Ospardus Handels- und Vertriebsgesellschaft mbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Schierack seit 30.10.2025 | Prokura |
Julia Sabine Ott seit 22.2.2023 | Prokura |
Andreas Brauer seit 10.2.2010 | Prokura |
Enrico Smolka seit 10.2.2010 | Prokura |
Stefan Andreas Ott seit 8.12.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MITRAS Composites Systems GmbHRadeburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023der Mitras Composites Systems GmbH, Radeburg1. Grundlagen 1.1 Geschäftsmodell Die Mitras Composites Systems GmbH, Radeburg, entwickelt und produziert im Kundenauftrag Formteile, Baugruppen und Systeme aus glasfaserverstärkten Duroplasten. In den Fertigungstechnologien Heißpressen, Spritzgießen und Spritzprägen werden die Werkstoffe BMC und SMC verarbeitet. Die Stückzahlen schwanken je nach Produkt zwischen Kleinserien und Massenproduktion. Im Schwerpunkt handelt es sich dabei um Komponenten im Außen- und Innenbereich für die Märkte Energieverteilung, Telekommunikations-, Elektro-, Maschinenbau-, Bau- und Anlagenindustrie, sowie im Bereich der Flur- und Förderfahrzeuge. Bei Eigenentwicklungen, wie z. B. Normsockel, werden diese auch selbst vermarktet. Anwendungsgebiete sind u. a. Kabelverteilerschränke, Antennengehäuse, Schaltgehäuse, Isolatoren, Zählergehäuse, Verkleidungsteile und Helme. Kunden sind weltführende Systemhersteller in Europa sowie renommierte Konzerne und Spezialfirmen. Der Hauptumsatz wird im deutschsprachigen Raum erzielt. Im Berichtsjahr wurden neue Projekte aus dem Maschinenbau- und Elektrosektor realisiert, die die Umsätze der kommenden Jahre stabilisieren. 1.2 Forschung und Entwicklung Der Forschungs- und Entwicklungsbereich arbeitet an Grundsatzthemen hinsichtlich der Verfahren zur Herstellung von Leichtbaustrukturbauteilen, Oberflächentechnologien und Bioverbundwerkstoffen, sowie an der Weiterentwicklung eines eigenen Produkts. Weitere Schwerpunkte liegen in der • Automatisierung von Anlagen und Teilprozessen • Weiterentwicklung der bestehenden Verfahren mit dem Ziel der Technologieführerschaft und Festigung der Prozesse • externen und internen Produktentwicklung • Optimierung der Materialeigenschaften Im Bereich Forschung und Entwicklung wurde vorrangig an der Entwicklung und Serieneinführung eines eigenen Produkts und der Umsetzung von Kundenprojekten gearbeitet. Die Zusammenarbeit mit Instituten, Hochschulen und Universitäten ermöglicht uns bei für uns wichtigen Neuentwicklungen von Beginn an dabei zu sein, wie zum Beispiel bei der Forschung und Entwicklung zur Fertigung funktionsgerechter Bauteile aus Bio-SMC/BMC. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung / Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt durch globale Krisen, die das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr um 0,3% sinken lies, kalenderbereinigt sank es um 0,1%. Damit setzt sich die wirtschaftliche Erholung nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Neben der Abschaltung der drei letzten deutschen Atomkraftwerke zum 15. April 2023 sank auch die Energieproduktion aus Braun- und Steinkohle. Dagegen wuchs die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. Zudem wurde vermehrt Strom im Ausland eingekauft. Die bisher vorliegenden Außenhandelsdaten zeigen einen Anstieg der preisbereinigten Stromimporte im zweistelligen Prozentbereich bei gleichzeitig niedrigeren Stromexporten. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls, wenn gleich deutlich weniger, im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Neben den hohen Energiepreisen war auch die Materialknappheit weiter ein Problem für die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. Zwar nahm laut Umfragen des ifo Instituts im Laufe des Jahres 2023 die Materialknappheit ab, allerdings berichteten im Jahresdurchschnitt noch knapp ein Drittel der Unternehmen von Engpässen. Zudem erhöhten sich infolge der Tarifabschlüsse die Lohnkosten. Daher legten die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte ohne Energie, die 2022 bereits durchschnittlich um 14,0 % gestiegen waren, von Januar bis November 2023 nochmals um 3,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Dabei stiegen vor allem die Preise für Konsum- und Investitionsgüter. Da sich die Preissteigerungen auf der Erzeugerebene auch in den Verbraucherpreisen niederschlugen, kam zum verstärkten Kostendruck für die Unternehmen erschwerend eine spürbare Konsumzurückhaltung hinzu. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 1, 1 % gegenüber dem Vorjahr und lagen damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-2,1 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahr - lag im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich bei 5,9 % und damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 (+6,9 %). Dabei stiegen vor allem die Preise für Nahrungsmittel. Auch die Energiepreise waren - im Unterschied zur Entwicklung auf der Erzeugerebene - noch höher als im Vorjahr. Die etwas niedrigere Inflationsrate und die Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten den Rückgang der privaten Konsumausgaben jedoch nicht verhindern. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Im Jahr 2020 hatte die Corona-Pandemie erstmals seit 14 Jahren zu einem Rückgang der Erwerbstätigenzahl geführt. Im Zuge des Aufholprozesses nach der Pandemie war die Erwerbstätigkeit im Jahr 2022 kräftig gestiegen. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Die Durchschnittslöhne stiegen im Jahr 2023 um 6,1 %, insbesondere weil es hohe Lohnabschlüsse und Inflationsausgleichszahlungen gab. Zudem wurde der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Oktober 2022 angehoben und es kamen mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hinzu als geringfügig Beschäftigte. In der Folge nahmen die Bruttolöhne und -gehälter im Jahr 2023 um 7,0 % zu. Im internationalen Vergleich blieb die Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2023 voraussichtlich deutlich hinter den anderen großen EU-Mitgliedstaaten oder den großen Volkswirtschaften wie den USA oder China zurück. Als einziger der großen europäischen Staaten verzeichnete Deutschland einen Rückgang des preisbereinigten BIP. Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland verglichen mit den anderen großen EU-Staaten am schwächsten. Quellen: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt vom 15. Januar 2024 -019/024 Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" vom 15. Januar 2024 2.2 Branchenbezogene Entwicklung / Rahmenbedingungen Nachdem bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage in 2021 durchweg positive Tendenzen zu erkennen waren, rutschte diese seit 2022 ab. Die Gründe für die negative Stimmung sind vielfältig. Derzeit scheint es der Politik nicht zu gelingen, mit entsprechenden Maßnahmen ein für die Industrie positiveres Umfeld zu schaffen. Insgesamt zeigt vor allem Deutschland, aber auch Europa derzeit ein sehr schwieriges Marktumfeld. Haupttreiber der derzeitigen, schwierigen Situation dürften aber vor allem die nach wie vor hohen Energie- und Rohstoffpreise sein. Hinzu kommen weiterhin Probleme in einzelnen Bereichen der Logistikketten, beispielsweise auf einzelnen Handels-/Containerruten sowie ein zurückhaltendes Konsumklima. Eine Verlangsamung des Welthandels und Unsicherheiten im politischen Bereich befeuern derzeit die negative Stimmung im Markt. Trotz steigender Zulassungszahlen ist auch die Automobilindustrie als wichtigster Anwendungsbereich für Composites noch nicht auf ihr altes Volumen zurückgekehrt. Die Bauindustrie als zweiter zentraler Anwendungsbereich steckt derzeit in einer Krise. Zwar sind die Auftragsbücher noch gut gefüllt, aber Neuaufträge bleiben vielfach aus. Hohe Zinsen und Materialkosten bei hohen Lebenshaltungskosten belasten vor allem den privaten Bau stark, aber auch der öffentliche Bau kann die selbst gesteckten Ziele momentan nicht erreichen. Laut dem ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe) bleiben die Prognosen in diesem wichtigen Bereich düster: "Der Rückgang der Baukonjunktur setzt sich weiter fort. Verantwortlich für das Minus bleibt der Wohnungsbau, der in diesem Jahr real um 11% einbricht und 2024 mit -13% seinen Sinkflug fortsetzt. Nicht nur die Bewertung der generellen Geschäftslage bleibt pessimistisch. Auch die Situation der eigenen Unternehmen wird weiterhin kritisch bewertet. Vor allem für Deutschland zeigt sich ein negatives Bild. Fast 50 % der Befragten bewerten die aktuelle Geschäftslage in Deutschland kritisch. Etwas positiver fällt die Sichtweise auf das weltweite Geschäft und Europa aus. Hier bewerten "nur" 40 % bzw. 35 % der Befragten die Situation eher negativ. Trotz der generell eher verhaltenen Bewertung der Geschäftslage scheinen viele der Befragten, zumindest in Europa, von einer Besserung der Stimmung überzeugt zu sein. Auch für das eigene Unternehmen zeigen sich die Befragten hinsichtlich ihrer Zukunftserwartungen für Europa und den Weltmarkt optimistischer. Die aktuell eher zurückhaltende Bewertung der wirtschaftlichen Situation wirkt sich auch weiterhin auf das Investitionsklima aus. Nachdem in der letzten Befragung noch 22% der Teilnehmenden von einem Anstieg bei der Personalkapazität ausgegangen waren (Befragung 1/2023 = 40 %), liegt dieser Wert aktuell nur noch bei 18 %. Demgegenüber stehen 18 %, die sogar von einem Rückgang im Bereich Personal ausgehen. Auch der Anteil der Befragten, die Maschineninvestitionen planen, ist rückläufig. Waren bei der letzten Befragung noch 56 % von entsprechenden Investitionen ausgegangen, so sinkt dieser Wert nun auf 46 % ab. Der Composites Markt ist durch eine starke Heterogenität sowohl material- aber auch anwendungsseitig gekennzeichnet. Wachstum wird vor allem im Bereich Windenergie und Luftfahrt erwartet. Für die gesamte verarbeitende Composites-Menge in Europa wird für 2023 ein weiterer Rückgang erwartet. Dieser dürfte erneut bei etwa 5 % liegen. Es bleibt abzuwarten, ob es gelingen wird, der negativen Entwicklung gegenzusteuern. Hier wäre ein zielgerichtetes Eingreifen, auch der politischen Entscheidungsträger, wünschenswert. Für Composites als Materialgruppe generell zeigen sich, aufgrund des speziellen Eigenschaftsportfolios, nach wie vor sehr gute Chancen zum Ausbau der Marktposition in neuen, aber auch bestehenden Märkten. Quellen: Composites Germany - Ergebnis der 22. Composites-Markterhebung 2.3 Geschäftsverlauf 2.3.1 Geschäftsergebnis Das Geschäftsergebnis ist auch aufgrund des Umsatzrückgangs noch zufriedenstellend. Nach wie vor belasten uns die hohen Energiepreise und steigenden Lohnkosten, die nicht im vollen Umfang weitergegeben werden konnten, das Geschäftsergebnis. Der Umsatzrückgang ist mit weniger Projektgeschäfte sowie der gebremsten Bauentwicklung im Wohnungsbau begründet. Mit der konsequenten Umsetzung von Verbesserungsprojekten nach Lean Prinzipien konnte ein Großteil der Kostensteigerungen ausgeglichen werden. Das Festhalten an der Automatisierung, sowie der stetige Lean Gedanke werden die Unternehmensergebnisse auch in den Folgejahren weiterhin absichern und stabilisieren. 2.3.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Auftragseingang in 2023 lag aufgrund der unterjährigen Preiserhöhungen sowie Rahmenaufträgen und verschiedenen Projektgeschäften, die sich auf die Folgejahre verteilen, deutlich über dem Vorjahr. Die Auftragsreichweite des vorhandenen Auftragsbestandes verändert sich immer mehr zu langfristigen Bestellungen mit Vorlaufzeiten von bis zu 12 Monaten. Das geplante Umsatzziel im Formteilbereich konnte nahezu (-3%) erreicht werden. Die Monatsverteilung entsprach in etwa unserer Budgetplanung. Allerdings gab es innerhalb der einzelnen Produktgruppen starke Schwankungen, die nur durch Bestandsaufbau und Abbau kompensiert werden konnten. Nach wie vor ist eine breite Risikostreuung im Kundenportfolio vorhanden. Im Berichtsjahr wurden bei den FE- Artikelgruppen mit 793.232 Teil ca. 6% weniger Artikel im Vergleich zum Vorjahr produziert. Der Rückgang war in allen Bereichen, mit Ausnahme der PIMC-Teile zu verspüren. Das Produktsortiment hat sich nicht wesentlich verändert. Mit 122 verschiedenen Produktionsartikeln werden ca. 80% des Gesamtumsatzes generiert. Die Liefermengen der einzelnen Artikel bewegen sich vom Einzelstück in der Schrankmontage bis hin zur Großserie von über 23.995 Stück/Jahr für ein Pressteil oder über 80.265 Stück/Jahr für ein Spritzteil. Der Beschäftigungsgrad schwankte im Geschäftsjahr. Die Auftragsschwankungen wurden über Leiharbeitskräfte abgedeckt. Die Produktionskapazitäten wurden nicht vollständig ausgenutzt. 2.3.3 Materialaufwand und Produktionskostenentwicklung Nach den erheblichen Preissteigerungen im Vorjahr haben sich die Einkaufspreise für SMC und BMC auf hohem Niveau stabilisiert und sind im laufenden Berichtsjahr wieder leicht gesunken. Eine langfristige, verbindliche Preisindikation ist schwer möglich. Erste Anzeichen für eine Kehrtwende hin zu Preiserhöhungen wurden bereits zum Ende des Berichtsjahres angekündigt. Die zum Teil extrem hohen Energiepreise, sowie unterjährig steigende Logistik- und Transportkosten sind nach wie vor ausschlaggebend für steigende Produktionskosten. Die Versorgungssicherheit war über das gesamte Jahr gegeben. Die Bestände an Rohstoffen, unfertigen Erzeugnissen und fertigen Erzeugnissen im Berichtsjahr in Höhe von 3.785T€ stiegen um insgesamt 300 T€. Der Aufbau erfolgte vor allem bei den Rohstoffen und UE-Artikeln, um die kurzfristigen Lieferabrufe zu gewährleisten. Die durchschnittliche Lagerdauer der FE-Artikel ist unterjährig sehr schwankend, ist jedoch im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Höchste Priorität hat nach wie vor die Versorgungssicherheit und Flexibilität gegenüber unseren Kunden. 2.3.4 Investitionen Unsere Investitionstätigkeit mit einer Gesamtsumme in Höhe von etwa 1.070 T€ ist im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen. Für das Geschäftsjahr 2024 sind weitere größere Investitionen vorgesehen. Wir investierten weiterhin vor allem in Betriebs- und Geschäftsausstattung, Software, Automatisierungstechnik, sowie in Werkzeuge und Energieeinsparungsmaßnahmen. 2.3.5 Finanzierungsmaßnahmen Die Finanzierungsmaßnahmen für das operative Geschäft erfolgten aus eigenen Mitteln. 2.3.6 Personalbereich Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 139 Mitarbeiter (einschließlich Leiharbeiter), davon 37 Angestellte. Kapazitätsschwankungen wurden mit durchschnittlich 5 Leiharbeitern abgedeckt. Während der Urlaubsphase erhöhte sich der Bedarf an Leiharbeitern auf bis zu 8 Leiharbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Mitarbeiter aufgrund des geringeren Leiharbeitereinsatzes reduziert. Mit externen und internen Schulungsmaßnahmen wurde die Qualifikation der Mitarbeiter weiter erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Lohn- und Gehaltsanpassung durchgeführt. Für 2024 ist bereits eine weitere Steigerung der Löhne und Gehälter vorgesehen. 2.3.7 sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Aktiver und freiwillig vorbeugenden Umweltschutz ist uns wichtig. Darüber hinaus müssen wir den steigenden Energiekosten entgegenwirken. Zur Verbesserung der Energieeffizienz wurden bereits erste Maßnahmen umgesetzt. Weitere Maßnahmen befinden sich in der Umsetzungsphase. Mit der Serieneinführung eines eignen Produkts im Freizeitsektor wurde ein weiterer Strategiebaustein umgesetzt. 3. Darstellung der Lage 3.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme verminderte sich auf 9.434 T€ (2022: 10.085 T€). Der Buchwert des Anlagevermögens ist nahezu gleichgeblieben und beträgt 4.193 T€ (2022: 4.130 T€). Die Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital hat sich weiter auf 102,0% erhöht. Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 820 T€ und betrug zum Stichtag 5.106 T€ (2021 5.925 T€). Die darin enthaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 662 T€. Um in der unsicheren Versorgungssituation von Rohstoffen unsere Lieferverpflichtungen einzuhalten, wurden die Bestände von Fertigerzeugnissen entsprechend aufgebaut.
3.2. Finanzlage Die Rechnungen wurden gemäß Zahlungskonditionen mit Skonto bezahlt. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten uneingeschränkt erfüllt werden. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 45,4 % (Vj. 39,7 %) erhöht. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Investitionen in Höhe von 1.070 T€ getätigt. Die Finanzierung erfolgte aus eigenen Mitteln. Die Verbindlichkeiten sanken um 623 T€.
3.3. Ertragslage Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahr. In Anbetracht der erheblichen Preissteigerungen bei Rostoffen, Energie und Frachten, die nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden konnten, ist das Ergebnis durchaus als zufriedenstellend zu bewerten. Interne Verbesserungs- und Optimierungsmaßnahmen über den gesamten Wertstrom haben wesentlich dazu beigetragen.
3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren -Entfällt, da in den Abschnitten Vermögens-Finanz- und Ertragslage behandelt. 4. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognosebericht 4.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Unter anderem wegen der Haushaltskrise rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft für 2024 mit einer Rezession. Auch ein weiteres Wirtschaftsforschungsinstitut senkt seine Prognose, rechnet aber mit einem leichten Wachstum. Angesichts der weltweiten Krisen und des Streits um den Bundeshaushalt erwartet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung auch im kommenden Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2024 voraussichtlich um 0,5 Prozent zurückgehen, teilte das arbeitgebernahe Institut heute mit. Es wäre das zweite Jahr mit schrumpfender Wirtschaft in Folge. Auch das ifo Institut hat seine Vorhersage für das deutsche Wirtschaftswachstum 2024 gekappt, von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent. Befördert wird dies zusätzlich durch die unklare Lage um den Bundeshaushalt nach dem Urteil des Verfassungsgerichts. Sollte der Haushalt 2024 um 20 Milliarden Euro gekürzt werden, würde die Wachstumsrate dem ifo-Modell zufolge auf 0,7 Prozent fallen. Grundsätzlich seien aber die Weichen auf Erholung gestellt. Die Löhne stiegen kräftig, die Beschäftigung sei so hoch wie nie zuvor, damit kehre die Kaufkraft zurück und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte wieder zulegen. Zudem hätten wir die Höchststände beim Zinsniveau hinter uns gelassen. Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach Einschätzung der Bundesbank in den kommenden Jahren, wenn auch verzögert. Ab Beginn des Jahres 2024 soll die Wirtschaft wieder langsam Fahrt aufnehmen. Infolge wieder expandierender ausländischer Absatzmärkte steigen die Exporte. Und aufgrund des stabilen Arbeitsmarktes, kräftig steigender Löhne und rückläufiger Inflation geben die privaten Haushalte wieder mehr Geld für den Konsum aus. Die Kernrate der Inflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) wird im kommenden Jahr deutlich auf 3,0 Prozent zurückgehen. Dann stellen Lieferengpässe kein so großes Problem mehr dar, und die Gewinnmargen normalisieren sich. Die Konjunkturprognosen ändern sich aktuell immer noch schnell. Das spiegelt die große Unsicherheit in Folge der Kriege in der Ukraine und Israel wider. Auch das Haushaltsurteil des Verfassungsgerichts und die Sparbeschlüsse der Bundesregierung hinterlassen Spuren. Quellen: Institut der deutschen Wirtschaft Ifo-Institut Deutsche Bundesbank 4.1.2 Branchenbezogene Entwicklung Mit dem Einzug des Frühlings hat sich die Stimmung der deutschen Unternehmen merklich verbessert. Der legte im März 2024 um 2,1 Punkte zu auf 87,8 Zähler. Es waren insbesondere die Erwartungen, die sich um 3,1 Zähler auf 87,5 Punkte verbesserten, die das Barometer der deutschen Wirtschaft nach oben trieben. Aber auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage (+1,2 Zähler auf 89,1 Punkte) haben sich erholt. "Die deutsche Wirtschaft sieht einen Silberstreif am Horizont", resümiert das ifo-Institut. Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes zeigten sich um einiges zufriedener mit den laufenden Geschäften. Das belegt der Geschäftsklimaindex, der um 7,1 Punkte auf einen Saldo von -10 Zählern stieg. Zudem sind die Erwartungen nicht mehr ganz so düster, auch wenn die Firmen von Optimismus noch ein gutes Stück entfernt sind - immerhin war der Auftragsbestand zuletzt weiter rückläufig. In etwas stärkerem Umfang gelten die positiven Werte für das Subsegment "Kunststoff- und Gummiwaren": Hier besserte sich die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage um 4,6 Punkte auf -8,2 Zähler, das Geschäftsklima sogar um 7,7 Punkte auf -13,6 Zähler. Auch in den drei übrigen beobachteten Wirtschaftsbereichen tendierte die Stimmung nach oben. Selbst das Bauhauptgewerbe - das insgesamt noch im Tal der Tränen verharrt - profitierte mit einem Plus im Geschäftsklima von 1,9 Punkten auf -33,5 Zähler. Der Dienstleistungssektor erreichte als einziger sogar einen positiven Saldo (+4,3 Punkte auf +0,3 Zähler), vor allem aufgrund der Bewertungen aus den Teilbereichen Transport/Logistik und Gastgewerbe. Den stärksten Zuwachs verzeichnete der Handel (+7,9 Punkte auf -22,9 Zähler). Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht erste Symptome einer Deindustrialisierung Deutschlands. Rund 90 Mrd EUR, also etwa zwei Drittel aller Auslandsinvestitionen deutscher Unternehmen, flossen zuletzt in andere EU-Staaten, vor allem nach Benelux und nach Frankreich. Sofern ausländische Unternehmen überhaupt in Deutschland investierten, handelte es sich laut Aussagen vom IW Köln oft um kleinere Zukäufe oder Instandhaltungsprojekte. Das Institut wertet das als Hinweis auf die ungünstigen Standortbedingungen hierzulande im globalen Wettbewerb. Die Politik müsse die Investitionsbedingungen drastisch verbessern, fordern die Forscher daher. "Bleiben die politischen Rahmenbedingungen so, wie sie sind, könnte sich die Deindustrialisierung stark beschleunigen", heißt es in der Studie des IW Köln. Quellen: Geschäftsklimaindex des ifo Instituts (D-81679 München; www.ifo.de) Ifo-Institut: Deutsche Wirtschaft sieht Silberstreif am Horizont / Kunststoffbranche über dem Durchschnitt Ergebnis einer Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW, D-im März 2024 50459 Köln; www.iwkoeln.de) j 4.1.3 Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft Die Entwicklung hinsichtlich erneuerbarer Energien, sowie die steigenden Anforderungen an Klimaschutz und Umwelt, eröffnen neue Anwendungsfelder bzw. werden unseren bestehenden Markt im Bereich der Stromverteiler weiterhin festigen. Nach wie vor ist der Schlüssel für den Erfolg in die Expansion in neue Branchen, sowie die Vermarktung der Materialsubstitution, insbesondere durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Potenzielle Branchen sind Klimatechnik, Infrastruktur, sowie Elektromobilität und erneuerbare Energien. Mit unserem eigenen Produkt werden wir einen für uns neuen Markt im mobilen Umfeld der Infrastruktur bearbeiten. Bei normalem Konjunkturverlauf sehen wir weiterhin Wachstumsmöglichkeiten für unser Unternehmen. 4.2 Chancenbericht Mitras Composites strebt nach Best Practice. Die Basis dafür ist das Zusammenwirken zwischen Lean Management, Führung sowie Unternehmenskultur und erstreckt sich über das gesamte Unternehmen. Diese Verbesserungskultur entsteht durch unser Lean-Bewusstsein. In Bezug auf Produktivitätssteigerung, Nachhaltigkeit und Erfolg setzen wir auf koordinierte Gesamtkonzepte und Programme, die über das ganze Unternehmen wirken. Wir versuchen mit unserem Gesamtkonzept Prozesse, Führung und Unternehmenskultur in Einklang zu bringen. Die Weiterentwicklung unserer Automatisierungsprozesse durch den Einsatz von Industrierobotern oder entsprechende Anlagen unterstützen und stabilisieren den Fertigungsprozess und entlasten unsere Mitarbeiter, die wir durch interne Schulung weiterqualifizieren. Anhand einer Qualifikationsmatrix wird der entsprechender Schulungsbedarf ermittelt und durchgeführt. Zur Umsetzung unserer Strategie nutzen wir Hoshin Kanri. Ein Tool aus dem Lean-Management, für eine ganzheitliche Planung mit Zielen und Umsetzungsmaßnahmen. Mit Durchbruchszielen, Jahreszielen, Maßnahmen und konkreten Aktionsplänen wird unsere Strategie umgesetzt. Durch Diversifikation wollen wir neue Anwendungen in neuen Märkten finden und gleichzeitig unseren Kunden den besten Nutzen bieten. Der Weg geht weiterhin über die Unterstützung bereits bei der Entwicklung und Konstruktion von neuen Anwendungen und Produkten, sowohl im Kundenbereich wie auch bei neuen potentiellen Kunden. Die prognostizierte Ergebnisverbesserung sowie die Umsatzsteigerung konnte zwar aufgrund von Kostensteigerungen, die nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden konnten, nicht erreicht werden, aber durch die umgesetzten internen Verbesserungs- und Optimierungsmaßnahmen über den gesamten Wertstrom immer noch zufriedenstellend gestaltet werden. Für das Jahr 2024 steht weiterhin in erster Linie die Versorgungssicherheit unserer Stammkunden im Fokus, sowie die weitere Markteinführung unseres eigenen Produkts. Aufgrund neuer bereits erhaltener Projekte, sowie der längerfristige Bestelleingang von bestehenden Artikeln erwarten wir eine Steigerung des Umsatzniveaus auf ca. 22 Mio. €, sowie eine im einstelligen Prozentbereich liegende Ergebnisverbesserung. Die Ergebnissituation wird sich im Jahr 2024 aufgrund von weiteren Optimierungsmaßnahmen, die bereits begonnen haben, sowie durch Investitionen in die Automatisierung, in Folgejahren weiter stabilisieren. Chancen zur Umsatzsteigerung erwarten wir durch Neukundengewinnung, neuen Kundenprojekten sowie durch Werkzeugverlagerungen mit dem System Relocate-2-Mitras. 4.3 Risikobericht 4.3.1 Risikomanagementsystem Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Wir wenden die wesentlichen Elemente eines internen Kontrollsystems und eines Qualitätsmanagementsystems an. Das bestehende QM-System wird unter Anwendung moderner Managementmethoden stetig und konsequent ausgebaut und auf seine Wirksamkeit überprüft. Die Dokumentation erfolgt in Organisationsanweisungen und im Managementhandbuch. Es erfolgen Tages-, Wochen- und Monats- Soll/Ist Vergleiche. Durch täglichen Shopfloor und der Auswertung von Produktionskennzahlen werden Abweichungen sichtbar gemacht. Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, sind nicht erkennbar. 4.3.2 Markt- und Wettbewerbsrisiken Unser Risikomanagement, insbesondere hinsichtlich der Kundenstruktur werden wir auch in Zukunft beibehalten. In Bezug auf Abhängigkeit ist die Mitras Composites Systems weiterhin sehr gut aufgestellt. Wir sind von keinem Kunden, Markt oder Produkt abhängig. Mit unserem Produktgruppe der Energieverteilung befinden wir uns in einem Wachstumsmarkt. Mit unserem eigenen Produkt werden wir das Risiko und Abhängigkeiten weiter reduzieren. Im Tagesgeschäft ist die Gefahr durch Wettbewerber aus Billiglohnländern immer vorhanden. Auch ist die sofortige Weitergabe von Rohstoffpreiserhöhungen oder Energiepreiserhöhungen nicht im vollen Umfang möglich. Mit diesem Ergebnisrisiko hat die Branche grundsätzlich zu kämpfen. Wir setzten hier auf unsere Stärken wie Flexibilität, Qualität und Zuverlässigkeit. Das Unternehmen ist auf diese bekannten Risiken des Marktes gut vorbereitet. 4.3.3 Produkt- und Produktionsrisiken Risiken bestehen im wesentlichem im Gewährleistungsbereich, die sich im branchenüblichen Bereich bewegen. Dafür haben wir angemessene Rückstellungen gebildet. 4.3.4 Beschaffungsrisiken Die Risiken im Einkauf beschränkten sich auf den Lieferantenpool der Halbzeugbeschaffung. Die Rohstoffversorgung innerhalb Europas hat sich wieder stabilisiert. Die Versorgung war ganzjährig gesichert. Durch die Qualifizierung von mehreren Lieferanten, auch außerhalb Europas, konnte das Beschaffungsrisiko weiter minimiert werden. 4.3.5 Personalrisiken Mit einer guten Unternehmenskultur, Strategie und Vision, wird dem Risiko Mitarbeiter, unabhängig in welcher Funktion, zu verlieren entgegengewirkt. Gute Informationspolitik, entsprechende Mitarbeiterbindungsmaßnahmen sowie Lean Leadership tragen ebenfalls dazu bei. Gleichzeitig wird durch Schulungsmaßnahmen unser Mitarbeiterstamm qualifiziert, um Abhängigkeiten von einzelnen Mitarbeitern zu reduzieren. Die Gewinnung von Mitarbeitern im gewerblichen Bereich wird zunehmend schwieriger. Durch die Neuansiedlung von Großkonzernen wird sich das in den nächsten Jahren noch weiter verstärken. 4.3.6 Technologische Risiken Im Bereich Maschinenpark und Technologie haben wir steuerbare Risiken erkannt, die wir aktiv bewerten und reduzieren können. Automatisierung und Modernisierung in unserer technologischen Nische erfordert sehr spezielles technologisches Know-how, dass wir im Haus selbst aufbauen, um unabhängiger vom Markt und den zum Teil langen Wartezeiten zu werden. Zur weiteren Risikominimierung gehen wir immer mehr in die vorbeugende Instandhaltung über, also zustandsorientierte, vorausbestimmte Instandhaltung, die geplant oder auf Anforderung durchgeführt wird. Bezüglich des Pressenparks prüfen wir derzeit mögliche Neuinvestitionen, um unsere Kapazitäten zu erweitern. 4.3.7 Finanzwirtschaftliche Risiken / Verwendung von Instrumenten Finanzinstrumente verwenden wir weiterhin sehr konservativ unter Vermeidung von Risiken. Wir wenden weiterhin vorzugsweise die Innenfinanzierung von Investitionen aus dem eigenen Cashflow an. Entscheidungen basieren auf einer entsprechenden Entscheidungsgrundlage. Für Notfälle werden entsprechende Rücklagen gebildet. Die Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird anhand eines rollierenden Liquiditätsplans überwacht. Eine KK-Linie, ein entsprechendes Debitorenmanagement mit einem effizienten Mahnwesen mindern die Ausfallrisiken. Während der Budgetphase wird ein Stresstest durchgeführt, um die Auswirkungen möglicher Umsatzeinbrüche bewerten zu können und entsprechend vorbereitet zu sein. 4.3.8 Währungsrisiken Es bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken. 4.3.9 Ausfallrisiken Wir bewegen uns in den Märkten Energieverteilung, Telekommunikation, industrielle Anwendungen und in Teilbereichen der Schienenindustrie. Unsere zehn größten Kunden sind in unterschiedlichen Märkten tätig. Der größte Kunde hat etwa 26% Umsatzanteil, die sich auf unterschiedliche Fertigungsverfahren aufteilen. Mit den nachfolgenden neun größten Kunden decken wir weitere 61% des Umsatzes ab. Die einzelnen Kunden variieren in den Umsatzanteilen, die Gesamtverteilung entspricht dabei exakt den Vorjahreswerten. Diese Verteilung hat sich über viele Jahre bewehrt, so dass die Abhängigkeiten von Kunden oder Markt nicht zur Gefahr werden. 4.3.10 IT-Risiken IT-Risiken in der bestehenden IT-Architektur und den IT-Abläufen sind nicht erkennbar. Im Berichtsjahr wurde die eigene Serverplattform komplett erneuert und in Anpassungen unserer ERP-Software investiert. Die IT-Sicherheit wurde durch eine neue Firewall nochmals verbessert. 4.3.11 Rechtliche-Risiken Es sind keine rechtlichen Risiken erkennbar.
Radeburg, 22. Mai 2024 Stefan Ott, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023MITRAS Composites Systems GmbH, RadeburgAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der MITRAS Composites Systems GmbH, Radeburg, wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzende Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags wurden beachtet. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Bilanzierung und Bewertung Bilanzierung Bilanzierungshilfen wurden im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern wurde Gebrauch gemacht. Bewertung Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre. Die Nutzungsdauer wurde gemäß dem beim Erwerb voraussichtlichen Nutzen angesetzt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, beziehungsweise mit den Herstellungskosten, vermindert um die Abschreibungen, bewertet. Zuschüsse wurden von den Anschaffungskosten beziehungsweise den Herstellungskosten abgesetzt. Das bewegliche Anlagevermögen wird unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter im Anschaffungswert von über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert. Den erkennbaren Risiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Die Herstellungskosten berücksichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen werden von den jeweiligen Forderungen aktivisch abgesetzt. Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. 253 Abs. 1 HGB. Bei allen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen (§ 253 Abs. 2 HGB). Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und veröffentlicht werden. Für die Pensionsrückstellungen ist das Teilwertverfahren nach den Vorschriften des § 6a EstG angewandt, das jedoch - im Rahmen der handelsrechtlichen Anwendung - wie folgt modifiziert wurde: • Dynamisierung der Bezugsgrößen zur korrekten Abbildung des handelsrechtlichen Erfüllungsrückstandes • Als Finanzierungsbeginn wurde der tatsächliche Firmeneintritt angesetzt • Die Fluktuation wurde im Rahmen eines versicherungsmathematischen Ansatzes in Form einer alters- und dienstjahresabhängigen Ausscheidenswahrscheinlichkeit berücksichtigt • Bei der Bestimmung der Teilwertprämie sind alle vor dem Bilanzstichtag liegenden Ausscheidenswahrscheinlichkeiten auf Null gesetzt Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden Rechnungsgrundlagen RT 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr war die Rückstellung entsprechen dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzins aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,74 % (Vj. 1,44 %) und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren 1,82 %(Vj. 1,78 %) zu ermitteln. Der Unterschied zwischen der Rückstellungsermittlung aufgrund des Durchschnitts der vergangen 7 Jahre und des Durchschnitts der vergangenen 10 Jahre beträgt EUR 5.810,00 (Vj. EUR 27.461,00). Bei der Bewertung wurde eine Gehalts- und Rentenanpassungen mit 1 % p.a. eingerechnet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Unterschieden zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz beträgt 30%. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird nachfolgend dargestellt.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 61,6 (Vj. TEUR 34,7) Forderungen gegenüber Gesellschafter. Die Zusammensetzung und Entwicklung der aktiven latenten Steuern ist nachfolgend dargestellt:
Der Betrag von EUR 39.375,00 ist für Ausschüttungen gesperrt. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 1.303.794,30 (DM 2.550.000,00) und ist voll erbracht. Die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr 1998 durch Sacheinlage des Unternehmensbereichs "Composites" der MITRAS Kunststoffe GmbH erbracht. Die Gewinnrücklagen wurden gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes aus der Einstellung des Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern gebildet. Im Zuge der Verschmelzung der Gesellschafterin der Mitras Composites GmbH, der SO Beteiligungsgesellschaft mbH, auf die Mitras Composites GmbH im Geschäftsjahr 2020, war der entstandene Verschmelzungsverlust in Höhe von EUR 2.519.295,22 gemäß IDW RS HFA 42 in Höhe von EUR 2.120.286,89 mit dem Gewinnvortrag und in Höhe von EUR 399.008,33 mit den Gewinrücklagen zu verrechnen. Die Pensionsrückstellungen wurden für 1 Anwartschaft und 12 laufende Renten gebildet. Nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde die auf Grund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen erforderliche Zuführung mit 1/15 (TEUR 14,0) berücksichtigt. Gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt der noch zuzuführende Betrag TEUR 14,0. Für einen früheren Geschäftsführer wurden TEUR 630,9 zurückgestellt. Der Unterschied zwischen der Rückstellungsermittlung für die Pensionsrückstellung aufgrund des von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzins der vergangen 7 Jahre und des Durchschnitts der vergangenen 10 Jahre beträgt EUR 5.810,00 (Vj. EUR 27.461,00). Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen mit TEUR 325,0 (Vj. TEUR 371,7) für Reklamationen, mit TEUR 84,4 (Vj. TEUR 85,1) für Urlaubs-, Gleitzeit-Guthaben und Weihnachtsgeld und betriebliches Vorschlagswesen, mit TEUR 65,5 (Vj. TEUR 65,5) für Beratungs- und Abschlusskosten, mit TEUR 13,0 (Vj. TEUR 6,0) für Provisionen und Boni, mit TEUR 10,8 (Vj. TEUR 21,6) für ausstehende Rechnungen, mit TEUR 50,0 (Vj. TEUR 37,5) für drohende Verluste, mit TEUR 139,6 (Vj. TEUR 132,4) für Tantiemen, mit TEUR 22,6 (Vj. TEUR 36,2) für Aufbewahrung, mit TEUR 5,7 (Vj. TEUR 24,6) für Kosten der Betriebsprüfung, mit TEUR 0,4 (Vj. TEUR 1,0) für die Ausgleichsabgabe und mit TEUR 8,5 (Vj. TEUR 65,9) für Berufsgenossenschaft gebildet. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB enthält folgender Verbindlichkeitenspiegel:
Im Vorjahr stellten sich die Laufzeiten der Verbindlichkeiten wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden am Betriebsgelände in Radeburg besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte an den entsprechenden Vermögensgegenständen gesichert. Weitere Sicherheiten wurden nicht bestellt. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betreffen mit TEUR 981,2 (Vj. TEUR 926,7) planmäßige Abschreibungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 76,0 (Vj. TEUR 398,3) periodenfremder Aufwand enthalten. Davon sind TEUR 14,0 (Vj. TEUR 14,0) Aufwendungen aus der Anwendung von Übergangsvorschriften im Rahmen des Art. 67 Abs. 1 EGHGB. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Beschäftigte Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 95 (Vj. 88) Arbeiter, 37 (Vj. 35) Angestellte und 1 (Vj. 1) Auszubildende beschäftigt. Geschäftsführer Herr Stefan Ott, Techniker, Dresden Beirat Frau Ilona Ott, Dresden (Vorsitzende) Frau Julia Reimann, Dresden Die Vergütung für den Beirat betrug im Berichtsjahr TEUR 15,0 (Vj TEUR 15,0). Prokura Herr Andreas Brauer, Bannewitz Herr Enrico Smolka, Großkmehlen Frau Julia Reimann, Dresden ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 279.302,78 auf neue Rechnung vorzutragen.
Radeburg, den 21. Mai 2024 MITRAS Composites Systems GmbH Der Geschäftsführer Stefan Ott sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss der MITRAS Composites Systems GmbH, Radeburg, zum 31.12.2023 ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde von der Wiesmaier und Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Weilheim, ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk mit Datum vom 23. Mai 2024 erteilt, der nachstehend beigefügt ist. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MITRAS Composites Systems GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MITRAS Composites Systems GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MITRAS Composites Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Weilheim, 23. Mai 2024 Wiesmaier
und Kollegen GmbH
Haller, Wirtschaftsprüfer Wiesmaier, Wirtschaftsprüfer |
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