studio HENN GmbH
Selbe AdresseArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Silke Beckmann seit 25.4.2025 | Prokura |
Thomas Banemann seit 25.4.2025 | Prokura |
Wolfram Schneider seit 25.4.2025 | Prokura |
Tanja Dietsch seit 14.5.2024 | Geschäftsführer |
Marcus Fissan seit 14.5.2024 | Geschäftsführer |
Peter Bäuml seit 3.5.2024 | Prokura |
Daniel Festag seit 6.7.2021 | Prokura |
Hans Funk seit 6.7.2021 | Prokura |
Werner Sonnleitner seit 6.11.2018 | Geschäftsführer |
Thomas Christian Ivanossich von Küstenfeld seit 6.11.2018 | Prokura |
Martin Erdinger seit 24.10.2018 | Prokura |
Andreas Fuchs seit 24.10.2018 | Prokura |
Katrin Jacobs seit 24.10.2018 | Prokura |
Joachim Grund seit 26.9.2017 | Prokura |
Berthold Staber seit 26.9.2017 | Prokura |
Christian Fredrik Werner seit 26.9.2017 | Prokura |
Stefan Sinning seit 16.1.2017 | Geschäftsführer |
Martin Henn seit 16.1.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Firma Henn Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Henn GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023I. VORBEMERKUNG Der Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 betrifft das Geschäftsjahr der Henn GmbH vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 mit Sitz in München HR B 80 205 (AG München) und einer Zweigniederlassung in Berlin unter gleicher Firma. Gegenstand des Unternehmens ist die Übernahme und Durchführung von Planungsaufgaben aller Art, insbesondere die künstlerische, technische und wirtschaftliche Planung von Bauwerken sowie die Ausarbeitung städtebaulicher und landschaftsgestaltender Pläne, die Beratung, Betreuung und Vertretung der Bauherren in allen mit der Planung zusammenhängenden Fragen sowie die Überwachung von Bauausführungen und die Übernahme und Durchführung von sonstigen mit der Planung im Zusammenhang stehenden Aufgaben. Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie die Regelungen der Satzung zugrunde. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Henn GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung der Henn GmbH wird in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. III. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 - 274 a, 276 - 278 HGB, erstellt. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256 a HGB erstellt. Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr zu einem Großteil unverändert angewandt, Abweichungen werden in den folgenden Textziffern erläutert. Die Bewertungsvorschriften des Dritten Buches HGB i. d. F. des BilMoG wurden entsprechend berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen wurden wie im Vorjahr bis zum aktivierten Bestand offen von den Vorräten abgesetzt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände (Software und Lizenzen) wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet. Das übrige Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen pro rata temporis bewertet. Den Abschreibungen wurden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von drei bis 15 Jahren zugrunde gelegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr ihrer Anschaffung zu Anschaffungskosten aktiviert und im selben Jahr vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte bei den unfertigen Leistungen grundsätzlich zu den Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellkosten umfassen sämtliche Einzelkosten, angemessene Teile der Gemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, der sozialen Einrichtungen des Betriebs, der freiwilligen sozialen Leistungen und der betrieblichen Altersversorgung (§255 Abs. 2 Satz 3 HGB). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt und grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Risiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert zum Bilanzstichtag bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum rechnerisch ermittelten Wert der Vorauszahlungen bilanziert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst worden. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte gem. § 256a HGB bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs vom Abschlussstichtag. Bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr wurden die Vorschriften der §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet. IV. ANGABEN ZUR BILANZ Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2023 ist in der Anlage 3/8 zum Anhang dargestellt. Unter den Vorräten werden die noch nicht abgeschlossenen Aufträge (unfertigen Leistungen) ausgewiesen. Sofern auf die unter den Vorräten bilanzierten Architekturleistungen Anzahlungen seitens der Bauherren geleistet worden sind, werden diese bis zum aktivierten Bestand offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen bereits voll oder teilweise abgerechnete Architekturleistungen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Tochtergesellschaften Henn Building Design Consulting (Peking) Co., Ltd., China und Henn Building Design Consulting (Shanghai) Co., Ltd., China und haben eine Laufzeit von über einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr TEUR 47) enthalten. Das Stammkapital der Henn GmbH beträgt gemäß Gesellschaftsvertrag am Stichtag TEUR 260 und ist vollständig erbracht. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag geleistete, jedoch noch nicht abgerechnete Arbeiten von Fachingenieuren (TEUR 12.608, Vorjahr TEUR 12.164) sowie für Personal (TEUR 2.588, Vorjahr TEUR 3.152). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt (Angaben in TEUR):
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Tochterunternehmen Henn Building Design Consulting (Peking) Co., Ltd., China und Henn Building Design Consulting (Shanghai) Co., Ltd., China. Mit den Latenten Steuern werden temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz berücksichtigt. Der Hauptunterschied im Berichtsjahr resultiert aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung. Das Wahlrecht aktive latente Steuern auszuweisen wurde nicht ausgeübt. Der Steuersatz beträgt kumuliert 31,66 %. Die latenten Steuersalden setzen sich wie folgt zusammen:
Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB in folgender Höhe: Die Gesellschaft hatte am Bilanzstichtag verschiedene Mietverträge abgeschlossen. Die Verträge beziehen sich im Wesentlichen auf Büroräume und Kfz-Stellplätze. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 6.888 (Vorjahr TEUR 7.770). Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag in folgender Höhe: Die Gesellschaft hat acht Auftraggebern Gewährleistungs-, Vertragserfüllungs-, bzw. Mängelbürgschaften in der Gesamthöhe von TEUR 4.038 (Vorjahr 5.200) ausgehändigt. Des Weiteren bestehen Mietbürgschaften in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr TEUR 273). Das Risiko der Inanspruchnahme wird von uns aufgrund langjähriger Erfahrung und Abschluss von Versicherungen als niedrig eingeschätzt, daher erfolgt keine Passivierung. V. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 46.772 (Vorjahr TEUR 44.927) wurden im Bereich der künstlerischen, technischen und wirtschaftlichen Planung von Bauwerken erzielt. Es ergibt sich die folgende Aufteilung nach geografisch bestimmten Märkten (Angaben in TEUR):
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 177 (Vorjahr TEUR 226). Hierbei handelt es sich um Versicherungsentschädigungen (TEUR 144) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 33). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 15) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden in Höhe von TEUR 2.400 bei der Ermittlung des Jahresergebnisses berücksichtigt. VI. SONSTIGE ANGABEN Im Jahresdurchschnitt wurden 324 (Vorjahr: 310) Arbeitnehmer beschäftigt. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Als gemeinschaftlich vertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Dipl.-Arch. ETH & M.S. AAD Architekt Martin Henn, wohnhaft in Berlin, Herr Dipl.-Ing. Architekt Stefan Sinning, wohnhaft in Grünwald, Herr Dipl.-Kfm. Werner Sonnleitner, wohnhaft in, als Geschäftsführer bestellt. Am 02. Mai 2024 wurden Frau Dipl.-Ing. (FH) Architektin Tanja Dietsch und Herr Dipl.-Ing. Architekt Marcus Fißan als weitere Geschäftsführer bestellt. Durch Gesellschafterbeschluss vom 17. Dezember 2020 hat die Gesellschaft einen Beirat mit Wirkung zum 01. Januar 2021 gebildet und Herrn Prof. Dr.-Ing. Architekt Gunter Henn, München, zum Beiratsmitglied ernannt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. November 2021 wurde Herr Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Rupert Klar, München, ab dem 01.01.2022 zum Beirat ernannt. Der Beirat ist sowohl in kontrollierender als auch in beratender Funktion tätig. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.166. Darin sind variable Gehaltszahlungen in Hohe von TEUR 374 enthalten. Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 jeweils 100 % der Anteile an der Henn Building Design Consulting (Shanghai) Co., Ltd. und Henn Building Design Consulting (Peking) Co., Ltd., China. Zum Abschlussstichtag beträgt der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der Henn Building Design Consulting (Shanghai) Co., Ltd. TEUR 147 (Eigenkapital Vorjahr TEUR 173), der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 309 (Vorjahr TEUR 53). Das Eigenkapital der Henn Building Design Consulting (Peking) Co., Ltd., China beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 168 (Vorjahr TEUR 511), der Jahresfehlbetrag beträgt 310 TEUR (Vorjahr TEUR 768). Im Berichtsjahr wurde eine Teilwertabschreibung auf die Beteiligung der Henn Building Design Consulting (Shanghai) Co., Ltd. In Höhe von TEUR 10 vorgenommen. Die Gesellschaft hat zusammen mit C.F Møller Danmark A/S die folgenden Arbeitsgemeinschaften gegründet:
Die Henn GmbH besitzt jeweils 50% der Anteile dieser Gesellschaften. Die Henn Holding GmbH mit Sitz in München agiert als Konzern-Mutterunternehmen und stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht werden. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 43. Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 28. Mai 2024 beschlossen den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 im Wege der Vorabausschüttung in voller Höhe der Gesellschaft auszuschütten.
München, 29. Mai 2024 Henn GmbH Dipl.-Ing. (FH) Architektin Tanja Dietsch, Geschäftsführerin Dipl.-Ing. Architekt Marcus Fißan, Geschäftsführer Dipl.-Arch. ETH & M.S. AAD Architekt Martin Henn, Geschäftsführer Dipl.-Ing. Architekt Stefan Sinning, Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Werner Sonnleitner, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Allgemeines Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich auf Grund der seit 2020 bestehenden weltweiten Krisen hat sich auch im Jahr 2023 noch auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre bewegt. Nach Angaben des ifo-Instituts dürfte der Rückgang der privaten Konsumausgaben den ausschlaggebenden Faktor bei der konjunkturellen Abkühlung im Jahr 2023 gebildet haben. Der Internationale Währungsfonds (IWF) verzeichnete für das Jahr 2023 für Deutschland ein BIP-Wachstum von lediglich -0,5 %, europaweit konnte ein Wachstum von +0,7 % erreicht werden. Für die Folgejahre erwartet die IWF-Wirtschaftsprognose mittelfristig eine stückweise Erholung der Konjunktur in allen Wirtschaftsbereichen. Viele Volkswirtschaften sind allerdings nach wie vor damit beschäftigt, die Auswirkungen der verschiedenen Krisen zu verarbeiten. Eine straffe Zinspolitik der Zentralbanken, als Reaktion auf die stark ansteigenden Inflationsraten sowie eine weltweit hohe Verschuldung trüben die Konjunkturaussichten zusätzlich. Für Deutschland (+0,9 %) und die EU (+1,5 %) werden somit für das Jahr 2024 noch ein sehr niedriges BIP-Wachstum erwartet. Bis zum Jahr 2025 wird anschließend zunächst von einer Erholung des Konjunkturwachstums ausgegangen (Deutschland +2,0% und die EU auf 2,1 %). In China haben im Jahr 2022 die dort praktizierte Null-Covid-Politik und die sich hieraus ergebenden Einschränkungen die dortige Wirtschaft stark belastet. Darüber hinaus hat sich der Immobiliensektor, der etwa ein Fünftel der Wirtschaftstätigkeit in China ausmacht, deutlich negativ entwickelt. Im Ergebnis konnte China im Jahr 2022 lediglich ein verhältnismäßig geringes BIP-Wachstum von 3,2 % verzeichnen. Für den Prognosezeitraum 2024 bis 2028 werden jährliche Wachstumsraten zwischen 3,4 % und 4,6 % erwartet, die somit unterhalb des Niveaus der Jahre vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie liegen. Bei diesen Prognosen bleibt abzuwarten, wie stark sich die Immobilienkrise intensivieren und wie lange diese fortdauern wird. Inflation Die Jahre 2022 und 2023 waren von anhaltenden Warenverteuerungen geprägt, insbesondere bei Energieträgern und Rohstoffen. So wurde die deutsche Bevölkerung mit dem stärksten Preisanstieg seit Beginn der Bundesrepublik und einer daraus resultierenden Inflationsrate von 8,7 % in 2022 und 6,3 % in 2023 konfrontiert. Die Europäische Union hatte mit einer Inflationsrate von 9,3 % in 2022 und 6,5 % in 2023 sogar mit noch leicht stärkeren Teuerungsraten zu kämpfen. Das stark inflationäre Umfeld hat bei den Zentralbanken weltweit zu einer sukzessiven Anhebung der Leitzinsen geführt, die der Inflation entgegensteuern sollen. Einschätzungen des IWF zufolge wurde der weltweite Hochpunkt der Inflation in den Jahren 2022 und 2023 erreicht, sodass die Inflationserwartungen für 2024 und die Folgejahre geringer ausfallen. Es wird erwartet, dass sich ab dem Jahr 2024 für Deutschland und die EU Inflationsraten von rund 2,0 % ergeben werden, welche dem von den Zentralbanken vorgegebenen Inflationsziel entsprechen. In den Jahren 2022 und 2023 verzeichnete der IWF für China lediglich eine Inflationsrate von 1,9 % bzw. 0,7 %. Ursächlich hierfür waren zum einen die erheblichen Covid-Beschränkungen, die das Wirtschaftswachstum in China gedrosselt und somit weniger Raum für eine Erhöhung des allgemeinen Preisniveaus geboten haben. Zum anderen war China weitaus weniger von der Energiepreisinflation betroffen, da nach weitreichender Abkehr des Westens vom russischen Markt, russisches Öl zu günstigeren Preisen von China erworben werden konnte. Letztlich sind auch die Lieferkettenengpässe zu nennen, die in China einen weniger gravierenden Effekt nach sich gezogen haben als in Europa oder Deutschland. Für China werden im Prognosezeitraum 2024 bis 2028 Inflationsraten zwischen 1,7 % und 2,2 % erwartet. Branchenspezifische Entwicklung Neben gesamtwirtschaftlichen sind auch branchenspezifische Einflussfaktoren bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Henn GmbH zu berücksichtigen. Markt für Architektur - Fokus Deutschland Die Umsatzentwicklung zeigte seit 2011 einen ungebrochenen Wachstumstrend auf, der auch in den Jahren 2020 und 2021 von den pandemiebedingten Unsicherheiten nicht erheblich gebremst wurde. Das von der Bundesarchitektenkammer BAK mit dem Münchner ifo-Institut unter deutschen Architekturbüros erhobene Geschäftsklima trübte sich jedoch in den Jahren 2022 und 2023 deutlich ein. Hier machten sich die Auswirkungen der Baukrise bemerkbar. So belasten die hohen Baupreise bei deutlich gestiegenen Finanzierungskosten die Auftragslage der Architekturbüros. IBIS World geht daher davon aus, dass der Branchenumsatz der Architekturbüros in Deutschland im Jahr 2023 um 1,6 % sinken wird. Angesichts der mit hoher Unsicherheit behafteten Entwicklung der Bauwirtschaft (vgl. hierzu unsere folgenden Erläuterungen), sind die kurz- bis mittelfristigen Wachstumserwartungen des Architekturmarktes in den nächsten Jahren erheblich gedämpft. Bauwirtschaft in Deutschland Die für den Markt für Architekturleistungen maßgebliche Entwicklung der Bauwirtschaft stellt sich zum Bewertungsstichtag wie folgt dar: Seit dem Jahr 2021 ist die Entwicklung der Bauindustrie durch verschiedene Einflüsse und Effekte getrübt. Preisbereinigt kam es in 2021 seit vielen Jahren erstmals zu einem Umsatzrückgang, der mit -5,8 % zudem hoch ausfiel. In den Jahren 2022 und 2023 setzte sich der deutliche Rückgang des preisbereinigten Bauvolumens mit -5,1 % bzw. -5,2 % weiter fort. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Baumaterialien sowie zunehmend energiepreisbedingte Verwerfungen im Zuge des Ukrainekrieges führten im gesamten Jahr 2022 zu kontinuierlichen Preisansteigen. Im Jahr 2023 kam es zwar zu einer Abflachung der Baupreissteigerungen; mit rund 8,0 % im Durchschnitt der Baugewerke lagen diese aber immer noch recht deutlich über dem Vorjahresniveau. Zudem stellte die konsequente Anhebung der Leitzinssätze das Baugewerbe vor erhebliche Herausforderungen. Im Verlauf der letzten Dekade führten die niedrigen Zinssätze für Hypothekarkredite insbesondere zu einer Zunahme des Wohnungsneubaus. Berechnungen der Bundesbank zufolge erhöhten sich die Zinssätze für Hypothekarkredite mit einer Laufzeit von über zehn Jahren von 1,4 % im Januar 2022 bis auf 3,9 % in der Spitze im November 2023. Folglich werden sowohl Renditeerwartungen beeinträchtigt als auch Finanzierungsproblemen virulent. Für 2024 wird prognostiziert, dass das reale Umsatzvolumen im Bauhauptgewerbe um -4,2 % sinkt, wobei dieser Rückgang allein auf den Wohnungsbau entfällt, für den eine Umsatzverminderung von -12,0 % erwartet wird. Bei annahmegemäß relativ konstanten Baupreisen, werden in den weniger zinsabhängigen Bereichen Wirtschaftsbau und im Öffentlichen Bau leichte reale Umsatzanstiege von 2,0 % bzw. 1,0 % in 2024 erwartet. Weitere Vorhersagen sind aufgrund dieser aktuell dynamischen Entwicklungen allerdings schwierig. Neben strukturellen Problemen des Baugewerbes werden die Reaktionen der Zentralbanken auf die mittelfristig bestehende Inflationsdynamik die Finanzierungskosten auf einem hohen Niveau verweilen lassen, was vor allem für den Wohnungsbau besonders negative Auswirkungen haben wird. Der Wirtschaftsbau ist vor allem negativ durch die Digitalisierung und die damit einhergehende Veränderung der Arbeitswelt (Home-Office) beeinflusst. Mittelfristig besteht für den Wirtschaftsbau zudem das Risiko, dass die Investitionen gerade energieintensiver Unternehmen am Standort Deutschland zurückgefahren werden. Bauwirtschaft in China Die Bedeutung des chinesischen Bausektors ist für die chinesische Wirtschaft vergleichbar mit der Bedeutung des deutschen Bausektors hierzulande. Auch global ist die chinesische Bauwirtschaft ein wichtiger Treiber der gesamten Branchenentwicklung. Die außerordentlich hohen Aufwendungen der öffentlichen Hand zur Bekämpfung der Pandemie sowie die hohen Umsatzausfälle der Privatwirtschaft durch den eingeschränkten Export sowie durch den Zusammenbruch der Binnenwirtschaft haben zum einen die Investitionsbereitschaft stark eingeschränkt sowie zum anderen die wirtschaftliche Basis der privaten Unternehmen stark getroffen. Auch die wirtschaftlichen Spielräume der privaten Haushalte haben sich während der Pandemie stark reduziert. Außerdem wurden die riskanten Geschäftspraktiken vieler Immobilienkonzerne, z.B. Evergrande, durch die Krise offensichtlich. Hierbei wurden Altverbindlichkeiten durch die Neuaufnahme von Schulden bei Staatsbanken getilgt wurden sowie dem Verkauf von Wohnungen zurückgeführt, lange, bevor der Bau der entsprechenden Wohnungen überhaupt begonnen wurde. Weitere Risikofaktoren ergaben sich aus Fehlentwicklungen in der chinesischen Baubranche selbst. So wurden beispielsweise jahrelang mithilfe von günstigen Krediten unzählige Wohnungen ohne tatsächlichen Bedarf gebaut. Darüber hinaus zeigt sich häufig, dass Privatunternehmen Architektenleistungen über Wettbewerbe ausschreiben, jedoch im Erfolgsfalle die Leistungen oftmals wegen der unsicheren Finanzierung bzw. offener Fragen zum Erwerb des Grundstücks stark verspätet oder gar nicht abgerufen werden. Fazit und Ausblick Die Henn GmbH ist als Architekturbüro sowohl auf dem deutschen als auch dem chinesischen Markt tätig und vorwiegend in die Planung von langfristigen Großprojekten im Bereich Wirtschaftsbau, aber auch im öffentlichen Bau involviert. Das gesamtwirtschaftliche, aber auch das Branchenumfeld ist sowohl in Deutschland als auch in China von der Corona-Pandemie und den Auswirkungen des Ukrainekriegs beeinflusst. Zudem führen Inflation und Zinspolitik zu erheblichen, die Nachfrage einschränkenden Wirkungen. Auch wenn die Bauindustrie und auch der Architektursektor die Pandemie unmittelbar gut bewältigen konnten, werden sich die negativen Folgen aufgrund der Langfristigkeit gerade der größeren Projekte voraussichtlich erst in den folgenden Jahren auswirken. Aktuell belasten der Mangel an Baumaterialien und einhergehende Preissteigerungen, die im Zuge der Zinserhöhungen steigenden Finanzierungskosten sowie dauerhaft strukturelle Änderungen (zunehmendes Homeoffice, wachsender Onlinehandel) die zukünftigen Aussichten. Aufgrund der Ausrichtung der Geschäftstätigkeit auf langfristige Großprojekte rechnet die Geschäftsführung zum Bewertungsstichtag daher mit stärkeren negativen Auswirkungen für künftige Geschäftsjahre, denen durch eine spezifische Diversifizierung auf zukunftsträchtige Typologien, wie z.B. Krankenhausbau, Laborbau sowie Wissenschaft und Lehre bzw. zukunftsfähige Wirtschaftssektoren, wie z.B. Pharma, Mobilität und die öffentliche Hand, entgegnet wird. Obwohl durch die Lockerungen der chinesischen Regierung im Zusammenhang mit dem Ende der Corona-Pandemie die Reisetätigkeit sowohl von Europa nach China als auch innerhalb Chinas der in China so wichtige persönliche Kontakt zu den Bauherren stark verbessert werden konnte, zeigt sich doch eine erhebliche Verunsicherung sowohl bei privaten als auch bei öffentlichen Bauherren hinsichtlich künftiger Investitionen. Obwohl viele ausländische Architekturbüros ihr Engagement in China aufgegeben haben, zeigt sich nunmehr ein verstärkter Wettbewerb mit den lokalen Design Instituten. Eine valide Aussage für das laufende Jahr kann auf Grund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation in China, insbesondere in der Immobilienwirtschaft nicht getroffen werden. Die Henn GmbH konzentriert sich auf die Planung, insbesondere die künstlerische, technische und wirtschaftliche Planung von Industrie- und Verwaltungsbauten. Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung. Ertrags- und Vermögenslage Das Geschäftsjahr 2023 hat sich wie folgt entwickelt: Das Rohergebnis ist im Wirtschaftsjahr 2023 auf T€ 41.147 gestiegen (Vorjahr T€ 38.979). Die Henn GmbH hat die Auslastung in 2023 auf dem hohen Stand des Vorjahres halten können. Im Jahresdurchschnitt 2023 war der Mitarbeiterbestand in der Henn GmbH höher (5 %) als in 2022. Die Betriebsleistung ist in 2023 auf T€ 72.003 gestiegen (Vorjahr T€ 63.300). Ein erhöhtes Risiko ist für die Gesellschaft im Bestand der unfertigen Leistungen in Höhe von T€ 147.785 nicht zu erkennen, da ausschließlich auftragsbezogene Leistungen erbracht werden. Die Leistungserbringung war mit folgenden Aufwendungen verbunden:
Die Anzahl der Mitarbeiter ist mit durchschnittlich 324 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2023 um 14 Mitarbeiter gestiegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug zum 31. Dezember 2023 T€ 7.406 (Vorjahr: T€ 8.512). Finanzlage Die Gesellschaft finanzierte sich im Geschäftsjahr 2023 wie bereits in den Vorjahren ausschließlich durch Eigenkapital. In Höhe der passivisch ausgewiesenen Anzahlungen der Bauherren wurden entsprechende Leistungen erbracht, so dass mit einer Rückzahlungsverpflichtung oder Verpflichtung zur Erbringung der entsprechenden Leistungen zum Bilanzstichtag nicht zu rechnen ist. Der Cash-flow betrug:
Der Finanzmittelfonds betrug zum Bilanzstichtag 20.155 T€. Aufgrund der stabilen Auftragslage in 2023 sowie der Erfolg versprechenden, weit vorangeschrittenen Akquisitionen mehrerer Großprojekte ist auch in der Zukunft die Finanzlage ausgeglichen und die Liquidität der Gesellschaft gesichert. Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Höhe von T€ 614 betrafen im Wesentlichen Hard- und Softwareinvestitionen zur Ausstattung neuer Arbeitsplätze und zur Modernisierung bestehender Arbeitsplätze. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres Nach Abschluss des Geschäftsjahres gab es für die Henn GmbH keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. Leistungsindikatoren Wesentliche Leistungsindikatoren der Henn GmbH sind die erfassten Leistungsfortschritte und die durchgeführte Deckungsbeitragsrechnung zusammengefasst in einem BWL-Ergebnis, das sowohl Monats-, Jahres- als auch ein 12 Monate umfassendes rollierendes Ergebnis darstellt. Weitere wichtige Steuerungsinstrumente sind Key Performance Indikatoren für die Auslastung, den Auftragsbestand und die Liquidität. Die Steuerungsindikatoren werden monatlich ermittelt und der Geschäftsleitung in einem umfangreichen Bericht zur Verfügung gestellt. So kann das Management im Falle von Abweichungen zeitnah gegensteuern. Gleichzeitig werden alle langlaufenden Projekte budgetiert; maßgebliche Größe ist hier der in Personaleinsatz, diversifiziert nach den verschiedenen Funktionsbereichen des Unternehmens (z.B. Entwurf, Planung, Kosten- und Terminplanung sowie Bauleitung). Über eine monatliche Verlaufskontrolle können die Projektleiter, aber auch die weiteren Führungskräfte Abweichungen vom Soll monatlich nachhalten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Die Unternehmenssteuerung wird neben den finanziellen Kennzahlen maßgeblich durch nicht finanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehung des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern. Die Personalstrategie des Unternehmens ist darauf ausgerichtet, die strategische Weiterentwicklung und das internationale Wachstum bestmöglich zu unterstützen. Der Erfolg des Unternehmens beruht auf den fachlichen und persönlichen Kompetenzen der Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund war die Personalgewinnung und die Entwicklung der Mitarbeiter auch im Jahr 2023 ein Schwerpunkt der Personalarbeit. Hierfür ermöglicht die Henn GmbH den Mitarbeitern Zugang zu Vorträgen und Weiterbildungsseminaren. Henn fördert insbesondere die Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter, die Voraussetzung zur Eintragung in die Architektenkammern sind. Bei den Kunden der Gesellschaft handelt es sich im überwiegenden Maße um öffentliche Auftraggeber bzw. Großkonzerne sowie mittelständische Unternehmen. Die spezifischen, zum Teil langjährigen Kundenbeziehungen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres waren im Auftragsbuch Leistungen in Höhe von mehr als einem Jahresumsatz vorhanden. Risikobericht Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren engmaschige Steuerung ist ein wesentliches Element der Unternehmensführung. Über das interne Kontrollsystem begrenzt die Henn GmbH alle identifizierten wesentlichen Risiken durch geeignete Maßnahmen und bildet angemessene Vorsorge. Dabei werden systematisch Projektkalkulationen, Leistungsfortschritt und konkret geplanten Schritten der operativen Einheiten regelmäßig überprüft. Durch Vertragsabschlüsse mit Bauherrn in China, die in Fremdwährung abgeschlossen wurden, bestehen grundsätzlich Fremdwährungsrisiken, denen durch Einkauf von Leistungen in der jeweiligen Vertragswährung sowie durch Beschäftigung von Mitarbeitern vor Ort begegnet wurde. Derzeit bestehen weder Liquiditäts- noch politische oder rechtliche Risiken. Im Zusammenhang mit der Verrechnung von Leistungen zwischen der Henn GmbH und den chinesischen Tochtergesellschaften spielt die Kapitalverkehrsfreiheit in China eine nicht unwesentliche Rolle. Grundsätzlich gilt, dass der Kapitalfluss von Deutschland nach China und insbesondere von China nach Deutschland strengen Auflagen der chinesischen Behörden unterliegt. Dies bedeutet, dass sich bei Geldflüssen über die Grenzen Chinas hinweg zum Teil erhebliche organisatorische Aufwendungen als auch zeitliche Verzögerungen ergeben. Nichtsdestoweniger bleibt festzuhalten, dass unter Berücksichtigung der vorgenannten Probleme der grenzüberschreitende Kapitalfluss gewährleistet ist. Dies auch vor dem Hintergrund, dass China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, die nunmehr auch selbst vermehrt im Ausland investieren bzw. Produkte auf dem Weltmarkt verkaufen will, im Gegenzug auf einen funktionierendem grenzüberschreitenden Kapitalfluss angewiesen ist. Durch die Stärkung der Internationalisierung mit gezielter Tätigkeit in starken Volkswirtschaften wie China werden die Risiken, die in einzelnen Volkswirtschaften entstehen könnten, reduziert. Risiken aus dem laufenden Geschäft (Großprojekte, Adressausfallrisiken, Inflationsrisiken) bestehen nicht: kein einzelnes Projekt, das in 2023 bearbeitet wird, hat einen Anteil von mehr als 20 % des bearbeiteten Gesamthonorars. Bei den Kunden der Gesellschaft handelt es sich im überwiegenden Maße um öffentliche Auftraggeber bzw. Großkonzerne. Da langlaufende Projekte überwiegend in Deutschland bearbeitet werden und diese nach dem geltenden Preisrecht in Abhängigkeit von den Baukosten stehen, führen Änderungen der Preisstruktur im Normalfall gleichfalls zu Änderungen der Baukosten und somit auch zu einer Anpassung der Honorare. Die aktuelle Ukraine-Krise und damit einhergehende Konjunkturlage bringen jedoch erhebliche Unsicherheiten mit sich. Die Preise am Markt für Bauherren sind schwer kalkulierbar und könnten sich auf die Auftragslage auswirken, was derzeit aufgrund der sehr guten Auftragslage nicht zu spüren, jedoch sehr schwer abzusehen ist. Entwicklung in China Durch die Aufhebung der rigiden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Ende 2022 zeigen erste Anzeichen für eine Verbesserung der Tätigkeit für ausländische Architekten. Gleichzeitig haben die außerordentlich hohen Aufwendungen von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand zur Bekämpfung der Pandemie insbesondere die Investitionsbereitschaft stark eingeschränkt. Obwohl viele internationale Konkurrenten China während der Pandemie dauerhaft verlassen haben, zeigen sich nunmehr die lokalen Design Institute als starke Wettbewerber am Markt. Die Aufhebung der strengen Einreisebestimmungen ermöglicht es Henn, den wichtigen persönlichen Austausch unter den Mitarbeitern, aber auch mit den Bauherren zu stärken. Voraussichtliche Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wird insbesondere die planmäßige Bearbeitung mehrerer Großprojekte im Mittelpunkt stehen. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres waren im Auftragsbuch Leistungen in Höhe von zwei Jahresumsätzen vorhanden. Auf Grund dieser stabilen Auftragslage ist eine weitere kontinuierliche Entwicklung des Unternehmens gewährleistet. Wir rechnen aufgrund der Projektplanung damit, dass sich die derzeit bestehenden Kapazitäten im Bereich "human resources" in Zukunft auf dem hohen Niveau des Jahres 2023 halten werden. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2023 bei ähnlicher Kostenstruktur ein stabiles Jahresergebnis, welches sich voraussichtlich leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 bewegen wird. Ziel der Akquisitionstätigkeiten ist es, noch weitere Großprojekte zu generieren, die in den Kerntypologien Industrie- und Verwaltungsbauten, Forschungs- und Laborbauten sowie Kommunikationsbauten mit einem engen Bezug zu den Inhalten und Prozessen, für die die Gebäude gebaut werden, liegen. Daneben rücken neben den bisherigen Hauptauftraggebern (Großkonzerne und öffentliche Auftraggeber) auch verstärkt mittelständische Unternehmen sowie Projektentwickler in den Fokus. Die seit 2020 durch die die Corona-Pandemie eingeschränkte internationale Orientierung hat im Jahr 2023 entgegen dem Trend für Planungsbüros in China leicht an Fahrt aufgenommen. Das Jahr 2023 ist hier aber noch durch eine Konsolidierung der Geschäftstätigkeit mit einer Verstärkung der Akquisetätigkeit im Hauptmarkt China. Dieser Trend wird sich in den folgenden Geschäftsjahren noch weiter intensivieren. Um sich weltweit besser zu positionieren, wurde Anfang 2013 eine Business Development Unit aufgestellt, die Marktpotenziale insbesondere in den ostasiatischen Ländern (ohne China) sowie in Nordamerika und Europa erarbeiten soll. Gleichzeitig wird durch eine Kooperation mit dem dänischen Spezialisten für Krankenhausbau, C.F. Møller, das lukrative Spezialsegment des Krankenhausbaus weiterentwickelt. Derzeit bestehen in China Bürostandorte in Peking und Shanghai, wobei der Standort in Shanghai als zentraler Standort entwickelt werden soll, da viele der Bauherren von Henn dort ansässig sind bzw. Bauherrn im Süden von China besser betreut werden können. Im Jahr 2023 wurden die Personalkapazitäten in China auf Grund der schwierigen Rahmenbedingungen um ca. 50 % reduziert. Auf diesem Niveau werden die Kapazitäten auch in 2024 gehalten. Des Weiteren bestehen in Peking und Shanghai Betriebsstätten der Henn GmbH.
München, 29.05.2024 Tanja Dietsch, Geschäftsführerin Marcus Fißan, Geschäftsführer Martin Henn, Geschäftsführer Stefan Sinning, Geschäftsführer Werner Sonnleitner, Geschäftsführer Feststellung Jahresabschluss Die Gesellschafterversammlung der Henn GmbH hat mit Datum vom 01. Juni 2024 den Jahresabschluss der Henn GmbH zum 31.12.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Henn GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Henn GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Henn GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 31. Mai 2024 BBSZ
GmbH
Frank Zeidler, Wirtschaftsprüfer Lisa Pfaff, Wirtschaftsprüferin |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
67 nahegelegene Organisationen
Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Beteiligungsgesellschaften
Mobile Gastronomie auf Jahrmärkten u. Ä.
Beteiligungsgesellschaften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Ausschank von Getränken a. n. g.
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Einzelhandel mit Antiquitäten und antiken Teppichen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verlegen von Büchern
Verwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Beteiligungsgesellschaften
Live-Musikspielstätten, Musikclubs und ähnliche soziokulturelle Zentren
Großhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Uhren und Schmuck
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Bauträger für Wohngebäude
Großhandel mit Flachglas
Bildentwicklung, -bearbeitung und Erbringung sonstiger fotografischer Dienstleistungen
Vermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Einzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Druck- und Medienvorstufe
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Varietés und Kleinkunstbühnen
Einzelhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Güterbeförderung im Straßenverkehr
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Vermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Frisör- und Barbiersalons
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und Anstrichmitteln
Frisör- und Barbiersalons
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Herstellung von Schuhen
Verlegen von Zeitschriften
Erbringung von Fundraising-Dienstleistungen
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Unternehmensberatung
Rechtsanwaltskanzleien und Notariate
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen