WEPA Circle GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gregor David Prytulla seit 9.10.2024 | Geschäftsführer |
Jan Kastorf seit 9.11.2022 | Prokura |
Benjamin Blunk seit 9.11.2022 | Prokura |
Andreas Krengel seit 9.11.2022 | Geschäftsführer |
Boris Pfeiffer seit 9.11.2022 | Prokura |
Sascha Kroniger seit 13.10.2021 | Prokura |
Benno Dr. Hundgeburt-Thanscheidt seit 13.10.2021 | Prokura |
Patrick Schumacher seit 14.5.2020 | Geschäftsführer |
Carsten Deichmann seit 2.7.2019 | Prokura |
Henrik Mielsch seit 19.5.2014 | Prokura |
Rainer Wiegelmann seit 31.10.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Wepa Hygieneprodukte GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wepa Professional GmbHArnsbergJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Bilanz zum 31. Dezember 2010Wepa Professional GmbH. AmsbergAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
Anhang 2010Allgemeine HinweiseDie Wepa Professional GmbH wurde am 19. Juli 2010 durch Bargründung gegründet, die Eintragung im Handelsregister erfolgte zum 23. Juli 2010. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Papier aller Art, insbesondere Hygienepapier sowie der Erwerb und/oder Vertrieb von Erzeugnissen und Dienstleistungen, die damit in Zusammenhang stehen. Die Gesellschaft hat mit Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 30. August 2010 Teile des Vermögens der Wepa Hygieneprodukte GmbH als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Ausgliederung übernommen. Die Ausgliederung ist mit Eintragung im Registerblatt der Wepa Hygieneprodukte GmbH am 30. September 2010 wirksam geworden. Des Weiteren wurde ein neuer Geschäftsanteil gebildet und der Wepa Hygieneprodukte GmbH als übertragendes Unternehmen in Rahmen des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages zugeteilt. Der neue Geschäftsanteil ist ab dem 01. Januar 2010 gewinnberechtigt. Die Ausgliederung erfolgte somit rückwirkend auf den 01. Januar 2010. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 (2), (3) HGB. Im Geschäftsjahr 2010 erfolgte erstmalig die Anwendung der durch die Artikel 1-11 des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das mit BilMoG neu geschaffene Aktivierungswahlrecht bisher nicht in Anspruch genommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Rahmen des Ausgliederungs- und Übernahmevertrags von der Wepa Hygieneprodukte GmbH auf die Wepa Professional GmbH übertragen. Die Abschreibung erfolgt linear über einen Zeitraum von 15 Jahren (Restlaufzeit zum 31.12.2009: 6 Jahre), da wir entsprechend unserer Planungen von einer langfristigen Nutzung dieses Firmenwertes ausgehen. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend den steuerlich zulässigen Höchstsätzen linear vorgenommen. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro-rata-temporis abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 sind in einem Sammelposten eingestellt worden und werden über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern der Wert, der den Finanzanlagen am Bilanzstichtag beizulegen ist, unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Auf Forderungen, die durch bestimmte Risiken gefährdet sind, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr liegen nicht vor. Das Stammkapital ist voll erbracht und wird zum Nennwert ausgewiesen. Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Gemäß den Vorschriften des BilMoG sind Rückstellungen unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen zu bewerten. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten und -guthaben werden zum Devisenkassakurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs.1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zu einzelnen BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Für den Geschäfts- oder Firmenwert wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt, da aufgrund der unveränderten Ausgangslage die gewählte Nutzungsdauer weiterhin unterstellt wird. Die planmäßigen Abschreibungen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen TEUR 50. Die sonstigen Ausleihungen betreffen in vollem Umfang mit TEUR 42 ein verzinstes Mitarbeiterdarlehen, welches einem Geschäftsführer gewährt wurde. Dem Darlehnsvertrag liegt ein Zinssatz von 5% und eine jährliche Tilgung in Höhe von TEUR 6 zugrunde. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe von TEUR 301 vorgenommen. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 82 = 1,5 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 566 enthalten. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet hauptsächlich abzugrenzende Versicherungskosten in Höhe von TEUR 9. Eigenkapital Zur Durchführung der Ausgliederung gemäß Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 30. August 2010 wurde das Stammkapital der Wepa Professional GmbH von EUR 25.000,00 um EUR 500,00 mit Beschluss vom 30. August 2010 erhöht. Das Stammkapital zum 31. Dezember 2010 beträgt EUR 25.500,00. Des Weiteren wurde ein neuer Geschäftsanteil im Nennbetrag von EUR 500 gebildet und der Wepa Hygieneprodukte GmbH als übertragendes Unternehmen in Rahmen des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages zugeteilt. Der neue Geschäftsanteil ist ab dem 01. Januar 2010 gewinnberechtigt. Der den Nennbetrag des neu ausgegebenen Geschäftsanteils übersteigenden Wert des in Rahmen des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages übertragenden Vermögens wurde i. H. v. TEUR 5.394 in die Kapitalrücklagen der Wepa Professional GmbH eingestellt. Rückstellungen
Unter den sonstigen Rückstellungen werden u.a. verschiedene Verpflichtungen und Risiken für noch ausstehende Erlösschmälerungen (TEUR 120) und Gutschriften (TEUR 112), noch ausstehende Rechnungen (TEUR 38), Tantieme- und Prämienansprüche (TEUR 33), Jahresabschlusskosten (TEUR 29) und für Urlaubsansprüche (TEUR 25) ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzungen sowie die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) ersichtlich. Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.530 und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen einzelner Positionen der Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 13) und Erträge aus der Pkw-Nutzung durch Angestellte der Gesellschaft (TEUR 29). Materialaufwand Die Position Materialaufwand in Höhe von TEUR 78.038 beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Waren aus dem Intercompany Bereich. Personalaufwand Die Position Personalaufwand beinhaltet mit TEUR 874 Löhne und Gehälter sowie mit TEUR 152 soziale Abgaben. Abschreibungen Die Zusammensetzung der Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 50 ist im Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Vertriebssonderkosten i.H.v. TEUR 634 und Vertriebsgemeinkosten i.H.v. TEUR 574, sonstige Betriebskosten i.H.v. TEUR 185, Beiträge und Beratungskosten i.H.v. TEUR 91 sowie Reisekosten und Spesen i.H.v. TEUR 84. In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Wertberichtigungen der Forderungen i.H.v. TEUR 152 und die Weiterbelastung der Verwaltungsumlage i.H.v. TEUR 684 enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 73 auf Körperschaftsteuer-(inklusive Solidaritätszuschlag) und mit TEUR 68 Gewerbesteueraufwendungen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen für die Gesellschaft nachfolgend genannte Haftungsverhältnisse: Sicherheiten Mit Kreditvertrag vom 5. Juni 2009 zwischen der WEPA Papierfabrik P. Krengel GmbH & Co. KG (heute: Wepa Hygieneprodukte GmbH, Arnsberg) sowie anderen verbunden Unternehmen und der Commerzbank AG, der UniCredit Luxembourg, der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der WestLB wurden Kredite in Höhe von TEUR 263.000 in Anspruch genommen (nachfolgend auch "Gesamtfinanzierung"). Die Wepa Professional GmbH hat sich gemäß 5. Änderungsvereinbarung zum Kreditvertrag vom 5. Juni 2009 vom Tag der Unterzeichnung der 5. Änderungsvereinbarung als Bürge gegenüber den obengenannten Banken unwiderruflich und unbedingt für den Fall zu verpflichten, wenn einer der anderen Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, für die Schulden einzustehen. Im Vorgriff darauf wurden im Hinblick auf Wepa Professional GmbH für Verbindlichkeiten gegenüber den Banken aus dem Hauptkreditvertrag vom 05.06.2009 folgende Sicherheiten zur Verfügung gestellt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf insgesamt TEUR 241. Es handelt sich um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen. Fällig innerhalb eines Jahres sind insgesamt TEUR 70. Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der Mitarbeiter Mit Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 30. August 2010 wurden 13 Mitarbeiter (Vertriebsangestellte) in die Gesellschaft übernommen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden durchschnittlich 16 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 wurden 15 Mitarbeiter (Vertriebsangestellte) beschäftigt. Geschäftsführung Geschäftsführer der Wepa Professional GmbH sind: Martin Krengel, Arnsberg, Vorsitzender der Geschäftsführung (ab 31.08.2010 bis 01.10.2010) Robert Josef Neid, Daisendorf, Geschäftsführer Region Nord-Ost (ab 23.07.2010) Rohde Martin, Arnsberg, Geschäftsführer (ab 23.07.2010 bis 31.08.2010; ab 01.10.2010) Der Geschäftsführer Martin Krengel war alleinvertretungsberechtigt. Die Geschäftsführer Robert Josef Neid und Martin Rohde sind nur einzelvertretungsberechtigt, wenn die Gesellschaft nur einen Geschäftsführer bestellt hat, sie sind berechtigt, die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen zu vertreten, wenn die Gesellschaft mehrere Geschäftsführer hat. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführer haben seitens der Wepa Professional GmbH keine Bezüge erhalten. Konzernabschluss Die Wepa Professional GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der Wepa Hygieneprodukte GmbH, Arnsberg, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Wepa Hygieneprodukte GmbH, Arnsberg, und deren verbundene Unternehmen werden ferner in den Konzernabschluss der WEPA Industrieholding SE, Arnsberg, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Arnsberg, 5. Mai 2011 Wepa Professional GmbH Geschäftsführung Robert Neid Martin Rohde Anlagespiegel 31. Dezember 2010Wepa Professional GmbH
Verbindlichkeitenspiegel 31. Dezember 2010Wepa Professional GmbH
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010Inhaltsverzeichnis
1. Geschäft und RahmenbedingungenMarkt- und Wettbewerbsumfeld Nach der schwersten Rezession seit dem zweiten Weltkrieg hat sich die Weltwirtschaft im Jahr 2010 deutlich erholt, das Wachstum betrug rd. 5 %. Das Wachstum wurde von den Schwellenländern überproportional getrieben, die etablierten Märkte verzeichneten laut des Internationalen Währungsfonds (IWF) deutlich geringere Wachstumsraten. In der Veröffentlichung des IWF zum World Economic Outlook vom Januar 2011, lag das Wachstum in der Eurozone bei 1,8 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP). In Deutschland ist das BIP in 2010 um 3,6 % gestiegen, nach einem Rückgang von 4,7 % im Vorjahr. Deutschland hat sich somit deutlich besser als die übrige Euro-Zone entwickelt. Die Jahresteuerungsrate betrug in Deutschland im Jahr 2010 rd. 1,1 %, im Vorjahr betrug sie noch 0,2 %. Mit 3,6 % haben sich die Nahrungsmittelpreise erheblich verteuert. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung wurde die höchste Beschäftigungsquote seit der Wiedervereinigung in Deutschland erreicht. Auf verschiedene Länder der Eurozone hatte die Finanzkrise nachhaltige negative Folgen, was zu einer Krise des Euro führte. So wurden nach Griechenland auch für Irland Hilfen durch die europäische Gemeinschaft notwendig. Diese Entwicklungen führten zu erheblichen unterjährigen Schwankungen des Euro, der seinen Tiefpunkt mit $ 1,1942 im Juni 2010 erreichte und zum Jahresende mit $ 1,3362 notierte. Mit dem weltweiten Wachstum ging durch erhöhte Nachfragen eine deutliche Preissteigerung bei den Rohstoffen einher. Hiervon waren nicht nur der Rohölpreis sondern auch alle anderen Rohstoffe, insbesondere auch Zellstoff betroffen. Der europäische Tissue-Markt reagierte unterschiedlich auf die wirtschaftliche Situation. In Griechenland und Spanien schrumpfte der Tissue-Markt in der zweiten Jahreshälfte, in allen anderen Märkten ist der Hygienepapier-Bedarf nach wie vor von einem stetigen Wachstum gekennzeichnet. Der europäische Markt für Hygieneartikel ist im Jahr 2010 volumenmäßig um etwa 2 % gewachsen. Auf europäischer Ebene stieg die Produktion von Papier, Karton und Pappe im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 % auf 96,5 Millionen Tonnen an. Die Papierindustrie in Deutschland ist nach dem durch die Wirtschafts- und Finanzkrise geprägten Jahr 2009 im Jahr 2010 wieder auf den Wachstumspfad zurück gekehrt. Neben den grafischen Papieren bilden die Verpackungspapiere, die Hygienepapiere und die Spezialpapiere die insgesamt 4 Produktgruppen dieser Industriesparte. Während sich Produktion und Absatz von Papier, Karton und Pappe in 2009 im Vergleich zum Vorjahr um jeweils 8 % verringerten, legten diese Werte 2010 im Vergleich zu 2009 11,1 % (Produktion) und 10,1 % (Absatz) deutlich zu. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 17,3 % auf € 14,5 Mrd. an. Die Papierindustrie nähert sich damit in der Produktions-, Absatz- und Umsatzentwicklung wieder dem "Vorkrisen-Niveau" von 2008 an. Die Ergebnissituation ist aufgrund von starken Kostensteigerungen auf den Beschaffungsmärkten (v.a. Rohstoffe, aber auch Energie) nach wie vor unbefriedigend. Im Jahr 2010 lagen der Cash-Flow bei 7 % und das EBIT bei 1,5% vom Umsatz. Aus den letzten Erhebungen zum Consumer-Markt von dem Marktforschungsunternehmen A.C. Nielsen in Deutschland wurden diese klaren Fakten aus dem vergangenen Jahr bestätigt: Der Hygienepapiermarkt (Warengruppen: Toipa/Kütü/Tatü/Kotü) entwickelt sich wertmäßig (-3,6%) als auch mengenmäßig (Toipa: -4,1%/Kütü: -4,3%/Tatü: -5,5%/Kotü: -0,5%) rückläufig. Die Verluste ergeben sich größtenteils aus dem Rückgang der Marken. Da sich die Handelsmarken unterproportional zum rückläufigen Gesamtmarkt entwickeln, ergeben sich hier in allen Warengruppen Marktanteilsgewinne. Auf dem wettbewerbsintensiven europäischen Tissue-Markt ist der dominante Erfolgsfaktor die Unternehmensgröße und die internationale Aufstellung, um als Hersteller erfolgreich zu sein. Als Folge ist in Europa die Branchenkonsolidierung bereits weit fortgeschritten. Die größten Hersteller haben sich durch Akquisitionen in den letzten Jahren international breit aufgestellt und agieren jeweils in mehreren europäischen Märkten. Die gesamte Papierbranche hatte in 2010 mit den stark gestiegenen Rohstoffpreisen für Zellstoff und Altpapier zu kämpfen. Die Zellstoffpreise haben sich im Jahresdurchschnitt um rund 42 % erhöht. Die deutlich gestiegenen Rohstoffpreise konnten auf der Absatzseite nur mit einem deutlichen zeitlichen Verzug und nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden. Bei geringen Margen hat sich der Kostendruck im vierten Quartal weiter verstärkt. So hat der LEH in Deutschland Endverbraucherpreissenkungen vorgenommen, die den Rohstoffpreisentwicklungen völlig entgegenstehen. Strategische Positionierung und Finanzierung der Wepa-Gruppe Die Wepa-Gruppe hat in 2008 im Rahmen ihrer strategischen Entscheidungen die Kartogroup-Aktivitäten mit den Standorten in Italien, Frankreich und Deutschland übernommen. Nachdem zunächst für die Standorte der Kartogroup Pachtverträge bzw. Lohnveredelungsverträge abgeschlossen wurden, wurden im Geschäftsjahr 2009 diese Verträge beendet und sämtliche Wirtschaftsgüter (Asset Deal) der Kartogroup erworben. Durch das organische und anorganische Wachstum in den letzten Jahren gehört die Wepa-Gruppe mittlerweile neben SCA, Georgia Pacific, Kimberly-Clark, Delicarta und Metsä Tissue zu den führenden Anbietern in Europa. Wepa ist der zweitgrößte Private Label Hersteller in Europa. Mit der Übernahme der Kartogroup-Aktivitäten konnte der Umsatz sowohl durch die Auslandsaktivitäten mit den deutschen LEH-Kunden als auch durch Gewinnung weiterer Kunden im europäischen Ausland gesteigert werden. Die Wepa-Gruppe beliefert die führenden LEH-Retailer und hier insbesondere die Discounter in Europa. Die Wepa-Gruppe ist sowohl im Consumer- als auch im Away-from-Home-Segment (AfH) für Tissue-Produkte tätig. Die Kaufpreisfinanzierung und die Stellung der Bankbürgschaft für die Übernahme der Kartogroup-Assets sowie die Finanzierung der Betriebsmittel sind mit Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung des "Senior Facilities Agreement" (im Folgenden: SFA) vom 5. Juni 2009 zur Gesamtfinanzierung der Wepa-Gruppe geregelt worden. Die Finanzierung ist auf fünf Jahre bestimmt. Die Gesellschaft wurde mit ihren Aktivitäten in die Gesamtfinanzierung eingebunden. Im Mai 2010 wurde der Investor Pamplona Capital Management mit einem Kapital von € 80 Mio. als Aktionär der Wepa Industrieholding SE aufgenommen. Pamplona Capital Management ist ein Investor mit Sitz in London, der in 2007 einen Fonds mit € 1,3 Mrd. aufgelegt hatte und eine langfristige Anlagenstrategie mit Ausrichtung auf Europa und Nordamerika betreibt. Mit der Aufnahme von Pamplona Capital Management wurde die Zielsetzung verknüpft, die Wachstumsstrategie der Wepa-Gruppe fortzusetzen. Durch die Minderheitsbeteiligung von Pamplona Capital Management wird die Unternehmensphilosophie der Wepa-Gruppe, ein langfristig ausgerichtetes Familienunternehmen zu bleiben, das werte- und renditeorientiert ist, gestärkt. Durch die Eigenkapitalerhöhung sind die Grundlagen zur Finanzierung weiteren Wachstums geschaffen worden. Wepa Professional GmbH wurde als 100%ige Tochter der Wepa Hygieneprodukte GmbH auf der Grundlage des bereits seit Jahrzehnten geführten Away-from-Home-Geschäfts gegründet. Unternehmensgegenstand ist bis heute, den steigenden Bedarf an Hygienepapier und Spender-Systemen im Bereich B2B in ganz Europa zu erfüllen. Nach mehreren erfolgreichen Jahren und vor dem Hintergrund des Expansionsprozesses der Wepa, wurde für die Vertriebsgesellschaft 2010 die Rechtsform der GmbH gewählt. Neben dem Lebensmittelbereich wird der Away-from-Home-Bereich als zweites starkes Standbein innerhalb der Wepa-Gruppe forciert. Mittlerweile macht dieser Vertriebszweig mit Kunden aus Industriebetrieben, Krankenhäusern, öffentlichen Einrichtungen usw. rund € 82 Mio. unseres Umsatzes und bietet Entwicklungsmöglichkeiten, die wir nutzen wollen. Während Wepa Professional GmbH in Deutschland mit einem Marktanteil von ca. 20 % bereits gut positioniert ist, stehen Frankreich, UK und Ost-Europa klar im Fokus für den weiteren Wachstumsprozess. Das Sortiment Das "Professional Sortiment" beinhaltet Toiletten- und Handtuchpapiere, Küchenrollen, Taschen-und Kosmetiktücher, Putz- und Industrierollen sowie verschiedene Spender-Systeme - "neutral", in "Wepa Professional" oder "kundenindividuellem" Design. Die Kunden Mit dem umfassenden Sortiment an Hygieneprodukten ist Wepa Professional ein gesetzter Partner für
Die Aussichten Wepa Professional GmbH ist überzeugt, auch künftig weiter zu wachsen, dank
Beschaffungsmarkt Die Wepa-Gruppe ist auf der Beschaffungsseite insbesondere betroffen durch die Entwicklung des Zellstoff- und Altpapiermarktes, da die Produkte im Wesentlichen auf diesen Faserstoffen basieren. Hinzu kommt die Entwicklung des Energiemarktes für Gas, Strom, Öl und Transportkosten. Im Laufe des Kalenderjahres 2010 sind die Einkaufspreise für Zellstoff kontinuierlich gestiegen. Bedingt durch einen gegenüber dem US-Dollar schwächeren Euro war die Preissteigerung in Euro prozentual größer als in der Leitwährung US-Dollar. Durch Absicherungsgeschäfte war die Wepa-Gruppe von diesen Preisanstiegen nicht vollumfänglich betroffen, da ca. 1/3 des Bedarfes über Festpreisverträge bzw. Commodity Hedges gedeckt wurde. Das Anziehen der weltweiten Konjunktur und die steigende Industrieproduktion haben die Energienachfrage nach dem krisenbedingten Einbruch in 2009 und damit auch die Preise für Energie im Jahr 2010 wieder ansteigen lassen. Durch Effizienzverbesserungen und die zentrale Beschaffungssteuerung mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen preislich fixierten Energiebezugsverträgen und der Nutzung von Spotgeschäften an den Märkten für Strom und Gas, konnte die Wepa-Gruppe das für 2010 geplante Energiekostenbudget einhalten. In den kommenden Jahren sind durch eine weltweit wachsende Nachfrage, durch den staatlich geförderten Ausbau erneuerbarer Energien sowie strengere Klimaschutzauflagen weiter steigende Energiekosten zu erwarten. Organisation und Segmente Aufgrund des konsequenten Wachstumskurses, den die Wepa-Gruppe seit Jahren verfolgt, ist eine Neustrukturierung der Organisation erforderlich geworden. Ab 1. Januar 2010 wurden im operativen Geschäft sowohl regionale als auch funktionale Verantwortlichkeiten neu definiert und an die Geschäftsführer für die verschiedenen Bereiche übergeben. Die strategische Verantwortung wird von den Familien Krengel und dem Vorstand der Wepa Industrieholding SE wahr genommen. Die Gestaltung der unternehmerischen Zukunft verbleibt somit in den Händen der Eigentümerfamilien sowie weiterer Vorstandsmitglieder. Die Wepa-Gruppe wird dabei ein Familienunternehmen bleiben und legt wie bisher großen Wert auf eine werteorientierte Führung. Neben der organisatorischen Neustrukturierung wurde im Jahr 2010 die rechtliche Struktur der Wepa-Gruppe den Bedürfnissen angepasst. Die Vertriebsaktivitäten für die deutschen Gesellschaften wurden in der Wepa Hygieneprodukte GmbH für den Bereich Consumer gebündelt. Für die Bereiche AfH sowie für Feuchtprodukte wurde der Vertrieb in eigens gegründete Vertriebsgesellschaften transferiert. Darüber hinaus wurde im Rahmen der organisatorischen Neustrukturierung das Personal der Werke Giershagen, Müschede sowie Mainz in eine Betriebsführungsgesellschaft transferiert. Damit wurde innerhalb kurzer Zeit eine der neuen Größenordnung entsprechende Organisation und rechtliche Struktur geschaffen, um den zukünftigen Herausforderungen auf gesamteuropäischer Ebene nachkommen zu können. 2. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageAllgemeines Bei der Wepa Professional GmbH handelt es sich um eine Vertriebsgesellschaft in der Wepa-Gruppe, die ausschließlich auf den Vertrieb von Tissue-Produkten für den ,Away-from-Home" (AfH) Bereich ausgerichtet ist. Die Wepa Professional GmbH hat mit Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 30. August 2010 die für den Vertrieb relevanten Teile des Vermögens der Wepa Hygieneprodukte GmbH als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Ausgliederung mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 übernommen. Die Wepa Professional GmbH ist für die Bearbeitung des europäischen AfH Marktes in der Wepa-Gruppe verantwortlich. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Umsatz von € 82,1 Mio. erzielt. Dieser Umsatz resultiert nahezu vollständig aus Geschäftsbeziehungen gegenüber externen Kunden. Die abgesetzte gesamte Jahrestonnage an Halbfertigwaren/Fertigwaren betrug 82.116 Tonnen. Davon entfallen ca. 0,5 % auf den Verbundbereich und somit 99,5 % auf externe Abnehmer. Die vertriebenen Waren teilen sich im Wesentlichen in Küchentücher, Industrierollen, Toiletten- und Handtuchpapier auf. Letztere haben hierbei den mengenmäßig größten Anteil. Der Materialaufwand mit € 78,0 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Einkauf von Fertigwaren von verbundenen Unternehmen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Vertriebssonderkosten in Höhe von T€ 634 und Vertriebsgemeinkosten in Höhe von T€ 574, sonstige Betriebskosten in Höhe von T€ 185. Ferner sind in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Wertberichtigungen der Forderungen in Höhe von T€ 152 sowie Verwaltungsumlagen in Höhe von T€ 684 enthalten. Vermögenslage
Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2010 € 9,3. Mio. Die Gesellschaft hat mit Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 30. August 2010 Teile des Vermögens der Wepa Hygieneprodukte GmbH als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Ausgliederung übernommen. Das Anlagevermögen hat einen Anteil von 4,0 % am Gesamtvermögen. Die Abschreibungen für das Geschäftsjahr 2010 belaufen sich auf T€ 50. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte von € 5,9 Mio., Forderungen im Verbundbereich von € 0,6 Mio. sowie sonstigen Vermögensgegenständen von € 2,2 Mio., die aus Umsatzforderungen resultieren, zusammen. Das Stammkapital zum 31. Dezember 2010 beträgt € 25.500,00. Das Eigenkapital beinhaltet eine Kapitalrücklage von € 5,4 Mio. die durch die Einlage des übertragenen Vermögens gebildet wurde. Finanzlage Der Cash flow hat sich wie folgt entwickelt:
Personal Mit Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 30. August 2010 wurden 13 Mitarbeiter (Vertriebsangestellte) in die Gesellschaft übernommen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 wurden 15 Mitarbeiter (Vertriebsangestellte) beschäftigt. Im gesamten Geschäftsjahr 2010 wurden durchschnittlich 16 Mitarbeiter in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt. 3. NachtragsberichtIm Jahr 2011 werden die nachrangigen Darlehen der Wepa Industrieholding SE in Höhe von € 78,7 Mio. sowie weitere nachrangige Darlehen aus der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung von € 14,7 Mio. nach Beendigung der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung ins Eigenkapital der Muttergesellschaft Wepa Hygieneprodukte GmbH und damit in die Wepa-Gruppe transferiert. Im Zuge der Geschäftsausweitung der Wepa-Gruppe sowie der Nichterreichung geplanter EBITDA einerseits aber auch im Hinblick auf die steigende Komplexität des Geschäfts und dem bestehenden Finanzierungsrahmen hat die Wepa-Gruppe in 2011 begonnen, mit den Hausbanken Gespräche zu einer Ausweitung des Finanzierungsrahmens zu führen. Der Grundgedanke dabei ist, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in einem Umfang von € 30 Mio. für Factoring freizugeben. Dazu liegt uns die endgültige Zusage des Hausbankenkreises sowie der finanzierenden Factoring-Gesellschaften vor. Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die für das operative Geschäft der Wepa-Gruppe von Bedeutung sind. 4. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagementsystem Im Zuge der geschäftlichen Aktivitäten ist die Wepa-Gruppe einer Reihe von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Bezogen auf die wesentlichen Risiken der Wepa ist Ziel des Risikomanagementsystems, durch wirksame Maßnahmen die Auswirkungen der Risiken auf die Wepa möglichst zu reduzieren, sofern hierfür geeignete Kompensationsinstrumente zur Verfügung stehen und die Maßnahmen aus Sicht der Unternehmensleitung wirtschaftlich sind. Im Umkehrschluss nimmt Wepa bewusst Risiken in Kauf, um an sich bietenden Chancen zu partizipieren. Bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und aufzuzeigen, um geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Wepa Professional GmbH ist der kundenorientierte, faire und pragmatische Partner im "Away-from-Home" Markt. Dabei ist man Bindeglied zwischen Hygiene-Großhändlern, dem Fachhandel und spezialisierten Absatzmittlern - wo einerseits die Wepa-Gruppe eine wichtige Einkaufsquelle für Tissue- und Krepp-Papier ist, aber auch Dritt-Anbieter eine wichtige Rolle spielen für ein Vollsortiment. Die Steuerung von Chancen und Risiken wird bei der Wepa-Gruppe als normaler und bewusster Bestandteil der Unternehmensführung angesehen. Der Vorstand der Wepa Industrieholding SE als Muttergesellschaft des obersten Konzerns hat im Geschäftsjahr 2010 ein Projekt zur Formalisierung des in der Wepa-Gruppe bestehenden Risikofrüherkennungssystems implementiert. Ziel ist dabei, die derzeit vorhandenen Instrumente zur Identifizierung, Bemessung und Berichterstattung der einzelnen Risiken einschließlich bestehender Wechselwirkungen zu vereinheitlichen. Diese Vereinheitlichung dient der Verbesserung des Risikomanagementsystems auf Grund des Wachstums der Wepa-Gruppe. Hierfür wurde von der Wepa SE ein Risikomanager benannt. Im Geschäftsjahr 2010 wurde eine vollständige Risikoinventur für die Wepa-Gruppe durchgeführt sowie die einzelnen Risiken den jeweils Risikoverantwortlichen zugewiesen. Zudem wurden Berichtspflichten in Abhängigkeit von Risikoausprägungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten definiert. Für das Geschäftsjahr 2011 ist die vollständige Neubewertung aller identifizierten Risiken nach einem einheitlichen Bewertungsverfahren vorgesehen. Weitere Bausteine des Risikomanagementsystems sind im Wesentlichen die gruppenweiten Richtlinien, die gruppenweit einheitlichen Strategie-, Planungs- und Controllingprozesse sowie das gruppenweite Berichtswesen. Je nach Informationsbedarf werden tägliche, wöchentliche, monatliche und Quartalsberichte in der Wepa-Gruppe erstellt und analysiert. Dabei dient insbesondere die tägliche Bereitstellung von Vertriebs- und Produktionskennziffern der frühzeitigen Identifikation von Fehlentwicklungen. Im Bedarfsfall werden Entwicklungen täglich, in der Regel wöchentlich in den Managementteams unter Einbeziehung des Vorstands der Wepa Industrieholding SE analysiert. Die gruppenweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse werden kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft. Hierzu werden bewusst externe Berater in die Analyse mit einbezogen. Die Wepa-Gruppe verfügt über ein mehrstufiges Controlling, bestehend aus Werks-, Regional-, Zentral- und Vertriebscontrolling. Darüber hinaus wird im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden der Wepa SE die interne Revision die Einhaltung der Richtlinien überwachen. Die Kundenergebnisrechnung als Abgleich zu den Monatsabschlüssen gilt weiterhin als wichtiges Führungsinstrument. Das Risikomanagementsystem der Wepa-Gruppe ist darauf ausgerichtet, die Unternehmensleitung in die Lage zu versetzen, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Die Wepa Professional GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Wepa-Gruppe integriert. Chancen und Risiken Nach der im Geschäftsjahr 2010 durchgeführten Risikoinventur unterscheidet die Wepa ihre Risiken nach den Kategorien (1) Umfeld- und Branchenrisiken, (2) strategische Risiken, (3) leistungswirtschaftliche Risiken, (4) finanzwirtschaftliche Risiken und (5) sonstige Risiken. Umfeld- und Branchenrisiken Als einer der führenden Tissue-Produzenten in Europa mit Fokus auf das Handelsmarken-Segment unterliegt Wepa ebenso wie ihre Wettbewerber den folgenden Risiken: Politisches, rechtliches und regulatorisches Umfeld Veränderungen im politischen, rechtlichen und regulatorischen Umfeld können bei Wepa zu erheblichen Planungsunsicherheiten führen. Auswirkungen der Finanzmarktkrise könnten dazu führen, dass erforderliche Kreditprolongationen oder wachstumsbedingte Neufinanzierungen nicht oder nur zu nachteiligen Konditionen erreicht werden können. Als energieintensive Branche unterliegt Wepa zudem den unterschiedlichen politischen Strömungen, so dass bei einer Veränderung des politischen Umfelds mögliche Energiepreissteigerungen auf die Wepa wirken können. Wepa analysiert die Entwicklungen ihres Umfelds laufend, hat jedoch nur im oben genannten Sinne Möglichkeiten, kompensierende Maßnahmen einzuleiten. Absatzmarkt Der Absatzmarkt ist geprägt von einem fortschreitenden Konzentrationsprozess. Dabei kann die Marktstellung einzelner Abnehmer gegenüber den Tissue-Lieferanten zunehmen. Dies kann bedeuten, dass wesentliche Kunden der Wepa von anderen Anbietern übernommen werden und Wepa im Zuge dessen Kundenverluste verzeichnen muss. Ebenso kann sich durch die weiter zunehmende Marktmacht auf Kundenseite ein weiterer Margendruck für die Wepa ergeben. Die zu beobachtenden Preiskämpfe im Lebensmitteleinzelhandel können zum einem zu einem weiteren Margendruck für die Wepa führen, zum anderen können wesentliche Abnehmer der Wepa Marktanteile verlieren, so dass deren Nachfrage nach Wepa Produkten sich reduziert. Ferner verfolgen wesentliche Wettbewerber im Lebensmitteleinzelhandel das Ziel der Verringerung der Kapitalbindung als auch der Risiken aus der Bevorratung. Für Wepa resultiert hieraus das Risiko, dass das Nachfrageverhalten im Zuge der Produktionsplanung antizipiert werden muss und nicht ausgeschlossen werden kann, dass bereits im Lager befindliche Ware entgegen der ursprünglichen Einschätzung nicht vertrieben werden kann. Wepa beobachtet die Entwicklung auf der Absatzseite permanent und stimmt ihre Erwartungen regelmäßig mit den wesentlichen Kunden ab. Neben dem aktiven Kundenmanagement und dem implementierten Vertriebscontrolling greift Wepa zudem auf externe Analysen, z.B. Wepa spezifische Nielsen Berichte. Wepa wirkt auch aktiv in den für sie relevanten Verbänden mit. Aus einem Wachstum der Abnehmer der Wepa besteht die Chance der Gewinnung weiterer Marktanteile. Hierunter besteht neben den nationalen Marktanteilen auch die Erschließung neuer Märkte auf Grund der internationalen Expansion von Abnehmern. Beschaffungsmarkt Wesentliche Rohstoffe für die Herstellung sind Zellstoff und Altpapier. Das weltweite Angebot dieser Rohstoffe ist limitiert, weiterhin sind diese Rohstoffmärkte sehr volatil. Für Wepa besteht das Risiko, dass der Bedarf an Zellstoff und Altpapier nicht gedeckt werden kann und hieraus zunächst Produktionsstillstände und Lieferengpässe am Absatzmarkt drohen können. Wepa sichert den eigenen Bedarf kurzfristig durch Bevorratung mit den Rohstoffen sowie mit Abschluss von mengenfesten Lieferkontrakten ab. Zudem setzt Wepa im Produktionsprozess unterschiedliche Zellstoffqualitäten ein und greift auf ein breites Netz an bewusst ausgewählten Lieferanten zurück. Wepa hält zudem einen Mindestbestand an Fertigerzeugnissen vor. Wettbewerb Auch innerhalb der Papierindustrie kann eine weitere Konzentration der Hersteller erfolgen. Als einer der europaweit führenden Produzenten sehen wir hierin keine wesentlichen Risiken. Innerhalb der Papierindustrie könnte ein Preiskampf zu weiteren Margenverlusten führen. Dieser könnte insbesondere durch Überkapazitäten am Markt ausgelöst werden. Strategische Risiken Die Wepa Professional GmbH ist strategisch in die Wepa-Gruppe integriert und ist infolgedessen von deren Strategie abhängig. Leistungswirtschaftliche Risiken Leistungswirtschaftliche Risiken bestehen in Produktionsausfällen sowie in Fehlproduktionen. Hieraus können zum einen bestehende Nachfragen nicht bedient werden, zum anderen könnten Ansprüche an die Wepa auf Grund der Auslieferung fehlerhafter Qualitäten herangetragen werden. Die operativen Risiken in den Bereichen Erzeugung, Verarbeitung und Qualitätssicherung werden durch ein intern weiterentwickeltes Supply Chain System, Werkscontrolling und laufende Produktüberprüfungen überwacht und gesteuert. Im Bereich Transport und Logistik haben die konsequenten Investitionen in moderne Hochregallagertechnik zu einer weiter gesteigerten Lieferzuverlässigkeit geführt. Die Anlagen der Wepa werden durch ein eigenes Technik- und Serviceteam regelmäßig gewartet und optimiert und können im Bedarfsfall schnellstmöglich in Produktionsbereitschaft versetzt werden. Die Wepa verfügt über ein detailliertes vorbeugendes Instandhaltungsprogramm und führt in den Werken regelmäßig Audits durch. Finanzwirtschaftliche Risiken Marktpreise Rohstoffe Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt können die Renditeziele der Wepa-Gruppe gefährden, sofern diese Preissteigerungen nicht oder nur zeitlich versetzt an die Abnehmer weitergegeben werden können. Die Wepa-Gruppe sichert ihren Bedarf an Zellstoff durch in der Regel jährliche Kontrakte mit teilweiser Preisfixierung ab. Weitere mengenfixierte Kontrakte binden die Einkaufspreise an Marktindizes. Zur Absicherung der Preisänderungsrisiken am Zellstoffmarkt bezogen auf die indexabhängigen Kontrakte setzt die Wepa-Gruppe die im Markt üblichen derivativen Instrumente ein. Diese lnstrumente werden bei Bedarf mit Finanzinstituten, Brokern, Strombörsen und Drittkunden kontrahiert. Bei der Auswahl der Vertragspartner ist die Wepa-Gruppe bestrebt, Vertragsausfallrisiken durch eigene Beurteilung der Kontraktpartner zu vermeiden. Ein kleinerer Teil des jährlichen Zellstoffbedarfs wird bewusst nicht preislich abgesichert, um Chancen einer Preisreduktion wahrnehmen zu können. Die permanente Analyse der Marktentwicklung durch den zentralen Einkauf und die Einräumung einer angemessenen Bandbreite zur Bevorratung versetzt die Wepa-Gruppe in die Lage, kurzfristige, vorübergehende Preisentwicklungen entweder zu umgehen oder bewusst wahrnehmen zu können. Energiepreise Als energieintensive Branche ist die Papierherstellung den Preisänderung ausgesetzt. Das Risiko steigender Energiepreise sichert die Wepa-Gruppe durch langfristige Preisvereinbarungen mit den wesentlichen Versorgern ab, so dass die Preisentwicklungen die Wepa-Gruppe nur verzögert treffen. Übrige Finanzwirtschaftliche Risiken Die Wepa Professional GmbH ist über die Gesamtfinanzierung der Wepa-Gruppe weiteren Risiken ausgesetzt. Hierbei handelt es sich insbesondere um Liquiditätsrisiken sowie um die Einhaltung von in der Finanzierungsvereinbarung definierter Covenants. Liquidität Auf Grund des wachstumsbedingt ansteigenden Finanzierungsbedarfs bzw. des Nichterreichens von Renditezielen der Wepa-Gruppe könnte das Risiko bestehen, dass die Wepa-Gruppe ihre Verpflichtungen auf Grund der Liquiditätsausstattung nicht fristgerecht erfüllen könnte. Im Extremfall könnte die Zahlungsfähigkeit der Wepa-Gruppe gefährdet sein. Covenants Die Nichteinhaltung der Covenants auf Ebene der Wepa-Gruppe kann das Risiko der Fälligstellung der Verbindlichkeiten bedingen. Sollte es der Wepa-Gruppe nicht gelingen, adäquate Finanzmittel anderweitig zu beschaffen, wäre im Extremfall die Zahlungsfähigkeit der Wepa gefährdet. Die Entwicklung quantifizierbarer Covenants wird von Wepa laufend prognostiziert, so dass im Bedarfsfall eine frühzeitige Abstimmung mit den Kreditgebern erreicht werden könnte. Organisatorische Anweisungen zur Einhaltung der Covenants in sachlicher und zeitlicher Hinsicht sind im gruppenweit gültigen Finanzierungshandbuch festgelegt. Die Überwachung und Steuerung von Liquiditätsrisiken erfolgt im Rahmen kurz- und langfristiger Finanzplanung. Sonstige Risiken IT-Risiken Die operative und strategische Steuerung unserer Gruppe ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Daher bestehen Risiken eines Ausfalls der IT-Systeme, des unberechtigten Datenzugriffs, Datenverlustes oder der Datenmanipulation. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten sowie durch diverse technologische Sicherungsmaßnahmen gewährleistet. Daneben begegnet die Wepa-Gruppe den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust mit diversen Gegenmaßnahmen technischer und organisatorischer Art. Nach Übernahme der Assets der Kartogroup und der damit einhergehenden Geschäftsausweitung haben wir uns dazu entschlossen, die Wepa-Gruppe in 2011 auf eine einheitliche IT-Plattform/ERP System umzustellen. Ein von externen Beratern begleiteter Auswahlprozess führte zu der Entscheidung für ein Oracle-Produkt. Der tatsächlichen Einführung vorausgegangen ist in 2010 ein umfangreicher Analyseprozess im Hinblick auf die in der Wepa-Gruppe zukünftig zu definierenden Prozesse und Schnittstellen, um soviel wie möglich vom Standard der ERP Software zu verwenden. Um Risiken aus der Umstellung möglichst zu begrenzen, lassen wir uns umfassend von externen Beratern unterstützen. Daneben haben wir gruppenübergreifend sog. "Process Owner benannt, die zum einen den Programmierern/Beratern die definierten Prozesse vorgeben und die Umsetzung überwachen, zum anderen aber auch den First Level Support sicherstellen und die Key User schulen werden. Personalrisiken Der Erfolg der Wepa ist im Wesentlichen von der Motivation ihres qualifizierten Personals abhängig. Der Verlust von Leistungsträgern ohne adäquaten Ersatz oder eine Störung des Betriebsfriedens könnten die Renditeziele nachhaltig gefährden. Die langfristige Personalbedarfsplanung, diverse Maßnahmen zum Erhalt der Attraktivität der Wepa als Arbeitgeber als auch ein umfangreiches Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramm der Wepa wirken diesen Risiken wie auch dem Risiko der allgemeinen demographischen Entwicklung entgegen. Versicherungsschutz der Wepa-Gruppe Die Wepa-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2010 über einen adäquaten Versicherungsschutz verfügt. Ende 2010 hat sich das Unternehmen entschieden, den wesentlichen Teil dieses Versicherungspaketes nicht in der bisherigen Form und auch nicht mit dem bisherigen Versicherer weiterzuführen. Ab 2011 wurde mit einem neuen globalen Versicherer eine strategische Partnerschaft begonnen, die auf eine Mindestlaufzeit von 5 Jahren ausgerichtet ist. Das gemeinsam entwickelte Konzept ist im Deckungsschutz wesentlich weitergehender und enthält auch eine automatische Erfassung der Versicherung aller Neuinvestitionen. Es hat zum Ziel, innerhalb der nächsten 5 Jahre alle europäischen Werke der Wepa im Bereich des Brandschutzes zu einem HPR-Risiko (highly pro-tected risk) zu entwickeln. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Wepa-Gruppe hat Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zins, Währungs- und Preisänderungsrisiken abgeschlossen. Eingesetzt werden sowohl Swap- als auch Optionsgeschäfte. Ziel des Risikomanagementsystems im Bezug auf Sicherungsinstrumente bei Wepa ist die Einhaltung der im Budget unterstellten Annahmen zum durchschnittlichen Zellstoffpreis sowie zu den Zinsen für zinstragende Verbindlichkeiten. Die Entscheidung zum Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt durch die Unternehmensleitung. Die Vorbereitung der Entscheidungen erfolgt durch die eingerichtete Treasury-Abteilung sowie in Bezug auf die Commodity-Sicherung durch die weitere Einbeziehung des zentralen Einkaufs. Die abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte dienen im Wesentlichen der Absicherung der Risiken aus Grundgeschäften. Wepa erwirbt oder veräußert keinerlei Derivate ohne Bezug zu bestehenden oder mit hinreichender Sicherheit abzuschließenden Grundgeschäften. Abgesichert werden mittels Währungsderivaten Grundgeschäfte zur Beschaffung von Zellstoff in USD, mittels Commodity-Derivaten Grundgeschäfte zur Beschaffung von Zellstoff in USD oder EUR sowie mittels Zinsderivaten Grundgeschäfte in Form von Finanzkrediten. Auf Grund der bestehenden Hedging-Beziehungen bestehen aus den abgeschlossenen Sicherungsgeschäften keine Preisänderungs- oder Liquiditätsrisiken. Solche kämen nur zum tragen, wenn das entsprechende Grundgeschäft entfallen würde. Preisänderungs- und Liquiditätsrisiken bei Swap-Geschäften werden durch die gegenläufige Entwicklung der Grundgeschäfte ausgeglichen. Von Vertragspartnern verschuldete Kreditausfallrisiken können für Wepa bestehen. Diese ist Wepa bemüht, durch die bewusste Auswahl der Vertragspartner möglichst zu minimieren. Beurteilung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung Aus Sicht der Unternehmensleitung ist die Wepa auf Grund ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Zur Wahrnehmung von Chancen nimmt die Unternehmensleitung bewusst einzelne, für die Wepa tragbare Risiken in Kauf. Geeignete Gegenmaßnahmen werden permanent analysiert und auf ihre Einsatzfähigkeit bei Wepa überprüft. Risiken, denen die Wepa durch unternehmenseigene Maßnahmen nicht kurzfristig begegnen kann, werden auf ein vertretbares Höchstmaß begrenzt. Die Begrenzung soll in Zukunft durch die Vergabe von Risikobudgets erfolgen, so dass im Vorhinein den identifizierten Risikobereichen eine begrenzte Handlungsfreiheit erteilt wird. Derzeit erfolgt die Risikobegrenzung noch durch Einzelabstimmung mit der Geschäftsleitung und den Schnittstellen im Unternehmen. Aus heutiger Sicht sind für die Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gruppe oder einzelner Firmen der Wepa-Gruppe gefährden könnten. 5. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen KontrollsystemsAngaben gemäß § 289 Abs. 5 HGB Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem der Wepa soll eine ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung sicherstellen. Eine Prüfung der Kontrollmechanismen auf Eignung und Funktionsfähigkeit erfolgt auf Ebene der Einzelgesellschaften. Bestehende Kontrollschwächen - insbesondere im Hinblick auf die Jahresabschlusserstellung - können so identifiziert und behoben werden. Die Überprüfung und Standardisierung der konzernweiten Kontrollmechanismen wird zur Zeitzentral im Zuge der Vorbereitung bzw. Durchführung der konzernweiten Vereinheitlichung der ERP-Software intensiviert. Die rechnungslegungsbezogenen Kontrollen sollen die Einhaltung der zentral erstellten Verfahrensanweisungen, Bilanzierungsrichtlinien sowie terminlichen Vorgaben zur Erstellung des Konzernabschlusses sicherstellen. Die Bilanzierungsrichtlinien sowie der Kontenplan werden bei Bedarf an neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen angepasst. In den Rechnungslegungsprozess sind Mitarbeiter mit der entsprechenden fachlichen Eignung einbezogen. Es finden regelmäßig fachliche Schulungen bzw. Workshops mit Mitarbeitern aller rechtlichen Einheiten statt. Auf Basis der Jahresabschlüsse wird der Konzernabschluss von der Fachabteilung Konsolidierung erstellt. Die zur Erstellung des Konzernabschlusses notwendigen Konsolidierungsschritte werden manuellen und systemtechnischen Kontrollen unterzogen. Weitere Kontrollschritte sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderung einzelner Positionen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Funktionstrennungen und die Anwendung des 4-Augen-Prinzips. 6. PrognoseberichtIm für die Wepa-Gruppe relevanten Wirtschaftsraum Europa erwartet der IWF im World Economic Outlook vom Januar 2011 ein Wachstum von 1,8 % in 2010 und prognostiziert ein Wachstum von 1,5 % bzw. 1,7 % für 2011 und 2012. Für Deutschland wird für die Jahre 2011 und 2012 mit einem Wachstum von 2,2 % bzw. 2,0 % gerechnet. Der IWF erwartet, dass sich das Wirtschaftsklima in den Industriestaaten und Schwellenländern weiterhin langsam erholen wird. Aber in vielen Industriestaaten und Schwellenländern bleibt die Finanzstabilität allerdings fragil. Die systemischen Risiken für den Finanzsektor haben sich zwar verringert, aber die volle Funktionsfähigkeit in wichtigen Segmenten ist durch die Schwächung der internationalen Finanzmärkte noch nicht gegeben. Für den westeuropäischen Tissue-Markt wird weiterhin ein jährliches Wachstum von 2 % prognostiziert. Für Westeuropa werden attraktive absolute Zuwächse prognostiziert (rd. + 1,5 Mio. t bis 2016). Der osteuropäische Markt wächst mit jährlich über 6 % deutlich stärker als der westeuropäische, auch wenn der absolute Zuwachs (rd. + 0,6 Mio. t bis 2016) niedriger prognostiziert wird. Wachstumstreiber sind das steigende verfügbare Einkommen und wachsende Hygienebedürfnisse. Konjunkturschwankungen beeinflussen die Nachfrage nur geringfügig; bei sinkenden Einkommen tendieren Verbraucher zu einem Wechsel von Marke zu Handelsmarke. In Westeuropa fördert steigende Hygiene die Nachfrage, Innovationen bei Marken- und Handelsmarkenprodukten nutzen diesen Trend. Durch die internationale Aufstellung des Handels sind europäische Märkte für Handelsmarkenhersteller eher homogen. Sourcing der Händler erfolgt üblicherweise europaweit. Markenprodukte sind auf die nationalen Konsumenten-Präferenzen ausgerichtet und werden tendenziell eher national gesourced. Discounter multiplizieren ihre Systeme in das west- und osteuropäische Ausland und erwarten eine Steigerung des Marktanteils auf ca. 50 % in 2012, die Bedeutung leistungsstarker Lieferanten nimmt dabei zu. Auf Grund der sich aus der Rohstoffpreissteigerung und der Fertigwarenprodukte ergebenden schlechteren Rohertragsmarge hat Wepa reagiert, indem zur Kostensenkung, Effizienzsteigerung und Wertschöpfungserhöhung im Gesamtunternehmen ein entsprechender Actionplan zur Ertragsverbesserung aufgelegt wurde. Insgesamt sollen konzernweit Einsparungen von über € 20 Mio. erreicht werden. Das Projekt wird über ein Projektbüro professionell gesteuert. In strukturierten Einzelprojekten sind die entsprechenden Teilbeträge für die Savings festgelegt worden. Darüber hinaus hat Wepa einen umfassenden Restrukturierungsplan insbesondere für Italien aufgelegt. Durch Kapazitätsanpassungen wird die Ergebnissituation in Italien verbessert werden. Darüber hinaus hat Wepa über den Actionplan ein stringentes Working Capital Optimierungsprojekt aufgelegt, auch dieses bezieht sich auf alle Werke in Europa. Die strategische Ausrichtung von Wepa ist klar auf den Bereich Privat Label fokussiert und auf entsprechende Konzepte im Away-from-Home Bereich. Im Bereich AfH richtet sich das Wettbewerbsumfeld stärker auf den gesamteuropäischen Markt aus, da hier ein stärkeres Marktwachstum und bessere Margen zu erwarten sind. Das führt zu einer sehr angespannten Situation in den größten Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Es wird versucht mit attraktiven Preisen weitere Marktanteile zu generieren, was geplante Maßnahmen zu Preiserhöhungen massiv konterkariert. Gerade der Markt für Preiseinstiegsprodukte (bspw. Krepp Papierhandtücher) ist von starkem Wettbewerbsdruck geprägt. Hier stehen sinkende Bedarfsmengen einer in Osteuropa steigenden Kapazität in Papiererzeugung und Verarbeitung gegenüber. Diese Produkte haben signifikanten Einfluss auf das westeuropäische Preisniveau im Krepp Segment. Aufgrund der bereits abgeschlossenen Lieferverträge mit unseren strategischen nationalen und internationalen Kunden ist davon auszugehen, dass die Gesellschaft im Jahr 2011 wie auch in den letzten Jahren weiter wachsen wird, da die strategischen Kunden überproportional an Marktbedeutung gewinnen werden. Durch die strategisch klare Ausrichtung der Wepa-Gruppe im Privat Label Bereich werden stringent die Privat Label Richtlinien zur Kostenführerschaft, Service Exzellenz und Qualitätssicherung umgesetzt. Mit dem oben genannten Kostensenkungsprogramm wird die Grundlage zur Margenverbesserung gelegt. Durch ein konsequentes Produktportfolio stellt die Wepa-Gruppe sicher, die mittelfristig geplante EBITDA-Zielsetzung zu erreichen. Wepa wird den Zukauf von Halbfertigware sowohl in Spanien als auch in der Region Nord-Ost durch Eigenproduktion ersetzen, um damit den heutigen Wettbewerbsnachteil durch den Zukauf von Halbfertigware entsprechend auszugleichen, auch hierdurch wird das Margenverhältnis der Wepa-Gruppe entsprechend erheblich verbessert. Die Wepa-Gruppe plant auf der Basis der Marktdaten ihre Marktposition im Handelsmarkenbereich der europäischen Hygienepapierbranche weiter konsequent auszubauen und zu stärken. Die Produktgruppen der Wepa-Gruppe umfassen Produkte des täglichen Bedarfs der Konsumenten, der zumindest im Volumen konjunkturunabhängig sein sollte. Absatzseitig erwarten wir, dass der Markt weiter wachsen wird. Grundsätzlich rechnet die Wepa-Gruppe weiterhin mit einem Verkaufspreisdruck, der allerdings durch Optimierung der Sortimente und alternative Maßnahmen ausgeglichen werden kann. Die Rohstoffpreiserhöhungen, die in 2010 nicht in voller Höhe durch entsprechende Abgabepreise weitergegeben werden konnten, machen weitere Preisanhebungen für die Wepa Fertigwarenprodukte in 2011 notwendig. Hierdurch werden wir unsere aktuelle Marktstellung weiter ausbauen und strategische Vorteile nutzen können. Auf Grund der bestehenden Planung für 2011 und 2012 gehen wir von einer Umsatzsteigerung und deutlichen EBITDA-, EBIT- und Net Income-Verbesserungen aus
Arnsberg, den 05. Mai 2011 Wepa Professional GmbH Geschäftsführung Robert Neid Martin Rohde 7. Definitionen
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wepa Professional GmbH, Arnsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Wepa Professional GmbH, Arnsberg. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dortmund, den 5. Mai 2011 KPMG
AG
Fischer, Wirtschaftsprüfer Lämmer, Wirtschaftsprüfer |
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