Präzisionsmaschinen GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oskar Leon Baumann seit 23.1.2024 | Geschäftsführer |
Alexander Frank Dillinger seit 23.1.2024 | Geschäftsführer |
Claudia Hanke seit 17.6.2022 | Prokura |
Karl Ebnet seit 19.9.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Baumann GmbHAmbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1.2023 BIS ZUM 31.12.2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 20231. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Der Sitz der Baumann GmbH ist in Amberg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 1067 im Register des Amtsgerichtes Amberg eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Baumann GmbH erfolgt nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 3.1 Anlagevermögen Die Bilanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung - soweit abnutzbar - nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen sind die voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Die Nutzungsdauern für entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände betragen i.d.R. drei bis fünf Jahre, für Gebäude i.d.R. zehn bis 33 Jahre und für das übrige Sachanlagevermögen i.d.R. drei bis 15 Jahre. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear. Bei Anlagenzugängen vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020 erfolgt die Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter teilweise auch nach der degressiven Methode, die im Rahmen des Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz für steuerliche Zwecke eingeführt wurde. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Ab dem 1. Januar 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 250 bis EUR 800 voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. 3.2 Umlaufvermögen a) Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Kleinteilelager) werden zu Anschaffungskosten, ermittelt mit den gleitenden Durchschnittskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips, bewertet. Auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit einer geringen Umschlagshäufigkeit wurden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Bei den Beständen des Normteilelagers, das im Vorjahr noch mit einem Festwert von TEUR 62 angesetzte wurde, erfolgt im Rahmen der ERP-Umstellung nunmehr eine Einzelbewertung. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In den Herstellungskosten sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die auf den Fertigungsprozess entfallenden Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen enthalten. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden einbezogen. Zur verlustfreien Bewertung wird der niedrigere beizulegende Wert dadurch ermittelt, indem den vorsichtig geschätzten Herstellungskosten die retrograd, um noch anfallende Kosten, verminderten Verkaufspreise gegenübergestellt werden. Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert und gemäß § 268 Abs. 5 HGB vom Posten "Vorräte" offen abgesetzt, soweit hierzu ausreichende Vorratsbestände zum Bilanzstichtag vorhanden sind. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden angemessene Wertberichtigungen gebildet; uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Zur Abdeckung des allgemeinen Kredit- und Ausfallrisikos wird ein pauschaler Abwertungsbetrag in Höhe der Erfahrungswerte aus Vorjahren berücksichtigt. Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. c) Liquide Mittel Die Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsbeträge werden zu Euro-Referenzkursen der Europäischen Zentralbank mit den Jahresendständen umgerechnet. 3.3 Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 3.4 Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Es werden die von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssätze herangezogen. Ab- oder Aufzinsungen waren im laufenden Geschäftsjahr nicht veranlasst. 3.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Zugangsbewertung der Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgt mit dem Devisenmittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden die Fremdwährungsbeträge gemäß § 256a HGB mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden die Fremdwährungsverbindlichkeiten gegebenenfalls nach dem Höchstwertprinzip mit dem höheren Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 4. Erläuterungen zur Bilanz 4.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist gesondert im Anlagenspiegel dargestellt. 4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden in Höhe von TEUR 409 (Vorjahr: TEUR 762) Forderungen gegen Gesellschafter und TEUR 1.282 (Vorjahr: TEUR 1.334) an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
4.3 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 370 (Vorjahr: TEUR 579) enthält überwiegend Wartungsverträge, Mietlizenzen, sowie Beiträge und sonstige Kostenabgrenzungen die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag betreffen. 4.4 Latente Steuern Erstmals werden zum Bilanzstichtag sowohl aktive als auch passive latente Steuern ausgewiesen; es wurde vom Wahlrecht zum unsaldierten Ausweis gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB Gebrauch gemacht. Die Differenzen resultieren aus Abweichungen zwischen Steuer- und Handelsbilanz und bauen sich in späteren Geschäftsjahren ab. Die Veränderung der latenten Steuern mit einem saldierten Steueraufwand von TEUR 855 wird unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Grundlage für die Abweichungen sind unterschiedliche Bewertungen bei den Personalrückstellungen - daraus ergeben sich aktive latente Steuern von TEUR 157 - sowie kürzere Nutzungsdauern in der Steuerbilanz bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (Software), hieraus ergeben sich passive latente Steuern von TEUR 1.012. Als unternehmensindividueller Steuersatz wurde 29,125 % verwendet (Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag i. H. v. 15,825 % und Gewerbesteuer i. H. v. 13,3 %). 4.5 Rückstellungen Im Rahmen eines Arbeitszeitkontos bestehen Erfüllungsrückstände in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 68). Dieses Wertguthaben ist durch Planvermögen in Form von Geldmarktfonds in Höhe von TEUR 47 insolvenzgesichert. Es erfolgt eine Saldierung von Vermögen und Schulden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus dem offiziellen Rücknahmepreis, eine Ausschüttungssperre i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB liegt nicht vor. Die Höhe der Verpflichtung entspricht der Wertentwicklung des Planvermögens. Die Erträge aus dem Planvermögen sind von untergeordneter Bedeutung. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4.6 Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 192) ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.250 (Vorjahr: TEUR 1.854) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Gehältern in Höhe von TEUR 407 (Vorjahr: TEUR 127), Verbindlichkeiten aus Steuern und sozialen Abgaben in Höhe von TEUR 755 (Vorjahr: TEUR 527) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.095). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
4.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.129. Darin enthalten sind Mietverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.842. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- sowie Mietverträgen betragen insgesamt TEUR 1.287. 4.8 Haftungsverhältnisse Gegenüber Dritten bestand für die Gewährung von Avalkreditlinien eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von maximal TEUR 7.500. Die Kreditlinien waren zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 0 in Anspruch genommen. Zudem bestand für eine weitere Avalkreditlinie eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft über TEUR 1.000, die zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 254 in Anspruch genommen wurde. Es ist unwahrscheinlich, dass eine Inanspruchnahme aus der Haftung eintritt, da eine ordnungs- und planmäßige Erfüllung der damit abgesicherten Verträge erwartet wird. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Baumann GmbH teilen sich wie folgt in In- und Ausland auf:
Bei den Umsatzerlösen beträgt der Inlandsumsatz 26 % und die Exportquote somit 74 %. Die Umsatzerlöse werden wie folgt in die Geschäftsbereiche untergliedert:
5.2 Periodenfremde Erträge Im Berichtsjahr fielen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 539 an, im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und aus dem Eingang einzelwertberichtigter Forderungen. 5.3 Außergewöhnliche Aufwendungen Aufgrund eines erwarteten Forderungsausfalls werden im Berichtsjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Forderungsverluste in Höhe von TEUR 5.445 ausgewiesen. 5.4 Steueraufwand Aus der zukünftigen Anwendung des Mindeststeuergesetzes (MinStG) sind für die Gesellschaft keine Auswirkungen zu erwarten. 6. Sonstige Pflichtangaben 6.1 Anteilsbesitz Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
1) Vorläufige Zahlen zum 31.12.2023
Die Umrechnung der ausländischen Werte erfolgt mit den Stichtagskursen zum 31. Dezember 2023 (Eigenkapital) bzw. mit den Jahresdurchschnittswerten für 2023 (Jahresergebnis). 6.2 Konzern Alleinige Gesellschafterin der Baumann GmbH ist die Sondermaschinenbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Amberg. Die Sondermaschinenbau GmbH & Co. KG wird einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht nach deutschem Recht aufstellen, der im Unternehmensregister bekannt gemacht wird. Durch die Einbeziehung der Baumann GmbH in den übergeordneten Konzernabschluss wird diese von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. 6.3 Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (ohne Auszubildende und Studenten) betrug im vorliegenden Berichtsjahr 673 , davon waren 81 Teilzeitkräfte. Die Mitarbeiter setzen sich zusammen aus 4 leitenden Angestellten, 83 Angestellten im kaufmännischen Bereich, insbesondere Verwaltung und Vertrieb, sowie 586 Angestellten im gewerblich-technischen Bereich. 6.4 Abschlussprüferhonorar Das für den Abschlussprüfer des Jahresabschlusses im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand gebuchte Gesamthonorar betrug für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 40, für Steuerberatungsleistungen TEUR 30 und für sonstige Leistungen TEUR 18. 6.5 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. 6.6 Angaben zur Geschäftsführung Geschäftsführer der Baumann GmbH sind bzw. waren
Auf die Angabe der Bezüge der Organmitglieder wurde unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Amberg, den 9. August 2024 Baumann GmbH Oskar Baumann, Geschäftsführer Karl Ebnet, Geschäftsführer Alexander Dillinger, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Darstellung der Geschäftstätigkeit Die Baumann GmbH entwickelt und produziert schlüsselfertige Automationssysteme für Kunden der internationalen Automobilzuliefer-, Photovoltaik-, Elektronik-, Medizin- und Pharmaindustrie sowie der Haushaltsgeräte- und Telekommunikationsbranche. Die Angebotspalette reicht von einzelnen Roboterzellen bis zu kompletten automatisierten Produktionslinien mit Leitrechneranbindung. Alle erforderlichen Arbeiten von der Planung der Anlagen über die Realisierung bis hin zur Inbetriebnahme beim Kunden sowie dem erforderlichen After-Sales-Service werden durch eigenes Personal abgedeckt. Zu den Kernkompetenzen zählen: innovative System- und Anlagenkonzepte, die Erfahrungen in der Robotertechnologie, unser Know-how in der Systemintegration sowie die Branchenerfahrung in der Elektronik-, Automobil-, Medizin- und Pharmaindustrie. 1.2 Kunden und Absatzmärkte Zu den Kunden der Baumann GmbH zählen neben Produzenten aus dem Bereich Automotive auch Unternehmen der Elektro- und Halbleiterindustrie sowie den regenerativen Energien. Die Absatzmärkte der Baumann GmbH befinden sich überwiegend in Europa, sowie Amerika und Asien. 1.3 Forschung & Entwicklung Die Baumann GmbH betreibt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten primär mit dem Schwerpunkt für das eigene Projektgeschäft. Zudem orientiert sich die Forschung und Entwicklung an Kundenanfragen. Zur Stärkung der Marktposition als Komplettanbieter strebt das Unternehmen eine Erweiterung der Produktpalette und damit die Erschließung neuer Märkte und Kunden an. In den Abteilungen "Softwareentwicklung" und "Mechanische Entwicklung" werden derzeit ca. 15 - 20 Mitarbeitende beschäftigt. Ein weiterer wesentlicher F&E-Bereich ist das Team der Simulation und Data Science. Ein schon immer zentraler Punkt im Maschinen- und Sondermaschinenbau ist die Gewährleistung und der Service unserer Anlagen beim Kunden. Ein wichtiger Baustein in Data Science ist PRISMA (Predictive Maintenance im Sondermaschinenbau). Dabei geht es um eine automatische Zustandserkennung unserer installierten Anlagen, wodurch wir auf unterschiedlichen Ebenen der Anlage Fehler und Anomalien vorhersagen sowie analysieren können. Weitere Projekte beschäftigen sich mit der Nutzung und dem Einsatz von "virtual reality" sowie KI-Assistenten zur Prozessverbesserung aber auch zu Schulungszwecken intern sowie bei unseren Kunden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 % etwas besser als zuvor prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. 1 Zwar nahmen die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab, jedoch belasteten zwar rückläufige, jedoch weiterhin erhöhte Inflationsraten (global +6,8 %) und die geldpolitische Straffung von Seiten der Zentralbanken sowie anhaltende und neue geopolitische Konflikte die Weltkonjunktur, wenn auch regional in unterschiedlichem Maße. 2 In den USA (+2,5 %) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei und zuletzt auch steigende Unternehmensinvestitionen. In Mexiko hat das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts rund 3,2 % betragen, wobei der Industriesektor mit 3,5 % Wachstum leicht über dem gesamtwirtschaftlichen Trend lag. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch einen Anstieg der Staatsausgaben. Zudem profitierte Mexiko von der Dynamik in den Vereinigten Staaten und der US-Wirtschaftspolitik, die zu einem Near-Shoring-Investitionsboom geführt hat. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 % beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 %). In China hingegen blieb das Wachstum trotz der Abkehr von der Null-Covid-Politik im vorausgegangenen Winter hinter den Erwartungen zurück. Dort belasteten der fragile Immobiliensektor, eine schwache Binnennachfrage sowie geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 %. 3 Besonders gedämpft fiel das Wachstum im Euroraum aus, wo die Verbraucherstimmung unter den anhaltenden Auswirkungen der hohen Nahrungsmittel- und Energiepreise litt. Zudem wurden private Investitionen und Unternehmensinvestitionen von den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten stark gebremst. 4 Das Wachstum im Euro-Raum war mit +0,4 % im Vergleich zu anderen großen entwickelten Volkswirtschaften sehr niedrig. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. 5 Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam 2023, im weiterhin krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Zudem dämpften die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach der Corona-Krise nicht weiter fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Jedoch verlief die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück - besonders verantwortlich dafür war der Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie im Vergleich zum Vorjahr erneut. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 vor allem durch den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen seine preisbereinigten Konsumausgaben im Vergleich zum Vorjahr um - 1,7 %. 6 Während Bauinvestitionen sanken (- 2,1 %), wurde in Ausrüstungen - vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). 7
1 IMF: World Economic Outlook - Update January
2024
2.2 Branchenbedingte Rahmenbedingungen Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. 8 In Deutschland nahm in Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte der Umsatz 2023 nominal zwar um +7,7 % zu, real entsprach das aber nur einem Wachstum von 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau erreichte nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254,6 Mrd. Euro und sank damit im Vergleich zum Vorjahr real um 0,6 %. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestelleingängen, die das Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 % verfehlten. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Zudem darf der immer noch ungewöhnlich hohe Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 % der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 % der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Dadurch sank die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 %) auf Oktober (85,9 %) deutlich ab. 9 Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 % zulegen. 10 2.3 Geschäftsverlauf Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 10.139 und übertrifft, bei einem leichten Anstieg gegenüber 2022, die Prognose aus dem Vorjahr. Die ursprünglich prognostizierten Ergebnisse konnten durch ein konsequentes Kostenmanagement sowie unerwartet höhere Deckungsbeiträge einzelner Projekte übertroffen werden, begleitet von einem deutlichen Abbau der Vorräte.
8 VDMA: Maschinenbau Konjunktur international,
Dezember 2023.
2.4 Ertragslage Die wichtigsten Steuerungskennzahlen sind die Gesamtleistung und das Ergebnis vor Steuern.
Im Geschäftsverlauf erhöhten sich die Umsatzerlöse um TEUR 29.520 bzw. 27,9 % auf TEUR 135.170. Trotz einer deutlichen Bestandsminderung bei den unfertigen Erzeugnissen um TEUR 6.108 erhöhte sich die Gesamtleistung auf TEUR 129.420 (Vorjahr: TEUR 112.139).
Bei den Umsatzerlösen entfallen 26 % auf das Inland. Die Exportrate beträgt somit 74 %, mit einem Anteil von 3 % im amerikanischen Raum, 10 % in Asien und 61 % in Europa (ohne Deutschland). Die Umsatzerlöse teilen sich in die Geschäftsbereiche Test Solutions (54 %), Assembly Solutions (41 %) sowie Service und Sonstiges (5 %) auf. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 war im Vergleich zum vorherigen Jahr etwas höher (TEUR 142.261; Vorjahr: TEUR 139.745). Der Bestand der unfertigen Erzeugnisse zum Bilanzstichtag zeigte sich mit TEUR 44.605 deutlich niedriger, da vor allem im 4. Quartal 2023 eine verstärkte Umsatzrealisierung von Beständen erreicht werden konnte. Aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung ergab sich im laufenden Geschäftsjahr ein um TEUR 16.286 verbesserter Rohertrag in Höhe von TEUR 84.531 (Vorjahr: TEUR 68.245). Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 1.088 (Vorjahr: TEUR 955) ergab sich im Wesentlichen durch die sonstigen periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 539 (Vorjahr: TEUR 27), die gesunkenen Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 306) mindern den Effekt. Im Geschäftsjahr lag die Materialeinsatzquote bei 35,5 % (Vorjahr: 40,0 %). Sowohl bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen (Verringerung um 28,9 %) als auch bei den Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse kam es im Geschäftsjahr zu einem Rückgang bzw. Bestandsabbau. Die um 15,7 % gestiegenen Personalkosten (TEUR 49.286; Vorjahr: TEUR 42.584) resultieren im Wesentlichen aus Neueinstellungen und Gehaltserhöhungen, sowie folglich höheren Sozialabgaben (Anstieg um TEUR 1.168). Die gestiegenen Abschreibungen (TEUR 2.619; Vorjahr: TEUR 1.705; ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen), basieren auf einer Erhöhung bei den Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 960; Vorjahr: TEUR 233). Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 12.039 auf TEUR 18.806 erfolgte nahezu in allen Kostenbereichen, aber basiert hauptsächlich auf der Ausbuchung einer Forderung über TEUR 5.429. Deutliche Erhöhungen ergaben sich auch bei den Aufwendungen für Gewährleistungen (um TEUR 544), bei den Einstellungen in Pauschalwertberichtigungen (um TEUR 431) sowie bei den Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen (um TEUR 180). Es ergibt sich ein um 16,0 % verbessertes Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 13.819 (Vorjahr: TEUR 11.916) sowie ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von TEUR 14.099 (Vorjahr: TEUR 14.065). Bei einem schlechteren Finanzergebnis (TEUR 280; Vorjahr TEUR 2.149) und niedrigeren Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 3.952; Vorjahr: TEUR 4.123) verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern um TEUR 204 auf TEUR 10.146 (Vorjahr: TEUR 9.942) und übertrifft damit die prognostizierten Werte aus dem Vorjahr. Es konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 10.139 (Vorjahr: TEUR 9.938) erzielt werden. 2.5 Vermögenslage
Per 31. Dezember 2023 belief sich die Bilanzsumme der Baumann GmbH auf TEUR 102.522 (Vorjahr: TEUR 93.315) und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.207. Die wesentlichen Änderungen der Aktivseite ergeben sich hauptsächlich aus dem gestiegenen Anlagevermögen (TEUR 21.056; Vorjahr: TEUR 17.004). Ausschlaggebend waren hierfür insbesondere die höheren Sachanlagen (TEUR 7.155; Vorjahr: TEUR 5.931) sowie der Anstieg bei den Ausleihungen in Höhe von TEUR 2.316. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 9.054 auf TEUR 25.757 gestiegen. Ein gegenläufiger Effekt entstand insbesondere aus dem Rückgang der Vorräte um TEUR 5.335 auf TEUR 30.084. Auf der Passivseite haben sich, neben dem deutlichen Anstieg des Eigenkapitals (aufgrund des Jahresüberschusses) von TEUR 71.396 auf TEUR 81.535, im Wesentlichen folgende Veränderungen zum Vorjahr ergeben: Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich um TEUR 604 auf TEUR 1.250 (Vorjahr: TEUR 1.854), vorwiegend bedingt durch geringere Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.095). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich bei planmäßiger Tilgung um TEUR 875 auf TEUR 1.531 (Vorjahr: TEUR 2.406). Auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gingen um TEUR 537 auf TEUR 55 zurück. 2.6 Finanzlage Die Eigenkapitalquote mit 79,5 % hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht (Vorjahr: 76,5 %). In der Bilanzsumme ist ein Fremdkapitalanteil von TEUR 20.987 (Vorjahr: TEUR 21.919) enthalten. Das Fremdkapital besteht ausschließlich aus Verpflichtungen unter fünf Jahren. Rechnerisch ergibt sich ein Verschuldungsgrad von 20,5 % (Vorjahr: 23,5 %). Die Baumann GmbH war während des gesamten Geschäftsjahres in der Lage alle ausstehenden Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Kapitalflussrechnung
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte einen Wert in Höhe von TEUR 10.010 (Vorjahr: TEUR -3.040) und ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Für Investitionen in das Anlagevermögen wurden TEUR 6.689 ausgezahlt. Darin enthalten sind Anschaffungskosten im Wert von TEUR 1.038 für ein neues ERP-System und Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 2.316. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 875 (Vorjahr: TEUR -898) kaum verändert. Insgesamt erhöhte sich somit der Finanzmittelbestand zum Ende der Periode um TEUR 2.540 auf TEUR 16.037. 2.7 Wesentliche Investitionen Die wesentlichen Investitionen im Geschäftsjahr 2023 betreffen einen Zugang in Höhe von TEUR 2.316 bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Zugänge innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.038 bei der Aktivierung des neuen ERP-Systems sowie bei den Anzahlungen auf technische Anlagen in Höhe von TEUR 620 für den Kauf eines Batteriespeichersystems. 2.8 Gesamtaussage Im Geschäftsjahr 2023 konnte eine Steigerung des Außenumsatzes (ohne Umsätze mit verbundenen Unternehmen und nahestehenden Personen) in Höhe von 27,7 % auf TEUR 132.884 (Vorjahr: TEUR 104.067) erreicht werden. Mit einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von TEUR 13.819 konnte im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 11.916) ein besseres Ergebnis erzielt werden (Erhöhung zum Vorjahr um 16,0 %). Mit den verfügbaren Eigenmitteln sowie der fremdfinanzierten Fördermittel ist eine wichtige Basis für die Finanzierung der Baumann GmbH geschaffen. Die wirtschaftliche Situation ist daher weiterhin als positiv zu bewerten. 3. Risiko- und Chancenbericht Als international tätiges Unternehmen sieht sich die Baumann GmbH regelmäßig mit Risiken und Chancen konfrontiert. Ziel ist es, Risiken nur dann einzugehen, wenn durch die damit verbundenen Chancen ein angemessener Beitrag zum Unternehmenswert erwartet und eine Bestandsgefährdung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Die Entwicklung des Geschäfts und der damit verbundenen finanzwirtschaftlichen Ziele hängt neben der konjunkturellen Entwicklung der für den Konzern relevanten Länder und Regionen auch von der technischen Entwicklung ab. Den Marktrisiken wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen begegnet. Zur Vermeidung nachfolgender Risiken, die durch die Geschäftsleitung als relevant für das Unternehmen festgelegt wurden, sind feste Abläufe im Unternehmen integriert. 3.1 Risiken Die Baumann GmbH lehnt sich beim Begriff "Risiko" an die Definition des DRS 20 (Deutscher Rechnungslegungsstandard) an. Risiko definiert sich somit als die Möglichkeit von negativen künftigen Entwicklungen auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. 3.1.1 Auftragseingang In den laufenden Besprechungen der Vertriebsabteilung wird die Forecast-Ermittlung laufend aktualisiert und mit den internen Planungen verglichen. Somit wird sichergestellt, dass frühzeitig auf negative Entwicklungen reagiert werden kann. Die zögerliche Marktentwicklung und Investitionstätigkeit sowohl in Europa als auch in Asien bremsen den Auftragseingang der Baumann GmbH und führen zu gravierenden Verschiebungen bei Bestellzeitpunkten und Projektplänen. Die stark auf Stammkunden im Bereich Automotive ausgerichtete Vertriebstätigkeit muss diversifizierter werden und in erhöhtem Maße neue Kunden und Industriezweige erschließen. Hierbei ist der Vertrieb besonders auf die Zusammenarbeit mit dem Business Development angewiesen. 3.1.2 Beschaffung Die Baumann GmbH ist als produzierendes Unternehmen einem erhöhten Beschaffungsrisiko ausgesetzt. Durch ein aktives Lieferantenmanagement werden Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten vermieden und Lieferbeziehungen optimiert. Etwaige Kostensteigerungen können nur vereinzelt weitergegeben werden. Aufgrund der aktuell weltweit vorhandenen Lieferengpässe kommt es insbesondere bei elektrischen und elektrotechnischen Bauteilen zu Lieferverzögerungen und signifikant längeren Lieferzeiten. Für die Beschaffungsstrategie spielt primär der Zukauf von Materialien und Baugruppen, nachgelagert der Zukauf von Dienstleistungen eine zentrale Rolle für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Baumann GmbH setzt auf langfristige Partnerschaften mit den wichtigsten Zulieferern. Nachdem sich die Rohstoffpreise in Folge der Coronakrise aus den Vorjahren in 2023 wieder etwas beruhigt haben, ist in den Materialkosten ein positiver Effekt zu erkennen. Bedingt durch eine weiterhin schwierige geopolitische Lage in Europa und der Welt festigen anhaltend hohe Energiekosten auch die Rohstoffpreise auf relativ hohem Niveau. Im Jahr 2023 hat die Baumann GmbH Dienstleistungen von nahestehenden Unternehmen in die Baumann GmbH integriert, was einen Teil des Anstieges der Personalkosten und zugleich einen Anteil an der Reduktion der Materialeinsatzquote zur Folge hatte. 3.1.3 Qualität In vielen Märkten steigen die Anforderungen an die Produkthaftung. Diesem Umstand wird mit intensiven Qualitätssicherungsmaßnahmen und einem zentralen gruppenweiten Qualitätsmanagement begegnet. Das Risiko von Qualitätsmängeln kann durch solche Maßnahmen zwar reduziert, allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden. Zusätzlich besteht das Bestreben, durch ein weltweites Versicherungsprogramm die Haftung aus Produktrisiken gegenüber Dritten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden zu begrenzen. 3.1.4 IT-Risiken Die externe und interne Kommunikation sowie wesentliche Produktions- und Geschäftsprozesse bauen zunehmend auf komplexen und untereinander vernetzten Informationstechnologien auf. Ein Ausfall oder eine gravierende Störung der globalen, regionalen oder lokalen Systeme kann zu Datenverlusten und einer Beeinträchtigung dieser Prozesse führen. Um diesem Risiko zu begegnen, werden umfassende Maßnahmen zum organisatorischen und technischen Schutz gegen Datenverlust, Manipulation und Diebstahl ergriffen. Es kommen modernste Hard- und Softwarelösungen wie mehrstufige Firewall- und Virenschutzeinrichtungen oder Datenverschlüsselungsverfahren zum Einsatz. Um eine potenzielle Lizenzüber- beziehungsweise -unterdeckung zu erfassen und zu steuern, erfolgt durch die IT eine Analyse der Lizenzierungssituation. 3.1.5 Technische Risiken Risiken werden bereits während der technischen Entwicklung erkannt und mit dem Vier-Augen-Prinzip überwacht. Vor Annahme eines Auftrags werden die technischen Spezifikationen, die Vorkalkulation und die angebotene Konzeption von einem technischen Projektleiter überprüft. Im Zweifelsfall bzw. bei Unterschreiten interner Genehmigungsgrenzen wird die Geschäftsleitung involviert, welche über die weitere Vorgehensweise entscheidet. 3.1.6 Herstellungsrisiko Während der Projektphase werden bei der Baumann GmbH zu bestimmten Zeitpunkten die bis dahin aufgelaufenen Kosten mit den Soll-Werten der Vorkalkulation verglichen. Ferner werden Prognosen für den Projektendstand erstellt und wiederum mit den Sollwerten der Vorkalkulation verglichen. Es erfolgt ein engmaschiges Projektcontrolling. Bei signifikanten Abweichungen ist die Geschäftsleitung zu informieren, um einer möglichen Fehlentwicklung rechtzeitig gegensteuern zu können. 3.1.7 Forderungsausfälle Dem Forderungsausfallrisiko wird insbesondere durch Einholung von Bonitätsanfragen sowie ein konsequentes Mahnwesen Rechnung getragen. Die regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur ermöglicht eine laufende Überwachung des Risikos. Kritische Kunden sowie Kleinkunden ohne Auswirkung auf Folge- und Schwesterprojekte werden auf Vorauskasse umgestellt. Als weiteres Instrument zur Reduzierung des Ausfallrisikos dienen das Mittel der Anzahlungen vor Projektbeginn sowie der Abschluss einer Warenkreditversicherung für ausländische Kunden. Diese Warenkreditversicherung wird im Jahr 2024 von einem Gesamtmodell auf ein projektbezogenes Modell umgestellt. Hierbei sollen gezielt Großprojekte abgesichert werden, um zum einen den Fokus auf bestimmte Aufträge zu richten und zum anderen dem Faktor Kostenbewusstsein Rechnung zu tragen. 3.1.8 Volatilität von Energie- und Rohstoffpreisen Bei der derzeitigen energetischen Versorgungslage begegnet die Baumann GmbH dem Risiko des Versorgungsengpasses mit einem hauseigenen Energieeinsparungskonzept. Bezüglich der Umwelt- und Energieaktivitäten setzt die Baumann GmbH auch künftig auf nachhaltige Verbesserung der Umweltauswirkungen, sowohl zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt als auch zur Schonung der für die Betriebsabläufe nötigen Energien und Ressourcen. Durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess und ergebnisorientiertes Handeln sollen über das Engagement aller Mitarbeiter auf allen Ebenen die Qualität der Produkte permanent gesteigert und Umwelt- und Energieressourcen geschont werden. 3.1.9 Fremdwährungsrisiken Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken werden bei Bedarf entsprechende Devisentermingeschäfte über ein Kreditinstitut vorgenommen, sofern es in Ausnahmefällen nicht möglich war, auf Euro lautende Verträge mit Kunden und Lieferanten abzuschließen. 3.2 Gesamtbild der Risikolage Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten und der potenziellen finanziellen Auswirkungen der erläuterten Risiken wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwartet, dass Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft führen könnten. Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr haben sich nicht ergeben. 3.3 Chancenbericht Neue technologische und gesellschaftliche Trends bieten der Baumann GmbH gute Wachstumschancen. Insbesondere die fortschreitende Digitalisierung im Bereich Smart Factory sowie Industrie 4.0 bietet weitreichende Möglichkeiten. Aufgrund des starken Wachstums im Bereich der Elektromobilität bietet sich der Baumann GmbH die Chance, sich mit ihren Automationslösungen für vernetzte Produktions- und Steuerungsprozesse auf diesem Markt zu etablieren. Fortwährend verändernde Prozesse und gesetzliche Vorgaben bieten weitreichenden Möglichkeiten für die Gesellschaft, sich bei der Umstellung auf neue Technologien einzubringen und den Marktanteil auszubauen. Grundsätzlich besteht für das Unternehmen die Chance, insbesondere bei einer positiven Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds, durch steigende Nachfrage im Bereich Elektromobilität höhere Umsätze zu erzielen. Dies gilt insbesondere für die Regionen Europa, Asien sowie für den nordamerikanischen Markt. Bei einer stärkeren Expansion der Automobilmärkte kann die Baumann GmbH sowohl durch direkte Lieferungen in die Regionen als auch indirekt - über Automobilexporte aus Europa - profitieren. Hierzu ist im Laufe des Jahres 2024 der Ausbau der Kapazitäten der mexikanischen Tochter Vectralis S.A. geplant, um hiermit den nordamerikanischen Raum noch mehr Präsenz zu zeigen und den dortigen Wachstumsprognosen Rechnung zu tragen. Eine günstigere Entwicklung der Rohstoffpreise kann sich positiv auf die Materialkostenquote und damit auf die Margen des Konzerns auswirken. Die aktuelle Entwicklung der Energiepreise bietet für die Gesellschaft große Chancen im Bereich der Photovoltaikindustrie durch den Verkauf von Handlingsgeräten für Prozessanlagen. Des Weiteren bietet der Trend zur Lokalisierung der Halbleiterproduktion bedeutende Chancen durch den Verkauf von Handhabungsequipment für diverse Produktionsanlagen. 4. Prognosebericht 4.1 Wirtschaftliches Umfeld Die Frühindikatoren deuteten in Deutschland für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, teilweise auch Streiks. Alles in allem ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im ersten Quartal 2024 zurückgegangen und um 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal gesunken. Dies reichte auch weit in das zweite Quartal 2024 hinein. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der gerade begonnenen zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt soll das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr 2025 wird die Wirtschaftsleistung dann voraussichtlich um 1,5 % zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo-Konjunkturprognose vom Winter 2023 deutlich um 0,7 Prozentpunkte herabgesetzt und für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Anders als erwartet, befand sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. Die konjunkturelle Schwäche zum Jahresbeginn 2024 hat den Beschäftigungsaufbau verlangsamt und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem Jahr mit durchschnittlich 5,9 % um 0,2 Prozentpunkte höher liegen als noch im Jahr 2023. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,6 % zurückgehen. Die Inflationsrate in Deutschland wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9 % im vergangenen Jahr 2023 auf 2,3 % in diesem und 1,6 % im kommenden Jahr. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr mit 2,8 % und 2,2 % über der Gesamtinflationsrate liegen. Die Lohndynamik bleibt auch in 2024 noch spürbar, aber die Inflation wird im Sommer erstmals seit März 2021 unter die 2 %-Marke sinken. Jedoch halten teilweise noch signifikante Lohnanstiege vor allem bei den Dienstleistern den Preisdruck hoch. Gleichzeitig begrenzt die Unterauslastung derzeit eine Weitergabe durch die Unternehmen, so dass ein Druck auf die Gewinne entstehen dürfte. Auf die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank im Juni dürften in diesem Jahr noch zwei weitere Zinsschritte folgen. Sollte dies passieren wird es einen maßgeblichen Effekt auf die Konsum- und Industriekonjunktur haben. Eine steigende globale Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2024 sollte ebenfalls einen positiven Schub geben. Für den Euroraum geht die EU-Kommission und auch die führenden Wirtschaftsforscher von einem Wachstum für 2024 in Höhe von 0,8 % bis 1,0 % aus, das sich auch in 2025 fortsetzten wird. Getragen von der sinkenden Inflation, die seit dem Höchststand in 2022 nun in 2024 auf 2,7 % und im Folgejahr auf 2,2 % zurückgehen wird, entwickelt sich zuerst der private Konsum und trägt maßgeblich zum Wachstum bei. Eine hohe Erwerbs- und Beschäftigungsquote wirkt sich ebenso positiv aus wie die voraussichtliche Senkung der Zinsen. Da die Zinssenkung jedoch deutlich langsamer vonstattengeht als erwartet, wird sich das Investitionswachstum etwas abschwächen und somit zu weiteren Verzögerungen in den Projektrealisierungen führen. In den USA wird für das Jahr 2024 ein Wachstum von 2,2 % und für 2025 ein Anstieg um 1,8 % prognostiziert. Durch die rückläufige Inflation wird der private Konsum maßgeblich das Wachstum treiben und letztendlich auch zeitverzögert Auswirkungen haben auf die Investitionen. Diese dürften dann in der zweiten Jahreshälfte 2024 wieder zulegen, wobei ein zurückhaltender Kurs der Finanzpolitik hier etwas abschwächend wirken wird. Alle Prognosen der führenden Institute sind sich für 2024 und die Folgejahre einig hinsichtlich eines kontinuierlichen Wachstums der größten Volkswirtschaft der Welt und dass die USA diesen Titel auch in den kommenden Jahren gegenüber China verteidigen werden. In China wird für 2024 ein Wachstum von 4,8 % und für 2025 in Höhe von 4,2 % prognostiziert. Der verstärkte Lageraufbau seit Ende 2023 bis weit nach 2024 hinein wird die Nachfrage nach Industriegütern im zweiten Halbjahr 2024 nur sehr verhalten zulegen lassen. Weiterhin sind hohe Lebenshaltungskosten und eine stockende Nachfrage aus der Pandemiezeit noch immer spürbar. Auch dies führt dazu, dass die Importe nach China nur langsam steigen. Aufgrund des globalen Anstieges der Industrieproduktion dürften die chinesischen Exporte jedoch deutlich früher anziehen und somit die Beschäftigungsquote in China stabil hoch halten. Alles in allem dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt in den Jahren 2024 und 2025 um jeweils 2,5 % zulegen. Der Welthandel, der im Vorjahr zurückgegangen war, dürfte im laufenden Jahr um etwa 1,5 % und im kommenden Jahr um knapp 3 % steigen. Speziell für den Sektor Maschinenbau ist die Lage etwas differenzierter zu betrachten. Wie schon erwähnt ist das Wachstum für alle Wirtschaftsräume stark auf den privaten Konsum mit sinkender Inflation und stabil niedrigen Arbeitslosenquoten zurückzuführen. Durch die sukzessive Abschwächung der Investitionstätigkeit im ersten Halbjahr 2024 bleiben die Auftragseingänge bei den Anlagenbauern Monat für Monat hinter dem Jahr 2023 zurück und das reduziert die Auftragsbestände zunehmend. Der in 2023 erzielte hohe Auftragsbestand stützt die Produktion nicht mehr so wie im Vorjahr, sodass dies bis zum erneuten Anlaufen der Investitionen und damit der Auftragseingänge zuerst einen Rückgang im Bereich Maschinen und Anlagenbau von ca. -2 % bedeutet. Gemäß einiger aktueller Studien, die über das Jahr 2025 ff. hinausgehen richtet sich der Trend im Anlagenbau auf komplexe Pakete aus, die aus Maschine, Service und Software bestehen. Hoch digitalisiert, nachhaltig und ökologisch erzeugt sowie umfassend vernetzt präsentieren sich die Maschinenbaulösungen für die Zukunft, um in Richtung 2025 und der Folgejahre die Weichen wieder auf Wachstum zu stellen. 4.2 Prognose Aufgrund des immer noch andauernden Russland-Ukraine-Konflikts ist auch im Geschäftsjahr 2024 nicht mit einer deutlichen Entspannung der daraus resultierenden Wirtschaftsbedingungen zu rechnen. Zu erwarten ist eine andauernde Stagnation bzw. ein nur sehr minimales Wachstum der Gesamtwirtschaft, die jedoch nicht mehr derart stark unter dem Druck von Energie- und Rohstoffpreisen steht, aber dafür umso mehr politischen und geldmarktbedingten Faktoren ausgesetzt ist. Mögliche Auswirkungen sind Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur, weiterhin noch eher unattraktive Finanzierungsbedingungen, sowie eine anhaltend gehemmte und von Verschiebungen beeinflusste Investitionstätigkeit. Die weitere Zinsentwicklung sowie die Anlehnung der europäischen Geldpolitik an den Kurs der US-Notenbank wird entscheidend sein für den künftigen Verlauf der Investitionstätigkeit in Europa. Ein Rückgang unseres Auftragsvolumens aus dem ersten Halbjahr 2024 ist mittlerweile sichtbar, ist jedoch bis heute überwiegend auf die Verschiebung von Projekten und nicht auf generelle Ausfälle der Investitionen unserer Kunden zurückzuführen. Der Gesamtausblick auf 2024 ist weiterhin volatil, was im Wesentlichen der zögerlichen Investitionstätigkeit anzulasten ist. Diese wird maßgeblich bedingt durch ein weiterhin erhöhtes Zinsniveau sowie eine politische aber auch geopolitisch unsichere Gesamtsituation. Hier ist zum einen auf die Spannungen zwischen China und Taiwan sowie zum anderen auf die Präsidentschaftswahl in den USA zu verweisen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung - auf Basis des soliden Auftragsbestands Ende 2023 - mit einer stabilen Gesamtleistung ähnlich dem Vorjahr, wobei die Umsatzerlöse unter anderem stark von den Projektrealisierungen im 4. Quartal 2024 abhängen. Hier erwarten wir die Verumsatzung von Großprojekten, was für das Ergebnis der Gesellschaft ausschlaggebend sein wird. Durch die erwähnten Verschiebungen im Auftragseingang ist zum Jahresende 2024 mit einem reduzierten Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr zu rechnen. Im Laufe der ersten drei Quartale wird ein schrittweiser Abbau der Zeitkonten im Fokus stehen, um die Kapazitäten wieder vorzubereiten auf ein erwartetes stärkeres 4. Quartal 2024 sowie erstes Halbjahr 2025. In diesen Zeiträumen zeigt sich ein Wiedererstarken beim Auftragseingang sowohl durch verschobene Projekte wie auch Neuprojekte von Bestands- aber auch Neukunden. Die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist ähnlich dem Vorjahr, nur ohne den Sondereffekt der Abschreibung auf Forderungen. Daher wird sich das Ergebnis um diesen Effekt verbessern, immer unter der Prämisse, dass das Umsatzziel erreicht wird. Unter der Annahme einer weitestgehend gleichbleibenden wirtschaftlichen Gesamtsituation und auf Basis der aktuellen Planungen und Erkenntnisse sieht die Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken. Die von den Kunden kommunizierten Verschiebungen sind bereits eingesteuert und neu geplant, die freiwerdenden Kapazitäten werden entweder beim Kunden über Claims angesetzt, neu beplant oder teilweise zum Stundenabbau genutzt. Durch eine zunehmend breiter aufgestellte Kunden- und Produktbasis, das enorme Potential der Elektromobilität und Batterietechnik, sowie dem internationalen Tätigkeitsfeld sieht sich die Baumann GmbH für die Zukunft weiterhin sehr gut aufgestellt. Im 2. Quartal 2024 wurde die Betriebsstätte in Kamenz geschlossen. Die Mitarbeiter wurden in die Baumann GmbH integriert, alle laufenden und künftigen Projekte werden aus Amberg weiterverfolgt.
Amberg, den 9. August 2024 Baumann GmbH Oskar Baumann, Geschäftsführer Karl Ebnet, Geschäftsführer Alexander Dillinger, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Baumann GmbH, Amberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Baumann GmbH, Amberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baumann GmbH, Amberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 9. August 2024 DR.
KLEEBERG & PARTNER GMBH
Dr. Petersen, Wirtschaftsprüfer ppa. de la Paix, Wirtschaftsprüfer Feststellung Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 28. August 2024 festgestellt. Die am 28. August 2024 beschlossene Ergebnisverwendung entspricht dem Ergebnisverwendungsvorschlag. |
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