Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 80205
Eingetragen
21.1.1986
Branche
Architekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungArchitekturbüros für Garten- und LandschaftsgestaltungArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Übernahme und Durchführung von Planungsaufgaben aller Art, insbesondere künstlerische, technische und wirtschaftliche Planung von Bauwerken sowie Ausarbeitung städtebaulicher und landschaftsgestaltender Pläne, Beratung, Betreuung und Vertretung der Bauherren in allen mit der Planung zusammenhängenden Fragen sowie Überwachung von Bauausführungen und Übernahme und Durchführung von sonstigen, mit der Planung in Zusammenhang stehender Aufgaben

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Silke Beckmann
seit 25.4.2025
Prokura
Thomas Banemann
seit 25.4.2025
Prokura
Wolfram Schneider
seit 25.4.2025
Prokura
Tanja Dietsch
seit 14.5.2024
Geschäftsführer
Marcus Fissan
seit 14.5.2024
Geschäftsführer
Peter Bäuml
seit 3.5.2024
Prokura
Daniel Festag
seit 6.7.2021
Prokura
Hans Funk
seit 6.7.2021
Prokura
Werner Sonnleitner
seit 6.11.2018
Geschäftsführer
Prokura
Martin Erdinger
seit 24.10.2018
Prokura
Andreas Fuchs
seit 24.10.2018
Prokura
Katrin Jacobs
seit 24.10.2018
Prokura
Joachim Grund
seit 26.9.2017
Prokura
Berthold Staber
seit 26.9.2017
Prokura
Prokura
Stefan Sinning
seit 16.1.2017
Geschäftsführer
Martin Henn
seit 16.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Firma Henn Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Firma Henn Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Henn GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.447,03 20
II. Sachanlagen 1.286.300,05 1.364
III. Finanzanlagen 444.402,57 455
1.754.149,65 1.839
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 147.784.974,83 123.156
2. Geleistete Anzahlungen 451.247,54 497
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -134.560.263,18 -117.148
13.675.959,19 6.505
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.516.080,14 5.582
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.474.941,58 2.744
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.300.156,68 3.717
9.291.178,40 12.043
III. Wertpapiere 982.514,62 983
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 19.172.931,25 20.048
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 788.469,05 1.391
45.665.202,16 42.809

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260
II. Bilanzgewinn 0,00 0
260.000,00 260
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.211.833,00 118
2. Sonstige Rückstellungen 15.511.146,74 15.632
16.722.979,74 15.750
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.968.176,09 14.593
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.576.243,17 4.481
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.322.383,17 352
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.003.878,91 5.743
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.802.434,65 1.627
davon aus Steuern: EUR 1.691.755,62 (Vj: TEUR 1.389)
28.673.115,99 26.796
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 9.106,43 3
45.665.202,16 42.809
Treuhandvermögen Henn Foundation 17.491,68 18

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 46.771.826,77 44.927
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 24.628.258,62 18.019
3. sonstige betriebliche Erträge 792.141,90 580
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 318.470,25 (Vj: TEUR 345)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.015,92 0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -30.854.850,31 -24.321
-30.855.866,23 -24.321
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -21.350.185,93 -19.543
b) Soziale Abgaben -3.663.264,64 -3.651
-25.013.450,57 -23.194
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagever-
mögens und Sachanlagen -665.603,77 -611
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.187.650,24 -6.838
- davon aus Währungsumrechnung: - EUR 189.360,03 (Vj: - TEUR 1.220)
8. Betriebsergebnis 7.469.656,48 8.562
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 295,99 3
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -10.000,00 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -54.363,02 -53
12. Finanzergebnis -64.067,03 -50
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.405.589,45 8.512
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.400.260,54 -2.762
- davon Aufwendungen aus der Auflösung latenter Steuern EUR -6.385,04 (Vj: TEUR 36)
15. Ergebnis nach Steuern 5.005.328,91 5.750
16. sonstige Steuern -1.450,00 -7
17. Jahresüberschuss 5.003.878,91 5.743
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
19. Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn -5.003.878,91 -5.743
20. Bilanzgewinn 0,00 0

ANHANG für das Geschäftsjahr 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. VORBEMERKUNG

Der Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 betrifft das Geschäftsjahr der Henn GmbH vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 mit Sitz in München HR B 80 205 (AG München) und einer Zweigniederlassung in Berlin unter gleicher Firma.

Gegenstand des Unternehmens ist die Übernahme und Durchführung von Planungsaufgaben aller Art, insbesondere die künstlerische, technische und wirtschaftliche Planung von Bauwerken sowie die Ausarbeitung städtebaulicher und landschaftsgestaltender Pläne, die Beratung, Betreuung und Vertretung der Bauherren in allen mit der Planung zusammenhängenden Fragen sowie die Überwachung von Bauausführungen und die Übernahme und Durchführung von sonstigen mit der Planung im Zusammenhang stehenden Aufgaben.

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie die Regelungen der Satzung zugrunde.

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Henn GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Henn GmbH wird in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

III. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 - 274 a, 276 - 278 HGB, erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256 a HGB erstellt. Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr zu einem Großteil unverändert angewandt, Abweichungen werden in den folgenden Textziffern erläutert. Die Bewertungsvorschriften des Dritten Buches HGB i. d. F. des BilMoG wurden entsprechend berücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden wie im Vorjahr bis zum aktivierten Bestand offen von den Vorräten abgesetzt.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände (Software und Lizenzen) wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet.

Das übrige Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen pro rata temporis bewertet. Den Abschreibungen wurden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von drei bis 15 Jahren zugrunde gelegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr ihrer Anschaffung zu Anschaffungskosten aktiviert und im selben Jahr vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte bei den unfertigen Leistungen grundsätzlich zu den Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellkosten umfassen sämtliche Einzelkosten, angemessene Teile der Gemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, der sozialen Einrichtungen des Betriebs, der freiwilligen sozialen Leistungen und der betrieblichen Altersversorgung (§255 Abs. 2 Satz 3 HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt und grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Risiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert zum Bilanzstichtag bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum rechnerisch ermittelten Wert der Vorauszahlungen bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte gem. § 256a HGB bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs vom Abschlussstichtag. Bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr wurden die Vorschriften der §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet.

IV. ANGABEN ZUR BILANZ

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2023 ist in der Anlage 3/8 zum Anhang dargestellt.

Unter den Vorräten werden die noch nicht abgeschlossenen Aufträge (unfertigen Leistungen) ausgewiesen.

Sofern auf die unter den Vorräten bilanzierten Architekturleistungen Anzahlungen seitens der Bauherren geleistet worden sind, werden diese bis zum aktivierten Bestand offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen bereits voll oder teilweise abgerechnete Architekturleistungen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Tochtergesellschaften Henn Building Design Consulting (Peking) Co., Ltd., China und Henn Building Design Consulting (Shanghai) Co., Ltd., China und haben eine Laufzeit von über einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr TEUR 47) enthalten.

Das Stammkapital der Henn GmbH beträgt gemäß Gesellschaftsvertrag am Stichtag TEUR 260 und ist vollständig erbracht.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag geleistete, jedoch noch nicht abgerechnete Arbeiten von Fachingenieuren (TEUR 12.608, Vorjahr TEUR 12.164) sowie für Personal (TEUR 2.588, Vorjahr TEUR 3.152).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt (Angaben in TEUR):

31.12.2023
Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.968 2.381 7.392 2.195
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.576 8.576 0 0
Verbindlichkeiten gg. verbundenen Unternehmen 1.322 1.322 0 0
Verbindlichkeiten gg. Gesellschaftern 5.004 5.004 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.803 1.803 0 0
28.673 19.086 7.392 2.195
31.12.2022
Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.593 10.414 4.179 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.482 4.482 0 0
Verbindlichkeiten gg. verbundenen Unternehmen 352 352 0 0
Verbindlichkeiten gg. Gesellschaftern 5.743 5.743 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.627 1.627 0 0
26.796 22.617 4.179 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Tochterunternehmen Henn Building Design Consulting (Peking) Co., Ltd., China und Henn Building Design Consulting (Shanghai) Co., Ltd., China.

Mit den Latenten Steuern werden temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz berücksichtigt. Der Hauptunterschied im Berichtsjahr resultiert aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung. Das Wahlrecht aktive latente Steuern auszuweisen wurde nicht ausgeübt. Der Steuersatz beträgt kumuliert 31,66 %.

Die latenten Steuersalden setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zu Beginn Geschäftsjahr 2022 Veränderung 2022 Stand zu Ende Geschäftsjahr 2022
Aktive latente Steuern EUR 36.310,87 ./. EUR 36.310,87 EUR 0,00
Passive latente Steuern EUR 75.024,29 ./. EUR 72.302,90 EUR 2.721,39
Stand zu Beginn Geschäftsjahr 2023 Veränderung 2023 Stand zu Ende Geschäftsjahr 2023
Aktive latente Steuern EUR 0,00 ./. EUR 0,00 EUR 0,00
Passive latente Steuern EUR 2.721,39 ./. EUR 6.385,04 EUR 9.106,43

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB in folgender Höhe:

Die Gesellschaft hatte am Bilanzstichtag verschiedene Mietverträge abgeschlossen. Die Verträge beziehen sich im Wesentlichen auf Büroräume und Kfz-Stellplätze. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 6.888 (Vorjahr TEUR 7.770).

Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag in folgender Höhe:

Die Gesellschaft hat acht Auftraggebern Gewährleistungs-, Vertragserfüllungs-, bzw. Mängelbürgschaften in der Gesamthöhe von TEUR 4.038 (Vorjahr 5.200) ausgehändigt. Des Weiteren bestehen Mietbürgschaften in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr TEUR 273). Das Risiko der Inanspruchnahme wird von uns aufgrund langjähriger Erfahrung und Abschluss von Versicherungen als niedrig eingeschätzt, daher erfolgt keine Passivierung.

V. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 46.772 (Vorjahr TEUR 44.927) wurden im Bereich der künstlerischen, technischen und wirtschaftlichen Planung von Bauwerken erzielt. Es ergibt sich die folgende Aufteilung nach geografisch bestimmten Märkten (Angaben in TEUR):

Geschäftsjahr Vorjahr
• Bundesrepublik Deutschland 40.082 36.385
• Andere EU-Länder 1.865 91
• Drittländer 4.825 8.451

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 177 (Vorjahr TEUR 226). Hierbei handelt es sich um Versicherungsentschädigungen (TEUR 144) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 33).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 15) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden in Höhe von TEUR 2.400 bei der Ermittlung des Jahresergebnisses berücksichtigt.

VI. SONSTIGE ANGABEN

Im Jahresdurchschnitt wurden 324 (Vorjahr: 310) Arbeitnehmer beschäftigt.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Angestellte 309
Leitende Angestellte 15

Als gemeinschaftlich vertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Dipl.-Arch. ETH & M.S. AAD Architekt Martin Henn, wohnhaft in Berlin, Herr Dipl.-Ing. Architekt Stefan Sinning, wohnhaft in Grünwald, Herr Dipl.-Kfm. Werner Sonnleitner, wohnhaft in, als Geschäftsführer bestellt. Am 02. Mai 2024 wurden Frau Dipl.-Ing. (FH) Architektin Tanja Dietsch und Herr Dipl.-Ing. Architekt Marcus Fißan als weitere Geschäftsführer bestellt.

Durch Gesellschafterbeschluss vom 17. Dezember 2020 hat die Gesellschaft einen Beirat mit Wirkung zum 01. Januar 2021 gebildet und Herrn Prof. Dr.-Ing. Architekt Gunter Henn, München, zum Beiratsmitglied ernannt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. November 2021 wurde Herr Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Rupert Klar, München, ab dem 01.01.2022 zum Beirat ernannt. Der Beirat ist sowohl in kontrollierender als auch in beratender Funktion tätig.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.166. Darin sind variable Gehaltszahlungen in Hohe von TEUR 374 enthalten.

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 jeweils 100 % der Anteile an der Henn Building Design Consulting (Shanghai) Co., Ltd. und Henn Building Design Consulting (Peking) Co., Ltd., China. Zum Abschlussstichtag beträgt der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der Henn Building Design Consulting (Shanghai) Co., Ltd. TEUR 147 (Eigenkapital Vorjahr TEUR 173), der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 309 (Vorjahr TEUR 53). Das Eigenkapital der Henn Building Design Consulting (Peking) Co., Ltd., China beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 168 (Vorjahr TEUR 511), der Jahresfehlbetrag beträgt 310 TEUR (Vorjahr TEUR 768).

Im Berichtsjahr wurde eine Teilwertabschreibung auf die Beteiligung der Henn Building Design Consulting (Shanghai) Co., Ltd. In Höhe von TEUR 10 vorgenommen.

Die Gesellschaft hat zusammen mit C.F Møller Danmark A/S die folgenden Arbeitsgemeinschaften gegründet:

 

ARGE Henn C.F. Møller Braunschweig

 

ARGE Henn C.F. Møller Aachen

 

ARGE Henn C.F. Møller Großhadern.

Die Henn GmbH besitzt jeweils 50% der Anteile dieser Gesellschaften.

Die Henn Holding GmbH mit Sitz in München agiert als Konzern-Mutterunternehmen und stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht werden.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 43.

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 28. Mai 2024 beschlossen den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 im Wege der Vorabausschüttung in voller Höhe der Gesellschaft auszuschütten.

 

München, 29. Mai 2024

Henn GmbH

Dipl.-Ing. (FH) Architektin Tanja Dietsch, Geschäftsführerin

Dipl.-Ing. Architekt Marcus Fißan, Geschäftsführer

Dipl.-Arch. ETH & M.S. AAD Architekt Martin Henn, Geschäftsführer

Dipl.-Ing. Architekt Stefan Sinning, Geschäftsführer

Dipl.-Kfm. Werner Sonnleitner, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 1.849.218,59 13.113,84 0,00 1.862.332,43
1.849.218,59 13.113,84 0,00 1.862.332,43
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.097.672,07 600.718,78 334.838,43 9.363.552,42
9.097.672,07 600.718,78 334.838,43 9.363.552,42
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 454.402,57 0,00 0,00 454.402,57
454.402,57 0,00 0,00 454.402,57
11.401.293,23 613.832,62 334.838,43 11.680.287,42
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 1.829.268,17 9.617,23 0,00 1.838.885,40
1.829.268,17 9.617,23 0,00 1.838.885,40
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.733.487,78 655.986,54 312.221,95 8.077.252,37
7.733.487,78 655.986,54 312.221,95 8.077.252,37
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 10.000,00 0,00 10.000,00
0,00 10.000,00 0,00 10.000,00
9.562.755,95 675.603,77 312.221,95 9.926.137,77
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 23.447,03 19.950,42
23.447,03 19.950,42
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.286.300,05 1.364.184,29
1.286.300,05 1.364.184,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 444.402,57 454.402,57
444.402,57 454.402,57
1.754.149,65 1.838.537,28

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Allgemeines

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich auf Grund der seit 2020 bestehenden weltweiten Krisen hat sich auch im Jahr 2023 noch auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre bewegt. Nach Angaben des ifo-Instituts dürfte der Rückgang der privaten Konsumausgaben den ausschlaggebenden Faktor bei der konjunkturellen Abkühlung im Jahr 2023 gebildet haben. Der Internationale Währungsfonds (IWF) verzeichnete für das Jahr 2023 für Deutschland ein BIP-Wachstum von lediglich -0,5 %, europaweit konnte ein Wachstum von +0,7 % erreicht werden.

Für die Folgejahre erwartet die IWF-Wirtschaftsprognose mittelfristig eine stückweise Erholung der Konjunktur in allen Wirtschaftsbereichen. Viele Volkswirtschaften sind allerdings nach wie vor damit beschäftigt, die Auswirkungen der verschiedenen Krisen zu verarbeiten. Eine straffe Zinspolitik der Zentralbanken, als Reaktion auf die stark ansteigenden Inflationsraten sowie eine weltweit hohe Verschuldung trüben die Konjunkturaussichten zusätzlich. Für Deutschland (+0,9 %) und die EU (+1,5 %) werden somit für das Jahr 2024 noch ein sehr niedriges BIP-Wachstum erwartet. Bis zum Jahr 2025 wird anschließend zunächst von einer Erholung des Konjunkturwachstums ausgegangen (Deutschland +2,0% und die EU auf 2,1 %).

In China haben im Jahr 2022 die dort praktizierte Null-Covid-Politik und die sich hieraus ergebenden Einschränkungen die dortige Wirtschaft stark belastet. Darüber hinaus hat sich der Immobiliensektor, der etwa ein Fünftel der Wirtschaftstätigkeit in China ausmacht, deutlich negativ entwickelt. Im Ergebnis konnte China im Jahr 2022 lediglich ein verhältnismäßig geringes BIP-Wachstum von 3,2 % verzeichnen.

Für den Prognosezeitraum 2024 bis 2028 werden jährliche Wachstumsraten zwischen 3,4 % und 4,6 % erwartet, die somit unterhalb des Niveaus der Jahre vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie liegen. Bei diesen Prognosen bleibt abzuwarten, wie stark sich die Immobilienkrise intensivieren und wie lange diese fortdauern wird.

Inflation

Die Jahre 2022 und 2023 waren von anhaltenden Warenverteuerungen geprägt, insbesondere bei Energieträgern und Rohstoffen. So wurde die deutsche Bevölkerung mit dem stärksten Preisanstieg seit Beginn der Bundesrepublik und einer daraus resultierenden Inflationsrate von 8,7 % in 2022 und 6,3 % in 2023 konfrontiert. Die Europäische Union hatte mit einer Inflationsrate von 9,3 % in 2022 und 6,5 % in 2023 sogar mit noch leicht stärkeren Teuerungsraten zu kämpfen. Das stark inflationäre Umfeld hat bei den Zentralbanken weltweit zu einer sukzessiven Anhebung der Leitzinsen geführt, die der Inflation entgegensteuern sollen.

Einschätzungen des IWF zufolge wurde der weltweite Hochpunkt der Inflation in den Jahren 2022 und 2023 erreicht, sodass die Inflationserwartungen für 2024 und die Folgejahre geringer ausfallen. Es wird erwartet, dass sich ab dem Jahr 2024 für Deutschland und die EU Inflationsraten von rund 2,0 % ergeben werden, welche dem von den Zentralbanken vorgegebenen Inflationsziel entsprechen.

In den Jahren 2022 und 2023 verzeichnete der IWF für China lediglich eine Inflationsrate von 1,9 % bzw. 0,7 %. Ursächlich hierfür waren zum einen die erheblichen Covid-Beschränkungen, die das Wirtschaftswachstum in China gedrosselt und somit weniger Raum für eine Erhöhung des allgemeinen Preisniveaus geboten haben. Zum anderen war China weitaus weniger von der Energiepreisinflation betroffen, da nach weitreichender Abkehr des Westens vom russischen Markt, russisches Öl zu günstigeren Preisen von China erworben werden konnte. Letztlich sind auch die Lieferkettenengpässe zu nennen, die in China einen weniger gravierenden Effekt nach sich gezogen haben als in Europa oder Deutschland. Für China werden im Prognosezeitraum 2024 bis 2028 Inflationsraten zwischen 1,7 % und 2,2 % erwartet.

Branchenspezifische Entwicklung

Neben gesamtwirtschaftlichen sind auch branchenspezifische Einflussfaktoren bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Henn GmbH zu berücksichtigen.

Markt für Architektur - Fokus Deutschland

Die Umsatzentwicklung zeigte seit 2011 einen ungebrochenen Wachstumstrend auf, der auch in den Jahren 2020 und 2021 von den pandemiebedingten Unsicherheiten nicht erheblich gebremst wurde. Das von der Bundesarchitektenkammer BAK mit dem Münchner ifo-Institut unter deutschen Architekturbüros erhobene Geschäftsklima trübte sich jedoch in den Jahren 2022 und 2023 deutlich ein. Hier machten sich die Auswirkungen der Baukrise bemerkbar. So belasten die hohen Baupreise bei deutlich gestiegenen Finanzierungskosten die Auftragslage der Architekturbüros. IBIS World geht daher davon aus, dass der Branchenumsatz der Architekturbüros in Deutschland im Jahr 2023 um 1,6 % sinken wird.

Angesichts der mit hoher Unsicherheit behafteten Entwicklung der Bauwirtschaft (vgl. hierzu unsere folgenden Erläuterungen), sind die kurz- bis mittelfristigen Wachstumserwartungen des Architekturmarktes in den nächsten Jahren erheblich gedämpft.

Bauwirtschaft in Deutschland

Die für den Markt für Architekturleistungen maßgebliche Entwicklung der Bauwirtschaft stellt sich zum Bewertungsstichtag wie folgt dar:

Seit dem Jahr 2021 ist die Entwicklung der Bauindustrie durch verschiedene Einflüsse und Effekte getrübt. Preisbereinigt kam es in 2021 seit vielen Jahren erstmals zu einem Umsatzrückgang, der mit -5,8 % zudem hoch ausfiel. In den Jahren 2022 und 2023 setzte sich der deutliche Rückgang des preisbereinigten Bauvolumens mit -5,1 % bzw. -5,2 % weiter fort. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Baumaterialien sowie zunehmend energiepreisbedingte Verwerfungen im Zuge des Ukrainekrieges führten im gesamten Jahr 2022 zu kontinuierlichen Preisansteigen. Im Jahr 2023 kam es zwar zu einer Abflachung der Baupreissteigerungen; mit rund 8,0 % im Durchschnitt der Baugewerke lagen diese aber immer noch recht deutlich über dem Vorjahresniveau.

Zudem stellte die konsequente Anhebung der Leitzinssätze das Baugewerbe vor erhebliche Herausforderungen. Im Verlauf der letzten Dekade führten die niedrigen Zinssätze für Hypothekarkredite insbesondere zu einer Zunahme des Wohnungsneubaus. Berechnungen der Bundesbank zufolge erhöhten sich die Zinssätze für Hypothekarkredite mit einer Laufzeit von über zehn Jahren von 1,4 % im Januar 2022 bis auf 3,9 % in der Spitze im November 2023. Folglich werden sowohl Renditeerwartungen beeinträchtigt als auch Finanzierungsproblemen virulent.

Für 2024 wird prognostiziert, dass das reale Umsatzvolumen im Bauhauptgewerbe um -4,2 % sinkt, wobei dieser Rückgang allein auf den Wohnungsbau entfällt, für den eine Umsatzverminderung von -12,0 % erwartet wird. Bei annahmegemäß relativ konstanten Baupreisen, werden in den weniger zinsabhängigen Bereichen Wirtschaftsbau und im Öffentlichen Bau leichte reale Umsatzanstiege von 2,0 % bzw. 1,0 % in 2024 erwartet.

Weitere Vorhersagen sind aufgrund dieser aktuell dynamischen Entwicklungen allerdings schwierig. Neben strukturellen Problemen des Baugewerbes werden die Reaktionen der Zentralbanken auf die mittelfristig bestehende Inflationsdynamik die Finanzierungskosten auf einem hohen Niveau verweilen lassen, was vor allem für den Wohnungsbau besonders negative Auswirkungen haben wird. Der Wirtschaftsbau ist vor allem negativ durch die Digitalisierung und die damit einhergehende Veränderung der Arbeitswelt (Home-Office) beeinflusst. Mittelfristig besteht für den Wirtschaftsbau zudem das Risiko, dass die Investitionen gerade energieintensiver Unternehmen am Standort Deutschland zurückgefahren werden.

Bauwirtschaft in China

Die Bedeutung des chinesischen Bausektors ist für die chinesische Wirtschaft vergleichbar mit der Bedeutung des deutschen Bausektors hierzulande. Auch global ist die chinesische Bauwirtschaft ein wichtiger Treiber der gesamten Branchenentwicklung.

Die außerordentlich hohen Aufwendungen der öffentlichen Hand zur Bekämpfung der Pandemie sowie die hohen Umsatzausfälle der Privatwirtschaft durch den eingeschränkten Export sowie durch den Zusammenbruch der Binnenwirtschaft haben zum einen die Investitionsbereitschaft stark eingeschränkt sowie zum anderen die wirtschaftliche Basis der privaten Unternehmen stark getroffen. Auch die wirtschaftlichen Spielräume der privaten Haushalte haben sich während der Pandemie stark reduziert. Außerdem wurden die riskanten Geschäftspraktiken vieler Immobilienkonzerne, z.B. Evergrande, durch die Krise offensichtlich. Hierbei wurden Altverbindlichkeiten durch die Neuaufnahme von Schulden bei Staatsbanken getilgt wurden sowie dem Verkauf von Wohnungen zurückgeführt, lange, bevor der Bau der entsprechenden Wohnungen überhaupt begonnen wurde. Weitere Risikofaktoren ergaben sich aus Fehlentwicklungen in der chinesischen Baubranche selbst. So wurden beispielsweise jahrelang mithilfe von günstigen Krediten unzählige Wohnungen ohne tatsächlichen Bedarf gebaut.

Darüber hinaus zeigt sich häufig, dass Privatunternehmen Architektenleistungen über Wettbewerbe ausschreiben, jedoch im Erfolgsfalle die Leistungen oftmals wegen der unsicheren Finanzierung bzw. offener Fragen zum Erwerb des Grundstücks stark verspätet oder gar nicht abgerufen werden.

Fazit und Ausblick

Die Henn GmbH ist als Architekturbüro sowohl auf dem deutschen als auch dem chinesischen Markt tätig und vorwiegend in die Planung von langfristigen Großprojekten im Bereich Wirtschaftsbau, aber auch im öffentlichen Bau involviert. Das gesamtwirtschaftliche, aber auch das Branchenumfeld ist sowohl in Deutschland als auch in China von der Corona-Pandemie und den Auswirkungen des Ukrainekriegs beeinflusst. Zudem führen Inflation und Zinspolitik zu erheblichen, die Nachfrage einschränkenden Wirkungen. Auch wenn die Bauindustrie und auch der Architektursektor die Pandemie unmittelbar gut bewältigen konnten, werden sich die negativen Folgen aufgrund der Langfristigkeit gerade der größeren Projekte voraussichtlich erst in den folgenden Jahren auswirken. Aktuell belasten der Mangel an Baumaterialien und einhergehende Preissteigerungen, die im Zuge der Zinserhöhungen steigenden Finanzierungskosten sowie dauerhaft strukturelle Änderungen (zunehmendes Homeoffice, wachsender Onlinehandel) die zukünftigen Aussichten. Aufgrund der Ausrichtung der Geschäftstätigkeit auf langfristige Großprojekte rechnet die Geschäftsführung zum Bewertungsstichtag daher mit stärkeren negativen Auswirkungen für künftige Geschäftsjahre, denen durch eine spezifische Diversifizierung auf zukunftsträchtige Typologien, wie z.B. Krankenhausbau, Laborbau sowie Wissenschaft und Lehre bzw. zukunftsfähige Wirtschaftssektoren, wie z.B. Pharma, Mobilität und die öffentliche Hand, entgegnet wird.

Obwohl durch die Lockerungen der chinesischen Regierung im Zusammenhang mit dem Ende der Corona-Pandemie die Reisetätigkeit sowohl von Europa nach China als auch innerhalb Chinas der in China so wichtige persönliche Kontakt zu den Bauherren stark verbessert werden konnte, zeigt sich doch eine erhebliche Verunsicherung sowohl bei privaten als auch bei öffentlichen Bauherren hinsichtlich künftiger Investitionen. Obwohl viele ausländische Architekturbüros ihr Engagement in China aufgegeben haben, zeigt sich nunmehr ein verstärkter Wettbewerb mit den lokalen Design Instituten. Eine valide Aussage für das laufende Jahr kann auf Grund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation in China, insbesondere in der Immobilienwirtschaft nicht getroffen werden.

Die Henn GmbH konzentriert sich auf die Planung, insbesondere die künstlerische, technische und wirtschaftliche Planung von Industrie- und Verwaltungsbauten. Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung.

Ertrags- und Vermögenslage

Das Geschäftsjahr 2023 hat sich wie folgt entwickelt:

Das Rohergebnis ist im Wirtschaftsjahr 2023 auf T€ 41.147 gestiegen (Vorjahr T€ 38.979).

Die Henn GmbH hat die Auslastung in 2023 auf dem hohen Stand des Vorjahres halten können. Im Jahresdurchschnitt 2023 war der Mitarbeiterbestand in der Henn GmbH höher (5 %) als in 2022.

Die Betriebsleistung ist in 2023 auf T€ 72.003 gestiegen (Vorjahr T€ 63.300).

Ein erhöhtes Risiko ist für die Gesellschaft im Bestand der unfertigen Leistungen in Höhe von T€ 147.785 nicht zu erkennen, da ausschließlich auftragsbezogene Leistungen erbracht werden.

Die Leistungserbringung war mit folgenden Aufwendungen verbunden:

2023 2022
T€ T€
betriebliche Leistung 72.003 63.300
Externe Dienstleister 368 706
Angestellte Mitarbeiter 25.013 23.202
Bezogene Leistungen (Fachplaner) 29.447 22.652
Bezogene Leistungen (Henn Beijing Ltd.) 1.040 963

Die Anzahl der Mitarbeiter ist mit durchschnittlich 324 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2023 um 14 Mitarbeiter gestiegen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug zum 31. Dezember 2023 T€ 7.406 (Vorjahr: T€ 8.512).

Finanzlage

Die Gesellschaft finanzierte sich im Geschäftsjahr 2023 wie bereits in den Vorjahren ausschließlich durch Eigenkapital. In Höhe der passivisch ausgewiesenen Anzahlungen der Bauherren wurden entsprechende Leistungen erbracht, so dass mit einer Rückzahlungsverpflichtung oder Verpflichtung zur Erbringung der entsprechenden Leistungen zum Bilanzstichtag nicht zu rechnen ist.

Der Cash-flow betrug:

2023 2022
T€ T€
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 5.004 5.743
Abschreibungen 676 611
Sonstige Posten -180 5.531
Cash-flow aus originärer Geschäftstätigkeit 5.500 11.885
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -578 -946
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -5.797 -1.582
Veränderung Bankguthaben -875 9.357

Der Finanzmittelfonds betrug zum Bilanzstichtag 20.155 T€.

Aufgrund der stabilen Auftragslage in 2023 sowie der Erfolg versprechenden, weit vorangeschrittenen Akquisitionen mehrerer Großprojekte ist auch in der Zukunft die Finanzlage ausgeglichen und die Liquidität der Gesellschaft gesichert.

Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Höhe von T€ 614 betrafen im Wesentlichen Hard- und Softwareinvestitionen zur Ausstattung neuer Arbeitsplätze und zur Modernisierung bestehender Arbeitsplätze.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Nach Abschluss des Geschäftsjahres gab es für die Henn GmbH keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Leistungsindikatoren

Wesentliche Leistungsindikatoren der Henn GmbH sind die erfassten Leistungsfortschritte und die durchgeführte Deckungsbeitragsrechnung zusammengefasst in einem BWL-Ergebnis, das sowohl Monats-, Jahres- als auch ein 12 Monate umfassendes rollierendes Ergebnis darstellt. Weitere wichtige Steuerungsinstrumente sind Key Performance Indikatoren für die Auslastung, den Auftragsbestand und die Liquidität. Die Steuerungsindikatoren werden monatlich ermittelt und der Geschäftsleitung in einem umfangreichen Bericht zur Verfügung gestellt. So kann das Management im Falle von Abweichungen zeitnah gegensteuern.

Gleichzeitig werden alle langlaufenden Projekte budgetiert; maßgebliche Größe ist hier der in Personaleinsatz, diversifiziert nach den verschiedenen Funktionsbereichen des Unternehmens (z.B. Entwurf, Planung, Kosten- und Terminplanung sowie Bauleitung). Über eine monatliche Verlaufskontrolle können die Projektleiter, aber auch die weiteren Führungskräfte Abweichungen vom Soll monatlich nachhalten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Die Unternehmenssteuerung wird neben den finanziellen Kennzahlen maßgeblich durch nicht finanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehung des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern. Die Personalstrategie des Unternehmens ist darauf ausgerichtet, die strategische Weiterentwicklung und das internationale Wachstum bestmöglich zu unterstützen. Der Erfolg des Unternehmens beruht auf den fachlichen und persönlichen Kompetenzen der Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund war die Personalgewinnung und die Entwicklung der Mitarbeiter auch im Jahr 2023 ein Schwerpunkt der Personalarbeit. Hierfür ermöglicht die Henn GmbH den Mitarbeitern Zugang zu Vorträgen und Weiterbildungsseminaren. Henn fördert insbesondere die Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter, die Voraussetzung zur Eintragung in die Architektenkammern sind.

Bei den Kunden der Gesellschaft handelt es sich im überwiegenden Maße um öffentliche Auftraggeber bzw. Großkonzerne sowie mittelständische Unternehmen. Die spezifischen, zum Teil langjährigen Kundenbeziehungen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres waren im Auftragsbuch Leistungen in Höhe von mehr als einem Jahresumsatz vorhanden.

Risikobericht

Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren engmaschige Steuerung ist ein wesentliches Element der Unternehmensführung. Über das interne Kontrollsystem begrenzt die Henn GmbH alle identifizierten wesentlichen Risiken durch geeignete Maßnahmen und bildet angemessene Vorsorge. Dabei werden systematisch Projektkalkulationen, Leistungsfortschritt und konkret geplanten Schritten der operativen Einheiten regelmäßig überprüft.

Durch Vertragsabschlüsse mit Bauherrn in China, die in Fremdwährung abgeschlossen wurden, bestehen grundsätzlich Fremdwährungsrisiken, denen durch Einkauf von Leistungen in der jeweiligen Vertragswährung sowie durch Beschäftigung von Mitarbeitern vor Ort begegnet wurde. Derzeit bestehen weder Liquiditäts- noch politische oder rechtliche Risiken.

Im Zusammenhang mit der Verrechnung von Leistungen zwischen der Henn GmbH und den chinesischen Tochtergesellschaften spielt die Kapitalverkehrsfreiheit in China eine nicht unwesentliche Rolle. Grundsätzlich gilt, dass der Kapitalfluss von Deutschland nach China und insbesondere von China nach Deutschland strengen Auflagen der chinesischen Behörden unterliegt. Dies bedeutet, dass sich bei Geldflüssen über die Grenzen Chinas hinweg zum Teil erhebliche organisatorische Aufwendungen als auch zeitliche Verzögerungen ergeben. Nichtsdestoweniger bleibt festzuhalten, dass unter Berücksichtigung der vorgenannten Probleme der grenzüberschreitende Kapitalfluss gewährleistet ist. Dies auch vor dem Hintergrund, dass China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, die nunmehr auch selbst vermehrt im Ausland investieren bzw. Produkte auf dem Weltmarkt verkaufen will, im Gegenzug auf einen funktionierendem grenzüberschreitenden Kapitalfluss angewiesen ist.

Durch die Stärkung der Internationalisierung mit gezielter Tätigkeit in starken Volkswirtschaften wie China werden die Risiken, die in einzelnen Volkswirtschaften entstehen könnten, reduziert.

Risiken aus dem laufenden Geschäft (Großprojekte, Adressausfallrisiken, Inflationsrisiken) bestehen nicht: kein einzelnes Projekt, das in 2023 bearbeitet wird, hat einen Anteil von mehr als 20 % des bearbeiteten Gesamthonorars. Bei den Kunden der Gesellschaft handelt es sich im überwiegenden Maße um öffentliche Auftraggeber bzw. Großkonzerne. Da langlaufende Projekte überwiegend in Deutschland bearbeitet werden und diese nach dem geltenden Preisrecht in Abhängigkeit von den Baukosten stehen, führen Änderungen der Preisstruktur im Normalfall gleichfalls zu Änderungen der Baukosten und somit auch zu einer Anpassung der Honorare. Die aktuelle Ukraine-Krise und damit einhergehende Konjunkturlage bringen jedoch erhebliche Unsicherheiten mit sich. Die Preise am Markt für Bauherren sind schwer kalkulierbar und könnten sich auf die Auftragslage auswirken, was derzeit aufgrund der sehr guten Auftragslage nicht zu spüren, jedoch sehr schwer abzusehen ist.

Entwicklung in China

Durch die Aufhebung der rigiden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Ende 2022 zeigen erste Anzeichen für eine Verbesserung der Tätigkeit für ausländische Architekten. Gleichzeitig haben die außerordentlich hohen Aufwendungen von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand zur Bekämpfung der Pandemie insbesondere die Investitionsbereitschaft stark eingeschränkt. Obwohl viele internationale Konkurrenten China während der Pandemie dauerhaft verlassen haben, zeigen sich nunmehr die lokalen Design Institute als starke Wettbewerber am Markt. Die Aufhebung der strengen Einreisebestimmungen ermöglicht es Henn, den wichtigen persönlichen Austausch unter den Mitarbeitern, aber auch mit den Bauherren zu stärken.

Voraussichtliche Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wird insbesondere die planmäßige Bearbeitung mehrerer Großprojekte im Mittelpunkt stehen.

Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres waren im Auftragsbuch Leistungen in Höhe von zwei Jahresumsätzen vorhanden. Auf Grund dieser stabilen Auftragslage ist eine weitere kontinuierliche Entwicklung des Unternehmens gewährleistet. Wir rechnen aufgrund der Projektplanung damit, dass sich die derzeit bestehenden Kapazitäten im Bereich "human resources" in Zukunft auf dem hohen Niveau des Jahres 2023 halten werden. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2023 bei ähnlicher Kostenstruktur ein stabiles Jahresergebnis, welches sich voraussichtlich leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 bewegen wird.

Ziel der Akquisitionstätigkeiten ist es, noch weitere Großprojekte zu generieren, die in den Kerntypologien Industrie- und Verwaltungsbauten, Forschungs- und Laborbauten sowie Kommunikationsbauten mit einem engen Bezug zu den Inhalten und Prozessen, für die die Gebäude gebaut werden, liegen. Daneben rücken neben den bisherigen Hauptauftraggebern (Großkonzerne und öffentliche Auftraggeber) auch verstärkt mittelständische Unternehmen sowie Projektentwickler in den Fokus.

Die seit 2020 durch die die Corona-Pandemie eingeschränkte internationale Orientierung hat im Jahr 2023 entgegen dem Trend für Planungsbüros in China leicht an Fahrt aufgenommen. Das Jahr 2023 ist hier aber noch durch eine Konsolidierung der Geschäftstätigkeit mit einer Verstärkung der Akquisetätigkeit im Hauptmarkt China. Dieser Trend wird sich in den folgenden Geschäftsjahren noch weiter intensivieren. Um sich weltweit besser zu positionieren, wurde Anfang 2013 eine Business Development Unit aufgestellt, die Marktpotenziale insbesondere in den ostasiatischen Ländern (ohne China) sowie in Nordamerika und Europa erarbeiten soll. Gleichzeitig wird durch eine Kooperation mit dem dänischen Spezialisten für Krankenhausbau, C.F. Møller, das lukrative Spezialsegment des Krankenhausbaus weiterentwickelt.

Derzeit bestehen in China Bürostandorte in Peking und Shanghai, wobei der Standort in Shanghai als zentraler Standort entwickelt werden soll, da viele der Bauherren von Henn dort ansässig sind bzw. Bauherrn im Süden von China besser betreut werden können. Im Jahr 2023 wurden die Personalkapazitäten in China auf Grund der schwierigen Rahmenbedingungen um ca. 50 % reduziert. Auf diesem Niveau werden die Kapazitäten auch in 2024 gehalten. Des Weiteren bestehen in Peking und Shanghai Betriebsstätten der Henn GmbH.

 

München, 29.05.2024

Tanja Dietsch, Geschäftsführerin

Marcus Fißan, Geschäftsführer

Martin Henn, Geschäftsführer

Stefan Sinning, Geschäftsführer

Werner Sonnleitner, Geschäftsführer

Feststellung Jahresabschluss

Die Gesellschafterversammlung der Henn GmbH hat mit Datum vom 01. Juni 2024 den Jahresabschluss der Henn GmbH zum 31.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Henn GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Henn GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Henn GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außer Kraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 31. Mai 2024

BBSZ GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Zeidler, Wirtschaftsprüfer

Lisa Pfaff, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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