Med 360° Württemberg GmbH
Selbe AdresseErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Boris Dr. Rapp seit 23.4.2025 | Vorstandsmitglied |
Tobias Neumaier seit 21.8.2024 | Prokura |
Martin Rosebrock seit 21.8.2024 | Prokura |
Andreas Franz Heinrich Girke seit 25.3.2024 | Vorstandsmitglied |
Winfried Lothar Dr. Leßmann seit 26.8.2022 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Med 360° SELeverkusenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG zum 31. Dezember 2023Med 360° SELeverkusenA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Generalnorm Der Jahresabschluss der Med 360°SE, Leverkusen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 111811, wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gliederung und der Ausweis der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 ff. bzw. §§ 275 ff. HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Gemäß den Größenklassen des § 267 HGB ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Davon-Vermerke in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie sonstige Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit insgesamt im Anhang aufgeführt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Erläuterungen Bei der Bilanzierung werden die generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256a HGB sowie die besonderen Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264ff.) beachtet. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 25.155 (i. Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 4.545) ab. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr TEUR -15.206 (i. Vj. TEUR -6.612). Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Umschuldung des Konsortialkredites hin zu einer Gesellschafterfinanzierung durch die Sana Kliniken AG. Dies führte zu einem Nettomittelzufluss in Höhe von TEUR 24.905. Die Gesellschaft benötigt diese Mittelzuführung derzeit. Für das Geschäftsjahr 2024 wird davon ausgegangen, dass die Gesellschaft ebenfalls ein negatives Ergebnis vor Steuern ausweisen wird. Der Vorstand hat daher bereits in 2023 Maßnahmen beschlossen und teilweise umgesetzt, die die zukünftige Geschäftsentwicklung der Med 360° SE und der gesamten Gruppe verbessern sollen. Aufgrund der eingeleiteten und geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage, der Finanzierung über das Gesellschafterdarlehen und der erfolgten Einbindung in den Cashpool der Sana Kliniken AG gehen wir davon aus, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig gesichert ist. 2. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die voraussichtlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände wie folgt vorgenommen:
Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Im Anlagengitter werden die geringwertigen Anlagegüter im selben Jahr als Zugang und Abgang gezeigt. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Im Finanzanlagevermögen werden Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen ausgewiesen, sofern sie dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Sofern zum Abschlussstichtag bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für die ursprüngliche Wertminderung nicht mehr bestehen. 3. Umlaufvermögen Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip unter Beachtung von gesunkenen Wiederbeschaffungskosten und verlustfreier Bewertung wird berücksichtigt. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung einiger Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wurde für diese Vermögensgegenstände, wie i. Vj., zum 31. Dezember 2023 wiederum das Festwertverfahren nach § 240 Abs. 3 HGB angewendet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert bilanziert. Zur Abdeckung des Ausfallrisikos werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Adressenausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Wertberichtigung wird aktivisch von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt. Der Prozentsatz für die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung beträgt im Geschäftsjahr unverändert 0,5 %. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bilanziert. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Zurechnung zu den jeweiligen Geschäftsjahren. 4. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für noch nicht veranlagte Jahre. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 6. Latente Steuern Zum 31. Dezember 2023 liegen aktive und passive temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz vor, die im Ergebnis zu aktiven latenten Steuern führen. Unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von rund 31,65 %, sowie der Verrechnung der passiven latenten Steuern und der aktiven latenten Steuern ergibt sich ein Aktivüberhang zum Bilanzstichtag. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde zum Bilanzstichtag kein Ansatz der Aktivüberhänge an latenten Steuern vorgenommen. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ergibt sich aus dem Anlagengitter auf der nachfolgenden Seite: Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Durch den in 2015 erfolgten Erwerb und die Einbeziehung der Fachklinik 360° GmbH, eines Plankrankenhauses gem. § 108 SGB V, in die Konzernstruktur, sind die rechtlichen Voraussetzungen i.S.d. § 95 SGB V für das weitere Wachstum der Med 360°-Gruppe dauerhaft gesichert. Die Fachklinik 360° GmbH bildet somit für die nächsten Jahre das zentrale Strukturelement der Gruppe. 2. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über die nachstehenden Unternehmen berichtet. Hierbei handelt es sich sowohl um unmittelbare als auch mittelbare Beteiligungen. Die Berechnung der Anteile erfolgt gem. § 16 AktG.
Die Gesellschaften, die ein Jahresergebnis von EUR 0,00 ausweisen, verfügen über Ergebnisabführungsverträge. 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 135.597.598,06 (i. Vj. EUR 115.196.413,19) stellen in Höhe von EUR 2.632.654,64 (i. Vj. EUR 1.165.092,86) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. EUR 871.159,71 (i. Vj. EUR 138.623,77) stellen Forderungen aus Steuern dar. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Mit Beginn des 1. Oktober 2018 hat die Med 360° Gruppe ein zentrales Cashmanagementsystem implementiert. Die Banksalden der dem Cashpooling angeschlossenen Tochterunternehmen werden täglich mit dem Hauptkonto der Med 360°SE gepoolt. Die Salden aus dem Cashpooling betragen zum Bilanzstichtag:
4. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 165.675,77 (i. Vj. EUR 289.976,68) betreffen im Wesentlichen Weiterbelastungen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen, wie i. Vj., auf geleistete Kautionen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr EUR 5.000,00. 5. Eigenkapital Das Grundkapital beträgt EUR 2.240.837,00 (i.Vj. EUR 2.240.837,00). Das Grundkapital ist in 2.240.837 (i. Vj. 2.240.837) auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien im Nennwert von je EUR 1,00 eingeteilt. Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 75.000,00 (i. Vj. EUR 75.000,00). Die Kapitalrücklage beläuft sich auf EUR 133.881.411,14 (i. Vj. EUR 133.881.411,14). Die Überleitung vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn nach § 158 Abs. 1 AktG stellt sich wie folgt dar:
6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 21.297.826,16 (i. Vj. EUR 1.539.649,27) enthalten für das Berichtsjahr im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von EUR 19.300.000,00 (i. Vj. EUR 0,00) für einen langfristigen Gebäude-Mietvertrag. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Boni, Tantiemen und ausstehende Gehaltsabrechnungen in Höhe von EUR 1.007.353,33 (i. Vj. EUR 619.500,00), für Urlaub und Überstunden in Höhe von EUR 505.484,03 (i. Vj. EUR 331.940,06) und für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 266.500,00 (i. Vj. EUR 262.790,00). 7. Verbindlichkeiten Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen des Geschäftsjahres stellen in Höhe von EUR 111.415,28 (i. Vj. EUR 24.509,19) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. EUR 6.885.059,90 (i. Vj. EUR 4.131.537,92) stellen Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Sale-und-Mietkauf-Back-Verträge sind in der angegebenen Höhe durch Sicherungsübereignung der durch das jeweilige Darlehen finanzierten Mobilien gesichert. 8. sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 8.985.728,04 (i. Vj. EUR 8.181.878,87) entfallen mit EUR 247.726,61 (i. Vj. EUR 242.912,13) auf Verbindlichkeiten aus Steuern, mit EUR 5.350.000,07 (i. Vj. EUR 5.150.000,00) auf ein Darlehen von Dritten und mit EUR 2.156.584,50 (i. Vj. EUR 1.830.781,07) auf Mietkäufe. 9. Latente Steuern Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 31,65 %. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus einem körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von TEUR 10.676 und einem gewerbesteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von TEUR 5.119. Per 31. Dezember 2023 betragen die aktiven latenten Steuern TEUR 2.514 (i. Vj. TEUR 2.104). Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden wurde nicht Gebrauch gemacht. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert und wurden im Inland erzielt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 1.246.469,88 (i. Vj. EUR 1.650.582,56) beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 572.474,66 und periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 129.821,37 (i. Vj. EUR 123.773,67). 3. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von EUR 3.069.715,76 (i. Vj. EUR 2.601.101,91) betreffen mit EUR 45.167,02 (i. Vj. EUR 44.802,89) Aufwendungen für Altersversorgung. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 42.745.634,35 (i. Vj. EUR 21.295.780,98) beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 447.485,84 (i. Vj. EUR 310.684,28). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen aus der Bildung einer Drohverlustrückstellung für einen langfristigen Gebäude-Mietvertrag in Höhe von EUR 19.300.000,00 (i. Vj. EUR 0,00) enthalten. 5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von EUR 388.677,31 (i. Vj. EUR EUR 105.346,20) resultieren vollständig aus verbundenen Unternehmen. 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von EUR 2.685.726,54 (i. Vj. EUR 2.434.798,71) resultieren mit EUR 2.685.726,54 (i. Vj. EUR 2.432.980,01) aus verbundenen Unternehmen. 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 6.101.369,80 (i. Vj. EUR 2.644.736,48) resultieren mit EUR 3.117.078,57 (i. Vj. EUR 76.912,56) aus verbundenen Unternehmen. 8. Aufwendungen aus Verlustübernahme Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von EUR 51.115,64 (i. Vj. EUR 110.532,01) resultieren ausschließlich aus verbundenen Unternehmen. E. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres waren gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 329 (i. Vj. 303) Arbeitnehmer beschäftigt:
2. Angaben zu den Organmitgliedern Zu Vorständen waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:
Alle Vorstände sind bei der Med 360° SE, Leverkusen, angestellt und hauptberuflich für diese tätig. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Personen als Vertreter der Anteilseigner an:
Als Vertreter der Arbeitnehmerseite gehörten dem Aufsichtsrat folgende Personen an:
3. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Die für die Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge betrugen EUR 1.939.446,35 (i. Vj. EUR 2.219.140,67). Die für die Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge betrugen EUR 57.000,00 (i. Vj. EUR 60.000,00). 4. Bewertungseinheit Für Absicherung von Zinsänderungsrisiken für Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 769 (Restvaluta zum 31. Dezember 2023) wurde ein volumenkongruentes Zinsswapgeschäft abgeschlossen. Da eine prospektive Effektivität qualitativ durch bestehende Betrags- und Laufzeitkongruenz sichergestellt werden kann (critical-terms-match-Methode), wurde gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit (Mikro-cash-flow-hedge) gebildet. Der beizulegende Zeitwert des in der Bilanz nicht ausgewiesenen Zinsswaps beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR -19. Die Ermittlung des Marktwertes basiert auf allgemein anerkannten Bewertungsmethoden und erfolgt auf Basis der Geldmarkt- und Swap-Sätze am Bilanzstichtag. Für die bilanzielle Abbildung wurde die Einfrierungsmethode gewählt. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB beinhalten ausschließlich Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- sowie Wartungsverträgen und belaufen sich auf TEUR 34.972 (i. Vj. TEUR 49.808). 6. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.567 (i. Vj. TEUR 15.616), die in voller Höhe auf verbundene Unternehmen entfallen. Die zugunsten verbundener Unternehmen eingegangenen Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten waren nicht zu bilanzieren, da es auf Basis der aktuellen positiven, wirtschaftlichen Entwicklung keine Anzeichen dafür gibt, dass die betreffenden verbundenen Unternehmen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden und somit mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. 7. Konzernzugehörigkeit Die Med 360° SE, Leverkusen, wird in den Konzernabschluss der Sana Kliniken AG, Ismaning, einbezogen. Diese stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Gesellschaften auf. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der Sana Kliniken AG erfolgt im Bundesanzeiger. 8. Honorar des Abschlussprüfers Die Prüfung des Jahresabschlusses der Sana Kliniken AG sowie des Konzernabschlusses wurde durch die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft durchgeführt. Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers unterbleibt gemäß § 285 Abs. 1 Nr. 17 HGB. Die gesamten Honorare der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der Sana Kliniken AG sind im Konzernabschluss der Sana Kliniken AG enthalten. 9. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres hat Herr Remmers sein Vorstandsmandat niedergelegt. Herr Girke wurde zum neuen Vorstand berufen. Seit dem neuen Geschäftsjahr 2024 wird die Med 360° SE in den Cashpool der Sana Kliniken AG einbezogen. 10. Ergebnisverwendung Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzverlust 2023 in Höhe von TEUR 3.588 auf neue Rechnung vorzutragen.
Leverkusen, 31. März 2024 gez. Christian Engler gez. Andreas Girke gez. Christoph Haenisch Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft Der Med 360°-Konzern (im Folgenden auch kurz "Med 360°") erbringt diagnostische und therapeutische medizinische Leistungen mit den Schwerpunkten Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Neurologie. Die Med 360° versorgt mit ihren rund 3.000 Mitarbeitern (Vorjahr 2.800) jährlich rund 1.409.000 Fälle (Vorjahr 1.319.426) an derzeit 116 Standorten in 43 Städten ambulant und stationär. Derzeit befinden sich 75 Standorte in Nordrhein-Westfalen, 19 Standorte in Bayern, 5 Standorte in Hamburg, 3 Mecklenburg-Vorpommern, 2 Standorte in Baden-Württemberg und 5 Standorte in Berlin, 2 Standorte in Sachsen und 1 Standort im Saarland. Es bestehen aktuell 31 Krankenhauskooperationen. Die Med 360° SE (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft") wurde am 2. April 2009 im Wege der Bargründung errichtet und am 5. Mai 2009 unter HRB 65929 in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen (Firmierung als AG). Im Jahr 2022 wurde ein Formwechsel in die Rechtsform der SE vollzogen. Die SE ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der HRB 111811 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Leverkusen. Die Med 360° SE ist das Mutterunternehmen für die Unternehmen des Med 360°-Konzerns. Der Med 360°-Konzern umfasst zum Abschlussstichtag neben der Med 360° SE insgesamt 36 (i. Vj. 37) Gesellschaften, überwiegend in der Rechtsform der GmbH. Gegenstand der Gesellschaft ist einerseits die Leitung des Konzerns, der über Beteiligungsgesellschaften medizinische Versorgungszentren (MVZ) i.S.d. § 95 Abs. 1 SGB V betreibt und durch diese ärztliche Leistungen in den Bereichen Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Neurologie, Onkologie, Orthopädie, Brustdiagnostik und verwandten Disziplinen erbringen lässt, andererseits die Bereitstellung von Dienstleistungen für die operativen Konzernunternehmen. Zum 1. Juli 2023 hat die Sana Kliniken AG die bestehende Beteiligung an der Med 360° SE aufgestockt und hält nunmehr die Mehrheit der Anteile. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Aufgrund des steigenden Bedarfs an medizinischer Behandlung der alternden Gesellschaft, der wachsenden Zahl chronisch kranker Patienten, dem medizinischen Fortschritt und des erhöhten Gesundheitsbewusstseins, gilt der Gesundheitssektor als Wachstumsmarkt mit einer konjunkturunabhängigen steigenden Nachfrage. Die Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland wird sich in den kommenden Jahren vor allem durch die ansteigende Lebenserwartung verändern. Durch die alternde Bevölkerung ist von einem steigenden Morbiditätsrisiko und einer zunehmenden Multimorbidität auszugehen. Gemäß einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes sind die jährlichen Ausgaben im Gesundheitswesen seit 2015 um durchschnittlich 5,5 % p.a. gestiegen. Wir gehen davon aus, dass von dieser Entwicklung auch zukünftig auszugehen ist. Wir gehen davon aus, dass das zukünftige Wachstum voraussichtlich überproportional auf den ambulanten Sektor entfallen wird. Die Med 360° ist in einem von Wettbewerb geprägten Umfeld tätig. Die Gesellschaft steht in Wettbewerb mit vergleichbaren Gruppen, die ambulante und stationäre medizinische Versorgungsleistungen erbringen sowie in geringerem Maße mit Kliniken in privater, öffentlicher oder kirchlicher Trägerschaft. Dies betrifft sowohl Behandlungsangebote für Patienten als auch die Anwerbung und Bindung von Fachkräften. Es ist nach unserer Einschätzung davon auszugehen, dass Krankenhäuser durch die steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen vermehrt auf externe Dienstleister (u.a. in den Bereichen Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin) zurückgreifen, um das Investitionsbudget und die Personalkostenquote zu entlasten. Med 360° gehört zu diesen Dienstleistern. 2.2 Geschäftsverlauf der Med 360° SE im Überblick Das Ergebnis der Med 360° SE liegt deutlich unter dem des Vorjahres. Hierfür ist insbesondere ein Sondersachverhalt verantwortlich, da im Berichtsjahr über eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 19.300 berücksichtigt wurde. Die Umsatzerlöse konnten über Umlagen im Wesentlichen aufgrund gestiegener Umsätze der Tochtergesellschaften und der erstmaligen Einbeziehung der Conradia-Gesellschaften verbessert werden. Darüber hinaus nahmen insbesondere die Erlöse aus dem Dosismanagement zu. Die Erhöhung des Verschuldungsgrads und die Erhöhung des Zinsniveaus führte darüber hinaus zu einer Verschlechterung des Finanzergebnisses. 2.3 Ertragslage
Als Konzernzentrale übernimmt die Med 360° SE strategische und bereichsübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringt Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften. Im Geschäftsjahr 2023 generiert die Med 360° SE Umsatzerlöse von TEUR 40.794 (i. Vj. TEUR 35.689), wovon TEUR 37.720 (i. Vj. TEUR 33.177) aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit Konzerngesellschaften resultieren. Von den sonstigen Umsatzerlösen von TEUR 3.074 (i. Vj. TEUR 2.512) entfallen auf die Geschäftsfelder Wartungsdienstleistungen TEUR 1.193 (i. Vj. TEUR 1.546) und Dosismanagement TEUR 1.801 (i. Vj. TEUR 876). Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Wesentlichen deshalb um TEUR 405 reduziert, da in geringerem Umfang Rückstellungen aufgelöst wurden. Die Reduzierung der Materialaufwendungen um TEUR 334 auf TEUR 1.163 geht mit gesunkenen Handelsumsätzen und reduzierten Umsätzen aus Wartungsverträgen einher. Der Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 2.094 auf TEUR 20.064 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Arbeitnehmeranzahl (netto 26 Arbeitnehmer). Das Neutrale Ergebnis ist im Wesentlichen geprägt von der Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste für einen Gebäude-Mietvertrag in Höhe von TEUR 19.300. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 22.929 (i. Vj. TEUR 21.296) umfassen im Wesentlichen Die weiteren sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen aus Raumkosten (TEUR 2.281, i. Vj. TEUR 2.163), Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 435, i. Vj. TEUR 795), Versicherungsaufwendungen (TEUR 1.919, i. Vj. TEUR 1.548) sowie Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 8.564, i. Vj. TEUR 7.651). Das Finanzergebnis hat sich durch die Erhöhung des Zinsaufwands verschlechtert. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich aufgrund der Erhöhung des Verschuldungsgrads und des höheren Zinsniveaus. 2.4 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Med 360° SE hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 29.743 (+ 11,2 %) auf TEUR 294.959 erhöht. Die Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen und aus der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital um TEUR 25.155 aufgrund des Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres 2023. Die Rückstellungen stiegen um TEUR 19.757, was fast ausschließlich auf die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 19.300 zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten stiegen um TEUR 35.140. Einerseits reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 66.231, andererseits erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 124.368 insbesondere durch die Übernahme der Finanzierung durch die Sana Kliniken AG. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 59,5 % auf 44,9 %. Der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital zzgl. Langfristiges Fremdkapital/Anlagevermögen) beträgt 105,3 % (Vorjahr 166,1 %). 2.5 Finanzlage Der Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.
Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde durch den positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit überkompensiert. Für das Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit von TEUR 15.206 (i. Vj. TEUR 6.612). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 11.238 (i. Vj. TEUR 45.357). Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von TEUR 23.280 (i. Vj. TEUR 45.275) setzt sich im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Sachverhalten zusammen. Zum einen wurden Verbindlichkeiten inklusive des Konsortialkredits zurückgeführt (TEUR 67.034), zum anderen erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus der Darlehensaufnahme von verbundenen Unternehmen (TEUR 96.415). 2.6 Prognose-Ist-Vergleich Das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis der Med 360° SE wurde nicht erreicht und liegt mit TEUR -21.299 unter Plan. Nachfolgende Darstellung zeigt unseren Prognose-Ist-Vergleich wesentlicher finanzieller Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2023:
Zu den wesentlichen Abweichungen zwischen Plan und Ist geben wir folgende Erläuterungen: Die Umsatzerlöse liegen 3,2% unter Plan. Ursächlich hierfür sind größtenteils die geringeren Umsatzerlöse bei den Tochtergesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit TEUR 983 über Plan. Die Verbesserung liegt im Wesentlichen an der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 573. Der Materialaufwand und der Personalaufwand liegen im Wesentlichen im Plan. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen deutlich höher als im Plan veranschlagt (TEUR 20.608). Der Hauptgrund ist die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 19.300. Ohne diesen Sondereffekt läge das Jahresergebnis lediglich mit TEUR 1.999 unter Plan. 2.7 Zusammenfassende Bewertung des Vorstandes zur wirtschaftlichen Entwicklung und Zielerfüllung Mit der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist der Vorstand nicht zufrieden. Der Vorstand der Med 360° SE hat weitere Maßnahmen beschlossen, um die zukünftige Geschäftsentwicklung der Med 360° SE und der gesamten Gruppe - insbesondere hinsichtlich der Ertragskraft - zu verbessern. 3. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2024 steht im Zeichen der weiteren Konsolidierung und der Hebung von Potentialen. Auf Basis einer detaillierten Drei-Jahres-Planung gehen wir davon aus, dass die Med 360° SE nach dem negativen Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 auch im Geschäftsjahr 2024 ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 5.193 erzielen wird. Ursächlich hierfür sind vor allem geplante Kostensteigerungen im Bereich IT und bei den Personalkosten. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit steigenden Umsatzerlösen. Diese sind mit rund EUR 43,7 Mio. eingeplant. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen geringfügig negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit; die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sehen wir als jederzeit gesichert an. Aufgrund zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vorhersehbaren Ereignissen kann es im Geschäftsjahr 2024 zu Abweichungen zur Prognose kommen. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 25.155 (i. Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 4.545) ab. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr TEUR -15.206 (i. Vj. TEUR -6.612). Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Umschuldung des Konsortialkredites hin zu einer Gesellschafterfinanzierung durch die Sana Kliniken AG. Dies führte zu einem Nettomittelzufluss in Höhe von TEUR 24.905. Die Gesellschaft benötigt diese Mittelzuführung derzeit. Der Vorstand hat daher bereits in 2023 Maßnahmen beschlossen und teilweise umgesetzt, die die zukünftige Geschäftsentwicklung der Med 360° SE und der gesamten Gruppe verbessern sollen. Aufgrund der eingeleiteten und geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage, der Finanzierung über das Gesellschafterdarlehen und der erfolgten Einbindung in den Cashpool der Sana Kliniken AG gehen wir davon aus, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig gesichert wird. 4. Risiken und Chancen 4.1 Grundsätze des Risikomanagementsystems Das Risiko- und Chancenmanagementsystem des Med 360°-Konzerns basiert auf einem umfassenden managementsystemorientierten Ansatz entsprechend der zertifizierungsfähigen Norm ONR 49000 und ist in alle Unternehmensbereiche integriert. Das Risikomanagement setzt dabei auf dem Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001:2008 auf und erweitert dieses um die risikospezifischen Anforderungen. Dazu wurde ein entsprechendes Risikomanagementhandbuch erstellt, das den Mitarbeitern über das Intranet jederzeit zugänglich ist und alle Teilbereiche des Risikomanagementsystems abbildet. Ziel des Risikomanagementsystems der Med 360° ist es, Risiken, welche die nachhaltige Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens oder die Gesundheit oder Sicherheit unserer Patienten und unserer Mitarbeiter gefährden, möglichst frühzeitig zu erkennen, um geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung, Risikoübertragung oder zur Risikoreduzierung einleiten zu können. Das unternehmensweite Chancen- und Risikomanagementsystem der Med 360° zielt auf eine umfassende und frühzeitige Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kommunikation strategischer, finanzieller und operativer Risiken und der damit verbundenen Chancen. Die Risikopolitik orientiert sich dabei sowohl an den internen Vorgaben des Leitbildes und den Zielen der Med 360°, wie auch an der Vielzahl der gesetzlichen Vorgaben. Unser Risikomanagement-Ansatz beinhaltet eine Bruttobetrachtung der Risiken ohne bereits eingeleitete Maßnahmen, um eine möglichst umfassende Abschätzung der potenziellen Risikofolgen durchführen zu können. Die Bruttobetrachtung der Risiken wird dann um eine Nettobetrachtung unter Berücksichtigung der bereits eingeleiteten Maßnahmen ergänzt, um eine Aussage über das aktuell vorhandene Risikopotenzial treffen zu können. Die Bewertung der Risiken erfolgt sowohl anhand quantitativer wie auch anhand qualitativer Kriterien. 4.2 Einzelrisiken Die nachfolgend beschriebenen Einzelrisiken beziehen sich, soweit nicht explizit anderweitig vermerkt, immer auf den Gesamtkonzern. Operative Risiken aus den medizinisch tätigen Gesellschaften stellen auch Risiken für den Konzern dar. Durch die in 2016 abgeschlossenen und auch zukünftig weiter abzuschließenden Ergebnisabführungsverträge sind diese Risiken der Tochtergesellschaften zunehmend auch bei der Med 360° SE unmittelbar relevant. 4.2.1 Erhöhung der Qualität in der Personalarbeit Dem allgemeinen Risiko des grundsätzlich zunehmenden Personalmangels im medizinischen Bereich entgegnen wir mit neuen und moderneren Maßnahmen zur Verbesserung der Personalbeschaffung. Die Erfahrungen aus vergangenen Übernahmen neuer Standorte zeigt jedoch auch, dass die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal zunehmend zum kritischen Erfolgsfaktor wird. Um auf dieses Risiko zielorientiert einzugehen, ist eine kontinuierliche weitere Verbesserung der Personalarbeit (Personalbeschaffung, Personalmanagement, Zusammenarbeit mit den Betriebsräten) bei der Med 360° SE, die als Dienstleister Personalaufgaben für den gesamten Konzern übernimmt, notwendig. Die weitere Qualifizierung der Mitarbeiter in der Personalabteilung, die weitere Verbesserung der Effizienz bestehender Strukturen und Abläufe sowie ein permanentes Eingehen auf sich ändernde Anforderungen der Mitarbeiterschaft und des Arbeitsmarktes gehören genauso dazu, wie die regelmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter. Als zweiten Schlüsselfaktor sehen wir eine Optimierung der Personaleinsatzplanung, um die Verfügbarkeit des qualifizierten Personals an allen Standorten möglichst umfassend und ökonomisch sinnvoll sicherstellen zu können. 4.2.2 Risiko durch Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften In den letzten Jahren ist eine Verschärfung gesetzlicher und behördlicher Vorgaben im Gesundheitswesen eingetreten. Diese Verschärfungen betreffen sowohl die operativen Bereiche der Tochtergesellschaften als auch die Med 360° SE. Die Med 360° hat dies zum Anlass genommen, alle neuralgischen Bereiche sowie das Risikomanagementsystem auf die Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Vorgaben erneut zu überprüfen. Das Problembewusstsein wie auch das vorhandene Wissen um die Vorgaben und deren Konsequenzen ist auf den jeweiligen Ebenen vorhanden und wird durch regelmäßigen Austausch in Form von Sitzungen und Schulungen zwischen den Zentralabteilungen und den operativen Einheiten erhalten und soll verbessert werden. Das Integrierte Managementsystem der Med 360°-Gruppe soll an dieser Stelle eine Unterstützung bieten, damit Sachverhalte in einem einheitlichen System aus verschiedenen rechtlichen und qualitativen Perspektiven betrachtet werden. Für die Mitarbeiter in den operativen Einheiten kann das Integrierte Managementsystem eine Entlastung bedeuten, für die Gesellschaft bedeuten intern durchgeführte "integrierte Audits" eine zusätzliche Sicherheit. 4.2.3 Risiken aus IT Das Wachstum, die Wirtschaftlichkeit und die Service-Qualität der Med 360°-Gruppe wird durch den Einsatz unserer IT-Infrastruktur unterstützt. Gerade die IT birgt nicht unerhebliche Risiken in den Bereichen Datenschutz/Datensicherheit, Ausfallsicherheit und Leistungsfähigkeit. Den operativen Risiken aus der IT-Sicherheit und dem Datenschutz begegnet die Med 360° durch die Schaffung der Stelle des IT-Sicherheitsbeauftragten. Diese, dem Vorstand unterstellte Stabsstelle, berät den Vorstand und den Leiter IT in allen Fragen rund um die IT-Sicherheit. Im Datenschutz setzt die Med 360°-Gruppe auf eine umfassende und praxisnahe Unterweisung aller Mitarbeiter, speziell auch der Ressortleiter und leitenden Ärzte, zusätzlich zu den im Qualitätsmanagement-System veröffentlichten Verfahrensweisen. Die Gesellschaft wird dabei unterstützt von einem externen Datenschutzbeauftragten. Die Risikopolitik der Med 360°-Gruppe im Bereich der IT ist wesentlich dadurch gekennzeichnet, dass mit entsprechenden Investitionen in die IT auch immer in die aktuelle Sicherheitstechnologie sowie in die Schulung und Weiterbildung der zuständigen Mitarbeiter investiert wird. Die Ausfallsicherheit wird durch entsprechende Backupsysteme und in Teilbereichen bewusste Dezentralisierungen bzw. Redundanzen grundsätzlich gewährleistet und in regelmäßigen Notfallübungen kontinuierlich überprüft. Entsprechende Recovery-Maßnahmen sind für den Notfall ebenfalls vorhanden. Darüber hinaus wird regelmäßig ein externes Informationssicherheits-Audit durchgeführt. 4.2.4 Risiken aus der Entwicklung am Arbeitsmarkt Der bundesweit zunehmende Ärztemangel entwickelt sich zunehmend zu einer Herausforderung für die stationäre und ambulante Patientenversorgung. Um dem zu begegnen setzt die Med 360° auf leistungsorientierte Vergütungen, die gezielte Betreuung von ärztlichen Führungskräften durch ein eigenes Kompetenzzentrum, die Integration in zentrale und regionale Expertencluster sowie die Förderung der Weiterbildung als Teil des entsprechenden Strategiekonzeptes. Des Weiteren fördern wir mit zielgerichteten Weiterbildungs- und Schulungsprogrammen das Fachwissen unserer Mitarbeiter. Wir passen die Mitarbeiterqualifikationen an die Anforderungen des Marktes an. Um das geringe Angebot auf dem Arbeitsmarkt im Bereich der MTRA (Medizinisch-technischer Radiologieassistent/in) zumindest zum Teil auszugleichen, bildet die Med 360° seit 2012 in einer eigenen staatlich-anerkannten MTRA-Schule Fachkräfte selbst aus. Damit reduzieren wir die Risiken aus dem Arbeitsmarkt durch die Ausbildung eigener Fachkräfte. 4.2.5 Finanzinstrumente Wesentliche Finanzinstrumente sind die Forderungen und Verbindlichkeiten. Zur Vermeidung finanzieller Risiken und zur frühzeitigen Identifikation von Ausfall- und Liquiditätsrisiken der Forderungen erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der Debitorenbuchhaltung über EDV-Systeme. Bei den Verbindlichkeiten bestehen aufgrund fester vertraglicher Konditionen i.d.R. keine Preisrisiken. Die Risikopolitik im Rahmen der Finanzpositionen ist als konservativ zu bezeichnen. Kurzfristige Liquiditätsüberschüsse werden nur festverzinslich und kurzfristig in Euro angelegt. Durch die ausschließliche Tätigkeit in Deutschland werden Transaktions- und Währungsrisiken vermieden. Offene Risikopositionen liegen nicht vor. Die Finanz- und Wirtschaftspläne werden im Rahmen des Risikomanagementsystems regelmäßig überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden frühzeitig entsprechende Maßnahmen ergriffen. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken eines langfristigen variablen Darlehens ist ein in Laufzeit und Betrag abgestimmter Zinsswap abgeschlossen worden. 4.2.6 Fachklinik 360° GmbH Durch den in 2015 erfolgten Erwerb und die Einbeziehung der Fachklinik 360° GmbH in die Konzernstruktur wurden die rechtlichen Voraussetzungen für das weitere Wachstum der Gruppe gesichert (vgl. vorstehend Ziffer 1.2). Das Eigengeschäft der Fachklinik ist dennoch mit Risiken verbunden, die im Wesentlichen in der vollständigen Auslastung des Klinikbetriebs liegen. Diese Risiken werden kontinuierlich überwacht und entsprechende Maßnahmen eingeleitet bzw. durchgeführt. 4.3 Chancen 4.3.1 Nutzung von Kosteneffizienzen Durch die Bereitstellung bestehender IT-Strukturen, dem einheitlichen Personal- und Rechnungswesen sowie einer bewährten medizinischen Qualitätsmanagement- und Prozessstruktur können Nutzen- und Kosteneffizienzen genutzt werden. Durch das bestehende Teleradiologie- und Dienstekonzept können bislang rein ambulant geführte Standorte in das Gesamtkonzept einer ambulant stationären Verzahnung (vgl. nachfolgend Ziffer 4.3.2) eingebunden werden. 4.3.2 Ambulant stationäre Verzahnung Die Med 360° ist in der Lage, ihre medizinischen Dienstleistungen, aufgrund ihrer ambulant-stationären Verzahnung, effizienter und günstiger anzubieten als dies insbesondere rein stationäre Krankenhäuser im Bereich der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie können. Durch Kombination eines stationären Standortes mit der ambulanten Leistungserbringung, auf dem Gelände des Krankenhauses oder in seiner unmittelbaren Umgebung, lassen sich Synergien durch eine höhere Geräteauslastung als auch durch eine verbesserte Personalallokation heben. Leistungsmerkmale der Med 360° im Rahmen der ambulant stationären Verzahnung sind insbesondere:
Letztlich bestätigt die Nachfrage von Krankenhäusern und Krankenhaus-Konzernen nach Übernahme der radiologischen Leistungserbringung durch die Med 360°-Gruppe unsere Strategie. 4.3.3 Umsatzdiversifikation Die ambulante medizinische Leistungserbringung ist in weiten Teilen budgetiert. Trotz steigender Leistungsnachfrage ist eine höhere Vergütung im System der vertragsärztlichen ambulanten Versorgung nur bedingt möglich. Durch die ambulant stationäre Verzahnung und dem damit verbundenen Zugang zum Markt der stationären medizinischen Versorgung erfolgt eine Diversifikation der Umsätze mit der Folge, dass der der Budgetierung unterliegende Anteil der Umsätze rückläufig ist. Bei der Med 360° beträgt der Anteil der budgetierten Umsätze am Konzerngesamtumsatz ca. 30,0 %. Zusätzlich ermöglicht die stationäre Leistungserbringung den Zugang zum Markt der stationär privat zusatzversicherten Patienten. Dieser Zugang ist dem rein ambulant tätigen Leistungserbringern verwehrt. 4.3.4 Orthopädische radiologische Verzahnung Seit Jahren baut die Med 360°-Gruppe die orthopädische ambulante Versorgung von Patienten verstärkt aus. Ein hoher Anteil der orthopädischen Leistungen benötigt die Bildgebung des Radiologen. Ziel ist es u.a. terminlichen Wartezeiten in der Behandlungskette Hausarzt-Orthopäde-Radiologe-Orthopäde durch abgestimmte Terminvergabe und abgestimmte Leistungen "aus einer Hand" im Bereich Orthopädie/ Radiologie zu minimieren und eine Rekonvaleszenz des Patienten innerhalb des gesetzlichen Lohnfortzahlungszeitraums, soweit möglich, zu gewährleisten. Ob und inwieweit einzelne Kassen dieses Modell zur Verkürzung von Diagnose- und Behandlungszeiten im Rahmen von IV-Verträgen zukünftig honorieren werden, bleibt abzuwarten. In den kommenden Jahren sollen die nunmehr geschaffenen medizinischen, rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen und die damit verbundenen Vorteile verstärkt genutzt werden, um den Integrationsprozess zu unterstützen. 5. Nachtragsbericht Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang.
Leverkusen, 31. März 2024 gez. Christian Engler gez. Andreas Girke gez. Christoph Haenisch Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Med 360° SE, Leverkusen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Med 360° SE, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Med 360° SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. De- zember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstim- mung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festge- stellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unab- hängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungs- nachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als not- wendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Mani- pulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwort- lich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortfüh- rung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Ge- gebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lagebe- richts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen ge- setzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrun- gen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresab- schluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres- abschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts- prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstel- lungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesent- lich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder ins- gesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirt- schaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 4. April 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Bert Franke, Wirtschaftsprüfer gez. Thomas Koch, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023gemäß § 171 Abs. 2 AktGDer Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 geprüft. Sitzungen des Aufsichtsrates Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen durchgeführt, die teil- weise als Video-Konferenzen organisiert waren. Darüber hinaus erfolgte ein regelmäßiger fern- mündlicher Austausch mit dem Vorstand über wesentliche Geschäftsvorfälle, telefonische Ab- stimmungen des Aufsichtsrates sowie notwendige Beschlussfassungen im schriftlichen Umlauf- verfahren. In seinen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der Unternehmensstrategie und Unternehmensplanung, der Investitions- und Finanzpolitik, der Chancen- und Risikolage und dem Risikomanagement sowie Fragen der Corporate Governance befasst und darüber auch mit dem Vorstand beraten. Der Vorstand berichtete im Übrigen regel- mäßig schriftlich und mündlich über die Situation der Gesellschaft sowie über die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung. Planabweichungen wur- den erörtert und Maßnahmen diskutiert. Geschäftsentwicklung Der Aufsichtsrat ist mit der Geschäftsentwicklung der Med 360° SE nicht zufrieden. Die Um- satzerlöse konnten im Geschäftsjahr um TEUR 5.105 (14,3%) auf TEUR 40.794 (Vorjahr TEUR 35.689) gesteigert werden. Der Plan in Höhe von TEUR 42.164 wurde um TEUR -1.370 nicht voll erreicht (-3,2%), dies ist ursächlich begründet in den geringeren Umsatzerlösen bei den Tochtergesellschaften. Die Erhöhung der Umsatzerlöse ist primär aus zusätzlichen Erlösen aus der Dienstleistungs- verrechnung (Conradia +2,1 m€, Med 360° Sana Nord GmbH +0,7 m€, Med 360° Rheinland GmbH +0,5 m€, Med 360° Sana GmbH + 0,4 m€) sowie aus der positiven Entwicklung der Erlöse bei der Dienstleistung Dosismanagement begründet. Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. TEUR 1.246 (im Vorjahr TEUR 1.651) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR -25.155 (Vorjahr TEUR - 4.545). Dieser resultiert im We- sentlichen aus der Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus einem langfristigen Mietvertrag i.H.v. TEUR 19.300 sowie einer Erhöhung der Personalkosten um TEUR 2.094 (u.a. Aufbau von +26 Mitarbeitern). Der Materialaufwand entwickelte sich positiv mit TEUR -334 (-22%) auf TEUR 1.163 (Vorjahr TEUR 1.497) und geht mit gesunkenen Handelsumsätzen und reduzierten Umsätzen aus War- tungsverträgen einher. Der Personalaufwand ist um TEUR 2.094 (11,7 %) auf TEUR 20.064 (Vorjahr TEUR 17.920) gestiegen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Anstieg der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer um 26 Mitarbeiter. Das Ergebnis auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilge- winnabführungsvertrages stieg um TEUR 283 auf insgesamt TEUR 389 (Vorjahr TEUR 105) an. Die Abschreibungen liegen mit TEUR 1.765 um TEUR -179 (-9,2%) unter dem Vorjahr (TEUR 1.944), was im Wesentlichen durch ein geringeres Investitionsvolumen begründet ist. Insgesamt weist die Med 360° SE ein EBITDA von rund TEUR -21.933 aus, welches um TEUR -18.509 unter dem Vorjahrsniveau (TEUR -3.424) liegt. Dies ist im Wesentlichen durch die oben bereits aufgeführte Rückstellung für drohende Verluste aus einem langfristigen Mietvertrag i.H.v. TEUR 19.300 begründet. Das Vorsteuerergebnis (EBT) beläuft sich auf TEUR -25.147 (Vorjahr TEUR -4.537), das Er- gebnis nach Steuern (EAT) beträgt TEUR -21.154 (Vorjahr TEUR -4.545). Im Geschäftsjahr 2023 versorgte die Med 360° Gruppe mit ihren rund 3.000 Mitarbeitern (Vor- jahr 2.800) jährlich rund 1.409.000 Fälle (Vorjahr 1.319.426) an derzeit 116 Standorten in 43 Städten ambulant und stationär. Derzeit befinden sich 75 Standorte in Nordrhein-Westfalen, 19 Standorte in Bayern, 5 Standorte in Hamburg, 3 in Mecklenburg-Vorpommern,2 Standorte in Baden-Württemberg und 5 Standorte in Berlin, 2 Standorte in Sachsen und 1 Standort im Saar- land. Es bestehen aktuell 31 Krankenhauskooperationen. Unternehmensfinanzierung Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR -15.206, gegenüber TEUR -6.612. im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 35.140 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzu- führen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken reduzierten sich um TEUR 66.231 während auf der anderen Seite die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 124.368 - insbesondere durch die Übernahme der Finanzierung durch die Sana Kliniken AG - anstiegen. Das Eigenkapital ist um TEUR -25.155 aufgrund des Verlustes gesunken. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. TEUR 23.280 (im Vorjahr TEUR 45.275) ist im Wesentlichen geprägt durch die Finanzierung durch die Sana Kliniken AG. Mit der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist der Aufsichtsrat nicht zufrieden, da zu viele Gesellschaften (zum Teil deutlich) hinter den Planungen zurückgeblieben sind. Der Vor- stand der Med 360° SE hat daher Maßnahmen beschlossen und zum Teil schon umgesetzt, die die zukünftige Geschäftsentwicklung der Med 360°-Gruppe verbessern sollen. Personalia Vorstand Dem Vorstand der Med 360° SE gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:
Personalia des Aufsichtsrates Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten in der Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 29. Juni 2023 an: Anteilseignervertreter:
Arbeitnehmervertreter:
In der Hauptversammlung der Med 360° SE am 29.06.2023 wurden einige Anteilseignervertre- ter neu gewählt. Der Aufsichtsrat der Med 360° SE setzt sich seitdem wie folgt zusammen. Anteilseignervertreter:
Arbeitnehmervertreter:
Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Med 360° SE zum 31. Dezember 2023 waren pflichtgemäß Gegen- stand der Prüfung durch einen Abschlussprüfer. Zum Abschlussprüfer wurde in der Hauptver- sammlung am 29. Juni 2023 die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steu- erberatungsgesellschaft, Berlin gewählt. Die Auftragserteilung an die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin erfolgte satzungsgemäß durch den Aufsichtsrat. Dem Jahresabschluss der Med 360° SE wurde im Ergebnis der Prüfung der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers erteilt. Der Aufsichtsrat hat sich in einer Sitzung mit dem Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung ausführlich unterrichten lassen und nimmt diese zustimmend zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Med 360° SE zum 31. Dezember 2023 geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Er billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss des Geschäftsjahres. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns sowie dem Vor- stand der Med 360° SE für ihr großes Engagement und die hervorragenden Leistungen im ab- gelaufenen Geschäftsjahr.
Leverkusen, 18. April 2024 Der Vorsitzende des Aufsichtsrates gez. Thomas Lemke Der Aufsichtsrat billigte Jahresabschluss und Lagebericht der Med 360° SE zum 31.12.2023 am 18. April 2024. Die Hauptversammlung beschloss am 20. Juni 2024 den Jahresfehlbetrag mit dem vorhandenen Gewinnvortrag zu verrechnen und den resultierenden Saldo als Verlust auf neue Rechnung vorzutragen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
21 nahegelegene Organisationen
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Arztpraxen für Allgemeinmedizin
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Beteiligungsgesellschaften
Facharztpraxen
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Erbringung von physiotherapeutischen Dienstleistungen (ohne Ergotherapie)
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Facharztpraxen
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen