Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 20081
Eingetragen
28.3.1995
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauArchitekturbüros für HochbauRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Gegenstand
Durchführung von Hoch- und Tiefbauarbeiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ismet Buljevic
seit 13.9.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pro-Bau-GmbH

Eltville am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Firma Pro-Bau-GmbH ist seit 1994 spezialisiert auf Rohbauarbeiten überwiegend als Subunternehmer, für Baulohnleistungen und zum Teil auch in Komplettleistungen. Als leistungsstarkes Bauunternehmen betreut sie mittlere bis große Bauvorhaben überwiegend in der Metropolregion Rhein-Main (Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt etc.), aber auch über das Rhein-Main-Gebiet hinaus. Wenn es um den Rohbau geht, ist sie seit 30 Jahren für namhafte seriöse Bauträger, Architekten, Bauunternehmen und Bauherren tätig.

Die Projektgrößen reichen von mittleren Baumaßnahmen wie dem Rohbau von Mehrfamilienhäusern bis hin zum Neubau großer Wohnkomplexe, Gewerbebauten, Einkaufszentren, Hotels und Bürogebäuden.

Die Bauleiter und Poliere sorgen für eine termingetreue Durchführung der gewünschten Bauleistungen in guter Qualität. Eine straffe und effektive Organisation ermöglicht die Umsetzung der Projekte zu absolut wirtschaftlichen Konditionen.

Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung fallen nicht an, wie auch üblich bei Bauunternehmen.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Baubranche ist wie viele andere Branchen auch von den Problemen der zurzeit hohen Inflationsrate, schwankenden Energiepreisen und strukturellen Herausforderungen durch die Digitalisierung und den Fachkräftemangel beeinflusst. Die Inflationsrate von 5,9 Prozent im Jahr 2023, die zum Teil bei den Baumaterialien wesentlich höher liegt, beeinflusst die Investitionstätigkeit und Kaufentscheidungen der Kunden. Auch die weiterhin höheren Zinsverhältnisse gegenüber den früheren Jahren lassen die Branche nur schwer weiterwachsen. Im Jahr 2023 waren auch die Kosten für Energie und Rohstoffe nach wie vor hoch und stellen neben den weiteren Faktoren wie Arbeitskosten und auch wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein Risiko der Branche dar.

Geschäftsverlauf

Im Kalenderjahr 2023 lag eine sehr gute Auslastung vor, da im zweiten Halbjahr 2023 wider Erwarten noch neue Aufträge erzielt wurden. Somit konnten, wie in den Vorjahren, durch die Auftragsbestände von Großprojekten, die mit einem fast unveränderten Mitarbeiterbestand und die Vergabe an Drittunternehmen erbracht werden. Es wurde ein Umsatz von T€ 16.722 erzielt, der überwiegend durch die Abrechnung von mehrjährigen Großbaustellen geprägt war. Die Gesamtleistung stieg gegenüber dem Vorjahr von T€ 13.689 auf T€ 14.185 noch leicht an. Dem gegenüber sind auch die Fremdleistungen um T€ 183 = 2,6 % gestiegen. Der Jahresüberschuss beträgt T€ 964 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 218 erhöht.

Lage der Gesellschaft

Vermögenslage:

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich von T€ 2.463 um T€ 57 im Jahr 2023 auf T€ 2.406 verringert. Die Investitionstätigkeit bezog sich im Jahr 2023 im Wesentlichen auf Fahrzeuge (T€ 292) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 5).

Das Investitionsvolumen belief sich auf insgesamt T€ 299 (Vorjahr: T€ 310). Die getätigten Investitionen führen dazu, dass die Abschreibungen das Ergebnis i. H. v. T€ 151 (Vorjahr: T€ 167) gewinnmindernd beeinflusst haben.

Das Anlagevermögen ist zum Bilanzstichtag zu 100 % durch Eigenkapital gedeckt.

Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 469 vermindert, dem gegnüber haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 414 erhöht.

Die liquiden Mittel haben sich von T€ 957 auf T€ 980 in 2023 erhöht.

Das Eigenkapital hat sich von T€ 354 in 2022 auf T€ 518 erhöht. Der Anstieg des Eigenkapitals ist beeinflusst durch die Gewinnerhöhung. Die Eigenkapitalquote ist von 14,4 % in 2022 auf 21,5 % in 2023 gestiegen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich um T€ 91 auf T€ 476 erhöht. Im Wesentlichen durch Erhöhung der Rückstellungen durch Schadenersatzansprüche, für noch auszuführende Arbeiten und Reklamationen, sowie für noch fehlende Baustellennebenkosten.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt T€ 311 auf T€ 1.412.

Finanzlage:

Die Liquidität war und ist durch die vorhandenen Barmittel jederzeit gesichert. Kontokorrentkredite mussten im Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen werden.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Skontofristen und Fälligkeiten zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die getätigten Investitionen im Anlagevermögen sowie die Vorfinanzierung der Löhne und Zahlungen für Fremdleistungen wurden aus dem operativen Cash-Flow gedeckt, sämtliche fällige Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr fristgerecht gezahlt.

Ertragslage:

Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 148 auf T€ 16.722 erhöht. Dem gegenüber hat sich der Bestand der unfertigen Erzeugnisse auf T€ 2.537 vermindert. Die Gesamtleistung in 2023 beträgt T€ 14.185 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 496 = 3,63 % erhöht. Dem gegenüber sind die Fremdleistungen um T€ 183 gestiegen.

Der Rohertrag beträgt T€ 6.882 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 314 erhöht.

Der Personalaufwand hat sich insgesamt um T€ 62 auf T€ 4.683 verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von T€ 793 im Vorjahr auf T€ 770 verringert.

Das Jahresergebnis vor Steuern im Vorjahr hat sich von T€ 1.059 auf T€ 1.367 in 2023 erhöht. Korrespondierend hierzu hat sich der Ertragssteueraufwand auf T€ 403 (Vorjahr: T€ 313) erhöht. Der Jahresüberschuss hat sich von T€ 746 im Vorjahr auf T€ 964 erhöht.

Schwebende Verfahren und Risiken aus der Bautätigkeit sind vollständig wertberichtigt bzw. in den Rückstellungen berücksichtigt. Durch Rechtsstreitigkeiten sehe ich derzeit ebenfalls keine weiteren Risiken auf das Unternehmen zukommen. Außer den in der Bauwirtschaft üblichen Bürgschaftsverpflichtungen, für Vertragserfüllungen und Gewährleistungen aus Bauverträgen bestehen nur kurzfristige Verbindlichkeiten. Ausreichende liquide Mittel stehen der Gesellschaft zur Verfügung.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung die erfreulichen Entwicklungen der Geschäftsjahre 2019 bis 2023 als außergewöhnlich gute Ausnahmejahre an.

Die Personalentwicklung mit 128 Mitarbeitern (Vorjahr 132) im Durchschnitt 2023 ist gegenüber dem Vorjahr geringfügig zurück gegangen.

III. Prognosebericht

Bisher ist die Gesellschaft erfreulicherweise, wie in den Vorjahren von größeren Belastungen durch die derzeitigen Krisen durch ihre Leistungsstärke und durch die breite Streuung der Kundschaft, da sie nicht von einem Auftraggeber abhängig ist verschont geblieben, sicher auch bedingt durch das durchgängige Umsetzen von Arbeitsschutzmaßnahmen. Es sind jedoch die Auswirkungen der negativen Einflüsse durch den Ukraine-Konflikt mit den Preissteigerungen, der erhöhten Inflationsrate und dem Zinsanstieg zu erkennen.

Die wirtschaftliche Entwicklung der regionalen Bauwirtschaft in 2024 wird abhängig sein von den Faktoren des Fachkräftemangels, der Energie- und Rohstoffpreise, der Inlandsnachfrage und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die nachhaltige Rückkehr privater Investoren ist durch die nach wie vor hohen Baukosten und Zinsen derzeit noch ungewiss. Das hessische Bauhauptgewerbe hat im ersten Halbjahr 2024 4,9 Prozent weniger baugewerblichen Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum, wobei beim Wohnungsbau der stärkste Rückgang zu verzeichnen war mit 12,1 Prozent. Die Auftragslage entwickelte sich hingegen im ersten Halbjahr 2024 abgeschwächt gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft geht für das Jahr 2024 weiterhin von einer Vollauslastung aus. Für das Jahr 2025 wird aufgrund der oben genannten Risikofaktoren zur Zeit von einem Umsatzrückgang ausgegangen. Es besteht eine guute Barliquidität und ein laufend positiver Cash-Flow. Die Gesellschaft genießt nach wie vor einen guten Ruf am Markt für fachliche und termingerechte Leistungen für Großprojekte, wodurch bedingt durch die Marktlage für die kommenden Jahre mit einem abgeschwächten Auftragsbestand zu rechnen.

Die Pro-Bau-GmbH geht mit derzeitigem Kenntnisstand daher trotz der Risiken optimistisch in das neue Geschäftsjahr. Für das Geschäftsjahr 2025 wird mit einem Umsatzrückgang gerechnet, der sich auch im Ergebnis wiederspiegeln wird. Dies sollte auch weiterhin zu keinen wesentlichen Auswirkungen für die Mitarbeiter führen, da dies durch die geringe Vergabe von Fremdleistungen unternehmerisch abgefangen werden kann.

Bestandsgefährdende und existenzbedrohende Auswirkungen für das Unternehmen durch die derzeitigen Risiken und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen der Gesamtkonjunktur sehe ich aufrund der Flexibilität mit der Anpassung an die Situation und der geringeren Overheadkosten weiterhin nicht.

IV. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Geschäftsführung hat seit mehreren Jahren planbare Vorkehrungen für ein Risikomanagement getroffen, um eintretende Risiken auf Grund von Auftragsrückgängen frühzeitig erkennen zu können.

Im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten ist der Unternehmer immer Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Echte Risiken resultieren aus nicht planbaren Ereignissen, die sowohl Gefährdung als auch Chancen mit sich bringen können. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen.

Hierbei sind nach meiner Überzeugung die noch kommenden nicht hinreichend vorhersehbaren wirtschaftlichen Auswirkungen, Herausforderungen durch die wirtschaftliche Stagnation bedingt durch den Ukraine-Konflikt und deren Folgen mit Preis- und Zinsanstieg gegenüber den Vorjahren als Risiken zu benennen. Wie der seit Jahren anhaltende Fachkräftemangel und die ab 2022 ungewöhnlich rasanten Preissteigerungen bei relevanten Baustoffen wie Holz, Mineralölerzeugnissen und Baustahl, die das weitere Baugeschehen nicht unerheblich verteuern und beeinträchtigen können.

Von den Krisen der letzten 4 Jahre ist das Unternehmen bisher weitestgehend verschont geblieben, allerdings kann diese Aussage nur zum heutigen Datum getroffen werden. Das weitere Ausmaß der Marktkrisen ist nur schwierig zu beurteilen und nicht vorhersehbar. Es sind Auftragsrückgänge für 2025 und Folgejahre zu erwarten. Die Mitarbeiter können bisher planmäßig weitestgehend, eventuell unter Inanspruchnahme von Kurzarbeit im Baugewerbe, weiterbeschäftigt werden. Es ist z. Zt. nicht vorhersehbar, ob dies im vollen Umfang und in Zukunft gegeben und gewährleistet ist, wenn keine Besserung eintritt.

Ein weiteres Risiko ist natürlich, dass Auftraggeber ihre Aufträge nicht wie gewohnt anweisen können, da sie ihrerseits Umsatzeinbußen durch die o.a. Krisen erlitten haben.

Chancen durch die derzeitigen Krisen und Risiken können sich aber auch ergeben. Zum einen ist es möglich, dass Fachpersonal auf den Arbeitsmarkt gelangt, welches zuvor bei Firmen beschäftigt war, die die Krise nicht überstanden haben bzw. Personal abbauen mussten. Eine andere Chance bietet die Tatsache, dass sich die Baubranche in dieser Krise als beständig erwiesen hat und der Arbeitsplatz stets sicher war. Dies kann für die Berufswahl, egal ob für eine Ausbildung oder eine Umschulung, ein entscheidender Vorteil sein und mehr Fachkräfte auf den Markt bringen.

Durch den guten Ruf der Gesellschaft auf Grund des Preis-Leistungsverhältnisses, der Leistungsfähigkeit, Einhaltung der Terminvereinbarungen, dem Arbeitskräftemangel zum Teil bei den Auftraggebern und durch das schnelle Reagieren auf Markt- und Auftragsveränderungen sowie der straffen und direkten Führung mit geringen Overheadkosten kann die Pro-Bau-GmbH von einer positiven Prognose für das Fortbestehen ihrer Unternehmenstätigkeit ausgehen.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Eltville/Rhein, den 20. September 2024

gez.: Ismet Buljevic, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 393.109,22 425.246,08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 2,00
II. Sachanlagen 393.108,22 425.244,08
1. technische Anlagen und Maschinen 9.791,00 28.230,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 383.317,22 397.014,08
B. Umlaufvermögen 2.006.283,72 2.031.730,36
I. Vorräte 93.742,72 562.783,60
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.603.257,28 8.671.516,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 933.017,14 512.252,24
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 979.523,86 956.694,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.441,00 6.180,00
Aktiva 2.405.833,94 2.463.156,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 518.188,57 354.269,32
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Bilanzgewinn 492.623,98 328.704,73
B. Rückstellungen 475.785,00 384.320,00
C. Verbindlichkeiten 1.411.860,37 1.722.721,12
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 589.000,00 552.187,50
2. sonstige Verbindlichkeiten 822.860,37 1.170.533,62
D. Passive latente Steuern 0,00 1.846,00
Passiva 2.405.833,94 2.463.156,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.970.621,22 6.764.044,97
2. Personalaufwand 4.683.291,31 4.745.789,16
a) Löhne und Gehälter 3.079.583,41 3.119.679,17
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.603.707,90 1.626.109,99
davon für Altersversorgung 10.263,12 10.263,12
3. Abschreibungen 150.558,27 167.123,52
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 150.558,27 167.123,52
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 758.614,31 781.049,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 345,11 646,96
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 105,76
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 403.389,92 312.915,92
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.846,00 2.057,00
8. Ergebnis nach Steuern 975.112,52 757.708,57
9. sonstige Steuern 11.193,27 11.821,00
10. Jahresüberschuss 963.919,25 745.887,57
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 128.704,73 82.817,16
12. Ausschüttung 600.000,00 500.000,00
13. Bilanzgewinn 492.623,98 328.704,73

Anhang

Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

- Firma: Pro-Bau-GmbH
- Sitz: Eltville am Rhein
- Registergericht: Amtsgericht Wiesbaden, HRB 20081

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der PRO-BAU-GMBH zum 31.12.2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Rechtsfolgen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sind seit dem Geschäftsjahr 2020 eingetreten.

Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind unverändert zum Vorjahr. Bei der Position erhaltene Anzahlungen handelt es sich um Abschlagszahlungen für unfertige Bauleistungen, die bei den Vorräten auf der Aktivseite in der Bilanz offen abgesetzt wurden. Erhaltene Zahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen wurden in Höhe von T€ 285 unter Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die berechneten Teilleistungen aus Werkleistungsverträgen wurden jeweils als Aufwand für bezogene Fremdleistungen verbucht.

In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung ist zu jedem Posten der entsprechende Wert des vorhergehenden Geschäftsjahres angegeben.

Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet worden.

Bewertungsmethoden

Bilanzidentität

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit der Schlussbilanz des vorangehenden Geschäftsjahres überein.

Going-Concern

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen auch tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen.

Bewertung

Die angewandten Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich an den handelsrechtlichen Bestimmungen. Soweit zulässig wurden steuerrechtliche Regelungen mitberücksichtigt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Vorsichtsprinzip

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Periodenabgrenzung

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden.

Bewertungsstetigkeit

Die im vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.

Einzelne Posten sind wie folgt bewertet worden:

Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde zu Anschaffungskosten vorgenommen. Diese wurden um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu € 800,00 werden als Bewertungseinheit voll abgeschrieben.

Die Vorräte (unfertige Leistungen/unfertige Erzeugnisse) sind zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellkosten bewertet. In den Herstellkosten sind neben den direkt verrechenbaren Kosten auch Zuschläge für Gemeinkosten enthalten.

Die erhaltenen Anzahlungen für diese unfertigen Leistungen wurden zum 31.12.2023 offen auf der Aktivseite bei den Vorräten abgesetzt. Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen wurden unter Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Das allgemeine Keditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Pauschal- und Einzelwertberichtigung berücksichtigt.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnugsabgrenzungsposten beinhalten Zahlungen von Betriebsausgaben vor dem 31.12.2023, soweit diese Aufwendungen den Folgezeitraum betreffen.

Das gezeichnete Kapital und der Bilanzgewinn sind zum Nominalbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach dem Erkenntnisstand alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Übrige Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Nenn- bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wurde gemäß § 284 Abs. 3 HGB in der Bruttodarstellung in einem Anlagegitter als Anlage zum Anhang dargestellt. Die Beträge in der Spalte "Zugänge" der kumulierten Abschreibungen entsprechen den Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Vorräte: T€ 94 (Vorjahr: T€ 563)
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen T€ 6.697
abzügl. erhaltene Anzahlungen - T€ 6.603
T€ 94

Die erhaltenen Anzahlungen wurden bis auf die Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen zum 31.12.2023 offen abgesetzt.

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um noch nicht fertiggestellte Baustellen.

Die Bewertung erfolgte nach den Herstellungskosten, wobei die Herstellungskosten nach den erbrachten Leistungen auf der Basis der Abschlagsrechnungen durch Abschläge für Gewinn- und Vertriebskosten ermittelt wurden.

Die Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 HGB ergeben sich aus den vorstehenden Beträgen der unfertigen Leistungen und erhaltenen Anzahlungen für diese Leistungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: T€ 933 (Vorjahr: T€ 512)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: T€ 0 (Vorjahr: T€ 2)

Die Gesellschaft gewährte ein Personaldarlehen mit einem Stand zum 31.12.2023 in Höhe von € 3.900,00. Das Darlehen wird mit 3 % verzinst, ist nicht besichert und planmäßig in 2024 zu tilgen.

Bilanzgewinn:

Im Bilanzgewinn zum 31.12.2023 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von T€ 129 enthalten.

Sonstige Rückstellungen: T€ 476 (Vorjahr: T€ 384)

Die Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

T€
Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Baustellennebenkosten 145
Gewährleistungen und Reklamationen 142
Schadenersatzansprüche und Beseitigung 60
Personalkosten 62
Prozesskosten 20
Sonstige 47
476

Für noch nicht abgerechnete Baustellennebenkosten einschl. Geräte und Schalungsgesetllungen sind auf Grund fehlender Abrechnungen der hohen unfertigen Leistungen Rückstellungen in Höhe von T€ 145 zu bilden.

Für die bereits in 2023 und zum Teil in Vorjahren erbrachten Leistungen sind für Reklamationen und Nacharbeiten der Kunden lt. Einzelaufstellung, die zum Teil im 1. Halbjahr 2024 erbracht werden, Rückstellungen in Höhe von T€ 142 zu bilden.

Davon sind zur Abdeckung des Risikos für Garantieleistungen eine Rückstellung in Höhe von 0,5% des Umsatzes des letzten Halbjahres = T€ 42 gebildet. Die Gesellschaft muss aufgrund der Werkverträge Ihren Kunden zwischen 2 und 5 Jahren Garantie für diese Leistungen gewähren. Diese Ansprüche sind abgesichert durch Bankbürgschaften und Kautionsversicherungen. Weiterhin sind für die Reklamation wegen Mängel an einem Objekt eine Rückstellung in Höhe von T€ 100 gebildet. Außerdem sind zur Schadensbeseitigung eines Lagerplatzes Kosten in Höhe von T€ 60 anzusetzen.

Die Entwicklung der Vorjahre und 2023 macht es notwendig, die Rückstellung in der nachgewiesenen Höhe zu bilden.

Verbindlichkeiten: T€ 1.412 (Vorjahr: T€ 1.723)

- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: T€ 1.412 (Vorjahr: T€ 1.723)

- davon mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre: T€ 0 (Vorjahr: T€ 0)

- davon besichert: T€ 0 (Vorjahr: T€ 0)

- davon gegenüber Gesellschafter-Geschäftsführer: T€ 589 (Vorjahr: T€ 552)

- davon aus Steuern: T€ 0(Vorjahr T€ 258)

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: T€ 25 (Vorjahr T€ 0)

Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit über 1 Jahr bestehen keine.

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Werkleistungen, für die noch keine Leistungen in 2023 erfolgt sind.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter-Geschäftsführer sind kurzfristig zinslos, nicht besichert und sind bis August 2024 zu tilgen.

Latente Steuern:

Die passiven latenten Steuern betreffen Sonderabschreibungen, die nur in der Steuerbilanz vorgenommen worden sind. Es wurde ein Steuersatz von 30% zu Grunde gelegt. Sie wurden im Berichtsjahr in Höhe von € 1.846,00 durch Verbrauch komplett aufgelöst.

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Es bestehen nur branchenübliche Gewährleistungsverträge, die nicht ausweispflichtig sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 135 (Vorjahr T€ 242) und beinhaltet Mietverträge mit einer Laufzeit von längstens 12 Monaten, wofür aber Verlängerungsmöglichkeiten gegeben sind.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse/Gesamtleistung

Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr in 2023 um T€ 496 gestiegen und beträgt T€ 14.185, Vorjahr T€ 13.689, davon Verringerung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen T€ 348 gegenüber T€ 2.886 im Vorjahr.

Sonstige betriebliche Erträge T€ 89

- davon periodenfremde Erträge: T€ 45

Materialaufwand

Der Materialaufwand, davon fast ausschließlich Aufwendungen für bezogende Fremdleistungen, beträgt T€ 7.303 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 182 erhöht. Die berechneten Teilleistungen sind jeweils in den Aufwendungen als Aufwand ausgewiesen.

Personalkosten

Die Personalkosten im Gesamtbetrag von T€ 4.683 (Vorjahr T€ 4.746) sind unwesentlich durch geringere Mitarbeiter zurückgegangen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 770 (Vorjahr T€ 793) und enthaltenen im Wesentlichen die Aufwendungen Mieten und Raumkosten, Kraftfahrzeugkosten, Baustellennebenkosten, Versicherungen und Beiträge.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steueraufwendungen von T€ 403 betreffen das Kalenderjahr 2023.

Sonstige Angaben

Ergebnisverwendung:

In 2023 erfolgte aus dem vorläufigen Jahresüberschuss 2023 bereits eine Vorabausschüttung von T€ 600.

Geschäftsführer in 2023:

Ismet Buljevic, Kaufmann

Auf die gesonderten Angaben über die Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Bilanzgewinn:

Über die weitere Verwendung des Bilanzgewinns wird in der Gesellschafterversammlung entschieden.

Mitarbeiteranzahl:

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug 128 ohne Geschäftsführer.

Nachtragsbericht:

Vorgänge von besonderer Bedeutung durch Auftragsrückgang, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich bisher nicht in den betriebswirtschaftlichen Ergebnissen niedergeschlagen. Der allgemeine Rückgang der Bauwirtschaft hat daher auf den Geschäftsverlauf z. Zt. noch keine größeren Auswirkungen, trotzdem sind die Auftragseingänge rückläufig. Verbunden mit dem Zinsanstieg werden diese Faktoren aber ab 2025 zu Umsatz- und Gewinnrückgängen führen, die aber durch die Struktur des Unternehmens, wenn keine weiteren unvorhersehbaren Beeinträchtigungen eintreten, zu keiner Betriebsgefährdung führen dürften.

 

Eltville/Rhein, den 20. September 2024

Pro-Bau-GmbH

gez.: Ismet Buljevic, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.099,00 0,00 999,00 5.100,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 126.700,00 0,00 0,00 126.700,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 836.589,72 298.804,41 273.336,67 862.057,46
963.289,72 298.804,41 273.336,67 988.757,46
969.388,72 298.804,41 274.335,67 993.857,46
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.097,00 0,00 998,00 5.099,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 98.470,00 18.439,00 0,00 116.909,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 439.575,64 132.119,27 92.954,67 478.740,24
538.045,64 150.558,27 92.954,67 595.649,24
544.142,64 150.558,27 93.952,67 600.748,24
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 2,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.791,00 28.230,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 383.317,22 397.014,08
393.108,22 425.244,08
393.109,22 425.246,08

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pro-Bau-GmbH, Eltville am Rhein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pro-Bau-GmbH, Eltville am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pro-Bau-GmbH, Eltville am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wiesbaden, 28. November 2024

Muth & Reich GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez.: Muth, Wirtschaftsprüfer

gez.: Reich, Wirtschaftsprüfer

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