Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 5086
Vorher
Zeller Cosmetics GmbH
Eingetragen
21.12.1992
Branche
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnGroßhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und WerbeartikelnHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
die industrielle Herstellung von Kosmetikprodukten und Geschenkartikeln sowie der Handel mit und der Import von solchen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Margarete Zeller
seit 26.6.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Obernburg
181.700 €
75.70%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Zeller Present Handels GmbH

Wörth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Zeller Present Handels-GmbH, Reifenbergstraße 1, 63939 Wörth

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Zeller Present Handels-GmbH besteht seit 1994 mit Standort in Wörth am Main . Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt im Vertrieb von Gebrauchs- & Haushaltsprodukten. Das Sortiment umfasst funktionale Accessoires für Küche und Haushalt, Bad, Büro und Wohnen. Die Kunden befinden sich in allen wichtigen Marktsegmenten wie Möbel-, Versand- und Internethandel, sowie SB- und Baumarktgruppen.

II. Geschäftsverlauf:

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus (Quelle: Statistisches Bundesamt destatis).

Die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 leicht zurück (- 0,1 %). Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen recht unterschiedlich. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt destatis).

Nach den zwei sehr umsatzstarken Jahren 2021 und 2022 bremste das schwache gesamtwirtschaftliche Umfeld auch die konjunkturelle Entwicklung im Großhandel: 2023 gingen die Umsätze im Branchenschnitt um 4,1% zurück, wobei die Entwicklung in den einzelnen Teilbranchen sehr unterschiedlich verlief. Im Produktionsverbindungshandel gaben die Umsätze 2023 spürbar nach. Zu diesem Rückgang trugen neben der schwächelnden Nachfrage wichtiger Kunden auch stark rückläufige Großhandelspreise in einigen Sparten bei. Ganz anders die Situation im Konsumtionsverbindungshandel: Das im Jahresschnitt 2023 erzielte Umsatzplus war hauptsächlich preisgetrieben (Quelle: VR-Bank Branchenspezial).

Wie bereits im Vorjahr sind die Preise auch 2023 im Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern stark gestiegen. Der Umsatz ist dagegen nur leicht um 0,9% gestiegen und ausschließlich preisgetrieben. Im Vergleich zum Jahr 2019 konnte die Branche ihren nominalen Umsatz um etwa ein Fünftel steigern. Preisbereinigt blieben die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr zurück. Im Vergleich zum Jahr 2019 sind die realen Umsätze allerdings um insgesamt knapp 8% gestiegen.

Die Nachfrage in den einzelnen Fachsparten des Konsumgütergroßhandels war unterschiedlich. Das positive nominale Umsatzwachstum wurde ausschließlich durch den Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln (+11%), den Großhandel mit keramischen Erzeugnissen (+5,1%) und den Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen (+4,2%) getragen. Der Großhandel mit Uhren und Schmuck (-5,2%), der Großhandel mit Möbeln, Teppichen und Lampen (-7,1%), der Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten und Geräten der Unterhaltungselektronik (-4%), der Großhandel mit Textilien (-0,8%) und der Großhandel mit Bekleidung (-2,7%) konnten die Vorjahresumsätze nominal nicht halten, sodass sich in diesen Teilbranchen auch eine negative reale Umsatzentwicklung ergab. Im Vergleich zum Jahr 2019 konnten alle Teilbranchen die Umsätze nominal signifikant steigern.

Die stark schwankenden Frachtkosten haben auch im Jahr 2023 unsere Geschäftsentwicklung beeinflusst. Zu Beginn des Jahres waren die Preise relativ stabil, aber auf einem niedrigen Niveau (Quelle: dvz.de). Im Laufe des Jahres gab es jedoch mehrere Faktoren, die zu Schwankungen führten (Quelle: Statista)

• Geopolitische Spannungen: Konflikte und Unsicherheiten in verschiedenen Regionen führten zu längeren Transportwegen und höheren Kosten.

• Pandemie-Nachwirkungen: Die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie beeinflussten weiterhin die Lieferketten und führten zu Engpässen und Preisschwankungen.

• Wetterbedingungen: Starke Regenfälle und Stürme, insbesondere in Regionen wie Südafrika, beeinträchtigten die Schifffahrt und erhöhten die Kosten.

Gegen Ende des Jahres 2023 stiegen die Preise wieder an, insbesondere auf wichtigen Routen wie von Shanghai nach Rotterdam. Insgesamt war das Jahr 2023 durch eine hohe Volatilität der Frachtraten gekennzeichnet.

2023 lag der Focus der Geschäftsleitung einmal mehr auf der erfolgreichen Umstrukturierung in einen Multi-Channel-Vertrieb, die vor einiger Zeit eingeleitet wurde. Das beinhaltet auch den Ausbau und die Weiterentwicklung der eigenen Webshops und Handelsplattformen für Privatkunden. Leider konnten wir unsere Umsatzerlöse nicht wie prognostiziert steigern und haben stattdessen einen leichten Umsatzrückgang zu verzeichnen. Bei wie erwartet rückläufigen Warenbezugskosten ist der Rohgewinn I (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) und das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr dennoch wie erwartet positiver ausgefallen. Das Jahresergebnis hat sich im Jahresvergleich verbessert, auch wenn ein positives Ergebnis entgegen der Prognose nicht erzielt werden konnte. Die Eigenkapitalquote ist dagegen auf dem hohen Niveau des Vorjahres geblieben.

B. Darstellung der Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage

Bei einer leichten Reduzierung der Umsätze und einer niedrigeren Materialaufwandsquote (insb. durch die gesunkenen Frachtraten) stieg der Rohgewinn I (Umsatz abzgl. Materialaufwand) um rd. 15% auf TEuro 7.633 (VJ: TEuro 6.661).

Der Personalaufwand reduzierte sich etwas auf TEuro 2.494 (Vorjahr: TEuro 2.613), die Personalaufwandsquote sank ebenfalls etwas um rund 0,5 %-Punkte. Mit dem rückläufigen Umsatz haben sich auch die Vertriebskosten um 0,7 % auf TEuro 2.052 (Vorjahr: TEuro 2.066) geringfügig reduziert. Die Werbe- und Reisekosten haben sich deutlich um 20,8% auf TEuro 941 (Vorjahr: TEuro 757) erhöht. Im Ergebnis gingen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEuro 100 auf TEuro 5.370 (Vorjahr: TEuro 5.270) hoch. Bei niedrigeren sonstigen betrieblichen Erträgen hat sich das ordentliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von TEuro -1.245 auf TEuro -358 verbessert.

Bei einem verbesserten Finanzergebnis und unter Berücksichtigung der Ertragsteuern hat sich das Ergebnis nach Steuern auf TEuro -358 (Vorjahr TEuro -1.115) erhöht. Der Geschäftsverlauf und die Lage können damit nach wie vor insgesamt als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden.

II. Vermögens- und Finanzlage

Das bilanzielle Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr absolut um TEuro 358 auf TEuro 8.989 gesunken. Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer niedrigeren Bilanzsumme auf 73,5 % (Vorjahr 73,4 %) geringfügig erhöht.

Die Vorräte sind im Berichtsjahr um TEuro 1.373 auf TEuro 5.889 (Vorjahr TEuro 7.262) spürbar gesunken, in der Folge ist die Umschlagshäufigkeit des Vorratsvermögens bei einem geringfügigen Umsatzrückgang gestiegen. Im Verhältnis zur Bilanzsumme sinken die Vorräte auf 48,2 % (Vorjahr 57,1 %). Die Vorräte stellen damit nach wie vor den größten Posten auf der Aktivseite der Bilanz dar.

Der prozentuale Anteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich der beiden Bilanzstichtage etwas erhöht und beträgt rund 16%. Die liquiden Mittel haben sich im Vergleich der beiden Bilanzstichtage von TEuro 1.954 auf TEuro 2.478 erhöht. Das Anlagevermögen ist mit TEuro 1.284 etwas geringer ausgefallen als im Vorjahr.

Die langfristigen Pensionsrückstellungen sind um TEuro 8 auf TEuro 1.681 zurückgegangen (Vorjahr: TEuro 1.688). Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich um TEuro 112 auf TEuro 357 erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich ebenso wie die sonstigen Verbindlichkeiten erhöht, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen wurden im Berichtsjahr vollständig zurückgeführt. In Summe haben sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 8 % reduziert, ihr Anteil an der Bilanzsumme ist mit ca. 13 % eher von untergeordneter Bedeutung.

Der Cashflow (Ergebnis zuzüglich Abschreibungen und Veränderung Pensionsrückstellung) ist mit TEuro -158 (Vorjahr TEuro -714) etwas verbessert ausgefallen, aber nach wie vor negativ. Durch die Abnahme des Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) um TEuro 883 wurde Liquidität frei, so dass im Berichtsjahr ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit vorzuweisen war (Vorjahr: Mittelabfluss in Höhe von TEuro 439). Bei der Investitions- und Finanzierungstätigkeit ergab sich im Berichtsjahr nur ein geringer Mittelabfluss in Höhe von TEuro 59 für Investitionen ins Anlagevermögen. Im Ergebnis führte das dazu, dass die liquiden Mittel um TEuro 523 auf TEuro 2.478 (Vorjahr TEuro 1.954) gestiegen sind. Im Verhältnis zur Bilanzsumme entspricht das 20,3 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 15,3%). Damit ist die Liquiditätslage als ausreichend entspannt zu bezeichnen, ein Skontoabzug war jederzeit möglich.

C. Ausblick und Prognosebericht

Die Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung erscheint vor dem Hintergrund der unsicheren Konjunkturlage, hoher Inflation in Folge höherer Material- und Energiepreise, höheren Finanzierungskosten und den Folgen des Ukrainekriegs unsicherer denn je. Nach der neueste Ifo-Konjunkturprognose Herbst vom 5.9.2024 wird die Lage der deutschen Wirtschaft wie folgt beschrieben:

Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest. Dabei belasten sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren. Nach einem Rückgang um 0,3% im vergangenen Jahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl nur stagnieren. In den kommenden beiden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 bzw. 1,5% zunehmen wird. Damit wurde die Wachstumsprognose gegenüber der ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 deutlich um 0,4 Prozentpunkte für das laufende Jahr und um 0,6 Prozentpunkte für das Jahr 2025 gesenkt. Entgegen den Erwartungen können sich Industrie- und Konsumkonjunktur nur sehr langsam aus ihrer Starre befreien.

Die Krise ist in erster Linie eine strukturelle Krise. Dekarbonisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel, Corona-Pandemie, Energiepreisschock und eine veränderte Rolle Chinas in der Weltwirtschaft setzen etablierte Geschäftsmodelle unter Druck und zwingen Unternehmen, ihre Produktionsstrukturen anzupassen. Deutschland ist von diesen Veränderungen im Vergleich zu anderen Ländern besonders stark betroffen. Zum einen entwickelt sich das Erwerbspersonenpotenzial ungünstiger und die Bevölkerung altert schneller. Zum anderen trifft der Strukturwandel insbesondere das Verarbeitende Gewerbe, das in Deutschland einen deutlich größeren Anteil an der Wirtschaftsleistung hat. Ein höheres Gewicht als in anderen Ländern haben dabei die energieintensiven Industriezweige, die auf die hohen Energiekosten reagieren, sowie der Maschinenbau und die Automobilindustrie, die neben Umstrukturierungen im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung und der Digitalisierung einer zunehmenden Konkurrenz aus China ausgesetzt sind.

Vieles deutet darauf hin, dass die strukturellen Anpassungsprozesse noch nicht abgeschlossen sind. Die langfristigen Auswirkungen auf die Produktionsmöglichkeiten und damit auf das Produktionspotenzial werden wohl erst rückblickend in einigen Jahren beurteilt werden können. Die Investitions- und Produktivitätsflaute der vergangenen Jahre hat zumindest vorübergehend zu einer deutlichen Abwärtsrevision des Produktionspotenzials geführt. Aus heutiger Sicht liegt es im Jahr 2024 um gut 2% oder 70 Mrd. Euro unter den Schätzungen aus dem Jahr 2019 . Die schwache private Investitionstätigkeit dürfte eine Folge von Geschäftsschließungen, Produktionsstilllegungen und Verlagerungen sowie der hohen wirtschaftspolitischen Unsicherheit sein. Der Produktivitätsstillstand geht einher mit Verschiebungen beim Beschäftigungsaufbau vom Industrie- zum Dienstleistungssektor, die auch im Zuge des demografischen Wandels stattfanden.

Die Krise ist aber auch eine konjunkturelle Krise. Die Auslastung der vorhandenen gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten sinkt seit mehr als zwei Jahren und die Unterauslastung hat zuletzt nochmals spürbar zugenommen. Den ifo Konjunkturumfragen zufolge klagen die Unternehmen in allen Wirtschaftsbereichen über eine hartnäckige Nachfrageschwäche. Im Baugewerbe und im Verarbeitenden Gewerbe sind die Auftragspolster der vergangenen Jahre abgeschmolzen, und eine Trendwende bei den Neuaufträgen lässt weiter auf sich warten. Die konsumnahen Bereiche profitieren kaum von den kräftigen Reallohnsteigerungen und den damit verbundenen Kaufkraftgewinnen. Vielmehr halten sich die privaten Haushalte mit Ausgaben zurück und legen einen zunehmenden Teil ihrer Einkommensanstiege als Ersparnis zurück. So stieg die Sparquote in den vergangenen beiden Quartalen um 0,5 Prozentpunkte auf zuletzt 11,3% des verfügbaren Einkommens und lag damit deutlich über dem Durchschnitt der zehn Jahre vor der Corona-Pandemie (10,1%). Hätte sich das Sparverhalten gegenüber dem Schlussquartal 2023 nicht verändert, hätte der private Konsum im ersten Halbjahr 2024 um knapp 1% zulegen können, anstatt zu stagnieren.

Die derzeit vorliegenden Frühindikatoren lassen für das dritte Quartal 2024 keine konjunkturelle Trendwende erwarten. Das ifo Geschäftsklima hat sich im August zum dritten Mal in Folge verschlechtert und die Auftragslage wird in allen Wirtschaftsbereichen bis zuletzt als schlecht eingeschätzt. Erst im kommenden Jahr wird mit einer allmählichen Erholung gerechnet. Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal unverändert bleiben und erst zum Jahresende wieder leicht um 0,2% gegenüber dem Vorquartal zulegen. Damit dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr stagnieren. In den kommenden beiden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 bzw. 1,5% zunehmen wird. Damit wurde die Wachstumsprognose gegenüber der ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 deutlich um 0,4 Prozentpunkte für das laufende Jahr und um 0,6 Prozentpunkte für das Jahr 2025 gesenkt.

(Quelle: IFO).

Zur künftigen Branchenentwicklung ist zu sagen:

Die Preisentwicklung schwächt sich Anfang 2024 deutlich ab, verbleibt aber in allen Segmenten auf einem hohen Niveau. Trotz hoher Tarifabschlüsse ist die Stimmung bei den Konsumenten schlecht, sodass auch weiterhin nur von einer geringeren Nachfrage - besonders in Marktsegmenten, die eher den Bedarfskäufen zuzurechnen sind wie Möbel, Wohnungsausstattung, Consumer Electronics und Bekleidung - ausgegangen werden kann. Anders als der gesamte Großhandel startet der Großhandel mit Konsumgütern mit einer positiven Umsatzentwicklung ins Jahr 2024. Diese Entwicklung wird jedoch hauptsächlich durch den Großhandel mit Bekleidung, den Großhandel mit pharmazeutischen u.a. Erzeugnissen und den Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln getragen. Alle anderen Segmente erzielten im Vergleich zum Vorjahresmonat im Januar weniger Umsatz und verkauften auch weniger Produkte.

Die Branchenunternehmen schätzen ihre künftige Geschäftslage weiterhin negativ ein. Gleiches gilt für den Großhandel insgesamt. Deshalb sind die Digitalisierung und die Verbesserung der Customer Experience Maßnahmen zur Erfolgssicherung. Weitere große Themen sind der Fachkräftemangel und die stark zunehmende Bürokratie.

Unabhängig davon ist der Start in das neue Geschäftsjahr für die Gesellschaft durchwachsen ausgefallen. Die zunehmend stark schwankenden und nervösen Seefrachtmärkte erschweren die Sicherung der Warenverfügbarkeit und drücken auf die Ertragslage. Das Management geht davon aus, dass der verhaltene Absatz weiter anhalten wird und die Kaufkraft nach wie vor aufgrund der unruhigen Märkte auf einem niedrigem Niveau bleiben wird. Ebenso ist auf der Absatzseite eher schwierig, das Umsatzniveau zu halten. Auf jeder Seite sind wir mit Kostensteigerungen im Dienstleistungssektor konfrontiert, jedoch ist es aktuell kaum möglich bei einer sinkenden Nachfrage Preise zu erhöhen.

Vor diesem Hintergrund erwartet die Geschäftsführung für das Jahr 2024 leicht steigende Umsatzerlöse. Durch die rückläufigen Warenbezugsnebenkosten auf der Beschaffungsseite wird Rohgewinn I und Rohergebnis leicht positiver erwartet. Das prognostizierte Geschäftsergebnis 2024 der Zeller Present Handels-GmbH wird bei angepassten Kostenstrukturen für Personal, Vertrieb und Verwaltung voraussichtlich über dem Niveau des Jahres 2023 und auch wieder im leicht positiven Bereich liegen. Eigenkapitalquote und Cashflow werden sich analog etwas positiver darstellen.

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung:

Die unverändert, in Eintrittswahrscheinlichkeit und Tragweite, moderaten Risiken aus der Geschäftstätigkeit der Zeller Present Handels-GmbH sind:

• Ukraine-Krieg: Auch wenn unser Geschäft nicht direkt von den steigenden Gas- und Stromkosten betroffen sind, sorgen die Preissprünge in den Bereichen auch bei uns für überproportionale Kostensteigerungen, die nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden können und so zur Lasten der Gewinnmarge gehen. Durch die Sanktionen der EU gegen den Aggressor und seine Verbündete entziehen sich uns wichtige Absatz- und Sourcingmärkte. Russland ist ein maßgeblicher Lieferant von Nadelhölzern in allen Handelsformen, dies wird sich auch auf die Beschaffung von Halbfertigwaren und Transporthilfsmitteln niederschlagen. Inflation und steigende Energiepreise: Als Folge des Ukrainekriegs sind die Kosten für Energie sprunghaft gestiegen, was für eine stark steigende Inflation geführt hat. Diese belastet den privaten Konsum in zunehmenden Maße, was auch Risiken für unsere Geschäftsentwicklung bergen kann.

• Nah/Ostkonflikt: Die Risiken des durch den kürzlich wieder aufflammenden Nah/Ostkonfliktes bleiben nach wie vor unsicher und schwer abschätzbar. Direkter Handel oder Lieferketen dorthin bestehen zwar nicht, dennoch ist das Land durch seine geografische Lage räumlich an der bedeutendsten Seefrachtrouten für den Inbound nach Europa. Durch diese Lage und die Sympathisierung der Huti Rebellen mit der Hisbollah reflektieren daraus Angriffe auf eine der bedeutendsten Seerouten für Europa. Viele Reedereien stellen seid Dezember 2023 die Durchquerung des Suez - Kanals ein und umfahren diesen auf der Route um das Kapp der guten Hoffnung. Wie lang diese Situation noch anhalten wird bleibt abzuwarten.

• Marktrisiken: Zu den Marktrisiken gehören die ökonomischen Entwicklungen im Großhandel mit Gebrauchs- und Konsumgütern. Das Unternehmen beobachtet und analysiert regelmäßig die volkswirtschaftliche Entwicklung und überprüft das betriebswirtschaftliche Wettbewerbsrisiko. Die typische Funktion des Großhandels besteht darin, durch eine Vielzahl von Vermittlungs- und Überbrückungsfunktionen, die auf dem Weg vom Produzenten zum Endnachfrager entstehenden Transaktionskosten zu senken.

Diese Möglichkeiten der Senkung der Transaktionskosten, und damit die Erhöhung der Rentabilität, hat sich durch den starken Wettbewerbsdruck im Großhandel mit Gebrauchs- und Konsumgütern bereits vermindert. Die zunehmende Tendenz zur Umgehung des Großhandels - ermöglicht durch die Entwicklung neuer Technologien (Internet, E-Commerce) - vor allem durch Einzelhändler mit großer Marktmacht und dem Hineindrängen von großen Logistik-Unternehmen in diesen Markt, verstärkt den Wettbewerbsdruck. Weiter führt die Globalisierung zu einer stärkeren Transparenz der Märkte.

Dieser Entwicklung trägt die Gesellschaft durch die Erschließung neuer Vertriebswege im B2B als auch im B2C Bereich Rechnung. Weiteres Risiko ist die Änderung der Verbrauchertrends in immer kürzeren Zyklen. Die Gesellschaft trägt dieser Tatsache durch ständige Beobachtung der Abnehmer- und Zuliefermärkte Rechnung.

• Beschaffungsrisiken: Risiken auf den Beschaffungsmärkten beugt die Gesellschaft durch eine enge Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Lieferanten vor. Ein funktionales Bestellwesen mit regelmäßiger Bedarfsermittlung sowie langfristige Lieferverträge mit den wesentlichen Lieferanten garantieren eine nahezu permanente Lieferbereitschaft über das gesamte Sortiment. Auch auf der Seite der europäischen Häfen ist mit massiven Kapazitätsproblemen und Verspätungen zu rechnen. Um das Risiko von Lieferausfällen so gering wie möglich zu halten wird weiter im Voraus und sicherer disponiert.

• Vertrags- und Prozessrisiken: Neben den durch den Betrieb des Geschäfts verursachten Vertrags- und Prozessrisiken besteht ein zunehmender exogener Faktor durch eine stärkere und schnelllebiger Reglementierung, insbesondere auf EU-Ebene. Diesen begegnet die Gesellschaft mit fundierter Beratung und Einbindung externer Juristen. Vertrags- und Prozessrisiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten, sind zurzeit weder vorhanden noch für die Zukunft erkennbar.

• Finanzrisiken: Ein Großes Finanzrisiko ist im Moment die Entwicklung des Dollars im Vergleich zum Euro. Sollte sich der Euro-Außenwert weiterhin negativ entwickeln, wird diese Wechselkursentwicklung eine merkliche Auswirkung auf den Beschaffungsmarkt und damit den Beschaffungspreis der Gesellschaft haben. Die Zeller Present Handels-GmbH versucht das Risiko durch frühzeitige Kurssicherung mittels Devisentermingeschäfte und das Ausweichen auf andere Währungen zu minimieren. Darüber hinaus werden mit Ausnahme einer Investition in Fondsanteile zur Liquiditätssicherung keine weiteren erwähnenswerten Finanzinstrumente zur Absicherung aller wichtigen Arten von Transaktionen und Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken verwendet.

Andere Finanzrisiken überwacht die Gesellschaft durch die Anwendung entsprechender Planungs-, Kontroll- und Steuerungsinstrumente. Der Liquiditätsbedarf wird im Unternehmen vorausplanend ermittelt und zentral überwacht und gesteuert. Durch den weiterhin vorhandenen hohen Bestand an liquiden Mitteln beugt die Gesellschaft Liquiditätsengpässen vor.

Die Chancen der Zeller Present Handels-GmbH liegen nach wie vor in dem über die Jahre aufgebauten Standard im Kundenservice, konstanter Lieferbereitschaft und hoher Zuverlässigkeit im Sinne des Anspruches "Vorsprung durch Service". Das Unternehmen wird hiermit auch einem ständig steigenden Marktanspruch jederzeit gerecht. Der Ausbau des Diensleistungsangebots rund um die Produkte wie auch die Erschließung weiterer B2C Kanäle wird sich in kurz- und mittelfristiger Zukunft positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

 

Wörth im Oktober 2024

Die Geschäftsleitung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.284.093,53 1.433.380,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.764,00 13.519,00
II. Sachanlagen 364.692,00 502.226,00
III. Finanzanlagen 917.637,53 917.635,50
B. Umlaufvermögen 10.338.563,60 10.862.478,21
I. Vorräte 5.889.179,00 7.261.942,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.971.023,31 1.646.792,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.478.361,29 1.953.743,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 146.582,87 106.584,23
D. Aktive latente Steuern 455.489,00 329.871,00
Summe Aktiva 12.224.729,00 12.732.313,94

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.988.718,51 9.347.126,60
I. Gezeichnetes Kapital 240.000,00 240.000,00
II. Gewinnvortrag 9.107.126,60 10.222.144,97
III. Jahresfehlbetrag 358.408,09 1.115.018,37
B. Rückstellungen 2.037.935,46 1.933.483,37
C. Verbindlichkeiten 1.198.075,03 1.451.703,97
Summe Passiva 12.224.729,00 12.732.313,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.714.632,00 6.846.268,79
2. Personalaufwand 2.494.460,39 2.613.418,36
a) Löhne und Gehälter 2.089.270,01 2.178.563,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 405.190,38 434.854,37
3. Abschreibungen 208.561,60 207.062,45
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 208.561,60 207.062,45
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.369.999,95 5.270.326,43
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 3.400,00 3.400,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.102,76 2.454,39
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 167.232,30
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 104.233,90 63.161,06
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -125.617,27 -381.414,58
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 125.618,00 177.683,00
9. Ergebnis nach Steuern -334.903,81 -1.091.062,84
10. sonstige Steuern 23.504,28 23.955,53
11. Jahresfehlbetrag 358.408,09 1.115.018,37

Anhang

der Zeller Present Handels GmbH, Wörth am Main

Amtsgericht Aschaffenburg, HR B 5086

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist, mit Ausnahme der im Anhang erläuterten Sachverhalte grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, wenn die Wertminderung nicht nur vorübergehend ist, angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten auf der Basis des Verbrauchsfolgeverfahrens First-In-First-Out bewertet. Als Anschaffungsnebenkosten werden anteilig zuzurechnende, normalisierte Eingangsfrachten- und weiteren Warenbezugskosten (Zollkosten, Transportversicherung, Verpackungskosten, Qualitätskontrolle etc.) berücksichtigt. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgt mit dem Nennbetrag.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen abgegrenzte Vorauszahlungen für Versicherungen, Kfz-Steuern, Wartungskosten, Miet- und Leasingzahlungen etc. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend dem Zeitablauf.

Das Wahlrecht zur Aktivierung von aktiven latenten Steuern gem. § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde ausgeübt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsrückstellungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs.1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst.

Die die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit vorhanden - mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Es kommt die sog. Nettomethode zur Anwendung.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Beträgt die Restlaufzeit der zugrundeliegenden Forderung bzw. Verbindlichkeit mehr als ein Jahr werden die Anschaffungskosten nicht über- bzw. unterschritten.

Bei durch Devisentermingeschäfte abgesicherten Wareneinkäufen werden die in fremder Währung lautenden Anschaffungskosten mit dem durchschnittlichen Sicherungskurs des Berichtsjahres umgerechnet. Soweit die Eingangsrechnungen am Bilanzstichtag noch nicht bezahlt sind und aus bestehenden Devisenbeständen beglichen werden können, erfolgt die Umrechnung mit dem historischen Umrechnungskurs.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS vom 1.1.2023 bis 31.12.2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 369.093,88 12.500,00 0,00 0,00 381.593,88
369.093,88 12.500,00 0,00 0,00 381.593,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.169.560,24 0,00 0,00 0,00 1.169.560,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 89.368,07 0,00 0,00 0,00 89.368,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.142.200,60 46.772,60 0,00 0,00 1.188.973,20
2.401.128,91 46.772,60 0,00 0,00 2.447.901,51
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.084.646,10 0,00 0,00 0,00 1.084.646,10
2. Genossenschaftsanteile 221,70 2,03 0,00 0,00 223,73
1.084.867,80 2,03 0,00 0,00 1.084.869,83
Summe des Anlagevermögens 3.855.090,59 59.274,63 0,00 0,00 3.914.365,22

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Stand 1.1.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 355.574,88 24.255,00 0,00 379.829,88 1.764,00 13.519,00
355.574,88 24.255,00 0,00 379.829,88 1.764,00 13.519,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 864.275,24 110.576,00 0,00 974.851,24 194.709,00 305.285,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 79.570,07 3.258,00 82.828,07 6.540,00 9.798,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 955.057,60 70.472,60 0,00 1.025.530,20 163.443,00 187.143,00
1.898.902,91 184.306,60 0,00 2.083.209,51 364.692,00 502.226,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 167.232,30 0,00 0,00 167.232,30 917.413,80 917.413,80
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 223,73 221,70
167.232,30 0,00 0,00 167.232,30 917.637,53 917.635,50
Summe des Anlagevermögens 2.421.710,09 208.561,60 0,00 2.630.271,69 1.284.093,53 1.433.380,50

2. Forderungen gegen Gesellschafter

Die Forderungen gegen Gesellschafter haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Eigenkapital

Am Bilanzstichtag bestehen folgende Ausschüttungssperren:

Euro
Aktive latente Steuern 455.489,00
Unterschiedsbetrag Pensionsrückstellung § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB 15.927,00
471.416,00

4. Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für zwei Anwärter nach der versicherungsmathematischen "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämien) gebildet. Dabei wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

• Rechnungszins gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB von 1,78 % (Stand Dezember 2023, 10-Jahreszins) für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde

• Rententrend in Höhe von 2,00 % p.a.

• Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G".

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich in 2010 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von Euro 50.997,00. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde demgemäß 1/15, also Euro 3.400,00, den Pensionsrückstellungen zugeführt und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 beträgt Euro 3.397,00.

Am Bilanzstichtag bestehende Pensionszusagen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von Euro 1.687.380,00 werden nach Anwendung der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB mit Euro 1.680.583,00 bewertet und mangels verpfändeten Vermögens unsaldiert ausgewiesen.

5. Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 0,00 (Vj: 444.993,72) enthalten, die insgesamt eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen. Alle weiteren in der Bilanz aufgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Position sonstige Verbindlichkeiten beinhaltet Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 150.684,49 (Vj.: Euro 203.891,39), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 960,85 (Vj.: Euro 723,20).

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Die Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen beinhaltet einen Darlehensvertrag gegenüber der Zeller Vermietungs GmbH & Co. KG. Das Darlehen wurde im Berichtsjahr vollständig getilgt.

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Sonstige betriebliche Erträge

Im Berichtsjahr werden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 31.858,61 ausgewiesen. Die Differenzen resultieren aus Kursschwankungen des Euro zum US-Dollar und dem polnischen Zloty.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen gem. Artikel 67 Absatz 1 EGHGB in Höhe von Euro 3.400,00 ausgewiesen. Sie resultieren aus der jährlichen Zuführung von Beträgen aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung nach BilMoG zum 1.1.2010.

3. Finanzergebnis

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sind in Höhe von Euro 22.121,00 angefallen. Der Ausweis des Gesamtbetrags in Höhe von Euro 22.121,00 erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen". Aufwendungen und Erträge aus den Änderungen des Diskontierungssatzes werden nicht im Finanzergebnis ausgewiesen.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es besteht mit einem Factoringunternehmen ein Factoringvertrag zur Abtretung bestehender Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einen bestimmten Kundenkreis. Zielsetzung dieser Vereinbarung ist es, gegen eine Gebühr die Liquiditätsausstattung der Gesellschaft zu verbessern und dabei gleichzeitig das Delkredererisiko für die Berichtsgesellschaft auszuschalten. Sollte es zu einer Beendigung des Factorings kommen, könnte dies eine vorübergehende Verschlechterung der Liquidität nach sich ziehen. Zum Stichtag beträgt der Nennwert an verkauften Forderungen TEuro 2.293. Im Berichtsjahr ergeben sich Kosten im Zusammenhang mit dem Factoring in Höhe von TEuro 114 (Vorjahr: TEuro 62).

2. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB sind nicht zu vermerken.

3. sonstige finanzielle Verpflichtungen

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen

(bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von2 Jahren) p.a. TEuro 741

4. Geschäftsführung

Frau Margarete Zeller, Kauffrau.

Herr Sebastian Männche, Einkäufer.

Beide einzelvertretungsberechtigt und mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen

Auf die Angaben gem. § 285 Nr. 9a HGB wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Einer Geschäftsführerin wurde im Vorjahr ein unbesichertes, endfälliges Darlehen in Höhe von 400.000 Euro gewährt. Das Darlehen wird mit 0,5% verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2023.

5. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 62 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 29 Angestellte und 33 gewerbliche Arbeitnehmer.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Wörth am Main, 31.07.2024

gez. Margarete Zelller, Geschäftsfüherin

gez. Sebastian Männche, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende Jahresabschluss ist zur Offenlegung bestimmt und nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ZELLER PRESENT HANDELS GMBH Vertrieb von Gebrauchs- & Kosmetikprodukten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ZELLER PRESENT HANDELS GMBH Vertrieb von Gebrauchs- & Kosmetikprodukten - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZELLER PRESENT HANDELS GMBH Vertrieb von Gebrauchs- & Kosmetikprodukten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Neustadt / Saale, den 14.11.2024

Ossig Main-Rhön-Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Beuerlein, Wirtschaftsprüfer

Andreas Kaufmann, Wirtschaftsprüfer

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