschließlich um Guthaben auf den Geschäftskonten bei der Volksbank Düsseldorf Neuss eG und Sparkasse Bochum. Die Forderungen an Kunden aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum 31.12.2023 auf 170.000,00 EUR (Vorjahr 176.000,00 EUR). Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr beträgt 0,00 EUR. Als aktive Rechnungsabgrenzung wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei den Provisionserträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Beratung zur Plazierung von Fondsanteilen und festverzinslichen Wertpapieren. Der Steueraufwand in Höhe von 48.029,05 EUR setzt sich zusammen aus Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag (23.986,00 EUR), Gewerbesteuer (23.685,00 EUR) sowie Kapitalertragsteuer (358,05 EUR). Sonstige Angaben Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Burkhard Kurzeia, Geschäftsführer Finanzen, Risk Management Michael F. Legnaro, Geschäftsführer Vertrieb u. Marketing Im Berichtszeitraum wurde neben den beiden Geschäftsführern durchschnittlich zwei Mitarbeiter beschäftigt. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor das Jahresergebnis in Höhe von 105.812,23 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, 19. März 2024 gez. Burkhard Kurzeia gez. Michael F. Legnaro Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die AGORA ADVICE GmbH ist ein Finanzdienstleister mit der Erlaubnis zur Erbringung von Finanzdienstleistungen gemäß Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Für die Anlagevermittlung und Anlagenberatung bestehen die Zuordnungen nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 Nr. WpIG und § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG. Gegenstand des Unternehmens ist
Wirtschaftsbericht Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Nach dem Rückgang des preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im 3. Quartal um 0,1 Prozent ist angesichts der aktuellen Monatsindikatoren wie Auftragseingänge und Industrieproduktion auch für das Jahresendquartal ein erneuter, leichter Rückgang des BIP wahrscheinlich. Vor allem die bis zuletzt positive Investitionsentwicklung dürfte sich angesichts der schwächeren Auftragslage, der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und der Sonderentwicklung im dritten Quartal im Zuge des Auslaufens der "Umweltprämie" abschwächen. Gleichzeitig lassen jüngste konsumnahe Indikatoren wie die Umsätze im Einzelhandel und im Gastgewerbe eine Stabilisierung des privaten Konsums - allerdings auf niedrigem Niveau - erwarten. Jüngste Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima, die ZEW-Konjunkturerwartungen oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass Unternehmerinnen und Unternehmer zum Jahresende etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Auch private Haushalte scheinen im Zuge der rückläufigen Inflationsraten und wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer, was sich im GfK-Konsumklima in einer gestiegenen Anschaffungsneigung und rückläufigen Sparabsichten - wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau - niederschlägt. Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. In Deutschland hat neben den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte zu einer weiteren selbstgemachten Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven geführt. Weltwirtschaft tritt weiter auf der Stelle Die Schwächephase der weltweiten Industriekonjunktur hat über das Gesamtjahr 2023 angehalten. Vor dem Hintergrund der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und einer schwachen weltweiten Nachfrage, hat die Industrieproduktion mit Daten vom September 2023 gegenüber dem Vormonat mit +0,2 % nur geringfügig expandiert. Die globalen Einkaufsmanagerindizes lagen im November in vielen wichtigen deutschen Absatzmärkten unterhalb der Wachstumsschwelle (z.B. im Euroraum und in Osteuropa). Der Stimmungsindikator von S&P Global ist im November leicht gestiegen und liegt mit 50,4 Punkten nur wieder knapp über der Wachstumsschwelle. Die Stimmung verbesserte sich zuletzt sowohl im Verarbeitenden Gewerbe (von 48,8 auf 49,3 Punkte) als auch bei den Dienstleistern (von 50,4 auf 50,6 Zähler). Insgesamt bleiben die weltwirtschaftlichen Wachstumsaussichten aber verhalten. Der Welthandel legte im September gegenüber dem Vormonat zwar leicht zu (+0,7 %), der RWI/ISL-Containerumschlag-Index ist im Berichtsmonat Oktober (saisonbereinigt) aber wieder etwas gefallen (von 125,5 auf 125,0 Punkte). Während der Containerumschlag in chinesischen Häfen stützte, ging der Nordrange-Index für europäische Häfen etwas zurück. Darüber hinaus weist der Kiel Trade Indikator für den Berichtsmonat November aktuell auf einen weiteren Rückgang des Welthandels von -0,9 % hin. Seitens der Weltwirtschaft sind damit für den deutschen Außenhandel kurzfristig kaum Impulse zu erwarten. Auch für den weiteren Verlauf erwarten internationale Organisationen nur eine verhaltene Erholung. Sowohl für das laufende Jahr als auch für das Jahr 2024 rechnet die OECD in ihrer November-Prognose nur noch mit einem Anstieg des realen Welthandels um +1,1 % bzw. +2,7 %. Auch für das Welt-BIP werden unterdurchschnittliche Expansionsraten erwartet (2023: +2,9 % 2024: +2,7 %), nicht zuletzt wegen der sich abschwächenden Entwicklung in den USA (2023: +2,4 %, 2024: +1,5 %) und in China (2023: +5,2 %, 2024: +4,7 %). Im Euroraum dürfte es laut OECD-Prognose nach einem schwachen Jahr 2023 (+0,6 %) bei weiter rückläufiger Inflation, steigenden Realeinkommen und einer Stabilisierung der Industriekonjunktur wieder etwas bergauf gehen (2024: +0,9 %). Ausblick 2024 1. Zinsen und Inflation Die Zinsentwicklung bleibt der entscheidende Faktor für die weitere Wirtschaftsentwicklung der westlichen Industrienationen. Die Frage, ob der Kampf gegen die Inflation gelingt und damit der restriktive Kurs der Notenbanken ein Ende findet, wird sich im 1. Quartal, spätestens im 2. Quartal 2024 entscheiden. Dieses Momentum ist auch für die Entwicklung der Immobilienmärkte, neben den Regularien, Genehmigungsprozessen und Förderprogrammen, die nahezu alle in Deutschland gestoppt wurden, und die Bewertung von Immobilieninvestments bedeutend. Auf der einen Seite vergleichen institutionellen Anleger ihren Zinsreturn aus den Anlagen in Fixed-Income Produkten mit denen aus Immobilieninvestments und erwarten, dass die IRRs aus Immobilien oberhalb risikofreier Bonds- oder Geldanlagen liegen. Nach vielen Jahren des Zinsvorteils für Immobilien hat sich im Jahr 2023 das Umfeld gedreht. Geldanlagen und/oder Bondsanlagen haben höher rentiert. Zudem hat der Markt nach Jahren des Aufwärtstrends diesen verlassen und es waren erstmals wieder fallende Marktpreise zusehen. Als Folge haben Institutionelle ihre Quoten nicht erhöht bzw. sogar reduziert. Neuinvestments blieben fast vollständig aus. Auf der anderen Seite führt ein Zinsanstieg zu höheren Refinanzierungskosten. Waren in den letzten Jahren Finanzierungsmittel für Bauherren und Immobiliengesellschaften zum Nulltarif zu erhalten, haben sich die Zinskosten im Verlauf des Jahres sprunghaft erhöht. Gerade das Tempo in den Zinsschritten hat den Markt auf dem falschen Fuß erwischt. Hinzu kam, wie immer in solchen Phasen von Unsicherheit, eine nochmals stärkere Zurückhaltung seitens der traditionellen Kreditgeber. Damit bleibt ein Blick auf die Zinsmärkte, die wiederum von der Inflationsentwicklung abhängen, wichtig zur Einschätzung des weiteren Verlaufes des Immobilienmarktes: Die US-Inflationsrate nähert sich derzeit weiter dem erklärten Zwei-Prozent-Ziel der Fed - wenn auch nur sehr langsam. Die US-Inflation hatte im November demnach um 3,1 % zugelegt - etwas langsamer als im Oktober mit 3,2 %. Die Inflationsrate für Deutschland wurde mit 3,2 % ermittelt. In der gesamten Euro-Zone sind die Inflationsraten zum Jahreswechsel deutlich zurückgegangen. Die sogenannte Kerninflationsrate der USA, die Lebensmittel- und Energiekosten ausschließt, ist jedoch im vergangenen Monat um 0,3 % gestiegen. Sie kletterte damit im Vergleich zum Vorjahresmonat ein zweites Mal in Folge um 4 %. Die Kerninflationsrate gilt als Indikator für den mittelfristigen Preistrend. Die großen Notenbanken hatten den Leitzins im Kampf gegen die Inflation seit Frühjahr 2022 von 0,25 % in mehreren Schritten auf bis zu 5,25 % (USA) stark angehoben. Die EZB ist den Schritten der FED verspätet gefolgt. Auf der Sitzung im Dezember belässt die US-Notenbank Fed die Zinsen erneut unverändert. Der Leitzins liegt damit weiterhin in der Spanne zwischen 5,25 und 5,50 % und somit auf dem höchsten Wert seit 22 Jahren. Gleichzeitig deutete die Fed drei Zinssenkungen im kommenden Jahr an. Der Dow-Jones-Index reagierte mit einem Sprung um mehr als 500 Punkten und schloss auf einem Rekordhoch. Der DAX reagierte ebenfalls sehr positiv und hat zum ersten Mal die 17.000 Punkte-Marke überschritten und bewegt sich zum Jahresende auf einem Niveau von > 16.500 Punkten. Powell begründete die Entscheidung der FED bei der Pressekonferenz, dass die Zentralbank davon ausgehe, dass die US-Wirtschaft in den letzten Monaten des Jahres an Schwung verliere. "Jüngste Indikatoren deuten darauf hin, dass sich das Wachstum der Wirtschaftstätigkeit gegenüber dem überdurchschnittlichen Tempo des dritten Quartals deutlich verlangsamt hat. Dennoch wird das BIP im Gesamtjahr voraussichtlich um 2,5 % wachsen", so Powell. Der Beschäftigungszuwachs habe sich seit Anfang dieses Jahres abgeschwächt, sei aber nach wie vor hoch, und die Arbeitslosenquote sei mit 3,7 % niedrig geblieben. Die Inflationsprognosen in Deutschland für das Jahr 2024 liegen im Jahresmittel bei 2,6 % nach 6 % im Jahr 2023. Bei den monatlichen Zahlen muss beachtet werden, dass es hier zu Verwerfungen kommen kann, da die Vorjahreszahlen zum Beispiel durch Sondereffekte, die im Jahr 2024 auslaufen - Maßnahmen der Politik - verfälscht werden. So wird die Übernahme der Abschlagsrechnungen im Dezember 2022 die "reine" Inflationszahl für den Monat Dezember 2023 verfälschen. Dennoch sind wir für das Gesamtjahr 2024 bei der Zinsentwicklung optimistisch. Die Prognosen für die Zinsentwicklung in den USA für das Jahr 2024 liegen um bis zu 150 bp niedriger. Die Zinsprognosen für Deutschland liegen bei unter 3 %, was eine deutliche Verbesserung in der Refinanzierung für die gesamte Wirtschaft bedeutet. Zinsen für Baukredite haben sich zum Jahresende bereits deutlich abgeflacht. Lag der Durchschnittszins für private Bauherren im Oktober noch bei 4,02 %, ist er im November auf durchschnittlich 3,34 % gefallen. Im Zuge der Zinsprognosen für 2024 gehen die Experten von einem weiteren Zinsrückgang bis auf die Marke von 2,5 % für eine zehnjährige Zinsbindung aus. Dies erhöht die Attraktivität für private Wohnimmobilien. Bei gleichzeitig stark steigenden Kaltmieten liegt die Rendite für Investoren in Neubauprojekte oder Neubaueinheiten wieder deutlich oberhalb der Fixed-Income-Renditen. Die Effekte aus sinkenden Zinsen und steigenden Kaltmieten, die zu einer deutlichen Renditeerhöhung für Immobilieninvestments führen, werden den Markt wiederbeleben. Zugleich sehen wir eine "Polarisierung" der Konditionen: Der Zinsunterschied für die Finanzierung älterer Gebäude in unattraktiven Lagen einerseits und moderne Immobilien an gefragten Standorten andererseits werde zunehmen. Quelle: Bloomberg/IWF
2. Klimaziele Wegen der verschärften politischen Klimaziele sind neue / zusätzliche Anforderungen in vielen Bereichen, wie z. B. dem Wohnungsbau, der Verkehrspolitik und der Industrieproduktion zu erwarten. Die geplanten Maßnahmen werden nicht umsonst zu haben sein. Inwieweit staatliche Förderprogramme die Kostensteigerungen abfedern, ist momentan noch nicht abzuschätzen. Hier werden im Laufe des Jahres konkretisierte Ansätze der Regierung und eine Neuordnung der Förderprogramme erwartet. Aufgrund der zum Ende des Jahres 2023 zunehmenden Kritik an den ausufernden Plänen für die Klimapolitik und den Green Deal der EU sehen wir im Jahr 2024 keine weitere Verschärfung der Klimaziele in Deutschland und Europa. 3. Wirtschaftsentwicklung
Die Wachstumsraten der westlichen Wirtschaftsnationen sind im Jahr 2023 erheblich zurückgegangen. Die Maßnahmen der Zentralbanken - stark erhöhte Zinssätze - haben die Volkswirtschaften stark belastet. Neben dem weiterhin existenten Ukraine-Krieg haben die wirtschaftlichen Spannungen mit China, die Restriktionen im Russlandkonflikt und der zum Jahresende neu ausgebrochene Palästinakonflikt die Stimmung über das ganze Jahr 2023 eingetrübt. Die Produktionszahlen in der Industrie, die zunehmende Einschränkung des privaten Konsums hat das Wirtschaftsgeschehen besonders in Europa belastet. Während sich die Daten in den USA trotz der Belastungen in der Weltwirtschaft, den weiter hohen Rohstoff- und Energiepreisen nur gering verändert haben, sind die Daten in Europa in die Nähe einer Rezession gefallen. Der Wachstumsmotor in Europa - Deutschland - leidet im Moment am meisten. Die BIP-Zahlen sind für das Gesamtjahr auf nahezu "Null" gefallen und auch im Jahr 2024 wird keine starke Gegenbewegung gesehen. In Deutschland belasten besonders die durch die verfehlte Energiewende die Produktionskosten. Hinzu kommen Tarifkonflikte durch die gestiegenen Inflationszahlen und die verfehlte Wirtschaftspolitik der amtierenden Ampelregierung. In Deutschland war das beherrschende Thema über das gesamte Jahr der Ukraine-Krieg und die Neuordnung der Energieversorgung. Die Umstellung auf neue "Energiequellen" wird der Wirtschaft und den privaten Haushalten viel Kraft abverlangen. Die Kosten für die energetische Umstellung belasten die Tragfähigkeit des deutschen Wirtschaftsmodells. Waren die Energiekosten schon im letzten Jahrzehnt in Deutschland und Europa hoch werden diese nochmals deutlich ansteigen. Inwieweit bestimmte Fertigungsprozesse am bisherigen Standort noch Sinn machen, bleibt eine spannende Fragestellung. Im Extremfall ist mit der Abwanderung von Betrieben zu rechnen (siehe BASF), vor allem dann, wenn die CO 2 neutralen Produkte nicht anerkannt werden. 4. Immobilienmarkt 2023 und Ausblick 2024 Die Immobilienmärkte weltweit haben 2023 einen Rückgang des Transaktionsvolumens hinnehmen müssen. Nach den ersten drei Quartalen lag das Gesamttransaktionsvolumen laut Jones Lang Lasalle (JLL) bei 423 Milliarden US-Dollar - 2022 verbuchte der Markt zu diesem Zeitpunkt 851 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Rückgang von rund 50 %. Es ist der niedrigste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. Das dritte Quartal 2023 konnte nur noch 131 Milliarden Dollar beisteuern und lag damit 46 % unter dem Vorjahreswert. Den stärksten Rückgang des Transaktionsvolumens verbuchte die Region Amerika mit einem Minus von 55 %. Dennoch ist dieser Markt mit 237 Milliarden Dollar, nach 526 Milliarden Dollar im Vorjahr, weiterhin die dominante Weltregion. Gründe für den Einbruch:
Ebenfalls gut die Hälfte des Vorjahresvolumens verlor auch die Region Emea. Nach drei Quartalen beläuft sich das Transaktionsvolumen auf 111 Milliarden Dollar nach 226 Milliarden Dollar im Vorjahr. In der Apac-Region ging das Transaktionsvolumen um 24 % von 98 Milliarden auf 75 Milliarden Dollar in den ersten neun Monaten zurück. Die größte Gefahr für das kurzfristige gesamtwirtschaftliche Umfeld im Jahr 2024 stellt vor allem eine zu zögerliche Haltung der Zentralbanken in Bezug auf die Eindämmung der Inflation dar. Auch wenn die Zinssätze ihren Höhenpunkt erreicht haben dürften, werden sie wahrscheinlich noch länger bis weit in das Jahr 2024 auf diesem Niveau verharren. Darum sollte laut der Verantwortlichen bei Savills IM bei der Suche nach geeigneten Opportunitäten der Schwerpunkt auf den Fundamentaldaten liegen. Zudem sind Klimaneutralität sowie Nachhaltigkeitsbestrebungen für Investoren extrem wichtig. Maßnahmen zur Senkung der objektspezifischen Betriebskosten und zum Schutz vor veralteten Objekten, die den gesetzlichen Anforderungen nicht gerecht werden, bleiben unerlässlich. 4.1 Stimmung in Deutschland In Deutschland wurden nach vielen Jahren des ungebrochenen Aufwärtstrends bei den Preisen für Wohneinheiten im Jahr 2023 rückläufige Preise gesehen. Horrormeldung über einen Preisverfall von bis zu 30 % haben die Marktteilnehmer aufgeschreckt. Wie immer in solchen Phasen kommt eine genauere Betrachtung erst im Zeitablauf. Nach Analyse der Preisdaten stellt sich heraus, dass die Preise für unsanierten Altbestand am stärksten betroffen waren, während die Preise für energieeffiziente Neubauten oder saniertem Altbestand kaum betroffen waren. Die politischen Maßgaben rund um das Heizungsgesetz haben die Sanierungskosten in die Bewertung des jeweiligen Angebots einfließen lassen und somit zu den benannten Rückgängen maßgeblich beigetragen. Ein Blick auf den Gebäudebestand nach Energieklassen zeigt welche Auswirkungen der Fokus der Politik auf Energieeffizienz und Klimaverträglichkeit für Deutschland hat und auch über das Jahr 2024 haben wird. Hierzulande hat sich der Pessimismus unter den Immobilienfinanzierern ein wenig gelegt. Ein Grund ist, dass aus Sicht der befragten Experten, die bei Banken und anderen Finanzierern mit der Vergabe von Krediten an Immobilienunternehmen betraut sind, die Liquiditätskosten nicht mehr oder langsamer steigen. Für Zuversicht sorgt demnach auch der Rückgang der Inflationsrate auf 3,2 % im November. Außerdem ist der Zehn-Jahres-Zinsswap zuletzt auf unter 3 % gefallen. Die durchschnittliche Marge für Bestandsfinanzierungen ist gegenüber dem Vorquartal von 220,5 auf 262,3 Basispunkte gestiegen, die für Projektfinanzierungen von 306,6 auf 359,8 Basispunkte. Für Immobilienkredite mit zehn Jahren Laufzeit ergab sich seit Oktober ein Rückgang der Bauzinsen um rund 0,8 Prozentpunkte. Der durchschnittliche Bauzins bei einer 10-jährigen Zinsbindung fiel auf einen Wert von 3,16 %. Zum Jahresanfang gab es erste Angebote für Kunden mit guter Bonität auf dem Niveau von 2,93 %. Damit nehmen die Bauzinsen bereits die erwarteten Zinssenkungen und fallende Inflationsraten vorweg. Die Loan-to-Costs der Entwicklungsfinanzierungen sind leicht um 1,2 Prozentpunkte auf 69,8 % gestiegen, während die Loan-to-Values der Bestandsfinanzierungen um 1,6 Prozentpunkte auf 62,6 % gefallen sind. Die langjährige Entwicklung beider Werte weist allerdings nach unten. Die Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet sinkende Zinsen bis unter 3 % im Laufe des Jahres 2024, analog zu einer fallenden Inflation auf durchschnittlich 2,6 % (Vorjahr 2023 = 6 %). Absehbar ist auch, dass die Zinsen für variable Finanzierungen wieder günstiger werden als langfristige Zinsfestschreibungen. Das wird für eine gewisse Normalisierung sorgen, auch wenn das Marktumfeld schwierig bleibt. Insgesamt ist jedoch festzustellen, dass sich die Stimmung am Markt mit jedem Monat zum Jahreswechsel hin leicht verbessert hat. Der Beschluss der Bundesregierung zur Einführung der degressiven AfA, also der steuerlichen Abschreibung für Vermieter von Neubau-Wohnimmobilien, hat für eine Belebung gesorgt. Bei Eigentumswohnungsprojekten ist die Nachfrage in besonderen und/oder besseren Lagen und in Ballungsräumen ungebrochen. Einige Projektentwickler berichten im 4. Quartal davon, dass sie hier mit dem Einzelvertrieb gestartet haben und im Segment Eigentumswohnungen im 4. Quartal so viel Umsatz gemacht haben, wie in den ersten neun Monaten zusammen. Im privaten Sektor zeigt ein Blick auf die Vermögensbilanz der privaten Haushalte in Deutschland, dass in Deutschland Eigentum an Immobilien im Vergleich mit den anderen europäischen Staaten geringer ist - Mietwohnungen dominieren das Marktsegment - und sich hieraus auch aufgrund der vorhandenen Vermögen und dem geringen Verschuldungsgrad Potential vorhanden ist. Bei Mieten von netto 18 € bis 20 € für Neubauten in den Ballungsräumen, weiter steigenden Mieten und zurückgehenden Zinsen wird die Nachfrage nach eigenem Wohnraum wieder zunehmen. Das Geldvermögen der privaten Haushalte erhöhte sich im zweiten Quartal um 94 Milliarden € auf 7,49 Billionen €, wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Die Verbindlichkeiten der Haushalte legten im zweiten Quartal minimal um fünf Milliarden € auf 2,14 Billionen € zu. Die Verschuldungsquote der Haushalte sank um 0,7 Prozentpunkte auf 53,6 %. Bei den Zahlen zum Geldvermögen berücksichtigt die Bundesbank neben Bargeld, Bankeinlagen und Wertpapieren auch Ansprüche gegenüber Versicherungen. 4.2 Preisentwicklung Immobilien 2023 und Ausblick 2024 Die Perspektive des Sektors Wohnimmobilien weist eine deutlich bessere Perspektive für 2024 aus. Die wichtigsten Fundamentaldaten bleiben bestehen: eine geringe Bautätigkeit, steigende Mieten und eine hohe Zuwanderung stützten die Nachfrage. Deutsche Wohnimmobilien versprechen sichere sowie steigende Erträge. Das gilt insbesondere für Neubauten, während im Bestand Risiken durch weitere Regulierungen bestehen. In den nächsten Jahren gibt es so gut wie kein Abwärtsrisiko bei den Neuvertragsmieten. Während der Mangel an Wohnraum so groß ist wie seit Jahrzehnten nicht, werden deutlich weniger neue Wohnbauprojekte angegangen und viele bereits angestoßene Projekte verschoben oder abgebrochen. Die vielerorts bereits sehr niedrigen Leerstandsraten dürften demnach weiter zurückgehen, sodass das Risiko struktureller Leerstände in vielen Portfolios auf ein Minimum reduziert wird. Investoren können weiter mit langfristig steigenden Mieten kalkulieren. Bei den Bestandsverträgen sei ein Mietrückgang zudem praktisch unmöglich. Demnach lag der "marktaktive Leerstand" - also Geschosswohnungen, die unmittelbar vermietbar oder mittelfristig aktivierbar sind - Ende 2022 geschätzt bei 2,5 % oder rund 554.000 Wohneinheiten. Dies sei ein weiterer Rückgang von 53.000 Wohneinheiten zum Vorjahr. Schon die Leerstandsentwicklung im Jahr 2022 war geprägt durch die Zuwanderung von rund einer Million Menschen aus der Ukraine und führte neben anderen Faktoren zu dem größten Rückgang seit 20 Jahren. Da sich die Fluchtbewegung viel gleichmäßiger übers Land verteilt habe als frühere Zuwanderungen, gibt es erstmals in keinem einzigen der 400 Landkreise in Deutschland einen Anstieg des Leerstands. Bis 2025 werde sich die Lage eher verschärfen. Zwar habe sich die Zuwanderung aus dem Ausland beruhigt. Doch die Zahl der fertiggestellten Wohnungen werde wegen des Anstiegs der Zinsen und Baukosten zeitverzögert einbrechen. Damit seien eine weitere Verknappung und in der Folge weitere Mietanstiege programmiert. Die niedrigsten Leerstandsquoten gab es laut der Analyse in München (0,1 %), gefolgt von Frankfurt am Main, Münster und Freiburg (je 0,2 %) sowie Erlangen (0,3 %). Am anderen Ende der Skala standen im Westen Pirmasens (8,6 %) sowie Frankfurt/Oder (8,4 %) und Dessau-Roßlau (8,3 %) im Osten. In einem angespannten Mietmarkt mit einer Fluktuationsrate von durchschnittlich nur noch rund 5 %, die knappheitsbedingt womöglich noch weiter absinkt, könnten sich Investoren daher sicher sein, dass ihre Erträge langfristig mindestens stabil bleiben werden. Eine derart langfristige Absicherung der Erträge nach unten bietet kaum eine andere Anlageklasse. 4.3. Preise und Mieten steigen im vierten Quartal 2023 Die Mieten sind im Jahr 2023 weiter stark angestiegen. Im vierten Quartal 2023 wurden für Bestands-Mietwohnungen deutschlandweit 1,6 % mehr als im Vorquartal und 5,8 % mehr als im Vorjahreszeitraum aufgerufen. Bei Neubauten stiegen die Angebotsmieten deutschlandweit um 1,4 beziehungsweise 7,7 %. Zwar ist die Nachfrage nach Mietwohnungen leicht zurückgegangen, sie bleibt jedoch insbesondere in den acht größten deutschen Städten auf einem hohen Niveau. Hierbei zeigten sich in den Metropolen neue Preisrekorde bei Neubauten. In München zahlt man durchschnittlich 24 € pro Quadratmeter, in Berlin sind Neubauwohnungen 20 % teurer als noch vor einem Jahr. Hier liegt der Quadratmeterpreis mittlerweile bei 19,45 €. Die Hauptstadt bleibe der angespannteste Mietmarkt Deutschlands. Auch in Stuttgart (+14,6 %), Köln (+14,1 %) und München (+12,8 %) stiegen die Angebotspreise prozentual zweistellig. Am Kaufmarkt wurden nach einem eher von Zurückhaltung geprägten Jahr zum Jahresende ein Aufschwung registriert. Bei Neubauwohnungen zeigte sich demnach im vierten Quartal ein klarer Aufwärtstrend der Angebotspreise. Neue Eigentumswohnungen verteuerten sich im vierten Quartal deutschlandweit im Schnitt um 2,4 % zum Vorjahreszeitraum, neue Häuser sogar um 2,9 %. Im Bestand gab es dagegen noch leichte Rückgänge - bei Eigentumswohnungen von 1,6 %, bei Häusern von 0,5 %. 5. Positionierung AGORA GROUP / AGORA INVEST REM 2 Wir werden auch im Jahr 2024 unsere Positionierung nicht verändern Die Agora Group wird ihren Fokus weiterhin auf das Wohn- und Sozialsegment setzen. Hierfür sprechen harte Fakten, die fundamental die weitere Entwicklung dieser Segmente bestimmen wird. Fakt 1: Wir haben in Deutschland ein nicht ausreichendes Angebot an verfügbarem Wohnraum!! Der Fehlbestand wird aufgrund der Zuwanderung und der wachsenden Bevölkerung auf nahezu 700.000 Wohneinheiten gesehen. Katastrophal niedrige Leerstandsraten bestimmten den Zustand in den Metropolen (Berlin 0,2 %, München 0,4 %) und auch vermehrt im Umland. Auch in der zweiten Reihe, in der aufgrund der Preisentwicklung in den Metropolen eine stark erhöhte Nachfrage einsetzt, ist das Angebot überschaubar. Fakt 2: Die demografische Entwicklung ist vorbestimmt. Sehr häufig kann man den Eindruck gewinnen, dass wir hier von einer eventuellen Prognose sprechen. Dabei sind die Daten harte Fakten. Die Menschen, die in den nächsten 10 oder 20 Jahren versorgt werden müssen, leben bereits heute und sind damit klar zählbar. Die vorherrschende Mangellage, die sich mit jedem Jahr verstärkt, kann nur durch neue Projektentwicklungen für ein altersgerechtes Wohnraumangebot und "Servicezentren" abgebaut werden. Für unseren Fonds erwarten wir im Laufe des neuen Jahres ein deutlich verbessertes Anlageumfeld. Der weiterwachsende Fehlbestand an Wohneinheiten, der sich durch die weiterhin stabilen Bevölkerungszahlen bei stark rückläufigem Angebot ergibt, wird zwangsläufig zu einer Stabilisierung der Preise und höheren Mietpreisen führen. Die Ballungsräume weisen bereits heute historisch tiefe Leerstandsraten auf, die sich auch im Jahr 2024 nicht abbauen werden. Damit bleiben die wichtigen Fundamentaldaten erhalten: Mangelndes Angebot bei stabiler bis steigender Frage halten die Preise beim Erwerb und den Mieten hoch. In Verbindung mit fallenden Zinseinnahmen bei Anlagen im Fixed-Income-Bereich - 10-jährige Bundesanleihen werden bei ca. 2 % gesehen - werden Wohninvestments wieder attraktiver für die Investoren. Durch die steigenden Mieten werden wir hier wieder IRR's von 3,5 bis 4,5 % sehen. Dabei berücksichtigen wir auch, dass die Baukosten nicht weiter steigen und die Handwerkerleistungen durch die reduzierte Nachfrage im Jahr 2023 nochmals günstiger werden. In unseren bevorzugten Segmenten - Wohnimmobilien neu und Sozialimmobilien - waren auch im Jahr 2023 keine größeren Preisrückgänge zu verzeichnen und somit erwarten wir für das Jahr 2024 eine weitere Stabilisierung wie auch mittelfristig wieder steigende Preise. Die Berücksichtigung von ausgewählten Standorten, die Fokussierung auf energieeffiziente Wohneinheiten und die von uns vom Projektentwickler verlangte zusätzliche Absicherung bei der Vergabe der Finanzierungsmittel verringert das Ausfallrisiko deutlich. Die Zinsen für die Vergabe der Tranchen sind im Jahr 2023 stabil geblieben und werden im Jahr 2024 nicht dem Markttrend fallender Zinsen folgen, sondern aufgrund der weiterhin zurückhaltenden Finanzierungsbereitschaft auf dem hohen Niveau verharren. Damit ergeben sich für den Investor in einem verbesserten Marktumfeld weiterhin ein hoher ROI bei einem geringen Ausfallrisiko. Besonders im Vergleich zu einer Fixed-Income-Anlage ergibt sich somit eine risikoadäquate Mehrrendite. Im Gesamtjahr 2023 haben wir, trotz einer hohen Dotierung von "freiwilligen" Rückstellungen auf über 3,5 Mio. €, eine Wertsteigerung von nahezu 6 % erreicht, die wir im Jahr 2024 als unteren Wert für die Entwicklung des Fonds annehmen. Neben der positiven Erwartung für das Immobilienumfeld sehen wir im Jahr 2024 auch ein positiveres Umfeld für Kapitalzusagen seitens institutioneller Investoren. Wir konnten auch im Jahr 2023 beweisen, dass unsere Anlagepolitik zielführend war und uns die Turbulenzen anderer Anbieter bisher erspart blieben. Aufbauend auf diesen positiven Erfahrungen sollten wir uns wieder besser im Markt positionieren können und stärker in den Anlagefokus der Investoren gelangen. Geschäftsverlauf Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2023 kann für die Gesellschaft unter Bezugnahme auf die schwierigen Rahmenbedingungen im gesamten deutschen Immobilienmarkt als "gut positioniert" eingeschätzt werden. Aufgrund der allgemeinen Situation und der weniger positiven Erwartung für den Immobilienmarkt konnten wir im Verlauf des Jahres kein neues Anlagekapital für unsere Fonds generieren. Die Investoren hielten sich insgesamt mit Neuengagement deutlich zurück und waren weiterhin primär mit der Neuadjustierung - je nach eigener Einschätzung - ihrer Kapitalanlagen beschäftigt. Erschwerend für die Investitionsentscheidungen waren die negativen Meldungen aus dem Marktumfeld der Projektentwickler und die daraus resultierende Immobilienpreisentwicklung. Einer unserer Fonds hat aufgrund dieser Situation im Herbst die Annahme von Rückgabeanträgen gestoppt, was die Akquisition von Neuanlagen ebenfalls erschwert hat. Unsere Erträge haben wir im Jahr 2023 im Wesentlichen aus Bestandsprovisionen der betreuten Fonds erzielt. Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem positiven Nachsteuerergebnis von 105.812,23 € abgeschlossen. Ertragslage Die Erträge für das Jahr 2023 beliefen sich auf 2.274 T€ (Vorjahr 2.899 T€). Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betrugen 716 T€ (Vorjahr 868 T€) im Jahr 2023. Die Eigenkapitalrentabilität lag bei 16,1 % (Vorjahr 67,0 %), die Kosten-Ertrags-Relation lag bei 6,7 % (Vorjahr: 30,9 %). Finanzlage Das gezeichnete Kapital betrug zum Ende des Geschäftsjahres 90 T€. Zusammen mit den nicht ausgeschütteten Jahresüberschüssen und dem Jahresergebnis nach Steuern in Höhe von 105 T€ war die Gesellschaft zum Bilanzstichtag mit 80,4 % (Vorjahr: 75,1 %) Eigenkapital finanziert. Kredite und/oder eingeräumte Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen Liquidität war über das gesamte Geschäftsjahr ausreichend verfügbar. Das Unternehmen gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an. Vermögenslage In den Vermögensanlagen der Gesellschaft sind im Wesentlichen Forderungen gegen Kreditinstitute i. H. v. 523 T€ (Vorjahr: 903 T€) enthalten. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ab. Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage Die Ertragslage der Gesellschaft für das Jahr 2023 kann als ausreichend beurteilt werden. Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde allen erkennbaren Risiken durch Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Zins- und Währungsrisiken sind nicht vorhanden. Mitarbeiter Zum Jahresende beschäftigte die Gesellschaft (einschließlich Geschäftsleitung) 4 Mitarbeiter. Risikobericht Die Gesellschaft hat als maßgebliche Risiken, die das Unternehmen im Ganzen gefährden könnten, nachfolgende Risiken identifiziert: Liquiditätsrisiken Unter das Liquiditätsrisiko subsumiert die Gesellschaft alle Risiken, die dazu führen können, dass zum Begleichen fälliger Zahlungen benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Refinanzierungskosten beschafft werden können. Aufgrund der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft resultieren Liquiditätsrisiken primär aus dem verspäteten Eingang bzw. Ausfall von Zahlungen und somit aus dem Adressausfallrisiko. Um frühzeitig ein hier entstehendes Risiko zu erkennen hat die Gesellschaft eine Finanzplanung implementiert. Über die Ergebnisse wird die Geschäftsleitung regelmäßig unterrichtet. Ertragsrisiken Die Gesellschaft unterliegt, wie jedes am Markt operierendes Unternehmen, auch Risiken durch Ertragsausfall. Der geschäftliche Erfolg der Gesellschaft ist wesentlich abhängig von den Erträgen aus der Platzierung von Fondsanteilen und der Entwicklung der ADVISORY-Gebühren. Reduziert oder verzögert sich der Anfall dieser Erträge oder fallen sie ganz weg, hat dies direkte Auswirkungen auf den Erfolg der Gesellschaft. Rückgänge der verwalteten Volumina haben unmittelbaren Einfluss auf die Ertragssituation der Gesellschaft. Im Rahmen des Risikocontrollings werden diese Risiken laufend beobachtet. Operationale Risiken Operationelle Risiken definiert die Gesellschaft als das Risiko von Verlusten, die als Folge von unangemessenen oder unzureichenden internen Verfahren oder Systemen, menschlichem Versagen oder infolge externer Ereignisse sowie Rechtsrisiken eintreten können. Das Institut ist durch eine regelmäßige Risikokontrolle bemüht diese Risiken weitestgehend zu eliminieren und passt Prozesse und Kontrollen im Bedarfsfall kurzfristig an. Aufgrund der zunehmenden Bedrohung der Daten und IT-Systeme durch externe Angriffe unterschiedlichster Art, wird diesem Segment eine erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet. Diesen Risiken wurde durch eine ausgelagerte, gespiegelte Dateninfrastruktur ohne eigene Serverkapazitäten umfassend Rechnung getragen. Dem latenten Risiko das Mitarbeiter(innen) durch nachlässigen Umgang mit den Sicherungssystemen externe Zugriffe erleichtern, wurde sowohl durch die Einführung einer 2-Faktor-Authentifizierung als auch durch interne und externe Fortbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter begegnet.
Düsseldorf, Februar 2024 AGORA ADVICE GmbH gez. Burkhard Kurzeia, Geschäftsleiter gez. Michael F. Legnaro, Geschäftsleiter BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AGORA ADVICE GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AGORA ADVICE GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AGORA ADVICE GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und, dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Daneben umfasste die Prüfung die besonderen Vorschriften für Finanzdienstleistungsinstitute. Die AGORA ADVICE GmbH, Düsseldorf, ist ihren Anzeigepflichten i.S.d. Kreditwesengesetzes grundsätzlich nachgekommen. Es ergibt sich das Bild eines ordnungsgemäß geführten Finanzdienstleistungsunternehmens.
Düsseldorf, 23. Mai 2024 HEUER
SUTOR + PARTNER mbB
Sutor, Wirtschaftsprüfer |
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