Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 370672
Eingetragen
22.4.1982
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Großhandel und Einzelhandel mit Wälzlagern und Maschinenbauteilen aller Art. Die Gesellschaft kann auch die Geschäftsführung von Handelsgesellschaften, welche diesen Unternehmensgegenstand haben, übernehmen und sich als geschäftsführungs- und vertretungsberechtigte persönlich haftende Gesellschafterin an solchen Gesellschaften beteiligen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

25.02% identifiziert74.98% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Carolin Speth
25.02%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
153.750 €
74.98%
Carolin Speth
76534 Baden-Baden
51.299 €
25.02%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Künemund GmbH

Kehl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

Künemund GmbH, Kehl

Inhalt

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Standorte

3. Steuerungssystem

4. Forschung und Entwicklung

5. Mitarbeiter

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

2. Chancen

3. Einschätzung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Künemund GmbH ist im Bereich des technischen Großhandels tätig. Eingegliedert in die Gruppe unter dem Dach der Künemund Wälzlager Holding AG vertreibt sie Produkte für den industriellen Bereich mit dem Schwerpunkt im Maschinenbau. Es werden sowohl Fremdfabrikate als auch Artikel aus der Produktion der Schwestergesellschaften Compound GmbH Hochtemperatur Wälzlager, Künemund Dichtungstechnik GmbH, Künemund Lineartechnik GmbH und Zwicker Kugellager GmbH verkauft.

Die Künemund-Gruppe besteht aus insgesamt neun eigenständigen Tochterunternehmen unter dem Dach der Künemund Wälzlager Holding AG. Die Künemund-Gruppe vereint Hersteller und Händler in den Bereichen Wälzlager, Dichtungen und Lineartechnik und beliefert mit diesen Produkten den industriellen Sektor mit Schwerpunkt Maschinenbau. Dabei wird sowohl in die Produkte der Kunden (OEM) geliefert als auch in den Instandhaltungsbereich der Kunden selbst (MRO).

2. Standorte

Die Künemund GmbH hat ihren Sitz in Kehl.

3. Steuerungssystem

Die Geschäftsführung der Künemund GmbH steuert das Unternehmen anhand festgelegter Ziele und einer entsprechenden Zielüberwachung. Der Schwerpunkt wird dabei auf finanzielle Steuerungsgrößen gelegt. Die Festlegung der Ziele erfolgt dabei in Abstimmung mit dem Vorstand der Künemund Wälzlager Holding AG.

Die Leistungsstärke des Unternehmens wird mit den finanziellen Steuerungsgrößen Umsatzerlöse und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gemessen.

Ausführliche Informationen zur Entwicklung der Steuerungsgrößen sind im Wirtschaftsbericht dargestellt.

4. Forschung und Entwicklung

Durch unsere Aktivitäten im Bereich Entwicklung und Innovation stärken wir unsere Marktposition und sichern langfristig den wirtschaftlichen Erfolg des Gesamtkonzerns. Dabei betreiben wir keine Grundlagenforschung, sondern entwickeln im OEM-Bereich auf Basis spezifischer Kundenanforderungen neue Produkte und Lösungen. Die Entwicklung der kundenspezifischen Lösungen wird in interdisziplinären Teams aus den Bereichen Vertrieb, Innendienst, Qualitätsmanagement, Geschäftsführung und Produktion erarbeitet.

5. Mitarbeiter

Die Künemund GmbH beschäftigte zum 31.12.2022 insgesamt 18 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag erhöhte sich der Personalstand um 1 Person (Vorjahr: 17 Mitarbeiter). Dies ist eine Erhöhung um 5,9 %.

Im Bereich Logistik waren wie im Vorjahr drei Mitarbeiter beschäftigt. Die restlichen Mitarbeiter (15) waren im Vertrieb und der Geschäftsführung tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist im Verlauf des Jahres 2022, trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und die damit verbundenen Unsicherheiten, gewachsen und lag letztendlich deutlich über dem Vorjahresniveau. Der IWF hatte zuletzt im April 2023 das Wachstum für das Gesamtjahr 2022 auf plus 3,4 % geschätzt.

Das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Leistung in Deutschland war dagegen geringer. Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt durch die ausklingende Corona-Pandemie und die dagegen getroffenen Maßnahmen sowie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dies führte in Deutschland, im Vergleich zum Vorjahr zu einem geringeren Wachstum der Gesamtwirtschaft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt 2022 um ca. 1,8 % höher als im Vorjahr. Im Vorjahr 2021 (2,6 %) war das Wachstum stärker ausgeprägt nach einem Rückgang im Jahr 2020. Ausschlaggebend für das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2022 war die Erhöhung der Wirtschaftsleistung in nahezu allen Bereichen, trotz des Krieges in der Ukraine und der gegen Russland getroffenen Sanktionen. Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 4,9 % höher als im Jahr 2021 und sind damit deutlich stärker angestiegen als die Gesamtwirtschaft. Die Bruttoinvestitionen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr dagegen um 14,5 %. Der Zuwachs in diesem Sektor war damit weitaus höher als der Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Leistung. Der so wichtige Exportbereich wuchs hingegen um 14,2 %. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 1,1 % unverkennbar schwächer als die gesamtwirtschaftliche Leistung.

2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die Geschäftsführung der Künemund GmbH beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt als gut.

Die Künemund GmbH mit ihrer langjährigen Erfahrung, insbesondere auch auf dem deutschen Markt, blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Der Trend der steigenden Umsatzentwicklung aus dem Vorjahr hat sich im Geschäftsjahr 2022 fortgesetzt. Der Umsatz der Künemund GmbH hat sich von € 13,176 Mio. auf € 15,691 Mio. erhöht. Dies bedeutet eine Erhöhung um 19,09 % im Jahresvergleich. Der Auftragsbestand hat sich zum Jahresende gegenüber dem Vorjahresendbestand um rund 21,7 % erhöht. Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres lag deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

a) Ertragslage

Die externen Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gingen gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.295,9 von T€ 11.640 auf T€ 13.936 hoch. Dies entspricht einer Erhöhung um ca. 19,7 %. Rund 66,0 % des externen Umsatzes wurden in Deutschland erzielt. Die restlichen 34,0 % verteilen sich schwerpunktmäßig auf Frankreich (13,6 %), die Schweiz (7,1 %) restliches Europa (9,9 %).

Der weit überwiegende Teil (~ 73,03 %) des Umsatzes wurde mit Handelsware von externen Herstellern erzielt. 28,97 % des Umsatzes erzielte die Künemund GmbH mit Produkten der eigenen Hersteller.

Der Wareneinsatz relativ zum Umsatz hat sich von ca. 76,3 % auf 76,2 % leicht reduziert.

Das EBIT stieg um rund 41,6 % auf T€ 1.612,7 (2021: T€ 1.138,9). Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres ist im Vergleich zu demjenigen des Vorjahres ebenfalls gestiegen.

b) Finanzlage

Das Finanzmanagement wird von allen Tochtergesellschaften selbstständig in Abstimmung mit der Konzernmuttergesellschaft durchgeführt. Entstehende Finanzierungsbedarfe werden weitestgehend durch interne Darlehen von der Künemund Wälzlager Holding AG an das betreffende Tochterunternehmen abgedeckt. Zur Durchführung des Zahlungsverkehrs sind standardisierte Übermittlungswege etabliert.

Da der weit überwiegende Teil der Umsätze in Euroraum erzielt wird, treten nur geringe Währungskursrisiken auf. Marktpreisrisiken werden auch durch langfristige Dispositionen minimiert. Zinsänderungsrisiken werden beobachtet, da die Fremdkapitalbeschaffung durch die Zinserhöhungen der Zentralbanken die Finanzierungskosten verteuern. Um den Abzug von Fremdkapital zu verhindern, werden laufend die aktuellen Zinsen für Darlehensgeber geprüft.

Die finanzielle Lage der Gesellschaft ist vor allem auch bedingt durch das weiterhin positive Jahresergebnis unverändert gut. Die Summe aus Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen (vereinfachter Cashflow) beträgt im Berichtsjahr T€ 1.118,4 und ist damit gegenüber dem Jahr 2021 (€ 781,4) um 43,1 % gestiegen. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit können die notwendigen Zahlungen ausreichend bedient werden.

c) Vermögenslage

Die bilanzanalytische Eigenkapitalquote liegt zum Jahresende 2022 mit rd. 59,1 % über dem Niveau des Vorjahres (2021 52,8 %). Absolut hat sich das Eigenkapital im Vergleich zum 31.12.2021 um T€ 426,3 erhöht.

Das Anlagevermögen in Höhe von T€ 62,3 ist in voller Höhe durch das Eigenkapital (T€ 3.953,6) gedeckt.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr insgesamt eine gute Entwicklung genommen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen "Umsatz pro Mitarbeiter", die "Umsatzrendite" und der "Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit" herangezogen.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus dem Jahresergebnis zuzüglich der Abschreibungen, vermindert oder erhöht um die Abnahme oder Zunahme der Rückstellungen sowie der sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge sowie um die Zunahme bzw. Abnahme des Warenlagers und der Forderungen und anderer Aktiva sowie der Abnahme bzw. der Zunahme von Verbindlichkeiten und anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt im Jahr 2022 bei durchschnittlich 18 Mitarbeitern rd. T€ 871,7. Trotz des geringeren Personalbestands ging dieser Wert aufgrund des stark gestiegenen Umsatzes im Vergleich zum Wert des Vorjahres (rd. T€ 775,0) stark nach oben. Das Betriebs- und Beteiligungsergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) im Verhältnis zum Umsatz betrug im Jahr 2022 rd. 10,3 %. Es betrug im Vorjahr rd. 8,6 % und ist damit gestiegen

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 1.118,4.

4. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wird als gut eingeschätzt, da sich der Umsatz nach wie vor auf einem guten Niveau bewegt. Auch die für das Gesamtjahr 2023 erwarteten Umsatzzuwächse sehen wir als weiteren Baustein im langfristigen Wachstumstrend der Künemund GmbH.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Auch im Jahr 2022 konnte bei fast allen Lieferantenverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen der höchstmögliche Skontoabzug realisiert werden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind am Jahresende 2022 erneut durch liquide Mittel zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gedeckt.

Die Kennzahlen zeigen im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr bessere Werte. Die wirtschaftliche Situation der Künemund GmbH ist weiterhin gut.

III. Prognosebericht

Die für das Jahr 2023 erwartete Geschäftslage wird vom Verband technischer Händler (VTH) tendenziell auf einem höheren Niveau als im Jahr 2022 beurteilt und liegt bei durchschnittlich 0,9 % Zuwachs. Der Gesamtkonzern Künemund Wälzlager Holding AG ist jedoch in einem speziellen Segment des technischen Handels tätig und ist durch die von den Tochtergesellschaften speziell entwickelten Produkte vom allgemeinen Branchentrend weniger abhängig. Derzeit rechnen wir mit einem Rückgang der Umsätze von T€ 15.690 auf T€ 14.665. Der Weg des konsequenten Kostenmanagements soll fortgesetzt werden.

Zur Sicherung der Liquidität wird ein Fokus weiterhin auf der Bestandsoptimierung liegen. Durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und die Lieferengpässe am Markt ist eine Reduzierung der Umsätze sowie der Jahresüberschüsse möglich.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

a) Branchenspezifische Risiken

Sollte sich zukünftig die Konjunktur durch die weltweiten Krisen weiter abschwächen, kann diese Abschwächung auch die wirtschaftliche Situation unserer Kunden negativ beeinflussen und daraus ein Umsatz- und Ertragsrisiko für unser Unternehmen entstehen.

Die Lieferketten haben sich in den letzten Monaten wieder verbessert, was zu einem Preiskampf mit Wettbewerbern führen könnte. Andererseits erwartet die Branche weiterhin Preiserhöhungen bei Lieferanten im kommenden Jahr. Diese Effekte können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Gesamtkonzerns negativ beeinflussen.

b) Ertragswirtschaftliche Risiken

Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir unseren Kundenkreis durch verstärkte Marktaktivitäten mittelfristig ausdehnen können. Sowohl dieser Trend als auch die Entwicklungstätigkeit für innovative Produkte innerhalb des Künemund Konzerns bieten große Chancen für eine zukünftig höhere Nachfrage und damit für nachhaltige Umsatzsteigerungen. Aufgrund der weiterhin hohen Inflation, insbesondere durch Personal- und Energiekosten, sehen wir eine mögliche Verschlechterung der Handelsspanne sowie ein erhöhtes Ertragsrisiko für die Künemund-Gruppe.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Ertragssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Kurzfristige Liquiditätsbedarfe können mit den bestehenden Kreditlinien bei unseren Hausbanken abgedeckt werden. Zusätzliche Liquiditätsbedarfe können aufgrund längerer Zahlungsziele bei Kunden oder Forderungsausfällen entstehen.

2. Chancen

Um unsere Kunden auch weiterhin auf dem gewohnt guten technischen Niveau beraten zu können, setzen wir weiterhin auf Produktschulungen für alle Mitarbeiter. Durch die Nähe zu unseren Kunden bieten sich große Chancen für ein zusätzliches Wachstum und Diversifizierung in der Zusammenarbeit bei neuen Produktlösungen. Durch die Entspannung der Lieferketten erhöht sich wieder die Planbarkeit bei der Beschaffung von Artikeln. Die Künemund-Gruppe ist auch in diesem volatilen Umfeld entlang der ganzen Wertschöpfungskette gut aufgestellt und kann weitere Marktanteile gewinnen.

3. Einschätzung

Aufgrund der aktuellen weltweiten Krise und des volatilen Marktumfelds gehen wir von einem sehr unsicheren Geschäftsjahr 2023 aus. Wir haben langfristige Lieferaufträge mit unseren Kunden und sehen die Künemund GmbH für die kommenden Aufgaben gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

 

Kehl, 30. Juni 2023

Künemund GmbH, Kehl am Rhein

Christian Meyer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 62.286,50 70.408,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.681,50 4.203,50
II. Sachanlagen 60.605,00 66.205,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,50 0,50
2. technische Anlagen und Maschinen 0,50 0,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.604,00 66.204,00
B. Umlaufvermögen 6.628.064,92 6.605.458,00
I. Vorräte 5.300.119,50 4.713.788,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.325.763,42 817.792,28
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 346.556,55 309.432,95
2. sonstige Vermögensgegenstände 979.206,87 508.359,33
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.182,00 1.073.877,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.145,83 2.036,58
Aktiva 6.691.497,25 6.677.903,08

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 3.953.612,74 3.527.272,04
I. Gezeichnetes Kapital 205.049,00 205.000,00
II. Kapitalrücklage 2.241,00
III. Gewinnrücklagen 2.723.227,32 2.392.012,32
IV. Bilanzgewinn 1.023.095,42 930.259,72
davon Gewinnvortrag 250.259,79 242.301,21
B. Rückstellungen 1.032.026,08 805.717,74
C. Verbindlichkeiten 1.705.858,43 2.344.913,30
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 488.235,74 434.500,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 163.735,74 55.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 324.500,00 379.500,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 217.792,76 451.772,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.178,70 13.158,42
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 208.614,06 438.614,06
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 246.811,29 118.071,14
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 246.811,29 118.071,14
4. sonstige Verbindlichkeiten 753.018,64 1.340.569,68
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 324.088,08 521.993,19
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 428.930,56 818.576,49
Passiva 6.691.497,25 6.677.903,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 3.764.968,03 3.175.426,39
2. Personalaufwand 1.420.761,09 1.305.330,59
a) Löhne und Gehälter 1.178.411,67 1.051.607,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 242.349,42 253.723,30
davon für Altersversorgung 31.052,66 51.785,74
3. Abschreibungen 14.350,32 17.012,75
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 14.350,32 17.012,75
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 714.382,52 713.376,62
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,46
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 228,02
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.734,90 56.516,48
davon an verbundene Unternehmen 1.027,40
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 467.898,82 317.998,37
8. Ergebnis nach Steuern 1.106.840,38 765.419,60
9. sonstige Steuern 2.789,75 1.021,25
10. Jahresüberschuss 1.104.050,63 764.398,35
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 250.259,79 242.301,21
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen 331.215,00 76.439,84
a) in andere Gewinnrücklagen 331.215,00 76.439,84
13. Bilanzgewinn 1.023.095,42 930.259,72

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Künemund GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Kehl am Rhein
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: 370672

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 549.582,00.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen des § 249 HGB gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet worden.

II. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

C. Angaben zur Bilanz

I. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: EUR 286.253,07.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: EUR 299.092,33.

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.491,70 0,00 0,00 0,00 8.491,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.491,70 0,00 0,00 0,00 8.491,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.312,83 0,00 0,00 0,00 3.312,83
2. technische Anlagen und Maschinen 2.659,00 0,00 0,00 0,00 2.659,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 342.198,04 6.229,32 1.512,06 0,00 346.915,30
Summe Sachanlagen 348.169,87 6.229,32 1.512,06 0,00 352.887,13
Summe Anlagevermögen 356.661,57 6.229,32 1.512,06 0,00 361.378,83
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.288,20 2.522,00 0,00 0,00 6.810,20
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.288,20 2.522,00 0,00 0,00 6.810,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.312,33 0,00 0,00 0,00 3.312,33
2. technische Anlagen und Maschinen 2.658,50 0,00 0,00 0,00 2.658,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 275.994,04 11.828,32 1.511,06 0,00 286.311,30
Summe Sachanlagen 281.964,87 11.828,32 1.511,06 0,00 292.282,13
Summe Anlagevermögen 286.253,07 14.350,32 1.511,06 0,00 299.092,33
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.681,50 4.203,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.681,50 4.203,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,50 0,50
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,50 0,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 60.604,00 66.204,00
Summe Sachanlagen 0,00 60.605,00 66.205,00
Summe Anlagevermögen 0,00 62.286,50 70.408,50

II. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

III. Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die PUC-Methode angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 10-Jahresdurchschnitt zum Stichtag 1,78 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck-Richttafeln 2018

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 16.385,00 (Vorjahr: EUR 30.980,00). Dieser Unterschiedsbetrag darf nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zzgl. eines Gewinnvortrags und abzgl. eines Verlustvortrags mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen.

IV. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 104.500,00 (Vorjahr: EUR 159.500,00). Hierbei handelt es sich ausschließlich um Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 488.235,74.

Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

• Forderungszession A-Z

• Sicherungsübereignung Warenlager

V. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Für die Sparkasse Hanauerland bestehen Bürgschaftsverpflichtungen der Gesellschaft für das verbundene Unternehmen Künemund Wälzlager Holding AG über TEUR 610, Das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 121.116,70. Mit einer Inanspruchnahme ist im Moment nicht zu rechnen.

VI. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 130.560,00 sonstige finanzielle Verpflichtungen für das Jahr 2023 und EUR 130.560,00 für das Jahr 2024.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

- KFZ-Leasingverträge

- Mietvertrag mit dem Mutterunternehmen Künemund Wälzlager Holding AG

D. Sonstige Angaben

I. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 3
Angestellte 14
leitende Angestellte 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 18
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 14
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 4

II. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer: Christian Meyer ausgeübter Beruf: Handelsfachwirt

III. Vergütungen der Geschäftsführer

Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

IV. Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

V. Konzernzugehörigkeit

Die Künemund GmbH wurde in den Konzernabschluss der Künemund Wälzlager Holding AG einbezogen.

Die Künemund Wälzlager Holding AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf.

Der offen gelegte Konzernabschluss ist beim Unternehmensregister erhältlich.

VI. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 1.104.050,63.

In die Rücklagen werden EUR 331.215,00 eingestellt.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von EUR 600.000,00 vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden EUR 172.835,63 vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Kehl, den 30. Juni 2023

gez. Christian Meyer, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.10.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Künemund GmbH, Kehl

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Künemund GmbH, Kehl - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Künemund GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Pfullingen, den 01.08.2023

Thomas Wahl, Wirtschaftsprüfer

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