Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 111811
Eingetragen
26.8.2022
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
die Leitung eines Konzerns, der über Beteiligungsgesellschaften medizinische Versorgungszentren (MVZ) i.S.d. § 95 Abs. 1 SGB V betreibt und durch diese ärztliche Leistungen erbringen lässt. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Erbringung von nicht genehmigungspflichtigen Beratungs- und Serviceleistungen, insbesondere in medizinischen und medizinnahen Geschäftsbereichen; sowie der Erwerb, die Vermietung und die Verwertung von medizinischen Geräten sowie Hard- und Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Boris Dr. Rapp
seit 23.4.2025
Vorstandsmitglied
Tobias Neumaier
seit 21.8.2024
Prokura
Martin Rosebrock
seit 21.8.2024
Prokura
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Med 360° SE

Leverkusen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.276.986,60 2.464.762,60
2. geleistete Anzahlungen 1.949.812,71 1.655.319,54
4.226.799,31 4.120.082,14
II. Sachanlagen
1. Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.330.851,00 1.435.957,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.816.892,85 2.515.396,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 99.999,99 222.305,77
3.247.744,84 4.173.659,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.765.231,47 54.665.231,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 88.604.363,05 75.697.704,16
3. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 29.059,10
143.374.594,52 130.396.994,73
150.849.138,67 138.690.736,64
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.307,40 9.187,79
2. fertige Erzeugnisse und Waren 215.427,17 49.211,79
3. geleistetete Anzahlungen 1.500,00 0,00
219.234,57 58.399,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 327.369,79 31.354,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 135.597.598,06 115.196.413,19
3. sonstige Vermögensgegenstände 165.675,77 289.976,68
136.090.643,62 115.517.744,19
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.482.761,17 8.646.841,90
141.792.639,36 124.222.985,67
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.316.745,80 2.301.899,58
294.958.523,83 265.215.621,89

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.240.837,00 2.240.837,00
II. Kapitalrücklage 133.881.411,14 133.881.411,14
III. Gewinnvortrag 21.566.607,41 26.112.105,61
IV. Jahresergebnis -25.154.609,18 -4.545.498,20
132.534.246,37 157.688.855,55
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 10.020,58 10.782,05
2. sonstige Rückstellungen 21.297.826,16 1.539.649,27
21.307.846,74 1.550.431,32
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.450.539,14 72.681.186,55
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.311.807,35 1.666.041,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 124.368.356,19 4.447.227,98
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 19.000.000,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 8.985.728,04 8.181.878,87
141.116.430,72 105.976.335,02
294.958.523,83 265.215.621,89

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 40.793.587,62 35.688.586,41
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 0,00 0,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
2. sonstige betriebliche Erträge 1.246.469,88 1.650.582,56
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.456,65 481.946,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.123.144,67 1.162.601,32 1.014.927,65 1.496.874,13
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.994.665,82 15.369.127,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.069.715,76 20.064.381,58 2.601.101,91 17.970.228,93
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.765.054,21 1.943.999,29
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 42.745.634,35 21.295.780,98
7. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 388.677,31 105.346,20
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.628.199,75 1.045.625,57
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.685.726,54 2.434.798,71
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.101.369,80 2.644.736,48
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 51.115,64 110.532,01
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
13. Ergebnis nach Steuern -25.147.495,80 -4.537.212,37
14. sonstige Steuern 7.113,38 8.285,83
15. Jahresfehlbetrag -25.154.609,18 -4.545.498,20

ANHANG zum 31. Dezember 2023

Med 360° SE

Leverkusen

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Generalnorm

Der Jahresabschluss der Med 360°SE, Leverkusen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 111811, wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gliederung und der Ausweis der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 ff. bzw. §§ 275 ff. HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Gemäß den Größenklassen des § 267 HGB ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Davon-Vermerke in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie sonstige Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit insgesamt im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Erläuterungen

Bei der Bilanzierung werden die generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256a HGB sowie die besonderen Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264ff.) beachtet.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 25.155 (i. Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 4.545) ab. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr TEUR -15.206 (i. Vj. TEUR -6.612). Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Umschuldung des Konsortialkredites hin zu einer Gesellschafterfinanzierung durch die Sana Kliniken AG. Dies führte zu einem Nettomittelzufluss in Höhe von TEUR 24.905. Die Gesellschaft benötigt diese Mittelzuführung derzeit.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird davon ausgegangen, dass die Gesellschaft ebenfalls ein negatives Ergebnis vor Steuern ausweisen wird. Der Vorstand hat daher bereits in 2023 Maßnahmen beschlossen und teilweise umgesetzt, die die zukünftige Geschäftsentwicklung der Med 360° SE und der gesamten Gruppe verbessern sollen.

Aufgrund der eingeleiteten und geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage, der Finanzierung über das Gesellschafterdarlehen und der erfolgten Einbindung in den Cashpool der Sana Kliniken AG gehen wir davon aus, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig gesichert ist.

2. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die voraussichtlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände wie folgt vorgenommen:

Anlagenklasse Nutzungsdauer in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen 8
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 7
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 5 bis 20
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 8
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Im Anlagengitter werden die geringwertigen Anlagegüter im selben Jahr als Zugang und Abgang gezeigt.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Im Finanzanlagevermögen werden Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen ausgewiesen, sofern sie dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Sofern zum Abschlussstichtag bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen.

Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für die ursprüngliche Wertminderung nicht mehr bestehen.

3. Umlaufvermögen

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip unter Beachtung von gesunkenen Wiederbeschaffungskosten und verlustfreier Bewertung wird berücksichtigt.

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung einiger Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wurde für diese Vermögensgegenstände, wie i. Vj., zum 31. Dezember 2023 wiederum das Festwertverfahren nach § 240 Abs. 3 HGB angewendet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert bilanziert. Zur Abdeckung des Ausfallrisikos werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Zur Abdeckung des allgemeinen Adressenausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Wertberichtigung wird aktivisch von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt. Der Prozentsatz für die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung beträgt im Geschäftsjahr unverändert 0,5 %.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bilanziert.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Zurechnung zu den jeweiligen Geschäftsjahren.

4. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für noch nicht veranlagte Jahre. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

6. Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2023 liegen aktive und passive temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz vor, die im Ergebnis zu aktiven latenten Steuern führen.

Unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von rund 31,65 %, sowie der Verrechnung der passiven latenten Steuern und der aktiven latenten Steuern ergibt sich ein Aktivüberhang zum Bilanzstichtag. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde zum Bilanzstichtag kein Ansatz der Aktivüberhänge an latenten Steuern vorgenommen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ergibt sich aus dem Anlagengitter auf der nachfolgenden Seite:

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.571.329,48 74.702,09 0,00 525.943,77 7.171.975,34
2. geleistete Anzahlungen 1.655.319,54 820.436,94 0,00 -525.943,77 1.949.812,71
8.226.649,02 895.139,03 0,00 0,00 9.121.788,05
II. Sachanlagevermögen
1. Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.877.434,99 0,00 0,00 0,00 1.877.434,99
2. technische Anlagen und Maschinen 25.412,00 0,00 0,00 0,00 25.412,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.043.255,06 205.484,35 368.977,46 0,00 7.879.761,95
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 222.305,77 0,00 122.305,78 0,00 99.999,99
10.168.407,82 205.484,35 491.283,24 0,00 9.882.608,93
III. Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.665.231,47 100.000,00 0,00 0,00 54.765.231,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 75.697.704,16 27.445.084,19 14.567.484,40 29.059,10 88.604.363,05
3. Beteiligungen 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
4. sonstige Ausleihungen 29.059,10 0,00 0,00 -29.059,10 0,00
130.396.994,73 27.545.084,19 14.567.484,40 0,00 143.374.594,52
148.792.051,57 28.645.707,57 15.058.767,64 0,00 162.378.991,50
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.106.566,88 788.421,86 0,00 4.894.988,74
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.106.566,88 788.421,86 0,00 4.894.988,74
II. Sachanlagevermögen
1. Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 441.477,99 105.106,00 0,00 546.583,99
2. technische Anlagen und Maschinen 25.411,00 0,00 0,00 25.411,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.527.859,06 871.526,35 336.516,31 6.062.869,10
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.994.748,05 976.632,35 336.516,31 6.634.864,09
III. Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
10.101.314,93 1.765.054,21 336.516,31 11.529.852,83
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.276.986,60 2.464.762,60
2. geleistete Anzahlungen 1.949.812,71 1.655.319,54
4.226.799,31 4.120.082,14
II. Sachanlagevermögen
1. Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.330.851,00 1.435.957,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.816.892,85 2.515.396,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 99.999,99 222.305,77
3.247.744,84 4.173.659,77
III. Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.765.231,47 54.665.231,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 88.604.363,05 75.697.704,16
3. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 29.059,10
143.374.594,52 130.396.994,73
150.849.138,67 138.690.736,64

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Fachklinik 360° GmbH 53.419.435,76 27.000.000,00
Grönemeyer Medizin GmbH 6.263.862,48 6.751.568,32
Med 360° Köln GmbH 15.997.656,59 16.786.985,56
Klinik Klosterstrasse GmbH 0,00 13.095.584,46
Med 360° Brandenburg GmbH 50.438,87 0,00
Conradia Hamburg MVZ GmbH 4.689.465,00 4.080.075,78
Radiologisch-nuklearmedizinisches Diagnostikzentrum Augustenstraße/München GmbH 6.017.230,74 5.868.817,40
Conradia Charlottenburg MVZ GmbH 0,00 691,36
Conradia Friedrichshain MVZ GmbH 619.888,52 604.599,12
Conradia Hohenschönhausen MVZ GmbH 823.338,98 803.031,57
Conradia Schongau MVZ GmbH 0,00 1.138,20
Conradia Radiologie Völklingen MVZ GmbH 721.678,63 703.878,64
MedMoveMunich GbR 1.367,48 1.333,75
88.604.363,05 75.697.704,16

Durch den in 2015 erfolgten Erwerb und die Einbeziehung der Fachklinik 360° GmbH, eines Plankrankenhauses gem. § 108 SGB V, in die Konzernstruktur, sind die rechtlichen Voraussetzungen i.S.d. § 95 SGB V für das weitere Wachstum der Med 360°-Gruppe dauerhaft gesichert. Die Fachklinik 360° GmbH bildet somit für die nächsten Jahre das zentrale Strukturelement der Gruppe.

2. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über die nachstehenden Unternehmen berichtet. Hierbei handelt es sich sowohl um unmittelbare als auch mittelbare Beteiligungen. Die Berechnung der Anteile erfolgt gem. § 16 AktG.

Anteilshöhe
Name des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital direkt indirekt
% %
I. Mutterunternehmen
Med 360o SE Leverkusen
II. Tochterunternehmen
Med 360o Rheinland GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Med 360o Sana GmbH Leverkusen 51,00% 51.00
Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft Med 360o GbR Leverkusen 100,00% 100,00
Med 360o Service GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Fachklinik 360o GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Seniorenzentrum 360o GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Med 360o Immobilienverwaltung GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Med 360o Württemberg GmbH Stuttgart 100,00% 100,00
PhysioSport 360o GmbH, Leverkusen 100,00% 100,00
Grönemeyer Medizin GmbH Bochum 100,00% 100,00
Gesellschaft für Medizinmanagement und Service mbH Bochum 100,00% 100,00
Med 360o Köln GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Med 360o Fachklinik Immobilien GmbH & Co. KG Leverkusen 94,50% 95,00
Med 360o Bayern GmbH Hof 100,00% 100,00
Med 360o Anästhesie GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Med 360o Praxisklinik GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Med 360o Sana Nord GmbH Wismar 75,10% 75,10
Med 360o Health Solutions GmbH Leverkusen 95,04% 95,04
Sanitätshaus 360o GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Med 360o Berlin GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Medcenter Kreuz GmbH Bayreuth 100,00% 100,00
Med 360o Sportklinik GmbH Leverkusen 100,00% 100,00
Deutsche Radiologienetz AG Heidelberg 100,00% 100,00
Klinik Klosterstraße GmbH Neumünster 25,10% 25,10
Conradia Dresden MVZ GmbH Dresden 100,00% 100,00
Conradia Schongau MVZ GmbH Schongau 100,00% 100,00
Conradia Radiologie Völklingen MVZ GmbH Völklingen 100,00% 100,00
CDP Centrum für Diagnostik und Prevention GmbH Hamburg 100,00% 100,00
TelRad GmbH Heidelberg 100,00% 100,00
Conradia Hamburg GmbH Hamburg 100,00% 100,00
Radiologisch-nuklearmedizinisches Diagnostikzentrum Augustinerstraße/München GmbH München 100,00% 100,00
Conradia Charlottenburg MVZ GmbH Berlin 100,00% 100,00
Conradia Friedrichshain MVZ GmbH Berlin 100,00% 100,00
Conradia Hohenschönhausen MVZ GmbH Berlin 100,00% 100,00
Med 360o Brandenburg GmbH (vormals: Conradia Neukölln MVZ GmbH) Berlin 100,00% 100,00
Name des Unternehmens Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Jahresergebnis
EUR EUR EUR
I. Mutterunternehmen
Med 360o SE 132.534.246,37 2.240.837,00 -25.154.609,18
II. Tochterunternehmen
Med 360o Rheinland GmbH 14.907.721,51 1.020.833,00 0,00
Med 360o Sana GmbH 2.381.356,82 106.043,00 -1.233.739,48
Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft Med 360o GbR 0,00 0,00 -1.663,78
Med 360o Service GmbH 211.887,71 25.000,00 0.00
Fachklinik 360o GmbH 0,00 276.833,00 -48.670.899,57
Seniorenzentrum 360o GmbH 221.059,94 50.000,00 0,00
Med 360o Immobilienverwaltung GmbH 25.000,00 25.000,00 0,00
Med 360o Württemberg GmbH 25.000,00 25.000,00 0,00
PhysioSport 360o GmbH, 0,00 25.000,00 -147.085,64
Grönemeyer Medizin GmbH 0,00 25.000,00 0,00
Gesellschaft für Medizinmanagement und Service mbH 841.965,04 50.000,00 0,00
Med 360o Köln GmbH 0,00 30.000,00 0,00
Med 360o Fachklinik Immobilien GmbH & Co. KG 78.251,30 82.805,61 -3.061,60
Med 360o Bayern GmbH 0,00 25.000,00 0,00
Med 360o Anästhesie GmbH 21.960,65 25.000,00 0,00
Med 360o Praxisklinik GmbH 981.453,28 25.002,00 0,00
Med 360o Sana Nord GmbH 0,00 25.000,00 -809.114,93
Med 360o Health Solutions GmbH 337.888,20 125.500,00 39.510,31
Sanitätshaus 360o GmbH 0,00 30.000,00 -1.913.101,14
Med 360o Berlin GmbH 25.000,00 25.000,00 0,00
Medcenter Kreuz GmbH 50.901,07 15.000,00 0,00
Med 360o Sportklinik GmbH 25.000,00 25.000,00 0,00
Deutsche Radiologienetz AG 27.146.960,45 24.498.051,00 8.976.081,65
Klinik Klosterstraße GmbH 536.939,12 50.000,00 25.436.449,27
Conradia Dresden MVZ GmbH 1.311.756,29 25.000,00 307.247,18
Conradia Schongau MVZ GmbH 0,00 25.000,00 -104.421,55
Conradia Radiologie Völklingen MVZ GmbH 0,00 25.000,00 251.955,64
CDP Centrum für Diagnostik und Prevention GmbH 10.832,14 25.000,00 -3.855,50
TelRad GmbH 8.954,77 25.000,00 -3.937,59
Conradia Hamburg GmbH 0,00 25.000,00 -938.292,52
Radiologisch-nuklearmedizinisches Diagnostikzentrum Augustinerstraße/München GmbH 0,00 25.000,00 -1.577.525,65
Conradia Charlottenburg MVZ GmbH 0,00 25.000,00 -510.286,64
Conradia Friedrichshain MVZ GmbH 0,00 27.000,00 -603.352,28
Conradia Hohenschönhausen MVZ GmbH 325.447,13 25.000,00 171.487,14
Med 360o Brandenburg GmbH (vormals: Conradia Neukölln MVZ GmbH) 0,00 25.000,00 -51.193,36

Die Gesellschaften, die ein Jahresergebnis von EUR 0,00 ausweisen, verfügen über Ergebnisabführungsverträge.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 135.597.598,06 (i. Vj. EUR 115.196.413,19) stellen in Höhe von EUR 2.632.654,64 (i. Vj. EUR 1.165.092,86) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. EUR 871.159,71 (i. Vj. EUR 138.623,77) stellen Forderungen aus Steuern dar. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Mit Beginn des 1. Oktober 2018 hat die Med 360° Gruppe ein zentrales Cashmanagementsystem implementiert. Die Banksalden der dem Cashpooling angeschlossenen Tochterunternehmen werden täglich mit dem Hauptkonto der Med 360°SE gepoolt. Die Salden aus dem Cashpooling betragen zum Bilanzstichtag:

31. Dezember 2023
Forderungen Verbindlichkeiten
Med 360° Rheinland GmbH 24.774.782,90
Med 360° Sana GmbH 2.494.507,03
Med 360° ÜBAG GbR 84.083,23
Med 360° Service GmbH 240.566,05
Fachklinik 360° GmbH 30.712.162,67
Seniorenzentrum an der Rosenstraße GmbH 188.371,40
Med 360° Immobilienverwaltung GmbH 1.947.590,22
Med 360° Württemberg GmbH 4.039.421,18
Grönemeyer Medizin GmbH 3.050.522,22
Grönemeyer Medical Service GmbH 1.003.630,30
Med 360° Fachklinik Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG 98.137,35
Med 360° Bayern GmbH 41.938.204,92
Med 360° Anästhesie GmbH 378.231,91
Med 360° Praxisklinik im Südpark GmbH 8.602.959,98
Med 360° Health Solutions GmbH 551.401,41
Med 360° Sana Nord GmbH 3.406.272,63
Med 360° Berlin GmbH 9.049.931,21
Med 360° Köln GmbH 1.826.672,79
Sanitätshaus 360° GmbH 3.534.492,65
Med 360° Sportklinik GmbH 14.844,65
PhysioSport 360° GmbH 406.535,29
Gesamt: 131.458.262,09 6.885.059,90

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 165.675,77 (i. Vj. EUR 289.976,68) betreffen im Wesentlichen Weiterbelastungen.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen, wie i. Vj., auf geleistete Kautionen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr EUR 5.000,00.

5. Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 2.240.837,00 (i.Vj. EUR 2.240.837,00).

Das Grundkapital ist in 2.240.837 (i. Vj. 2.240.837) auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien im Nennwert von je EUR 1,00 eingeteilt.

Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 75.000,00 (i. Vj. EUR 75.000,00).

Die Kapitalrücklage beläuft sich auf EUR 133.881.411,14 (i. Vj. EUR 133.881.411,14).

Die Überleitung vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn nach § 158 Abs. 1 AktG stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
EUR EUR
Jahresfehlbetrag -25.154.609,18 -4.545.498,20
Gewinnvortrag 21.566.607,41 26.112.105,61
Bilanzverlust (i.Vj. Bilanzgewinn) zum 31. Dezember -3.588.001,77 21.566.607,41

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 21.297.826,16 (i. Vj. EUR 1.539.649,27) enthalten für das Berichtsjahr im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von EUR 19.300.000,00 (i. Vj. EUR 0,00) für einen langfristigen Gebäude-Mietvertrag. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Boni, Tantiemen und ausstehende Gehaltsabrechnungen in Höhe von EUR 1.007.353,33 (i. Vj. EUR 619.500,00), für Urlaub und Überstunden in Höhe von EUR 505.484,03 (i. Vj. EUR 331.940,06) und für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 266.500,00 (i. Vj. EUR 262.790,00).

7. Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von Gesicherte
31.12.2023 bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon über 5 Jahre Beträge
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.450.539,14 4.535.820,80 1.914.718,34 0,00 5.791.160,64
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.311.807,35 1.311.807,35 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 124.368.356,19 105.368.356,19 19.000.000,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 8.985.728,04 3.635.727,97 5.350.000,07 5.350.000,07 0,00
141.116.430,72 114.851.712,31 26.264.718,41 5.350.000,07 5.791.160,64

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von Gesicherte
31.12.2022 bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr über 5 Jahre Beträge
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 72.681.186,55 11.230.660,52 61.450.526,03 0,00 11.582.321,16
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.666.041,62 1.601.523,86 64.517,76 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.447.227,98 4.447.227,98 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 19.000.000,00 0,00 19.000.000,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 8.181.878,87 1.306.335,21 492.641,11 6.382.902,55 0,00
105.976.335,02 18.585.747,57 81.007.684,90 6.382.902,55 11.582.321,16

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen des Geschäftsjahres stellen in Höhe von EUR 111.415,28 (i. Vj. EUR 24.509,19) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. EUR 6.885.059,90 (i. Vj. EUR 4.131.537,92) stellen Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling dar.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Sale-und-Mietkauf-Back-Verträge sind in der angegebenen Höhe durch Sicherungsübereignung der durch das jeweilige Darlehen finanzierten Mobilien gesichert.

8. sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 8.985.728,04 (i. Vj. EUR 8.181.878,87) entfallen mit EUR 247.726,61 (i. Vj. EUR 242.912,13) auf Verbindlichkeiten aus Steuern, mit EUR 5.350.000,07 (i. Vj. EUR 5.150.000,00) auf ein Darlehen von Dritten und mit EUR 2.156.584,50 (i. Vj. EUR 1.830.781,07) auf Mietkäufe.

9. Latente Steuern

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 31,65 %.

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus einem körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von TEUR 10.676 und einem gewerbesteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von TEUR 5.119.

Per 31. Dezember 2023 betragen die aktiven latenten Steuern TEUR 2.514 (i. Vj. TEUR 2.104).

Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden wurde nicht Gebrauch gemacht.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert und wurden im Inland erzielt:

2023 2022
EUR EUR
Erlöse aus Erbringung von Dienstleistungen für verbundene Unternehmen 36.643.781,91 32.302.125,88
Erlöse aus Handel mit verbundenen Unternehmen 0,00 289.880,72
Erlöse aus Vermietung mit verbundenen Unternehmen 652.805,99 161.393,45
sonstige Erlöse mit verbundenen Unternehmen 423.000,00 423.285,29
Erlöse aus Wartungsverträgen mit externen Dritten 1.193.495,36 1.546.097,96
Dosismanagement 1.801.440,92 876.096,38
Sonstige 79.063,44 89.706,73
40.793.587,62 35.688.586,41

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 1.246.469,88 (i. Vj. EUR 1.650.582,56) beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 572.474,66 und periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 129.821,37 (i. Vj. EUR 123.773,67).

3. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von EUR 3.069.715,76 (i. Vj. EUR 2.601.101,91) betreffen mit EUR 45.167,02 (i. Vj. EUR 44.802,89) Aufwendungen für Altersversorgung.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 42.745.634,35 (i. Vj. EUR 21.295.780,98) beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 447.485,84 (i. Vj. EUR 310.684,28).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen aus der Bildung einer Drohverlustrückstellung für einen langfristigen Gebäude-Mietvertrag in Höhe von EUR 19.300.000,00 (i. Vj. EUR 0,00) enthalten.

5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von EUR 388.677,31 (i. Vj. EUR EUR 105.346,20) resultieren vollständig aus verbundenen Unternehmen.

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von EUR 2.685.726,54 (i. Vj. EUR 2.434.798,71) resultieren mit EUR 2.685.726,54 (i. Vj. EUR 2.432.980,01) aus verbundenen Unternehmen.

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 6.101.369,80 (i. Vj. EUR 2.644.736,48) resultieren mit EUR 3.117.078,57 (i. Vj. EUR 76.912,56) aus verbundenen Unternehmen.

8. Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von EUR 51.115,64 (i. Vj. EUR 110.532,01) resultieren ausschließlich aus verbundenen Unternehmen.

E. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 329 (i. Vj. 303) Arbeitnehmer beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023 2022
Angestellte 320 293
leitende Angestellte 9 10
Gesamtzahl durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer 329 303

2. Angaben zu den Organmitgliedern

Zu Vorständen waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Herr Christian Engler (Vorsitzender), Leichlingen, Kaufmann (ab dem 01.06.2023)

Herr Hajo Remmers, München, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (bis zum 29.02.2024)

Herr Andreas Girke, Grünwald, Kaufmann (ab dem 15.02.2024)

Herr Bastian Werminghoff, Hamburg, Kaufmann (bis zum 30.06.2023)

Herr Christoph Haenisch, Pulheim, Arzt

Alle Vorstände sind bei der Med 360° SE, Leverkusen, angestellt und hauptberuflich für diese tätig.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Personen als Vertreter der Anteilseigner an:

Herr Thomas Lemke (Vorsitzender), Dresden, Vorsitzender des Vorstands der Sana Kliniken AG

Herr Wolfger Ketzler (stellvertretender Vorsitzender), Landau/Pfalz, Rechtsanwalt

Frau Dr. med. Caroline Dietz, Bornheim, Fachärztin für radiologische Diagnostik (bis zum 29.06.2023)

Herr Pieter Vullinghs, Hamburg, CEO Philips DACH & Market Leader Health Systems

Herr Dr. Jens Schick, Berlin, Mitglied des Vorstandes der Sana Kliniken AG

Herr Heiko Borwieck, Meldorf, Commercial Leader Germany Health Systems DACH (bis zum 29.06.2023)

Frau Irmgard Wübbeling, Berlin, Mitglied des Vorstandes der Sana Kliniken AG (ab dem 29.06.2023)

Frau Christine Storm, Hamburg, Philips Health System Sales Leader Germany (ab dem 29.06.2023)

Als Vertreter der Arbeitnehmerseite gehörten dem Aufsichtsrat folgende Personen an:

Frau Martina Opacic

Frau Hannah-Petra Kemper (bis zum 16.01.2023)

Herr Andreas Meinel

Frau Birgit Hammerschmidt

Herr Michael Lachmund

Frau Sabine Funk

Frau Silke Schakohl (ab dem 16.01.2023)

3. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die für die Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge betrugen EUR 1.939.446,35 (i. Vj. EUR 2.219.140,67).

Die für die Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge betrugen EUR 57.000,00 (i. Vj. EUR 60.000,00).

4. Bewertungseinheit

Für Absicherung von Zinsänderungsrisiken für Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 769 (Restvaluta zum 31. Dezember 2023) wurde ein volumenkongruentes Zinsswapgeschäft abgeschlossen. Da eine prospektive Effektivität qualitativ durch bestehende Betrags- und Laufzeitkongruenz sichergestellt werden kann (critical-terms-match-Methode), wurde gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit (Mikro-cash-flow-hedge) gebildet. Der beizulegende Zeitwert des in der Bilanz nicht ausgewiesenen Zinsswaps beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR -19.

Die Ermittlung des Marktwertes basiert auf allgemein anerkannten Bewertungsmethoden und erfolgt auf Basis der Geldmarkt- und Swap-Sätze am Bilanzstichtag. Für die bilanzielle Abbildung wurde die Einfrierungsmethode gewählt.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB beinhalten ausschließlich Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- sowie Wartungsverträgen und belaufen sich auf TEUR 34.972 (i. Vj. TEUR 49.808).

6. Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.567 (i. Vj. TEUR 15.616), die in voller Höhe auf verbundene Unternehmen entfallen.

Die zugunsten verbundener Unternehmen eingegangenen Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten waren nicht zu bilanzieren, da es auf Basis der aktuellen positiven, wirtschaftlichen Entwicklung keine Anzeichen dafür gibt, dass die betreffenden verbundenen Unternehmen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden und somit mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

7. Konzernzugehörigkeit

Die Med 360° SE, Leverkusen, wird in den Konzernabschluss der Sana Kliniken AG, Ismaning, einbezogen. Diese stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Gesellschaften auf. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der Sana Kliniken AG erfolgt im Bundesanzeiger.

8. Honorar des Abschlussprüfers

Die Prüfung des Jahresabschlusses der Sana Kliniken AG sowie des Konzernabschlusses wurde durch die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft durchgeführt. Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers unterbleibt gemäß § 285 Abs. 1 Nr. 17 HGB. Die gesamten Honorare der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der Sana Kliniken AG sind im Konzernabschluss der Sana Kliniken AG enthalten.

9. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres hat Herr Remmers sein Vorstandsmandat niedergelegt. Herr Girke wurde zum neuen Vorstand berufen. Seit dem neuen Geschäftsjahr 2024 wird die Med 360° SE in den Cashpool der Sana Kliniken AG einbezogen.

10. Ergebnisverwendung

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzverlust 2023 in Höhe von TEUR 3.588 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Leverkusen, 31. März 2024

gez. Christian Engler

gez. Andreas Girke

gez. Christoph Haenisch

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Der Med 360°-Konzern (im Folgenden auch kurz "Med 360°") erbringt diagnostische und therapeutische medizinische Leistungen mit den Schwerpunkten Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Neurologie. Die Med 360° versorgt mit ihren rund 3.000 Mitarbeitern (Vorjahr 2.800) jährlich rund 1.409.000 Fälle (Vorjahr 1.319.426) an derzeit 116 Standorten in 43 Städten ambulant und stationär. Derzeit befinden sich 75 Standorte in Nordrhein-Westfalen, 19 Standorte in Bayern, 5 Standorte in Hamburg, 3 Mecklenburg-Vorpommern, 2 Standorte in Baden-Württemberg und 5 Standorte in Berlin, 2 Standorte in Sachsen und 1 Standort im Saarland. Es bestehen aktuell 31 Krankenhauskooperationen.

Die Med 360° SE (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft") wurde am 2. April 2009 im Wege der Bargründung errichtet und am 5. Mai 2009 unter HRB 65929 in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen (Firmierung als AG). Im Jahr 2022 wurde ein Formwechsel in die Rechtsform der SE vollzogen. Die SE ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der HRB 111811 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Leverkusen.

Die Med 360° SE ist das Mutterunternehmen für die Unternehmen des Med 360°-Konzerns. Der Med 360°-Konzern umfasst zum Abschlussstichtag neben der Med 360° SE insgesamt 36 (i. Vj. 37) Gesellschaften, überwiegend in der Rechtsform der GmbH.

Gegenstand der Gesellschaft ist einerseits die Leitung des Konzerns, der über Beteiligungsgesellschaften medizinische Versorgungszentren (MVZ) i.S.d. § 95 Abs. 1 SGB V betreibt und durch diese ärztliche Leistungen in den Bereichen Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Neurologie, Onkologie, Orthopädie, Brustdiagnostik und verwandten Disziplinen erbringen lässt, andererseits die Bereitstellung von Dienstleistungen für die operativen Konzernunternehmen.

Zum 1. Juli 2023 hat die Sana Kliniken AG die bestehende Beteiligung an der Med 360° SE aufgestockt und hält nunmehr die Mehrheit der Anteile.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Aufgrund des steigenden Bedarfs an medizinischer Behandlung der alternden Gesellschaft, der wachsenden Zahl chronisch kranker Patienten, dem medizinischen Fortschritt und des erhöhten Gesundheitsbewusstseins, gilt der Gesundheitssektor als Wachstumsmarkt mit einer konjunkturunabhängigen steigenden Nachfrage. Die Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland wird sich in den kommenden Jahren vor allem durch die ansteigende Lebenserwartung verändern.

Durch die alternde Bevölkerung ist von einem steigenden Morbiditätsrisiko und einer zunehmenden Multimorbidität auszugehen. Gemäß einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes sind die jährlichen Ausgaben im Gesundheitswesen seit 2015 um durchschnittlich 5,5 % p.a. gestiegen. Wir gehen davon aus, dass von dieser Entwicklung auch zukünftig auszugehen ist.

Wir gehen davon aus, dass das zukünftige Wachstum voraussichtlich überproportional auf den ambulanten Sektor entfallen wird. Die Med 360° ist in einem von Wettbewerb geprägten Umfeld tätig. Die Gesellschaft steht in Wettbewerb mit vergleichbaren Gruppen, die ambulante und stationäre medizinische Versorgungsleistungen erbringen sowie in geringerem Maße mit Kliniken in privater, öffentlicher oder kirchlicher Trägerschaft. Dies betrifft sowohl Behandlungsangebote für Patienten als auch die Anwerbung und Bindung von Fachkräften.

Es ist nach unserer Einschätzung davon auszugehen, dass Krankenhäuser durch die steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen vermehrt auf externe Dienstleister (u.a. in den Bereichen Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin) zurückgreifen, um das Investitionsbudget und die Personalkostenquote zu entlasten. Med 360° gehört zu diesen Dienstleistern.

2.2 Geschäftsverlauf der Med 360° SE im Überblick

Das Ergebnis der Med 360° SE liegt deutlich unter dem des Vorjahres. Hierfür ist insbesondere ein Sondersachverhalt verantwortlich, da im Berichtsjahr über eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 19.300 berücksichtigt wurde.

Die Umsatzerlöse konnten über Umlagen im Wesentlichen aufgrund gestiegener Umsätze der Tochtergesellschaften und der erstmaligen Einbeziehung der Conradia-Gesellschaften verbessert werden. Darüber hinaus nahmen insbesondere die Erlöse aus dem Dosismanagement zu. Die Erhöhung des Verschuldungsgrads und die Erhöhung des Zinsniveaus führte darüber hinaus zu einer Verschlechterung des Finanzergebnisses.

2.3 Ertragslage

Ertragslage 2023 2022 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Umsatzerlöse 40.794 35.689 5.105
andere betriebliche Erträge 512 574 -62
Materialaufwand 1.163 1.497 -334
Personalaufwand 20.064 17.970 2.094
andere betriebliche Aufwendungen 22.929 21.296 1.633
EBITDA -21.933 -3.424 -18.509
Abschreibungen 1.765 1.944 -179
EBIT -23.698 -5.368 -18.330
Neutrales Ergebnis -19.084 754 -19.838
Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen 338 -5 343
Finanzergebnis -1.788 836 -2.624
Steuern 7 8 -1
Jahresergebnis -25.155 -4.545 -20.610

Als Konzernzentrale übernimmt die Med 360° SE strategische und bereichsübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringt Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften. Im Geschäftsjahr 2023 generiert die Med 360° SE Umsatzerlöse von TEUR 40.794 (i. Vj. TEUR 35.689), wovon TEUR 37.720 (i. Vj. TEUR 33.177) aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit Konzerngesellschaften resultieren. Von den sonstigen Umsatzerlösen von TEUR 3.074 (i. Vj. TEUR 2.512) entfallen auf die Geschäftsfelder Wartungsdienstleistungen TEUR 1.193 (i. Vj. TEUR 1.546) und Dosismanagement TEUR 1.801 (i. Vj. TEUR 876).

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Wesentlichen deshalb um TEUR 405 reduziert, da in geringerem Umfang Rückstellungen aufgelöst wurden.

Die Reduzierung der Materialaufwendungen um TEUR 334 auf TEUR 1.163 geht mit gesunkenen Handelsumsätzen und reduzierten Umsätzen aus Wartungsverträgen einher.

Der Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 2.094 auf TEUR 20.064 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Arbeitnehmeranzahl (netto 26 Arbeitnehmer).

Das Neutrale Ergebnis ist im Wesentlichen geprägt von der Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste für einen Gebäude-Mietvertrag in Höhe von TEUR 19.300.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 22.929 (i. Vj. TEUR 21.296) umfassen im Wesentlichen Die weiteren sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen aus Raumkosten (TEUR 2.281, i. Vj. TEUR 2.163), Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 435, i. Vj. TEUR 795), Versicherungsaufwendungen (TEUR 1.919, i. Vj. TEUR 1.548) sowie Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 8.564, i. Vj. TEUR 7.651).

Das Finanzergebnis hat sich durch die Erhöhung des Zinsaufwands verschlechtert. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich aufgrund der Erhöhung des Verschuldungsgrads und des höheren Zinsniveaus.

2.4 Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022
in TEUR in % in TEUR in %
Anlagevermögen 150.849 51,1 138.691 52,3
Umlaufvermögen 141.793 48,1 124.223 46,8
Rechnungsabgrenzungsposten 2.317 0,8 2.302 0,9
Aktiva 294.959 100,0 265.216 100,0
Eigenkapital 132.534 44,9 157.689 59,5
Rückstellungen 21.308 7,2 1.550 0,6
Verbindlichkeiten 141.116 47,8 105.976 40,0
Passiva 294.959 100,0 265.216 100,0
Veränderung
in TEUR in %
Anlagevermögen 12.158 8,8
Umlaufvermögen 17.570 14,1
Rechnungsabgrenzungsposten 15 0,6
Aktiva 29.743 11,2
Eigenkapital -25.155 -16,0
Rückstellungen 19.757 > 100,0
Verbindlichkeiten 35.140 33,2
Passiva 29.743 11,2

Die Bilanzsumme der Med 360° SE hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 29.743 (+ 11,2 %) auf TEUR 294.959 erhöht. Die Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen und aus der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital um TEUR 25.155 aufgrund des Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres 2023. Die Rückstellungen stiegen um TEUR 19.757, was fast ausschließlich auf die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 19.300 zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten stiegen um TEUR 35.140. Einerseits reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 66.231, andererseits erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 124.368 insbesondere durch die Übernahme der Finanzierung durch die Sana Kliniken AG. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 59,5 % auf 44,9 %. Der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital zzgl. Langfristiges Fremdkapital/Anlagevermögen) beträgt 105,3 % (Vorjahr 166,1 %).

2.5 Finanzlage

Der Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

2023 2022 Abweichung
TEUR TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -15.206 -6.612 -8.594
Cashflow aus Investitionstätigkeit -11.238 -45.357 34.119
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 23.280 45.275 -21.995
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -3.164 -6.694 3.530
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.647 15.340 -6.693
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.483 8.647 -3.164

Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde durch den positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit überkompensiert.

Für das Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit von TEUR 15.206 (i. Vj. TEUR 6.612).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 11.238 (i. Vj. TEUR 45.357).

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von TEUR 23.280 (i. Vj. TEUR 45.275) setzt sich im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Sachverhalten zusammen. Zum einen wurden Verbindlichkeiten inklusive des Konsortialkredits zurückgeführt (TEUR 67.034), zum anderen erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus der Darlehensaufnahme von verbundenen Unternehmen (TEUR 96.415).

2.6 Prognose-Ist-Vergleich

Das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis der Med 360° SE wurde nicht erreicht und liegt mit TEUR -21.299 unter Plan.

Nachfolgende Darstellung zeigt unseren Prognose-Ist-Vergleich wesentlicher finanzieller Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2023:

2023 2023 Abweichung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
IST Plan
Umsatzerlöse 40.794 42.164 -1.370 -3,2
andere betriebliche Erträge 1.246 263 983 > 100,0
Materialaufwand 1.163 1.015 148 14,6
Personalaufwand 20.064 20.675 -611 -3,0
sonstige betriebliche Aufwendungen 42.746 22.138 20.608 93,1
EBITDA -21.933 -1.401 -20.532 > 100,0
Abschreibungen 1.765 2.589 -824 -31,8
Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen 338 0 338 ---
Finanzergebnis -1.788 134 -1.922 < -100,0
Steuern 7 0 7 ---
Jahresergebnis -25.155 -3.856 -21.299 < -100,0

Zu den wesentlichen Abweichungen zwischen Plan und Ist geben wir folgende Erläuterungen:

Die Umsatzerlöse liegen 3,2% unter Plan. Ursächlich hierfür sind größtenteils die geringeren Umsatzerlöse bei den Tochtergesellschaften.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit TEUR 983 über Plan. Die Verbesserung liegt im Wesentlichen an der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 573.

Der Materialaufwand und der Personalaufwand liegen im Wesentlichen im Plan.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen deutlich höher als im Plan veranschlagt (TEUR 20.608). Der Hauptgrund ist die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 19.300.

Ohne diesen Sondereffekt läge das Jahresergebnis lediglich mit TEUR 1.999 unter Plan.

2.7 Zusammenfassende Bewertung des Vorstandes zur wirtschaftlichen Entwicklung und Zielerfüllung

Mit der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist der Vorstand nicht zufrieden.

Der Vorstand der Med 360° SE hat weitere Maßnahmen beschlossen, um die zukünftige Geschäftsentwicklung der Med 360° SE und der gesamten Gruppe - insbesondere hinsichtlich der Ertragskraft - zu verbessern.

3. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2024 steht im Zeichen der weiteren Konsolidierung und der Hebung von Potentialen.

Auf Basis einer detaillierten Drei-Jahres-Planung gehen wir davon aus, dass die Med 360° SE nach dem negativen Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 auch im Geschäftsjahr 2024 ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 5.193 erzielen wird.

Ursächlich hierfür sind vor allem geplante Kostensteigerungen im Bereich IT und bei den Personalkosten.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit steigenden Umsatzerlösen. Diese sind mit rund EUR 43,7 Mio. eingeplant.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen geringfügig negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit; die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sehen wir als jederzeit gesichert an.

Aufgrund zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vorhersehbaren Ereignissen kann es im Geschäftsjahr 2024 zu Abweichungen zur Prognose kommen.

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 25.155 (i. Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 4.545) ab. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr TEUR -15.206 (i. Vj. TEUR -6.612). Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Umschuldung des Konsortialkredites hin zu einer Gesellschafterfinanzierung durch die Sana Kliniken AG. Dies führte zu einem Nettomittelzufluss in Höhe von TEUR 24.905. Die Gesellschaft benötigt diese Mittelzuführung derzeit.

Der Vorstand hat daher bereits in 2023 Maßnahmen beschlossen und teilweise umgesetzt, die die zukünftige Geschäftsentwicklung der Med 360° SE und der gesamten Gruppe verbessern sollen.

Aufgrund der eingeleiteten und geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage, der Finanzierung über das Gesellschafterdarlehen und der erfolgten Einbindung in den Cashpool der Sana Kliniken AG gehen wir davon aus, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig gesichert wird.

4. Risiken und Chancen

4.1 Grundsätze des Risikomanagementsystems

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem des Med 360°-Konzerns basiert auf einem umfassenden managementsystemorientierten Ansatz entsprechend der zertifizierungsfähigen Norm ONR 49000 und ist in alle Unternehmensbereiche integriert. Das Risikomanagement setzt dabei auf dem Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001:2008 auf und erweitert dieses um die risikospezifischen Anforderungen. Dazu wurde ein entsprechendes Risikomanagementhandbuch erstellt, das den Mitarbeitern über das Intranet jederzeit zugänglich ist und alle Teilbereiche des Risikomanagementsystems abbildet.

Ziel des Risikomanagementsystems der Med 360° ist es, Risiken, welche die nachhaltige Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens oder die Gesundheit oder Sicherheit unserer Patienten und unserer Mitarbeiter gefährden, möglichst frühzeitig zu erkennen, um geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung, Risikoübertragung oder zur Risikoreduzierung einleiten zu können.

Das unternehmensweite Chancen- und Risikomanagementsystem der Med 360° zielt auf eine umfassende und frühzeitige Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kommunikation strategischer, finanzieller und operativer Risiken und der damit verbundenen Chancen. Die Risikopolitik orientiert sich dabei sowohl an den internen Vorgaben des Leitbildes und den Zielen der Med 360°, wie auch an der Vielzahl der gesetzlichen Vorgaben.

Unser Risikomanagement-Ansatz beinhaltet eine Bruttobetrachtung der Risiken ohne bereits eingeleitete Maßnahmen, um eine möglichst umfassende Abschätzung der potenziellen Risikofolgen durchführen zu können. Die Bruttobetrachtung der Risiken wird dann um eine Nettobetrachtung unter Berücksichtigung der bereits eingeleiteten Maßnahmen ergänzt, um eine Aussage über das aktuell vorhandene Risikopotenzial treffen zu können. Die Bewertung der Risiken erfolgt sowohl anhand quantitativer wie auch anhand qualitativer Kriterien.

4.2 Einzelrisiken

Die nachfolgend beschriebenen Einzelrisiken beziehen sich, soweit nicht explizit anderweitig vermerkt, immer auf den Gesamtkonzern. Operative Risiken aus den medizinisch tätigen Gesellschaften stellen auch Risiken für den Konzern dar. Durch die in 2016 abgeschlossenen und auch zukünftig weiter abzuschließenden Ergebnisabführungsverträge sind diese Risiken der Tochtergesellschaften zunehmend auch bei der Med 360° SE unmittelbar relevant.

4.2.1 Erhöhung der Qualität in der Personalarbeit

Dem allgemeinen Risiko des grundsätzlich zunehmenden Personalmangels im medizinischen Bereich entgegnen wir mit neuen und moderneren Maßnahmen zur Verbesserung der Personalbeschaffung. Die Erfahrungen aus vergangenen Übernahmen neuer Standorte zeigt jedoch auch, dass die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal zunehmend zum kritischen Erfolgsfaktor wird.

Um auf dieses Risiko zielorientiert einzugehen, ist eine kontinuierliche weitere Verbesserung der Personalarbeit (Personalbeschaffung, Personalmanagement, Zusammenarbeit mit den Betriebsräten) bei der Med 360° SE, die als Dienstleister Personalaufgaben für den gesamten Konzern übernimmt, notwendig. Die weitere Qualifizierung der Mitarbeiter in der Personalabteilung, die weitere Verbesserung der Effizienz bestehender Strukturen und Abläufe sowie ein permanentes Eingehen auf sich ändernde Anforderungen der Mitarbeiterschaft und des Arbeitsmarktes gehören genauso dazu, wie die regelmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter. Als zweiten Schlüsselfaktor sehen wir eine Optimierung der Personaleinsatzplanung, um die Verfügbarkeit des qualifizierten Personals an allen Standorten möglichst umfassend und ökonomisch sinnvoll sicherstellen zu können.

4.2.2 Risiko durch Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften

In den letzten Jahren ist eine Verschärfung gesetzlicher und behördlicher Vorgaben im Gesundheitswesen eingetreten. Diese Verschärfungen betreffen sowohl die operativen Bereiche der Tochtergesellschaften als auch die Med 360° SE. Die Med 360° hat dies zum Anlass genommen, alle neuralgischen Bereiche sowie das Risikomanagementsystem auf die Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Vorgaben erneut zu überprüfen. Das Problembewusstsein wie auch das vorhandene Wissen um die Vorgaben und deren Konsequenzen ist auf den jeweiligen Ebenen vorhanden und wird durch regelmäßigen Austausch in Form von Sitzungen und Schulungen zwischen den Zentralabteilungen und den operativen Einheiten erhalten und soll verbessert werden.

Das Integrierte Managementsystem der Med 360°-Gruppe soll an dieser Stelle eine Unterstützung bieten, damit Sachverhalte in einem einheitlichen System aus verschiedenen rechtlichen und qualitativen Perspektiven betrachtet werden. Für die Mitarbeiter in den operativen Einheiten kann das Integrierte Managementsystem eine Entlastung bedeuten, für die Gesellschaft bedeuten intern durchgeführte "integrierte Audits" eine zusätzliche Sicherheit.

4.2.3 Risiken aus IT

Das Wachstum, die Wirtschaftlichkeit und die Service-Qualität der Med 360°-Gruppe wird durch den Einsatz unserer IT-Infrastruktur unterstützt. Gerade die IT birgt nicht unerhebliche Risiken in den Bereichen Datenschutz/Datensicherheit, Ausfallsicherheit und Leistungsfähigkeit.

Den operativen Risiken aus der IT-Sicherheit und dem Datenschutz begegnet die Med 360° durch die Schaffung der Stelle des IT-Sicherheitsbeauftragten. Diese, dem Vorstand unterstellte Stabsstelle, berät den Vorstand und den Leiter IT in allen Fragen rund um die IT-Sicherheit.

Im Datenschutz setzt die Med 360°-Gruppe auf eine umfassende und praxisnahe Unterweisung aller Mitarbeiter, speziell auch der Ressortleiter und leitenden Ärzte, zusätzlich zu den im Qualitätsmanagement-System veröffentlichten Verfahrensweisen. Die Gesellschaft wird dabei unterstützt von einem externen Datenschutzbeauftragten.

Die Risikopolitik der Med 360°-Gruppe im Bereich der IT ist wesentlich dadurch gekennzeichnet, dass mit entsprechenden Investitionen in die IT auch immer in die aktuelle Sicherheitstechnologie sowie in die Schulung und Weiterbildung der zuständigen Mitarbeiter investiert wird.

Die Ausfallsicherheit wird durch entsprechende Backupsysteme und in Teilbereichen bewusste Dezentralisierungen bzw. Redundanzen grundsätzlich gewährleistet und in regelmäßigen Notfallübungen kontinuierlich überprüft. Entsprechende Recovery-Maßnahmen sind für den Notfall ebenfalls vorhanden.

Darüber hinaus wird regelmäßig ein externes Informationssicherheits-Audit durchgeführt.

4.2.4 Risiken aus der Entwicklung am Arbeitsmarkt

Der bundesweit zunehmende Ärztemangel entwickelt sich zunehmend zu einer Herausforderung für die stationäre und ambulante Patientenversorgung. Um dem zu begegnen setzt die Med 360° auf leistungsorientierte Vergütungen, die gezielte Betreuung von ärztlichen Führungskräften durch ein eigenes Kompetenzzentrum, die Integration in zentrale und regionale Expertencluster sowie die Förderung der Weiterbildung als Teil des entsprechenden Strategiekonzeptes.

Des Weiteren fördern wir mit zielgerichteten Weiterbildungs- und Schulungsprogrammen das Fachwissen unserer Mitarbeiter. Wir passen die Mitarbeiterqualifikationen an die Anforderungen des Marktes an. Um das geringe Angebot auf dem Arbeitsmarkt im Bereich der MTRA (Medizinisch-technischer Radiologieassistent/in) zumindest zum Teil auszugleichen, bildet die Med 360° seit 2012 in einer eigenen staatlich-anerkannten MTRA-Schule Fachkräfte selbst aus. Damit reduzieren wir die Risiken aus dem Arbeitsmarkt durch die Ausbildung eigener Fachkräfte.

4.2.5 Finanzinstrumente

Wesentliche Finanzinstrumente sind die Forderungen und Verbindlichkeiten. Zur Vermeidung finanzieller Risiken und zur frühzeitigen Identifikation von Ausfall- und Liquiditätsrisiken der Forderungen erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der Debitorenbuchhaltung über EDV-Systeme. Bei den Verbindlichkeiten bestehen aufgrund fester vertraglicher Konditionen i.d.R. keine Preisrisiken. Die Risikopolitik im Rahmen der Finanzpositionen ist als konservativ zu bezeichnen. Kurzfristige Liquiditätsüberschüsse werden nur festverzinslich und kurzfristig in Euro angelegt.

Durch die ausschließliche Tätigkeit in Deutschland werden Transaktions- und Währungsrisiken vermieden. Offene Risikopositionen liegen nicht vor. Die Finanz- und Wirtschaftspläne werden im Rahmen des Risikomanagementsystems regelmäßig überwacht.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden frühzeitig entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken eines langfristigen variablen Darlehens ist ein in Laufzeit und Betrag abgestimmter Zinsswap abgeschlossen worden.

4.2.6 Fachklinik 360° GmbH

Durch den in 2015 erfolgten Erwerb und die Einbeziehung der Fachklinik 360° GmbH in die Konzernstruktur wurden die rechtlichen Voraussetzungen für das weitere Wachstum der Gruppe gesichert (vgl. vorstehend Ziffer 1.2). Das Eigengeschäft der Fachklinik ist dennoch mit Risiken verbunden, die im Wesentlichen in der vollständigen Auslastung des Klinikbetriebs liegen. Diese Risiken werden kontinuierlich überwacht und entsprechende Maßnahmen eingeleitet bzw. durchgeführt.

4.3 Chancen

4.3.1 Nutzung von Kosteneffizienzen

Durch die Bereitstellung bestehender IT-Strukturen, dem einheitlichen Personal- und Rechnungswesen sowie einer bewährten medizinischen Qualitätsmanagement- und Prozessstruktur können Nutzen- und Kosteneffizienzen genutzt werden. Durch das bestehende Teleradiologie- und Dienstekonzept können bislang rein ambulant geführte Standorte in das Gesamtkonzept einer ambulant stationären Verzahnung (vgl. nachfolgend Ziffer 4.3.2) eingebunden werden.

4.3.2 Ambulant stationäre Verzahnung

Die Med 360° ist in der Lage, ihre medizinischen Dienstleistungen, aufgrund ihrer ambulant-stationären Verzahnung, effizienter und günstiger anzubieten als dies insbesondere rein stationäre Krankenhäuser im Bereich der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie können. Durch Kombination eines stationären Standortes mit der ambulanten Leistungserbringung, auf dem Gelände des Krankenhauses oder in seiner unmittelbaren Umgebung, lassen sich Synergien durch eine höhere Geräteauslastung als auch durch eine verbesserte Personalallokation heben.

Leistungsmerkmale der Med 360° im Rahmen der ambulant stationären Verzahnung sind insbesondere:

Entwicklung von standortbezogenen Konzepten in den Bereichen Radiologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie und Onkologie als ambulanter und stationärer Komplettversorger für Krankenhäuser

Abstimmung der Leistungen auf die Bedürfnisse des jeweiligen Hauses und deren bestehenden Behandlungs-Schwerpunkten

(dadurch) Steigerung der Kompetenzen der Krankenhauspartner

Einbindung der Häuser in ein zentrales teleradiologisches Dienstkonzept

Betreuung aller Häuser über ein zentrales Service-Center mit speziell ausgebildeten Krankenhaus-Disponenten (Terminplanung und Organisation des Transport-Dienstes für jede Klinik)

Steuerung des Workflows über ein Intranet-basiertes QM-System

Aufbau von Ärztehäusern am Krankenhausstandort mit Einbindung von weiteren Fachrichtungen

Schaffung von interdisziplinären Vernetzungsstrukturen insbesondere in den Bereichen Radiologie / Orthopädie / Neurologie

Zurverfügungstellung einer modernen Geräteausstattung und regelhafte Anpassung an den Stand der medizinischen Entwicklung

Letztlich bestätigt die Nachfrage von Krankenhäusern und Krankenhaus-Konzernen nach Übernahme der radiologischen Leistungserbringung durch die Med 360°-Gruppe unsere Strategie.

4.3.3 Umsatzdiversifikation

Die ambulante medizinische Leistungserbringung ist in weiten Teilen budgetiert. Trotz steigender Leistungsnachfrage ist eine höhere Vergütung im System der vertragsärztlichen ambulanten Versorgung nur bedingt möglich. Durch die ambulant stationäre Verzahnung und dem damit verbundenen Zugang zum Markt der stationären medizinischen Versorgung erfolgt eine Diversifikation der Umsätze mit der Folge, dass der der Budgetierung unterliegende Anteil der Umsätze rückläufig ist. Bei der Med 360° beträgt der Anteil der budgetierten Umsätze am Konzerngesamtumsatz ca. 30,0 %. Zusätzlich ermöglicht die stationäre Leistungserbringung den Zugang zum Markt der stationär privat zusatzversicherten Patienten. Dieser Zugang ist dem rein ambulant tätigen Leistungserbringern verwehrt.

4.3.4 Orthopädische radiologische Verzahnung

Seit Jahren baut die Med 360°-Gruppe die orthopädische ambulante Versorgung von Patienten verstärkt aus. Ein hoher Anteil der orthopädischen Leistungen benötigt die Bildgebung des Radiologen. Ziel ist es u.a. terminlichen Wartezeiten in der Behandlungskette Hausarzt-Orthopäde-Radiologe-Orthopäde durch abgestimmte Terminvergabe und abgestimmte Leistungen "aus einer Hand" im Bereich Orthopädie/ Radiologie zu minimieren und eine Rekonvaleszenz des Patienten innerhalb des gesetzlichen Lohnfortzahlungszeitraums, soweit möglich, zu gewährleisten. Ob und inwieweit einzelne Kassen dieses Modell zur Verkürzung von Diagnose- und Behandlungszeiten im Rahmen von IV-Verträgen zukünftig honorieren werden, bleibt abzuwarten.

In den kommenden Jahren sollen die nunmehr geschaffenen medizinischen, rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen und die damit verbundenen Vorteile verstärkt genutzt werden, um den Integrationsprozess zu unterstützen.

5. Nachtragsbericht

Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang.

 

Leverkusen, 31. März 2024

gez. Christian Engler

gez. Andreas Girke

gez. Christoph Haenisch

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Med 360° SE, Leverkusen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Med 360° SE, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Med 360° SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. De- zember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstim- mung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festge- stellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unab- hängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungs- nachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als not- wendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Mani- pulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwort- lich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortfüh- rung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Ge- gebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lagebe- richts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen ge- setzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrun- gen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresab- schluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres- abschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts- prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstel- lungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesent- lich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder ins- gesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirt- schaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Um- ständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt ein- schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 4. April 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Bert Franke, Wirtschaftsprüfer

gez. Thomas Koch, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

gemäß § 171 Abs. 2 AktG

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen durchgeführt, die teil- weise als Video-Konferenzen organisiert waren. Darüber hinaus erfolgte ein regelmäßiger fern- mündlicher Austausch mit dem Vorstand über wesentliche Geschäftsvorfälle, telefonische Ab- stimmungen des Aufsichtsrates sowie notwendige Beschlussfassungen im schriftlichen Umlauf- verfahren.

In seinen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der Unternehmensstrategie und Unternehmensplanung, der Investitions- und Finanzpolitik, der Chancen- und Risikolage und dem Risikomanagement sowie Fragen der Corporate Governance befasst und darüber auch mit dem Vorstand beraten. Der Vorstand berichtete im Übrigen regel- mäßig schriftlich und mündlich über die Situation der Gesellschaft sowie über die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung. Planabweichungen wur- den erörtert und Maßnahmen diskutiert.

Geschäftsentwicklung

Der Aufsichtsrat ist mit der Geschäftsentwicklung der Med 360° SE nicht zufrieden. Die Um- satzerlöse konnten im Geschäftsjahr um TEUR 5.105 (14,3%) auf TEUR 40.794 (Vorjahr TEUR 35.689) gesteigert werden. Der Plan in Höhe von TEUR 42.164 wurde um TEUR -1.370 nicht voll erreicht (-3,2%), dies ist ursächlich begründet in den geringeren Umsatzerlösen bei den Tochtergesellschaften.

Die Erhöhung der Umsatzerlöse ist primär aus zusätzlichen Erlösen aus der Dienstleistungs- verrechnung (Conradia +2,1 m€, Med 360° Sana Nord GmbH +0,7 m€, Med 360° Rheinland GmbH +0,5 m€, Med 360° Sana GmbH + 0,4 m€) sowie aus der positiven Entwicklung der Erlöse bei der Dienstleistung Dosismanagement begründet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. TEUR 1.246 (im Vorjahr TEUR 1.651) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR -25.155 (Vorjahr TEUR - 4.545). Dieser resultiert im We- sentlichen aus der Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus einem langfristigen Mietvertrag i.H.v. TEUR 19.300 sowie einer Erhöhung der Personalkosten um TEUR 2.094 (u.a. Aufbau von +26 Mitarbeitern).

Der Materialaufwand entwickelte sich positiv mit TEUR -334 (-22%) auf TEUR 1.163 (Vorjahr TEUR 1.497) und geht mit gesunkenen Handelsumsätzen und reduzierten Umsätzen aus War- tungsverträgen einher.

Der Personalaufwand ist um TEUR 2.094 (11,7 %) auf TEUR 20.064 (Vorjahr TEUR 17.920) gestiegen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Anstieg der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer um 26 Mitarbeiter.

Das Ergebnis auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilge- winnabführungsvertrages stieg um TEUR 283 auf insgesamt TEUR 389 (Vorjahr TEUR 105) an.

Die Abschreibungen liegen mit TEUR 1.765 um TEUR -179 (-9,2%) unter dem Vorjahr (TEUR 1.944), was im Wesentlichen durch ein geringeres Investitionsvolumen begründet ist.

Insgesamt weist die Med 360° SE ein EBITDA von rund TEUR -21.933 aus, welches um TEUR

-18.509 unter dem Vorjahrsniveau (TEUR -3.424) liegt. Dies ist im Wesentlichen durch die oben bereits aufgeführte Rückstellung für drohende Verluste aus einem langfristigen Mietvertrag i.H.v. TEUR 19.300 begründet.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) beläuft sich auf TEUR -25.147 (Vorjahr TEUR -4.537), das Er- gebnis nach Steuern (EAT) beträgt TEUR -21.154 (Vorjahr TEUR -4.545).

Im Geschäftsjahr 2023 versorgte die Med 360° Gruppe mit ihren rund 3.000 Mitarbeitern (Vor- jahr 2.800) jährlich rund 1.409.000 Fälle (Vorjahr 1.319.426) an derzeit 116 Standorten in 43 Städten ambulant und stationär. Derzeit befinden sich 75 Standorte in Nordrhein-Westfalen, 19 Standorte in Bayern, 5 Standorte in Hamburg, 3 in Mecklenburg-Vorpommern,2 Standorte in Baden-Württemberg und 5 Standorte in Berlin, 2 Standorte in Sachsen und 1 Standort im Saar- land. Es bestehen aktuell 31 Krankenhauskooperationen.

Unternehmensfinanzierung

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR -15.206, gegenüber TEUR -6.612. im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 35.140 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzu- führen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken reduzierten sich um TEUR 66.231 während auf der anderen Seite die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 124.368 - insbesondere durch die Übernahme der Finanzierung durch die Sana Kliniken AG - anstiegen.

Das Eigenkapital ist um TEUR -25.155 aufgrund des Verlustes gesunken.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. TEUR 23.280 (im Vorjahr TEUR 45.275) ist im Wesentlichen geprägt durch die Finanzierung durch die Sana Kliniken AG.

Mit der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist der Aufsichtsrat nicht zufrieden, da zu viele Gesellschaften (zum Teil deutlich) hinter den Planungen zurückgeblieben sind. Der Vor- stand der Med 360° SE hat daher Maßnahmen beschlossen und zum Teil schon umgesetzt, die die zukünftige Geschäftsentwicklung der Med 360°-Gruppe verbessern sollen.

Personalia Vorstand

Dem Vorstand der Med 360° SE gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

Herr Christian Engler (Vorstandssprecher), Leichlingen, (CEO)

(ab 01.06.2023)

Herr Hajo Remmers, München, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (CFO)

Herr Bastian Werminghoff, Hamburg, Kaufmann (CTO)(bis 30.06.2023)

Herr Christoph Haenisch, Pulheim, Arzt (CMO)

Personalia des Aufsichtsrates

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten in der Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 29. Juni 2023 an:

Anteilseignervertreter:

Herr Thomas Lemke, Dresden, Vorsitzender des Vorstandes der Sana Kliniken AG,

- Vorsitzender

Herr Wolfger Ketzler, Landau/Pfalz, Rechtsanwalt und Steuerberater

- 2. stellvertretender Vorsitzender

Herr Pieter Vullinghs, Hamburg, CEO Philips GmbH Market DACH & Market Leader Health

Systems

Herr Dr. Jens Schick, Berlin, Mitglied des Vorstandes der Sana Kliniken AG

Frau Dr. med. Caroline Dietz, Bornheim, Fachärztin für Radiologie

Herr Heiko Borwieck, Meldorf, Commercial Leader Health Systems Germany der Philips GmbH Market DACH

Arbeitnehmervertreter:

Martina Opacic, Betriebsleiterin, Hamburg

Silke Schakohl, Medizinisch-technische Radiologieassistentin, Wermelskirchen

(ab 16.01.2023)

Andreas Meinel, Dipl.-Betriebswirt für Steuerberatung und Prüfungswesen, Hückeswagen

Birgit Hammerschmidt, Medizinisch-technische Radiologieassistentin, Erkrath

- 1. stellvertretende Vorsitzende

Michael Lachmund, Facharzt für Radiologie, Remscheid

Sabine Funk, Medizinische Assistentin, Radevormwald

In der Hauptversammlung der Med 360° SE am 29.06.2023 wurden einige Anteilseignervertre- ter neu gewählt. Der Aufsichtsrat der Med 360° SE setzt sich seitdem wie folgt zusammen.

Anteilseignervertreter:

Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, Dresden

- Vorsitzender

Wolfger Ketzler, Rechtsanwalt und Steuerberater, Landau/Pfalz

- 2. stellvertretender Vorsitzender

Peter Vullinghs, Market Leader Philips Europe Koninklijke Philips N.V., Hamburg

Dr. Jens Schick, Vorstandsmitglied der Sana Kliniken AG, Berlin

Irmgard Wübbeling, Vorstandsmitglied der Sana Kliniken AG, Berlin

Christine Storm, Sales Leader Germany der Philips GmbH Market DACH, Hamburg

Arbeitnehmervertreter:

Martina Opacic, Betriebsleiterin, Hamburg

Silke Schakohl, Medizinisch-technische Radiologieassistentin, Wermelskirchen

Andreas Meinel, Dipl.-Betriebswirt für Steuerberatung und Prüfungswesen, Hückeswagen

Birgit Hammerschmidt, Medizinisch-technische Radiologieassistentin, Erkrath

-1. stellvertretende Vorsitzende

Michael Lachmund, Facharzt für Radiologie, Remscheid

Sabine Funk, Medizinische Assistentin, Radevormwald

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Med 360° SE zum 31. Dezember 2023 waren pflichtgemäß Gegen- stand der Prüfung durch einen Abschlussprüfer. Zum Abschlussprüfer wurde in der Hauptver- sammlung am 29. Juni 2023 die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steu- erberatungsgesellschaft, Berlin gewählt. Die Auftragserteilung an die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin erfolgte satzungsgemäß durch den Aufsichtsrat. Dem Jahresabschluss der Med 360° SE wurde im Ergebnis der Prüfung der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers erteilt. Der Aufsichtsrat hat sich in einer Sitzung mit dem Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung ausführlich unterrichten lassen und nimmt diese zustimmend zur Kenntnis.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Med 360° SE zum 31. Dezember 2023 geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Er billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss des Geschäftsjahres.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns sowie dem Vor- stand der Med 360° SE für ihr großes Engagement und die hervorragenden Leistungen im ab- gelaufenen Geschäftsjahr.

 

Leverkusen, 18. April 2024

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates

gez. Thomas Lemke

Der Aufsichtsrat billigte Jahresabschluss und Lagebericht der Med 360° SE zum 31.12.2023 am 18. April 2024.

Die Hauptversammlung beschloss am 20. Juni 2024 den Jahresfehlbetrag mit dem vorhandenen Gewinnvortrag zu verrechnen und den resultierenden Saldo als Verlust auf neue Rechnung vorzutragen.

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