Gasversorgung Meiningen GmbHLiquidiert
98617 Meiningen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gasversorgung Meiningen GmbHMeiningenJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Lagebericht zum Geschäftsjahr 20101. Ausgangssituation und Rahmenbedingungen Der Gasversorgung Meiningen GmbH (im folgenden GVM) obliegt satzungsgemäß die Versorgung der Bevölkerung, der öffentlichen Einrichtungen, von Industrie und Gewerbe im Gebiet der Stadt Meiningen und deren Umgebung mit Gas einschließlich der Errichtung und Unterhaltung aller hierzu erforderlichen Anlagen. Das Stammkapital von insgesamt 100 T€ wird zu 55 % von der Stadtwerke Meiningen GmbH (im folgenden SWM) und zu 45 % von der Thüga Aktiengesellschaft, München, gehalten. Im Berichtsjahr galt unverändert der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 10. Juli 2002. Die SWM nimmt auf Grundlage des Geschäftsbesorgungsvertrages vom 28. November 1994 die umfassende technische und kaufmännische Geschäftsbesorgung für die GVM wahr. Mit Inkrafttreten des novellierten Energiewirtschaftsgesetzes zum 7. Juli 2005 und der Netzzugangs- und Netzentgeltverordnungen für Strom und Gas zum 25. Juli 2005 hat der Gesetzgeber die leitungsgebundene Elektrizitäts- und Gasversorgung einem völlig neuen Rechtsrahmen unterstellt. Die Netzentgelte der Netzbetreiber unterliegen nach dem neuen Recht einer Genehmigungspflicht. Erklärtes Ziel des Gesetzgebers ist die Senkung der Netzentgelte und die Schaffung von Wettbewerb um den Endkunden. Dem steht entgegen, dass die sich aus dem geänderten Gesetzesrahmen ergebenden organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen zu beträchtlichen zusätzlichen und preiswirksamen Verwaltungskosten (Beratung, Kalkulation, EDV, interne Personalaufwendungen) führen. Die 2010 einsetzende wirtschaftliche Konsolidierung hat zusammen mit der vergleichsweisen kühlen Witterung des Berichtsjahres zur weiteren günstigen Absatzentwicklung beigetragen. 2. Geschäftsverlauf 2.1 Allgemein Auch im Geschäftsjahr 2010 wurden nahezu alle an das Gasnetz angeschlossenen Kunden durch die GVM versorgt. Netznutzungen fremder Händler zur Versorgung von Kunden lagen nur im geringfügigen Umfang vor. Zum Bilanzstichtag wurden insgesamt 126 Kunden außerhalb des eigenen Netzgebietes versorgt. Seit 2009 unterliegen die Gasnetzerlöse der so genannten Anreizregulierung. Zur Sicherung des Erdgasabsatzes wurde die Verdichtung des Netzes im Stadtgebiet von Meiningen und in der Gemeinde Sülzfeld fortgeführt. Der Absatz über die Erdgastankstelle konnte um 9 % gesteigert werden. Das vom Geschäftsbesorger eingesetzte Personal hat auch im Geschäftsjahr 2010 den sicheren Betrieb bei der GVM gewährleistet. Die Erweiterung und Rekonstruktion des Gasnetzes wurden planmäßig fortgesetzt. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2010 bei einem um 4,6 % gestiegenen Absatz durch eine stabile und sichere Versorgung gekennzeichnet. Der Forderungsbestand befindet sich weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. 2.2 Absatz- und Umsatzentwicklung Der Absatz bei den Kunden mit Jahresverbrauchsabrechnung betrug 132,7 Mio. kWh (Vorjahr: 120,5 Mio. kWh). Die Zunahme ist überwiegend witterungsbedingt, da die Anzahl der Kunden mit 4.498 annähernd konstant blieb. Bei den Sondervertragskunden wurden wie im Vorjahr 145,8 Mio. kWh abgesetzt. Die hierin enthaltene Gasabgabe an die Blockheizkraftwerke der SWM betrug 96,1 Mio. kWh (Vorjahr: 88,2 Mio. kWh). Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 34 Sondervertragskunden versorgt. Über die Erdgastankstelle wurden 2,14 Mio. kWh (Vorjahr: 1,96 Mio. kWh) abgesetzt. Die gesamte Absatzmenge betrug 280,6 Mio. kWh und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Mio. kWh bzw. 4,6 % erhöht. Die bezogene Erdgasmenge betrug 281,4 Mio. kWh. Aus dem Gasverkauf wurden insgesamt Umsatzerlöse von 10.595 T€ gegenüber 11.725 T€ im Vorjahr erzielt. Des Weiteren sind in den Umsatzerlösen enthalten Erlöse aus Netznutzungen fremder Händler, Bauleistungen und aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen mit insgesamt 342 T€ (Vorjahr: 168 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Auflösungen nicht mehr benötigter Rückstellungen. Die Abschreibungen bewegen sich auf Vorjahresniveau. Absatzseitig können künftig bei Annahme vergleichbarer Witterungsverläufe nur geringfügige Steigerungen erwartet werden. Die Absatzentwicklung der GVM ist abhängig von der Entwicklung der einheimischen Industriebetriebe und des mittelständischen Gewerbes. Die Bevölkerungszahlen der Stadt Meiningen und der Gemeinde Sülzfeld stagnieren hingegen seit Jahren, was sich bei der Entwicklung der Kundenanzahl niederschlägt. 2.3 Investitionen Die Investitionen des Geschäftsjahres 2010 betrugen 202 T€ (Vorjahr: 258 T€). Sie betreffen Hoch-, Mittel- und Niederdruckleitungen, Hausanschlüsse sowie Zähler- und Messtechnik. Die Finanzierung erfolgte aus den Abschreibungsgegenwerten. 3. Zusammenfassung der wirtschaftlichen Verhältnisse 3.1 Vermögenslage Bei einer Bilanzsumme von 5.144 T€ (Vorjahr: 5.017 T€) beträgt die bilanzielle Eigenkapitalquote 49,6 % (Vorjahr: 58,2 %). Das Anlagevermögen ist zu 72,8 % (Vorjahr: 80,5 %) durch das bilanzielle Eigenkapital, zu 93,6 % (Vorjahr: 103,4 %) durch Eigenkapital und erhaltene Baukostenzuschüsse und vollständig durch das gesamt verfügbare mittel- und langfristige Kapital gedeckt. Die mittel- und langfristige Finanzierung beurteilen wir damit als solide. 3.2 Finanzlage Die GVM ist auf Grundlage des Geschäftsbesorgungsvertrages in das Liquiditätsmanagement der SWM integriert, wodurch eine den betrieblichen Notwendigkeiten angemessene finanzielle Ausstattung gewährleistet wird. Liquiditätsengpässe traten im Geschäftsjahr 2010 nicht auf. Der Cashflow I (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) betrug 1.908 T€ gegenüber 2.230 T€ im Vorjahr. 3.3 Ertragslage Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 2.215 T€ gegenüber 2.634 T€ im Vorjahr. Das Finanzergebnis verbesserte sich aufgrund der günstigeren Kapitalmarktbedingungen. Das Ergebnis ist mit 630 T€ durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belastet. Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt somit 1.584 T€ gegenüber 1.903 T€ im Vorjahr. 4. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement Im Rahmen der umfassenden Geschäftsbesorgung durch die SWM ist die GVM in deren internes Kontroll- und Steuerungssystem voll integriert. Dies wird vor allem durch die laufende und zeitnahe Überwachung des Geschäftsgangs der GVM durch das SWM-Beteiligungscontrolling, durch die anlass- und schwerpunktbezogene Tätigkeit der Konzern-Innenrevision und durch das für die Unternehmensgruppe entwickelte Risikomanagement umgesetzt. Risiken der künftigen Entwicklung sind nach wie vor in der schwierig einzuschätzenden Wettbewerbsentwicklung und in den Auswirkungen der Tätigkeit der Regulierungsbehörden auf die Ergebnissituation der Gesellschaft zu sehen. Es ist davon auszugehen, dass entsprechender Druck auf die Energieversorgungsunternehmen ausgeübt wird, mit dem Ziel der Senkung der Netzentgelte und damit der Endverbraucherpreise und der Intensivierung des Wettbewerbes. Weitere Risiken, insbesondere solche, die das Unternehmen in seiner Existenz nachhaltig beeinträchtigen könnten, sind derzeit nicht zu erkennen. 5. Ausblick Vor dem Hintergrund des zunehmenden Wettbewerbs und der derzeitig öffentlichen Diskussion um die Höhe der Energiepreise muss für den weiteren Geschäftsverlauf mit Absatzrückgängen vor allem im Sondervertragskundensegment sowie weiter damit gerechnet werden, dass zukünftig Preissteigerungen im Gaseinkauf nicht oder nicht in vollem Umfang in den Endkundenpreisen weitergegeben werden können. Die Geschäftsleitung rechnet für das Geschäftsjahr 2011 mit einem zufrieden stellenden Geschäftsverlauf.
Meiningen, 8. April 2011 Gasversorgung Meiningen GmbH, Meiningen Die Geschäftsführung gez. Dr. Henning Domke, Geschäftsführer gez. Wolfgang Troeger, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2010Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
Anhang für das Geschäftsjahr 2010Allgemeines Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 264 ff. HGB und nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden einzelne Posten zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Klarheit der Darstellung zusammengefasst; ein gesonderter Ausweis sowie die erforderlichen Erläuterungen erfolgen im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Soweit die neuen Regelungen von den alten Regelungen abweichen, wird die Ansatz-, Bewertungs- und Darstellungsstetigkeit durchbrochen. Ansonsten wurde der Jahresabschluss unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Aktiva Die Zugänge zum Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer teilweise linear, teilweise degressiv abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Altbestände erfolgten entsprechend den beim Zugang festgelegten Restnutzungsdauern und Abschreibungsmethoden. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert bis 410,00 € werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Für mögliche Ausfallrisiken aus dem in Kommission durch die SWM betriebenen Gasverkauf sind durch Bildung einer Rückstellung berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert ausgewiesen. Passiva Der Wert der Pensionsrückstellung wurde in Anlehnung an internationale Standards unter Anwendung der sogenannten Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) auf Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Berücksichtigt wurde dabei ein Zinsfuß von 5,15 % p. a. ohne Einbeziehung des Rententrends, da die Dynamisierung ausdrücklich durch den Tarifvertrag ausgeschlossen ist.Es liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der Firma Mercer Human Resource Consulting GmbH, Düsseldorf,vor. Bei den sonstigen Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten und sonstigen erkennbaren Risiken mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag berücksichtigt. Soweit die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträge eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, wurden diese unter Heranziehung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die als Rechnungsabgrenzungsposten passivierten bis 2002 erhaltenen Baukostenzuschüsse werden ratierlich über einen Zeitraum von 20 Jahren zugunsten der Umsatzerlöse linear aufgelöst. Ab 2003 erhaltene Baukostenzuschüsse werden passiviert und entsprechend der bei den bezuschussten Vermögensgegenständen vorgenommenen Abschreibungen aufgelöst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010 einschließlich der kumulierten Abschreibungen wird auf die gesonderte Aufstellung "Entwicklung des Anlagevermögens" verwiesen. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten die Abrechnung Dezember 2009 des von der SWM durchgeführten Kommissionsgeschäftes. Rückstellungen In den Sonstigen Rückstellungen werden insbesondere das Ausfallrisiko bei Forderungen aus dem Kommissionsgeschäft und Verpflichtungen zur gesetzlichen Jahresabschlussprüfung berücksichtigt. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und aus Forderungszuschreibungen. Personalaufwand Die Personalaufwendungen beinhalten ausschließlich die Zuführung zur Pensionsrückstellung für einen ehemaligen Mitarbeiter. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Geschäftsbesorgung, Konzessionsabgabe und Verwaltungsaufwand. Außerordentliches Ergebnis Im außerordentlichen Ergebnis wird der Aufwand aus der Umstellung der Rechnungslegung auf die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2010 in Höhe von € 333,00 ausgewiesen. Sonstige Angaben Angaben zum Mutterunternehmen Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Meiningen GmbH, Meiningen und wird in den Konzernabschluss einbezogen. Der nach handelsrechtlichen Vorschriften zu erstellende Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Stadtwerke Meiningen GmbH werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Angaben gemäß § 10 Abs. 2 EnWG Gemäß § 10 Abs. 2 EnWG sind Geschäfte größeren Umfanges mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen i.S.v. § 271 Abs. 2 HGB oder § 311 HGB gesondert anzugeben: - Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Meiningen GmbH in der Fassung des fünften Nachtrages vom 5. Februar 2010. - Dienstleistungsvertrag mit der Thüga AG vom 3. Dezember 1999. Abschlussprüferhonorar Das für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 19. Sonstige Beratungsleistungen wurden in Höhe von T€ 3 erbracht. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Wolfgang Troeger, Geschäftsführer Stadtwerke Meiningen GmbH Herr Dr. Henning Domke, Prokurist der Thüga Aktiengesellschaft Aufsichtsrat
Bezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates Entsprechend der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben über die Vergütung der Organmitglieder. Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr 2010 T€ 3. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2010 Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn, bestehend aus dem Jahresüberschuss von € 1.584.453,11 und dem Gewinnvortrag von € 5.484,01, an die Gesellschafter auszuschütten.
Meiningen, den 8. April 2011 Gasversorgung Meiningen GmbH, Meiningen Die Geschäftsführung gez. Dr. Henning Domke, Geschäftsführer gez. Wolfgang Troeger, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2010
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss ‑ bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang ‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gasversorgung Meiningen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.
Chemnitz, 21. April 2011 Göken,
Pollak und Partner Treuhandgesellschaft mbH
gez. Rindfleisch, Wirtschaftsprüfer gez. Held, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat ist von der Geschäftsführung in seinen Sitzungen am 8. September und 6. Dezember 2010 durch mündliche Berichte sowie anhand schriftlicher Berichte der Geschäftsführung regelmäßig über die Geschäftsentwicklung und über wichtige Einzelvorgänge unterrichtet worden und hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Er hat die ihm im Rahmen seiner satzungsmäßigen Zuständigkeit obliegenden Entscheidungen getroffen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2010 sind von dem durch die Gesellschafter gewählten Abschlussprüfer geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat dem Jahresabschluss den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und festgestellt, dass nach seiner Beurteilung der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, dass der Lagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft gibt und die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt und dass die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Absatz 3 des Energiewirtschaftsgesetzes zu keinen Beanstandungen geführt hat. Nach der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes und des Vorschlags für die Ergebnisverwendung hat der Aufsichtsrat hierzu keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 in seiner Sitzung am 16. Mai 2011 zur Kenntnis genommen und der Gesellschafterversammlung empfohlen, den Jahresabschluss festzustellen und der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2010 Entlastung zu erteilen. Dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftsführern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Geschäftsbesorgers für die im Geschäftsjahr 2010 geleistete Arbeit.
16. Mai 2011 Der Aufsichtsrat gez. Reinhard Kupietz, Vorsitzender ErgebnisverwendungsbeschlussDer von der Geschäftsführung aufgestellte und von der Göken, Pollak und Partner Treuhandgesellschaft mbH geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Gasversorgung Meiningen GmbH zum 31. Dezember 2010 mit einer Bilanzsumme von € 5.143.864,95, einem Jahresüberschuss von € 1.584.453,11 und einem Bilanzgewinn von € 1.589.937,12 wird festgestellt. Die Gesellschafter schließen sich dem Vorschlag von Geschäftsführung und Aufsichtsrat an und beschließen, den Bilanzgewinn von 1.589.937,12 € an die Gesellschafter auszuschütten.
Meiningen, 16. Mai 2011 Stadtwerke Meiningen GmbH Für die Gesellschafterin gez. W. Troeger
Thüga Aktiengesellschaft gez. M. Last |
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