Stammdaten

Register
Amtsgericht Bayreuth HRB 5493
Vorher
flatex beta GmbH
Eingetragen
9.2.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: ist (1) a) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), b) die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungs-kanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung), c) die Errichtung und das Betreiben von interaktiven Onlineangeboten zur Kommunikation registrierter Nutzer über Themen der Volks- und Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Finanzen und Wirtschaft, Wertpapierhandel und Börse, d) das Betreiben von Internetportalen zur Veröffentlichung von Informationen über Kapitalmärkte und Finanzinstrumente.

Historie

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Management

NameRolle
Robert Ulm
seit 6.9.2016
Prokura
Benon Dr. Janos
seit 6.9.2016
Geschäftsführer
David Pieschel
seit 6.9.2016
Prokura
Niklas Jens Helmreich
seit 15.10.2014
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

flatex GmbH

Kulmbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht

der
flatex GmbH
für das Geschäftsjahr 2016

A. Wirtschaftsbericht

I. Deutsche Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo in 2016 gesteigert. Der Anstieg des deutschen BIP beträgt 1,9 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahreswachstum: 1,7 %). Das Wirtschaftswachstum im Mehrjahresvergleich kann somit als solide und stetig bezeichnetwerden. Wesentliche Treiber der Entwicklung sind im Inland zu finden - die privaten und staatlichen Konsumausgaben trugen mit 2,0 % bzw. 4,2 % besonders stark zum Wachstum bei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Verbraucherpreisindex um 1,8 % angestiegen, so dass die Umsatzerlöse eine tendenziell korrespondierende Entwicklung verzeichneten.

Auch für das laufende Jahr sind die Ökonomen optimistisch was die Konjunkturentwicklung angeht. Vor allem der Konsum stützt das Wachstum, dank der weiterhin niedrigen Arbeitslosigkeit und der steigenden Löhne. Die niedrigen Zinsen unterstützen die Investitionen.

II. Gesamtwirtschaftliche Situation

Im Bereich der Devisenmärkte startete das Geschäftsjahr 2016 mit Kursrückgängen an den chinesischen Aktienmärkten sowie Kapitalabflüssen aus der chinesischen Wirtschaft. Aufgrund der Abschwächung des Yens kam es auf den weltweiten Finanzmärkten zu hohen Kursverlusten, steigender Aktienkursvolatilität und erhöhten Renditedifferenzen von Anleihen. Erst chinesische Interventionen im Jahresverlauf konnte diese Entwicklung aufhalten. Durch den erwarteten Beschluss der OPEC-fördernden Länder zur Kürzung der Fördermengen konnte sich der sich der Ölpreis zum Jahresende auf 56,82 US-Dollar festigen. Die ausbleibende positive Wirkung des bis dato gesunkenen Indizes auf die Weltwirtschaft ist daher im laufenden Konjunkturzyklus ausgeblieben.

Die Geldpolitik in den Industrieländern blieb wie im Vorjahr expansiv ausgerichtet. Erstmals seit Jahren hob die amerikanische Notenbank den Leitzins leicht auf 0,63 % an, während die EZB ihren Leitzins auf 0% und den Einlagezinssatz auf - 0,4% festsetzte. Bei einer weiteren Erhöhung des Volumens der monatlichen Anleihekäufe kündigte die EZB darüber hinaus an, ab Juni 2016 langfristige Refinanzierungsgeschäfte einzuführen, die eine Laufzeit von vier Jahren haben. Infolgedessen zeigte die Kreditvergabe an Unternehmen Erholungstendenzen, die zunehmend breiter angelegt sind. Auch wenn in Italien und Spanien die Entwicklung der Unternehmenskredite noch abwärtsgerichtet war, so hat sich der Abwärtstrend deutlich verlangsamt. In Frankreich und Deutschland war die Entwicklung in der Tendenz aufwärtsgerichtet, blieb aber aufgrund der weiterhin gedämpften Investitionstätigkeit auch hier verhalten. Außerdem konnte ein großer Teil des Gesamtfinanzierungsbedarfs der deutschen Unternehmen aus erwirtschafteten Eigenmitteln bestritten werden, oder die Unternehmen griffen weiterhin auch auf alternative Finanzierungsquellen wie den Kapitalmarkt zurück. Damit setzte sich eine Tendenz fort, die bereits seit einigen Jahren zu beobachten ist.

Ölpreis, Devisenmärkte und Geldpolitik haben unmittelbare Auswirkungen auf das Tradingverhalten und die Risikobereitschaft der Kunden, die ihre Geschäfte über die Handelssysteme der flatex abwickeln.

Die Konjunktur innerhalb der Euro-Zone setzt im Geschäftsjahr 2016 ihren Kurs der Erholung fort. Die Wirtschaftsleistung in den 19 EU-Ländern stieg im Durchschnitt um 1,7 %. Die deutsche Konjunktur hat den moderaten Wachstumskurs der Vorjahre ebenfalls fortgesetzt.

Außenwirtschaftliches Schlüsselereignis im Geschäftsjahr 2016 war das Votum der wahlberechtigten Bürger zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Die hieraus resultierende Verunsicherung an den Kapitalmärkten führte am 27. Juni 2016 neben starken Kursschwankungen auch zu Rekordhandelsumsätzen, so dass die IT-Systeme der Banken und Finanzdienstleister unter Volllast arbeiten mussten. An der Börse Stuttgart war das Themenzertifikat "EU Referendum" das zweitmeist gehandelte Underlying nach dem DAX bei Knock-Out-Produkten. Einen ähnlichen, wenngleich schwächeren Effekt hatte der überraschende Ausgang der US-Wahl des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika im November des Jahres.

Das Anziehen der Inflationsrate aufgrund des steigenden Ölpreises, das weiterhin schwache Niveau der Gesamtinvestitionen in der Euro-Zone im 10-Jahres-Vergleich, die Folgen des Brexits und die Unsicherheit über die Handelspolitik der USA sowie innenpolitisch destabilisierende Ereignisse wie terroristische Anschläge stellen Konjunkturrisiken dar, die die Gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2017 stark beeinflussen können. Eine Erhöhung der Leitzinsen zur Eindämmung der expansiven Geldpolitik aufgrund des weiterhin noch zu geringen Wachstums der europäischen Wirtschaftsleistung ist für das Jahr 2017 weiterhin nur in äußerst begrenztem Umfang zu erwarten.

III. Finanzmärkte

Das Geschäftsjahr 2016 war erneut durch Markt und Konjunkturunsicherheiten geprägt. In den großen Volkswirtschaften, so auch in Deutschland, blieb die Konjunktur jedoch recht robust. Der wichtigste inländische Börsenindex "DAX" konnte die anhaltend positive Entwicklung der Vorjahre im Stichtagsvergleich fortsetzen und stieg von 10.486 Punkten zum Vorjahresultimo auf 11.481 Punkte zum 31. Dezember 2016 (+ 9,5 %). Der MDAX notierte auf Jahresbasis um 7,5 % höher und schloss das Börsenjahr 2016 bei 22.189 Punkten. Der Dow Jones schloss in 2016 mit einem deutlichen Plus von 13,5 %, der S & P-500 konnte um 9,8 % zulegen und der Nasdaq verzeichnete ein Plus von 20,3 %.

B. Entwicklung der Gesellschaft

I. Geschäftsverlauf

Das Unternehmen hat sich als vertraglich gebundener Vermittler der biw gemäß § 2 Abs. 10 KWG auf die Abschlussvermittlung und in diesem Zusammenhang auf das beratungslose Wertpapiergeschäft spezialisiert und wendet sich dabei an aktive, gut informierte Trader und Investoren, die eigenverantwortlich handeln und anlegen. Das Angebot erstreckt sich über alle Wertpapierarten mit Handelsmöglichkeiten an allen deutschen und vielen internationalen Börsen sowie über den außerbörslichen Direkthandel, den CFD- und FX-Handel (Devisen- oder Währungshandel). Das Angebot zeichnet sich durch ein günstiges Preismodell aus, verbunden mit der Fokussierung auf einen kundenorientierten Service. Die Konto- und Depotführung der flatex- Kunden erfolgt bei der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG, Wil-lich, die bis 31. Dezember 2015 Mitglied im Deutschen Einlagensicherungsfonds war. Die flatex GmbH handelt bei der Vermittlung von Finanzinstrumenten als vertraglich gebundener Vermittler nach § 2 Absatz 10 KWG für die biw AG, die dadurch als Haftungsdach rechtlicher Vertragspartner wird.

Mit dem neuen Kooperationspartner Zinspilot können flatex-Kunden ab Januar 2016 über ihre flatex-Webfiliale Tages- und Festgeldangebote vieler verschiedener Banken nutzen und sich so dauerhaft attraktive Zinsen sichern.

Als weitere Produktinnovation führte flatex den "flex-Kredit" im März 2016 ein, der als Alternative zum teuren Dispokredit, schnell und unkompliziert finanzielle Freiheiten schafft. Ohne separaten Kreditantrag wird die Kreditlinie des Kunden automatisch schnell und unkompliziert auf bis zu 25k€ mit einem Garantiezins von 3,9% p.a. bereitgestellt. Daraus ergeben sich für den Konzern positive Effekte im Bereich Refinanzierung und der Einlagenverwendung.

Morgan Stanley steigt mit flatex als Kooperationspartner in den deutschen Markt für Derivate und Optionsscheine ein und wird zum Selectpartner bei flatex, d.h. außerbörslicher Direkthandel ausgewählter Produkte zum Dauer-Nulltarif. Weiterhin bestehen noch vierweitere Premiumpartnerschaften mit namhaften Emittenten für ausgesuchte Wertpapiere für günstige 3,90 EUR Ordergebühr.

Die Wirtschaftswoche, ein Magazin der Verlagsgruppe Handelsblatt, erteilte flatex im Jahr 2016 die Auszeichnung "TOP Online Broker". Besonders gute Bewertungen erhielt die Gesellschaft in den Kategorien Fonds & ETFs, Anleihen und Kundenservice, sowie Bestnoten in der Kundenumfrage des DKI. Das Handelsblatt zeichnete flatex mit dem Siegel "Bester Online-Broker" zum 4. Mal in Folge aus und auch Stiftung Warentest beurteilte die Konditionen des Onlinebrokers in seinem "Finanztest", in dem Test "Depotkosten" der Ausgabe 12/2016.

Weiterhin landete flatex bei dem Onlinebrokervergleich der Euro am Sonntag auf Platz 1. Bei diesem Testvergleich wurden 10 Online Broker auf Konditionen, Angebot und Komfort, Transparenz und Kundendienst geprüft.

Die Anzahl der Kunden konnte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 17 % auf 175.636 gesteigert werden. Bei flatex Deutschland sind dies derzeit 158.964 und bei flatex Österreich 16.672 Kunden.

Beim betreuten Kundenvermögen konnte man einen Anstieg um 26 % verzeichnen von 5.117 Mio. EUR auf 6.425 Mio. EUR.

Die Transaktionszahlen stiegen gegenüber 2015 von 7.120.573 auf 7.124.789 Orders (Deutschland 6.483.155 Orders, Österreich 641.634 Orders).

Die flatex GmbH hat ihren Stammsitz in Kulmbach (Bayern).

Die flatex GmbH ist unter der Internetadresse www.flatex.at auf dem österreichischen Markt aktiv.

II. Personal

Geschäftsführer der flatex GmbH sind Niklas Helmreich und Dr. Benon Janos.

Dr. Benon Janos wurde am 06.09.2016 zum Geschäftsführer bestellt.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine Assistenz der Geschäftsleitung eingestellt, weitere 9 Mitarbeiter haben aufgrund von Umstrukturierungen aus anderen Konzernunternehmen zu der flatex GmbH gewechselt.

Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 26 Mitarbeiter, exklusiv der Geschäftsführer.

C. Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage

Die flatex GmbH erzielte ein Ergebnis von TEUR 7.400 vor Gewinnabführung gegenüber TEUR 15.533 im Geschäftsjahr 2015. Der Gewinn wurde gemäß dem Beherrschungs- und Gewinn-abführungsvertrages an die FinTech Group AG ausgeschüttet.

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2016 bei TEUR 18.276 (Vorjahr TEUR 25.768). Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert aus der im Vorjahr erzielten anteiligen Vermittlungsprovision von TEUR 10.000. Der im Vorjahr gebildete passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von TEUR 2.022 ertragswirksam aufgelöst.

Folgende Erträge wurden in den einzelnen Geschäftsbereichen erzielt:

2016 2015
Online-Brokerage 100,0% 18.276.106,61 € 99,3% 25.577.887,87 €
Private Banking - Fondsvertrieb 0,0%   0,7% 190.531,48 €
Summe   18.276.106,61 €   25.768.419,35 €

Die Assets under Administration zum 31.12.2016 betrugen 6.425 Mio. EUR.

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen von TEUR 3.872 (Vorjahr TEUR 0) werden im Wesentlichen die Konzernumlage von TEUR 2.634 sowie weiteren gruppeninterne Aufwendungen ausgewiesen. Der Ausweis erfolgte im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die Personalaufwendungen lagen bei TEUR 1.532 (Vorjahr TEUR 1.252). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 5.498 (Vorjahr TEUR 8.899). Diese beinhalten größtenteils Werbe- und Messekosten, Kosten für und Börsen- und Informationsdienste sowie Rechts- und Beratungskosten.

II. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 6.781 (Vorjahr TEUR 7.777). Bei einem Eigenkapital von TEUR 324 (Vorjahr TEUR 324) liegt die Eigenkapitalquote bei 4,8 % (Vorjahr 4,2 %). Bankverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Wesentliche Posten der Aktivseite sind liquide oder liquiditätsähnliche Mittel wie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 5.077 (Vorjahr TEUR 6.107) und Kontoguthaben (TEUR 454, Vorjahr TEUR 918).

Das gezeichnete Kapital der flatex GmbH beläuft sich zum 31.12.2016 auf EUR 200.000,00. Zuzüglich der Kapitalrücklage von EUR 123.646,77 beläuft sich das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2016 auf EUR 323.646,77.

Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr von TEUR 431 auf TEUR 183 gesunken. Darunter sind Personalrückstellungen (TEUR 25), Jahresabschlusskosten und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 59) sowie Urlaubsansprüche (TEUR 22) enthalten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch deutlich höhere Bestände auf den Cashkonten gedeckt. Langfristige Verbindlichkeiten bestanden zu keinem Zeitpunkt des Geschäftsjahres.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen die über einen Zeitraum von insgesamt drei Jahren abgegrenzten Vermittlungsgebühren der Commerzbank, die erst in den Geschäftsjahren 2017 bis 2018 pro rata temporis ertragswirksam aufgelöst werden.

III. Finanzlage

Einen Überblick über den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflow gibt - ausgehend vom Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung - die Kapitalflussrechnung:

01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
TEUR TEUR
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 7.400 15.533
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit    
+/- Abschreibungen, Wertberichtigungen (Zuschreibungen) auf Sach- und Finanzanlagen 395 218
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 0
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen von Finanzanlagen 0 0
+/- Veränderungen der Rückstellungen -248 23
Zwischensumme 7.547 15.774
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile    
-/+ Forderungen und sonstige Aktiva 960 -4.129
+/- Verbindlichkeiten und sonstige Passiva -4.577 131
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.930 11.776
+ Einzahlungen aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 18 12
- Auszahlungen für Anlageinvestitionen -850 -314
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -832 -302
+/- Eigenkapitaleinzahlungen/Eigenkapitalrückzahlungen 0 0
- Ergebnisabführung an die FinTech Group AG -3.563 -15.533
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.563 -15.533
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -465 -4.059
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 918 4.977
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 453 918

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft warwährend des gesamten Geschäftsjahres gesichert und ist aufgrund der aktuellen Kapitalausstattung sowie des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft FinTech Group AG auch mittel- bis langfristig gewährleistet.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Das Risikomanagement in seiner Gesamtheit hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in systematisch geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Informationen über Risiken mit bestandsgefährdendem Charakter sind grundsätzlich an die Geschäftsführung weiterzuleiten. Dabei kann es nicht darum gehen, sämtliche Risiken zu vermeiden, sondern Risiken bewusst und zielorientiert einzugehen.

Die Risiken werden von der Geschäftsführung laufend bestimmt, bewertet und, soweit möglich und unternehmerisch sinnvoll, minimiert oder auf Dritte verlagert. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in der Zukunft Risiken übersehen oder fehlerhaft bewertet werden und sich diese Risiken zum Nachteil der Gesellschaft realisieren. Ein besonderes Risiko liegt darin begründet, dass die Geschäftsleitung die Marktsituation und damit zusammenhängende zukünftige Entwicklungen falsch einschätzen könnte.

Die Geschäftsentwicklung wird anhand eines Soll-/Ist-Vergleichs regelmäßig mit den Planzahlen verglichen, um gegebenenfalls frühzeitig gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Neben einer laufenden Risikoüberwachung durch die Geschäftsführung der flatex GmbH werden Risiken der flatex seit 2015 auch im Rahmen des Risikomanagements der Muttergesellschaft FinTech Group AG ("FTG"), die als "übergeordnetes Institut" im aufsichtlichen Sinne agiert, beobachtet und gesteuert. Zwischen der Geschäftsführung der flatex und dem Risikomanagement der FTG ist ein laufender enger Austausch zu steuerungsrelevanten Sachverhalten sichergestellt. Die Geschäftsführung der flatex GmbH hat insbesondere auch Zugang zum laufenden Risikoreporting der FTG.

Es wurden Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken, operationelle Risiken sowie Geschäftsrisiken als wesentliche Risikoarten identifiziert. Diese Risikoarten bestehen aus vielen Einzelrisiken, von denen die wichtigsten nachfolgend dargestellt sind.

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko beschreibt die Gefahr von Verlusten oder entgangenen Gewinnen aufgrund unerwarteter Ausfälle oder nicht vorhersehbarer Bonitätsverschlechterungen von Geschäftspartnern.

Dazu kann es beispielsweise bei Illiquidität oder Insolvenz von Kunden oder Geschäfts- bzw. Kooperationspartnern kommen. Derartige Ausfallrisiken bestehen grundsätzlich bei jedem Geschäft, das ein Unternehmen mit einem Geschäftspartner vornimmt, sodass alle Forderungen der Gesellschaft daher einem solchen Ausfallrisiko ausgesetzt sind.

Ein Großteil der Geschäftsbeziehungen besteht mit Partnern, die selbst unter der Aufsicht einer Regulierungsbehörde stehen.

Zudem besteht ein Adressenausfallrisiko bei den Kreditinstituten, bei denen die Gesellschaft ihre laufenden Geschäftskonten unterhält.

Wesentliche Adressenausfallrisiken der flatex GmbH werden im Rahmen des Risikoreportings der Muttergesellschaft FinTech Group AG berücksichtigt und gesteuert.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken bedeuten Verlustrisiken aufgrund der Veränderung von Marktpreisen (Aktienkurse, Wechselkurse, Edelmetall-/Rohstoffpreise, Zinsen) oder preisbeeinflussender Parameter (z.B. Volatilitäten).

Marktpreisrisiken sind für die flatex GmbH von untergeordneter Bedeutung.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken werden von der flatex GmbH als das Risiko definiert, aktuelle oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig und zeitgerecht aus den verfügbaren finanziellen Mitteln erfüllen zu können. In der Folge müssen ggf. Refinanzierungsmittel zu erhöhten Zinssätzen aufgenommen werden oder vorhandene Aktiva mit Abschlägen liquidiert werden, um zusätzlich benötigte Finanzmittel bereitstellen zu können.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist komfortabel. Es werden monatlich Liquiditätsüberschüsse erzielt. Im Hinblick auf die vorhandenen liquiden Mittel ist das Liquiditätsrisiko aus Sicht der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung.

Operationelle Risiken und Geschäftsrisiken

Operationelle Risiken sind die Gefahren von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens interner Verfahren, Mitarbeitern und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein, auch Reputationsrisiken werden unter den operationellen Risiken betrachtet. Geschäftsrisiken resultieren nach der Abgrenzung der flatex GmbH aus unerwarteten Veränderungen von Markt- und Umfeldbedingungen mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage.

Abhängigkeit von der Börsensituation und dem Marktumfeld für Finanzinstrumente

Das Geschäftsmodell der flatex GmbH hängt in besonderem Maße und unmittelbar von der Entwicklung der Kapital- und Finanzmärkte sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ab. Turbulenzen an den nationalen und internationalen Wertpapiermärkten, ein lang anhaltender Seitwärtstrend bei geringen Umsätzen und andere Marktrisiken können zu einem zurückgehenden Interesse bei den Anlegern führen. Die Handelsaktivität der Kunden von flatex ist abhängig von den allgemeinen Börsenumsätzen und der Marktvolatilität. Ein Absinken der Börsenumsätze könnte ebenfalls durch Änderungen in der Steuergesetzgebung (Erhöhung der Abgeltungsteuer, Einführung einer Finanztransaktionssteuer) hervorgerufen werden und könnte damit zu erheblich niedrigeren Provisionserlösen der flatex GmbH führen. Die flatex GmbH ist in ihrer Geschäftstätigkeit überwiegend auf den deutschen Markt ausgerichtet. Demzufolge ist sie in besonders hohem Maß von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland abhängig.

Sonstige Ausfallrisiken

Die flatex GmbH unterliegt gewissen Risiken aus der möglichen Weiterbelastung von Schadensfällen im Endkundenbereich durch Kooperationspartner. Dies betrifft insbesondere Ausfälle im Geschäftsbereich CFD- und FX-Handel bei Kunden, die über die flatex GmbH vermittelt wurden.

Ausgelagerte Prozesse

Ein Outsourcing bzw. eine Auslagerung liegtvor, wenn ein anderes Unternehmen mit der Wahrnehmung solcher Aktivitäten und Prozesse im Zusammenhang mit der Durchführung von Finanzdienstleistungen oder sonstigen institutstypischen Dienstleistungen beauftragt wird, die ansonsten vom Institut selbst erbracht würden.

Eine "wesentliche Auslagerung" i. S. d. § 25a Abs. 2 KWG und der MaRisk (AT 9) liegt vor, wenn ein anderes Unternehmen mit der Wahrnehmung von Aktivitäten und Prozessen, die für die Durchführung von Finanzdienstleistungen odersonstigen institutstypischen Dienstleistungen wesentlich sind, beauftragt wird. In diesen Sachverhalten gelten erhöhte Anforderungen. Die Gesellschaft hat unterschiedliche Tätigkeiten aus ihrem Geschäftsbetrieb ausgegliedert und lässt diese von externen Unternehmen erbringen. Alle im Rahmen einer Risikoanalyse als wesentlich eingestuften Auslagerungen werden im Auslagerungsmanagement der flatex GmbH betrachtet. Bei allen wesentlichen Auslagerungen ist das Risiko als hoch eingestuft, dass das entsprechende Auslagerungsunternehmen schlecht oder gar nicht leistet. Folgen davon wären Reputationsschäden, Regressforderungen durch Kunden oder auch eine Schließung durch die Aufsicht, sollte kein ordnungsgemäßer Betrieb möglich sein.

Compliance-Risiken

Die Mitarbeiter der flatex GmbH können trotz Schulungsmaßnahmen und laufender Überwachung gegen die Compliance-Richtlinien verstoßen und Insiderinformationen ausnutzen. Dies kann im schlimmsten Fall zu Marktmanipulation führen.

Falschaussagen in Werbung und fehlende Hinweise auf Risiken der beworbenen Produkte könnten zu hohen Schadenersatzforderungen führen.

Reputationsschaden

Das Reputationsrisiko ist für ein Unternehmen das Risiko negativer wirtschaftlicher Auswirkungen, die sich daraus ergeben, dass der Ruf der Unternehmens Schaden nimmt. Grundsätzlich ist die flatex GmbH bemüht, durch eine hohe Reputation eine starke Kundenbindung zu erreichen, um somit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern zu gewinnen. Viele der angesprochenen Risiken bergen zusätzlich zu direkten finanziellen Auswirkungen die Gefahr, dass die Reputation der flatex GmbH Schaden nimmt. Indirekt schlägt sich der Reputationsschaden allerdings finanziell nieder.

Wesentliche operationelle Risiken und Geschäftsrisiken der flatex GmbH werden im Rahmen des Risikoreportings der Muttergesellschaft FinTech Group AG berücksichtigt und gesteuert.

Chancenbericht

Unternehmenschancen ergeben sich aus der Optimierung und Verstärkung der bisherigen Marketingaktivitäten, um noch verstärkter am Markt wahrgenommen zu werden und Marktanteile zu sichern. Weiterhin bietet auch insbesondere die Aktivierung der bestehenden weniger aktiven Kundschaft und die damit höhere Wertschöpfung Chancen für die Gesellschaft. Weiterhin die Ausweitung von Produkten wie den flatex flat Kredit.

Eine weitere Optimierung des Webseitenangebots zur Steigerung der Benutzerfreundlichkeit, die Überarbeitung des mobilen Angebots und der effektive Einsatz von Online-/Offline-Werbemitteln sollen die Gewinnung und Bindung neuer Kunden fördern.

Aus der Kooperation mit der Commerzbank AG im Bereich Differenzkontrakte ("Contracts for Differences", CFD) ergeben sich weitere Absatzchancen, insbesondere im neu eingeführten Segment des fx Handels über den Metatrader.

flatex ist mit Morgan Stanley eine strategische, langfristige Partnerschaft eingegangen, um gemeinsam Zertifikate und Optionsscheine auf den deutschen Markt zu bringen. Die ersten Schritte sind sehr erfolgsversprechend und nun gilt es, diese Kooperation weiter zu beleben.

Nach dem erfolgreichen Markteintritt in Österreich bereitet flatex den Markteintritt in weiteren interessanten europäischen Märkten vor.

Prognosebericht

Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2017. Er enthält somit Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Erstellung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und Ergebnisse des Unternehmens. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereiches der Gesellschaft. Sollte eines der Risiken eintreten oder eine Ungewissheit Realität werden oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Berichtes abweichen.

Die flatex GmbH ist optimistisch für das Jahr 2017 im Hinblick auf die Ertragslage. Auf dem deutschen/österreichischen Online-Broker-Markt hat sie sich sehr erfolgreich platziert und spielt hinsichtlich der abgewickelten Trades in der obersten Liga. Für das Jahr 2017 wird mit steigenden Trade- und Kundenzahlen aufgrund der intensiven Marketingmaßnahmen gerechnet. Insgesamt rechnet die Geschäftsleitung mit höheren Erträgen und einem höheren Ergebnis.

Die Vermögens- und Finanzlage sollte keinen wesentlichen Änderungen unterliegen. Die Finanzierung der Gesellschaft dürfte aus der vorhandenen Liquidität sichergestellt sein, sodass keine Fremdfinanzierungen durch Bankkredite bzw. Kapitalerhöhungen nötig sind.

 

Kulmbach, den 06.02.2017

flatex GmbH

Niklas Helmreich

Geschäftsführer

Dr. Benon Janos

Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2016
(Vorjahr zum Vergleich)

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 719.517,87   309.586,00  
2. geleistete Anzahlungen 0,00   43.940,75  
    719.517,87   353.526,75
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 254.840,00   177.146,00  
2. Technische Anlagen und Maschinen 814,00   0,00  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 172.784,00   180.071,00  
    428.438,00   357.217,00
    1.147.955,87   710.743,75
B. Umlaufvermögen        
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.598,59   72.022,88  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.021.704,99   6.000.816,98  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 32.652,24 5.076.955,82 34.587,39 6.107.427,25
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   453.616,53   917.710,85
    5.530.572,35   7.025.138,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten   102.616,05   41.456,80
    6.781.144,27   7.777.338,65

Passiva

       
  31.12.2016 31.12.2015
  EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   200.000,00   200.000,00
II. Kapitalrücklage   123.646,77   123.646,77
    323.646,77   323.646,77
B. Rückstellungen        
Sonstige Rückstellungen   183.100,00   430.836,91
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 183.294,63   146.034,66  
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.948.894,33   529.019,72  
3. Sonstige Verbindlichkeiten        
- davon aus Steuern: EUR 22.515,29 (Vorjahr: EUR 16.488,72) - 23.130,87   31.392,85  
    2.155.319,83   706.447,23
D. Rechnungsabgrenzungsposten   4.119.077,67   6.316.407,74
    6.781.144,27   7.777.338,65

Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016

2016 2015
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   18.276.106,61   25.768.419,35
2. Sonstige betriebliche Erträge   433.495,25   154.938,93
3. Materialaufwand        
Aufwendungen für bezogene Leistungen   -3.872.487,45   0,00
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -1.301.288,00   -1.086.411,78  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -230.685,59 -1.531.973,59 -165.663,00 -1.252.074,78
- davon für Altersversorgung: EUR 2.851,24 (Vorjahr: EUR 2.170,01) -        
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -405.969,00   -218.482,78
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -5.498.497,81   -8.898.599,58
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   0,00   39,51
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 39,51) -        
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -0,13   0,00
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,13 (Vorjahr: EUR 0,00)        
9. außerordentliche Aufwendungen   0,00   -21.212,02
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00   -10,41
11. Ergebnis nach Steuern   7.400.673,88   15.533.018,22
12. Sonstige Steuern   -308,00   -308,72
13. Erträge aus Verlustübernahme   0,00   113.557,78
14. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne   -7.400.365,88   -15.646.267,28
15. Jahresüberschuss   0,00   0,00

Anhang zum 31. Dezember 2016

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 für das Geschäftsjahr 2016 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Bilanz wurde gemäß § 266 HGB sowie die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Der Abschluss ist in Euro aufgestellt. Die Erläuterungen wurden überwiegend in Tausend Euro ("TEUR") angegeben.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung des Unternehmens gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen.

Maßgebend für die Aufstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Entgeltlich erworbene Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten aktiviert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern diese der Abnutzung unterliegen. Die linearen Abschreibungen erfolgen unter Berücksichtigung der steuerlichen AfA-Tabellen.

Die Geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Anschaffungswert von bis zu EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs sofort voll abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden keine Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen, da keine risikobehafteten Forderungen bestehen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrags gebildet. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen des Geschäftsjahres 2016 ausgewiesen, die erst in Folgejahren ertragswirksam sind.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt.

Eine sich insgesamt ergebende Steuermehrbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden, da aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags eine Nutzung des Wahlrechts nur auf Ebene des Organträgers möglich ist.

Im Geschäftsjahr ergeben sich keine aktiven oder passiven latenten Steuern.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Im Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, ist die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der dazugehörigen Abschreibungen dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahren über 5 Jahren GESAMT
Forderungen aus Lieferungen und 22.598,59 € 0,00 € 0,00 € 22.598,59 €
Leistungen (Vj. 72.022,88 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 72.022,88 €)
Forderungen gegen verbundene 5.021.704,99 € 0,00 € 0,00 € 5.021.704,99 €
Unternehmen (Vj. 6.000.816,98€) (Vj. 0,00 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 6.000.816,98€)
Sonstige Vermögens- 27.712,33 € 4.939,91 € 0,00 € 32.652,24 €
gegenstände (Vj. 29.647,48 €) (Vj. 4.939,91 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 34.587,39 €)
  5.072.015,91 € 4.939,91 € 0,00 € 5.076.955,82 €
  (Vj. 6.102.487,34 €) (Vj. 4.939,91 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 6.107.427,25 €)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen gegen das Mutterunternehmen FinTech Group AG, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 3.529 sowie Forderungen aus Leistungsbeziehungen gegenüber der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 1.493.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer von TEUR 28 (Vorjahr TEUR 17).

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:

gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Eigenkapital
Stand am 31.12.2015 200.000,00 € 123.646,77 € 0,00 € 0,00 € 323.646,77 €
Einstellung in die Kapitalrücklage 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Stand am 31.12.2016 200.000,00 € 123.646,77 € 0,00 € 0,00 € 323.646,77 €

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für sämtliche am Abschlussstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen Verpflichtungen gebildet, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die zukünftigwahrscheinlich zu einem Abflussvon Ressourcen führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

sonstige Rückstellungen 31.12.2016 31.12.2015
Ausstehender Urlaub 22.000,00 € 15.000,00 €
Rückstellung EdW 0,00 € 221.798,65 €
Abfindungs- und Bonuszahlungen 25.000,00 € 50.000,00 €
Sonstige Rückstellungen 77.100,00 € 73.796,00 €
Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 59.000,00 € 70.242,26 €
  183.100,00 € 430.836,91 €

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre GESAMT
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 183.294,63 € 0,00 € 0,00 € 183.294,63 €
  (Vj. 146.034,66 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 146.034,66 €)
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 1.948.894,33 € 0,00 € 0,00 € 1.948.894,33 €
  (Vj. 529.019,72 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 529.019,72 €)
Sonstige 23.130,87 € 0,00 € 0,00 € 23.130,87 €
Verbindlichkeiten (Vj. 31.392,85 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 31.392,85 €)
  2.155.319,83 € 0,00 € 0,00 € 2.155.319,83 €
  (Vj. 706.447,23 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 0,00 €) (Vj. 706.447,23 €)

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 16).

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wird im Wesentlichen eine von der CommerzbankAG, Frankfurt am Main, gezahlte Vermittlungsprovision ausgewiesen, die in den Geschäftsjahren 2017 bis 2018 pro rata temporis ertragswirksam aufgelöst wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtung gesamt 31.12.2016 31.12.2015
Mietverträge 280.516,55 € 85.454,28 €
Wartungsverträge 341.956,88 € 1.004319,47 €
Werbeverträge 641372,90 € 0,00 €
Sonstige Verträge 2311.421,80 € 16.481,51 €
Gesamtsumme 3.575.268,13 € 1.106.255,26 €

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in der Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten Erlöse aus den Aktivitäten im Online-Brokerage in Höhe von TEUR 18.276 (Vorjahr TEUR 25.578) und der Fondsvermittlung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 190).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 433 (Vorjahr TEUR 155) enthalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 313 (Vorjahr TEUR 56), Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 41) und konzerninterne Erträge in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr TEUR 0).

Aufwand für bezogene Leistungen

Der Aufwand für bezogene Leistungen wird erstmalig aufgrund der einheitlichen Konzernstruktur ausgewiesen. Der Posten in Höhe von TEUR 3.872 (Vorjahr: TEUR 0) beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus Konzernumlagen (TEUR 2.870; Vorjahr TEUR 0). Die konzerninternen Aufwendungen wurden im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.498 (Vorjahr TEUR 8.899) enthalten unter anderem:

sonstige betriebliche Aufwendungen (in TEUR) 2016 2015
Raumkosten 462 124
Spenden 38 3
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 49 775
KfZ-Kosten 30 28
Werbe- und Messekosten 3.679 3.851
Reisekosten 47 27
Telekommunikationskosten 137 52
EDV / Telefon 457 768
Rechts- und Beratungskosten 236 158
Verwaltungsaufwendungen 247 0
Sonstige Kosten 110 111

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beträgt im Geschäftsjahr 2016 EUR 0,00 (Vorjahr EUR 10,41).

E. Ergebnisverwendung

Der Überschuss des Geschäftsjahres vor Gewinnabführung beträgt EUR 7.400.365,88. Dieser wird infolge des am 25.06.2015 abgeschlossenen Darlehensvertrags mit der Forderung gegen die Muttergesellschaft FinTech Group AG in Höhe von EUR 3.837.552,65 verrechnet. Der Restbetrag in Höhe von EUR 3.562.813,23 wurde gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Muttergesellschaft FinTech Group AG abgeführt.

F. Sonstige Angaben

Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die FinTech Group AG, Frankfurt am Main, hält 100% am Eigenkapital der flatex GmbH.

Die flatex GmbH wird in den Konzernabschluss der BFF Holding GmbH, Kulmbach, einbezogen. Dieser kann über den Bundesanzeiger eingesehen werden.

Honorar Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2016 beträgt das Honorar des Abschlussprüfers TEUR 26.

Der ausgewiesene Betrag beinhaltet nicht die für die flatex GmbH nicht abzugsfähige Umsatzsteuer.

Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2016 wurden durchschnittlich 26 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung) beschäftigt.

Geschäftsführung

Niklas Helmreich

einzelvertretungsberechtigt, von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit

zuständig für Strategie, Risikocontrolling, Rechnungswesen, Compliance, Innenrevision, Recht, IT

Dr. Benon Janos

vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen

Stellvertretender Geschäftsführer

Die flatex GmbH hat von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs.4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Kulmbach, den 05.02.2017

flatex GmbH

Niklas Helmreich

Geschäftsführer

Dr. Benon Janos

Geschäftsführer

HISTORISCHE ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand am 1.1.2016 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2016
EURO EURO EURO EURO EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.077.577,17 667.730,12 18.147,50 43.940,75 1.771.100,54
2. Geleistete Anzahlungen 43.940,75 0,00 0,00 -43.940,75 0,00
Summe immat. Vermögensgegenstände 1.121.517,92 667.730,12 18.147,50 0,00 1.771.100,54
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 350.646,19 139.698,00 0,00 0,00 490.344,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.233,00 1.887,00 0,00 0,00 29.120,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 422.552,99 40.924,00 0,00 0,00 463.476,99
Summe Sachanlagen 800.432,18 182.509,00 0,00 0,00 982.941,18
Summe Anlagevermögen gesamt 1.921.950,10 850.239,12 18.147,50 0,00 2.754.041,72
ENTWICKLUNG DER KUMULIERTEN ABSCHREIBUNGEN
Stand am 1.1.2016 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2016
EURO EURO EURO Euro EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 767.991,17 294.681,00 11.089,50 0,00 1.051.582,67
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immat. Vermögensgegenstände 767.991,17 294.681,00 11.089,50 0,00 1.051.582,67
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 173.500,19 62.004,00 0,00 0,00 235.504,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.836,00 1.470,00 0,00 0,00 28.306,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 242.878,99 47.814,00 0,00 0,00 290.692,99
Summe Sachanlagen 443.215,18 111.288,00 0,00 0,00 554.503,18
Summe Anlagevermögen gesamt 1.211.206,35 405.969,00 11.089,50 0,00 1.606.085,85
RESTBUCHWERTE
Stand am 31.12.2015 Stand am 31.12.2016
EURO EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 309.586,00 719.517,87
2. Geleistete Anzahlungen 43.940,75 0,00
Summe immat. Vermögensgegenstände 353.526,75 719.517,87
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 177.146,00 254.840,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 397,00 814,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 179.674,00 172.784,00
Summe Sachanlagen 357.217,00 428.438,00
Summe Anlagevermögen gesamt 710.743,75 1.147.955,87

V. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der flatex GmbH, Kulmbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 in den diesem Bericht als Anlagen 1 (Jahresabschluss) und 11 (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 24. März 2017 in Frankfurt am Main unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der flatex GmbH, Kulmbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach 5 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs-grundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 der flatex GmbH, Kulmbach, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen erstattet.

 

Frankfurt am Main, 24. März 2017

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Otte

Wirtschaftsprüfer

gez. Schmidt

Wirtschaftsprüfer

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4 nahegelegene Organisationen

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